, Ponelan, Glas 7 ige Böcke, 0 üben. sces Rentamt. mänenrath. nthält keinerlei schüd⸗ opfen zu M. 5. nebst „ Atteste, wie nach⸗ hren litt. Nachdem urch den Gebrauch e alten Herrn ver⸗ lex. Landennes.“ 2281 gerung. „ Vormittags 10 Uh meindehaus das dies; Diesen zur öffentlichen 1880. geisterel Stammheim. 22 feigerung. Vormittags 11 Uhr, s 15 Schafpferche den. 0. ö meisderet Friedberg. er das Vermögen del m wird nach erfolgte da keine Ueberschuldung i 1880. a uche Amtsgericht. z Allwohn. eglaubigt segla e Gerihtsscha ler in N irt a 1 eg. n 4 0 1880. Dienstag den 29. Juni. 2 76. Oberhessischer Anzeige * Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. —— Amtlicher Theil. Das Reichsgesetzblatt Nr. 14 enthält: Gesetz, betreffend die Consulargerichtsbarkeit in Egypten; Gesetz, betreffend die Consulargerichtsbarkeit in Bosnien und in der Herzegowina; Uebereinkunft mit Oesterreich-Ungarn wegen weiterer provisorischer Regelung der Handels beziehungen; Uebereinkunft mit Belgien wegen weiterer pro— olsorischer Regelung der Handelsbeziehungen; Uebereinkunft mit der Schweiz wegen weiterer provisorischer Regelung der Handelsbeziehungen. An die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir ersuchen Sie Diejenigen Ihrer Ortsangehörigen, welchen Pfleglinge unserer Stiftung anvertraut sind, zu benachrichtigen, daß unser Rechner, Herr Vogt dahier, die Pfleggelder für das erste Halbjahr 1880 gegen die vorschriftsmäßige Bescheinigung und Quittung Freitag den 2. Juli d. J. auszahlen wird. Friedberg den 26. Juni 1880. Für die Verwaltungs-Commission der Mathildenstiftung. Meyer. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Friedrich Jacobi von Friedberg wurde auf den Feld- und Gartenschutz verpflichtet. Deutsches Reich. Darmstadt. Das Regierungsblatt, Bei— lage Nr. 19, enthält: J. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That. II. und III. Uebersicht über die Einnahmen und Ausgaben des Vieinalwegbaufonds für die Provinz Rhein⸗ hessen für das Jahr 1876 und 1877. IV. und V. Bekanntmachungen über die Erhebung einer Umlage von den zum Friedhof-Verbande zu Dals⸗ hein gehörigen Israeliten sowie über die für 1880/81 in Offenbach zu erhebenden Umlagen. VI. und II. Uebersicht der für 1880 genehmigten Um⸗ lagen in den israel. Relgem., der Kreise Schotten und Darmstadt. VII. Bekanntmachung über die Umlagen vom 1. Jan. 1880 bis Ende März 1881 in der Stadt Mainz. IX. Ordensverleihung. 5 X. Coneurrenzeröffnungen. Erledigt sind: Die Lehrer⸗ stelle zu Schwanheim, Gehalt 900 M. Die Lehrerstelle zu Massenheim, Gehalt 900 M. Die Lehrerstelle zu Bob— stadt, Gehalt 900 M. Eine Lehrerstelle zu Aspisheim, Gehalt 900 M. Eine Lehrerstelle zu Seligenstadt, Ge— halt 1000— 1400 M. Eine Gesanglehrerstelle und die 2. Turnlehrerstelle zu Mainz, Gehalte 1200 M. Die Concurrenzausschreiben in der Beilage Nr. 15 des Reg. Bl. werden zurückgezogen. Berlin. Zur Beleuchtung der Controverse zwischen Bennigsen und Windthorst über die Genesis des Bruches Preußen mit Hannover ist die„Nordd. Allgem. Ztg.“ in den Stand gesetzt worden, actenmäßige Angaben aus der Zeit vom 5. bis 27. Mai 1866 zu veröffentlichen. — 25. Juni. Botschafterconferenz. In heu— tiger Sitzung wurde der Bericht der Delegirten über den franzssischen Vorschlag der Grenzregu— lirung entgegengenommen. Derselbe wurde von den Bevollmächtigten einstimmig angenommen. — 25. Juni. Zur Lage der Conferenz erfährt die„Nat.⸗Ztg.“: Heute Abend werden die Delegirten noch einmal zusammentreten, um die Schlußredaction des Gesammtgutachtens über die griechische Frage vorzunehmen, welches der Conferenz unterbreitet werden wird. Die tür⸗ lischen Diplomaten zeigen sich keineswegs auf— lehnend gegen die Beschlüsse der Conferenz, aber sie geben dauernd zu bedenken, daß Griechen⸗ land, welches in seinen Forderungen nie zu befriedigen war, auch nicht so leicht befriedigt werden möchte, selbst wenn die Conferenz Alles zugesteht, was die Griechen fordern.. Berlin, 25. Juli. Abgeordnetenhaus. Inter- pellation Virchow, betreffend die Einverleibung Altonas und der unteren Elbe in das Zollgebiet. Virch ow erklärt: die Interpellation berühre das reichsgeseßluche Gebiet, nicht das Recht des Hauses. Gründe der Nütz⸗ lichkeit hätten die Interpellation veranlaßt. Die 55 ziellen Vortheile, welche Preußen bei der Sache erziele, kvürden durch die Nachtheile voll und ganz aufgewogen, tvelche Altona und die noch Freihafen verbleibenden umliegenden Gebiete erleiden. Die Verlegung der Zoll⸗ Zrenze würde deshalb zu den größten Verkehrsstörungen führen, weil, möge die Regierung auch Anfangs noch so milde in Ueberwachung des Verkehrs verfahren, der dadurch unbedingt beförderte Schmuggel allmählich doch zu größerer Härte führen würde. Es fehle jede Auf— klärung darüber, warum Preußen mit solcher Hast in der Frage vorgegangen sei und die bezüglichen Bundes— rathsbeschlüsse veranlaßt habe trotz des nicht mißzuver— stehenden Votums des Reichstages. Der Finanz⸗ minister gibt in Beantwortung der Interpellation Virchow folgende Erklärung ab: es hätten sorgfältige Erwägungen stattgefunden, daß die wirthschaftlichen Nach— theile des Zollanschlusses Altonas nicht die Vortheile überwiegen. Abgesehen davon, sei mit dem Anschlusse