1879. Dienstag den 28. Januar. M12. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Erscheint dreimal per Woche und zwar Dienstags, 5 Juhelt, Freitag Abend ausgegeben. Areisblatt für den Kreis Friedberg. Donnerstags und Samstags. * Die einspaltige Petitzeile wird ber Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. 2 def. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. — Für die Monate Februar und März kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der Verlags-Expedition mit 67 Pf., bei den Poststellen mit 1 Mark abonnirt werden. Amtlicher Theil. au Nein 1 Bekanntmachung. Detreffend: Verloosung des Vereins für Geflügelzucht zu Mainz. f Großberzogliches Ministerium des Innern hat, durch Entschließung vom 17. laufenden Monats, dem Verein für Geflügelzucht zu Mainz die 8 Erlaubniß ertheilt, gelegentlich der Geflügelausstellung zu Mainz am 11. März laufenden Jahres eine Verloosung ausgestellter Gegenstände vorzunehmen. leg un a a d. 0 bn Friedberg den 24. Januar 1879. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. dtntt Fm. 1 Bekanntmachung. Dr. Braden. In Gemäßheit der Instruction vom 2. September 1875 zur Ausführung des Reichsgesetzes über die Naturalleistungen für die bewaffnete Nacht wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Durchschnittspreise der nachbemerkten Artikel für den Monat December 1878 sich „ solgendermaßen und zwar für je 100 Kilogramm berechnen: Hafer M. 13.—, Heu M. 5.—, Stroh M. 4.—. Friedberg am 21. Januar 1879. worden. Friedberg den 25. Januar 1879 Bekanntm ach u ng. Bekanntmachung. etreffend: Entwösserungsanlage der Fluren I, II, III, VI une VII in der Gemartung Sddel. Zur Wahl dreier Sachverständiger und ihrer Stellvertreter zu der mit Leitung der Arbeiten rubricirter Anlage zu betrauenden Commission wird Termin auf Montag den 3. Februar 1879, Vormittags von 9 bis 12 Uhr, auf das Gemeindehaus zu Södel anberaumt. Die Sachverständigen sind in der Art zu wäblen, daß der eine nebst dessen Stellvertreter von dem höchsebesteuerten Drititheil der betheiligten Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Kriegedenkmünze für 1870/71 auf der Cbaussee Friedberg— Butzbach, in der Nähe von Bad- Nauheim, Ende vorigen Monats gefunden Der Eigenthümer kann sich auf dem Burkau der unterzeichneten Behörde melden. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. 10 Hall, Orundbesitzer, der zweite nebst Stellvertreter von dem zweithöchstbesteuerten Drititheil, der dritte nebst Stellvertreter von dem geringstbesteuerten 8. Dritttheil der Grundbesitzer gewählt wird. * Das Verzeichniß der in die vorerwähnten drei Klassen eingetheilten Grundbesitzer liegt bis zum Wahltermin auf dem Gemeindehause offen. 2* Friedberg den 23. Januar 1879. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. 4 288 Dr. Braden. 3 An die Großherzoglichen Bürgermeistereien in den Großherzoglichen Distriets-CEinnehmereien Friedberg und Nieder-Woͤllstadt. „ Wir ersuchen Sie, in Ihren Gemeinden durch die Schelle bekannt machen zu lassen, daß die Berichtigung der Forst⸗ und Feldstrafen für die 6. Periode 1878 8 dem 1. bis zum 25. Februar dieses Jahres an den Zahltagen Dienstags und Donnerstags ohne Mahnung anber geschehen kann. N Friedberg den 27. Januar 1879. Großherzogliche Distrits-Einnehmereien Friedberg und Nieder-Wöͤllstadt. 11„ Weigel Nieß gabe. Deutsches Reich schaftsablage zu gewähren, und enthält Vorschriften Bevollmächtigten zum Bundesrath dahin zu in- + 4 Darmstadt. Die„Darmst. Ztg.“ erbält über die Etats wirthschaft, die eigentliche Ver- fstruiren, daß dieselben gegen den vom Reichekauzler ing. tie Nachricht, daß der Großberzog mit seinen waltung, Rechnungestellung und Rechenschastsab- eingebrachten Gesetzentwurf, betr. die Strafgewalt un kindern in Begleitung des Prinzen von Wales lage. Der Entwurf umfaßt 21 Artikel mit Be. des Reichstags über seine Mitglieder stimmen. 5 und des Prinzen Leopold die Reise glücklich zu- stimmungen über das Finanzgesetz, den Verkauf— Die zweite Kammer ist auf den 3. Febr. 5 Aut tückgelegt hat und im Hafen von Cowes ange- von Staatseigentbum, Abschluß von Contrakten einberufen. Auf der Tagesordnung der ersten l lommen ist, woselbst die Herrschasten die Nacht perließen und mittelst Wagen in Osborne eintrafen. Wie der Londoner„Standard“ hört, bürden die fünf Kinder des Großherzogs in Lagland bleiben, da die Königin deren Erziehung übernommen hätte. Darmstadt. Das Regierungsblatt, Beilage Nr. 2, enthält: I. Bekanntmachung über die Bestätigung von Stist— ein ungen und Ver mächtnissen. g II. und III. Ucversicht der für 1879 genehmigten lagen in den Gemeinden der Kr. Aleselo und Bingen. IV. Dienstentlassung. g. 40 Erledigt ist: eine mit „ Egule zu Fürstengrund, Gehalt 900 M. Das Präsen- N 11. 