1879 3 Oberhessischer Anzeiger. Erscheint dreimal per Woche und zwar Dienstags, Donnerstags und Samstags. Dienstag den 7. Januar. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Artis Friedberg. bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Die einspaltige Petitzelle wird bei Annoneen mit 11 Pf. berechnet, bel größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., ist, werden stets per Post nachgenommen. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Vetrag nicht beigefügt Amtlicher Theil. Betreffend: Die Führung der Register über die Zuzüge und Wegzüge Friedberg am 3. Januar 1879. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 11. Januar v. J, Anzeiger Nr. 8, erinnern wir Sie an sofortige Einsendung der Register über die Zuzüge und Wegzüge in 1878. Dr. Braden. Betreffend: Auszablung des Pfleggeldes für die Pfleglinge der Wathildenstiftung. An die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises Friedberg. Wir ersuchen Sie diejenigen Ibrer Ortsangebörigen, welchen Pfleglinge der Matbildenstistung anvertraut sind, zu benachrichtigen, daß unser Rechner, Herr Stadtrechner Vogt dahler, die Pfleggelder für das zweite Semester 1878 nach Beibringung der vorschristsmäßigen Bescheinigungen Freitag den 10. Januar d. J. auszahlen wird. Friedberg den 4. Januar 1879. Für die Verwaltungs Commission: „ Deutsches Reich Darmstadt. Dem als Revistons Ober- controleur bei dem Hauptzollamte Hamburg com- missatisch verwendeten Hauptsteueramts- Assistenten Fuhrv wurde der Charakter als„Zollinspector“ verliehen. — Die Abg. Scriba, Schröder und Gen. brachten bei der zweiten Kammer folgenden An- trag ein:„Gr. Regierung zu ersuchen, den Ständen noch, auf diesem Landtage Vorschläge für Gmund Einfübrung der bestehenden Acker bauschule nter die vom Staate subventtenicten Bildungs anstalten zu machen, und jedenfalls den Ständen eine Verwilligung von weiteren 8000 Mk. zur Förderung und geciggeten fachmännischen wie taatlichen Controle der bestehenden Acker bauschulen, sowie zur Sicherstellung der daran ausschließlich beschäftigten ersten Lehrer demnächst anzusinnen.“ — Abg. George von Büdesheim bat bei nder Kammer den Antrag eingebracht:„Die Kammer wolle sich dafür aussprechen 1) daß das Gesetz vom 9. Dec. 1876, die Besteuerung des Weins betr., aufgehoben werden möge; 2) wenn dieses vorerst nicht ihunlich sein sollle, daß die Wein- steuet bei dem Weinhandel aufzuheben sei, und 3) die Provinzialstraßenbau Schuld nur von da an auf den Staat zu übernehmen wäre, wo die ganze Weinsteuer in Wegfall gekommen sein würde. — Sicherem Vernehmen nach hat der Groß— herzog den Gesangbuchsentwurf genehmigt, und ist derselbe bereits im Druck. Wenn dieser auch noch so sehr beschleunigt wird, so kann doch der Zusammentritt der Landesspnode erst im März ersolgen, da vorher die Landstände in demselben Saale tagen. — Der Kammer sind zwei vom 27. December v. J. datirte Gesetzentwürse zugegangen, deten einer sich in 25 Artikeln auf die Einrichtung und Besugnisse der Ober-Rechnungekammer bezieht, während der zweite die Verwaltung der Ein⸗ nahmen und Ausgaben des Staates betrifft und 22 Artikel umfaßt. Beiden Gesetzentwürsen sind eingehende Motive beigegeben. Berlin, 3. Jan. Der sranzösische Bot— schafter St. Vallier ist heute nach Friedrichsruhe abgertist, um sich zum Fürsten Bismarck zu begeben. — Gerüchte einer gemischten Besetzung Ost- Rumtliens nach dem Abzuge der russischen Be⸗ satzungstruppen von dort sind noch mit größter Vorsicht aufzunehmen, da die Angelegenbeit sich gutem hiesigen Vernehmen nach noch im Stadium der Erwägung befindet und sich über den Ausfall einer etwaigen Entscheidung noch Nichts sagen läßt. — Beim Bundesrath ist ein Antrag Preußens auf Erwerbung der preußischen Staatsdruckerei für das Reich und der Bericht der Tabaks-Enqucte— halten worden sei. Es fanden Scharmützel mit den Commission eingegangen. Afridis und Kuki Khey'es statt, wodurch beiderseits — 4 Jan. Ein aus zwanzig Personen be- leichte Verluste entstanden. stehender Ausschuß der Kriegervereine, welcher aus— 3. Jan. Officiell aus Calcutta: Schir Anlaß der Einzugefcier vom 5. Dec. gewählt Ali Ghbolam berichtet, daß ihm der Emir am war, wurde gestern durch den Kaiser empfangen. 10. Dec. eröffnet habe, angesichts des Verlustes Die Deputation der reich mit Orden und Ehren- von Ali-Musjid und Peiwar und des erschütterten zeichen decorirten ehemaligen Krieger bielt ihre Vertrauens der Truppen halte er weiteren Wider- seictliche Auffahrt in einer Reide von Equipagen. stand für unthunlich und habe beschlossen, bei Nachdem sie sich im Halbrund im Waffensaale Rußland Schutz zu suchen und die Angelegendeit des kaiserlichen Schlosses aufgestellt hatten, erschien einem europäischen Congresse zu unterbreiten. Jakub det Kaiser in kleiner Generals Unisorm. Aach Khan wurde am selbigen Tage freigelassen und die rechte Hand trägt er jetzt frei, und sein Aus- ihm der Eid abgenommen, daß er nach den sehen ist das allervortheildaftestie. Der Kaiser Weisungen des Emits dandeln wolle. Letzterer sprach seine Freude aus, die Vertreter der Krieger verließ am 13. Dec. Kabul, nachdem er vorher vereine begrüßen zu können. Beim Abschiede gad sein in 70 Lale Rupien bestedendes Privatver⸗ det Kaiser noch seiner Hoffnung auf eite baldige mögen in's Ausland geschickt hatte. Wali Mahomed Vereinigung sämmtlicher deutschen Krieger-Bereine übersandte dem General Roberts ein Schreiben, desondeten Ausdruck. wotin et seine Dienste anbietet und mittbeilt, — Die„Nordd. Allg. Zig.