Zucker, t, ehlonzimmt, inthen, bnachtsgebäc echt Witwe. 77 ilder lt in München bei in Friedberg. arkt/ B. arkt 6.8 LKailianstädten und Oberdorfelden angefallen und ihm seine Baarschaft mit 5 Mark abgenommen. tatuten genannten zugegangen fin, Ablauf d. J. an wenn see sich an ste zu betheiligen Zeit noch weitere genommen. Lehrer Faust, rifle, M0 irschborn. aputzen, n, Herrenwesen, Schürzen Stiefel zu den, 8 schuhe, r Schloß. leiderschränke n. 8„ 2 — mit Genehmigung Großherzoglichen Ministerium des Innern und der Justiz übertragen worden sind. Saburoff wird nach N — 1880. Dienstag den 14. Dezember. Oberhessisch Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. M 148. er Anzeiger. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Areisblatt für den Kreis Friedberg. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersaß mit 14 Pf., bei Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. — Amtlicher Theil. Betreffend: Die Ausführung des F. 3 Absatz 2 des Gesetzes vom 1. November 1867 betreffend die Freizügigkeit und des§. 361 pos. 2 und des F. 362 des Reichsstrafgesetzbuchs. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien, Großherzogliches Polizeicommissariat Wickstadt und die Großherzogliche Gendarmerie des Kreises. Johann Pfeiffer aus Proaschin, Kreis Burk, Philipp Formhals aus Arnheim in Holland, Karl Schneider aus Fellingshausen, Kreis Biedenkopf, Heinrich Bremser aus Holzhausen, Kreis Wiesbaden, Nicolaus Schwertel aus Limburg a. d. L., Michael Dampshäuser aus Sterz— hausen, Rasmus Kruberg Möller und Karl Heinrich Möller, letztere beide aus Slagelse in Daͤnemark sind aus dem Großherzogthum aus— gewiesen und treiben sich nichts desto weniger im Kreise herum. Im Betretungsfalle sind dieselben festzunehmen und uns(nicht dem betreffen den Großherzoglichen Amtsgerichte) zuzuführen. Dr. Braden. Friedberg den 11. Dezember 1880. Friedberg am 9. Dezember 1880. Betreffend: Straßenraub, verübt am 9. Dezember dieses Jahres zwischen Kilianstädten und Oberdorfelden. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien, Großherzogliches Polizeicommissariat Wickstadt und die Großherzogliche Gendarmerie des Kreises. Am 9. dieses Monats, Abends 5 Uhr, wurde der Landbriefträger Weiger von Windecken von 3 Vagabunden auf der Straße zwischen Zwei der Strolche trugen Hüte und Roͤcke, Alle drei waren mit Stöcken bewaffnet. Recherchiren Sie nach den Thätern. J. V. d. K.: Küchler, Kreis ⸗Assessor. der dritte Kittel und Mütze. Bekanntmachung. Betreffend: Die Wiederbesetzung der Stelle eines ersten Ingenieurs bei der Gesellschaft für Revifion und Ueberwachung von Dampfkesseln in Offenbach. Es wird hiermit zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß die seither dem ꝛc. Ludwig Barth übertragenen Functionen eines ersten Ingenieurs der rubrieirten Gesellschaft statt seiner vom 1. December 1880 an dem Maschinen-Ingenieur Jacob Göhring aus Frankenthal Friedberg, 10. December 1880. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Bekanntmachung. Die Expedition des Centralblattes für Pferdezucht und Pferdehandel zu Frankfurt a. M. hat sich erboten, dieses Blatt den Mitgliedern, der landw. Bezirksvereine um den Preis von 30 Pfennig pro Jahr excl. Porto zu liefern, wenn mindesteuns 500 Exemplare bestellt werden. Auf Ersuchen des Herrn Präsidenten des landw. Provinzial-Vereins Oberhessen bringe ich das vorstehende Anerbieten zur Kenntniß der Ver— schen ett. und Tapesier. einsmitglieder und