260 Eileh. Dienstag den 2. August. —— J 90. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, Ele, 5 e. l bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. ein Beleg kostet 9 Pf. Das Reichsgesetzblatt Nr. 20 enthält: Gesetz, die Bezeichnung des Raumgehalts der Schankgefäße.— Nr. 21. besonderen Genehmigung bedürfen. Verloosung und der Vertrieb der Loose à 20 Pf. Betreffend: Reichstagswahlen. Dezember und Juni jeden Jahres stattzufinden und ist zugleich Mit Rücksicht auf den bevorstehenden Ablauf Legislaturperiode haben 1 der gegenwärtigen demnächst Neuwahlen zu dem Reichstage statt— zufinden. Zufolge Verfügung des Großherzoglichen Staatsministeriums vom 16. l. Mts. zu Nr. Staatsministerium 2657 laden wir Sie daher ein, mit Aufstellung der Wählerlisten zu beginnen und deren Fertig— stellung uns demnächst anzuzeigen. Bei Aufstellung dieser Listen, welche für jeden einzelnen Wahl— kreis in doppelter Ausfertigung und genau nach dem vorgeschrie— benem Formulare zu erfolgen hat, sind die Bestimmungen in den 88 1 bis 3, 7 und 8 des Wahlgesetzes für den Reichstag vom 31. Mai 1869— Reichsgesetzblatt Seite 145— und in§ 1 des Reglements zur Ausführung dieses Wahlgesetzes vom 28. Mai 1870— Reichs— gesetzblatt Seite 275— zu beachten.— Bezüglich des Eintrages des Alters in Spalte 4 des Formulares zur Wählerliste genügt es jedoch, wenn dieser Eintrag dahin vollzogen wird, daß der zum Waͤhlen Be— rechtigte das fünf und zwanzigste Lebensjahr zurückgelegt hat. Auf Grund des§ 7 des Wahlzesetzes fur den Reichstag und der 8s 6 bis 8 des Ausführungsreglements hierzu werden zugleich für die nächste Reichstagswahl und zwar sowohl fuͤr die ersten Wahlen als auch etwaige Ersatzwahlen nachstehende Vorschriften ertheilt, welche Sie, insoweit solche Ihre Gemeinden betreffen, ortsüblich bekannt machen lassen und, daß dies gescheben, anher anzeigen wollen. 1) Jede Bürgermeisterei des Kreises Friedberg— mit Ausnahme von Friedberg und Vilbel— bildet einen Wahlbezirk; die selbst— ständige Gemarkung Wickstadt wird für die bevorstehende Reichstags— wahl der Bürgermeisterei Assenheim, Bainhards der Bürgermeisterei Ober⸗Rosbach, Straßheim der Bürgermeisterei Ockstadt, Hasselheck der Bürgermeisterei Ober-Mörlen und Oes der Bürgermeisterei Hausen angeschlossen. 2) Als Wahlvorsteher hat der Großherzogliche Bürgermeister, als Stellvertreter der Großherzogliche Beigeordnete zu fungiren. Fur die Gemeinde Bodenrod wird, da der Großherzogliche Bürgermeister verstorben und Neuwahl noch nicht erfolgt ist, der Großherzogliche Beigeordnete Kuhl als Wahlvorsteher und das Gemeinderathsmitglied Georg Wissig III. als Stellvertreter, deßgleichen fuͤr die Gemeinde Staden der Großherzogliche Beigeordnete Lehmer als Wahlvorsteher Betreffend: Die Wittwenkasse⸗Beiträge der Volksschullehrer, hier die Verlegung des Rechnungsjahres der Schullehrer⸗Wittwenkasse. Amtlicher Theil. betreffend die Bestrafung von Zuwiderhandlungen Bekanntmachung, betreffend eine Durch Verfügung Großherzoglichen Ministertums des Innern und der Geflügelzucht-Verein„Eintracht“ in Darmstadt die Erlaubniß zur Vornahme gegen die österreichisch-ungarischen Zollgesetze. Gesetz, betreffend Abänderung des Verzeichnisses der gewerblichen Anlagen, welche einer Justiz d. d. 21. Juli laufenden Jahres ad Nr. 15,834 ist dem einer mit einer Vogel- und Geflügelausstellung zu verbindenden im Großherzogthum ertheilt worden. Friedberg am 30. Juli 1881. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. und das Gemeinderathsmitglied Martin Hammel als Stellvertreter ernannt. 3) Die Wahlen sind auf dem Gemeindehause vorzunehmen. 4) Die Stadt Friedberg wird in zwei Wahlbezirke getheilt: Der erste Wahlbezirk umfaßt die Wahlberechtigten der Hausnummern von 1 bis 290, der zweite Bezirk die übrigen Hausnummern. Für den ersten Wahlbezirk wird der Großherzogliche Bürger— meister Scriba als Wahlvorsteher und als dessen Stellvertreter der Großherzogliche zweite Beigeordnete Reuß bestellt, für den zweiten Bezirk wird als Wahlvorsteher der Großherzogliche erste Beigeorenete Steinhäußer und als dessen Stellvertreter das Gemeinderathsmitglied Georg Hieronimus ernannt. Die Wahl fur den ersten Bezirk ist auf dem Rathhause, diejenige für den zweiten Bezirk in dem neuen städt⸗ ischen Schulhause vorzunehmen. 5) Die Stadt Vilbel wird ebenmäßig in zwei Wahlbezirke getheilt: Den ersten Wahlbezirk bildet die Frankfurter Straße vom Schellberg links bis Hausnummer 89 an der Brücke und rechts bis Hausnummer 297 ¼⁰1, einschließlich der angrenzenden Nebenstraßen. Der zweite Be⸗ zirk besteht aus sämmtlichen auf der rechten Seite der Nidda belegenen Hofraithen, sowie Marktplatz, Lohstraße und Hanauerstraße, einschließ⸗ lich der angrenzenden Nebeustraßen. Für den ersten Wahlbezirk wird der Großherzogliche Beigeord⸗ nete Jost als Wahlvorsteher und als dessen Stellvertreter Gemeinde— rathsmitglied Wilhelm Seybold II., für den zweiten Bezirk wird als Wahlvorsteher der Großherzogliche Burgermeister Hinkel und als dessen Stellvertreter Gemeinderathsmitglied Carl Guth ernannt. Die Wahl fur den ersten Bezirk ist in dem neuen evangelischen Schulhause, diejenige für den zweiten Bezirk in dem Rathhause vor— zunehmen. Die zur Aufstellung der Wählerlisten zu verwendenden Formu— larien, desgleichen diejenigen für die Wahlprotocolle lassen wir Ihnen mit nächster Post zugehen, bemerken jedoch ausdrücklich, daß die Offen⸗ legung der Waͤhlerlisten vorerst nicht zu erfolgen hat, hierfür viel— mehr demnächst ein besonderer Termin angesetzt werden wird. Dr. Braden. Friedberg den 29. Juli 1881. