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Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Die Herbst-Controlversammlungen pro 1880 im Kreise Friedberg, 1. und 3. Compagnie des 2. Bataillons(Friedberg), 1. Großherzoglich Hessischen Landwehr-Regiments Nr. 115, werden in nachstehender Weise abgehalten: A. In Vilbel, Frankfurter Chaussee, südliches Ende von Vilbel, am 8. November, Vormittags 10⅝ Uhr. Hierbei haben zu erscheinen: 1. sämmtliche Reservisten; 2. die zur Disposition der Truppentheile und zur Disposition der Ersatzbehörden beurlaubten Mannschaften aller Waffen; 3. diejenigen Mannschaften (Landwehrleute), welche in der Zeit vom 1. April bis incl. 30. Sep⸗ tember 1868 in den activen Militärdienst eingetreten, bezw. Wehrleute älterer Jahrgänge, die aus anderen Bundesstaaten zugezogen sind und die am 30. September 1880 ihrer gesetzlichen Gesammtdienstpflicht Genüge geleistet haben und demgemäß bei der Herbst-Controlversamm— lung zum Landsturm überzuführen sind, aus den Ortschaften: Büdes— heim, Dortelweil, Groß-Karben, Heldenbergen, Harheim, Klein— Karben, Massenheim, Nieder-Erlenbach, Nieder-Eschbach, Ober-Erlen— bach, Ober-Eschbach, Rendel, Vilbel. B. In Nieder-Wöllstadt, am Eisenbahnviaduct über der Friedberger Chaussee, am 8. November, Nachmittags 2½ Uhr. Hierbei haben zu erscheinen die Mannschaften vorgenannter Kate— gorieen aus den Ortschaften: Assenheim, Bönstadt, Bruchenbrücken, Burg⸗Gräfenrode, Holzhausen, Ilbenstadt, Kaichen, Kloppenheim, Nieder⸗ Wöllstadt, Nieder-Florstadt, Nieder-Resbach, Ober-Ros bach, Okarben, Ober⸗Florstadt, Ober⸗Wöllstadt, Petterweil, Rodheim, Staden, Stamm— heim, Wickstadt. C. In Friedberg, im Hofe der Kloster-Kaserne, 1) am 9. November, Vormittags 8 ½ Uhr. Hierbei haben zu erscheinen die Mannschaften vorgenannter Kate⸗ gorieen aus den Ortschaften: Bad-Nauheim, Dorheim, Fauerbach b. Fr., Friedberg, Ockstadt. 2) Am 9. November, Vormittags 9½ Uhr. Hierbei haben zu erscheinen die Mannschaften vorgenannter Kate— gorieen aus den Ortschaften: Bauernheim, Beienheim, Dorn-Assenheim, Langenhain mit Ziegenberg, Melbach, Nieder-Mörlen, Ober-Mörlen, Ossenheim, Reichelsheim, Rödgen, Schwalheim, Södel, Steinfurth, Weckesheim, Wölfersheim, Wisselsheim, Wohnbach. D. In Butzbach, auf dem Viehmarkt, am 9. November, Nachmittags 2½ Uhr. Hierbei haben zu erscheinen die Mannschaften vorgenannter Kate— gorieen aus den Ortschaften Bodenrod, Butzbach, Fauerbach v. d. H., Gambach, Griedel, Hausen mit Oes, Hoch-Weisel, Kirch-Göns, Maibach, Munster, Münzenberg, Nieder-Weisel, Oppershofen, Ostheim, Pohl— Göns, Rockenberg, Trais-Münzenberg. Es wird noch ausdrücklich bemerkt, daß die Leute pünktlich zu erscheinen und die in ihrem Besitz befindlichen Militärpapiere mit zur Stelle zu bringen haben. Sollten Mannschaften wegen häuslicher nc. Verhältnisse Dispensationsgesuche von den Controlversammlungen vor— bringen wollen, so sind diese von der Ortsbehörde beglaubigt, min— destens 8 Tage vor der Controlversammlung dem betreffenden Bezirks— Feldwebel vorzulegen. Nur für außerordentliche Fälle ist eine kürzere Frist statthaft. Wer Dispensation von der Controlversammlung er— hält, hat sich spätestens 14 Tage nach der Controlversammlung bei dem Bezirks⸗Feldwebel zur Nachcontrole zu melden. Außerdem werden die Großherzoglichen Bürgermeistereien ersucht, jeden Coutrolpflichtigen auf vorstehende Bekanntmachung aufmerksam zu machen. NB. Die Control⸗Versammlungen der Landwehr— leute im Allgemeinen finden nunmehr im Frühjahr statt, weßhalb alle übrigen, in Vorstehendem nicht be— zeichneten Landwehrleute, bei der Frühjahrs⸗Control⸗ versammlung 1881(nahere Bestimmung hierüber folgt s. Z. nach) zu erscheinen haben. Das Großherzogliche Bezirks-Commando Friedberg. Roemheld. des Deutsches Reich. Staatsministeriums, eröffnet. Anwesend mation wiedergewählt.