U * N ibr. N— lil. * W 15 derflörün 781 Wiechert! Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns baben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Vost nachgenommen— ö 14 1879. Jamstag den 21. Juni. M 72. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg— Erscheint dreimal per Woche und zwar Dienstags, Donnerstags und Samstags. Deutsches Reich. Darmstadt. Dem Fürsten von Bulgarien ist von dem Könige von Belgien das Großkreuz des Leopoldordens und vom Kaiser Wilhelm der rothe Adlerorden erster Klasse verliehen worden. Darmstadt. Das Regicrungsblatt Nr. 25 enthält das Gesetz über den Gerichtsstand und das gerichtliche Verfahren in Ansehung des Landes- berrn und der Mitglieder des Großh. Hauses. Nr. 26 enthält das Gesetz über Maßregeln gegen den Coloradokäfer. — Militärdienstnachricht. v. Voigts Rhetz II., Prem. Lt. vom Garde- Füs. Regt. wurde zum 1. Großh. Inf.⸗Regt. Nr. 115 versetzt. — Es wurden ernannt: bei dem Amtsgerichte Friedberg: Zum Oberamtsrichter: der Land- richter Sellhtim zu Grünberg; zu Amtsrichtern: der Landgerichts- Assessor Süffert zu Friedberg, der Landgerichtsassessor Herzberger zu Reinheim. Amts- gericht Bad- Nauheim: Zum Oberamtsrichter: der Landrichter Allwohn zu Friedberg. Amtsge— richt Butzbach: Zum Oberamterichter: der Landrichter Weyer zu Lich; zum Amtsrichter: der Landgerichts Assessor Wehner zu Nidda. Amts- gericht Vilbel: Zum Oberamtsrichter: der Land- richter Wegelin zu Laubach; zu Amtsrichtern: die Landgerichtsassessoren Pückel und Dr. Schäfer zu Bilbel. Amisgericht Altenstadt: Zum Ober- amtstichter: der Landrichter May zu Altenstadt. Berlin, 18. Juni. Der Kaiser reist, soweit bis jetzt bestimmt, am Sonnabend nach Ems ab, die Kaiserin morgen Abend nach Coblenz. — 17. Juni. Der Bundesrath hat das Eisenbahngüter-TarifGesetz mit Stimmenmehrheit angenommen. Der Verfassungs-Ausschuß wurde mit der Prüfung der Frage beauftragt, ob in gewissen Bestimmungen des Gesetzes eine Ver⸗ fassungsänderung enthalten sei. — 17. Juni. Reichstag.(Schluß.) Nr. 13g (feine Holzwaaren) wird unverändert angenommen, desgleichen Nr. 13h. Zu Nr. 14(Hopfen 20 M.) beantragt Lüders Ueberweisung an die Brausteuer- Commission. Abg. v. Ow vertheidigt die Po- sition, welche schließlich nach der Regierungsvor- lage unverändert angenommen wird. Nr. 15 betrifft die Zölle für Instrumente, Maschinen und Fahrzeuge. den Zoll für Locomobilen im Interesse der Land- wirthschaft zu streichen. Stumm bekämpft den Antrag. Derselbe wird abgelehnt. Auch die übrigen Amendements werden abgelehnt und die Zollsätze nach der Vorlage angenommen. 19. Juni. Zuvörderst wird die Interpellation Delbrück, ob die Regierung eine Abänderung der Münzgesetzgebung beabsichtigt, zur Verlesung ge— bracht. Fürst Bismarck erklärt sich zur so⸗ fortigen Antwort bereit. Delbrück motivirt die Interpellation mit Hinweis auf die Nothwendigkeit, daß die Sachlage klargestellt werde, da Besorgnisse gerechtfertigt seien, daß die Regierung geneigt sei, das jetzige Münz System aufzugeben. Redner theilt die Befürchtung nicht, daß die Regierung das Münz ⸗System änbern wolle, wünsche auch durch die Discussion nicht die Finanzoperationen der Regierung zu hemmen oder zu erschweren, allein da die Sache vor Europa öffentlich ver⸗ bandelt worden, so sei es für den internationalen Verkehr Deutschlands von größtem Werthe, daß man auf diesem Gebiete von Seiten der Regierung der Unsicherheit entgegentrete, welche durch die gedachten Gerüchte entstanden. Fürst Bismarck Hierzu beantragt v. Wedell⸗Malchow erwiedert: Ueber die geschäftliche Lage kann ich versichern, daß weder im Bundesrathe noch im preußischen Ministerium irgendwie die Frage in Anregung gekommen ist, ob die Münzgesetzgebung geändert werden soll, daß kein Antrag, keine An- regung der Art vorgekommen ist. Das Einzige, was wirklich geschehen ist, beschränkt sich auf die aus ganz praktischen Gründen gegebene Weisung, die Silberverkäufe zu sistiren, da die Preise jetzt herabgedrückt seien, und auf bessere Zeiten zu warten. Ein Zweifel an der Stetigkeit unserer Gesetz— gebung ist durchaus unberechtigt. Ich habe mit 4 N Regierung, ja auch nicht mit dem preußischen 1 Finanzminister darüber verhandelt. Daraus können Sie ersehen, daß an eine Aenderung der Gesetz— gebung nicht gedacht worden ist. Reichsbank— präsident v. Dechend beltuchtet das anhaltende Sinken der Silberpreise, wodurch man bereits im Ganzen 92½ Millionen bei den Silberverkäufen verlor, indem Silber neuerdings un 21¼ĩ Procent gesunken sei. Wollte man Silber jetzt weiter un— unterbrochen verkaufen, so würde man bei den jetzigen Preisen noch weitere 46 bis 100 Millionen verlieren. Vor solchen Verlusten müsse man doch erschrecken und vorsichtiger bei Verkäufen verfahren. Bei Einführung der Münzresorm habe Niemand an einen so kolossalen Rückgang der Silberpreise gedacht. Jetzt würde auch jeder Anbönger der Münzreform mit der vorläufigen Sistirung der Silberverkäufe einverstanden sein. Man möge es deshalb bei den getroffenen Maßregeln lassen. (Beifall) — 17. Juni. Der Ausschuß des Vereins der Privatbahnen des deutschen Reiches trat heute behufs Stellungnahme zu dem Eisenbahntarifent— wurfe zusammen und bezeichnete einstimmig einen einheitlichen Gütertarifsatz für alle deutsche Bahnen als für die Rentabilität der Privatbahnen höchst schädlich. — 18. Juni. Die Brausteuer-Commission beschloß, in die zweite Lesung der Brausteuerge⸗ setze erst dann einzutreten, wenn die Regierung eine Uebersicht über die vermuthlichen Einnahmen aus dem Zolltarife der Tarif-Commission über- wiesen babe. Die letztere genehmigte die Zoll; gesetze für die aus der Position 25 ausgeschiedenen Artikel(Hefe, Essig, Butter, Reis, Häringe ic.) nach der Regierungsvorlage und setzte die Be— rathung der Position über Chemikalien fort, wozu sie Ermäßigungen und resp. Erhöhungen der vor— geschlagenen Zölle beschloß. Die Tabakssteuer- Commission des Reichstags lehnte heute den Antrag Richter(Hagen), wonach auch die Nach versteuer⸗ ung des Rohtabaks verworfen werden sollte, ab und nahm den ersten Antrag Buhl an, wonach die Halbfabrikate und Ganzfabrikate der Nach- steuer nicht unterliegen sollen, lehnte dagegen