1879. Donnerstag den 5. Juni. N 65. Freitag Abend ausgegeben. Areisblatt für den Kreis Friedberg. Oberhessischer Anzeiger. Ertcbeint eima Erscheint drei reimal per e und zwar Dienstags, Donnerstags und Samstags. . Tie einspaltige Petitzeile wird ber Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 If.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets ber Post nachgenommen. uerwehr 2——— Avus dem Großherzog 0„Aer* Nr. 8. Finanzgesetz für die Etatsjahre 1879/80, 1880/81 und 1881/82.— i ne Sunn Wird hler und in Naubeim Montag, Mittwoch und 1 17717 4 andert G. t nhtller. 5 f Nichts.— Beilage Nr. 15. 1. bis 7. Nichts.— Nr. 13. Bekanntmachung, die 5 egen Abänderung der Gesetze vom 23. Februar 1876 und vom 2 n J. — jiufnahme einer Anleihe für Zwecke der Verwaltungen der Post und Telegraphen u. s. eligionsgemeinden des Kreises Friedberg. 6. bis 11. Nichts.— Nr. 12. Gesetz, tilage Nr. 12. 1. bis 11 Nichts.— Beilage Nr. 13. 1. bis 12. Nichts.— Beilage Nr. 14. 1. bis 3. Nichts. 4. Uebersicht der für das w., OD. 1 4 1 n 1 1 3 N 8 lichen Regierungsblatt ist zu publielren: Mofa Itmachm* 12* Fry 9* anntmachung, den Erlaß einer Beilage Nr. 10. 1. bis 9. Nichts.— Nr. 9. erichtsferien bei den Gerichten der Provinzen Starkenburg und Oberhessen und bei den Friedensgerichten der Provinz Rheinhessen betreffend.— Beilage Nr. 11. 2 NO 5 Aufbri 0 er itte zur 1 1 3 Nera 1 5 7 2 2 75 57 7 ff Bekanntmachung, das Aufbringen der Mittel zur Bestreitung der Bedürfnisse der Landjudenschaft der Provinz Oberhessen für 1879 betreffend. 2. bis 4. Nichts. r der G das 70 roßher 9 Jinssteri—* f 5 of N Urfniss* 16114 Uebersicht der für das Jahr 1879 von Großherzoglichem Ministerium des Innern genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communalbedürfnissen in den israelitischen die Bildung und Zuständigkeit des obersten Verwaltungsgerichts betreffend.— Jahr 1879 von Groß— 8 Nostor reffe W 6 1— 73 0 5 12 uen Postordnung betreffend. Nr. 10. Bekanntmachung, den Ausschlag der directen Steuern für das Etatsjahr 1879/80 betreffend.— Nr. 11. Verordnung, die N erzoglichem Ministerium des Innern und der Justiz genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communalbedürfnissen in den Gemeinden des Kreises Friedberg. 5. bis 1 4 3 5 9 0 N Versehung des Sicherheitsdienstes im Großherzogthum durch das Großherzogliche Er Brauartl!“ 1 betreffend. 5 Nr. 14. Verordnung, die Vorbereitung für den Staatsdienst im Justiz- und Verwaltungsfache betreffend.— Nr. 15. Verordnung zur J usführung des Deutschen Gerichtsverfassungsgesetzes und des Einführungsgesetzes zum Gerichtsverfassungsgesetze. 0 Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Reichsgesetzblatt des Deulschen Reiches publicirt worden: Ar. 1 ef betreffend die Festst 8 0 75 1 ö 1 8 3 M 0 a S 83 ö Nr. 7. Gesetz, betreffend die Feststellung des Reichshaushalts Etats für das Etatsjahr 1879/80, S. 19.— Nr. 8. Weltpostvereinsvertrag, S. 83. Ueber⸗ inkommen wegen des Austausches von Briefen mit Werthangabe, S. 102. Uebereinkommen wegen des Austausches von Postanweisungen, S. 112.— Nr. 9. Gesetz 3. Mai 1873, betreffend die Verwaltung des Reichs Invalidenfonds, S. 119. Gesetz, betreffend die S. 121. Berichtigung, S. 122.— Nr 10. Bekanntmachung, betreffend die t. flebereinkunft mit Dänemark wegen gegenseitigen Markenschutzes, S. 123.— Nr. 11. Verordnung, betreffend die theilweise Aufhebung der Beschränkungen der hr dus Rußland, S. 12⁵— Nr. 12. Verordnung, betreffend die Taggelder, die Fuhrkosten und die Umzugskosten der gesandtschaftlichen und Consularl S. * 1 mn ferordnung, betreffend den Urlaub der gesandtschaftlichen und Consularbeamten und deren Stellvertretung, S. 134.— Nr. 13. Gesetz, betreffend eilung der 11 7 für das Etatsjahr 1879/80, S. 137. Gesetz, betreffend die Erwerbung der königlich preußischen Staatsdruckerei für das Reich, S. 139. Gesetz, —Fitteln, Genußmitteln und Gebrauchsgegenständen, S. 145. a 1 2 betreffend: Das Ober-Ersatzgeschäft pro 1879. Ae N Das diesjährige Ober Ersatzgeschäft für den Kreis Friedberg findet lach dem in Nr. 61 des Anzeigers erwähnten Reise- und Geschäftsplan Im 13., 14. und 16. Juni laufenden Jabres, Morgens prätis 8 Uhr, un dem Rathbaussaale zu Friedberg statt. Hierbei haben zu erscheinen: 5 1) Di zur Dieposition der Ersatzbebörden entlassenen Mannschaften. Mochel. — 1— 2) Die zur Zeit des Aus hebungs Geschäfts noch vorläufig beur⸗ 6 faubten Rekruten. e 3) Die von den Truppen ⸗(Marine-) Theilen abgewiesenen Einjährig⸗ nen u Freiwilligen. * 4) Felddienstunsähige und Invaliden, welche beim diesjährigen c. Seen, Musterungsgeschäft von Groß herzoglicher Ersatz Commission vor Großber— 7116 ogliche Ober Ersatzcommission verwiesen worden sind. 5) Die ven Großberzoglicher Ersatz⸗Commission zur Ersatzreserve nen. J. Klasse in Vorschlag gebrachten sowie 6) Die vor derselben als tauglich erkannten Militärpflichtigen. ami, 79 Die von fremden Ersatz⸗Commissionen zur Ausmusterung oder v. Weite Ersatzreserve II. Klasse in Vorschlag gebrachten, inzwischen in den dies— —— Neitigen Kreis verzogenen Militärpflichtigen. fritdbetzh- tube 0 8. 