Au u n S aten intril. birgt. LI Vonnerstag den 3. Juli. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. 3 Kreisblatt für den Kreis Kriedberg. Erscheint dreimal per Woche und zwar Dienstags, Donnerstags und Samstags. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen oder Ziffersat mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf. ein Beleg kostet 9 Pf. FInnoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. — Protokoll uber die oͤffentliche Sitzung des Kreistags des Kreises Friedberg am 25. Juni 1879 auf dem Rathhause zu Friedberg. Gegenwärtig: I. Der Vorsitzende des Kreistags, Großherzoglicher Kreisrath Dr. Braden. II. Großberzoglicher Kreisassessor Küchler. III. Die Kreistags-Abge ürdneten und zwar die Herren: 1) Justizrath Dr. Geyger, 2) Buchhändler Seriba, ) Bürgermeister Buff, 4) Hofgerichtsadvokat Jöckel, 5) Beigeordneter H. Weith IV., ) Bürgermeister Herling, 7) Balthasar Jacobi V., 8) Bürgermeister Jeckel, 9) Bei— zeordneter Langsdorf, 10) Gemeinderath Grimm, 11) Friedrich Keil, 12) Bürger neister Reitz, 13) Müller Ströbel, 14) Freiherr v. Leonhardi. IV. Kreisamtsge— jülfe Mahr als Protokollführer. Die Mitglieder Bürgermeister Küchel und Bürger⸗ neister Jacobi fehlen mit Entschuldigung. Nachdem der Vorsitzende die heutige Sitzung eröffnet hatte, theilte derselbe der Versammlung das Ableben des Kreistagsmitgliedes Herrn Wilhelm Kleeberger don Södel mit und ehrte die Versammlung das Andenken desselben durch Erheben don den Sitzen. Hierauf wurde zur Wahl der Urkundspersonen geschritten und als solche die Herren Kreistags⸗Abgeordneten Jockel und Seriba bestimmt. Der Tagesordnung gemäß kam zur Verhandlung und zwar nach Beschluß zunächst: 1. Wahl der Mitglieder der Einschätzungs-Commission zur Veranlagung der Finkommensteuer nebst Ersatzmännern. Auf ergangene Einladung an die Großherzog lichen Steuercommissäre waren die Herren Steuerräthe Schober und Hechler erschienen und wurden unter Berücksichtigung der Vorschläge dieser Herren per Acelamation gewählt: a. für den Steuercommissariatsbezirk Friedberg: zu Mitgliedern: 1) Heinrich Weith IV. zu Nieder⸗Wöllstadt, 2) Bürgermeister Himmelreich zu Ober⸗Eschbach, 3) Peter Stoll II. zu Bad⸗Nauheim, 4) Müller Strobel zu Klein-Karben, 5) Georg Steinhäußer zu Friedberg, 6) Wilhelm Seybold II. zu Vilbel; zu Ersatzmitgliedern: J) Johann Jacobi VIII. zu Rodheim v. d. H., 2) Kaufmann Nauheim zu Fried erg, 3) Wilhelm Buff zu Nieder-Wöllstadt; b. für den Steuercommissariatsbezirk Butzbach: zu Mitgliedern: 1) Jacob Wießler zu Butzbach, 2) Bürgermeister Möbs u Nieder⸗Mörlen, 3) Oeconom Kammer zu Gambach, 4) Beigeordneter Vogt zu Pugbach, 5) Bürgermeister Reitz zu Södel; zu Ersatzmitgliedern: 1) Bürgermeister Jeckel zu Ober⸗Moͤrlen, 2) Friedrich Keil zu Melbach; e. für den Steuercommissariats dezirk Büdingen: Pachter Rullmann zu Stammheim als Mitglied und Martin Hammel zu Staden als Ersatzmann. II. Entgegennahme des Verwaltungs berichts des Kreis ausschusses pro 1878; Derselbe wurde mitgetheilt und in keiner Weise beanstandet. Bezüglich der an Reservisten ꝛc. ausgeliehenen Kapitalien wird beschlossen, daß auf möͤglichste Einzieh ung derselben Bedacht genommen werden soll. Summarische Uebersicht über die Einnahmen und 4 Mithin 5 Betrag nach gegen den Voranschlag Bezeichnung der Rubriken. dem Vor⸗ der 185 i 2 anschlag.] Rechnung. mehr ag F M. Pf.] M. Pf.] M. Pf. M. Pf. Einnahme. Beiträge der Gemeinden und Ge g markungen: a. nach dem für die Gemeinde— Umlagen gültigen Gesammt— Steuerkapitaall. 21500—] 21500————— b. desgleichen zur Bestreitung der Bezirksbauaufsehergehalte. 7500—1 7500——— 2 Gehunhrren 15— 134— 3 9 ,,, 3000— 4377 13] 1377 13—— Stiftungen, Schenkungen, Ver⸗ 5 F 27627 27627. 18 25 eee, 800— 1269 2 469 2—— Rückersatz von Kosten für Land⸗ f arme, Geisteskranke e.—— 89 9 89 9 6 Zurückempfangene Kapitalien 1100— 45423 We 645077 Ausstände aus vorhergehenden 5 V 3639 68] 4752 57] 111289—— ffevorrath aus vorhergehenden *— 2 n„ 4675 45 3533399] 6580 54— 2 Summe der Einnahme 7250640 75565 30] 370667 647 17 1 1024286 10474990 232 13 Besoldungen 5 4746 1 5— 25 Gebühren 6810— 1850079—V 19591 21 tenl und Verkündigungs⸗ „ C 120— 15 5—— 104 95 0 tände und Geräth— f 0. 780— 487 24—— 292 76 75 N 2 4 N. Kreis unterstützungen 5200— 8148 92 2048 52 77 Für Schulzw ecke 500— 78090—— 21010 Beitrag zur Ackerbauschule 1 2100— 2100——— 9 är Zwecke ber Vogt'schen Stift— 1 eee 200 50 14 23 7 Vergütung von Fuhren zur Ab— holung von Fourage—— 75 43 75 43 1 195 J Zuschuß an andere Kassen 11940— 1099195 2 948 2 J Ausgeliehene Kapitallen.. 