behaupien kann. Samstag den 8. Uovember. n 132. Sberhesischer Auzeger Wurd hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal per Woche und zwar Dienstags, Donnerstags und Samstags. Die einspaltige Petktzeile wird bei Annoneen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- over Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(sowelt Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Vetrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. ————— Amtlicher Theil. Betreffend: Die Volkszäblung vom 1. Dezember 1875. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Die Ihnen wieder zugehenden Controllisten der Zähler haben Sie sorgfältig aufzubewahren und zus weiteren Benutzung bereit zu halten. J. B. d. K.: Küchler, Krtis Assessor. Bekanntmachung. Friedberg den 5. November 1879. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntnsß gebracht, daß die beiden hiesigen Gerichtsvollzieher sich zu ihren dienstlichen Verrichtungen in die Orte des hiesigen Amtegerichtsbezirks wie folgt getheilt haben: . Herr Gerichte volzteher Born: Harheim, Massenheim, Ober ⸗Eschbach, Nieter-Eschbach, Dortelweil, Klein- Karben, Groß Karben, Burg- Gräfenrode, Büdesheim, Holzhausen, Ober Erlenbach, Nieder-Erlenbach. Herr Gerichte vollzieher Esselborn: Vilbel, Heldenbergen, Kalchen, Rendel, Kloppenheim, Petterweil, Rodheim, Okarben. Weiter wird noch bekannt gemacht, daß die Gerichtsschreiberei Montags und Samstags nur von 8 bis 10 Uhr Vormittags (an den übrigen Wochentagen von 2 dis 4 Uhr Nachmittags, wie dies früher schon bekannt gegeben worden ist) dem Publikum zugänglich ist. Großhberzogliches Amtsgericht Vilbel. Vilbel den 4. November 1879. Die Martini d. J. schuldigen Gefälle an Zeit-, Briefpacht⸗ und Steigbolzgeldern, sowie an tis zum 25. d. Mts. an den bestimmten Zahltagen Dienstags und Donnerstags, von 8 bis 12 und von 2 bi ersuchen die Großherzoglichen Bürgermeistereten dieses im Interesse ihrer Ortsangehörigen mit dem Bemerken bekannt machen zu lassen, die Mahnung erfolgt. Friedberg den 3. November 1879. Wegelin. Bekanntmachung. vdt. Weitzel. Beiträgen der Gemeinden zu den Forstdienerbesoldungen müssen s 5 Uhr an das unterzeichnete Rentamt bezahlt werden. Wir daß nach Ablauf obigen Termins Großherzogliches Rentamt Friedberg. Stolz. Aus Stadt und Land. -t- Friedberg. Der Verlauf des diesjährigen Pferde⸗ und Foblenmarktes hat den Beweis geliefert, daß letzterer für unsere Gegend schon zum Bedürfniß geworden ist, denn trotz der äußerst ungünstigen Winierung wurde gar nicht unbedeutend gehandelt. Wenn auch durch das an⸗ haltende Regenwetter die Oekonomen mit ibren selbst ge⸗ züchteten Fohlen sast ganz fehlten, so hatten doch die regel mäßig unseren Markt besuchenden Händler an Auftrieb don schönem Material es nicht fehlen lassen. In richtiger Beurtheilung der Verhälinisse hatten die Händler schon eine geringere Anzahl Pferde als sonst zu Markt gebracht, es wurde aber von diesen auch der größere Theil verkauft. Es wurden nach Angabe der Pferdehändler im Ganzen 78 Fohlen verkauft und zwar zu einem den Zeitwerhält⸗ nißen entspiechenden Preise. Wir find sogar überzeugt, daß wenn die Pferdehändler den Ortenberger Markt nicht in so naher Aus sicht gehabt