sen. 1881. Donnerstag den 2. Zuni. 0* 65 Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. ö Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. ber t, bei größe Tal 7 a: Annoncen— auswärtigen Einsendern(soweit. c größerem Tabellen- oder Ilffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. 5 5 eßztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. ———ů— ——.—— f Amtlicher Theil. Zu publiciren ist aus dem Großherzoglichen Regierungsblatt Nr. 13: Gesetz, die allgemeine Bauordnung betreffend. Betreffend: Flecktybpus im Kreise Friedberg. Friedberg am 31. Mai 1881. 0 N. 1 Fetl Walttt. ingstfeier 1 n c de U g. Frünnt offt 0 . Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. . on den achtzehn im Kreise bis jetzt constatirten Fällen von Flecktyphus sind mehrere entstanden durch Ansteckung in Herbergen, einige haben ihren Ursprung in den Schlafstätten von Arbeitern von Russensteinfabriken. 5. Auf Antrag Großherzoglichen Kreisgesundheitsamtes weisen Ihrer Gemeinden in Bezug auf ihren Reinlichkeitszustand auf's Genaueste zu überwach wir Sie deshalb an, das öftere Benutzen von Lagerstroh uns alsbald zur Anzeige zu bringen. Wir würden aus solchen Vorfällen eventuell Veranlassung nehmen, bedeuten, die betreffenden Räume bis zur Herstellung eines ordnungsmäßigen stätten Der Auftritt der Seuche zu Okarben, welche weiten Kreisen droht und wird Sie, dessen halten wir uns v Betreffend: Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Mit Bezug auf unsere Ausschreiben vom 15. Februar und 9. März d. J., Ihnen zur sofortigen entsprechenden Bedeutung der betreffenden Gemeinde-Einnehmer, daß nur auf Grund von demselben von Seiten Beiträge im Laufe des Monats Juni zu leisten hat. Last fallenden Umlagen für das erste Vierteljahr 1881 Anforderungszettel bezahlen kann und die Zahlung dieser wo bei acht Erkrankungen zwei Todesf Dr. Braden. Die fiskalischen Beiträge zu den Communal-Umlagen per 1. Quartal 1881. Großherzoglichen Bürgermeist im Oberhessischen Dr. Braden. Bekanntmachung. Betreffend: Das Gesetz über die Ausübung und den Schutz der Fischerei. Nach Artikel 66 des Gesetzes vom 27. Inkrafttreten desselben allen Pächtern offener Fischwasser frei, ungen auf Grund dieser Bestimmung nur in einer unerstrecklichen bis zum 26. Juli dieses Jahres stattfinden. Zufolge Bestimmung zur Kenntniß der Kreisangehöͤrigen. Friedberg den 29. Mai 1881. Ausgewiesen aus Jacob Scherer von St. Fronhofen.— Wegen Landstreicherei bestraft: Aufenthaltsorte des Heinrich dem Großherzogthum auf Grund des§ 3 Absatz Ingbert.— Wegen Bettels bestraft: Wilhelm Eduard Lanzendorf Erb von Geilshausen und der Louise Marie Burger von Keffenroth, vorigen Monats, die Ausübung Auftrags Großherzoglichen ersichert, zur genauesten Befolgun 2 des Freizügigkeitsgesetzes: Friedrich Brücken von Neuwerk, Karl Grießner von Glatz, von Lunzig, Gottfried en und vorkommende Unreinlichkeiten, Friedberg und den Schutz der Fischerei betreffend, von ihrem seitherigen Pachtverhältniß zurückzutreten, Frist von zwei Monaten nach dem Ministeriums des Innern und der Inkrafttreten des Gesetzes, alle Herbergen und alle Arbeitermassenschlafstätten namentlich auch darnach wollen Sie die Herbergswirthe und Inhaber der Schlaf— Zustandes zu schließen. älle vorgekommen sind, zeigt deutlich die große Gefahr, g dieser Verfügung veranlassen. am 31. Mai 1881. ereien des Kreises. Anzeiger Nr. 21 und 31, das Rentamt die dem Cameral- und Forstfiskus zur der Gemeinde— bemerken wir Einnehmer zuzusendenden steht es mit dem jedoch Kündig⸗ also längstens Justiz bringen wir diese es können Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Wilhelm Schmidt von Bernhard Heinrich Hänel von Görlitz, Leonhard Gierl von Rückeroth.