8 nen. bekannten seidenftes Wilhelm gert. (Splerdig) zu verleihen bei 2000 J. Hammershlag. welches sogliich bezogeh ist zu, werden kann, Exp. d. Anz. Alg . jungen Friedberg. All lter Kartoff ern nächst der Burg, Oberhe 1880. Samstag den 19. Juni. M 72. zeiger. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. ssischer A Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die einspaltige i 20 e mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. anderen Kasse er bestritten wird. Monats entgegen. Beobachtung des§ 34 desselben. 2 born's hnen sich durch 1 elles Trocknen aus nie bleichende Coßß. „sowie auch in roh hen, flüssigem Leim z, en Schreibmaterlalloals 80⁰ obe liebten lachen, en K. Fuedrich, jelee, onial-Syrus Waben Fulh schezeichnen Bindernagel. Cicdilbau, achstehend verzeich 15 Antheilschl ol mn hekeu⸗ 1. O ctober d. J. M. 700, gangen. We f Amtlicher Theil. Betreffend: Die Aufstellung der Kirchenvoranschläge für 1881 beziehungsweise 1881/83. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an sämmtliche Kirchenvorstände des Kreises. ö Indem wir die Aufstellung der Kirchenvoranschläge für 1881 beziehungsweise 1881/83 hiermit in Erinnerung bringen, empfehlen wir Ihnen dabei die hierzu bestehenden Bestimmungen sowie die Revisionsbemerkungen zu den letzten Voranschlägen zu beachten.“ vir darauf aufmerksam, daß: 1. unter Rubr. 15 stets anzugeben ist, daß Anforderung wegen der zur Vorsehung kommenden Beiträge in vorge— chriebener Weise erfolgt ist und 2. unter Rubr. 42 der Organisten-Gehalt entweder vollständig vorzusehen oder anzugeben l ist, aus welcher Der Anzeige, daß die Voranschläge an das betreffende Decanat abgegeben, sehen wir bis zum 15. kommenden Betreffend: Das Gesetz über den Unterstützungswohnsitz vom 6. Juni 1870, hier insbesondere die Friedberg, am 15. Juni 1880. Besonders machen J. B. d. K.: Küchler, Kreisassessor. Friedberg, am 16. Juni 1880. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Es ist in der letzten Zeit wiederholt vorgekommen, daß die Vorschriften des§ 34 des rubricirten Gesetzes und unseres Ausschreibens vom 10. Januar 1877— Kreisblatt Nr. 4— nicht gehörig beobachtet worden sind und hierdurch die Ermittelung des Unterstützungswohnsitzes zum Nachtheile einzelner Gemeinden wesentlich erschwert, beziehungsweise unmöglich wurde. Wir bemerken Ihnen daher das Folgende: 5 1. Sobald Sie in die Lage kommen, einen Huͤlfsbedürftigen, welcher in Ihrer Gemeinde seinen Unterstützungswohnsitz nicht hat, zu unterstützen, hat alsbald die vorschriftsmäßige Vernehmung statt zu finden. 1 2. Dies hat insbesondere auch daun zu geschehen, wenn der Hilfsbedürftige in eine außerhalb der Gemeinde liegende Anstalt verbracht wird. 3. Tritt die Hilfsbedürftigkeit in Folge einer Krankheit ein und läßt der Zustand des Kranken die alsbaldige Vernehmung nicht zu, so st dieselbe sobald als möglich nachzuholen. benachrichtigen, ob die vorschriftsmäßige Vernehmung bereits und in ausreichender Weise stattgefunden hat. zeitig zu ersuchen, diese Vernehmung, sobald der Zustand des Kranken solches 4. Findet Verbringung in eine auswärtige Heilanstalt statt, so ist die Direktion derselben immer gleichzeitig mit der Verbringung zu ob der Kranke in der Gemeinde, aus welcher er verbracht wird, den Unterstützungswohnsitz hat oder nicht, verneinenden Falls, In dem Falle der pos. 3 ist die Direktion gleich— zuläßt, zu veranlassen. 