Samstag den 15. Februar. NM 20. Oberhessischer Anzeiger. nd in Nauheim Montag, Mittwoch und Wird hier u b Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal per Woche und zwar Diensta Donnerstags und Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht bel f 1 22 Pf.; bei Reclamen mit n Beleg kostet gefügt ist, werden stets per Post nach 9 Pf. genommen. Deutsches Reich Darmstadt. Der Großherzog wird am 26. d. M. mit Kindern hier zurückerwartet. Die Broßh. Familie wird zunächst wieder das Schloß leziehen, sodann dem Vernehmen nach bis Mai Uẽfenthalt im Schloß zu Seeheim nehmen, um sann wieder in das inzwischen frisch hergerichtete Palais dahier überzusiedeln. Darmstadt. Das Regierungeblatt Nr. 5 intbält das Reglement über die Prüfung von Uspiranten für Turnlehrerstellen. Darmstadt, 12. Febr. weiten Kammer. sathung der Artikel 65, 66, 67 und 68 des Wesetzentwurses, die Rechtsverhältnisse der Richter hetreffend, wurde in lebbafter Discussion erle- ligt. Artikel 65 wurde schließlich angenommen, zer Strich des Art. 66 genehmigt, die Art. 68, 5 und 70, sowie der Gesetzenwurf als Ganzes nit großer Majorität angenommen. Nach münd— lich erstatteten Berichten wurde der Antrag des Abg. George auf Aufhebung der Weinsteuer oder Abtragung der Provinzialstraßenbau-Schuld durch tie betreffende Provinz seitens des Ausschusses ab gelehnt, sowie die Interpellation des Abg. Wasser— urg, über den Gesetzentwurf, die Strafgewalt ies Reichstags betr., für erledigt erklärt. Auf die von den Abg. Scriba, Jockel und Weith zestellte Interpellation, betr. den Bau der Fried— erg Hanauer-Bahn auf hessischem Gebiete, ant dortete die Staatsregierung: daß in dem Staats- sertrag vom 12. Juni 1868 zwischen Hessen und Preußen wegen des Bau's der Oberhessischen Eisenbahnen ein Termin für die Herstellung der gesetzt worden sei. Der preuß. Regierung wurde gestattet, diese Bahn entweder durch Privatunter, zehmer herstellen zu lassen, oder dieselbe auf Staats- losten zu erbauen. Bekanntlich hat die Regierung den letzteren Weg betreten. Die Großh. Regierung hat weder das Recht, eine zasche Vollendung des Bau's zu verlangen, noch lonnten überwiegende Gründe gefunden werden, delche es räthlich erscheinen ließen, auf Be— schleunigung des Baues zu drängen. Die der Großh. Regierung vorgelegten Bauprojekte sind indessen einer Prüfung unterzogen worden und es laben auch die generellen Projekte wegen Fübrung der Bahn 1c. und Baähnhofsanlagen die diesseitige Genehmigung für alle Gemarkungen, bis auf die Gemarkung Friedberg, erhalten. 13. Febr. In der 66. Sitzung der Kammer wurde in kurzer Ver— landlung der Gesetzentwurf, das Verfahren in Serubed Forst- und Feldrügesachen betreffend, in der vom , Ausschussc beantragten Fassung angenommen. So— ee lann wurde die Berathung des Budgets fortge⸗ zr. fetzt und die für Verwaltungskosten der directen Steuern und indirecten Auflagen geforderte Summe, Landtevermessung und Verfertigung definitiver Ka— laster, ferner die für Bauwesen, Abtheilung„tech— tische Lokaldiener“ und„Civilbauwesen“, mit Ausnahme des letzten Postens, welcher nach der RNegierungsvorlage bewilligt wurde, nach den An— bvägen des Ausschusses angenommen. pesen“ wurden die geforderten Beträge nach den Ausschußanträgen bewilligt. Ebenso für Unter— baltung der Staats- und Provinzialstraßen. Berlin, 12. Febr. —— [Weißen 15. Sitzung der Die gestern unterbrochene Be- Eisenbahn von Hanau nach Friedberg nicht sest⸗ preuß. 1 J 839,940 M. 35 Pf. pro Jahr, sowie die für Für„Hof- lauwesen“,„Cameralbauwesen“ und„Forstbau- Saale des königlichen Schlosses statt; der Kaiser verlas die Thronrede mit fester, lauter Stimme. In derselben ist u. A. gesagt: Indem Ich Sie willkommen beiße, drängt es Mich, auch von dieser Stelle Meinen Dank für Gottes Gnade zu wiederholen, die Mich in Gefahr beschirmt und von schweren Leiden gebeilt hat. Ich spreche zu— gleich dem Kronprinzen nochmals Meine Aner- kennung seiner Führung der Regicrungsgeschäfte aus und danke Ihnen geehrte Herren, für die Unterstützung, welche Sie den verbündeten Regier- ungen gewährt haben, um im Wege des Gesetzes einer gegen die Grundlagen unseres staatlichen und Culturlebens gerichteten Agitation Einhalt zu thun. Die verbündeten Regierungen berathen über die Mittel, welche die Gesetzgebung zu ge— währen vermag, um die Ucbelstände, unter denen Etats wir auf wirthschaftlichem Gebiete leiden, zu beben. Die Vorschläge, welche Ich Meinen Bundesge- nossen tbeils gemacht, theils zu machen beabsichtige, baben zunächst den Zweck, durch Beschaffung neuer der Vorlage über die Wegegesetzgebung in Schles⸗ Einnahmequellen für das Reich die einzelnen Regierungen in den Stand zu setzen, daß sie auf Forterhebung