1100———— 1 1100— 1 Keservefonds u. Betrlebskapltal 3343727———— 33437 27 1— Summe der Ausgabe 7250640 7407) 40 327031 40863 31 Ausgaben der Kreiskasse des Kreises Friedberg und Verwaltungs-Rechenschaftsbericht pro 18 III. Prüfung der Rechnung der Kreiskasse Friedberg pro 1878: Die Rechnung wurde in ihren einzelnen Positionen vorgetragen und dieselbe nebst dem von dem Kreisausschuß nach Beleg Nr. 20 mit 3465 Mark 32 Pf. ertheilten Credit genehmigt. Gelegentlich Mittheilung der Rechnung wurde beantragt, an Großherzogliches Kreis⸗ amt das Ersuchen zu richten, behufs Steuerung des Bettelns, an die Großherzog— lichen Bürgermeistereien ein entsprechendes Ausschreiben zu erlassen, worin namentlich dahin hingewiesen werden möchte, daß das Austheilen von Gaben an den Thüren gänzlich zu vermeiden und mit aller Strenge und allen polizeilichen Maßregeln diesem Betteln zu steuern sei. Namentlich soll hierbei empfohlen werden, daß den arbeits— fähigen Bettlern in den einzelnen Gemeinden entsprechende Arbeit angewiesen wird. IV. Feststellung des Kreiskassevoranschlags pro 1880: Derselbe wird in seinen einzelnen Theilen zur Vorlage gebracht und zu nachfolgendem Artikel beson— dere Beschlüsse gefaßt: Art. 30. Für Honorirung eines Wieseneulturtechnikers werden die vorge— sehenen 600 Mark bewilligt, bei Anstellung desselben soll jedoch darauf Bedacht ge— nommen werden, daß derselbe event. auch in den Zusammenlegungsarbeiten, sowie bezüglich Regulirung von Bächen und Flüssen thätig sein kann. Vorbehaltlich mög⸗ lichster Ersparniß wird dem Kreisausschuß behufs Anstellung eines solchen Technikers, wenn nöthig, eine weitere Summe von 300 Mark zur Verfügung gestellt. Der Vor⸗ anschlag wird hiernach mit einer Einnahme und Ausgabe von 81,542 Mark 86 Pf. abgeschlossen. Auf diesbezüglichen Antrag wird beschlossen, daß für die Zukunft in den Voranschlägen eine weitere Rubrik gebildet werden soll, in welcher die wirklichen Ausgaben der Kreiskasse nach der letzten Rechnung eingestellt werden sollen. v. Errichtung eines Kreiskrankenhauses: Auf entsprechenden Vortrag erklär et sich der Kreistag mit den Ausführungen in dem Gutachten des Kreisausschusses vom 7. Juni 1879 einverstanden und ermächtigt den Kreisausschuß, hieraufhin mit den betreffenden Orts- beziehungsweise Hospitalvorständen Verträge abzuschließen und in einer demnächst einzuberufenden Versammlung dem Kreistage zur Genehmigung vor— zulegen. Die ebenfalls angeregte Errichtung eines Arbeits hauses für den Kreis wurde aus öconomischen Gründen nicht empfehlenswerth erachtet, dagegen dem Wunsche Aus— druck gegeben, daß die Errichtung eines solchen für die Provinz in Anregung ge bracht werden möge.— Da die Gegenstände der Tagesordnung erschöpft, Sonstiges auch nicht vorgebracht wurde, wird das Protokoll geschlossen und verlesen. Der Vorsitzende: Dr. Braden. Die Urkundspersonen: Jöckel. Seriba Der Protokollführer: Mahr. 78. Ahl Die Einnahme beträgt.. M. 75565. 30 Die Ausgabe beträgg ge.. 1 34913. 40 Verglichen, bleibt Rest.„ 40651. 90 Und dieser besteht: a. in liquidirten Ausständen.. M. 5024. 20 b. in Vorlagen 14382. 94 c. in baarem Vorrath„%. 21244. 76 Zusammen wie oben.„ 40651. 90 Auf vorstehende Rechnungs-Uebersicht der Kreiskasse für 1878, sowie den am Schlusse folgenden Voranschlag für 1880 hinweisend, werden auf Grund des§ 40 der Kreisordnung die nachstehenden Erläuterungen gegeben, bezw. wird der nach— folgende Bericht erstattet: Abweichungen von den Bestimmungen des Voranschlags pro 1878, welche zu erläutern wären, sind nur vorgekommen bei: Rubr. 4. Es waren im Allgemeinen M. 3000. vorgesehen; die Vorsehung ist aber überstiegen worden bei der Einnahme an Aversionalsummen für Straf-An⸗ theile und außerdem wurde eine Refraectärstrafe zur Vereinnahmung überwiesen von M. 708. 54. Rubr. 6. Auch für 1878 waren die Zinsen ohne speeielle Berechnung mit 800 Mark vorgesehen worden; aus dem bei dem Vorschuß- und Credit-Verein auf Conto⸗Corrent zu 30% verzinslich stehenden disponibelen Betriebskapital wurden aber allein schon erzielt 788 Mark 80 Pf. Rubr. 7. Aus den Intraden des Vermögens einer auf Kosten der Kreiskasse— verpflegung einer geisteskranken Person und an Vermögensrest einer solchen gingen die hier eingetragenen 89 Mark 9 Pf. ein. Rubr. 18. Das sechste aus zehn Zielen von den an Reservisten ꝛce. ausge— liehenen Kapitalien war mit 1100 Mark vorgesehen worden, da indessen mehrere dieser Kapitalien in fünf Zielen zurückzuzahlen waren, so berechnen sich von 1878 an die Ratenzahlungen geringer. Rubr. 22. Mit Genehmigung des Kreistags wurden: 1) Die Gehalte der beiden Kreisboten erhoht auf je 300 M. und demnach gegen den Voranschlag mehr bezahlt: M. 257. 13 2) Den beiden Bezirksfeldwebeln eine Subvention verwilligt von„ 150.. welche nicht vorgesehen war. Gegen diese Mehrausgabe von. M. 407. 13 erscheint eine Mehrausgabe bei dem Gehalt des Rechners, welcher vom 1. Februar 1878 an anstatt der fruͤher von 1200 M. nur 8 dd e MFP... 275.— Mithin sind überhaupt mehr bezahlt worden.... M. 132. 13 Nach der Uebersicht beträgt die Mehrausgabe 292. 