Vereins nde 8 Uhr, „ des Herrn die deutsche M 144. berh Anzeiger. 1 „ Wird hler und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. 3 5 8* Erscheint dreimal per Woche und zwar Dienstags Kreisblatt für den Areis Friedberg. Donnerstags und Samstags. N 1 ie einspaltige Pet Annoncen von au ———— itzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen⸗ od swärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres⸗Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, er Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf werden stets per Post nachgenommen. ———— — Auf Antrag des Ortsvorstandes von Frier §. 1. Die Feldwege, welche von den §. 2. Zuwiderbandlungen gegen§. 1 we Fried berg, 29. November 1879. An die Großherzoglichen Bürgermeistereien in den Großherzoglichen Wir ersuchen Sie in Ihren Gemeinden durch di vom 1. bis zum 25. Dezember dieses Jahres an den Friedberg am 30. November 1879. Zahltagen Dienstags und Donnerstags ohne Mahnung anher geschehen kann. Amtlicher Theil. Reglement. berg wird, unter Zustimmung des Kreisausschusses des Kreisee Friedberg und mit Genehmigung roßh. Ministeriums des Innern und der Justiz vom 13. August 1879, naͤchstehendes Polizeireglement für die Gemarkung Friedberg erlassen. i Staatsstraßen in die Gemarkung Friedberg führen aftlichen Zwecken innerhalb der Gemarkung dient, verboten. f Der Verbindungsweg zwischen Fauerbach b. Fr. und Ober- Wöllstadt sind sür Fuhrwerk, welches nicht landwirth⸗ wird von diesem Verbot nicht betroffen. rden nach§. 368 pos. 9 des Straf- Gesetzes bestraft. Großberzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Districtseinnehmereien Friedberg und Nieder- Wöllstadt. e Schelle bekannt machen zu lassen, daß die Berichtigung der Forst- und Feldstrafen für die 5. Periode 1879 Großherzogliche Distrietseinne hmerei Friedberg und Nieder⸗Wöllstadt. Weigel. Nieß. Bekanntmachung. 3996 Montag den 8. Dezember l. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, werden auf freiwilliges Anstehen der Erben des Georg Veith I. zu Ober⸗Wöllstadt in der ehemaligen Wohnung des Letzteren 1 Kuh, 2 Ziegen, Wagen, Pflug, Egge und sonftige Oeconomie-⸗Geräthe, sowie ferner verschiedene Möbel und Kleidungsstü cke gegen gleich baare Zahlung versteigert. empfiehlt complete Einrichtungen in jeder Holzart, IN 1* 3414 Möbel-Lager von H. B i nde wa d„ Friedberg, Kaiserstraße, gegenüber dem Rathhause,. nur bestes Fabrikat, Polster⸗Möbel in Plüsch, Rips und Damast, eigenen Fabrikats, zu billigen aber festen Preisen. Friedberg den 1. Dezember 1879. ei Gerichtsvollzieher. Bekanntmachung. Friedbe Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Herzberger. vdt. Hohenstein, Huülfsgerichtsschreiber. Bekanntmachung. 4049 Das kleine Friedhofsthürchen bleibt während der Wintermonate geschlossen. Leute, welche den Friedhof besuchen wollen, diene zur Nachricht, daß Schlüssel außer bei dem Todtengräber Jacobi auch bei den Mitgliedern der Fried hofs-Commission G. Hieronimus, J. Pfeffer und E. Ruths, sowie dem Gemeinderath Conr. Reuß zu haben sind. Friedberg am 5. Dezember 1879. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. J. E. d. B.: Steinhäußer, Beigeordneter. Versteigerung. 