Dienstag den 5. October. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. —— Amtlicher Theil. 5 2. betreffend: Die Fleischbeschauordnung. Friedberg den 2. October 1880. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Sie erhalten durch die Post die für die Fleischbeschauer Ihrer Gemeinden erforderlichen Justructionsexemplare, unter der Empfehlung mit dem Gemeindesiegel zu stempeln, den Fleischbeschauern zum Dienstgebrauch zu behändigen und bei Wechsel des Personals dafür orgen, daß das betreffende Exemplar immer an den Dienstnachfolger übergeht. Dr. Braden. sieselben I 1 19 Bekanntmachung, e 2. Ichreinc, 0 brik, 1 el⸗Platen die Wahl von Mitgliedern des Kreistags durch die Höchstbesteuerten betreffend. Das Verzeichniß der nach Art. 16, 17 und 18 des Gesetzes vom 12. Juni 1874, die innere Verwaltung und Vertretung der Kreise ind Provinzen betreffend, zur Wahl von 3 Mitgliedern des Kreistags an Stelle der austretenden Herren Adolph Rullmann zu Stammheim, Vilhelm Kleberger I. zu Söͤdel(inzwischen verstorben), Freiherr von Leonhardi zu Groß-Karben, berechtigten 50 Höͤchstbesteuerten des Kreises wird gachstehend unter dem Aufügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der darin mit dem niedrigsten Steuerbetrag Aufgenommene ein Communal— euerkapital von 992 fl. besitzt. Anträge auf Berichtigung dieses Verzeichnisses sind binnen einer unerstrecklichen Frist von 4 Wochen vom Erscheinen er Bekanntmachung im Kreisblatt an gerechnet, bei Meidung des Ausschlusses bei dem Kreisausschusse des Kreises Friedberg anzubringen. Friedberg den 30. September 1880. Der Kreisausschuß des Kreises Friedberg. Dr. Braden. Verzeichniß der 50 Höchstbesteuerten im Kreise Friedberg. 1) Graf Solms⸗Rödelheim zu Assenheim. 13) Rittmeister Freiherr Nordeckzur Rabenau 24) Graf Solms-Laubach zu Laubach. 38) Wilhelm SchwenklII. zuNieder⸗Eschbach. 2) Graf Friedrich von Leiningen-Wester⸗ zu Gießen. 25) Pfarrer Buff zu Nieder-Wöllstadt. 39) Georg Caspar Leopard zu Welbach. ö burg zu Ilbenstadt. 14) Graf Bsenburg⸗Wächtersbach zu Wäch- 26) Allg. Almosenkasten zu Frankfurt a. M. 40) Georg Vorbach Wittwe zu Okarben. J) Großherzoglicher Fiscus. ters bach. 27) Friedrich Wetz zu Münzenberg. 41) Georg Friedrich Väth zu Bauernheim. 4) Freiherr von Franckenstein zu Ullstadt. 15) Konrad Heinrich Bausch zu Nieder- 28) Conrad Rupp zu Dortelweil. 42) Fuͤrst Solms⸗-Lich zu Lich. ) Graf Waldersdorf zu Molsberg. Woͤllstadt. 29) L. C. Theobald Wittwe zu Friedberg. 43) Wilhelm Ullmann zu Nieder-Erlenbach. eh) Fuͤrst Braunfels zu Braunfels. 16) Heinrich Weith IV. zu Nieder-Wöllstadt. 30) Justizrath Dr. Geyger zu Assenheim. 44) Friedberger Bergbau-Gesellschaft, für ud Glancclalr zu den) Frau Dr. Berna zu Büdesheim. 17) Ernst Windecker zu Friedberg. 31) Carl Friedr. Wilh. Keller zu Ossenheim. diefelbe Heinr. v. Köppen zu Wiesbaden. 8) Freiherr von Leonhardizu Groß⸗Karben. 18) Hospital modo Armenfonds Friedberg. 32) Heinrich Fauerbach zu Nieder⸗Wöllstadt. 45) Bürgermeister Jacobi zu Rodheim v. d. H. 0, 110% r, 1%.) Kammerherr Freiherr August von Löw. 19) Johannes May II. zu Staden. 33) Joseph Diehl, II. zu Ober⸗Wöllstadt. 46) Georg Pflug zu Nieder⸗Wöllstadt. . N 14 u Nieder⸗Florstadt. 20) Bierbrauer Melchior zu Butzbach. 34) Andreas Ströbel zu Klein-Karben. 47) Wilhelm Moͤser zu Nieder-Erlenbach. f 5 N 5 ichs del dogesettt)) Freiherr Bernhard von Stein zu Staden. 21) Freiherr von Wetzel zu Ober⸗Mörlen. 35) Wilhelm Wießler zu Butzbach. 48) Peter Kleberger II. Wittwe zu Melbach. a ihn 0) Postmeister Bender zu Butzbach. 22) Heinrich Bausch J. zu Nieder⸗Wöllstadt. 36) Simon Bieber zu Nieder-Eschbach. 49) Jacob Blecher IV. zu Ober-Rosbach. 3 frante 2) Freiherr von Ritter zu Rüdesheim. 23) Friedrich CarlWeith zuNieder-Wöllstadt. 37) Georg Jehner J. zu Schwalheim. 50) Friedrich Hensel zu Okarben. un—— e Di is ins Bevollmächtigte der Gemeindevorständ. ö Vetreffend: Die Wahlen zu den Kreistagen, insbesondere durch Bevollmächtigte der Gemeindevorstände 5 1. October 188 f e f ise Friedb Friedberg am 1. October 1880. rein Zu Fri im Kreise Friedberg. ö f f ssasel. 