derjenigen Steuern zu verzichten vermögen, welche Sie und Ihre Landesvertretungen als die am schwersten aufzubringenden erkennen. Bezüglich der Zollpolitik beißt es sodann: balte es für Meine Pflicht, dahin zu wirken, daß wenigstens der deutsche Markt der natsonalen Produltion insowelt erhalten werden als dies unseren Gesammt- Interessen verträglich ist, und bericht Ich daß demgemäß unsere Zoll-Gesetzgebung den be⸗ wäßbrten Grundsätzen wiederum näber trete, auf welchen die gedeihliche Wirksamkeit des Zoll- Ver- eins sast ein halbes Jahrbundert beruht hat, und welche in unserer Handelspolitik seit dem Jahre 1865 sind. in wesentlichen Theilen verlassen worden Für den diesjährigen Reichsbaushaltsetat, genommen werden können, und sind deßhalb die Matrikularbeiträge geblieben. Als weitere Gegen— und Marine-Verwaltung; über die Münzreform; über Erwerbung cines Grundstücks für das Reichs- gesundheitsamt; das Gesetz über die Verfälschung von Lebensmitteln; eine Gebühren-Ordnung für die Rechtsanwälte; der österreichische Handels- Vertrag; der Weltpostvertrag nebst dem neueren Uebereinkommen. 13. Febr. Bei der Wahl zum Präfidenten wurden 232 Stimmzettel abge geben; davon sind 14 unbeschrieben. Von den abgegebenen 218 gültigen Stimmen erhielt von Forckenbeck 151, von Sepdewitz(deutsch-conser- vativ) 67 Stimmen. Somit ist v. Forckenbeck gewählt. Derselbe nimmt die Wahl dankend an. — 11. Febr. Das Abgeordnetendaus bat in der Abendsitzung die Berathung des Cultus- in unerheblicher Debatte beendet. Die dritte Berathung des Staatshausbalts-⸗Etats ist damit vollendet.— 12. Febr. Das Haus ge⸗ nebmigte heute in dritter Lesung ohne Debatte die Gesetzentwürse, betr. die Abänderung der Gesetze über die bannoversche Creditanstalt und wig- Holstein. Es folgte sodann der General- der Budget- Commission. Nach einer längeren Discussion wurden die Risolutionen 1 und 2, betr. die Aufforderung an die Regierung zu erböhter Sparsamkeit, mit großer Majorität angenommen. Rickert befürwortete sodann die Resolution geger den Ankauf von Vollbahuen durch den Staat, für Begünstigung der Secundär— Bahnen und auf Vorlegung einer Uebersicht in der nächsten Landtagssession über die Unterstützung selcher Bahnen durch den Staat. Der Minister erklärt, er wolle mit seinen Ansichten dierüber nicht zurückhalten und werde sich morgen äußern. — 13. Febr. Das Haus setzte die Berathung über den Generalbericht der Budget- Commisston heute fort. Minister Mapbach erklärt: Er sei haben neue Einnahmequellen noch nicht in Aussicht der Ansicht gewesen, daß es nicht richtig sei, bei dem Etat Fragen von so principieller zu erörtern. Wenn das Haus über Tragweite das Pro- stände der Verhandlungen werden bezeichnet: der gramm der Regierung Auskunft verlange, so halte mit Oesterreich abgeschlossene Handels- Vertrag. die Verträge des allgemeinen Postvereins, der Gesetzentwurf gegen Verfälschung der Lebensmittel, die Entwürfe zur Ergänzung der Justizgesetze und das Gesetz über die Diselplinargewalt des Reichs- tags. Die beunruhigenden Nachrichten über den Ausbruch der Pest im Osten Europa's haben Uns in die Nothwendigkeit gesetzt, Vorsichtsmaß'⸗ regeln zu treffen, welche dem Verkehr lästig fallen. Die jüngsten Nachrichten geben der Hoffnung Raum, daß die baldige Untertrückung der Krank— beit wenigstens in Rußland gelingen werde. Die Ungewißbeit, in welcher die Schlußbestimmung von Artikel V des Prager Friedens von 1866 die Zukunft der Einwohner der nördlichen Districte von Schleswig erbielt, hat Mich veranlaßt, mit dem Kaiser von Oesterreich in Verhandlung über eine Abänderung jenes Artikels zu treten, welche zu einem befriedigenden Resultat führte und deren Wortlaut Ihnen mitgetheilt werden wird. Die Rede gedenkt sodann noch der Beendigung des ortentalischen Krieges und der freundschaftlichen Beziehungen zu den auswärtigen Mächten. Bis— marck erklärte darauf die Session für eröffnet. Forckenbeck eröffnet die erste Sitzung Reichstags sodann um 3½ Ubr und berust die provisorischen Schriftführer. Eingegangen sind: schreibt: Heute fand die Er- der gesammte Etatz Vorlagen über eine Anleihe iffnung dee Reichstags durch den Kaiser im für Zwecke der Post und Telegraphie, der Militär- minist er für Preußen das Staatsbahnspstem für das allein richtige, aber als praktischer Mann richte er sich bei Durchführung dieses Spstems nach den Umständen und nach der Finanzlage. Der Ge— danke einer Uebernahme aller Babnen durch das Reich habe leider bei den verbündeten Regierungen nicht den erwünschten Anklang gefunden. Obwohl durchaus nicht Absicht sei, eine Pression auf die Bundesstaaten zu üben, werde die Regierung doch im eigenen Lande das Staatsbahn Spstem nach Maßgabe