Altonas lediglich nach Bestimmung der Verfassung ver⸗ fahren. Die Kostenanschläge würden seiner Zeit dem Reichstage und Bundesrathe vorgelegt. Die Regierung habe ihr Verhalten in dieser Angelegenheit dem Reichs— tage gegenüber nicht zu rechtfertigen und lehne jede Erklärung in dieser Richtung ab. Die auf die verbün⸗ deten deutschen Staaten zu nehmenden Rücksichten, welche gewürdigt worden, seien nicht im preußischen Abgeordneten— hause zu verhandeln; auch nicht auf diplomatischem Wege nach der früheren Pragmatik des aufgelösten deutschen Bundes oder durch Einzelverhandlungen; die— selben würden vielmehr verfassungsmäßig innerhalb des Bundesrathes zur Entscheidung gebracht und erledigt. Bei Besprechung der Interpellation Virchow erklärt v. Minnigerode die Form derselben für verfehlt, den Inhalt in seiner Allgemeinheit für indisecutabel. Die Einverleibung Altonas sei materiell geboten; Ham⸗ burgs Freihafenstellung bleibe gewahrt. Richter tritt dem Vorredner entgegen, verurtheilt scharf das Verfahren gegen Hamburg und erklärt, die ganze Sache trage den Stempel einer beabsichtigten Pression auf Hamburg. Windthorst will Nichts über die Frage entscheiden, weil er sich nicht für unterrichtet genug halte. Redner fügt hinzu: die Einverleibung der Unterelbe war rechtlich unzulässig. Warburg spricht sich im Sinne der Inter⸗ pellation gegen die Einverleibung Altonas und der Unterelbe in den Zollverein aus, unter eingehender Erörterung der Handels- und sonstigen wirthschaftlichen Bedürfnisse Altonas. Es folgt die Interpellation von Hüne betreffend den Nothstand in Oberschlesien. Der Finanzminister hofft, daß dem Hause im Herbste ein Generalplan mit Kostenberechnung vorgelegt werde und daß dann, im Einvernehmen mit der Landesvertre— tung, dem Oberpräfidenten und der Bezirksregierung in Oppeln die Ausführung des Planes überlassen werden könnte. Hierauf wird der Gesetzentwurf betreffend die Verwaltungsgerichte und das Verwaltungsstreitverfahren auf Miquel's Antrag en bloc in der Fassung des Herrenhauses angenommen.— 26. Juni. Dritte Lesung des Kirchengesetzes. Für die Generaldebatte sind 8 Redner für und 8 gegen die Vorlage gemeldet. v. Schorlemer⸗ Alst erklärt, er habe die Vorlage auf das Gewissen⸗ hafteste geprüft. Dieselbe wolle die Regelung der Angelegenheit ohne Rom, wolle das Centrum disereditiren und eonstituire Ministerialwillkür und Absolutismus. Gegen ein solches Gesetz müsse das Centrum sich aus⸗ sprechen, so lange Anzeigepflicht und Staatsaufsicht auf⸗ recht erhalten würden. Wenn die Katholiken den Mai⸗ gesetzen sich unterwürfen, würden sie preußisch⸗katholische Christen. Sie wollten aber römisch⸗katholische Christen bleiben. Miquel erklärt, das Wesen und der zweck der Motive der Vorlage sei ihm absolut unver⸗ ständlich gewesen. Wäre gesagt worden, daß die Ver⸗ hältnisse zwischen Staat und Kirche so geklärt seien, daß für eine gewisse Zeit diseretionäre Befugnisse gefordert werden koͤnnten, so wäre die Vorlage unbedenklich accep⸗ tabel gewesen. Redner berührt kurz die einzelnen Artikel und bemerkt, daß sich durch die Ernennung von Bis— thumverwesern seitens der Kirche die Uebelstände besei— tigen ließen, welche die Verwaisung der Pfarreien mit sich brächten. Aus inneren sachlichen Gründen könne er die Vorlage nicht ablehnen. Das Friedens bedürfniß sei nicht bei der katholischen Bevölkerung allein, groß, sondern bestehe in dem gesammten Volke. Der Friede sei aber nicht zu erreichen mit der Aufhebung der Mai⸗ gesetze. Dieselben seien Kampfgesetze gewesen und hätten nicht die organische Regelung der Verhältnisse zwischen Staat und Kirche bezweckt, welche Regelung der Friede bezwecken würde. Nachdem aber dem Gesetze die Gefähr— lichkeit der diseretionären Gewalt durch die Frist— bestimmung und andere Aenderungen benommen wären, würde er der amendirten Vorlage zustimmen können. Er erblicke in der Vorlage einen Schritt des Entgegen— kommens gegen die Kirche und zur Aufhebung der Gegensätze, welche die deutsche Nation zerfleischten. Das Centrum müsse jedoch, wenn es ernstlich den Frieden erstrebe, bei Weitem entgegenkommender sein, als bisher. Lieber ist gegen die Vorlage. Die Anzeigepflicht könne unter keinen Umständen anerkannt und zugestanden werden. Der Friede sei nur möglich bei Beseitigung o der Suspen⸗ dirung der Maigesetze. Der Cultus minister erklärt, die Haltung und Aeußerung des Centrums habe nicht gezeigt, daß es im Mindesten das Friedens bedürfniß hege, das es betont habe. Die Regierung stehe mit den Aeußerungen Miquel's und damit auch das gesammte Land, ausgenommen das Centrum, auf demselben Boden. Das Centrum werde stets in der Minderheit bleiben und nie eine geneigte Regierung finden, wenn es auf den jetzt erhobenen Forderungen bestehen bleibe. Auch eine gewaltsame Umwälzung würde nicht bewirken, was das Centrum wolle. Unter diesen Umständen falle die Ver— antwortung auf das Centrum, wenn die Vorlage nicht zu Stande komme. Die Regierung bitte um die Annahme der Vorlage und ersuche namentlich um die Annahme des Art. 4. Stengel erklärt, die freiconservative Partei wolle die Vorlage mit gewissen Modificationen annehmen. Den Artikel 4 würde die Fraection ablehnen, weil die Nationalliberalen gegen das Gesetz stimmen würden, wenn derselbe aufrecht erhalten bleibe. v. Rauchhaupt bedauert, daß die Regierung ihre Entschließung noch nicht getroffen und dadurch die Situation erschwert und die Verantwortlichkeit des Hauses vergrößert habe. Die conservative Partei habe im Gefühl ihrer Verantwort- lichkeit zu retten gesucht, was zu retten sei und deshalb beschlossen, den Artikel 4 fallen zu lassen, um zu einer Verständigung zu kommen. Um 4 Uhr wird die Sitzung abgebrochen.