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. In Folge Verfügung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz, i Monats zu Nr. M. J. 11,547 eröffnen wir Ihnen, daß, nachdem durch das Gesetz vom 25. Februar laufenden Abtheilung für Schulangelegenheiten, vom 14. dieses Jahres bestimmt worden ist, aß das Rechnungsjahr für den Gemeindehaushalt vom 1. April 1881 an allgemein mit diesem Tage beginnt und den 31. Maͤrz des darauf— folgenden Jahres schließt, sich Großherzogliches Ministerium des Innern und der sas Rechnungsjahr für die Schullehrer-Wittwenkasse auf diesen Zeitabschnitt verlegt werde. ter Mitgliederbeiträge und der Eintrittsgelder nicht wie seither seittsgelder im laufenden Jahre erst im Monat wollen die Gemeinde-Einnehmer hiernach bedeuten. etreffend: Das Rechnungsjahr für die Provinzial⸗Schulfonds. Justiz zu der Bestimmung veranlaßt gesehen hat, daß auch In Ausfuͤhrung dieser Bestimmung hat die Erhebung angeordnet, in den Monaten September und März, sondern in den Monaten genehmigt worden, daß die Jahresbeiträge für 1881 und die desfallsigen Ein. Dezember gleichzeitig mit den Beiträgen für das 1. Quartal 1882 erhoben werden. Sie Dr. Braden. N Friedberg den 26. Juli 1881. Das Großh. Kreisamt Friedberg an sämmtliche Großh. Bürgermeistereien und Schulvorstände des Kreises. Nachdem durch das Gesetz vom 25. Februar 1881 bestimmt worden ist, daß das Rechnungsjahr für den Gemeindehaushalt vom April 1881 an allgemein mit diesem Tage beginnt und den 31. März des darauf des Innern und der Justiz, Abthetlung für Schulangelegenheiten, folgenden Jahres schließt, hat Großherzogliches Ministerium durch Verfügung zu Nr. 11,544 vom 12. dieses Monats es fur nöͤthig machtet, auch das Rechnungsjahr für die Provinzialschulfonds auf diesen Zeitabschnitt zu verlegen. Beiträge der Gemeinden zu diesem Fonds in der Rechnung fur 14881 und 1. Quartal 1882 für die 1882 für 4 Jahr 3 Monate vereinnahmt und sonach für diese Zeit von den Gemeinden erhoben werden. In Folge dieser Verlegung müssen die Zeit vom 1. Januar 1881 bis 31. Maͤrz Fur jede Schulklasse ist ein jähr— licher Beitrag von 3,43 M., sonach für 1½ Jahr von 4,29 M. und für die im Laufe des Jahres neu errichteten Klassen sind die Beiträge em 1. des Monats an, in welchem solche eröffnet wurden, bis zum 31. März 1882 pro rata temporis zu berechnen. Die * Berechnung der * 1 a ...— Vacanzüberschüsse erledigter jedoch getrennt für das zu bedeuten beziehungsweise Jahr 188 und Betreffend: Die Einführung des Turnunterrichts in den Volksschulen. Die Großh. Kreis-Schulcommission Friedberg an die Mit der in unserem Amtsblatte vom 15. Juni laufenden Jahres(sub II.) in Berichterstattung ist noch eine große Anzahl von Ihnen im Rückstande. Betreffend: Die Erbauung einer Eisenbahn von Friedberg nach Hanau, Es wird hiermit zur Kenntniß der betheiligten Grundeigenthümer gebracht, Assenheim noch weiter erforderliche Gelände nebst dem Gelände— 13. August laufenden Jahres auf Vormittags 8 Uhr, tritt die nach Vorschrift des Gesetzes Friedberg-Hanau in der Gemarkung von Samstag den 6. August bis einschließlich Samstag den Mittwoch den 17. August laufenden Jahres, um für öffentliche Zwecke betreffend, gebildete Localcommission, Großherzoglichen Kreisbaumeister Reuß zu Friedberg als Sachverständiger, dem Groß⸗ Weitzel zu Kaichen und Gemeinderathsmitglied Christian Schäfer zu Assenheim zusammen, um etwaige Einwendungen der Grundeigenthümer gegen die Nothwendigkeit der schädigung zu ermitteln. Glaubt ein Grundeigenthümer verlangen Commissionsmitglieder ein Mitglied aus dem Ortsvor— es Verlangen innerhalb der Offenlegungsfrist bei uns vorzubringen. Einsicht der Vetheiligten offen liegen. vom 27. Mai 1821, die Abtretung von Privateigenth Kreisrathe Dr. Braden als Vorsitzender, dem Hürgermeister Geibel zu Bönstadt, Großherzoglichem Burgermeister herzoglichen herzoglichen r zu Ossenheim, auf dem Gemeindehause Abtretung ihres Geländes entgegenzunehmen und den Betrag der zu leistenden Ent zu sollen, daß an Stelle eines der obengenannten den betheiligten Ortsvorständen entnommenen stande einer nicht betheiligten Gemeinde in die Commission zu berufen sei, so ist dies Friedberg am 30. Juli 1881. Schullehrerstellen wird am Zweckmaͤßigsten erst am Schl f Quartal 1882 stattzufinden haben und empfehlen wir Ihnen hiernach Ihre Rechner anzuweisen und diese Berechnung alsbald nach dem 1. April 1882 fertigen zu lassen und einzusenden. das 1. Dr. Braden. Dr. Braden. Bekanntmachung. daß die usse des Rechnungsj ahres, für die