4008 Dienstag den 9. Dezember, Vormittags 10 Uhr, sollen auf dem Gemeindehaus zu Rödgen nachstehende Oegenstände oͤffentlich meistbietend versteigert werden: 1 Hobelbank, 2 Kleiderschränke, ö 2 Küchenschränke, 1 Tisch, 2 Gaͤnse, 3 Ctr. Walzenstroh, 5 Ctr. Heu und sonstige Gegenstände. Friedberg den 3. Dezember 1879. Schuch a rd, een ungefaßt und gefaßt, die Brillanten vorher nach kurzer Zeit geschmackvoll in Durch meine Verbindung in Paris um die Hälfte billiger wie früher: N 4 4037 Die Firma Heinrich Betz in Friedberg ist durch Niederlegung des Handelsgeschäfts erloschen und die Löschung der Firma im Handels register erfolgt. 5 rg am 4. Dezember 1879. 5 i Anhänger und Ringen; auch können Gewicht ausgesucht und nach Zeichnungen in 14. und 18kar. Gold ausgeführt werden. Friedberg. 3 L. Hanau. elzwaaren. in Boutons, 4033 A. Gleiber's Nachfolger, G. A. Velte, Bockenheim, 15 Frankfurterstraße 15. Lager in Herren- und Damen-Pelzmänteln, Garnituren-Besätzen, Decken und Fußkörben in reichhaltiger Auswahl, sowohl in Zobel, Nerz, Baum⸗ und Steinmarder, Iltis, Bien 8 Affen ꝛc. zu äußerst billigen reisen. Kinder-Garnituren schon von Al. 4.50 an. Bestellungen werden pünktlichst ausgeführt. Bekanntmachung. 4010 Der Unterzeichnete bringt hlermit zur offentlichen Kenniniß, daß der Verbindungsweg zwischen Fauer⸗ bach v. d. H. und Hoch Wetsel für Fuhrwerke durch den Neubau einer Weeinalstraße berselben Richtung bis auf Weiteres unterbrochen ist. f Die Verbindung für Fuhrwerke zwischen beiden Oe⸗ meinden hat daher über Ostheim oder Münster zu ge— schehen. ö Buß bach den 3. Dezember 1879. Meß ger, Bezirks- Bauaufseher. L. A. Pelissiler, Hanau, Tuch⸗ und Leinwand-Handlung, mit festen und billigsten Preisen, empfiehlt ihr stets nur in zuverlässigen anten Qualitäten auf's Reichhaltigste ausgestattetes Lager. 2309 3 ———— 2 3 3 3 eee ——— 3 Vergebung von Pflastersteinen. Montag den 8. d. Mis., Morgens um 10 Uhr, sollen auf dem Ratbhaussaale dahier die Lieferung von 145 Kubikmeter Basaltschichtpflastersteinen, veranschlagt zu 2320 Mark öffentlich in Accord gegeben werden. Butzbach den 3. Dezember 1879. Metzger, Bezirks-Bauaufseher. Bekanntmachung. 4011 Dienstag den 9. d. Mts., Vormittags von 9 Uhr an, sollen die zur Concursmasse des Handelsmanns nachverzeichneten Mobilien in dessen Behausung durch Großherzogliches Ortsgericht daselbst im Auftrage des Concursverwalters Bürgermeister Müller von Massen- heim öffentlich meistbietend gegen gleich baare Zahlung versteigert werden: eine Parthie ungedroschenen Waizen, 2 Tische,. 2 Stühle, 1 Wanduhr, 1 Backtrog, 1 Mahne und 36 Säcke, 1 Fruchtwaage, verschiedene Kisten, 2 Spiegel, verschiedene Bilder, verschiedene Bütten, Züber und Elmer, 1 Krautständer und 1 Bohnenfaß, 1 Wasserbank 1 Schiebkarren, eine Parthie Holz, ö eine Parthie Heu, ö 2 Enten und 1 Gans, ö verschledenes Bettwerk und Ueberzüge, ö verschiedene Manns- und Frauenhemden, 16 Fenstervorhänge und 1. Sack mit Federn. Massenheim am 2. Dezember 1879. Derr Concursverwalter: Müller, Buürgermeister. Spielwerke und Weihnachten. Unzertrennlich, warum? bören wir den Leser fragen, weil man die weltberühmten Spielwerke des Herrn J. H. Heller in Bern alljährlich um diese Zeit angekündigt