den zweiten Antrag Buhl, betr. die verschiedene Be— steuerung des ausländischen und inländischen Tabaks ab. Als darauf die entscheidenden Para- graphen 1 und 2 des Nachversteuerungs Gesetz entwurss mit dem angenommenen ersten Buhl'schen Antrag zur Abstimmung kamen, wurden dieselben von der Commission gleich salls abgelehnt. Die Zoll- tarif, Commission des Reichstags beendigte die Be— rathung der Position: Chemikalien. Für Aetzkali und Aetznatron wurde der Satz der Regierungsvorlage mit 4 M. angenommen; der Zoll für gelbes, weißes rothes und blausaures Kali von 4 auf 8 M. erhöht, die übrigen Nummern der Posltion sämmllich unver- ändert angenommen. Darauf wurde die Berath— ung der Position Materialien und Consumtibilien wieder aufgenommen. Für Butter wurde ein Zoll von 20 Mark beschlossen, mit dem Zusatz, daß für den Grenzverkehr Stücke bis 3 Pfund, wenn sie nicht per Post eingehen, zollfrei bleiben. Für Fleisch, auch Geflügel, Wild und Tafelbouillon wurde der Zoll auf 12, für Honig auf 3 Mark angenommen. — Die Budget-Commission des Reichstages beantragte in Folge einer Petition beim Plenum, zur Vollendung des Denkmals auf dem Niederwald den einmaligen Betrag von 400,000 Mark zu bewilligen und nahm ferner den Nachtrag-Etat, betr. die Umwandlung der vormaligen Decker'schen Hofbuchdruckerei in die Reichsdruckerei, an. — Für das Reichstagsgebäude am Königs- platze wird der nöthige fiscalische Boden dem Reiche nach königlicher Bestimmung unentgeltlich zur Diepofition gestellt. — Der„Reichsanzeiger“ publicirt eine kaiser⸗ liche Verordnung dom 14. Juni, wonach unter Aufhebung der bezüglichen Verordnung vom 2. Februar 1879 jeder aus Rußland kommende Reisende sich durch einen von der deutschen Botschaft in Petersburg oder von einer deutschen Consular⸗ behörde in Rußland visirten Paß ausweisen und solche beim Eintritt über die Reichsgrenze behufs Gestattung der Weiterreise der diesseitigen Greaz⸗ behörde vorlegen muß. Stuttgart. Wegen unausschieblicher Etats⸗ vorlagen bezüglich der Justizreorganisation wird, dem Vernehmen nach, der Landtag Ende dieses Monats einberufen. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien. Officiell wird constatirt, daß die seit 1877 fsortgesetzten Bemühungen der Regierung, Oesterreich Ungarn auch bezüglich der Beschaffung von Belagerungs- und Festungsgeschützen vom Auslande unabhängig zu machen, gelungen sind; diese Arbeiten führte Uchatius. Die Stahlbronee wurde vollkommen geeignet befunden und als Material für ein ein- heitliches, allen modernen ballistischen und technischen Anforderungen entsprechendes Festungsgeschützspstem adoptirt; bis jetzt sind zwei Gattungen stahl' broncene Rückladekanonen nebst dazu gehörigen Laffetten und Projectilen für den Dienst in Fest⸗ ungen und im Belagerungsparke angenommen worden: ein Zwölf Centimeter- und ein Fünfzehn Centimeter-Rohr. — 18. Juni. Der Kaiser, der heute Abend zu einem vierzehntägigen Aufenthalte nach Ischl geht, beehrte den Grafen Andrassy mit einem neuerlichen fünf Viertelstunden dauernden Besuche. Schweiz. Bern, 18. Juni. Die Rati⸗ sicationen des zwischen Deutschland, der Schweiz und Italien am 12. März 1878 abgeschlossenen Nachtragsvertrag zu dem Vertrage vom 15. Oct. 1869 bezüglich des Baues und Betriebs der Gotthardbahn wurden gestern ausgewechselt. Frankreich. Paris, 18. Juni. Der gesteru in der Deputirtenkammer eingebrachte Ent- wurf zur Modification des Reglements erklärt die Ausschließung bis zum Ende der Session für zulässig gegen einen Deputirten, welcher sich wiederholter Ausschreitungen der Rede schuldig gemacht bat. — 18. Juni. Die Truppen in Algier sind gestern in das Dorf El- Hamman, den Mittel- punkt u des Distriets der Uled-Daud, eingedrungen, fanden denselben jedoch verlassen; der Sberif und 1 r —— seine Anhänger sind nach unbekannter Richtung hin entflohen. Belgien Brüssel, 18. Juni. Der Senat hat den Gesetzentwurf betr. den Volksschulunterricht mit 33 gegen 31 Stimmen angenommen. Großbritannien. London. Der„Stan- dard“ meldet, daß das Canalgeschwader aus dem Mittelländischen Meere zurückberufen wurde. Italien. Rom, 19. Juni. Minister Depretis Aeußerung wegen Nizza scheint die italienisch⸗ französtschen Beziehungen momentan ungünstig zu beeinflussen. Minister Waddington richtete aus Paris hierber eine Anfrage betreffs jener Aeußerung. Minister Depretis erklärte, seine Rede sei falsch interpretirt. Türkei. Constantinopel. Von hier wird gemeldet, Osman Pascha befinde sich wegen Be stechlichkeit in Untersuchung. Mahmud Neddin Pascha trifft demnächst bier ein, vermuthlich um Kheireddin Pascha zu ersetzen, der angeblich seine Demission gegeben, wodurch der russische Einfluß gegenwärtig überwiegend erscheint, Rußland. Petersburg. Auf hier ein⸗ gezogene Erkundigung, ob der Kaiser im Juli in Ems die Kur gebrauchen werde, wird versichert, daß bier von einem solchen Entschlusse Nichts verlautet. — Fürst Gortschakoff geht in nächster Zeit nach Baden-Baden, begleitet von seinem Sohne Michael, welcher den Gesandtschaftsposten in Madrid übernimmt. Aegypten. Kairo, 18. Juni. Der französische Consul hat sich angeblich von Alexandrien nach Kairo in das Palais des Khedive begeben, um daselbst die Mittheilung zu machen, daß die Seligenstabt, 15. Juni. Heute Nacht wurden wir durch Feuerlärm aus dem Schlafe geschreckt. Als die ersten Leute zur Brandstelle kamen, standen bereits 2 Wohn⸗ häuser, 2 Scheuern und 6 Stallungen, eng zusammengee baut, in lichterlohem Brande. Trotz der nachischlasenden Zeit war die Bevölkerung aber rasch zur Stelle und war die Betheiligung an den Löscharbeiten eine so allgemeine und thätige, daß man schon nach 1½ Stunden des Feuers Herr war und daß außer den schon un Brande gestandenen Gebäuden kein weiteres mehr vom Feuer ergriffen wurde, Mainz, 18. Juni. Heute kurz vor 4 Uhr ertönen die Sturmglocken. Es brannte in der Neuthorkaserne an vier Stellen unter dem Dachstuhle und zwar in Kleider— Magazinen. Um ¼6 Uhr verstummien die Sturmglocken; die Magazine und ein Theil des Dachstubles waren ein Raub der Flammen geworden. Die Entstehung des Feuers ist noch nicht aufgeklärt; bemerkenswerth ist nur, daß das Feuer rasch über das ganze Dach verbreitet und zufällig auf heute(Mitipoch) Visiiation der Magazine anberaum! war.