— In einer Abendsitzung wird sodann das Verwaltungs⸗Organisations⸗Gesetz berathen. Sämmtliche Paragraphen werden einzeln unverändert angenommen unter Ablehnung der zu den§8 23, 35, 37 und 79 eingebrachten Anträge auf wesentliche Wieder⸗ herstellung der Beschlüsse zweiter Lesung. Hierauf wird die Vorlage im Ganzen unverändert nach der Herren— haus⸗Fassung angenommen. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 27. Juni. Die amtliche Zeitung veröffentlicht kaiserliche Handschreiben, nach welchen die Minister Stre— mayr, Horst, Korb und Kriegsau auf ihr Ansuchen ihrer Aemter enthoben und an ihrer Stelle Dr. v. Dunajewski zum Finanz-Minister, v. Kremmer zum Handelsminister, Baron Streit —— ——— . —— zum Justizminister und Generalmajor Graf Welsersheimb zum Landesvertheidigungsminister ernannt werden. Belgien. Brüssel. Die Regierung wird in der außerordentlichen Kammer-Session ein Amnestiegesetz für die Fahnenflüchtigen der bel— gischen Armee einbringen, deren Zahl 15,000 bis 20,000 beträgt und die sich größtentheils im Norden Frankreichs aufhalten. Frankreich. Paris, 24. Juni. Kammer der Deputirten. Die Amendements, welche auf Wiederherstellung der ehemaligen Ziffer der Besoldung der Prälaten und Cardinäle abzielen, werden verworfen; das Cultusbudget wird ange— nommen. Bei der Discussion des Kriegsbudgets beklagen sich mehrere Redner über die geringe Effectivstärke der Armee. Der Berichterstatter erwiedert: der Kriegs-Minister habe sich mit dieser Frage bereits beschäftigt und sei ent— schlossen, die Lücken in der Infanterie durch eine bessere Vertheilung des Contingents aus— zufüllen.— Im Senat fand die Discussion über den Bericht Demole's statt, welcher zu dem Antrage gelangt, die Petitionen gegen die Decrete vom 29. März einfach abzuweisen. Audiffret-Pasquier, ehemaliger Präsident des Senats, tadelt lebhaft die Decrete und beruft sich auf die Rechte des Gewissens und die Rechte der Familienväter; er beantragt die Rückver— weisung der Petitionen an den Präsidenten des Ministerconseils und den Justizminister. Broglie bekämpft ebenfalls die Decrete. — 25. Juni. Senat. Freyceinet erklärt in Erwiederung auf die gestrigen Reden Audiffret's und Broglie's: nachdem der Senat den Art. 7 des von der Regierung vorgelegten Unterrichts— gesetzentwurfes, welcher einen Ausgleich anbahnte, zurückgewiesen hatte, war die Regierung genöthigt, die bestehenden Gesetze in Anwendung zu bringen, da die Majorität des Landes Garantien gegen die Congregationen verlangte. Bocher(rechtes Centrum) tritt leidenschaftlich für die Rechte der Familienväter ein. Der Antrag Audiffret— Pasquier, die Petitionen gegen die Märzdecrete dem Ministerium zu überweisen, wird mit 143 gegen 127 Stimmen abgelehnt und sodann die einfache Tagesordnung angenommen. Großbritannien. London, 24. Juni. Unterhaus. Dilke erklärt auf Anfrage Otway's: Es liegt keine Meldung vor, daß Mukthar Pascha zum Oberbefehlshaber der türkischen Truppen in der europäischen Türkei ernannt sei. Die türkischen Truppen in Macedonien und Umgebung sind nicht 80,000 Mann stark.— Bradlaugh wird auf Northcote's Antrag in Frei— heit gesetzt.— Nach längerer Debatte wurde die Bill, betreffend die neuen Finanzvorschläge, ohne Abstimmung in zweiter Lesung angenommen. Im Laufe der Debatte wurde mehrseitig betont, es sei kein Grund vorhanden, Frankreich besser als andere Länder zu behandeln. England müsse für Zugeständnisse seinerseits Vortheile eintauschen. Gladstone erklaͤrt, er werde an den Grundsätzen seiner Vorschläge, betreffend die Weinzölle, festhalten. — 26. Juni. Das Ober-Haus verwarf in zweiter Lesung mit 101 gegen 90 Stimmen die Bill wegen Zulässigkeit der Verheirathung des Wittwers mit der Schwester der verstorbenen Frau.— Unterhaus. Forster beantragt die zweite Lesung der Bill, welche die Richter ermächtigt, den Pächtern, die wegen Nichtzahlung der Pacht ausgesetzt wurden, eine Entschädigung zu ge— währen, wenn es erwiesen, daß Nothstand der Grund der Zahlungsunfäahigkeit gewesen sei. Chaplin beantragt die Verwerfung der Bill, welche geeignet sei, die Grundlagen des Grund— besitzes zu erschüttern. Die Debatte wurde schließlich vertagt. In der Abendsitzung nahm das Haus mit 153 gegen 117 Stimmen den von der Regierung bekaͤmpften Antrag an, die Schankwirthschaften in England und Wales, so weit irgend möglich, Sonntags ganz zu schließen. — Der„Morning Post“ zufolge versprach Gladstone, falls Bradlaugh vorlaufig auf den Anspruch verzichte, seinen Sitz im Unterhause einzunehmen, Labouchere's Antrag zu unterstützen und die Annahme desselben als Vertrauens⸗ votum zu betrachten. Italien. Rom, 26. Juni. In der gestrigen Nachmittags-Sitzung der Kammer schleuderte Cordigliani, ein Schneider aus Viterbo, 25 Jahre alt, zwei