18 „ Es erschelnt mithin eine Differenz von. e 00, addirt waren. Rubr. 23. Die zur Auszahlung gekommenen Diäten blieben auch diesmal unter den hierzu vorgesehenen Crediten z außerdem unterblieb die Auszahlung von Remuneratlonen an das Pollzeipersonal aus den desfallsigen Averstonalsummen für Strafantheile im Rechnungsjabr 1878, weil die betreffenden Verhandlungen f noch nicht erledigt waren. Die fraglichen Auszahlungen sind nunmehr verfügt und ist bei dem indisponiblen Betriebskapital im Voranschlag für 1880 das Erforderliche gewahrt worden. Rubr. 24. Rubr. 25. Mit Genehmigung des Kreistags wurden an Miethentschädigung * 0 An Porto und für Botenlohn wurden nur 15 M. 5 Pf. erforderlich. und für Heizung und Beleuchtung des Kreisausschußzimmers an die Stadtkasse be⸗ ziehungsweise den Großherzoglichen Kreisrath zusammen 20 M. mehr dagegen waren die Ausgaben für Bureau-Inventar, Formularien und sonstige Druck— sachen um 312 M. 76 Pf. unter dem Credit von 500 M. geblieben. Rubr. 26. Die Kosten resp. Unterstützungen, Verbandes zu übernehmen waren, haben die desfallsige Vorsehung überstiegen um 2948 M. 52 Pf. Rubr. 32. An Lohn für Fuhren zur Abholung von Fourage in 1874 und 1875 wurden auf Nachsuchen und in Folge Beschlusses des Kreisausschusses 75 M. 43 Pf. bezahlt, wofür nichts vorgesehen war. dieser Ausgabe ersucht. Rubr. 33. Die vorgesebene Summe wurde nicht ganz erforderlich. Rubr. 37. Die nach Rubr. 18. in Einnahme gestellt gewesenen Kapital-Rück zahlungen waren hier zur Ausleihung vorgesehen worden. Da jedoch nur ein kleiner Theil der betreffenden Schuldner und von diesen mehrere blos aus früheren Jahren Der Kreistag wird um Genehmigung bezahlt; welche Seitens des Landarmen- rückständige Ratenzahlungen geleistet, so ist eine Ausleihung überhaupt unterblieben. Berechnung der für die einzelnen Fonds demnächst auszuleihenden Beträge bleibt vorbehalten. Zum Abschluß. Von dem Rechnungsüberschuß von 40,651 M. 90 Pf. sind außer derjenigen Summe, welche nach vorgeschriebener Berechnung als indis— erfahren, als an demselben das 6. aus 10 Zielen von den an Reservisten ze. ausge- 8 Kapitalien, welches in 1878 fällig war und in Einnahme gekommen mit 454 M. 23 Pf. abgegangen ist.(Siehe Erläuterungen zu Rubrik Am Ende des Rechnungsjahres 1878 bestehen daher: a. Fonds für die Vogt'sche Waisenstiftung,(s. Rubrik 5) bei der Sparkasse zu Friedberg zu 4% verzinslich angelegte. b. Fonds für Beihülfe an Angehörige der Reserve und Landwehr: an Reservisten ꝛc. verliehen zu 20% M. 2069. 40 18 und 37.) „ 8326. 54 e an die Gemeinde Rendel verliehen zu 5%„ 4457. 14 in Hypotheken-Antheil-Scheinen der land— wirthschaftlichen Creditbank zu Frank— furt a. M. angelegt zu 5%..„ 900.— bei der Sparkasse zu Friedberg angelegt zu 40%„ 900,— c. Fonds für Lazarethzwecke: in Großh. Hess. Staatsobligationen(Eisen⸗ bahn⸗Anlehen) von 1876 angelegt zu 4% M. 2000.— bei der Sparkasse zu Friedberg angelegt zu 4„ 86.— Zusammen M. 11262. 54 0 Die eigene Thätigkeit des Kreis-Ausschusses anlangend, so hat derselbe im Jahre 1878 8 Sitzungen gehalten, in welchen 12 Sachen mit und 163 Sachen ponibel sich ergeben, in dem Varanschlag für 1880 weiter in Ausgabe gestellt worden: 1) aus den Vorlagen in 1879 zur Verrechnung kommenden. 2) dergl.. 3) von den liquidirten eee die im Falle des Eingangs auszuleihenden ca. J) aus dem baaren Vorrath in 1879 bezahlt werdende: a. Zuschuß zu der Vergütung für Militärfuhren in b. Remuneration an das Feldschutzpersonal 5 c. dergl. an das Polizei- resp. Aufsichtspersonal ch. Zum Kapitalbestand: Dieser hat nur bei dem Fonds für Beihülfen an Angehörige der Resere und Landwehr gegen voriges Jahr insofern eine Aenderung Voranschlag über Einnahme und 3 der ohne mündliches Verfahren zur Verhandlung kamen, zusammen also 175. ö als nicht mehr verwendbar Von den anhängig gewesenen Gegenständen fallen unter Art. 48 I. der Kreis- und Provinzial-Ordnung 19 M. 14,000.— Art. 48 II. der Kreis- und Provinzial-Ordnung 9 412. 74 Art. 48 III. der Kreis- und Provinzial-Ordnung 140 1 1 14,412. 74 Art. 48 IV. der Kreis- und Provinzial-⸗Ordnung 3 Art. 48 V. der Kreis- und Provinzial-Ordnung— „ 4,000.— Art. 48 VI. der Kreis- und Provinzial⸗Ordnung 1 Gegenstände, die nicht unter Art. 48 falle.. 3 i ene ee Zusammen„ „„ Sämmtliche Gegenstände fanden bis auf eine Urtheilsverkündigung, welche 5 800.— indessen inzwischen erfolgt ist. ihre Erledigung. M. 15,312. 19 Friedberg den 7. Juni 1879. Dr. Braden. R des Kreises Friedberg für 1880. ———————ääẽ ꝓäꝓ— Ord 8 5 Beschreibung. Betrag. Ddzen. Beschreibung. Betrag. M. Pf. 5 M. Einnahme. Ausgabe. 1.] Beiträge der Gemeinden und Gemarkungen 225 F—. 10450— a. nach dem für die Gemeinde-Umlagen gültigen 23 Diäten und Gebühren 5 2600* Gesammtsteuerkapital. 28000— 24. Botenlohn und Verkündigungskosten 100— b. desgl. zur Bestreitung der Vants Bauaufseher 25.] Für Bureau⸗Gegenstände und Geräthschaften. 800. Gehalte. 8. 7500 5 26. Kreisunterstützungen. 8. 5600— 3 Gebühren 17— 29. Für Schulzwecke 8 500— 4. Strafen(Strafdritttheile zu Remunerationen) 3600— 20 Für landwirthschaftliche Zwecke 2 85 3100 3 5. Stiftungen, Schenkungen, Vermächtnisse 310. Für Zwecke der Vogt'schen Stiftung 310 2 6.] Kapitalzinsen 8 818 8 Zuschuß in andere Kassen. f 15190— 7.[ Rückersatz von Kosten für Landarme, Geisteskranke 12 30— 34.] Nemunerationen aus Strafdritttheilen 4 5 3600— 8.] Aversionalbeträge. 1 8% Auszuleihende Kapitalien.. 3 950— 18. Zurückzuempfangende Kapitalien 5 5 517 35 2309. Reservefonds für unvorhergesehene Fälle g 1310 80 19. Ausstände aus vorhergehenden Jahren. 502⁴ 20 0. Betriebskapital und zwar: Baar 1000— 20. Kassevorrath aus vorhergehenden Jahren. 