Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der t. — 1 g rita ö 1 — 2 berreltten litt: Liter Diegzt 7 1 rath N a rein 2 tis erttelbet- Ae ür 1 2 1 1879. Donnerstag den 16. Januar. 7. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Areisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal per Woche und zwar Dtienstags, Donnerstags und Samstags. bel groͤßerem Tabellen- oder Ziffersaz mit 14 Pf., bei Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Betreffend: Die Ausfertigung der Gewerbspatente für die Zeit vom 1. Januar 1879 bis zum 31. März 1880. Amtlicher Theil. Friedberg am 15. Januar 1879. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. In Folge Ersuchens der Großberzoglichen Ober Steuer- Direction bemerken wir Ibnen, daß bei Ausfertigung der Gewerbspatente in der Periode vom 1. Januar bis zum 31. März d. J. nur das Patentformular mit dem Stempel von 50 Pfennig in Anwendung zu kommen hat und vom 1. April d. J. an die Gewerbspatente wiederum allgemein zu 40 Pfennig auszustellen find. J. B. d. K.: Küchler, Kreis Assessor. Deutsches Reich. Darmstadt. Der Gerichtsaccessist und Er- gänzungs richter dei den Friedensgerichten Worms und Osthofen Rbumbler wurde zum Ergänzungs- richter bei dem Friedensgerichte Alzey ernannt. — 13. Jan. Der Landgraf von Hessen und der Großherzog und die Großherzogin von Baden trafen im Laufe des heutigen Nachmittags zum Besuche des Großherzogs hier ein. Prinz Alexander wird heute Abend von Wiesbaden hierher zu— rückkehren. — Die Abreise des Großberzogs und der Großherzoglichen Kinder nach England erfolgt Montag den 20. d. M. — Nach einem den„N. Hess. B.“ aus Berlin zugekommenen Privatbriefe würde die Ernennung des Prinzen Heinrich von Hessen zum Divissons⸗ General und Commandtur der Großherzoglich hessischen Division nahe bevorstehen. — Nachdem der Finanzausschuß der zweiten Kammer die Vorberathung des Hauptvoranschlags der Staats-Einnahmen und Ausgaben für die Finanzperiode 1879 82 beendigt und seine an das Plenum der Kammer zu erstattenden Berichte festgestellt hat, wird die nach Art. 26 der land- ständischen Geschäftsordnung vorgeschriebene ge— meinschastliche Berathung mit dem Finanzausschusse der ersten Kammer nächsten Freitag den 17. d. M. beginnen. ——ů— richterlichen — Den Ständen ist eine Vorlage des In- halts zugegangen, für das hier zu errichtende Landes- Krieger Denkmal einen Beitrag bis zur Höhe von 9000 Mk. aus Staatsmitteln zu be— willigen. Berlin, 12. Jan. Die Einberufung des Admiralitätsraths erfolgte zur Berathung von technischen Angelegenheiten der Hafenbauten in Wilhelms hafen. Die Behauptung, daß die Ein— berusung mit der Angelegenheit des„Großen Kurfürst“ zusammenhänge, ist daher völlig irrthüm⸗ lich. Die Ernennung der Mitglieder des Kriegs- gerichts ist auf vertraulichem Wege erfolgt. Die umlaufenden Angaben über angeblich ernannte Persönlichkeiten sind unrichtig. Richtig ist nur die bereits gemachte Meldung, daß der Comman- deur des Gardecorps Gerichtsherr des Kriegs- gerichts ist. — 13. Jan. Bei der von einigen Zeitungen gebrachten Nachricht, daß das preußische Quota— tons Gesetz in Arbeit sei, wurde übersehen, daß die legislativen Arbelten einzelner Staaten voll— zogene Reichsgesetze voraussetzen. Es sind nähere Erklärungen über diesen Gegenstand vom Finanz— minister zu erwarten. — In den letzten Tagen wurde auf Grund des Soctalistengesetzes die Auswelsung aus Berlin gegen sieben weitere Personen verfügt. Die Ge— sammtzahl der bisher Aus gewlesenen beträgt 62. — 14. Jan. Das Abgeordnetenhaus nahm in dritter Lesung den Gesetzentwurf, betreffend die Mitglieder der Grundsteuer-Ent— schädigungs Commission an, genehmigte die Staatsverträge mit verschiedenen Staaten über die Gerichtsgemeinschaft und verwies in erster Berathung den Gesetzentwurf über den Ankauf der Homburger Eisendahn an die Budget-Com- mission, desgleichen die Uebersicht über die Ver- waltung der fiscalischen Bergwerke, Hütten und Salinen für 1877/78. Der Gesetzentwurf, be ⸗ treffend die Reorganisation der sächsischen Dom— stifte wurde in dritter Lesung nach kurzer Debatte gemäß den Beschlüssen in zweiter Berathung an- genommen. Hierauf wurde die zweite Berathung des Cultusetats sortgesetzt. — Der Reichstag soll auf den 10. Februar einberufen werden.— Unser Botschafter in Rom, v. Keudell, schloß einen Vergleich mit der Stadt Rom in der langjäbrigen Streitfrage bezüglich der partiellen Eigenthums-Ansprüche des römischen Municipiums an den Palazzo Cafsarelli, in welchem die deutsche Botschest sich befindet. München, 13. Jan. Abgeordnetenkammer Eine Interpellation bezüglich der neuen Gerichts- sitze wird von dem Justizminister dabin beant- wortet, daß die Veröffentlichung derselben gleich— zeitig mit der Verkündigung der Einführungsgesetze demnächst erfolgen werde. Der Finanzminister bringt einen Gesetzentwurf ein, betreffend die Aus— nahme eines Anlehens von 28 Millionen Mark in Schatzscheinen, behufs Vermehrung der ver— fügbaren Mittel der Central-Staatskasse; davon sind 12 Millionen zur Deckung des Deficits und 16 Millionen zur Verstärkung des Betriebsfonds bestimmt. Ausland. Oiesterreich Ungarn. Wien. Die Elisabethbabn