des Gesetzes von 1876 durchzuführen sich bemühen. In Anlehnung an das Staats- bahn-System stebe er auf dem Boden der besten preußischen Traditionen und der gesundesten Eisen— bahnpolitik, sowie der Grundsätze, welche das Haus stets gutgeheißen habe. Die Finanzlage dürfe die Regierung in ihren Absichten nicht bemmen. Diese Lage werde verbessert, wenn die Regierung eine Erleichterung der Transportmittel, billigere Preise für den Transport ermögliche. Eine Belastung der Steuerzahler involvire das Staatsbahn-System nicht. Man müsse noch zahl- reiche Bahnen bauen und Sckundaͤrbahnen unter- stützen. Das sei aber nur möglich durch Con- des solidirung des Staatsbahn-Sypstems. Die„Nordd. Mannigfache Angaben über Vorgänge in der letzten Sitzung des ecriums sind, wie bestimmt verlautet, absolut Allg. Zig.“ stür mische Staats- 13. Febr. — —— ersunden. Die Sitzung verlief in der ruhigsten Weise. Auch innerlich liegt nicht der mindeste Anhalt für jene Behauptung vor. Braunschweig. Der Bericht der Regent-⸗ schafts- Commission hebt hervor, sammlung habe der Weigerung des Herzogs von Cumberland, die deutsche Bundes-Verfassung anzu⸗ erkennen, die Folge beigelegt, daß der Herzog von Cumberland sich damit für die Thronfolge in einem deutschen Bundesstaate unmöglich gemacht habe. Daß die Landestegierung diesen Gesetzent- wurf vorgelegt, sei als völlig genügender Beweis dafür anzusehen, daß die Landesregierung mit der Landesversammlung über die erwähnte Folgerung aus jener Weigerung übereinstimme, wenngleich sie ausdrücklich nichts darüber gesagt habe, München, 12. Febr. Der Reicherath ge⸗ nehmigte einstimmig den Credit von 28 Mill. M. Bei Beratbung des Antrages auf Verminderung der Militärlast erklärte Ministerpräsident v. Pfretzschner. die Regierung strebe selbstverständlich Ersparnisse an; dech seien hierbei der baperischen Landesver⸗ tretung die Grundlagen einer richtigen Beurtheil⸗ ung nicht gegeben. General Fries und Kriegs- minister Maillinger sprachen ebenfalls gegen den Antrag, welcher aber schließlich mit 23 gegen 20 Simmen angenommen wird. Ausland. Frankreich. Paris, 11. Febr. Der Präsident Grevy unterzeichnete beute die Ernennung von 14 neuen General-Prokuratoren und Versetz- ungen von 4 anderen. Er unterzeichnete ferner Ernennungen resp. Versetzungen von 12 Corps; Commandanten der Armee; unter Anderen wurden ernannt General Farre zum Commandanten in Lyon an Stelle Bourbaki's, General Clinchant zum Commandanten in Chalons, Genral Gallisas zum Commandanten in Tours. General Wolff ersetzt in Besangon den Herzog von Aumale, der dem „Temps“ zufolge zum Oeneral-Jaspecteur ernannt ist.— Die Bureaux der Kammer wählten heute die Commission für Vorprüfung des Antrags Laisant auf Abschaffung des Einjährig⸗Freiwilligen⸗ Instituls und Reduction der Militär dienstzeit von 5 auf 3 Jahre. Von 11 Mitgliedern dieser Commission nahmen 9 den Antrag an. Die Kammer wäblie zum Vicepräsiden Albert Grevy, Bruder dee Präsidenten der Republick, an Stelle Ferrp's, welcher Minister geworden ist — Der Municipalrath von Paris bewilligte 100,000 Francs zu Unterstützungen für die Be⸗ gnadigten vom Commune-Aufstande. — Jules Simon soll zum französischen Bot⸗ schafter in Wien ernannt werden. Belgien. Brüssel, 12. Febr. Frere Orban erklärte gestern in der Kammer, daß die Gesandtschaft beim Vatican aufrecht erhalten und der status quo unverändert bleibe. Dänemark. Kopenhagen, 12. Febr. Der Justizminister brachte im Folkething eine Vorlage, betr. die gegen die Einschleppung der Pest zu ergreifenden Maßregeln ein. Die Linke beantragte, in geheimer Sitzung von der Regierung Aufklärung zu verlangen über den Art. 5 des Prager Friedens, die darauf bezüglichen Verhand⸗ lungen und über die Beziehungen Dänemarks zu den auswärtigen Mächten. Die Rechte beantragte, die Regierung aufzufordern, in öffentlicher oder privater Sitzung Aufklärung über die von der Linken beantragten drei Punkte zu geben. Großbritannien. London, 11. Febr. Der heutige Cabinetsrath beschloß folgende Ver- stärkungen nach dem Cap Lande zu senden: 6 Bataillone Infanterie, 2 Regimenter Cavalerie, 2 Batterien, 1 Compagnie Genietruppen, 3 Com- pagnien Armeetrain und 1 Compagnie vom Hospitalcorps. Ferner hat die Regierung an den Vicelönig von Indien telegraphirt, sofort Truppen nach dem Cap zu senden. Auch von Mauritius wurden Truppen nach dem Caplande eingeschifft. — Der Geheimerath hat als Vorsichtsmaßregel die sorgfältigste Prüfung der Gesundheitsatteste der aus dem Schwarzen und Asowschen Meere kommen- den Schiffe angeordnet. Italien. Neapel. Die Gutachten der Experten über den Geisteszustand Passamante's die Landesver⸗ erklären jede Geistesstöcung für ausgeschlossen. Die öffentliche