1 1 sieht dem Grafen von Erbach Schönberg zu. 17 Nubesser te Grundlage für die Verwaltung, die 5 geo slon der Staats rechnungen und die Rechen— b 100 17 ** auf Rechnung des Staates, Feststellung der Be- Sitzung stehen die Gesetzentwürse in Betreff der soldungectats, den Bücherschluß der Hauptstaats- Ausführung der Strasproceßordnung, in Betreff kasse und die Behandlung der Kassendefekte. Ab- des Verfahrens in Sachen der nichtstreitigen Ge⸗ geordneter Schroeder brachte bei der 2. Kammer richtsbarkeit und in Betreff der Fortführung der folgenden Antrag, den Wucher betreffend, ein: „Die in das Detail der wichtigen und schwierigen“ Grundbücher in Rheinhessen. — Aus dem von dem Abg. Königer erstatteten Frage eingehenden Anträge des Abg. Wolz(Be- Bericht des zweiten Ausschusses der zweiten Kammer schränkung der Wechselfaͤhigkeit, Zinsmaximum, über den Gesetzentwurf, das Verfahren in Sachen Wucherstrasen) kann ich aus verschiedenen Gründen nicht für zulaͤssig und zweckmäßig erachten und beantrage: 1) Ablehnung des Antrags Wolz, dagegen 2) das Ersuchen der Kammec an die der nichtstreitigen Gerichtsbarkeit betreffend, ent- nimmt das„Fr. Journ.“ unter anderem, daß der Ausschuß an die Regierung zwei Ersuchen ge— richtet haben will, welche allgemeines Interesse Regierung, dahin zu wirken, daß a. auf dem erregen werden: einmal bandelt es sich um den Wege der Landes- resp. Reichsgesetzgebung, sowie Erlaß einer Verlassenschafts-Ordnung, und sodann b. durch Unterstützung der auf Hebung des Credits, um eine Vormundschafts Ordnung, oder, wenn ins besondere des land wirthschaftlichen Credits, ge⸗ die Regierung mit Rücksicht auf das Bevorsteben richteten Bestrebungen alle die Maßregeln ergriffen des bürgerlichen Gesetzbuchs eine solche gesetzliche werden, welche nothwendig erscheinen zur Be- Regelung nicht für angemessen halten sollte, wenigstens seitigung der wucherischen Benachtheiligungen des um eine Zusammenfassung und Ueberarbeitung der Publikums.“ Der Abg. Wasserburg bat den bis dahin erlassenen reglementären Vorschristen. Antrag eingebracht: die Kammer wolle beschließen, Die Regierung bat sich im Wesentlichen zur ein die Staats- Regierung zu ersuchen, die hessischen[gehenden Prüfung dieser Ersuchen bereit erklärt, — — —— e * 2 Berlin, 23. Januar. Abgeordnetenhaus. (Schluß.) Lasker begründet und empfiehlt den von der nationalliberalen und der Fortschritts⸗ partei gestellten Antrag. Windthorst(Meppen) wendete sich gegen einzelne Ausführungen Lasker's und tritt für den Antrag von Heeremann ein. Hänel weist die Einwürfe Windthorst's zurück. Der Antrag der Nationalliberalen und der Fort⸗ schrittspartei wird darauf in seinen einzelnen Theilen und im Ganzen genehmigt. Das Haus setzte dann in einer Abendsitzung die zweite Lesung des Capitels 126a des Cultusetats, betr. das technische Unterrichtswesen fort und beschloß ge⸗ mäß dem Antrage der Commission, über die bereits mitgetbeilte Petition preußischer Archi⸗ tekten und Ingenieure zur Tagesordnung überzu⸗ gehen. Das Haus genehmigte sodann den Rest des Etats unverändert.— 24. Jan. Die kürz⸗ lich in zweiter Lesung angenommenen Justizaus- führungs⸗ und anderen Justizgesetze werden nach unwesentlicher Debatte auch in dritter Lesung er⸗ ledigt. Hierauf folgt die zwelte Berathung des Gesetzentwurfs, betreffend die Befähigung für den höheren Verwaltungsdienst. Schließlich nimmt das Haus den Gesetzentwurf über Landeseultur Rentenbanken bis§. 8 nach den Commissions- Anträgen an.— 25. Jan. Das Haus nahm in dritter Lesung den Gerichts-Gemeinschafts-Ver⸗ trag mit Lippe an und genehmigte in zweiter Lesung die Gesetzentwürfe über die Aheinschiff fahrt-Gerichte und die Elbzoll-Gerichte sowie über die Landescultur-Rentenbanken nach den Com⸗ misstonsanträgen. Dem Hause ist der Nachtrags- Etat zum Etat der Justizverwaltung zugegangen. Darnach werden gefordert als jäbrlicher Betrag für die Ober-Landes- Gerichte 3,081,000 M., die Landgerichte und die Amtsgerichte 47,208,984 M., die Cesängniß Verwaltung 1,549,000 M., für Pensionen, Dispositionsgevälter, Wartegelder und Unterstützung 3,350,000 M. Summa der Aus- gaben 55,188,984 M. In der Budget Com- mission ist auf Antrag Richter(Hagen) mit 15 gegen 5 Stimmen beschlossen worden, die Staats Regierung aufzufordern, sie möge in Anbetracht der finanziellen und wirthschaftlichen Lage des Staats vom Ankauf von Vollbahnen Abstand nehmen und Untersuchungen anstellen, in wie weit locale Ausschuß-Bahnen die Eisenbahnrentabilität heben. Bezüglich dieses Beschlusses äußert die „Nordd. Allg. Ztg.“, daß die von dem Reichs kanzler warm vertretene Politik der Consolidation des Staats- Bahnnetzes nur Ersolg haben könne, wenn der Staat die für den Verkehr wichtigsten Linien in Händen habe. Um dies Ziel zu er reichen, sei der Ankauf gewisser wichtiger Voll bahnen unumgänglich nothwendig. Der Beschluß der Commission gestatte übrigens keinen sicheren Schluß auf das Votum des Hauses. — 24. Jan. Die Nachricht, daß sich der gegenwärtig einberufene Admiralitätsrath auch mit Berathung der Bestimmungen, betreffend die Ab- änderung der Fahrordnung für Panzerschiffe zu befassen haben werde, ist völlig unbegründet; der Admiralitätsrath wird sich, wie gemeldet, nur mit der Frage der Hafenbauten in Wilhelmshafen beschäftigen. Heute tritt der Ministerrath, morgen der Admiralitätsrath und Montag erst das Kriegs- gericht in Sachen des„Großen Kurfürst“ zusammen. — 25. Jan. In Landtagskreisen heißt es, das Staatsministerium habe gestern einem Antrage