des 79 der geetu t „ Uster drt ict 6 81 18 0 . 50 77 1 0„ 10* ** 50„ 0, 4 „ 5 0. 20* 3 Donnerstag den 9. Januar. 24. berhessischer Anzeiger. Erscheint dreimal per Woche und zwar Dienstags, Donnerstags und Samstags. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Kriedberg. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. Betreffend: Das Militär ⸗Ersatz⸗Geschäft pro 1879 Friedberg den 6. Januar 1879. Der Civil-Vorsitzende der Großherzoglichen Ersatz-Commission Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kteises. Unter Bezugnahme auf mein Ausschreiben vom 26. Dezember 1876, Kreisblatt Nr. 153, das Reichsmilitärgesetz vom 2. Mai 1874 und die deutsche Webrordnung vom 28. September 1875(Regierungsblatt Nr. 55) trage ich Ihnen auf, mit den Vorarbeiten zum Militär-Ersatzgeschäft zu beginnen und dieselben so zu beschleunigen, daß die Stammrollen und Reclamations-Protokolle nebst dazu gehörigen Belegen bis längstens zum 15. Februar Il. J. bei mir eintreffen. Nach§. 23 der Ersath-Ordnung wollen Sie sofort bekannt machen lassen, daß die Anmeldung vom 15. Januar bis 1. Februar l. J. bei Meidung der darin angedrobten Strafe bis zu 30 Mark oder Haft von 3 Tagen zu erfolgen babe. Ich empfehle Ibnen dringend, sich genau nach der Ersatz Ordnung zu richten und nur vollständige, deutlich geschriebene Stammrollen zu liefern, namentlich nach§. 45 derselben die alphabetische Ordnung mit den Zwischenraͤumen inne zu halten. Dr. Braden. Es wird biermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß in der Sitzung des Kreis- Ausschusses vom 11. Dezember v. J. an die Stelle des durch den Tod ausgeschiedenen Mitgliedes der Großherzoglichen Kreis-Schulcommisston Friedberg, Herrn Dekan Fertsch zu Kaichen, der Großher⸗ zogliche evangelische Dekan, Herr Kalbbenn, zu Burg-Gräfenrode gewählt worden ist. Friedberg den 6. Januar 1879. Der Vorsitzende des Kreis- Ausschusses. Dr. Braden. Bekanntmachung. Betreffend: Die Nachsuchung der Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst auf Grund von Schulzeugnissen. Ditjenigen jungen Leute, welche auf Grund ibrer Schulzeugnisse die jährigen activen Dienstzeit zu bekleiven, auszurüsten und zu verpflegen; Berechtigung zum einjäbrig freiwilligen Dienst nachsuchen wollen, werden e. ein Unbescholtenheitszeugniß, welches für Zöglinge von böderen Schulen hierdurch auf die nachfolgenden, bei Anbringung der Gesuche zu beachten-(Gpmnasten, Realschulen, Progymnasien und böheten Bürgerschulen) durch den Vorschriften mit dem Ansügen aufmerksam gemacht, daß biernach un-[den Director der Lehranstalt, für alle übrigen jungen Leute durch die vollständige Gesuche ohne Weiteres zurückgegeben werden. Polizesobrigkeit oder ihre vorgesetzte Dienstbedörde auszustellen ist; d. das 1) Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs- Couaassion Schulzeugniß. Sodann wird noch besonders bewerkt: Zu pos. b.: daß nur dann anzubringen, wenn der sich Meldende im Groß herzogtbum Hessen in dem Einwilligungs Attest die Erklärung des Vaters oder Vormundes, gestelunge pflichtig ist, d. b. seinen dauernden Aufenthaltsort hat. in der Lage zu sein, den Freiwilligen während des einjährigen Dienstes 2) Die Berechtigung zum einjäbrig freiwilligen Dienst darf nicht unterhalten zu können, nicht feblen darf. Zu pos. d.: daß die Schul⸗ vor vollendetem 17. Lebensjahr und muß spätestens bis zum 1. Februar zeugnisse, mit Ausnahme der Reifezeugnisse für die Universität und die des Jahres nachgesucht werden, in welchem der sich Meldende das derselben gleichgestellten Hochschulen und Reisezeugnisse für die Prima der 20. Lebensjahr vollendet. Der Nachweis der Berechtigung zum einjäbrigen Gomnasien und Realschulen I. Ordnung, sämmtlich nach dem Schema 17 Dienst ist bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. April desselben zur Ersatzordnung(I. Tbeil der Webrordnung vom 28. September 1875 Jahres zu erbringen.— Regierungsblatt Nr. 55 von 1875) ausgestellt sein müssen. 3) Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein Im Ulebrigen wird auf die Bestimmungen der§§. 88, 89, 90, 93 und ist bierzu ein Bogen in Actenformat(nicht Briefpapier) zu verwenden. und 94 der angeführten Ersatzordnung verwiesen. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die näbere Adresse angegeben wird. Darmstadt im Dezember 1878. 4) Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a. Geburtszeugniß; Großherzogliche Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige. b. ein Einwilligungs⸗Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung Der Vorsitzende: über Berkitwilligkeit urd Fäbigkeit den Freiwilligen während einer ein— Spamer. Deutsches Reich. Darmstad l. Dem Leibarzte Dr. Eigen— brodt zu Darmstadt wurde der Charakter als „Geheimer Medicinalrath“, dem Hospitalarzt Dr. Jäger zu Darmstadt der Charakter als „Medicinalrath“, sowie dem Bergmeister Teckle. burg zu Darmstadt der Charakter als„Bergrath“ verliehen. — Am 4. Januar wurde die Gemahlin des Prinzen Heinrich von Hessen in Trier von einem Knaben glücklich entbunden und schon an 7. Jan. trifft die schmerzliche Kunde ein, daß dieselbe gestern Nachmittag halb 5 Uhr plötzlich im Wochenbette verstorben ist. Das Söhnlein, dem sie am Samstag