und sie in Folge dessen die orderungen immer zu hoch gestellt hätten, noch mehr erkäufe abgeschlossen worden wären. Die Vetrloosungs⸗ commission hat trotzdem, daß eine große Anzahl von Loosen Als unverkauft aus der naheliegenden Provinz Hessen⸗ Nassau wieder zurückkam, weil die Concesstonserthellung don Seiten der Behörde über alle Maßen verschleppt worden und dadurch die Zeit zum Verkause zu kurz war, zur Aufrechthallung ihres guten Ruses die ganze im Vor⸗ anschlag vorgesehene Summe zur Ausespielung gebracht. Es waren 30 Stück prachtvolle Fohlen, und ebenso war die Ausslellung der todten Gegenstände eine schöne und vor allen Dingen eine dem Geldwer th enisprechende, was man bei anderen derartigen Verloosungen nicht immer Es wäre nur sehr zu wünschen, daß unsere Landwirthe in der Umgegend die Gelegenheit mehr benutzten, welche ihnen in den erstien Tagen nach der Ver⸗ sbosung gar oft geboten ift, den glücklichen Gewinnern, welche nicht in der Lage find die Fohlen für sich zu be⸗ halten, dlese für einen entsprechenden Preis abzunehmen. Das Comiis ist sie ts bemübt, solche Verkäufe gerne zu bermitteln, um auch auf diese Weise, dem eigentlichen Zwecke des Markles, der Hebung der Pferdezucht gerecht u werden. Eine Prämilrung der Fohlen konnte leider richt flaltfinden, da wohl 100 Mk. Seitens des Pferde. uchtvereins eingesandt waren, eine Instruktion aber über e Vertheilung von dem Vorstande des genannten Ver⸗ ins nicht eingetroffen und in Folge dessen das betreffende Ausschreiben an die Züchter nicht erlassen worden war. e. Friedberg, 4. November. Heute fand die erste Schöffengerlchtesitzung am hiesigen Amtogericht unter dem Gorsige des Gloßh. Ober Amforichters Sellheim statt. Nach einigen einleitenden Worten des Voisitzenden, womit namentlich die Schöffen auf ihre Funktionen hinwies und bervorbob, baß insbesondere die von jetzt an geltende Deffentlichkelt, Mündlichkeit und Unmittelbarkeit des Ver⸗ ahrens und das Princip der freien Beweiswürdigung dem saate und dem Volke eine größere Garantie für die Nichtigken ber zu erlassenden Enischeidungen geben werde, wurde zunächst zur Beeidigung der Schössen und sodann „ * zur Verhandlung der vorliegenden 9 Strassachen geschruten. Es wurden verschiedene Gesängniß- und Geldstrasen er; kannt und in einem Falle erfolgte Freisprechung. In der Die Untersuchung ergab vergiftet war, und wahrscheinlich als Lockvogel für Füchse den man in den letzten Tagen bestaftete, bereits gefolgt. daß der Vogel mit Stiychnin Dienflag 11. Nov. I. J. staufindenden Schöffengerichte⸗ batte benutzt werden sollen. sitzung werden nur zwel Fölle zur Aburtheilung kommen. Vorgestern traf unser— 8 10 5 daß der Feldhüter von Vallieres letzten Dienstag, Morgens Gestern fand der Ueberzug in das um 6 Ubr, in den Rebbügeln dieser Gemeinde drei Wölfe Pfarrhaus flatt und Abends brachte ihm der biesige Musik— s. Bad⸗ Nauheim, 7. Nov. ntuer Pfarrer, der seitberige Eymnasiallehrer Walz von Darmstadt hier ein. verein„Harmonie“ ein Ständchen, für welche Aufmerkaam W. Hungen. Nächsten Dienstag findet dabier im ung einer Sekundärbahn von und Nieder- Wöllstadt statt und sollen in dieser Versamm ung, sowie die beiden Kammern berathen und festgestellt außerdem aber