Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und 5.. a 7 ente per 10 5 5 Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Areis Friedberg. 8 ee Sana, * Ne Uhr, 0 Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. 1 1 5 Aumoncen bon auswärtigen Einsendern(sowelt Letztere nicht Jahres⸗Conto bei uns baben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. ect U—— De den i d 14 Amtlicher Theil. Ab. 4 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. die bert t d: Die Ausfüh des Artikel 8 Gef S 878. i a. 96 1 l die ieee e e, Friedberg den 24. Juli 1879. Pert 1 Auf Verfügung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 2. Juli d. J. geben wir Ihnen auf uns bis spätestens — 1 zum 10. kommenden Monats ein Verzeichniß derjenigen Personen einzureichen, welche durch ihre Theilnahme an den Löschanstalten verun— en en glückt sind, event. ob und welche, mit den Vorständen der in Ihren Feuerwehr, in ihrem Bericht getrennt aufzufüh namentlich aufzuführende Bezirken bestehenden freiwilligen Feuerwehren in Verbindung zu setzen und beide Kategorien, Pflicht. - Uuterrich erstere verunglückt sind, sowie die persönlichen Verhältnisse, Hinterbliebenen solcher Verunglückten vorhanden sind. Sie haben sich zu diesem Behufe und freiwillige Namen der Verunglückten und deren Hinterbliebenen die Gelegenheit, bei welcher Bedürftigkeit und Würdigkeit jeder einzelnen der genannten Personen anzugeben. Dr. Braden. f ren, auch bei dem Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Schuldiener Heinrich Martin Krämer zu Vilbel wurde auf den Polizeischutz verpflichtet. Deutsches Reich. Darmstadt. getheilt wird, Regierung, dem 7 Ansuchen der *. Möckel u, bahn“⸗Gesellschaft entsprechend, die Genehmigung Laien, zur Convertirung der Sprocentigen Prioritätsan— 1 ehen von 1868 und 1869 im Betrage von 0 27,000,000 M. in 4½ procentige mit der Maß babe ertheilt, daß eine Ausgabe neuer Obligationen 1 9 zicht zu erfolgen hat, vielmehr letztere nur abge— 8 tempelt und mit neuen Couponsbogen versehen chen Für diejenigen Obligationen, deren In- B. töltinz. aber von der Convertirung keinen Gebrauch e e nachen, ist als Heimzahlungsfrist ein Vierteljahr ache een frirt. Die so eingelösten bezw. rückbezahlten Obligationen können indeß noch Abstempelung und Beifügung neuer Couponsbogen wieder ausge— peben werder. — Militärdienst- Nachrichten. v. Grolman, Heft. vom 2. Großb. Drag.⸗Regt. Nr. 24 wurde ö Im Port- Fähnr. befördert, von Ayx, Vicefeldw. bm 2. Bat. 3. Großh. Landw. Regts. Nr. 117, 75— 7 7 der Res. des 2. Rhein. Feld- Art.“ obul. egts. Nr. 2 duni Pauly. 18 13 23 befördert, Pauli, Prem.-Lt. vom * 1 Piroßb. Feld ⸗Art.⸗Regt. Nr. 25 der Abschied be— n franco. ligt nähen 3 Berlin. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ schreibt: g 4 Vie uns aus Kissingen zugeht, bittet der Reichs- — lnzler zu entschuldigen, wenn er, so lange seine 1 1 Lag kur dauert, außer Stande ist die Zuschristen und ö% legramme zu beantworten, mit denen er be— 156, Gti art wird. es— Am 9. October sollen die Neuwahlen für lein ⸗Essig in Landtag stattfinden und letzterer gegen Ende 1 i tober einberufen werden.— Die Verhandlungen prountwel bber die Verwaltungsreform haben noch nicht zu un nitiven Beschlüssen geführt. 