— Abgeordnetenhaus. hinterblie bene 8. f eunesag 36, . Tpernagt ee 1 Darmstadt, 29. Oct. Der Großherzog wird heute, einer Einladung des deutschen Kron— wrinzen entsprechend, einen Besuch in Wiesbaden abstatten. Darmstadt, 27. Oct. Gestern wohnte die gesammte Großherzogliche Familie der Taufe der jüngsten Gräfin zu Erbach-Schönberg bei. Tanspathin war die Königin von England, als deren Stellvertreterin die Prinzessin Victoria ffungirte. — 286. Oct. Der zweiten Kammer ging gestern eine Vorlage in Betreff der Erbauung einer stehenden Brucke über den Main bei Offen⸗ bach nebst den darauf bezüglichen Plänen zu. — Der Feldwebel Linder aus Eschollbrücken wurde zum Kanzlisten bei der Kanzlei der Direction der Main-Neckar-Eisenbahn ernannt. Berlin, 28. Oct. Der Bundesrath hat jin seiner gestrigen Plenarsitzung einstimmig in serster und zweiter Berathung den gemeinschaft— llichen Antrag Preußens und Hamburgs ge⸗ mehmigt, daß die in F. 28 des Socialisten— gesetzes vorgesehenen Anordnungen, wonach Personen, von denen eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung zu besorgen ist, der Aufenthalt versagt werden kann, für das Hamburgische Staatsgebiet mit Ausschluß ides Amtes Ritzebüttel und für die benachbarten Preußischen Gebietstheile auf die Dauer eines Jahres getroffen werden dürfen. — 28. Oet. Der Landtag wurde heute durch den Grafen Stollberg, Vicepräsidenten waren einige 80 Landtagsmitglieder. Aus der Eröffnungsrede heben wir als besonders wichtig hervor: Es wird in dem Entwurfe des Staats— haushalts-Etats Ihrer Zustimmung der Vor— schlag unterbreitet werden, aus dem Preußen zustehenden Antheile an den Reichssteuern die Summe von 14 Mill. M. zu einem Steuer- erlaß zu verwenden. Mit der Vorbereitung einer organischen Reform der directen Staats— steuern ist die Staatsregierung beschäftigt. Schon jetzt wird Ihnen der Entwurf eines Gesetzes zugehen, nach welchem die aus dem Ertrage neuer»der erhöhter Reichssteuern an Preußen zu überweisenden Geldsummen aus— schließlich und unverkürzt zur Erleichterung der directen Besteuerung, insbesondere durch Ueber— weisung der Hälfte des Ertrages der Grund— und Gebäudesteuer zur Erleichterung der Com— munallasten verwendet werden sollen. Um die Lage der Wittwen und Waisen der Elementar— lehrer zu verbessern, hofft die Regierung zu einer Erhöhung der Pension derselben unter Bürgschaft der Staatskasse Ihre Zustimmung zu erhalten, Ueber den Betrieb des Pfand⸗ leihgewerbes, über die Abänderung des Gesetzes, betreffend die Einrichtung öffentlicher Schlacht— häuser, sowie zur Ausführung des Reichsgesetzes, betreffend die Abwehr und Unterdrückung von Viehseuchen, werden Ihnen Vorlagen zugehen. — Herrenhaus. Die Sitzung wird eröffnet und das bisherige Präsidium nebst Schrift— führern auf Graf Lippe's Antrag durch Accla— Präsident v. Koeller eröffnet die Sitzung. Nach Verloosung der Mitglieder in die Abtheilungen wird die Präsidenteuwahl auf morgen festgesetzt. Hannover. Das Landesconsistorium und der Synodal-Ausschuß haben dem für die Pfarr— stelle in Osnabrück praäͤsentirten Mitglied des Protestantenvereins, Stadtvicar Beesenheimer von Mannheim, nach abgehaltenem Colloquium die Eigenschaft der canonischen Rechtgläubigkeit nicht zuerkannt. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Pest, 27 Oct. Der Budget-Ausschuß der Reichsraths-Delega— tion erledigte das Budget des Ministeriums des Auswärtigen in der General-Debatte. In Beantwortung zahlreicher Interpellationen er— klärte Baron Haymerle: Die Haltung der Regierung in der Montenegrofrage ist durch den Berliner Vertrag imperativ vorgezeichnet. Die ernste Absicht der Pforte, Dulcigno zu über— geben, ist nicht zu bezweifeln. Die Schwierig— keiten der Verhandlungen zwischen der Pforte und Montenegro betreffen gegenwärtig nur mili— tärische Details, den Termin des Einmarsches der Montenegriner und das Verlangen Monte— negros einer formellen militärischen Uebergabe Dulceignos. Der Minister hofft, die Frage des deutschen Handelsvertrags werde in Folge der Dispositionen der maßgebenden Kreise eine ge— deihliche Lösung erhalten. Beide Landesregier— ungen verhandelten derzeit über einen vorliegen— den formulirten Vorschlag der deutschen Regierung. — .