lsshe, Wilh. a ne chet herren und Dam, neben der Jos, Quantitit⸗Sorten en in empfehlende 0 und 1.0. Windeim. ung. Hofzut Henries von Laubach und im Gehalte ben zum größten Tele betri 1881 ab, an er öffentlich unt „d. Mts. an ofen den. c Nentkammer. Peber. Straßburg, in Pertodestor⸗ l jässen gazin setzendorf a dbl 5 dienun 9.— * 7 b franco. — 1 15 1880. n 5 onn erflag den 18. November. n 1 137. Oberhessischer A nzeiger. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reelamen mit 22 Pf.: 71 22 NP ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen— Amtlicher Theil. [Betreffend: Die Brandversicherung der Gebäude insbesondere den Artikel 178 des Polizeistrafgesetzes. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeiste reien des Kreises. Mit Bezug auf nachstehenden Abdruck des Artikel 178 des Polizeistrafgesetzes laden wir Sie ein, diesen Artikel 178 auf ortsübliche 1 Weise m Falles Ende dieses Jahres Anzeigeprotokolle an das Strafgericht würden abgesendet werden. gegen Diejenigen Anzeigen zu erstatten, die bei J —* Artikel 178. S J. F V. d. K.: Küchler, Kreis-Assessor. Betreffend: Abverdienst der uneinbringlichen Feldstrafposten. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. , g.. 8 525 17 f 5. Wir erinnern Sie an Erledigung und Wiedervorlage der Ihnen seit dem 1. Juli dieses Jahres zugegangenen Spezialverzeichnisse rubr. Betreffs. J. V. d. K.: Küchler, Kreis ⸗Assessor. Betreffend: Abverdienst uneinbringlicher Feldstrafen durch Arbeit. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien, Großherzogliches Polizeicommissariat Wickstadt und die Großherzogliche Gendarmerie des Kreises. Recherchiren Sie nach dem dermaligen Aufenthaltsort der Margaretha Bickert aus Schlitz, vormals in Diensten bei Konrad Philippi zu Nieder⸗Woͤllstadt, und berichten Sie, wenn Ihnen der Aufenthaltsort oder zu dessen Ermittelung geeignete Anhaltspunkte bekannt werden sollten. 1 6 1 — Verhandlung. Betreffend: Abverdienst uneinbringlicher Feldstrafen. J. V. d. K.: Küchler, Kreis ⸗Assessor. — Friedberg den 15. November 1880. it der Androhung bekannt machen zu lassen, daß gegen die Contravenienten nach Ablauf des Monats November resp. eintretenden Sie werden die Polizeidiener geeignet instruiren, hnen die erforderlichen Anträge nicht zur vorgeschriebenen Zeit gestellt haben. Friedberg den 14. November 1880. Friedberg den 14. November 1880. Friedberg den 14. November 1880. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien, Großherzogliches Polizeicommissariat Wickstadt und die Großherzogliche Gendarmerie des Kreises. Recherchiren Sie nach dem dermaligen Aufenthalt des Peter Klein von Ilbenstadt und berichten Sie wenn Ihnen der dermalige Aufenthaltsort oder geeignete Anhaltspunkte bekannt werden sollten. Betreffend: Ungehorsam des Karl Langsdorf von Rockenberg. O — J. V. d. K.: Küchler, Kreis-Assessor. Friedberg den 14. November 1880. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien, Großherzogliches Polizeicommissariat Wickstadt und die Großherzogliche Gendarmerie des Kreises. Rubrikat hat als Feldstrafschuldner eine zweitägige Haftstrafe zu verbüßen, ist zu diesem Zwecke im Betretungsfalle zu verhaften und dem Großherzoglichen Amtsgerichte Butzbach vorzuführen. Betreffend: Anzeige gegen Adam Riefer aus Gelnhaar wegen Ruhestörung. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien, Großherzogliches Polizeicommissariat Sie wollen den Aufenthalt des Rubrikaten, welcher Anfang 1878 zu oder zu dessen Ermittelung geeignete Anhaltspunkte einberichten. Ausgewiesen aus dem Großherzogthum auf Grund des§ 3 Absatz 2 des Freizügigkeitsgesetzes: Wilhelm Berrenberg von Barmen, Traugott Petscher von Zschornogoste, Kreis Kalau, und Johann Rarbach von Herzhausen in Preußen. Frank von Ober⸗Seibertenrod, Kreis Schotten 1 J. V. d. K.: Küchler, Kreis-Assessor. Friedberg den 14. November 1880. Wickstadt und die Großherzogliche Gendarmerie des Kreises. Bruchenbrücken bei Philipp Best II. als Knecht gedient hat, . V. d. K.: Küchler, Kreis-Assessor. — Wegen Bettels bestraft: Heinrich Deutsches Reich. Darmstadt. Der Bauaceessist Reuling von Romrod wurde zum Kreisbaumeister in Alzey ernannt. Berlin, 15. Nov. Abgeordnetenhaus. In der Berathung des Etats wird die Discussion zeschlossen und der Etat dem Antrage Minnige⸗ rode gemäß der Budgetcommission Alsdann wird das Anleihegesetz ebenfalls der Budgetcommission überwiesen. 1. — Eine Interpellation der Fortschrittspartei äber die Stellung der Regierung zur antisemi⸗ ischen Bewegung, unterzeichnet von Mitgliedern per Fortschrittspartei und von Seecessionisten, kommt am Freitag im Abgeordnetenhause zur — Es heißt, der um Staatssecretär im auswärtigen Amt zu werden. überwiesen. Urlaub hierher kommen und sich sodann wieder auf seinen Posten zurückbegeben, aber noch vor Ende des Jahres definitiv hierher zurückkehren, — Die„Nordd. Allg. Ztg.“, den vorge— schlagenen Steuererlaß besprechend, sagt, daß der Steuererlaß nicht als ein einmaliger gedacht worden sei und die Regierung die Absicht haben 4 Botschafter in Constanti- 0 nopel, Graf Hatzfeld, werde in der Kurze nach Regelung der schwebenden Dulcignofrage auf müsse, den Steuererlaß zu einem definitiven zu machen, liege auf der Hand. Die Regierung würde nicht mit diesem Steuererlaß den Anfang machen, wenn sie nicht auf eine Fortsetzung rechnete. Stuttgart. Dem„Staatsanzeiger“ zu— folge ist die Einberufung der vertagten Stände— versammlung auf den 6. Dec. zu erwarten. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 14. Nov. Der vierte deutsch⸗österreichische Parteitag wurde in Auwesenheit von circa 3000 Theilnehmern eröffnet. Kopp begrüßte die Versammlung mit warmen Worten und dankte für die überaus rege Theilnahme. In schwerer Zeit, wie der jetzigen, sei es nothwendig, daß nicht nur die Volksvertretung, sondern auch das Volk selbst Politik treibt. Die Versammlung habe das Recht, aufzutreten gegen eine Regierung, die sich auf die deutsch-feindliche Partei stütze. Das Deutsch— thum müsse geschützt werden als Anfang und Ende des Reiches; das Deutschthum allein sei zu dessen Erhaltung fähig.„Wir müssen einig sein und uns des Deutschthums annehmen, wo immer es angegriffen wird.“ Die ohne Debatte einstimmig en bloc angenommene Resolution hält fest am österreichischen Staatsgedanken und ruft zur entschlossenen Abwehr aller föderalistischen Bestrebungen auf, spricht ferner die vertrauens— volle Erwartung aus, daß alle freisinnigen Deutsch— — — ——ͤ—ͤ— —̃ů—ę„—⅛—— ————— 3 3 ä Oesterreicher, in erster Reihe die Abgeordneten und verfassungstreuen Mitglieder des Herren— hauses, feste Grundlagen für Organisirung eines einträchtigen Vorgehens baldigst gewinneu und zunächst in gesetzmäßiger Bekämpfung der gegen— wärtigen Regierungspolitik ausharren werden. — 15. Nov. Die Donau-Commission in Galatz hält heute ihre erste Sitzung ab. Alle Delegirte der Großmächte werden anwesend sein. Die Frage in Betreff der gemischten Commission wird längstens in 14 Tagen zur Verhandlung gelangen, nachdem an die Delegirten Serbiens und Bulgariens die Aufforderung zur Theilnahme an den Berathungen ergangen ist. — Der„Wiener Abendpost“ zufolge wird