5 — Kiel, 26. Juli. Der„Kieler Zeitung“ f feitdbtth⸗ Holge ist das Urtheil des Kriegsgerichtes in der 1 gelegenheit des„Großer Kurfürst“ gestern dem ien, ünsreadmiral Batsch und den Capitänen Kühne re + Klausa eröffnet worden. nie Ausland. eie Oesterreich Ungarn. Gastein. Der 1 rüßungsbesuch des Kaisers von Oesterreich bei ser Wilhelm steht nunmehr für Anfang August i Aussicht. 9 Frankreich. Paris. Die Meldungen Msciedener Zeitungen von einem bevorstehenden Wie dem„Frkf. Jour.“ mit- hat die Großh. Hessische Staats- Hessischen Ludwigs⸗ Truppen sind völlig unrichtig. Prinz Jerome hat mehrfach seine Absicht kundgegeben, sich jeden ostensiblen Auftretens zu enthalten. Versailles, 24. Juli. Die Kammer der Deputirten genehmigte heute die Budgets der Post- und Telegraphen Verwaltung, ferner die des Ackerbau- und des Justizministeriums. Bei Be— rathung des Justizbudgets theilte Staatssecretär Goblet mit, daß ein Entwurf zur Reform der Justizorganisation noch vor Schluß der Session vorgelegt werden würde.— 25, Juli. puttrtenkammer genehmigte heute öffentliche Arbeiten. Belgien. Brüssel, 24. Juli. In der heutigen Sitzung des Senats wurde ein Schreiben des Fürsten v. Ligne verlesen, in welchem er auf der Niederlegung seines Postens als Präsident sowie als Mitglied des Senats beharrt. Holland. Haag. Dem„Vaderland“ zu⸗ folge wäre der conservative frühere Minister Van Lynden mit der Bildung eines neuen Cabinets beauftragt. Gesetzentwurf, welcher die Mahlsteuer für geringe Getreidesorten aufhebt. Türkei. Constantinopel. Wie es heißt, beabsichtigen die Signatarmächte die Fixirung eines Termins, innerhalb dessen die Pforte hin- sichtlich der griechischen Frage einen bestimmten Entschluß fassen müßte. — 26. Juli. Die Großvezirskrisis ist durch Annahme der Forderungen Khereddins seitens des Sultans endgültig gelöst. Eingreifende Veränder— ungen im Cabinete werden als unmittelbar bevor— stehend erachtet. Fremy soll nunmehr beauftragt sein, den Plan der Münzereform auf der Grund— lage der Rückzlehung schlechter Geldsorten und des Anschlusses an die lateinische Münzeonvention vor— zubereiten. Fremy ist behufs der erforderlichen Studien, deren Ergebniß er innerhalb Monatefrist vorlegen soll, nach Paris abgereist. — In Nord Albanien brach am 20. Juli ein blutiger Conflict zwischen Muselmanen und Fandesen in Folge der straflosen Ermordung eines Großbritannien. London.„Daily 41 Flüchtlings durch einen Muselman aus. „„ 1 5 m 22. d. plünderten die Fandesen das Dorf Telegraph“ erfährt, England und Frankreich hätten Rai 3 8 1 5 15 N f Ne aica. Die Kirche in Diakova mußte gesperrt sich definitiv geeinigt über ihr Vorgehen bezüglich 5 in Theil des Klerus flüchtete Für die Aegyptens. Es werde wieder eine 5 e g 755 Die De⸗ das Budget für 29 815 8 8 i 8. mission eingesetzt mit Rivers Wilson als Präsident. nächstfolgenden Tage war 90 95 0 N Baring und Blignieres als Finanzeontroleuren,[oren auf die i 8 77 8 17 0 Europaische Minister würden nicht eingesetzt, aber Hospiziums Lon Zumbi 70 isirt. Sri die Commisston erhalte legislative Gewalten. traf bereits energische Anfsalten We 4 N — 25. Juli. Auf der internationalen Tele-[der Unzuten duch entsprechende ee e aziff green gene, Oelde den mende. e a e eee e 9 Special. Commissar zur made 3 Vorgänge Der Worttarif ist allgemein angenommen. Die