t esc serntthin atrthant, till, g · N 30e des Falck. tit. N Da. Kinnich. ren unwoch“ Prima Haus⸗ „ nen und in det 1 Ani vorten 4 Eichelmann. i Nich gen derts f esc cen 2 große Sophavorlagen, 7 Bettvorlagen, 1 —— 1878. Donnerstag den 29. August. M 102. Oberhe sischer Anzeiger. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal per Woche und zwar Dienstags, Donnerstags und Samstags. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, Amtlicher Theil. bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reelamen mit 22 Pf.; Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres⸗ Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. ein Beleg kostet 9 Pf. Friedberg den 28. August 1878. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Aus einer großen Zahl von Ortschaften feblen noch die Sammellisten für die Wilhelms Spende. Da der Abschluß der Sammlung zum 9 September c. erfolgen soll, so wollen Sie die etwa noch zurückgehaltenen Sammellisten sofort unter der Adresse:„Wilhelms Spende Berlin— ane absenden, die gezeichneten Beiträge aber an die„Filiale der Darmstädter Bank für Handel und Industrie zu Frankfurt a. M.“ abliefern. Wie geschehen werden Sie unfehlbar innerhalb 3 Tagen hierher berichten. Bekanntmachung. J. B. d. K.: Küchler, Kreis ⸗Assessor. In der Nacht des 17. bis 18. August laufenden N wurden aus dem Wohnhause des Otto Abrie in Bad-Nauheim durch nächtliches weißer rothgestreifter Kolter, 2 Paar hohe lederne Frauenstiefel, 2 Cachemirfrauenröcke, E Paar Frauenzeugstiefel(1 Paar hinten mit Leder besetzt und ohne Absätze), 1 grau und braun carrirter Sackrock, 1 do. Hose, 1 dunkeles Jaquet, “Paar Mannsstiefel, 1 dunkele Buxkinhose, 1 etwa 3 Meter langes Stück Seil, 1 braunlackirter Henkelkorb und mehrere Flaschen Wein im Gesammt⸗ bverthe von etwa 500 M. entwendet. Friedberg am 27. August 1878. Um Nachricht über die entwendeten Gegenstände und die Thäter wird ersucht. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. . B. d. K.: Küchler, Kreis- Assessor. Deutsches Reich. Darmstadt. Der Aktuar Schmitt in Gießen wurde zum Universitäts- elsaß⸗lothringischen Bezirks und Kreistage, Zentamtmann ernannt. Berlin. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ bringt spätestens am 23. November. — Der„Reichs Anz.“ publicirt eine kaiser⸗ Universitäts- Gerichts- liche Verordnung, betreffend die Einberufung der Erstere werden am 11. November eröffnet und schließen Die erste Sitzungs- ane Reihe von Mittheilungen aus den lezten Periode der Kreistage beginnt am 9. September, dagen des Aufenthalts des Kaisers in Teplitz. Denselben zufolge vermochte der Kaiser bei dem Übschieds⸗ Diner am 23. August, welches zum sstenmale wieder in Gesellschaft eingenommen wurde und wobei der Kaiser sehr heiterer Laune war, beide Hände ganz gut zu gebrauchen. An ie Mannschaften des preußisch⸗sächsischen Militär⸗ Furhauses, welche der Kaiser am Abreise-Tag sich sorstellen ließ, richtete der Kaiser, nachdem er an den Einzelnen Fragen gestellt, eine Ansprache: Ich wünsche, daß es Euch bald gut bekommt. Nir ist es sehr gut bekommen. Ich war zwar ioch nicht ganz fertig; mein Arm ist noch etwas seif. Ich teise heute wieder ab. Es ist ein Hweres Mißgeschick, was mich betroffen. Wenn noch vor dem Feinde geschehen wäre! Aber on einem Unterthan im eigenen Lande getroffen n werden, das ist doch recht hart. — Wie aus polizeilicher Quelle verlautet, türd Nobiling demnächst in ein Irrenhaus über- ffihrt werden. Sein jetziges Benehmen läßt die anfängliche Vermuthung, daß er eine Verletzung des Gehirns erfahren habe, wieder an Wahr— sceinlichkeit gewinnen. Er gibt auf die gestellten ragen keine Antwort und verhält sich überhaupt iner Umgebung gegenüber vollkommen apathisch. Seine Ueberführung in's Irrenhaus soll vorläufig um Zwecke einer Beobachtung darüber stattfinden, % er Blödsinn simulire. Wissenschaftliche