auch die Vornahme weiter geeigneter Schritle bespiochen werden. Lauterbach. In dem benachbarten Eichenrod ist die Lungenseuche ausgebrochen und deßhalb Ortssperre an. geordnet worden. Allerlei. Rotenburg. in der hiesigen Umgegend einige Wilddiebe, welche die Wälder unsicher machten. Eine Abtheilung Gendarmen und einige Jäger, die sie verfolgten, wurden beim ersten Angriff von ca. 20 Schüssen empfangen, die jedoch glück⸗ licherweise alle ihr Ziel verfehlten. Die Wilddiebe sanden es sodann, obgleich in der Ueberzahl, gerathen, sich in den Wald zurückzuziehen, und ist es den Verfolgern auch nich! gelungen, ihrer habhaft zu werden, obgleich einer der Wild⸗ diebe durch eine Kugel getroffen worden war. Berlin. Eines ganz außergewöhnlichen Kindersegens darf sich ein biesiger Töpfermeister L. rühmen, dem in diesen Tagen von seiner vierundvserzig Jahre alten Frau nach 22jähriger Ehe bereits das einundzwanzigste Kind geboren wurde. Allerdings sind von dieser reichen Kinder- schaar nur 4 am Leben und zwar das fünste, das siebente, das sechszehnte und das einundzwanzigste. Als der Vater dessen Geburtesall auf dem betressenden Standesamt an— meldete und ihm im slatistischen Interesse die übliche Frage vorgelegt wurde, das wievielte Kind seiner Ehe das eben angemeldete sel, erwiederte er sehr vergnügt: Das will ich Junen sagen— aber lachen Sie auch nicht— es ist vorläufig bas einundzwanzigste. Aachen. Von einem gräßlichen Unglück wurde dieser Tage die in Eupen hochgeachtete Familie M. beimgesucht Zwei Töchter derselben, junge blühende Mädchen, verzehrten, wie das„Echo“ meldet, beim Abendessen gemeinschaftlich einen Krammetsvogel. Kurze Zeit nachher stürzten beide besinnungsles zusammen. Tem Arzte gelang es, die eine dem Leben zu erhalten, die andere ist ihrem Bräutigam, keit der Gefeierte sich mit einem Hoch auf Naubeim bedankte. falle 1 sa die S Fest 0 n der Stadt. Solmser⸗Hofe die erste Versammlung des zu Echzell am ee eee 8. v. Mis. ernannten Comilés für Betreibung der Erbau⸗“ der Slation Mücke der Oberhessischen Bahnen in der Richtung nach Friedberg N N l ar 1880. lung die nöthigen Eingaben an die Großherzogliche Regier— am 1. Februar 1880 1860. In der Umgegend von Metz zeigen sich schon Metz. So berichtet die„Zeitung für Lotbringen?, die Wölfe. erblickt har, deren Gegenwart ihm durch das unruhige Benehmen seines Hundes kundgegeben wurde. Mehrere Winzer, weiche in der Umgegend arbeiteten, sahen gleich⸗ Raubthiere einige hundert Schritte von den Verloosungen. Finnländische 10 Thlr.⸗Loose vom Jahre 1868. Ziehung am 1. November 1879 Auszahlung Hauptpreise: Serie 9534 Nr. 19 15 000 Thlr. S. 2155 Nr. 7, 1500 Thlr. S. 5690 Nr. 3. S. 4282 Nr. 19, S. 2227 Nr. 18, je 1000 Thlr. S. 5867 Nr. 11, S. 7571 Nr. 3, S. 3253 Nr. 10, S. 2227 Nr. 2, S. 3317 Nr. 12, S. 7382 Nr. 14, S. 8273 Nr. 18 je 300 Thlr. Schwedische 10 Thlr. Loose vom Jahre Ziehung am 1 November 1879. Hauptpreise: 10000 Thlr. Nr. 429761, 1000 Thlr. Nr. 36544, 150 Tolr. Nr. 19733 50464 Nr. 23350 169563 je Zu Ende voriger Woche zeigten sich 154656 189416 197577 je 60 Thlr. Nr. 15372 28663 34376 38517 97240 113910 132579 153868 162822 174980 200873 je 35 Thlr. Nr. 13259 24999 34030 75678 78162 79947 102382 111692 121381 122715 126430 148880 179569 199371 206069 208326 je 25 Thlr. Oesterr. 