24. 7) Milisärpflichtige, welche in den Terminen vor den Ersatz⸗Behörden zicht puͤnkuich erscheinen, find, sosern sie nicht dadurch zugleich eine härtere Strafe 1 terwirkt baben, mit Geldstrafe bis zu 30 Mark oder Haft bis zu 3 Tagen zu bestrasen. mn inn Kußerdem können ihnen von den Ersatz-Vehörden die Vortheise der Loosung(8 65) imzogen werten. Ist diese Versäum niß in böslicher Absicht oder wiederholt erfolgt, 6e können sie als unsichere Diensipflichtige(§. 65, 3) behandelt werden. Ist die Ver⸗ siumniß durch Umftände berbeigesührt, deren Beseitigung nicht in dem Willen der Gestellunge pflichtigen lag, so treten die vorerwähnten Folgen nichtein. R. M. G.§ 33. §. 65. 3) Vorweg Einzustellende sind solche Militärpflichtige, welche in einem don den Ersatz Behörden abzubaltenden Termine nicht pünkilich eischienen und denen deßhalb von den Ober⸗Ersotzcommissionen die Vortheile der Loosung entzogen worden 1 Petreffend: Die Voranschläge der Gemeinden des Kreises Friedberg für 1880. N Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Nach§ 3 der Instruction für Aufstellung und Revision der Ge— neinde-Voranschläge vom 20. Oktober 1874 hat die Aufstellung des 5755 durch den Bürgermeister und die achttägige Offenlegung ö 1 tesselben lim Monat Juni zu ersolgen. Der nach§. 3 entworfene und offen gelegte Voranschlag ist sodann em Gemeinderath spätestens im Monat Juli zur Berathung vor— julegen.§. 4 der o. a- Instruction. Bei dieser Berathung ist auch über sse während der stattgehabten Offenlegung etwa eingelangten Bemerkungen urch den Gemeinderath Beschluß zu fassen. In F. 10 ist weiter bestimmt, daß der vollendete, Zfach ausgefertigte, nit dem Protokoll von der ganzen Versammlung unterschriebene und slierauf 8 Tage lang offen gelegte Voranschlag in zwei Ausfertigungen hit den während dieser 8 Tage etwa schriftlich beigelegten Bemerkungen spätestens bis zum 15. August an das Kreisamt einzusenden sei. „ 1 Indem wir Sie auf diese Bestimmungen ausdrücklich verweisen, nmüssen wir erwarten, daß die vorgeschriebenen Termine in jeder Beziehung ingehalten werden. H. Petet. lletreffend die Feststellung eines Nachtrags zum Reichshaushaltungs-Etat für das Etatsjahr 1879/80, S. 143.— Nr. 14. Gesetz, betreffend den Verkehr mit Nahrungs Friedberg den 20. Mai 1879. Der Civil-Vorsitzende der Großherzoglichen Ersatz-Commission Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien und den Großherzoglichen Polizei-Commissär zu Wickstadt. Nicht zu erscheinen baben: Die beim diesjährigen Ersatzgeschäfte dahier aus irgend einem Grunde auf ein Jahr zurückgestellten, als untaug— lich erkannten oder zur Exsatzreserve II. Klasse designirten Militärpflichtigen. Die Ihnen demnächst unter Couvert zugebenden Ladungen wollen Sie den Militärpflichtigen sofort zustellen lassen urd dafür sorgen, daß dieselben pünktlich und reinlich erscheinen. Sollten Militärpflichtige, welche der Großherzoglichen Ober Ersatztommisston vorzustellen sind, dis dahin in einen anderen Aus hebungsbezirk verziehen, so ist hiervon nach§. 45 pos. 13 der Ersatzordnung alsbald Auzeige zu machen. Unter Hinweis auf die nachstebend abgedruckten Bestimmungen der Webrordnung wollen Sie die betreffenden Militärpflichtigen bedeuten, daß sie es sich selbst zuzuschreiben haben, wenn sie wegen Unterlassungen oder nicht w rtchtzeitigen Erscheinens in eine der in diesen Bestimmungen bemerkten Strafen genommen werden. Sie selbst haben sich an den genannten Tagen, sofern an denselben Militärpflichtige aus Ihren Gemeinden zu erscheinen haben, pünktlich einzufinden. n Küchler, Kreis ⸗Assessor. Deutsche Wehrordnung. sind. R. M. G.§. 33. Stehen solchen Militäcpflichtigen gesetzliche Ansprüche auf Zurückstellung oder Befreiung von der Aushebung zur Seite, so können sie von den derslärkten Ober ⸗Ersatzcommissionen dieser Vergünstigungen nur dann als verlustig erklärt werden, wenn ibre Versäumnisse in böslicher Ab sicht oder wiederholt erfolgt sind. Unter aleicher Voraussetzung können solche Militärpflichtige von den Ersatz-Bebörden als unsichere Diensipflichlige sosort zur Einstellung gebracht und durch die Landwehr⸗ Bezirks Commandeure dem nächsten Insanterie-Truppentheil oder Marinetheil über— wiesen werden(§. 67, 3). R. M. G.§. 30, 4b und 7. Ist die Versäumniß durch Umftände herbeigeführt, deren Beseitigung nicht in dem Willen des betreffenden Militär⸗ pflichtigen lag, so kreten die vorerwähnten Folgen nicht ein. R. M. G.