1 2 2 1 von d 1 70 7 iedrich. fung rde, ettetten *, 7 * · f 2. 9 ua t gliedern. 1879. Donnerstag den 20. Februar. M22. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal per Woche und zwar Dienstags, Donnerstags und Samstags. die einspaltige Petitzeile wird ber Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(sowelt Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgensmmen. Deutsches Reich f Darmstadt. Dem Rentamtmann Dr. Siebert Homberg wurde das Rentamt Lampertheim bertragen. L 15. Febr. In der heutigen Nachmittags gung der zweiten Kammer wurde die Berathung ses Budgets, Theil 1. Einnahme, fortgesetzt. dei Pos. 7, Einnahme aus Reichssteuern, richtete log. Schröder an Großh. Regierung die Anfrage, b dieselde sich im Bundesrath für das Tabaks- Fonopol oder eine Gewichtssteuer aussprechen serde. Ministerialpräsident Schleiermacher be⸗ sauerte, diese Frage zur Zeit nicht beantworten u können, versicherte aber, daß die Großh. Re- fierung ihren Bevollmächtigten solche Instruktionen eben werde, die sie sowohl verantworten als ver⸗ beten zu können glaube. Die Anträge des Aus. busses: 465,303 M. statt 435,303 M. als zu? fällige Einnahmen der Hauptstaatskasse einzustellen, bwie eine Einnahme aus den Ueberschüssen der Hauptstaatskasse in dem ordentlichen Budget nicht zorzusehen, wurden von der Kammer angenommen. Der zur Errichtung des Landes Kriegerdenkmals forderte Zuschuß von 9000 M. wurde einstimmig senehmigt. Bei der Neuwahl des Präsidenten ind Vicepräsidenten wurde Obergerichtsrath Görz ind Stadtrichter Königer wiedergewählt. Die Lammer vertagte sich hierauf. — Wie die„Darmst.⸗Zig.“ vernimmt, ist der Zusammentritt der evangelischen Landessynode für tie ersten Tage des Monat März in Aussicht senommen. Zur Vorlage kommen: der Entwurf nes Kirchengesetzes, die Abänderung des§ 4 zes Kirchengesezes vom 8. Januar 1876 über die Klassifikation des Diensteinkommens der evange⸗ schen Geistlichen, sowie der Entwurf einer Dienstpragmatik für die Geistlichen. Berlin, 17. Febr. Reichstag. Einge— langen ist ein Schreiben des Grafen Stolberg u Vertretung des Reichskanzlers, worin die Ge— zehmigung zur strafrechtlichen Verfolgung resp. Verhaftung des Abgeordneten Fritzsche wegen Zuwiderhandlung gegen§. 28 des Socialisten- Gesetzes nachgesucht wird. Bei der Wabl des zweiten Vicepräsidenten werden im Ganzen nur 87 Stimmen abgegeben, das Haus ist somit richt beschlußsähig und die Sitzung muß geschlossen verden.— 18. Februar. Bei der Wahl des zweiten Vice Präsidenten wurde heute ton Hohenlohe-Langenburg gewählt. Zu Schrift führern wurden durch Acclamation Graf Kleist, Hernardt, Thilo, Eysoldt, Freiher v. Soden, Blum, Weigel und Frhr. v. Minnigerode gewählt. Zur Verhandlung gelangt sodann das Schreiben des Grafen Stolberg, betreffend die Verfolgung ies Abg. Fritzsche. Der Präsident verliest ein zweites Schreiben des Grafen Stolberg, worin euch gegen den Socialisten Hasselmann die Ge zehmigung zur Verfolgung nachgesucht wird. Das Haus beschließt, die Berathung der beiden Schreiben cuf morgen zu vertagen und verweist schließlich ten Entwurf einer Gebühren-Ordnung für die Rechtsanwälte an eine Commission von 21 Mit- Lasker reichte einen Autrag ein auf Eblehnung der Verhaftung Feitzsche's, nebst einer Erklärung, daß der Reichstag bei dem Soclalisten— gesetz niemals die Preisgebung eines seiner Mit- lieder beabsichtigt habe. Die Nationalliberalen und das Centrum haben zugestimmt. Die Deuisch— Conservativen sind angeblich ebenfalls gegen die Fürst Verhaftung. Die deutsche Reichspartei tritt vor Beginn der Sitzung zur Berathung über den Antrag zusammen. — 18. Febr. Abgeordnetenhaus. Der Gesetz⸗ Entwurf betreffend die Abänderung des Wegt⸗ gesetzes im Regierungsbezirke Kassel wird in dritter Berathung genehmigt. Sodann folgt die zweite Berathung des Gesetz- Entwurfs betreffend die Competenzconflicte zwischen Gerichten und Ver⸗ waltungsbebörden, serner die zweite Berathung des Deputlirtenkammer. Gesetz⸗Entwurss betreffend die gerichtlichen Ver- solgungen wegen Amtshandlungen. Das Haus tritt nunmehr in die Beratbung der vom Herren- bause zurückgelegten Vorlage betreffend die Domstiste. nämlich die Das Herrenhaus hat die Regierungs vorlage wieder- dem Pariser Aufstandsversuch vom 31. Oct. 1870 hergestellt, das Abgeordnetenhaus beharrt jedoch auf seinen Beschlüssen. — Die Zolltarif-Commission bat, der„Nat.