500 fl. ⸗Loose vom Jahre 1860. Ziehung am 3. Nov. 1879. Auszahlung am 1. Febr. 1880. Außer den bereits mitgetheilten Hauptpreisen fiel noch folgende Nummern ein Gewinn von 1000 Gulden: rie 272 Nr 19, S. 1460 Nr. 17, S. 2388 Nr. 19, 2718 Nr. 2, S. 2854 Nr. 8, S. 3320 Nr. 5, 3667 Nr. 14, S. 4860 Nr. 17, S. 5412 Nr. 11, 7915 Nr. 11, S. 8276 Nr. 6, S. 9364 Nr. 15, 9491 Nr. 5, S. 9723 Nr. 6, S. 9790 Nr. 5, „9954 Nr. 9, S. 12096 Nr 4 20, S 12281 Nr. 15, 13868 Nr. 19, S. 14550 Nr. 20, S. 14646 Nr. 2, 14791 Nr. 5, S 14807 Nr. 16, S. 15859 Nr. 5, 16913 Nr. 7, S. 17636 Nr. 4 13, S. 19437 Nr. 1 19. 2 GG G G Handel und Verkehr. Frankfurt, 5. Nov. Marktbericht. Der heutige Heu- und Strohmarkt war schlecht befahren. Heu kostete je nach Qualltäti M. 2.3.40, Stroh M. 2 2.80. Butter im Großen 1. Qual, 90—95 Pf., 2. Qual. 80 bis 85 Pf., im Detail 1. Qual. M. 1 20, 2. Qual. M. 1.10. Eler das Hundert M. 6—8, Kartoffeln(200 Zollpfund) M 6.— 7, Weißkraut 100 Stück M. 7.— 10., das Stück 10—15 Pf., Rotbtraut 10—15 Pf., Wirsing 6— 10 Pf., Blumenkohl 30-60 Pf. Ein Huhn M. 0 90— 1 10, eln Hahn M. 0.80 1.20, eine Ente M. 2.50—3, Gans . ee PPP e 1 * — 5 55 4 * — .— Geld⸗Cours. Eine größere Parthie vorfähriger M. 4—8. Ochsenfleisch das Pfd. 65 70 Pf., i 58—60 Vf., Kalbfleisch 5055 Pf.. Hammelfleisch Frankfurt am 6. November 1879. b U 1 1 dic 65 Wi, Schweelesch 6010 Pfg. dd en M. I 11-15 erken- N naben-Palelo 3, Gießen. Auf dem Viehmarkt am 4. November waren dd. ue e 121 f aufgetrieben: 842 Stück Rindvieh und 616 Schweine.] Englische Sovereigns 20 25—30 ah baar bedeutend unter Naͤchster Markt am 18. und 19. November, an letzterem] Russische Imperlales„ 16 70 G. p 65 Tage auch Krämermarkt, sowie letzter Zwiebelmarkt 1 Die e eee C. F. Schwarz Söhne diesem Jahre. Dollars in Gold nn 3693 in Echzell. 2* 1 7 2 % Dänische Möbel- Lager von H. Bin de wa 1d„ Friedberg, Kaiserstraße, gegenüber dem Rathhause, 4 empfiehlt complete Einrichtungen in jeder Holzart, nur bestes Fabrikat, Polster⸗Möbel in Plüsch, Rips und Damast, eigenen Fabrikats, zu billigen 155 festen Preisen, Versilberte Tafelgeräthe und Vestecke durch sehr große Einkäufe zu herabgesetzten Preisen, ebenso Caschen-Ahren, Pendules, Wecker und Negulateure. Feste Preise, reelle Bedienung. L. Hanau., Kaiserstraße, nächst der Burg. CCC Gebr. 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Nachdem die Hand de ugsten englischen Prinzessin wegen des Wider uches des Parlaments(warum 5) nicht zu er Darmstadt. post- Verwalter. der Ober- Post- Direction. ystsceretäre Kohl von Colmar nach Mainz, Stoll en Hopa nach Heppenheim und Sörensen von ppenheim nach Castel; der Ober⸗Telegraphen⸗ sistent Schlamilch von Bingen nach Aachen, so⸗ die Telegraphenassistenten Heinrich von Castel ich Gießen und Müller von Aachen nach Bingen. heute nach Cannes abgereist. leiser, i einigen Tagen im Principe beschlossen, wenn näckste Finanzperiode i Postpersonalnachrichten: Ange- der Aut ist der Postassistent Hoock in Viernheim als ber zurückgekehrt. Ernannt ist der Post- Assistent Hofmann in Darmsladt zum Bureauassistenten Thronfolger von Rußland nebst daß der Fürst entgegen