erhob bei dem Landesgericht Klage gegen die Gesammtheit ihrer Prioritätenbesitzer auf principielle Anerkennung, daß die Coupons überall in österreichischem Silber einlößbar seien. Das Landesgericht bestellte einen Curator zur Prozeßführung im Namen der Prioritätenbesitzer. Luxemburg, 13. Jan. Prinz Heinrich der Niederlande ist heute Morgen gegen 5 Uhr am Schlagfluß gestorben. Der Tod trat in Folge von Masern Erkrankung ein. Ueber den Verlauf der Krankheit wird von unterrichteter Seite Folgendes mitgetheilt: die Krankheit hatte sich gestern gegen Mittag verschlimmert, das Fieber war mit größerer Heftigkeit wiedergekehrt, wäbrend die Bulletins am Sonnabend noch con- statiren konnten, daß der Hautausschlag vermindert und das Allgemeinbefinden des Prinzen ein zu— fried enstellendes sei. Gestern Abend äußerte sich eine weitere Verschlimmerung der Krankheit; heute früh gegen 5 Uhr ersolgte das Ableben plötzlich in Folge eines Gehirnschlages. Frankreich. Pars, 12. Jan. Gerücht, weise verlauttt, falls das Ministerium Dufaure am Dieustag von der Kammer gestürzt werden sollte, so dürfte Mae Mahon abdanken. In par— lamentarischen Kreisen ist übrigens der Eindruck vorherrschend, daß eine Majorität zu Gunsten des ministeriellen Programms im Senate sicher vor⸗ banden ist, und dies wahrscheinlich auch in der Kammer der Fall sein wird. — General Greslep ist an Stelle von Borel zum Kriegsminister, und Borel zum Commandtur des Corps von Rouen ernannt worden. Großbritannien. London. Der wegen Drohungen gegen das Leben der Königin ge— richtlich verfolgte Byrne Madden ist in einem Irrenhaus untergebracht worden. — 12. Jan. General Roberts meldet: In Khost ist es jetzt rubiger; die Hauptortschaften der Maliks haben sich unterworfen. Roberts beabsichtigt ein Regiment Eingeborener, 2 Cavallerie- Abtheilungen und 2 Gebirgs-Geschütze daselbst zurückzulassen, das Fort auf zwei Monate mit Lebensmitteln zu versehen, selbst aber nach Kurum zurückzukehren — 13. Jan.„Times“ haben Grund zu glauben, daß Jakub Khan bereits amtlich von den Bedingungen insormirt sei, unter welchen England bereit wäre, Frieden zu schließen; die Bedingungen seien zweifellos solche, die er mit Ehren aunehmen könne. Das Truppencorps des Gental Stewart hat Kandahar, ohne Widerstand zu finden, besetzt. Das britische Thurmschiff Thunderer ist nach Malta abgesegelt. Nach dem amtlichen Bericht über die Ursache des Berstens des Acht⸗ unddreißig- Tonnen-Geschützes war im Drall wischen Kugel und Kartusche ein leerer Zwischen— raum von ca. 6 Zoll. Italien. Rom. „Piccolo“ meldet, der Proceß gegen Passamante sei neuerdings aufge- schoben worden, weil die Feststellung der ärztlichen Gutachten über den Geisßteszustand desselben langere Zeit ersordere. Cairoli's Zustand hat sich wieder verschlimmert, seine Wund« ist wieder sehr schmerzhaft. Türkei. Constantinopel. Das Re⸗ gierungs- Programm des Großvezirs Kheiteddin Pascha schlägt die Reduction der Armee auf das unumgängliche Minimum und die Deceutralisirung der Vilajets vor.— Der kurdische Insurgenten— führer Hussein wurde gefangen genommen. Osman zeigte seine Unterwerfung an.— In der Com- misston für die türkische Finanzreform schlugen die englischen Delegirten die Aufhebung des Handels- Ministeriums vor. Die Delegirten der euro- päischen Mächte werden in europälschem Interesse einen besonderen nicht von der Commission aus- gehenden Generalbericht über die Aufschlüsse, die sie erhalten können, erstatten. — 13. Jan. Dem Vernehmen nach dat Labanoff sämmtliche Artikel des definitiven Friedens, vertrages mit der Türkei angenommen, ausge- nommen zwei Artikel, welche der Botschafter ad referendum nahm. Die internationale Com- mission zu Phbilippopel genebmigte den Entwurf betreffs Organisation der rumelischen Gendarmerie, wonach als Befehlshaber und Instructoren der —— 9 5 Gendarmerie Franzosen fungiren werden.— Layard rieth der Pforte an, die gesammte Zollverwaltung Europäern anzuvertrauen; es beißt, daß die Pforte den Vorschlag ernstlich in Betracht gezogen habe. — Nachrichten aus Thessalien zufolge gehen wegen der Ungewißheit der künftigen Grenze gegen Griechenland in Folge der dadurch bervorgerufenen Beunruhigung der Bevölkerung die Steuern nur schwierig ein. Der Besfeblshaber der dortigen türkischen Truppen verlangte deßbalb von bier Geldmittel zur Bestreitung der militärischen Be. dürfnisse.— Dem Vernehmen nach ist Odessides zum Gesandten in Athen designirt; Turkhan Bey würde als solcher in Rom verbleiben. Montenegro. Cettinje. Der Fürst von Montenegro bat mit Rücksicht auf die be- vorstebende Uebergabe von Podgorizza einige Bataillone einberufen. Rußland. Petersburg. Der„Reichs. Anzeiger publicirt einen kaiserlichen Befehl, wo⸗ nach Mittel ausfindig gemacht werden sollen, um die Reichsausgaben zu verringern; zu diesem Zwecke wird eine besondere Commission niederge⸗ setzt, welcher der Finanzminister, der Reichscon⸗ troleur und mehrere Mitglieder des Reichsrathes angebören. — Von der russisch- preußischen Grenze wird gemeldet, daß die Rinderpest im Warschauer Gouvernement so stark sei, daß die preußischen Behörden die schärssten Maßregeln ergriffen hätten. Im astrachaner und den benachbarten Bezirken soll die Menschenpest fortschreiten; die Gefahr für die weiter westlichen Bezirke wächst. — 14. Jan. Laut Nachrichten, die dem Ministerium des Innern und dem Kriegsminißerium zugegangen sind, betrug die Zahl der an der Seuche Erkrankten im Dorf Wetlianka(Gouver- nement Astrachan) bis zum 6. Jan. 292; davon starben 246. 