—— —— . In Betreff der Orientfragen bestehe zwischen Oesterreich und Deutschland ein absolut gemein— sames Vorgehen. Dentschland lasse in allen den Orient betreffenden Fragen die größte Berück— sichtigung der österreichischen Interessen obwalten. Der Ausschuß genehmigte ferner das Ordinarium des Kriegsbudgets. Eine wesentliche Debatte entspann sich nur bei dem Pensionsetat. Refe⸗ rent Schrom sprach den Wunsch aus, bei Pen— sionirungen mit größter Strenge vorzugehen. Sturm beantragt eine diesbezügliche Resolution, zieht dieselbe jedoch nach Erklärungen des Kriegs— ministers zurück, daß er mit aller Rigorosität vorgehe. — 27. Oct. Im Finanzausschusse des Unter⸗ hauses forderte Bokowszky energische Maßregeln zur Tilgung des Deficits, darunter Ersparungen bei der Armee. Ministerpräsident Tisza bat den Ausschuß, auf die Idee einer Reducirung der Heeresausgaben unter den gegenwärtigen Verhältnissen nicht einzugehen, weil dadurch die vitalen Juteressen der Monarchie gefährdet wer— den könnten. Großbritannien. London, 27. Oct. Eine Depesche des Vicekönigs von Indien meldet gleichfalls, daß in Peschawur seit einigen Tagen Gerüchte von Unruhen, in Kabul selbst vom Tode des Emirs umlaufen. Seit dem 21. Oct. habe er weder die Post noch Botschaft aus Kabul erhalten. Die„Daily News“ erhält folgende Depesche:„Die Situation in Kabul ist gefähr— lich. Es ist ungewiß, ob der Emir persönlich bedroht ist, aber die bei General Stewart an— gelangten Flüchtlinge waren der Meinung, daß eine Rebellion unvermeidlich sei.“ — Die englische Mittelmeer-Flotte soll auf 18 Schiffe verstärkt werden. Dublin, 27. Oct. Healy, der Seecretär Parnells, wurde am Dienstag wegen Einschüchte— rung eines Pächters, welcher eine Pachtung übernehmen wollte, verhaftet, aber gegen Caution wieder in Freiheit gesetzt und von der Bevölke— rung mit Ovationen begrüßt. Die Polizei ver— haftete gestern einen gewissen Wolsch, welcher beschuldigt ist, in Gemeinschaft mit Healy, den Pächter Manning eingeschüchtert zu habenz Wolsch wurde indeß gegen Caution ebenfalls wieder aus der Haft entlassen. Italien. Rom. Die Kammer ist auf den 15. November einberufen worden. Türkei. Constantinopel, 27. Oct. Die Pforte wies Derwisch Pascha in Salonichi an, sich unverweilt mit 4 Bataillonen regulärer Truppen nach Skutari einzuschiffen, um die Action Riza Pascha's zu unterstützen. Die Pforte beauftragte Riza, die Uebergabe von Duleigno 8 Tage nach Unterzeichnung der Con— vention zu bewerkstelligen. — 28. Oct. Der türkische Abgesandte, welcher die Proclamation mit der Aufforderung zur Unterwerfung nach Dulcigno überbrachte, ist ermordet worden. Niza Pascha unterhandlt persönlich mit Montenegro. Die Ermordung des türkischen Abgesandten dürfte die Pforte zu energischen Maßregeln veranlassen. Serbien. Belgrad, 27. Oct. Marinovic wurde nach einer Conferenz mit Ristic vom Fürsten empfangen. Man bezweifelt, daß Mari— novic, Pirocsanac und Bogiesevic die Bildung des neuen Cabinets übernehmen werden. Bulgarien. Sofia, 28. Oct. Minister Zankoff eröffnete die Nationalversammlung mit einer Thronrede. Dieselbe dankt der Nation für die Gesinnungen der Treue, woraus der Fürst in einem so ernsten Augenblicke erneute Kraft schöpfe. Die Thronrede betont die Sym— pathie und das Wohlwollen der europäischen Mächte für Bulgarien, sowie die guten Bezieh— ungen mit den Nachbarländern. Die gute Halt— ung der Truppen und einberufenen Reservisten beweise, daß das Land auf sie rechnen könne. Rumänien. Bukarest, 27. Oct.