Bismarck's auf Einführung des Tabaksmonopols zugestimmt. Freiburg i. B. Die Tischler und Schneider haben hier Innungen mit je einem Vorstande, Schriftführer und Arbeitsnachweis Bureau ge— bildet mit dem Zweck einer tüchtigen allgemeinen und fachlichen Ausbildung der Lehrlinge, Her- stellung eines guten Verhältnisses zwischen Meistern und Gesellen und Pflege des Gemeingeistes unter den Meistern. Die Verwaltungsbehörde hat den- selben aber die Gewährung von Körperschafts⸗ rechten versagt und sie auf freie Vereinbarungen hingewiesen. Ausland. Waarknverkehrs und die Verlängerung des Schiff- einigten sich Commisston in der heute zusammengetretenen über folgende Maßregeln bezüglich der in Rußland auftretenden Pestseuche zur unverzüglichen Durchführung: 1. Entsendung von Aerzten auf die Epidemiestätten, um Character, Verlauf und räumliche Ausdehnung der Epidemie zu studiren. 2. Unbeschränktes Einfuhrverbot für alle Waaren aus den insicirten Gegenden und für gewisse Waaren aus Rußland. 3. Zwanzig⸗ tägige Quarantaine auf allen östlichen und süd⸗ östlichen Einbruchsstationen für aus den versprengten Gegenden kommende Personen. Die österreichische Regierung beabsichtigt, beim Reichstrath eine Vorlage über die Kosten der Vorsichtsmaßregeln einzubringen. Zu der Conferenz wird auch ein Ver⸗ treter Rußlands erwartet.— 25. Jan. Die unter dem Vorsitze des Ministerpräsidenten tagende Epi demie-Commission schloß heute die Berathungen vor- läufig ab. Die Commisston beschloß, daß solgende Gegenstände und Waaren von der Einfuhr aus Rußland event. auszuschließen seien: Ungereinigte Leib- und Bettwäsche, gebrauchte Kleiderhadern, Pelzwerk, Felle, Häute, halbgares sowie sämisch zu- gerichtetes Ziegen- und Schafleder, Blasen, Därme, gesalzene Därme, Haare, Borsten, Federn, Caviar, Fische und Sareptabalsam. Schafwolle ist vor der Zulassung zu desinficiren, desgleichen Briese und Papiergeld Sendungen. Die Schiffe aus russischen Häfen nebst den darauf befindlichen Per sonen und Waaren sind vor der Zulassung zum freien Verkehr einer sanitären Revision zu unter- ziehen. Nach Umständen sind die von der Com- mission aufgestellten Grundsätze auch auf Pro- venienzen aus den unteren Donaugegenden anzu: wenden. Der rumänischen Regierung sind die genehmigten Beschlüsse bekanntzugeben und die Bereitwilligleit zum weiteren unmittelbaren Ein- vernehmen aus zusprechen. — 23. Januar. Abgeordnetenhaus.(Fort- setzung der Generaldebatte über den Berliner Vertrag.) Hofet, Peez und Obertraut sprechen gegen Pirquet und Auspitz für den Antrag der Mojorität der Commission. Hofer vertheidigt die Competenz des Reichsraths und erklärt, der Berliner Vertrag sei besser als sein Ruf und unter den gegebenen Verhältnissen nothwendig gewesen. Der Krieg mit Rußland sei aber auf die Dauer unvermeidlich; Oesterreich müsse daher ein enges Freundschastsverbältniß mit Deutschland anstreben. Auspitz, welcher Herbst scharf angreift, schließt mit einer energischen Vertheidigung der Politik Anrassp's.— 24. Jan. Das Haus ge⸗ nehmigte die Uebereinkommen mit Frankreich in Betreff der meistbegünstigten Behandlung des fahrts-, Consular-, Verlassenschafts und literarischen Vertrages. Der Handelsminister erklärte, daß die veränderten Zollsätze demnächst publicirt werden. Hierauf wurde die Debatte über den Berliner Vertrag fortgesetzt. Pest, 25. Jan. Die„Pester Corr.“ theilt die wesenilichsten Bestimmungen des Gesetzentwurfs über die neueste Anleihe mit. Das Anlehen dient zur Ein- lösung des rückständigen Theiles der Schatzbonds zweiter Emission, zur Deckung der Nachtragseredite aus früheren Jabren und der Occupationskosten in den Jahren 1878 und 1879. Die Operationen dürfen den Betrag von 96 Millionen Gold nicht übersteigen. Der Finanzminister wird ermächtigt, den Betrag entweder durch Emisston einer 6proc. steuer- und stempelfreien Goldrense oder durch Emission Hproc., in Gold verzinslicher binnen 36 Jahren zu amortisirender Hypothekar⸗Pfand-⸗ briefe im Maximalbetrage von 72 Millionen Gold oder durch andere provisorische Creditoperationen zu beschaffen. Die aus dem Verkaufe der zur Deckung dienenden Staatsgüter erfließenden Gelder sind ausschließlich zur Einlösung dieser Hypothekar⸗ Pfandbriefe zu verwenden. — 25. Januar. Das Abgeordnetenhaus ge— nehmigte den Handelsvertrag mit Italien in der General- und Special-Debatte, nachdem der Handelsminister und der Minister Präsident die Vortheile nachgewiesen, welche derselbe im Ver Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 24. Jan. gleiche mit der gegenwärtigen Lage biete. Die Deligirten Oesterreichs und Deutschlands wird ärztliche Besichtigung der Seeprovenienzen aus Rußland angeordnet und erwartet weitere Weisungen des Ministeriums. Frankreich. Paris, 24. Jan. Jules Ferry erbält einen diplomatischen Posten oder das Portefeuille des Handels ministeriums. Es cursiren abermals Gerüchte, daß Mae Mahon abdanken wolle und daß, falls sich dieselben bestätigen sollten, Dufaure zu seinem Nachfolger ausersehen sei. Die„Agence Havas“ meldet in dieser Sache: Es heißt, der Marschall.Präsident hätte auf der gestrigen Soiree im Elysee gegenüber dem Kammerpräsidenten Grévh erklärt, er würde seine Entlassung nehmen, wenn den Ministern vom 16. Mai der Proceß gemacht würde. — Die„Rep. fr.