Ver— ster findet diese Ansicht allerdings nicht. e Der„Reichs ⸗Anzeiger“ bringt eine Dar- lung des Harburger Tumult, woraus hervor- üheben ist, daß, als die Feuerwehr, die Polizei und das Militär mit blanker Waffe und gefälltem kajonnet gegen die Menge vorrückten, die beiden htexen aus einer Querstraße mit Steinwürfen pfangen wurden, worauf das angegriffene Militär inächst hoch und dann scharf Feuer gab. Einige glieder der Feuerwehr, einige Polizeibeamte d ein Gendarm wurden durch Steinwürfe con- aonirt Von den Tumultuanten wurde ein beiter getödtet und zwei Arbeiter sind am fol- aden Tage an ihren Verletzungen gestorben. I Personen wurden mehr oder weniger schwer bwundet. Viele Verhaftungen haben stattgefun— 2* und ist die Untersuchung im Gange. die zweite am 2. December: jede Periode dauert höchstens 5 Tage. — 27. Aug. In der heutigen zweistündigen Plenarsitzung nahm der Bundesrath das Socialisten. Gesetz nach den Anträgen des Justiz-Ausschusses bis auf einige unwesentliche Punkte an. München. Mit Genehmigung des Königs findet im nächsten Jahre eine internationale Kunst— ausstellung in München statt, welche sich jedes vierte Jahr wiederholen soll. Der König hat dae Protectorat derselben übernommen. Ausland. Oesterreich⸗-Ungarn. Wien, 25. Aug. Laut einem Telegramm des FM. Szapary aus Doboj vom 24. Aug, haben die Insurgenten am 23. d. neuerdings die Stellung der 20. Truppen- Division am rechten Bosna Ufer angegriffen. Der Kampf dauerte neun Stunden. Die In- surgenten griffen zuerst den linken Flügel an und scheinen beabsichtigt zu haben, die Brücken über die Bosna zu erreichen, wurden aber durch zwei Compagnien mit dem Bajonet zurückgeworfen und zogen sich sogleich bis nördlich Grabska zurück. Hierauf entwickelte sich ein Angriff gegen einen Theil des Centrums. Die Insurgenten wurden schließlich überall abgewiesen. Der„Lloyd“ meldet, die Insurgenten hätten sich aus der Umgegend Doboj's auf das rechte Sprazzo⸗ Ufer zurückgezogen; die Ausläufer des Gebirges bei Gratschanitza seien von einer starken Macht besetzt gehalten. Die Haupt— macht der bei Serajewo geschlagenen Insurgenten, 13,000 Mann stark, steht unter Jomael Beg am Havoro-Gebirg, unweit der serbischen Grenze. — Ein„Telegramm der„Nordd. Allg. Ztg.“ aus Wien erklärt Gerüchte, welche aus Anlaß der österreichisch türkischen Conventionsfrage von einem ernsten Zwiespalt in den Regierungskreisen und der angeblich erschütterten Stellung des Grafen Andrassy wissen wollen, für vollständig unbegründet. Graf Andrassy ist in dem am 24. August stattgesundenen Ministerrath mit der Nothwendig— keit durchgedrungen, eine Convention mit der Pforte zu unterzeichnen, nach welcher die Sou— veränctät des Sultans in Bosnien anerkant, gegen- über dem Anspruch der Pforte auf eine Zeitbegrenz— ung der Occupation aber nur die Bezeichnung der Occupation als„provisorisch“ zugestanden wird. — Ueber die Einnahme von Serajewo bringt der Telegraph noch folgende Einzelheiten: Um 12 Uhr Mittags stieg die Brigade Villecz unter dem Schutze der Geschütze von den Höhen in die Stadt herab. Die Regimenter Mollinary und Franz Karl langten zuerst an. Es entspann sich ein furchtbarer Straßenkampf. Eine Compagnie Mollinary, obgleich mit Schüssen empfangen, drang in die Gärten; die Sachsen⸗Meininger aus allen Häusern angeschossen, drangen in der theilweise in Brand stehenden Zerbajakstraße tapfer vor. Pardon wurde nicht gegeben. Jeder mit den Waffen Ergriffene wurde sofort niedergeschossen. Selbst Weiber betheiligten sich an dem Kampfe. Aus vielen Gebäuden, welche bereits weiße Fahnen ausgesteckt hatten, wurde noch geschossen, und zwar auf den Sanitäts⸗Train. Um 1 Uhr wurde den Geschützen der Befehl zur Einstellung des Feuers ertheilt. Zu dieser Zeit bot die Hauptstraße einen entsetzlichen Anblick. Noch immer fielen einzelne Schüsse. Gegen 40 Häuser