und dann auf Tausenden von Weihnachtstischen als Glanzpunkt die kostbarsten Sachen überstrahlend, findet; es ist dieses auch ganz natürlich, da Herr Heller dieselben in einer Vollkommenheit erzeugt, daß Jeder, der je eines seiner Werke gehör, von dem Wunsae beseelt wird, ebenfalls eines zu besizen. Was kann der Gatte der Gattin, der Bräutigom der Braut, der Freund dem Freunde Schöneres und Willkommeneres schenken? es vergegenwärtigt glück lich verlebte Stunden, ist alleweil munter, lacht und scherzt durch seine bald heitern, erhebt Herz und Gemüth durch seine ernsten Weisen, verscheucht Traurigkeit und Melancholie, ist der beste Gesellschafter, der Einsamen trreuester Freund und nun gar den Letdenden, den Kranken, den an das Haus Gefesselten!— mit einem Worte ein Heller'sches Spielwerk darf und soll in keinem Salon, an keinem Krankenbette, überhaupt in keinem guten Hause fehlen. Für die Herren Wirthe gibt es keine einfachere und sicherere Anziehungskraft als solch' ein Werk, um die Gäste dauernd zu fesseln; die gemachte Ausgabe hat die- selben, wie uns von mehreren Seiten bestätigt wird, nicht nur nicht gereut, sondern sie veranlaßt, größere Werke anzuschaffen, nachdem ste die ersten mit Nutzen weiter gegeben, darum jenen Herren Wirthen, die noch nicht im Besitze eines Spielwerkes sind, nicht warm genug anempfoblen werden kann, sich dieser so sicher erweiseu— den Zugkraft ohne Zögern zu bedienen, um so mehr, da bei größeren Beträgen nicht alles auf einmal bezahlt werden muß. Wir bemerken noch, daß die Wahl der einzelnen Stücke eine fein durchdachte ist, die neuesten, sowie die beliebtesten älteren Opern Operetten Tänze und Lieder finden sich; in den Heller'schen Werken auf das Schönste vereinigt. Herr Heller hat die Ehre, Lieferant verschiedener Höfe und Hohriten zu sein, ist überdieß auf den Ausstellungen preisgekrönt. Kurz 9 in vorzüglicher Waare, per Pfund 22 Pf., Frucht wird an Zahlung genommen bei J. A. Windecker, Hof,:⸗Lleferant. Messina⸗Citronen 8 1 605 8 Wilhelm Fertsch. Adraham Grünebaum J. zu Groß Karben gehörigen“ N l % A. Maaß,, unmmacher und Gatparbeiler, ö 5 5 ischt 101 Kaiserstraße 101, gegenüber den Apotheken, 45 empfieblt auf bevorstehende Weihnachten sein in allen Neubeiten voliständig assortirtes Lager in den f hochfeinsten Goldwaaren, als: Herren- und Damenketten, Medaillons, Armbändern, Brochen und LTasel- Ohrripgen, Ringen, Collierketten, Kreuzen ꝛc. ꝛc. Ferner Fabrik-Lager in versilberten Waaren, Ieeeg Tafelgeräthen und Bestecken. Großartige Auswahl in den hochseinsten goldenen und silbernen Herren- und Damen Uhren aller neueren Systeme. I bande Größtes und preiswürdigstes Lager in prachtvollen Regulateuren unter mehrjähriger Garantie. ö 4 Geschmackvolle Anfertigung von Haarkeften mit Goldbeschlägen. 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Betreff mit sämmt⸗ 3.„Der Wirtbin Töchterlein“(Ballade von Uhland), für BD ee lichen interesstrten Ortsvorständen u. anderen Interessenten 0 Neverie“ für Viol t Clavierbegleitung..„. ieuxptemps. vorgenommen werden. 8 5 ee daes, für BGA R. Schumann. Wir erlauben uns daber ganz ergebenst alle Die⸗ 6.