Verhandlung seines Processes wird wahrscheinlich am 27. Februar oder 5. März stattfinden. Türkei. Constantinopel. Der größte Theil der aus Rumelien abmarschirenden russischen Armee soll über die Dobrudscha nach Rußland zurückkebren. In Bessarabien verbleiben 2 In- fanterie- und 2 Kosaken-⸗Divisionen. Das Gerücht über angebliche Pestjälle in Adrianopel ist unbe- gründet. Griechenland. Atben. Die griechische Regierung bat die von ihr entsendete Grenz- commision angewiesen, nach Athen zurückzukehren, falls Mukhtar Pascha den Berliner Vertrag als Basis der Verhandlung ablehne. Rußland. Petersburg, 12. Febr. Ein Telegramm des Generalgouverneurs Loris Melikoff zeigt an, daß Maßregeln getroffen worden, um große Kallvorräthe zur Desinfection und Ver⸗ brennung inficirter Gegenstände zusammen zu bringen. Amtlich wurde constatirt, daß in Wetljanka die Beerdigung aller an der Pest gestorbenen Personen vorschriftsmäßig stattgefunden hat. Kiew. Der hlesige Polizeimeister Hübenet wurde in der Nacht vom 7. auf den 8. Februar von einem unbekannten Frauenzimmer angeschossen, jedoch nur gestreist. Die Thäterin entfloh Zaritzin. Während es die ganze Zeit hieß, es seien keine Erkrankungen mehr vorgekommen, erhält auf einmal der„Golos“ eine Depesche von hier vom 12. d.: Die Zahl der Erkrankungen ist leider gestiegen, seiidem Thauwetter eingetreten ist. Die Absendung der Sanitäts- Commission und der Sanitäts- Detachements nach den insicirten Ort schaften erfolgt in etwa drei Tagen nach Ankunft der sachverständigen Chemiker aus Petersburg. Der Zustand des bier erkrankten Charkower Pro- sessors Jakoby, welcher an der Spitze der ärzt⸗ lichen Commission steht, hat sich verschlimmert. Gegenwärtig herrscht hier Regenwetter. Afrika. Marocco. nal„Patria“ veröffentlich einen Brief aus Tanger vom A4. d. M., worin gemeldet wird, daß der Gouverneur von Fez sich in das Heiligthum von Muleidrio geflüchtet, um einem Volksaufstand zu entgehen. Der Sultan von Marocco sei von einem Schlaganfalle betroffen und es hersche vollständige Anarchie. Aus Stadt und Land. -ch.- Friedberg, 13. Febr. Die gestrige General- Versammlung des Mathlildenstists Friedberg-Butzbach war eine ungewöenlich besuchte und angeregte. Der Ankauf der Löser'schen Hofraitbe in der Kaiserstraße für die Fried— berger Bezukekasse batte die zahlreichen Freunde und Gegner des Projects zu allseitiger Betheiligung angeregt, so daß der aroße Saal des Ralhbauses die Erschienenen kaum zu fassen vermochte. In belebter, jedoch durchaus sachlicher Debatte wurde der Ankauf von den Mütgliedern der Butzbacher Bezirkekisse als weniastens zur Zeit un⸗ nöthig und den Inieressen des Stiftes nicht förderlich, angegriffen, von den Frledbergern Bezirks-Vereins-Mit: gliedern aber, als überaus billig und Gewinn verheißend und für die geordnete und sichere Geschäftsführung der Kasse absolut nothwendig, vertheidigl. Die schließliche Ab immun ergab eine große Majorilät für das in Rede slehende Project. Friedberg. Ueber Betriebssißrungen auf der Main⸗ Weser⸗Bahn in den letzten Tagen erfahren wir, daß der Bahnköeper der Main Weser⸗Bahn an verschiedenen Stellen nicht unechevliche Rulschungen erfahren hat. In der Nähe der Schwalmbrücke bei Treysa wurde der dicht vorbeiführende Weg sast gänzlich verschüttet; das Schienen; geleise selbst ist bis j itzt noch nicht gerade bedenklich ge⸗ fäyrdet. Ferner ist bei Lang-Göns vor einigen Tagen eine größere, bis heute noch nicht wieder ber zustellende Damm ulschung eingeneten die das eine Geleise gänzlich u fabrbar gemacht bat. die Eder in der Nähe von Gensungen in einer für den dortigen niedrigen Bahndamm sehr gefahrdrohenden Weise aus ihtem Ufer getreten und hat in gleicher Höhe wie der Bahnkörper und hart vis an denselden Alles über; schwemmt, so daß man bei einer allenfallsigen S'geiger— ung des Wassers für den ungehemmien Bahnvertehr ernplich Sorge tragen muß. Vilbel, 12. Febr. Gestern wurde an der Eisen⸗ bahnbrücke die Leiche eines seit länger vermißten Mäd— chens gefunden. Gießen, 11. Februar. Am alten Heuchelheimer Weg steht milien vom Hochwasser umflulhel ein kleines Backsteinmachechäuschen. Drinnen war der Bewohner desselben mu drei kleinen Kinderchen von den losenden Wellen eingeschlossen, ohne daß es ihm möglich war an das Land zu gelangen. Drei beherzie Männer, ein Das Madrider Jour- Wie ferner mitgetheilt wird, ist! Commis, ein Restaurateur und ein Schutzmann, wag sich in einem kleinen Boote auf die slark stcömende Flu und retteten nach Ueberwindung der größten Schwier Ehre den braven Männern! Darmstadt, 13. Febr. bob das erstinstanzliche Urtheil tbeilweise auf, erkannte in Aufrechnung kommen. Gegen Bestellung einer Caution von 10,000 M. kann