— Nachträglich erfahren wir, daß der Schellenbaum im Werthe von 2300 Mark ein Raub der Flammen wurde und außerdem der Schaden an verbrannten Garnituren ein kolossaler ist. Allerlei. Frankfurt. Ein wohl etwas allzu eifriger Liebhaber des Klavierspiels erhielt von seinem Wandnachbar solgen⸗ des Brieschen: Mein Herr! Ich habe in jetziger Zeit zwar Nichts überflüffig, wenn Sie sich aber begnügen wollen, das eine Klavierstück, das Sie bis jetzt läglich mindestene 20 Mal abklappern, künstig höchstens einmal pro Tag zu Ibrer Erquickung zu genießen, so bin ich bereit, Ihnen oder den Armen ein angemessenes Scherflein zu opfern.“ (Paßt auch für andere Orte! Der Setzerlehrling). Frankfurt. In den ersten Tagen des Juli trifft eine neue und reiche Thier Karawine aus Nubien hier ein und gelangt im Zoologischen Garten zur Ausstellung. Dieselbe wird durch die Zahl und Mannigfaltigkeit seltener Thiere, wie der sie begleitenden Eingeborenen voraussicht— lich wieder das größte Interesse erregen. In ihrem Ge— solge befindet sich diesmal die gegenwärtig bedeutendste eihnographische Sammlung nubischer Gewerbserzeugnssse, Instrumente, Waffen und Merkwürdigkeiten aller Art, welche ihres Umfangs wegen den zweilgrößten Saal des französische Regierung die Absetzung des Khedive verlange. Aus Stadt und Land. — Friedberg. Der Director der hiesigen Taub; zoologischen Gartens in Anspruch nehmen wird. Speyer, 17. Juni. Heute kreten 15 junge ledige Leute aus Speyer und Otlerstadt, die von einem Agenten hause in Straßburg engagirt wurden, die Reise nach Szegedin an, woselbst sie als Backstein- und Ziegelmacher flummen-Anstalt, Dr. Matthias, ist zum Ehrenmit⸗ glied des obersten Vorstandes der internationalen Gesellschaft sichert sein. zur Verbesserung des Looses der Blinden und der Taub Madrid. lummen, welche sich im Anschluß an den vorjährigen Congreß in Paris gebildet hat, ernannt worden. s. Friedberg. Die mit den Neuerungen in unserer neuen droyt zusammenhängenden Versetzungen„Lealtad“ vom 4. d. meldet, Gerichts- Organisation brachten auch für unsere Stadt und deren Landgerichtsbezink einige Veränderungen. Leider verlieren wir durch diese Versetz— ungen auch den seitherigen Chef unseres Lanogericht's, Land, o die Alhambra mil zu vernichten. richter Allwohn, welcher sich während seines Aufenthaltes in unserer Stadt als Beamter und als Mensch die Hochachsung und Liebe seiner Mübürger in verdientem Maaße erworben hat. Wir können unserer Nachbarstadt Naubeim zu ihrem neuen Oberamtsrichter nur Glück wünschen und boffen, daß der freundschaftliche Verkehr, welcher sich im Laufe der Jahre zwischen Allwohn und einer Anzahl hiesiger Emwohner entwickelt hat, auch ferner fortbenehen möge. b. Friedberg. Dem diesjährigen Jahresbericht der Gesellschaft für Verbreitung von Volks vildung ist, jeden, falls aus Gründen der Ersparniß, nicht bei allen Exemplaren ein Mitglieder-Verzeichniß beigegeben. Um jedoch allensallsigen Wünschen gerecht zu werden, hat der Vorstand des hiesigen Volksbildungsvereins je ein Exemplar des erwähnten Jahresberichtes von 1878 mit dem Ver⸗ zeichniß aller einzelnen Milglieder nebst den geleisteten Beiträgen in den beiden hiesigen Buch⸗ handlungen, sowie in dem Lesezimmer des Vereins zu! Einsicht offen gelegt. 8. Bad⸗Nauheim. Es ist an der Zeit, wieder ein— mal Bericht zu erstatten über dlehiesige Kinderheil⸗ Anslalt. Das junge Unternehmen befindet sich in der erfreulichsten Entwickelung. Auf der einen Seite hat es in den weitesten Kreisen die freudigste Theilnahme und ein warmes Verständniß gefunden, auf der anderen hat der ungeahnte Zudrang von Heilungsuchenden erwiesen, wie groß das Bedürfniß ist, dem diese Austalt entgegenkommt. Anfänglich hatte der Vorstand geglaubt, vorerst nur 4 Betten aufstellen zu dürfen, da er nicht voraussehen konnle, welche Unterstützung für sein Unternebmen er finden würde. Bei der großen Zahl der angemeldeten Kinder mußte aber diese Zahl verdoppelt werden. Damit wächst nun freilich auch die Sorge für die Aufbringung der nöthigen Mittel. Der Vorstand muß daher immerfort auf die opferwillige Theilnahme Aller, die für ein solches Liebes— werk Versländniß haben, rechnen, und bittet deingend, ihn durch weitere Gaben in den Stand zu setzen, den an ihn gerichteten Anforderungen zu genügen. Und daß die in unserer Anstalt den Kindern gewährte Cur von den schönsten Erfolgen begleitet ist, davon kann sich Jeder überzeugen, ber in die freundlichen Räume eintritt und einen Vergleich anstellt zwischen den eben angekommenen bleichen, mit Drüsen und Geschwüren bedeckten Kindern und der gesunden varbe, dem munteren Aussehen, den klaten Augen, mit welchen sie die Anftalt verlassen. Aus Friedberg befinden sich gegenwärtig zwei Kinder in det Anstalt, Hochweisel, 16. Juni. Gestern feierte Pfarrer Decker hier sein fünszigjähriges Amtsjubiläum. in dem einst der Beschäftigung finden. Ein hoher Lohn soll ibnen zuge— Die Speyerer Backsteine sind weubin berühmt. Dem berühmtesten Baudenkmal, das une aus der Zeit der Herrschaft der Araber in Spanien er— batten geblieben isu, der Alhambra in Granada nämlich, ein plötzlicher Unsergang. Wie nämlich die Madrider bat der Hügel, auf dem dieses classische Gebäude sieht, vor einigen Tagen zu rutschen be— gonnen und droht jetzt gänzlich auseinander zu gehen und Aber auch der Alca⸗ zaba, einem herrlichen weitläufigen Gebäude, welches am Fuße dieses mit der A hambra gekrönten Hügels liegtund maurische Adel wohnie, droht durch diese Katastrophe eine große Gefahr. Messina, 18. Juni. In Santa Venczina bei Station Giatre fanden heute mehrere Erdstöße stalt, wobei einige Bersonen durch Einsturz von Häusern um's Leben kamen. In Messina ist nichts verspürt worden. Petersburg, 18. Juni. Das Judividuum, welches in der hiesigen Rente 1½ Millionen Rubel gestohlen hat, ist ergriffen und noch 1 Million bei demselbden vorge— funden worden. Verloosungen. Ansbach Gunzenhauser 7 fl.