nächste Rechnungsperiode, Friedberg den 28. Juli 1881. Schulvorstände und Bürgermeistereien des Kreises. betreffender Sache bis zum 15. dieses Monats geforderten Wir erinnern hiermit die letzteren an Erledigung dieser Sache binnen 10 Tagen. hier Geländeerwerb in der Gemarkung Assenheim. Pläne über das zur Erbauung der Eisenbahn und Namensverzeichniß der Eigenthümer dem Bürgermeistereibureau zu Assenheim zur bestehend aus dem Groß— Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Deutsches Reich. Darmstadt, 29. Juli. Die Frau Prinzessin Karl und Prinz Wilhelm sind heute in erwünsch— tem Wohlbefinden dahier eingetroffen und auf der Rosenhöhe abgestiegen. Prinz Heinrich wird erst Mitte August zurückerwartet. — 31. Juli. Der Großherzog und der Herzog von Albany reisten heute nach Coburg, um der Beisetzung der Leiche des Herzogs August beizuwohnen. — Der Expeditor auf der Station Langen Hoffmann wurde auf die Station Heppenheim versetzt, der Expeditor bei der Main-Neckar⸗ Eisenbahn Kriegbaum zum Expeditor in Langen, der Telegraphist Walther zum Expeditor bei dieser Bahn, sowie der Expeditionsgehülfe Lauter von Gedern zum Telegraphisten bei dieser Bahn ernannt. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 29. Juli. Der Minister Dunajewski hat sich heute nach Bad Hall begeben. Die„Pol. Corr.“ bezeichnet die Nachricht, daß Minister v. Haymerle bei der Zusammenkunft der Kaiser zugegen sein werde, als gänzlich unbegründet. Prag, 29. Juli. Der Statthalter Kraus ist heute nach Wien abgereist.— Anläßlich der ersten Studenten-Excesse gegen die Ver⸗ bindung Carolina ist der Techniker Prochaska „wegen Auflaufes“ zu 14 Tagen Arrest ver⸗ urtheilt. Pest. Die Staats-Einnahmen des zweiten Quartals von 1881 betrugen 57,792,775 Gulden, die Ausgaben 60,064,455 Gulden. Gegenüber der gleichen Periode von 1880, wo die Ein— nahmen 50,349,294 Gulden, die Ausgaben 53,559,699 Gulden betrugen, ist das Gesammt⸗ Resultat im Jahre 1881 um 1,038,015 Gulden günstiger. Dänemark. Kopenhagen, 29. Juli. Der König wird heute früh nach Gmunden abreisen.— Das neugewählte Folkething wird am 9. August einberufen. Holland. Haag, 28. Juli. Die erste Kammer genehmigte mit 21 gegen 16 Stimmen die Verbesserung des gegenwärtigen Canals von Amsterdam nach dem Rhein. antwortet Staatssecretär Dilke, die Regierung erhielt keine Anzeige von der Mission eines Parlamentsmitgliedes(Bourx) nach Constanti— nopel im Interesse der englischen Gläubiger, und hat keine Ansicht darüber ausgesprochen. Die Politik der Regierung wegen der vielen schwebenden türkischen Fragen ist davon keines— wegs berührt.— 29. Juli. Das Unterhaus nahm den Bericht über die irische Landbill an und setzte die dritte Lesung auf morgen aus. — 30. Juli. Das Unterhaus nahm nach 5½stündiger Debatte mit 220 gegen 14 Stimmen in dritter Lesung die irische Landbill an; die Führer und die große Mehrheit der conservativen Partei, sowie mehrere Anhänger Parnell's ent— hielten sich der Abstimmung. Im Laufe der Debatte erklärte Healy, der Dank für das Gesetz gebühre den im Gefängniß schmachtenden Agitatoren, aber nicht der Regierung. — Die Verhandlungen zwischen der könig— lichen Commission und den Boers zu Prätoria sind zur Befriedigung beendet. Die Haupt— bedingungen sind: Das Recht der englischen Truppen durch Transvaal zu ziehen; das Con— trolrecht Englands über die auswärtigen Be— ziehungen von Transvaal; die Aufhebung der Sclaverei und Freiheit des Cultus. Die Funk— tionen des englischen Residenten sind die eines Generalconsul. Wenn der Volksrath den Ver— trag nicht binnen drei Monaten genehmigt, wird die Königin ihre Souveränetätsrechte wieder in Anspruch nehmen. Hudson ist zum englischen Residenten in Transvaal ernannt. Die Unter⸗ zeichnung der Convention mit den Boers sollte am 30. Juli stattfinden. — Die Londoner Polizei ist bemüht, die Namen einer Anzahl von Delegirten des jüngsten revolutionären Congresses zu ermitteln. Die Regierung beabsichtigt, eine gerichtliche Ver— folgung gegen einzelne Theilnehmer einzuleiten. Türkei. Constantinopel. Dem Vernehmen nach bereiten die Botschaster der Mächte gegen den Beschluß der National-Versammlung von Kreta bezüglich Aufhebung des gemischten Han— delstribunals einen Protest vor, weil dieser Be— schluß die Capitulation aufhebe.— Bezüglich des Zollcordons bei Arsa hat die Pforte noch Frankreich. Paris, 28. Juli. Kammer und Senat genehmigten definitiv das Budget. Die Kammer erhöhte den Credit für die Ver— längerung der Eisenbahn von Kreider nach Mecheria(in Algier) von ein auf sechs Millionen und genehmigte die Vorlage uͤber den Verkauf der Kron⸗Diamanten. Der Schluß der Session er— folgt morgen.