das Leben gab, ist gesund. Die Verblichene war eine durch die reichsten Gaben des Geistes und Herzens ausgezeichnete Dame, deren frühes Hin- scheiden hier die aufrichtigste und ungetbeilteste Trauer hervorruft. Prinz Wilhelm hat sich in Folge dessen nach Trier begeben, und ist ebenfalls Generallieutenant v. Grolmann im Auftrag des Großherzogs dorthin abgereist. — 6. Jan. Heute trat der Gesetzgebungs⸗ Ausschuß zweiter Kammer zusammen, um in die Vorberathung der Gesetzentwürfe: über das in Sachen der nichtstreitigen Gerichtebarkeit einzu— haltende Verfahren, über die Ausführung der Strafproceßordnung und über die Uebertragung des Grundeigenthums und die Fortführung der Grundbücher in Rheinhessen, zu treten. Den Vor- berathungen werden sofort gemeinschafkliche Sitz= ungen mit dem Justizministertum folgen. — Der Gesetzentwurf, die allgemeine Bau- ordnung betreffend, ist vollendet und nebst den umfangreichen Motiven bereits gedruckt. Die Vorlage an die Stände steht in aller Kürze be— vor. Der Entwurf selbst umfaßt 84 Artikel. Mit der Vorberathung desselben ist bekanntlich ein von der zweiten Kammer bereits gewählter besonderer Ausschuß betraut. — 7. Jan. Prinz Alexander nebst Gemahlin hat sich gestern zu einem mehrwöchigen Aufenthalt! nach Wiesbaden begeben Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien. Finanz- minister v. Pretis hat mit der Bodencreditanstalt- Gruppe, wozu auch die Banque de Paris gehört, die Begebung von nominal 30 Millionen Papier- Rente fix abgeschlossen. Pie st. Finanzminister Szapary legte den Staatsvoranschlag für 1879 vor. Die Haupt— Ziffern des Budgets sind: Gesammtausgaben 246,902,104 fl., gegen das Vorjahr 5,934,669 mehr; Gesammteinnahmen 224,099,706, gegen das Vorjahr mebr 4,253,687; Desicit 22,802,398, gegen das Vorjahr mehr 1,680,982. Das Mehr der Ausgaben erwächst hauptsächlich dei dem Titel Staatsschuld, das Mehr der Einnahmen vornehm⸗ lich bei der Consumtionssteuer-Restitutton. Frankreich. Paris, 6. Jan. Der Senat zaͤhlt nach seiner jetzt ersolgten theilweisen Neudild⸗ ung 119 Conservative und 176 Republikaner; unter Letzteren sind 64 heute Gewählte. Die republikanische Majorität beträgt demnach 57. — Die französische Regierung bat die Han— dels Verträge mit England und Belgien am 31. December gekündigt, so daß dieselben zum 31. December 1879 ablaufen. Diejenigen Ver- träge, in denen eine nur sechsmonatliche Kündig ungsfrist stipulirt ist, werden seiner Zett ebenfalls gekündigt werden, damit Frankteich am 1. Jan. 1880 neue, von den Kammern genehmigte Zoll- verträge in Kraft treten lassen kann. — 6. Jan. Der Bey von Tunis, welcher Frankreich einen Beweis seiner versöbnlichen und freundschaftlichen Gesinnungen geben will, bat einen böheren Beamten des Ministeriums der auswärtigen Angelegenheiten beauftragt, nach Paris zu geben, um die Differenz bezüglich der Affaire Sancy beizulegen. Die französische 2 „ ——— 22 diesen Schritt des Bey nicht für geeignet erachtet, hat der tunesischen Regierung eine Drohnote zustellen lassen, worin sofortige Ent⸗ schuldigungen gegenüber dem französischen Consul, Absetzung der schuldigen Beamten und eine Unter suchung über den Streit zwischen der tunesischen Behörde und dem Grafen Sancy verlangt wird. Dänemark. Kopenbagen. Der Kriegs- und Marineminister General Dreyer hat seine Entlassung genommen, und ist General Kauffmann zum Kriegsminister und der seitherige General- Direktor des Marine Ministeriums, Ravn, zum Marineminister ernannt worden. Großbritannien. London.„Times“ ersabren über die brabsichligte Grenzregulirung gegen Afghbanißtan: Pisheen, das Kurumthal und die westliche Seite des Kbyber⸗Flusses sollten annectirt werden, ausgenommen die Gebietstheile zwischen Pisbeen und Peiwar, sowie zwischen Peiwar und Jellalabad. Die diese Districte be⸗ wohnenden Stämme sollten unabhängig bleiben, aber unter den befteundeten Einfluß Englands gebracht werden. Es sei möglich, daß dieses Resultat ohne weiteres Vordringen der englischen Colonnen erzielt werde.„Daily Telegraph“ be; richtet aus Jellalabad: Jakub Khan bereite sich zur Flucht vor, wahrscheinlich nach Herat. Die Truppen in Kabul seien zügellos und drohe ein Volksaufstand. — 6. Jan. Der Stamm der Mabsuavaziris fiel in das britische Gebiet ein und plünderte den Ort Tank, welcher darauf niedergebrannt wurde; sodann zogen sich die Mahsuavaziris auf einen Berg zurück. Cavalerie verfolgte dieselben und schnitt einen Theil von ihnen ab. Nach Dera, Ismail Khan und Bannu sind Verstärkungen ab- gegangen, um eine Wiederholung des Einfalls zu verhindern, da Mollahs aus Kabul die Bevölkerung Regierung, da sie 8 —U—ñ— aufreizen. Spanien. Madrid, 5. Jan. In Feres wurde eine Gesellschaft von 7 Internationalisten verhaftet und wichtige Papiere mit Beschlag belegt. — 6. Jan. Das Journal„Epoca“ außert, eine Heirath des Königs Alfons mit der Prinzessin von Belgien würde die Zustimmung der Nation finden. Italien. Rom, 6. Jan. Der Papst be ⸗ fahl den Verkauf des letzten päpstlichen Kriegs- schiffs„Immacolcta concepcione“ in Toulouse. Die Mannschaft wird pensionirt. — Die„Nazione“ meldet, der Vatican habe den Antrag des ungarischen Bischofs Stroßmayer, seine kirchliche Jurisdiction auch über Basnien auszudehnen, abgelebnt, so daß dieselbe also, falls diese Nachricht sich bestätigen sollte, der hitsigen Propaganda verbleiben würde.