38.„ Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg 2 tender let. en die Großherzoglichen Bürgermeistereien Butzbach, Kirch-Göns, Pohl-Göns, Hausen, Oes, Griedel, Vilbel, Dortelweil, Massenheim, 15 MN. 386 ll.% Harheim, Groß⸗Karben, Klein-Karben, Okarben, Burg-Gräfenrode, Holzhausen, Kloppenheim, Ilbenstadt, Ober-Mörlen, Langenhain, 7 1705 sauerbach v. d. H., Maibach, Münster, Bodenrod, Ostheim, Hoch-Weisel, Münzenberg, Gambach, Nieder-Weisel, Trais-Münzenberg, i 16 0 Bobhnbach, Södel, Reichelsheim, Dorn-Assenheim, Wölfersheim, Beienheim, Weckesheim, Nieder-Florstadt, Ober-Florstadt, Bauernheim, 1 2 g 7 4 1— 1 2 e Heldenbergen, Kaichen, Bönstadt, Büdesheim, Rendel, Stammheim und Staden 1 e 5 bergen, Kaichen, 2. i 9 900 8 Nachdem innerhalb der gesetzlichen vierwöchigen Frist Beschwerden gegen die in Nr. 91 des Kreisblattes bekannt gegebene Festsetzung „ d1db0.„ der Wahlbezirke und der von den einzelnen Wahlbezirken resp. Gemeinden zu wählenden Bevollmächtigten nicht vorgebracht worden sind, beauf— a 1 agen wir Sie nunmehr, die Bevollmächtigten nach Maßgabe der in Nr. 91 des Kreisblattes veröffentlichten Einwohnerzahl und der daselbst träge. 1 galgegebenen Anzahl der Bevollmächtigten aus der Mitte des Ortsvorstandes bezeichnen zu lassen und uns das erwachsende Protokoll,— „6596.6 welches nach dem in Nr. 144 des Kreisblattes von 1874 mitgetheilten Formular aufzunehmen ist,— uns bis zum 0 100 20. laufenden Monats unfehlbar einzusenden. Wir machen Sie hierbei noch darauf aufmerksam, daß Mitglieder des Gemeindevor⸗ 5 100 andes, welche als Höchstbesteuerte an der Ergaͤnzungswahl von Mitgliedern des Kreistags Theil zu nehmen berufen sind, nicht zu Bevoll⸗ 1 1.5 neächtigten der Gemeindevorstände gewählt werden, beziehungsweise als solche nicht an der Wahl von I die Bevoll— N. 110 wächtigten der Gemeindevorstände Theil nehmen konnen. Dr. Braden. . 72 1 1 .. Jan Bekanntmachung 10390. 5 0 5 8. ö . 100 0 Sonntag den 10. Oetober 1880, Nachmittags 2 Übr, findet in dem Ratbhaussaale zu Frledberg eine General⸗ . 174 0 Lersammlung des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Friedberg statt, wozu hiermit die Mitglieder und Freunde der Landwirthschaft zu recht „* 3 4 7 1 9904, 1 lreichem Besuche eingeladen werden. g 0* e erg den 28. September 1880. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Friedberg. . 14 1 Dr. Braden. ö 9091. Tagesordnung: 1. Berichterstattung und Beschlußfassung, betreffend Gründung von Molkerei-Genossenschaften. . 5 0 2. Berichterstattung über Errichtung einer Zuckerfabrik. 0 95 5 „ u 0 Einladung 0 8 7 2 E g 0 87 N 8 1 15 10 n der Donnerstag den 14. laufenden Monats, Nachmittags 3 Uhr, zu Friedberg in dem Rathhaussaale daselbst stattfindenden 804 e F. Ceneralversammlung des Mathildenstifts Friedberg⸗ Butzbach, in welcher zur Verhandlung kommen: 1) Rechuungsablage. 3 — 1 17 7 des Verwaltungsberichts der Mathildenstiftung für verwahrloste Kinder im Kreise Friedberg. 3) Festsetzung des Voranschlags für 1881, wobei 16000. zer Gesuche um Gehaltserhöhung Seitens der Rechner zu Friedberg und Butzbach, des Controleurs und des Kassedteners zu Bußbach zu ent⸗ it K.. 12360 leiden ist. 4) Beschlußfassung uͤber die neuen Statuten. 5) Mittheilung über Aufnahme neuer Mitglieder. 6) Verfahren bei Zinsenrück— 725 1105. stünden. 7) Ergänzungen des Vorstandes. Zu recht zahlreichem Besuche ladet ein 000 1„ a Friedberg den 4. October 1880. Der Präsident des Mathildenstifts. 15 17 4 8 8 Dr. Braden. so 3 r rr f* . 8 8 3 2 2— ——— Deutsches Reich. Darmstadt. Der Großherzog wird zu An— fang der zweiten Hälfte des Monats Oktober aus England zurückerwartet. Es verlautet mit Bestimmtheit, er werde seine Rückreise hierher so einrichten, daß er an dem Kölner Dombau— fest Theil nehmen könne. Darmstadt. Nach der„Essener Zeit— ung“ soll die Verlobung unseres Großherzogs mit der verwittweten Prinzessin Heinrich der Niederlande(der ältesten 25jährigen Tochter des Prinzen Friedrich Karl, Prinzessin Marie von Preußen) gewiß sein und das Brautpaar in nächster Zeit in einem Schlosse am Rhein eine Zusammenkunft haben. Bis jetzt ist das Gerücht von der Darmstädter Zeitung noch nicht dementirt worden. Darmstadt. Das Regierungsblatt, Beilage Nr. 24, enthält: I. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That. II. Bekanntmachung über die Vorbereitung zum Dienste eines Polizeicommissärs. III. Bekanntmachung über den Locomotivbetrieb auf dem Bahnhofe zu Gießen IV. Bekanntmachung über die Umlagen der israel. Rel.⸗Gem. zu Ober-Erlenbach für 1880. V. Bekanntmachung über die Umlagen der israel. Rel.⸗Gem. zu Ober-Klingen für 1879. VI. Ordensverleihungen. VII. Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen eines fremden Ordens. VIII. Namensverändernng. IX. Dienstnachrichten. Der auf die ev. Pfarrstelle zu Ettingshausen präs. Pfarrer Lahr von Willofs, der auf die ev. Pfarrstelle zu Sandbach-Neustadt präs. Pfarramtscand. Bernhard aus Gedern wurden bestätigt; dem Pfarrer Schwörer zu Zell die Pfarrstelle zu Osthofen übertragen; die Kreis-Bauaufseher-Asp. Nau von Biebes— heim und Freymann von Langd zu Straßenmeistern ernannt; dem Schullehrer Breidenbach zu Kirchheim eine Lehrerstelle zu Storndorf, dem Pedellen am Schullehrer— Seminar zu Friedberg, Conrad, die Stelle des Pedellen am Schullehrer-Seminar zu Alzey, dem Schulamtsasp. Blatz aus Ober-Mörlen eine Lehrerstelle zu Herrnsheim übertragen; der Bauaufseher Wenz zu Wörrstadt zum Hauptsteueramts-Diener in Darmstadt ernannt; dem Schullehrer Dietz zu Klein-Hausen eine Lehrerstelle zu Lampertheim, dem Schulamtsasp. Besand aus Stein— Bockenheim eine Lehrerstelle zu Groß-Winternheim über— tragen; der Lehrer Schrod zu Lindenfels zum Lehrer an dem Schullehrer-Seminar zu Bensheim ernannt; dem Schulamtsasp. Massing aus Astheim die Lehrerstelle zu Heimersheim übertragen. X. Ausschließung von der Rechtsanwaltschaft. Rechts— anwalt Haas zu Mainz ist von der Rechtsanwaltschaft ausgeschlossen worden. XI. Cbarakterertheilungen. XII. Dienstentlassungen. XIII. Ruhestandsversetzungen. XIV. Concurrenzeröffnungen. Die ev. Pfarrstelle zu Nieder-Moos, Gehalt 2331 M.; das Präsentationsrecht steht den Freiherrn zu Eisenbach zu. Eine Lehrerstelle zu Fränkisch⸗Crumbach, Gehalt 900 M. Die Lehrerstelle zu Bauschheim, Gehalt 900 M. Eine Lehrerstelle zu Lützel-Wiebelsbach, Gehalt 900 M.; dem Fuͤrsten zu Löwenstein-Wertheim Rosenberg und dem Grafen zu Erbach⸗Schönberg steht das Präsentationsrecht zu. Die Lehrerstelle an der kath. Schule zu Lützel-Wiebelsbach, Gehalt 900 M. Eine Lehrerstelle zu Monzernheim, Ge— halt 900 M. Die Lebrerstelle zu Olfen, Gehalt 900 M; das Präsentationsrecht steht dem Grafen zu Erbach— Fürstenau zu. Die Lehrerstelle zu Ober-Hainbrunn, Gehalt 900 M.; das Präsentationsrecht steht dem Grafen zu Erbach-Fürstenau zu. Die Lehrerstelle zu Wimpfen im Thal, Gehalt 900 M. Die Lehrerstelle zu Sonder— bach, Gehalt 900 M. Die Lehrerstelle zu Ober-Kains— bach, Gehalt 900 M.; dem Grafen zu Erbach-Erbach steht das Präsentationsrecht zu. Die Lehrerstelle zu Momart, Gehalt 900 M.; dem Grafen zu Erbach— Fürstenau steht das Präsentationsrecht zu. Die Lehrer— stelle zu Güttersbach, Gehalt 900 M.; dem Grafen zu Erbach-Füͤrstenau steht das Präsentationsrecht zu. Die Lehrerstelle zu Erlenbach, Gehalt 900 M.; dem Grafen zu Erbach⸗Erbach steht das Präsentationsrecht zu. Die Lehrerstelle zu Stockbeim, Gehalt 900 M.; dem Grafen zu Erbach ⸗Fürstenau steht das Präsentationsrecht zu. Die Stelle eines Kreis-Assistenzarztes für den Kreis Mainz mit einem Gehalt von 600 M. und einem Impfbezirk. XV. Sterbefälle. Gestorben sind: Der Rendant Wagner zu Frankfurt; der Rechtsanwalt Müller zu Darmstadt; der Hauptzollamts-Assistent Erb zu Darm⸗ stadt; der Rendant Jäger zu Darmstadt; der Hüͤlfs⸗ gerichtsschreiber Rieß zu Darmstadt; der Rendant Bern— theisel zu Langen; der Schullehrer Feick zu Lampertheim; der Distrikts Einnehmer Heß zu Darmstadt; der Schul- lehrer Dickerscheid zu Erbes-Büdesheim; der Hofkeller— meister Ritsert zu Darmstadt; der Kreisarzt Dr. Weber zu Gernsheim; der Steuerrath Eckhard zu Darmstadt; der Pfarrer Kleberger zu Münzenberg; der Brücken⸗ wärter Fried zu Mainz; der