der Reichsrath am 30. d. einberufen. Belgien. Brüssel, 16. Nov. Der Senat nahm den Antrag, daß der Senat bis zu gegen— theiliger Entschließung in corpore keiner gottes— dienstlichen Handlung beiwohnen solle, mit 32 gegen 26 Stimmen an. Hierauf wurde die Adresse auf die Thronrede angenommen. Frankreich. Paris, 15. Nov. Senat. Buffet bringt seine Interpellation über den Cabinetswechsel ein und tadelt dabei lebhaft die Ausführung der Märzdecrete. Ministerpräsident Ferry widerlegt Buffet; er bezeichnet dabei aus— drücklich die Angabe, daß der Cabinetswechsel durch die auswärtige Politik hervorgerufen ge— wesen sei, als grundlos. Freyeinet legt die Ur— sachen seines Rücktrittes dar. Es habe sich nicht darum gehandelt, zu wissen, ob die Decrete ge— setzlich seien, sondern darum, ob es zeitgemäß sei, strenge Mittel in Anregung zu bringen. Er glaube, wenn er im Ministerium geblieben wäre, würde er die Unterwerfung Der Congregationen erlangt und sodann das Vereinsgesetz vorge— legt haben. Großbritannien. London. Die„Times“ meldet aus Kapstadt: Vierhundert Boers vom Patonetstrom überfielen den Sheriff und raubten die wegen rückständiger Steuern abgepfändeten Wagen. Es wurden Truppen nach dem Schau⸗ platz der Unruhen beordert. — 16. Nov. Nachrichten aus Kapstadt zu— folge schlugen die Colonialtruppen den Häuptling des Pondomessenstammes und erbeuteten 600 Stück Vieh. Die Lage in Tembuland ist weniger beunruhigend. Italien. Rom, 15. Nov. In der Depu— tirtenkammer wurden die diplomatischen Schrift— stücke, betreffend die Berliner Conferenz über die griechisch-türkische Frage und betreffend die Madrider Conferenz über das Protectorat Ma rokkos, vorgelegt. — 15. Nov. Der König und die Königin sind hierher zurückgekehrt, empfangen von den Ministern und Spitzen der Behörden. — 15. Nov. Der Finanzminister brachte eine Gesetzvorlage, betreffend die Abschaffung des Zwangscourses, ein und ward ihm dabei von der Majorität des Hauses stark acclamirt; auf seinen Antrag wurde die Dringlichkeit so— fort votirt. Türkei. Constantinopel. Die Offiziere, welche den deutschen Botschafter belästigt haben, sind vom Kriegsgericht zu einjähriger Gefäng— nißstrafe verurtheilt. 5 16. Nov. Der Sultan sandte gestern seinen Adjutanten zu Graf Hatzfeldt, um die formelle Versicherung der demnächstigen Ueber— gabe Dulcigno's zu erneuern. — 15. Nov.„Daily Telegraph“ meldet von gestern: Die Pforte beschloß Derwisch Pascha durch mehrere Bataillone zu verstärken, welche unverzüglich abgehen sollen. Griechenland. Athen, 13. Nov. In der Deputirtenkammer erschien Minister-Präsident Kumunduros mit den von Trikupis verlangten diplomatischen Actenstücken. Trikupis erklärte: er verzichte auf Veroffentlichung der Actenstücke, welche dem Interesse Griechenlands nachtheilig seien; er wolle aber nicht ohne Beweise angeklagt werden. Kumunduros erwiederte: er habe die Ueberzeugung gewonnen, daß Trikupis eigen— mächtig handelte, indem er die Armee mobili— sirte und die Kammer einberief; die internationalen Beziehungen rechtfertigen solche Maßregeln nicht. Kumunduros schloß mit der Erklärung, er werde dem Verlangen nach öffentlicher Vorlegung der bez. Actenstücke nicht entsprechen. Die Kammer erklärte sich hiermit einverstanden. Rußland. Petersburg, 16. Nov. Der bekannte Urtheilsspruch des hiesigen Militär— kreisgerichts vom zeitweiligen Commandanten der Truppen des Petersburger Militär-Districts, General Kostanda, wurde mit einigen Milder— ungen bestätigt. Der Kaiser wandelte bei Schira— jeff, Tichonow und Okladsky die Todesstrafe in lebenslängliche