— Die liberale italienische Presse bringt die vollkommen unglaub⸗ würdige Behauptung, der letzte Brief des Papstes an den vormaligen Erzbischof Dr. Melchers sei nach vorheriger Verständigung mit dem Fürsten Bismarck geschrieben. Außerdem bestätigt die vatikanische„Unita Cattolica“ in einer Mittheilung, daß eine Aussöhnung des Vatikans mit der deutschen Regierung sehr wohl möglich sei, ohne daß der preußische Cultusminister Falk deshalb seine Entlassung nachzusuchen brauche. Türkei. Constantinopel, 6. Januar. Der Sultan gestattete Sapset Pascha auf dessen wiederholtes Ersuchen, seine Abreise nach Paris zu verschieben und in Constautinopel zu verbleiben. Man hält es für nicht ganz unwahrscheinlich, daß ein anderer Botschafter für Paris ernannt werde. Es verlautet hier, die Montenegriner würden, ohne die Ankunft der türkischen Commissäre in Skutari abzuwarten, Podgorizza gewaltsam in Besitz nehmen; die Pforte sei entschlossen, ihre Truppen und Behörden aus Podgortzza zurückzu- ziehen, falls die Vermittlung ihrer Commissäre erfolglos bleiben sollte. Gerüchtweise verlautet, Rußland wolle die Räumung Rumeliens bis zur Regelung der Angelegenheit betreffs Podgorizza verzögern.— Suleiman Pascha wurde zu lebens ⸗ länglicher Verbannung und zur Degradation ver— urtheilt. Nußland. Petersburg. Die Londoner Nachricht, daß der Emir von Afghanistan den —..—— Schutz Rußlands nachgesucht habe, findet hier an unter richteter Stelle keinen Glauben. Ebensowenig liegen Nachrichten vor, welche darauf schließen lassen, daß der Emir sich auf russisches Gebiet begeben wolle. Aus Stadt und Land. Friedberg. Vom Bamberg lesen wir, daß daselbst schon mehrmals Trichinen gefunden wurden und dürfte eine obligatorische Trichinenschau auch bei uns nöthig wer⸗ den, da wie wir höten, in letzter Zeit Schweine aus Baiern von hiesigen sowohl, als auch Metzgern aus der Umgegend, bezogen wurden. So wurde in Bamberg am 25. Dezember v. J. abermals ein einjähriges Schwein als ungemein stark frichinzs befunden, nunmehr das siebente teichmnöse Schwein seit dem 16. August v. J. Nachdem kürzlich auch im Schlachthause zu Hof ein Schwein geschlachtet worden, welches duich und durch lrichinös war und dieses Schwein seit circa neun Monaten das dritte doriselbst trichinös besundene ist und die über diese Frage vernommenen Sachverständigen sowobl, als auch die Aeizte⸗ kammern, insbesondere die oberfränkische, die Einführung der obligatorischen Trichinenschau empfoblen haben, sollen nunmehr nach Mag istratob schluß ortspolizeiliche Vor; schristen über die obligatorische Trichinenschau für sämmt⸗ liche dortselbst geschlachtete Schweine und das eingebrachte Schweinefleisch, sowie für Speck und Wursiwaaren erlassen und die hierzu nöshige Annalt eingerichtet werden. Gießen, 6. Januar. Der Schwurgerichtshof ver- urtheilte beute den J. Kulsch von Ebsdorf wegen Dieb stayls in eine Zuchthausstrase von 2 Jahr, und den Fr. Langenbahn von Eisenberg wegen gleichen Verbrechens in eine Zuchthaussütrafe von 2½¼ Jahr. Mainz 6. Jan. Gestern Nachmitiag sprang ein Soldat des 88. Inf. Regiments in den Rdein; als man den Mann nach vieler Mühe endlich auffischte, war es bereits eine Leiche. Offenbach. Die Offenbacher Schiffbrücke ist am 5 Januar wegen Hochwassers abgefahren worden. Darmstadt. Die bedauerliche Tragödie in Langen al dadurch ihren Abschluß erlangt, daß Assessor Amend, der seine schwer leidende grau, um sie von den Schmerzen zu erlösen, geiödiet halte, in die Itrenanstalt Heppenheim verbracht werden mußte. Worms, 6. Im. Leider ist gestern Abend auch dei Schlosser Wilh. Großbans aus Frankenthal in Folge der im 2. d. bei der Kesselexplosion in der Baruch und Schöuseld'schen Dampfaühle erbalienen schweren Ver letzungen gestorben. Es ist dies das dritte und hoffentlich letzte Opfer, welches diese beklagenswerithe Katastsopde koltle. Das Befinden der drei übrigen im Hospftase befi dlichen Verletzlen ist elwas besser. Allerlei. Usingen. In Brandoberndorf ist unter dem Rind— vieh die Lungenseuche ausgebrochen. Langenselbold. Hur kam der jedenfalls außer— ordentlich seltene Fall vor, daß eine Frau Zwillinge gebar deren Geburtstage in Stunde, Tag, Mona und Jahr verschieden sind. Das eine Kind kam nämlich in der Neujahrsnacht vor, das andere nach 12 Uhr zur Welt. München. Unter der Mannschaft einiger Abibeilungen der hiesigen Garnison ist die Diphterie in epidemischer Weise aufgetreten; von 21 rasch hinter einander erkrankten Soldaten ist einer der Krankheit schon nach 2 Tigen er; legen. Von den Militärbeböcden wurden sofort Maßregeln getroffen, um det Weiter verbreitung entgegenzutreten. Astrachan. Bald nach der Rückkehr der Kosaken aus der astatischen Türkei enistand in dem jenotaj wschen Bezirk des Gouvernements Astr chan eine Epidemie welche von den Aerzten als Pest erkannt wurde. Ehe man Quarantaine-Maßnabmen ergreifen konnte, verbreitete sich die Pest auf mehrere Dörser. Der Gouverneur von Astrachan schritt energisch mit Einführung det strengsten Quarantaine ein. Den eingelaufenen Nachrichten zufolge ist die Sachlage