§. 33. Friedberg am 31. Mai 1879 Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Im Voraus bemerken wir hierzu, daß die Fertigung des Voran- schlags durchaus nicht auszuschieben ist, wenn etwa die Rechnung für 1878 noch nicht an den Büͤrgermeister abgegeben sein sollte, sondern es bat die Aufstellung der Beilage 4 ꝛc. dann auf Grund des Handbuchs des Gemeinde Einnehmers, welches Ihnen zu diesem Zwecke zur Verfügung gestellt werden muß, zu erfolgen. Eine verspätete Einsendung in einem solchen Falle wird demnach als entschuldigt nicht angesehen werden, Zur besonderen Beachtung bei Aufstellung der Voranschläge empfeblen wir Ihnen neben unserem Ausschreiben vom 20. Juli v. J.— Anzeiger Nr. 86— nur noch die zu den 1879er Voranschlägen ergangenen Ent- Ne Be- schließungen und— was seither häufig nicht befolgt wurde— die stimmung in§. 10 der Instruction, daß auch der bei der Berathung anwesend gewesene Beigeordnete den Zahlen-Voranschlag an der betreffenden Stelle zu unterschreiben hat, Die Formularien zu den Boranschlägen können Sie bei unserem Bürean-Gehülfen Kreuder bezieben ace Kreis Assessor. ——— — etreffend: Die Landeswaisen-Anstalt, hier Unterstützungen aus derselben zur Anschaff ung von Conflmationskleldern. von Confirmationskleidern nachgesucht wird. Friedberg am 31. Mai 1879. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Es kommt häufig vor, daß Eingaben an die Landeswaisen ⸗Anstalt direct eingereicht werden, in welchen um Unterstützung zur Beschaffung] Gun 4 glg Wir finden uns dadurch veranlaßt, Sie auf das mit Verfügung vom 18. Juli 1873, Anzeiger Nr. 7, mitgetheilte Ausschreiben Großh. Provinzial-Direction Starkenburg aufmerkam zu machen, wonach solche Gesuche durch unsere Vermittelung einzureichen sind, außerdem aber denselben immer eine pfarramtliche Bescheinigung beiliegen muß, daß das betr. Kind zur Confirmation oder ersten Communion auch wirklich zugelassen wird. Zur Verhütung von Unglücksfällen wird bekannt gemacht, daß nach Anzeige des Bezirks Commandos die Schießübungen auf der Seewiese dahier bereits begonnen haben und wird vor Betreten des Schießbereichs während der durch eine auf der Schießmauer aufgehißte Flagge bezeichneten Auch empfehlen wir den Großherzoglichen Bürgermeistereien der dem Schießplatze zunächst gelegenen Orte Bekannt⸗ Uebungszeiten hiermit gewarnt. machung durch die Schelle. Friedberg am 31. Mai 1879. J. B. d. K.: Küchler, Kreis ⸗Assessor. Bekanntmachung. . Großherzogliches Kreisamt Friedberg. B. d. K.: Küchler, Kreis Assessor. Deutsches Reich. Darmstadt. war während des Pfingstfestes zum Besuch bei der großherzoglichen Familie anwesend. — Der„Darmst. Zig.“ geht die Mittheilung zu, der Fürst von Bulgarien werde vor dem Sultan nicht im schwarzen Ueberrock und mit dem Fez, sondern in hessischer Uniform erscheinen.“ Darmstadt. Die Nummern 14, 15 und 16 des Regierungsblatts enthalten die Verordnungen über die Vorbereitung für den Staatsdienst im Justiz- und Verwaltungsfach, die Verordnung zur Ausführung des Deutschen Gerichtsverfassungs- Gesetzes und des Einführungsgesetzes dazu, sowie die Verordnung über die Bildung der Schöffen gerichte und der Schwurgerichte. Das Regierungs⸗ blatt, Nr. 17 enthält die Verordnung über die Ernennung der Handelsrichter. — Militärdienstnachrichten. Zernin, Port.⸗ Fähnr. vom 2. Rhein. Inf. Regt. Ne. 28, in das 1. Großh. Inf.⸗Regt. Nr. 115 versetzt; Bernard, Unterarzt der Res. vom 1. Bat. 4. Großh. Landw.⸗Regts. Nr. 118, zum Assistenzarzt 2. Kl der Res. befördert. — Der Gerichts- Accessist Dr. Scherer aus Urberach wurde zum Advokatanwalt in Mainz ernannt. Der Präsident des Ober-Appellations- und Kassationsgerichts, Dr. Zentgraf, und der Vicepräsident des Obergerichts in Rheinhessen, Freih. von Jungenfeld, wurden ihrer Eigenschaft als Prüfungs⸗Commissäre für das Justiz- und Verwaltungsfach auf Nachsuchen enthoben. — In Folge des Ablebens des bisherigen Regierungs- Commissärs bei der Hessischen Lud⸗ wigs⸗Eisenbahn, Geh. Oberbaurath Renner, ist dem Ministerialrath Weber, welcher seither bereits mit den Functionen eines zweiten Regierungs- Commissärs bei d, genannten Gesellschaft betraut war, die Wahrnehmung der bezüglichen Geschäfte übertragen worden. — Am 30. Mai ist im Regierungsblatt die Publication der neuen Gerichts verfassung erfolgt. Für ganz Hessen wird ein Oberlandesgericht mit dem Sitze in Darmstadt errichtet, jede der drei Provinzen erhält ein Landgericht(zu Darmstadt, Mainz und Gießen). Amtsgerichte sind für folgende Orte beflimmt: Darmstadt(2), Beerfelden, Fürth, Gernsheim, Großgerau, Großumstadt, Hirschhorn, Höchst, Langen, Lorsch, Michelstadt, Offenbach, Steinheim, Seligenstadt, Wald- Michelbach, Wimpfen, Zwingenberg, Gießen, Alsfeld, Alten— stadt, Büdingen, Butzbach, Friedberg, Grünberg, Herbstein, Homberg, Hungen, Laubach, Lauterbach, Lich, Bad⸗Nauheim, Nidda, Ortenberg, Schlitz, Schotten, Ulrichstein, Vilbel, Mainz, Alzey, Bingen, Niederolm, Ober- Ingelheim, Oppenheim, Ost- hofen, Pfeddersheim, Wöllstein, Wörrstadt, Worms. Kammern für Handelssachen werden in Darmstadt, Offenbach, Gießen, Mainz und Worms errichtet und deren Vorsitzende demnächst bestimmt. Die Aufsicht über die Standes- Beamten bleibt den Gerichten, die Amtstracht der gerichtlichen Beamten soll durch besondere Verordnung festgesetzt werden. Berlin, 3. Juni. Der Kaiser ist gestern im Schloß Babelsberg abermals im Zimmer aus- geglitten und auf die Kniescheibe gefallen. Die Anschwellung ist nicht bedeutend. Der Kaiser hat Die Anträge der Bundesraths- Ausschüsse für die licht das Sperrgesetz und eine Bekanntmachung des die Nacht gut geschlafen. — Zur goldenen Hochzeit des kaiserlichen Rußland und den Großfürsten Alexis und Sergius hier ein: Der König und die Königin von Sachsen, der Großfürst Michael von Rußland, der Herzog und die Herzogin von Edinburg, die großher⸗ zoglich badische Familie, der Großherzog und Ecbgroßherzog von Mecklenburg Strelitz, die Mecklenburg⸗Schwerin'schen Herrschaften, der Prinz und Prinzessin Wilhelm von Württemberg, Prinz Luitpold von Bayern, Prinz Wilhelm und Prinz Luitpold als Vertreter des Königs von Württem⸗ berg und resp. des Königs von Bayern, und der Landgraf und Landgräfin von Hessen. Berlin, 30. Mai. In der heutigen Plenar⸗ Sitzung des Bundesraths wurde der Gesetzentwurf über die Verfassung Elsaß Lothringens vorgelegt. Verfassung und das Justizwesen von Elsaß⸗Loth- ringen zielen darauf ab, dem Entwurfe eine prä— cisere Fassung zu geben. — 31. Mai. Der„Reichsanzeiger“ veröffent- Reichskanzlers, wonach der Eingangszoll für Roh- eisen, Brucheisen und Abfälle aller Art Eisen mit 1 Mark pro 100 Kilo in vorläufige Hebung ge— setzt wird. — Der Antrag des Abg. Reichensperger auf Beschränkung der Wechselfähigkeit wurde von der Wucher-Commission abgelehnt. Die geplante Ein- führung zweijähriger Budgetperiode ist keinenfalls für die laufende Session zu erwarten. An die Rückkehr zur Doppelwährung wird vielfach geglaubt. — Der deutsche General-Consul in Aegypten überreichte dem Khedive am 18. Mai in Kairo einen motivirten Protest der Reichs- Regierung gegen die Finanzdeerete vom 22. April. Eine mit der deutschen genau übereinstimmende Erklär⸗ ung wurde von dem Vertreter Oesterreich-Ungarns dem Vicekönig zugestellt. Ausland. Oesterreich⸗ Ungarn. Wien. Die österrejchische Besetzung von Priboj, Priczeolje, Bjelopolje ist unmittelbar bevorstehend. Die be— standene Schwierigkeit mit der Pforte ist beigelegt. Oesterreich wird blos mit 5000 Mann ein- marschiren, dagegen übernahm die Pforte die Verpflichtung, ihre im Sjenica Novibazar stehen⸗ den regulären Truppen, zusammen ca. 15,000 Mann, zur Unterstützung der Oesterreicher aufzu⸗ bieten, falls gegen letztere Widerstand seitens der Arnauten eintreten sollte. Pest, 29. Mai. Unterhaus. Der Gesetz⸗ entwurf in Betreff der Bedeckung der außerordent- lichen gemeinsamen Ausgaben pro 1878 wurde genehmigt. Schweiz. Bern, 2. Juni. Die Bundes- versammlung wurde mit Ansprachen der abtreten den Präsidenten beider Räthe eröffnet. Im Nationalrath drückte Prästdent Römer Bedauern aus über die Wiedergestattung der Todesstrafe und knüpfte daran die Mahnung zu republikanischer Unterordnung unter den Willen der Mehrheit. Im Ständerath sprach Gengel die Hoffnung auf einstige gänzliche Abschaffung der Todesstrafe und Einführung der Rechtseinheit aus. Im National- rath wurde Künzli(Aargau), liberal, zum Prä- sidenten, Burkhardt(Basel), liberal, zum Viee⸗ bisherigen Vicepräsidenten Stehlin(Basel), con- servativ, zum Präsidenten. Zum Vieepräsidenten wurde Sabli(Bern), liberal, gewählt. Frankreich. Paris, 1. Juni. Der Prä⸗ sident der Republik empfing heute den Prinzen Battenberg, welcher am 4. Juni sich nach London begeben wird. Versailles, 30. Mai. Spuller, Referent der Commission für die Ferry'schen Unterrichtsge⸗ setze, legte den Bericht der Commisston, welcher die Annahme der gedachten Gesetze empfiehlt, vor. Belgien. Brüssel. Die Correspondenz zwischen Belgien und dem Vatican wird der Kammer mitgetheilt werden. Dieselbe ergibt, daß der Episcopat angewiesen ist, Angriffe gegen die constitutionellen Institutionen zu vermeiden. Großbritannien. London, 30. Mai. Das„R. B.