⸗Loose. Ge winnztehung vom 16. Juni. Hauptgewinne: Serie 735 Nr. 6 14,000 fl., S. 3571 Nr. 4 2000 fl., S. 1009 Nr. 7 500 fl., S. 366 Nr. 11, S. 2365 Nr. 14, S. 3433 Nr. 46, S. 3722 Nr. 27, S. 3786 Nr. 15 je 100 fl., S. 735 Nr. 44, S. 1319 Nr. 36, S. 1712 Nr. 50, S. 1774 Nr. 49, S. 2759 Nr. 14, S. 3115 Nr. 22, 29, S. 3344 Nr. 22, S. 3521 Nr. 41, S. 4800 Nr. 34 je 50 fl. Stadt Mailand 10 Fr. Loo se. Ziehung vom 16. Juni. Serien: 2787 5737 5746 6059 6567. Haupt⸗ gewinne: Aus vdiesen fiel auf S. 5737 Nr. 16 100 000 Fr., S. 6567 Nr. 96 1000 Fr., S. 6567 Nr. 66 500 Fr. S. 5737 Nr. 7, S. 5746 Nr. 42, S. 6059 Nr. 6 S 6567 Nr. 29, 40 je 100 Fr. Handel und Verkehr. Frankfurt, 18. Juni. Marktbericht. Der heutige Heu- und Strohmarkt war ziemlich befahren. Heu kostete je nach Qualität M. 2— 3.20, Stroh M. 2.20 2.80 Butter im Großen 1. Qualtät 90 Pf., 2. Qual. 80 Pf., im Detall 1. Qual. M. 1.15 20, 2. Qual. M. 1.10, Eier das Hundert, deutsche, M. 4, italienische M. 5, Handkäse das Pfund 48—50 Pf., Ganze Erbsen per 100 Kilo M. 18—23, geschälte Erbsen M. 23—29, Bohnen M. 20 bis 24, Linsen M. 23— 36. Kartoffeln M. 10— 11, Roggenmehl M. 23 50 2450 Roggenschrot M. 21—22, Weizenmehl M. 19—30., Ochsenfleisch 65—70 Pf., Rind: fleisch 50 Pf., Kuhfleisch 60 Pf., Kalbfleisch 48—55 Pf., Hammelfleisch 5065 Pf., Schweinefleisch 60—70 Pf., Spargeln das Pfund 40—70 Pf., Blumenkohl der Kopf 50 80 Pf., Gurken 20—30 Pf., Gelbrüben das Bündel 6 10 Pf., Kohlrabi das Stück 6 10 Pf., junge Erbsen per ½ Kilo 20—40 Pf., Rettige 100 Stuck M. 4, das Kartoffeln der Centner M. 15, Kirschen das Pfo. 40 Pf., ein Hahn M. 1.20— 70, Huhn M. 1.50— 2, Gans M 46.50, Enten M. 2.50— 70, Tauben 48—54 Pf., das Stück. Zeugniß- Auszug über euglische Original⸗Dampf⸗Dreschmaschinen des Herrn Moritz Weil Jun. in Frankfurt am Main. Siebzigtausend Fuder habe ich binnen 15 Jahren mit meiner Maschine gedroschen, sie hat noch die erste Feuer⸗ büchse, wie auch die erste Trommelwelle und drischt noch so gut wie eine neue. Gutsbesstzer Pfeiffer in Petterweil. Zehn Jahre dresche ich mit meiner Maschine, habe großen Erfolg erzielt, mit derselben die Coneurrenz aus dem Felde geschlagen, dresche heute noch ebenso gut da— mit und habe mir eine gleiche neue gekauft. Gutsbesitzer Döring in Gießen. Sieben Jahre arbeiten wir mit der von Herrn Weil bezogenen Maschine und sind heute noch so zufrieden, wie im ersten Jahr, wir hatten sehr wenig Reparaturen und unsere Maschine, sowie deren Arbeit erhalt den Vorzug vor anderen. Kessel& Rausmüller, Niedernrsel. Vier Maschinen ganz gleicher Gattung des von Ihnen verkauften Fabrikates haben wir und dreschen schon seit 12 Jahren, das dürfte Ihnen Zeugniß genug sein. Sollte Ihnen einmal etwas besonderes Schwieriges vor— kommen, so rufen Ste nur uns. Schmidt& Petri in Eschersheim. Wir sind mit der erhaltenen Maschine sehr zufrieden und können nur unser Lob aussprechen. Böttner& Cit. in Orpherode. Vier Jahre arbeiten wir mit der Maschine und kann ich derselben das beste Lob geben, keine andere Maschine in der Nachbarschaft leistet was die meinige. Schmiedmeister Wolf in Wehrheim. Nach durchschnittlich sieben⸗ bis achtjährigem Gebrauche geben vorstehende und zahlreiche andere Herren meinen Maschinen solch gänstige Zeugnisse, um wie viel diese mehr wiegen, als Zeugnisse, welche in den ersten ver Wochen ausgestellt werden, beurtheile Jeder selbst; denn neu arbeiten alle Maschinen gut, aber nur lange Be— nutzung ist die richtige Prüfung für deren Vorzüglichkelt. Maschinen find stets vorräthig und werden zu Original Fabrik- Preisen geliefert von Moritz Weil jun, Maschinen⸗Fabrik in Frankfurt a. M., gegenüber der landwirthschaftlichen Halle. Geld ⸗Cours. Frankfurt am 19 Juni 1879. 20 Frankenst icke M. 16 19—23 Englische Sovereign. 0 20 37—42 Russische Imperlales„ 16 70-75 Ducaten e 1 9 54-59 Ducaten al mareo 3 9 57-62 Dollas n Ge 4 18—21 Herr Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln hat uns den Debit des allein üchten Cölnischen Wassers übertragen und empfehlen wir dasselbe per Glas zu M. 1.50, % Dutzend n Dutzend nn Die Expedition des Anzeigers. * Heugras-Versteigerung. 2128 Montag den 23 Juni l. J., Nachmittags 1 Uhr, soll das hiesige Gemeindeheugras öffentlich meistbletend versteigert werden. Bruchenbrücken am 18. Juni 1879. Großherzogliche Bürgermeisterei Bruchenbrücken. Wagner. Tapeten. 1533 Wir beeren uns biermit anzuzeigen, daß wir die neue Musterkarte unserer diesjährigen Tapeten und Borden bei Herrn Friedr. Streckfuß in Friedberg zur gefälligen Einsicht und Auswahl aufgelegt haben. 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Tagesordnung: Vereinsangelegenbeiten. Fest. Turnfahrt. 21 1 Der Vorstand. Der Kriegerverein zu Niederflorstadt 2080 hält Sonntag den 22. d. M. ein allgemeines Kriegerfest mit Tanzbelustigung ab, wozu freundlichst einladet Der Vorstand, der man jüngst durch Errichtung eines Grabdenkmalg in so schöner Weise Ausdruck verlieb, sprechen wir hier mit den Collegen, Freunden und Schülern des Verssor, benen unseren tiefgefühlten Dank aus. Vilbel den 12. Juni 1879. 2126 Lebrer Perron Wittwe und Kinder, zu den billigsten Preisen — ieee e een ee, „ Möbellager von J. Pfeffer& Metzendorf in Friedberg nächst dem Bahnhofe, große Auswahl aller feineren und gewöhnl. Möbel Billigste Preise, reellste Bedien ung. Preis⸗Verzeichnisse gratis und franco. Strohhüte und Sonnenschirme billigst bei M. Holler, geb. Häuser, 2120 zunächst der Burg. Kinderwagen zu außerordentlich billigen Preisen bei 2132 Jos. Hoff mann. 290[0Klafter ewigen Klee hat in Auftrag zu verpachten 1662 Christian Ulrich II. 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Wts. bin ich lu Frievbers Betheiligung am Niddaer Turn ür die Anhänglichteit. welche nan unserem scel. Galleh und Vater noch über das Grab hinaus bewahrt un i Bur gef. Deachtung. 2132 Die neuesten Sorten Kinderwagen empfiehl! von ganz neuer patentirter Construktion. Allein verkauf 1 8 il dan Töbllutt! iger N trikd. Retzende 1 ö * 5 Geilage. M 72. Hberhessischer Anzeiger. Kaiser Wilhelms Spende. (Schluß.) 1 Titel IV. Technisches Bureau. FS. 28. Einrichtung und Kosten desselben. Der Auf- 8 e sichtsrath erläßt die Bestimmungen über die in§. 2 vorgesehene Einrichtung, sowie über die Höhe und Ver— wendung der für die technischen Arbeiten zu zahlenden Honorare. i Titel V. Jahresrechnung. §. 