eine schreckliche und die Sterblichkeit sehr groß. Zum Zwecke der Quarantaine-Maßnahmen wurden Truppen und Aerzte nach Astrachan beordert. Mühlyausen(im Elsaß). Dieser Tage ist bier ein Bruder des berüchtigten Troppmann,(der im Jahre 1869 zu Pantin vor Paris eine aus 6 Gliedern bestehende Familie ermordete, deren Oberhaup! er bereits vorber hier im Elsaß umgebracht hatie, um sich in den Besitz des Eigen; thums derselben setzen zu können,) gesänglich eingezogen worden; er betrieb nämlich Falschmünzerei. Bulr, 3. Jan. Mehrfache glaubwürdige Angaben lauten dahin, daß heute Morgen etwa 3½ bis 3½ Uhr wieder ein kurzer, aber kräsuiger Erdstoß stan halte, welcher eine Secunde dauerte, die Richtung von Süden nach Norden hatte und ein donne rastiges Getöse verursachte— Das Herbergswesen. Von Wilhelm Schettler. Wenn wir den Namen„Herbergswesen“ ver— nehmen, so werden viele Erinnerungen in uns wachgerufen, die uns in eine vergangene Zeit zu— rückversetzen, mit der wir auf dem Wege der Gesetz gebung abgeschlossen haben; zugleich entrollt aber auch das Wort„Heibergswesen“ eine An— zahl Thatsachen vor unseren Augen, die sich täg lich um uns und neben uns in der menschlichen Gesellschaft immece und immer wieder abspielen. Thatsachen, die einem für die Menschheit wohl- denkenden Herzen den Gedanken aufdrängen,„liegt bier nicht ein großer Krebsschaden unserer ge sammten Kulturentwickelung? Ist nicht hier und da die Herberge eine Büchse der Pandora, eine Brutstätte vieler Gebrechen unserer Zeit?“„Aber“, werden die geehrten Leser sagen,„siud nicht die Herbergen wohlthuende und nothwendige Ein; richtungen, die schon vor Jahrzehnten segensreich wirkten?“ Gewiß! Das Herbergswesen und die Einrichtung der Herbergen stammt aus der Zeit des Innungs- und Zunftwesens. Es wurde bedingt durch die Bestimmung des Wanderzwanges und hat zu jener Zeit für die Entwickelung des ganzen Handwerkerstandes sehr segensreich gewirkt. Nach überstaudener Lehrzeit mußte der junge Handwerker auf die Wanderschaft, um sich in anderen Werk⸗ stätten in seinem Berufe weiter auszubilden, und konnte sich nur nach mehrjähriger Wanderschaft selbständig machen.— Ein Sträuschen am Hut und den Stab in der Hand— reiste er von Ort zu Ort und kehrte Abends in der Herberge seiner Innung ein, die er als seine Heimath in der Ferne betrachtete. Denn hier versammelten sich die Gesellen der betreffenden Stadt beim Glase Bier, um den Wanderer zu begrüßen, den Er⸗ zählungen seiner Erfahrung zu lauschen und ihm mit einem Wandertrunke für seine Strapazen zu enischädigen. In dieser geselligen Gruppe erschien auch der Meister, um aus der Mitte der Zu- gereisten die Arbeiter für seine Werkstatt zu wählen. Viele Innungen bezahlten das Nachtlager für die Reisenden oder gewährten ihnen freie Beköstigung und verabschiedeten dieselben mit Empfehlungen für die nächste Stadt. Wurde der Reisende krank und konnte seine Wanderung nicht fortsetzen, so blieb er auf der Herberge, wo er eine freundliche Pflege genoß, deren Kosten aus der Innungs⸗ oder der Gesellenkasse gedeckt wurden. Unlautere Elemente wurden von selbst durch die Innungs⸗ mitglieder und durch die Ehrenhaftiskeit der Wanderer gemaßregelt und ausgeschlossen. So hatte das Wander- und Herbergswesen jener Zeit in der That den poetischen Hauch, den wir in so vielen Liedern und Gesängen ver⸗ herrlicht finden: denn der Wanderer wanderte wirklich, um sich für seine spätere Selbständigkeit auszubilden und tüchtig zu machen. Doch mit der Poesie ging auch das Edle dieser Einrichtungen immer mehr verloren, je mehr die Zeit an dem Gebäude des festgegliederten Innungswesens rüttelte und mit der Einführung der Gewerbefteiheit und der Freizügigkeit wurde das Herbergswesen in der oben dargelegten Form vollständig begraben. Denn nachdem die erwähnten neuen Gesetzesbestimmungen den gesammten Handwerkerstand von dem lästigen Ballaste der Innungen und Zünfte und von dem Wanderzwange befreiten, börte auch das Wandern in der bisherigen Weise ziemlich auf und die Handwerksherbergen hörten als solche auf zu existiren. Waren die Herbergen bisher Institute der Innungen oder standen dieselben wenigstens unter der Aufsicht derselben, so verwandelten sich die Herbergen nun in Privatherbergen, wo der Inhaber derselben das Beherbergungsrecht als seinen Erwerbszweig betrachtet. Wenn auch bier und da die Herbergen die Namen der einen oder anderen Innung beibehalten haben, so sind sie doch jetzt jedem anderen Handwerker zugänglich und treten in Folge dessen vollstäudig in die Reihe der concessionsberechtigten Gasthäuser. Ja, sie nehmen unter diesen die niedrigste Stufe ein und können mit Fug und Recht der Mehrzahl nach als Winkelkneipen oder als Spelunken bezeichnet werden.— Anstalten, wie man sie an einzelnen Orten trifft, die ihre Entstehung und Einrichtungen den Mildthätigkeits- und religtösen Vereinen ver danken und von denselben unterhalten werden, die die Wandernden auch unentgeltlich beberbergen, sind ja von selbst ausgeschlossen.