“ meldet aus Simla: die Regierung hat fast sämmtliche britischen Truppen aus Jellalabad zurückbeordert. Die Ratification des mit Jakub Khan abgeschlossenen Friedensvertrages sollte heute stattfinden. — Nachrichten aus Kapstadt vom 14. Mai zufolge verlegte Oberst Wood sein Quatier von Kambula nach Queens Kraal am weißen Umvolost⸗— Flusse, um die Verbindung mit General Rewde— gate zu erleichtern. Ununterbrochen gehen Trans porte zwischen Tugela und den am weitest vorge⸗ schobenen Forts. Nur selten werden Zulus bemerkt. Spanien. Madrid, 31. Mai. In einer Versammlung von 230 ministeriellen Deputirten erklärte Martinez Campos, er werde die von Canovas del Castillo inaugutirte liberalconserva⸗ tive Politik fortführen, die Armee auf 13,000 Mann reduciren und alle möglichen Ersparnisse einführen, Der Ministerprästdent appellirte an die Vereinig⸗ ung der Liberalconservativen zur Lösung der cuba— nischen und anderer schwebender Fragen. Italien. Rom. Der Papst bereitet eine Allocution gegen das neue italienische Strafgesetz über die obligatorische Präcedenz der Civilehe vor, Türkei. Constantinopel, 2. Juni. Gestern wurde ein außerordentlicher Ministerrath zusammenberufen, welcher die gegenüber den Bul⸗ garen in Ostrumelien zu beobachtende Haltung erörterte, da diese die Aufpflanzung der türkischen Fahne in Philippopel verhinderten. Vor dem Ein⸗ zug Aleko Pascha's war die bulgacische Fahne aufgezogen, die aber auf seinen Befehl einge— zogen werden mußte. Dafür sollte aber auf Verlangen Aleko's die türkische Fahne aufgezogen werden, was jedoch unterblieb, indem die Muni⸗ cipalität die dadurch entstehende Aufregung vor— schützte. Griechenland. Athen, 28. Mai. Eine un⸗ gefähr 500 Mann starke türkische Truppenabtheilung überschritt in Verfolgung einer etwa 150 Mann starken Räuberschaar die griechische Grenze bei Ktemenion in der Meinung, daß sich die Ver- solgten dahin geflüchtet hätten. Da die türkischen Truppen der Aufforderung der griechischen Grenz⸗ wache, sich über die Grenze zurückzuziehen, nicht nachkamen, vielmehr Feuer auf die Wache gaben, entspann sich ein gegen drei Stunden dauernder Kampf, worauf die Türken über die Grenze zu⸗ rückgingen, 1 „ 0 Prinz Wilhelm von Preußen Paares treffen außer dem Kaiser Alexander von präsidenten gewählt. Der Ständerath wählte den — uma a Illo, osten Gold gußt en gtgant 100 a N ö Heer tba 16 be — pe ich el III ur Auf t gube ff d des! Ou Det pri pris * sch 10 2* e 92 Al N (Aan 1 Iran 1— 10 1 r heil binrichten ließ. L Einer amtlichen Bekanntmachung zufolge — 31. Mai. Die griechische Regierung hat vegen der Griechenland mit einer Invasion be⸗ rohenden türkischen Truppentoncentrirung an der Grenze eine Depesche an die Großmächte und gleich eitig auch eine Note an die Pforte gerichtet. — 2. Juni. Eingegangener Meldung zufolge emächtigte sich ein Trupp albancsischer Irregulärer, wa 400 Mann stark, der Stadt Almyro bei alo, drohte die Stadt zu plündern und die aserne anzuzünden, falls nicht der rückständige Sold ausgezahlt werde.— Auf Cypern herrscht roße Aufregung, weil der türkische Gouverneur on Famagusta zwei Eingeborene ohne voraus- egangene gerichtliche Untersuchung und ohne Ur Rußland. Petersburg, 31. Mai. Der Beneralgouverneur General Gurko hat eine Ver— ordnung erlassen, wodurch Beschränkungen in Betreff des Ankaufs und Verkaufs stark wirkender Gifte eingeführt werden. — Nachrichten aus Baku zufolge reiste General Lazareff mit seinem Stabe am 25. Mai nach Tschikischlar ab. — Der„Regierungsbote“ veröffentlicht einen kaiserlichen Ukas vom 26 Mai, durch welchen der Finanzminister angewiesen wird, bebufs Beschaffung zur Deckung der durch den letzten Krieg hervor- gerufenen außerordentlichen Ausgaben eine innere Iproc. Anleihe im Nominalwerthe von 300 Mill. Rubel zu emittiren. ist die Proceßverhandlung gegen Solowjeff wegen des Attentats auf den Kaiser vor dem obersten Strafgericht auf den 6. Juni anberaumt. Kiew. Von hier wird gemeldet, daß gemäß dem Urtheilsspruch der Preuße Ludwig Brandtner, der Edelmann Osynski und ein Unbekannter, welcher angeblich Antonoff beißt, am 26. Mai mittelst Stranges hingerichtet wurden. Die gegen Sophie v. Herzfeld erkannte Todesstrase ist in Zwangs arbeit von unbestimmer Dauer umgewandelt. Amerika. New Nork, 28. Mai. Das „R. B.“ meldet aus Santiago: Die peruanische Flotte griff die chilenische Flotte bei Iqusque an, der Angriff wurde jedoch abgeschlagen.„Lloyd“ veröffentlicht eine Depesche über ein Gefecht zwischen der peruanischen Panzerfregatte„Independencia“ und zwei cilenischen Holzschiffen„Esmeralda“ und„Covadonga“ bei Jquique, wobei alle drei Schiffe sanken. Washington. Delegirte der demokcalischen Partei des Senats und des Repräsentantenhauses einigten sich dahin, die sofortige Annahme des Entwurfes des Kriegsbudgets für das nächste Finanzj ihr zu empfehlen, wenn der Artikel auf genommen werde, welcher jede Verwendung von Truppen als Polizei während der Wahlen verbietet Aus Stadt und Land. Friedberg, 3. Juni. Gestern entgleiste auf dem Viabuct ein Packwagen dadurch, daß ein Wollballen von demselben herab auf die Schienen fiel. Glücklicherweise gewährte der zunächsisitzende Bremser die Sache sofort, so daß weilere Schädigung an Waaren und Malerial noch rechtzeitig vermieden werden konnte. Darmstadt. ist auf den 18. August angesetzt worden. auf einen Tag beschränkt bleiben, aber den Charakler e allgemeinen Landes Festes tragen. Division und Die Feier wird Die Enthüllung des Landes-Denkmals ines Der Großh.