35657 7 Indisponibeles 36031 79 1 0 Summe der Einnahme 81542 86 Summe der Ausgabe 81542 80 Daß geg e Voranschlag in der heutigen Versammlung des Kreistags ohne weitere Aenderung festgestellt und demgemäß bei der Einnahme und Ausgabe Tausend Fünfhundert Zweiundvierzig Mark 86 Pfennig abgeschlossen worden ist, wird hiermit bescheinigt. mit Einundachtzig? Friedberg den 25. Juni 1879. Abschluß. Die Einnahme beträgt. Die Ausgabe beträgt Vergleicht sich. 81542 M. 86 Pf. 81542 M. 86 5 M. Die Urkundspersonen: I Der Vorsitzende: FFF nn Der Protocollführer: Ser i ba. Mahr. Deutsches Reich. Darmstadt, 29. Juni. Der Großberzog begab sich heute nach Ems, nahm an der Kaiser⸗ lichen Tafel Theil und kehrte des Abends nach Wolfsgarten zurück, wo schon seit einigen Wochen Sommeraufenthalt genommen wurde. Darmstadt. Das Regierungsblatt Nr. 27 enthält die Verordnung über die Organisation der Verwaltung der Hauptstaatskasse. Berlin, 30. Juni. Reichstag. Vor Ein⸗ tritt in die Tagesordnung theilt der Präsident den Eingang mehrerer Urlaubsgesuche mit. Richter (Hagen) erklärt der Bewilligung der Urlaubsge- suche widersprechen zu müssen, da das Haus wahr⸗ scheinlich nicht beschlußfähig sei. Es folgt darauf die Auszählung des Hauses, welche die Anwesen⸗ heit von 194 Mitgliedern ergibt. Das Haus ist somit nicht beschlußfähig. Die Sitzung wird auf eine Stunde vertagt. Nach Wiederaufnahme der Sitzung werden die verlesenen Urlaubsgesuche ohne Anstand bewilligt. Der Gesetzentwurf über die Consulargerichts barkeit wird in dritter Berathung ohne Debatte durch Enbloe⸗ Annahme erledigt, ferner wird ohne Debatte erledigt die zweite Be⸗ rathung der Uebersicht über die Ausgaben und Einnahmen pro 1877/78. Die zweite Berathung der§§. 3— 10 des Vogelschutzgesetzes auf Grund des Commissionsberichtes wird von der Tagesord⸗ Ang abgesetzt und hierauf mit der zweiten Lesung(Kurz- Waaren, Quincaillerien ꝛc.) wird nach des Zolltarifs fortgefahren bei Nr. 11(Haare, längerer Debatte mit einem Amendement(Er Federn, Borsten). Dreyer beantragt hierbei, höhung des Zolls auf zahlreiche kurze ze. Pferdehaare, gekräuselt, in Lockenform gelegt, auch Waaren von 120 M. auf 200 M. angenommen. gesponnen, mit 15 M. Zoll zu belegen.(Nach Nr. 35(Stroh- und Bastwaaren) wird unver⸗ der Vorlage sollten sie zollfrei sein). Hierbei ändert nach dem Antrage der Commission ge— wird durch itio in partes abgestimmt, wobei sich nehmigt. Zu Nr. 21(Leder und Lederwaaren) die Anwesenheit von 191 Mitgliedern ergibt. Die wird ein Antrag Sonnemann's, Sohlleder nut Sitzung wird nunmehr auf eine halbe Sünde mit M. 18 statt mit M. 36 zu belegen abgelehnt; vertagt. Die Sitzung wird um 3½ Uhr mit der dagegen wird ein Antrag Kreuz angenommen, für beschlußfäbigen Anzahl von Abgeordneten wieder Schuhmasberwaaten ꝛc. den Zoll auf M. 54 statt aufgenommen. Das Amendement Dreyer wird auf M. 40 festzusetzen. Ein Antrag Zinn, für abgelehnt und die bezügliche Position in der Fassung feine Lederwaaren den Zoll auf M. 70 statt auf der Commission genehmigt. Für gereinigte Bett- M. 60 festzusetzen, wird mit 441 gegen 96 Stimmen federn wird auf Antrag Windthorst's Aare angenommen. Nr. 40(Wachstuch ꝛc.) wird ohe gewährt(statt 6 M. in der Fassung der Com- Debatte 1 angenommen. mission.) Bei Nummer 19(Kupfer ꝛc.) bean Juli. tragt Neumann, Kupfer in rohem Zustande oder 1 800 16 einen Antrag Heeremann's zu dem als Bruch mit 3 M. pro 100 Kilogramm zu be- gestrigen Beschlusse, betr. den Transit- Getreide- steuern, während die Commission Zollfreiheit be- handel an, dabin lautend: Die gleiche Erleichterung antragte. Der Antrag Neumann's wird abgelehnt. wird für Mühlenfabrikate dahin gewährt, daß bei — 1. Juli. Die Uebersichten der Ausgaben und der Ausfuhr der Eingangszoll des ausländischen Einnahmen pro 1877ê78 werden in dritter Lesung Getreides nach dem Procentsatze des zur Herstell⸗ genehmigt und der Gesetzentwurf betr. Abänder- ung des Fabrikates verwendeten ausländischen ungen des Reichshaushaltsetats und des elsaß Getreides nachgelassen wird, wobei 75 Gewichts“ lothringischen Landes haus halts Etats in dritter theile Mühlenfabrikat gleich 100 Gewichtstheilen Lesung unverändert angenommen.— Es folgt die Getreide gelten. Fortsetzung der Zolltarif-Berathung. Nr. 20— 30. Juni. 3 Der Kreisausschuß des Kreises Friedberg. 