— Das Amtsblatt veröffentlicht die Ausschreibung der Wahlen auf den 21. August. Großbritannien. London, 28. Juli. Unterhaus. Auf eine Anfrage von Buxton Nichts beschlossen. Wie es heißt, werde dieselbe die Absendung einer gemischten Commission nach Arta beantragen, um die Frage zu erörtern. — Die türkischen Journale veröffentlichen im Anschlusse an ein Resums über den Sultan⸗ mord-Prozeß eine officielle Mittheilung, welche Folgendes besagt: Nachdem Mahmud und Nuri Pascha die Ermordung Abdul Aziz' in Folge des kaiserlichen Irades gestanden und die kaiser— liche Gnade angerufen, hätte der außerordentliche Großrath nach Prüfung deren Suppliken und nach Constituirung der Existenz des besagten Irades einstimmig die Umwandlung der Todes- strafe beschlossen und demzufolge, sowie conform des Irades Abdul Hamid's, wurden alle Ver⸗ urtheilten am 29. Juli nach Taif bei Mekka expedirt. Rußland. Moskau, 29. Juli. Der Kaiser ist mit Familie heute hier eingetroffen und von der Bevölkerung enthustastisch begrüßt worden. Während der Entgegennahme des Salzes und Brodes vom Stadtoberhaupte hielt der Kaiser folgende Ansprache: Nach der jetzt überlebten großen Trauer, welche mich und meine Familie, sowie ganz Rußland erschüͤtterte, schätze ich mich endlich glücklich, meinen Herzenswunsch aus— führen zu können, indem ich die alterthümliche erste Residenz besuche. Herzlich danke ich Ihnen für den mir, sowie der Kaiserin und meinen Kindern bereiteten treuherzigen Empfang. Mein seliger Vater hat mehr denn einmal Moskau für seine Ergebenheit gedankt. Moskau diente stets als Beispiel für ganz Rußland; ich hoffe, daß die Stadt es auch in Zukunft bleibt. Wie früher, so auch jetzt bezeugt Moskau, daß in Rußland Czar und Volk ein einmüthiges festes Ganzes bilden. Amerika. Washington, 31. Juli. Das Befinden des Präsidenten ist in den letzten Tagen ein recht gutes. Er nahm bereits kräf— tigere Nahrung. Die Aerzte sehen die Heilung nahezu als gesichert an. — Das Cabinet der Vereinigten Staaten instruirte die Zollbehörden in Boston und New⸗ york, wegen den Höllenmaschinen strengste Unter⸗ suchung einzuleiten. Minister Windon erklart: Die Regierung werde Alles thun, um die Be⸗ strafung der Verbrecher herbeizuführen; hierzu bedürfe es keiner langen diplomatischen Ver⸗ handlungen, welche nur den Aufschub der Unter⸗ suchung herbeiführen und den Verbrechern nur nützen würden. Die amerikanische Union sei ebenso wie England durch Höllenmaschinen-Com⸗ plote berührt. Newyork. Der russische Nihilist Hartmann ist von Europa hier angekommen. Ein Redac⸗ teur des„Newyork-Herald“ besuchte Hartmann, welcher erklärte, er besuche Amerika als Dele— girter des Executiv-Comites der russischen revo⸗ lutionären Partei bei dem Volke der Vereinigten Staaten. Er werde nach Rußland zurückkehren, sobald es die Umstände erlaubten. Asien. Bombay, 28. Juli. Amtlichen Be⸗ richten zufolge fand ein Treffen zwischen Ajub Khan und dem Emir Abdurrhaman bei Karetzlatta (32 Meilen von Kandahar) statt. Nach dem Kampfe ging die Kandaharer Reiterei zu Ajub über. Kandahar ist nur schwach besetzt. — 2*—— . stehende! der Ersal emeine 1 W nut auf XI. Arme beiden ba nitd die der Rese finden. deren Lö 010 Flurschü den Kop jenigen, die Besit ein Tag! haben. eine größ schlagen Der Ver denn die Da aber getragen einigen Darmst Anhalt ergeben, —— Côt. folgte,! Gendarm mit einen von den 2 Nhrer wurde zu Mädchen worden Der Fu sofern f stehle. sie den erinnert auch sof den vle Midcher Miche müßte al Man si nur 3 Nach ble schritt me das klein einer Fra mutter 6 Stats sic der f genommie ung geso n * 1 4 2 1 4 * 2*( N 8* 2 2 2 2 DS — 8 1289 2 N 1 8 2* 2 n 5— 5 2 —* ee err S 2 F———— 9 Aus Stadt und Land. r. Friedberg. Nach einer neueren Verfügung des Großh. Justizministeriums sind die Gerichtsschreiber an— gewiesen, mit der Zustellung eines Zahlungsbefehls den Gerichtsvollzieher nur dann zu beauftragen, wenn der Gläubiger dieses ausdrücklich verlangt, andernfalls ist der Zahlungsbefehl in Urschrift dem Gläubiger zuzu— senden und Letzterer hat dann selbst für die Zustellung Sorge zu tragen. Es liegt im Interesse der Gläubiger und Weiterungen werden vermleden, wenn in dem An- trage auf Erlassung eines Zahlungsbefehls das Ersuchen um Zustellungsvermittelung an den Gerichtsschreiber auf— genommen wird. n. Nieder-⸗Wöllstadt, 1. Aug. Vergangene Nacht wurde auf hiesigem Bahnhofe ein Weichensteller durch eigene Schuld überfahren. Der Mann war sofort todt. * Darmstadt. Die in diesem Herbste bevor— stehende erste, auf zehn Wochen bemessene Ausbildung der Ersatz⸗Reservisten erster Klasse erfordert nach der allgemeinen Militärzeitung einen Kostenaufwand von nahe 2½ Million Mark. Die Uebungen erstrecken sich dabei nur auf die Linien-Armeecorps, einschließlich der dem XI. Armeecorps zugetheilten Hess. Division und auf die beiden bairischen Corps. Bei den Armeecorps 1 bis 15 wird die Einberufung voraussichtlich erst nach Entlassung der Reserven, also Mitte oder Ende September statt— finden. Zur Einziehung sind 29,943 Mann vorgemerkt, deren Löhnung allein M. 733,603 kostet. Groß⸗Gerau, 29. Juli. Gestern fand man den Flurschützen Sch. von Trebur durch einen Schlag auf den Kopf schwer verletzt auf dem Felde liegen. Den— jenigen, welche ihn auffanden, soll derselbe, bevor er die Besinnung verlor, noch den Thäter, welcher hiernach ein Taglöhner B. aus Trebur wäre, namhaft gemacht haben. Auf geschehene officielle Anzeige, hat sich gestern Abend spät noch das Gericht von hier behufs Feststellung der Thatsache und Einleitung der Untersuchung an Ort und Stelle begeben. Lampertheim. Kürzlich wurde hier eine Frau, welche eine größere Summe Geldes zu Hause liegen hatte, er— schlagen und im sogenannten Hollandgraben aufgefunden. Der Verbrecher mußte genauen Bescheld im Hause wissen, denn die Kiste, worin das Geld lag, war aufgebrochen. Da aber die Frau das Geld Tags vorher auf die Bank getragen hatte, so fand der Mörder Nichts vor. Seit einigen Tagen ist nun eine Untersuchungscommission von Darmstadt da; leider haben sich aber bis jetzt noch keine Anhaltspunkte über die Schandthat und den Mörder ergeben. Allerlei. Cöthen. Die Verhaftung einer Zigeunerbande er⸗ folgte, laut der„Cöth. Ztg.