5. Die Vernehmung darf unter keinen Umständen— wie dies bereits geschehen ist— um deswillen unterbleiben, weil der Hilfsbe— vürftige an einer ansteckenden Krankheit leidet oder weil derselbe sich in eine m unreinen Zustande befindet. 4 6. Die Vernehmungen haben, wie solches bereits durch unser Ausschreiben vom 10. Januar 1877 vorgeschrieben ist, unter Verwendung ves üblichen Formulars zu erfolgen und sind solche Formulare immer vorräthig zu halten. 0 7. Besondere Sorgfalt ist der Beantwortung der Frage J. B. d. K.: Küchler, Kreisassessor. 14 des Formulars(Aufenthaltsverhältnisse) zuzuwenden. 8 8 zuz Deutsches Reich. Darmstadt, 16. Juni. Der Großherzog ist heute in Wien eingetroffen und am Bahn— hofe, wo eine Ehrencompagnie aufgestellt war, dom Kaiser empfangen worden; die Militär— rapelle intonirte die deutsche Hymne. Der Großherzog fuhr mit dem Kaiser nach der Hof— burg.— 17. Juni. Der Großherzog hat heute Vormittag den in Wien befindlichen Mitgliedern des kaiserlichen Hauses Besuche abgestattet und hier— auf den Füͤrsten Alexander von Bulgarien und den britischen Botschafter Elliot besucht. Nach⸗ nittags um 5 Uhr gab der Kaiser in Schön⸗ brunn zu Ehren des Großherzogs ein Gala⸗ diner, welchem außer dem Kaiser und dem Großherzog die obersten Hofchargen, die Minister b. Haymerle, v. Bylandt, die Botschafter Prinz Reuß, Elliot und die Suite des Großherzogs, insgesammt 28 Personen, theilnahmen. Der Großherzog saß dem Kaiser zur Rechten. Nach dem Diner hielt der Kaiser Cercle, worauf eine Spazierfahrt durch den Park stattfand. Um 3 Uhr kehrte der Großherzog nach der Stadt zurück. Am Freitag wird der Großherzog Lapen— durg besuchen, wo Souper und Spazierfahrt stattfindet. Am nämlichen Tage früh wird der Broßherzog, der bis zum Samstag hier bleiben wird, eine Inspection des Infanterieregiments — * —— r Sroßherzog von Hessen Nr. 14 vornehmen. Der Expeditor bei der Station Heppenheim, Steinheimer, wurde auf Nachsuchen unter Anerkennung seiner Dienste in den Ruhe⸗ fand versetzt, der Expeditor Gimbel in Zwingen— berg nach Heppenheim, der Expeditor Pfanne⸗ müller in Auerbach nach Zwingenberg und der ypeditor Bickel in Langen nach Auerbach versetzt, der Telegraphist Maywald zum Expeditor in Laugen, der Expeditionsgehülfe Weber von Darmstadt. Darmstadt zum Telegraphisten und der prakt. Arzt Dr. Dannenberger zu Crumstadt zum Kreis— arzt in Lauterbach ernannt. Darmstadt. Das Regierungsblatt, Bei— lage Nr. 18, enthält: 1. Uebersicht über die Einnahmen und Ausgaben des Kirchen- und Schulbaufonds für Rheinhessen von 1877. 