— 7 Donnerstag den 22. Januar. * M 10. 1880. e Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Areisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal per Woche und zwar Dienstags, Donnerstags und Samstags. Die einspaltige Petitzelle wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres⸗Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. ———— — — Amtlicher Theil. Bekanut ma chu n'g, betreffend die Prüfung der Bewerber um Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Militärdienst im Frühjahr 1880. Diejenigen jungen Leute, welche beabsichtigen sich der im nächsten Frühjahr statifindenden rubritirten Prüfung zu unterziehen, werden hier⸗ durch aufgefordert, ihre deßfallsigen Gesuche um Zulassung bei Meidung des Ausschlusses von dieser Prüfung spätestens bis zum 1. Februar 1880 lauf. Zu pos. b. wird noch besonders darauf hingewiesen, daß in dem Einwilligungsattest die Erklärung des Vaters oder Vormundes, in der Lage zu sein, den Freiwilligen während des einjährigen Dienstes unter- halten zu können, nicht fehlen darf und daß die Unterschrift des Vaters cage ö bei der unterzeichneten Prüfungs Commission einzureichen. Hinsichtlich der[oder Vormundes beglaubigt sein muß. ban Anbringung der Gesuche wird im Speziellen das Folgende bemerkt: 5) In dem Gesuche ist außerdem anzugeben, in welchen zwei frem⸗ prechmnden 1) Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs Commission den Sprachen(Französisch, Englisch, Lateinisch oder Griechisch) der sich Fuemneht: nur dann anzubringen, wenn der sich Meldende im Großherzogthum Hessen[Meldende geprüft sein will. : seinen dauernden Aufenthaltsort hat. 60) In bereits früßer ein Gesuch um Zulassun 5. . 5. f g zur Prüsung einge⸗ N 2) Die Zulassung zur Prüfung kann nicht vor vollendetem; i 5 1 5 Verein 17% Seeg lahr engen, reicht worden, so bleibt dem erneuten Gesuche nur ein Unbescholtenheits Uhr präcls, 1879. en. 3) Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein und ist hierzu ein Bogen in Actenformat(nicht Briefpapier) zu verwen- den. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adresse ange⸗ geben wird. 4) Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a. Geburtszeug⸗ zeugniß beizulegen. Ueber die Ansorderungen, welche an die zu Prüfen⸗ den gestellt werden, gibt die Prüfungsordnung(Anlage 2 zur Ersatzord⸗ nung— J. Theil der Wehr Ordnung vom 28. September 1875— Regierungsblatt Nr. 55 von 1875) Ausschluß. Bezüglich des Prüfungs⸗ tetmins, sowie des Locals, in welchem die Prüfung stattfindet, erfolgt weitere Bekanntmachung. Eine spezielle Ladung erfolgt nicht. 18 auf 8 31 niß; b. Einwilligungsattest des Vaters oder Vormundes mit der Erklär⸗ Ir Gesc ung über Bereitwilligkeit und Fähigkeit den Freiwilligen während einer Darmstadt 55 220 Dezeubet 1850. 2 3 uin 5 einjäbrigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten und zu verpflegen; Großherzogliche Prüfungs⸗Commission für einjährig Freiwillige. schrfflches e. ein Unbescholtenheitszeugniß, welches von der Polizeiobrigkeit oder der Der Vorsitzende. un ihnen im vorgesetzten Dienstbehörde auszustellen ist; d. einen selbstgeschriebenen Lebens⸗ Spamer. orden war. 5 rstanb. ö g Deutsches Reich. Endlich liege es nicht ferne, daß veränderte Güter Regierung bei der Herslellung eines geordneten e Darmstadt, 19. Jan. Der zweiten Kammer tarife auf allen deutschen Eisenbahnen(z. B. die Staatswesens zu unterstützen, wird wesentlich dazu 0 wurde ein die Errichtung einer stehenden Rhein⸗ Einführung einer zweiten Stückgutklasse) die Eisen- beitragen, den Wiederausbruch von Ruhestörungen * 0 brücke zwischen Mainz und Kasiel betreffender Ge- bahnrente ganz allgemein in Zukunft dauernd in dem Inselstaate zu verhindern. —— 8 Of. an die setzesentwurf vorgelegt, wonach die.— Gegenüber der Nachricht auswärtiger Blätter, Gef. a 4 ermächtigt wird, auf Staatskosten eine stehende Berlin, 19. Jan. Abgeordnetenhaus. Ersie daß der Herzog von Cumberland die letzten von W Brücke über den Rhein zwischen Mainz und Kastel Berathung des Gesetzentwurfs, betreffend die Er— Preußen bezüglich der bannoverischen Frage ge⸗ 5 auszuführen und zur Aueführung dieses Bauwerkes werbung der Rheinischen und der Berlin Potsdam machten Propositionen nicht anzunehmen beabsich⸗ I. 3,600,000 Mark zu 4% aufzunehmen. Magdeburger Eisenbahn. Die Vorlage wird der tige, hat die„N. A. Z.