“ Zeitung“ zufolge, in ihrer gestrigen Sitzung einen Eingangezoll von 10 M. für jeden Centner Hopfen beschlossen, dagegen Zollfreiheit für die Einfuhr von Wolle und Baumwolle. — Den Abendblättern zufolge ist der seitberige Oberpräsident von Achenbach, zum Oberpräsidenten Brandenburg ernannt. München. Im Collegium der Gemeindebe: vollmächtigten wurde durch Weidert, Vorsteher der oberbaherischen Handels- Gewerbekammer, eine dem Reichstage zu übermittelnde Resolution be— antragt, wonach die bestimmte Erwartung ausge- sprochen wird, daß jeder Versuch, unentbehrliche Volksnahrungsmittel insbesondere Getreide und Vieh durch Zölle zu vertheuern, entschieden zurück gewiesen werde. der Provinz Ausland. Oesterreich⸗-Ungarn. Wien, 17. Febr. In der gestern unter Vorsitz des Kaisers abge— haltenen gemeinsamen Minister-Conserenz, an welcher außer den gemeinsamen Ministern, öster— rtichischersalts die Minister Stremayr und Pretis, ungarischerseits Szapary und Wenckheim theil: nahmen, wurde beschlossen, die Delegationen zum 27. Februar nach Pest einzuberufen — 18. Febr. Abgeordnetenhaus. Minister- Präsident v. Stremapr theilt die Ernennung des neuen Cabinets mit und bemerkt sodann: Die Geschäfte betreffend, welche zunächst der Erledigung durch dieses Haus bedürsen, bebe ich, abgesehen von den legislatorischen Arbeiten, die dringende Bedürfaisse des Augenblicks bedingt sind, vor Allem das Budget und damit zusammen⸗ hängende Vorlagen hervor. Den unser staatliches Leben so tief berührenden Beziehungen zum Orient ist durch den Berliner Vertrag eine bestimmte, sest begrenzte Grundlage geschaffen. Auf dieser Fuß ung erkennt es die Regierung als ihre Pflicht, bei der dem gemeinsamen Ministertum zustehenden Durchführung der auf dem Berliner Congresse übernommenen Aufgaben für äußerste Sparsamkeit in jeder Richtung einzustehen,(Bravo!), jede Gefohr einer staatsrechtlichen Verwickelung sernzu— halten und soweit mit Ehre und Pflicht vereind er, neue Opfer zu verhüten. Pest, 17. Febr. Unterhaus. Zum Beginn der Budgetdebatte gibt Finanzminister Szaparh eine Darlegung der Finanzlage; der Minister verweist zunächst auf den günstigen Gebahrungs. ausweis pro 1877. Auch das falktische Resultat Westpreußen und frühere Minister, durch von 1878 entspreche annähernd dem Präliminare. Im laufenden Jahre seien vom 1. Januar bis heute die Einnahmen um 110 Millionen fl. höber als im nämlichen Zeitabschnitt 1878. Das dies- jäbrige Deficit beträgt 24 Millionen, demnach würde sich das Deficit späterer Jahre mit 28 Mill. und bezüglich Amortisationen und Investitionen mit 12 Millionen beziffern. Frankreich. VBersailles, 17. Februar. Andrieux verliest den Bericht der Amnestie-Commission. Die Commission ist mit dem Ministerium bezüglich aller Punkte bis auf einen im Einklang; das Ministerium verweigert Ausdehnung der Amnestie auf die an Betheiligten. Belgien. Brüssel. Ein Collectiv-Fastenbrief der Bischöfe erklärt, daß die Geistlichkeit nimmer an der Volksschule im Sinne des den Kammern unterbreiteten Schul- Gesetzes mitwirken würde, sofern das Gesetz angenommen werden sollte. Großbritannien. London, 16. Febr. Die deutsche Kronpriazessin ist gestern hier einge- troffen, vom Prinzen und der Prinzessin von Wales empfangen, welche die Kronprinzessin nach ihrer Residenz Marlborough House geleiteten; in Dover hatten der Herzog von„Edinburg und Graf Münster sich zum Empfang eingefunden. — 18. Febr. Beaconsfield ist unpäßlich. Die Regierung berief Lord Napier of Magdala nach London: derselbe ist gestern diet angekommen; es verlautet, er sei zum Obercommandanten der Truppen im Capland ausersehen. Italien. Rom. Die„Riforma“ will wissen, Cardinal Nina beanspruche als Friedens- bedingungen mit Berlin unter Anderem die Am- nestie der deutschen Bischöse. Türkei. Constantinopel, 16. Febr. Der französische Botschafter theilte gestern dem Minister des Auswärtigen Karatbeodorg Pascha eine Depesche Waddington's mit, welche Bedauern ausspricht über die Langsamkeit der Unterbard⸗ lungen mit Griechenland und entschieden die Regelung der Frage auf den Grundlagen des Berliner Congresses verlangt. Die Psorte hat ihren Commissären für die griechische Grenzregulir- ung erweiterte Instructionen zugesendet. — Die Finanzeommission machte den Vor- schlag, die Ausfuhrzölle um 4 pCt. und die Ein- fuhrzölle um 12 pCt. zu erböben.— Die Pforte erhielt Anzeige der erfolgten Uebergade von Khotur an Persien. Zwischen der Pforte und der britischen Botschaft werden Verhandlungen ge— pflogen über eine Conventson betreffs Verhinder⸗ ung der Einführung von afrikanischen Sklaven in die Türkei und des gegenseitigen Rechtes der Untersuchung verdächtiger Schiffe. Rumänien. Bukarest. Rumänien ist geneigt, das Fort Arab-Tabia zu räumen gegen Garantie, daß auch die Russen bis zur Entscheidung der Mächte diese Position nicht besetzen. Griechenland. Atben, 17. Februar. Lau Nachrichten, die der Regierung zugegangen sind, hätte die Pforte jetzt offen erklärt, sie könne dem Ausspruche des Berliner Congresses bezüglich der Rectisicirung der griechischen Grenze nicht nach; kommen und nur unterbalb Volo einen schmalen Streifen Landes abtreten. Nußland. Petersburg. Der„Regier- ungsbote“ veröffentlicht das bereits angekündigte taiserliche Manisest vom 15. d. über die am 8. d. erfolgte Ratification des definitiven Friedensver⸗ trages mit der Pforte und dem in Folge davon ergangenen Besebl an die Truppen, in die Heimath zurückzukebren. In dem Manifest wird ferner auf die hervorragenden Ereignisse des Krieges und die