“ meldet, daß die Armee Corps-Commandeurs, General Bourbaki, Bataille, Ranson und Lartigne zur Disposttion gestellt seien. Versailles, 23. Jan. Deputirtenkammer. Ein Antrag von Laisant(Linke) wegen Herab⸗ setzung der militärischen Dienstzeit auf drei Jahre in Erwägung genommen; derselbe also zur Diskusston gestellt werden, doch glaubt man in den parlamentarischen Kreisen nicht an seine Annahme.— 24. Januar. Unterrichts- Minister Bardoux bringt einen Gesetz Entwurf ein, wonach der Elementar-Unterricht von 1. Jan. 1881 an obligatorisch sein soll; Familienväter, die gegen diese gesetzliche Bestimmung fehlen, haben eine öffentliche Verwarnung zu gewärtigen und können, wenn sie zum vierten Mal rückfällig werden, zeitweilig der politischen Rechte verlustig gesprochen werden. Großbritannien. London. daß die Königin im Frühjahr, Darmstadt und Coburg zu besuchen beabsichtige für unwahr zu erklären. — Nachrichten aus der Capeolonie vom 7. Jan. 1 bestätigen, daß Cetewayo das Ultimatum abge⸗ lehnt hat und für den Krieg entschieden ist. Genugthuung zu erlangen; indeß wird der britische Commandant mit Eröffnung der die britische Regierung Cetewayo Frist zur Unter werfung gestellt hat; inzwischen treffen die Engländer Vorbereitungen zum Ueberschreiten der Grenze. — Gerüchte von der Rückkehr des Emir nach Kabul ermangeln der Bestätigung, sie sind mindestens verfrüht und verdanken wahrscheinlich ihren Ursprung der immer mehr um sich greifenden Meinung, daß die Abreise des Emirs weniger eine Flucht, als ein wohlüberlegter freiwilliger Schritt war, um sich mit dem General Kauffmann zu verständigen und ihn zur Erfüllung der Erwarlung auf Unterstütz⸗ ung Rußlands zu veranlassen, welche die russische Mission zweifellos ausgiebigst in Aussicht gestellt hatte. Dadurch erklärt sich auch die zuwartende Haltung Jakub Khans. Der in seinen Erwartungen getäuschte Emir dürfte zur Rückkehr geneigt sein. — Jakub Khan bemächtigte sich des den Ghib⸗ zais gehöcigen Forts Jezeen und machte Gefangene. Die Ghibzais ergriffen in Folge dessen die Waffen gegen Jakub Khan. Spanien. Madrid, 24. Jan. Amtlicher Mittheilung zufolge sind in Catalonien eine repu⸗ N blikanische Fahne, ein dergl. Siegel, auch 30 Ge⸗ wehre beschlagnahmt und 3 Verhaftungen vorge- nommen worden.— Die Regierung hat die sofortige Absendung eines Schiffes nach Puerto Plata an- geordnet, um Genugthnung für die der spanischen Flagge durch die Republik San Domingo zuge— fügte Beleidigung zu fordern. Italien. Rom, 24. Jan. Die Deputirten⸗ kammer begann die Berathung des Handels Ver⸗ trags mit Oesterreich. Seismit-Doda wies die Vortheile des Vertrags nach. Morgen wird die Berathung fortgesetzt. Convention wegen Beitritts zum Welt Postver⸗ trag vor. — Anläßlich der letzten päpstlichen Encyelica sind aus verschiedenen Theilen Europas seitent der Internationalisten und Sotialisten Drohbriese im Vatican eingelangt. Triest. Die Seebehörde hat einstweilen die Vatican werde dieselben den interessirten Regierungen wird Das Reuter'sche Bureau ist ermächtigt, eine Nachricht, Die britische Regletung hat Maßregeln getroffen, um Feinseligkeiten bis zum 11. Jan. warten, bis zu welchem Termin Die Regierung legte die Es wird versichert, der! 25 Del b 1 10 m T wild saäligt, den Octup Rußsi 1 Berstä Naum un l. 1 ben aut P. .— Frieder züglich geinisch Tranlt 0 Slupsc Regie. ufint N kueffen Aussic Ueberg Fallend bessert in N diplon Quent 19 Pasch in. Jour die n Bulga Comm Minos bes 0 1 0 0 Pfort 1 Com 17 der 6 18 Frech iin den Come von n bigtbe Ain U darin ber 9 Der . . * 2. — — — Ninistern * . Arne „ Satailt, chill dein. tert anntr. n ptrab⸗ ktu Jahre elde wird ich glaubt i zicht an Uutttrichts. ur 1. Jau. nilitnvältt, Arn, haben gen und lig werten, gesprochen . Det 1 Neqrticht, iedt und upaht z n 7. Jan. A tlgteiten dn Tunis 1 later. zländtt * Urptung densg, daß icht, als aun „ as s friechischen Commissären an Bord die Einfabrt 5 J Die griechischen „ serküg,“ Commissäre sind demzufolge bei Vonitza gelandet, des intigte und ttheilen.— Die Verhandlungen des Vaticans it Deutschland sollen gegenwärtig, nachdem äber einige Punkte ein Einverständniß erzielt wurde, mit größerer Leichtigkeit statthaben. Türkei Konstantinopel. Dem„Globe“ wird in einem Telegramm aus Berlin be— slätigt, daß die vertraulichen Besprechungen zwischen den Mächten über eine gemischte europäisch— Occupation in Rumelien nach dem Abzug der Russen fallen gelassen worden sind, weil eine Verständigung selbstverständlich unmöglich war. — Wie verlautet, würden die Russen mit der Räumung Adrianopels nach erfolgter Besetzung von Podgorizza durch die Montenegriner beginnen. Die Führer der Insurrection in Mesopotamien aben sich definitiv unterworfen. — Die„Agence Havas“ meldet sehr lakonisch Pera, 25. Jan: Der Sultan ist krank. — 25. Jan. Die Sanction des definitiven Friedensvertrages seitens des Sultans wird unver— züglich erwartet. Da der Commissär für die montene— grinische Angelegenheit, Kiamil Pascha, ernstlich er— krankt ist, so wird ein anderer Commissär entsendet. Serbien. Belgrad, 23. Januar. Die Skupschtina hat mit 90 gegen 60 Stimmen die Regierungsvorlage über eine Patentsteuer offene Geschäfte angenommen. aus Montenegro. Cettinje. Seit dem Ein⸗ steffen der türkischen Commissäre haben sich die Aussichten auf eine friedliche Abwickelung der Uebergabe⸗Operation betreffs der an Montenegro fallenden, bisher türkischen Gebiete wesentlich ge— pessert.