Wee Aae en e 8 uhes mange. Taxen Deutschlands im Verkehr mit den übrigen. Serbien. Belgrad. Das Gericht hat Ländern werden im Maximum eine Wort Taxe von den Prätendenten Peter Karageorgjewicz wegen 8 der gegenwärtigen Tarise für Telegramme von des vorkährigen Putsches in contumaciam zum 20 Worten unter Hinzurechnung einer Grund. Tode verurtheilt. g 928 taxe, gleich 5 Worten, nach dem neuen Wort- Numänien. Bukarest. Beinahe sämmtliche einheitssatze betragen. Die Unterzeichnung des russischen Journale auklären sich bereit, das neue Vertrages steht noch bevor. Die nächste inter- Cabinet unter der Voraussetzung zu unterstützen, nationale TelegraphenConferenz soll 1884 in ausfb das ministerielle Programm vollständig Berlin stattfinden. aus fübre⸗ 4 6 Spanien. Madrid, 24. Juli. Die]. Griechenland. Athen, 25. Juli. Der Kammern beabsichtigen sich am Samstag zu ver- König conferirte mit den Opposttions Fübrern tagen. Die verfassungsmäßig erforderliche Ge. Trikupis und Zaimis, welche die Auflösung der nehmigung der Kammern zu einer Reise des Königs Kammer als Vorbedingung der Annahme der ins Ausland wurde bisher nicht nachgesucht. Die Mission einer Cabinetsbildung verlangten. Allein Journale schließen daraus, der König werde im trotz aller Bemühungen vermochte die Opposition Laufe des Sommers Spanien nicht verlassen kein neues Cabinet zu bilden; das Ministerium Com- Italien. Rom, 24. Juli. Der Senat munduros verbleibt und ist somit die Minister— ee sacke des Prinzen Jerome Napoleon in his- g tiest und der Ernennung des Marschalls Mac — don zum General-Commandanten der Pariser genehmigte heute den von der Kammer votirten] krisis beendet, 9 2 Rußland. Petersburg, 27. Juli. Kalnoky, Vertreter des österreichischen Botschafters Langenau, richtete die Anfrage an das russische Cabinet, ob die Räumung der Balkanhalbinsel bis zum 3. August beendigt sei. Giers, Ver- treter Gortschakoff's, antwortete bejahend, bemerkte, indeß, er müsse noch einmal bei dem Kriegsamt anfragen, ob keinerlei unerwartete Hindernisse ein- getreten seien. Hierüber steht die Auskunft noch aus. Aus Stadt und Land. Darmstadt. Ovberpostmeister Pfaltz erhielt aus An- laß seines von uns bereits gemeldeten 50 jährigen Dienst⸗ jubiläums von dem Kaiser den Kronenorden 3 Kl. und von dem Großherzog das Ritterkreuz 1. Klasse des Philippsordens. f Mainz. Nicht der Bischof von Speyer, sondern der Bischof von Eichstädt wird die Firmung demnächst in der Diöcese Mainz abhalten. Allerlei. Paderborn, 25. Juli. Der Beisetzung der Leiche des Bischofs Martin wohnten 5000 Menschen bei. Keine Unordnung fand statt. Die Leiche wurde don weftfälischen Adligen und Palriziern getragen. London, 25. Juli. Volkshausen versuchlen Einlaß in das Freiwilligenlager zu Wimbledon zu erzwingen. Als man ihnen dieses verwehrle, bestrichen sie die Lager— umzäunung mit Petroleum, zündeten dieses an und schossen auf die Freiwilligen. f— 5 Rom, 25. Juli. Auf der hiesigen Corsostraße wurde der Bürgermeister Neapels durch einen entlassenen Muni— cipalbeamten mit fünf Dolchstichen verwundet. New⸗ York. 26. Juli. In Memphis fiaden kläglich durchschnitlich fünf Todesfälle am gelben Fieber statt. Eine Reituugs⸗Commission bat sich gebildet. Die Miliz hat Besehl erbalten, die zu üͤck vl eib Einwohner zu