mit der Pforte gepflogenen Verhandlungen hingewiesen. a — Nach einem an den Senat gerichteten Ukas vom 13. Febr. sind, nachdem in dem dem General Loris-Melikoff unterstellten Pestrayon der Belagerungszustand verhängt ist, diejenigen Per⸗ sonen, welche sich einer Verletzung der Quaran- tänevorschriften schuldig machen, dem Kriegsgericht zu übergeben. Melikoff meldet unterm 16. Febr., daß nach Berichten aus den infieirten Ortschaften weder neue Erkrankungs- noch Sterbefälle an der Epidemie vorgekommen sind. Allerorten herrscht Thauwetter. Amerika. Wasbhington. Schatzsecretär Shermann bat weitere 20 Millionen Bonds zur Einlösung einberufen. Die Verzinsung derselben wird vom 17. Mai an eingestellt. Aus Stadt und Land. M. Friedberg. Die Gemeindebeböcde zu Langensalza bal, ähnlich wie es seit langer Zeit in Straßburg üblich ist, eine Vergnügungssteuer zum Besten der städtischen Armenkasse eingeführt. Es werden Tänze und Ballfeste je nach der Dauer mit 3— 10 Mark, Concerte, Theater⸗ Vorstellungen u. drgl. mit 5— 15 Mark, Maskenbälle mit 20 Mark besteuert. Es ist gewiß keine Steuer so berechtigt, so zeiigemäß, so unschwer zu erheben und so sicher vor gegründetem Widerspruch. Könnte hier in Friedberg nicht auch eine solche Steuer für die so wohl⸗ thätig wirkende„Allgemeine Arbeiter-Kranken Unter- flützungs⸗Kasse“ erboben werden? Alzey, 17. Febr. Nachdem exst vor wenigen Tagen eine hiesige Brauerei argen Brandschaden erlitten, brach gestern bier abermals ein bedeutender Brand aus, der mehrere Gebäude in Asche lente. Der Schaden dürste zum größten Theil durch Versicherungen gedeckt werden. Allerlei. B. Frankfurt. Die gelindere Witterung läßt uns wohl das Nahen des Frübjahrs ahnen, allein es wird doch noch einige Zeit dauern ehe wir uns wieder an Blütben und Blumen erlreben können. Uns Franksurtern und Denen die unsere Stadt besuchen, ist aber jederzeit Gelegenheit geboten, sich in unsetem berrlichen Palmen— garten mitien unter die Boten des Frühlings zu versetzen und wird hiervon auch fleißig Gebrauch gemacht, wie der Besuch dieses Lieblingsplatzes Aller zeigt. Die Blüthen⸗ Galerien waren den ganzen Winter über nicht blüthenleer, allein jetzt beginnt die Flora großartiger und manigfaltiger zu werden und sind es eben die Camellien, welche in erster Linie unsere Blicke fesseln. Dieselden blühen dieses Jahr überreich und zeigen die schönsten Farben und Formen. Aber auch andere Kinder warmer Zonen, steben bereits in ihrem Blütbenschmuck und wird eine reiche Abwechslung hier geboten. Auch dem Palmenhause, für wesches be⸗ deutende Neu⸗Anschaffungen an werthvollen Palmen und Pflanzen gemacht wurden, sieht man kaum mehr die Zerstörung an, welche die Katastrophe im August v. J., hervorgebracht halte und das üppige Grün des Teppichs und der Pflanzen lassen an diesem Platze die Schrecken des Unglückstages fast vergessen. Nürnberg, 14. Febr. Der Taglöhner Ulherr, der wegen des am 6. Sept. vorigen I ihres unter den scheuß; lichsten Bestialitäten an seiner 7½jäbrigen Tochter ver⸗ übten Mordes am 20. Nov. v. J. vom miltelfcänkischen Schwurgericht zur Todesstrase verurtheilt worden war, ist heute früh enthauptet worden. forderlichen 24 Urkundspersonen, welche dem hiesigen Bü gerflande entnommen waren, wohnten der Hinrichtung noch eine beschränkte Anzahl von Männern aus dem richterlichen und ärztlichen Stande, sowie einige Vertreter der Presse bei. Die zu der Frobnseste führenden Straßen waren schon früh Morgens durch Militär abgesperrt. Auf der nordwestlichen Bastei der Frohnfeste war das Schaffot aufgeschlagen, der Raum beiderseits durch hohe Planken eingeftriedigt und duich einen blauen Vorhang abgetheilt, der wäbrend der Vorbereitungen zum Hin⸗ richtungsacte das Schaffot mit dem Fallichwert verdeckte. Der Delinquent, welcher am Tage vorher communtcirt und ein volles Geständniß abgelegt hatte, auch geistlichem Zuspruche nicht unzugänglich geblieben war, wurde kurz nach 8 Uhr von den Gehilsen des Nachrichters vorgefühe und vot, körperlich ganz gebrochen, einen bejammerns⸗ würbigen Anblick. Nach Verlesung der Geschichte des Verbrechens und des Strafurtheils wurde der Siab ge⸗ brochen; alsdann sprach der Stadtvikar Reindel ein kurzes Gebet und ertheilte dem Delinquenten den Segen. Auf ein Zeichen dee Vollzugscommissärs wurde dem Ulßherr sodann die Maske vorgebunden, und unser dem Extönen des Armenfünderglöckleins war im Verlauf weniger Secunden die Enthauptung vollzogen. Heidelberg. Am 13. Febr. Morgens ist der von Jagsifeld nach Heidelberg abgegangene Bahnzug einer großen Gefahr glücklich entgangen. Zwischen Rappenau und Bobstadt hatten zwei Strolche große Steine auf die Schienen gewälzt, um den vor 9 Uhr ankommenden Zug Außer den gesetzlich er⸗ zum Guigleisen zu bringen. Die Maschine bat aber die Steine theils auf die Seite geschoben, theils zerdrückt. Emer der Thäter, ein schlechtes Subjekt, ist durch den Bahnwärter festgenommen worden. Schw.⸗ Gmünd. Der nach der„Rems Zig.