“, auf Ersuchen preußischer Gendarmen von Salzmünde, Wettin und Löbejün, welche mit einem 9jährigen Mädchen in Cöthen eintrafen, das von den Zigeunern in der Nähe von Krotoschin vor 2 Jahren geraubt worden zu sein behauptete: die Bande wurde zwischen Wulsen und Mücheln festgenommen. Das Mädchen gibt an, daß es auf den Streifzügen angehalten worden sei, Diebstähle an Feldfrüchten ꝛc. auszuführen. Der Führer der Bande habe sie schon erschießen wollen, . sofern sie nicht die gehörige Menge Kartoffeln und Hafer stehle. Auch die sonstige Behandlung sei derartig, daß sie den Entschluß gefaßt habe, zu fliehen. Wie sie sich erxinnere, sei ihr Vater Förster gewesen. Sie nannte auch sofort den Mann, der sie geraubt haben soll. Unter den vielen Anschuldigungen und Aussagen, welche das Mädchen that, äußerte sie auch, daß noch kürzlich ein Mädchen geraubt sei, das Mimmi genannt werde. Dieses müßte auf dem Wagen sein, wo sich noch 3 Kinder befanden. Man suchte sofort nach diesem Kinde, allein man fand nur 3, nicht 4 Kinder auf dem bezeichneten Wagen. Nach vielen Aufforderungen, das Kind herauszugeben, schritt man dazu, den Wagen zu untersuchen und fand das kleine Mädchen in Lumpen gehüllt unter den Röcken einer Frauensperson, welche bei der Bande die Zigeuner— mutter spielte. Die Zigeuner wurden nach Halle zum Staatsanwalt transportirt. Des kleinen Mädchens hatte sich der Bankier Emil Lüdicke einstweilen freundlichst an— genommen und für gehörige Reinigung und frische Kleid— ung gesorgt. Verloosungen. 4½ pCt. hypothekarische Prioritäts⸗An⸗ lehen der Homburger Eisenbahn. Ziehung vom 12. Juli 1881. Anlehen von 1,050,000 Gulden. Lit. A. Nr. 45 118 236 291 369 379 405 437 473 478 à fl. 1000. Lit. B. Nr. 14 65 95 113 188 226 240 312 363 371 429 461 564 669 682 685 à fl. 500. Lit. O. Nr 25 41 42 159 279 313 316 414 457 464 499 635 690 786 887 962 993 1009 16 24 85 112 163 245 257 311 382 389 464 465 467 à fl. 100. Heimzahlung am 2. Januar 1882. Anlehen von 130,000 Gulden. Nr. 60 98 120 153 206 253 n fl. 500. Heimzahlung am 1. Juli 1882. Rheinische 4½ pCt. Eisenbahn-⸗Prlorktäts⸗ Obligationen von 1858 und 1860. Ziehung vom 18. Juli 1881.— Heimzahlung am 2. Jan. 1882. Nr. 75 256 398 420 438 519 579 846 864 959 1039 179 603 648 817 2006 43 105 133 154 244 248 255 263 431 486 605 639 654 716 8213177 286 408 567 570 746 809 912 971 4037 88 168 383 774 827 5001 559 602 996 6023 53 157 205 319 337 694 7225 241 467 492 646 667 742 743 805 806 891 8034 101 205 257 297 560 590 645 673 747 854 923 9181 190 402 407 417 405 668 755 761 824 10030 48 207 326 565 3567 593 660 731 828 880 973 11006 124 153 155 186 278 397 406 435 439 564 584 620 625 674 684 720 737 818 894 897 904 905 906 907 908 909 910 975 12057 60 110 111 167 259 375 511 538 563 569 606 621 329 884 810 188 658 531 494 372 473 250 929 380 353 666 907 271 743 816 938 988 13027 49 151 201 207 226 231 233 336 338 440 560 565 636 663 697 770 836 842 998 14233 250 313 357 537 614 648 736 772 801 814 828 15144 185 341 630 777 857 898 16151 282 299 352 387 436 490 492 539 607 648 651 823 852 891 974 17129 174 226 280 375 387 517 575 721 751 870 18167 392 563 846 847 19383 549 610 620 30007 50 79 90 106 108 162 244 384 533 542 611 866 974 31032 37 86 278 464 533 537 561 618 866 926 928 964 32157 220 241 300 436 495 698 723 787 827 983 33294 485 34035 182 285 577 639 649 733 989 35095 191 396 849 868 874 985 36171 227 267 344 346 567 686 705 893 927 948 962 991 37434 589 857 996 38009 31 57 534 654 669 803 877 899 962 988 994 39133 253 629 725 955 40020 269 336 427 470 505 629 41210 232 235 355 490 761 769 969 985 42055 81 109 176 198 242 254 694 806 922 929 955 969 980 43056 357 427 528 597 646 742 954 44096 533 560 974 à M. 600. Nr. 20061 110 122 185 246 272 347 376 433 488 493 581 589 693 21079 207 275 504 512 589 598 742 801 848 913 917 22028 116 129 421 506 667 728 852 23186 222 322 539 720 879 903 961 978 24020 26 30 63 300 515 628 687 836 915 923 980 988 25206 26024 52 120 127 201 274 303 398 524 630 680 715 728 936 27283 320 349 465 592 607 655 839 28019 106 130 136 229 234 3 591 722 906 949 29019 173 177 322 . 