“ auf Grund amtlicher Reuß— Der Finanzausschuß der zweiten Kammer Eisen bahn Commission überwiesen. Der zweite Informationen die Gewißheit, daß dem Herzog 11 bat sich in seiner Mojorität nunmehr für den Nachtrags Etat(Mehrbewilligungen zu Polizei ⸗ von Cumberland gar keine Propositionen gemacht 235 Verkauf der Main⸗Weserbahn an Preußen aus- zwecken) wird der Budgetcommission überwiesen. worden sind oder zu machen beabsichtigt werden. gefühlen gesprochen, indem die Abgeordneten Schröder und Es folgt nunmehr die Fortsetzung der zweiten Wenn der König von Dänemark in wohlwollender Steh, Theobald, welche der früheren den Verkauf ver⸗ Berathung des Staats haushaltsetats. Titel 1 der Absicht vielleicht versucht haben sollte, seinen erne Herren⸗ zu- außerge⸗ le Otossiten⸗ ö hester. derben en, ell, größere keit, 1 Eisenwaare 70 * werfenden Majorität angehörten, nunmehr dem auf Zustimmung zu dem Verkaufe gerichteten An- trag beigetreten sind. Diese beiden Abgeordneten sind zwar nach wie vor der Ansicht, daß der an- gebotene Kauspreis ein dem Sachwerthe nicht ent⸗ sprechender ist und daß jedenfalls Preußen, wenn 1 es erst alleiniger Eigenthümer der Main Weserbayn sein wird, dauernd eine gute Rente daraus ziehen wird. Dies schließe aber nicht aus, daß, nach⸗ dem der preußische Staat fast alle großen und für den Verkehr wichtigen Bahnlinien innerhalb seiner Machisphäre gekauft hat oder in Kürze er⸗ werben wird, er mit seiner Eisenbahnpolitik die finanziellen Interessen der Main Weserbahn, so lange Hessen ein werihvolles Miteigenthum daran hat, schwer schädigt. Hinzu trete, daß die im Bau begriffene Bahnstrecke Hanau- Friedberg mög- licher Weise ihre Fortsetzung nach Wetzlar finde, womit die Strecke Friedberg Frankfurt wesentlich in ihren Einnahmen geschädigt wäre, während Preußen als alleiniger Eigenthümer aller dieser Linien den Ausfall auf der einen Seite durch Mehreinnahmen auf der anderen Seite ausge glichen sehe. Weiter werde die Errichtung des Ceentralbahnhofs in Frankfurt a. M., für welche die Betheiligung der Main⸗Weserbahn von der Groß: * 1 1 1 115 herzoglichen Regierung bereiis gebilligt sei, resp. die Verzinsung des dafür aufzuwendenden Baukapitals die Gesammtrente der Main⸗Weserbahn voraus- sichtlich auf lange Zeit nicht unbedeutend mindern. Ausgaben des Justiz-Etats wird genehmigt.— 20. Jan. Der Gesetzentwurf, betr. die Kreis- vertretung von Lauenburg, wird in dritter Lesung ohne Debatte genehmigt. Bei der dritten Berath⸗ ung des Gesetzentwurfs, betr. die Bestreitung der Kosten für die Bedürfnisse der Kirchengemeinden des linken Rheinufers, entspinnt sich eine lange Debatte über die sog. Glockenfrage im§. 4, und wird beschlossen, daß der Oberpräsident die ein⸗ zelnen Fälle der Benutzung nach Anhörung der kirchlichen Ober Behörden festsetzen soll. Die übrigen Paragraphen werden ohne Debatte in der Fassung der zweiten Lesung genehmigt. Der Gesetzentwurf, betr. die vagirenden und Gast Gemeinden Schlesiens, wird in dritter Lesung ohne Debatte genebmigt. Es folgt hierauf die dritte Lesung der oberschlesischen Nothstandsvor⸗ lage und wird der Entwurf unter Ablehnung verschiedener Amendements unverändert nach den Beschlüssen der zweiten Lesung genehmigt. — Der„Reichsanzeiger“ schreibt: Nach einer telegraphischen Meldung des Generalconsuls Zembsch aus Apia vom 29. Dezember, ist nach freund- schaftlicher Vermittelung der König Malietoa von ganz Samoa anerkannt worden. Damit hat der Streit zwischen den beiden Regierungs parteien seine Endschaft erreicht. Das inmittelst zwischen Deutsch⸗ land, England und der amerikanischen Union er- folgte Uebereinkommen, den König Malietoa amt lich anzuerkennen und durch ihre Vertreter seine Schwiegersohn zu einer weniger schroffen Haltung zu bewegen als der Herzog nach dem Tode seines Vaters angenommen, so wäre dies wesentlich der Ausdruck der friedliebenden vermittelnden Gesinn⸗ ung dieses Monarchen. Die Regierung hat hier⸗ über keine Kenntniß, würde auch, wenn um ihre Meinung gefragt, ihre Ueberzeugung dahin aus⸗ gesprochen haben, daß Friedensvorschläge beim Herzog von Cumberland kein Entgegenkommen zu erwarten haben; dazu hat der Herzog zu viel Rathgeber um sich, deren Interessen mit dem Prä⸗ tendententhum untrennbar verbunden find, deren Lebensstellung mit der Aufgabe desselben ohne Aussicht auf Ersatz hinfällig würde. — Die Einigung Badens mit der Curie über das Culturexamen bestärkt die Hoffnung unserer Kirchenkreise auf baldige Herstellung des Friedens mit Rom. — Das Reichsschatzamt veranschlagt das Plus der Einnahmen an Zöllen, Verbrauchssteuern und Aversen für das nächste Etatsjahr auf 55,498,110 M. Der nächstjährige Reichs- In validenfonds veran⸗ schlagt in Ausgabe 32,098,512 M., in Einnahme 23,826,223 M., deshalb ist 8,272,289 M. Capital⸗ Zuschuß erforderlich. Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 18. Jan. Die ungarische Delegation votirte in ihrer heutigen Plenarsitzung das Marinebudget nach den Aus- schußanträgen und genehmigte einstimmig den Nach- 0 1 e tragscredit von 636,000 fl. für Repatriirung der bosnischen Flüchtlinge, nachdem die Regierung er klärt hatte, unter diesem Titel keine weiteren Summen zu verlangen. Der Regierungsvertreter legte gleichzeitig einen Ausweis über die in der Staatskasse befindlichen gemeinsamen Activen vor. — 19. Jan. Die vereinigten Ausschüsse der ungarischen Delegation beriethen heute über das außerordentliche Erforderniß für Bosnien und die Herzegowina und wird der Voranschlag in der Generaldebatte und in der Spezialdebatte ange⸗ nommen. Pest, 19. Jan. Die Ruhe ist vollständig hergestellt. Der Landescommandirende General, Edels heim erklärt in den Blättern, seitens des Militärs sei nur auf den Kutscher Hajnal ge⸗ schossen worden, welcher einen Soldaten getödtet und drei mit der Peitsche geschlagen habe. Frankreich. Paris, 18. Jan. Der Herzog von Grammont, Minister des Auswärtigen im Jahr 1870, ist gestorben. — 20. Jan. Jules Favre ist diese Nacht gestorben.— Gambetta hat wegen eines Hals- übels den Vorsitz in der Kammer heute nicht ge- führt. Justizminister Cazot brachte in der Kammer den Gesetzentwurf betreffend die Reform des Richter- standes ein. Ferry legte Entwürfe vor, durch welche der Primärunterricht als obligatorischer und als Laien Unterricht etablirt wird. Die äußerste Linke beschloß, einen Antrag auf Erlaß einer all⸗ gemeinen Aanestie einzubringen. Großbritannien. London. Ein Rund⸗ schreiben des Schatzkanzlers Northcote ersucht seine Parteifreunde, der Parlaments Eröffnung beizu⸗ wohnen, weil unverzüglich wichtige Angelegenheiten zur Berathung kommen. Türkei. Constantinopel, 19. Januar. Man hat Grund anzunehmen, daß Savpfet Pascha, der mit dem Sultan eine lange Besprechung hatte, wieder an die Spitze eines neuen Cabinets treten dürfte. Neckarsulm und Heilbronn, geväudes. öffentlichung der Tbatsache daß sämmtliche Personen von Friedberg, resp. dort wohnbaft find. 2. Dauernheim, 20. Jin. Ein Rädchen von Freienseen batte mit einem Knecht, welcher in Gettenau diente, ein Verhältniß; beide halten heute bier eine Zu⸗ sammenkunft. Das Mädchen begleitete beim Abschied den Zurschen bis vor den Wald, wo sie von demselben er— stochen wurde; sie lebte noch kurze Zeit und konnie dem vorüberkommenden Posiboten den Mörder nennen. Der Toäier soll bereits eingezogen sein und den Mord einge⸗ tanden haben. Als Grund der That habe er angegeben, daß er ein Verhältniß mit einem anderen Mädchen habe und die Ermordete habe los sein wollen. 1. Reichels beim. Die Nachricht, daß ein hiesiges Mäochen sich selbst ernänkt habe, beruht auf der Toatsache, daß dasselbe beim Wasserholen ausglitt und ehe Hülse gerzu kommen konnte, leider ertrank. Mainz, 20. Jin. Die starke Kälte der verflossenen Nacht hal uns heute wieder sehr ansebnliches Eis gebracht, Rhein und Main waren beute Vormittag mit solch riesigen treibenden Eisflächen(in Folge des sehr niedeten Wasserstanbdes) bedeckt, wie man sie selten sieht; daß bei anhaltender Witterung der Rhein bei uns wieder zum Stehen kommt, ist daher ohne Zweifel. Heute Vormittag traf die Nachricht bier ein, daß sich dae Roeineis zwischen Aßmannshausen und St. Goar bereits gestellt habe, auch das Maineis muß sich oberhalb der Mündung schon fest— gestelll baben, denn seit heute Mittag 12 Uhr treibt kein Maineis mehr an der Stadt vorüber. Allerlei. Frankfurt, 19. Iin. Verflossene Nacht fand in der Schnurgasse eine großartige Schlägerei stait, bei welcher das Messer eine Rolle spielte. Ein junger Mann, welcher einen Stich erhielt, wurde auf die Constablerwache gebracht und starb dort an der Verwundung, ehe man ihn noch verbinden konnte. e. Mannheim. Hier wird vom 15. Juli bis 3. October d. J. eine gewerbliche und landwerthschaftliche Ausstellung des Pfalzgaues flatistnden. Das Ausstellungs— gebiet umfaßt von dem Groß zerzogibum Baden die Kreise Mannheim, Heidelberg, Mosbach, Karlstuhe und Baden, von dem Königreich Baiern die Rheinpfalz, von dem Königreich Württemberg die Oberämter Mergentheim, von