“ erinnert daran, Jakub Khan, welcher zu entkommen suche, werde daß der nächste Reichstag, soweit das Gebiet der bewacht. Schir Ali sei nach Petersburg gegangen. Reichs- Justiz-Gesetzgebung in Frage komme, sich— 4. Jan. Eine Abtheilung der Truppen nur mit solchen Vorlagen zu deschastigen haben des General Roberts rückte, ohne Widerstand zu werde, welche einen wesentlichen Bestandtheil der finden, in Kbost ein. Die Eingeborenen, welche mit diesem Jahre in Kraft tretenden Reichs justiz- sich unfreundlich zeigen, verweigern die Verpflegung Gesetze bilden, und glaubt deshalb, die Meldungen der Truppen. der Blätter in den letzten Tagen über die Arbeiten Spanien Madrid, 4. Jan. Die Hin⸗ in Betreff einer Reform des Actiengesetzes, der richtung des Königswörders Moncasi v. Oliva Notatiats Ordnung und dergleichen insofern als bat beute früb stattgefunden.— Ein Telegramm gegenstandslos bezeichnen zu können, als sie nicht von bier bezeichnet die Nachricht vom Erscheinen für den kommenden Reichstag in Angriff ge- einer bewaffneten Schaar von 400 Mann in Catalonien als unbegründet; in derselben Provinz Ausland. derrscht Ruhe. Oesterreich-Ungarn. Pest. Aus com. Italien. Rom. Das„Journal Italie“ petenter Quelle verlautet, daß das Deficit des bezeichnet nach aus bester Ouelle geschöpften Staats haushalts im Jahre 1879 22,800,000 fl. Jasormationen die Nachricht von einer angeblichen betrage, wobei auf die Amortisation der Staats- Missten Corti's dei dem Wiener Cadinet als schulden 5 Millionen Gulden mehr als im Vor- unbegründet. jahre entfallen, Türkei. Constantinopel. Eine an die Frankreich Paris, 2. Jan. Ein Cabinets- Albanesen zu erlassende Proclamatton der Pforte kurier ist am Samstag von bier abgereist, als Ueber- wird dieselben auffordern, der Abtretung don bringet eines Ultimatum an den Bey von Tunis. Podgorizza und Spuz an Montenegro keine Großbritannien. London, 2. Jau. Hindernisse zu bereiten; entgegengesetzten Falls Die britische Flotte ist bei Jamid eingetroffen, wird mit Waffengewalt gedrobt.— Die türkisch⸗ hat aber sofort Unglück gehabt. Durch Bersten griechische Crenzregulicungs-Commission tritt in einer 38 Tonnen Ranone an Bord des Kriegs: Athen zusammen. Der Großvezir ist bereit, als schiffes„Tbunderer“ wurden sieben Personen ge- Princip für die Regelung der griechischen Grenze tödlet, vierzig verwundet und der Thurm zerstört. die Feststellung einer strategischen Linie anzu- — 2. Jan. Nachrichten aus Kabul besagen, nehmen; außerdem sollten die Mächte sich ver⸗ nommen werden. daß Jakub Khan zur Soldzahlung bereit sei, pflichten, für den Fall, daß neue Aosprüche wenn Daud Schah sich für die Truppen verbürge, Griechenlands zu dem Versuche einer Gebiets- da viele desertirten. langt, daß Offiziere und Soldaten ibm beim— Koran Treue schwörten. Pürgschaft verweigert, worauf der Sold zurückge- befriedigenden Jakub Khan habe auch ver— Besetzung fübren sollten, Neutratität zu beobachten. Die Unterbandlungen wegen des definitiven Daud Schah habe die russisch⸗türkischen Friedene- Vertrages nehmen einen Verlauf; es verlautet, Rußland habe eingewilligt, daß die Kriegskostenentschaͤdigung in Papier⸗Rubeln gezahlt werde. — Frankreich, England, Deutschland, und Osterreich stimmten der beabsichtigten Ernennung Rustem Pascha's zum Gouverneur Ostrumeliens zu; Rußland, welches an Rustem's katholischer Confession Anstoß zu nehmen scheint, hat sich bisher noch nicht ausgesprochen. — 1. Jan. Die Einwobner von Podgorizza telegraphirten dem Sultan, sie seien entschlossen, sich dem ibren Bezirk betreffenden Beschlusse des Berliner Congresses keinesfalls zu unterwerfen. Gleichzeitig ließ die Medschliß von Podgorizza die Wobhnhäuser jener Einwober von Spiz demoliren, welche sich nach Danilovgrad begaben, um Montene gro ibre Unterwerfung anzuzeigen. Rumänien. Bukarest, 2. Jan. Rosetti bat sich in besonderer Mission nach Rom, Demeter Bratiano deßgleichen nach Wien und Paris begeben. Aegypten. Kairo. Nach einem Detrete sind die Vorschläge auf Errichtung eines besonderen Departements für die spstematische Verwaltung und Ueberwachung der Canalisirungsbauten, ge- nehmigt werden. Amerika. New Jork. Im Monat Dec. hat die Staatsschuld um 1,234,000 Doll. zugenommen. Der Baarvorratb des Staatsschatzes betrug am 31. Dee 224,865,000 Doll., der Be stand an Papiergeld im Schatz 4,516,000 Doll. Aus Stadt und Land. — Friedberg. In einem„zur Beförderung des Fortschrilts in Wissenschaft, Literatur, Kunst und Industrie“ in Mailand staltgebabten Schriften-Concurs ist dem Director der biesigen Großb. Taubstummen Anstalt Dr. Matthias die goldene Medaille zuerkannt worden. Friedberg. Nach