bitte, etwaige Bestellungen bis Ende laufenden Jahres bei mir machen zu wollen. Friedberg den 11. December 1880. Der Director des landw. Bezirks-Vereins Friedberg. Dr. Braden. e kan nat n ch u neg. Betreffend: Die Entwässerung der Flur VI, VII und VIII der Gemarkung Wölfersheim. N Der Gemeinderath von Wölfersheim hat die Entwässerung der Grundstücke in den Fluren VI, VII, und VIII der Gemarkung Wöͤlfers— heim beantragt und liegt Plan, Kostenvoranschlag und Darlegung des Projects 4 Wochen lang auf dem Bureau der Großherzoglichen Bürger— meisterei Wölfersheim und zwar vom 30. December dieses Jahres bis zum 27. Januar 1881 zur Einsicht der Interessenten offen. Bemerkt wird, daß die Grundbesitzer der Flur XIII der Gemarkung Wohnbach als Passivbetheiligte im Sinne des Artikels 1, 10 und 23 des Gesetzes vom 2. Januar 1858, die Entwässerung der Grundstücke betreffend, insofern erscheinen als von ihnen die Anerkennung bezw. Einräumung eines dinglichen Servitutrechtes beansprucht wird. Dieses soll bestehen: 1 f 1 5 1) In der dauernden Befugniß des Wölfersheimer Consortiums(d. h. der Grundbesitzer der Fluren VI, VII und VIII der Gemarkung Wölfersheim) beziehungsweise des demselben eigenthümlichen Areals das aus der projektirten Wölfersheimer Leitung kommende Wasser in die dermalige durch Flur XIII der Gemarkung Wohnbach führende Leitung einführen zu dürfen. 2) In dem dauernden Anspruch darauf, daß die Wohnbacher Leitung stets in gutem Stande erhalten werde. 5 5 Diese dingliche Dienstbarkeit in ihrem ersten Theile enthält gleichzeitig die Pflicht der Passivbetheiligten zu dulden„ daß die Wohnbacher Leitung in ihrem oberen Ende in der Länge von 20 m um 40 em tiefer gelegt und mit dem Ausfluß der Wölfersheimer Leitung verbunden werde. f e 5. 1 Sämmtliche Betheiligten werden zu dem Abstimmungstermin Freitag den 28. Januar d. J., Vormittags von 10—12 Uhr, auf das Bürgermeistereibureau zu Woͤlfersheim mit dem Anfügen eingeladen, daß die Zustimmung derjenigen welche in dem genannten Termin weder 1 Selbstperson noch durch gehörig legitimirte Vertreter abstimmen, noch auch bis zu dem 27. Januar k. J. etwaige Einwendungen und Bemerkungen zu dem Plane schriftlich bei uns eingereicht haben werden, unterstellt werden wird. Fri 2 0 ber 1880. J. Wi be Kir 1051 Friedberg den 10. Dezember en 1 i d. Großherzogthum auf Grund des F. 3 Absatz 2 des Freizügigkeitsgesetzes: Eduard Becker von Kirchhofen, Christian Leopold e 0 Wo heim Aan nr, Regierungsbezirk Wiesbaden, Adam Vondrand von Stauth, Kreis Mühlhausen. 55 Wegen 5 bestraft: am 1. Dezember Franz Land von Weinühr, Amt Nassau, am 7. Dezember Johann Hubert Miotgen von Nieder- Mendig, am 23. November Franz Comin aus Lerlin, Oesterreich, am 22. November Ernst Thon in Beichau in Schlesien. Deutsches Reich. behufs Beilegung des kirchenpolitischen Kampfes —„Germania“ ist in der Lage, auf das. stattgefunden. 8. Berlin, 10. Dec. Der russische Botschafter seiner Rückkehr von Fried⸗ seiner Abreise nach Peters⸗ richsruhe und vor a 2 hier verweilen und dabei burg noch einige Tage mit dem deutschen Botschafter in Constantinopel, Graf Hatzfeld, zusammentreffen. Bestimmteste zu versichern, daß die Mittheilungen der„Oesterr.“ Corresp.“ über im Laufe des Sommers stattgehabte Besprechungen Jacobini's mit höheren Berliner Ministerialbeamten jeder Begründung entbehren; seit dem Abbruch der bez. Verhandlungen hätten keinerlei Pourparlers — Dem„Tagebl.