Steine von der Galerie aus auf die Ministerbank ohne jedoch den einzigen anwesen⸗ den Minister Baccarini zu treffen. Der Unfug⸗ stifter wurde sofort verhaftet, derselbe gab als Veranlassung für sein Thun Haß gegen das Parlament an. Nach dem ersten Verhöre scheint es sich nicht um eine individuelle That zu hau— deln. Cordigliani erklärte dem Richter bis zum Abend Enthuͤllungen machen zu wollen. Seine Aussagen lauten widersprechend. Einige com— promittirende Briefe und ein Messer fanden sich bei demselben vor. Türkei. Constantinopel, 25. Juni. In einer Note vom gestrigen Tage beantwortet die Pforte den Montenegro betreffenden Theil der identischen Note der Signatarmächte; danach verlangt dieselbe Zeit zur Durchführung des Memorandums vom 14. April und spricht die Bereitwilligkeit aus, jeden andern Vorschlag anzunehmen, der geeignet sei, die obwaltenden Schwierigkeiten ohne Blutvergießen zu begleichen. — Pariser und Philippopeler Briefe der „Pol. Corr.“ signalisiren übereinstimmend die Eventualität, daß Aleko Pascha, welcher am Samstag nach Constantinopel reist, nicht mehr als General-Gouverneur Ostrumeliens nach Philippopel zurückkehren wird. Skutari, 25. Juni. Der britische Consul Green hat die Mission, die Albanesen zu beschwich— tigen, als gescheitert aufgegeben und kehrt nach Skutari zurück. Die Albanesen halten an dem Nationalitätsprincip fest und organisiren ihren Widerstand. Um die Abtretung Dulcignos zu verhindern, nehmen die Stämme wieder die Waffen auf. Serbien. Belgrad, 26. Juni. Der Fürst ist heute Nachmittag nach Wien abgereist. Griechenland. Athen. Man glaubt hier, die von der Conferenz tracirte Grenzlinie invol— vire die Theilung der zagoritischen Dörfer zwischen der Türkei und Griechenland. Das Littorale gegen— über Corfu verbleibe größtentheils der Türkei. Egypten. Kairo, 25. Juni. Die erste Nedaction des Liquidationsgesetzentwurfes dürfte in nächster Woche beendet werden. Bezüglich der schwebenden Schuld wurde beschlossen, daß diejenigen, welche ein Urtheil gegen die Regier— ung erwirkt haben, 12 pCt. bis zum 15. April 1880 erhalten, die übrigen Gläubiger 5 pCt. — Das Steigen des Nil hat begonnen.— Der König von Abessinien hat Frieden mit Egypten geschlossen. Amerika. Cincinnati, 24. Juni. Die demokratische Convention ernannte den General Hancock zum Candidaten der demokratischen Partei für das Unionspräsidium. Rio de Janeiro. Man meldet aus Buenos— Ayres, daß am 22. Juni zwischen National— truppen und Provinzialtruppen ein Zusammen— stoß stattfand, wobei letztere geschlagen worden. Ein Sturmversuch ersterer auf die Stadt wurde vereitelt.— Ferner vom 26. Juni: Aus Buenos— Ayres wird gemeldet, daß zwischen den National— truppen und den Provinzialtruppen ein Waffen— stillstand abgeschlossen und Friedensunterhand— lungen eröffnet seien. Aus Stadt und Land. k. Friedberg, 26. Juni. Gestern Vormittag stürzten 2 Arbeitspferde an der böoͤchsten Stelle der Mauer des Abladeplatzes der Eisensteine auf die Chaussee herunter, glücklicherweise obne Schaden zu nehmen. Es ist dies letztere für deren Besitzer zwar sehr angenehm aber um so wunderbarer, als hier die Mauer etwa 18 Fuß hoch ist. J. Friedberg, 28. Juni. Gestern fand das ange— kündigte Kirchenconcert unter außerordentlicher Betheilig⸗ ung des Publikums von Nah und Fern statt. Was das Fest zu einem ganz besonderen für uns Friedberger machte, das war die Anwesenheit S. K. Hoheit des Großherzogs bei demselben. ißer dem Großherzog beehrten uns noch mit ihrer Geger die Prinzessin Carl, der Erbgroß— herzog, die Prinzen Heinrich und Wilbelm. Im Gefolge befanden sich die Flügeladjutanten Major von Herff und von Zangen, der Gouverneur des Erbgroßherzogs und die Hofdame der Prinzeß Carl, Frln. von Schäffer⸗ Bernstein. Unsere geräumige Stadtkirche konnte die Menge der Zuhörer kaum fassen. Die Ansprache hielt Pfarrer Dr. Sell von Darmstadt. Gesungen wurde durchweg gut, am beßten jedenfalls von dem Frankfurter Verein. Bei späteren Festen des Kirchengesangvereins dürfte es sich aber empfehlen, das Programm etwas zu kürzen. Die vielen einzelnen kleineren Nummern wirkten zuletzt ermüdend. Nach dem Coneerte verließen die hohen und höchsten Herrschaften sofort wieder unsere Stadt, wäbrend die Sänger und Sängerinnen ein frohes Mahl im Hotel Trapp vereinigte. z. Reichelsheim. In der Nacht vom 23. auf den 24. Juni wurden auf der Staatsstraße von Reichelsheim bis Dorn-Assenheim ca. 70 junge Obstbäumchen von frevelhafter Hand abgeschnitten. Der Schaden ist auf über M. 250.— taxirt. Sofortige Untersuchung wurde eingeleitet und hat man bereits die Spur des Thäters. Gießen. Verzeichniß der Sitzungen des Schwur— gerichts der Provtnz Oberhessen vom 2. Quartal 1880. 1. Montag den 28. Juni, Vorm. 9 Uhr, gegen J. Crispenz von Wolf wegen Brandstlftung; Staatsanw.: Zimmer- mann; Verth.: Baist. 2. Montag den 28., Vorm. 10½ Uhr, gegen H. Essel und J. Brand von Lindheim wegen Raub; Staatsanw.: Jockel; Vecth.: Dr. Reatz. 3. Dienstag den 29., Vorm. 8 Uhr, gegen A. Spahn und dessen Ehefrau und F. Köhler II. von Freiensteinau wegen Bankerott und Beihülfe. Staatsanw.: Schober; Verth.: Dr. Muhl und Dr. Schwarz. 