dem Großberzogthum Hessen die Kreise Worms und Bensheim. Von Seilen des Comi és war ein Concurrenzausschreiben ergangen für Nachdem nun auch die anderweitigen Vorbe ⸗ reitungen zur Operation getroffen und der Patient chloroformirt worden war, schnitt Dr. Hirschberg einen halbkreisförmigen Lappen aus der die Wunde umgebenden Bindehaut des Auges heraus. Nach- dem dieser Lappen von einem Assistenten mit einer Pincette gefaßt und in die Höhe gezogen war, senkte der Operateur neben der Pincette ein Staar⸗ messer in die Tiefe des Auges und machte mit langsamen, sägenförmigen Zügen einen Schnitt von 4 Millimeter Länge durch den ganzen Aug apfel hindurch. Nun wurde von der Seite ein sanfter Druck auf den Wundrand ausgeübt, in der Hoffnung, der Fremdkörper würde durch seine eigene Schwere schon heraustreten. Dies ereignete sich nun nicht. Hierauf wurde das feine schnabel⸗ förmige Ende des Elektromagneten durch die Wunde in das Augeninnere eingeführt und dann lang- sam zurückgezogen. Der Fremdkörper folgte nicht. Nun wurde der Schnitt noch verlängert, so daß die Operationswunde jetzt eine Länge von 7—8 Mm. hatte und der Magnet von Neuem in das Auge eingeführt. Beim vorsichtigen Zurückziehen des Magneten sah man, daß an demselben ein schwa zer Metallsplitter hing und ohne Weiteres Einsendung von Plänen zur Erbauung des Ausstellungs⸗ Von 6 eingegangenen Plänen wurde derjenige des hiesigen talentvollen Architekten Manchot mit dem ersien Preis von M. 800. gekrönt. Manchot ist der Sohn — Ein Rundschreiben der Pforte an ihre Ver- eines geborenen Friedvergers, des späteren Decans Manchot treter im Auslande vom 19. an. ie ig in Offenbach, und dürfte deßhalb diese Nachricht viele ee n Korn W. 20., Gerste N 17.75, Hafer W. 14.—15. dem letzten Memorandum Montenegros angeführten Behauptungen zu entkräften und unterzieht das Verbalten Montenegros einer Kritik. Griechenland. Athen, 20. Jan. Die Kammer hat ihre Sitzungen heute wieder aufge— nommen.— An Stelle Carapulos ist Balsamac zum Justizminister ernannt. Die übrigen Minister bleiben. Die Politik des Cabinets bleibt unverändert. Amerika New Jork, 18. Jan. Die republikanische Legtalatur von Maine trat auf Grund der ihr günstigen Entscheidung des Ober— gerichtes zusammen und wählte den Republikaner Davies zum Gouverneur; derselbe leistete sofort den Eid, worauf auch die übrigen Beamten des Staates gewählt wurden. General Chamberlain erkannte die Autorität des Gouverneurs Davies als legal an. Einige Fusionisten schlossen sich der republikanischen Legislatur an. — 20. Jan. Die Fusionisten in Maine scheinen nicht geneigt zu sein, sich der Entscheidung des Obergerichts zu unterwerfen. Als denselben gestern der Eintritt in die Legislatur verweigert wurde, hielten sie auf dem Platze hinter dem Legislatur gebäude ein Meeting im Freien ab und vertagten dasselbe schließlich auf heute. Die Fustonisten mietheten in der Stadt einen Saal, welcher als Hauplquatier für die Legislatur und Executive derselben dienen soll. Sie boffen, der Bundes Congreß werde die Gültigkeit der fustonistischen Organisation anerkennen und sie erklären, abge⸗ sehen von der Staatecasse, hinreichend Geldmittel zu besitzen, um die Staatsausgaben, einschließlich der Besoldungen der Beamten, den Winter hin- durch zu bestreiten. Wasbington, 19. Jan. James Russell Lowell ist zum Gesandten in London, John Foster zum Gesandten in Petersburg und Lucius Fair- schild zum Gesandten in Madrid ernannt. 5 Stadt und Land. b. stadt. Maine Jonen gemachte Miltheilung bezüglich der Wilderei in den Franck Ae c 5 Riner'schen Waldungen könnte bei Foren Lesern die falsche Meinung hervoctusen, als ob die betreffenden Wilderer hiesige Einwohner seien. ———— 2— Ich bitte also ferner um Ver-! Ihrer Leser interessiren. Eine sehr seltene, hochinteressante Augenoperation ist vor Kurzem von dem Privatdocenten Dr. J.