“ ere zählie angebliche Raubanfall auf eine junge Frau zwischen Muthlan gen und Wezgau, bat sich, demselben Blast zu⸗ solge, als eine schmähliche Mysliftkition enipuppt, wonach die angeblich Beraubte gar nicht angefallen worden, sondern selbst die Beirügerin ist. Sie halte ihren Mann schon vor der Hochzeit belogen, sie bekomme noch 300 M. Ver⸗ mögen, welches bei einem Schwager in Zins stehe und das ste nun zu holen vorgad. Sie hatte auch bereits ein paar Jahre lang den Zins davon zusammengespart und ihrem Manne zugestelltl. Um nun endlich diese Ver— legenheit loszuwerden, ersann sie das nicht mehr unge⸗ wöhnliche Mutel. Barmen, 14. Febr. Die„Barm. Z.“ schreibt: Ein stellenloses junges Mädchen von hier bewarb sich vor kurzer Zeit um eine in auswärngen Blättern ausge— schriebene Stelle in einem Putz seschäft zu Limburg a. d. Lahn. Die Bewerbung wurde berücksichtiat und nach wenigen Tagen erhielt die Aspirantin den Bescheid, gegen ein gutes Honorar sosort einzutreten. Sie traf nun am Dienstag Abend voriger Woche an Ort und Stelle ein und gewahrtle schon am Mittwoch einen auff sillenden Verkehr von Herren, denen sie sich gefällig zeigen sollie, was sie jedoch unterließ, vielmehr bei Nacht und Nebel unter Auf⸗ wendung der Kosten zur Hin- und Rückreise durchbrannte und gestern hieber zurückkebete. Teplitz, 17. Febr. Die Quellen-Commission beschloß, sogleich mii Abieufen des Quellen Schachtes zu beginnen, dessen Situaulon nach übereinstimmenden Gutachten der Sachverständigen schon morgen firirt werden soll. Kaiser Wilhelm erbot sich, die bedeutendsten Geologen Deuisch⸗ lands hierherzusenden. Kaiser Franz Joseph telegrapbirie an den Staithalter, Alles aufzubieten, um das Unglück Geologen behaupten, daß schon im Juni beim Ausbleiben der Riesenquelle bei Ossegg alles Pumpen in den Schachsen sofort häue eingestellt werden sollen. Zuckerrübenbau. Es wird beabsichtigt in nicht zu ferner Zeit eine Zuckerrübenfabrik in der Wetterau zu errichten und geht uns von betbeiligter Seite Nachfolgen- des zur Veröffentlichung im Interesse der Wettrauer Landwirthe zu: In fast allen Kreisen der ackerbautreibenden „So kann es nicht weiter gehen, wann wird es anders werden?“— Man spricht, wie vor einiger Zeit von zu hohen Löhnen und Arbeiter, mangel, jetzt über Reformen in volkswirthschaft⸗ licher Beziehuung über zu hohe Steuern und in neuerer Zeit über Freibandel und Schutzzoll; was thut aber der Landwirth ur Verbesserung seiner Lage?— mit Ausnahme Einzelner— gewiß viel zu wenig. Wenn bei allen Gelegen heiten erwähnt wird, der Getreidebau lobnt nicht mehr, wenn seit Jahren unsere gewöhnlichen Culturgewächse kaum die Culturkosten decken, warum ergreift man nicht die Gelegenbeit, andere Cultur- gewäsche einzuführen? Von Oben herab kann nicht allein geholfen werden; volkswirthschaftliche Maßregeln, Aenderungen in der Besteuerung können nicht schnell genug eingeführt werden; wenn der, den es zunächst angeht, nicht selbst mitwirkt, seine Lage einstweilen zu verbissern, so kann er in dieser Zeit zu Grunde gehen. In Württem⸗ berger Blättern ist zu lesen:„Heuer haben die Landwirthe der Cichorien- und Zuckerrübencultur 1 zu verdanken, wenn sie ihre nöthitzsten Ausgaben bestreiten konnten; während Getreide- u. Kartoffel- bau nicht die Kosten deckten, erlöste man vom Morgen Zuckerrüben 180 bis 200 M.; es wäce nur zu wünschen, daß auch in anderen guten Gegenden Zuckerfabriken beständen, um auch dort den Rübenbau betreiben zu können.“ Dieselben Erträge erzielte man beim Zuckerrübenbau in Baden, in der baierischen Pfalz und in Rheinhessen in der Gegend von Alzey. K. Roemer in Alzey erlöste 190 M. pr. Morgen Zuckerrüben, auf die nächste Eisenbahnstation geliefert; je nach Ent⸗ fernung ist der Preis 85—100 Pfg. pr. Centner. Was sind nun eigentlich die Vorzüge des Zuckerrübenbaues?: 1. Die Exkträge sind höher pr. Morgen als bei Getreidebau. 2. Durch Zucker rübenbau kommen die Felder in den höchsten Culturzustand. 3. Die Zuckerrüben sind daher die beste Vorfrucht für Getreide. 4. Man eentet daher meistens trotz Zuckerrübenbau so viel Getreide, als früher ohne Rübenbau. 5. Die Zuckerrüben unterliegen keiner Preisschwankung, denn der Preis ist im Voraus bestimmt. 6. Zur Abnahme derselben 1 des gänzlichen Verfi gens der Quelle abzuwehren. Die Bevölkerung kann man seit Jahren sagen böten: braucht sich Niemand einen Käufer zu suchen und e 0 Makler zu zahlen, da die Fabrik alle Rüben zum] d bestimmten Preise übernimmt. 7. Sofort nach 752 Ablieferung hat der Producent sein Geld, er kann 00 sogar vor der Ernte schon Abschlagszahlungen t, erhalten. 8. Der Producent kann zum billigsten J dgl.! Preise Futter aus der Fabrik zurück erhalten, fur an 9. Den Samen bekommt man gratis von der nge Fabrik geliefert. f 1 Als Beweis des bier Angeführten dienen jene aug Gegenden, wo seit 20 und mehr Jahren Zucker- ons rüben gebaut werden.