„Meeresstille und glückliche Fahrt“(Göthe), für Chor und Clavier. L. v. Beethoven. jenigen einzuladen, welche für die Sache Interesse haben 2 Mark sind in den beiden und bitten um zahlreiche Betbeiligung. Einzelbillete für 1 Mark, Familienbillete für drei Personen zu Das probdisorische Comits⸗ 1 Buchhandlungen und Abends an der Kasse zu haben. Anfang halb 8 Uhr Abends. ö Der Seeretär Text und Programm à 20 Pf. sind Abends an der Kasse zu haben. 4024 4020 Büttner. 5— Harzer Canarienvögel, 4 O 1 7 vorzügliche Schläger, in schönen Exemplaxen empfiehlt Große Spielwaaren-Ausstelung. ie amen U 5 0 2 55 14 . 10 Feines glüthenmeh Bestene assortirt mit pielen Neuheiten von den geringsten bis zu den besten Sorten. S Fein 48 Glüt enme, besten gestoßenen Zucker, Citronen, Citronenöl, Citronat, * 2 Auch bringe meinen 50 Pfen nig 5 Bazar in gefällige Erinnerung in Orangeat, Rosinen, Mandeln, Anis, Hirschhornsalz, sowie alle anderen Artikel empfiehlt in bester Qualität zum Spielwaaren und Gebrauchs gegenständen. Jof. Hoffmann. Wabbnacenebäg Friedr. Hilbrecht Wittwe. 4031 8 ö 9 S PDuppenstzese. 0 1 Schube und Strümpfe, verschieden bei 1033— Adam Söllner II. d 7 3941 Zu bevorstehenden Weihnachten habe eine große of-Uhrmacher& Goldarbeitet, empfiehlt sein wohlassortirtes Weihnachtslager Ein Uhren, Gold- Silberwaaten. 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Darmstadt. Inf. Rats. Nr. 118, zum Oberstabsarzt 2. Kl. und Rgts.-Arzt des 5. Ostpr. Inf. Rgts. Nr. 41; Dr. Oelkers, Ass.-Arzt 1. Kl. vom 2. Schles. Drag.“ Kgt. N.. 8, zum Stabsarzt des 2. Bat. 4. Großh. Inf.⸗Rgts. Nr. 118 befördert. Worms, 4. Dec. Im siebenten bessischen Reichstagswahlkreis ist Fabrikant Heyl von hier mit 7200 Stimmen zum Reichstags- Abgeordneten gewählt; der Gegenkandidat, Hofgerichtsrath Frank von Darmstadt, erhielt 1170 Stimmen. Berlin. Nach einem Privattelegramm der „Nordd. Allg. Ztg.“ aus Posen wäre constatirt, daß in Warschau und Russisch-Polen die Rinder— pest sich immer mehr verbreite. Man glaube in Folge dessen von preußischer Seite eine militärische Grenzsperre erwarten zu müssen. — 3. Dec. Gcaf Hatzseld, der deutsche Bot- schafter in Constantinopel, begibt sich heute von hier nach Varzin. — 4. Dec. Abgeordnetenhaus. Auf eine Anfrage Röckeraths bezüglich der Handhabung des Gesetzes, betr. die verwahrlosten Kinder, erklärte Minister Eulenburg, es sei durchaus zu mißbilligen, wenn verwahrloste Kinder an den Mindestfordernden vergeben werden. Bei dem Capitel Sstafanstalts⸗ Verwaltung dringt v. Uechtritz⸗Steinkirch auf eine Reform des Strasvollzugs im Sinne der Ver- schärfung. Windthorst erörtert die Modalitäten des Strafvollzugs, verlangt Sonderung der politi- schen Verbrecher von den gemeinen und empfiehlt die Verschärfung der Strafen für einzelne gemeine Verbrechen resp. die Einführung der körperlichen Züchtigung. Stroßer stimmt Windthorst im ersten berg, 1 N Punkte zu, legt die Nothwendigkeit der körperlichen Züchtigung für Disciplinarvergehen dar und plai⸗ dirt für die möglichst weite Anwendung der Isolir⸗ haft. Das Capitel wird genehmigt. — Von unterrichteter Seite erfährt die„Voss. Ztg.