“ zufolge beschäftigt sich der Bundesrath augenblicklich in seinen Aus— schüssen mit dem früheren Project der Wehr— Steuer. — 11. Dec. Im Abgeordnetenhaus fand die Fortsetzung der Berathung des Cultus— Etats statt. — 11. Dec. Der deutsche Botschafter in Constantinopel, Graf Hatzfeld, hat heute seinen Urlaub nach Deutschland augetreten. — Gegenüber bezüglichen Mittheilung des „Hamb. Corr.“ sagt die„Nordd. Allg. Ztg.“: Ueber den Hamburger Zollanschluß habe man in Berlin niemals Sorgen gehabt. Die Sorgen deßhalb seien ausschließlich Sache der Hamburger Regierungskreise. Die Initiative habe verfassungs— mäßig von Hamburg auszugehen und werde, wenn sie erfolgt sei, hier das bereitwilligste Ent— gegenkommen finden, welche die Antwort des Reichskanzlers auf die Zollanschluß-Adresse aus— drücke; aber man erwarte die Hamburger Ini— tiative ohne jede Ungeduld. Die Andeutung, daß die Arbeiten bezüglich des Altonaer Zollan— schlusses ruhten, beruhe auf Erfindung. Die Arbeiten seien in vollem Gange und würden allen unberechtigten Gegenwirkungen gegenüber in Kurzem zum Abschluß gelangen. Die Weisung, dieselben ruhen zu lassen, habe niemals existirt. Ausland. n en Oesterreich-Ungarn. Wien, 10. Dec. Abgeordnetenhaus. Reschauer bringt eine Inter— pellation ein wegen der ungleichmäßigen Be— handlung von Holzstofffabrikaten an der deutschen Grenze. N Frankreich. Paris, 10. Dec. Senat. Die Vorlage betr. den Secundärunterricht für Mädchen wird angenommen; Broglie hatte den Artikel, wonach Unterricht in der Moral ohne Beziehung zu irgend einer Religon stattfinden soll, lebhaft bekämpft, Ministerpräsident Ferry ihm erwiedert. — Das Journal„Armse fraugaise“ ver— sichert, daß Tissot, welcher vom Kriegsgericht, in Straßburg zu dreijähriger Festungshaft verur— theilt wurde, keinerlei Mission erhalten hätte und, wenn er Notizen über die Befestigungen von Diedenhofen zu erlangen gesucht habe, nur seinem eigenen Antriebe gefolgt sei. — Das Seinetribunal erklärte sich competent für die Beurtheilung der Klagen der Domini— kaner und anderer Ordensgeistlichen auf Wieder— einsetzung in ihr Domicil. Der Präfect wird in Folge dessen das Conflicts-Verfahren einleiten. — Frankreich soll der griechischen Regierung erklärt haben, sie dürfe auf keine Hülfe Frank— reichs rechnen, wenn sie jetzt einen Krieg begönne. Auch Gambetta würde als Minister nicht anders handeln. — 11. Dec. Die Deputirtenkammer, welche die Berathung des Einnahmebudgets heute fort— setzte, nahm alle die Anwendung der fiscalischen Gesetze auf die Guter der Congregation betreffen— den Artikel an.— Baudry d' Asson hat eine Klage gegen Gambetta und die Quästoren bei dem Ciwvilgericht und dem Criminalgericht ein— gebracht. Senator Baragnon wird fuͤr ihn plaidiren.— Das Gerücht, wonach Barthélemy St. Hilaire durch Challemel-Lacour ersetzt werden würde, ist nicht ernsthaft zu nehmen. Großbritannien. London. Ein Rund— schreiben Gladstone's ersucht die Anhänger der Regierung, am 6. Januar zur Stelle zu sein, da dem Parlamente sofort Angelegenheiten von großer Wichtigkeit unterbreitet würden. — Die„Times“ bespricht den Vorschlag, die griechische Frage einem europäischen Schieds— gericht zu überweisen und glaubt, eine solche Mediation werde die nöthige Kraft besitzen, um deren Entscheidungen Nachdruck zu verleihen. Die griechische Frage durfte nicht länger sich selbst überlassen bleiben. Das einzige Mittel, einen griechisch-türkischen Krieg abzuwenden, wäre die Aufrechterhaltung des europäischen