11. Uebersicht über die Einnahmen und Ausgaben des Vieinalwegbaufonds von Rheinhessen für 1875. III. und 1. Uebersicht der für 1880 genehmigten Umlagen in den israel. Religionsgem. des Kr. Friedberg, sowie der Umlagen in der Stadt Friedberg. v. Bekanntmachung wegen einer Umlage zu Osthofen. VI. Ordensverleihungen. VII. Dienstnachrichten. Dem ev. Pfarrer Wolff von Freien-Steinau wurde die Pfarrstelle zu Eschollbrücken uͤbertragen, dem Schullehrer Böckner zu Otterbach die Lehrerstelle zu Ruppertenrod, dem Schulamtsasp. Wenzel aus Nieder⸗Florstadt die Lehrerstelle zu Reichelsheim i. W., dem Schullehrer Kraft zu Pfaffen-Beerfurth die Lehrer stelle zu Zeilhard übertragen. VIII. Dienstenthebung. IX. Charakterertheilungen. X. Ruhestandsversetzungen. Der Hauptsteueramts⸗ diener Schnarr in Darmstadt wurde in den Ruhestand versetzt, ebenso der Schullehrer Jost zu Braunshard auf Nachsuchen, der Werkmeister Köfler zu Dieburg, der Amts⸗ gerichtsdiener Ganß zu Wörrstadt auf Nachsuchen unter Anerkennung seiner Dienste. J XI. Sterbefälle. Gestorben sind: der Hoftheaterdiener Burkhard zu Darmstadt; der Lehrer Nack zu Heppenheim; der Forstwart Schaaf zu Köddingen; der Regierungsrath Dr. Rautenbusch zu Darmstadt; der Rendant Kiefer zu Heppenheim; der Revisions⸗ Inspeetor Varena zu Wies⸗ baden; der Hauptrechner Lauteschläger zu Darmstadt; der Schullehrer Losekam zu Alsbach; der Schullehrer Fröhlich zu Bauschheim; der Kreisarzt Dr. Sames zu Schlitz. — Das Regierungsblatt Nr. 20 enthält das Gesetz über die Maßregeln gegen die Reblaus. Berlin, 15. Juni. Es liegt, der„Nat.⸗Ztg.“ 5 8 zufolge, in der Absicht, unständliche Förmlich— keiten in der Conferenz thunlichst zu vermeiden, und so schnell wie möglich auf die Sache selbst einzugehen. Die Conferenz wird sich mit der Ausfuͤhrbarkeit von 5 Projecten zu beschäftigen haben, welche der Congreß bei der griechischen Grenzfrage, und zwar auf alle nur möglichen Einzelheiten eingehend, hinterlassen hat. Je zwei dieser Pläne rühren von der Türkei und von Griechenland her. Der fünfte betrifft den Vorschlag Waddingtons vom Januar 1878. Die griechischen Forderungen gehen viel weiter als dieser letztere Vorschlag, auf welchen sich die in der Conferenz vertretenen Mächte wohl vereinigen werden, während die Türkei gerade den Waddington'schen Plan als ihren Interessen am meisten zuwiderlaufend lebhaft bekämpfen wird.— Die„Prov.⸗Corresp.“ enthält einen Artikel über die Conferenz, worin es heißt: Die vom Congreß angegebene Grenz-Linie zwischen Griechenland und der Türkei konnte nur die allgemeine Richtung der Grenze angeben, indem sie nur die Endpunkte, nicht den Lauf der Linie bezeichnete. Aufgabe der Conferenz sei es zunächst, dem Laufe der im dreizehnten Congreßprotocolle angezeigten Linie möglichste Bestimmtheit zu geben und alsdann der Pforte und Griechenland die Annahme der Linie zu empfehlen, um dieselbe der vorzunehmenden Grenzberichtigung zu Grunde zu legen.— Ein Telegramm des„Reuter'schen Bureaus“, daß die Pforte erklärt habe, die Conferenzbeschlüsse könnten für sie nicht bindend sein, da die bethei— ligten Parteien von der Conferenz ausgeschlossen seien, gilt in unterrichteten Kreisen nicht für correct. Die Erklärung der Pforte gehe viel— mehr dahin, daß sie gern bereit sei, deren Eröffnungen entgegenzunehmen. Die Pforte habe die in dem Artikel 24 des Berliner Ver— trages vorgesehene Mediation selbst sehnlichst herbeigewünscht und zweifle nicht, daß die Mächte die schwierige Stellung berücksichtigen werden, welche ihr durch Hergabe von Gebietstheilen an und für sich erwachse. Die erste Sitzung der Conferenz Man beschäftigte