300. Handel und Verkehr. Friedberg, 30. Juli. Wochenmarkt. Butter kostet⸗ per Pfd. M. 1.10— 1.20, Eier 1 St. 6 Pf., 2 St. 11 Pf. Gießen, 30. Juli. Wochenmarkt. Butter per Pfr. M. 1.05— 1.15, Eier 1 Stück 6 Pf., 2 Stück 11 Pf., Käse per Stück 5 10 Pf., Tauben das Paar 70-85 Pf. Hühner per Stück M. 1.00— 1.60, Hahnen ver Stück M. 0.50— 1.00, Enten per Stück M. 1.40— 1.70, Ochsen fleisch 66 Pf. per Pfund, Kuh⸗ und Rindfleisch 50 Pf., Kalbfleisch 40— 00 Pf., Hammelfleisch 60— 70 Pf., Schweinefleisch 64 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 5 bis 6., neue Kartoffeln 100 Kilo M. 7.50—9., Zwiebeln per Ctr. M. 10.— 15. Frankfurt, 30. Juli. Marktbericht. Neues Heu kostete per Ctr. je nach Qual. M. 4.— 4.50, altes Heu 5—5.50, Stroh M. 3.50—4., Eier das Hundert M. 5.—6., Butter 50 Kilo 90 M., das Pfd. 1. Qual. im Detail M. 1.30., 2. Qual. M. 1.20, neue Kartoffeln per Gescheidt 15 bis 20 Pf., neue Gurken 5—6 Pf., Einmachgurken 100 St. M. 2.50—3, Blumenkohl 50—70 Pf., roͤhmisch Kohl 6 bis 8 Pf., Endivien 6—12 Pf., Eskarol 8—16 Pf., Romain Salat 20—30 Pf., neue Bohnen 15—20 Pf. das Pfund, gelbe Rüben das Bündel 8—10 Pf., Kopf— salat 5—10 Pf., Wirsing 15— 18 Pf., Weißkraut 20 bis 30 Pf., Zuckerschoten 50— 70 Pf., Heidelbeeren der Liter 10— 12 Pf. Ein Hahn M. 1.70—1.80., 1 Huhn M. 1.80— 2.20., eine Ente M. 2.50— 3., ital. Ente M. 3.50, junge Gänse M. 4.—8., eine Taube 50 Pf., Reh per Pfund 80—85 Pf., Ochsenfleisch 65— 70 Pf., Rindfleisch 45—55 Pf., Kuhfleisch 45—58 Pf., Hammel⸗ fleisch 40— 65 Pf., Schweinefleisch 65— 70 Pf., Kalb⸗ fleisch 40-55 Pf. Mainz, 29. Juli. Marktpreise. Neue Kartoffeln 100 Kilo M. 12.— 13., Heu per Ctr. M. 4.50— 4.75, Stroh per Ctr. M. 3.50— 3.90, Butter ½ Kilo 95 bis 100 Pf., Butter in Parthien 80 85 Pf., Eter ½¼ Hundert M. 1.10— 1.20, Handkäse 5— 8 Pf., Rothkraut 25 bis 30 Pf., Weißkraut 16— 20 Pf., Blumenkohl 30 bis 40 Pf., Wirsing 10— 12 Pf., Zwiebel ½ Kilo 9 bis 10 Pf., 1 Gans M. 4.00—5., 1 Ente M. 2.00— 2.50, 1 Hahn M. 1.50— 1.70, 1 Huhn M. 1.50—1.70, 1 junge Taube 35—45 Pf.— Fruchtmarkt. Waizen hiesiger M. 22.50— 23.50, fremder M. 21.50— 23.50, amerikan. rother Winterwaizen M. 23.75— 24.00, Roggen, hiesiger und franzoͤsischer M. 20.— 20.40, Hafer eff. M. 15.50 bis 16.25, Reps M. 27.50— 28.50, Repskuchen M. 155 bis 160., Rüböl M. 29.60—80, per Oetober M. 29.50, Mohnöl M. 52— 56.— Viehmarkt. Ochsen 1. Qual. M. 64., 2. Qual. M. 58—62., Kühe 1. Qual. M. 56., 2. Qual. M. 44.— 50., Kälber das Pfd. 50— 55 Pf., Schweine das Pfd. 54-61 Pf. Nach einer Mittheilung der britischen Postverwaltung müssen Briefsendungen nach Queensland, welche mit der in vierzehntägigen Zwischenräumen sich darbletenden Post— dampfschiff-Verbindung über Brindisi-Point de Galle— Melbourne(aus Brindisti jeden zweiten Montag vom 1. August ab) Beförderung erhalten sollen, von den Ab— sendern mit dem Vermerk„via Melbourne“ versehen werden. Briefe ohne solche Leitangabe werden nur in vierwöchigen Fristen auf dem Wege uber Brindisi-Point de Galle⸗Singapore(von Brindist jeden vierten Montag vom 15. August ab) ihrem Bestimmungsorte zugeführt. Die in Köln am 30. Juli abgehaltene Generalver— sammlung des Vereins deutscher Elsenbahnverwaltungen nahm den Antrag an, wonach bei allen Billets mit mehr— tägiger Giltigkeit mit Mitternacht des letzten Tages die Giltigkeit aufhört. Die Zusatzbestimmung, daß Retour— billets mit dreitägiger Giltigkett auch noch uber Mitter nacht des letzten Tages hinaus Giltigkeit haben sollen, wenn die Rückfahrt vor Mitternacht angetreten, wird abgelehnt. In Nr. 207 der konstit. Wiener Vorstadtzeltung vom 29. Juli 1880 ist folgender Artikel enthalten:„(Der ungarische Handelsminister auf Inspeetionsreisen.) Man schreibt uns aus Budapest: Bekanntlich ist das Ressort der ausgebreiteten ärarischen Forste aus dem Finanz⸗ ministerium ausgeschieden und dem Handels- und Acker⸗ bauministerium unterstellt worden. Der ungar. Handels⸗ minister, Baron Keményi, hat vor Kurzem Anlaß ge⸗ nommen, in Begleitung des Ober-Landesforstrathes und Ministerialrathes Bedö die großen ärarischen Forste in der Marmaros zu inspiziren, wobei er seine größte Auf⸗ merksamkeit den größten und renommirtesten Sägewerken der Firma„Gebrüder Grödel“ aus Regensburg(früher in Friedberg, Hessen), zugewendet hat. Der Minister wurde von den Chefs selbst, C. Grödel und W. A. Schmidt, empfangen und durch das Etablissement, welches 15 Bunt⸗ gatter und hierzu gehörige Cirkularsägen beschäftigt, ge— führt und es ist bei der notorisch ausgezeichneten Be⸗ triebsleitung nur selbstverständlich, daß der Minister seine vollste Anerkennung gegenüber der Firma aussprach. Dieses größte und leistungsfähigste Säge⸗Etablissement der öster⸗ reichisch-ungarischen Monarchie(dasselbe besitzt eigens errichtete Arbeiter-Kolonien, Schulen und gut organisirte Löschwehr) wurde im Jahre 1875 von genannter Firma in Betrieb gesetzt und hat es bis nun schon auf einen Stand gebracht, daß man jährlich drei Millionen Cubie⸗ fuß Schnittholz erzeugen kann. Die Exportleistung des Säge⸗Etablissements erstreckt sich, abgesehen von Oesterreich und Deutschland, auf Holland, Belgien, Frankreich und selbst auf die Levante. Geld⸗Cours. Frankfurt am 30. Juli 1881. 