Concerts. Italien. Rom, 10. Dec. Bei Berathung des Budgets des Auswärtigen erklärt Cairoli in Erwiederung auf Anfragen: Die Regierung erhielt von Frankreich das bündige Versprechen, daß die Ordens-Geistlichen aus Hautecombe (Savoyen) nicht ausgewiesen werden. Cairoli sagt ferner: er werde womöglich die Gesandt— schaft iu Madrid zur Botschaft erheben. Italiens Vertreter in Belgrad werde demnächst ernannt, der Italiens Freundschaft für dieses junge Land beweisen soll. Massari erinnert den Minister an Recht und Pflicht der Pforte gegenüber aus Höflichkeitsrücksichten die Ernennung eines Bot— schafters statt Gesandten. Das Budget des Aeußern wird angenommen. Neapel, 10. Dec. Die aus den Schiffen „Svetlana“ und„Askold“ bestehende Russen— escadre ist hier eingetroffen. Türkei. Constantinopel, 9. Dec. Die türkische Note bezüglich der griechischen Frage ist gestern vom Sultan im großen Staatsrathe genehmigt und wird voraussichtlich am Samstag abgesandt. In der Note werden die Mächte ersucht, Griechenland aufzufordern, binnen be— stimmter Frist kategorisch zu erklären, ob es die Vorschläge, welche die Pforte im October machte, annehme; verneinenden Falles müßte die Pforte die Beziehungen zum griechischeu Hof abbrechen. Rumänien. Bukarest. In dem Entwurfe zu der Seitens des Senats zu erlassenden Adresse an den Fürsten wird die lebhafte Dankbarkeit des Landes betont für die Regelung der Thron— folgefrage und Anerkennung der bezüglichen Ver— fassungsbestimmungen durch den Vater und die Brüder des Fürsten. Der Senat nehme davon Act, daß in Ermangelung directer Nachkommen des Fürsten die Söhne des Prinzen Leopold von Hohenzollern zu Erben des rumänischen Thrones designirt seien. Die den Kammern vorgelegten Actenstücke ergäben, daß Prinz Leo— pold auf die Thronfolge verzichte und letztere sonach auf seine Nachkommen übergeht. Galatz, 11. Dec. Die Donaucommission hat gestern die in der vorigen Session ausgearbeitete Zusatzakte zu der die Schifffahrt von Galatz bis zum Schwarzen Meere regelnden Acte mit ge— ringfügigen Abänderungen angenommen. Bulgarien. Sofia. Das Ministerium ist in folgender Zusammenstellung reconstituirt: Karaveloff Präsidium, Finanzen und interimi— stisch Justiz, Zankoff Inneres, Ernroth Krieg, Slaveikoff Unterricht und Stoitcheff Auswärtiges. Griechenland. Athen, 10. Dec. Die Kammer nahm die Conventiou betreffs der An— leihe von 52 Mill. mit der Bank von Griechen— land an; letztere wird sich auch bei der aus— wärtigen Anleihe betheiligen. Aus Stadt und Land. Friedberg, 11. Dez. Gestern Abend zwischen 6 und 8 Uhr wurden von bübischer Hand 15 der neugepflanzten Obstbäumchen am Nauheimer Wiesenweg total abge— brochen. Es ist ein Jammer, die schönen Bäumchen zu sehen. Möchte es doch gelingen, den oder die ruchlosen Buben ausfindig zu machen, damit sie ihrer gerechten Strafe nicht entgehen. Alsfeld. In Zell, Kreis Alsfeld, ist in neuester Zeit eine Erkrankung an Blattern vorgekommen. Gießen, 9. Dez. Schwurgericht. In der Ver— handlung gegen K. Funk von Romrod wegen Körperver— letzung mit tödtlichem Erfolg erkannten die Geschworenen denselben, unter Annahme mildernder Umstände für schuldig und wurde er demgemäß in eine Gefängnißstrafe von 2 Jahr und 9 Monat verurtheilt. H. Petri von Reiskirchen ist wegen Verbrechens gegen die Sittlichkeit angeklagt. Die Geschworenen hielten sich von der Schuld des Angeklagten nicht für überzeugt, worauf derselbe auf freien Fuß ge— setzt wurde.