sich nach einer begrüßenden Ansprache des Fürsten Hohen⸗ lohe zunächst mit Formalitäten, betreffend den Austausch der Vollmachten und der Geschäfts— ordnungsfrage. Die Conferenz wählte zum Vorsitzenden Fürst Hohenlohe, zu Secretären den Geheimrath Busch und Graf Mouy Die Conferenz berührte den Punkt der Geheimhal— tung, welcher leider bei dem Congreß vielfach durchbrochen worden sei und war einstimmig in Anerkennung der Nothwendigkeit der Geheim— haltung materieller Conferenz- Verhandlungen. Wie man trotzdem vernimmt, liegt den Dele⸗ girten der vom Minister Waddington seiner Zeit aufgestellte Entwurf vor, welcher als Ausgangspunkte für die Grenze die Thäler Kalamai und Salambria vorschlägt, im Innern des Landes im Laufe der früheren Verhand— lungen aber wohl einige Abänderungen erhalten — 16. fand heute statt. hat.— Heute Nachmittag ist Diner beim Fürsten Bismarck, welchem außer den Botschaftern auch die technischen Mitarbeiter der Conferenz bei— wohnen. — Die deutsche Corvette„Ariadne“ ist wegen der politischen Vorgänge in Buenos-Ayres noch in Montevideo zurückgehalten worden. Ausland. Belgien. Brüssel, 16. Juni. Mehr als 50,000 Personen waren im Kemi— eyklum vor dem Ausstellungsgebäude. Bevor der König erschien, war der greise Veteran von 1830, Staatsminister Karl Rogier, Gegenstand einer Familie Rede des Ministers des Innern sprach noch de Merode Die königliche Nach der rührenden Ovation. wurde begeistert empfangen. und der Bürgermeister von Brüssel; hierau folgte die brillante Ausführung des„marche triomphale“, von Peter Benoit, dann das höchst originelle Defils aller Gewerke vor dem Königs paar und hierauf der Besuch der Ausstellung die höchst gelungen, wenn auch noch unfertig ist. Der erste Festtag ist ungetrübt verlaufen ganz Brüssel prangt im Fahnenschmuck. Frankreich. Paris, 16. Juni. Die Senats— gruppe Union Republicaine sprach sich für Am nestie aus. Die republikanische linke Kamme berieth die Frage, ob die Amnestiefrage zu be— rathen oder abzuwarten sei, bis die Regierun die Initiative ergreift. Berathung, 15 dagegen, 15 ließen den Saal. Das linke Kammer faßte noch keinen Beschluß, scheint aber der Amnestie abgeneigt zu sein. Großbritanien. London. Eine Depesche „April consta— — des Botschafters Layard vom 27 tirt eine gewisse Gereiztheit des Sultaus gegen England. Die Berichte der Consuln beweisen, daß sich das türkische Reich noch niemals in einem so desorganisirten und kritischen Zustande Die Eröff⸗ nung der National-Ausstellung, welche gleich— zeitig den Prolog der begonnenen Jubiläums- feste bildet, fand heute durch den König, begleitet von der Königin, dem Grafen und der Gräfin von Flandern, unter großem Enthusiasmus statt. 65 stimmten für die Dissidenten ver— Centrum der von befunden hat, wie gegenwärtig. Der Sultan soll auf die Vorstellungen Layard's sters mit Versprechungen geantwortet, aber Nichts erfüllt haben. Die Politik des Sultans und seiner Rathgeber bestehe gegenwärtig darin, ohne Europa zu handeln, ihm Trotz zu bieten. — 17. Juni.„Daily News“ meldet aus Kabul von gestern: Abdurrhaman marschirt mit 2000 Manu und 12 Kanonen auf Kubul.