„Pressa“ bezeichnet die Gerüchte über angebliche Uneinig— keit im Cabinet als unbegründet. Rußland. Petersburg. Während officiöse Telegramme sich die größte Mühe geben, die Krankheit des Kaisers Alexander als eine leichte Erkältung hinzustellen, besagen Privatbriefe aus Livadia, die Aerzte glaubten Symptome einer Krankheit zu erkennen, welche eine„Paralysis des Gehirns“ befürchten läßt. Daß der Zu— stand des Kaisers trotz aller verlogenen Dementis ein entschieden bedenklicher ist, unterliegt nach sämmtlichen hier eingegangenen nichtofficiösen Nachrichten gar keinem Zweifel mehr. Die Hei— rath des Zaren mit der Fürstin Dolgorucki er— folgte am 1. August in Koptscha. Trauzeugen, welche den Act unterschrieben, waren Großfürst Nicolaus, des Kaisers Bruder, Loris Melikoff und Miljutin. — 27. Oct. General Loris Melikoff hat in Livadia die Genehmigung zur Berathung einiger Verwaltungs-Reformeutwürfe eingeholt. Nach der Rückkehr Loris Melikoff's würde auch die Berathung über eine Revision der Preßgesetze beginnen. Die Gerüchte von Differenzen zwischen Loris Melikoff und den Mitgliedern des Minister— comites sind materiell und formell unrichtig. Aus Stadt und Land. r. Friedberg. Bei dem am 27. October dahier stattgehabten Faselmarkte wurden prämitrt: à. für reine Berner: H. Stoll in Nieder-Wöllstadt, H. Dämon in Hoch-Weisel, A. Reitz in Södel, Fr. Wetz in Münzen⸗ berg, Pachter Schäfer in Ossenheim, Pachter Rullmann in Stammheim; b. für Berner Bastarde: H. Weith IV. in Nieder-Wöllstadt, W. Brückmann auf der Dögel-Mühle, T. Schluck in Gambach, J. Holl in Rodheim, W. Spengler auf Hof Schwalheim, H. Bausch in Nieder⸗Wöllstadt, Buͤrgermeister Väth in Bauernheim, W. Hensel in Okarben, Fr. Reitz in Wölfersheim, A. Breidenbach in Dorheim, Pachter Heil in Dorheim, A. Kling auf der Nonnen⸗ mühle(Oppershofen), W. Treut in Bauernheim, L. Fauer⸗ bach in Nieder-Wöllstadt. 8. Friedberg, 28. Oet. Heute Nacht ereignete sich ein Fall, 200 Fuß über unserer Stadt, der vielleicht noch nie, aber jedenfalls seit Menschengedenken nicht da⸗ gewesen. Auf dem Thurme unserer Stadtkirche klopfte der Klapperstorch an und begehrte Einlaß, worauf ihm von Frau Hebamme Heß ein prächtiger Junge ab— genommen wurde. Marienschloß, 28. Oet. Gestern Nachmittag zwischen 12 und 1 Uhr stürzte dem„W. B.“ zufolge ein Theil des Neubaues resp. der Vergrößerung des Landes— zuchthauses ein. Die Nacht über folgten in verschiedenen Zwischenräumen noch andere Theile und liegt jetzt das ganze Gebäude fast bis auf die Fundamente in Trümmern. Die noch stehenden Reste werden gänzlich niedergerissen werden müssen. Zum Glück geschah das Unglück zu einer Zeit, in welcher keine Arbeiter am Baue beschäftigt waren. Wen die Schuld an dem Fall trifft, wird eine Baucommision zu entscheiden haben. Mainz, 28. Oet. Seit heute Nacht ist das ganze Ufer am Rhein entlang unter Wasser gesetzt und zeigte heute Mittag das Pegel eine Höhe von Meter 3,77. Die Nachrichten vom Oberrhein lauten höchst ungünstig. Allerlei. Frankfurt, 28. Oet. Der Main ist fortwährend im Steigen; man erwartet dessen Uebertritt über die Ufer gegen Mitternacht. Vorsichtige Hausbewohner haben bereits ihre Keller geräumt. Stuttgart, N. Oet. In Folge eines bedeutenden Erdrutsches am sogenannten Millionenloch ist der Eisen— bahnbetrieb auf der Strecke Kißlegg Wangen mindestens für 10 Tage eingestellt.— Der Nachtschnellzug Frankfurt⸗ Stuttgart ist einer großen Gefahr entgangen: auf der Station Illingen wurde durch den Sturmwind ein Güter⸗ waggon vom Nebengeleise gegen das Hauptgeleise ge— trieben; der Schnellzug streifte den Guͤterwaggon und warf denselben seitwärts; ein Schnellzugswagen wurde unerheblich beschädigt. Niemand ist verletzt. Schwäb. Hall, 24. Oct. Ein Bursche, der in dem Bühlerviaduet bei Buch auf eine Länge von 2 Meter mit Steinen belegte, ist ermittelt. Es ist ein 16jähriger Dienstbube von Thalheim bei Vellberg. Dortmund, 25. Oet. Zu den Eisenbahnunfällen bei Courl und Bodelschwingh sind heute zwei neue hin— zuzufügen. Gestern Vormittag 11 Uhr hat auf der Bergisch Märkischen Bahn in der Nähe der Hammacher Fabrik bei Barop die Entgleisung eines Güterzuges statt— gefunden, wodurch sechs Kolliwagen zertrümmert und die in denselben befindlichen Waaren theilweise auf das Ge⸗ leise geschleudert wurden. Eine Verletzung von Personen hat hierbei nicht stattgefunden.