1 Die Tarif-Commission nahm 1 Friedenthal und Falk gaben ung d N — — n a n. 2 1 4 C * N 1 1 1 14 1 selven Blatte zufolge, auf einem Irrthum. ist, daß, wie auch der Finanzminister Hobrecht in gestern gleichfalls ihre Entlassung. Hobrecht schied aus dem Ministerium wegen Beibehaltung der Matrikular-Umlagen und Mißbelligkeiten in Eisen— bahnfragen. Bismarck unter handelt mit Udo Stolberg wegen des Ministeriums der Laudwirth- schaft, sowie mit dem Präsidenten v. Sepdewitz wegen des Finanzportefeuilles. — Die Nachricht, daß die Regierung in der Zolltarif-Commission des Reichstages für den An- trag v. Franckenstein gestimmt habe, beruht, dem- Wahr der Tarif- Commission, ausdrücklich hervorgehoben hat, die verbündeten Regierungen noch keine Stellung zu dem Antrage Franckenstein genommen haben, somit eine Erklärung über denselben regier— ungsseitig nicht abgegeben werden konnte. — 30. Juni. Das Centrum beschloß in der Fractionssitzung einstimmig, für die Tabaksteuer (85 M. Zoll auf ausländischen und 45 M. auf innländischen) zu stimmen, dagegen unter Verwerf— ung des Antrages Buhl die zweijährige gänzliche Befreiung des inländischen Tabaks von der Steuer zu votiren, ferner den Petroleumzoll von 6 auf 4 M. herabzusetzen. Das Centrum verhandelt über die Beschlüsse mit den anderen Fractionen der Majorität. Ausland. Frankreich. Paris, 30. Juni. Heute Vormittag hatte die Partei des Appel au peuple eine Zusammenkunft in Rouher's Wohnung. Das Testament des Prinzen Napoleon nebst den dazu gebörigen Codicillen wurde verlesen. Irgend ein Beschluß wurde nicht gefaßt. Ferdinand Barrot und Murat wurden beauftragt, sich zum Prinzen Jerome zu verfügen und ihm von dem Testament Mittheilung zu machen. Rouher lehnte diese Mission ab mit der Erklärung, er sei seit dem Tode des Prinzen Napoleon unwiderruflich ent⸗ schlossen, sich mit activer Politik nicht mehr zu befassen. — 1. Juli. Das Journal„Gaulois“ veröffent- licht den Text des Testaments des Prinzen Louis Napoleon; dasselbe enthält die bereits bekannten Bestimmungen und endigt mit einem Codicill, welches den älteren Sohn des Prinzen Napoleon als Denjenigen bezeichnet, welcher das Werk Napoleons I. und Napoleon III. forsetzen soll. Versailles, 30. Juni. Die Deputirten- kammer beschloß, den Gesetzentwurf, betr. die Frei- heit des Unterrichtes als dringenden zu behandeln. Nachdem die Deputirterkammer die Dringlichkeit votirt hat, wird zur definitiven Annahme des Gesetz Entwurfs eine einzige Lesung genügen. Im weiteren Verlauf der Sitzung wurde die von Mitchell eingebrachte Gegenvorlage der bonapar⸗ tistischen Partei verworfen. Sodann wurde das vom ehemaligen Uaterrichts- Minister Bardoux (lines Centrum) beantragte Gegenproject, wonach dem Staate die Verleihung der Grade zu re— stituiren, den geistlichen Congregationen aber die die Freiheit des Unterrichts unter Controle des Staates zu belassen wäre, mit 350 gegen 176 Stimmen abgelehnt. Großbritannien. Chislehurst, 30. Juni. Im Zustand der Kaiserin Eugenie ist keine be⸗ merkenswerthe Aenderung eingetreten; die Nacht verlief unruhig. a 5 Italien. Rom, 30. Juni. Der Fürst von Bulgarien sprach dem König und der Regier⸗ ung seinen Dank aus für den Einfluß welchen Italien bei seiner Erhebung zum Fürstenthron ausgeübt und erklärte ferner, daß er den Berliner Vertrag gewissenhaft beobachten werde. Der Fürst ist heute nach Beindist abgereist, um sich daselbst auf einem russischen Kriegeschiffe nach Constantinopel einzuschiffen. Ver König hat dem Fürsten das Großkreuz des Mauritius und Lazarus Ordens verliehen. Der Fürst von Bulgacten hatte sich heute Früh in den Vatikan begeben, wo er eine lange Besprechung mit dem Papste hatte. Die „Fanfulla“ erwähnt, daß der Fürst von Bul⸗ garsien auf den Rath des deutschen Raisers und des Kalsers von Rußland dem Papste seinen Besuch abgestattet habe, um damit seinen Ent— eine Besoldung anläßlich der Wahlen von Deputirten garien zu wahren. Der Fürst habe dem Papste Versicherung in diesem Sinne gegeben. Er wird in Folge Uebereinkommens mit der türkischen Regierung nur einige Stunden in Con- stantinopel verbleiben. Die türkische Regierung würde vorgezogen haben, wenn der Fürst an Bord eines italienischen anstatt eines russischen Schiffes nach Constantinopel gekommen wäre. Diese Thatsache, sagt„Fanfulla“, hat vielleicht Veranlassung zu den Gerüchten gegeben, daß der Sultan abgelehnt habe, den Fürsten zu empfangen. — 30. Juni. Die Deputirten-Kammer be- endigte heute Vormittag die Berathung des Ge- setzentwurfs, betr. Eisenbahnbauten und genehmigte die gesammte Vorlage mit 257 gegen 96 Stimmen. Türkei. Constantinopel, 30. Juni. Der Fürst von Bulgarien wird nächsten Freitag hier erwartet. Mahmud Nedim Pascha ist unerwartet auf Besehl des Sultans bier eingetroffen, ohne daß Großvezir Khereddin davon Kenntniß er— halten batte. — Die Botschafter Englands und Frankreichs protestirten gemeinsam bei der Pforte gegen die Aufhebung des Fermans von 1873. In Folge dieses Prosestes wird der Rücktritt des Großvezirs Khereddin Pascha als für bevorstehend betrachtet. Mahmud Nedim Pascha wurde vom Sultan per— sönlich nach Constantinopel berufen. Die Stimmung ist in der Hauptstadt dieserhalb eine sehr gedrückte. Serbien. Belgrad, 30. Juni. General Alimpic und der Großindustrielle Bschetecka find als Delegirte zu den Verhandlungen über die Eisenbahnconvention nach Wien abgereist.