29. Rechnungsjahr, Grundsätze für die Rechnung. Das Rechnungsjahr der Anstalt läuft vom 1. April bis zum 31. März. Nach dessen Ablauf werden die Bücher für das verflossene Jahr geschlossen, die Abschlüsse, welche tine Uebersicht von der Verwaltung und den Ergebnissen der Anstalt während des abgelaufenen Jahres gewähren müssen, gefertigt, und letztere Seitens der Direetion dem Aufsichtsrathe eingereicht. Das erste Rechnungsjahr läuft bis zum 31. März 1880. Für die Rechnungsaufstellung gelten folgende Grundsätze: 1. Aktiva. Die Kapitalien der Anstalt und die baaren Gelder werden für den Nr. Schlußtag des Rechnungsjahres festgestellt und dabei die 12 trat unenschin agen lei Hoffmam zen Klee stian Ulrich ntuschir der Schlei — ite! schirul en, del, uterhell unpfes, 1 —— 2* rd Ain — 9 1 7 7 4 5 7 * 1 1 Werthpapiere mit dem Durchschnitt der Course an der Berliner Boͤrse in den letzten drei Börsentagen des März und den drei ersten des April in Ansatz gebracht. Grund⸗ stücke werden nach ihrem Erwerbs- und Kostenpreise, auf welchen jährlich 1 Prozent abzuschreiben ist, Mobilien nach dem Einkaufspreise, worauf jährlich 4 Prozent des letzten Werthes abzuschreiben sind, in Rechnung gesetzt. Ausstehende Forderungen von zweifelhafter Sicherheit werden nach Bestimmung des Aufsichtsraths angerechnet. Alle mit dem 1. April fälligen Zinsen werden ganz, die zwar schon entstandenen, aber erst später fälligen pro rata temporis festgesetzt. II. Passiva. Zu den in Rech⸗ nung zu stellenden Passivis gehören: 1) alle bis zum Schlusse des Rechnungsjahres fälligen versicherten Renten; 2) die nach den Regeln der Wahrscheinlichkeitsrechnung unter Beachtung des F. 7 für alle noch gültigen Ver⸗ sicherungen für den 31. März berechneten Deckungskapi⸗ talien; 3) die Sammelbeträge(§. 9) nebst Zinsen bis Ende März; 4) der Garantiefonds(§. 5). f F. 30. Sicherheitsdienst. Der Ueberschuß der Aktiva äber die Passiva dient als Sicherheitsfonds. Soweit der Ueberschuß mehr als 5 Prozent der nach§. 29 II. Nr. 2 berechneten Dekungskapitalien beträgt, kann über ihn gemäß F. 17 verfügt werden. Sollten die Aktiva zur vollständigen Deckung der Passiva nicht hinreichen, so sind die§§. 5 und 6 maßgebend. §. 31. Verwaltungskosten. Zu den Verwaltungs kosten gehören: 1) alle Kosten der Einrichtung und Or⸗ gantsation der Anstalt; 2) alle laufenden Verwaltungs- kosten, insbesondere: a. alle Gehälter, Remunerationen, Reisekosten und Diäten der Directoren, Beamten und Hülfsarbeiter, sowie der Rechnungsrevisoren; b. die be⸗ willigten Pensionen und Unterstützungen; 6. die Miethen und Unterhaltungskosten für das Geschäftslokal; Agentur⸗Provisionen; e. die Honorare von Technikern; f. die Insertions⸗, Druck- und Portokosten; g. säch lichen Ausgaben. Die Verwaltungskosten werden zunächst aus den Ausfertigungsgebühren, den ersetzten Druck-, Porto⸗ und anderen Kosten, sowie aus den Zinsen des Garantiefonds bestritten. §. 32. Geschenke und Vermächtnisse, welche der Vermächtnisse. Geschenke und Anstalt mit besonderer Zweck⸗ bestimmung zugewendet und angenommen sind, werden dieser Bestimmung gemäß verwaltet und verwendet. Wenn solche Bestimmungen den Zwecken und Grundsätzen der Anstalt zuwiderlaufen, oder durch die Einhaltung der ersteren die Anstalt erheblich beschwert werden würde, so kann der Aufsichtsrath derartige Geschenke, und Vermächt⸗ nisse ablehnen. Geschenke und Vermächtnisse ohne beson⸗ dere Bestimmung sollen dem Garantiefonds zufließen. Titel VI. Publikationsorgane, Statutenänderungen und Auflösung der Anstalt. 33. Publikationsorgane. Alle die Anstalt be⸗ treffenden Bekanntmachungen müssen wenigstens im„Deut- schen Reichs- und Preußischen Staats⸗Anzeiger“, sowie bis auf weitere Bestimmung des uff „Berliner Tageblatt“, in der„Post“, d. die die säch §. 34. F. 35. N Statutänderungen Aufsichtsrath, jeder Art beschließt der Jede Aenderung in Bezug auf den Sitz, den Zweck und die Vertretung der Anstalt nach Außen erfordert, nachdem solche die Zustimmung Seiner Kaiser— „lichen und Königlichen Hoheit des Protektors erhalten 2 hat, die landesherrliche Genehmigung. Sonstige Aender— ungen bedürfen nur der Genehmigung der im 8. 10 be- zeichneten staatlichen Oberaufsichts behörde. ungen des Statuts sind, ehe sie in Kraft treten, gemäß F. 33 öffentlich bekannt zu machen. Auflösung der Anstalt. Alle Aender— Wenn der Aufsichts— rath die Auflösung der Anstalt beschließt, so sind alle von ihr versprochenen Leistungen im rechnungsmäßigen Betrage, soweit dazu die vorhandenen Mittel ausreichen, sicher zu stellen. klassen bestimmt werden. und zur Bestimmung über das überschüssige Vermögen ist die Genehmigung des Protektors, sowie die landes— herrliche Bestätigung erforderlich. Anlage 4(zu§. 7 des Zur Sta Der etwaige Ueberschuß darf zu wohl— thätigen Zwecken zu Gunsten der gering bemittelten Volks⸗ Auflösung der Anstalt tuts). Sterblichkeitstafel. 2 2 8 2 S Lebende.] S Lebende. S Lebende.] 8 Lebende. 0 100,000] 25 79,196] 50 62,317[75 26,169 1 93,496 26 78,561 51 61,513] 76 24,000 21 91,782] 7 77,925 52 60,679 77 21,834 3 90,360] 28 77,297[53 59,825[ 78 19,675 1 89,157 29 76,675 54 58,956 79 17,536 5 88,147] 30 76,058 55 58,070 80 15,442 60 87,302 31 75,440 56 57,153] 81 13,412 7 86,606 32 74,812 57 56,219 82 11,475 8 86,049 33 74,171[ 58 55,238] 83 9,655 9 85,620 34 73,516 59 54,174 84 7,964 10 85,302] 35 72,849 60 5410] 85 6,422 11 85,093 36 72,172[61 57,754] 86 5,049 12 4926 37 74,488 02 50,413] 87 3,380 13 84,739 38 70,800 63 48,996 88 2,926 14 84,524 39 70,109 64 47,502] 89 2,168 15 84,266 40 69,416 65 45,929 90 1,583 16 83,943[41 68,721 66 44,265 91 1,137 17 83,561 42 68,025 67 42,506 92 801 18 83,128] 43 67,330 68 40,656] 93 553 19 82,652 44 66,638 69 38,727[ 94 372 20 82,140] 45 65,945 70 36,734] 95 244 21 81,597] 46 65,249 71 34,684] 96 155 22 81,027[47 64,546[72 32,595][ 97 95 23 80,435] 48 63,827 J 73 30,477 J 98 53 24 79,824 49 63,086[74 28,334] 99 26 100 Oeffentliche Bade⸗Anstalteu. -r. Die von verschiedenen Bürgern unserer Stadt ausgegangene Anregung, in der Nähe von Friedberg eine öffentliche Bade-Anstalt zu errichten, verdient allgemeine Sie bedarf allseitiger Unterstützung, Beachtung. soll der Plan zur Wirklichkeit