Kreisdiener Sulzbacher zu Bensheim; der Schullehrer Helfrich zu Reinheim; der Oberst v. Diemar zu Bessungen. — Der vierte Ausschuß zweiter Kammer hat über die verschiedenen Anträge wegen Anlage und bzw. staatlicher Subventionirung von Secundär⸗ bahnen Bericht erstattet. Der Antrag geht dahin: Die eingelaufenen Vorstellungen nebst Anlagen vorerst an Großh. Staatsministerium zum ge— eigneten Gebrauch bei der in Aussicht gestellten allgemeinen Prüfung der Frage gelangen zu lassen — Der Gymnasiallehrer Prof Dr. Vogel zu Mainz wurde auf Nachsuchen unter Anerkennung seiner Dienste in den Ruhestand versetzt. Berlin. Der Kaiser wird auch den Morgen des zweiten Tages dem Dombaufeste in Köln beiwohnen und den historischen Festzug von der Kaisertribüne auf dem Domhofe ansehen. Berlin. Dem„Tageblatt“ zufolge verlautet, daß Bismarck die geplante Arbeiterversicherung durchaus unter Garantie und Aufsicht des Reiches stellen und jede Privatversicherung ausschließen will. Geheimarth Tiedemann ist zu legislator— ischer Vorarbeit ausersehen.— Die„Nat.-Ztg.“ veröffentlicht eine Zuschrift des Commerzienraths Baare, worin derselbe seine Stellung zur Frage der Haftpflicht und Arbeiterversicherung darlegt und den Vorwurf, er beabsichtige bei seinem Vorgehen die Großindustrie auf Kosten der Com— mune zu entlasten, widerlegt, im weiteren für sich und seine Freunde versichert, sie seien gern erbötig, zur Verbesserung der Lage der Arbeiter— welt so weit zu gehen, als die Grenzen der Er— werbsfähigkeit der deutschen Industrie nur irgend— wie gestatten. — Wie man hört, denkt Bismarck bis zum 20. Oct. in Friedrichsruh zu bleiben und dann hierher zurückzukehren, um den Berathungen der deutschen Minister über die dem Bundesrath und Reichstage zu unterbreitenden Vorlagen bei— zuwohnen. — Eine kaiserliche Verordnung aus Baden— Baden vom 29. September beruft den Bundes— rath zum 20. October ein. Einer Mittheilung verschiedener Zeitungen gegenüber kann die„Nordd. Allg. Ztg.“ ver— sichern, daß der Erhöhung der Branntweinsteuer in dem Staatsministerium keine principiellen Bedenken entgegenstehen, an eine solche aber nur gedacht werden kann, wenn gleichzeitig die directen Steuern den indirecten soweit Platz ge— macht haben, daß die zwei- und dreifache Be— steuerung des Grundbesitzes wegfällt. München. Der bayerische Gesandte beim Quirinal, Freiherr von Bibra, ist vorgestern plötzlich in Penugia gestorben. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien. Die Dele— gationen werden am 19. October nach Pest einberufen. — Bezüglich der Zeitungsnachricht, wonach Kronprinz Rudolf in Berlin vornehmen Fremden gegenüber geäußert hätte, man finde in Wien die Entwickelung der Orientfrage weniger be— denklich, Rußland und Oesterreich könnten sich dergestalt vertragen, daß ersteres Constantinopel in Besitz nehme, wenn letzterem gestattet wurde, nach Salonichi zu gehen, ist die„Wiener Abend— post“ beauftragt, formell zu erklären, daß solche Aeußerung Niemandem gegenüber von dem Kron— prinzen gemacht wurde. Pest, 2. Oct. Unterhaus. Der Minister— präsident Tisza erklärte in Beantwortung der Interpellation Madarasz' über die Flottendemon— stration, die der Türkei fortgesetzt bewilligten neuen Aufschübe bewiesen klar die friedlichen Absichten aller Mächte. Das auswärtige Amt bestrebe sich unausgesetzt, das europäische Concert im Juteresse der Erhaltung des Friedens zu sichern und werde hierin von der ungarischen Regierung' auf das Kräftigste unterstützt. Was noch geschehen werde, sei nicht im Voraus zu bestimmen, eine Landung von Truppen aber laut Instruction an den Commandanten außer dem Bereich der Möglichkeiten. Das Verlangen Madarasz', die Regierung solle garantiren, daß pendance“ meldet: In Huyle bei Brügge haben Ruhestörungen stattgefunden. Die Regierung hatte einen Specialcommissarius abgeordnet, um das Schulgesetz auszuführen. Die Dorfbewohner rotteten sich zusammen, um den Commissär zu vertreiben, welcher nun genöthigt war, militärische Hilfe zu requiriren. Die Gendarmen gaben Feuer; eine Person wurde getödtet, eine Person schwer verwundet. Frankreich. Paris, 1. Oct. Hav.