“ Hirschberg in seiner Klinik mit glänzendem Erfolge ausgeführt und Gegenstand eines Vor— trages in der Berliner medicinischen Gesellschaft geworden. Am 11. September v. J., Morgens 8 Uhr, stand der 16jährige Eduard K. in Putt⸗ liz vor dem Ambos und war mit seinem Vater mit Schmieden beschäftigt, als er ganz plötzlich eine Verletzung des rechten Auges und Sebstörung desselben verspürte. Der zunächst aufgesuchte Arzt schickte ihn schleunigst zu Dr. J. Hirschberg in Berlin. Am Nachmittage desselben Tages wurde das verletzte Auge mit dem Augenspiegel unter- sucht und eine 2½ Millimeter lange und bis in den Glaskörper hineinreichende tiefe Wunde constatirt. Natürlich konnte man nicht daran zweifeln, daß diese Wunde von einem in den Augapfel einge— drungenen Fremdkörper herrühre, der sich vor— läufig noch dem untersuchenden Blicke entzog. Der Patient wurde sofort verbunden und in einem dunklen Zimmer zu Bett gebracht. An demselben Abend noch nahm Dr. Hirschberg eine zweite ein gehendere Untersuchung vor und sah hinter der Linse im unteren Theile des Glaskörpers ein großes Eisenstück von schwarzer, unregelmäßiger, scharf⸗ kantiger Beschaffenheit liegen. Am darauffolgenden Morgen wurde noch derselbe Zustand festgestellt und nun sofort zur Operation geschritten. Zu nächst ließ Dr. Hirschberg seinen Elektromagneten berrichten, den er schon seit längerer Zeit bei seinen Vorlesungen und Operationsübungen an lebenden Kaninchen benutzt. Es ist ein gewöhnliches Zink— Kohle-Element, von dem zwei Drähte zu der Spirale geben. Dieselbe ist um einen hoblen Eisenkern gewunden, der in die beiden spitzen Pol enden übergeht, welche in das Auge eingeführt werden sollen. Dieser Elektromagnet vermag einen kleinen Eisenschlüssel bequem zu tragen und Eisen— feilspäne, die erfahrungsgemäß hauptsächlich in Betracht kommen, aus der Entfernung von etwa 2—4 Millimeter anzuziehen. dem Magneten aus dem Innern der Wunde heraus folgte. Nachdem dies glücklich geschehen, wurde die Wunde im Augapfel wieder vernäht. Die Operation war damit beendet und nur noch der zweckentsprechende Berband anzulegen. Der Eisen- splitter war 3Z Mm. lang, 2 Mm. breit und fast 1 Mm. dick, von schwarzer Farbe, mit scharfen unregelmäßigen Rändern, ohne Spur von Rost. Sein Gewicht betrug 20 Milligramm. Die Heilung erfolgte ohne jede entzündliche Ecscheinung. Schon nach einigen Tagen konnte das operirte Auge von einer Taschenuhr die Zeit sicher ablesen. Nach vier Wochen wurde der Patient geheilt und mit vollständig wiedererlangter Seh- kraft aus der Klinik entlassen. Handel und Verkehr. Friedberg, 20. Jan. Fruchtbericht. Weizen M 23.25, Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund. Friedberg 21. Jan. Wochenmarkt. Butter kosteie per Pfund M. 75 80 Pf., Eier per Stück 7—8 Pf. Gießen, 20. Jan. Wochenmarkt. Butter per Pfund M. 0.90— 1.5, Eier per Stück 7—8 Pf., Käse per Stück 4—9 Pf., Tauben das Paar 90 Pf., Hühner per Stück M. 1.20—0.00, Hähnen per Stück M. 1.50—0.00, Enten per Stück M. 2.—0.00., Kartoffeln per 100 Kilo M. 5.—8., Zwiebeln per Centner M. 10, Ochsenfleisch per Pfd. 68 Pf., Kuh- und Rindfleisch 48—56 Pf., Kalb fleisch 40 bis 50 Pf., Hammelfleisch 50—60 Pf., Schweinefleisch 60 Pf. SN 17. Jan. Auf heutigem Wochenmarkt kostete der Centner Weizen M. 11.56, Korn M. 9.59, Gerste M. 8., Hafer M. 6.36, Erbsen M. 10. Frankfurt, 19. Jan Viehmarkt. Angetrieben waren circa 400 Ochsen, 220 Kühe und Rinder, 250 Kälber und 200 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. M. 68.—70., 2. Qual. M. 63.—66., Kühe und Rinder 1. Qual M. 54.—56., 2. Qual. M. 47.—48., Kälber 1. Qua. M. 54- 56., 2. Qual. M. 44.—50., Hämmel und Schafe 1. Qual. M. 50.—55., 2 Qiual. M. 40.— 45. per 100 Pfd. Schlachtgewicht. Schweine 57 Pf. per Pfund. Frankfurt, 19 Jan. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 43., Nr. 2 M. 41., Nr. 3 M. 35., Nr. 4 M. 31., Nr. 5 M. 25 Roggenmehl/(Berliner Marke) M. 28.50, do. 1.(Berliner Marke) M. 27., do 2.(Berliner Marke) M. 20—21., Weizen, effectiv hiesiger ab Bahnbof hier M 24.25, ab unserer Umgegend M. 23.50— 24., do. fremder je nach Qual. M. 23.75— 24.50, Roggen je nach Qual. M. 18.50— 20., Gerste M. 17.— 21., Hafer M. 13.— 15.50, Kohlsamen M. 27.— 28., Erbsen M. 19.—27., Wicken M 16—17., Linsen M. 20.—40., Bohnen, weiße, M. 23.—25., Rüböl, detail, M. 65. Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zoll⸗ gewicht= 100 Kilo. D. Frankfurt a. M., 20. Jan. Die Böcse stand heute unter verschiedenen ungünuigen Einflüssen. Zuvör⸗ derst gaben die Rede des Abgeordneten Richter in Be⸗ iteff der Verstaallichung der Rhemischen und der Berlin⸗ Polsdamer Bahn und dessen Auslassungen gegen die Börse, Veranlassung zur Verflimmung. Auch die Erklärung des Minisiers Maybach, daß vorerst in der Verstaatlichungs⸗ Action Halt gemacht werde, war geeignet die Hausseposi⸗ lionen etwas zu erschüttern. Außerdem war es noch eine Londoner Depesche, nach welcher der Schatzkanzler Nor ih⸗ cote seine Parteifreunde einladet, zur Eröffnung des Par— laments pünktlich zu erscheinen, da sogleich wichtige Be— rathungen staltfänden, die die bereils vorhandene Neigung zum Veiknufen weiter anregte. Die Course der leitenden Werthe erlitten gegen gestern Abend meist Einhißen. Gegen Schluß war wieder eine kleine Besserung bemkkklich. 