20 ⸗Frankenstücke M. 16 22—26 do. in/„ 16 20-24 Englische Sovereigns.„ 20 35—40 Russische Imperiales.„ 16 72—77 Ducaten l„ 9 55—59 1 al marco.„ 9 59—64 Dollars in Gold. n„ Volksbad. Wasserwärme am 31. Juli: 160 Reaumur. Walter. Pfennig⸗Sparkasse. Sammelstellen. Einlagen. Betrag. M Pf. Uebertrag vom 23. Juli 8100 3909 70 1. C. Bindernagel. 56 30 85 2. W. Bernbeck 159 77 3. Ph. Billau. 114 60— 4. Th. Kranz 5 99 50 75 5. H. Flaschenträger. 110 61 40 II 30 NB. Uebertrag Einleger 748. Neue Einleger 12 Gesammt⸗Einleger 760. Friedberg den 30. Juli 1881. Haupt⸗Sammelstelle: Vorschuß⸗ und Credit-Verein, e. G. Bekanntmachung. 2646 Behufs öffentlicher Verdingung des Bedarfs an Heu, Stroh(einschließlich Lagerstroh) und Biwaks⸗ holz, sowie der Gestellung von Wagen zur Anfuhr der Verpflegungs- und Biwaksbedürfnisse während der diesjährigen Herbstübungen der Großherzoglich Hessischen (25.) Division in Oberhessen(Gegend zwischen Fried⸗ berg, Staden, Butzbach, Gießen, Grünberg und Hungen) ist Termin auf Freitag den 5. August d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, in unserem Büreau, Elisabethen⸗ strae Nr. 52 parterre, anberaumt. Kautionsfähige Unternehmer, welche auf die Liefer— ung zc. ze. vorgenannter Gegenstände refleetiren, wollen ihre Offerten mit der Aufschrift:„Offerte auf die Liefer⸗ ung von Manöͤverbeduͤrfnissen“ verschlossen und portofrei bis zu dem bezeichneten Termin an uns einsenden. Die Lieferungsbedingungen liegen in unserem Büreau zur Einsicht aus. Darmstadt den 28. Juli 1881. Intendantur der Großherzoglich Hessischen(25.) Division. 293 fette Hammel sollen am Freitag den 19. August d. J., von Mittags 12 Uhr ab, im Koͤnigl. Remonte-Depot Ulrichstein, Vor⸗ werk Selgenhof, in kleinen Posten von je 20 Stück oder auch im Ganzen öffentlich meistbietend verkauft werden. Weide kann noch bis zum Herbst gewährt werden. Bei Abnahme der Haͤmmel Baarzahlung. Bleiben die Hämmel noch hier auf Weide, so kann bei genügender Anzahlung über die weitere Abzahlung eine Vereinbarung getroffen werden. Weitere Verkaufs- Bedingungen werden im Termin bekannt gemacht. Ulrichstein den 30. Jult 1881. Königliches Remonte Depot-Administration. Lig nuigz. 2669 fast geruch- und geschmacklos in Flaschen K 60 Pfennig, M. 1. und M. 1.70. Derselbe eisenhaltig M. 1. per Flasche. 119 J. A. Windecker, Hof- Lieferant. 1— 4 PIXNINOS, Flügel und Tafelklaviere. Auswahl von 60 bis 70 Instrumenten. Nur beste Fabrikate, mit ganzen Eisenrahmen, grad- und kreuzsaitig, in einfacher und zilligste Preise(450 2000 M.). Gespielte Pianos zu 50600 M. sind stets eleganter Ausstattung. Freie Lieferung an alle Bahnstationen. am Lager, auch nehme ich solche im Umtausche Anzahl vorräthig. Meine Leihanstalt für Pianos und Musikalien, mein Musikalien- Sortiment, sowie mein grosses Lager in Violinen, Zithern und allen anderen Instrumenten, Saiten etc. bringe ich in empfehlende Erinnerung. 102 Langjährige Garantie. Ratenzahlung. an. Harmoniums halte ich in grösserer Wilh. Rudolph in Ciessen. Obligations-Verloosung. Bei der heute stattgehabten Obligations ⸗Verloosung wurden die Nummern 69 und 82 à 382 Mark 86 Pf. von den Partial⸗Obligationen der Gemeinde Ober-Erlen— bach zur Rückzahlung gezogen. Die Inhaber dieser Obligationen werden hiermit auf⸗ gefordert, gegen Rückgabe derselben und der nicht fälligen Zinscoupons die Beträge bis zum 1. November 1881 dei hiesiger Gemeindekasse in Empfang zu nehmen, indem von diesem Tage an die Verzinsung aufhört. Ober⸗Erlenbach am 30. Juli 1881. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober⸗Erlenbach. Möglich. Arbeits-Versteigerung. 2676 Mittwoch den 3. August, Vormittags 10½ Uhr, soll im Rathhaus zu Rodheim 2667 Maurerarbeit, veranschlagt zu 80 M. 80 Pf., Weißbinderarbeit 125„„ Schreinerarbeit 4 0 Steinfahren 1 öffentlich in Aceord gegeben werden. Bad⸗Nauheim den 30. Juli 1881. Brückel, Bezirksbauaufseher. Berichtigung. 2673 Die Fahrzeit der Holzversteigerungen vom 8. April und 27. Juli ist bis zum 7. August täglich Vormittags 6—12 Uhr und Nachmittags 3—8 Uhr. Ober-Mörlen den 1. August 1881. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Mörlen. r Versteigerung. Für Gärtner. Donnerstag den 11. August d. J., Morgens 11 Uhr, sollen in dem Gräflich Solms⸗Laubach'schen Kloster Arnsburg bei Lich ein Warm- und ein Kalthaus öffent⸗ lich auf den Abbruch an den Meistbietenden versteigert werden. Gartenaufseher Melchior ist angewiesen, die Gebäulichkeiten vor der Versteigerung vorzuzeigen. Arnsburg den 29. Juli 1881. Henckel, Gräflicher Rentmeister. Mobilien⸗Versteigerung. Donnerstag den 18. August, Vormittags 9 Uhr an⸗ fangend, läßt Unterzeichnete freiwillig versteigern: 1 Kuh, 1 noch neues Kuhgeschirr, 1 Wagen, 1 neue Apfelmühle, 1 Kelter, 33 reingehaltene Weinfässer, etwas Küferhandwerkzeug, etwas Daubholz, 8 Wirth— schaftstische, 10 dergleichen Bänke u. Stühle, 4 voll⸗ ständige Betten, 2 Spiegel, 1 Schreibpult, 2 Kleider⸗ schränke, schiedenes Küchengeräthe, 1 Waschbütte, verschiedene Kleidungsstücke und Weißzeug, sowie noch sonst allerlei nützliche Hausgeräthschaften. Nieder⸗Wöoͤllstadt. Wittwe Leichner 2665 im„Darmstädter Hof“. Schlackensand und Schlackenmehl kann von jetzt ab jederzeit in beliebigen Quantitäten zu nachstehenden Preisen bezogen werden: ab Margarethenhütte, Station Gießen: Schlackenmehl M. 30. per Doppelwaggon, Schlackensand M. 10.