(25) früheren Angehörigen derselben, den Krieger— vertinen und Invaliden aus dem Jahre 1870/71 ist eine Messina, 30. Mai. Die Ausbrüche des Aeina dauern fort. Neue Oeffnungen bedrohen die Orte Bianca— villa, Randazzo und Casltiglio. Dichte Aschenwolken be— decken Piedimonte; es berrscht sast vollständige Finsterniß. Die Gebirgs⸗Communscationen zu mehreren Dörfern sind bedroht. Die Richtung des Lavastromes bedrohl Piedimonte nicht, doch wird das Austreten des Cantara-Flusses in Folge von Stauung befürchtet. Die Lava ist neun Kilo— meter von Linguaglossa enisernt.— 2. Juni. Beim Aus⸗ bruch des Artna dauern die Detonationen fort; der Lroa⸗ sitom bewegt sich fortwährend in der Richtung des Alcantafa— Flusses. New-⸗PYork, 1. Juni. Bei einem Orkan wurden in ansas und Nebraska 40 Personen getödtet und über 100 verletzt; auch wurden 50 Häuser zerstört und an Feldfrüchten und anderem Besitzthum schwerer Schaden verursacht. Das Schulwesen in Hessen vor dem Richterstuhl der„Deutschen Reichspost“. (Fortsetzung.) sind, wenn sie sich mit dem Werkzeug, das ihnen die Fortbildungsschule an Wissen und Können mit in's Leben gibt, einmal selbst durchschlagen müssen, dann wird noch Mancher dankbar daran denken, daß man ihn seinerzeit gezwungen hat, einige Winterabendstunden seiner geistigen Weiterbildung zu widmen. Daß sich der Ein führung in erster Zeit manche Schwierigkeiten entgegen gestellt haben, ist richtig. Dieselben lagen nicht blos in der Renitenz der Verpflichteten, sondern sehr höufig in dem Mangel an gutem Willen und Energie auf Seiten derjenigen, welche die neue Einrichtung ein- und durch⸗ zuführen hatten. Wo mit gutem Willen, Ernst und Eifer an das Werk gegangen und namentlich auch den Ver— pflichteten gegenüber verständige Belehrung angeordnet wurde, ging die Einführung und Einbürgerung der Fort— bildungsschule ohne erhebliche Schwierig und rasch von Statten. Die Mittheilungen über Zuchtlosigkeit und Rohheit der Fortbildungsschüͤͤler übertrieben worden; und dann bedenke man doch auch, was in dieser Beziehung manchmal an höheren Schulen vorkommt. Die Ausschreitungen aber, die wirklich vorgekommen sind, sprechen in der deutlichsten Weise gerade dafür keiten sind arg richtungen nicht behaupten wollen. Di Theorieen h kann sie ihre Zwecke nicht erfüllen, sonst verliert sie 18 Zusammenhang mit dem Daß in zelnen Kreisen Uebertreibungen nicht geleugnet werden; dies ist aber auch 8 Viele Lehrer, und meist nicht gerade di bl haben irgend eine didaetisch iebhaberei. Das we Jeder, der schon unterrichtet hat. Und welcher Lehre Versuchung, etwas weiter nach Solche Ueberschreit hat sich nicht schon selbst ertappt auf der der Liebhaberei gelegentlich einmal zugehen, als gerade nöthig wäre? ungen kommen überall und zu allen Zeiten vor; daran ist kein Schulregiment und kein Gesetz schuld, das liegt an den Menschen. War es früher etwa anders? Wir kennen eine Reihe von Fällen, wo derartige Ausschreit ungen z. B. mit der Religion vorkamen und zwar aus ganz anderen Ursachen, als in Folge einer Lieb— haberei. Es standen sechs Stunden Religion auf dem Stundenplan; der Inspeetor, ein Geistlicher, legte aus oft von den andern Dingen nicht viel, oder hielt Nichts von denselben, wie z. B. ein Pfarrer, welcher den Unter richt in der Geographie verwarf, weil es für den Bauer genug sei, wenn er den Weg zum Himmel wisse. War also der Religionsunterricht in Ordnung, so erhielt der Lehrer eine gute Nummer. Was that nun? Er hielt statt 6 Religionsstunden 10 oder 12, vernachlässigte darüber die anderen Fächer, nach denen nicht weiter ge fragt wurde und stand sich bei dieser wissentlichen und graven Verletzung seiner Dienstvorschriften ganz gut. Das kommt heute, wo die Inspeetoren für eine pünkt liche Einhaltung der vorgeschriebenen Stundenpläne ein stehen müssen, nicht mehr vor. In eingehender Weise verbreitet sich der Herr Correspondent der„Reichspost“ über die Fortbildungsschule. Nach wiederholtem Durch lesen seiner durchaus nichts Neues enthaltenden Bemerk ungen scheint es uns, als ob er nicht sowohl gegen die Fortbildungsschule an und für sich eingenommen sei, als der hervorragende Betbeiligung vorbehalten. ö b f 0 — vielmehr gegen die Art ihrer Einrichtung. Das bringt Allerlei. 