— In den so— genannten Handwerksberbergen findet man in der Gegenwart unter den Einkehrenden we nigstens 60% Bummler und Vagabonden, die hier nicht wie früher nach Arbeit fragen, solche auch gar nicht mögen, sondern nur ihre erfochtene Baar schaft in Flüssigkeit umsetzen oder sie an ihre Zechbrüder und nicht selten an den Herbergsvater, 1 S ö — — 2 2 — 1 wenn man den Wirth so nen So wird jetzt der Aufenthalt auf den Herbergen i ausgefüllt, die nicht eber verlassen werden, bis so muß man doch immer bekennen, daß das Her- der letzte Pfennig von dem Ertrage des vorigen bergswesen in der jetzigen Gestalt einer gründ- Tages in die Tasche des Wirthes geflossen ist, der übrigens oftmals mit seinen Gästen Mitleid fühlt bierzu die Betbeiligung von allen Seiten dringend und ihnen die geschenkten Sachen, wie Kleider, nöthig ist. Stiefel u. s. w. für billiges abkauft oder ihnen samkeit Vieler auf das Herbergswesen lenken, so nennt, hat der Schreiber derselben seinen Zweck erreicht. Straßen, Gassen und Hausnummern Und wenn diese Zeilen die Aufmerk— bei deren Bewohnern sie erfolgreich vorsprechen können.— Die geehrten Leser werden sich sagen, dies ist viel zu schwarz gesehen; so geht es in keiner sumvereine bielt am 27. Dezember vorigen Jabres zu Herberge zu; da sorgt schon die Polizei dafür. Ja, die Polizei würde es wohl thun, wenn sie könnte. Mit der Einführung der Gewerbefreiheit und der Freizügigkeit ist die Aufhebung des Paß zwanges Hand in Hand gegangen. Wegfall der Wander und Arbeitsbücher ist der Polizei alle Kontrole aus den Händen genommen und dem Vagabondiren nach jeder Seite bin Thor und Thüre geöffnet worden. Irgend ein Schein von einer früher einmal innegehabten Stellung, auf welchem nicht selten der Datum fehlt, ist oftmals der einzige Ausweis der Reisen⸗ den, wenn diese überhaupt ein Papier bei sich führen. Wenn man für diese Thalsachen auf jedem Polizeiamte Bestätigung genug finden kann, so ist das Colorit obiger Schilderung sicher nicht zu schwarz gehalten. Denn die jetzigen Herbergen sind nicht mehr die Plätze der geselligen Zu sammenkünfte der Gesellen und Meister, sondern es sind gering geschätzte Schanklokale, wo sich der im Orte wohnende Handwerker scheut hinzugehen und sich dort aufzuhalten, wo auch der reisende Handwerker, der nicht blos derausgeht, um zu bummeln, sondern um etwas zu lernen, der Nichts gemein hat mit dem sogenannten„Reisenden,“ nicht übernachtet, wenn ibn nicht die allzu große Ebbe in seiner Börse dazu zwingt, sondern sich lieber ein Unterkommen in einem Gasthofe sucht. Leider muß aber auch oftmals der noch ehrliche Handwerksbursche seine Zuflucht in eine jener Herbergen nehmen, da er gerade in der Jetztzeit oftmals lang vergebens nach Arbeit laufen und fragen muß und wohl bier und da die stüder üblichen Handwerksgeschenke sehr spärlich oder gar nicht meht in seine Tasche fließen. führungen ist nun der noch unvertorbene Hand⸗ werker hier ausgesetzt und preisgegeben? Wenn die noch wirklichen Handwerksburschen ia einem Durchschnittsalter von 24—30 Jobren steden und demnach schon elwas charakter sester sind, so ist doch auch dier der alte Spruch nur zu wabr: „Böse Beispiele verderben gute Sitten“ oder wer unter den Wölsen ist, muß mit ihnen heulen.“ Und sollte der Hand werksbursche auch sittlich unbeschadet diesen Herberge verkehr verlassen, so ist aber doch vielmals seinem körperlichen Wohlbe— finden durch Anhaften von Krankheiten oder Un- reinlichkeit sehr geschadet. Ja, kommt der Reisende einmal in die Lage, vollständig vom Gelde ent- blößt zu sein, so findet er auch in den Herbergen keine Aufnahme und muß als Obtdachloser der Polizei in die Hände fallen.— Haben wir bier nicht einen Krebsschaden, der an unseren Kulturzuständen verheerend nagt? Thut bier Abhülfe nicht dringend noth! Gewiß, es muß hier etwas geschehen.— Fragen wir aber,„was ist hier zu thun,“ so glaube ich, wir finden in den früheren Einrichtungen viele Winke, die uns Mittel und Wege zur Abhülfe dieser Uebelstände an die Hand geben. Nicht, daß ich dem alten Zunftwesen oder dem Paßzwange das Wort reden will, oder die Wohlthaten der Ge— werbefreihtit und der Freizügigkeit unterschätze, sondern ich glaube die Art und Weise, wie sich die Innungen der Reisenden annahmen, müßten sreien Vereinigungen der Danzwerker ein leuchten- des Vorbild sein.— Wenn auch rühmlichst her- vorzuheben ist, daß schon einzelne Vereine diesem Beispiele gefolgt sind und sich des Herbergswesens angenommen baben, wie z. B. der Arbeiterverein in Chemnitz durch Errichtung der Centralherberge; wenn auch die Opferwilligkeit einzelner Personen im höchsten Grade anerkannt werben muß, die Der Friedberger Consumverein und der„Verband“. Durch den werden müssen ohne Vermittelung des Verbandes ankausen, materiellen Nutzen gebracht hat. Welchen Ver- Landwirtbe und Beamte aus (Eingesandt.⸗) Der Verband det bessiscen landwirthschaslichen Con— Darmstadt eine Delegirten-Versammlung ab. Aus der Tagesordnung beben wir lediglich folgenden Antrag ber vor, welcher dem§. 15 des Statuts hinzugefügt werden soll:„Vereine, welche solche Waaren, die nach Beschluß det Delegirten-Versammlung durch den Verband bezogen haben einen von dem Verbandeausschusse zu bestimmen⸗ den Beitrag zu den Verbandekosten zu leiten.