Erkundigungen an competentet Stelle beschränkt siv der„Einsturz“ der Eckarisbäuser Kirche darauf, daß einige Schraubenmuttern an dem Hänge⸗ werk, das die Decke trägt, absprangen, wodurch sich die Decke gesenkt hatte. Der ganze Schaden ist bereiis wieder repatirt. Friedberg, 6. Jan. In der letzten Nacht wurde bei Gebr. Aaron bier eingebrochen und eine Anzabl werthvoller Felle gestohlen. Dem Thäler ist man auf der Spur. Bad Nauheim, 4. Jan. Anfangs dieser Woche wurde bei einer hiesigen verwitweten Frau ein Einbruchs⸗ versuch gemacht, mißlang aber durch die zufällige Da⸗ zwischenkunst der Beneffenden; der Dieb halte sich in einem Schrank verborgen gebalten und entisprang, ohne erkannt worden zu sein. Desio besser gelangen zwei Ein⸗ brüche in voriger Nacht, welche sich jedoch auf Diebstahl von Heizungs material beschränkten. Gießen. In dieser Woche werden vor dem Schwur— gericht vom J. Quartal l. J. nachbemerkte Anklagesachen zur Verhandlung kommen: Den 6. Jan., Vorm. 9 Uhr, gegen J. Kutsch von Ebsdorf wegen Diebstahls; Verih. Adv. Weidig. Dens., Nachm. 3 Ubr, gegen F. Langen⸗ hahn von Eisenberg wegen Diebstahls; Verih. Adv. Thorwart. Den 7. Jan., Vorm. 8½ Uhr, gegen K. Heus von Vilbel wegen Kö perverletzung mii tödilichem Erfolg; Verth. Adv. Dr. Eckstein. Den 8. Jan., Vorm. 8½ Uhr, gegen C. Schäfer von Rainrod wegen Körperverletzung mit tödtlichem Erfolg; Verth. Adv. Baist. Dens., Nachm. 3 Uhr, gegen F. Scheer von Lauterbach wegen Köcper— verletzung mit tödlichem Erfolg; Verih. Adv. Lauer. Den 9. Jan., Vorm. 8½ Uhr, gegen C. Fuchs III. von Groß⸗Eichen wegen Körperverletzung mit tödtlichem Erfolg; Verth. Adv. Kraft. Dens., Nachm. 3 Uhr, gegen Hand— lungscommis K. Stohr von Gießen wegen Diebftols; Verlh. Adv. Dr. Dittmar. Den 10. Jan. Vorm. 8½ Uhr, gegen F. Baumbach von Trais⸗Horloff und J. W. Dickel von Freienseen wegen Brandstiftung; Verth. noch nicht bestimmt. Dens., Nachm. 3 Uhr, gegen A. Ködel von Aulendiebach wegen Diebstahls; Verth. Adv. Metz. Den 11. Jan. Vorm. 8½½ Uhr, gegen H. Wagner III. von Schwalheim wegen Körperverletzung; Verth. noch nicht bestimmt. Dens., Nachm. 3 Uhr, gegen K. Lehr und Cons. von Nidda wegen Diebstahls und Hehlerei; Ver th. Adv. Dr. Schwarz und Dr. Raatz. Offen vach, 2. Jan. Der Main ist heute Nacht bedeutend gewachsen und noch beständig im Steigen. Mainz, 2. Jan. Ein hier beschäftigt gewesener Con⸗ bitor Namens Just erschoß sich gestern Abend aus Eiser⸗ sucht in der Wirthschaft„Zu den drei Löwen“ und zwar unmittelbar vor dem Eingang zu dem daselbst befindlichen Tanzsaale eines Lehrers der Tanzkunst. Die Pistole, deren sich der Unglückliche bediente, war mii Wasser geladen. Mainz, 2. Jan. Der Wasserstand des Rheines ist wieder besorgnißerregend; bertiis wird das niedergelegene Ufer zwischen Fisch⸗ und Bocksthor von den Fluthen be— spült, und bei dem fortwährenden Steigen(heute Vormü⸗ tag fast jede Stunde nahezu einen Zoll) wird der Rhein auch das übrige User wieder überschreiten. Die Häuser— bewohner der nieder gelegenen Stadttheile haben bereits mit der Räumung der Keller begonnen, da in manche Keller bereite das Hochwasser eingedrungen ist.— In der Nähe von Castel sank heute Nachteine Baggermaschine auf eine bis jetzt noch unaufgeklärte Weise.— 4. Jan. Der Rhein in wiedetum einen Fuß gewachsen und zeigt heute Morgen bald 10 Uhr das Pegel 14 Fuß 6 Zoll, auch die übrigen —.— Theile des Ufers werden bereits von den Wellen bespült. Ein weiteres Steigen wird vom Oberrhein gemeldet und wurden in Folge dessen heute Morgen bereits Vorricht⸗ ungen getroffen, um in Folge des starken Wasserdruckes einen Unfall bei der Schiffbrücke zu vermeiden. Die Koln⸗ Düsseldorser Dampfboote, sowie die Dampfboote der hol⸗ ländichen Gesellschaft haben ihre Fahrten eingestellt. Worms, 1. Jan. Heute wurden durch den biesigen Fleischbeschauer bei der Untersuchung von amerikanischem Schweinefleisch, welches zum Verkaufe ausgeboten werden sollte, in einem Seitenstücke Trichinen in großer Menge gefunden. Worms, 2. Jan. Heute«xplodirte mit furchtbarer Detonalion der Dampfkessel in der Dampfmühle von Baruch und Schoenseld. Das Kesselhaus flog in die Luft, der große Kessel selbst wurde eine Strecke fort quer über den Liebenauerweg geschleudert und hunderte von Schritten in der Umgebung bezeugen Steine und Gebälk die Vebemenz der schreckiichen Explosion. Leider bat u das Unglück auch ein Menschenleben gekostet; sieben Arbeiter waren durch das Geröll und Gebälk verschültet aber der sosortigen Hülje gelang es, fämmtliche berauszuschaffen. Allerlei. Frankfurt, 4. Jan. Der Main übeffluthet seit heute Mutag 3 Uhr das rechte Mainufer. Das Wasser wächst rapid. Fulda, 1. Jan. Den Schneestürmen der letzten und vorletzten Woche sind in unserer näperen und entfernteren Umgegend nicht weniger als fünf Menscheuleben zum Opfer gefallen. Wie groß die Zahl der Unglücksfälle auf der Rhön ist, darüber liegen genauere Angaben noch nicht vor. Solingen, 30. Dec. Ein Mann hatte kürzlich unweit Glüder einen Hasen geschossen und war eben im Begriff, denselben auszub ben, als plötzlich