— Ja, werden die Lande 0 wirthe sagen, das ist ganz schön, wo ist aber die hn! Fabrik, die unsere Rüben abnimmt, wenn wir i solche bauen wollten; das haben aber die Land⸗ wirthe einzig und allein selbst in den Händen, daß in der„Wetterau“ eine Zuckerfabrik errichte! wird; sie haben nur ihre Bereitwilligkeit zun Zuckerrübenbau zu erkennen zu geben und es wird ö sosort, obne daß sie einen Pfennig Kapital dazu geben, eine Fabrik erbaut. Schon im Jahre 1868 wollte man eine Fabrik errichten, woran aber scheiterte damals das Unternehmen? Nur daran— weil die Landwirthe sich nicht entschließen konnten, Zuckerrüben zu bauen. Kann man Ka⸗ pitalisten zumuthen, 500,000 Gulden aufzuwenden für Erbauung und in Betriebsetzung einer Fabrik, ohne zu wissen, ob sie die nöthigen Zuckerrüben haben?! Daher müssen wie überall, auch die Landwirthe in der Wetterau einem solchen Unter⸗ nehmen, das die ganze Gegend neu belebt, ente ie g gegen kemmen, indem sie sich verpflichten, auf eine gan Reihe von Jahren, also mindestens fünf Jahre, ea eine bestimmte Fläche mit Zuckerrüben zu bestellen.] laue Nach dieser Zeit in die Zuckerrübencultur so ein- schaste gebürgert, daß eine weitere Verpflichtung nicht[Meisen nöthig sein wird, sondern die Landwirthe aus ödicselt eigenem Antriebe genug Rüben bauen werden. breit Was könnte aber der Landwirth riskiren und die verlieren, wenn er sich verpflichtete, fünf auf ein- Zähl ander folgende Jahre Zuckerrüben zu bauen, einen z. B. wenn Derjenige, der 15—20 Morgen Feld reg hat, 1—2 Morgen, der welcher 100 Morgen durch ackert, 5—10 Morgen und Derjenige, welcher eie 0 400 Morgen bewirthschaftet, 20—40 Morgen mit much e Zuckerrüben bestellte;— man ist begierig, darüber Winker die Ansichten der Landwirthe zu vernehmen. Wer 0000 die Zuckerrübendistrikte kennt, der weiß, daß dorten glich von dem übrigen Felde eben so viel, aber besseres amn Getreide geerntet wird, als früher, wo man noch At ein nicht diese Fläche dem Rübenbau widmete, denn ige es wird wiedrholt bemerkt, daß keine Hackfrucht e e mehr geeignet ist, den Boden zu verbessern, als i Har die Zuckerrübe, ein Vorzug, den sie besonders vor I Sdhech den Kartoffeln voraus hat. Man sollte kaum md zweifeln können, daß die Landwirthe nicht mit thun Freuden ein solches Unternehmen zu unterstützen endet bereit seien, indem sie sich bereit erklären, den Dang; rentablen Zuckerrübenbau zu betreiben, eine Unter- tigen stützung, die zuerst zu ihrem eigenen Vortheil ge casih reicht. Wer nicht so viel thun will und lieber etwort am alten Herkommen festhält, statt eine neue Waser Culturart zu ergreifen, der sollte in aller Zukunft eie J schweigen und nie mehr klagen. n In einiger Zeit wird den Landwirthen der. Wetterau Gelegenheit geboten, ihre Bereitwillig keit zum Zuckerrübenbau kund zu thun; im Interesss ö der Lanwirthschaft und des allgemeinen Wohls 85 für die ganze Gegend wollen wir eine starke Be⸗ 2 8. theiligung hoffen. Wie bereits oben erwähnt, war 1 1 vor mehreren Jahren schon einmal der Versuch 1 0 zur Errichtung einer Zuckerrübenfabrik gemacht 9. worden, das Projekt scheiterte aber damals an der 6 geringen Betheiligung der Wetterauer Landwirthe.“. ö 1 6 Verein gegen Bettelei. 5 10 Das„Erb. Kreisbl.“ wirft die Frage auf: 10 „Wann wird es einmal anders werden mit den( jetzt herrschenden Vagabonden und Stromerthum, 0 das recht eigentlich ein Erzeugniß unseres Jahr- 10 zehntes ist?“ Wandernde Handwerksburschen hat 00 es in Deutschland immer gegeben, unter ihnen auch die; solche, die zeitweilig ihre Zuflucht zur Barmherzig⸗ d keit der Handwerker und Anderer nehmen mußten; fbi aber die uns jetzt im ganzen Lande peinigen, sind zum großen Theil ganz andere Leute. f Wir haben G es hiec mit einer gewaltigen Armee arbeitsfähiger, 0 a en N. tt 1 ablnn 2 erh 1 don 0 dear 1 30 die den * erg 8 du Lenz 8 denen en nen Ugktit zun * din a 1% tan * Jahn l, doi af du tet dle a l it dtadn lebt, en „ auf tin N bara — 774 den 0, 7 peda daßett, 1 lender dd 0 er arbeitsscheuer Männer zu thun, die das Reisenden“ heimgesucht wird. Uinter die genannte Provinz heimsuchten, anders werden, wie soll das Uebel gehoben werden. würde die Sache weniger lästig und weniger theuer machen, vielleicht auch den Strom der Fechtbrüder mehr von uns ablenken.“ Wir wünschen den Er- bachern einen besseren Erfolg,(salls der Verein dort zu Stande kommt) als wir ihn bier in Friedberg zu verzeichnen haben. Nicht allein, daß noch sehr viele hiesige Einwohner dem Vereine gar nicht beigetreten sind, sondern Viele der Bei— getretenen geben trotzdem im Hause an jeden Stromer ein Almosen und wirken dadurch dem Vereine geradezu entgegen. Nicht einmal die Ent— schuldigung kann gelten, daß man wohlthätig sein müsse, denn das Almosengeben an die Stromer ist keine Wohltbat für dieselben, sondern cher eine Aufmunterung zu allen Schlechtig keiten. Denn das ganze Geld wird vertrunken und verludert. Mantrete dem Vereine all- seitig bei und so ost ein Bettler kommt, sei die stereotype Rede:„Geht auf's Rathhaus, dort bekommt ihr was.