15 — 228 1 schlebe! gecern 759 N, Oilett 55 S5 ien flu! Einwi aneilk Bunker bebauf discon * Die 27¹ 189 beisur ulel schöne fich de keisten 19 blen daß d wohl beftie 12 glaub der s 75 9 N. e. den Jor 8 f der bande, Das Geschäft bingegen blieb während der ganzen Bböese Hirs lent schlepbend und ohne sondersiche Bedeutung. Crebitactien, di ober gdeßern 260¾8, bewegten si h zwischen 2598/8, 2585 und e Wunde 259 ½¼ Saas nunactien, gesteen 234½ zwuchen 233½ 8. Nach. 232½ und 23358 Lom irden zem ich sest 4 73½. mit ti Deuerr. Babnen eber schwä her. E bthal war allein leb. ogen er hafter gefragt und höher. Deutliche Bignen ziemlich fest. l Schlest che nichgevend auf die Nichricht, daß zwichen ver ein Star. schi⸗denen österr. Gesell'chiften ein Cictelloettrag abge- nachte nit schlossen wo den sei, von welchem min eine nichtheilige 1 Schni Einwurkung auf genannte Baonstrecken erwartet. Von in mitt amerikinischen Pio itäen Osw Jo gesucht und böder. 0 Aug⸗.. fest. Meininger etwis besser. Ausländische Fonds Sue ein behauptet. Loos wenig verändert. Wechsel fest. Privat⸗ 1 in der disconso 3½ pet. Die Pianoforte⸗Fabrik von Th. Weidenslaufer, e schabel. 271 Berlin. die Wu 0 Die in den letzten Jahren als hervorragend in ihren 1 unde geistungen bek innt gewordene Pianofabtik Th. Weidens- un lang laufer, Berlin, bat bereits anderthalb Tausend ihrer olgte nicht. schönen Planinos über ganz Deutschland verbreitet und f so daß sich damit einen Ruf erworben, der denjenigen anderer von 7—8 ersten Firmen gleichkommt. 555 Die große Agazahl von Attesten und ebrenden An⸗ 5 in das erkennungen über ihre Lieferungen beweist wohl am besten, urückziehen daß das Fabrikat auf der Höhe der Zeit steht und so— wohl den Fachmann als den tüchtigen Musiker überaus halten! Die Fabrik liefert jedes ihrer Instrumente fracht⸗ Salzungen, 1878. Ich konstatire gern, daß ich mit Vergnügen das Pianino kennen lernte, welches Herr Amtsassistent Pfändtner hier aus Ihrer Fabrik erhielt. Dasselbe ist in jeder Beziehung preiswürdig zu nennen. B. Müller, Kirchenmustk⸗Direetor. Die Fabrikation von guten Instrumenten verlangt bedeutende Vorkenntnisse in der Pbystk, Akustik, Mechanik und Mathematik, sowie eine tüchtige, durch langjährige Erfahrung erlangte Geschicklichkeit. Viele Fabrikanten, welche Claviere bauen, und meistens solche in kleineren Städten, sind wissenschaftlich nicht so ausgerüstet, um den gerechten Ansprüchen unserer Zeit nachkommen zu konnen. Ihre Tonwerkzeuge sind daher roh und unvollkommen, haben einen schreienden, lauten, oder einen hoͤlzernen Ton, der jedes mustkalische Ohr beleidigen muß. Die Instrumente der oben genannten Fabrik dagegen zeichnen sich durch Weichheit im Ton, große Klangfülle und elastische Spielart aus. Der Stolz dieser Firma besteht darin, daß keines ihrer Instrumente existire, dem man diese guten Eigenschaften nicht nachrühmen könnte. Es erscheint als ein Wagniß besonderer Art, wenn man liest, daß diese Fabrik an jeden Kauflusttgen eine kostenfreie Probesendung macht und daß sie nicht eonvenirende In⸗ strumente auf ihre Kosten zurücknimmt. Welches eigene Vertrauen zu sich selbst und zu der Arbeit liegt in dieser Bedingung und welche Erfahrungen müssen vorangegangen sein, um eine solche Bedingung dauernd aufrecht zu er⸗ frei bis zur letzten Eisenbahnstation, sie bewilligt bei gehen so weit, daß selbst der unbemittelste Musikbedürf⸗ tige bei monatlicher Zahlung von 20 Mark ohne jede Anzahlung ein schönes Instrument erwerben kann. Geld⸗Cours. Frankfurt am 20. Januar 1880. 20 ⸗Frankenstücke 3 M. 16 12—16 do. In% Englische Sovereigns.„ 20 27—31 Russische Impertales„60 o„ 9 51—55 Fe 9 56—61 Dollars in Gold 4 17—20 Gedenket der pögel im Jhnee! Verwahrt das Feuer und das Licht! Herr Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln hat uns den Debit des allein üchten Cölnischen Wassers übertragen und empfehlen wir dasselbe befriedigt. Baarzahlung 10% Rabatt von ihren bescheidenen Preis- per Glas zu M. 1.50, 5 Ute fi haben hier ein Zeugniß zur Hand von elner notirungen(570— 1230 Mark) und gewährt bei nicht„ 2 Dutzend„„ 850, ade hraue⸗ glaubbaften Person das wir gern im Interesse der Firma gleicher Bezahlung die leichtesten monatlichen oder viertel⸗„Dutzend„„ 16,75. hen, w ö der Oeff ntlichkeit übergeben. jährlichen Abzablungsformen. Die Zahblungsbedingu gen Die Expedition des Anzeigers i de ff. na. Die 4 5 5 f Auff Main ⸗W̃᷑ Bal amaica-Rum, Batavia ⸗Arrae 1 boch ber Oeffentliche Aufforderung. ain⸗Weser⸗Bahn. 5 78, Der Eisen⸗ J n 227 Die Friedrich Schmidts Ebeleute zu Ober- eit und fat 0 Florstadt haben unterm 30. October 1869 der Schrauten⸗ bach'schen Stiftung zu Friedberg für ein Darlehen von ni schu 1800 Gulden die nochstebenden Parzellen: von Rof. Flur l. Nr. 50. 