schützen. Heute ist ein aus Memphis Geflüchteter am gelben Fieber hier gestocben. nden N. Die neuen Zollabgaben. Es ist ganz natürlich, daß der Mann, welcher einen so großen Antheil hat an der Einigung unseres Vaterlandes, es sich angelegen sein läßt, diese Einigung dauerhaft zu machen. Fürst Bismarck sagte auch in einer seiner jüngsten Zollreden:„Ich habe von Anfang meiner „Carriere an nur den einen Leitstern gehabt: „Auf welche Weise kann Deutschland zur „Einigung bringen und so weit sie erlangt ist, „wie kann ich sie befestigen, fördern und so ge— „stalten, daß sie dauernd erhalten wird“. Ein vortreffliches Bindemittel einer Gemein⸗ schaft gewähren überschießende Jahreseinnahmen. Handelt es sich um einen Bundesstagt, wie Deutsch— land einer ist, so können indirekte Abgaben, Zölle ꝛc. als solche bindende Einnahmequellen bestens dienen. Hätte das alte deutsche Reich eine große Zoll⸗ gemeinschaft gebildet, dann wäre dasselbe wohl nie zur Selbst Auflösung gekommen. Die seit⸗ herigen Zölle des neuen deutschen Reichs waren nicht überschießend, gewährten deshalb keine aus⸗ reichende Sicherung der Einheit Aus diesem Grunde sah sich die Reichsregierung schon vor Jahren veranlaßt, einen Zoll auf Petroleum vor zuschlagen und eine Erhöhung der Abgaben von Tabak in Aussicht zu nehmen. Wäre man hierauf eingegangen, dann konnte Manches anders und der Gedanke einer„allgemeinen Zollpflicht“ fern gehalten werden. Der Reichstag glaubte indessen den Petroleumzoll von der Abschaffung der Salz⸗ steuer abhängig machen zu müssen. Beiderlei Ab⸗ gaben sind mit einander verwandt, indem sie Gegenstände treffen, die allgemein gebraucht werden. Wohl kann man mit einer scheinbar begründeten Entrüstung ausrufen: der arme Mann soll sogar das Solz seiner Suppe und das Oel seiner versteuern! allein man kana auch ohne Entrüstung mit patriotischen Herzen sagen: den allgemeinen Rechten der Bürger an den Staat stehen allge⸗ meine Pflichten gegenüber und die allgemeinste dieser Pflichten ist die Leistung von Beiträgen zu den Kosten des Staates. darum 14 1 Lampe hinreichenden Gegenständen mehr braucht, wie der arme. Der Reiche zahlt ja auch Petroleumzoll und Salz- steuer für die Bediensteten seines Hauses. Weiter empfieblt sich der Petroleumzoll ebenso wie die Salzsteuer durch Einfachheit und Feststellung und Erhebung, sowie duich geringe Belästigung des Publikums. Und von einem Druck kann weder bei der einen noch bei der anderen der genannten Abgaben die Rede sein. Wer die wirthschaftlichen Verhältnisse eines kleinen Haus haltes kennt, der weis, daß für einen solchen 1 Pfund Salz und 1 Liter Petroleum lange aus: reichen. und Petroleumzoll— 5 Pf. das Liter können also, wenn es sein muß, durch kaum wahrnehmbare Einschränkungen ausgeglichen werden. Dennoch wird der Petroleumzoll so unfreundlich besprochen. Viele Menschen raisonniren über die Zölle, als „einer bitterbösen Neuerung“, ohne zu wissen, daß sie seither schon mit dem Preis der Waaren Zollabgaben bezahlt haben. Folgende Uebersicht über die bis jetzt angeordnete Erhebung neuer Zölle möge hierüber belehren: Für einen Centner: jetzt früber jetzt also mehr Kaffee, rober 20,00 17,50 2,50 Kaffee, gebrannter 25,00 21,00 4,00 Thee 50,00 24,00 26,00 Branntwein 24,00 18,00 6,00 Essig 24,00 4,00 20,00 Wein in