— In Folge andauernder Dürre in ganz Serbien wird eine arge Mißernte besorgt. Aegypten. Cairo, 29. Juni. Gaudard Bey ist zum Cabinetschef des Khedive ernannt worden. Alexandrien, 30. Juni. Der ehemalige Khedive Ismail Pascha mit den Prinzen Hussein und Hassan ist heute auf einer Nacht nach Neapel abgereist; bei der Abfahrt gaben die französischen und englischen Schiffe Salven ab. Amerika. Washington, 29. Juni. Der Senat hat eine Bill angenommen, wodurch jede verboten wird. Das Repräsentanten- Haus ge— nehmigte den Vertrag mit Mexiko behufs Ver- hinderung von Grenzunruhen. — 29. Juni. Die Einkünfte aus den directen Steuern der Unionsstaaten in dem mit dem 30. Juni ablaufenden Finanzjahre übersteigen 113 Mil- lionen Dollars. — 30. Juni. Präsident Hayes legte sein Veto ein gegen die Bill, welche die Besoldung der Marschalls und Deputy-Marschalls, Beamte, denen die Ueberwachung der Wahlen obliegt, ver- bietet. Das Repräsentantenhaus stimmte deshalb von Neuem über die Bill ab, jedoch gelang es der demokratischen Partei nicht, die Zweidrittel— Majorität zu erzielen, welche nothwendig ist, um das Veto des Präsidenten zu beseitigen. Die Bill ist daher jetzt definitiv abgelehnt. Aus Stadt und Land. Friedberg, 2 Juli. Gestern Abend stürzte ein Maäurerlebrling von Obermörlen von einem Gerüste au einem Bau am Fauerbacherthore und brach beide Beine. Er wurde in's Spital geschafft. B. Steinfurtb. Zu der nächslen Freitag, Samstag und Sonntag in Frankfurt! statifindenden Rosenausstellung liefert die rühmlichst bekannte biefige Firma Gebrüder Schultheis ein Bouquet, wie es nur von einem solch aus. gedehnten Geschäft beschafft werden kann. Dasselbe hat einen Durchmesser von etwa 1½ Meier und ißt zusammen— gesetzt aus mehr als 10,000 Rosen von einer und derselben Sorte, die von etwa 14,000 Stöcken ausgewählt sind. J. Ortenberg, 30. Juni. In dem benachbarten Selters hat heute Nacht eine Person, angeblich von Offen⸗ bach, ihr Zlähriges Kind in die Niddet geworfen. Das arme Würmchen lauchte wieder auf und konnte sich an einen Stein kammern, wo es 3 Stunden späler halb er- arrt von Mähern gesunden wurde. Die Rabenmutter wurde heute in Stockheim, als sie mit der Eisenbahn weiter zeisen wollte, verhaftet und hierber gebracht. z. Butzbach, 1. Juli. Es durchläuft ein Gerücht die Stadt von einem im Rockenberger Felde verübten Raubmorde,. Eine Frau von Rockenberg sei mit dem Frühzuge hier angekommen und habe nach Hause gehen wollen. Mit ihr sei ein Mann ausgestiegen, der ihr vor schluß zu bekunden, die Religionsfreiheit in Bul, Die Gensbarmerie streise nach allen Richtungen, um bes Thäters habhaft zu werden. g. Vilbel, 2. Juli. Als gestern der erste Omnibuszug in Eschersheim eintraf und an der Haltestelle hielt, fland die ganze Gemeinde zur Begrüßung bereit. Das Zugpersonal wurde mit 15 Flaschen Wein regalirt, der Schullehrer hielt eine Rede und die Schulkinder sangen. Die sämmtlichen Schulkinder und die balbe Gemeinde hatte Billete nach Franksurt genommen. Nachmittags erfolgte die gemeinschaftliche Rückfahrt und Abends fand Festball flatt, zu dem Alles eingeladen war, was nur halbwegs wie ein„Eisenbahner“ aussab. Gießen, 30. Juni. Heute Nacht schoß ein junger Kaufmann, der von 2 anderen jungen Leuten geneckt wurde, einen der Letzteren mit einem Revolver in Arm und Bein. Der Verwundete wurde in die Klinik verbracht, der Thäter verhaftet. Mainz, 30. Juni. Seit einigen Tagen haben wir hier wahre Unglücks tage. Am Freitag stürzte eine biesige Frau zum Fenster binaus, an demselben Tage erbängte sich eine bier wohnende Witwe, am Samfag erschoß sich in der„Neuen Anlage“ eine bis jetzt unbekannte Persön⸗ lichkeit, an demselben Tage hängte sich in unserer Nachvar— gemeinde L. ein wohlhabender Bauersmann, gestern eritank im Rhein ein Arbeiter der Nassuuischen Eisenbahn, glrich⸗ zeitig wurde ein Soldas, der sich ertränkt hatte, aus dem Hafen gezogen, heuie Nacht wurde der Bahnwärter Jacob Braunbach an einem Eisenbahnübergang in der Ryhein⸗ straße von dem nach Cöln gehenden Nachtzuge erfaßt und lodigefahren. Mainz, 28. Juni. Auf telegraphische Requisition bin wurde gestern Abend in einem biesigen Gasthaule ein eben zugeteister Bäcker geselle mit seiner Geliebten verhastet, der dringend im Verdacht steht, einen an den Eheleuten Glaser in Würzburg dieset Tage verübten Raubmord voll⸗ führt zu baben. Unter austeichender Bedeckung wurde das Pärchen beule Vormiitag bereits der Staalsbebörde in Würzburg überliefert. Allerlei. Frankfurt, 30. Juni. Heute Nachmittag ereignete sich auf der Breitengasse bei dem Abbruch des am Eck der Laingstraße befindlichen Hauses ein bedauerliches Unglück. Eine Brandmauer stürzte nach innen, stalt wie exwartet war, nach außen, und begrub drei Arbeuer. Zwei derselben wurden ziemlich schwer verletzt ins Hospital geschaff!. Handel und Verkehr. Friedberg, 2. Juli. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd 0 95—1 M., Eier per Stück 6 Pf., 2 Stück 11 Pf. Friedberg, 2. Juli. Waizen M. 20, Koin W. 15.—16., Gerste M 14.—15., Hafer M. 15.— 16. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund. Grünberg, 28 Juni. Auf heutigem Wochenmarkt kostete det Centner Walzen M. 10.27, Korn M. 8.42 Gerste M. 8.—, Hafer M. 7.25, Erbsen M. 10, Samen. W. 13, Kartoffeln M. 4 18. Gießen, 1. Juli. Wochenmarkt Butter per Pfd. 80—90 Pf., Eier per Stück 4½ und 5 Pf., Käse per Stück 4—8 Pf., Tauben das Paar 75 Pf., Hühner per Stück M. 1.25, alte Habnen per Stück M. 1.30. jun sse Hahnen per Stück 90 Pf., Enten per Stück M 150, Kartoffeln per 100 Kilo M. J., Ochsenfleisch 70 Pf ver Pfd., Kub⸗ und Rindfleisch 56— 60 Pf., Hammelfleisch, 60—70 Pf. Schweinefleisch 56— 60 Pf., Kalbfleisch 46—50 Pf., Kirschen perpfd. 