ein Raubvogel auf den verendeten Meister Lampe zugeschossen kam, augenscheinlich in der Absicht, sich in den Besitz desselben zu setzen. Unser Jäger aber war nicht gewill“, dem be— sederten Diebe seine Beute zu cediten, er verdrängte den— selben vielmehr mit seinem Gewehrkolben. Eben wollie schriftstellerischen Thätigkeit hingegeben haben, an die eigene Brust, und noch seltener fragen sie sich, ob nicht ein großer Theil der Schuld am Hand- werker selbst liegt. Häufig drückt die berüchtigte Losung„Billig und schlecht“ noch nicht ein- mal die ganze Misdre des Handwerks aus, sondern diese lautet nur zu oft: Theuer, aber schlecht. Selbstverständlich kommt uns nichts weniger in den Sinn, als das ganze deutsche Handwerk über einen Kamm zu scheeren. Es gibt, Gottlob, noch deutsche Handwerker genug, welche wissen, was sie ihrem ehrenhaften Stande schuldig sind, und die ihre Ehre darin setzen, gute Arbeit und preis- werthe Waare zu liefern. Diese Leute klagen auch nicht, es sei denn, daß sie in Mitleidenschaft gezogen worden durch die allgemeine Last der Zeit, welche den Credit erschwert und Niemanden mit Verlusten verschont;— für sie hat im Ganzen auch heute noch das Handwerk seinen goldenen Boden. Wohl mag es sein, daß die Solidität noch immer die Regel bildet und die Unsolidität die Ausnahme, aber diese Ausnahmen sind leider so zahlreich, daß das Ganze dadurch bedenklich beeinflußt wird; und durch die zahlreichen Aus- nahmen einer nicht gewissenhaften Concurrenz leidet auch der anständige Theil der Handwerker, so daß mit der Zeit gar Mancher nicht Stand halten kann und sich in seinen Leistungen mehr und mehr herabstimmen läßt. Das Handwerk selbst klagt zunächst über die Concurrenz der Großindustrie und über den Zbwischenhandel. Richtig ist, daß viele Industriezweige durch Groß- betrieb einzelne Handwerke auf den Aussterbeetat setzen, wie diese nämlich bisher betrieben worden er sich nun mit dem Hasen entfernen, da schoß von sind; aber es lehrt die Erfahrung, daß neben Neuem der Vogel nieder, dieses Mal aber nicht auf dender Industrie der Handwerker, wenn er nur Hasen, sondern auf den Kopf des Mannes zu, welcher,„n N 3. 1 durch ben unvertzofften Angeff vollsändig aus det Fassung einigermaßen solider oder künstlerischer arbeitet, bestehen kann. Leider aber hat der gebracht, durch Krallen und Schnabel des Gegners fürchter- sehr gut 5 0 lich zugerichtet wurde. Der Hinterkopf bluteie aus mebreren Handwerker oft versucht, sich in seiner Art zum niesen Wunden, der Rücken war sörmlich von Kleidern] Kleinindustriellen zu erheben und in Bezug auf eniblöst und zeigte ebenfalls verschiedene verwundete Stellen. Durch das Hinzukommen einiger Freunde des Uebersallenen ließ der Raubvogel von dem Manne ab. Bochum, 31. Dec. Gestern Nachmittag durcheilte die Kunde von einem scheußlichen Verbrechen unsere Stad.. Auf dem Wege nach dem nahe gelegenen Grumme fand man den leblosen Köper eines Mädchens, Tochter eines Handwerkers in Grumme. Sie war am Vormittage nach Bochum gegangen, um verschiedene Einkäufe zu besorgen, und auf dem Heimwege einem Unmenschen in die Hände gefallen. Nachdem er ein verabscheuungswürdiges Ver brechen an ihr verübt, batte er sein unglückliches Opfer erdtosselt. Neben der noch nicht erkalteten Leiche lagen die Gegenstände, welche sie eingekauft batte. Zublreiche Wunden zeugten davon, daß erst ein heftiger Kampf vor angegangen sein mußte, ehe sie ihrem Mörder unterlegen war. Von letzterem hat man bis jetzt keine Spur. Hoffentlich aber wird er der Strafe nicht enigebhen, um fortan unschädlich gemacht zu werden. Diesem Fall ist vor einiger Zeit ein ähnlicher vorangegangen, aber das Herannahen von Leuien rettetete die angefallene Frau wenigstens noch vor der Erdrosslung. Man vermuthet, dat in beiden Fällen der Thäter derselbe gewesen ist. Das Handwerk. Durch die Klagen, welche vom Ministertische wie im Reichstage, von den Großcapitalisten wie von den Detailisten, vom Industriellen wie vom Künstler gegenwärtig gleichlautend ertönen, und deren Echo auch aus den Verhandlungen des deutschen Handelstages erscholl, vernimmt man schon seit langer Zeit auch einen Nothruf des deutschen Handwerks. Es gilt als ein Märchen aus alten Zeiten, daß das Handwerk einen goldenen Boden habe. eine Nothlage klagen, wäre an sich kein schlechtes wie früher— ist schon übler. Und ganz schlimm ist es, daß das Handwerk selbst sich eine Unmasse denen es seine geringere Leistungs fähigkeit bemäntelt. Es sind wahre Klagelieder, welche man in den Fachschriften der spetiellen Berufsgenossen eines teure der Fachschriften, meist Genossen des speciellen Handwerks, welche sich zur Förderung des Standes- bewußtseins irgend eines Handwerks und zur Hebung und Bildung der„Berufsgenossen“ der Daß die Handwerker selbst über Zeichen, weil es dem Klager immer noch besser gehen soll, als dem Prahler; daß aber auch das Publicum über die Handwerker klagt, daß das Werk ihrer Hand nicht mehr das Vertrauen findet, von Entschuldigungen zusammengesucht hat, mit; Handwerks hört; selten aber klopfen die Redac⸗ Massenproduction, Billigkeit— und