5 Aegypten. Kairo. Der Unterstaats secretär Blum ist von seiner Mission nach Alexandrien zurückgekehrt und wird den Gläubigern der schweben⸗ den Schuld eine zweimalige Auszahlung von je 25 pCt. nach Maßgabe der Fälligkeitstermine der Domanialanleihe, jedoch ohne festbestimmten Zahl“ ungstermin vorschlagen.— Die Aufhebung des auf die an den Staat cedirten Familiengüter des Khedive gelegten Sequesters ist von den Gläubigern abgelehnt worden, es sei denn, daß ihnen zwei Ratenzahlungen von 30 pC.. innerhalb eines fest bestimmten Zablungs-Termines geleistet würden. Die Unterhandlungen sind zwar nicht abgebrochen, aber Rothschild dürfte, wenn die Aufhebung des Sequesters nicht erfolgt, die zweite Zahlung auf die Anleihe am 16. Januar nicht leisten. Aus Stadt und Land. e. Friedberg, 13. Jan. Als heute ein schwer mit Lohe geladener Wagen den Bahn-Uebergang am Fauer⸗ bacher Thot passiren wollte, wurden die beiden Pferde scheu, in Folge dessen der Wagen umschlug und der In⸗ halt desselben den Rain am Lang'schen Hause hinunter⸗ tutschte. Glücklicherweise wurde der mitfahrende Gerber so geschleudert, daß er nicht unter den Wagen kam, da⸗ gegen wurde ein Pferd so verletzt, daß es sofort erstochen werden mußte. J. Friedberg, 14. Jan. Im Anschluß an Ihren neulichen Artikel„Herbergswesen“ will ich nicht verfehlen, Ihnen Nachfolgendes zur Veröffentlichung mitzutheilen. Gestern zog eine Anzahl Hanowerksburschen in militärticher Ordnung unter den Klängen einer armonika zum Mainzer Thore herein. Man sah dem kleinen Zuge aus den Fenstern mit Verwunderung zu und man ie sich sagen, daß diese Leute bei ihrer Fahrt durch das Land doch jedenfalls gute Geschäste gemacht haben und zu machen hofften, da ihnen der Humor noch nicht abhanden gekommen ist. Dem Ver⸗ nehmen nach soll ein hiesiger Herbergsvater in verhältniß mäßig kurzer Zeit eine nicht unansebnliche Summe(man spricht von M. 2000.) erspart haben. Wenn man nun auch dem Manne seinen Verdienst durchaus nicht mißgönnt er hat sogar ganz recht, wenn er sich Etwas erspart hat so bleibt der Umstand, daß er sich bei solchen Gästen eine solche Summe überhaupt ersparen konnte, immerhin — auch ein Zeichen der Zeit! Friedberg. Auf Requisitton des hiesigen Land— gerichts wurde in Gießen ein Handelsmann von Groß⸗ Buseck, betheiligt an dem Felldievstayl zum Nachtheil der Gebr. Aaron, verhaftet und hierher verbracht. 1. Vilbel. Dieser Tage wurde hier das Zerkleinern ber Chausseesteine in Accord gegeben. Diese Ardeit koste ie früher per OJ⸗Meler M. 5.—6. Schon vor dem Sub⸗ missionslermin hatten sich ca. 50 Personen gemeldet, die die Arbeit zu M. 1.50—60 übernehmen wollten. Schotten, 11. Jan. Die„O. N.“ schreiben: Kurz nach Weihnachten vaten biesige Jäger das gewiß seltene Glück, beim Dachograben in einem einzigen Bau neun Dächse anzutreffen, die denn auch fämmtlich mittelst Flinten und Haken erlegt wurden. Der Fall ist um so merkwülr⸗ diger, da der Dachs als ein mürrischer Geselle meist nur allein oder paarweise lebt und das Antresfen von drei Dächsen in einer Grube schon zu den Seltenheiten gehört. Gießen, 12. Jan. Der Schwurgerichtohof verur⸗ theilte gestern den Wagner III. von Schwalheim wegen Körperverletzung in eine Gefängnißflrase von 14 Tagen. Am nämlichen Tage wurde die Verhandlung der Anklage⸗ sache gegen Lebr und Cons. von Nidda wegen Diebstahls ꝛc. bis zur nächsten Quartalssitzung vertagt.— 14. Jan. Der Schwurgerichtsvof erkannte gestern in der Anklage sache gegen H. Bottenhorn und L. Simon von Rublkirchen wegen Meineids bezw. Anstiftung hierzu gegen Ersteren auf Freisprechung, gegen Letzteren auf eine Zuchtbausstrafe von 1 Jahr und 6 Monat. Die heutige Gexichtsverhandlung bildete ein Nachspiel zu jenem furchtbaren Dorheimer Familiendrama, welches sich im October v. J. vor dem biesigen Schwurgerichte abspielte. Von den Geschworenen der Verleitung zum Meineid für schuldig erk int, erhielt G. Schutt III. eine Zuchthausstrase von 1 Jahr. Allerlei. Kiel, 13. Jan. Der Hafen ist bis Friedrichsort mit Eis bedeckt. Die Postdampfschifffahrt nach Kopenhagen auf der Linie Korsoer-Kiel ist wegen des Eises im Kieler Fjord eingestellt. Birmingham, 12. Januar. Die Bibliothek des Midland Inslitutes, weiche die größte Sammlung der Werke Shakespeare's entbielt, ist niedergebrannt. Constantinopel, 13. Jan. Die über den Fluß Arda bei Adrianopel fübrende Eisenbahnbrücke ist unter einem Zuge zusammengebrochen, wobei mehrere Personen ums Leben gekommen sind. Die Herstellung der Verbind⸗ ung mit Philippopel wird durch Umlegen der Bahnlinie bewirkt. Ein gerichtlicher Vergleich. Etwa zwanzig Jahre sind es, da kam auf einem Linzer„Kaiblwagen“, dem Fubrwerke, auf dem die Robstoffe zu den berühmten„Wiener Schnitzeln“ nach Wien befördert werden, Michael, der Sohn eines Viehhändlers in die Kaiserstadt und widmete