— Die Kreis Büdingen, sind unbekannt und zu ermitteln. An die Großherzoglichen Bürgermeistereien in Wir ersuchen Sie in Ihren Gemeinden durch die Schelle bekannt machen zu lassen, daß die Donnerstags ohne Mahnung anher geschehen kann. Großherzogliche Distrikts Einnehmereien Weigel. vom 1. bis 25. Juni dieses Jahres an Friedberg am 31. Mai 1881. den Zahltagen Dienstags und den Großherzoglichen Distrikts ⸗Einnehmereien Friedber Berichtigung der Forst— und Fe Nieß. g und Nieder- Wollstadt. ldstrafen für die 2. Periode 1881 Friedberg und Nieder-Wöͤllstadt. Deutsches Reich. Darmstadt. Der Revisions-Controleur Reuling an dem Hauptsteueramte Mainz wurde in den Ruhestand versetzt und der Oberförster Preuschen von Bessungen, der Finanzaccessist Seip von Darmstadt, der Finanzaspirant Bastert aus Lauterbach zu Ministerialcalculatoren II. Kl., so⸗ wie der Finanzaspirant Martin aus Bessungen zum Assistenten bei der Hauptstempelverwaltung ernannt. Berlin, 30. Mai. Der Reichstag er⸗ ledigte in erster Lesung die beiden Zolltarif— Novellen über Mehlzoll, Traubenzoll, die Ver— zollung von Tuchwaaren und Zeugwaaren und beschloß die zweite Lesung im Plenum. Bei der alsbald vorgenommenen zweiten Lesung wird der Traubenzoll nach der Vorlage der Regierung genehmigt. Die Debatte über den Mehlzoll wird auf Abends vertagt.— Der Reichstag ge⸗ nehmigte sodann in der Abendsitzung den Mehlzoll nach der Vorlage der Regierung mit dem An— trage von Heeremann, betreffend den Nachweis der Identität bei der Ausfuhr des Mehles. Die Berathung über den Zoll für Wollengewebe wurde schließlich vertagt, schluß nicht mehr vollzählig war.— 31. Mai. weil das Haus zu einem Be— Der Reichstag genehmigte den 8 unter Ablehnung aller Amendements nach Anträgen der Commission. — Der„Nordd. Allg. Ztg.“ zufolge leidet Fürst Bismarck seit einigen Tagen an rheumati— schen Schmerzen. Er sei deßhalb genöthigt, das Zimmer zu hüten. Aus diesem Grund konnte er auch an den Reichstags-Verhandlungen der letzten Tage nicht Theil nehmen. Leipzig. Dem Wiener„Fremdenblatt“ entnehmen wir: Die beiden Socialistenführer Bebel und Liebknecht haben ihre Habseligkeiten verkauft und verlassen in den nächsten Tagen Deutschland, um sich in der Schweiz anzusiedeln. Hamburg, 31. Mai. Der„Hamburger Correspondent“ hoͤrt, der Senat werde in der morgen stattfindenden Sitzung der Bürgerschaft die über den Zollanschluß zu erwartende Vor— lage noch nicht einbringen, da das vorliegende Material zu umfangreich sei, als daß es schon bewältigt werden konnte. Ausland. Oesterreich-Ungarn. 