“ begleitet vom„Rappel“ gebrachte Gerüchte über das französische Geschwader im adriatischen Meere als unrichtig und erklärt zugleich, die Regierung sei fest entschlossen, sich nicht vom europäischen Concerte zu trennen, wenn schon sie die bisher gezeigte reservirte Haltung beibe— halte. Die neue Instruction des franzssischen Admirals in Ragusa geht denn auch, wie ge— meldet, dahin, im Einvernehmen mit den Mächten zu bleiben. — 2. Oct. Die für Sonntag beabsichtigte, von Rochefort betriebene Kundgebung gegen die Flottendemonstration erhielt nicht die Genehmig— ung der Behörde. Das Verbot soll erfolgt sein, weil die Veranstalter derselben den gesetzlichen Erfordernissen für Abhaltung einer öffentlichen Versammlung nicht entsprachen. — Hier machen sich zwei sich widerstrebende Strömungen der Orientpolitik bemerkbar. Gam— betta und seine Genossen drängen stürmisch zur Action, während Grevy und Barthélemy St. Hilaire, der öffentlichen Meinung Rechnung tragend, in absoluter Neutralität verharren wollen. Lord Lyons, gestern Abend von London zurück— gekehrt, wurde sofort vom Minister des Aus— wärtigen empfangen. Großbritannien. London, 1. October. Nach dem gestrigen Cabinetsrathe hatten die Botschafter Frankreichs, Deutschlands, Rußlands und Italiens sowie der türkische Geschäftsträger eine Unterredung mit Granville im Auswärtigen Amte.„Daily News“ zufolge billigte der Ca— binetsrath die Action der Bosschafter in Con— stantinopel und deren Festhalten au der Collectiv— Note vollständig. Die Regierung sei durchaus nicht gewillt, ihre Entschließung zu ändern. Man könne annehmen, alle Minister seien darüber einig, daß neuer Aufschub oder fortgesetzte Hals— starrigkeit seitens der Pforte vielleicht eine Action in den Dardanellen nothwendig machen würde. Auf Montag ist abermals der Cabinetsrath ein— berufen; Hartington hat deßhalb seine Abreise nach Balmoral verschoben. Admiral Seymour zeigte dem Ministerium telegraphisch an, das Geruͤcht von der Niederbrennung Duleigno's sei unbegründet. — 1. Oct. Der dentsche Botschafter Graf Münster besuchte heute Gladstone und Granville. — 2. Oct. Eine Schachtel mit einer be— trächtlichen Menge Schießbaumwolle und Zünd— hütchen, sowie ein Kautschukschlauch wurden am Donnerstag Abend in einer Vorstadt Londons, in Brook Green, gefunden. Die Polizei stellt Erhebungen an. Man legt der Affaire keine große Bedeutung bei. — Die britische Regierung faßt ein even⸗ tuelles Aufgeben der Flottendemonstration nur für den einzigen Fall in's Auge, daß die Pforte die Uebergabe Dulcignos unter den von den Mächten gebilligten Modalitäten direct bewerk— stelligt; eventuelle dilatorische Vorschläge der Pforte wird die britische Regierung zurückweisen. — Die vereinigte Flotte erhielt Befehl, sich bereit zu halten, um am 4. Oct. nach Teodo auszulaufen. Dublin. Der Vicekönig hat eine Belohnung von 1000 Pfund Sterling für Ergreifung des Mörders des Lord Mounthmorris ausgesetzt und allen Mitschuldigen volle Amnestie zugesagt, die ungarische Wehrkaft nicht in Action trete, welche Mittheilungen machen würden, die zur sei verfassungsmäßig unzulässig. Wenn die Wehr-J[Verurtheilung des Mörders führen könnten. 4 1 I Die„Ag. U 5 1 bezei land unbe unge . erklũ Ausf werd Bol Min Kön 5 der die x gese aub tee hal Sk Ell, 1 arte nun 1 1 der besti Ausc ihrer suche —ů——— — a sc d 08 l 10 und d Oct. 18 abgeordnet d ie Dorfe den Comm igt war des f enn auc n. sich widerftrcha⸗ bemerkbar. Han ingen stürmisch zy d Bartheleny El keinung Rich al verharre wolle. on London zurück Minister dis Mus: do, J. Ocfober. athe hatten die lands, Rußlauds ge Geschößtsträger e im Auswärtige e billigte der ge or. after in dll n au der Collas rung sei dung g zu ändern. 