leider oft auch Schlechtigkeit der Waare zu concurriren. In diesem ungleichen Kampf siegte natürlich die Großindustrie; die Schund-Erzeugnisse dieses zur Kleinindustrie emporgeschraubten Handwerks ver— mehrten die Ueberproduction und drückten den Markt. Denn es ist thöricht zu glauben, daß die Fabtiken den meisten Schund produciren; er stammt vielmehr zumeist aus jenen Gewerbe- betrieben, welche als Fabriken nicht leben und als Handwerker nicht sterben können. Es war kein Zufall, sondern wahrscheinlich eine wirth— schaftliche Nothwendigkeit, daß auch das Hand- werk von dem allgemeinen Größenwahn nicht unberührt blieb, der sich darin kund gab, daß so Viele, mit den nach ihren Mitteln und ihren Kräften ihnen zugefallenen Wirkungskreisen nicht zufrieden, ohne jede Rücksicht auf die Verhältnisse obenhinaus strebten. Dadurch sind die Mißge⸗ burten der Scheinproduction entstanden, welche sich noch heute in den Wanderlagern, Schwindel auctionen und dergleichen mehr darbieten. Die Polizei kann leider nicht allen diesen Schund fortschaffen, wie man etwa die schlechte Milch in den Rinnstein gießt, obwohl dies für das Publicum wie für eine gesunde Production das Beste wäre. Denn diese Art Industrie, deren Producte Absatz nur unter Dummen finden, stirbt gerade darum so rasch nicht aus, und es leidet darunter nicht nur das solide Handwerk, welches mit den Schein— producten nicht concurriren kann, sondern auch das allgemeine Wohl, sei es auch nur insofern, als die Zahl der Zwischenhändler in beklagens⸗ werther Weise vermehrt wird. Man könnte nun einwenden, daß die Erzeugnisse des Handwerks, welche, für den Zwischenhandel bestimmt, oft schon „billig und schlecht“ gefertigt werden, so gut wie alles Andere den großen Gesetzen von Angebot und Nachfrage unterliegen, und daß die Nach- frage nach schlechten, unsoliden Erzeugnissen einmal von selbst aufhören muß. Aber einmal könnte es lange dauern, ehe Jeder einmal getäuscht oder „hereingefallen“ ist, so lange vielleicht, daß in— zwischen eine neue Generation heranwächst; sodann aber ist die Angelegenheit nicht nur eine Geld- frage, sondern eine Frage der Ehre und der — 3 — 2 Siilicbeit;— sie is endlich auch eine Ftage 9 3 1 2 des öffentlichen Wohles, seidem die Statistik uns belehrt bat, daß in der Periode dieses Rückganges der Solidität im Handwerk, wie in anderen Ge— schäftszweigen sich die Zahl der Distribuenten in erschreckender Weise vermehrt hat. Es gibt in diesem Falle für das Handwerk nur eine Rettung, die es vom Zwischenbandel emaneipiren und ihm seinen goldenen Boden wieder verschaffen kann. Das Handwerk muß wieder zur soliden und guten, zum Theil auch zur schönen, künstlerischen Production zurückkehren und auf Preise halten. Das ist ein Gebot der Moral und der Selbsterbaltung. Wird es erfüllt, so vetlangt es von selbst und schafft mit der Zeit auch wieder tüchtige und zuverlässige Lehrlinge, treue und strebsame Gesellen, erfindungs— reiche Meister, die im Stande sind, auch einmal eine geschäftliche Krisis zu überstehen. Es liegt im Deutschen noch nicht jener Zug nach dem Glück auf einen Tag, nach der Noblesse des Jankees, dessen Ideal im Cellulose- Cyplinderbut, in der Papierwäsche und im Shoddy-Anzug erreicht ist, noch ist er an diese Sorte von Großindustrie nicht gewöhnt; wenn aber das Handwerk sich nicht bald auftafft, so kann es noch dazu kommen, daß man diese dilligen und wenigstens für einen Tag guten Artikel den theuren und schlechten Erzeugnissen auch bei uns vorziebt oe. Spätrosekartoffel. Zu den beliebtesten und auch einträglichsten Kartoffeln wird in diesem Jahre die sogenannte Spätrosckartoffel gezählt. Dieselbe wird in der ganzen Wetterau und den angrenzenden Gegenden gerne gebaut und hat bereits eine weite Ver— breitung gewonnen. Ueber die Einführung dieser Kartoffelsorte ist gewiß nech wenig bekannt ge— worden und kann man bieraus ersehen, wie oft die Sorgfalt und auch die Liebhaberei eines Wien, 2. Jan. Serien Ziehung der Creditloosc. 775 978 1036 1145 1348 1730 1982 2020 2045 2120 Mehrere größere Oeconomen, besonders von Södel befaßten sich mit der Anpflanzung und wurde die Kartoffel, da sie sich als vortheilbaft für die Landwirthschaft erwiesen, auf landwirtbschaftlichen 3118 3200 3204 3599. Haupttreffer von 200,000 fl. auf S 1348 Nr. 66. 40,000 fl. S. 978 Nr. 97, 20,000 fl. S. 3204 Nr. 87. Versammlungen zur Aussaat empfoblen. Die Wien, 2. Januar. Ziehung der Communal, Loose. Kartoffel wurde na und na ir öger[Serlen: 504 679 1054 1289 1697 1874 1923 2066 Men 1 3.— f ch in größeren 2192 2386 2620 2915. Haupttreffer: S. 2380 Nr. 55. 9 Strecken angepflanzt und erwies 50,000 fl. S. 504 Nr. 69. 