“ Wie man daraus ersiebt, bandelt es sich bierbei wesenilich darum, die von Jahr zu Jabr sich sieigernden Verbandsunkosten zu decken, weiche sich, ieren wic nicht, auf mehr als 11,000 Mark füc das abgelaufene Jabr beziffern. Es nispann sich bierüber eine lebhafte Debatte, an welcher sich insbesondete der Director des Friedberger Vereins be— beiligte. Derselbe legte die Stellung des Friedberger Beteins klar dar, zeigte insbesondere die Unmög ichleit für den Verein, sich an den gemeinsamen Waareneinkäufen zu betheiligen, da die Ankäufe des Verbandes außer Koblen in Artikeln beständen, von welchen von dem Friedberger Verein nur in seltenen Fällen Gebrauch gemacht werden könnte. Alle Vorstellungen balsen Nichts, der Auttag wurde gegen 8 Summen angenommen. Doch mit des Geschickes Mächien ist kein ewiger Bund zu flachen und das Schicksal schreitet schnell. Bereits am 30. Dezember soll der Vorstand des Friedberger Vereine seinen Aus- tit aus dem Verband beichlossen baben und zwar ledig⸗ lich des Kostenpunkies wegen, indem es diesem Verein untet Umständen sonst einen Beitrag zu den Vervands⸗ könen von weit über 1000 Mark pio Jahr getragen gaben würde, während der Verband eit Jahren keinen Die Verwaltungekosten des Friedberger Vereins bewegen sich in mäßigen Grenzen. o daß der Wablipreuch dees Vereins„so gut und so billig wie möglich“ in Wabrbeit auftecht erbalten werden kann, wenn genannte Verdbandekosten nicht hinzu kommen. Die Geschäftsführung dieses Vereins ist ane üreng geregelte, welche namentlich durch die Conttole eines Rechnungsbeamten scharf überwacht werd. Diese Vortbeile des Friedberger Vereins baben sich auch bereits Geltung verschafft und es sind demselben auf Antegung des landwirtoschaftlichen Bezirksdereins Büdingen am 1. Januar dieses Jabres bereits 41 der an jesehensten dem Kleie Büdingen beige treten. Die Organisation für diese Ausdebnung ist bereits im Gange, küchtige Agenten sind bestellt und wird dem rastlos arbeitenden Vorstand des Friedberger Vereins der Ersolg nicht seblen, zumal dem Verein bereits ein Reserve⸗ (senes von 5000 Mark zur Seite stebt. Möch ien sich daber die Landwulbe recht zahrreich um diesen Verein schaten und demselben einzeln oder durch Bildung von Ortsvereinen beilteten, zumal dadurch den sich dildenden Vereinen nicht die geringsten Kosten dem Friedberger Verein gegenüber erwachsen. Mit der Redactton einer gediegenen landwirthschaftlichen Zelischrift ist det Vorfland in Unterbandlung getreten und wird auch nach der geistigen Richtung bin den Miigliedern Rechnung getragen werden. Der Friedberger Verein zählt augenblicklich 8⁵⁰ Mitglieder. S. 1697 Nr. 21 72, S. 2066 Nr. 34, S. 2386 Nr. 2 à fl. 1000. S. 504 Nr. 31 7197, S. 1054 Nr. 84. S. 1697 Nr. 66, S. 1874 Nr. 43, S. 2386 Nr. 30 37 78, S. 2626 Nr. 12 87, S. 2915 Nr. 74 à fl. 400. Auf alle übrigen in vorstehenden Serten enthaltenen und bier nicht aufgeführten Nummern entfällt der geringste Gewinn von fl. 130 Malländer Fre. 45.⸗Loose von 1861. Ziebung vom 2. Januar 1879. Sewe 5667 Nr. 20 Fries. 70,000. S. 4390 Nr. 20, S. 5901 Nr. 24 à Frcs. 1000 Handel und Wertehr. Friedberg, 7. Jan. Waizen M. 17.50, Korn M. 14.— 15.50, Gerste M. 14., Hafer M. 12— 12.25. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund. Friedberg, 8 Jan. Wochenmarkt. Butter kostete ver Pfd. 70-80 Pf., Eier per Stück 7—8 Pf. Gießen, 7. Jan. Wochenmarkt. Butter per Pfp. 70—85 Pf., Eier per Stück 6—7 Pf., Kcäse ver Stück 5—9 Pf., Tauben das Paar 60 Pf, Hühner ver Stück M. 1.10, Habhnen per Stück M. 1.40, Enten per Stück M. 1.80, Kartoffeln per 100 Kilo M. 6., Zwiebeln per Centner M. 8., Ochsenfleisch 7072 Pf per Pfd., Kuh⸗ und Rindfleisch 56—60 Pf., Schweinefleisch 58— 60 Pf., Kalbfleisch 56 60 Pf., Hammelfleisch 60 70 Pf. Grünberg, 4 Jan. Auf beutigem Wochenmarkte kostete der Centner Weizen M. 9 22, Korn M 7.45, Gerste M. 6.50, Hafer M. 5.58, Erbsen M. 8.50. Frankfurt, 6. Jan. Der heutige Viehmarkt war ziemlich gut befahren. Angetrieben waren ca. 390 Ochsen, 200 Kübe, 230 Kälber und 400 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. M. 68.— 70., 2. Qual. N. 63.— 65., Kübe 1. Qual. M. 60.— 62., 2. Qual. M. 54.—58., Kälber 1. Qua. M. 62.— 64, 2 Quol. M. 58.—60., Hämmel 1. Qual. M. 62.— 64., 2. Qual. M. 54.— 56. Frankfurt, 6. Jan. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 39., Nr 2 M. 35. Nr. 3 M. 31., Nr. 4 M. 27., Nr. 5 M. 21. Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 22 do. 2.(Berliner Marke) M. 19. Watzen effectiv bies., ab Bahnhof hier M 19., ab unserer Umgegend M. 18.25— 50, do. fremder je nach Qual. M. 18.— 19, Roggen je nach Qual. M. 13.— 15., Gerste M. 15.— 17 50, Hafer M 12 5014 Koblsamen M. 27.— 28., Erbser M. 19.— 23, Wicken M. 15.— 16., Linsen M. 17.