“ tteln als„Gewerbe im Umherziehen“ ergriffen eben, die den kleinen Gelegenbeitsdiebstahl als sebengeschäft betreiben, erforderlichen Falls aber uch zu thͤtlichen Erpressungen, Brandstiftungen dgl. übergeben. Diese Leute sind das Unge— ser am Leide des deutschen Volkes, hervorge- ngen aus unseren ungesunden socialen und ge— ibi Becbältnissen. Die Arbeitseinstellungen fangs, die Arbeiterenflassungen dann, die Reli— gons⸗ und Zuchtlosigkeit unserer Jugend in Haus 1d Werkstätte, die Unsittlichkeit und das Kneipen den liefern die Recruten zu dieser Armee, die übrigens aus allen Ständen, den ungebildeten de den gebildeten, ergänzt und in den Laster- blen der meisten„Herbergen“ ihren letzten chliff empfängt. Wie einträglich das Geschäft gebt aus folgender Angabe Stursbergs hervor: or Kurzem, so schreibt er in einem Schristchen er das zunehmende Verbrecherthum, wurde ein ann zur Verbüßung einer 6wochentlichen Haft in 1 Fonds f st. und höher. Elisabeth wesentlich besser. Galizier fest. Oesterr. Prioritäten gesucht. Gotibarbibahnprioritäten auf Realisattonen schwächer. Oesterr. Renten und ungar. Goldrente, sowie Schatzbons in slarken Posten zu böheren Coursen gekauft. Russen besser. 5%. Orientanleibe in regem Umfatz. Loose sest. Kleine Sorten begehrt. Banken still. Reichebank und deutsche Vereinsbank höher. Deuisch⸗ 4¼0¼. schwebische Pfandbriefe wurden 4 93 gebandelt. Wechsel wenid verändert. Privatdisconto 2½0/. Verloosung. Darmstadt, 17. Februar. Bei der Ziehung der 25 fl.⸗Loose sind an hoheren Gewinnen bis jetzt heraus⸗ gekommen: Nr. 50,951 mit 50.000 fl., Nr. 36,681 mit 250 fl., Nr. 18,599 mit 125 fl. Geld Cours. Frankfurt am 18. Februar 1879. 20 Frankenstücke M. 16 18—22 Englische Sovereigns„ 20 34—39 Russische Impertales„ 16 65—70 Ducaten 38 5 9 58 b. G. Ducaten al marco 25 9 57-62 Dollars in Gold— 417—20 5 Arresthaus eingeliefert mit einem ganzen Beutel U Geldstücken. Wir zählten: 586 2. Pfennig ⸗ cke, 218 1 Pfennigstücke, 10 10.Pfennigstücke d 29 5 Pennigstäcke zusammen 906 Stück im serthe von 16 Mk. 98 Pf. In nicht 3 Tagen tte der gesund und kräftig aussehende Mann Handel und Verkehr. Friedberg, 19. Febr. Waizen M. 18.25, Korn M. 14.—15., Gerste M. 14.—15., Hafer M. 12. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo— 200 Zollpfund. Friedberg, 20. Febr. Wochenmarkt. Butter kostete ver Pfd. 80 90 Pf., Eier per Stück 6 Pf., 2. 11 U.. Gießen, 18. Febr. Wochenmarkt Butter per Pfd. esen Betrag zusammengebettelt und außerdem 85 Pf., Eier ver Stück 7 u. 2 Stück 13 Pf., Kase per Stück von gelebt. Wer solche Erfolge beim Betteln 5—8 Pf., Tauben das Paar M. 1., Hühner per Stück g W. 15 Dabnen ver Ste 8 Enten per Sti habt, der wird nicht so leicht davon lassen. M. 150, Habnen per Stuck N. 2. Enten vor Stuck . 8 g 8 M. 2.30, Kartoffeln per 100 Kilo M. 5.50—6., Zwiebeln le groß und lästig die arf diese Weise uns f 78 8 per Ctr. M. 8—9. Ochsenfleisch 70— 72 Pf per Pfd., We er Steuer i, geht aus einem anderen] Kuh und Rindfleisch 58— 60 Pf.. Schweinefleisch eispiele hervor. In Hannover haben öffentliche 58— 60 Pf., Kalbfleisch 50— 60 Pf., Hammelfleisch 60-65 Pf. Bätler berechnet, daß jede der etwa 4000 Ort stasten der Provinz durchschnittlich von 5„armen Das würde, da Frankfurt, 17. Febr. Der heutige Viehmarkt war ziemlich gut befahren. Angetrieben waren ca 360 Ochsen, 193 Kühe und Rinder, 200 Kälber und 200 Hämmel. u selben täglich nur etwa 4 Dötfer abbetteln, Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. M. 68.—70., -eits ein Heer von 5000 ben. N z 2. Qual. M. 64.— 66. Kühe 1. Qual M. 60.— 62., 1 801 N geben. Doch in lür 2. Dual. N. 52.35, Kölber 1. Qua. M. 62.—64, dr interszeit das noch zu wenig angenommen. 2 Qual. M. 58.—60. Hämmel 1. Qual. M. 60.—62., gählte man doch kürzlich in einem Dorfe an 2. Qual. M. 54— 58. per 100 Pfund Fleischgewicht. tem Tage bis 1 Uhr 33 durchziehende Land— swicher, d. h. täglich etwa 50. Es ist daher FLirchaus nicht zu hoch gegriffen, wenn jene Blätter i Gesammtzahl aller„fechtenden“ Brüder— ech Schwestern ziehen oft mit— die in einem auf Schweine das Pfd. 55 Pf. Frankfurt, 17 Febr. Fruchtbericht. W. 38., Pr. 2 M. 36., Nr. 3 M. 30., Nr. 4 M. 26., Nr. 5 M. 20 Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 21.50, do. 2.(Berliner Marke) M. 18.50. Watzen, effectiv hie⸗ siger ab Bahnhof hier M. 19., ab unserer Umgegend M. 18.25— 18.50, do. fremder je nach Qual. M. 18.—19, l Roggen je nach Qual. M. 13.—15., Gerste M. 15.— 17.50, 1000 Menschen schätzen; bekommt ciner nur 50 Pf. Hafen d. 12.50—14., Koblsamen M. 27.—28., Erbsen lich— sie bekommen aber mehr— so macht das M. 19.—23., Wicken M. 15.—16., Linsen M. 17.—23., nammen 5000 Mk., jährlich aber 1,825,000 Mk. Bohnen, weiße, M. 19. Roggenkleie M. 10., Weizenkleie, eine Provinz Nicht eingerechnet sind darin] grobe und feine M. 7.50— 8. Rüböl, detail. M. 68. .—— Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfd. Zoll⸗ surstige Gaben: Brod, Speck, Schnaps und Kleider,. 