werden. lichkeit, die Nothwendigkeit der Anlage einer öffentlichen Gegen die Nütz⸗ in Privatgesprächen mit Mitgliedern von Gemeinde-Ver⸗ waltungen den Gedanken anzuregen versucht habe, wonach an jedem Orte eine Bade-Anstalt eingerichtet werden sollte. Ich gestehe, es ist kein schönes Zeugniß für das Bedürf⸗ niß der Reinlichkeit, welches in der Nation empfunden wird, daß in vielen Gemeinden für Bade-Anstalten gar nicht oder sehr kümmerlich gesorgt ist. Meiner Meinung nach ist die Errichtung von Bade-Anstalten zunächst Sache der Gemeinden und ich habe auch den Wunsch, daß die Sache ausgedehnt werde, daß jede Gemeinde berechtigt wäre, solche oͤffentliche Bade-Anstalten zu errichten und demgemäß, sei es für solche, die kein Armenrecht haven, gegen ein gewisses Eintrittsgeld oder, wenn sie wollen, auch umsonst die Benutzung dieser Bade-Anstalten aus⸗ zusprechen. Sehr wenig unterstützt wird gegenwärtig ein solches Bestreben durch den Sinn der Bevölkerung und ich bin nicht im Stande, ein allgemeines zwingendes Gesetz zu geben, so lange ich nicht die Ueberzeugung habe, daß in der Bevölkerung selbst der Zwang dazu so wenig empfunden wird, daß nur noch Minoritäten diesem Gedanken widerstreben. Nun wird beispielsweise bezeugt von der Militärverwaltung, daß das Schwierigste, wozu die eintretenden Soldaten aus den unteren Erwerb⸗ klassen zu bewegen sind, das Zwangs bad ist und daß die Rekruten sich dagegen sträuben, wie gegen ein Uebel. In der That läßt sich nicht leugnen, daß, wie kleine Kinder sich gegen das Bad sträuben, bis sie dessen Wohl⸗ thaten kennen gelernt haben und gern darin spielen, auch erwachsene Menschen eine Art Gruseln haben, wenn sie in's Bad sollen, ehe sie sich daran gewöhnt haben. Ich glaube deßhalb, daß ein Zwangsgesetz heute noch nicht gegeben werden kann, es wäre dies ein Aufdrängen einer Wohlthat, die nicht umsonst gegeben werden kann, son⸗ dern die Steuerzahler, also diejenigen, welche die Anstalt benutzen, muͤssen diese Anstalt wieder bezahlen. Aber es sollte die öffentliche Agitation dafür eingeleitet werden und nicht im Scherz, wie der Abg. Reichensperger dies gesagt hat, sondern im vollsten Ernste meine ich, daß der erste Gegenstand eines Reichsgesundheitsamtes der wäre, sich mit der Frage zu beschäftigen, in welchem Maße und in welchem Umfange die öffentlichen Bade⸗ Anstalten im ganzen Reiche herzustellen seien. Meiner Meinung nach wird es Aufgabe der zukünftigen Gesetz⸗ gebung sein, entweder es zunächst dem Statutarrecht der Gemeinden anheimzustellen oder unter Umständen zwangs⸗ weise dafür einzutreten, daß eine jede Gemeinde eine der Seelenzahl entsprechende Anzahl Bade-Anstalten haben muß. Durch Aufnahme dieses Gegenstandes in das vor⸗ liegende Gesetz würden wir eine Durchführung nicht er⸗ langen können; aber ich wünsche, daß von Reichswegen die Sache in die Hand genommen werde. Ich glaube mit dem Abgeordneten Reichensperger, daß wir in diesem Punkte der Civilisation allerdings gegen das Mittelalter und sogar gegen das Alterthum sehr erheblich zurück⸗ 1 g 4 2 4 gegangen sind und daß wir wieder darauf hinstreben muͤssen, durch Belehrung in erster Linie, dann aber auch geradezu durch Gemeinde-Anstalten den Grad der Rein⸗ lichkeit zu befördern, der leider in einem sehr großen Umfang im deutschen Reiche noch vermißt wird und für welchen das Interesse der Bevölkerung noch nicht ge— nügend vorhanden ist, um heute schon Steuern dafür auferlegen zu können. Das Reichsgesundbheitsamt, welches im Jahre 1874 Bade-Anstalt dürfte sich wohl kaum eine Stimme er- noch nicht bestand, ist seit mehreren Jahren in Wirksam⸗ heben. Der deutsche Verein für öffentliche Ge⸗ keit getreten, allein man hat nicht gehort, daß es sich sundheittspflege, welcher seine Hauptversammlung bis jetzt mit der Frage,„in welchem Maaße und in vom 15.— 17. Sept. d. J. in Stuttgart abhalten wird, welchem Umfange die öffentlichen Bade-Anstalten im hat auf die Tages ordnung derselben als 5. Punkt zwei ganzen Reiche herzustellen seien“, beschäftigt bat. Wir Referate über„öffentliche Bade-Anstalten“ gesetzt, ein hier in Friedberg wollen auch nicht warten, bis diese Beweis, welche Bedeutung der Verbreitung und Erricht⸗ Angelegenheit von Reichswegen geordnet werden wird. ung solcher Anstalten vom Standpunkte der öffentlichen Es genügt nicht, daß man das Gute will, sondern daß Gesundheitspflege geschenkt wird. Im deutschen Reichs— man es zur rechten Zeit will. Was in der Ver⸗ tage wurde diese Frage in der Sitzung vom 6. März 1874 gangenheit schon hätte geschehen sollen, aber nicht ge⸗ bei Gelegenheit der Debatte über das Impfgesetz berührt. schehen ist, kann uns heute nicht mehr kümmern; die Die Abgeordneten Hasenelever und Reimers hatten zu§ 6 des Impfgesetzes folgenden Zusatz beantragt: der „Außerdem sind in den Impforten Bade-Anstalten ein- Aufsichtsraths in dem zurichten, deren unentgeltliche Benutzung jedem Einwohner der„Kölnischen“ wöchentlich zweimal freisteht.“ Abgeordneter Lasker ver⸗ und der„Augsburger Allgemeinen Zeitung“ inserirt wer- breitete sich hierüber in folgender Weise:„Mich interessirt ** den. bleibt dem Aufsichtsrathe vorbehalten. Jede Aenderung ist mindestens in dem„Deutschen Reichs- und Preußischen Staats⸗Anzeiger“ bekannt zu machen. Die Bestimmung noch anderer Publikationsorgane gerade der Gegenstand, den der Abg. Hasenelever anregt, empfindet, traurig und beklagenswerth, wenn der Frage der Errichtung einer öffentlichen Bade-Anstalt in Nähe der Stadt ist in diesen Tagen aufgeworfen worden, ein Kreis von Männern, welche Friedberg an⸗ gehören, ist ihr im Hinblick auf die Ausfuͤhrung näher getreten und es wäre im Hinblick auf das Bedürfniß, welches Jung wie Alt nach der Anlage einer Bade-Anstalt Verlauf zwar nicht deßwegen, weil dies ein Lieblingsgedanke von der Bemühungen, eine solche Anstalt hier zu gründen, mir seit vielen Jahren ist, sondern weil ich mich mit den Ausgang nähme wie— das Hornberger Schießen. diesem Gegenstande sehr ernstlich beschäftigt und häufig Holzversteigerung. 