4. Mittwoch den 30., Vorm. 8 Uhr, gegen Ph. Hörpel II. Ehefrau und Ph. Hörpel II. von Groß-Buseck wegen Brandstiftung und Beihülfe. Staatsaw.: Jöckel; Verth.: Lauer. 5. Donners⸗ tag den 1. Juli, Vorm. 8 Uhr, gegen J. F. Reuters Wittwe von Nieder-Wöllstadt wegen Kindesmord; Staats anw.: Zimmermann; Verth.: Weidig. 6. Freitag den 2., Vorm. 8 Uhr, gegen H. L. Kraft von Angersbach wegen Körperverletzung mit tödtlichem Erfolg; Staatsanw.; Schober; Verth.: Hirschhorn. 7. Samstag den 3., Vorm. 8 Uhr gegen W. Henrich von Hainchen wegen Wider— stand; Staatsanw.: Zimmermann; Verth.: Dr. Eckstein. 8. Samstag den 3., Vorm 11 Uhr, gegen M. Weber von Udenhausen wegen Kindesmord; Staatsanw.: Schober; Verth.: Lauer. 9. Montag den 5., Vorm. 9 Uhr, gegen J. Roth von Köddingen wegen Todtschlag; Staatsanw.: Zimmermann; Verth.: Metz. 10. Dienstag den 6., Vorm. 8 Uhr, gegen J. Messerschmidt von Kleeberg wegen Brandstiftung und Diebstahl; Staatsanw.: Jockel; Verth.: Labroisse. Mainz, 25. Juni. Gestern begab sich ein hiesiger Schiffseigenthümer von Castel nach Amöneburg, als er plötzlich von vier Kerlen angefallen und niedergerissen wurde. Während zwei ihn festhielten, suchten die Anderen ihm Uhr und Portemonnaie zu entreißen. Der Ange— fallene, ein kräftiger Mann, setzte sich jedoch energisch zur Wehre und rief laut um Hülfe. Auf diese Rufe kamen denn auch zwei Pioniere herbei, bei deren An⸗ näherung die Räuber ohne ihren Zweck erreicht zu haben Fersengeld gaben. Der Schiffer ist jedoch so zugerichtet, daß er sich in ärztlicher Behandlung befindet. Gabsheim. In der Wohnstube des Schuhmachers Peter Hammer befindet sich auf einer gehenden und schlagenden Uhr ein Schwalbennest mit Jungen. Gewiß eine Seltenheit. Allerlei. Weinheim. In Betreff des Pollack'schen Raub— mordes wird noch gemeldet, daß auch eine Frau, welche die geraubte Uhr in Verwahrung hatte, in Schriesheim verhaftet wurde. Wie der„D. T. A.“ aus zuverlässiger Quelle erfahren, ist es keineswegs festgestellt, daß Peter Graf und Georg Wuͤrz von Schriesheim den Raubmord an Pollack verübt haben. Die beiden früher wegen dieses Verbrechens festgenommenen Handwerksburschen be finden sich immer noch in Haft. Tübingen, 22. Juni. Der des Schwestermordes angeklagte Jakob Mast aus Bondorf wurde heute vom Schwurgericht zum Tode verurtheilt. Verloosungen. Ansbach⸗Gunzenhauser E.⸗B. fl. 7⸗Loose von 1857. Gewinn-Ziehung vom 15. Juni 1880.— Heimzahlung am 15. Dee. 1880. Serie 1767 Nr. 19 fl. 14,000. S. 1206 Nr. 16 fl. 2000. S. 1206 Nr. 41 fl. 500. S. 22 Nr. 12, S. 3107 Nr. 26, S. 3880 Nr. 35, S. 4016 Nr. 21, S. 4653 Nr. 14 à fl. 100. S. 46 Nr. 34, S. 450 Nr. 21, S. 1699 Nr. 29, S. 1767 Nr. 20 25, S. 3883 Nr. 7, S. 3889 Nr. 7 32, S. 4016 Nr. 35, S. 4971 Nr. 26 à fl. 50. S. 46 Nr. 30 S. 450 Nr. 47, S. 497 Nr. 31, S. 629 Nr. 29, S. 738 Nr. 50, S. 759 Nr. 3, S. 1391 Nr. 21, S. 1435 Nr. 27 49, S. 1699 Nr. 22, S. 1767 Nr. 13 9 S. 2269 Nr. 30, S. 2898 Nr. 3, S. 3110 Nr. 12 S. 3339 Nr. 14, S. 3883 Nr. 50, S. 3889 Nr. 45, S. 4277 Nr. 13, S. 4452 Nr. 16 à fl. 30. S. 46 Nr. 6, S. 497 Nr. 5 6, S. 629 Nr. 6 12 35, S. 759 Nr. 1 19, S. 793 Nr. 3, S. 1391 Nr. 17 48, S. 1438 Nr. 42, S. 1699 Nr. 37, S. 2137 Nr. 45, S. 2734 Nr. 30, S. 2898 Nr. 8 17 43, S. 3063 Nr. 14, S. 3107 Nr. 39, S. 3110 Nr. 9, S. 3339 Nr. 10 27, S. 3883 Nr. 10, S. 3889 Nr. 29, S. 4383 Nr. 44, S. 4489 Nr. 46, S. 4611 Nr. 29, S. 4890 Nr. 29, S. 4971 Nr. 20 46 à fl. 20. Auf alle übrigen Nummer in den am 15. Mai 1880 gezogenen Serien: entfällt der geringste Gewinn von fl. 10. Stadt Mailand Fr. Serien⸗ und Gewinn 1866. 1880. 10-Loose Ziebung vom 16. von Juni Fabtim Nou hei satheim Musen! saldenbe hach⸗W Holzbau Abensta Kalchen Kirch- Nlein⸗ Nopper ungen Raiba Wade Meld Mun Muͤn Niede Niede Niede Niede Miede Niede Niede Ober Ober * 5— des 99 0 N 1 0 Ua dor She Heingahlung am 15. December 1880. Seren. Nr. 189 iche kon n Schiffe, Heimzahlung a December„Serien. Nr. pra ute die Wen! 397 2250 3130 7091. Gewinne: Serie 3130 Nr. 75 e che hielt Pfarre* 100,000. S. 2250 Nr. 13 Fr. 1000. S. 2250 1 5 wurde durchwen Nr. 71 Fr. 500. S. 2250 Nr. 18 23, S. 7091 Nr. 2 0 beute Veh 41 56 à Fr. 100. S. 189 Nr. 63 70, S. 997 Nr. 25 47, and gteins dünsten. S. 2250 Nr. 21 82, S. 3130 Nr. 24 26, S. 7091 etwas zu fie es Nr. 8 46 à Fr. 50. Serie 189 Nr. 43 51 68 78, mm zu fü lezen muten 15 S. 997 5 5 57, S. 2250 Nr. 50 60 72 93, S. 3130 n die h Nr. 18 56 86 90 93, S. 7091 Nr. 17 18 19 à Fr. 20. nen S da Auf alle übrigen in vorstehenden Serien enthaltenen und frohes Mahl in übrend ier nicht aufgeführten Nummern entfällt der geringste li otel 1 inn v 5 10 9 ewinn von Fr. 10. cht vom 29 a 0 auf d 7 i 5 a dae ben, Uebersicht der Todesfälle im Kreise Friedberg Der S an f von vom Jahre 1879. ö Unte 1 auf— 5 5 t Sen ber l 1 2 Zahl der 28 8 gun Taͤters. 8 Ver⸗ S== m J Dat an des 3 storbenen S E 8 8 N Kreises. 5 aegel. Todt⸗ mag 185 Ju S geburten. 8 3 8 Zimmer⸗ ag den 8. Irand von 10 Assenheim mit Wickstadt 950 20 24. Veith. Dr. 3, Bad⸗Nauheim 2483 62ͤ 24,9 ür, gegen 1. eh Bauernheim 1955 3 15. I. von Fteenseiran Beienheim e em 8 la 5 05 8 55 3 20. „4. Mittwoch den g Bönstadt 5 5 can ud Ju Dracenbrücen s 72. gen Drandfiiftung und Büdesheim 867 2 14. b. Lauer. ö. Donners- Burg ⸗Gräfenrode 469 0 gegen d Buß bach 2570 2 Abena Sue Dorheim 609 12 17. 