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Die Möglichkeit der Ausmittelung eines Auswegs zur Lösung der montenegrinischen Frage wird neuerlich in bestimmterer Weise betont. Es gewinnt den Auschein, daß die Pforte, vor den Consequenzen ihrer Haltung zurückschreckend, einen Ausweg suche, um durch Anbahnung einer ernsten Lösung die Flottendemonstration gegenstandslos zumachen. — Demnächst wird eine türkische Note ab— gesendet, welche die Uebergabe von Dulcigno anbietet gegen das Aufgeben der Flottendemon stration, spätere Regelung der Frage und Er— haltung des Status quo im Osten des Sees von Skutari vorbehaltend. Die Note verlangt ferner eine Frist von zwei Monat für Regelung der griechischen und von 3 Monat für Regelung der armenischen Frage. Montenegro. Cettinje, 1. Oct. Wie es heißt, gehen die vereinigten Geschwader am 4. ds. nach dem Golf von Cattaro und werfen Anker, weil daselbst der Ankergrund sicherer als in Gravosa ist. Der gestern Abend von einer Recognoscirung an der albanesischen Küste zurück gekehrte österreichische Aviso sah unweit Dulcigno eine türkische Fregatte vor Anker liegen. — 2. Oet. Die russische Corvette„Zemnik“ ist nach den albanesischen Gewässern abgesegelt behufs Recognoscirungen. Der Zuzug von Alba— nesen nach Dulcigno dauert fort. Riza Pascha hat die Einwohner von Dulcigno erfolglos auf— gefordert, ihre Familien zu entfernen, um sie vor einem Bombardement zu schützen. Die Stimm— ung ist sehr erregt und kampfbereit. Montenegro forderte die albanesischen Kaufleute in Cettinje und Rieka auf, ihre Geschäfte zu schließen und sich zurückzuziehen. Die Albanesen erheben durch den türkischen Coasul Entschädigungsanusprüche. — 3. Oct. Ju Antivari eingetroffenen Nach— richten zufolge sind 620 Skutaristen und 180 mohamedanische Mittelalbanesen sowie 220 Dib— rauer in Dulcigno eingetroffen; dagegen soll daselbst kein einziger Malsowe oder Miridite sein da erstere in Tusi stehen, während letztere mit der albanesischen Liga gespannt sind. Die Zahl der Albanesen in und um Duleigno dürfte 4000 keinenfalls übersteigen. Die Zahl der Türken schätzt man auf 6000. Rußland. Petersburg. Die„Ag. russe“ findet die Haltung Montenegros in der Duleigno- Frage. Nach der bisherigen Sachlage habe Fürst Nikita nur die Besitzergreifung Dul⸗ cigno's zu vollzieben gehabt, während die jetzt 0 Italien. Rom. Das Journal„Diritto“ damit verknüpfte Eventualität eines Krieges mit bezeichnet die Gerüchte von einer zwischen Eng— der Türkei Montenegro zu dem Wunsche berechtige, sich im Nothfalle die thatkraͤftige Unterstützung der Mächte zu sichern. Die„Agence“ ist von der Aufrechterhaltung des europäischen Einver— nehmens überzeugt und betrachtet dasselbe als die beste Garantie für eine günstige Lösung. Amerika Washington. Die Staatsschuld hat im Monat September um 8,970,000 Doll abgenommen. Im Staatsschatze befanden sich Ende September 199,950,000 Dollars. Australien. Melbourne, 1. Oct. Die internationale Ausstellung wurde heute vom Gouverneur mit einer Rede eröffnet, worin er den fremden Nationen für die Förderung des wohlgelungenen Unternehmens dankte. Aus Stadt und Land. S. Friedberg. Die Mittheilung über die statt— gehabten Gemeinderathswahlen bedarf einer Berichtigung, da L. Waas nicht 179, sondern 197 Stimmen erhielt. Alsfeld. In Folge des Frostes sind im Kreise Alsfeld an Obstbäumen zu Grunde gegangen: Aepfel— bäume 17,275, Birnbäume 5407, Zwetschenbäume 99,897, Kirschbäume 2110, Wallnußbäume 270. Gesund geblieben sind: Aepfelbäme 28,413, Birnbäume 27,812, Zwetschen— bäume 93,789, Kirschbäume 7438, Wallnußbäume 380. Die Zahl der erfrorenen Obstbäume beträgt demnach 213,225, der gesund gebliebenen Obstbäume 187,832 St. Gießen. Die Aufnahme der Obstbäume im Kreise Gießen hat ergeben, daß die nachstehend angegebenen Mengen durch den Frost im verflossenen Winter zu Grunde gegangen, beziehungsweise durch denselben nicht berührt worden sind: Aepfelbäume 46,139 abgestanden, 83,882 gesund geblieben; Birnbäume 9,878 abgest., 50,5624ges.; Kirschbäume 3,748 abgest., 15,457 ges.; Nußbäume 900 ab⸗ gest., 3,416 ges.; Zwetschenbäume 229,524 abgest., 194,658 ges.; Pflaumenbäume 1,210 abgest., 3,429 ges.; ver⸗ schiedene andere Sorten 621 abgest., 1,018 ges. Im Ganzen sind 292,020 Bäume abgestanden und 352,422 gesund geblieben. Gießen. Von den 376 während des Sommersemesters hier immatrieulirten Studirenden widmeten sich 78 der Rechtswissenschaft, 