ärztlicher Anordnung, st welche ihm absolute Ruhe vorschreibt, doch täglich Erfreulicherweise ist seit heute ein wenn auch sehr geringer Fortschritt in n Etwas arbeitet. st seinem Befinden zu constatiren. Dresden, 5. Nov. r Vermögensbeständen gedeckt werden. wäre eine höhere Steuerkraft des Landes unver wenn nicht die Erhöhung de und Tabaksteuer den r spruchnahme der „meidlich gewesen, 1 Reichszölle Stuttgart, 4. Nov. Straßburg, 6 Nov. Gemahlin tra Versetzt sind die deute Abend, von Paris kommend, hier ein und fuhr nach einem halbstündigen Aufenthalt im Babn— hof, wo ein Souper eingenommen wurde, über Appenweier nach Salzburg weiter. Ausland. Oesterreich Ungarn. Wien. Die heutige Thronrede — Das„Frankf. Journ.“, dem wir die Ver- des Königs zur Eröffnung der Kammern hebt den utwortlichkeit für diese Nachricht überlassen, bringt fortdauernden Druck der e uns Hessen wichtige Mittheilung: ber vor, uverlässigen Informationen zufolge ist eine Ver- Rückgang erfuhren. wirthschaftlichen Krisis wodurch die Staats- Einnahmen weiteren ö Der fehlende Betrag aus r der Vergangenheit konnte aus mobilen Staats- Für die Inan-selben Reformen unver weilt Der Großfürst worin letzterer sich ermächtigt erklart, die Nach- richt, daß England ein Ultimatum an die Pforte gestellt und darin mit Absetzung des Sultans ge⸗ droht habe, in formeller Weise für unbegründet zu erklären. Die Pforte habe durch den britischen Botschafter weder eine Note, noch ein Ultimatum erhalten. Die Beziehungen zwischen der Türkei und England seien auch ferner ebenso freundschaft⸗ liche wie zuvor. Der Ministerrath beschloß aber doch, dem Sultan zu ratben, die von England geforderte Durchführung der Reformen von Klein— Asien sogleich anzuordnen, und gleichzeitig die⸗ in den europäischen Provinzen durchführen zu lassen. Ein Cabinets- r wechsel, mindestens der Rücktritt Satd Pascha's, Einzelstaaten ist wahrscheinktch. ichen gewesen, war es der Wunsch der Königin Aussicht auf Erleichterungen und neue Zuflüsse sctoria, daß der Großherzog sich mit der han- eröffnet hätte. Woer'schen Prinzessin verlobe. 1 — Die Pforte ordnete die formelle Uebergabe des Distriktes Gusinje an Montenegro an.— Der König ist aus Midhat Pascha wurde beauftragt, die in Syrien Sommerresidenz in Friedrichshafen heute hier⸗ ausgebrochenen Unruhen um jeden Preis zu unterdrücken. Serbien. Belgrad, 6. Nov. Der Ge⸗ fsandte der nordamerikanischen Union, Kasson, ist nach der Regelung der Fragen in Betreff der Anerkennung der Unabhängigkeit Serbiens und der Herstellung der diplomatischen Beziehungen zwischen den Unionsstaaten und Serbien in gleicher Mission nach Bukarest abgereist. Maontenegro. Cettinje, 4. Nov. Der Das türkische Ministerresident Chalib Effendi ist gestern storben ist der Bureauassistent a. D. Blenkener„Wiener Fremdenblatt“ legt dar, daß die Com- hier eingetroffen. Darmstadt. — Militärdienstnachricht. v. Wussow, Oberst Commandeur des Kaiser- Alexander Garde⸗ knadier Regiments Nr. 1, wurde unter Be derung zum Generalmajor zum Commandeur 50. Inf.