2 100 Kilo. N b 3 ot eingerechnet ist ferner die beständige Störung Mehl Nr. 1 d Hausbewohner, der Aerger des Hausherrn, der D. Frankfurt a. M., 18. Febr. Die günstige 4 recken der Hausfrauen, die Furcht der Leut 1 Disposinon bleibt totz aller Schwankungen nach Ab 3 5 ö 5 8 ch er L bv wärts, veranlaßt durch Versuche der Contremine, die andstiftungen, Gewallthäligkeiten, nicht einge. Course berabzudrücken, in Permanenz. Die Resultate der gestern Abend staligefundenen Blancoabgaben zeigten sich deßhalb beute, wo die besseren auswärtigen Course wieder den Impuls zu einer Steigerung gaben, bei Eröffnung des Geschäfts verwischt und die feste uns steigende Tendenz [konnte sich bis zum Schlusse des Verkebrs behaupten. Die definitide Constiiuiz ung des österteichischen Ministeriums gorden sind; dann wird's aufhören, wic sich die blieb ebenfalls nicht ohne günstige Wirkung und rief be⸗ Bnssersucht verliert, wenn das kranke Herz genesen ist.“ onders in ölterr. Rauen au lebbast a Geschäst bevor. 1 7 Creditactien, gestern 19658, bewegten sich zwischen 197½ Die Berabteichung eines sog. Sladtgeschenkes, ver-„s 1981 2 and 198 ¼, Stantsbahngctten, gestern 213, bir den mit schaͤrferer Handhabung der Polizei zwisch n 213 und 213½. Oesterr. Bahnen warfen gefragt Oinz wird's erst aufhören, wenigstens in seinem itigen bösartigen Charakter, wenn unsere wirth— shrftlichen und slitlichen Verhältnisse wieder bessere der Industrie. Literarisches. In Leipzig und Berlin im Verlage von Hugo Voigt sst die 5. Auflage einer illustrirten Flugschrift: „Die Foltetkammer der Wissenschaft“ von Ernst von Weber etschienen, die durch ihre ungeahnten Ent⸗ büllungen ein allgemeines Aufsehen ertegt und bereits in 5 fremde Sprachen übersetzt worden ift. Die Hauptblätter det englischen Presse baben wiederholt auf die gleichzeitig in England erschienene Uebetsetzung hingewiesen. Der Preis dieset in allen Buchhandlungen zu babenden Schrift ist zum Zwecke ihrer größtmöglichen Verbreitung auf nur 60 Pfg. sestgesetzt und det Reinerttag aus ihrem Ver⸗ kaufe zur Begründung einer energischen Agitation zur ge⸗ setzlichen Beschränkung det Vivisseknion bestimmt. Das 9. Heft von„Ueber Land und Meer“, Allgemeine illusteicte Zeitung(Verlag don Eduard Hallberger in Stuttgart und Leipzig), enibält: Die Hexe. Novelle von Karl Emil Franzos.— Von der deutschen Korvette„Peinz Adalbert“. Mit Bildern des Malers C. Saltzmann. III.— Das Pfarrhaus von Ellernbroo'k. Ein Roman von Wilhelm Jensen. Ein deutscher Seemann. Matine⸗Nachtstück von Gerhard von Amyntor. Bilder aus Madtid. Von Meta Wellmet.— Neue Erfindungen und Kultur⸗ sorischritie. Von Max Wirth. VIII. Der Asdest in J igen, Foest⸗ und Landwirtoschaftse⸗ kalender. Von C. E. Freibertn von Thüngen. Januat; Februar.— Für das Album. Von Wilbel m Emmer.„Souvenit“. Nodelle von Rudolph Lindau.— Aus meinem Aldum. Von Max Ring. V. Karl Gutzkow.— Politische Propbezeiungen. Von Benno Reden.— Asttonomisches Tagebuch. Februar. — Lotterieziebungen im Monat Februar.— Schach.— Blderräthfel.— Aufgabe.— Betefmappe. Zum Besten des Gustad-Adolph-Frauenvereins veranstaltet der Vorstand baldigst eine Verloosung und erlaubt sich derselbe, die verehrten Mit- glieder und Freunde des Vereins um Gaben zu bitten, welche bis zum 26. Febr. erbeten werden. Zur Entgegennahme erklären sich bereit Frau Huber, Frau Schwabe, Sophie Herpel, Mathilde Luken. Für die Abgebrannten in Heuchelheim gingen ein: Von Dr. Schw. M. 2 Zur Entgegennahme weiterer Gaben sind gerne dereit W Versteigerung. 518 Freitag den 21. d. Mis., Vormittags 12½ Uhr anfangend, läßt Unterzeichneter freiwillig meistbietend gegen Baarzahlung versteigern: Holzversteigerung. BR Freitag den 21. Februar d. J., Vormittags um hul⸗ 10 Uhr, sollen in dem Gräflich Leiningen-Wester— bazischen Walvdistrikte„Eich ereck nachstehend ver eich · 1 U istetes S n Holzsort mente versteigert werden: g 0 an e* 2 Eichenstämme von je 7 Meter Länge und 33 rnrig ö e age, 1 1 Häckselbank, 1 Dickwurzmühle, 1 Futtertrog, Tinuumeter mittlerem Durchmesser, 7 4 1 Schaufel und 1 Spißzpflug, 2 Kleiderschränke, 1 Sichenstamm von 6 Meter Länge und 32 Centi⸗ 1 Commod, 1 sehr gute eichene Bettstelle und sonstige . Dueczwisser, a Haus- und O'conomtegeräthschaften. 1 Eschenstamm von 3 Meter Länge und 30 Centi⸗ Mbenstabt den 14. Februar 1879 meter mittlerem Durchmesser,. Peter Noßel 11 56 Naummeter Eichen⸗Scheltholz, 2. ö 2 r Feinster Leberthran 200„ Birken⸗ 2 fast geruch- und geschmacklos in Flaschen mit Metall- 200„ Salweiden⸗Reis holz, Verschluss k 60 Pf., M. 1. und M. 1.70. 200„ Kiefern Reisholz. ö Eisenhaltig per Flasche h M. 1. Tie Zusammentunft ist beim Distrikte Eichereck in der 54 J A. Windecker, Hoflieferant. de der Straße von Ilbenstadt nach Altenstadt. N* e e 5— riedberg den 13. Januar 1879. k 9 Gräflich Letningen⸗Westerburgische Rentkammer. Zu ver aufe I r 546 3 Eichenstämme von 10 Meter Länge und 60 Centi⸗ zu den billigsten Preisen meter Durchmesser.. bel K. Friedrich. Conrad Stamm, Schwalherm. osenträger, Seminarlehrer Wahl. Die Expedition des Anzeigers. „ Dahein. Die soeben erschtenene Nr. 20 enthalt: Die Reichenbachs in Rom. Novelle von Sophie Jung⸗ haus.