der in erster Instanz zu 3 Jabren 10 Monat verurtbeilt Gewesene vorläufig gesetzt werden. Worms, 12. Febr. hat gestern Abend ein Handbarbeiter einen Schreiner derart aufgenommen werden mußte. Bingen, 12. Febr. ein Theil des hinter dem Bahndamm gelegenen Berges geruischt, so daß das Geleise verschüttet und der Verkehr stundenlaug unterbrochen war. In der vorhergehenden Nacht soll auch bei Niederheimbach wieder ein Bergrulsch staligesunden haben. Wimpfen. Verstorbener beerdigt werden. Beim Wegtragen des Sarges fiel es den Trägern auf, daß derselbe doch gar zu leicht sei. Es wird Halt gemacht, der Sarg geöffnet und— leer gefunden. Der Schreiner hatte vergessen den Todten bineinzulegen. Glücklicherweise war es noch Zeit das Veräumte nachzuholen. Allerlei. Geisenbeim, 11. Febr. Hier erstach gestern Abend der Saftler Nedierdön seine Frau, weil dieselbe ihm ein Stück Wurst verweigerte. Der Thäler ist bereits nach Rüdesheim in das Amtsgefängniß abgeführt. B. Cassel. Gelegentlich der diesjihrigen Versamm⸗ lung der vereinigten Schmiedemeister Deutschlands, welche vom 23. bis 25. Mai in Cassel tagen wird, findet in den Räumen des dortigen Gewerbe-Museums eige Special⸗ Ausstellung von Hülfs-Maschinen, Werkzeugen und Ma⸗ Lokal⸗Comisé der Genossenschaft veranstaltet wird. Für Gelegenheit finden, einschlägige Gegenstände bei den In⸗ seressenten bekannt zu machen und einzuführen, da die Jünsiige Wahl von Zeit und Ort einen besonders zahl⸗ reichen Besuch der Versammlung mit Bestimmibeit er— warten läßt. Anmeldungen sind zu richten an Schmiede— meister F. Breitbarih oder den Vorstaud des Gewerbe— Museums in Cassel. Der diesjährige Schmiedetag in Verbindung mit der geplanten Fach-Ausstellung wird hoffentlich mit zu der Erkenniniß beitragen, daß den Innungen der Jetztzeit nach vielen Richtungen hin ein nützliches Feld der Thätigkeit vorbehalten bleibt. Speyer, 10. Febr. Wie die„Pf. Zig.“ miitheilt, slürzten sich vorgestern Abend um 9 Uhr oberhalb der Schiffbrücke zwei Mädchen in den Rhein. Auf einem Blocke fand man ihre Shawlo, in ihrer Wohnung Briese. die Brücke betreten und in der Dunkelheit verschwinden. Man vermuthete in ihm einen Gymnasiasten. Ein solcher hat sich aber nicht ertränkt. Keiner der Schüler fehlte morgens in der Schule. Wilhelmsbafen, 7. Febr. Heute Morgen begann auf der hiesigen kaiserlichen Werft der Guß der großen Cbamotte(Hammerunterlage), welche ein Gewicht von 6400 Cir. repräsentirt. Der Guß dieser colossalen Chamotte ist der großartigste, welcher bisher auf dem Erdenrund ausgeführt wurde und wird nicht verfeblen, das höͤchste Staunen hervorzurufen. Zwei Oefen sind in unaufhör⸗ licher Thätigkeit und geben zeitweilig die weißglühende Eisenmasse her. Die Form, welche die flüssige Eisenmasse aufnimmt, umfaßt einen Raum von circa 64 Cubikmetern. Die kaiserliche Werft kann, ein volles Gelingen voraus— gesetzt, mit Solz auf ein Riesenwerk blicken, welches innerhalb ihrer Thätigkeit zur Aussübrung gelangt. Bis heute Mittag 1 Uhr war der Guß bereits 1 Meter hoch. Zahlreichen Zuschauern war Gelegenheit gegeben, diesem bochinteressauten Schauspiel zuzuschauen, welches natürlich Abends einen doppelten Reiz gewähren muß. Teplitz, 12. Febr. Die Döllinger' chen Braunkohlen⸗ werke bei Ossegg wurden gestern Nachmittag durch den Einbruch von Glubenwassern inundirt. Dae Wasser stieg 14 Meter hoch. 26 Bergleute blieben to l. Auch andere Kohlenwerke wurden überschwemmt und haben den Be— tlieb eingestellt. Mehrere Bergleute werden noch vermißt, Kopenhagen, 11. Febr. Die Dampsschifffahrt zwischen Kopenbagen und Malmö ist wieder eröffnei— Handel und Verkehr. halle und ihre Ordnung batten heute ihre erste Probe zu bestehen. Alles ging gut. Weißkraut kostete das Stück 20— 25 Pf., Kohl- und Rothkraut kostete das Stück 20—25 Pf., Blumenkohl 50 Pf Butter 1. Qual. im Großen 80— 85 Pf., 2. Qual. 70 Pf., im Detail 1. Qual. M. 0.90—1., 2. Qual. 80—82 Pf. das Hundert M. 5., frische deutsche M. 5.80, italienische M. 7. Geflügel reichlich vorhanden. Hahnen M. 1.70 2.50, Tauben 70—80 Pf., Reh das Pfd. 80—85 Pf. Ganze Erbsen M. 19.—23., do. geschälte M. 22.—25, Linsen M. 17.— 23. Bohnen M. 24.— 26 per 100 Kilo- Fleischpreise: Ochsenfleisch per Pfd. 70—75 Pf., Kuh⸗, keiten die armen fast der Verzweiflung nahen Menschen. Diese heldenmüthige That verdient alles Lob und darum wegen Betrugs an seinem früheren Associe Boch auf 2 Jahre 1 Monat Gefängniß, wovon 4 Monat Untersuchungshaft Gleichzeitig sah der Brückenwärter einen jungen Mann 8 — Frankfurt, 12. Febr.