9. ö. Fre, Dat. Dorn ⸗Assenheim 645 1 21. 9.(. Freitag den A., lwel 516 13 25 on Angersbach wegen Dortelweil 5 516 5. drfolg; gen Fauerbach b. Fr. 511 6 11,6. dine ben. dur, Foauerbach v. d. 9. 566 12 21. nuchm wegen Mie berg 4391 112 25, Len. br gef,(Here 1% d 0. 8 gegen N Wehn vn 1 927 55 218 5 5 Groß-Karben 921 15 staatsanw.: Schober? Sarbei 54 j 0 8 Harheim 864 16 18,5. 5 0 Huh, gen Zausen mit Oes 123 2 schlag; Satsang. Seldenbergen 1479 38 25,5 Nenstag den ö., Vorn, Hoch⸗Weisel 688 13. von Kleber weg Solzhausen 785 26 830,5. Staatsanw.: Jöckel, Ilbenstadt 857 19 22. 1 Taichen 520 11 20. egab sich ein hiesge' Sirch-Göns 616 15 24. Amöneburg, als er Ftlein⸗Karben ie 20 28. und niebergersssen Floppenheim 235 4 17. „sachten die Andern kangenhain mit Ziegenberg 482 21 20. treißen. Der Ange- Maibach 219 5 23. sch jedoch enerzish Nassenheim 302 4 13. ie. Auf dite Aae Melbach 454 5 11. bel, bei deren Au⸗ Münster 252 4 16. weck erreicht zu haben Münzenberg 889 1145 jedoch so zugerichtet, mieder-Erlenbach 735 11 15. g befindet. Mieder⸗Eschbach 626 8 12,5. lbe des Schuhmachers Mieder- Florstadt 1354. einer gehenden und Nieder-Mörlen 5 11 3 a Geiß mieder-Rosback 22. e nieder- Weisel 1289 38 0. — ö Nieder-Wöllstadt 9875 23 223,5 Ober⸗ 3 5 15 575 5 Ober ⸗Eschba 86 g z Pollack chen Raub Ober-Florstadt 251 4 16. uch eine Frau we t Sber- Mörlen 1860 32 17. hatt, in Ae Sber⸗ Rosbach 1265 70 g 2 A.“ aus zuverlässhe? Sber-Wöllstadt 712. fesgestell, daß Pan Ockstadt 113⁵ 21 18. 455 Raubmend Skarben 511 18 35. esheim 1 wegen 5. shofen 588 14 24 beiden früher weh Oppersk 8 50 sburschen b Sssenheim 287 1 14. Handwerks f 57 J 00 4 8. e e T wurde heute bohl-Göns 3683 85 e Reichelsheim 884 14 17. E Rendel 738 26 35. Zockenberg 1231 45 386,5. 1.„. len Rodheim F e 1800 5 5 5 13 23 0. 15 0 Schwa* 722 m 455 1767 N. 10 Södel 975 12 175 0. S. 1200 Na Staden 387 f 18,5 10 Nr. 28, 1 1 Stammheim 1 4 10 14„Steinfurth 9 7 50 ln 2 0 Trais⸗ Münzenberg 217 21* 5% Gilbel 3411 77 22. 5 8.1 Weckesheim 20 5 185 50 8, Wisselshei. 72 0 0 e% Aisferehein 810 15 18,5 901 N 2% 43 bn 5 613 19 31.1 55 767 Nr. ö Wohnba 60 9100 850 Gesammtzahl 58619 1300 22,½. 3860 110 8 0 Als mittleres, sezufagen normales Abgerbronetzfagen S. 40 Nr. 4 0 üner Bevölkerung 178 die Zahl Wie i bechr 5 die e uuf e. Wie ma g. 70 468 9 4 nuf 1000 Menschen im Jahr e en 5 in N HGesammtsterblichkeit des ganzen e e sehr nahe. Bedeutende Abweichungen von hemselben, welche sich bei einzelnen Gemeinden, de ö end von geringer Bedeutung für den Gesundheitszufee f za bei so geringen Einwohnerzahlen, wie die der* 88 ö Gemeinden, einzelne Vorkommnisse einen allzugroßen Aus⸗ N schlag geben; so würde beispielsweise in einer Gemeinde ö non 100 Seelen das Ereigniß von 3 Sterbefällen an Diphtheritis in einer Familie, welches in einer großen Gemeinde die allgemeine Sterbezahl gar nicht merklich verändern würde 300% 0 bedingen. Handel und Verkehr. Friedberg, 26. Juni. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.85—0.95, Eier 2 St. 11 Pf., 1 St. 6 Pf. Gießen. Auf dem am 22. und 23. d. Mis. abge⸗ haltenen Markt waren aufgetrieben: 6 Pferde, 1560 Stück Rindvieh und 573 Schweine. Bei dem Rindvieh blieben die Preise unverändert, während bei Schweinen sehr hohe Preise erzielt wurden. 5 i Gießen, 26. Juni. Wochenmarkt. Butter per Pfd. 80—85 Pf., Eier 1 Stück 5 Pf., 2 Stück 9 Pf., Käse per Stück 5— 11 Pf., Tauben das Paar 60—85 Pf., Hühner per Stück M. 0.80— 1.40, alte Hahnen per Stück M. 0.90— 1.30, junge Hahnen M. 0.— 0.00, Wälsche M. 8.—9, alte Enten per Stück M. 2., junge Enten M. 1.70, Kartoffeln per 100 Kilo M. 8.—9., Zwiebeln per Etr. M. 18.—20. Ochsenfleisch 68 Pf. per Pfund, Kuh- und Rindfleisch 50—56 Pf., Kalbfleisch 40—44 Pf Hammelfleisch 68 Pf., Schweinefleisch 60 Pf. per Pfd. 15— 20 Pf. Mainz, 26. Juni. Marktpreise. Kartoffel 100 Kilo M. 7.50—8., Heu 50 Kilo M. 3.25 3.80, Stroh 50 Kilo M. 2.30— 2.50, Butter 1 Pfd. 70—80 Pf., in Parthien 60—65 Pf., Eier/ Hundert M. 1.20 1.30, Handkäse 1. St. 5—7 Pf. 1 Hahn M. 1.20— 1.60, 1 Huhn M. 1.50 bis 2., 1 Ente M. 2.50—3., 1 junge Taube 30—40 Pf., 1 Gurke 15— 25 Pf., Blumenkohl 5060 Pf. 1 Gans M. 4.80— 5. Fruchtpreise. Weizen eff. M. 24.50 bis 25.50, Juli M. 23.10. Roggen eff. M. 20.50 bis 22., Juli M. 19.10. Hafer eff. M. 14.70— 16.20, Juli 15.60. Reps eff. M. 28.— 28.50. Rüböl eff. M. 28.50, Oct. 29.20.— Viehmarkt. Ochsen 1. Qual. M. 68., 2. Qual. M. 60., Kühe 1. Qual. M. 60., 2. Qual. M. 40.—50. Alles per 50 Kilo. Kälber das Pfd. 50 bis 65 Pf., Schweine das Pfd. 56—64 Pf. Marburg, 26. Juni. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. 