-Brigade(2. Großherzogl.) ernannt. Berlin, 5. Nov. Der Großfürst Wladimir leitet morgen den Kaiser zur Jagd nach Letz · Aen. Der russische Botschafter v. Oubril nimmt gachfalls an den Letzlinger Jagden Theil. — Ein von den Abgeordneten Hänel, v. Rauch- bt, Rickert, Schorlemer-Alst und Stengel ein HMachter Antrag bezweckt, das Ordinarium fol- Wer Specialetats: der Domänenver waltung, der istver waltung, der Centralverwaltung der Do— jen und Forsten, der diretten und indirecten ern, der Berge, Hütten- und Salinenver⸗ ubung, der Eisenbahnverwaltung, der Staats- Aden verwaltung, der allgemeinen Finanzverwalt— des Finanzministeriums, der Bauverwaltung, Centralverwaltung des Ministeriums der öffent. In Arbeiten, der Justizver waltung, der Ver- ung für Handel und Gewerbe, des Ministeriume Innern, des Cultueministeriums, sowie das Ne Extraordinarium der Budgetcommisston zur Plerathung zu überweisen und die übrigen Maletats im Plenum zu berathen. — Die conservatire Fraction berieth über den bentwurf, betreffend die Verwendung der aus Ertrage der Reichssteuern an Preußen zu peisenden Geldsummen und beschloß, den Ge wurf dahin zu amendiren, daß auch ein der Grund- und Gebäudesteuer den Com- Averbänden überwiesen werde. 6. Nov. Beuntuhigende Gerüchte über plötzlich verschlimmerten Gesundheitszustand Fürsten Bismarck cursirten heute Mittag, und N wollte selbst wissen, daß der erst am Dienstag von Varzin zurückgekehrte Leibarzt Bis- 16, Dr. Struck, abermals telegraphisch dort krufen worden sei. Das„Tagblatt“ ist in der demgegenüber zu erklären, daß Dr. Struck Berlin besindet und eine solche Aufforderung halten hat. Fürst Bismarck ist jer och noch wegs gesund und wird noch lange Zeit zu Heilung berürfen, da seine Krankheit keine it, sondern einfach in einer Verbrauchtheit ——— sei, nach der einen oder anderen Richtung hin demselben den Charakter eines Partei- Cabinets schlossen sei, um alle Parteien für die unbefangene Berathung der schwebenden wichtigen Fragen zu gewinnen; deßhalb seien alle Vermuthungen über eine bevorstehende Completirung des Cabinets unbegründet. Serajewo, 6. Nov. Das Realgymnasium und das Militärknabenpensionat sind heute durch den Herzog voa Württemberg feierlich eröffnet worden. Die Volkshymne wurde von den Zög— lingen aller Consessionen gesungen. Anwesend waren die Spitzen der Militär- und Civilbehörden, die Stadtvertretung von Serajewo und die Geist— lichkeit aller Confessionen. Die Lehrer und die Schuljugend brachten ein dreimaliges Hoch auf Frankreich. Parie. des Seine Departements annullirte die Wahl des Amnestirten Humbert zum Pariser Municipalrath. Großbritannien. London. Die„Times“ schreibt: Der Ministerwechsel in Constantinopel wurde als ungünstig für die Aussichten bezüglich der Reformen erachtet und der Bolschafter Layard instruint, entschiedener und strenger bei der Pforte zu remonstriren. Ein Darüberhinausgehen wird nicht nöthig sein und ist kein Grund vorhanden, anzunehmen, daß die Reformen, auf welchen Layard besteht, die Kräste der Pforte übersteigen. — 6. Nov. Da Musurus Pascha dem bri— tischen Staatssecretär des Auswärtigen, Salisbury, die Ausführung der von England geforderten Re formen zugesichert hat, so erhielt das nach Vyrla entsendete englische Geschwader Contreordre und wird in Malta bleiben. Die Pforte ist bereits mit der Berathung über demnächstige Ausführung der Reformen beschäftigt. a Italien. Rom.