5 uns schon um ein Bedeutendes einander näher. Die garbrücken, 29. Mai. Vorgestern hat in der] Fortbildungsschule, meint er, sei bei allen Betheiligten 2 5 9 44 benachbarten könkglichen Steinkohlengrube Dudweiler eine] ein unpopuläres Institut. Diese Behauptung ist in ihrer Explosion schlagender Wetter shallgefunden, bei welcher] Allgemeinheit unwahr. Vielen Lehrern mag allerdings fünf Bergleute in dem gistigen und Kohlenoxydgas) erstickt sind. Posen, 30. Mai. Bar ischin und Labischin sich Schwärme zeigten Wongrowitz ging. Wien, 1. Juni. geordnele Dr. Giokra ist gestorben. Parte, 30. Mal. Der Gongreß für die Durchsiechun des Isihmus von Panama hat mit 74 gegen 8 Stimmen die Pucchstechung des genannten Isthmus durch Buchten von Limon und Panama gemäß dem Plan von Wyse, Reclus und General Türr angenommen. Mantua, 2. Juni. Fast dle ganze Stadt ist über schwemmi; doch sind Vorkehrungen getroffen, wodurch mar größeren Schaden zu verhüten hofft. Aus ganz Ober Nachschwaden(Kohlensäure In dem Schubiner Kreise zwischen von Wanderheuschrecken, deren Flugrichtung nach dem Kreise Der chemalige Minister und Ab⸗ die mehr nach Unterrichten stehen, lieber in die Spinnstube oder in die Bierkneipe, und die Alten haben eine starke Ab neigung gegen Alles, was Geld kostet. Aber die all gemeine Wehrpflicht und das Steuerzahlen sind auch recht unpopuläre Einrichtungen und doch denkt Niemand daran, sie abzuschaffen, darum, weil sie eben nothwendig sind. Mit der Fortbildungsschule ist es gerade so. Die J Kirche bietet ja eine Analogie. Was ist die Kinder lehre anders als ein religlöser Fortbildungsunterricht? Weil die Erfahrung gelehrt hat, daß das in 8 Schul (jahren Gelernte allzu rasch wieder vergessen wird, so sucht man es durch nützliche Verwendung einiger Winter „abendstunden, die sonst nutzlos verbracht würden, zu er J balten und zu erweitern. Wenn die jungen Leute, die „sich vielleicht jetzt noch gegen die Fortbildungsschule aus der Sinn Abends nicht die liebe Jugend ginge Itallen kommen Meldungen von großen Ueberschwemmungen jugendlichem Unverstand sträuben, einmal älter geworden II.. a Schule in's Die Darstellung der„Reichspost“ muß für den, der e e 5 5* 1 mit den Verhältnissen in anderen Ländern nicht bekannt 0 theilweise Westerführung 3 Sen in ist, den Eindruck machen, als ob bei uns in Hessen etwas erziehlichen Gründen recht wohl brauchen können. Alle ganz Apartes eingeführt worden wäre, für das sich lt schreit über uchtlosigkeit u ld 1 ser anderwärts gar keine Analogien finden lassen. Vor uns Jugend und bie! 5 liegen gegen zwanzig Gesetze aus den verschiedenstenfautesten. So nehme man doch di deutschen Staaten und Schweizereantonen, sowie aus Autorität der l de 1 Preußen und Oesterreich Verordnungen von einzelnen einmal dauernd in Gebrauch In einiger Zeit wird sick Regierungen. Alle ohne Ausnahme haben hin- der Erfolg schon zeigen Uerwänn 5 hier icht sichtlich der angefochtenen Fächer iche oder ganz ähn ble 125 475 me fte 15 tl siak b* 18 1 15 liche Bestimmungen, wie unser chulgesetz. J er in 7 1 15 8 5 1 55 77 Correspondent der„Reichspost“ davon nicht 2 f. 5 1.* Wir können das bei einem Manne, der mi Vo rr so vertraut sein will, unmöglich voraussetzen. 95 1 thut er nun anderer Länder gar keiner Erwähnung? m Eif zen ihm die mit Nothwendigkeit f ich ergebenden 5 ule Schlußfolgerungen nicht behagen. denn wirklich f ü ist 0. eine auf einmal in all der hörden, die d Gese e⸗[ und aufrichtig zu macht haben, Leute sitz die von em Berufe eben die 1 verstehen, sollten sämmt Fachleute in den verschiedenen Jahren mit Regierungen pädagogische Ignoranten sein? Das wird z Kreises denn doch auch der verbissenste Gegner 0 id Re und nirgends aus bloßen i werden; aber sie muß sich fortgesetzt, wie jede öffentlich 1 Einrichtung, den Bedürfnissen der Zeit anp ssen; 0 schließlich auf die Religion Gewicht, verstand auch sehr er so mag Verloosungen. Karlsruhe, 31. Mai Bei der di hung der badischen Loose à 35 fl. [die folgenden Serien gezogen: 845 1229 1290 1295 1302 1426 1458 2027 2098 2263 3118 3608 3759 4375 4885 4952 5336 5356 6906 7120 7179 7184 7207 Wien, Juni. In österreichischen Loose von 1864 fielen: zeutigen Serien⸗ von 1845 wurden 1040 1053 1079 1544 1658 1961 1 4151 4183 4187 5368 5748 6059 6373 7390 7607 7672 7872. der heutigen Ziehung det Hauptgewinn von 200,000 fl. auf Serie 3809 Nr. 12; 20,000 fl. au [S. 1386 Nr. 45; 15,000 fl auf 1045 Nr. 37 10,000 fl. auf S. 1045 Ne 54; je 5000 fl. auf S. 13 Nr. 89 und 716 Nr. 63 wurden überhaupt 3 3. de — 2 4 S D. Es 1386 1968 2111 2262 2269 2607 2717 3809 Handel und Verkehr. Friedberg, 4. Juni. Wochenmarkt. Butter kostete ver Pfd. M. 1 20 1.30, Eier per Stück 5 Pf., 2 Stück 9 Pf. Frankfurt, 3. Juni. Der heutige Viebmarkt war ziemlich gut befahren. Angetrieben waren ea 300 Ochsen, ö 130 Kübe und Rinder, 180 Kälber und 200 Hammel. 50 Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. M. 66—68., ö 2. Qual. M. 62.