80—90 Pf., Eier 8—10 Stück 40 Pf., Salat per Kopf 4—10 Pf., Käse per Stück 8— 10 Pf. Hahnen per Stück M. 1.50—2., Hühner das Stück M. 0.80—1., Tauben das Paar 7080 Pf. Kohlrabi per Stück 810 Pf., Grüne Erbsen 2 Liter 30— 35 Pf. Gurken per Stück 15— 25 Pf., Möhren per Pack 15 Pf., Kirschen per Pfd. 15—20 Pf., Rettig per Stuck 10—15 Pf. „ das enorme Sterbeverhältniß von Kirschen Bekanntmachung. Am 1. Juli d. 85 wird in dem, gegegenwärtig zum Landbestellbezirke des Postamts in Bußbach gehoͤrigen, im Kreise Friedberg im Großherzogthum Hessen be— legenen Orte Rockenberg eine Postagentur in Wirksamkeit treten. Als Landbestellbezirk werden der neuen Post— agentur der gegenwärtig zum Landbestellbezirke des Post⸗ amts in Butzbach gehörige Ort Oppershofen, sowie die Einzelniederlassungen Rainmühle, Klapper⸗ mühle und Nonnenmühle zugewiesen. Die neue Postagentur wird durch ein täglich zweimal cursirendes Privat⸗Personenfuhrwerk mit dem Postamt in Butzbach in Verbindung gesezt. Das Fuhrwerk erhält folgenden Gang: r aus Butzbach 585 Vorm., in Rockenberg 620„ aus Rockenberg 630„ in Butzbach 3 . aus Bußbach in Rockenberg 65 aus Rockenberg 610 in Butzbach 6⁵⁵ 5 Die Dienststunden für den Verkehr mit dem Publikum werden, wie folgt, festgesetzt: a. an den gewöhnlichen Wochentagen: von 8 bis 10 Uhr Vorm. und 73 6„ Nachm., an den Sonntagen und den nicht auf einen Sonntag fallenden sonstigen gesetzlichen Feiertagen: von 8 bis 9 Uhr Vorm. und R Darmstadt den 23. Juni 1880. Der Kaiserliche komm. Ober⸗Pestdireetor Hagemann. Literarisches. Daheim Nr. 38 enthält: Die Eichhofs.(Forts.) — Fähnrich von Buchenthal. Eine Erzählung nach dem Leben von E. v. Wald.— Zum 350 jährigen Gedächtniß des Augsburger Bekenntnisses. Von B. Rogge.— Ein Gefängniß der Neuzeit. II. Mit 4 Illustr.— Am Familientische: Ein tiefer Trunk.— Die Kinderpflege in den Soolbädern.— Die Pferde-Antilope.— Mit Illustr.— Rechtsrath.— Mit einer illustrirten Beilage: Der Auszug der Geharnischten in Torgau.— Umschau auf gewerblichem Gebiete. 5 Von der schon oft erwähnten Illustrirten Welt⸗ geschichte für das Volk von Otto von Corvin liegen bis jetzt die Lieferungen 36 bis 39 vor, welche die an Ereignissen wichtigster Art reiche Zeit Justinian's und seiner Nachfolger im Byzantinischen Reiche eingehend darstellen, ebenso die kulturhistorische Umgestaltung infolge der Völkerwanderung. Ferner wird das Leben Mohammed's, seine Zeitgenossen und die omejjadischen und abbasidischen Nachfolger des Propheten im morgenländischen Khalifat charakterisirt. Was von Seiten der Araber und Mauren Nachm., * „* b. in Kunst und Wissenschaft Bedeutendes geleistet worden ist, sowie deren Einfluͤsse auf die Kulturfortschritte Europas finden volle Würdigung.— Die 39. Lieferung enthält schließlich noch interressante Abschnitte über den Bilderstreit im Byzantinischen Reiche, über das Frän— kische Reich unter den bluttriefenden Merovingern, über byzantinische Kultur und Kunst zc. ꝛc. Geld⸗Cours. Frankfurt am 26. Juni 1880. 20 Frankenstücke M. 16 16—20 do. in ½„ 16 16—20 Englische Sovereigns.„ 20 43½ b. P. Russische Imperiales. 1 Ducaten. 5„ 9 51—55 al marco„ 9 58—63 Dollars in Gold 196 4 1921 Veräußerungs⸗Verbot. An Franz Staudt in Ober-Rosbach, gegen welchen das Coneursverfahren beantragt ist, wird hierdurch all- gemeines Veräußerungsverbot erlassen. Friedberg den 25. Juni 1880. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Süffert. Hohenstein, Hülfs⸗Gerichtsschreiber. 2259 Bekanntmachung. Mittwoch den 30. Juni l. J., Nachmittags 1 Uhr, soll die diesjährige Kirschen-Erndte in der Baumanlage am Schrenzer und an demselben Tage Nach— mittags 5 Uhr das Heugras auf der großen und kleinen Weide in Abtheilungen meistbietend versteigert werden. Buß bach am 24. Juni 1880. Großherzogliche Bürgermeisterei Butzbach. 2258 Küche l. 1 8. Ein Mädchen vom Lande, welches kochen, nähen, waschen und bügeln kann, wünscht mit einer Herrschaft auf Reisen zu gehen. Näheres bei der Exped. d. Anz. 2239 Herrenschneider auf Arbeiter-Röcke, Hosen und Westen finden fortwährend Beschäftigung in der Arbeitergarderobe und Hemden— fabrik von Karbe& Eichenberg, Frankfurt a. M. Nur persönliche Anmeldungen in unserem Comptoir, Zeil 28 und zwar Morgens zwischen 8—9 Uhr, werden derücksichtigt. ä 2169 Feinsten Apfel- Gelée, holl. Colonial- Syrup —Wulbelm Ferch H. v. Gimborn's Schreib⸗ und Copir⸗Tinten zeichnen sich durch lebhafte Farbe, große Flüssigkeit und schnelles Trocknen aus und liefern nach längerer Zeit scharfe, nie bleichende Copien. Lager in den diversen Sorten, sowie auch in rother Tinte, blauer Tinte, Stempelfarben, flüssigem Leim ꝛc., befinden sich bei den bekannten Schreibmaterialien⸗ Handlungen. 1806 In meine Buchhandlung suche ich einen Lehrling. der sogleich eintreten könnte. Carl Bindernagel. Stühle zu sehr billigen Preisen bei Aug. Franck, Friedberg. 162 . ˙ 12 5— 2 Ein tüchtiger Bäcker, welcher selbstständig arbeiten kann, kann am 5. Juli dieses Jahres Stelle erhalten. Bei wem? sagt die Expe⸗ dition des Anzeigers. 2260 Kinderwagen (ẽneuester bester Art), patentirt und von medicini⸗ schen Autoritäten bestens empfohlen, von 11 M. an bei Jos. Hoffmann. Am Bei Carl Bindernagel in Friedberg und Bad⸗ Nauheim ist vorräthig: Die neue Fleischbeschau-Ordnung. Die neue Instruction für Fleisch⸗ beschauer. 