67 der Mediein, 43 der Mathematik und 51 der Philologie; die evangelische Theologie war durch 33 Studirende vertreten. Darmstadt. Die hiesige Münzstätte, deren Ein— gang leider in Aussicht steht, hat bis jetzt die enorme Summe von 51,835,749 Reichsmünzen im Gesammt— werth von 46,672,416 Mark 49 Pf. ausgeprägt. Worms. Es war falsch, daß auch der zweite Polizei— diener an den am vorigen Sonntag auf dem Tanzboden erhaltenen Messerstichen verstorben sei. Polizeidiener Horn ist zwar schwer verwundet und konnte noch nicht in seine Wohnung verbracht werden, liegt vielmehr noch in der Schreiber'schen Wirthschaft darnieder. Er ist aber entschieden auf dem Weg der Besserung. Allerlei. Heidelberg. Unsere Notiz, den Sohn des Prof Vogt aus Heidelberg betreffend, ist bahin zu berichtigen, daß nach zuverlässigen Nachrichten derselbe nicht todt ist, sondern sich entschieden auf dem Wege der Besserung befindet und daß die Vermuthung der Absicht eines Selbstmordes diesem Falle ganz fern liegt. Stuttgart. Der hiesige Gemeinderath hat ein Gesuch der internationalen Bell-Telephon-Compagnie in New— Jork um Errichtung einer Telephon-Anlage in Stutt⸗ gart genehmigt. Die Compagnie hat mit den Vorarbeiten bereits begonnen. Verloosungen. Taunus⸗Eisenbahn⸗ Obligationen. Ziehung vom 15. September 1880.— Heimzahlung am 30. Dezem⸗ ber 1880.— 3½procent. Anleihe von 1844. Lit. A. Nr. 45 48 80 98 164 86 231 35. Lit. 8. Nr. 7 23 33 61 96 98 208 9 60 69. Lit. C. Nr. 1 41 49 91 107 20 42 53 55 70 254 75 76 344.— Aprocent. An⸗ leihe von 1862. Lit. A. Nr. 26 159 235. Lit B. Nr. 154 352 60 68 489 566. Karlsruhe, 30. Sept. Bei der beutigen Ziehung der Badischen 35 fl. Loose gewann Nr. 157552 fl. 40 000; Nr. 175595 fl. 10 000; Nr. 159835 und 242104 gewannen je fl. 4000; Nr. 21833, 59157, 269018 und 335002 je fl. 2000; Nr. 86343, 175919, 189863, 193234, 238468, 247752, 304383, 319980, 321810 347139, 363929 und 378921 gewannen je fl. 1000. Handel und Verkehr. Friedberg, 2. Oet. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.90— 1.10, Eier per Stück 7 Pf., 2 Stuͤck 13 Pf. Gießen, 2. Oktober. Wochenmarkt. Butter per Pfd. M. 1.00— 1.05, Eier 1 St. 6 Pf., Käse per Stück 5-10 Pf., Tauben das Paar 40—50 Pf., Hühner ver Stück M. 0.80— 1.00, Hahnen per Stück 50— 70 Pf., Gänse per Pfd. 45—50 Pf., Enten per Stück M. 1.40 bis 1.60, Ochsenfleisch 66—68 Pf. per Pfd., Kuh- und Rindfleisch 48—50 Pf., Kalbfleisch 45—50 Pf., Hammel⸗ fleisch 60—70 Pf., Schweinefleisch 66— 68 Pf., Kar⸗ toffeln per 100, Kilo M. 3— 4, Zwiebeln per Ctr. M. 6—7., Weißkraut 100 Stück M. 6.— 12. Alsfeld, 30. Sept. Der gestrige Michaelimarkt hatte sich in Folge des schönen, freundlichen Wetters eines starken Besuches zu erfreuen. Der Viehmarkt war mit Rindvieh ziemlich stark befahren, der Handel mit demselben aber nicht sehr lebhaft; die Preise waren mittlere. Um so belebter war bei starker Zufuhr und starker Nachfrage der Handel in Schweinen. Von diesen kostete das Paar Ferkel durchschnitttlich 24—32 Mark, das Paar Läufer aber 60— 150 Mark. Frankfurt, 2. Oktober. Marktbericht. Heu kostete je nach Qualität M. 3—4, Stroh M. 3, Butter im Großen 1. Qual. M. 0.90, 2 Qual. M. 0.85, im Detail 1. Qual. M. 1.20, 2. Qual. M. 1.10— 1.15, Eier das Hundert M. 6—8., Ochsenfleisch 65 70 Pf., Kuh, Rind— und Farrenfleisch 45—60 Pf., Kalbfleisch 45—55 Pf., Hammelfleisch 45—65 Pf., Schweinefleisch 75—80 Pf., Endiviensalat per Stück 6—10 Pf., Kohlrabi 6—8 Pf., Weißkraut das Hundert M. 12— 15, das Stück 15 bis 20 Pf., Romainsalat 30 Pf., Rothkraut 15-20 Pf., Weiße Rüben das Stück 5 Pf., Blumenkohl 20—50 Pf., Hahn M. 1.80— 2.20, Huhn M. 1.80— 2.30, Ente M. 2.50—3, Gans M. 5—6, Hase M. 3.50—4., Kapaun 3 M., Taube 45—50 Pf., Kartoffeln 100 Kilogramm M. 5.50—6. Mainz, 1. Oct. Marktpreise. Kartoffeln 100 Kilo M. 4.75—5., Heu per Ctr. M. 3.25 3.40, Stroh per Ctr. M. 9.20— 2.30, Butter ½ Kilo M. 0.90— 1.00, Butter in Parthien 75— 80 Pf., Eier ½ Hundert M. 1. bis 1.30, 1 Handkäse 5—7 Pf., Rothkraut 20—25 Pf., Weißkraut 6—8 Pf., Blumenkohl 25-35 Pf., Wirsing 4—5 Pf., Zwiebel ½ Kilo 8— 10 Pf., 1 Gans M. 4. bis 5., 1 Ente M. 2.