“, daß während der hier stattgehabten Ver- handlungen zwischen den deutschen und öster⸗ reichischen Commissarien die Frage einer deutsch— österreichischen Zolleinigung resp. eines Zollbundes in ernstliche Erwägung genommen worden ist. Mit Bezug auf diese in Aussicht genommene Zoll union sind die dabei betheiligten diesseitigen Ressorts ersucht worden, ihr Gutachten abzugeben und das nölhige Material beizubringen. In ungefähr acht Tagen dürften die österreichischen Commissarien mit neuen Instruktionen versehen hierher zurück- kehren.— Der Reichskanzler wird zur Taufe seines Enkels bier erwartet und bleibt wahrscheinlich hier zum Weibnachtsfeste. — Die„Nordd. Allg. Zig.“ ist ermächtigt, die Zeitungsnachricht, daß während der Anwesen⸗ heit des danischen Königspaarts die Welsenfrage der Gegenstand von Verhandlungen gewesen und hier von maßgebender Seite bezüglich des be · schlagnahmten Vermögens des ehemaligen han⸗ nover'schen Königshauses bestimmte Erklärungen abgegeben worden seien, ihrem vollen Umfange nach für thatsächlich unbegründet zu erklären. Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 4. Dec. Das Abgeordnetenhaus lehnte mit 174 gegen 134 Stimmen den Antrag Czediks ab, betr. die Herabsetzung der Friedenepräsenzstärke und nahm mit 178 gegen 152 Stimmen den§. 1 der Re- gierungs vorlage an, den Kriegsstand von 800,000 Mann bis zum Schluß des Jahres 1889 fest · zustellen. N Frankreich. Paris, 4. Dee. Deputirten. Kammer. Brisson macht dem Ministerium den Vorwurf, in sich getheilt zu sein und nicht den berechtigten Wünschen der Majorität zu entsprechen, welche besonders eine Paclfication des Beamten- personals und eine Reform der Magistratur fordere. Er schließt mit den Worten: wir haben eine ent Militärdtenst. Nachrichten. Dr. Klipstein, Stabsarzt vom 2. Bat. 4. Großb.“ schlossene Majorität, aber ein zögerndes Mini- sterium. Waddington thut dar, daß das Cabinet die Vereinigung der in der Kammer vertretenen Ansichten repräsentire. Ein neues aus der gegen- wärtigen Coalition hervorgegangenes Cabinet würde alsbald mit einem großen Theil unserer con- stitutionellen Principien in starken Gegensatz ge- rathen. Waddington weist nach, was das gegen wärtige Cabinet möglich gemacht habe: ohne das Cabinet würde die Kammer nicht nach Paris zu— rückgekehrt sein. Das Cabinet werde die Magistratur Röspect vor der Republik lehren. Aber die Frage dürfe nicht so gestellt werden, wie sie gegenwärtig gestellt sei. Das Cabinet wolle keine absolnte Preßfreiheit; denn es wolle keine Schmäb freiheit; es nehme die Versammlungsfreiheit an, wenn die Parteien die Waffen niedergelegt hätten. Die Republik müsse auf die Vereinigung der Parteien geprüft werden; sie werde Bestand behalten, wenn diese Vereinigung Bestand habe. Eine von Devés beantragte, von der Regierung acceptirte Tages— ordnung wurde mit 243 gegen 107 Stimmen angenommen. Die Rechte enthielt sich der Ab- stimmung. Rußland. Petersburg, 4. Dec. Der Kaiser ist heute Nachmittag wohlbehalten hier eingetroffen, von den versammelten Volksmassen und den im Spalier aufgestellten Truppen enthu- siastisch begrüßt Der Kaiser begab sich im offenen Schlitten nach dem Winterpalais. — Die Verhaftung des jungen Menschen auf dem Babnhos von Iclissawegrad, von wo derselbe Billet nach Kursk(Moekauer Bahn) genommen, war mit folgenden Umständen