1 des Unfall- in unver Versicherungsgesetzes nach vierstündiger Debatte an, betreffe den die Fortdauer des Appreturverfahrens. dem der Handelsminister beruhigende wurde die Resolution Rieger's, Regierung aufgefordert wird, dieses Jahres das Nothwendige zu zur definitiven Normirung Appreturverfahrens, mit allen gegen 2 Stimmen Wien, 30. Mai. Der Volkswirthschafts-Ausschuß nahm einstimmig! des Industrie genehmigt. Dänemark. thing. klärte Graf Holstein Entgegenkommen von unmöglich. wiederte: wenn der die seine festhalten. kreisen sieht man Ankündigung Folkething an. Senats wählten dem Resultat der neuen Der Conseil— Stellung festhalte, werde er nicht weiter auszuführen. diese der abermaligen Auflösung des Frankreich. Par änderter Fassung die Regierungsvorlagen nd den deutschen Handelsvertrag und Nach⸗ für die einschlägige Erklärungen gegeben, wonach die noch im Laufe veranlassen der Verhältnisse des Kopenhagen, 30. Mai. Folke⸗ Bei der ersten Lesung des Budgets er⸗ ⸗Ledreborg(Linke), nach Wahlen sei ein weiteres Seiten des Folkethings Präsident Estrup er⸗ Folkething seine bisherige der Landsthing auch Die Consequenzen brauche In Abgeordneten— Aeußerung als eine is, 30. Mai. Die Bureaux eine Commission zur Vor— 9 —— — berathung des Antrages über die Wiedereinführ— ung der Listenwahl. Von den gewählten Mit— gliedern dieser Commission ist nur eines für den Antrag. Trotzdem versichert man, der Senat würde, da die Frage speciell die Kammerwahlen angehe, den Antrag im Princip nicht ablehnen. Er werde aber transitorische Bestimmungen unter— drücken, wonach die Zahl der Deputirten um etwa 118 zu vermehren sei. In den Bureaux stimmten für den Antrag 18, dagegen 77. 86 Mit— glieder hatten sich der Abstimmung enthalten. Jules Simon erklärte speciell, er werde den An— trag bekämpfen. — 31. Mai. Nachrichten aus Beja zufolge wurde Seguin, Redacteur des„Telegraphe“, an den Thoren Beja's von Arabern mit Stein— würfen angegriffen und am Kopfe und Unter— leib durch Messerstiche verwundet. Seguin ist in Folge der erlittenen Verwundungen am nächsten Tage gestorben. Die Mörder sind verhaftet worden. Großbritannien. London. Aus der Grafschaft Galway wird ein neuer agrarischer cord gemeldet. — 30. Mai. Unterhaus. Unterstaatssecre— tär Dilke antwortet Otway, der Minister Bar— thélemy St. Hilaire erklärte dem britischen Bot— schafter Lord Lyons, der französische Comman— deur habe aus Mißverständniß ein oder zwei fremde Schiffe visitirt; es seien neue Instruc— tionen an denselben abgegangen, welche ein der— artiges Mißverständniß in Zukunft verhindern sollten. Ferner erwiedert Dilke gegenüber La— bouchere, die Regierung sei gegenwärtig nicht bereit, über das Verhalten des Fürsten von Bulgarien ihre Ansicht auszudrücken. —„Times“ will wissen, die Regierung er— wäge auf Anregung der irischen Executive ernst— lich die vollständige Unterdrückung der irischen Bodenliga. — Einer Meldnung der„Times“ aus Cal— cutta zufolge empfing die indische Regierung den peremptorischen Befehl, das Pischinthal so zeitig als möglich zu räumen. Quetta soll die dußerste Grenzstation bilden. Der Befehl er— folgte trotz des Widerspruchs der indischen Regierung. Dublin, 3t. Mai. Der Hauptorganisator der Agrar⸗Liga, Kettle, ist am Montag Abend in Naas unter der Beschuldigung der Aufreiz— ung der Bevölkerung verhaftet und gefangen gesetzt worden. Italien. Rom.