Fässern 12,00 8,00 4,00 Wein in Flaschen 24,00 8,00 16,00 Getrockn. Datteln, Feigen ꝛe 15,00 12,00 3,00 Tabakblätter 42,50 12,00 30,50 Cigarren und Cigaretten 135,00 60,00 75,00 Andere Tabaksfabrikate 90,00 33,00 57,00 Petroleum und andere Mineralöle 3,00— 3,00 Ferner geht aus dieser Uebersicht zur Genüge bervor, daß die Gegenstände des Luxus und des unnöthigen Genusses viel stärker getroffen sind als die Gegenstände absoluter Bedürfnisse. Diese Thatsache wäre wohl geeignet, eine milde Beurthetlung des neuen Zolltarifs herbeizuführen, wenn derselbe nur Finanzzölle, die lediglich dem Staate nothwendige Einnahmen gewähren und nicht auch Schutzzölle enthielte, die zugleich inlän— dische Produktion und Fabrikation schützen sollen; und letztere, die Schutzzölle, finden eine mehrseitige Mißbilligung und unter diesen in erster Linie die Getreidezölle. Sachverständige sind überdies der festen Ueberzeugung, daß die Zölle von landwirth⸗ schaftlichen Produkten unseren Landwirthen nicht zu Gute kommen, denn die Producenten in Amerika, Rußland ꝛc. arbeiten viel billiger als die deutschen, so daß die Ausländer den geringen Zoll tragen und doch noch mit Nutzen nach Deutschland ver kaufen können. Bestätigt sich diese Annahme, dann wird der Getreidezoll keinen Einfluß auf unsere Fruchtpreise ausüben. Wir sehen bieraus, daß nicht geringe, sondern hohe Schutzzölle das Ausland vom inländischen Markte fern halten. vielmehr eine Beeinträchtigung der nationalen Arbeit; denn eine jede Beschränkung des wirth— schaftlichen freien Verkehrs unter Staaten ist eine Herausforderung Gleiches mit Gleichem zu ver; gelten, somit eine Beschränkung des Weltmarktes zum eigenen Nachtheil der schutzzöllnerischen Völker. Ohne den Weltmarkt, den Verkauf ins Ausland, kann indessen ein Culturvolk gar nicht existiren, seitdem die Arbeitstheilung und Anwendung von Maschinen nur noch in der Maschinenproduktion Lohn gewährt. Die inländische Industrit kann sich in der Heimath nur auf zweierlei Art schützen und empfehlen: 1) durch gleiche oder bessere Qualität als die der ausländischen Waarenz 2) durch die Minder-Transportkosten in Folge Minder⸗Transportes. In letzterer Beziehung sollen N Allerdings sollen die indessen die Eisenbahnfrachttarise eben so sehr von Steuern thunlichst nach dem Vermögen der Bürger] den eigenen Interessen beherrscht werden, wie die umgelegt werden, thunlichst, denn keine Steuer schutzzöllnerischen Bestrebungen, welche die patrio vermag diesem Grundsatze genau zu Selbst die vielgepriesene Einkommensteuer thut dieses des deutschen nicht, weil ihre Ermittelung, geschähe diese durch srembe oder durch eigene Schätzung, eben so selten richtig ist, wie der Verbrauch von Salz und Petroleum findet, obschon der reiche Mann immer an beiden in den Einnahmen eine Bemessungs von dem entsprechen.] tischen Absichten der volkswirthschafllichen Reformen Reichskanzlers etwas verdunkeln. Um je mehr die aus den gegebenen Verhältnissen Rechnung tragend, Negiren bloßer Theorien fern bleiben, Jusofern indessen die neuen Zollabgaben die Con Billigkeit ihrer Salzsteuer— 6 Pf. für das Pfund Allein es ist dieses kein Schutz, so wirksamer wird die Aufklärung werden, Fortschrittsparteien, der Entwickelung sumenten etwa veranlassen, den Zollaufschlag durch Einschränkung im Verbrauch auszugleichen, wollen wir diesen Erfolg segnen; denn neben der Ueber⸗ production hat auch die Ueberconsumtion einen großen Schuldtheil an unserer wirthschaftlichen Neth, der indrustriellen Krisis. Handel und Verkehr. Frledberg, 26. Juli. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. 90—95 Pf., Eier per Stück 5 Pf., 2 Stück 11 Pf. Gießen, 26. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete Butter per Pfd. 80— 84 Pf., Eier per Stück 5 Pf., Käse per Stück 4— 8 Pf., Tauben das Paar 70 Pf., Hühner per Stück M. 1.—, alte Hahnen per Stück 95 Pf. junge Hahnen per Stück 70 Pf., Enten per Stück M. 1 60, tartoffeln per 100 Kilo M. 9 bis 10, Zwiebeln per Centn. M. 9—10, Ochsenfleisch 70 Pf., Kuh⸗ und Rindfleisch 56-60 Pf. Hammelfleisch 6070 Pf., Schweinefleisch 56— 60 Pf, Kalbfleisch 46—50 Pf., Kirschen per Pfd. 6 10 Pf. ö Frankfurt, 26. Juli.(Marktbericht.) Der heutige Heu- und Strohmarkt war ziemlich gut befahren. Heu kostete je nach Qual. der Cent. M. 1.503, Stroh M. 1 bis 2.30., ganze Erbsen 100 Kilo M. 18—23, geschälte Erbsen M 23 28, Linsen M. 2326, Roggenmehl M. 23 50— 24.50. Roggenschrot M 20 21. Weizenmehl M. 29—41, Kartoffeln M. 6, Butter das Pfund im Centner 1. Qualität 90 Pf., 2. Qual. 8085 Pf., im Detall 1. Qual. M. 1.15, 2. Qual. M. 1.510 Eier, das Hundert deutsche M. 4.50, italienische N. 550, Huhn 1 Stück M 1.50— 2. Hahn ein Stück M. 130 bis 70, Ente 2—2 80, Gans M. 4—7. Taube 45—55 Pf., Blumenkohl 30—60 Pf., Weißkraut 20—40 Pf., Wirsing 1020 Pf, Rothkraut 20—50 Pf., Kohlrabt 3-8 Pf., Gelberüben 5—10 Pf., Weißrüben ein Bund 15— 20 Pf., Gurken 12—25 Pf., Erbsen ½ Kilo 15 Pf., Bohnen ½ Kilo 20—40 Pf., desgleichen dicke ¼ Kilo 20 Pf., Zwiebel ein Bund 70—90 Pf., Küirschen 7 Kilo 12 dis 15 Pf., Ochsenfleisch das ½ filo 60—70 Pf., Kuh⸗ fleisch 60 Pf, Kalbfleisch 48—55 Pf., Hammelfleisch 50 bis 65 Pf., Schweinefleisch 60—70 Pf., Nindsleisch 50 Pf., ö Mainz, 25. Juli.(Amtliche Marktpreise.) Butter per Pfd. 75—85 Pf., in Parthien 60—65 Pf., Eier, 14 Hundert, M. 1.20— 1.25, Kartoffeln per 100 Klgr. M. 7.50— 8, Kornstroh per Centn. M. 190 2.20, Heu M. 2.60— 3.(Amtliche Fruchtpreise.) Waizen M. 21.70, Korn M. 14.90, Gerste M 16.30, Hafer M. 14.85(per 100 Kilogr.). Bekanntmachung. Vom 1. August d. J. ab tritt in dem zum Land⸗ bestellbezirke des Postamts in Ortenberg im Großh. Hessen gehörigen, im Kreise Büdingen belegenen Orte Stock⸗ heim bezw. auf dem Bahnhofe daselbst eine Post-Agentur in Wirksamkeit, welche die amtliche Bezeichnung Stock⸗ heim im Großherzogthum Hessen zu führen hat und die Portotaze von Ortenberg im Großherzogthum Hessen erhält. Die Dienststunden für den Verkehr mit dem Publikum werden, wie folgt, festgesetzt: a. an gewöhnlichen Wochentagen: von 8—12 Uhr Vorm. und „ 3— 6„ Nachm.; b. an Sonntagen: ö von 8—9 Uhr Vormittags und ö„ 5—6„Nachmittags; c. an den gesetzlichen Feiertagen, welche nicht f auf einen Sonntag fallen: ö von 8—9 Uhr Vormittags, „ 12—1„ Mitlags und 0„ 5—6„Nachmittags. Als Landbestellbezirk werden der neuen Postagentur die zum Bestellbezitk von Ortenberg im Großh. Hessen gehörigen Orte und bezw. Wohnplätze Bleichenbach, Bleichen bach Bhf., Hof Leustadt und Hessel⸗Mühle, sowie der zum Bestellbezirke des Postamts in Altenstalt gehörige Ort Glauberg und die Glauberger Mühle zugetheilt. Darmstadt den 22. Juli 1879. Der kaiseliche Ober-Postdirector. In Vertretung: Husadel. Literarisches. Daheim. Die soeben erschlenene Nr. 43 enthält; Ein Duell unter Robespierre. Roman aus dem Nachlaß! von Georg Hilil.