verknüpft: Sein Handgepäck fiel im Verhältniß zu dem geringen Umfang durch seine Schwere auf. Als die Bahn- hofspolizei erschien, ergriff der Besitzer die Flucht. Zufällig anwesende Soldaten verfolgten ihn. Er versuchte aus einem Revolver Schüsse abzugeben, doch wurde ihm der Revolver trotz heftiger Gegen- wehr abgenommen; er trug zwei hohle Stäbchen Gift bei sich, die Reisetasche enthielt 13 kleine Blechkisten mit Nitroglyeerin. Ueber die Person des Arretirten verlautet noch Nichts.— Es heißt, daß der Großfürst Thronfolger wegen einer leichten Entzündung am Fuß seit zwei Tagen in Zarskoje Selo das Zimmer hüten muß; er konnte deßhalb auch nicht dem Kaiser nach Moskau entgegensahren. Moskau, 3. Dec. Der„Regierungsbote“ veröffentlich folgendes Telegramm des General— gouverneurs: Am 1. Dec, Abends 11 Uhr, bei der Einfahrt des Bagage- und Bedienungs-Zuges des Kaisers in das siebente Viertel des Rogosh'schen Stadtiheiles in Moskau erfolgte eine Explosion, in Folge deren der Zug entgleiste, ein Bagage— wagen umstürzte und zwei Personenwaggons sich quer über das Geleise stellten. Durch die Explo— sion bildete sich auf der Bahnfläche eine Grube von 2 Arschin Tiese, 7 Arschin Länge und 8 Arschin Breite. Personen sind nicht verunglückt. Das Haus, aus welchem die Mine geführt ward, ist entdeckt und unverzüglich zur Ermittelung der Missethäter geschritten worden. Amerika. Wasbington. Im Senat und der Kammer wurden Resolutionen eingebracht, in welchen beantragt wird, die Regierung solle der Gesellschaft zur Herstellung eines Canals durch Nicaragua Schutz zugesteben. Der Kammer ging ferner der Antrag zu, im Laufe der Session an dem bestedenden Münzgesetze Nichts zu ändern. — New Nork. Die„Ag. Hav.“ meldet aus Buenos Ayres vom 3. Dec.: Das chilenisch⸗ Geschwader blokirt Arica. Die chilenische Armee schlug die alltirten Truppen Perus und Bolivias bei Tarayapa vollständig und nahm letztere Sladt ein, Aus Stadt und Land. — 1. Friedberg. Im 2. Concert des Gießener Concertvereins,(welches Sonniag 7. Dec. im Club⸗Saale, sta lfindet) wird sich das erste österreichische Damen⸗Quartelt Spende dessen Leitungen im vorigen Jahre mit großem Beisalle aufgenommen wurden, hören lassen. Vorträge auf dem Clavier von Dota Schirmacher aus London und Cello von Robert Hausmann aus Berlin, einem Künstler ersten Range, bilden den übrigen Theil des Programms. s. Nieder-Florstad t. Bei der im Seplember d. J. dahier abgehaltenen Gustab-Adolf-Versammlung gingen M. 77.— ale Collecte ein und wurde diese Summe der evangel. Gemeinde in Pilsen überwiesen. Wie sehr eine dort noththat, geht aus dem Dankschreiben des dortigen Presbytersums bervor. Die dortige Kirchenkasse, aus der nölbige Zablungen zu machen waren, war deim Einiteffen der Summe, total erschöpft, und deßwegen batte diese Gabe doppelten Wertb. Das Pilsener Pres- kylersum bittet, der Gemeinde auch dei ferneren Gelegen- beiten zu gedenken. — o. Butzbach, 4. Dec. Als heute Nachmittag mehrre Kinder in einem Hofe ssich herumtummelten, brannten peötzlich zwei Bausch Stroh, die an einem Stolle standen, lichter⸗ loh auf. Im Nu brannte cer Stall mu und in kurzer Zeit brannten auch 3 Scheuern und ein bewohniee Hinter gebäude. Ein weiteres