„Popolo romano“ meldet: Das Ministerium hat die Bestimmung aufge— hoben, nach welcher alle ausländischen Besitzer von italienischer Rente zur Declaration bei der Couponzahlung verbunden waren. Serbien. Belgrad, 30. Mai. Die Skup— schtina hat den Handelsvertrag mit Oesterreich— Ungarn mit 112 gegen 22 Stimmen ange— nommen; sechs Mitglieder enthielten sich der Abstimmung. — 30. Mai. Der serbische Gesandte Petro— niewitsch, bisher in Bukarest, ist nach Berlin abgereist. Rumänien. Bukarest, 30. Mai. In der heutigen Kammersitzung legte der Finanzminister einen Entwurf zum Umtausch und zur Bezahl— ung der sechsprocentigen Schuld-Verschreibung der Eisenbahn-Actiengesellschaft vor, wogegen 40 Millionen Staats-Obligationen ausgegeben werden. Der Sitz der Gesellschaft soll von Berlin nach Bukarest verlegt werden. Amerika. Washington. Wegen Reclama— tionen der amerikanischen Fischer über die Be— einträchtigung der Fischerei in der Fortunaty— Bai(Neufundland) sind die zwischen England und den Vereinigten Staaten geführten Ver— handlungen beendet. England willigte ein als Entgelt für die von den Fischern geltend ge— machten Entschädigungsansprüche 15 Mill. Lstr. zu bezahlen. Aus Stadt und Land. S. Friedberg, 31. Mai. In der gestern statt⸗ gehabten öffentlichen Sitzung des Gemeinderathes wurde auf die Beschwerde eines Hauseigenthümers auf dem Haak wegen mangelhaften Wasserabflusses beschlossen, durch Abänderung der Einsturzvorrichtungen Abhülfe zu versuchen. Durch die Kündigung eines städtischen An— leihens und die Kosten der Erbauung der Kleinkinder— schule und Geländeerwerb ist die Ausgabe einiger städtischen Obligationen erforderlich geworden; dieselben sollen zu 4 pCt. ausgegeben und demgemäß abgestempelt werden. Bezüglich Herstellung einer Brückenwaage in der Nähe des Bahnhofes wurden neue Vorschläge des G. H. Freundlieb zur Kenntniß des Gemeinderathes gebracht, wonach der Genannte die Brückenwaage auf eigene Rechnung bauen und die Stadt an dem Ertrag derselben betheiligen will, wenn letztere auf Erbauung einer eigenen Waage verzichtet. Der Ge— meinderath beschloß, auf seinem früheren Beschlusse, eine städtische Waage zu erbauen, über Art und Zeit der Erbauung jedoch weitere Entschließung vorzubehalten, zu beharren. Auf eine Eingabe des J. Bender bezüglich Herstellung der Seitenmauer am Capellenwege wurde vom Stadtbaumeister ein Kostenvoranschlag vorgelegt und beschlossen, da für dieses Jahr keine disponibeln Mittel vorhanden sind, die Herstellung im nächsten Vor— anschlag vorzusehen. Der Voranschlag der Realschule für die Budgetperiode 1882— 1885 wurde vorgelegt, ge— prüft und der Bürgermeister beauftragt, verschiedene Bedenken und Wunsche des Gemeinderathes bei der vor— gesetzten Behörde geltend zu machen und näher zu moti— viren. Der Entwurf eines Polizeireglements zur Feuer— wehrlöschordnung der Stadt Friedberg wurde im Ganzen genehmigt, es sollen jedoch einige Abänderungen bei dem Großh. Kreisamt beantragt werden. Die Verbreiterung der Straßbach soll, wenn mit den anstoßenden Grund— besitzern eine Verständigung zu erzielen ist, alsbald aus geführt werden. Die von dem Stadtbaumeister ange— fertigten Pläne und Kostenüberschläge für den Bau von Pferdeställen und sonstigen Räumen für öffentliche Zwecke auf dem Platze des alten sog. Knorr'schen Schulhauses wurden vorgelegt und die Baucommission mit der Prüfung