— 10. Dez. K Nickel von Feldkrücken ist wegen betrügerischen Bankerotts und Meineids angeklagt. Die Geschworenen erkannten ihn für schuldig, worauf er in eine Zuchthausstrafe von 4 Jahr verurtheilt wurde, auch wurde auf Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 2 Jahre erkannt. Gießen, 10. Dez. Heute Morgen wurden zwei Ar⸗ beiter verhaftet, welche gestern Abend an dem Güter— schuppen der Oberhess. Bahn mehrere Gußrohre gestohlen hatten und dieselben dahier verwerthen wollten. N Allerlei. Wies baden, 9. Dee. Verflossene Nacht wurde ein kurzer, aber ziemlich heftiger, wellenförmiger Erdstoß dahier verspürt. Karlsruhe, 7. Dez. Soeben 5 Uhr Abends wurden wir durch einen weiteren Einsturz in Grüningen in Schrecken versetzt. Während die Arbeiter mit Ausgraben der Ver— schütteten beschäftigt waren, ist von dem oberhalb dem Wider⸗ lager stehen gebliebenen Gemäuer wieder ein Stückzusammen⸗ gestürzt. Zwei Arbeiter wurden verschüttet, jedoch als⸗ bald wieder ausgegraben; der Eine wurde schwer, der Andere leicht verletzt. Kassel, 8. Dez. Heute Nacht zwischen 2 und 3 Uhr brach in dem Hause Altmarkt Nr. 29 Feuer aus, welches . 5 „ 5 9 rasch um sich griff und viele Menschenleben in Gefahr brachte, denn als man dasselbe entdeckte, hatte es schon im Innern des Hauses große Dimensionen angenommen. Eine ältere Dame, welche ein Feuerwehrmann gerade die Leiter heruntergebracht hatte, gab den Geist in den Armen desselben auf. Ein kleines Kind, welches eine Frau in der Verzweiflung mit Bettwerk umwickelte und so auf die Straße warf, fiel aus seiner Umhüllung heraus und fand ebenfalls seinen Tod. Ein Dienstmädchen, welches einen kühnen Sprung wagte, ist mit einem Arm- und Bein⸗ bruche und einigen Verletzungen am Kopfe davongekommen. Der umsichtigen Leitung und Thätigkeit der Feuerwehr ist es zu danken, daß die Nachbarhäuser verschont blieben und weiteres Unheil verhütet wurde. Breslau, 10. Dez. Der Berliner Nachtschnellzug erlitt eine dreistündige Verspätung in Folge der Ent⸗ gleisung eines Kohlenzuges durch Achsenbruch zwischen Siegersdorf und Bunzlau. Agram, 10. Dez. Heute Nacht 3 Uhr 25 Minuten erfolgte ein kurzer, nicht unbedeutender Erdstoß. London, 10. Dez. Bei einer Grubenexplosion in Penygraig sind 88 Arbeiter umgekommen. London. Die hiesige geographische Gesellschaft er— wägt die Pläne einer neuen Nordpol Expedition, deren Hauptzweck sein soll, auf der Route via Franz-Joseph⸗ land, den unbekannten Flächenraum nördlich vom 79sten und 80sten Breitengrade zu erforschen. Handel und Verkehr. Friedberg, 11. Dec. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 1.10— 1.20, Eier per St. 8 Pf., 2 Stück 15 Pf. Gießen, 11. Dec. Wochenmarkt. Butter per Pfd. M. 1.15— 1.20, Eier 1 Stück 7 Pf., 2 Stück 00 Pf., Käse per Stück 5— 9 Pf., Tauben das Paar 60-70 Pf., Hühner per Stück M. 0.85— 1.20, Hahnen per Stück M. 0.70— 1.20, Gänse per Pfd. 45—55 Pf., Enten per Stück M. 1.60— 2.00, Ochsenfleisch 66 Pf. per Pfd., Kuh⸗ und Rindfleisch 45—50 Pf., Kalbfleisch 45—50 Pf., Schweinefleisch 64—68 Pf., Hammelfleisch 50—66 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 4.00 0.00, Zwiebeln per Ctr. M. 10., Weißkraut 100 Stück M. 4.—6. Gießen. Auf dem am 7. und 8. Dez. abgehaltenen Markte waren aufgetrieben: 5 Pferde, 800 Stück Rind⸗ vieh und 153 Stück Schweine. Es zeigte sich bei gutem Vieh große Kauflust und stellten sich die Preise denen vom letzten Markte gleich. Nächster Markt Dienstag den 25. Januar. 