— Zum diplomatischen Vertreter Frankreichs n Montenegro ist nunmehr definitiv der bisherige diplomatische Agent Frankreichs in Belgrad, St. Quentin, ernannt worden. RMRumänien. Bukarest, 24. Jan. Savpfet Pascha ist heute dier eingetroffen und vom Fürsten in Privat⸗Audienz empfangen worden. e 26. Jan. Ein in Galatz erscheinendes Journal meldet, die rumänischen Truppen hätten die neuen Grenzen zwischen der Dobrusdscha und Bulgarien, wie solche von der Grenzregulirungs— Commission festgesitzt seien, besetzt, ungeachtet die Minorität der Commission gegen die des Gebietes von Silistria peotestirt habe. Griechenland. Athen, 25. Jan. Die Pforte hat durch ihren Vertreter in Athen ihr Befremden ausdrücken lassen, daß die griechischen Commissäre für die Greuzregulirung abgereist sind, jevor die Pforte den Tag für den Zusammentritt 1 Commission bekannt gegeben hatte. Die Pforte leß gleichzeitig der Corvette„Olga“ mit den in den Golf von Arta verwehren. auf Theilung einbarung dauert bis zum 1. Juli 1879. stimmt. befördern. Das Syndicat zeichnete Der Schaͤtzsecretär hat weitere 20 Mill. einberufen. Die Verzinsung geht am 24. April zu Ende. Aus Stadt und Land. M. Friedberg. Im Jabre 1878 wurden im hie⸗ sigen Bürger Hospitals 315 Personen, 232 männliche und 83 weibliche, an 5549 Pflegetagen& zulch behandelt und verpflegt. Im Versorgungsbause wurden im Ganzen 57 Personen an 14,632 Pflagetagen unterbalten. Unter- uütz! wurden 206 Personen, 87 männliche und 119 weid⸗ liche 36 Famuienväter, 13 Ehefrauen, 9 Wittwer, 49 Wuütwen, 55 ledige Personen, 32 cheliche und 12 uneche⸗ liche Kinder. 200 Petrsonen von den Unterstützten baben n Friedberg und 6 ͤ an anderen Orten ihre Wohnung. Versorgungshause und Besserungs⸗ Im Ganzen wurden 354 Unter⸗ bewilliat. Da nach der letzten Vorkszäblung Frieoberg 4385 Emwohner bat, so ist der 21. Mensch dabiet ain Unterstütztet. Dabei ist jedoch zu bemerken, daß bei der Unterstützung der Familienväter und Witiwen nut in einzelnen Ausnahmefällen, wenn ein besonderet [Grund dazu vorlag, deten Kinder als Untetstützte mit⸗ gezählt sind. Würden dagegen alle Kinder der bezeichneten Personen als Unterstützte aufgeführt so würde sich die Zahl der Letzteren leicht auf 230— 240 Personen etböhen d. b. im Spitale, Austalten unterstützt. stützungen lassen. Von den dahitet Untersutz en sind etwa 41 früber nicht dahiet einbeimische Personen in Folge des Gesetzes über Unterstützungswohnsitz zur Unerstützung gesetzlich betechligt gewrn.— Mit voller Sichecheit kann man sagen, daß 1878 5% det Bevölkerung abgeseben von allet Privatwohltbänzken, gesetzlich unterstützt werden mußten. Gibt dieser hobe Procentsatz nicht Stoff zu einem ernsien Nachdenken? Dank der mild Sliftungen unseret sahten bat die Armen verwaltung keinen Zuschuß von der Sladikasse in Anspeuch genonemen. Wären diese Stistungen nicht vorhanden und müßten die Mitiel für die Armen⸗ pfl ge durch die Steuerkraft der biesigen Einwohner auf⸗ gebracht werden, so würde die Gemeinde bei den sich steigernden Ansprüchen für die Armenpflege mit Sicherheit übe lastet werden. Nach unserer Meinung kann gegen den Vor⸗ sorischreitenden Paupettiemus, der in leichtfertigen Hei⸗ rathen, in Genußsucht und Verschwen dung, in Trägheit und Zuchtlosigkein vorzugsweise feinen Grund bat, auf dem Wege der Gesetzgebung nicht mit vollem Ersolge an⸗ gekämpft werden, sondern nur durch Belebung siitlichet Kräste in unserem Volke. Möchte es an den Letzteten Niemand seblen lassen!— Alzey, 21. Jan. Heute Nacht versuchten 2 Strolche in die Gülcaxpedisson der hiesigen Station einzubtechen, wurden jedoch durch den Nach wächser verjagt. Nachdem sie sich eine auf der Chaussee umhergettieben, be⸗ gaben sie das Stationsgebäude und versuchten auch bier Tyüren und Feuster zu öffnen. Der Nacht⸗ wächter befahl ibnen, den Bahnbof zu verlassen, worauf Weile sich an die beiden Strolche über ibn berfielen Det eine zog ein M sser und stach dem Nichtwächter in's Gesicht, während ihn der andere mit einem Stocke tractirte. Als sie be— meiken, daß dem Nachtwächter das Blut am Gesicht berunserlief, enisernien sie sich, der Eine die Bemerkung machend:„Ich bin Noviling's Bruder, wir kommen Nachtwächter, welcher sich während Angriffs auf ihn redlich webrie, versetzte dem Einen morgen wieder!