standen in Flammen. Die Genie Truppen suchten durch Niederreißen der Nachbargebäude die Ausbreitung des Brandes zu verhindern. Auf Schritt und Tritt sah man Leichen, zumeist Türken. An der Miljacka⸗Brücke lagen zwei von Sprengstücken getroffene Türkinnen. In der dortigen Moschee eine dritte Frau, noch mit der Pistole in der Hand. Die Teppiche der Moschee waren mit Blut befleckt. In einem Hause fanden wir eine Mutter mit drei Kindern schwer verwundet. In dem Hofe eines anderen lagen sieben von den Unsern übereinander todt, vor der Thüre die Leiche eines Offiziers-Aspiranten, nicht weit davon der erschossene Besitzer des Hauses, ein Türke. Diese Gruppe bot einen entsetzlichen Anblick. Unsere Verluste sind noch nicht genau constatirt. Bisher wurden gegen 300 Todte und Verwundete eingebracht. Hadschi Loja, dessen Haus von den Türken angezündet wurde, ist ge⸗ flohen. Der Bazar ist seit vier Wochen gesperrt. Das Tragen von europäischer Kleidung war von Hadschi Loja verboten. — Einer Meldung der„Presse“ aus Serajewo zufolge ist für Serajewo ein Gemeindestatut ent- worfen und eine Gemeinde Vertretung aus sechs Orthodoxen, fünf Muselmanen, vier Juden und drei Katholiken gebildet worden. Der Muha- medaner Mustapha Bey wurde zum Bürgermeister ernannt. Diese Wahl machte den besten Eindruck. Die Preise der Lebensmittel sollen wegen der — enormen Theuerung gegenwärtig durch die Behörden festgesetzt werden. Hadschi Tamakovie, einer der gefährlichsten Unruhestifter, wurde festgenommen. Außer der bereits gemeldeten Beute an Waffen und Geschützen wurden in Folge der Entwaffnung aus Serajewo allein 6000 Gewehre bis jetzt aus geliefert. Von den bei der Einnahme der Stadt gefangenen Nizams, Redifs und Baschi⸗Bozuks wurden 55 Offiziere und 830 Soldaten nach Brod escortirt. Mehrere bei Stolac zersprengte Insurgenten- Banden wurden gefangengenommen. Am 24. d. ergaben sich den kaiserlichen Vorposten bei Mostar 4 Offiziere und 154 Redifs. Die 20. Truppen⸗Division wurde am 26. d. bei Doboj neuerdings durch Infanterie und Artillerie ange. griffen. Das Gefecht war bedeutungslos. Bei Streifungen von Banjaluka aus erfolgte am A. d. ein Zusammenstoß mit Insurgenten bei Kljue. Details sind noch nicht bekannt. — 27. Aug. Während seither die Zahl der Insurgenten in Bosnien auf 16 bis 20 tausend angegeben wurden, meldet die„Presse“: Die Stärke der in Bosnien befindlichen Insurgenten beträgt 65,000 Mann, die reguläre Türkenmacht im Paschalik Novibazar 25000 Mann, der Zuzug aus Albanien 10,000 Mann. Der„Pester Lleyd“ meldet, es sei der Nachweis gebracht, daß Hafiz Pascha der Berather der Nationalregierung in Serajewo gewesen sei und bei Zepce commandirt, sowie die Bedrängniß Szaparp's verursacht habe. — 27. August. Der böchst gefährliche Auf⸗ wiegler und Anführer türkischer Insurgenten, Hadschi Jankovic, ist von der Feld Gendarmerie ergriffen worden. Pest. Eine sich geltend machende Renit enz der ungarischen Comitate gegen die ihnen aufge tragenen Vorspannleistungen für die Armee nimmt große Dimensionen an; außer dem Pester Comitat verweigerte auch das Somogyer und das Bascer Comitat die Durchführung. Die ungarische Re- gierung verfügte bereits eine Disciplinar- Unter- suchung und die Suspendirung der betreffenden Vice⸗Gespane. Frankreich. Paris, 25. August. Die Gerüchte von einer Demission des Marschall- Prä⸗ sidenten und von Veränderungen im Ministerium sind, der„Agence Havas“ zufolge, unbegründet. die Polizei verhinderte gestern eine vorbereitende Versammlung für den socialistischen Arbeitercongreß. Die„Marseillaise“ veröffentlicht einen Protest da- gegen, worin erklärt wird, daß der Congreß trotz alledem stattfinden werde. — 25. August. In Folge des von der Be⸗ hörde gegen den socialistischen Arbeiter Congreß erlassenen Verbotes schickten die Veranstalter des- selben sich gestern Abend an, in der salle Pétrelle