20—25 Pf. Frankfurt, 30. Juni. Der heutige Viehmarkt war gut befahren. Angetrieben waren ea. 400 Ochsen, 230 Kühe, Rinder, 230 Kälber und 300 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. M. 66— 68., 2. Qual. M. 58— 62., Kühe und Rinder 1. Qual. M. 59— 60., 2. Qual. M. 5456, Kälber 1. Qual. M. 52— 54, 2. Qual. M. 46—48., Hämmel 1. Qual. W. 55- 60., 2. Qual. M. 50.—52., Schweine wurden in letzter Woche ca. 900 eingeführt, und wurde das Pfund mit 54 Pf. bezahlt. Frankfurt, 30 Juni. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 39., Nr. 2 M. 37., Nr. 3 M. 31. Nr. 4 M. 27., Nr. 5 M. 21. Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 21.50, do. 1.(Berliner Marke) M. 19.50—20., do. 2.(Berliner Marke) M. 14.50— 15.50, Walzen, eff. hiesiger ab Bahahof hier, M. 21., ab unserer Umgegend M. 20.25—50, do. fremder je nach Qual. M. 19.50— 21.—, Roggen je nach Qual. M. 13—15.25., Gerste M. 16 50 17.50, Hafer M. 13.75 15.25, Kohllamen M. 26.—, Erbsen M. 19 bis 27., Wicken M. 14—16., Linsen M. 17—36., Bohnen, weiße, M. 19.50, Rüböl, detail, M. 62 Die Preise verstehen fich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht 100 Kilo. Geld Cours. Frankfurt am 1. Juli 1879. 20 Frankenstücke M. 16 17 P. 21 P. Englische Sovereigns„ 20 36—41 Russische Imperkales„ 16 70—74 Ducaten 9 8 9 54-59 Ducaten al mareo 0 9 57-62 Dollars in Gold. 3 4 18—21 Für die Linde neben der St. Georgskapelle gingen weiter ein: Kreierath Dr. Braden 2 M., Fiau Jusuzrath Schmidt von Mainz 2 M., A. Söllner ll. 60 Uf. Um weitere Gaven bittet Die Expedetton. Sofort gesucht Mädchen. Wo? sagt die Expeditton ein ordentliches ausgeeilt sei und ste späler erschlagen und beraubt habe. des Anzeigers 2280 0 1 U Friedberg Hanauer⸗Eisenbahn. 22 Submission auf den Neubau eines Empfangs a Oüterschuppens und einer massiven Stange für Station Bruchkoͤbel. Zeichnungen, Bedingungen, Massen- und Preisver⸗ zeichnisse liegen in unserem Betriebs- und bautechnischen Büreau hierselbst und bei dem Eisenbahn-Baumeister Francke zu Friedberg zur Einsicht offen und werden Zeichnungen zum Preise von 3 Mark, Bedingungen zum Preise von 3,5 M. bei den genannten Stellen abgegeben. Offerten find an uns bis zum Dienstag den 8. Juli d. J, Vormittags 11 Uhr, einzureichen. Cassel den 21. Jrni 1879. Königliche Direction der Main Weser⸗Bahn. Schalholz-Versteigerung. 2221 Montag den 7. Juli l. J., Vormittags präcis 9 Uhr, werden in 80 Freiherrlich v. Ritter'schen Walde Hasselbeck. Distrikt Eichwald, versteigert: 8 Raummeter Eichen⸗Schäl⸗Scheitholz, 345 5 7„ Prügelholz, 1„ Stockholz, 8425 Wellen Eichen⸗ Schäl⸗ Reisholz und 875 Stück Eichen⸗ Schälstangen(Baumstützen). Die Zusammenkunft ist auf der Weinstraße oberhalb des Lohschlags. Friedberg den 28. Juni 1879. Freiherrlich von Ritter'sche utsverwaltung Rüdesheim. 5 Drainröhren⸗Lieferung. Freitag den 4. Juli l. J., Nachmittags 1 Uhr, soll in der Behausung des Herrn Gastwirth Winter zu Bingenheim die Lieferung von Drainröhren zur Aus- führung der Felddrainage in den Fluren XI und XII der Gemarkung Bingenheim, veranschlagt wie folgt: 1) Fertigung der erforderlichen Ziegelröhren, cirea 100,000 Stück, von 31 bis 137 mm Lichtweite= 5500 M. 2) Anfuhr dieser Röhren, eirea 4200 Ctr.— 1050„ an die Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden und sind Lusttragende hierzu eingeladen. 5 am 28. Juni 1879. 2229 Oreb, Glaͤubiger-Aufforderung. Das Arrangement, welches Philipp Pilger 1. Ehe⸗ leute in Bruchenbrücken heute mit ihren Gläubigern ab— geschlossen haben, gilt als bestätigt, wenn nicht Ein⸗ wendungen hiergegen von Seiten unbekannter Gläubiger binnen 14 Tagen begründet werden. Friedberg den 23. Jun 1879. Großherzogliches Landgericht Friedberg. Wiesenbaumeister. All wohn, Süßffert, 2243 Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Deeret. 2235 Sämmtliche Gläubiger der E. Neumann's Wittwe von hier werden unter der Benachrichtigung, daß nach Abzug der Kosten, der Beerdigungskosten und Mieth⸗ geldforderung der Erlös aus den verkauften Nachlaß⸗ gegenständen nicht hinreicht, um die urkundlich nachge⸗ wicsene Forderung des J. Goldbeck im Betrage 110 459 Mark 60 Pfennig aus Verkauf ihm elgenthümlich gehörender Mobilien zu tilgen, aufgefordert, binnen 14 Tagen etwaige bessere Rechte gegen J. Goldbeck geltend zu machen, widrigenfalls das noch vorhandene Geld diesem übewiesen werden soll. Bad⸗Nauheim den 26. Juni 1879. eee Landgericht Bad⸗Nauheim. Scheuch ar d. Immobiliar-Versteigerung. 2247 Montag den 7. Juli l. J., Vormittags 11 Uhr, soll in hiesigem Rathhaus auf freiwilligen Antrag des Georg Philippi ein demselben gehörender Stall, zwischen den Gebäuden des Johannes Falk und Fr. Streckfuß gelegen, öffentlich an den WMeistbietenden versteigert werden. Friedberg den 1. Juli 1879. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Fo u c a r. Arbeits⸗Versteigerung. 