— 23, Rüböl. detail, M. 58 Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfd. Zollgewicht= 100 Kilo. Wir machen darauf aufmerksam, daß die Noten nachstehender Banken außer Cours gesetzt find: Anhalt⸗ Dessauische Landesbank, baierische Hypotheken- und Wechselbank, Bremer Bank(à 20 Mark), communalstän⸗ dische Bank für die preußische Oberlausitz, Geraer Bank, Gotbaer Privatbank, Leipziger Bank, Leipzig⸗Diesdenet Eisenbahn Compagnie, Lübecker Privatbank, niederschle⸗ sische Bank zu Bückeburg, preußische Bank(100 Mark) ritterschaftliche Privatbank in Pommern, Rostocker Bank, Weimarische Bank Db. Frankfurt a. M., 7. Jan. 1879. Die Söche verkebrie beute am eigentlichen Spukulanonemarkt in aus⸗ gesprochener Lustlosi keit und scheint das Animo der Vor⸗ lage, da weitere anregende Momente seblten und auch üder die Beweggründe der Courssteigetung keine Klarbeit hetrichte, wieder völlig erloschen zu sein. Auf den Nedengedieten, besonders abet in den internationalen Staatsfonds, war das Geschäst sorigesetzt recht lebbaft, wenn auch bier die seilbetigen Avancen nicht ganz behauptet werden konnen. Von bauplsächlichem Einfluß auf die Gesammibalzung wat das in Wien bervorttetende Realisationsdedürfniß. Die gegen Schluß einlausenden besseren Berliner Coutse sübrten wieder eine kleine Besesligung der Tendenz der seilenden Werthe berdei. Cr'ditacttien gestern Adend 200, bewegten sich zwischen 200 und 200%, Stagts⸗ vabnaclien gestern Abend 216¾, nahe 216¾— 218%. Von ausländischen Fonds duert. Goldtente und ungar⸗ Verloosungen. Goldrente matter. Ungarische Schatzbons fest. Destert. PVraunschwelger Thlr. 20. Loose von 1868. und ungar. Weride werden gegenwärtig vielsach von dem Gewinnziehung vom 31. Dee 1878 31. März 1879 Nr. 5 M. 15,000. Nr. 8 M. 3000. [S. 4579 Nr 12. [S. 5688 Nr. 50, S 8836 Nr. 8 S. G G C 6397 Nr. 1, S Nr. 2 8 W. 72. Gewinn von M. 66 Badische fl 35.⸗Loose von 1845. 190064 267102 fl. 1000. 4% ꝓ Oesterreichische fl. 1854 Serienziebung vom 2. Jan 1879. 1907 1938 1970 2030 2117 2218 2884 2936 3094 3124 3290 3302 3388 3411 3567 3878 3934 3955 3959 3994. 1. April 1879 statt. Stadt Wien fl. 100.⸗Loose von 1874 Serten- und Gewinnziebung vom 2. Jan. 1879. zahlung am 1. April 1879. Serien 1289 1697 1874 1923 2066 2192 2386 2626 2915 Gewinne: S. 2386 Nr. 55 fl. 200,000 S. 504 Nu. 68 fl. 50,000. S. 1054 Nr. 65 fl. 10,000. S. 679 Nr. 8, 7108 Nr. 35. Oeftert. Bahnen und Prioritäten den. 7* 5 0*— 5 9 9927 Nr. 4 29 u M. 300. S. 752 1%. Banken fill und theuwetse matter. Alle übrigen Nummern in den am 1. Nov. 1878 gezogenen Serien erhalten den geringsten 2 Ziedung a. vom 31. Pec 1878. Nr. 67146 90001 154631 160810] Kleinkinderschule bat der Vorstand, um die 312084 314128 338267 399459 KJ Güte der Redaction nicht allzusehr in Anspruch 250.⸗Loose von Seine 397 ü 514 1095 1204 1323 1389 14221593 1654 1673 1786] Anzeigen, für die 186 2514 2684 2765 Saales unter äußerst billigen Bedingungen, für Die Gewinnziehung findet am 0 N 0 Heimzah ung am Privaspubl kum gekauft, dagegen amerikanische Stants⸗ Serie 490 Nr. 20 M 48 000. S 1883 papiere von demselben an den Markt gebracht. 8836 Nr. 10 M. 7200. S. 3158 Russen fest. 572 Nr. 9. S. 3593 Nr. 31, ubel verzinelich, soll demnächst au der diestden Boͤrse zur 4685 Nr. 43, S. 4962 Nr. 28, Einführung gelangen. 18 Ter Die boo russische Orientanleibe, in Papiet⸗ Von Loosen 18606 ½0% wiedris ex. Goitbard stiegen Wechsel sest. Nr. 18, S. 1043 Nr. 12, S. 4127 Nr. 2, S. 4433 Piivatdisconto 38/0%/. Nr. 19 S. 4448 Nr. 33, S. 4804 Nr. 26, S. 4962 Nr. 10, S 5002 Nr. 1, S. 6951 Nr. 37, S. 8438 9 Danksagung. Die früher in diesem Blatte übliche Danksagung bezüglich der Christbeschteerung der diesigen zu nehmen, in den letzten Jahren untetlassen und den Dank für die unentgeltliche Aufnahme unseter freundliche Ucberlassung des die mannigfachen gütigen Gaben zur Bescheerung, sowie für dit gefällige freiwillige Hülfe bei dieser selber nur mündlich ausgesprochen. In diesem an. 1879. Heim.] Jabre jedoch geziemt es sich, auch noch bier im Nr. 504 679 10540 Oberb. Anzeiger bervorzubeben, daß Frau Ledrer [Ramspeck, welche nach mebr als 16säbrigem Wirken an unserer Kleinkinderschule diese Stellung leider wegen angegriffener Gesundheit hat auf. geben müssen, ihr überaus mübevolles und für das Wohl zahlreicher Familien wichtiges Amt mit sehr viel Begabung, Eifer und Tüchtig- keit verwaltet hat. Dafür gebührt ihr volle Anerkennung und wärmster Dank. Ihrer bereits erprobten Nachfolgerin wünschen wir eine gleich gesegnete Wirksamkeit. Der Vorstand der Friedberger Kleinkinderschule. biet 15 due 157 Herr Johann Maria Farina a anuar. 75 7 2* Frankfurt am. 8 gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln 20 Frankenstücke M. 3 9 hat uns den Debit des Enalische Sovereign gs 38— 7 72 2121 1 walssen Fweole„ 5 0 allein ächten Cölnischen Wassers Ducaten„o 9 54—59 übertragen und empfehlen wir dasselbe Ducaten al mare„ 9 58—63 per Glas u M. 1.50 Dollars in Gold. 4 5 4 17 20 ½ Dutzend 5 7 8 50, N 7 k u 0 billigst bel„ Dutzend„„ Hicrjaden ll erho cn 4. Friedrich. Die Expedition des Anzeigers. 2 5 5 Holzversteigerung. 92 Montag den 13. Januar d. J, Vormittags 10 Uhr, kommen in dem zu dem Familieneigenthum des Groß— herzoglichen Hauses gehörigen, bei Ober- Rosbach ge— legenen Distrikt„Kellerberg“, Schlag XV: 4800 Stück Ausjätungs⸗ Wellen, wovon der größte Theil sich sehr vorzüglich zu Besenreisern eignet, zur Versteigerung. Ober⸗ Rosbach den 4. Januar 1879. Großherzogliche Oberförsterei Ober-Rosbach. track. Fünfundzwanzig Predigten Friedberg. für seine Eltern, Verwandte und Freunde von J. G. Diegel, Dr. theol., Professor am Predigerseminar und Pfarrer zu Friedberg. Zweite Auflage. Preis: M. 2. 60 Pf. Verlag von Carl Bindernagel. S 7* Urtheil. 