(Forts.)— Phystognomische Erinner ungen. Draußen gesammelt für Daheim. Von K. Dielitz. Zur Kenntniß Australieus. Eine Fabrik geistlicher Lieder, ([Von Karl Slorch.— Die Trinkgefäße unserer Altvorderen. Von Dr. J. Stockbauer. Mit 7 Abbildungen.— Det⸗ deulsche Palästinaverein.— Am Familienlische: Bücher schau LIXIX.— Gesundheitsrath. Mit einer illustrirten Beilage: Rosenoculiren.— Die Centralstellung. Eine (militärische Plauderei vom Vierzehnien. Geld⸗Cours. Frankfurt am 26. Juli 1879. 0 Franfentüd... Englische Sovereigns 20 36—41 Niussische Impeigle s„ 16 70 75 Ducaten e 9 59—64 Ducaten al mareo— Dollars in Gold 4 18—21 fach Ghtftou⸗ helm 5e Hüte! 2 1 N 1 1 9 Aufforderung. Nach Testament des Johannes Henrich und dessen (befrau, Maria Dorothea, geb. Scheib von Reichels⸗ kim, vom 12. Januar 1863 sind Friedrich Wagner gittwe von Reichelsheim und Peter Werner Ehefrau un Nieder-Issigheim zu Erben eingesetzt worden. Die 1 Amerka unbekannt wo? abwesenden gesetzlichen Erben. ir Frau Kaspar und Georg Scheib aus Reichelsheim erden hiermit auf Antrag der Testamentserben auf- ——— — . 3 er Offentlichkeit an gerechnet, das erwähnte Testament 0 fordert, binnen 3 Monaten, vom ersten Erscheinen in 1 chufechten, als sonst dasselbe als anerkannt und rechts- faltig angeseben und jenen das zum Nachlaß gehörende ermögen überwiesen wird. Friedberg den 8. Mai 1879. Großherzogliches Landgericht Friedberg. 764 Allwohn. — 8 2 Edictalladung. 922 Nachdem über das überschuldete Vermögen der Friedrich Kochs Eheleute von Assenheim der formelle Loncurs erkannt worden ist, werden sämmtliche Gläubiger erselben zur Geltendmachung von Forderungen jeder Art, sowie etwaiger Vorzugsrechte auf Mittwoch den 6. August 1879, Vormittags 9 Uhr, unter dem Rechtsnachtheile stillschweigend erfolgenden Ausschlusses von der Masse hiermit vorgeladen. In diesem Termine soll die Güte nochmals versucht und, sofern dieser Versuch mißlingt, über Bestellung ines definitiven Massecurators, Wahl eines Gläubiger— zusschuffes und überhaupt die weitere Sachbehandlung Beschluß gefaßt werden. Ausbleibende und durch gehörig nicht vertretene Gläubiger werden hierbei Bevollmächtigte As den Beschlüssen der Mehrheit der Anwesenden in t zustimmend angeseben. Friedberg am 26. Mai 1879 Großherzogliches Landgericht Friedberg. All wohn, Follenius, Landrichter. Landgerichts-Assessor. N 0* 8 1 8 Enudurtheil. 3 5 0 Oeffentliche Sitzung des Großherzoglichen Bezirksstrafgerichts Gießen vom 10. Juni 1879, wobei zugegen waren: 1) als Vorsitzender der Großherzogl. Justizrath Dr. von Schmalkalder, der Großherzogliche Stadtgerichts-Assessor Justizrath Ouvrier. er Großh. Landg.⸗Assessor Großmann, 3) der Großh. Staatsanwalt Zimmermann. 4) der Großh. Seeretär Kattrein. In Untersuchung gegen Karl Holler von Fauerbach wegen Beleidigung wird auf die am heutigen Tage ge ssetzlich gepflogene Verhandlung, bei weicher Rubricat micht anwesend war, auf den vom Großherzoglichen Staatsanwalt gestellten Antrag, nach staltgehapter Be⸗ trathung des Großherzoglichen Bezirksstrafgerichts im Berathungs zimmer, sstellen:§§ 185. 