derselben und demnächstigen Berichterstattung beauftragt. B. Friedberg. Vor etwa 8 Tagen hat der Taunus— elub„Wetterau“ angefangen, in den Wäldern nach dem Winterstein Wegweiser-Tafeln anzubringen und schon am Freitag trafen Meldungen ein, daß bereits 2 Tafeln von ruchloser Hand zerstört worden sind. Der Taunus— elub hat auf die Ergreifung des Thäters 5 M. Belohnung gesetzt. Hoffentlich wird es gelingen, dem Buben die ihm gehörende Bestrafung zu Theil werden zu lassen, damit ein abschreckendes Beispiel an ihm statuirt werde. An Alle, die für die gemeinnützigen Bestrebungen des Taunuselubs ein Verständniß haben, insbesondere aber an die Lehrer und Ortsvorstände, richtet man die dringende Bitte, mit dahin zu wirken, daß dergleichen Rohheiten nicht mehr vorkommen können. Der von dem Taunus— elub auf Himmelfahrttag veranstaltete Ausflug in den Wald hinter dem Franckenstein'schen Tempel verlief, von schönstem Wetter begünstigt, in gelungenster Weise. Ein⸗ stimmig wurde der Wunsch nach öfterer Veranstaltung derartiger Parthien ausgesprochen und wird der Vor— stand diesem Wunsche gerne nachkommen. Mehrere Mit— glieder benutzten den schönen Tag zu einer größeren Fuß— tour nach Ziegenberg, Cransberg, Pfaffenwiesbach und von da auf den Vereinsfestplatz. Von Seiten des Vor— standes sind für größere Fußtouren in diesem Sommer vorgesehen: Tour 1: Butzbach, Hausberg, Oes, Bodenrod, Waldmichelbach-Thal, Maibach, Ziegenberg. Tour 2: Winterstein, Cransberg, Pfaffenwiesbach, Lochmühle, Köpperner Thal, Bainhards. Tour 3: Capersburg, Lochmühle, Saalburg, Feldberg(daselbst übernachten), Rückmarsch: Königstein, Falkenstein, Cronberg, Frankfurt. Tour 4: Nauheim, Steinfurth, Münzenberg, Butzbach. Erwünscht wäre, wenn sich unsere Gesangvereine als solche an einer oder der anderen Tour betheiligen würden. Friedberg. Die deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger ernannte in ihrer am 29. Mai in Kiel abgehaltenen Generalversammlung den Prinzen Heinrich einstimmig zum Ehrenpräsidenten. Der Jahresbericht der Gesellschaft eonstatirt die erfreuliche Entwickelung des deutschen Rettungswerkes und die guten Beziehungen zu den auswärtigen Gesellschaften. Der bisherige Vorstand wurde wledergewählt. Die nächste Jahresversammlung findet in Mainz statt. Es wäre sehr zu wünschen, daß immer noch mehr Mitglieder beiträten. Anmeldungen nehmen bekanntlich Fabrikant Carl Trapp hier und Salinenrentmeister Nebhuth in Bad-Nauheim entgegen. Bad⸗Nauheim. Endlich ist die Weisung zur Niederlegung des alten Spielsals ergangen. Aus dem noch brauchbaren Material wird eine Baracke für das hiesige Kinderhospital hergestellt. Reichelsheim. Gelegentlich der am 15. Mai hier abgehaltenen Versammlung des Landespferdezuchtvereins wurde, dem„W. B.“ zufolge, unter anderm auch die behufs Anlage einer Fohlenwelde für die Provinz Ober⸗ hessen, event. für den Kreis Friedberg und die benach— barten Kreise nöthige Vorlage gemacht, mit welcher Bürgermeister Küchel in Butzbach in der letzten land⸗ wirthschaftlichen Bezirksvereinssitzung betraut wurde. Die von Pferdezüchtern und Pferdekennern sehr zahlreich be— suchte Versammlung sprach sich einstimmig fur die Noth— wendigkeit einer Weide aus und wurde deren Anlage auf der Oes so warm