“ De d tusssch don wo sie auf dem Landwege sich nach Anino mi senem Sizocke einen Hieb in's Gesicht, der ihn verlett . girl patent Arratlungtt aüttigl tik. 0 den Obib⸗ 1 Gdangtnt 1 Bafa segeben werden. Das Vorgehen der Pforte erregt in Athen sehr peinliches Aufsehen: man erblickt tarin natürlich eine neue absichtliche Verschleppung ter Verhandlungen. Rußland. Petersburg, 24. Januar. Der deutsche Boischaster, General v. Schweinitz, gab gestern zu Ehren des Erbgroßherzogs von Mecklenburg und dessen Verlobter eine glänzende Soiree, dem das Brautpaar, der Großberzog von Mecklenburg nebst Gemahlin, die Großfürsten Michael und Wladimir, das diplomatische Corps und die höchsten Würdenträger beiwohnten. — Officieller Mittheilung zufolge ist in Wet⸗ hanka u seit dem 21. d. und an anderen Orten seit dem 17. d. kein weiterer Pesterkrankungsfall vor- gekommen. — In Bestäligung früherer Meldungen wird g ltgetheilt, daß Emir Schir Ali nicht nach Peters e 177 Dodd 1 1 hurg kommt, sond ern in Taschkent bleibt. An Stelle es nach Madrid versetzten Fürsten Michael Gort— shakoff ist Nelidoff zum Gesandten in Dresden nannt Amerika. Washington. Der Schatz Secretät hat mit einem Anleihe Syndicate eine Vereinbarung getroffen, wonach von der neuen soroc. Anleihe nicht unter 5 Millionen monatlich % Europa unter den nämlichen Bedingungen ver— buft werden sollen, wie die Begebung der Volks- leihe in den Untonstaaten erfolgt. 11 Die Ver- baben mag und so der Polizei vielleicht bictet, ihm auf die Spur zu kommen. es auf die beiden Kassen abgeschen. Allerlei. Leonberg. Der außerordentliche Zulauf von Hand— werkeburschen und das freche Auftreten derselben beim Betteln veranlaßten die hiesigen Collegien, zum Schutze der Einwohner wieder ein Arbensgeschenk einzuführen; es wurde aber zugleich sestgesetzt, daß nur solche es erhalten, welche eine Stunde Holz gesägtsoder gespalten haben, wozu im unteren Rathhausraume Holz, Sägen und Beile bereit gehalten werden. Das Ergebniß war binnen einem Monat folgendes: Gearbeitet haben 203 Mann; hiervon erhielten nach ihrer Wahl je 20 Pf. 177 Mann, und Suppe mit Fleisch 26 Mann. Der Zulauf hat seit Einführung dieses Arbetsgeschenkes merklich abgenommen. Im vorigen Winter kamen hier durchschuültlich im Monat 572 Mann zum Geschenk, im laufenden Winter bis jetzt nur 203 Mann. Bis jetzt wurden 12 Raummeter Holz gesägt und ge— spalten. Am liebsten arbelten die Würtemberger, ihnen nahe kommen die Bayern, am ungernsten greisen nach den hiesigen Erfahrungen Norddeutsche und Oesterreicher ein. Witzenhausen, 21. Im. Am vorigen Sonntag Abend 11. Uhr wurde der Schachimeister Hubert zu Wolburg, Valer einer zahlreichen Familie, beim Nachhause— gehen aus der Volland'schen Wirthschast vor derselben auf der Straße von drei Einwohnern Walburg's überfallen und auf eine enisetzliche Weise zu Tode geschlagen. Die Mörder wurden, da zufällig der Gendarmerte-Obetwacht— meister Schundt aus Eschwege in Walburg auwesend war, sosort dingsest gemacht. Brüel, 23. Jan. Der Assisen⸗Gerichtsbof Brabants erkannte gegen den Grasen Lansand⸗Dumonceau iu contu— maclam wegen falscher Bilanz auf fünfzehnjährige Ein— schlͤßung und 2000 Francs Geldbuße. e die Handhade Jedenfalls war Der Ertrag ist zum Rückkauf der 6proc. Bonds be⸗ Der Zweck ist, den Umtausch der proc. Bonds gegen neue Aproc. Bonds in Europa zu 10 Mill. 157 wurden in offener Armenpflege und 69 in geschlessener, Stockbolm. Von dem Generalgouverncur Baron Fredeticks ist aulbentische Meldung über die Expebitien des schwedischen Prof sssors Nordenskjöld eingelaufen. Dar⸗ nach ist der Dampfer„Vega“ 40 Meilen vom Ostcap im Eise eingeschlossen. Die Beböcden von Jakutek sine an⸗ gewiesen worden, die gefährliche Lige des Dampfes den Eingebornen sofort anzuzeigen und die Leute aufzufordern, ber Expedition Hilfe zu leisten. Gleichz itig wurde eine besondete Expedition organisirt, welche versuchen wird, dle „Vega“ auf dem Wege über daes Eis auf Renntpier⸗ ze Hundeichlitten zu erteichen. Man befürchtet jedoch, die Hülfe werde zu spät kommen. Ein Schiff aus der Flollle des Stülen Oceans geht demnächst durch die Behringsicaße ab, um zu versuchen, die„Vega“ vom Cise 3 besrtien oder die Eguspage zu retten. Handel und Verkehr. Friedberg, 25. Jan. Wochenmarkt. Butter kostete ver Pfo. 70— 80 Pf., Eier per Stück 7 Pf., 2 Stück 13 Pf. Gießen, 25. Jan. Wochenmarkt. Butter per Pfd. 80 Pf., Gier per Stück 7—8 Pf., Käse per Stück 5-10 Pf., Hühner per Stück M. 1.30, Hahnen per [Stück M. 1.50, Enten per Stück M. 2.25, Kartoffeln per 100 Kilo M. 5—6., Zwiebeln per Ctr. M. 8., Ochsen⸗ fleisch 7072 Pf per Pfo., Kuh- u. Rindfleisch 56 60 Pf., er 57—60 Pf., Kalbfleisch 50—60 Pf., Ham⸗ melfleisch 60-65 Pf Frankfurt, 25 Jan. Der heutige Victuallenmarkt hatte reichliche Zufuhr gebracht. Schöges Weißkraut wurde das Stück mit 12— 18 Pf., Koblkraut 18— 20 Pf., Rotbke ut 20— 25 bezahlt. Heu und Stroh waren eben⸗ falls gut zugefabren; Heu kostete per Centner je nach Qualität M. 1.80— 2.60, Stroh M. 1.60- 2. Butter 1 Qual. im Großen 85—90 Pf., 2. Qual. Detail 1. O M. 1., 2. Qual Pf. Hundert deutse M. 5.40—6., ve [Ganze Erbsen M. 20—22., do. g M 2 [Linsen M. 22—26., Bohnen M. 23. 24. per 100 Kilo. [Kartoffeln M. 6.50— 7. per 100 Ko. Ochseofleisch ver Pfd. 70— 75 Pf., Rind⸗ und Kuhfleisch 55— 64 Pf., Schweinefleisch 70—75 Pf., Hammelfleisch 5068 Pf. Kalbfleisch 60-70 Pf., Speck M. 1. Marburg, 25. Jan. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. 