Wohnhaus wurde angebtannt, konnte aber noch gerettet werden. Von allen Seuen war Hülfe rasch zur Stelle, und wurde so noch weiteres Unglück verhütet. Es wird vermulbet, daß die Kinder aus Unvorsichugkein oder Muthwelle das Sirob angesteckt harten. Eine der Scheuern war gefüllt, jedoch momentan nicht versichert, da der Besitzer aus einer Gesellschaft aus-, bei einer neuen aber noch nicht wieder eingetreten war. Gießen. Hier ist man, dem Beispiele anderer Städte folgend, mit der Errichtung einer Suppenanstalt vorge⸗ gangen. Die„Volke küche“ wird im früheren Regierungs⸗ gebäude errichtet. Man ißt eben mit der Aufstllung resp. Einmauerung von vorläufig drei Kesseln deschäftigt und zwar in dem Raume, in dem früher die Marktwache sich besand. Zur Orienurung und Einsichtnahme der Anstalten in Darmnadt und Frankfurt ist ein Mitglied des aus⸗ führenden Comités dorthin gereist. Gießen, 4. Dec. Einen noch jungen Stromer von Rödgen, welcher vorgestern erst wegen Obdachlosigkeit ein⸗ geneckt und gestern Morgen mit dem Bedeuten enllassen wurde, daß er sich alsbald ein Obdach verschaffen solle, fand man gestern Nachmittag in der Nähe des Tonnen⸗ schuppens am Rodiberg erftoten. Grünberg, 3. Dec. Gestern Abend gegen 11 Uhr fanden von ihrer Arbeit heimkehrende Einwohner von Queckborn in der Nähe unserer Stadt auf der Straße nach Hungen einen vor Frost erstarrten Mann, welcher nur noch sehr wenig Lebenezeichen von sich gad und der auch, nachdem er vorläufig in dem hiesisen Wachtlocale untergebracht war, kurze Zeit darauf verftarb. Bei dem— selben wurde ein Zetietl miu folgender Ausschrift gefunden: „Ein in Unglück gerathener Mensch bittet um gefällige Unterstützung, damit ner in seine Heimalb gelangen kann. Karl Stein aus Köddingen, ebemals Lehrer, 1861-1863 auf dem Seminar.“ Da der Verstorbene einen Weg ein— schlug, welcher in gerade entgegengesetzte Richtung von seiner Heimath führt, so wird die Untersuchung ergeben müssen, ob er wuklich aus Köͤddingen ist. Offenbach, 3. Dec. Die Offenbacher Schiffbrücke ist heute wegen Treibeises im Main abgefahren worden. Mainz, 2. Dec. Erschossen wurde gestern in Sauer- Schwabenheim ein Wildfrevler von einem Waldhüter. Der Wilofrevler legte, während er zu entweichen suchte, auf den Waldhüter an; dieser aber kam ihm zuvor und traf den Frevler lödtlich. Allerlei. Dresden, 3. Dec. Das Grubenunglück in Zwickau erfolgte bei einer Belegschaft von 150 Mann, von denen gegen 70 Mann gerettet wurden. Gestern bis Nachmittag 4 Ubor wurden 5 Leichen gefördert. Die Unbrauchbarkeit des zweisen Förderungsgerüstes verhinderte die weitere Rettung. Auch die beiden Steiger sind verunglückt. Die Leuse arbeiteten 600 Meter lief. Handel und Verkehr. Frankfurt 3. Dee. Heu und Strohmarkt. Heu kostete je nach Qual. M. 2.