( Marktbericht.) Die Markt⸗ Eier alte Das heute publicirte Urtheil des Hofgerichts in der Anklagesache gegen R. De Bay in Freiheit In der Nähe des Paulusplatzes mit dem Messer gestochen, daß letzterer in das Hospital Heute Nacht ist zu Bingerbrück Hier sollte dieser Tage ein im Spitale terlalien für das Schmiedegewerbe statt, die unter Bei— f hülfse des Vorstandes des Gewerbe-Museums von dem Fabrikanten und Händler dürfte sich kaum eine bessere 293 1 107 103 70 200 ffentlic 8 — 90 de und Farrenfleisch 54—60 Pf., Kalbfleisch 6070 Pf., S eee 54—08 Pi, Sew ineltesch 70—75 V. A Frankfurt, 12 Febr. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 e., Nr. 2 M. 34. Nr. 3 M. 30. Nr. 4 M. 20. i 5 M. 20 Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 21.50, 2.(Berliner Marke) M. 18.50. Waizen, effeetiv hie⸗ 1 ab Babnbof bier M. 19., ab unserer Umgegend 8 fremder je nach Qual. M. 18.— 19, 118.25 18.50, do 8 nach Qual. M. 13.—15., Gerste M. 15.— 17.50, der M. 12.50— 14, Koblsamen M. 27.— 28., Erbsen N 19.—23., Wicken M 15.—16, Linsen M. 17.— 23., Ucgnen, weiße, M. 19. Roggenkleie M. 10. Weizenkleie, zude und feine M. 7.50—8. Rüboͤl, detail M. 68 D Preise verstehen sich sämmtlich ver 200 Pfd. Zoll⸗ gericht 100 Kilo. — Da falsche Fünfhundertmarkscheine in letzter Zeit autauchen, die den ächten täuschend ähn ich nachgeahmt ir so haben die öffentlichen Kassen die Anweisung er— en, Formulare auszustellen, in denen von dem be⸗ enden Beamten, bei dem ein Fünfhundertmarkschein n Zahlung gegeben wird, der Name des Einzahlers und ii Datum des Tages einzutragen ist. In der dritten Worik muß Jeder aus dem Publikum durch eigenhän⸗ i Namensunterschrift die von dem Beamten einge— 3 Notizen bestätigen. Es ist diese Maßregel ein: e gen e 1 Jan 24 8 * 75 Fleisch ꝛͤc Preise vom 16. bis 28. Febr. Nach eigener Angabe der Meßger. Für Friedberg und Butzbach unverändert. Für Bad⸗Nauheim: Pr. ½ Kilo Ochsenfleisch 72 Pf. M. Pf. Kuhfleisch, gem. 50 Schweinefleisch— 56 1 ungem.—„ Doͤrrfleisch— 86 Kalbfleisch 60„ Solperfleisch— 60 Keil und Carre—„ Geräucherter Speck 1— Hammelfleisch 50„ Schinken 1— Keil und Carre—„ Leber- u. Blutwurst— 72 Nierenfett 50„ Schwartenmagen— 86 Hammelsfett— Cervelatwurst 40 Schaaffleisch—„ Fleischwurst— 86 Bratwurst— 86 Schmalz, ausgelassen, 90 Pf., unausgelassen 80 Pf. Schweinen Keil und Carre 60 Pf. Ausnahmspreise. Bei H. Aletter Schmalz, ausgel. 80 Pf., unausgel. 70 Pf.— Bei W. Bieler Kuh oder Rinefloisch 60 Pf.— Bei H. Fritz Speck, ger. 90 Pf., Schwartenmagen, Fleischwurst und Bratwurst 84 Pf., Cervelatwurst 1 M. 20 Pf r. Langsdorf Cer 0 N Bei 7 Theile Ihnen ergebenst mit, daß die mir gelieferte D. D.“ Maschine und Locomobile zu meiner größten Zu⸗ friedenheit ausgefallen sind ꝛc. ꝛc. Gonzenherm bel Homburg den 9. Februar 1878. Ernst Weller. Wir sind mit der zweiten uns gelleferten D.⸗ D. Maschine und Locomobile ebenso zufrieden wie mit der ersten, dieselbe hat vorzügliche Construetion und Leist⸗ ungsfähigkeit ꝛc. ꝛc Gonzenheim bei Homburg den 14. Dezember 1878. Christtan Föller. Die uns gelieferte D. D. Maschine und Locomobile arbeitet zu unserer größten Zufriedenheit und können sie Jedermann aufs Beste empfehlen. Bockenheim den 28. März 1878. Gebr. Lempp, D. D.⸗Maschinen⸗Verleiher. Die von Ihnen bezogene D.⸗ D. Maschine drischt alle Fruchtarten vorzüglich rein aus, ist solid und einfach gebaut ꝛc. zc. Nieder⸗Erlenbach bei Vilbel, 23. Dez. 1878. 502 Jo h. Fix. . 7 zrbrt, weil die Falsificate kaum von den ächten Scheinen velatwurst 1 M. 70 Pf., Fleisch- und Bratwurst 90 Pf Geld Cours. zu unterscheiden sind. Beamte, die bereits viele Jahre— Bei H. Klinkerfuß Cervelatwurst 1 MN. 70 Pf. Frankfurt am 13. Februar 1879. Kassen beschäftigt gewesen, haben solche Scheine daran Fleischwurst 90 Pf. Bei Alex. Schimpf Solperfleisch— g Ann, daß sie beim Anfassen etwas fettiger erscheinen. 62 Pf., Speck, ger. 90 Pf., Schinken 90 Pf., Cerve⸗ 20 Frankenstücke M. 16 17 21 l ü Ac soll eine Ziffer der Nummer etwas kleiner gerathen latwurst 1 M. 20 Pf. Enalische Sovereigns 4 20 34—39 N 4 als die andere.— 5 5 Russische Impertales 5 16 65 70 Zeugniß Auszüge über Ducaten N 5 9 51—56 77 2—* 4 7* 9 8 8 5——* 3 Frodpreise vom 16. bis 28 Februar. englische Original Dampf-Dresch-Maschinen.] Ducaten al marco 8 9 57—62 Nach eigener Angabe der Bäcker. Herten Ph. Mayfarth 8 Co. in Frankfurt a. M.] Dollars in Gold. 41— 2 Für Fri 2 n vera Die uns geliefe D. D. Maschi d Locomobile hat 0 1 3 f 5 5* Friedberg 5 erben.. te. eue sie Abet sehr Für die Abgebrannten in Heuchelheim giagen 05 Für Bad⸗ Nauheim: vun 9 g 0 Const 3* erbaft: Kohlenbedarf ein: Von Decan Buchbold in Ossenbeim 2 M. Krau 0 Kasseler Brod 2 Kilo 52 Pf. eben emen Renlier Hill dier 2 M., Frau To obald 3 M., Pfarrer * 8„ 256 a N d. 90 öllttadt den 8. Februar 1878 ur 2 M. Baumeister Rutbs 2 M., Hosnger. Ado. 12 8 3 13 5 r r N 77 d a 4 3* Müller Curt min 2 M. Ganz besonders sind auch gelegte da Crte Sorte 2 Kilo 50 Pf. Zweite Sorte 2 Kilo 45 Pf. 5„ 2 kleider etwünscht, wie uns Pfarrer Briegled miige⸗ 0 5 1 1 5 1 Obiges beglaubigen: L. Fauerbach, H. Bausch, theilt bat. . 