85 Pf., Eier per Stück 6—8 Pf., Käse per Stuck 8—10 Pf., Zwiebeln per Pfd. 10—12 Pf., junge [Tauben das Paar 80— 90 Pf., Habnen das Stück M. 1.20- 1.50, Hühner das Stück M. 0.80—1. Verloosung. Obligationen der bun. Ziebung vom 7. Prioritäts⸗ Cisenba Ludwigs Heimzahlung am 1. Mätz 1879. 4½0% Anlet on 1856. Lit A. Nr. 74 91 127 247 692 708 812 912 33 1030 135 296 411 51 73 92 505 8 21 651 74 762 944 2091 164 208 320 423 524 33 97 724 47 807 17 986 88 3062 201 80 314 52 61 98 431 527 53 644 915 63 4010 14 45 166 252 303 83—85 485 867 960 5138 81 89 396 450 53 623 78 782 862 67 76 6105 253 86 340 44 515 45 633 50 55 79 746 842 72 907 7158 217 324 71 416 596 620 34 83 736 64 842 84 917 8027 31 77 94 481 575 921 41 9249 318 52 567 921 34 10049 273 353 82 411 15 72 87 515 50 83 679 732 964 11189 352 à fl. 175 4 3. Nr. 11488 501 15 604 30 772 86 91 337 49 436 70 501 21 39 73 76 617 38 861 13190 244 523 48 672 97 710 12 45 89 14102 8 43 407 51 63 681 83 705 13 19 98 904 15350 415 97 852 65 16077 160 273 91 538 95 644 920 90 à fl. 350 50% Prioritäts-Anlehen von 1868. Nr. 729 2151 5486 3885 4026 475 6191 291 391 7120 8571 9091 10061 11499 503 987 12499 14692 924 18641 53 à fl. 50% Prtoritäts-Anleben von 1869. Nr. 20450 555 21061 583 768 350. 22366 24163 532 25277 26016 206 29814 33047 893 34411 75 35302 36370 699 759 37618 789 39193 41594 43343 44969 91 à fl. 350. Geld Cours. Frankfurt am 25. Januar 1879. 20 Frankenstücke 1 M. 16 Englische So vereins„ 20 Russische Impertales 3 Wenn* 9 l Ducaten al mareo 8 9 52 Dollars in Gold. 5 417—20 * Noro Grabgarten-Verste 285 Montag den 3 Februar l. J, Vormittags 11 Uhr, sol in hiesigem Rathhaus der nachbeschriebene Grabgarten ves Konrad Traband auf dessen freiwilligen Antrag oͤffentlich an den Meistbietenden versteigert werden: Gemarkung Friedberg Klftr. 195. igerung. Nr 90 2 Flur. 2 Grabgarten der Straße. Friedberg den 24. Januar 1879. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Fouca r. Bekanntmachung. 294 Die am 20., 21. und 23. d. Mts. in dem Fret⸗ herrlich v. Franckenstein'schen Walddistrikt„Eschelgarten? abgehaltene Holzversteigerung ist genehmigt. Erster Fahrtag: Donnerstag den 30. Januar Ockstadt den 25 Januar 1879. Der Fretherrlich v. Franckensteln'sche Oberfoͤrster an Fauerbacher 1879 Rumpf. — 2 0— Haasenstein Vogler zds besorgen zu Ori- ginalpreisen ohne 2 Götheplatz, alle Mehrkosten X Jagd-Verpachtung. Montag den 3. Februar l. J., Nachmittags 2 Uhr, wird auf dem Rathhaus zu Harheim die dieser Gemeinde zustehende Waldjagd, bestehend in 125 Hektaren und 50 Ar, auf der hohen Mark gelegen, auf 6 Jahre ver, pachtet. Harheim den 23. Januar 1879. Großherzogliche Bürgermeisteret Harheim. 292 unt b. Guts Verpachtung Ein im besten Stande befindliches Oeconomie-Anwesen (100 bayer. Tagwerk= 34 Heetare 08 Ar) Feld und Wiesen in fruchtreichster Gegend Unterfrankens, in der Nähe der Bahn, ist sofort aus freier Hand mit oder ohne Gesammt-Inventar zu verpachten. Unterhändler verbeten. Näheres bei Apotheker Richter in Groß⸗ ostheim bei Aschaffenburg. 238 reeller Bedienung. Die Falz⸗Ziegel stellen sich mit dem Verkaufs⸗ preis billiger als andere Ziegel und sind be⸗ deutend dauerhafter. 250 5 N D A 2. Versteigerungsanzeige. 249 soll auf dem Herrnhof zu Nieder⸗Florstadt, Bahn⸗ station Friedberg in der Wetterau, das der Pachter Brück⸗ mann Wittwe zustebende lebende und todte Inventar, einschließlich einer vollständigen Brennerei-Einxichtung mit Schwarz'schem Apparat öffentlich meistbietend versteigert werden, als: 10 Stück Pferde, 19„ Rindvieh, 8„ Schweine(Springer) 6„ Oeconomiewagen mit vollstäudiger Aus⸗ rüstung, 1 Chaise, 17 Pflüge versch. Art, 4 Eggen, 1 Walze, 5 Paar Fahrgeschirre, darunter 2 mit Sattel und Hintergeschirr, 5 Paar Ackergeschirre, 2„ Chaisengeschirre, 2 Häckselmaschinen, 1 Malzquetsche, 3 Pfuhlfässer, 16 Transportfässer und sonstige Oeconomie⸗ und Hausgeräthschaften. Die Versteigerung beginnt mit dem lebenden Inventar und nimmt jeden Morgen 9 Uhr ihren Anfang. Bei genügender Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis zum 1. Oe⸗ tober er. zugestanden. Beginn des neuen Quartals. Beste Zeit zum Abonnement. 5 88 S 2 265 4 25 .* 2 8 —— 1 E Im. 2 — 32 — 4 2 2—— 8 2 5 85. S 2 5 Die soeben erschtenene Nr. 16 enthält: Die Reichenbachs in Rom. Novelle von Sophte Jung⸗ baus(Fortsetzung.)— Ein Mann des Königs. Von Lud ovika Hesekiel. Mit dem Portrait Louis Schneider's. — Mein Balkon im Winter. Von Zos von Reuß.— Friedrich des Großen militärisches Testament.— Die Robbeninseln von Alaska. Mit Originalzeichnung von F. Specht: Robbenschlag auf den Pribiloff-Inseln. — Geächtet. Roman von M. Gerhard.(Fortsetzung.) — Am Familientische: Die nordamerikanische Käsefabri⸗ kation.— Des Thürmers Toͤchterlein. Gedicht von August Sturm.— Gesundheitsrath. Mit einer illustr. Beilage: In der Volksküche. Mit einer Originalzeichnung: Vor der Suppenanstalt. Zu Bestellungen empfiehlt sich 5 Carl Bindernagel in Friedberg. 