50a. 51. 252. 329. 408. 420. 628. mm. Die II. 189. III 243. IV 323. 444. V. 416. scheinung. 515. VI. b. 377(Gemarkung Over Florstadt) verpfändet. Das Darlehen ist bescheinigtermaßen zurück⸗ bezahlt, die Hyvothekurkunde aber verloren gegangen. Auf Antrag werden nun Alle, welche an genannte HBypotbekurkunde Ansprüche erheben zu können vermeinen, as opefirte het ablesen. geheilt und ter Seh⸗ aufgefordert, binnen drei Monate biese bei unterzeichnetem eh 9 e bi N Gericht geltend zu machen, widrigenfalls die Hypothek für erloschen erkklärt und der Eintrag im Hypo s heken⸗ buch gelöscht wird. 5 Fri dberg den 9. Januar 1880. f en M 23.25, eee 5 0 Friedberg. N. 14.—15. ellheim. ) Zollpfund. ecker, Huta toe Gerichtssch eiber. 1-8 N. 0 ter per Pfund l 3 ft 1 Holzversteigerung. ner per Sti 7 7 2900 00% Wisselsheim. lo M. 58, 258 Samstag den 24. Januar l. J., Nachmittags 1 Uhr, ssch ber Pfd. i sollen in dem Freiherrlich von Löw'schen Park Kallfleich 0(n zu Wisselsheim durch die dortige Großh. Bürger⸗ 5 el meisterei versteigert werden: e 25 5 Stämme Pappeln, Silberpappeln, Platanen zꝛc. ꝛc. Wochenmarkt von 410 Meter Länge und 25—50 Centimeter un M. 9.59, 1 Durchmesser, 5 10. 40 Stück Fichtenstangen von 5—8 Meter Länge und Angetrleben 194 10—15 Centimeter Durchmesser, Rinder, 2 4 8 Raummeter Stockholz, sich: Ochsen 45„ i Prüge holz und 66. Kühe 500 Wellen Reis holz. 155 N 4.48. 2 Das Holz ist sehr gut abfahren und wird den Steigerern N. 44.—50. gegen Bürgschaft Credit bis 1. Auaust l. J. gestattet. 2 Qual.* Ober ⸗Florstadt am 17. Januar 1880. 3 Schweine Die Freiherrlich. 4. 5 ehl Nr. 1 14 1 f 8 4 M. f Holz-Versteigerung. 10 N. 8.50 270 Freitag den 23. Januar d. J, Vormittags 10 Uhr liner Norte)* anfangend, sollen im Gemeindewald Eichberg, oberhalb Bahnbof her 9 Nieder Mörlen neben dem Frauenwald, nachstehende Holz— 4. di, 1 sortimente versteigert werden ), Noßgen 1 1 44 Naummeter Nadel⸗Scheit⸗ und Knüppelholz, A, 5„ Stockholz. 28. bebse 2050 Nade!-Wellen, M. 20.40. 8 Nadelstämme, 1,03 Festmeter haltend, ball, N. 60. 9 130 Ginsternwellen. 5 0 Pfund Zoll- Nach beendigter Versteigerung, des Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dem Vieinalwege nach Steinfurth zu von ungefähr 200 Pappelstämmen das Oberholz versteigert werden. Nieder⸗Mörlen den 19. Imuar 1880. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder Mörlen. M ö b s. Monograämme auf Briefbogen& Couverte 7 b besorgt billigst und in ele-(6 f gantester Ausführung 1 Carl Bindernagel in Friedberg. SN 6 F.. ̃ ² 273 Der Omnibuszug Nr. 22, welcher jetzt 4 Vor⸗ mittags von Friedberg abgeht und 67 Vormittags in Frankfurt ankommt, wird vom 1. k. Mts. an in folgen⸗ dem veränderten Fahrplan gefahren: ab Friedberg. 51 Vormittags, Bruchenbrücken 519 „ 5„ 6 „ Nieder Wöͤllst ade 550 5 „ Groß Karben. 18 5⁴⁵ 5 eh!, 5⁵⁴ 5 Die! 3 6⁴ 55 „ Bonames ian 10 „ Eschersheim(Heddernheim) 6²⁵ 8 „ Bockenheim 0 639 5 in Frankfurt 5 6 15 sassel den 17. Januar 1880. Königliche Direction der Main-Weser⸗Bahn. Weiße leinene Caschentücher, 110 mit und ohne Stickerei, farbige Taschentücher, Kragen, Manschetten, Negligsbauben, Kopftücher, Tällkrausen, kränze, Moiré-, leinene und Alpaka⸗Schürzen, Corsetten, Rockhalter, Ledergürtel, Aufsteckkämme, Strumpfbänder, Socken, Strümpfe, Strumpflängen, Herrenhemden, feine Brusteinsäütze für Herrenhemden, Herrenkragen, Hosen⸗ träger, Portemonnaies sowie Fächer und Fächerhalter zu den billigsten Preisen bei K. Friedrich. Uelzener Steinslachs in bekannter feinster Qualität bei 193 Wilhelm Fertsch. Ein braves Dienstmädchen, das bürgerlich kochen kann, wird für einen kleinen Haus⸗ halt gesucht. Näheres beider Exped. d. Anz. 244 Gesucht. Für ein Specereiwaaren⸗Geschäft in Hanau wird ein gewandter Verkäufer gesucht, welcher in gleicher Branche gelernt, mit der Buchführung vertraut und mili⸗ tärfrei ist. Anmeldungen unter Beifügung der Zeugnisse sub R. M. 1399 an Rudolf Mosse(Ernst Treusch) Hanau.