1 1 H. Fauerbach, J. Becker, J. Stahl, W. Bausch, Zur Entgegennabme weiteret Gaben sind gerne bereit 1 Dritte Sorte Brod 2 Kilo 40 Pf. Gutsbesitzer. Seminatlebret Wabl. Die Expedition des Anzeigers. 1 7 7 5 5 1 „ aasenstein&Vog ler zz doeh eee ee one n- Ausl. 3 22 Cötheylat— ginalpreisen ohne 315 2 N II 5 0 22 Cötheplatz N für 1 8 1 0 1 alle Mehrkosten N ——* 5 11 Holzversteigerung e lz J err er 5 1 3 Huste⸗Nicht“ von L. H. Pietseh 25 in der Fürstlichen Oberförsterei Lich. eee NK ade 1. 1 2* 1 8 a r-Malz-Extrakt und Car E— 1 12 Dienstag den 18. Februar sollen im Langberg bei Mühlsachsen versteigert werde—* 5 107 Raummeter Buchen- Scheitholz, e) Zu baben in Friedberg in der Wetterau 103 4 Buchen-, Eichen- und Kiefern- Prügelholz, bei Herrn Wilh. Bernbeck. 79 1 Buchen⸗ und Nadel ⸗Stockholz 5 8 8 1 8 1 3 3 5. 0 Gutachten des Herrn Dr. med. Miehagelis. 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Februar in Saale des Hötel Trapp. Zur Aufführung kommt: Der Sieg Carnevals, oder 5 Die Helden unseres Zeitalters. Große närrische, chinesische Loeal-Carnevals-Posse 1 einem Vorspiel: 65 Das Göttergericht im Olymp. Anfang 7 Uhr präeis. 1 F Nur Mitgliedern ist der Zutritt gestattet! f 510 Der Vorstand. 1 1 9 5 9 5 9 7 Freiwillige Bürger⸗ Feuerwehr. Samstag den 15. Februar. Abends 8 Uhr, Generalversammlung bei Ph. Windecker. Tagesordnung: Rechnungsablage, Vorstandswahl. 486 Der Commandeur. 9 4— 1 0 Local-Gewerbverein. 492 Generalversammung Mittwoch den 19. d. Mis, Abends 8 Uhr, im Vereinslocale; auch Nichtmitglieder können eingeführt werden. l Vortrag:„Was hat der Handwerker zu thun, um sich nicht nur ein gutes Auskommen, sondern auch ein sorgen freies Alter zu sichern“. f Eine eichene Schreib⸗Commode, 1 Schreibpult, Tische, 1 Nachttisch, 1 Sessel. 1 Wich 4 1 Kinderwägelchen, sämmtliche Gegenstände in guten Zustande, hat zu verkaufen 499 Friedberg. 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Bernbeck. 2 Uhr: Christenlehre und Andacht. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. 8 Druck und Verlag von Carl Bindernagel. 1 (Hierzu Urterhaltungsblatt Nr. 7 und eine Beilage.) 1 8 1 7 Beilage. Oberhessischer Anzeiger. M20. Immobiliar- Versteigerung. 11 Samstag den 1. März l. J., Vormittags 11 Uhr,! sollen in biesigem Ratbhause die nachbeschriebenen Immo— lien der Nikolaus Müller Wittwe, resp. das bug deren Sohnes Friedrich Müller, öffentlich meist⸗ gietend versteigert werden: Gemarkung Friedberg, Flur. Nr. Klftr. 1. 14. 24. Hofraithe in der Stadt, 1. 13. 342. Grabgarten daselbst. Gemarkung Fauerbach b. Fr. Fur. Nr. Meter. 11. 9. 1038. Acker auf dem Ringgraben. Friedberg den 15. Januar 1879. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. ien — N* Jagd- Verpachtung. 55 Die der Gemeinde Heldenbergen zustebende Feld— ind Waldjagd in der Gemarkung Heldenbergen, auf nem Flächenraum von circa 950 Hectaren, soll Freitag en 21. Februar d. J., Vormittags 11 Uhr, auf bhiesigem Hemeindehaus auf weitere 6 Jahre nochmals verpachtet perden, wozu Pachtliebhaber eingeladen werden. Heldenbergen den 10. Februar 1879. Großherzogliche Bürgermeisteret Heldenbergen. Lö bner. Bergebung von Drainagearbeiten, Fertigung und Aufuhr der Röhren. Montag den 17. d. Mis., Nachmittags 2 Uhr, sollen tuf dem Rathhause zu Södel die bei Ausführung der selddrainage in den Fluren 1 bis 111. Gemarkung Sdͤdel, sorkommenden Arbeiten und Roͤhrenlieferungen, veran— iaschlagt wie folgt: M. Pf. 1) Fertigung der projeetirten Grabenarbeiten, einschließlich des Röhrenlegens und Zu— füllens der Gräben 1807 60 2) Fertigung der erforderlichen Drainröͤhren von 31 bis 137 mm Lichtweite, eirea 32000 Stück, + 1571— 3) Anfuhr der Rohren, ca. 1386 Ctr.,= 346 38 n die Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden und ind Lusttragende hlerzu eingeladen Friedberg am 12. Februar 1879. 8 Greb, Wiesenbaumeister. Holz⸗Versteigerung. Fontag den 17. Februar l. J., Vormittags 10 Uhr anfanugend, gerden in den Cleeberger Gemeindewald Distrikten Nohrswald III. Theil und Alten wald II. Theil gende Holzsortimente öffentlich versteigert: 112 Gichenstämme, 98,88 Festmeter Inhalt, 47 Eicher⸗Werkholzstangen, 5,88 Festmetrr Inhalt, 55 Raummeter Eichen⸗ Scheitholz, 8 n Buchen⸗„ 27 9 Eichen⸗Knüppelholz, 4 5 WMeichholz⸗Knüppel, 61 Eichen⸗Stockholz, 2050 Stück Gichenwellen, 215„ Buchenwellen, 780„ Aus busch⸗Reisig. Der Anfang ist im Mohrswald bei Nr. 1 des Stamm⸗ elzes. Die Herren Bürgermeister und Ortsvorsteher Arden um ortsübliche Bekanntmachung ersucht. Cleeberg den 4. Februar 1879. Der Bürgermeister 419 1 Holzversteigerung. In den Freiherrlich v. Franckensteln'schen Wald— ritten„Klappertannen“ und„Am Viehtrieb“ werden e steigert: J) Montag den 17. Februar l. J.: 30 Raummeter Buchen Prügelholz, 12 9 Eichen Birken-Prügelholz, 22 0 seiefern-Prügel von 2,5 Meter Länge, 57 7 Kiefern Prügelholz, 28„ Stockholz, 7275 Stüc Muchenwellen(Durchforstungs holz), 4250„ Eichenwellen 7 2300„ Nadelwellen. 