1881. Frankfurt, 11. Deebr. Marktbericht. Heu kostete je nach Qualität der Centner M. 2.50— 4.30, Stroh M. 2—3. Butter im Großen 1. Qual. M. 0.90, 2. Qual. M. 0.80, im Detail 1. Qual. M. 1.10— 15, 2. Qual. M. 1.5. Eier das Hundert M. 6—8. Ochsenfleisch das Pfd. 65—70 Pf., Kuh⸗, Rind- und Farrenflelsch 45 bis 55 Pf., Kalbfleisch 40— 55 Pf., Hammelfleisch 40 bis 55 Pf., Schweinefleisch 75—80 Pf. Kartoffeln 200 Zoll⸗ pfund M. 5, Kopfsalat d. St. 6 Pf., Romain-Salat 30 Pf., Blumenkohl 20—50 Pf., Rothkraut das Stück 15— 25 Pf., Endivien 10 Pf., Weißkraut 15—25 Pf., das Hundert M. 8—10, gelbe Rüben das Bund 12 bis 15 Pf., weiße Rüben das Stück 3—5 Pf., Taube 50 Pf., Huhn M. 1.50—2, Hahn M. 1—2, Ente M. 2.40—3, Gans M. 5—9, Welscher M. 6—8, Feldhuhn M. 1—2, Rehbock das Pfd. 70 Pf. und Hirsch 30—60 Pf. Mainz, 10. Dec. Marktpreise. Kartoffeln 100 Kilo M. 4.20— 5.40, Heu per Ctr. M. 3.50— 3.70, Stroh per Ctr. M. 2.80— 3.00, Butter ½ Kilo M. 1.00— 1.10, Butter in Parthien 85—90 Pf., Eier/ Hundert M. 1.90— 2.40, 1 Handkäse 5—8 Pf., Rothkraut 18—20 Pf., Weißkraut 6—8 Pf., Blumenkohl 25—30 Pf., Wirsing 4—5 Pf., Zwiebel ½ Kilo 8— 11 Pf., 1 Gans M. 3.50—6, 1 Ente M. 2.00— 2.80, 1 Hahn M. 1.20— 1.70, 1 Huhn M. 1.30 bis 1.50, 1 junge Taube 50—60 Pf., 1 Feldhuhn M. 1.80— 2.00, 1 Hase M. 3.00—3.20.— Frucht⸗ markt. Waizen effeetiv hiesiger, M. 21.80— 22.50, fremder 22.00— 22.90, Amerikanischer rother Winter- waizen M. 23.00— 23.88, Roggen, hiesiger und franzö⸗ sischer, M. 21.25— 21.50, Gerste, pfälzer, 17.70— 18.60, franken M. 18.40— 18.60, Hafer unverändert 13.60 bis 14.80, Reps M. 27— 28.00, Rüböl eff. M. 29.80—30 ohne Faß, per Mai M. 29.90 mit Faß. Eingesandt. Geehrter Herr Redakteur! Ich bitte Sie, nachstehen⸗ den Zeilen in Ihrem Oberhess. Anzeiger ein Plätzchen im Interesse der öffentlichen Gesundheltspflege zu gönnen. Seit einiger Zeit sind die Einwohner hiesiger Stadt gezwungen, sich eine langsame Vergiftung gefallen lassen zu müssen. Das Leuchtgas gelangt in einem so wenig gereinigten Zustande zur Verbrennung, daß es wirklich kaum mehr auszuhalten ist. Bei dem Verbrennen ent⸗ wickelt sich schwefliche Säure und diese ist ein höchst gefährlicher Feind der Lungen und der Gesundheit im Allgemeinen. Es sind mir Fälle bekannt geworden, daß Arbeiter, die gezwungen sind, bei Gaslicht zu arbeiten, die Arbeit liegen lassen mußten und, mit Kopfweh und Uebligkeit behaftet, sich kaum noch aufrecht erhalten konnten. Hat denn hier das Kreisgesundheitsamt und die Polizei keine Macht einzuschreiten? Dem Unwesen der offenen Aborte ist doch glücklich ein Ende gemacht worden, der langsamen Vergiftung durch ungereinigtes Leuchtgas muß doch auch abgeholfen werden koͤnnen! H. Ueber Verdauungsstörungen. Die Organe, durch welche dem menschlichen Körper die Stoffe zu seiner Erneuerung aufnahmsfähig gemacht werden, sind für die Gesundheit natürlich von äußerster Wichtigkeit, jede Störung in den Funktionen dieser Organe, Leben leiden chenlebe g ö 1. ene a e chm menen l n Get n gerade di. sches in den A 1 0 lte* 105 u in ung herauß auf die 1 . dag danger 15 der N den dersch till liner 9 liche Gi N . del 5 Expediti cult er arkt. Butter kosete Pf., 2 8100 1 t. Butter per Pf. 2 Stͤck 90 Pf, Kc 8 Paar 60—70 Pf. bahnen per Stück 00, Pf., Enten per 0 i vn gf albftesch 45—50 Ff, elleisch 50-66 Ff. 0.00, Zwiebeln pen. N. 125 e 8. Dez. abgehaltenen de, 800 Stück Rd leigte sic bei guten die Preise denen vom Narkt Dienstag den ktbericht. Heu kostett 2.50— 4.30, Stroh