— Der„Times“ zufolge richtete Abdurrhaman ein Schreiben an die britische Regierung, in welchem er erklärt, er wolle der Aufforderung, nach Charikar zu kommen, entsprechen. Türkei. Coustantinopel. Einer vertrau— lichen Meldung von hier zufolge ist nach dem „Tageblatt“ die Majorität des türkischen Minister— raths für Verweigerung der Abtretung Janinas an Griechenland, selbst wenn die Mächte dies empfehlen. Montenegro. Cettinje. 17. Juni. Das Comite der albanesischen Liga in Skutari ist nach Tusi gegangen, um mit den Befehls habern der Truppen zu conferiren.— Der britische Consul Green begab sich neuerdings nach Cettinje, was den Verdacht der Liga erregt. Der Gouver— neur von Skutari versucht unter dem britischen Einfluß die Liga zu überreden, die Entscheidungen der Mächte anzunehmen. Aegypten. Cairo, 16. Juni. Verschiedene Paläste und Immobilien Abdim Ghizeh Ghezvich's sind durch amtliches Dekret als Staatseigenthum erklärt. Amerika. Chicago. James A. Garfield, der zukünftige Präsident, ist aus armer Familie, er ist ein sell made man. Erst Kutscher, Boots— führer, Zimmermann, erwarb sich später Kennt— nisse und wurde Lehrer, Geistlicher, Abgeordneter zum Repräsentantenhause. Im Bürger-Kriege avancirte er zum Oberst. Später Sachwalter für Eisenbahnen wurde er Lieferant und Spe— culant, schließlich ein reicher Mann, bei dem man nicht mehr fragt, wie er das Geld erworben (hat. Als Blaine in den Bundes-Senat trat, wurde Garfield Fuhrer der republikanischen Partei im Repräsentantenhause. Bemerkenswerth ist, daß man eine besondere stittenstrenge Ver— waltung von ihm nicht erwartet, und bezeichnend, daß das Deutschthum für diesen Mann keine Sympathien hat. Aus Stadt und Land. Darmstadt, 17. Juni. Die Verwerfung des Gnadengesuches des Muttermörders Pfaff wurde dem * Delinquenten gestern Morgen um 6 Uhr verkündigt und soll derselbe hierbei seine volle Kaltblütigkeit bewahrt g haben. Pfaff wurde sodann aus seiner bisher inne⸗ e gehabten Zelle in eine im Parterregeschoß des Gefäng— „ 5 nisses gelegene Zelle verbracht, von wo er seinen To esgang antrat. Derselbe wurde ununterbrochen zwei Gendarmen bewacht. Die Execution fand heute früh um 6 Uhr statt, nachdem während der Nacht das Schaffot aufgeschlagen worden war. Zwei Minuten vor 6 Uhr wurde der Verurtheilte vor die anwesenden Richter, welche an einem schwarz überzogenen Tische im Hofe in ihrer Amtstracht Platz genommen hatten, be⸗ gleitet von dem Geistlichen, Stadtpfarrer Dr. Sell, ge⸗ führt. Pfaff sah sehr bleich aus, seit gestern Morgen batte er nur ein Glas Wein zu sich genommen. Am Richtertische angekommen, hielt der Geistliche nochmals eine sehr ermahnende Ansprache an den Gefangenen, um ihn zum Bekennen der Schuld zu bewegen, was aber vergeblich war. Worten, daß er unschuldig sei. Staatsanwalt, daß der Großherzog von seinem Be⸗ nadigungsrechte keinen Gebrauch gemacht habe und übergab ihn dem Nachrichter mit den Worten:„So über⸗ gebe Henkern, zum Tode.