10.000 fl. S. 1054 Nr. 65. fich durch ihre Ergiebigkeit und Güte als ein bedeutender Gewinn für die Oeconomie. An- fänglich nannte man diese Kartoffel im Volks- mund„Jsraelskartoffel“ auch„Judenkartoffel“ bis 5 neee ee sie spätet von Seiten der Oeconomen als Gegensatz, der„Palmbläer“, Karl Getol:„Zum Jahreswechsel“ zu der Frührosekartoffel, mit der sie viel Aehn⸗ öffnet die Nummer; die neue Novelle von der in der lichkeit hat, Spätrosckartoffel genannt wurde. unt des Publikume resch geslegenen Berfasserin voi „Käthe“,„Haus Eckberg“ ꝛc., Sopbie Junghans:„Die Handel und Verkehr. Reichenbachs in Rom“ verspticht bhochinteressant zu werden. Friedberg, 4. Jan. Wochenmarkt. Butter kostete Der unlängst verstorbene Dichter Bayard Taylor wird uns per Pfd. 80 90 Pf., Eier per Stück 8 Pf. Literarisches. Die Neujahrsnummer(Nr. 14) des Daheim zeichnet odann aus berusener Feder vorgeführt; von geradezu Gießen, 4 Jan. Wochenmarkt. Butter per Pfd. ensatienehlec Wirkung dürfte aber der Artikel:„Frankreich M. 0.75—1., Gier per Stück 7 Pf., Käse per Stück n neuer Rüfßung“ sein, der— offenbar aus competenten militäischen Kreisen stammend— böchst beachtenswerthe 5—9 Pf., Tauben das Paa 60 Pf., Hühner per Stück 1. W. 1., Habnen per Stück W. 1.25, Enten per Stüd W. 2, Schlagucdur au eie Toni unteren auen Nene Gänse, per Pfd. 30— 40 Pf, Kartoffeln per 100 Kilos[Vertbeidigung ihres Landes wirst. Ueberaus anmulhig M. 5.50, Zwiebeln, per Ctr. M. 8., Ochsenfleisch 70— 72 Pf i das Bllochen:. Aueverksuft“ von Prosessot Kretzschmer; per Pfd., Kub⸗ und Rindfleisch 56 60 Pf., Schweine⸗ nicht minder schön die Scene, welche den alten Straß⸗ a e dne N ee N burge apellmeister Richter als Dirigenten eines Knaben⸗ fleisch 58 60 Pf., Kalbfleisch 52 60 Pf., Hammelfleisch durger Kopellme ner 5 8 5 fl Pf.,* sch gore im Jahre 1789 nach einem seltenen Stiche von 60- 70 Pf. G. G N Frankfurt, 4. Jan. Der heutige Markt war Euscin darfielli. mangelhaft an Cerealien befahren, troßdem waren die Preise billig. Weißkraut per Stück 10—12 Pf. Kobl⸗ kraut 6 Pf, Rotbkraut 10 Pf. Deutsche Eier das Hun⸗ 7 Inbalt des 6. Heftes von„Uebet Land und Meei', Allgemeine luntitte Zeitung. Preis in Wochennummern vierteljährlich 3 Mark, in 1 ägigen Hesien das Heft dert M 5.50— 6. itallenische M. 7.—8 Butter im 50 Pi. Verlag von Eduard Hallberger in Stuttgart. Oroßen 1. Qual. 90— 95 Pf. 2. Qual. 80 Pf., im Tex: Die Ebescheuen. Novelle von Günther v. Freiburg. Detail 1 Qua. M. 1.10, 2. Qual. M 1 startoffeln— Sitellftagen und Historien. Feuilletons von Karl ver 100 Ko M. 6. Ganze Erbsen M. 18.— 22. do. Emil Franzos. II. Flühling im Winter.— Dichter⸗ 8 M. 20.— 24, Linsen M. 24.— 26. Bobnen summen aus der Gegenwart, gesammelt von Ftiedrich — 5 Denne das r 3 Bi; Halen Bodenstedt. Steßscufzet, von Oito Roquetie; Spätlicht, M. 2.50— 3. Habnen sebr wenig auf dem Markt und von K. Else; Der Schädel.— Das Pfarthaus von Ellern⸗ theuer. Ochsenfleisch per Pfd und Farrenfleisch 54— 60 Pf. Schweinefleisch 70— 75 Pf., Speck M. 1 70—75 Pf, Kuh, Rind⸗drook. Ein Roman von Wilbelm Jensen.— Neue Er⸗ Kalbfleisch 60— 70 Pf., findungen und Kultursorischrittt. Von Max Wirit. Zweite Hammelfleisch 54—63 Pf., Serie. V. Weitere Verbesserungen in der Fleischversorgung. — Meine erste und meine letzte Wolfejagd. Von W. von Maenz, 3. Jan Je 100 Kilogr: Welzen M. 19.50, Dünbeim. Min Bildern von Carl Rechlm.— Enistebungs⸗ Korn M Gerste M. 16.90. Hafer M. 13.75. fund von deuischen Redensarten.— Aus meinem Album. 15.25, id. Butter per Pfd. M. 0.90—1.6, in Parthien 70-75 Pf. Bon Max Ring. III. Albert Emil Brachvogel.— Die einzelnen Mannes geeignet ist, einer Gegend und Eier 25 Stück M. 1.2550. Kartoffeln per 100 Kilogr. Auestellung det Olympia Funde zu Berlin. Von 2 sogar ganzen Ländern nützlich zu sein und wie sie 55 8 1 der Cir. M. 1.40— 1.70, Heu Vieisch.— Aus den Tagen des Kulsers in Wiesbaden. den allgemeinen Wohlstand zu heben im Stande ist. ver ga eur g. 4. Jan. Wochenmarkt. Butter kostete Das Fit be deren d. Wurmd.— Füt das Album. Ven 8 M u 0 4. Jan. Woche arkt. Bi k e mMuo K 2 tb 1 3 er. Bor ungefabr 10 Jabren kebrte ein Mann Namens 5er Pb. 75— 90 Pf., Cler ver Stück 6— 8 Bl., Kae 0e. 1 1 Br N*— Rate 1 2 1 0* e 2 tosel.— Rösselsprung.— Biesmappe. Y bie Jsrael Lichtenstein aus Wölfersheim von einem per Stück 10—12 Pf., Zwiebeln per Pfd. 10—12 N 1205 1 8 Besuch bei seinem Sohne in Amerika zurück und rr er- das Paar 80—90 Pf., Habnen das N 4 191 7 M. 1.20— 1.50 Hübner das Stück M. 0.80—1. Weiß, Geld: C 0 ö 75 l. eld Cours brachte von dort einige Kartoffeln mit, welche ihm kraut per Kopf 5—8 Pf. Nüsse 100 Stück 30 35 Pf— kfurt am 4. Ja ar 1879 im fernen Amerika so wohl gefallen hatten. Er g eee eee ee pflanzte solche in seiner Heimath und jüchtete Verloosungen. 20. Frankenstü cke M. 16 15—20 sie mehr aus Litbhaberei als um des Vortbeils 4% Meininger Prämien- Pfandbriefe. Englische Soverei gangs 20 38—43 . 91 ewir Ziebu oo 2 anu Hauptge 2 ssische! 8 70—75 willen, verschenkte und verkaufte davon an seine G winn* bung vom 2 Jan ar. 5 Hauptg winne: Nussische Impexiales„ 75 Nachb 1 10 f eitel iich dieselde S. 160 Nr. 7 150 000 M., S. 1703 Nr. 7 30 000 M.] Ducaten 3* 9 55-60 achbarn und Freunde und so breitete si ieselbe S. 29 Nr. 1, S. 83 Nr 3 S 1093 Nr. 9, S. 1312] Ducaten al mareo 9 58—60 1 7—— 1 80 immer mehr und mehr, wenn auch langsam aus. Nr. 19 S. 3796 Nr. 20 je 3000 M.[Dollars in Gold.. 41720 8 dͤ In Sachen N N st f Bekanntma jung. 76 des Julius Strauß von Vilbel, Klägers ad elo 8 8 Verf eigerung. gegen 83 Donnerstag den 9. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, 75 Nachdem über das bedeutend überschuldete Vermögen des Mühlenbauers Heinrich Nau III. von Klein Karben der formelle Concours erkannt worden ist, werden sämmt— liche Gläubiger desselben zur Geltendmachung von For derungen jeder Art, sowie etwaiger Vorzugsrechte auf Freitag den 14. März, Vormittags 9 Uhr, unter dem Rechtsnachtheil stillschweigend erfolgenden Aus- schlusses aus der Masse hiermit vorgeladen. In diesem Termin soll die Güte versucht und sofern dieser Versuch mißlingt, über Bestellung des Massecurators Wahl eines Gläubiger-Ausschusses und überhaupt die weitere Sachhandlung Beschluß gefaßt werden. Aus⸗ bleibende und durch gehörig Bevollmächtigte nicht ver tretene Gläubiger werden hierbei als den Beschlüssen der Mehrheit der anwesenden in jeder Hinsicht zustimmend angesehen. Vilbel den 30. Dezember 1878. Großherzogliches Landgericht Vilbel. Jager, Pückel, Landrichter. Landgerichts-Assessor. Aufforderung. 86 Forderungen an den Nachlaß der E. Neumann Wittwe von hier sind binnen 14 Tagen dahler geltend zu machen, wenn ste bei Negulirung des Nachlasses be⸗ rüdsicht werden sollen. Bad Nauheim den 31. Dezember 1878. Oroßherzogliches Landgericht Bad⸗Nauheim. Schuch ard. Apotheken- Bitter in Flaschen k 70 Pfennig und Mark 1.20. 100 Frau Hoflief. Windecker. Eine Slährige, leichtere, zur Zucht werthvolle Stute, ger. u. elnsp. gef., zugfest, fehlerfrei, weil trächtig, billig zu verkaufen oder zu vertauschen. Hirsch Meyer in Griedel bei Buß bach. 32 Bernhard Schönfeld in Vilbel, dermalen soll ein der hiesigen Gemeinde gehöriger Faselochs, unbekannt wo? abwesend, Beklagten, welcher sich zum Schlachten eignet, in der Wirthschaft Forderung betr. des Herrn Stephan Broßler öffentlich meistbieten, e Verfügung. versteigert werden. Dem unbekannt wo? abwesenden Beklagten wird Ober Wöͤllstadt den 4. Januar 1879. Großherzogliche Bürgermeisterei Oder⸗Woͤllstadt. hiermit eröffnet, daß Kläger als Cessionar des Gerson Sonneberg von Vilbel und in eigenem Namen Klage Feuerb ach. gegen ihn auf Zahlung von 45 Mark und 142 Mark f e a e ad. 8 nene, Bekanntmachung. derselben auf der Gerichts-Registratur gestattet sei. Zu- 77 Freitag den 10. d. Mts., Vormittags 10 Ubr, sollen gleich wird demselden aufgegeben, so gewiß binnen dei Unterzelchnetem nachfolgende Gegenstände meistdietend 60 Tagen, vom Erscheinen dieser Verfügung in der gegen gleich baare Zahlung versteigert werden: Darmstädter Zeitung gerechnet, sich auf die Klage zu 1 Kub(boch trächtig) erklären, als sonst er des Klage Inhalts für geständig 1 vollständiger Kuhwagen mit Geschirr, angenommen und mit Einreden ausgeschlossen würde mit 1 Schaufelpflug, 1 Häͤckelpflug, 1 Kartoffelpflug, dem Bemerken, daß ihm, falls er innerbalb genannter 1 Ggge, 1 Dickwurzmüßte, 1 Fegmüßhle, 1 Strohbank, Frist keinen Insinuattons-Mandatar bestellen sollte, alle 1 Pfuhlfaß, 400 Centner Stroh, mit dem Flegel weiteren Verfügungen durch Anheften an die Gerichts- gedroschen, 400 Centner Dickwurz und sonstige thüre bekannt gemacht würden. Gegenstände. Vilbel den 19. Dezember 1878. Kalchen den 3. Januar 1879 Großberzogliches Landgericht Vilbel. Kaspar Bischoff. äger, Dr. Schäfer, 1 2 eg l 1 WITT Landgerichts ssessor. Eine Haushälterin N oi Dienstmädchen w das 9 Holzverste gerung. Sac ene ee ee ** 9 92 Montag den 13. Januar d. J, Vormittags 10 Uhr, 2— 4 kommen in dem zu dem Famllieneigentbum des Groß— Eine neue Krücke herzoglichen Hauses gehörigen, bei Ober Rosbach ge— 5 K 8 Piprße 1 Schlag XV steht zu verkaufen. Bei wem? sagt die Eppedition des . 8 Anzeigers. 11 4800 Stück Ausfjätungs Wellen, wovon der größte ö Das Neneste in Theil sich sehr vorzüglich zu Besenreisern eignet, feinen Hemdeinsätzen zur Versteigerung. 101 K. Friedrich. Ober⸗Rosbach den 4. Januar 1879. Großherzogliche Oberfoͤrsterei Ober-Rosbach. Strack. zu billigsten Preisen bei — 2—— Verlinische Lebens- Versicherungs-Gesellschaft. 12 87 Gegründet 1836. Ber nas⸗Capital ult. 1877 Mk. 89 879,267. a ö . Copttal mult. 1877 Mk. 24 107 556, gleich 26,90% des versicherten Capitals. f Der im Jahre 1879 an die mit Anspruch auf Dividende Versicherten zu vertheilende Gewinn für 1874 stellt sich auf Mk. 392,000, die Prämieusumme der Theilnahmeberechtigten beträgt Mi. 1,568,000. Die hier⸗ nach zu vertheilende Dividende von 25% wird den Berechtigten auf ihre im Jahre 1879 zu leistenden Prämien in Anrechnung gebracht. e 11 ö 2 10 Wie Oioidende pro 1880 beträgt voraussichtlich 26% der 1875 gezahlten Praͤmien, N 8 280%„ 1876. „ 4 30%„ 1877 Berlin den 28. Dezember 1878. 10 5 Direction der Berlinischen Lebens⸗Versicherungs-Gesellschast. f —— Weitere Auskunft wird bereitwilligst ertheilt, auch werden Anträge auf Versicherungen entgegengenommen von den Agenten f 8 L. Winheim in Friedberg, J. Wörner ir. in Nauheim. ** actr. 1747/12. Hydrophor oder Wasser⸗ Zubringer führt das Wasser mit geringer Kraft mehrere hundert Meter weit zu den Feuerspritzen, ver⸗ tritt auch bei direetem Gebrauch an der Brand— stätte die Stelle einer 70 Saug und Druck-Feuer⸗ 1 spritze mit vorzüglicher schaffung einer solchen werthvollen Maschine Wirkung und sollte die An⸗ von keiner Gemeinde versäumt werden. Näheres über Preis und Construction ertheilt gerne die Spezialfabrik für Pumpenbau von A. Doering in Sinn(Nassau). Vorschuß- X Credit-Verein zu Friedberg. Spar-& Vorschuß-Verein zu Steinfurth. (Eingetragene Genosseuschaft.)