empfohlen, daß die Inbetriebsetzung der Anlage für nächstes Jahr sicher gestellt erscheint. Ein zweites von Oeconom Rullmann vor Jahren schon vorgeschlagenes Project zu einer Fohlenweide wurde von demselben abermals der Berücksichtigung empfohlen. Im Allgemeinen sprach man sich jedoch dahin aus, daß dieses Projeet seither energischer zu betreiben gewesen wäre, daß man jetzt aber, um nicht abermals wieder lange Zeit zu verlieren, die für die Gemarkung Oes sprechende Vorlage weiter verfolgen möge. Allerlei. Homburg v. d. H., 30. Mai. Die Kahlbach Bevölkerung wurde gestern durch einen Mord in groß Aufregung versetzt. Schon seit geraumer Zeit leblen zwei Nachbars⸗Familien Namens Kornel und Bergmann in Streit, der bei der Gemeinde beinahe sprüchwörtlich geworden war. Gestern Abend nach 7 Uhr kehrte Berg⸗ mann, ein Familienvater und etwa 40 Jahre alt, von einem Ausgange zurück und wurde zu Hause mit der ungen ausgestoßen und sei aggressiv gegen die Kinder vorgegangen. Sofort stellte ihn Bergmann zur Rede es gab einen Wortstreit, dann setzte es Prügel ab, und es dem Manne in die Brust. Ein großer Blutstrahl spritzte aus dieser hervor, der Unglückliche sank zusam⸗ men und war in kurzer Zeit eine Leiche. Den Jammer der Frau und ihrer 5 armen Kinder kann man st und heute Morgen in das hiesige Amtsgefängniß ein— gebracht. London, 26. Mai. Der Bildhauer Böhm ist mit der Herstellung einer prachtvollen Gruppe aus weißem Marmor, die verstorbene Großherzogin Aliee von Hessen⸗ Darmstadt und deren Tochter darstellend, beschäftigt. Die Fürstin und ihre Tochter liegen schlummernd auf einem Ruhelager, das Kind vom linken Arm der Mutter umschlungen. Das Skulpturwerk, welches Aehnlichkeit mit dem jüngst im Mausoleum in Frogmore errichteten Denkmal der verewigten Fürstin hat, ist für den Groß⸗ herzog von Hessen-Darmstadt bestimmt und wird nach seiner Vollendung nach Darmstadt gesandt werden. Athen. Lesseps übernahm die Durchstechung des Isthmus von Korinth nach den Bedingungen des Ge— setzes von 1879. Alexandrien. Von hier wird gemeldet, daß der Nil bei Khartum zu steigen angefangen hat. Handel und Verkehr. Friedberg, 1. Juni. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 1.25— 1.30, Eier per St. 5 Pf., 2 St. 11 Pf. Frtledberg, 31. Mai. Fruchtbericht. Waizen M. 24.00, Korn M. 22.50, Gerste M. 16.—18., Hafer M. 15. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo 200 Zollpfd. Gießen, 31. Mai. Wochenmarkt. Butter per Pfd. M. 1.00— 1.10, Eier 1 Stück 4 bis 5 Pf., Käse per Stück 4—10 Pf., Tauben das Paar 6080 Pf., Hühner per St. M. 1.20— 1.50, Hahnen per St. M. 1.00— 1.20, Enten per St. M. 2.— 0.00, Ochsenfleisch 66 Pf. per Pfd., Kuh⸗ und Rindfleisch 48— 50 Pf., Kalbfleisch 40—44 Pf., Hammelfleisch 68—70 Pf., Schweineflelsch 62—68 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 5.00— 6., Zwiebeln per Ctr. M. 25.—30., Kirschen das Pfd. 1 M. Frankfurt, 31. Mai. Viehmarkt. Angetrieben waren 400 Ochsen und Stiere, 320 Kühe, 280 Kälber und 150 Hämmel. Die Preise stellten sich per 100 Pfd. Fleischgewicht: Ochsen 1. Qual. M. 62.—64., 2. Qual. M. 58.— 60., Kühe 1. Qual. M. 52.—54., 2. Qual. M. 45.— 50., Kälber 1. Qual. M. 56.—57., 2. Qual. M. 40.—50. Schweine wurden 610 eingeführt und mit 65 Pf. bezahlt. Frankfurt, 30. Mai. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 39.50, Nr. 2 M. 37.50, Nr. 3 M. 32.50, Nr. 4 M. 28.50, Nr. 5 M. 25.50, Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 31—31.50, do. 1.(Berl. Marke) M. 29.50, do. 2.(Berl. Marke) M. 24.50, Weizen, eff. hies., ab Bahnhof hier M. 24.75— 00., ab unserer Umgegend M. 24.25— 24.50, do. fremder je nach Qual. M. 23.50 bis 24.50, Roggen je nach Qual. M. 22.60— 70, Gerste M. 18.50 20.00, Hafer M. 15.50 16.25, Kohlsamen M. 29.00— 30.00, Erbsen M. 19— 27, Wicken M. 16.50 bis 17.50, Linsen M. 20.—40., Bohnen, weiße, M. 23. bis 25., Rüböl, detail, M. 64. Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht— 100 Kilo. Geld⸗Cnurs. Frankfurt am 31. Mai 1881. 20 ⸗Frankenstücke ee M. 46 1721 do. u/ Englische Sovereignsz.„% 820 39—44 Russische Imperiales„ 16 71—76 Ducatenn.„ 9 55—59 1 al mige;,;„ 9 58—63 Dollars in Gold. N48„ 425—28 Volksbad. Wasserwärme am 31. Mai: 160 Reaumur. Walter. Israelitischer Gottesdienst in Friedberg. Pfingstfest. Donnerstag Abends 7¼ Uhr. Freitag Morgens 8 Uhr. Aufforderung. 2010 Forderungen und sonstige Ansprüche an den unter der Rechtswohlthat des Inventars angetretenen Nachlaß der Magdalena Ritzel Wittwe in Friedberg sind binnen 8 Tagen, insoweit nicht geschehen, bei Meidung Nicht⸗ berücksichtigung dahier anzumelden. Friedberg den 28. Mai 1881. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Herzberger. Hohenstein, Hülfsgerichtsschreiber. Mittheilung empfangen, der Nachbarssohn habe Droh⸗ schließlich zog der 17jährige Bursche ein Messer und stieß denken. Der ruchlose Mörder wurde sofort verhaftck 2. Qual. M. 35.—48., Hämmel 1. Qual. M. 60.—62., 8 N auf dem 1 iastne 7 9 d 9 Her 9 700 7 0 1 Rein 9 schiel 0 D lircht Char 9 Gart ) Pslas 5 Das 1 fle Frie! in del! 65 w Zusar Mitt anfangen Hilß e öffentlich seͤgert: 1K 1 dun de. . „Bekanntmachung. n n a le * 8 10 N 2008 Mittwoch den 8. Juni, Vormittags 10 Uhr, sollen s 1 auf dem hiesigen Rathhaus nachstehende Arbeiten an die Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden: 1) Das Reinigen verschiedener Gräben im Burgfeld. 2) Herstellung des Straßbachsgrabens, eirea 6 bis 700 Meter lang. 3) Reinigung und Verbreiterung der Usa an drei ver— schiedenen Stellen. 4) Die Unterhaltung des Dachwerks auf dem Stadt— kirchthurm. 5) Chaussirarbeit am Wasserberg in der Vorstadt zum K Garten. 1 1 6) Pflasterarbeit daselbst. N 7) Das Herbeifahren von grobem Geroͤlle aus der der Usa in der Nähe des Volksbades. Friedberg den 28. Mai 1881. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. 4 Ser ib a D N* n 4* Volz- Versteigerung in den Gräflich Solms-Rödelheim'schen Waldungen. 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J., Vormittags 10 Uhr anfangend, werden in der Behausung der Johannes Hilß Eheleute dahier folgende Moblliar-Gegenstände a meistbietend gegen gleich baare Zahlung ver— steigert: 1 1 Kleiderschrank, 3 Kisten, mehrere Tische und Stühle, 4 vollständige Betten, allerlei sonstigen Haus- und Küchenrath, 2 Kleider und Weißzeug in großem Vorrath. Stammheim den 30. Mai 1881. Großherzogliches Ortsgericht Stammheim. Alle Niederlage ectec oll Fereinigt vorzügliche aualität mit mässigem Preise Georg Groß in Friedberg. inige 50 bei Weborg rr Teinster Dorsch-Leberthran, fast geruch⸗ und geschmacklos in Flaschen 60 Pfennig, M. 1. und M. 1.70. Derselbe eisenhaltig M. 1. per Flasche. 