sich dem Wirthsgeschäfte. Der kleine Michael, welcher als„Bierbub im Winterbier— haus“ seine Laufbahn begann, hatte sich rasch berangebildet, war zum Kellner vorgerückt und wenige Jahre später unter dem Namen Mischko als Zahlkellner eine bekannte Figur des alten Wien. Es verging ein Decennium und Mischko batte es zum Gastwirthe und Hausherrn gebracht. Allerdings geschah das letzte Avancement nicht ganz frei von allen herben Zuthaten; denn Michael M., welcher nach dem Tode seines Dienstgebers dessen Geschäft und Vermögen übernommen batte, mußte auch des Letzteren Wittwe, Frau Rosel, eine 60jährige„Bißgurn,“ wie man sich am „Grund“ ausdrückte, mit in den Kauf nehmen. Michael M. trug sein Loos mit Geduld und ergab sich der schönen Hoffnung, falls er Wittwer werden sollte, in der Zukünftigen reichlichen Ersatz für die vor der Hand vermißten ehelichen Freuden zu finden. Doch der Mensch denkt und das Schicksal lenkt. Michael M. wurde vor drei Jahren Wittwer und wählte hald nach dem Tode seiner ersten Gattin zur Gefährtin eine 18jährige Gouvernante, welche er als Erzieherin bei den Rindern einer in seinem Hause wohnhaften Be— amtenfamilie kennen gelernt hatte. Die Honig— monate der zweiten Ehe waren für Michael M. nur von sehr kurzer Dauer; denn er und seine nunmehrige Gattin hatten ganz verschiedene Lebens anschauungen, standen auf ganz verschiedenen Bildungsstufen und konnten einander Nichts recht thun. Der eheliche Zwist war bald so weit ge— diehen, daß beide Theile sich für die Trennung aussprachen. Bevor jedoch über diesen Prozeß endgültig entschieden war, kam es zwischen den Ehe⸗ leuten wiederholt zu Streitigkeiten und Schimpfe⸗ reien, und dies veranlaßte Frau Emilie, gegen ihren Gatten wegen Ehrenbeleidigung klagbar aufzu— treten. In der dieser Tage geführten Verhandlung gelangte die Anklage der Gattin und deren Be— gehren zur Verlesung. Sie sagt in ihrer Klag- schrift im Wesentlichen Folgendes:„Mein Gatte ist ein Tyrann, der mich mißhandelt und beschimpft; ich flehe den Schutz des Gerichtes an und bitte um dessen Bestrafung.“ Richter(zum Angeklagten): Was können Sie gegen diese Beschuldigungen vorbringen?— An- geklagter: Euer Gnaden, mi hat unser Herr- gott g'straft, weil i auf'n Tod meiner Seligen i g' wart hab. Mei Selige war alt und als Biß⸗ gurn am Gtund verschrien, aber a Engel war's gegen das Täuberl, was l jetzt erwischt hab. Denken sich Euer Gnaden a Weib, derer ia Haus, a Geld, a G'schäft und mei Person zubracht hab und dö nix g'babt hat, als wie's gangen und g'standen ist, und die martert mi z' Tod. Richter: Es ist sonderbar, während Sie von Ibrer Gattin angeklagt werden, beschuldigen Sie dieselbe gerade derjenigen Handlungen, um der- enwillen eigentlich Sie angeklagt sind. Ich möchte doch wissen, wie sich das eigentlich zuträgt.— Angeklagter: Euer Gnaden, i werd Ihnen dös, wenn Sie erlauben, auseinandersetzen und bitten, daß Sie selbst urtheilen. Richter: Worin besteht denn eigentlich das Märtprerthum, dessen Sie erwähnen?— Ange: klagter: J hab mei Freud, wann i zu an Harpfenisten oder zum Heurigen gehen kann; die Meinige möcht in lauter Burgtheaterstuck gehen und alleweil a Gesellschaft haben, a paar junge Herrn dabei, und i kunnt den„Tödel“ machen. Aber dös gibt's nit. Richter: Da würde ich als Mann meine Rechte, soweit dies anständig ist, geltend machen, aber nicht zu Mitteln greifen, wodurch Sie nicht blos Ihre Gattin, sondern sich auch selbst herab; setzen und dem Gerede und Gespötte der Nachbar- schaft preisgeben.— Angeklagter: Euer Gnaden sein gewiß nit verheirathet, oder haben a Frau, mit der was z'reden ist. Aus derer do brächtens a nix heraus. Richter: Erinnern Sie sich der Ausdrücke, welcher Sie sich Ihrer Gattin gegenüber bedient haben?— Angeklagter: Was hab ich ihr denn g'sagt? J hab g'sagt, sie war a armer Dienstbot, wie ich's hab kennen g'lernt— dös is wahr.— J bab g'sagt— sie ist a nixnutzig's Weib und möcht' nur alleweil's Geld verputzen, weil's nit waß, wie mer's verdient— dös is a wahr. J bab g'sagt, daß sie mi nur wegen mein Geld geheirat't hat— dös wird schier a wahr sein. Richter: Haben Sie ihr sonst nichts gethan? — Angeklagter: A Watschen hab ich ihr anttag'n, aber geben hah ich ihr's nit. Richter: Es kommt auch vor, daß Sie Ihrer Gattin eine Ohrfeige gegeben haben.— Ange: klagter: Nichts Gewisses könnt' i da nit sagen, aber wenn's a wahr wär', so wär' ja dös noch ka Malheuer, sie ist ja mein Weib. Richter: Sie irren sich sehr, wenn Sie glauben, daß man als Gatte nur so gerade das Recht hat, sein Weib zu mißhandeln.— Angeklagter: J bitt', dös kömmt in der Ehe tausendmal vor; wie viel Watschen hat mir mei Selige geben und i bab' doch kei Wort g'redt, viel weniger, daß is' wegen dem klagt hätt'! Richter: Das war Ihr guter Wille, und in Privat-⸗Beleidigungen gilt der bekannte Grundsatz: wo kein Kläger ist, gibt's auch keinen Richter. Ihre Frau tritt nunmehr als Klägerin auf, und wenn es Ihnen nicht gelingt, dieselbe zu ver- söhnen, dann muß das Gericht dem Gesetz Genüge leisten. Angeklagter: J bitt“, was soll i machen, Sie werden mich doch nicht einsperren wollen? Richter: Bitten Sie Ihre Frau, daß Sie Ihnen verzeiht; stellen Sie als Mann den Haus⸗ frieden wieder her und es wird nicht nur mit keiner Verurtheilung gegen Sie vorgegangen werden, sondern Sie werden auch so am besten Ihre und Ihrer Gattin Ehre wahren.