2242 Samstag den 5. d. Mts., Vormittags um 9 Uhr, sollen in der Gemeinde Ober. Mörlen verschiedene Arbeiten zur Wiederherstellung der Uferböschungen und Ausräumung der Usa in einzelnen Abtheilungen, wie nachstehend veranschlagt, an Ort und Stelle öffentlich in Accord gegeben werden: Erdarbeit, lt. Kostenüberschlag Maurerarbeit 972 M. 50 Pf. „ Lieferung von Mauersteinen 450„— Lieferung von hydraulischem Kalk 27„— Dle Zusammenkunft ist am Wingertsweg. Buß bach den 1. Juli 1879. Metzger, Bezirks⸗ Sadeuleher * 840 Das in großer Auswahl zu Neueste in Tapeten billigsten Preisen empfiehlt Friedberg. H. Biudewald. erscheinende 2„Allgemeine Börsen- und Verloosungsblatl“ Zoologischer Garten in Frankfurt a. M. Von Samstag den 5. Juli bis Mittwoch den 23. Juli für die Besucher des Zoologischen Gartens Ausstellung von Carl Hagenbecks Nubischer Carawane. Dieselbe bestebt aus einer großen Anzahl afrikanischer Thiere verschiedener Art und ist be— gleitet von 15 Nubiern verschiedener Stämme, untere denen eine junge Frau von 16 Jahren, sowie mehrere Handwerker, als: ein Gold⸗ schmied, ein Lederarbeiter und ein Seideweber, Letzterer ein Dinka Neger vom weißen, Nil, welcher 1,97 m groß ist. Die Afrikaner führen 8 abyssinische Jagdpferde mit Original ⸗ Sattel und Zaumzeug mit sich. Ferner eine reichhaltige Sammlung von Jagd- tropbäen und ethnographischen Gegenständen, wie sie in solche; Vollständigkeit noch nie gezeigt worden ist. Die Nubier werden ihre Mattenzelte und heimathlicher Weise errichten und täglich das Satteln und Reiten der Dromedare und Jagd- Pferde, Scheinkämpfe, Waffentänze, die Thierkarawane und dergl. vor⸗ fübren. Die Handwerker werden mit Original- Werkzeugen ihre primitiven und dabei sehr kunst⸗ vollen Arbeiten aufertigen.(H. 61528.) LU LULU L 2 Dringend 8 muss jedem Besitzer von Werthpapieren das Abonnement auf das wöchentlich in Augsburg Es enthält nicht nur die Verloosungen fast sämmtlicher europaischen Effecten- und Loosegattungen, sondern auch alle wichtigeren finanziellen Nachrichten und — ausführliche Coursbèrichte verschiedener Börsen. Trotz des reichen Inhalts beträgt der Abonnementspreis nur 1 Mark halbjährlich. Sämmtliche Postanstalten nehmen Abonnements entgegen. Probeblätter versendet der 72 Herausgeber S. Miehelhacher in Augsburg franco und unentgeltlich. 2218 Wii irn enen Ossenheimer Wäldchen. Nächsten Sonntag den 6. Juli findet bei Harmonie⸗ und Tanzmusik das Kirschenfest statt, wozu 1208 lichst eingeladen wird. 2238 Fahnenweihe zu Ober-Wöllstadt.“ Nächsten Sonntag den 6. Juli findet auf dem Fest⸗ platze die Fahnenweihe des Gesangvereins„Liederkranz“ statt, wozu höflichst einladet Der Vorstand. Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. 3² der am Samstag den 5. Juli stattfindenden Thora⸗ k li 3 lů nung. Einweihung mit nachfolgendem Ball bei Gast⸗ 8 th C. Leichner ladet höflichst ein Ich erlaube mir dem geehrten Publikum von Fried⸗ 2239 Die israelitische Gemeinde zu Nieder⸗Wöllstadt. berg und Umgegend gütigst anzuzeigen, daß ich vom 1. Juli an bei Herrn Küfer Weith, Bahnhofstraße dahier, eine Wagnerwerkstätte errichtet habe und empfehle mich in allen in dieses Fach einschlagenden Arbeiten bei reeller und prompter Bedienung bestens. Um geneigten Zuspruch bittet angerathen werden. Kirschen⸗ ⸗Versteigerung. 2241 Die Erndte von 140 Kirschbäumen, der hiesigen Gemeinde gehörend soll Samstag den 5. Juli, Vormit⸗ tags 10 Uhr, auf Ort und Stelle versteigert werden. Fauerbach b. Fr. den 1. Juli 1879. Großherzogliche e Fauerbach b. Fr. Ef aeisch Kalbfleisch, verkaufe nach wie vor das Pfund zu 40 Pfennig und empfeble solches in stets bester Waare. 2245 Georg Hanstein, Kaiserstraße 97. Selzerbrunnen. Sonntag den 5 d. Mts. Harmonie⸗ und Tanzmusik, wozu freundlichst einladet Friedberg. Hochachtungsvoll N itzel. Johannes Kissel, 8“ T 2240 Wagnermelster. Landwirthschaftlicher Feinser Emmenthaler Aüse Consumverein Friedberg, 2188 in saftigfier Waare bei Wilhelm Fertsch. Ledertreibriemen, auch gegen Nässe widerstandsfähig, empfehlen eingetragene Genossenschaft, in Liquidation. Unsern Mitgliedern zur Nachricht, daß 5 70 „Kohlen nach wie vor in Waggons von jeder beliebigen Zeche, in kleinen Parthien von der Zeche vereinigte Hamburg, 2233 g 5. Schuckart, opt, 119/VI. erursel bei Frankfurt a. M. 0 0 1 5 Prinz Regent ꝛc. bezogen werden können; das Geschäft unterliegt keiner Unterbrechung. Anmeldungen werden Im Bügeln im Hause von dem Rechner des Vereins, Herrn Wieheee empfiehlt sich bestens Fran Marie Rampe, geb. Zinnell, gegengenommen. wohnhaft bei Herrn Kaufmann Netscher. 2248 Die Ciergemüsnudeln, italienische Benutzung des Douche⸗Apparats im Bürger⸗Hospital ist Erwachsenen täglich 2235 Maccaroni, Zwetschen, Vergütung von 10 Pfennig gestattet. Brunellen Mirabellen 1810 Die im Sommer so sehr beliebten 2070 bel Wilbelm Fertsch. Filet ⸗Unterj acken Bettfedern 28 uu Jchr biulgen Preisen K. 1 werden gereinitzt bei A. Thuy in Vilbel. 702 Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlatz von Carl Bindernagel. Vorläufige Anzeige. 9 Strohhütten nach — Ard — be inf Anon 2 Diensta Ind b. fussat ind lol Gedicht fit die dierte Nn