“ knechten auf das Schaffot geführt, seines Rockes ent⸗ ledigt dasselbe umgekippt in einer Sekunde war sodann der Kopf vom Rumpfe getrennt. Die ganze Prozedur, während welcher das Armensünderglöckchen vom Rathhaus ertönte, machte einen tief-ernsten Eindruck auf die Versammelten. Scharfrichter ist ein noch junger Mann von 26 Jahren und vollzog derselbe heute die 5. Hinrichtung, während sein Vater deren 24 mit dem Schwerte vollzogen. Der⸗ selbe erschien im schwarzen Salonanzug(Frack, Cylinder und weiße Handschuhe) und hatte mit seinen Gehülfen vorher den Mechanismus des Instruments geprüft. Das schwere Fallbeil war gestern neu geschliffen worden. An⸗ wesend waren etwa 70 Personen, darunter 12 von der Stadt entsandte Stadtverordnete und sonstige Einwohner. Sodann von Seiten des Gerichts 2 Richter, der Staats- anwalt, 1 Gerichtsschreiber und 1 Gerichtsdiener. umliegenden Straßen waren von reitender Gendarmerie abgesperrt, während eine Compagnie Infanterie nächst des Schaffots Stellung genommen hatte. Die angrenzen⸗ den Häuser hatten ihre nach dem Arresthause Aussicht habenden Fenster gut verwerthet, sogar die Dächer waren abgedeckt und dicht besetzt. Um ½10 Uhr wurde der Leichnam auf dem hiesigen Friedhöfe an der Mauer in der Nähe der Holzställe des Leichenhauses beerdigt. Die Angehörigen versuchten gestern noch, ein Erbbegräbniß, dann ein Reihengrab zu kaufen, was aber von der Bürgermeisterei selbstverständlich abgeschlagen wurde. Der Delinquent versicherte mit trockenen Darauf verlas der ich den Philipp Pfaff aus Niederramstadt Euch ihn dem Urtheil gemäß zu richten vom Leben Er wurde nun von den beiden Henkers— und an das aufrechtstehende Brett festgeschnallt, und in die Guillotine eingeschoben, Der Die S. Darmstadt. Der Ausschuß des Landespferde— zucht⸗Vereins im Großherzogthum Hessen tagte in Frank— furt am 11. Juni im Hessischen Fürstenhofe auf der Zeil. Der Hauptgegenstand der Verhandlungen betraf die Auf stellung einer„Ordnung zum Ankauf von Füllen in Hannover und Oldenburg“, welche im Entwurf von dem auf weitere 3 Jahre wiedergewählten Vorstande des Ver⸗ eins zur Berathung und Beschlußfassung gebracht wurde. Die Ankaufs-Commission wird unter Leitung des Hof⸗ stallmeisters von Schaeffer Bernstein, nachdem der Be⸗ stellungstermin(ausschließlich für Mitglieder des Ver— eins) am 15. Juli geschlossen ist, im Spätsommer die Pferdezucht-Bezirke zwischen Ems und Elbe bereisen. Eberstadt. Die Untersuchung der kürzlich hier auf— gefundenen Leiche eines Knaben hat die erfreuliche That— sache geliefert, daß kein Mord vorliegt. daß an der fraglichen Stelle zur damaligen Zeit Sand; kauten waren und ist man darnach zu der vollen Annahme berechtigt, daß der Junge in einer der Kauten verschüttet wurde. Es ist erwiesen, Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde. 4. Sonntag nach Trinit. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Baur. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags 10½ Uhr: Herr Candidat Wegfahrt. Nachmittags 1¼ Uhr: Herr Pfarrer Meyer. Gottesdieust in der Burgkirche: Vormittags 9 Uhr: Herr Pfarrer Diegel. Abendmahl. Nachmittags 1½ Uhr: Herr Pfarrer Diegel—. Katechismuslehre. Katholische Gemeinde. 5. Sonntag nach Pfingsten. Samstag 6 Uhr: Beicht. Sonntag 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2 Uhr: Andacht. 2121 Die mustergültigsie, vollständigste und genaueste Zu⸗ sammenstellung aller Zeitungen der ganzen Welt bietet des soeben ausgegebene Insertions Tarif(Original⸗ Zeitungs preise) der ältesten und ersten Aunoncen⸗Expedition vor Haasenstein E Voklerin Frankfurt a. Ergänzungs- Wahl für die Airchengemeindevertretung. 