— Angeklagter: Euer Gnaden, i muß schon bitten, daß Sie so gut san und da a Wort d'rein reden, ich richt nix aus, da ist Alles umasonst. Richter(zur Privatklägerin): Ihr Gatte hat, wie Sie eben gehört, seine Fehler nicht blos zu; gestanden, sondern auch zu erkennen gegeben, daß er dieselben bereut. Andererseits beschuldigt er auch Sie des Eigensinns, und ich möchte diese seine Beschuldigungen nicht für ganz unrichtig halten. Daher glaube ich, es wäre wohl das Beste, Sie würden sich gegenseitig verständigen, und Eines dem Anderen etwas nachgeben und so zusammen glücklich leben können.— Klägerin: 1 G0 ben 92 Jichun; 1. Arn aufgesb! 98 60 N l 90 91 75-80 1 55 bis 3 17 40 f 29 33- 120 20 59 54 191 93 bis 31 64-67 57 58 87 89 69 72 „ e e D S S 8 SSS 2 —— 3 — S S r — 7 = 7 1 utint neachen, Sit nicht I berab⸗ Nachbat · Gnaden 1 Frau, diachten⸗ utdtüdt, 1 bedunt ich ihr 4 armer — tös Aazig nnen, — det ig 47 pegtn cher zudan? ich ihr Sit Jertt igt sagtu, tes noch glaubte, Iich dal, gt: nal vet; bt und ger, daß bud nd saß 1 Aich tt. 40 1¹⁰ bt ⸗ —* gmüuͤgt ngachtn, 7e daß Sit N Hohes Gericht! Es thut mir webe an meiner Herz stoßen muß; doch nur gleiche Seelen können 7 20 21 23 26 Stadt Mailand Fré. 45,Locse von 1861. Gewinn- Ziebung vom 2. Januar 1879. Heimzahlung am 1. Juli 1879. S. 5667 Nr. 20 Frs. 70,000. S. 4390 Nr. 20, S. 5901 Nr. 24 1 Frs. 500. S. 1798 Nr 9, S. 5435 Nr. 7, S. 5990 Nr. 25 S. 7509 Nr. 30 à Frs. 300. S. 133 Nr. 30. S. 783 Nr 6, S. 2221 Nr. 38, S. 3719 Nr. 48, S. 6423 Nr. 39, S. 6838 Nr. 34, S. 7317 Nr. 46. S 7541 Nr. 33 Frs. 150. Scele, wenn ich mit dem Dolche in das eigene sich verstehen. Richter: Das dätten Sie sich wohl bedenken sollen, ehe Sie Ihren Gatten geheirathet haben. — Klägerin: Ich siel in Hymens Fesseln, ein e S. 783 Nr. 3, S. 2630 Nr. 40, S. 3052 Nr. 27, Opfer meiner Phantaste, die mir die Ehe so rosig] S. 4059 Nr. 46 S. 4211 Nr. 17, S. 456 Nr. 21. malte. S. 5576 Nr. 8 S. 5817 Nr. 35 S. 6037 Nr. 42, 249 V 8 317 5— 90 2 Angeklagter: Sehen's, Euer Gnaden, so K 95 n— g'schwollen redt'? den ganzen Tag daber; da soll 49, S. 783 Nr. 49, S. 1710 Nr. 40, S. 1798 an nachber der Pitzel nit steigen!— Klägerin: Nr. 49. S. 2221 Nr 26, S. 2364 Nr 50, S 2463 O wie prosaisch!! Nr. 14, S. 2484 Ni. 11 44. S. 2630 Nr. 20, ene keen ei. Pease rd Prale ba S. J4de r 4 S. 5. 2040 5 400 1 4% Seite; bleiben Sie beim Ernst des Lebens und S. 4211 Nr 38. S. 4536 Nr. 1 S. 5208 Nr 31, sagen Sie mir, ob Sie geneigt sind, sich zu ver- S. 5447 Nr. 30, S. 5472 Nr. 33. S. 5530 Nr. 33, söhnen.— Angeklagter: J bin dabei, i will] S. 5573 Nr. 8 S. 5667 Nr. 14, S. 5725 Nr. 34, 8 a 0 1 S. 5817 Nr. 5. S. 5879 Nr. 22, S. 5990 Nr. 20, nachgeben.— Klägerin: Ich bleibe auch nicht 557 F 3 l a 3 S. 6037 Nr. 49, S. 6423 Nr. 24 36, S. 6659 Nr. 2, zurück; doch das sage ich gleich, so oft die Wolter S. 7163 Nr. 39 S. 7317 Ni. 13 S. 7750 Nr. 12. auftritt, geh' ich in das Burgtheater.— Ange S. 7833 Nr. 31 46* Frs. 60. Auf alle übrigen in klagter: Dös wegen meiner a no. vorstehenden Serien enthaltenen und hier nicht aufge⸗ führten Nummern Richter: So reichen Sie sich die Hände und Frs. 47. gehen Sie in Frieden nach Hause. Das Ehepaar verließ den Gerichtssaal, und zum Staunen der Inwohner des M.'schen Hauses gingen noch am selben Abende Hausderr und Hausfrau auf„an g'sperrten Sitz“ ins Burgtheater. entfällt der geringste Gewinn 0 Handel und Verkehr. Friedberg, 14. Jan. Waizen M. 17.50, Lorn M. 14.—15., Gerste M. 14.—15., Hafer M. 12. Aue Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund. Friedberg, 15. Jan. Wochenmarkt. Butter kostete Verloosungen. per Pfd. 7080 Pf., Eier per Stück 7—8 Pf. Badische fl. 35⸗Loose von 1845 Gewinn⸗ Gießen, 14 Jan. Wochenmarkt. Butter per Pfd. 70— 80 Pf., Eier per Stück 7 Pf., Käse per Stück 5-10 Pf., Tauben das Pag 70 Pf. Hühner per Stuck M. 1.20, Hähnen per Stück M. 1.50, Enten per Stück M. 2.20, Gänse per Pfd. 65— 80 Pf., Kortoffeln per 100 Kuo M. 5—6., Zwiebeln per Ctr. M. 8., Ochsen⸗ fleisch 70 72 Pf per Pfd. Kub⸗ und Rind fleisch 56 60 Pf., Schweinefleisch 58—60 Pf., Kalbfleisch 56-60 Pf., Ham⸗ melfleisch 60- 70 Pf. Frankfurt, 14. Jan Der heutige Viehmarkt war zwar gut befahren, doch ließ die Qualität der Waare viel zu wünschen übrig. Angetrieben waren ca. 360 Ochsen, Ziehung am 30. Dezember 1878.— Heimzablung am 1. April 1879. Außer den in Nr. 4 des Anzeigers aufgefübrten Nummern atwannen ferner: Nr. 20353 57 58 60 65—67 72-75 77-81 83 85 86 88 91 94 97 99 34254 55 59 60 64 66 68 7072 75 80 82-84 90 91 93 96 97 99 300 41053—55 57 63-68 73 75—80 8284 86—88 90-93 97 48801 3 4 6 8-11 14 15 17—19 21 23 24 28 33-37 42 46 50 60801 dis 3 577 9 10 12—14 17 19 21 23 27 28 33 35 37 40 42 49 50 67102—5 7 10 14 19 22 23 25 27 29 33—35 38 41 45 47 49 72402 5 6 8 9 11—17 19 20 22 25 26 28 30 31 33 34 38 41—47 49 50 76251 210 Küte, 200 Kälber und 400 Hömmel. Die Preise 53 54 57 58 60 61 67 73 75 79—81 8 84 86—88 stellten sich: Ochsen 1 Qual. M. 68.