— Am Samstag entgleiste in der Nähe der Zeche„Margaretha“ bei Aplerbeck von einem mit zwei Locomotiven bespannten Güterzuge die letzte Maschine und stürzte um. Hierbei soll der Locomo⸗ tivführer erhebliche Verletzungen erlitten haben, die seine Aufnahme in das Krankenhaus bedingen. Dresden. Unterschlagung von Geldern aus der sächsischen Staatskasse machen in Dresden viel von sich reden. Am 25. d. M. erfolgte die Verhaftung des Staatsschuldenkassiers Schönfeld aus Anlaß einer von demselben begangenen Unterschlagung von Geldern der Staatsschuldenkasse. Die in Frage kommende Fehlsumme ist zwar augenblicklich noch nicht genau festgestellt, indeß frevler Weise vor etwa 8 Tagen das Schienengeleise vor i 90,000 Mark erreichen wird. Durch die in der Dienst⸗ caution des Kassirers Schönfeld vorhandene Deckuntz und sonstige Activposten wird sich indeß auch diese letztere Summe noch um ein Bedeutendes mindern. Swinemünde, 28. Oet. Henate ist es immer noch nicht möglich, auch nur annähernd den Schaden zu tobende Sturm auf der See sowohl, wie auf dem Lande, auf unserer Insel angerichtet. Nachdem schon mehrer Tage starker Sturm aus 8 W. geweht, sprang derselbe heute Morgen nach NW. um, welcher zu der Stärke eines Orkans anwuchs, und in Folge dessen das Wasser mit großer Gewalt in den Hafen und über unser Bollwerk trieb, so daß das Wasser auf niedriger gelegenen Stellen über Fuß hoch auf den Straßen stand. Unter den unseren vielen Sommergästen bekannten Bäumen der schönen Plantage hat der Orkan schrecklich gewüthet. Weit uͤber 100 Stämme, theilweise über Mannsstärke, sind geknickt oder, mit ihren Wurzeln meit umher das Erdreich auf⸗ reißend, niedergestürzt und haben in ihrem Falle auch die kleineren Bäume vernichtet. In unserem Hafen hatte der Sturm einen von Stettin kommenden Dampfer auf Grund gesetzt und gelang es der Mannschaft erst nach ge— raumer Zeit, unter Zuhülfenahme eines anderen Dampfers, das Schiff aus seiner gefährlichen Lage zu befreien. Ebenso war eine Bark los geworden und trieb auf zwei andere vor Anker liegende Schiffe mit großer Gewalt zu, zertrümmerte dieselben und nahm selbst großen Schaden; zwischen Osternothhafen und Misdroy lief ein kleineres Fahrzeug direkt auf den Strand und gelang es den Osternothhafener Fischern, welche ein Boot auf einen Wagen geschafft und nach der Unglücksstätte befördert, nur mit großer Mühe die Besatzung des gescheiterten Fahrzeugs mit eigener Lebensgefahr zu retten. In⸗ zwischen sind noch viele havarirte Schiffe in unseren Hafen gekommen. Am Sonnabend Vormittag sind noch zwei Schiffe eingetroffen, welche, auf der See ohne Maun— schaften treibend, von Dampfern aufgefunden wurden. Zu ihnen gesellten sich am Sonntag Abend noch drei andere, welche von dem dem Consul Fraude gehörenden Dampfer„Sequens“ auf der Höhe von Arkona ohne Besatzung angetroffen wurden. Sämmtliche Schiffe hatten Ladung, und ist man der Besatzung wegen in recht banger Sorge; auf einem der Schiffe muß die Frau und Famflie des Capitäns gewesen sein, denn man hat auf dem Schiffe Kinderwäsche und Betten gefunden. Heute am Montag ist mit dem Mittagszuge die Besatzung eines der verun— glückten Schiffe wohlbehalten hier eingetroffen, dieselben hatten in einem Boote in der Nähe von Arkona Land bekommen. Brüssel, 28. Oet. Ein schreckliches Eisenbahn⸗ Unglück ereignete sich bei dem Lütticher Abendzug zwischen Heristal und Milmorte. 