2005 Montag den 23. d. Mts. Oräflichen Revier Balnhar ds, t: 8 Eichen ⸗Schälprügelholz, hierunter 6 Naummeter von 15 und 6 Raummeter von 10 Fuß Länge, 5000 Wellen Gichen⸗Schälreisholz, 2500„ 7 Durchforstungs⸗Reisholz, 370 Stuck„ Stangen. Zusammenkunft am Forsthaus Bainhards und Anfang der Versteigerung Vormittags präcik 9 Uhr. Wickstadt den 10 Juni 1879 l Gräfliche Oberförsterel Afsenhelm. Schal las SGtassamen- Versteigerung. werden in dem 2087 Dienstatz den 24. d. Mis., Vormittags 11 Uhr, Distrikt Unterwald, kommt in der Hermes'schen Wirthschaft zu Ockstadt * diesjährige GrassamenErndte aus den Waldungen des Großh. Hauses der Oberfoͤrsterei Ober Rosbach, dem Bad⸗Nauheimer, Nieder-Mörler, Ober-Mörler und Ober— Nosbacher Gemeindewald, den Freiherr v. Franckenstein⸗ schen und v. Ritter'schen Waldungen zur Versteigerung. Für die Versteigerer: Ober⸗Rosbach den 17. Juni 1879. Großherzogliche Oberförsterei Ober-Ros bach. Strack. Herrenkragen und Manschetten de. be! K. Friedrich. Heugras-Versteigerung. 2038 Montag den 23. d. Mis., Vormittags 9 Uhr anfangend, soll das der Gemeinde zustehende Heugras, circa 70 Morgen, öffentlich meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist auf der Nauheimer Bach an der Nauheimer Greyze. Nieder Mörlen den 14. Juni 1879. Großherzogliche r Nieder-Moͤrlen. Leere Oelfässer in allen Größen und Fagons, namentlich zu Pfuhlfaͤssern ich eignend, in großer Auswahl bei 1455 Georg Groß. — Vergebung von Schreinerarbeiten. Die theilweise Erneuerung von tannenen Fußböden in verschiedenen Räumen des Schullehrer Seminars zu Friedberg, veranschlagt zu 1476 Mark 45 Pf., soll auf dem Submisstonswege öffentlich vergeben werden. Die Submisstonen sind portofrei mit dem Angebot in Pro— zenten bis längstens Montag den 30. Juni d. J., Nach⸗ mittags 2 Uhr, dei unterzeichneter Stelle einzureichen, woselbst Voranschlag und Bedingungen offen liegen. Friedberg den 16. Juni 1879. Großberzogliches Kreisbauamt Friedberg. 2074 Montag den 30. Juni l. J. werden in den Freiherrlich v. Franckenstein'schen Waldungen versteigert: 1) Distrikt Jägersruhe und Sommerhang: 10 Naummeter Eichen⸗Schälprügelholz, 15025 Stück Eichen⸗Schälwellen, 500„ Schälstangen(Baumstützen). 2) Distrikt Eichelgarten: 124 Raummeter Eichen-Schälprügelholz, 1440 Stück Eichen⸗Schälwellen 5 Raummeter Späne. Die Versteigerung beginnt Vormittags präeis 8½ Uhr im Distrikt Jägersruhe zunächst des„Neuen Wegs“ und wird Vormittags 11½ im Distrikt Eichelgarten, zunächst der Usinger Straße, fortgesetzt. Das in den obengenannten Distrikten noch lagernde Raumholz kann an den festgesetzten Fahrtagen vom 3. Juli an abgefahren werden. Als letzter Fahrtag ist für das in den Freiherrlich v. Franckenstein'schen Wald⸗ ungen für 1879 ersteigerte Holz der 25. Juli lfd. J. bestimmt. Ockstadt den 17. Juni 1879 Der Fretherrlich v. Franckenstein'sche Oberförster Rumpf. Drainröhren-Lieserung. 2084 Montag den 23. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr, soll auf dem Rathhause zu Dorn-Assenheim die Lieferung von Drainröhren zur Ausführung der Feld— drainage in den nordwestlich des Orts gelegenen Ge— wannen, veranschlagt wie folgt: 1) Fertigung der erforderlichen Ziegelröhren von 31 bis 137 mm Lichtweite, eirca 100,000 Stück= 5500 M. 2) Anfuhr dieser Röbren, eirea 4200 Ctr.— 840„ an die Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden und sind Lusttragende hierzu eingeladen. Friedberg am 18. Juni 1879. Greb, Wiesenbaumeister. * Heugras-Versteigerung. 2068 Das diesjährige Heugras von den hiesigen Ge⸗ meindewiesen soll Dienstag den 24. d. Mt S., Vormittags 10 Uhr anfangend, an Ort und Stelle versteigert werden. Utphe am 15 Juni 1879. Großherzogliche Bürgermeisterei Utphe. Gegen das Arrangement zwischen der Christian Werner Wittwe in Friedberg und der Majorität der Gläubiger sind Einwendungen von Seiten etwaiger, dem Gerichte unbekannt gebliebener Interessenten binnen 14 Tagen bei Meidung Aus schlusses vorzubringen. Friedberg den 9. Juni 1879 Großherzogliches Landgericht Friedberg. Allwohn, Süffert, 2100 Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Holzversteigerung. 2103 Montag den 23. Juni kommen in dem Gräflichen Revier Feldheim zur Versteigerung: i 120 Raummeter Eichen-Schälstangen, Baumstützen ꝛc. ꝛc. geeignet, 248 Raummeter Eichen⸗Lohreiser; ferner: 93 Stück geschälte Eichen von 20— 26 Centimeter Durchmesser und 5—6 Meter Länge. Die Zusammenkunft ist Morgens 9½ Uhr am Fuß pfad von Bellersheim nach Hungen. Utphe den 18. Juni 1879. besonders zu en ck e l, 2 Gröflicher Rentmeister. 5 Schafpferch⸗Versteigerung. 2108 Montag den 23. Juni d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen auf hiesigem Rathhaus 10—15 Schafpferche öffent⸗ lich meistbietend versteigert werden. Friedberg den 19. Juni 1879. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Fo ue ar. Neuwieder Kochgeschirre, Petroleum⸗Kochherde, neuester Construktion, bei 1476 Georg Groß. werden können, und ersparen der wenlaus größten Zahl der Leser das Halten anderer Zeitungen. Unsere Politische Uebersicht liefert eine lägliche vollsändige Rundschau aller bemerkenswer then politischen Vor⸗ gänge, ergänzt durch direkte telegraphische Depeschen über die neuesten Ereianisse. Die Hessische Chronik bildet ein vollständiges Archiv aller auf das Großberzogtbum vor allem aber auf die Provinz Obethessen bezüglichen Mittheil⸗ ungen, geeignet, noch nach Jahren als Landeschronik zum Nachlesen und Nachschlagen zu dienen. Unsere leitenden Artikel, unsere Berichte über alle öffentlichen Gerichtsverhandlungen und die Reichbaltigkeit unserer Kleinen Zeitung haben allgemeine Anerkennung gefunden. Das„Illustrirte Sonntagsblatt“ in in jedem Hause bochwillkommen. Wir ersuchen unsere geehrten Leser, ihr Abonnement rechtzeitig zu erneuern, da wir nur in diesem Falle voll⸗ ständige Exemplare des„Illustrirten Sonntagsblattes“ liefern können. Die große Verbreitung, welche die„Ober⸗ hessischen Nachrichten? in allen Theilen der Provinz gefunden haben, fichert Inseraten eine auf keinem andern Wege zu erreichende Wirkung. Wir empfeblen deßhalb unser Blatt zur Benutzung für öffentliche und private Bekanntmachungen. Gießen, Juni 1879. Die Expedition der„Oberbessischen Nachrichten“. Einladung zum Abonnement auf die Neuen Hessischen Volksblätter. Mit dem 1. Juli 1879 eröffnen die„Neuen Hessischen