fl. W. 0.0, 3. Sul. 1.1015, 2. Qual. 8. Ochsenfleisch das Jarrenfleisch 40 bis zammelfleisch 40 bis Kartoffeln 200 Zoll N., Romain⸗Salat Rothkraut das Stüc aißkraut 15—25 Pf., hen das Bund 42 bis 5 P., Taube ö Pf, 2, Ente N. 240, „Feldhuhn M. 12 sch 3060 Pf... „ Kartoffeln 100 Klh 503.70, Strah da N. 1.00—1.40, Bu ndert M. 1.90210 820 Pf., Weißt Wirsing 4—5 f, 70,1 n N. 1. ö N. 3.506, 1 En 5 0(In den 14 jede Minderung, Alteration und Hemmung ihrer Leistungs⸗ fähigkeit erzeugt krankhafte Zustände mehr oder weniger die Darmpatie des Unterleibs in Mitleidenschaft gezogen. Tritt nicht an der rechten Stelle richtige Heilpflege ein, so treten die mannigfachsten Krankheitserscheinungen auf, als: Blutarmuth, Bleichsucht, Trägheit der Glieder, Appetitlosigkeit, saueres Aufstoßen, Kopfweh, Schmerzen im Magen, den Därmen, überhaupt im Unterleib, Ver⸗ stopfung, Diarrhöe, Blähungen, Abmagerung, Leber- und Gallenleiden. Läßt man die Krankheit ungehindert ihr zerstörendes Werk fortsetzen, so ist allgemeines Siechthum und schließlich der Tod die Folge. 5 Es ist statistisch festgestellt, daß in Folge der heutigen 9 Lebensweise 2/ aller Menschen an gestörter Verdauung Verschulden, durch Unkenntniß, Vernachlässigung, durch Anwendung ungeeigneter oder gar schädlicher Mittel schwere Melancholie, Hysterie, Gicht und Rheumatismus, Ab- magerung ze. Verdaungsstörungen werden meistens durch nicht ge⸗ nügende Absonderung des zur Verdauung nothwendigen Magen⸗ und Darmsaftes hervorgerufen. Nach dieser Richtung hin muß deßhalb die Heilung des Leidens er— strebt werden, es dürfen keine drastischen, scharf ab- führend⸗wirkende, die Verdauungsorgane nur noch mehr zerrüttende und schwächende Mittel in Anwendung kommen, sondern nur Arzneien, welche die Magenschleimhaut und Darmdrüsen zu größerer Thätigkeit(Absonderung) milde reizen. Heilmittel kann man die von dem Apotheker Rich. Brandt in Schaffhausen dargestellten Schweizerpillen aufs beste schwerer Art. Durch die schlechte Verdauung wird auch Leiden über sich hereinbrechen lassen, wie Hypochondrie, empfehlen. Viele Aerzte haben eonstatirt, und es steht Jedermann frei sich eine Reihe ärztlicher Gutachten darüber in der nachbenannten Apothehe geben zu lassen, daß deren Wirkung eine sichere, äußerst angenehme, anregende ist und daß die Pillen keine, dem Körper schädlichen Stoffe enthalten. Die Vertretung des Herrn Apotheker R. Brandt in Schaff⸗ hausen ist dem Apotheker Kranz in Bad-Nauheim übertragen und findet man dieses bewährte Arzneimittel nur in Blechdosen enthaltend 50 Pillen für Mark 1.— und kleine Probeschächtelchen mit 15 Pillen für 35 Pfg. Man achte beim Ankauf, daß jede Schachtel eine rothe Etiquette mit dem Schweizerkreuz und den Namenszug tualien soll im Submissionswege vergeben werden, als: Crystallöl, Seife, Kaffee, Cichorie, gerollte Gerste, Gries— mehl, Reis, Hirsen, Mohnöl, Ochsenfleisch, Schweine— fleisch, Nierenfett, Schweineschmalz und Brod. Die Submittenten haben ihre Offerten bis längstens zum 16. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, auf Großherzog— licher Bürgermeisterei dahier abzugeben. Friedberg den 11. Dezember 1880. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. bg. Hofraithe-Versteigerung. 4178 Montag den 27. Dezember l. J., Vormittags 10 Uhr, soll in hiesigem Rathhaus die nachbeschriebene Hofraithe der Jacob Schäfer Eheleute zwangsweise öffentlich meistbieteud versteigert werden: Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klftr. II. 521. 