(Eingetragene Genossenschaft.) Ausweis pr. Dezember 1878. Ausweis pr. Dez elmber 1878. 80 Einnahme. N Einnahme. Kassebestand pr. 1. Dezember 1878 M. 24421. 75 Kassebestand pr. 1. Dezember 1878 M. 8172. 67 Wechsel„66202. 68 Kaufschillinge Conto„ 5028. 30 Depositen„ 21221. 43 Einlage Conto„ 8 5 Inkasso⸗Wechsel„ 3641. 62 Zinsen Conto 1101. 8 Conto⸗Corrente A.„ 90447. 33 Schuld schein Conto 718. 15 Conto⸗Corrente B. 3 Unkosten Conto 36. 65 Auswärtige Correspondenten 5 844. 90 M. 17841 51 Spar⸗ Einlagen„ 52128. 52 3 Stamm Antheile, Monatsbeiträge„ 1975. 90 Aus gabe. Reservefond, Beitritt 1. 6.— Einlage Conto M. 1382.— Effecten„ 1 10 Zinsen Conto„ 1090. 84 Wechsel⸗Zinsen 1785. 0 Schu dschein-Conto„ 1945.— Depositen-Zinsen. 875. 5 Conto CorrentConto„ 7000.— Utensilien verk. Spar⸗Einlagebücher„ 6. 20 Unkosten-Conto 92. 55 Unkosten 5 67. 97 Kassebestand pr. 1. Januar 1879 r M. 293409. 15 M. 17341. 51 Ausgabe. 12 A 12 2 5* Bh,* bee Im Nähmaschinen- Lager Conto⸗Corrente A.„ 88550. 4 von H. Bindewald, Friedberg, Conto-Corrente B.„ 33940. 25 Kaiserstraße, dem Rathhause gegenüber, Auswärtige Correspondenten„ 3394. 60 Nahmaschinen für alle gewerblichen und häuslichen Zwecke e e„ 51074. 68 zu Hand- und Fußbetrieb, letztere mit Patent⸗Pendel⸗ Stamm- Antheile„ 24. 5 Tritt, welcher alle Anstrengung des Tretens Effecten„ 5674. 175 beseitigt und ärztlich empfohlen wird, zu billigsten Giro 1 8„ 13000.— Prersen. Langjährige Garantie, Zahlungs- Wechsel⸗Zinsen„ 6.35 ferleichterung. Reparaturen unter Garantie, Nadeln, Hausreparaturen 5 116. 16 Faden und Oel 7 Unkosten„ 1%%%——y—ę—— Kassebestand pr. 1. Januar 1879. 32944. 90 Meine kaufmännischen Curse M. 293409. 15 36 beginnen per 6. Januar o. Heß, Lehrer. Eingang. Ausgang. 2 ineinandergehende, möblirte Zimmer sind an 1 M. 59448. 52 Wechsel⸗Conto⸗Corrent A. M. 46598. 73 oder 2 Herren bet einer kinderlosen Familie zu ver— 2050. 80 Wechsel⸗Conto⸗Corrent B.„ 1151.50 mietben. Näberes bei der Exped. d. Anz. 35 „ l 9 5 „ 9717.25 Wechsel Giro„ 2778. 2 ch wohne seit heute in dem neuerbauten Hause des * 85 5 Wechsel Inkasso„ 5 Gensdarmen Häuser. 2 2733. 20 Effecten„ 10212. 1 Echzell den 1. Januar 1879. M. 77245. 32 M. 60741. 10 Dr. med. Buehhold, 51 pract. Arzt. Zu verkaufen Ein Zimmer 1 leichter Wagen, 1 Vorder-, 1 Wende⸗, 1 Schauf l zu vormiethen mit oder ohne Möbel Schuhmachergasse und 1 Kartoffelpflug, 1 Egge, sowie mehrere Hundert Nr 3 33 trockene Radspeichen und sonst noch verschiebenes Wagner“ Ei 3 ine Wohnung werkholz bei Venitz J. f 7 5—⁰ von 5 bis 6 Zimmern nebst Zubehör wird zum 1. April Bad⸗Nauheim. Ein Garten l J zu miethen gesucht. f Friedberg den 6. Januar 1879. am Schützenrain ist zu verkaufen. Von wem? sagt die Der Eisenbahn-Baumeister Exped. d. Anz. J F r a n ce. 12 Wüst'sche Spielkarten gegen Nachnahme. oer Baar Einsendung zu Fabikpreisen im General-Depöt von Georg Bräutigam, Frankfurt a. M. 7078.) 102 für Erwachsene und Kinder billigst bel K. Friedrich. schmerz wird sogleich beseitigt. — Sockeu, Strümpfe K Strumpflängen Liederkranz. 58 Abend⸗ Unterhaltung(Gesangsvorträge und theatralische Vorstellungen) Sonntag den 12. Januar o. im Saale des Hötel Trapp. Anfang präecls 7½ Uhr. Friedberg. Der Vorstand. Auf die Annonce Inserat-Nummer 19 in N. 1 des Anzeigers habe ich zu bemerken, daß ich zwar den mix zugekommenen anonymen Brief wegen selner Namen losigkeit verbrannt, keineswegs aber damit zu erkennen gegeben habe, daß ich den in jenem Briefe enthaltenen Mittheilungen keinen Glauben schenke, oder gar solche als „aus Dummheit, Neid oder sonst nichtswürdigen Ideen von einem ganz gewöhnlichen Menschen ergangen“, an- gesehen habe. Bad⸗Nauheim den 4. Januar 1879. Spielkarten 5 mit dem neuen Reichsstempel bel Georg Groß. 8 Für Zahnleidende. Künstliche Gebisse von(Colodium, Celluloid base) Kautschuck und Gold werden ohne Entfernung der Wurzeln schmerzlos eingesetzt. Plombirungen von adhäsivem Gold, Silber und Platina. 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Familienkalender M.— 50 Pf. Deutscher Reichsbote„— 40„ Lahrer Hinkende Bote„— 40„ Daheimkalender 1. 80 Spinnstube„ Einsiedlerkalender„— 40„ Leske's Schreib- und Ge⸗ schäftskalender„ 1 Landkalender„- 20, 1 durchschossen„— 25„ Vorrätbig bei Carl Bindernagel. eee Todes-Anzeige. 93 Freunden und Bekannten machen wir die betrübende Mittheilung von dem heute Nachmittag 3 Uhr erfolgten sanften Verscheiden unserer lieben Tochter, Schwester und Nichte Anna Reitz. Um stille Theilnahme bitten Friedberg den 5. Jannar 1879. Die Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Mittwoch Nachmittag um 3 Uhr statt. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. * ö 1 Enger e Prrrrhhrrrrernrn