2148 erschienene Bekanntmachung werden die stimmberechtigt Mitglieder der evang. Gemeinde zur Wahl von 30 M gliedern der Kirchengemeindevertretung eingeladen. Die 1 Abstimmung wird Dienstag den 29. Juni, Vormittags 10 bis 12 Uhr und Nachmittags 2 bis 4 Uhr, in der können im Stadtkirche stattfinden. Die Stimmzettel Wahllocale in Empfang genommen und ausgefüllt, können aber auch außerhalb desselben geschriebene, sowie gedruckte Stimmzettel abgegeben werden. Stimmbere tigt sind alle confirmirte selbstständige Männer der Ge g g Lebensjahr zurückgelegt haben, in derselben wohnen, nicht vom Stimmrecht ausgeschlossen meinde, welche das 28. * und deren Namen in die Wählerliste eingetragen sind. Wählbar sind nar solche stimmberechtigte Männer v bewährtem kirchlichem Sinn und ehrbarem Lebenswand welche das 30. Lebensjahr überschritten haben. Friedberg am 17. Juni 1880. Unter Hinweisung auf die in Nr. 69 d. Anz. en in Plüsch, Rips Friedberger Möbelmagazin von B. Bindewald, Kaiserstraße, 1540 it gegenüber dem Rathhause, empfiehlt complete Einrichtungen in jeder Holzart, nur bestes Fabrikat, und Damast, eigenen Fabrikats, zu billigen aber festen Preisen. polster-Möbel 0 Grasversteigerung. ch 2161 am Wiesensteg gemacht. Bad Nauheim den 17. Juni 1880. Großherzogliche Bürgermeisterei Bad-Nauheim. Schutt. Eine Bierpumpe on el, Der Vorsitzende des evang. Kirchervorstandes: hat zu verkaufen Ba ur. 2108 Carl Bauer in Assenbeim. Mittwoch den 23. d. Mts., von Morgens 9 Uhr ab, wird der diesjährige Ertrag der Grasnutzungen von eirca 70 Morgen gemeinheitlichen Wiesen an Ort und Stelle an den Meistbietenden versteigert und der Anfang Grasversteigerung. 2144 Mittwoch den 23. d. Mts., Vormittags 11 Ubr, wird in der Wirthschaft des Hern Dewell in Rendel das diesjährige Heu- und Grummetgras von 86 Morgen Wiesen im Lehnholz in seitherigen Abtheil⸗ ungen versteigert. Heusenstamm, 16. Juni 1880. Gräflich v. Schönborn'sches Rentamt. Eeinen Lehrjungen sucht F. Ickler, Mö belschreiner in Friedberg. 2105 5 4 ö B 9 Uhr/ 0 Stenfurt durch, 10 perfeigel, Stei 0 23 N ard das Aiesen in dong igert. We G1 1 nter Dualität . 6¹ 11 2007 ft Mein Lederwe Vortem Tascher in emp 199 In n deref mit Lag teru M.! ll. 20 20 zu Da * * 120 el doe 1 aber—— 7 da troc 8 1 ˖ ien da Holzversteigerung. gemacht 100 BN. 2147 Mittwoch den 23. Juni lfd. J., Vormittags Worten abe und e Uhr, sollen im Freiherrlich v. Löw'schen Wald zu Meder f. über. Steinfurth, Distrikt Sauerbornstannen: n Uchte uadt uh 5000 Eichen-Schäl⸗Wellen, den beiden a Ldebn 36 Eichen-Deichseln seines N Henker. durch Großherzogliches Ortsgericht Steinfurth öffentlich Brett fee ent. versteigert werden. illotine stgeschnallt Steinfurth den 17. Juni 1880. Ko eschoben Die Freiherrlich v. Löw'sche Renteiverwaltung. aͤhrend umpft 8 Sher. us ertö 6 daß„*—* 1 Wed de Gras Versteigerung. n von 90 2143 Mittwoch den 23. Juni, Vormittags 10 Uhr, inrichtung, w 0 wird das Gras von eirea 150 Morgen gemeinheitlichen erte vollzo 115 dend! Wiesen in einzelnen Abtheilungen in der Wirthschaft des zug(Frack, Fin Ludwig Bernhard dahier öffentlich meistbietend ver⸗ mit seinen Gebarpe. steigert. ments geprif, e f Nieder-Wöllstadt den 17. Juni 1880. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder-Wöllstadt. Buff. 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Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag 3 Uhr statt. 2162 Danksagung. 2138 Allen, welche unsere liebe gute Frau, Mutter, Schwiegermutter, Schwester und Schwägerin Karoline Schwarz, geb. Hermes, zur letzten Ruhestätte geleiteten, sagen wir hiermit unsern herzlichsten Dank. Kaisergrube bei Bad⸗Nauheim, 17. Juni 1880. Nur gediegenes Fabrikat, streng reelle Bedienung, billigen Preisen bei K. Friedrich. Corsetten allerbilligste Preise. 1644 Die trauernden Hinterbliebenen. 5 Großes Pteis-Kegel-Schieben. Philippi's Felsenkeller. Vom 20. Juni bis 8. August. Hauptpreise: M. 300., 250., 200., 175., 150. 125., 100. 90., 80., 70 u. s. w. Im Ganzen 50 Preise, letzter Preis M. 15. Das Loos kostet 20 Pfennig. J. Ruppel. Aeltestes und größtes Möbelmagazin on Pfeffer& Metzendorf in Fri von Pfefler& Metzendorf in Friedberg, vor vierzig Jahren unter der Firma J. 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Die- 05 suspa jenigen, die solche Legitimationskarten zu erhalten Inonern wünschen, belieben sich an den Vorstand des 1135 Musikvereins zu Friedberg, per Adr. W. Fertsch daselbst zu wenden. 21155 Padeanstall getteffe 6 Eröffnung Samstag den 19. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr. Warme und kalte Wannen-Bäder, Douche-Bäder. b Friedberg den 18. Juni 1880. aden a 21760 945 i Carl Walter.* Donnerstag den 24. Juni 1880 erste Casinoparthie mit Musik in das Ossenheimer Wäldchen. en Gemeinschaftlicher Abmarsch um 4 Uhr am Fauer⸗ G* bacher Thor. 0 210 Der Vorstand. Da E. 5*—— Turnverein 0 .. eng ei Wald ⸗ Spaziergang Sonntag den 20. Juni, wozu satt, ar die Mitglieder und deren Angehörige freundlichst einge⸗ U ic laden werden. Abmarsch 2½ Uhr vom Turnplatz aus; each u Einkehr auf dem Rückwege bei Peter in Ockstadt. chargen 2145⁵ 5— 1 Der Vorstand. U. Bec FFF 1 sahme Wald-Vergnügen und A 1 2 1 44. des Gesangvereins„Frohsinn“ d — ö Assenheim. den Der auf den 13. Juni anberaumte Ausflug auf das zweite Ossenheimer Wäldchen ist wegen ungünstiger Witterung auf d auf nächsten Sonntag den 20. Juni bestimmt. Wi 2133 Der Vorstand. 70 8——— 10 W Stets vorräthig!! pub Transportable 2 5 Ohor 5 4 Ober Spar Kochherde in allen Größen mit den neuesten Verbesserungen für(J. G Restaurationen, Oeconomien und kleine Haushaltungen, und F 7 und verkauft 1 fertigt selbst“water unter Garautie en. 1 7 Fried zu den billigsten Preisen 2440 f Friedberg, Max Henckel, Schot nächst dem Bahnhof. mechanische Werkstätte. M. 11 Luzerner oder ewigen Aleesamen an empfiehlt in bester Qualität 0 90 1 2118 Friedr. Hilbrecht Wittwe. don d 2 Bat. nzeige. * zur 1 55 a 8 bei d Meine seither mit bestem Erfolg betriebene Conditorei Land ist zu verpachten. Auch eignen sich die Localitäten zu 1 5 jedem anderen Geschäftsbetriebe, da Scheuer und Stallung? 2. G dazu vorhanden sind. haus Friedberg im Juni 1880. 1. A 2187 F. Woll. 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