119 J. A. Windecker, Hof- Lieferant. Neue ital. Kartoffeln, Neue ital. Zwiebeln 1966 bei 333 Wilhelm Fertsch. Spelzspren und Saatwicken empfehlen billigst Gebrüder Rothschild. Ein braver Junge mit guten Schulkenntnissen kann als Lehrling in 1968 i meine Buchdruckerei eintreten. 1 Carl Bindernagel. 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Dienstag als am dritten Feiertag findet Harmonie⸗ und Tanzmusik statt, wozu freundlichst eingeladen wird. Zur Landtagswahl. Die Unterzeichneten erlauben sich ihre Herren Collegen behufs Besprechung zur Landtags— wahl auf den 2. Feiertag, Nachmittags 2½ Uhr, in das„Neue Kurhaus“ dahier ergebenst einzuladen. Bad-Nauheim, 1. Juni 1881. Die Wahlmänner von Bad⸗Nauheim, Dorheim, Schwalheim und Södel. 50 Zum F 2 J Sta 11“, Altdeutsche Trinkstube mit bumoristischen Wandgemälden, Frankfurt a. M., 7 Theaterplatz 7, Frankfurt a. M. Vorzügliche Küche.— Mittagstisch nach Auswahl bis zu M. 1.40, von 12 bis 3 Uhr. Diners nnd Soupers zu jeder Tageszeit. Reingehaltene Weine in Flasche und Glas aus den Weinhandlungen von Hinkel& Winckler und Valentin Böhm. 2025 2009 2024 Scparatzimmer für 15 bis 18 Personen. Friedberger Mähmaschinen-Lager von H. Bindewald, Kaiserstraße, gegenüber dem Nathhaus, empfiehlt Nähmaschinen aller Systeme für Familien⸗Gebrauch und gewerbliche Zwecke unter langjähriger Garantie. 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Mühl, Präsident. Z.äiegenberg. Zu den bevorstehenden e 5 ich g Ni 1 einem verehrlichen auswärtigen 9 5 50 Wirthschaft und hiesigen Publikum, sowie den Nauheimer Kurgästen in empfehlende Erinnerung. J. Möckel, 2027 Gasthaus„Zur Linde“. Die Wahlmänner des Wahlkreises Vilbel werden hiermit zu einer Besprechung auf den Selzerbrunnen am 1. Pfingstfeiertag, Nachmittags 2 Uhr, freundlichst eingeladen. 2028 Die 7 Wahlmünner Vilbels. Dienstag den 7. Juni d. J. findet im Gasthaus „Zur Wetterau“ eine General-Versammlung des Vor⸗ schuß⸗ und Creditvereins Ober-Mörlen statt, wozu alle Mitglieder eingeladen werden. Ober-Mörlen am 30. Mai 1881. Der Präsident Schweizer. 5 Mark Belohnung. An der Weinstraße und am Winterstein sind neu angebrachte Wegweiser freventlich demolirt worden. Wer den Thäter so genau bezeichnet, daß derselbe gerichtlich verfolgt werden kann, erhält 5 Mark Belohnung. 2012 Taunusclub„Wetterau“. Warme Bäder Freitag und Samstag von Morgens 9 Uhr ab. 20⁰⁰ 5 Carl Walter. Anm ersten Pfingstfeier⸗ 2007 2015 tage ist mein Geschäft geschlossen. 4% Wilh. Fertsch. Am 1. Pfingstfeiertag ist mein Geschäft ge⸗ schlossen. 109 Friedberg. Wilh. Bernbeck. Frühpflanzen, als: Weißkraut, Kohlrabi, Römischkohl, Rothkraut, Sellerie und Lauchpflanzen; ferner Sommerflor, als: Aster, Leveojen, Balsaminen, Nelken, Petunien ze.“ empfiehlt die Gräfliche Hofgärtnerei zu Assenheim. Verantw. Red.: Car! Bindernagel. Baumweg Nr. 7. 1939 Druck und Verlag von Carl Bindernagel. der Pfingstfeiertage wegen erscheint Dienstag den 7. Juni keine Nummer des Anzeigers. 2 gachstehend Friedberg — Namen der Gemeinde! — Assenheim Fauerba der H * Friedbe U 1 Gamba * * Griedel Oroß⸗ f Harhei U Hausen Helden Hoch- „ Holt