Zwangsarbeit um. Heute früh um 8 Uhr wurden die zum Tode Verurtheilten, Kwatkowsky und Presmakoff, in der Festung gehängt. Persien. Teheran, 15. Nov. Von hier wird gemeldet, daß die Kurden bei Sujbulagh sich unterwarfen. Der Kurdenführer Hamzehagha sei unweit Urumiah gefangen worden. Taimur Pascha hätte die Position des Scheiks Obejdallah bei Urumiah genommen, worauf Letzterer füuf— zehn Meilen zurückgegangen sei. Aus Stadt und Land. S. Friedberg, 16. Nov. In der heute statt⸗ gehabten öffentlichen Sitzung des Gemeinderaths wurde ein Gesuch des Vereins fuͤr Volksbildung auf Ueber— lassung des Rathhaussaales für öffentliche Vorlesungen bewilligt. Die gegenwärtig im Gange befindlichen Bahn— arbeiten der Friedberg-Hanauer Bau- Behörde haben bezüglich der Herstellung einiger Feldwege, sowie der Anlage des Zufuhrweges zu den neu projectirten Lager— und Verladeplätzen der Main-Weserbahn zu verschiedenen Bedenken Anlaß gegeben und beschloß der Gemeinderath den Ausführungen der genannten Baubehörde gegenüber auf entsprechenden Herstellungen und Vorlage von Spe— cialplänen zu beharren. An dieselbe Behörde soll eine Anfrage über Anlage eines Weges von den künftigen Lagerplätzen westwärts nach dem Haingraben gerichtet werden. Der von dem Stadtbaumeister vorgelegte Plan eines Wegs nach dem eisernen Steg am großen Viaduet wurde genehmigt und soll mit der Armen-Commission wegen pachtweiser Ueberlassung eines zu diesem Zweck erforderlichen Streifens Gelände Vertrag abgeschlossen werden. Auf eine Beschwerde des G. Steinhäußer und Genossen in Betreff des Durchlaßgrabens in dem Pfeiffer— schen Garten vor dem Mainzer Thor, beschloß der Ge— meinderath den Beschwerdeführern mitzutheilen, daß es sich hier um eine Rechtsfrage handele, zu deren Ent— scheidung der Stadtvorstand nicht zuständig sei. Auf eine beim Großh. Kreisamt eingereichte Beschwerde des Taubstummenlehrers Billasch über mangelhaften Abfluß des Wassers vor seinem in der Haagstraße gelegenen Haus, wurde mitgetheilt, daß der Stadtbaumeister be— reits beauftragt sei, eine entsprechende Vorrichtung zu treffen, deren Erfolg abzuwarten sei. Auf das Gesuch verschiedener Einwohner auf Errichtung neuer Straßen- laternen wurde beschlossen, daß eine Laterne in der Weed— gasse, eine jenseits des großen Eisenbahnviaduets, nächst den Gerbhäusern, errichtet und die vor dem Mainzer Thor befindlichen Laternen weiter südlich gerückt werden sollen. Der Voranschlag des Augustinerschulfonds wurde nach vorausgegangener Prüfung genehmigt. m. Friedberg. Von einer Wohlthäterin wurd en der Kranken-Unterstützungs-Kasse 10 Mark zugewiesen. Wir unterlassen es nicht, unseren besten Dank für diese Gabe auf diesem Wege auszusprechen. Allerlei. Bonn, 11. Nov. Heute Morgen entgleiste der letzte Waggon des um 9 Uhr 40 Minuten hier fälligen Kölner Schnellzuges in der Nähe des Tannenbusches. Man brachte den Zug, welcher sich in voller Fahrgeschwindig— keit befand, alsbald zum Stehen und es zeigte sich, daß, obwohl der Wagen sehr gelitten hatte, die Passagiere doch glücklicherweise mit dem Schrecken davon gekommen waren. Ein Bandagenbruch soll die Veranlassung des Unglücks gewesen sein. Essen, 16. Nov. Der gestern Abend 6 Uhr 25 Min. von hier nach Muͤhlheim a. d. Ruhr abgegangene Per— sonenzug der Bergisch Märkischen Bahn ist bei der Aus— fahrt aus dem hiesigen Bahnhof auf einen Rangirzug gestoßen. Nach einer der„Ess. Ztg.“ von amtlicher Seite zugegangenen Mittheilung sind zwei Güterwagen entgleist und leicht beschädigt. Die Locomotive des Personenzuges Kapstadt. Ein eigenthümlicher Unglücksfall, jedoch ohne nachtheiligen Folgen für die Posfagier⸗ und das Zugpersonal blieb, begeznete dem Zuge, der vor einigen Tagen von Port Elizabeth nach Grahamstown fuhr. Etwa 40 engl. Meilen von Port Elizabeth fuhr die Locomotive wider eine Heerde Elephanten, welche sich auf dem Bahnkörper herumtummelten. Zwei Thiere wurden umgerannt und der Zug erhielt einen so ge⸗ waltigen Stoß, daß man für einige Augenblick halten mußte. Der Locomotivführer verjagte mit dem Stocher— eisen die Ungeheuer und man kam mit dem bloßen Schrecken davon. Weiterhin floh eine große Heerde der so gefährlichen Kap-Büffel. Das Erdbeben in Croatien. Die„Deutsche Ztg.“ berichtet aus Ag ram, 13. Nov.: Nach den zahlreichen und merkwürd— igen Nachrichten, welche von vielen Punkten der Umgebung jetzt hier einlaufen und die von Leuten überbracht werden, welche die Nachbarschaft be— suchten, könnte man fast bezweifeln, ob der Haupt— stoß des Erdbebens oder das Centrum der Er— schütterung in Agram zu suchen ist. So wird aus der Gegend von Sljeme gemeldet, daß sich dort der Berg dieses Namens und der Wald förmlich bewegten. Auch der Wald bei Grasanc ist nach verschiedenen gleichlautenden Meldungen in eine merkwürdige Bewegung gerathen. An vielen dieser Punkte sind Rauchsäulen aufgestiegen; die lebhafte Phantasie der Landbevölkerung will sogar Flammen und Feuerlohen gesehen haben. Das sei namentlich der Fall gewesen bei dem Oertchen Resnik, wo sich ein Riß im Erdboden gebildet hat und wo an einer anderen Stelle eine Anzahl von Diminutiv-Kratern zum Vorschein gekommen ist. Die gewaltige Länge jener Erd— spalte— man schätzt dieselbe auf 500 Klafter— läßt erkennen, daß die Gewalt der vulkanischen Elemente dort wahrscheinlich noch größer gewesen ist wie hier in Agram, wo man von Erdrissen bis jetzt nichts bemerkt hat. Aber es ist be— greiflich, daß in einer Stadt mit einer großen Anzahl von bewohnten Objecten sofort der Ruf sich verbreitet, daß nur hier das Centrum der Bewegung sein könne. Wir wissen ebensowenig, ob nicht die Er— schütterung auf viele Meilen in der Runde eine gleich starke gewesen ist. So theilt mir ein Ingenieur, welcher eben aus Remete, einem Ze— kannten Wallfahrtsorte, eine halbe Meile von hier entfernt, zurückgekehrt ist, mit, daß die dortige festgebaute Kirche in Trümmern liegt. Auch die Häuser in der Nähe, so das größte derselben, das Pfarrhaus, sind ein Trümmer— haufen. In Garesina ist die Kirche von der Bewegung hin und her geworfen worden; es war gerade Gottesdienst. Als Alles zusammen— stürzte und die Leute flüchteten, vergaß man den Pfarrer, der erst nach einer Stunde aus den Trümmern, und zwar wunderbarer Weise mit heiler Haut, hervorgeholt werden konnte. An drei Orten, bei Resnik, dann bei Gorica und in der Nähe des Agramer Bahnhofes wur— den Erdspalten und vulcanische Ausbrüche be— merkt. Der von der Landesregierung entsendete Geologe Gramberger hat die Erscheinung bei Resnik untersucht. Sein Bericht lautet in den Hauptstellen:„Oestlich von der Kirche in Resnik sind Spuren einer neunzehn Schritte lang und drei Schritte breit gewesenen Erdspalte bemerk— bar, welche sich von Ostnordost nach Westsuͤd— west hinzieht und nur mehr durch graue Färbung vom Straßenkothe absticht. Diese Spalte wird von andern, minder großen durchkreuzt. Ver⸗ folgt man nun die Straße etwa fünf Minuten weiter und biegt dann rechts ins Gestrüpp von Dubec ein, so erreicht man wieder die Haupt— spalte und gelangt zu einer, Anzahl radialer ist ebenfalls nicht beschädigt. Personen sind nicht verletzt. Die Ursache des Unfalls ist Nichtbeachtung bestimmter instruetionsmäßiger Vorschriften. Bruchsal, 16. Nov. Heute wurde hier E. Reif, Eisengießer aus Hausen, der seine beiden Kinder im Rheine ertränkte, in Folge Spruches des Karlsruher Schwurgerichtshofes mittelst des Fallbeiles hingerichtet. Agram, 13. Nov. Seit gestern ist keinerlei Erder⸗ schütterung erfolgt und Beruhigung wiedergekehrt. Agram, 16. Nov. Die„N. Fr. Pr.