„ 55 ab Main⸗Weser⸗Bahn, Station Lollar: Schlackenmehl M. 20. per Doppelwaggon, Schlackensand M. 5.„ 5 franeo Waggon der betreffenden Stationen. Gebrüder Buderus. 2679 Neue holländische Vollhäringe n 1 Küchenschrank mit Aufsatz und ver⸗ Vorschuß-& Credit-Verein zu Friedberg. Eingetragene Genossenschaft. Ausweis pro Juli 1881. 2672 Einnahme. Kassebestand pro 1. Juli 1881 M. 32188. 53 Wechsel„ 48411. 47 Depositen 888 Inkasso-Wechsel„ 2568. 54 Conto-Corrente A.„ 81268. 90 Conto⸗Corrente B.„ 43480.— Spar⸗Einlagen„ 80932. 75 Pfennig⸗Sparkasse 5 1060. 25 Bank-Conto„ 30000. Stammantheile, Monatsbeiträge 5 205. 40 Effecten„ 11728 30 Wechsel-Zinsen 0 610. 89 Depositen-Zinsen— 320. 20 Unkosten 5 2 M. 341648. 98 Ausgabe. Wechsel M. 31791. 78 Depositen 5 7930.— Conto-Corrente A.„ 40833. 83 Conto-Corrente B.„ 34750.— Spar⸗Einlagen ee Pfennig⸗Sparkasse 7 22. 60 Bank⸗Conto„ 44048. 86 Auswärtige Correspondenten 60 1569. 85 Stamm ⸗Antheile 5 2. 48 Effeeten„ 18038. 25 Mobilien 5 148. 90 Haus⸗Reparaturen 05 2 20 Unkosten„ 1284. 12 Kassebestand per 1. August 1881 1 68198. 38 M. 341648. 98 Eingang. Ausgang. M. 28604. 71 Wechsel⸗Conto⸗Corrent A. M. 51953. 68 2288. 32 Wechsel-Conto-Corrent B.„ 300.— 17697. 87 Wechsel-Bank-Conto„ 11011. 11 „ 16517. 38 Wechsel⸗Giro 6 21740 „ 3105. 68 Wechsel⸗Inkasso 5 42.— „ 3970379 Effekten„ 68183. 96 M. 107917. 70 M. 138707. 85 2 2 Filiale 5 Filiale 5 9e Gebt. Kapser Warschau. A N .** 2 Schiffchen-Nähmaschinen (System Singer) mit in 12 Staaten patentirtem automa⸗ tischem Spulapparat. Sämmtliche Theile der Maschine in hochfeiner Ausführung, exae⸗ teste Justirung, ruhiger Gang, schönes Möbel, Vernickelung. Billige feste Preise, bei Baar⸗ zahlung Rabatt. Bei kleiner Anzahlung auch gegen wöchent— liche Abzahlung von Mark 2. Garne, Nadeln, Oel, Seide ze. Gründlicher Unterricht gratis. (188.) Gebr. Kayser, Frankfurt am Main, Zeil 9. Reparaturen aller Systeme in eigener 5 mechanischer Werkstätte prompt u. billig. 2467 eee Lehrlings⸗Gesuch. 2668 Ein gewandter, kräftiger zu aller Arbeit williger Junge(Israel.) von 15— 16 Jahren mit den nöthigen Vorkenntnissen, aus guter Familie, wird in ein Colonial⸗ waarengeschäft detall in Frankfurt a. M. gesucht.— Samstage und Feiertage geschlossen.— Kost und Logis im Hause.— Schriftliche Offerten sub G6. 4850 an Rudolf Mosse in Frankfurt a. M. erbeten.(à 220/ E.) Damen- und Kinder-Schürzen 9 257 8 N . 9 e Fraulein Käthchen donnerndes Hoch, daß der ganze Pfälzer— wackelt. 2677 Ein dicker Freund und Junggeselle. Musikverein. Mittwoch den 3. August 1881. Zusammenknunft Nachmittags 4 Uhr an der Turn⸗ halle. 2678 Samstag den 6. August l. J. findet 2 77 Ball für Israeliten bei mir statt, wozu ich höflichst einlade. Rodheim v. d. H. Eine Parthie große Oelfässer, welche u Pfuhlfässer eignen, hat zu verkaufen e 5 M. Ellstein. * Kohlen, prima melirte, von Zeche vereinigte Hamburg, Stückkohlen und Uußkohlen vorzüglicher Qualität empfiehlt im Waggon wie in einzelnen Centnern Friedberg im August 1881. J. E. Wiechard. Ausgesprengte Gerüchte, ich habe mein Geschäf gegeben, beruhen auf Unwahrheit. Ein Schirm mit zerbrochenem Griff ist stehen geblieben. Man bittet denselben bei der Exp. d. Anz. abzugeben. 2671 Eeinmachfässer und Ständer in jeder Größe empfiehlt Küfer Weith, 2578 Haagkstraße. eue Grünekerne 2659 bei Wilh. Fertsch. Ein Logis nebst einer Werkstätte, geeignet für einen Schmied oder Schlosser, kann bis zum 1. September bezogen werden. 2613 Wilhelm Ulrich. Jede Woche frischen Zunz⸗Kaffee, neue Grünkern, neue holländische Häringe bei 2605 M. Eckstein. K. Aullmann.— t auf⸗ 2674 Annahme-Stelle AMO EN für alle hiesigen und auswärtigen Zeitungen 8 befindet sich bei 5 Rudolf Mosse, Frankfurt am Main, gegenüber gegenüber der Hauptpost. Zeil 45 der Hauptpost. Gleiehe Preise wie bei den Zeitungs-Expeditionen selbst.— Bei grösseren Aufträgen liervon noch entsprechende Ra- batthewilligung. 5 Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß heute Nacht gegen 12 Uhr unser unvergeßlicher Vater und Schwiegervater, Herr Fruchthändler Heinrich Köhler, sanft im Herrn verschieden ist. Langsdorf den 30. Juli 1881. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Dienstag um 2 Uhr Nachmittags statt. 5 2675 Verantw. Red. Carl Bindernagel. direet bezogen bei. 7 Wilhelm Fertsch. 71 zu den billigsten Preisen bei K. Friedrich. Druck und Verlag von Carl Vindernagel. Hierzu für die auswärtigen Abonnenten eine Beilage, welche den hiesigen bereits am Samstag zugestellt wurde. 2 Parthie nach Ockstadt in den H er mes'schen Garten 2649 zu ihrem Wiegenfeste die herzlichste Gratulation und 1 perkin zu der Ern ersorder zufüllen und 13 Reglem Johann J. schusses II. Am nahme 0 lungen, d. Rechn und zur Distufst unbeding und bill Maßes? Ichandl Rüchscht funden.