Volksblätter“ ein weiteres Abonnement. Ten denz und Haltung unseres Blattes bleibt unverändert dieselde. Die„Neuen Hessischen Volksblätter“ sind kein (relufives Parteiorgan, sondern werden unabhängig nach Oben wie nach Unten, wahrhaft und entschieden freisinnig, dabei ferne von jedem Zelotismus nach der einen oder andern Seite hin und auf politischem, wie religissem Gebiete jede ehrliche Ueberzeugung achtend, ihrer Aufgabe der Förderung des Volks- und Gemeindewohls, ganz wie bisher, gerecht zu werden suchen, so daß wir uns der zuversichtlichen Hoffnung hingeben dürfen, unsern Blättern nicht nur die alten Leser sortzuerbalten, sondern auch immer mehr neue zu gewinnen. Den wichligen polilischen Exeignissen und Begebenbeiten widmen wir nach wie vor in übersichtlicher Zusammenstellung und durch Besprechungen in eigenen Leitartikeln die gebührende Sorgfalt. Der directe Bezug aller Telegramme von Wagner's Telegraphischem Correspon⸗ denzbureau setzt uns in die Lage, auch an Raschheit der Mittheilungen jezlicher Ansorderung unserer geneigten Leser zu enisprechen. Localnachrichten aus Hessen bringen wir durch unsere in allen Theilen des Landes thätigen Corre⸗ spondenten so vollständig, wie dies nur immer möglich und wenden wir denselben unsere größte Sorgfalt zu. Dem Feuilleton werden wir auch im nächsten Quartal ganz besondere Aufmerksamkeit widmen und eine Anzahl sorgsältig ausgewäblter Originalnovellen beliebter Autoren zum Aboruck bringen. Der Abonnemenispreis beträgt für Darmstadt und Bessungen pro Quartal 2 Mark 10 Pf., auswärts ducch den Postausschlag 2 Mark 60 Pf. Inserate finden bei der großen Auflage der„Neuen Heffischen Volksblätter“ die weiteste und wirksamsle Verbreitung. Damit wir vollständige Exemplare liefern können und keine Unterbrechung in der Zusendung eintritt, ersuchen wir die geehrten Interessenten, das Abonnement bei der Post alsbald erneuern zu wollen. Bei Bestellungen, sowie überbaupt bei allen Zusendungen an uns bitten wir jedech dringend, das Wort „Neue“ in der Adtesse unsetes Blattes nicht üdersehen zu wollen, indem soust beispielsweise keine Postsendung uns zugestellt wird. Darmstadt im Juni 1879. Die Expedition der„Neuen Heffischen Volksblälter“. Oeffentliche Aufforderung. Molbiliar⸗ Versteigerung. Abonnements ⸗Einladung. 7 Die„Oberhessischen Nachrichten“ erfüllen alle Ansprüche, welche an eine gute Provinz ialzeitung gestellt 2106 Montag den 23. d. Mts., Vormittags 9 Uhr anfangend, lassen die Erben des verstorbenen Konrad Reutz III. dahier nachbenannte Gegenstände erbver— theilungshalber meistbietend versteigern, als: 1 braunes, 4 Jahre altes, gutes Zugpferd, 1 neuen Wagen, 1 Sopha,. mehrere Tische, Stühle und Bänke, 1 neuen Küchenschrank mit Aufsatz, verschiedene Herrenkleider, 1 Fegmühle, 1 Schnellwaage, mehrere Hühner und 1 Hahn, 1 Schiebkarren, mehrere tannene Bohlen, eine Parthie Töpfe mit Birnhonig und sonstlige Haus⸗ und Küchengeräthschaften. Bemerkt wird, daß Zablungsfrist gegen genügende Bürgschaft bis Martinitag 1879 gestattet wird. Fauerbach v. d. H. den 18. 1 1879. Großherzoglicher Ortsgerichtsvorsteher Dil ges. 0 ⸗Verstei Heugras-Versteigerung. Mittwoch den 25. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, soll das Heugras auf den Gräflich Solms-Laubachischen Wiesen in Altenstadter Gemarkung bei Herrn Gastwirth Holzapfel daselbst und Nachmittags 2 Uhr das in Oberauer und Höchster Gemarkung bei Herrn Gast— wirth Reul zu Höchst versteigert werden. 2105 Engelthal den 18. Juni 1879. 5 Die Gräflich Solms⸗Laubachische Rentei-Verwaltung. Bekanntmachung. 2107 Die am 16. l. Mts. in dem Gräflichen Revier Wickstadt abgehaltene Holzversteigerung ist genehmigt und der erste Abfuhrtag auf Montag den 30. d. Mts. anberaumt. Wickstadt den 18. Juni 1879. Gräfliche A Assenheim. S 2112 Montag den 23. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, soll das der hiefigen Gemeinde zustehende Heugras in einzelnen Abtheilungen auf hiesigem Rathhause öffentlich meistbietend versteigert werden. Bauernheim den 19. Juni 1879. Großherzogliche Bürgermeisterei Bauernheim. Vat h Schuhwaaren, 276 alle Sorten, billig bei Jos. Butzbach. 2130 Nachdem der Pachter Philipp Dörr von Wissels⸗ heim seine Ueberschuldung angezeigt hat, werden dessen Gläubiger zur Anmeldung ihrer Forderungen und zum Versuche eines Arrangements auf Montag den 7. Juli l. J., 0 Morgens 8 Uhr, unter dem Rechtsnachtheile hierher vorgeladen, daß von den ausbleibenden, schriftlich liquidirenden, oder durch nicht genügend Bevollmächtigte vertretenen Gläubigern der Beitritt zu den Beschlüssen der Mehrheit der Er⸗ scheinenden unterstellt werden wird. Bad-Nauheim den 18 Juni 1879. Großherzogliches Landgericht Bad-Nauheim. Schuchard, Schnittspahn, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Gras⸗Versteigerung. 2129 Der diesjährige Heu- und Grummetgrasertrag von eirca 70 Morgen gemeinheitlichen Wiesen wird nächsten Mittwoch den 25. d. Mts., von Morgens 8 Uhr ab, in passenden Abtheilungen an Ort und Stelle meist⸗ bietend versteigert und der Anfang am Wiesensteg ge⸗ macht. Bad⸗Nauheim den 20. Juni 1879. Großherzogliche Bürgermeisterei Bad-Nauheim. Schutt. Heugras-Versteigerung. 2110 Montag den 23. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, soll das der Gesammtfamilie v. Löw von und zu Stein⸗ furth zustehende Heugras, circa 9 Morgen, in der Ge— markung Bauernheim gelegen, auf hiesigem Nathhause öffentlich versteigert werden. ö Bauernheim den 19. Juni 1879. Großherzogliche Bürgermeisterei Bauernheim. Väth. Holz-Versteigerung. 2109 Dienstag den 24. Juni 1879, Vormittags 9 Uhr, werden in dem hiesigen Gemeindewald, Distrikt Lohr: weide, nachstehende Holzsorten öffentlich versteigert: 215 Stück Eichen- Stangen von 4 u. 5 Meter Länge, 98 Raummeter Eichen-Knüppel⸗Schälholz, 2300 Stück Eichen⸗Wellen⸗Schälbol.. Die Versteigerungsbedingungen werden bei der Ver steigerung bekannt gegeben und wird bemerkt, daß gegen eingelegten Bürgschein Zahlungsfrist bis Martin 1879 gegeben wird. Assenheim den 19 Juni 1879. Großherzogliche F Assenheim e st. un W Moire, r leinene und Alpaka-Schützen K. Friedrich. billigst bei — d — e ein In 22 ben ich elt mei Vel . 14 bet. re