—70., 2. Qual. 91 93 94 97 90002 4—6 8—11 13 17 19 20 22 28 M. 64.— 66., Kübe 1. Qual M. 62.— 64. 2. Qual. bis 31 33 36 37 42 47 49 11315154 57 58 60 62 M. 54.—60, Kälber 1. Qual. M. 62.— 64 2 Qual. 64—67 70 75—81 86 88 89 92 93 99 142651 53—55 M. 54.— 56. Hämmel 1. Qual. M. 60.— 62., 2. Qual. 57 58 60 61 63 65—67 69 71 73—75 77 81 82 84 M. 52.—54. 87 89 90 95 97 98 700 143151 54 55 57 6062 67 Frankfurt, 14 Jan. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 69 72 73 75—77 79 81 83 84 88—90 92 95 96 98 M. 39. Nr. 2 M. 35. Nr. 3 M. 31., Nr. 4 M. 27. 154601 6—9 13 15 17 19 22 23 25—29 32 37 39 Nr. 5 M. 21. Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 22 bis 43 46 48 160801 6 9 12 14 15 1820 24 26 do. 2.(Berliner Marke) M. 19. Watzen, effectiv bies., ab 2830 34 39 40 43 47 50 167052 55 58 60 64 65 Bahnhof hier M. 19., ab unserer Umgegend M. 18.25— 50, do, fremder je nach Qual. M. 18— 19, Qual. M. 13.— 15., Gerste M. M. 12.50— 14., Koblsamen M. 27.— 28., Erbsen M. 19.— 23, Wicken M. 15.— 16, Linsen M. 17.— 23, Nübsl, detail M. 68 Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfd. Zollgewicht= 100 Kilo Mainz. 12. Jan per März M. 18., Roggen effeetiv M. 12 50—15, per März M. 12.10, Gerste M. 16 15— 17.50, Hafer effeetw 37—72 76 78 79 81 83 87 89 92 94 96 98 100 190052 53 59 62 63 65 70—73 78—80 83 86 90 92 23 95 96 100 454—57 59 61 62 66 67 71 72 74—76 30 85 93 94 96 98 193752 54 59 61-68 72—75 80 34 85 89 90 94-98 240202—7 10 12 13 16 19 21 23 27-30 33 36 37 43—47 50 267103 5 7 9 10 12 3 15—17 19 23 27 28 31 32 34 39 40 42— 45 48 269752 54 56—61 65 67-69 72—74 78 79 82 84 87 89—92 95 97 99 800 288701 2 5 6 8 10 13 Roggen je nach 15.— 17 50, Hafer Waizen effeetiv M. 18.20—19, 50 pis 15 17 19—21 23 25 27 28 33 36 37 41 43 46 M. 12.— 13.25. 5 5 48 49 312053 55 56 58 59 62 63 65 69 71 72 74 Darmstadt. Trog aller Aufforderung stehen mehr 75 80 86 88—90 92 96 98 314101 2 4 7 10 12 16 als für 100,000 M. alter, in Guldenwährung lautender Noten der Bank für Süddeutschland aus werden nur noch bis zum 1. Juli eingelöst. 29 31 34 37 39 42 44 47 48 50 Diese Scheine 6315754 60 63 65 67 69 70 73 76 84 85 91 93 98 500 338251 52 54 55 57 60 62 63 66 68 71 74 75 78 79 81 83 84 86 90 93—95 97 98 300 339102 6 5 11 12 14 15 19 20 22—25 29 31 33 35 39 41 42 45 46 49 347654—56 58 61 63 64 71-73 75 77 82 53 85 87 89— 93 96 97 349403 8 13 14 16—20 22 24 26 29 31 35 38 40 42— 44 46 48 399454 55 57 38 60—62 64 70—72 74 76 78 79 81 85—87 89 90 92 93 97-500 3 M 128 58. M. 101 15. D. Frankfurt a. M. 14 Imuar. Der Börsen⸗ verkehr entbebrie heute des seither ihm eigenthümlichen einheitlichen Charakters. Wäbrend dei Cteditactien und fremden Staatsfonds die Bemühungen der„maßgebenden“ Finanzgruppen, den Markt in guter Summung zu er hallen, in der sesten Tendenz dieser Werbe zum Ausdruck Alle übrigen Nummern gelangten, herrschte füt österr. Bahnen mate Suimmung vor und waren es namentlich Staatsbabnactien, auf weiche werden absolut nicht beachtet.“ die Basssiers ibre Angriffe richteten. Am Pariser Platz: sanden slarke Verkäufe von Staatesbahnactien stalt und tauschte man dagegen vielsach ungarische Fonds ein. Nicht allein das Scheitern der bekannten Anschlußverhandlungen. sondern auch die ungünftige Beurthellung der Jabrcsein⸗ nabme der Bahn winkten nachtheitig auf Staatsbahnactien ein. Cteditacuen, geflern Abend 199½, beweglen sich zwischen 200— 199½— 199% und 199 ½½, Staateb e hn⸗ actien, gestern 213⅝, gingen zwischen 214½— 212% bis 213 und 212¾ um. Von aus ändischen Fonde flellten sich österr. Renien etwas böher. Ungar. Goldrente besser. Russen zeigten sich sehr belebt und weisen gute Avancen auf. 5% zweite krussische Orientanleihe bebauplet ihren Vorrang duich lebhafte und umfangreiche Umsätze. Die⸗ selbe wurde in starken Posten 1 57½¼10 gehandelt. Oestert. Prioritäten sest. Goltbardt bötzer. Oeulsche Fonds preis⸗ haltend. Bezüglich der bereiis erwähnten Subscription auf 4% preuß. Consols beben wir noch hervor, daß der bohe Zeichnungeprcie von 94,90% ducch die Eigenschaft us erste Sicherheit, welche das in Frage kommende Effect mit Recht besitzt, genügend erklärt it. Aeliete Consois standen gestern 95½. Sollte an den Subscripuonstagen, angesichte der Concuttenz verschiedenet andetret Emissionen, der ganze aufaclegte Bettag nicht genommen werden, so dücfte der Verkauf alsdann unier det Hand, dei der Be⸗ sebtheit des Papiere, leicht bewirkt werden. Banken stull. Ocstert. Bahnen blieden durchweg matter. Galizter ver⸗ oren untet dem Eindruck det Minder⸗Einnaybme von 175 000 fl., ca. 3 fl. Wechsel sest. Prioaldisconto 3/8—3½%o. Geld Cours. Frankfurt am 14. Januar 1879. 20⸗Frankenstücke M. 16 16— 20 Englische Sovereigns„ 20 38—43 Russische Impertales 5 16 65-70 Ducaten 1 5 9 53—58 Ducaten al marco 1 9 57—62 Dollars in Gold. 4 417—20 Brodpreise vom 16. bis 31. Januar. Für Friedderg, Bad Nauheim und Butzbach unverändert. Fleisch- ꝛc Preise vom 16. bis 31. Jan. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. Briefkasten. N. N. Reichelsheim. Anonyme Zusendungen wer⸗ den, welchen Zweck sie auch daben mögen, niemals beachtet. Wir baben dies schon so oft erklärt, daß man es sich wohl endlich merken könnie. Sttengste Diectetion wird bekanntlich von jeder anständigen Redaction, also auch von uns gewahrt. Die Redacuon d. Odeth. Anz. Einer für Viele. Kreis Oderbessen. Auch Ihnen gilt das schon oft gesagte„Anonyme Zusendungen Sie sind zu Idter An⸗ frage vollkommen berechtigt, erbalten jedoch lediglich des Peincips wegen keine Antwort. Nennen Sie gefl. Iten Namen und Sie werden sosort Antwort erbalten. Die Redaction d. Oberb. Anz. Herr Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln bat uns den Dedit des allein ächten Cöluischen Wassers übertragen und empfehlen wir dasselbe per Glas zu M. 1.50 1½ Dutzend„ Dutzend„» 10, Die Expedition des Anzeigers. Gedentet der Vöglein! Edi 8-N g Edictalladung. Arbeits ⸗Versteigerung. 177 Forderungen an das coneursfällige Vermögen des 182 Samstag den 18. d. Mts., Vormittags um 11 Uhr, Heimich Otto Baumgarten zu Bad Nauheim sind sollen auf dem Gemeindesgal zu Ober⸗Mörten die tebst etwaigen Vorzugs rechten in der Tagfahrt zu Chaussecbauten noͤthigen Steine öffentlich in einzelnen Montag den 3. Februar 1879, Abihetlungen in Accord gegeben werden. 1 Vormittags 9 Uhr, Steinbrecherarbeit, laut Kostenüberschlag 1950 Mark, bel Meldung des stillschweigend eintretenden Ausschlusses Steinfahren 1840 don der Masse dahier anzumelden. Steinsetzen 1 265 f ö In der Tagfahrt soll weiter über die Verwaltung Bußbach den 14. Januar 1879. der Masse verhandelt, auch ein Arrangement versucht Meß ger, erden. Die weder in Selbstperson erscheinenden, noch 3 3 Bezirks⸗Bauaufseher. durch gehörig Bevollmächtigte vertretenen Gläubiger sollen,** ballen diesen Beziehungen als den Beschlüssen der Jagd-Verpachtung. Mebrhelt beitretend angescben werden. 176 Die der Gemeinde Heldenbergen eigenthümlich z. Bad⸗Nauhelm am 22. November 1878. stebende Feld und Waldfagd in der Gemarkung Helden— 1 Großherzogliches Landgericht Bad⸗Nauhelm. bergen, auf einem Flächenraum von etreca 950 Heetaren C Schuchard,„Sni zeen,(3800 Morgen), soll Freitag den 7. Februar d. J., Landrichter. Landgerichts-Assessor. Vormittags 11 Uhr, auf hiesigem Gemeindehaus auf Aus der Ruchenkasse zu Staben können N 1 verpachtet werden, wozu Pachtliebhaber eingeladen werden. mehrere 1000 Mark Heldenbergen den 13. Januar 1879. Großherzogliche Bürgermelsteret Heldenbergen. nigen doppelte hypothekarssche Sicherheit entliehen werden. 185 Löhner Der Kirchen vorstand. 186 8 u sehr billigen Preisen dei Corsetten K. Friedrich. Holzversteigerung in der Fürstlichen Oberforsterei Lich. Dienstag den 21. Jaunar sollen auf der Hard versteigert werden: 33 Raummeter Buchen- und Eichen-Scheitbolz, 95 Prügeldoiz 5„ Stockbolz, Eichen- und Nadel-Reis holz; ferner Eichenstämme von 17— 50 em Durchmesser und 4—10 m Lange mit 86½ obm Inhalt, Buchenstämme mit 2 ebm Inbalt, Hainbuchenstamme u. Stangen mit 3 ohm Inhalt, 3 Nadelholzstaͤmme mit 1½ ebm Inhalt und 497 Fichten⸗ und Laͤrchenstangen mit 11 ebm Jnbalt. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr auf dem Muschen⸗ 5* * 0 Wellen Buchen-, heimer Weg ½ Stunde von hier. 9 0 Lich den 11. Januar 1879. Wimmenauer, Forstratb. —— * — —— ——— N————— . 1 1 0 11 e N In Karl Köbler's Verlag in Darmstadt ist erschienen und in der Buchhandlung von Carl Bindernagel in Friedberg zu haben: upp, Gemüs Ein Kochbuch für bürgerliche Haushaltungen oder leichtverständliche Anweisung alle Arten von Speisen und Backwerk billig und gut zuzubereiten.— Nebst einem Anhang vom Einmachen der Früchte.— 19. unveränderte Auflage mit einem Stahl⸗ stich. 80. Fein geb. in englische Leinwand 2 Mark 25 Pf. 0 Der Verkauf von 100,000 Exemplaren in kurzer Zeit ist wohl der beste Beweis seiner anerkannten Brauchbarkeit. egenschirme, von den billigsten bis zu den feinsten Sorten, in Seide, Zanella und Alpaka, in großer Auswahl zu reellen Preisen bei 48 K. Friedrich. L. X. Pelissier, Hanau, Tuch⸗ und Leinwand-Handlung, mit festen billigsten Preisen, empfiehlt ihr stets nur in zuverlässigen guten Qualitäten auf's Reichhaltigste ausgestattetes Lager. 178 Arbeits⸗Vergebung. Adden Freitag frisch gewässerten 173 Die zur Erweiterung des Schulsaales zu abe L a b b e r D a n, heim erforderlichen Arbeiten und Lieferungen, welche zu den unten verzeichneten Summen veranschlagt sind, sollen per Pfund 32 Pfennig, Wilhelm Fertsch. auf dem Wege öffentlicher Submission vergeben werden und sind die hierauf bezüglichen Offerten, welche die 14 bei Abgebote in Procenten der Anschlagssumme enthalten 8 8 müssen, mit der Aufschrift: 0 0 0 90„Submission auf die Arbeit Geteferusg) Landw. Ma chinen N Gerät k, für die Erweiterung des Schulsaales“ Häcksel⸗Maschinen, Schrot⸗ und Dickwurz⸗ bei Großherzoglicher Bürgermeisterei Ossenheim ver- mühlen(14 Tage Probezeit, 1 Jahr Garantie), deut⸗ siegelt und portofrei bis zum 27. d. Mts., Nachmittags sche, amertkansche u. französische Werkzeuge, 1 Uhr, einzureichen, um welche Zeit die Eröffnung der Oefen und Herde(transportable), sowie alle sonstige Submissionen in Gegenwart des Gemeinderathes vor- Eisenwaaren, genemmen wur. W. pf. Kaffee roh von 90 Pf. bis M. 1.60 per Kilo, Waurerarbeit, veranschlagt zu 575 20 Kaffee täglich frisch gebrannt von M. 1.20 bis Steinhauerarbeit 2 5 M. 1.80 per 0 Kilo ö beit 26 46 1. 