12 Waaren-Waggons stießen auf einen Personenzug. Die Zahl der Verwundeten ist unbekannt, 10 Todte. New⸗NVork, 27. Oet. Am Sonnabend fanden in Folge eines heftigen Orkans an der Küste von Nuschott⸗ land zahlreiche Schiffsunglücksfälle statt. Handel und Verkehr. S. Friedberg, 28. Oct. Auf dem gestern statt⸗ gehabten Schweinemarkt waren 501 Stück Schweine auf; getrieben, die fast sämmtlich verkauft wurden. Die Preist hielten sich hoch. Der nächste Markt findet am 17. No vember statt. Brod⸗Preise vom 1. bis 16. November. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. In Bad⸗Nauheim verkauft Ch. Ph. Keßler: Brod, zweite Sorte, zu 50 Pf. Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 1. bis 16. November. Nach eigener Angabe der Meßger. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. In Bad-Nauheim kostet Hammelfleisch das ½ Kilo 45 Pf.— Bei W. Bieler: Kuh- und Rindfleisch 50 Pf. Kirchliche Anzeigen für Kriedberg. Ebangelische Gemeinde. 23. Sonntag nach Trinit. Reformationsfest. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Meyer. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags 10½ Uhr: Herr Pfarrer Meyer. Abendmahl. Nachmittags 1½ Uhr: Herr Candidat Nies. Gottesdienst in der Burglirche: Vormittags 9 Uhr: Herr Pfarrer Baur. Katholische Gemeinde. 24. Sonntag nach Pfingsten. Samstag 4 Uhr: Beicht. Sonntag 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2 Uhr: Andacht. Nach derselben Beicht. Montag: Fest Allerheiligen. 10 Uhr: Hochamt mit Segen und Predigt. 2 Uhr: Feierliche Vesper. Nach derselben Allerseelen⸗ Andacht und hierauf Beicht. Dienstag ½8 Uhr: Allerseelenfeier. * kann nach dem„Dr. J.“ mit Sicherheit vermuthet wer⸗ 41 den, daß dieselbe die Höbe von zwischen 80,000 und ermessen, welchen der hier am 21. d. M. am Vormittag mit mit von und sunf Auss porla srukt Leist klegd durch Bren dure ———— — . 1 N mit großer Oewall fab aße 8 droy lief ein flenen d und gelang es de e ein Boot auf eino. glüctsstätte erden bung des 1 fahr zu retten, 9 — rte Schiffe in unsern d Vormittag sind go uf der See ohne Nunn, aufgefunden purden, tag Abend not ben ssul Fraude gehn öhe von Arkong ahn, immtliche Schiff han g wegen in recht h d die Frau und ful zan hat auf din Se n. Heute an Muntag zung eines der baun. eingetroffen, diesen ihe von Mona Land 0 14 reckliches Elsenbahn⸗ er Abendzug zwischen en⸗Waggons sacßen det Verwundeten i Sonnabend fander er Küste von Ne e statt. erlehr. Auf dem gestem Jul 1 Stück Schwan a. f uft wurden. Die du arkt findet an 17. N. —— 10. Nobenbel der Bäcker. heim und Butzbach Brod, zue N Pf. bis 10. Mobenbel, ert. melfleisch das 0 11K und Ndfes 0 l f. Leere Oel-, Wein⸗ Eine Lehrerin will fp und Schmalzfässer, zum Krauteinmachen, in großer Auswahl bei 3231 Georg Groß. Patent- par-Füllöfen mit Regulireinrichtung imit Mantel aus polirtem Stahlblech und Messinggarnitur mit und ohne Ventilation von außen. Der Ofen ist won elegantem Aeußern, in die feinsten Zimmer passend tund bis jetzt jedem anderen System gegenüber der spar⸗ ssamste, angenehmste und billigste Regulirofen. Auf vielen Ausstellungen prämiirt. Gleichzeitig bringe meine traus— wortablen Spar⸗Kochherde der neuesten und besten Con⸗ jstruktion in empfehlende Erinnerung, die an Güte und Leistungsfühigkeit, für welche garantirt wird, sowie an elegantem Aeußern unübertroffen sind. 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Bl., den Fall Balthaser Jakobi V. betreffend, war es durchaus nicht meine Absicht und wird auch Niemand demselben etwas Demonstratives angemerkt haben, berührten Fall zum Gegenstand eines Zeitungs-Geklatsches zu machen. Da nun aber ein Herr W. sich be— wogen gefunden hat, jenem Artikel in einer Weise zu entgegnen, daß selbst dem unparteiischsten Leser die unlautere Art der Gesinnung, der diese Entgegnung entsprungen, zu Tage tritt, so sieht der Unterzeichnete sich veranlaßt, Nachfolgendes als einzige Erklärung zu erwiedern. Wenn Einsender da sagt, daß mir die Be— rufung gegen dies freisprechende Urtheil hätte bekannt sein müssen, so muß ich über diese Naivität wirklich lachen, oder nimmt derselbe vielleicht an, daß