(208/I.) Kohlen⸗Briquetts hal zu verkaufen per Centner 1 M. 10 Pf. G. Brauburger, 0 8 Nieder-⸗Wöllstadt. Ein junges kräftiges Mädchen 251 21 von 19 Jahren sucht Stelle als Amme. Zu erfragen bei der Exp. d. Anz. 214 Jeden Freitag frisch gewässerter Labberdan, per Pfund 36 Pf., Wilhelm Fertsch. 51 bei Spitzen, Schleier, Bänder, Blumen, Federn, Myrte?“? Rum⸗, Arrac- und Ananas⸗ Punsch⸗Essenzen von Selner in Düsseldorf und Diefenbach in München, feinsten schwarzen und grünen Thee, Vanille, Chocoladen von Gebr. 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Januar 1880 Felsenbier a aus der Brauerei der Brüdergemelne zu Neuwied. Der Vorstand. 1. Katharina, 0 2. Konrad, 3. Elisabetha und A. Marie Heinz durch Testament vom 28. April 1874 von der Erbschaft ausgeschlossen, dagegen Bernhard Dem Herrn Bürgermeister Zerb zu Dorheim ein dreifach donnerndes Hoch zu seinem 52jährigen Geburtstag, daß die Friedenslinde wackelt. g 267 Mehrere Stammgäste. Schimpf's Ehefrau zu Nieder-Weisel, Johann Georg und Adam Leichner zu Petter⸗ weil und Juliane Heinz zu Griedel als Erben eingesetzt. Der Anfenthaltsort der oben⸗ genannten Kinder des Philipp Heinz ist unbekannt und ie D sobald die letzten Ausstände, haben die eingesetzten Erben das eifrig betrieben wird, eingegangen sind. Schlußrechnung des Consumvereins wird abgelegt, deren Beitreibung Curtman. Aufgebot beantragt. Jene, beziehungsweise deren leibliche Erben werden daher aufgefordert, spätestens in dem auf den 21. April 1880, Vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte anberaumten Aufgebotstermine sich über die Rechtsgültigkeit des Testaments zu erklären, beziehungsweise dasselbe anzufechten, widrigenfalls das Anerkennt⸗ niß der Rechtsgültigkeit unterstellt und das Testament vollstreckt würde. Butzbach den 17. Januar 1880. Heute wiederum frische per Pfund 32 Pfennig, Wilhelm Fertsch. Helgolander Schellssche, Großherzogliches Amtsgericht Butzbach. Weyer. Christ. Holz⸗Versteigerung in der Fürstlichen Oberförsterei Lich. 277 Im Distriet Meilbach soll nachverzeichnetes Holz versteigert werden: Montag den 26. Januar: 15 Raummeter Buchen-, Eichen- und Kiefern-⸗Scheitholz, 194 5 0„ Kiefern- und Aspen⸗Prügelholz, 168 7 1 5„Nadel Stockholz, 13600 Buchen⸗, Eichen-, Nadel⸗ und Weichholz⸗Wellen. Dienstag den 27. Januar: 105 Eichenstämme von 1871 em Durchmesser und 4—16 m Länge mit 72 ebm Inhalt, 100 Kiefern- und Fichtenstämme von 1529 om Durchmesser und 619 m Länge mit 46 obm 6 Hainbuchenstämme mit 2,17 ebm Inhalt, 7 LEndenstämme mit 4,04 ebm Inhalt, 33 Eichen, 18 Buchen- und 126 Fichtenstangen. Zusammenkunft jedesmal Morgens 10 Uhr auf der Hattenröder Straße, eirea 1 Stunde von hier. 279 Inhalt, Lich der 17. Janu! 1880 Wimmenauer, Forstrath. An die Hausfrauen. Ungeachtet aller Anfeindungen ist und bleibt ** 9. 2 f Hudson's Seifen-Extract das beste, billigste und unschödluchste Mittel zum Waschen, Reinigen und Scheuern aller Gegenstände. Die große goldene Medaille 1877 und das Ehrendiplom 1879 nationale in Paris. Höchste Auszeichnung für Waschpräparate: Welt⸗ Täglicher Verbrauch in England, über 500,000 Packete à ½ Pf. (H. 42528.) Material und Droguenhandlungen. E 0 In Karl Köhler's Verlag in Darmstadt ist erschienen und in der Buchhandlung von Carl Bindernagel in Friedberg zu haben: Supp, Gemül' und Keisch. Ein Kochbuch für bürgerliche Haushaltungen oder leichtverständliche Anweisung Unwiderlegsiche Beweise sind: der französischen Académie ausstellung Paris 1878. Zu baben in allen Colonial D 1 alle Arten von Speisen und Backwerk billig und gut zuzubereiten.— Nebst einem (Anhang vom Einmachen der Früchte.— 19. unveränderte Auflage mit einem Stahl- du stich. 80. Fein geb. in englische Leinwand 2 Mark 25 Pf. e Der Verkauf von 100,000 Exemplaren in kurzer Zeit ist wohl der beste Beweis seiner anerkannten Brauchbarkeit. Neue italienische Eine Messiugkapsel e 21 wurde von Friedberg nach Ober-Rosdach verloren. Dem Kastanien(Maronen) Finder eine Belohnung. Adam Engel. 200 bei Wilhelm Fertsch. 272. 25 m Enge F Gesundheits-Unterjachen, Ein kräftiger Junge, 1575 e ärztlich empfoblen, sowie unte 1 U 0. e n* Zu erfragen bei der Exped. d. 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Januar, um halb 2 Uhr Nachmittags 276 CTU ²˙ A Israelitischer Gottesdienst in Friedberg. Beginn: Freitag Abends 41 Uhr. Samstag Morgens 8½ Uhr. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel.