ler l. Fred. ( berg sind Alätten, Russen⸗ Oc. Filer, „ Jimmermesser Mähnashire ft rden bewilligt 1.8306 1833 ufen bei Acdithauk. stehend verzeichnete r Bank zur Rück⸗ M. 6807.40, N. 26360.—, 58, N. 22800.—, ee —— T Irc. 6. e 1083 mmen M. 9650.— e Musterung der Militärpflichtigen aus den Gemeinden: Assenbeim, Bad— Groß Karben, Harheim, Hausen mit Oes, Heldenbergen und Hoch⸗-Weisel. stadt, Kaichen, Klein Karben, Kirch Göns, Kloppenheim, Langenhain mit ung des unbestreitbaren und großen Werthes Donnerstag den 15. April. M 45. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Areisbla 12 Aris Fr 35 8 1 Arcisblatt fur den Kreis Friedberg Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von aus wärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachge 0 8 gesug„ ö D st nachgenommen. Amtlicher Theil. Betreffend: Das Militär-Ersatz⸗Geschäft pro 1880. Friedberg den 22. März 1880 Bann chen g. Das diesjährige Musterungs⸗Geschäft wird für den diesseitigen Kreis berechtigten zum Loosen nicht erforderlich, es wird vielmehr in diesem zu Friedberg in dem Nathhaussaale Falle durch ein Mitglied der Ersatz- Commission die Loosungenummer in folgender Weise vorgenommen: für den einzelnen Militärpflichtigen gezogen. i N Diejenigen dagegen, welche bei der Musterung unentschuldigt aus— Montag den 19. April l. J., Vormittags 8 Uhr, bleiben, verlieren das Recht, an der Loosung Theil zu nehmen und können keinen Anspruch auf Berücksichtigung aus Reclamationsgründen erheben. Außerdem wird gegen dieselben das im§ 48 der Ersatz- Ordnung an— gedeutete Strafverfahren eingeleitet. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien haben sämmtliche Ihrer Ge— meinde angehörigen oder in Ihrer Gemeinde gestellungspflichtigen Militär— pflichtige— die auswärts sich aufhaltenden schriftlich— auf Grund der Ihnen kurzer Hand wieder zugehenden Stammrollen zu der Musterung vorzuladen und eine Bescheinigung über die erfolgte Vorladung der Stammrolle beizufügen. Körperliche Gebrechen der Militärpflichtigen, welche durch die vor— zunehmende ärztliche Untersuchung nicht unbedingt constatirt werden können, wie Harthörigkeit, Schwachsinnigkeit ꝛc. sind durch amtlich ausgestellte Zeugnisse des Geistlichen, Lehrers, Bürgermeisters 1c. nachzuweisen. Wer an Epilepsie(Fallsucht) zu leiden bebauptet, hat auf eigene Kosten drei Zeugen zu stellen, welche das Vorhandensein eidlich zu erhärten haben. Wenn ein Militärpflichtiger wege Gebrechen oder Krank— heit persönlich zu erscheinen nicht im Stande ist, oder wenn er sich in gerichtlicher Haft befindet, so ist darüber ein auf persönlicher Anschauung beruhendes Zeugniß des Arztes und der Bürgermeisterei beziehungsweise eine Bescheinigung des Gerichtes zu erbringen. Ist ein Militärpflichtiger wegen gerichtlicher Bestrafung des Militärdienstes unwürdig, haben die Großherzoglichen Bürgermeistereien hierauf aufmerksam zu machen und hierüber die erforderlichen Nachweise amtlich zu erwirken und vorzulegen. Die Verhandlungen über die Zurückstellungsgesuche sind, insoweit es noch nicht geschehen, sofort und längstens im Termin vorzulegen. Wenn die Zurückstellung auf die Arbeits Unfähigkeit eines Familienangebörigen gegründet wird, so hat der betreffende Familienangehörige sich selbst persönlich im Termine vor der Ersatz-Commisston einzufinden. Reclama- tionen, welche der Ersatz Tommission nicht vorgelegen haben, werden von der Großherzoglichen Ober Ersatz Commission unnachsichtlich zurückgewiesen und nur dann berücksichtigt, wenn die Veranlassung zu der Reclamation erst nach dem Kreis. Ersatzgeschäft entstanden ist.— Mit dem Kreisersatz- geschäft ist die Classificanton der Reserve- und Land wehr-Mannschaften sowie der Ersatz Reservisten I. Classe verbunden. Nach Erledigung der Zurückstellungsgesuche findet an den oben bezeichnsten Tagen die Classt-⸗ ficirung derselben rücksichtlich ihrer häuslichen und gewerblichen Verhällnisse statt. Es haben daher Litjenigen derselben, welche im Falle einer Ein- berufung auf Zurückstellung Anspruch machen zu können glauben, an den bezeichneten Tagen, Vormittags 11 Uhr, zu erscheinen und ihre Gesuche, willigen Dienst Berechtigten, sowie diejenigen Militärpflichtigen der früheren welche sofort bei dem Unterzeichneten einzureichen sind, näher zu begründen. Jahrgänge, welche bis jetzt eine definitive Entscheidung noch nicht erhalten Die Großherzoglichen Bürgermeister oder Beigeordneten haben mit baben, pünklich, nüchtern und reinlich gekleidet einzufnden. Diejenigen den Militärpflichtigen ihrer Gemeinden anwesend zu sein und dafür zu Militärpflichtigen, welche zum zweiten oder dritten Male erscheinen, haben sorgen, daß die Letzteren zur bestimmten Zeit zur Stelle sind, nüchtern ibre Gestellungsscheine mitzubringen. Für Militärpflichtige, welche durch und reinlich gekleidet erscheinen und während des Musterungsgeschästs ein Krankheit am Erscheinen verhindert sind, ist im Termin ein ärztliches anständiges und ruhiges Verhalten beobachten. 5 Attest zu übergeben. Der Civilvorsitzende der Ersatz-Commission des Kreises Friedberg. Nach§ 65 der Ersatz-Ordnung ist das Erscheinen der Loosungs⸗ Dr. Braden. Der Civil-Vorsitzende der Großherzoglichen Ersatz-Commission des Kreises Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises und den Großherzoglichen Polizei-Commissär zu Wickstadt. Die vorstehende Bekanntmachung wollen Sie alsbald in Ihren Gemeinden auf orteübliche Weise veröffentlichen, die Militär pflichtigen, welche gestellungspflichtig find, speciell darnach bedeuten und sich selbst darnach bemessen, auch dafür sorgen, daß die gegebenen Bestimmungen pünktlich zur Ausführung kommen. Dr. Braden. Nauheim, Bauernbeim, Beienheim, Bodenrod, Bönstadt, Bruchenbrücken, Büdesheim, Burg- Gräfenrode und Butzbach. Dienstag den 20. April l. J., Vormittags 8 Uhr, Musterung der Militärpflichtigen aus den Gemeinden: Dorheim, Dorn- Assenheim, Dortelweil, Fauerbach b. Fr., Fauerbach v. d. H. und Friedberg. Mittwoch den 21. April ll. J., Vormittags 8 Uhr, Musterung der Militärpflichtigen aus den Gemeinden: Gambach, Griedel, Donnerstag den 22. April l. J., Vormittags 8 Uhr, Musterung der Militärpflichtigen aus den Gemeinden: Holzhausen, Ilben⸗ Ziegenberg, Maibach, Massenheim, Melbach, Münster, Münzenberg und Nieder-Erlenbach. Freitag den 23. April l. J., Vormittags 8 Uhr, Musterung der Militärpflichtigen aus den Gemeinden: Nieder ⸗Eschbach, Nieder⸗Florstadt, Nieder⸗Mörlen, Nieder-Rosbach, Nieder ⸗Weisel, Nieder- Wöllstadt und Ober Erlenbach. Samstag den 24. April l. J., Vormittags 8 Uhr, Musterung der Militärpflichtigen aus den Gemeinden: Ober ⸗Eschbach, Ober ⸗Florstadt, Ober-Mörlen, Ober Resbach, Ober Wöllstadt, Ockstadt, Okarben und Oppershofen. Montag den 26. April l. J., Vormittags 8 Uhr, Musterung der Militärpflichtigen aus den Gemeinden: Ossenheim, Oft— beim, Petterweil, Pobl⸗Göns, Reichelsheim, Rendel, Rockenberg, Rodheim, Rödgen, Schwalheim, Södel, Staden und Stammheim. Dienstag den 27. April l. J., Vormittags 8 Uhr, Musterung der Militärpflichtigen aus den Gemeinden: Steinfurth, Trais— Münzenberg, Vilbel, Weckesheim, Wickstadt, Wisselsheim, Wölfersheim und Wobhnbach. Mittwoch den 28. April el. J., Vormittags 8 Uhr, im Rathhaussaale zu Friedberg: Loosziehung sämmtlicher Militärpflichtigen des Kreises Friedberg. In den genannten Musterungsterminen haben sich sämmtliche Militär- pflichtige des Jahrgangs 1860 mit Aus nahme der zum einjährig⸗frei— Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Heinrich Weil III. von Münzenberg wurde als Feldschütze für diese Gemeinde ernannt und verpflichtet. der ländlichen Darlehnskassenvereine geneigt ist, hängt eng mit diesem Gegenstande zusammen. für deren allseitige Gründung im Lande durch Unser Nachbarland Baden 3. B. erfreut sich wirksame Empfehlung einzutreten? Die Frage dieses, manches Gute fördernden Zustandes bestimmt anzustellender oder doch entsprechend schon länger und hat das badische Handels⸗ zu dotirender landwirthschaftlicher Wanderlehrer ministerium sich kürzlich die besondere Empfehlung Deutsches Reich. 2 1 85 Darmstadt. Der Abgeordnete Schröder hat der zweiten Kammer eine Interpellation übergeben, ob das Ministerium nicht in Würdig⸗ der Gründung von landwirthschaftlichen Dar— lehns⸗Kassen als Schutz- und Hülfsmittel gegen den Wucher angelegen sein lassen. Berlin, 13. April. Die deutsche Kronprinzessin ist heute früh von Rom nach Neapel abgereist. Berlin, 12. April. Reichstag. Erste und zweite Berathung des Antrages Windthorst betreffend die Zollfreiheit von Flachs. Nachdem Windthorst den Antrag begründet hat, erklärt im Laufe der Debatte Bundes bevollmächtigter Burchardt, die verbündeten Regierungen hätten noch nicht definitiv zu dem Antrage Stellung genommen, seien indessen der Meinung, daß der neue Zolltarif noch nicht so weit der Prüfung habe unterliegen können, um heute schon über Mängel diseu⸗ tiren zu können. Die Abstimmung über den Antrag Windthorst ist namentlich und ergibt die Annahme des⸗ selben mit 146 gegen 79 Stimmen. Es folgt die erste Berathung des Gesetzentwurfes über die Küstenfrachtfahrt. Staatsseeretär Hofmann befürwortet den Entwurf und betont, es sei besonders dessen Absicht, nicht sowohl alle fremden Schiffe von der Küstenschifffahrt auszu⸗ schließen, als vielmehr an die Stelle der verschiedenen jetzt geltenden Partieularrechte ein einheitliches Reichs— recht zu setzen. Schlutow erklärt sich gegen den Gesetzentwurf, der nicht die Seestädte allein, sondern gleichmäßig auch den deutschen Binnenhandel schädige. Redner empfiehlt commissarische Vorberathung. Mosle ist für unveränderte Annahme des Gesetzentwurfs, dessen Einfachheit die eommissarische Vorberathung entbehrlich mache. Graf Udo⸗Stolberg erklärt sich für die Vorlage, Witte gegen die Vorlage. Windthorst erklärt sich für die Berathung in einer Commission. Das Haus beschließt darauf, die Vorlage einer Commission von 14 Mitgliedern zu überweisen. 11. April. Die„Post“ veröffentlicht das Schreiben, in welchem der Reichstags— abgeordnete Bühler am 29. d. M. seinen gestern vom Reichstage abgelehnten Autrag auf Beruf— ung eines Staatencougresses behufs Herbei— führung einer allgemeinen Abrüstung dem Reichs— kanzler überreicht hat, sowie die Antwort des Fürsten Bismarck vom 2. März d. J. In letzterer heißt es: Ich bin leider durch die praktischen dringlichen Geschäfte der Gegenwart so in Anspruch genommen, daß ich mich mit der Möglichkeit einer Zukunft nicht befassen kann, die, wie ich fürchte, wir Beide nicht erleben werden. Erst wenn es Ihnen gelungen sein wird, unsere Nachbarn für ihre Pläne zu gewinnen, könnte ich oder ein anderer deutscher Kanzler für unser stets defensives Vaterland die Verantwortlichkeit für analoge Anregungen über— nehmen. Aber auch dann fürchte ich, daß eine gegenseitige Controle der Völker über den Ruͤstungszustand ihrer Nachbarn schwierig und unsicher bleiben und das Forum, welche sie wirksam handhaben könnte, schwer zu beschaffen sein wird. — Die Prolongirung der Erklärung 31. December 1879 über den Abschluß deutsch-österreichischen Handelsvertrages bis 30. Juni 1881 ist gestern Abend durch vom des zum den österreichischen Botschafter Szechenyi und den Vertretern des deutschen auswärtigen Amtes hier unterzeichnet worden. 12 April. Der Bundesrath hat heute auf Antrag Bayerns die Berathung des Gesetz— Entwurfs, betreffend die Reichsstempel-Abgaben, wieder aufgenommen und denselben nach den Beschlüssen der ersten Berathung angenommen mit der Maßgabe, daß auch Quittungen über Auszahlungen auf Post-Auweisungen stempel— pflichtig sein sollen. Der württembergische Be— vollmächtigte betonte die Nothwendigkeit, der— artige Aenderungen der Geschäftsordnung des Bundesraths vorzunehmen, daß Vorgänge, wie bei der Abstimmung vom 3. April, vermieden werden dürften. Aenderungen der Verfassung werden sicherem Vernehmen nach keinerseits beab— sichtigt. Die Anträge auf die erforderlichen Aender— — Das Berliner Cabinet verlangte, daß die zwischen Montenegro und der Pforte ver⸗ einbarte Grenzregulirung zur Genehmigung den Berliner Vertragsmächten vorgelegt werde. Stuttgart, 12. April. Der„Staatsanz.“ meldet: Der König ist an der Grippe erkrankt. — 13. April. Der König hatte Nachts heftigen Husten, doch ohne Fieber und befand sich heute einige Stunden außer Bett. Karlsruhe. Das eben verkündete Gesetz über Verwendung von Lehrerinnen an den Volksschulen bestimmt, daß 5 pCt. der Lehrstellen mit Lehrerinnen besetzt werden sollen. Im Nothfall kann bis zu 6 pCt. gegangen werden. Von ersten Lehrstellen sind die weiblichen Lehr⸗ kräfte ausgeschlossen. In der Regel findet die Verwendung für die J ersten Klassen statt. Nur unverheirathete Lehrerinnen können feste Lehr— stellen erhalten. Die Anstellung von Industrie— Lehrerinnen ist besonders geregelt. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 13. April. Die Meldungen verschiedener Zeitungen, als ob die Pforte auf der Basis einer Cession ihrer Hoheitsrechte in Bosnien und Herzegowina eine Annäherung an Oesterreich-Ungarn oder eine Allianz suchte, entbehren, wie das„Telegraphen— Correspondenzburean“ meldet, nach competenten Versicherungen jeder Begründung. — Das Abgeordnetenhaus beschloß, in die Specialdebatte über das Budget einzugehen. Bei dem Titel„Dispositionsfonds“ erklärte Abgeordneter Herbst Namens der Verfassungs— partei, daß dieselbe aus Mißtrauen gegen die Action des Ministeriums den Dispositionsfonds, dessen Verwendung sich jeder Controle entziehe, nicht bewillige. In namentlicher Abstimmung wurde der Dispositionsfonds mit 154 gegen 152 Stimmen abgelehnt. Frankreich. Paris, 12. April. Der „Union“ zufolge übermittelte Nina der franzö— sischen Regierung einen Protest des heiligen Stuhles gegen die Decrete vom 29. März. Großbritannien. London, 10. April. Parlamentswahlen. Bis jetzt wurden 346 Liberale, 227 Conservative und 52 Homeruler gewählt. — Das Uebungsschiff„Atalanta“, welches mit 300 jungen Seeleuten im October eine Uebungs— fahrt nach Westindien antrat, wird, seitdem es Bermuda am 31. Januar verlassen hat, vermißt. Das Canalgeschwader ist zur Aufsuchung des Schiffes abgegangen. Schweden. Stockholm, 13. April. Das gesammte Ministerium hat heute demissionirt. Der König übertrug, sicherem Vernehmen nach, dem Grafen Arvid Posse die Neubildung des Cabinets. Spanien. Madrid, 11. April. Der Ministerrath hat sich gegen die Umwandlung der Todesstrafe Oteros ausgesprochen. Rumänien. Bukarest, 12. April. Der officielle„Monitorul“ veröffentlicht das Finanz— gesetz pro 1880; darnach betragen die Einnahmen 117,545,944, die Ausgaben 117,245,944. Unter den Einnahmen erscheinen noch zu emittirende Bankbillets mit 7,232,544; unter den Ausgaben des Kriegsbudgets mit 24,788,879. Rußland. Petersburg, 11. April. Der Reichskanzler Fürst Gortschakoff hatte eine sehr unruhige Nacht. Das fieberhafte Phantasiren hörte erst Morgens auf. Die um 10 Uhr Vormittags stattgehabte ärztliche Untersuchung konstatirte eine große Schwäche des Patienten. ungen der Geschäftsordnung durften Preußen üͤberlassen bleiben. Die Gewerbeordnungs-Comission des Reichstags hat mit 13 gegen 7 Stimmen den Antrag v. Sodens angenommen, wonach Schau spiel- Unternehmer zum Betriebe ihres Gewerbes der Erlaubniß bedürfen, die Erlaubniß aber zu versagen ist, wenn die Behörde auf Grund von Thatsachen die Ueberzeugung gewinnt, daß den Nachsuchenden die zum Gewerbebetriebe erforder— liche Zuverlässigkeit besonders in sittlicher, ar— tistischer und finanzieller Hinsicht abgeht. — 13. April. Fuͤrst Gortschakoff befand sich gestern Abend etwas besser, nahm einige Nahrung zu sich, schlief etwas, verbrachte aber die ganze Nacht schlaflos. Der Schwächezustand ist heute unverändert, die Herzthätigkeit schwach, der Kopf frei. — Die„Agence Russe“ reproducirt einen ef des Correspondenten der„Neuen Zeit“ über eine Unterredung, die derselbe mit dem Gesandten C Tseng gehabt. Bri Chinas erklärte, die chinesische Regierung wolle um 1 9 Preis 0 19 10 N 1 b* 91 0 8 28 3* 9 jeden Preis einen Krieg mit Rußland vermeiden Bürgermeisters brannten nieder, dessen Wohnhaus unf und freundschaftliche Beziehungen mit Rußland aufrechterhalten. Amerika. Washington, 11. April. Nach⸗ richten der chilenischen Gesandtschaft aus Panama besagen, daß die peruanische Armee von den Chilenen bei Sorata geschlagen sei. Callao werde blockirt oder bombardirt. In Bolivia sei eine Revolution unter dem Obersten Silva Machado in Folge von Unzufriedenheit aus— gebrochen. Eine Gegenrevolution habe aber die Wiedereinsetzung Campere's in die Präsident— schaft ergeben. Aus Stadt und Land. S. Friedberg, 13. April: In der gestern statt⸗ gehabten öffentlichen Sitzung des Gemeinderathes wurde zwischen der Stadt und dem Geometer Wiesenbach ein Vertrag über Ausführung der 1865 begonnenen, dann aber unterbrochenen Parzellenvermessung der Stadt und der umliegenden Gärten abgeschlossen. Der Verhandlung über diesen Gegenstand wohnte der Revisionsgeometer Schreiner aus Darmstadt bei. Die Arbeit muß nach dem Vertrag bis Ende 1881 vollendet sein. Dem Kauf⸗ mann Reibstein soll zur Aufbewahrung kleiner Maschinen ein Raum in dem Knorr'schen Haus gegen eine Miethe von 2 Mark monatlich und unter Vorbehalt achttägiger Kündigung überlassen werden. Auf ein Gesuch des Direktors des landwirthschaftlichen Bezirksvereins um Ueberlassung eines Grundstückes zu einem Versuchsfeld, statt des seitherigen sich zu diesem Zwecke wenig eignenden, wurde beschlossen, dafür Sorge zu tragen, daß im Herbst d. J. dem genannten Verein ein passendes Grund⸗ stück zur Verfügung gestellt werden kann. Die Ver⸗ pachtung des seitherigen Versuchsfeldes, sowie eines andern städtischen Grundstückes wurde genehmigt. Be⸗ züglich eines Neubaues für die Kleinkinderschule wurde der Bürgermeister beauftragt, mit der Armenkommission über Erwerb des ehemals Klein'schen Gartens als Bau— platz nochmals in Verhandlung zu treten. Von einigen Mitgliedern des Gemeinderathes war in der vorigen Sitzung ein Antrag bezüglich der Stadterweiterung ein— gebracht worden und wurde von demselben heute ein Plan über Eröffnung einer neuen Straße vorgelegt, in welchem die verschiedenen Richtungen, die in Betracht kommen können, eingezeichnet sind. Der Gemeinderath beschloß, durch den Stadtbaumeister die erforderlichen Situations- und Detailpläne anfertigen zu lassen und mit den betheiligten Haus- und Grundbesitzern in vor⸗ läufige Unterhandlung zu treten. Dem Handschuhfabri— kanten Gonder wurde gestattet, zur Ableitung des Regen— wassers von dem Kirchendach in seine Cisterne eine Röhrenleitung unter der Straße herzuführen. Die Ab⸗ fuhr eines Erdhaufens auf dem Friedhof wurde dem Todtengräber Jakobi übertragen.— Bei der heute statt⸗ gehabten Verhandlung über Drainirung der Burggärten, konnte ein Einverständniß auf gütlichem Wege nicht er— zielt werden, da die Mehrzahl der betheiligten Grund— eigenthümer sich dagegen erklärte. Es werden in der Sache die weiteren erforderlichen Maßregezn getroffen werden. Friedberg. Heute wurden uns 2 Eier gebracht, die ein Huhn eines hiesigen Oeconomen gelegt hatte und welche einem spitzen Sack gleichen mit rückwärts gebogenem Ende. Die Kalkschale ist übrigens vollständig erhärtet. Diese Mißbildung kommt übrigens ziemlich häufig vor. B. Friedberg. Am vergangenen Sonntage tagte in dem von Rentier Supp geschmackvoll dekorirten Saale des Hotel Trapp dahier der sechste Delegirtentag des hessischen Landesverbandes Kriegskameradschaft Hassia. Nachdem der Vorsitzende des hiesigen Vereins, Dr. Becker, die zahlreiche Versammlung, in der 72 Vereine vertreten waren, bewillkommt hatte, eröffnete der Präsident der „Hassia“ Major Becker aus Hungen, die Sitzung mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf Kaiser und Großherzog. Hierauf wurde alsbald in die Berathung der reichhaltigen und wichtigen Tagesordnung eingetreten; wir erwähnen aus derselben nur den sorgfältigen Be— richt des Schriftführers Dr. Vogt aus Butzbach über die Lage des heutigen Kriegerveinswesens, dessen stetige und gedeihliche Entwickelung constatirt wurde,— den Ver⸗ trag mit der Feuerversicherungsgesellschaft„Providentia“, welcher dem Verbande im vergangenen Jahre eine Prämie von circa 500 M. eintrug, welche Summe größtentheils zur Unterstützung hilfsbedürftiger Mitglieder verwandt wurde,— sowie endlich die Debatten über die hoch⸗ wichtige Unterstützungsfrage nothleidender Kameraden über— haupt. Bürgermeister Seriba erschien im Laufe der Be⸗ nehm einer Dari babe Aut Grü der A eine nicht 9 N det 3.9 und luft 2 beute Mut und vnd reit He gli des rathung und begrüßte die Versammlung namens der Stadt Friedberg auf's Freundlichste den Verhandlungen einen ersprießlichen Erfolg wünschend; der Bezirkseommandeur Major Römheld konnte leider wegen seines die allgemeine Theilnahme erregenden Unglücksfalles nicht anwesend sein. Als Ort des nächsten Delegirtentages ist Darmstadt bestimmt und wird dem Verein daselbst voraussichtlich die hohe Ehre zu Theil den Protektor des Landesverbandes unseren allverehrten Großherzog in seiner Mitte zu be grüßen. Nach Schluß der Versammlung fand noch ein Letzterer fröhliches Zusammensein mehrerer Kameraden statt, welche ihre Erinnerungen an den Feldzug 1870/71 noch in später Abendstunde austauschten. Schotten, den 9. April. Dem„Sch. Az.“ ent nehmen wir: Heute Morgen gegen 2 Uhr wurden wit durch Feuerruf aus dem Schlafe geschreckt. Es brannste Eschenrod. Scheuer und Stallungen des dasigchg in 9 K In d ö 2 statt⸗ urde dan ung der Stadt uf en. Der Verhandlun — 5 — — 2 — * i 0 us gane Maschine m en eine Wieth. Vorbehalt Auf ein 0 uch des * Vesttsbnth 11 zu einem Versuchs zwecke wenig eignerden zu tragen, daß im mein passendes Grund den kann. Die Ver: bsfeldes, sowie einez vurde genehmigt. Be tleinkinderschule wurd. der Armenkommission chen Gartens als Bau, u treten. Von einiges war in der vorigen Stadterweiterung ein, u demselben heute ein Straße vorgelegt, in ungen, die in Betrach id. Der Gemeinderat eister die erforderliches fertigen zu lassen un! Grundbesitzern in vor Dem Handschuhfabri r Ableitung des Regen f seine Cisterne eine herhufühten. Die A- J Fuiedhof wurde den 0 — Bel der heute statt inirung det Burggürten) ütlichem Wege nicht er der betheiligten Grund te. Es werden in de en Maßregeln getrosfe — 28„ũ%. n uns 2 Eier gebrach anomen gelegt hatte un mit rückwärts gebogene ens volltändig erhäre eus ziemlich ul genen Sonntage a nackvol dekorirten San andere Nebengebäude wurden jedoch gerettet. Das Feuer wurde wahrscheinlich, da es an 4 Stellen zugleich brannte, vurch einen Herumstreicher angelegt, der bei dem Brand eine Kuh stahl. Durch die sofortige Verfolgung wurde er sammt der Kuh von der hiesigen Gensdarmerie ge— fangen, entsprang aber am Eingang des Waldes vor Schotten. Am Abend des nämlichen Tages jedoch wurde er in Eichelsdorf wieder ergriffen und sitzt jetzt in Schotten hinter Schlotz und Riegel. W. Laubach. Die„Neuen Hessischen Volksblätter“ enthielten in einem der letzten Blätter einen Artikel aus Oberhessen, in welchem behauptet wurde, daß dem Ver⸗ nehmen nach eine Deputation des Comite's für Erbauung einer Sekundärbahn von der Mücke nach Friedberg in Darmstadt gewesen sei und dort den Bescheid erhalten habe, daß die Regierung beabsichtige eine Vollbahn im Anschluß an die Oberhessische Strecke von Alsfeld nach Grünberg, von letzterem Orte aus durch das Herz der Provinz in der Richtung nach Frankfurt zu bauen. An der ganzen Sache ist nicht ein wahres Wort, indem eine Deputation des genannten Comite's überhaupt gar nicht abgeordnet demnach auch nicht in Darmstadt war. Rosengarten, 10. April. Heute noch lagern in der„Bonau“ bei Lampertheim Eis reste vom Eisgang des 3. Januar. Das Eis ist zumeist mit„Streusel“, Rohr und dergl. gedeckt und konnte sich darum trotz der März— luft und trotz der manchmal recht warmen Tage halten. Darmstadt, 10. April. Vom Schwurgericht wurde heute Ph. Pfaff von Bechtolsheim wegen Ermordung seiner Mutter zum Tode verurtheilt. Der Verurtheilte blieb kalt und stumpf. Darmstadt. Dem in stetem Aufblühen begriffenen und zur Freude aller menschlich Fühlenden höchst segens— reich wirkenden Thierschutz-Verein für das Großherzogthum Hessen sind im Monate Februar d. J. abermals 59 Mit⸗ glieder neu beigetreten, welche sich auf die drei Provinzen des Landes ziemlich gleichmäßig vertheilen. Allerlei. Rödelheim. Bei der Seetion des verstorbenen Wirthes im Frankfurter Hof hier haben die Aerzte eon— statirt, daß derselbe nicht an den Folgen der an ihm stattgehabten Mißhandelung gestorben sei, sondern an einem Herzschlage. Immer aber wird der Streit und die Miß— handelung dazu beigetragen haben, daß die Herzlähmung eintrat. Nach den strafrechtlichen Anschauungen können die beiden Attentäter nun nicht wegen Todtschlags ange— klagt werden, sondern wegen Körperverletzung mit tödt— lichem Erfolg, wofür das Strafmaß ein geringeres sein dürfte. . — Kassel, 8. April. Die Auswanderung nach Amerika, auch aus unserem engeren Vaterlande, ist noch fortwährend in Zunahme begriffen, wie die auf hiesigem Bahnhofe abgehenden Züge, welche an die von Hamburg und Bremen abfahrenden Dampfer Anschluß haben, in auf⸗ fälligster Weise zeigen. Paris. Die Stadt Saint-Denis ist in großer Auf⸗ regung wegen der Vergiftung von nahezu 150 Personen, die seit Dienstag constatirt wurde. Da alle Erkrankten Kunden des Bäckers Duboe sind und sich in Folge des Genusses des Brods, das er ihnen Dienstag früh brachte, unpäßlich fühlten, da Duboe selbst, seine Frau, seine Nichte und seine Magd die Symptome einer Vergiftung spürten, die Niemand sich zu erklären vermochte, so begab der Bäcker sich im Laufe des Tags selbst zum Polizei⸗ commissär, um ihn aufzufordern, das in seinem Hause befindliche Brod, Salz, Wasser und Mehl mit Beschlag zu belegen. Spätere Nachrichten besagen, daß die chemische Untersuchung der Brode des Bäckers Duboe und der Exeremente einiger der Erkrankten ergab, daß kein Gift, sondern nur ein starkes Brechpulver dem Mehle beige— mischt worden war. Handel und Verkehr. Friedberg, 13. April. Fruchtbericht. Weizen M. 23.25, Korn M. 20., Gerste M. 18., Hafer M. 14. bis M. 15. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo 200 Zollpfund. Friedberg, 14. April. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.95 1.10, Eier per St. 5 Pf., 2 Stück 9 Pf. Grünberg, 10. April. Auf heutigem Wochenmarkt kostete der Centner Waizen M. 11.70, Korn M. 10.5, Gerste M. 8.65, Hafer M. 6.95, Erbsen M. 11.37, Wicken M. 10.55, Kartoffeln M 3.3. Lauterbach, 10. April. Am heutigen Fruchtmarkt kostete das Malter Waizen M. 20.82, Korn M. 18.62, Hafer M. 13.98, Erbsen M. 20.3, Wicken M. 20., Kar— toffeln M. 7.4. Frankfurt, 12. April. Fruchtbericht. Mehl , ß M. 31., Nr. 5 M. 25., Roggenmehl%(Berl. Marke) M. 26.50, do. 1.(Berliner Marke) M. 25.50, do. 2. (Berliner Marke) M. 21. Waizen, effectiv hiesiger, ab Bahnhof hier M. 24., ab unserer Umgegend M. 23.50 bis M. 24., do. fremder, je nach Qual. M. 24—24.25, Roggen je nach Qual. M. 19.25— 20.25, Gerste M. 17. bis 20.75, Hafer M. 12— 16., Erbsen M. 19.— 27., Wicken M. 16.—18., Linsen M. 20.—40., Bohnen, weiße, M. 23.—25., Nüböl, detail M. 60. Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht= 100 Kilo. Frankfurt, 12. April. Viebmarkt. Angetrieben waren etwa 360 Ochsen, 270 Kühe, Stiere und Rinder, 260 Kälber und 200 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. M. 66.—68., 2. Qual. M. 62.—64., Kühe 1. Qual. M. 58.— 60., 2. Qual. M. 45.— 50., Kälber 1. Qual. M. 54—55., 2. Qual. M. 48.—50., Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 16. April bis 1. Mai. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg und Butzbach unverändert. In Friedberg kostet das ½ Kilo Ochsenfleisch 68 Pf., Kuh- und Rindfleisch 56 Pf., Kalbfleisch 45 Pf. Für Bad-Nauheim. Per ½ͤ Kilo. Pf. M. Pf. Ochsenfleisch 68 Schweinefleisch— 56 Kuhfleisch, gem. 50 Keil und Karre— 60 15 ungem.,— Doörrlfleisch— 86 Kalbfleisch 44 Solperfleisch— 60 Keil und Karre— Geräucherter Speck— 90 Hammelfleisch 50 Schinken— 90 Keil und Karre— Leber- u. Blutwurst— 72 Nierenfett 50 Schwartenmagen— 86 Hammelsfett— Cervelatwurst 170 Schaaffleisch— Fleischwurst 90 Bratwurst— 90 Schmalz, ausgel.,— 90 N unausgel.,— 80 Ausnahmspreise: Bei H. Loeb Ochsenfleisch 64 Pf. Bei S. Loeb Nierenfett 40 Pf., Cervelatwurst 80 Pf. Bei H. Aletter Cervelatwurst 1 M. 50 Pf. Geld⸗Cours. Frankfurt am 10. April 1880. Bekanntmachung. Auf Grund der Allerhöchsten Erlasse vom 21. Februar er. und 9. März er. werden mit dem 1. April er.: 1. die Königlichen Direetionen der Westfälischen Eisen— bahn in Münster und der Main-Weserbahn in Cassel aufgelöst und deren Verwaltungsbezirke mit dem Be— zirke der unterzeichneten Königlichen Eisenbahn-Diree— tion in Hannover vereinigt; 2. die diesseitigen Königlichen Eisenbahn-Commissionen zu Hannover, Harburg, Bremen und Cassel aufgelöst; 3. in Hannover, Bremen, Münster, Dortmund und Paderborn(je 1) und in Cassel 2 von uns ressor⸗ tirende„Königliche Eisenbahn-Betriebs-Aemter“, welche in Angelegenheiten der ihnen übertragenen Geschäfte alle Befugnisse und Pflichten einer öffentlichen Be— hörde haben, errichtet werden. Die Geschäftsbezirke der sub 3 genannten Königlichen Eisenbahn-Betriebs-Aemter sind wie folgt abgegrenzt: Für das Königliche Eisenbahn⸗Betriebs-Amt in 1. Hannover die Bahnstrecken Minden— Hannover— Braunschweig'sche Landesgrenze, Lehrte— Harburg, Lüneburg— Lauenburg mit Echem— Hohnstorf; 2. Bremen die Bahnstrecken Wunstorf(exel. Bahnhof Wunstorf)— Bremerhafen, Burglesum— Vegesack; 3. Münster die Bahnstrecken Emden— Münster— Hamm (exel. Bahnhof Hamm), Rheine— Minden lexel. Bahnhof Minden), Münster— Enschede; 4. Dortmund die Bahnstrecken Welser— Sterkrade, Hamm bis Paderborn(exel. Bahnhof Paderborn); 1 5. Puderborn die Bahnstrecken Paderborn— Nordhausen (exel. der Bahnhöfe Nordhausen und Northeim), Herzberg— Braunschweig'sche Landesgrenze bei Baden⸗ hausen, Altenbeken— Warburg, Ottbergen— Holz⸗ minden; 6. Cassel, Betriebs⸗Amt Cassel I., die Bahnstrecken Hannover— Cassel(exel. der Bahnhöfe Hannover und Cassel), Lehrte(exel. Bahnhof Lehrte)— Hildes⸗ heim— Nordstemmen; 5 „Cassel, Betriebs-Amt Cassel II., die Bahnstrecke Cassel— Gießen— Frankfurt a. M. 5 Den Eisenbahn-Betriebs-Aemtern liegt nach Maßgabe der durch den Allerhöchsten Erlaß vom 24. November 1879 genehmigten Organisation der Staats ⸗Eisenbahn⸗Ver⸗ waltung(publieirt im Reichs- und Staats⸗Anzeiger r 26. Februar d. J.) die Erledigung aller Geschäfte der laufenden Bau- und Betriebs-Verwaltung, soweit dik⸗ selben nicht organisationsmäßig der Direction oder Hate Herrn Minister der öffentlichen Arbeiten vorbehalten sind, im Wesentlichen in demselben Umfange wie seither den Eisenbahn⸗Commissionen ob; sie vertreten innerhalb ihres Geschäftsbezirks in den zu ihrer Zuständigkeit gehörigen Angelegenheiten die Verwaltung selbstständig, do daß sie auch ohne besonderen Auftrag durch ihre Rechtshand⸗ lungen(Vorträge, Proeesse, Vergleiche ꝛc.) für die Ver⸗ waltung Rechte erwerben und Verpflichtungen übernehmen. — Beschwerden über die Verfügungen und Anordnungen der Eisenbahn-Betriebs-Aemter sind instanzmäßig an die unterzeichnete Direction zu richten. In Folge dieser anderweiten Organisation unserer erweiterten Verwaltung fallen die seitherigen Betriebs— Inspectionen der Westfälischen und Main-Weserbahn und die Functionen der Oberbeamten mit dem 1. April dieses Jahres weg. Von demselben Zeitpunkte ab tritt hinsichtlich der Untersuchung und Entscheidung von Fracht- und Ent⸗ schädigungs⸗Reelamationen insofern eine Aenderung ein, als sümmtliche Gepäck-, Vieh-, Güter-Fracht-Recla⸗ mationen, sowohl aus dem Local-Verkehr, als aus den Verbands-Verkehren von der unterzeichneten Direction erledigt werden, während alle übrigen Reelamationen bei den genannten Betriebs-Aemtern zur Untersuchung bezw. zum Austrage gelangen. Die Reclamationen erstgedachter Art sind daher vom genannten Tage ab direet an uns, die übrigen dagegen an dasjenige Betriebs-Amt zu richten, in dessen Bezirk die Aufgabe- oder die Bestimmungs-Station der be— treffenden Sendung belegen ist. Hannover den 26. März 1880. Königliche Eisenbahn- Direction. Aufforderung. 1323 Die gesetzlichen Erben der zu Dauernheim ver⸗ storbenen Wittwe des Friedrich Mittenz wei aus Stein⸗ furth, früher wohnhaft in Melbach, werden hiermit auf⸗ gefordert, zur Antretung der Erbschaft und Empfangnahme des Vermögens sich binnen 6 Wochen dahier anzumelden, als sonst das Vermögen dem Staate überwiesen wird. Bad⸗Nauheim am 6. April 1880. Großherzogliches Amtsgericht Bad-Nauheim. Allwohn. Bekanntmachung. 1348 Die am 5. und 6. April d. J. abgehaltenen Holz—⸗ versteigerungen im hiesigen Gemeindewald sind genehmigt und ist der erste Fahrtag auf Freitag den 16. April dieses Jahres festgesetzt worden. Pohl⸗Goöns den 13. April 1880. Großherzogliche Bürgermeisterei Pohl⸗Göns. Sei tz. 8 2——— P Schäfer gesucht. 1335 Ein lediger Schäfer mit guten Zeugnissen wird von der Gemeinde Leidhecken gesucht. Leidhecken den 11. April 1880. Großherzogliche Bürgermeisterei Leidhecken. Selz am. Bettfedern werden gereinigt bei A. Thuy in Vilbel. 0⁵ 20-⸗Frankenstücke M. 16 19—23 do. in ½„ 16 1822 Englische Sovereigns.„ 20 35—40 Russische Imperiales.„ 16 66—71 Duff„ 9 53—57 Do: al mars Dollars in Gold ů — 171 Submission. 1347 Die zur Erbauung eines Schulgebäudes für die Gemeinde Bönstadt unten aufgeführten Arbeiten und Lieferungen sollen auf dem Wege öffentlicher Submission vergeben werden und wollen die Submittenten ihre Ange— bote, welche in Prozenten der Anschlagssummen anzugeben sind, bei Großherzoglicher Bürgermeisterei Bönstadt bis zum 24. April, Vormittags 11 Uhr, einreichen, um welche Zeit die Eröffnung der Sub— missionen vorgenommen wird. Die Submittenten haben ferner die nach den allgemeinen Bedingungen zu leistende Caution an genanntem Tage vorzuzeigen. Maurerarbeit, excl. Material M. 3107.80 Steinhauerarbeit, inel.„ 1 Steinrichten„ 360.— Zimmerarbeit„ 3881.— Dachdeckerarbeit„ 1226.43 Schreinerarbeit„ 2140.82 Schlosserarbeit„ 1512 Weißbinderarbeit„ 159275 Glaserarbeit„ 105540 Spenglerarbeit„ 216.— Tapeziererarbeiten„ 109.— Lieferung von 137 ebm gewöhnlichen Bruchsteinen 4790 Anfahren derselben„ 274.— Lieferung von 137 ebm Schichtsteinen„ 548.— Anfahren derselben„ 274.— Lieferung v. 72000 Mauerziegeln(Russen⸗ steinen)„ 1800.— Desgl. von 24000 Mauerziegeln(Ofen⸗ brand)„ 810. Lieferung von 3000 Tuffsteinen„ 126.— Lieferung von 32,76 qm Sandsteinplatten„ 163.80 Lieferung von 34 ebm hydraul. Kalk„ 816.— Lieferung von 20 ebm Luftkalk„ 180.— Lieferung von 30 Centner Cement 7 96.— Lieferung von 70 ebm Mauersand„ 196.— Anfahren von 70 ebm Schlackensand von Nieder⸗Wöllstadt„406. Von den hier angeführten Mauerziegeln, hydraul— Kalk und Mauersand sind auf Großherzoglicher Bürger- meisterei Proben abzugeben. Pläne, Kostenanschläge und Submissions bedingungen können Montag den 19. April, Vormittags von 8 bis Nachmittags 6 Uhr, auf dem Büreau des Unterzeichneten eingesehen werden. Assenheim den 13. April 1880. In Auftrag Großherzoglicher Bürgermeisterei Bönstadt Wenck. Schieseitaftl-Uoltzbüchet zu 45, 70 und 90 Pfennig bei Carl Bindernagel. 9 5 9* 1 8 2 5 8 8 85 12775 3 1 N e 23232 ͤ. ĩ e * * 1 f f zel aleiim lügt e e d 5 4 Vorschuß— und Credit-Verein Zu Keichelsheim.* 4855 den 14. April 1880. 8 N 7 Eingetragene Genossenschaft.„ b EE. 6 Sonntag den 18. April l. J., Nachmittags 3 Ubr, Generalversammlung im Gasthaus Ein messing. Wasserkrahnen 5 1 15 5 5 pi 4 6 8 i 17„Zur Lilie“ und beehren wir uns hierzu unsere Mitglieder einzuladen mne an Sonne maine, 1 Tages Ordnung: beten, denselben in der Restauration Weihl abzu⸗ . 1) Geschästsbericht des Vorstandes. f eben. 4 74 2) Bericht des Ausschusses über die Prüfung der 18791 Bilanz und Entlastung des 8 7 10 Vorstandes.. m U 0 N A 3) Beschlußfassung über die Verwendung des Gewinns. l 15 4) Ergänzungswahl des Ausschusses. a S ö 11 5) Neuwahl des Vorstandes. 9 1 11 außer dem Hause empfehle 1 1339 1 Nach§ 20 der Statuten treten aus dem Ausschusse die Herren Anton Schaser,„„Anng Wind, 3 1 Karl 9710 Maley, Gustav Wilhelm Schmid und ist deren Wiederwab! 8 in der Seemühle. . statutengemäß zulässig. a 6 Herschel's frischgebrannter 6 Reichelsheim am 3. April 1880. Für den Aus chuß: 2 ä 1320 Wilbelm Maas, Vorsitzender. Java ga et 5— E sist stets zu haben in ¼1 Pfund-Packeten à M. 1. 70 Pf. bei Weinversteigerung in Gießen. gas een Tapeten ö ge lossen die Unterzeichneten, abtheilungsbalber, im Neueste in billigsten Preisen empfiehlt ——— . 1—.²— 1 ö Dienstag den 27. April a. e., Nachmittags 2 Uhr. baff. 1 Gasthof„Zum Einhorn“ un Gießen eirca 60 Stück W e 2 en Ane 2 Friedberg. H. Bindewald. 4 weine aus den Jahrgängen 68, 70, 74 75, 76 und 78 öffentlich versteigern.— Proben können 8 ee N 1 K. Hon u. e. dlc an ben Fössem genorimen werden. a 1 Wetterauer Kräuterliqueur. 1 Gießen, 1. April 1880. Linssen c Schmidt Meiner werthen Kundschaft zur Nachricht, daß ich 1 1246(in Liquidation). die Fabrikation meines Liqueurs eingestellt und dieselbe 5 0 der Firma Heß& Hirschberger in Frankfurt a. M. 1 9 5 5 4 d. überlassen habe, doch können Bestellungen noch durch Palmengarten Frankfurt“ 1 M. 12 A. Oertel in Bad-Nauheim. . 5. 5 55 8 5—— Neue französische Brunellen, 1.— 5 Be ginn Feinst Zwetschen, ö Eiergemüsnudeln der großen 57 (Hausmacher), Frühjahrs-Blumen- und Pflanzen-Ausstellung. Aecht italtenische Maccaroni f. f 5 e ed 1346 bei ilhel N Die Ausstellung, sowie sämmtliche Räume des Etablissements sind täglich von— N eee 7 Uhr Morgens an gsöffnet. Der Eintrittspreis beträgt M. 1.— Pf. per Person, für Kinder M.— 50 Pf. Rock Heid de gegeben und zwar Familienkarten à M. 8— Pf., 1 Auch werden Monatskarten für Frem in ze re 5 F i Einzelkarten M. 4 Pf. finden gegen guten Lohn dauernde Beschäftigung bei Täglich Concert der eigenen Capelle, Nachmittags von 4—6 Uhr und Abends von Ie Je 55 r g 0 7½ bis 10 Uhr A. Spiel 4 Söhne, 134⁵ — Tüchtig e — — — —— ——— „„ 1 In den großartigen Gesellschaftsräumen, welche neu fertiggestellt und bedeutend ver— 5 f 5 großert und vermehrt worden sind, Restauration ersten Ranges. 9. 7 6 Dineis und Soupers für größere und kleineie Gesellschaften. Bienen, 9 Frankfurt a.. den 12. März 1880 7 Stück, Dzierzonstöcke, mit starken Völkern, verkauft 1 preiswürdig Carl Foucar Der Veripultungs rat. N. 22 5 Span mr Kirchhoffer in Straßburg Elsaß, heilt nächtliches Bettnässen, Periodestö 944 Holz⸗Versteigerung. Arbeits-Vergebung. ————.— — 1 f 2 ungen, Pollut., Schwäche 4 1349 Donnerstag den 22. April lfd. J., des Morgens Samstag den 17. April, Vormittags 9 Uhr, soll auf 9 281 „ 10 Uhr anfangend, sollen in dem Münsterer Gemeinde- hiesigem Rathhause die für die Einfriedigung des hiesigen ö wald, Distrikt Nollkopf, nachverzeichnete Holzsortimente] Turnplatzes erforderliche Maurerarbeit, veranschlagt zu C 5 8 0 ö versteigert werden: 133 Mark 60 Pf., in Accord gegeben werden. arl Metz in Heidelberg, 1 30 Raummeter Scheit- und Knüppel, Assen heim den 13. April 1880. 2 116 Maschinenfabrik. Spezialität in(H. 62767) „ 1190 1 Wellen, 3 1349 Wenck, Bezirksbauaufseher. Spritzen und Keuertöschgeräthen. 1 400 r Ene noch wenig gebrauchte Singer⸗Nähmaschine billig Illustrirte Cataloge gratis und franco. 3 3 e, zu verkaufen. Zielzahlungen werden bewilligt. 0 81 e 1 89 0 Burg-Vorstadt Nr. 153. 1316 4 3 8 chen Ste e, 7 9 Nadel⸗Stamme Nan e VIS N 9 Nadel⸗Stämme. ˖ ou 5„ . Die Zusammenkunft ist in Münster. Mobilien f Versteigerung. für Sattler, KAutscher und Landwirthe 1 Münster am 13. April 1880. 338 Der unterzeichnete gerichtlich bestellte Nachlaß— Von Fabrik 2 1 5 45 1 5. a 5 t 8 N g 1 Großherzogliche Bürgermeisterei Münster. verwalter läßt Dienstag den 20. April l. J., Vormittags der a des ee 1 hier ist 1 A Reineck. 9 Uhr anfangend, in dem katholischen Pfarrhause zu Cirage A II al 1 9— 2 1 5 Vilbel die zu dem Nachlaß des dahier verstorbenen kath. übert S arnais 110 Holzversteiger ung Pfarrers Boll gehörenden Mobilien, als: Kleider— 8 Pee g . 0 J. 0 schränke, Commoden, Bettstellen, Tische, Stühle, Bilder, uel iese flüssig« Lederwichse gibt nach mein 1 1341 Montag den 19. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, Bücher, Bettzeug, Weißgeräthe, Küchengeräthe ze., öffent⸗ eberzeugung mit einem einfachen Pinsel aufgetrage N sollen in dem Gräflich zu Rantzau schen Kirchwalde lich meistbietend gegen gleich baare Zahlung versteigern. 9 en Schwarz, marten Glanz, erweicht da 1 165 zu Ziegenberg öffentlich versteigert werden: Vilbel den 13. April 1880. 1 7 N sie Fetistoffe in sich hält, ist daber d 10 238 Raummeter Buchen-Scheitholz, E. Camp. visber üblichen Lack gegenüber, der dem Leder doch n 10 45 gemischtes 55 5 0— sschadet, besonders für Chatsenverdecke, Spritzlede 1 15. Eichen 8 8 0 5— und überhaupt jedes Riemenzeug bestens 8 16000 Birken-Buch chen Wellen,. 5 Ul empfehlen. ö 1 f 2000. Fi en Ber 1 50 5 getalt Preis per 1 Flasche M. 15 1 sodann Nachmittags 2 hr im Schneiderwald daselbst: en gros ell tal 8 1 3 1 0 U 2000 Fichten-Wellen-Astreisig. dettebend 10 8 0 8 All. 5 5 Durch die vortrefflichen Eigenschaften obigen Artikels 15 een bestehend aus einem Lager von eirea 600 Dessins. Muster⸗sieht zahlreicher Abnahme entgegen ö 11 Ziegenberg den 18. 5. karten koͤnnen an gute Verkäufer abgegeben werden bei 199. Falck, S Gräfliche Forstverwaltung. 1337 L 38 Ne; 2— 2-Falck, Sattlermeister. 1 ö Sommerlad. 2 duis Weis Besseres Di 5 stper sonal 17 1 2 5 T. Nen 1 3 essere ienstpersonal N Frische Leinkuchen, 1“, gebr annten Kaffee. e ene 7 g 4 2 CK S ure: 8 11 ö 8 ok von A. Zuntz seel. 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