“ meldet von bier: Um Mitternacht erfolgten zwei heftige Erdstöße unmittelbar aufeinander. Die Einwohner verließen er- schreckt ihre Häuser. Spalten. Der Durchmesser des Spaltgebietes dürfte fast eine gute halbe Stunde betragen. Als nun am 9. November das Erdbeben statt— fand, wurden zuerst wellenförmige Bewegungen wahrgenommen, deren Höhe ganz außergewöhn— lich war. Man erzählte mir Folgendes: Der Bauer Filipovic äußerte seinem Nachbar Pirin gegenüber seine Verwunderung darüber, daß Pirin's Haus, jetzt nach dem Erdbeben, so hoch überstehe und sein(Filipovic') Haus so tief ge⸗ der „ 0 F 1 0 5 sun bar stal 4 Ultg wel Fol einz mit em! die gedd Dut eine Sch kein. eine pera Atm Ora da, meh Aus stal kon beb eil ung stril 08 1 2. * iatien. t aus Ag ram und merkwürd⸗ en Punkten der ie von Leuten dachbarschast be⸗ n, ob der Haupt⸗ entrum der Er⸗ ist. So wird meldet, daß sie und der Walz ald bei Grasane den Meldungen gerathen. An len aufgestiegen; sevölkerung wil gesehen haben, wesen bei dem iß im Erdbode anderen Stel. en zum Vorschg änge jener Gn 500 Klafter— der vulkaussche größer gepesen von Erdrissen lber es ist be⸗ it einer großen sofort der Ruf Centrum der ncht die Er⸗ er Runde eine theilt mir ein nete, einem e albe Meile don mit, daß die rümmern ligt so das größt ein Trümmer⸗ kirche von det en worden; es les zusammel⸗ vergaß nan del stunde aus den ner Weise mit u konte. aun bei Gorica zahuhofes wut Ausbrüche be⸗ erung entendel Erscheinung 5 t lautet uu. Ns Bebe außelger ger 1 0 darüber hoch l 0 1 bebeh ff,. 1 Grad. Nur der da, während das sunken sei, während doch früher die beiden Nach- barhäuser auf demselben Niveau nebeneinander standen. Nach den wellenförmigen Schwank— ungen des Bodens folgten senkrechte Stöße, die Schlammausbrüche zur fd welche wahrscheinlich Folge hatten. Aus den Spalten, sowie aus einzeluen Oeffnungen wurde eine große Menge emporgetrieben. gedrückten Ellypse, etwa einen halben Meter Durchmesser; die Höhe der eiszelnen Krater ist eine ganz unbedeutende, indem sich der breiartige Schlamm in Folge seiner Zerfließbarkeit zu keinem höheren Kegel aufthürmen konnte. Nur eine einzige Quelle fand ich noch. Die Tem— peratur derselben war 7½ Grad Celsius, die Atmosphäre hatte eine Temperatur von 11½ Schlamm riecht noch hie und Wasser keinen Schwefelgeruch mehr hat. Auch bei Nart erfolgten Schlamm— Ausbrüche, doch waren dieselben nirgends so stark wie bei Resnik. Ich glaube sagen zu können, daß Agram für die Zukunft kein Erd— beben mehr zu fürchten hat, da wir sozusagen ein Sicherheitsventil gegen allzugroße Spaun— ung des Erdinnern haben, dessen Sitz im Ge— strüpp von Resnik ist.“ Handel und Verkehr. Friedberg, 16. Nov. Fruchtbericht. Weizen M. 22.50, Korn M. 20.50, Gerste M. 17., Hafer M. 15. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund. Friedberg, 17. Nov. Wochenmarkt. Butter kostete per -M. 0.90— 1.10, Eier per St. 8 Pf., 2 Stück 15 Pf. Gießen, 16. Nov. Wochenmarkt. Butter per Pfd. M. 1.15—0.00, Eier 1 Stück 7 Pf., 2 Stück 00 Pf., Käse mit Schwefelwasserstoffgas gesättigten Wassers er, Stück 5— 9 Pf., Tauben das Paar 60—75 Pf., Die größte Auswurfsöffnung, die ich gesehen habe, hat die Form einer platt- Hühner per Stück M. 0.70— 0.90, Hahnen per Stück 50— 70 Pf., Gänse per Pfd. 50—60 Pf., Enten per Stück M. 1.50— 0.00, Ochsenfleisch 66 Pf. per Pfd., Kuh⸗ und Rindfleisch 45—50 Pf., Kalbfleisch 50—00 Pf., Hammelfleisch 50-66 Pf., Schweinefleisch 6468 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 3.50— 4.00, Zwiebeln per Ctr. M. 8—0, Weißkraut 100 Stück M. 2.503. Grünberg, 13. Nov. Auf heutigem Wochenmarkt kostete der Centner Weizen M. 10.90, Korn M. 10.67, Gerste M. 7.80, Hafer M. 6.42, Erbsen M. 9.33, Linsen M. 12., Samen M. 10., Lein M. 13.27. Lauterbach, 13. Nov. Am heutigen Fruchtmarkt kostete das Malter Weizen M. 20.92, Korn M. 19.88, Gerste M. 14.63, Hafer M. 12.50, Erbsen M. 18.44, Kartoffeln M. 4.60, Linsen M. 26. Frankfurt, 15. Nov. Viehmarkt. Angetrieben waren eirea 400 Ochsen, 300 Kühe, 800 Hämmel und 260 Kälber. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. 67-69 M., 2. Qual. 62-64 M., Kühe 1. Qual. 52 bis 54 M., 2. Qual. 45—50 M., Kälber 1. Qual. 52 bis 54 M., 2. Qual. 44— 48 M., Hämmel 1. Qual. 56— 58 M., 2. Qual. 35— 45 M. Schweine das Pfund 65 Pf. Frankfurt, 15. Nov. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 40., Nr. 2 M. 38., Nr. 3 M. 32., Nr. 4 M. 28. Nr. 5 M. 25., Roggenmehl%(Berl. Marke) M. 32., do. 1.(Berl. Marke) M. 30., do. 2.(Berl. Marke) M. 24.50, Weizen, eff. hies., ab Bahnhof hier M. 2323.25, ab unserer Umgegend M. 22.25— 50, do. fremder je nach Qual. M. 22.75—23.25., Roggen je nach Qual. M. 22.50 bis 00, Gerste M. 17.— 19.00, Hafer M. 13.75— 15.00, Kohlsamen M. 27.—28., Erbsen M. 19.— 27., Wicken M. 16.—18, Linsen M. 20.—40., Bohnen, weiße, M. 23. bis 25., Rüböl, detail M. 63. Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht— 100 Kilo. Geld⸗Cours. Frankfurt am 15. November 1880. 20-⸗Frankenstücke 1 M. 16 12—16 do. in/„ 16 10—14 Englische Sovereigns.„ 20 29—34 Russische Imperiales.„ 16 70—75 Ducaten..„ 9 60-65 al mareo„ 9 60—65 Dollars in Gold. 5 417-20 Israelitischer Gottesdienst in Beginn: Freitag Abends 4½ Uhr. Samstag Morgens 8¼ Uhr. Herr Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln hat uns den Debit des allein ächten Cölnischen Wassers übertragen und empfehlen wir dasselbe per Glas zu M. 1.50, 8.50, Friedberg. „/ Dutzend 5„ „ Dutzend eee Die Expedition des Anzeigers. Bekanntmachung. 3833 Freitag den 19. l. Mts. werden loco Nieder- Mörlen, von Vormittags 9 Uhr ab, mehrere Kühe, Schweine(darunter ein älterer und ein junger Eber), Wagen, Pflüge, Eggen und sonstige Oeconomie-Geräth— schaften, sowie größere Quantäten Stroh, Hen, Grummet, Kartoffeln, Dickwurzeln ꝛc. öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert. Die Zusammenkunft ist in dem Hause des Herrn Zürgermeisters Möbs. Bemerkt wird, daß die Versteigerung nicht zurück— enommen wird. Bad-Nauheim den 14. November 1880. Heutzenröder, Gerichtsvollzieher in Bad-Nauheim. 8 5 5 Mobiliar⸗Versteigerung. Dienslag den 23. d. Mts., von Vormittags 9 Uhr ab, werden auf Anstehen des Landwirths Peter Horn 1. hahier in dessen Behausung, Schnurstraße Nr. 177, wegen 9 Cbreise öffentlich an den Meistbietenden versteigert: 1 2 Sopha's, 1 großer Kleiderschrank, 3 Commoden, 3 Nachttische, 1 Küchenschrank mit Glasaufsatz, diverse Tische, Stühle, Spiegel, Bilder, sodann 1 2 Fahrkühe, 1 Wagen mit Zubehör, 1 Vorder— und 2 Hinterpflüge, 1 Egge, mehrere Bütten und Fässer, sowie sämmtliche Haus-, Küchen- und Oeconomie— 1 Geräthschaften. Bad ⸗Nauheim den 15. November 1880. Großherzogliches Ortsgericht Bad-Nauheim. Sch ust t. 837 Obligations-Verloosung. Bei der heute stattgehabten Verloosung der Partial— dbligationen der Gemeinde Spiesheim wurde die Nr. 85 zu 100 fl. zur Rückzahlung gezogen. f Der Inhaber dieser Obligation wird hiermit auf⸗ gefordert, gegen Rückgabe derselben und der noch nicht filligen Zinscoupons den Betrag am 31. Dezember 1880 bel dem Gemeinde-Einnehmer dahier in Empfang zu nehmen, indem mit diesem Tage der Zinsenlauf aufhört. Spiesheim den 13. November 1880. J Großherzogliche Bürgermeisterei Spiesheim. R F 155 Arbeits-Versteigerung. 