„Nuova Antologita“ veröffentlicht eine Schrift des Exkriegs Ministers Mezzacapo, betitelt:„Seien wir praltisch“, worin pletirung des Cabinets, welches kein Partei-Cabinet den Kaiser aus. Der Präfecturrath Rußland. Petersburg, 5. Nov. Auf Grund eines kaiserlichen Ukas hat der General— (Gouverneur von Moskau seine Machtsphäre auf verleihen könne, welchen dasselbe abzuwehren ent · die Gouvernements Kaluga, Tula und Riasan ausgedehnt. Amerika. New Nork, 5. Nov. Bei den gestrigen Staatswahlen siegten die Republikaner in Massachussetts, Pennsylvanien, Wiskonsin, New⸗ Jersey, Connecticut, Minuesota und Nebraska mit großer Majorität. Die Demokraten siegten in Mississippt und Marpland mit großer Majorität. Das Wahlresultat in Virginien ist noch zweifelhaft. Im Staate New. Jork wurde der Republikaner Cornell zum Gouverneur gewählt, jedoch werden zu allen anderen Staatsämtern wahrscheinlich Demokraten gewählt. In der Legislatur von New ANork haben sich die Republikaner die Ma- jorität gesichert. Literarisches. Metz, die neuen Reichsjustizgesetze. Einen seltenen Ersolg hat die Broschüre des Hofgetichts⸗Advokaten Metz I. in Darmstadt über„die neuen Reichsjustiz⸗ gesetze“ aufzuweisen. Nachdem in ganz kurzer Zeit acht flarke Auflagen davon vergriffen wurden, liegt uns heute schon die neunte vor, der wir im Interesse der guten Sache, der sie dient, einen ebenso raschen Absatz wünschen, wie den vorhergegangenen. Für unsere hessischen Bürger und Landleute wissen wir keinen besseren Ralb⸗ geber vor Gericht und in den Prozessen, als die Metz'sche Broschüre, die in gedrängter Form, für Jedermann faßlich und leicht verständlich, eine Fülle der wertbvollsten Rathschläge ertbeill. Einen ganz be⸗ sonderen Vorzug hat sie vor allen übrigen dadurch, daß ste ganz speziell unsere hessischen Verhältnisse und Ausführungsgesetze berücksichtigt. Dadel ist der Preis von 50 Pfennig ein überaus billiger. Daheim. Die soeben erschienene Nr. 5 enthält: Im Banne der Vergangenheit. Roman von Theodor Her⸗ mann Pantenius.(Forisetzung.)— Ein Wort über Berufswahl. Von D. W. Herbst. J.— Der große Kur⸗ fürst und seine Zeit. Mit 12 Illustratlionen aus Georg Hill's demnächst erscheinenden gleichnamigen Werke.— Am Familientische: Chamisso's schönste Dichtung. Mit Illustrationen von Paul Thumann:„Seit ich ihn gesehen“. — Vom spanischen Hofe. Mit einer illustrirten Beilage: In der Generalsynode zu Berlin. eine bleibende jährliche Erhöhung des Kriegs- budgets um einige zehn Millionen, sowie Be willigung eines einmaligen großen Extracredits be. ansprucht wird, um durch Schlagfertigkeit des Heeres für Italien Stellung und Ansehen zu schaffen. Kräfte in Folge großer Ueberanstrengung Wein und Wien ihre Ursache hat. Erschwert Türkei. Constantinopel. ö ö Lloyd“ veröffentlicht ein von dem dortigen türk— Visitenkarten in Buchdruck: 28 versch. Sorten, per 100= M. 1. 40, Der„Pester in Lithographle. 21„ 1* 100= M. 1. 50. Solche auf mattem oder Chamois-Carton, sowie solche mit Extraschrift oder Verzierungen sind eine Kleinigkett eine Wiederherstellung wesentlich dar urch, ischen General Consul übersendetes Communique, t heurer. Carl Bindernagel. 9 e eee ee e ee . 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