2) Dienstag den 18. Februar l. J.: 420 Kiefernstämme von 13—42 Centim. Durchmesser, 4—22 Meter Länge mit 143 Kubikm. Inhalt. Zusammenkunft jedetzmal Morgens 10 Uhr auf der Lernschneise im Distestt Klappertannen zunächst des Uwenboss. Ockstadt den 8. Februar 1879. Der Fretherrlich v. Franckenstein'sche Oberföoͤrster Rumpf. und Manschetten ze. billigen lligstes Waarengeschäft Laden. in Friedberg. Lurch vortheilhafte Einkäufe, sowie auch um einen schnellen Umsatz zu Aub billigsten Preisen verkauft nur gegen Baarzahlung. Eine Parthie Kleiderstoffe, die neuesten Sachen, pr. Darmstädter Elle zu 27, 30, 35, 40, 45, 50 Pf. Zum E gibts Nichts mehr wird zu den Eine Parthie Rips zu Kleider, Eine Parthie Piqué, weiß pr. Elle 30 Pf. in allen Farben. pr. 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Bekanntmachung. 506 Das Niederlegen des Häuschens bei dem städtischen Steinbruch in der Töpfenkaute soll Montag den 17. Februar l. J., Nachmittags 2 Uhr, an Ort und Stelle an den Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden. Friedberg den 13. Februar 1879. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. F o u ear. ** 0 9*— Güter-Versteigerung. 507 Mittwoch den 19. Februar l. J., Vormittags 10 Uhr, sollen auf freiwilligen Antrag des Georg Ulrich dessen Grundstücke einer letzten Versteigerung ausgesetzt werden. Der Meistbietende erhält den unbedingten Zu⸗ schlag. Friedberg den 13. Februar 1879. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Fouc ar. Immobiliar-Versteigerung. 508 Mittwoch den 19. Februar l. I, Vormittags 10% Uhr, sollen in hiesigem Rathhause die beiden Grund- stücke auf freiwilligen Antrag der Christian Waas Wittwe nochmals an den Meistbietenden versteigert werden. der Zuschlag soll bei der Versteigerung statt— finden. Friedbera den 13. Februar 1879. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. F o uc a r. Versteigerungs-Anzeige. 494 Nächsten Montag den 17. d. Mts., Vormittags 11½ Uhr, wird auf biesigem Rathhause die Hofraithe des Rundegradierers Johannes Kirchner dahier: P. M. B. 1198= 30/ Rth. vor dem Mitselthor, be⸗ stebend aus 15 Zimmern, 5 Küchen, 1 Waschküche, 1 Scheuer, 2 Pferde-, 2 Kühe⸗ u. 3 Schwein⸗ ställen und P. M. B. 1198= 1 Vrtl. 25 Rth. Garten dabei öffentlich an den Meistbietenden versteigert. Bad⸗Nauheim am 13. Februar 1879. Großherzogliches Ortsgericht Bad⸗Nauheim. Schutt. ö ö Mobiliar- Versteigerung. 488 Nächsten Mittwoch den 19. d. Mis, von Morgens 9 Uhr ab, werden in der Wohnung des Landwirtbs Konrad Bernhard dahier, Fauptstraße Nr. 297, öffentlich meistbietend versteigert: 1 zweispänniger u. 1 einspänniger Wagen, 1 Vorder-, 1 Wende- und 1 Spitzpflug, 2 Eggen, diverse Ketten, Kuhgeschirre, 1 Fruchtfegemüh le, Ackergeräthschaften, Ziegeln, Fußtafeln, Fenster, Stubenthüren, 2 Oefen, 1 Waschkessel, 1 Kochherd, 1 Parthie Fässer 1 Küchen⸗ schrank mit Glasaufsatz, 1 Kleiderschrank, 3 Bett⸗ stellen, Tische, Stüble, 2 Mulden 2 Schnappwaagen, 4 Waschbütten und sonstige Haus- und Küchen⸗ geräthschaften, sodann 1 Hahn und 16 Stück Hühner, circa 40 Centner Heu, 100 Centner Dickwurz und 15 Malter Kartoffeln. Bad⸗Nauheim am 12. Februar 1879. Großherzogliches Ortsgericht Bad- Nauheim. Schutt. Arbeits-Versteigerung. 495 Freitag den 21. Feberuar, Vormittags 11½ Uhr, soll auf dem Gemeindehaus zu Groß-Karben die Anfertigung einer eisernen Stacketten-Einfriedigung, ver— anschlagt zu 320 Mark, öffentlich in Accord gegeben werden. ö Vilbel den 13. Februar 1879. Ber o d, !!! mie Danube Holz⸗Versteigerung. 484 Donnerstag den 20. Februar d. J., Vormittags 10 Uhr anfangend, sollen in dem Nieder-Mörler Ge— melndewald, Schlag Nr. 1, unterhalb der alten Kaiser⸗ grube, 7238 Stück Birken⸗ Eichen- und 1575 Stück Ginsternwellen meistbietend versteigert werden. Nieder⸗Mörlen den 12. Februar 1879. Großherzogliche Bürgermeisteret Nieder⸗Moͤrlen. Mö bs. — Schutz⸗ Marke. ergestellt von empfohlen von Dr. med. H Klenke, Hannover. Preis M. 1.70 pr. Pfund. Gebrannter reiner Japa-Kassee, Georg Hersf ch Zu haben in Pfund ⸗Packeten bei Hoflieferant J. A. Windecker und C. Th. Kranz, Friedberg. 408 415 neu verbessert, Futterschneid⸗ Abbildungen auf Anfragen gratis. 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