3815 Freitag den 19. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr, süll im Gemeindehaus zu Ober-Ros bach behufs Erbauung des Wegs vom Sauerbrunnen nach Ober⸗ und Mieder⸗ Rosbach: M. Pf. 1 Planirarbeit mit Transport, veranschlagt zu 2251 90 Chaussirarbeit 1480— Steinbrechen 1800—. Steinfahren 1788 97 Steinsetzen 203 24 Maurerarbeit 102— 1 Kalkliefern 45 50 Sandliefern 20— öfzentlich in Accord gegeben werden. 8 Bad⸗Nauheim den 11. November 1880. 3 Brückel, Bezirksbauaufseher. Uelzener Steinflachs bekannter feinster Waare bei. 3698 Wilhelm Fertsch. N 1 0 1 VSO SETS ff BESTER U. BIILIS8TEI ERSATZ FUR SEITE H. 32340.) Haarbalsam. Bestes Mittel um das Wachsthum der Haare zu fördern und das Ausfallen derselben zu verhindern. In Flac. à 60 Pf. und M. 1.20. 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Anz. 3836 Heute verschied ruhig und sanft nach langem? schwerem Leiden unsere unvergeßliche gute Gattin, Mutter, Schwester und Schwägerin Fran Mathilde Runz, geb. Berg. 3854 Um stille Theilnahme bitten Friedberg den 16. November 1880. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet statt Freitag den 19. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, von dem Geschwister Berg'schen Hause am Mainzer Thore aus. 8 wozu höflichst einladet 3767 Friedberg. Kaffee. Mein gut assortirtes Lager von nur Qualität-⸗Sorten erlaube mir zu den billigsten Preisen in empfehlende Erinnerung zu bringen. Ebenso gebrannte Kaffee's, à M. 1.20, M. 1.40, M. 1.50 und hochfeine Qualität a M. 1.70. 382²² Louis Winheim. — 8— 2 1 0 Spielwerke 4.— 200 Stücke spielend; mit oder 70 ohne Expression, Mandoline, Trommel, Glocken, Castagnetten, Himmelsstimmen, 8 Harfenspiel ꝛc. 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Bad⸗Nauheim. 3855 7„ Friedberger Casino 1 g 1 Außerordentliche General-Versammlung Montag den 22. November, Abends 8½ Uhr. Tagesordnung: Neuanschaffung eines Theaters. 3857 7 Der Vorstand. 2 2 2——. Entlaufen ein großer schwarzer glatthaariger Metzgerhund mit braunen Abzeichen, auf den Namen Sultan hörend. Dem Wieder— bringer eine Belohnung. Vor Ankauf wird gewarnt. . Moses Rosenthal, 3848 Bad⸗Nauheim. Sessel und Rlappstühle, passend für Weihnachtsgeschenke, bei 3839 G. M. Reuß, Tapezierer. — 0 5* 4 I* scb N 1— Papier-Wäsche mit Stoff- Ueberzug von Mey& Edlich in Leipzig empfehle zu Original-Fabrikpreisen. 2815 Jos. Hoffmann. Jeden Freitag frisch gewässerten Labberdan 3846 bei Wilhelm Fertsch. „Gesundheits-Unterjacken, ärztlich empfohlen, sowie Unterhosen, für Erwachsene und Kinder, zu den billigsten Preisen bei K. Friedrich. Warme Bäder nächsten Freitag, Samstag und Sonntag, von 10 Uhr ab. 3844 Carl Walter. 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Wir sagen hiermit allen Denen, die unseren lieben Gatten, Vater, Bruder und Schwager W. Fink zu seiner letzten Ruhestätte begleiteten, insbesondere der hiesigen Feuerwehr, die durch das Ehrengeleite ihre innige Theil⸗ nahme bekundete, unseren innigsten Dank. 5 Friedberg, 16. November 1880. 3847 Die trauernden Hinterbliebenen. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. 521