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Local-Nachrichten aus Hessen bringen wir durch unsere in allen Theilen des Landes thätigen Correspondenten so vollständig, wie Dies nur immer möglich und wenden wir denselben unsere größte Sorgfalt zu. Dem Feuilleton wird von uns ganz besondere Aufmerksamkeit gewidmet und haben wir den neuesten Roman des beliebten Autors „Schloß Wolfsburg“ erworben, mit dessen Abdruck wir bereits in einer der nächsten Nummern beginnen werden. Der Abonnementspreis beträgt für Darmstadt und Bessungen 2 M. 20 Pf., auswärts durch den Post— aufschlag 2 M. 75 Pf. Inserate finden bei der großen Auflage der„Neuen Hessischen Volksblätter“ die weiteste und wirksamste Verbreitung. Damit wir vollständige Exemplare liefern können und keine Unterbrechung in der Zusendung eintritt, ersuchen wir die geehrten Interessenten, das Abonnement bei der Post alsbald erneuern zu wollen. Bei Bestellungen, sowie überhaupt bei allen Zusendungen an uns bitten wir jedoch dringend, das Wort „Neue“ in der Adresse unseres Blattes nicht übersehen zu wollen, indem sonst beispielsweise keine Postsendung uns zugestellt wird. Darmstadt im Juni 1880. Die Expedition der„Neuen Hessischen Volksblätter“. D 8 0 Wöchentlich 2 bis 2½ Bogen.— Vierteljährlich 1 Mark 60 Pf.,* mithin der Bogen nur ca. 6 Pf. Mit vielen prachtvollen Illustrationen. Das dritte Qu artal dieses Jahrgangs wird außer der Fortsetzung von E. Werner's„Frühlings boten“ mehrere kleine Novellen bringen. Dem Bedürfniß der Belehrung wird durch Artikel aus allen Gebieten des Lebens und der Zeit in gewohnter Weise Rechnung getragen werden und dürften außer den numehr zum Abschluß kommenden Beleuchtungen Franz Mehring's„Zur Geschichte der Soeialdemokratie“ und einer Reihe anderer orientirender Besträge aus dem Bereiche der Zeitgeschichte, namentlich Johannes Scherr's historische Essays(zunächst„Die abenteuerliche Geschichte vom falschen Dmitry), Rudolf Gottschall's Kunst⸗ und Literatur⸗ bilder(u. a. Adolf Sonnenthal) und die so beliebten naturwissenschaftlichen Aufsätze Carus Sterne's sein, welche nach dieser Seite hin dem nächsten Quartal Glanz und Mannigfaltigkeit verleihen werden. 8 Die Verlagshandlung von Ernst Keil in Leipzig. Alle Postämter und die Buchhandlung von Carl Bindernagel in Friedberg nehmen Bestellungen an. Abonnements-Einladung. Mit dem 1. Juli beginnt ein neues Abonnement auf die „Mainzer Nachrichten.“ Gelesenstes Organ in Mainz und Umgegend. Der Abonnementspreis beträgt bei täglichem Erscheinen 1 M. 20 Pf. pro Quartal ohne Postbestellgeld — 1 n Nachrichten“, ungeachtet ihres reichen Inhaltes, das billigste aller dahier erscheinenden ges blätter. user Pragramm geht dahin, unsern Lesern ein möoͤglichst übersichtliches Bild der Tagesereignisse zu geben und zwar: 1) Durch eine kurze, von allem Partei-Raisonement freie Uebersicht der politischen Ereignisse an der Spitze unseres Blattes, sowie durch prompte Mittheilung der neuesten Depeschen; 2) durch vollständige und sorgsam redigirte Localchronik; 3) durch eine Rundschau uber die wichtigsten Tagesbegebenheiten in— Städten und Ortschaften der Umgebung; 4) durch regelmäßige Publikation sämmtlicher amtlichen Bekanntmach⸗ ungen, Standesbücher, Theaterberichte ze.; 5) durch einen Sprechsaal für gemeinnützige Angelegenheiten, Streit— fragen, Uebelstände ze. Diese Rubrik ist jeder Zeit für Wünsche, Anregungen und Beschwerden geöffnet sofern der Einsender der Redaction gegenüber für die Richtigkeit des Gesagten einsteht. Die Redaetion verde ö dem Einsender, der Oeffe b enuͤ ft fü 5* ntlichkeit gegenüber, die strengste Disere Außerde be U dalkungs⸗Bedürfniß nicht nur durch 1 5„Die. trengste Diseretion. Außerdem werden wir für das Unter⸗ gewähltes Feuilleton, be l 8 unte Fülle von vermischten Nachrichten sorgen, sondern auch durch ein * Wir Fof eton, 1 in spannenden Romanen und Erzählungen, sowie durch Aufsätze theils belehrender * 5 W hoffe uf ese Weise der»steflte 9 7 R 8* N 1 abr auf diese Weise der uns gestellten Aufgabe in jeder Beziehung bestens Rechnung zu tragen und unsern Lesern den äàußerst geringen Abonnementsbetrag vielfach aufzuwiegen i N 4 täglich an te, welche bei dem außergewöhnlich großen Leserkreis der„Mainzer Nachrichten“, welche zudem de glich an den an den belebtesten Straßen und Pla ädtischen A lagsäule f 0 e d Ple dtischen Anschlagsäulen angeheftet werden, die wirksamste Verb itzen errichteten st f erbreit den de U e 5 7 1 8 samste Verbreitung finden, werden die Sfach gespaltene Petit deren Raum mit nur 18 Pf. be⸗ echne d e röß Auf ör f n rechnet, un bei größeren Aufträgen oder öfterer Inserirung, entsp recht zahlreicher Betheiligung ergebenst einladen, bemerken wir, daß N 59 N 0 Inser 8 7—— 17 Annoncen Expeditionen Insertionsaufträge entgegennehmen. Im Pos eingetragen.. er Rabatt bewilligt. Indem wir zu stanstalten Bestellungen und alle soliden 8 ö gscatalog ist das Blatt unter Nr. 2685 NB. Neueintretende Abonnenten erhalten die N 1 eueintreten Abonnenten halten die Nummern bis End es Monats gegen Einsend e N Abonnementsquittung gratis. 9 des Monats gegen Einsendung der Mai„ Jun 8 2 2 l — Nalin; im Juni 1880. Die Redaction und Expedition der„Mainzer Nachrichten.“ 976 Das U 7 9 8 5 in großer Aus w zu G f 7 5 Jäckchen, Röckchen 9 este ene 10 Jäckchen, Röckchen dene e, Tapeten aste, Ven sten Gestrickte Kinderkleider, c abe Friedberg. H ind d ind Gamast ö 8 1 Fri 0 H. Bindewald. und Gama sowie Schlaber billigst bei K. Friedrich. Eibisch- oder Altheezucker, bestes Mittel bei Husten und Heiserkeit, von 12 Pfennig an in jedem Quantum zu haben bei 1879 Fried. Hilbrecht Wittwe. Ein ordentlicher Junge kann in die Lehre treten bei 2263 K. Faatz, Tapezier. 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