— 64., Kühe 1. Qual. M. 60.— 62., 2. Qual. M. 56.—58, Kälber 1. Qual. M. 56.—58, Qual. M. 50.—54., Hämmel 1. Qual. M. 60. 62., 0 Qual. M. 56.—58. 1 Literarisches. Daheim. Die soeben etschienene 35 entbält Pfiagstgebet. Gedicht von Fritz Fliedner. Renata. 1 Novelle von Victor v. Strauß.(Forts.)— Paulus, der 8 deld in Kelten. Von Marx Frommel. Zu dem Rem⸗ 1 brandl'schen Bilde: Der Apostel Paulus im Gefänguiss'. Pflanzenschlas. Von Julius Stinde.— Die Dämmer⸗ nunden im alten Hause. Novelle von Y. Steenbusen. b (Focisetzung.)— Zur Geschichte der deuischen Haus mustk. 1 Von K. Böckoeler. Em Waldidyll. Gedicht von U Jul. Lohmeyer; Originalzeichnung von F. Flinzer.— f Am Familientische: Die Spiingprozession zu Echlet nach. 1 Mu zwei Beilagen: Der Mair ist gekommen. Eine Tertianergeschichte. Mit O iginalzeichnung von O. Schulz; Zu Pfingsten am Thor von Schulpforta. Unschau in sernen Landen. Nr. Geld ⸗Cours. Frankfurt am 3 Juni 1879 20 Frankenstücke M. 16 20—24 Englische Sovereign 5 20 35-40 Russische Impex tales 8 16 70—75 e ee 1 5 954 0 Ducaten al marxed 8. 9 57—62 Dollars in Gold 4 19—22 Glaͤubiger-Aufforderung. 1903 Das am 12. Mai 1879 von den gerichtsbekannten Gläubigern des Schuhmachers Johannes Becker in Nieder Wöͤllstadt mit diesem abgeschlossene Arrangement gilt als bestätigt, falls nicht begründete Einwendungen hiergegen binnen 14 Tagen vorgebracht werden. Friedberg den 28. Mai 1879. Großherzogliches Landgericht Friedberg. . Süffert, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Bekanntmachung. 1894 Nach heute vollzogenem Eintrage in das Handels register ist aus dem von den Herren Bernhard und Rudolph Ufert, Kaufleute zu Frankfurt a. M., bei Station Groß Karben unter der Firma „Kalkwerk bei Groß Karben, Gebrüder Afert“ betriebenen Geschäfte der Theilhaber Rudolph Ufert am 26. Mai l. J. ausgetreten. Dieses Geschäft wird von da ab von Herrn Bernhard Ufert allein mit Uebernahme aller Aetiven und Passtven unter der früheren Firma weiter geführt. Vilbel am 29. Mai 1879. Großherzogliches Landgericht Vilbel. I Pückel, Geh. Justizrath. Landgerichts— Afsessor. * 5 Arbeits⸗Versteigerung. 1906 Samstag den 7. d. Mis., Vormittags um 9 Uhr, soll auf dem Bürgermeisterei-Büreau zu Nieder-Wörlen das Graben eines Brunnens, veranschlagt zu 235 M., öffentlich in Accord gegeben werden. Butzbach den 3. Juni 1879. * Holz⸗Versteigerung. 1902 Die am 23. Mai l. J. im hiesigen Gemeindewalde abgehaltene Holzversteigerung ist genehmigt worden. Ab fahrtermin bis Ende Juni l. tagen Montag, Mittwoch und Freitag von 7 bis 12 Uhr Vormittags. Bei nasser Witterung darf nicht abgefahren werden Ober⸗Mörlen am 31. Mai 1879. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Mörlen. Jecke l. Faselochs⸗ Versteigerung. Metzger, he 1880 Freitag den 6. Juni l. J., Nachmittags 2 Uhr, soll ein der Gemeinde gehöriger und sehr gut gehaltener Faselochs auf hiesigem Rathhaus öffentlich meistbietend versteigert werden. Dortelweil am 29 Mai 1879. Großherzogliche Bürgermeisterei Dortelweil. Mo her Avis für Sattler, Autscher und Landwirthe. Von Fabrikanten Herrn Fr. Megerle hier ist mir der Alleinverkauf des kürzlich erfundenen Cirage 4 Harnais übertragen worden. Diese flüssige Lederwichse gibt nach meiner Ueberzeugung mit einem einfachen Pinsel aufgetragen ein sehr schönes Schwarz, matten Glanz, erweicht das Leder, indem sie Fettstoffe in sich hält, ist daher dem bisher üblichen Lack gegenüber, der dem Leder doch nur schadet, besonders für Chaisenverde cke, Spritzleder— Geschirt und überhaupt jedes Riemenzeug bestens zu empfehlen. Preis per 15 Flasche M. 1.70, 1„ 1.—. Durch die 1 Eigenschaften obigen Artikels sieht zahlreicher Abnahme 1 434 W. Falck, Sattlermeister. 8 3 2— —= 2— 2— ——— —= —— —— 5 S S2.— —— 2 — 2 5— —— 2 S== 5 — 5— D 8 — Perstigeriugs Auzeige. Unterzeichnete läßt Donnerstag den 5. Juni, mittags 9 Uhr, mehrere Gegenstände gegen Gerl versteigern, als: 1 zwelthürigen Kleiderschrank, 1 Commode, Tische, Stühle, 2 Bettstellen mit Strohsäcken, 1 großen Schneidertisch, Garten- und Küchengeräthschaften. Friedberg. Willwe Schwalm, 1863 wohnhaft bei Felvschütz Sauer. Windecker s Prauerei. J. an den Wochen⸗ . An unserer Kasse kann das Buch Schulze ⸗Delitzs ch, sein Leben und Wirken, elegant gebunden zu M. 1.10 bezogen werden. Vorschuß⸗ und Creditverein Friedberg. Eingetragene Genossenschaft. Gießen. Das deutsche Haus in Gießen, früher in Friedberg, Central-Fremden-Verkehr, Wolkengasse C. 90, empfiehlt sich dem reisenden Publikum unter Zusicherung reeller und billiger Bedienung, wie schon lange bekennt, bestens. Gute Einrichtung, 60 Betten, Zimmer allein, unentgeltliche Arbeitsnachweis, Commission und Spedition gratis. 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