2 0 78 88 empfiehlt die Specerei- und Eisenwaaren⸗ Handlung von Schreinerarbeit 456 60 Gg. Ph. Ludwig Glaserarbeit 178 78 159 in Bad- Nauheim. Schlosserarbeit 231 94 Weißbinderarbeit 325 7 Materialien: Lieferung von ca. 12 Kubik⸗ 0 en er pro 4 meter Mauersteinen, desgl. von 11,000 Russensteiner, 7 Kubikm. Kalk, 20 Kubik⸗ 15 3 een, 20 Pang Familienkalender M.— 50 Pf. ziegeln und 1000 Tuffsteinen 8 87%. Deutscher Reichsbote 1 40„ Plan, Kostenanschlag und nähere Bedingungen zanen 5 1 5 8 3 bei dem Unrerzeichneten Samstag den 18. und Samstag Lahrer Hinkende Bote 17 40 0 den 25. d. Mts. 1 5 Daheimkalender r Assenheim den 11. Januar 1879. f r Wen ck, Bezirksbauaufseher. 5„1. 155 2 Waaren Versteigerung. 179 Einsied erkalender 1„ reren Geschafts Werägt rung lasse 105 Leske's Schreib- und Ge— ontag den 20. Januar ormittags 9 Uhr 3 anfangend, nachverzeichnete Wagren freiwillig gegen schäftskalender„1. 20. gleich baare Zahlung versteigern: Landkalender 11 20 100 Dutzend Paar Fensterfischbande(sortirt), 8 durchschossen e 8 150 Garnituren Fensterbeschläge(4 Flügel), 55. 0 115 Flügel), Vorräthig bei Carl Bindernagel. utzend Fensterwinkel(5zöllig), 7 7 1 12 1 Garnituren W Weiße leinene Caschentüchet, 20 Stück Stuben⸗ und Hausthürschloͤsser, 50„ Schrankschlösser, 15 Gros Kleiderhaken, 18 Dutzend Sturmhaken, 172 mit und ohne Stickerei, farbige Taschentücher, Kragen, Manschetten, Negligsbauben, Kopftücher, Tüllkrausen, Spitzen, Schleier, Bünder, Blumen, Federn, Muyrten⸗ ö kränze, Moirs-, leinene und Alpaka⸗Schürzen, Corsetten, 20 Centner Drahtstifte, Socken, Strümpfe, Strumpflängen, Strumpfbänder, 100 Kilogramm Ia. Cölner Leim, Herrenhemden, feine Brusteinsätze für Herrenhemden, 300 Meter Gold⸗ ud Politurleisten, Fenster- und Herrenkragen sowie Hosenträger zu den billigsten Preisen Spiegelglas, ferner bei K. Friedrich. 1000 Stück Wiribsgläser(sortirt), 181 Zwei gebrauchte 800„ Wirthsflaschen(sortirt), 1 Dampfmaschinen 50„ Hänge⸗, Tisch⸗ u. Wandlampen u. sonst verschtedene Glaswaaren, mit Kessel, 4pferdig, im besten Zustand, sind billig zu verkaufen bei eine Parthie Sarg verzierungen in Papier und Zinkblech, A. Henrich 8 Söhne, Maschinenfabrik in Hanau. Sarggriffe, Schrauben und Tulpen, Speicher-, Schlosser⸗, .* Nähmaschinen, Schuh- u. Hufnägel, Schubriegel, Ladenbänder, Charniere, Reparaturen, Nadeln, Faden und Oel. 183 Muttern, Schöpf, Schaum-, Eß⸗ und Theelöffel, lackirte Blechwaaren, Messer und Gabeln, Holzschrauben, rohe Schlüssel, Schlagloth und amerik. Heugaveln u. s. w. Einladung im Rathhaussaale stattfindenden Vortrag, des Herrn Hofgerichtsadvokaten Eurtman über: Ein Königs⸗ prozeß. Der Zutritt ist Jedermann gestattet. Friedberg den 15. Januar 1879. 187 Der Vorstand. Kiedberger Casino. Im Saale des Hötel Trapp. Sonntag den 19. Januar 1879: Damen ⸗Casino mit Musik und Theater. Anfang 7 Uhr. 180 Veteranen⸗ u. Militär⸗Verein Friedberg. 167 Nächsten Samstag, als den 18. d. Mts., präeis Abends 8 Uhr, findet die erste ordentliche Generalver— sammlung pro 1879 im Vereinslokale statt, wobei pünki⸗ liches Erscheinen der Mitglieder erwartet wird. Gleich⸗ zeitig wird auf§ 31 der Statuten besonders hingewiesen. Tagesordnung: Neuwahl des Vorstandes und der Commissionen pro 1879 zc. Der Vorstand. Für Zahnleidende. Künstliche Gebisse von(Colodium, Celluloid base) Kautschuck und Gold werden ohne Entfernung der Wurzeln schmerzlos eingesetzt. Plombirungen von adhäsivem Gold, Silber und Platina. Reinigen von Weinstein. Zahn⸗ schmerz wird sogleich beseitigt. Sprechstunden von 9 Uhr Morgens bis 5 Uhr Abends jeden Freitag im Hötel Schott in Friedberg, nächst dem Bahnhof. L. Stoll, 89 geprüfter Zahn-Operateur und Techniker von Bockenheim. 3 en; JJchweineschmasz, per Pfund 44 Pfennig, 165 bei Wilhelm Fertsch. Verschiedene Gebrau Traͤber noch zu haben bei Henn 8 Jamin⸗ Zu verkaufen 1 leichter Wagen, 1 Vorder, 1 Wende-, 1 Schaufel⸗ und 1 Kartoffelpflug, 1 Egge, sowie mehrere Hundert trockene Radspeichen und sonst noch verschiedenes Wagner werkholz bei Bad⸗Nauheim. F. Venitz J. 175 Ich beabsichtige meine zwischen Wölfersheim und Berstadt gelegene . 2 Ziegelhütte, 60 Fuß breit und 60 Fuß lang, auf den Abbruch zu verkaufen. Kaufliebhaber können sich bei mir in Södel melden. Martin Schmidt. 174 Als Vertreter für Friedberg und Umgebung sucht ein Fabrikant im bayr. Allgäu solide Agenten 184 82 Käse gegen Provision. Offerten sub B. 7382 an Ruud. Mosse in Frankfurt a. M.(173¼I.) Eine Haushälterin und ein Dienstmädchen werden auf das Land auf Peterstag gesucht. Näheres bei der Expedition des 4 Anzeigers. Apotheken- Bitter in Flaschen à 70 Pfennig und Mark 1.20. Frau Hoflief. Windecker. 100 8 0 5 Jäckchen, Röckchen, Gestrickte Kinderkleider, dur aua und Gamaschen, sowte Schlaber billigst bei K. Friedrich. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Kistengriffe, Haft- u. Blechnieten, Mutter- u. Radschrauben, Friedberg. H. Bindewald. Lang⸗Göns. M. Katz Witwe. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. zum verkaufe von Schweizer u. Limburger ö — 2 N des Volks⸗Bildungs⸗ Vereins u 4 zu Friedberg zu dem Freitag den 17. Januar o., Abends 8 Uhr,