50 In Untersuchungssachen gegen Karl Friedrich Weitzel von Bönstadt und Heinrich Schaubach von da, wegen Beleidigung, wird nach geführter Untersuchung, gesetz— lichem, dem Heinrich Schaubach gemachten Schluß— vorhalt und Verzicht desselben auf Führung schriftlicher Vertheidigung, in Erwägung ꝛc. ꝛc. hiermit zu Recht erkannt: 1) Friedrich Karl Weitzel, Ortsbürger und Land— wirth zu Bönstadt, wird von der gegen ihn er— bobenen Anklage der Beleidigung freigesprochen. Ankläger Heinrich Schaubach, Ortsbürger und Landwirth zu Bönstadt, 35 Jahre alt, verheirathet, evangelisch, wird wegen Beleidigung des Friedrich Karl Weitzel von Bönstadt zu einer Geldstrafe von fünfzehn Mark eventuell zu einer dreitägigen Hafistrafe und zur Tragung der Untersuchungs⸗ kosten verurtheilt. 3) Dem Friedrich Karl Weitzel steht binnen 14 Tagen, vom Tage der Rechtskraft des Ur— theils an gerechnet, die Befugniß zu, den ent— 14 bei mit dem neu 90 2) und 1 Karto trockene Rads werkholz bei scheidenden Theil des selben einmal im Fried berger Kreisblatt auf Kosten des Schuldigen zu veröffentlichen. Echzell V. R. W. Ins. dem Beschuldigten. Altenstadt den 19. Dezember 1878. Großherzogliches Landgericht Altenstadt. a y. Bau⸗ und Werkholz⸗ er steigerun in der Fürstlichen Obersörsterei Lich. Dienstag den 14. Januar sollen in der Meilbach versteigert werden: 155 Eichenstämme von 15— 55 em Durchmesser und 3-14 m Länge, mit 94 ebm Inhalt und 1 Buchenstamm mit ½ ebm Inhalt. Zusammenkunft 51 98 Nr. 337. Morgeus 10 Uhr La bber dan, Spielkarten Zu verkaufen 1 leichter Wagen, 1 Vorder-, 1 Wende-, 1 Schaufel Bad-⸗ Nauheim. zch wohne Gensdarmen Häuser. Ein Zimmer zu vermiethen mit oder ohne Möbel Schuhmachergasse Ein junger Zuchteber, ein halb Jahr alt, ist zu verkaufen bei Johannes Dirlam in Kaichen. ö Wollent und seidene Halstücher beer den, Jtiedberger Cosino. 104 Samstag den 11. Januar, Abends: Bie r von Zephanias Fischer in Erlangen. Ein Fußsack 2. wurde vom Bahnhof bis zur Kaiserstraße verloren. Der en Stempel sind zu haben bei redliche Finder wird gebeten, denselben gegen eine Be— Ph. Dan. Kümmich. lohnung an die Exped. d. Anz. abzugeben. 115 82 Das Einlagebuch Nr. 2600 unserer Spar⸗Kasse, auf den Namen Marie Becker in Friedberg lautend, ist laut Anzeige verloren worden. Wir verfahren nach§ 9 der Bedingungen, wenn ffelpflug, 1 Egge, sowie mehrere Hundert binnen 3 e D 2 d peichen und sonst noch verschledenes Wagner nnen eonaten kein anderweitiger Anspruch darauf gemacht wird.. 5 Vorschuß⸗ und Credit⸗Verein (eingetragene Genossenschaft) Friedberg. den 1. Januar 1879. Dr. med. Buehhold, 1 sehr schöne euglische Eber, pract. Arzt. 4 Monate alt, stehen zu verkaufen bei 5 105 G. W. Schmid in Reichelsheim. 55 5 Cin Dienstmädchen des naher. gesucht. Von wem? sagt die 8 Ein braves Diensimädchen —— siucht zum Peterstog Dr. Tobisch. 1 114 Für eine Stelle nach Darmstadt wird ein braves Wilhelm Fertsch. f ö 0 per Pfund 32 Pfennig, ö F. Venitz 1. seit heute in dem neuerbauten Hause des ö 13 Mädchen gesucht, das schon gedient und gute Zeugnisse aufzu— weisen hat. Näheres zu erfragen bei Frau Advokat Jöckel. mobellager auf der Hattenröder Chaussee, eine Stunde von hier. 121 in verschiedenen Größen, für Herren und Damen, Lich den 4. Januar 1879. äußerst billig bei K. Friedrich neben der Post. 50 ö 5 8——— 1 Forstrath. 1 7 ö—. 1 1 N f 8 5 Kalender pro 1879. von J. Pfeffer, Hof- Möbelschreiner 11 Versteigerungs⸗ Anzeige. Familienkalender M̃ 50 Pf in Friedberg nächst dem Bahnhofe. 1 eitag den 10. Januar, Nachmittags 2 Uhr, soll 8 F 70 1 123 7 5 985 und Stelle 0 der Kirchgasse 1 1 7 5 dem] Deutscher Reichsbote ee, Große Auswahl 1 Hause des Heinrich Volp und der Johann Büttner Hi 9 2 in allen feineren und gewöhnlichen Sorten Mö N Erben, das abgebrochene Holzwerk, Thüren und Fenster, Lahrer Hinkende Bote 10 40 1. B.: Seeretäre, Sopha, e Ghee 1 Ziegel, Latten u. dgl. öffentlich an den Meisibietenden Daheimkalender„ 1. 50„ Clavierstühle, Sessel, Commode, Pfeiler Schränke, 1 versteigert werden. Spinnstube 1. 30 Silber- und Glasschränke, Nähtische, Waschtische mit 1 Friedberg den 7. Januar 1879.. i„ Marmoraufsatz, französische und deutsche Bettladen 1 Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Einsiedlerkalender„— 40, Auszugtische, ovale und runde Tische, Spiegel, Kleider“ 0 107 Fouca r. Leske's Schreib⸗ und Ge⸗ und Küchenschränke, gewöhnliche Bettladen und Tische, i 98075 alle Sorten Stühle, von den feinsten bis zu den Bekanntmachun schäftskalender„ 1. 20, gewöhnlichsten, Fenstergalerien in den verschiedensten g. Landkalender— 20 Breiten, sowie die so sehr beliebten Rohrsessel und 5 110 Es wird hierdurch zur Kenntniß der Interessenten d f 9 N Blumentische verschiedenster Art. 1 gebracht, daß der Amtssitz der unterfertigten standes⸗* urchschossen„ 0 Ganze Salon⸗Einrichtungen können in kürzester 0 herrlichen Verwaltungsbehörde vom 1. d. Mts. ab nach Vorräthig bei Carl Bindernagel. Zeit nach Zeichnungen bestens ausgeführt werden. 1 Friedberg verlegt worden ist.— Billigste Preise, reellste Bedienung.* Die Gräfliche Rentkasse behält ihren Sitz nach wie 7..ã 1 vor in Ilbenstadt. Friedberg am 6. Januar 1879. Gräflich Alt⸗Leiningen⸗Westerburgische Rentkammer. Gier a u. 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