ich von der zuständigen Be— hörde von der Berufung in Kenntniß gesetzt wurde? Im Uebrigen war besagter Artikel früher im Redactions-Bureau, als vielleicht Einsender selbst Kenntniß von einer Berufung hatte, wenn solches also wirklich der Fall ist. Ich und mit mir noch so viele Andere sind der festen Ueberzeugung, daß durch diese Berufung ein anderes Urtheil nicht wird erwirkt werden und könnten wir gegen— theiligen Falls dem Beschuldigten nur als Opfer einer Intrigue kondoliren. Wenn ferner dem Einsender die„freudige Theilnahme“ entgangen ist, so kann ich nur annehmen, daß derselbe, wie schon einmal vorgekommen, geschlafen hat. Wenn schließlich die Ehrenhaftigkeit und die allgemeine Achtung, die Herr Balth. Jakobi genießt, in Frage gestellt wird, so heben wir den uns hin— geworfenen Fehdehandschuh auf und machen, von dieser Erklärung ganz unabhängig, von dem uns vorgeschlagenen Appell an die Gemeinde, Ge— brauch. Wenn dann der Einsender den Muth hat, das Visir zu öffnen, dann werden wir sehen, wessen Ruf makelloser dasteht, der des Bal— thaser Jakobi V. oder der des Einsenders. 3640 Rimrod. Fyrup und Dienhonig empfiehlt billigst Ph. Dan. Kümmich. 3612 Ein fleißiger verh. Mann sucht auf sofort Arbeit. Näheres zu erfragen bei der Expedition des Anzeigers. 9633 7 2 Fast verschenkt! 5 Das von der Massaverwaltung der falliten„grossen Stitanniasilberfabrik übernommene Riesenlager wirb wegen eingegangenen großen Zahlungsverpflichtungen 82 1718 2 — und gänzlicher Räumung der Lokalitäten N um 75 Procent unter der Aschützung verkauft 5 daher also 7 4 fast Lersc hen kt für nur 14 Mark als kaum der Hälfte des Werthes de 8 bloßen Arbeitslohnes erhält man nachstehendes äußert 2 gediegenes Britannigsilber⸗Speiseservice welches früher 60 Mark kostete und wird für das Weißoleiben der Bestecke 25 liahre garantirt A Tafelmesser mit vorzüglichen Stahlklingen, echt englische Britannia-Silber⸗Gabeln, massive Britannia-Silber⸗Speiselöffel. seinste Britar Silber⸗Kaffeelöffel. schwer. 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Messer und Gabeln. 200 6154 ½ Dizd. Tischtücher. 97 8805 1 Bettvorlage. 86 11289 1 Nähtisch. 43 10 0 2072 1 Garnitur Kämme. 83 6195 1 Paar Leuchter. 109 8817 1 seidenen Schirm. 123 11304 1 Baro- und Thermometer. 146 milie zu vermlelhel. 1 2728 1 Paar Heuselle.* 208 6239 1 Rohrsessel. 61 8834 ½ Dizd. Stühle. 38 11389 1 Pferdetepplch. 170 Jos. Hoffman. 2801 1 Milcheimer und Seie. 246 6317 1 Stehlampe. 207 8852 ½ Dizd. Messer und Gabeln. 201 11423 1 Pferdeteppich. 172 2822 1 Weckeruhr. 226 6365 1 Wärmflasche. 158 8889 1 Sessel. 35 11430 1 gr. Colter. 59 2837 1 Waschgarnitur. 203 6368 1 Wanduhr. 64 8950 1 Handkoffer. 177 11444 1 Tabakspfeife u. Beutel 249 7 30411 Pferdeteppich. 171 6383 ½ Dizd. Messer und Gabeln. 107 8929 1 Küchengarnitur. 232 11458 1 seid. Schirm. 186 3085 1 Petroleumlampe. 227 6395 2 Waschkörbe. 219 9100 ½ʒ Daßzd. Messer und Gabeln. 77 11500 1 seid. 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Fruchtsäcke. 132 6688 1 Brockhaus, Lex., 2 Bde. 50 9640 1 Hängelampe. 91 11973 ½ Did. Handtücher. 152 „hu he besah/ 'olisoblen, huhe, liefe 1 , brlaze f d 1 2 Amte. 5 ronen Gilheln gell, wurst⸗ Gilhelm ul. Zimmer„ Friedberg den 27. October 1880. Bekanntmachung. In Folge höherer Anordnung werden die Ent⸗ und Beladefristen der Wagenladungsgüter von 12 Stunden Weiteres auf die Dauer von sechs Tages⸗ Diese Abkürzung der Ladefristen 3630 bis auf stunden herabgesetzt. bezieht sich auf alle Wagengattungen. Cassel den 26. October 1880. Königliches Eisenbahnbetriebs„Amt (Main⸗Weser⸗Bahn). 