194. 196. 200 St. G. B. Art. 322. 418 St. P. O., sowie Art. 2 und 3 des Gesetzes vom 5. April 1877 als Rich ter d 2 hierdurch zu Recht erklärt: Karl Holler von Fauer bach, 30 Jahre alt, ledig, Schmied, ist wegen des ihm zur Last gelegten Vergehens der Beleidigung in eine Gel dstrafe von 20 Mark, im Falle der Uneinbringlichkeit mit 4 Tagen Haft zu verbüßen, sowie zum Exsatze der Kosten des Verfahrens zu verurtheilen, dem Großh. Bür zermeister Wagner von Bruchenbrücken auch die Befugniß zuzusprechen, die Verurtheilung des Beschuldigten auf dessen Kosten binnen 14 Tagen, von Zustellung einer Ausfertigung des rechts— kräftigen Urtheils an, einmal im Friedberger Kreisblatt öffentlich bekannt zu machen. V. MR. W. So geurtheilt und alsbald in öffentlicher Sitzung 2513 Am Freitag den 1. August d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen im Remonte Depot Ulrichstein, Vorwerks Selgenhof, 3 desgleichen noch brauchbare Arbeitspferde öffentlich den Altar des Hauses. Gesammelt und herausgegeben meistbietend verkauft werden. von Theodor Winkler. 2520 auf Grund nachfolgender Gesetzes⸗ Pferde-Verkauf. 7 1 0 0 1 0 0 9 Stück ausrangirte Remontepferde und Bedingungen im Termin Ulrichstein den 26. Juli 1879. Königliches Remonte⸗Depot. ö Die Lieferung nachstehender Materialien: 100 Böden 10ter Stämme Tannen Floßholz, 3 gter 10 7 50 Stück breite Schreinerdiele, Hlattige, 300„ schmale Dachdiele, 200 5 5 Schreinerdiele, 50„ breite Doppeldiele, 12000„ eichene Pfähle, 900 Liter Rüböl für die Braunkohlengrube„Ludwigshoffnung“ bei Melbach soll auf dem Submissionswege vergeben werden und ist hierzu Termin auf Donnerstag d 7. August d. J., 75 D Vormittags 10 Uhr, anberaumt. eu Lieferungsbeding— ungen liegen auf unserem Büreau dahier zur Einsicht offen. Offerten sind portofrei und versiegelt mit der Aufschrift„Material⸗Lieferung“ versehen vor dem Termin. eben daselbst einzurtichen. Bad Nauheim em 26 Großberzogliches Salinen— 1879. ergamt Bad-Nauheim. J —** a Holz-Versteigerung. 2515 Die am 25. d. Mts. im hiesigen Walde abgehaltene Holzversteigerung ist genehmigt und der erste 1 Dienstag den 29. 1. Mts. festgesetzt worden Die Fahr⸗ zeit dauert bis zum 16 August l. J. und kann an allen Wochentagen gefahren werden. 3 am 16. Mai l. J. im Distrikte Wassertdöll ver⸗ e Holz muß bis zu demselben Termin weggefahren Or er⸗Mörlen am 26. Juli 1879. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober Mörlen. ec pistenlact 7 4 Meno Jisitenkarten in Buchdruck: 28 versch. Sorten, per 100— M. 1. 40, in Lithographie 21„ 5 100 N 1. 50 Solche auf mattem oder Chamois-Carton, sowi solche mit Extraschrift oder Verzierungen sind theurer. Carl Bindernagel. 5 Fensterläden, Näheres zweiflügelig, gut erhalten, sind billig abzugeben. 850 bei der Exped. d. Anz. G. L. DAUBE.& C0., Central-Annoncen-Expedition der deutschen und ausländischen Zeitungen, rösseren Städten sowie in allen übrigen g des In- und Auslandes, halten sich bestens empfohlen zur Vermittelung von Inseraten in alle Zeitungen, Localblätter, Reisebücher, Kalender ete. In- und Auslandes, unter Zusicherung promptester, billigster u. gewissenhaftester Bedienung; ö auch steben dieselben den P. T. 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