—2.20, Hahn M. 1.— 1.50, 1 Huhn M. 1.— 1.30, 1 junge Taube 35—40 Pf., 1 Feldhuhn M. 1.80—2., 1 Has M. 3.80—4.— Fruchtprelse. Waizen eff. M. 21.75— 22½ ͤ per Nov. M. 21.30, Roggen eff. M. 19.75 20 ½, per Nov. M. 20.15, Gerste (Pfälzer) 17.60— 18½, Franken 18— 754, Hafer eff. M. 13/14, per Nov. M. 13.70, Reps eff. M. 27 bis 28, Rüböl eff. M. 29½, per Okt. M. 29.30, per Mai M. 30.20.— Viehmarkt. Ochsen 1. Qual. M. 68, 2. Qual. M. 62, Kühe 1. Qual. M 58, 2. Qual. M. 48—54, Kälber das Pfd. 80—85 Pf., Schweine das Pfd. 64-67 Pf. 1 Geld⸗Caurs. Frankfurt am 2. Oktober 1880. 20 ⸗Frankenstücke M. 16 11-15 do. in g;;„ Englische Sovereiggs s.„%% 20 29—34 Russische Imperiales„% 19 716. Dualen al marco.»! Dollars in Gold 420—23 5 Bekanntmachung. 3341 Die von dem Inhaber der Firma Franz Birken⸗ holz in Vilbel Herrn Julius Birkenholz daselbst dem Franz Birkenholz und Gottfried Thomas in Vilbel er⸗ theilte Procura ist seit dem 1. Juni l. J. erloschen. Vilbel am 30. September 1880. Großherzogliches Amtsgericht Vilbel. Beglaubigt: Weitzel, Gerichtsschreiber. 8 5 8 Faselochs-Versteigerung. 3336 Donnerstag den 7. l. Mts., Vormittags 41 Uhr, soll ein der hiesigen Gemeinde zustehender Faselochs im Rathbause meistbietend versteigert werden. Reichelsheim den 1. Oetober 18809. Großherzogliche Bürgermeisterei Reichelsheim. Schmid. Feinster Vorsch-Leberthran, fast geruch⸗ und geschmacklos in Flaschen à 60 Pfennig, M. 1. und M. 1.70. 8 Derselbe eisenhaltig M. 1. per Flasche. f J. A. Windecker, Hof⸗Lieferant. Bekanntmachung. 3347 Von den Ober⸗Saulheimer Obligationen auf In⸗ haber sind heute die Nummern 65 und 75 durch Aus— loosung zur Rückzahlung berufen worden. Dies den Inhabern derselben hiermit zur Nachricht mit dem An⸗ fügen, daß der Betrag derselben in der letzten Hälfte des Monats Dezember l. J. gegen ganz portofreie Ein⸗ sendung der Obligationen und der noch nicht fälligen Zinscoupons durch unsere Gemeinde-Einnehmerei zu zu Wörrstadt ebenfalls ganz portofrei wird übersendet werden. Vom 1. Januar 1881 an werden dieselben nicht mehr verzinst. Ober⸗Saulheim, 29. September 1880. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober⸗Saulheim. Kõ st e r. Zu vermiethen Zimmer nebst Zubehör auf der Kaiserstraße an eine stille Familie. Von wem? sagt die Exped. d. Anz. 3352 Ein braves Dieustmädchen wird zum 15. October gesucht. Näberes bei der Exped. des Anzeigers. 3335 und sofort zu beziehen 2 bis Privat⸗ Unterricht. Ein junger Mann von academischer Bildung und im 3303 Unterrichten geübt, ertheilt gegen mäßiges Honorar Privat⸗ Unterricht in Latein, Französisch, Geographie, Geschichte, sowie im Zeichnen(sowohl technisches als Freihandzeichnen, Landschafts⸗ u. 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Allen Denjenigen, die während des langen Krank⸗ seins unserer lieben Tochter, Schwester und Schwägerin Louise Heck uns so treu zur Seite standen, sowie Denjenigen, welche dieselbe zu ihrer letzten Ruhestätte geleiteten, sagen wir hiermit unseren herzlichsten Dank. Die trauerden Hinterbliebenen. 3343 Danksagung. Allen Gliedern meiner lieben Gemeinde, wie auch meinen geehrtesten und geliebten Herren Amtsbrüdern und allen übrigen Theilnehmern an meinem großen Schmerz über den Tod meiner theuren, unvergeßlichen Gattin, welche dieselbe zu ihrer letzten Ruhestätte be⸗ gleiteten, spreche ich meinen wärmsten und innigsten Dank aus. Fauerbach b. Fr. den 3. October 1880. Bornagius, Pfarrer. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. —* 1* Stube und f e * 1 N 0 U ne Alle an die Gemeindekasse zu Holzhausen am 1. Octo— 8 0 5 3 ber d. J. fällig er für Holz, Gras, Güterpacht 9 7 Nöberes Nil 2 d. J. fälligen Gelder für Holz, Gras, pacht ze. * zu vermiethen. Näheres Philippi's Jeuzen⸗ müssen bis zum 20. d. Mts. entrichtet werden. Zahl⸗ 8 a tage sind Dienstags und Freitags, von 1 bis 4 Uhr 8 det dauernde Be- Nachmittags. Ein Sattlergeh ülfe“ schäftigung bei Holzhausen, 2. October 1880. 3337 K. Gutermuth, Assenheim. 3340 Ried, Gemeinde⸗Einnehmer. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. 17 De