3498 zu diesem Termine bestehend in Gold, Pfänder-Versteigerung zu Friedberg. Donnerstag den 4. November l. J., 9 Uhr anfangend, sollen in hiesigem Rathhause die bis Verfallzeit Pfänder, der hiesigen Pfand und Leihanstalt Silber, Taschen-Uhren, Herren- und die Frauenkleidern, Weißzeug, Bettwerk u. s. w., 3635 Vormittags habenden 55 gehörend, erreicht öffentlich ung von 14 Paar Hosen für Knaben(Winterhosen), 3 vollständigen Anzügen für Knaben(Winteranzüge) Das Comité. Stoffen. Für das hiesige Versorgungshaus soll die Llefer— Betttüchern, Lieferung von Kleidern und 1 Stück Leinen u. 1 Stück Baumwollenzeug zu Hemden 1 Stück blau und weiß gestreiftem Kittelzeug, Leinen zu 24 Uthemann. Arbeits-Versteigerung. 3648 Montag den 1. November, Vormittags 10 Uhr, soll auf Großherzoglichem Bürgermeisterei-Büreau zu Stammheim die Lieferung von 1500 Stück Drain röhren in Lichtweite von 8 bis 12 Centimeter, sowie auch das Legen derselben inel. dem Anfertigen der Drain⸗ gräben in Accord gegeben werden. Assenheim den 25. October 1880. Wenck, Bezirks bauaufseher. Möblirte Zimmer mit Cabinets zu vermiethen. Näheres bei der Exp. d. Anz. 3620 an den Meistbietenden versteigert werden. Gleichzeitig bemerken wir, daß die Auslösung und Renovation der Pfänder vor dem Versteigerungstermin an den hierzu bestimmten Tagen, Dienstag und Donners tag, erfolgen kann und das Pfandhaus vom 4. bis 6. November geschlossen bleibt. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien ber umliegen⸗ den Orte werden ersucht, vorstehende Bekanntmachung im Interesse ihrer Ortsangehörigen durch die Schelle bekannt machen zu lassen. Friedberg den 14. Oetober 1880. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Seriba. 171 werden gut, schnell und billig ein Gummizüge gesteppt bei Christian Heß. 1456 24 Handtüchern im Submissionswege an den Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden. Angebote unter Vorlage von Mustern sind bis zum 1. November d. J. Abends bei der unter— zeichneten Behörde einzureichen. Friedberg den 28. Oetober 1880. Großherzogliche Bürgermeisterel Friebberg. 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J., Vormittags 11 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause die nachgenannten zu dem Nachlasse des Metzgermeisters Friedrich August Waas gehörenden Grundstücke erbvertheilungshalber öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden. Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klftr. II. 158. 83. Grabgarten an der Hockenmühle, XIII. 78. 299. Acker im Großwartfeld. Friedberg den 28. Oetober 1880. 5 Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Ser eg. 2 1*— 5 Immobiliar-Versteigerung. 3663 Montag den 8. November lfd. J., Vormittags 10 Uhr, soll in hiesigem Rathhause die Hofraithe, sowie sämmtliche in der Gemarkung Friedberg gelegenen Grund— stücke, dem Wilhelm Ulrich gehörend, öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden. Friedberg den 29. October 1880. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. T Ein Ziegenbock im Alter von eirea 1 Jahr wird zu kaufen gesucht. Bad-Nauheim den 28. October 1880. Großherzogliche Bürgermeisterei Bad-Nauheim. S 3649 chu tt. Hofguts-Verpachtung. 3650 Montag den 15. November e., Vormittags halb 12 Uhr, soll das Fuͤrstlich Solms-Braunfelsische, in der Gemarkung Birklar gelegene und im Ganzen 453 Morgen 230 Klafter Hess. Normalmaaß haltende Hofgut sammt den zugehörigen Wohn- und Wirthschaftsgebäuden nebst Pferchnutzung von Petri 1881 ab auf 18 Jahre an Ort und Stelle öffentlich an den Meistbietenden ver— steigert werden. Das Gut ist vorzüglicher Bonität, liegt in dem fruchtbarsten Theile der Wetterau, ½ Stunde von der Station Lich der Oberhessischen Eisenbahn entfernt und befindet sich im besten Culturzustande. Die Gebäude sind im Jahre 1844 größtentheils neu erbaut. Die Verpachtungsbedingungen, Guͤterverzeichnisse und Karten nebst Gebäude-Inventar sind bei dem unter— zeichneten Rentamte, welches auch alle auf die Ver— pachtung bezüglichen Aufschlüsse zu ertheilen bereit ist, täglich einzusehen. Griedel bei Butzbach den 24. October 1880. Fürstliches Rentaut. Düringer. Limburger Käse, Bayr. Rahm- Käse, Holl. 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