(Fortsetzung.)— Im Blenenstock der Miß Mae⸗ pherson in Canada. Von H. Dalton.— Die orienta⸗ lische Pest. Von Dr. H. Rohlfs in Göttingen. Geaͤchtet. Raman von M. Gerhard.(Fortsetzung.)— Hoͤhlenforschung. Mit einer Abbildung: Der Orgelsaal in der Luray Hohle in Virginta. Am Familienttsche: Verloren. Zu dem Bilde von Carl v. Piloty: Ver⸗ folgte Germanin. Jetzt wissen wir es! Mit einer illustr. Beilage: Auf vor der Pest. Zur Erinnerung an den James Cook, 1 14. Februar 1779 Zu Bestellungen empfieblt sich Carl Bindernagel in Friedberg. 1 Nnmmetr. eimppog aun rich 2 M usb unfauvnα¹να⁹ονu n II ing jab n 1295 der Flucht Entdecker 2 N N 1 1 21 3 Holzversteigerung Arbeits⸗Vergebung. 0 f f 5 N 547 Montag den 24. Februar, Vormittags 10 Uhr, 1 im Fürstlichen Herrengarten und Dietrichsberg bei Villingen. son in der aun gde err ed 002 we n 5o4 Mittwoch den 26. d. Mts., Morgens 10 Uhr, sollen im obigen Schutzbezirk 177 Stück Eichen, Buchen. Re 9 75 W e—. R 36,79 Festmeter Inhalt, darunter 16 Eichen von 1—2 Festmeter, das übrige Assenheim den 18. Februar Bald 6 g 1 E 1 33 2 3 4 e 5 29 Raummeter Eichen-, Buchen- und gemischtes e Wen ck, Bezirksbauauffeher 1 1 5 87,8 8„„ 7 7* Prügel holz, 0 N J Arbeits-Vergebung. 1 8 5 8 1046. 3 5„„ Reiser, 548 Montag den 24. Februar, Nachmittags 12½ Uhr, n ee Dietrichsberg kommen Mittags zum abe e eee sol in der Gemeinde Seen i re en Anfahren 77 ne 5 N Demme und Zerschlagen von eirea 30 Cubikmeter Unterhaltungs- f i————— fjsteinen in Accord N 1 55 775 5. 9 i den 18. Februar i 1 N 5 welcher sich einer ausgedehnten Auflage erfreut, Assenheim 1775 15 Im Wekllerauer Polen, finden Inserate jeder Art, namentlich eee 1 Ine, 1* N N 11 28 55 Arbeits⸗Vergebung.* g 0* 549 Montag den 24. Februar, Nachmittags 3½ Uhr, N 5 9 soll in der Gemeinde Bönstadt das Brechen, Anfahren getreft 0 5 große Verbreitung, worauf wir die Herren Oberförster und Bürgermeister noch ganz besonders and ee e e 2 5 1 Unterhaltungs⸗ N 1 aufmerksam machen. Billigste Insertionsberechnung wird zugesichert 2 9 9 8 5 18. Februar 1879. 0 1 Butzbach. Die Expedition. Wenck, Bezirksbauaufseher. 1 ba 25 Oijunde . 5 Ausverkauf eines Gardinen-Fabrik-Engros- Lagers. g f e Monogramme 9 f In Folge Liquidation eines Gardinen Fabrik- Lagers, dessen Vorräthe wir weit unter dem f Fabrikationspreise übernommen haben, verkaufen dieselben, um rasch damit zu räumen, zu nach- stehenden sehr billigen Preisen: 1 Fenster 130 c breit Englisch Zwirn Gardinen 6 m lang von M. 4.20 an, * 160„ 7 5 77 6 m„„. 6.30„ „ 130 c„ Englisch Tüll⸗ Gardinen 6m„„„. 6 6 6 auf Briefbogen& Converte OD besorgt billigst und in ele⸗ gantester Ausführung 0 Carl Bindernagel itt m„. r in Friedberg. 1 f m„ 7 7 6.50„ 5 „„ e Die Crunfsucht petrtf 77 145 c„ 75 77 7 „ 130 e„ Schweizer gest. Gardinen 77 150 c„ 5 N abgepaßte Fenster von M. 12. bis M. 80. 8 2 9 7. sulang 0 15 541 Fenster von 7 Meter lang im Verhältniß.(8904.) and en ahn e en ee I 1 Muster steben aut Verlangen 23 zu Diensten. führbare Kur dauernd zu beseitigen. Tausende schon ane 1 N 8 0 i lt. ö Heuer 8 Schön, Frankfurt a. 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Friedrich N Zusammenkunft Morgens präeis halb 10 Uhr auf 4 5 5 Stöcke, 3 Priedri 1 T J wn, Felchen, e eee ck stadet den 18. Februar 1879. 1077 Wellen Buchen Reiser 19 Der Freiherrlich„„ Oberförster 3560„ Weiden⸗ 1 5 Danksagung. ö ö u mp f. Södel am 18. Februar 1879. 540 Allen Denjent 1 2 5 i 5 gen, welche unser em innigstgeliebten Faselochs 5 Ve st 7 3 Großherzogliche een Södel. unvergeßlichen Bruder, Vater, Schwiegervater au Groß⸗ Hag! Versteigerung. 8 baer Georg Fleischhauer I. Fan 544 Mittwoch den 26. d. M., Nachmittags 1 Uhr, soll 542 Ich empfing heute wieder die letzte Ehre erwiesen haben, sa wi f 1 tl. 2 1 ein der Gemeinde zustehender zum Schlachten geeigneter Prima efüblten Dank sagen wir unsern tile 7 1. 775 dem 47 0 des Unterzeichneten meist⸗ 9 Babe Na u den 17. Februar 1879 jetend versteigert werden. 2 5 1 7 e dee, Uelzener Itein ch. rr 8ͤ Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder-Mörlen.* 1 Wel M ö b s. ö 2 l 5 5 75 4 T— ͤ ͤ ßô“““— Wilhelm Fertsch. Israelitischer Gottesdienst in Friedberg. r Moiré⸗, i Bei dem goldnen Hochzeitsfeste des Herrn Lehrer Beginn: daß d 2 2 G. Runk zu Rendel wurde ein schwarzer, weicher Filzhut Freitag Abends 5 Uhr. lag 0 leinene und lpaha- daürzen, vertauscht. Es wird daher der Besitzer eines fremden Samstag Morgens 8¼ Uhr. a 1 1 2 Hutes gebeten, denselben bei Gastwirth Deweil zu 70 Portemonnases, Fächer, Kragen⸗ und Manschetten⸗[Rendel gegen Empfangnahme seines eigenen gefälligst Verantw. Red.: Carl Bindernagel. inöpfe billigst bei K. Friedrich. abgeben zu wollen. 539 Druck und Verlag von Carl Bindernagel.