43¾10. Hofraithe in der Judengasse. Friedberg den 10. Dezember 1880. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Schrieb Immobiliar-Versteigerung. 4177 Donnerstag den 16. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause die beiden Grundstücke des verstorbenen Metzgermeisters Friedrich August Waas auf Antrag der Erben einer dritten und letzten Ver— steigerung ausgesetzt werden. i Friedberg den 11. Dezember 1880. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Sen Holzversteigerung. 4162 In den Waldungen der Stadt Lich kommen nachstehende Holzsortimente zur Versteigerung: 1) Dienstag den 21. Dezember 1880. I. Bau⸗, Wert- und Nutzholz. (In den Distrikten Eichwald und Fichtenkopf am Hatten— röder Weg.) 113 Eichen⸗Stämme von 12—45 em Durchmesser und bis 15 m Länge, 158 Fichten⸗Stämme von 12—36 em Durchmesser und bis 20 m Länge, 316 Eichen-Stangen von 8—12 em Durchmesser und bis 7 m Länge, 651 Fichten⸗Stangen von 7—12 em Durchmesser und bis 18 m Länge. . f 2) Mittwoch den 22. Dezember 1880. II. Brennholz. Distrieten Eichwald, Fichtenkopf, Untererspeier⸗ lingskopf und Maurerkasperskopf.) 36 Raummeter Buchen-⸗Scheitholz, 98 5„ Knüppel, 1180 Buchen-Wellen, 2500 Eichen-„ 2400 Nadel⸗„ 32 Raummeter Buchen⸗Stockholz, bitte 4 10 chen 93 b Eichen⸗ 5 mage eee eee, Ladet„. ae Kladt Das Werk- und Nutzholz eignet sich besonders für vohner lassen Wagner. f giftung g wen Die Zusammenkunft ist jedesmal am Hattenröder igt 10 0 wirklich Weg vor dem Wald Morgens 9 Uhr, der Anfang im 0 ent Distrikt Eichwald. ben etre 104 dic den 11. Dezember 1880. A 5 a hel in N Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. . ö a l. 5 det rden, dch 5 3 ee, Lieferun e, 3 9s 1 frucht erhal. 4168 Donnerstag den 16. d. Mets, Nachmittags 2 Uhr, aud hetsamt un wird die Lieferung einer zinkenen Pfuhlpumpe in der Bad Nauheim Für 5 sofort ein angehender Commis, 0 Wohnung des Herrn Bürgermeisters Zerb zu Dor⸗ heim in Accord gegeben. 5 0 5 den 11. Dezember 1880. Brückel, Bezirksbauaufseher. i ial⸗ und Kurzwaaren⸗Geschäft wird per e 5 der erstere Branche erlernt hat, gesucht. Näheres bei der Exped. d. Anz. 4152 zu bedeutend herabgesetzten Preisen. Butzbach. 10 leiden ohne es zu wissen und nur zu oft durch eigenes Als eines der am sichersten und raschesten wirkenden des Apotheker R. Brandt trägt. 4173 Submission bmiss Grosser Ausverk 1 250 ieee T 1 1 TKA UI. 4161 Die Lieferung der für das Versorgungshaus und 8. Hospital pro erstes Halbjahr 1881 erforderlichen Vie— Wegen Geschäftsaufgabe verkaufe ich meine sämmtlichen 4098 Tuch⸗ und Manufacturwaaren Georg Hölzer's Wittwe. Bekanntmachung. 4165 Freitag den 17. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr, werden zwei zur Zucht untaugliche Faselochsen, zum Schlachten geeignet, im Gemeindehaus zu Ober-Ros bach öffentlich meistbietend versteigert. Ober- Rosbach am 12. Dezember 1880. Grosherzogliche Bürgermeisterei Ober-Ros bach. Blecher. Arbeits- Versteigerung. 4166 Mittwoch den 15. d. 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Davidis Kochbuch kann als billiges und praktisches Weihnachts- gel geschenk für Fra nen und junge M ä d chen nicht warm genug empfohlen werden und dürfte nebenbei mancher Hausfrau auch vor dem 1700 Feste schon gute Dienste leisten, indem es für jede Art von Kuchenbäckerei eine Fülle der besten Rezepte und Anweisungen gibt. Dasselbe dun ist vorräthig bei Carl Bindernagel in Friedberg. 4156 5 4 2 besu