12 Wü st'sche Spielkarten gegen Nachnohme oder Baar⸗Einsendung zu Fabrikpreisen im General-Depöt s Jin Wellerauer Polen, den Zuserate jeder welcher sich einer ausgedehnten Auflage erfreut, Art, namentlich „ Holz-Versteigerungen große Verbreitung, worauf wir aufmerksam machen. Butz bach. die Herren Oberförster und Bürgermeister noch ganz besonders Billigste Insertionsberechnung wird zugesichert. Die eee L. A. Pelissier, Hanau, Tuch⸗ und Leinwand-Handlung, mit festen billigsten Preisen, empfiehlt ihr stets nur in zuverlässigen guten Qualitäten auf's Reichhaltigste ausgestattetes Lager. Auswahl stets vorräthig. selben auf den Friedhöfen. F. Hofmeister, (7944.) Im Nähmaschinen-Lager von H. Bindewald, Friedberg, Kaiserstraße, dem Rathhause gegenüber, Nähmaschinen für alle gewerblichen und häuslichen Zwecke zu Hand⸗ und Fußbetrieb, letztere mit Patent⸗Pendel⸗ Tritt, welcher alle Anstrengung des Tretens beseitigt und ärztlich empfohlen wird, zu billigsten Preisen. Langjährige Garantie, Zahlungs⸗ erleichterung. Reparaturen unter Garantie, Nadeln, Faden und Oel. 73 Geschäfts-Uebergabe. Ich bringe hiermit zur allgemeinen Kenntniß, daß ich mein seit Jahren an hiesigem Orte betriebenes Spiri⸗ tuosengeschäft an meine Kinder abgetreten habe und daß ich für alle nach„1. Oetober 1878“ eingegangene Verpflichtungen seitens Letzterer, für alle nach vorge nannter Zeit eingehende und eingegangene Rechnungen in keinerlei Weise hafte, die Aussteller derselben hierdurch freundlichst ersuche, sich dieserhalb an den Uebernehmer des Geschäfts halten zu wollen. Speciell meine verehrten Kunden mache ich darauf aufmerksam, daß ich alle bis zum 1 October 1878 aus stehenre Gelder ebenfalls mit übergeben habe und daß sie durch spätere Cuculare benachrichtigt worden, an „Wen“ von meinen Kindern ihre Beträge übergegangen find und rechtsgültig von dem alsdann darin Genannten nur noch quittirt werden können. Altenstadt den 25. Januar 1879. A. Geis. Würselzuchel⸗Abfal, m Wllbelm Fertich: Jutterschneid-Maschinen neuester Bauart, mit schwerem Schwungrad, 2 bis 6 Längen schneldend, von 60 Mark an in großer Auswahl vorräthig, Garantie 1 Jahr, Probezeit und günstige Zahlungs bedingungen; Schrotmühlen von 30 Mark an vorräthig in dem Maschinengeschäfte von 28 A: Buch in Hungen. 287 Ein blindes, 8 Jahre altes, gutes Arbeits- Pferd steht wegen Nachzucht zum Verkaufe bel Nieder ⸗Wöllstadt. Heinrich Bausch III. Ein zuverlüssiges Dienstmädchen 1 e gesucht. Näheres bei der Expedition 2 sisce Schlsc . Wilhelm Fertsch. 277 Ein leerer Möbelwagen geht am 28. Februar von Nauheim nach Frankfurt a. M. zurück. von Georg Bräutigam, Frankfurt a. M.(7078.) 1 Brönnerstraße 23.(7945.) Grab ⸗ Denkmäler in Marmor, Syenit, Granit und Sandstein, Transport der Denkmäler nach Frankfurt a. M., 165 Eckenheimer Landstraße Näheres G. L. Jansen, Fraukfurt a. M., 178 284 von den einfachsten bis zu den reichsten, in großer jeder Gegend und Versetzen(Aufstellen) der⸗ Marmor- und Steinmetzen-Geschäft, dem Friedhofe gegenüber. Die neuen deutschen Justizgesetze. Für den praktischen Gebrauch ausführlich ergänzt und erläutert unter Benutzung der amtlichen Materialien von M. von Oesfeld. 1. Lieferung. Preis 50 Pfennig. Vorräthig bet Carl Bindernagel in Friedberg. Wer noch Zahlungen an die unterzeichnete Firma zu machen hat, wolle dieselben bis zum 15. k. Mts. ent⸗ richten, als sonst nicht mehr an die betreffende Firma bezahlt werden kann. Groß-Karben den 24. Januar 1879. 3 Bär 8 Mengel. 2 S 8 Frische Schellsische 296 sind soeben eingetroffen bei C. F. Walz. 29 Ein Turngürtel gefunden. 295 Weichensteller Mohrhard. Der Land-Kalender 282 für das Großherzogthum Hessen auf das Jahr 1879, welcher die nach Originalaufnahmen hergestellten Bilder Ihrer Königlichen Hoheiten des Großherzogs und der nunmehr in Gott ruhenden Großherzogin enthält, ist sowohl durch die unterzeichnete Buchhandlung als auch durch alle Buch- und Papierhandlungen, Buchbinder und Kreisamts-Gehülfen im Großherzogthum Hessen zu be⸗ ziehen und kostet in blauem Umschlag geheftet 20 Pf.. desgleichen mit Schreibpapier durchschossen 25 Pf. Darmstadt, 1878. Buchhandlung Großherzoglichen Staatsverlags. In Friedberg zu beziehen durch Carl Bindernagel. 5 8 5 Universal-Reinigungs-Salz. 112 Von allen Aerzten als das einfachste Hausmittel empfohlen gegen Säurebildung, Aufstossen, Krampf, Verdauungsschwäche und andere Magenbeschwerden in Packeten à 25 Pf., 50 Pf. und 1 M. J. A. Windecker, Hoflieferant. Eine Haushälterin und ein Dienstmädchen werden auf das Land auf Peterstag gesucht. Näheres bei der Expedition des Anzeigers. 4 Gestern Nachmittag 1½ Uhr entschlief sanft nach längerem Leiden mein lieber Mann Joseph Veith in einem Alter von 64 Jahren. Verwandten und Freunden widme ich diese schmerzliche Nachricht mit der Bitte um stille Theil nahme. Die Beerdigung findet Dienstag den 28. Januar, Nachmittags 4 Uhr, statt. Friedberg den 27. Januar 1879. Die trauernde Gattin: 297 Margaretha Veith. erantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. Aunonu cen In- Ausland. — — küherig perdt, ple ar baren! mündet die Bt Pallun dus he bet jun nd 1 Neben Funtl keiten Vehört peges ber d wigen Homm lich v einer iegen Das 1 f Eingelr Gti 8 neiton agen Cs he Cense wolle Namen ref es klwa Schr eiplin wird datid. Zusat Ante Urdgy sio U Mis Oidn lönne aur — maß et