— 3.50, Strob M. 2.40— 2.70. Eier das Hundert M. 6.50—8.80. Ganze Erbsen M. 28 bis 32, geschälte Erbsen M. 30 36, Bohnen M. 24— 28, Linsen M. 34-50. Ochsenfleisch 65 70 Pf., Kuh⸗, Rind- und Farrenfleisch 50—60 Pf., Kalbfleisch 48 55, Hammelfleisch 4065 Pf., Schweinefleisch 60— 70 Pf. Rosenkartoffel 100 Kilo M. 7—9, Kartoffeln M. 6— 7, Weißkraut 100 Stück M. 6—10, Blumenkobl M. 0.40 bis 1, Wirsing 6—12 Pf., Rothkraut 10—20 Pf. Ein Huhn M. 1.20 70, ein Hahn M. 080 1.40, eine Ente M. 1.50— 2.40, Gans M 4—11, eine Taube 45 bis 50 Pf. Kspaunen M. 3—3.50 Welsche M. 5—11, Hasen M. 3.50—4, Paularden M. 2.503. Postalisches. Für Zeitungsteser in Landorten ohne Postanstalt heben wir hervor, daß sie zur Exneu— erung ihrer Zeuungs Abonnements sich nicht persönlich oder schriftlich an die Postanstalt ihres Bezirkes zu wenden brauchen, sondern daß es genügt, wenn sie dem ihren Ort berührenden Landbrtefträger die voraus zu zahlenden Zeitungsgeldbeträge übergeben. Zur eigenen Sicherstellung können diese Betrage in dem vom Land boten mitgeführten Annahmebuche verzeschnet werden. Die Landbriefträger sind außerdem verpflichtet, gewoͤhn— liche oder eingeschriebene Briefe, Postkarten, Briefe mit Zustellungs Urkunden, Drucksachen und Waarenproben, —— „„ SSE sowie Postanweisungen, welche zur Weiterbeförperung mit der Post oder auch nur bis zu einem von dem Land; briefträger auf seiner Tour noch zu berührenden Land⸗ orte bestimmt sind, entgegen zu nehmen. Diese Gegen- stände werden von dem Landboten oder vom Absender selbst in das mitgeführte Annabmebuch eingetragen. Für edes derartige Versendungsobjekt ist außer dem Post⸗ sundheit der Kinder in der Weihnachtszeit oder nachher stattfinden soll, wird um gätige Beisteuer an Geld und sonstigen Gaben gebeten. Jede der Unterzeichneten erklärt sich zum Empfange gern bereit. Käthchen Baur. Johannette Klipstein. Hilda Dieffenbach. Christiane Schmidt. porto eine Nebengebühr von 5 Pfg. zu entrichten. Bitte Mina Diegel. Christiane Werner. zu der Ehristbescheerung, welche für die hiesige Kleinkinderschule je nach der Ge— Gedenhet der Vögel im Schnee! Geld Cours. Frankfurt am 4 December 1879. 20 Frankenstücke. M. 16 1317 do. in 1 ũ[ zie Englische Sovereigns„ 20 25—30 Russische Imperkales„ 16 66— 70 Duc„ 9 58—60 Dollars in Gold. 7 5„ 4 17—27 Ein möblirtes Zimmer mit Schlaf ⸗Cabinet ist zu vermiethen bei 3917 S. Hirschhorn. 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Allen Denjenigen, wesche unseren unvergeßlichen Sohn 0 in großer Auswahl, ö 1 Georg zur letzten Nuhestätte geleiteten, sagen innigsten Dank Melbach den 4. Dezember 1879. Wilh. Kleberger II., Elisabetha Kleberger, geb. Tbeilmann. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten, die sich während des kurzen aber schweren Krankenlagers unseres lieben Söhnchens 1 Richard, sowie der Gelestung zu seiner letzten Ruhestätte so lieb und theilnahmevoll bewiesen haben, sprechen wir unseren tiefgerührten Dank aus. ö Die trauernden Eltern: C. Löhr und Frau. Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung, daß unser liebes Töchterchen Käthchen heute, Morgens 4 Uhr, ihrem Brüderchen Heinrich rasch nachgefolgt ist und bitten um stille Theilnahme in unserem so großen Schmerze. Friedberg den 4. Dezember 1879. Heinrich Ransch und Fran. Beerdigung findet nächsten Sonntag, 4040 Die Nachmittags 3 Uhr, statt. Cisch-, Wand-& Hängelampen Witd hie — Air einspal Annonet Utzirksde getreffe 0 4 fragen w bemerken, velche al über Bei bettef Das E Nacht solgende lassirer und der lach Br Ber Heherig onatg n A Nacho agen be chunt d zur halle sch Diemar dotseld nannt. Mauibe kreite i gtordt