eine Privat ⸗Versammlung abzuhalten, als gegen 8 Uhr ein Polizei⸗Commissär in Begleitung einer Anzahl Stadtsergeanten in dem Lokale erschien und dem Eigenthümer des Saales im Auftrag des Polizei-Präfecten verbot, die Versammlung bei sich abhalten zu lassen. Die Delegirten des Arbeiter ⸗Comites schrieben einen Protest nieder und verabredeten, den Congreß nöthigenfalls in der Wohnung Eines von ihnen abzuhalten. Großbritannien. London. Die indische Regierung dürfte sich, falls der Emir von Afghanistan in seiner seindseligen Haltung verharren sollte, ver- anlaßt sehen, den Kyber⸗Paß zu schließen und eine Rectification der Nordwest⸗Grenze eintreten zu lassen. Türkei. Constantinopel. Nach einem Telegramm des„Standard“ wären die Lahzen neuerdings gewillt, sich der Abtretung Batums an Rußland nicht zu widersetzen, wenn die Auto- nomie Batums gewahrt würde. — 26. Aug. Wie Reuter's Bureau meldet, beziehen sich die der Pforte von der britischen Regierung empfohlenen Reformen für Asien: auf Einführung einer Gendarmerie, auf Steuern, Ge⸗ richte, sowie Errichtung eines Appellgerichts hofes. Die Pforte erklärte, sie besäße nicht die Mittel, um die geforderten Reformen durchzuführen, und des Rhodope⸗Aufstandes gebildete Commission die Einsetzung einer permanenten internationalen Auf⸗ sichts⸗Commission und die Bildung einer Lokal- Polizei in Ost⸗Rumelien befürworte. — Trotz der fortgesetzten Vorbereitungen zur Einschiffung der russischen Garde ist es posttiv, daß die Befestigungen Tschataldjas erst nach der Uebergabe Batums geräumt werden sollen. Hier auf würde das Hauptquartier des Generals Tot⸗ leben nicht nach Rodosto, sondern nach Varna verlegt werden. — Die Pforte verheimlicht immer noch die Nachricht von der Besetzung Serajewo's durch die Oesterreicher und verbreitet die Version, Graf Zichy hätte auf Verwendung der Pforte, daß Serajewo von einem Bombardement verschont bleibe, angeblich erklärt, dies sei nur möglich, wenn die Stadt ohne Widerstand übergeben werde. — Muktar Pascha soll demnächst in einer Mission nach Kreta abgehen. Die Vorbereitungen der Türkei zur Abwehr der griechischen Invasion in Epirus und Thessalien werden fortgesetzt. Montenegro. Cettinje, 26. August. Nach der jüngsten für die Insurgenten verhäng⸗ niß vollen Affaire bei Stolae suchten zahlreiche türkische Flüchtlinge Zuflucht in Montenegro. Der Fürst von Montenegro verfügte deren Internirung und bestimmte für alle an der Demarcationslinie eintreffenden Flüchtlinge Niksie als Internirungsort. Serbien. Belgrad, 27. August. Das gesammte Ministerium hat seine Entlassung in Folge der auswärtigen Politik gegeben. Der Fürst hat dieselbe angenommen und Ristic mit der Neu- bildung des Cabinets beauftragt. In diesem dürste nur der Minister des Innern, Milojkovic, ver- bleiben.— Es verlautet gerüchtweise, in Alt- Serbien habe ein blutiger Zusammenstoß zwischen Serben und Albanesen stattgefunden; beiderseits gab es viele Todte und Verwundete. Rußland. Petersburg, 27. August. Der Kaiser ist heute nach Livadia abgereist. In seiner Begleitung sind die Geheimeräthe v. Giers, von Hamburger, Graf Lamsdorf und Fürst Obolynsky.— Die russischen General-Consuln in Montenegro, Serbien und Rumänien wurden zu Minister⸗Residenten ernannt. Amerika. New⸗Nork, 27. August. Hier eingegangene Nachrichten bestätigen den Ausbruch einer Revolution in San Domingo. Mehrere Schaaren Aufständischer, die nach der Stadt mar— schirten, wo die Unruhen ausgebrochen waren, wurden festgenommen.— In Louisiana wächst die Sterblichkeit noch immer; in der vergangenen Woche starben in New Orleans 295 Personen am gelben Fieber. Aus Stadt und Land. Friedberg, 27. Aug. Auf dem Felde bei Friedberg arbeitende Leute wollen gestern Morgen eine Erderschütler⸗ ung verspürt haben. Durch die Zeitungsmeldungen wird die Sache bestäligt und zwar if die ganze mittlere und untere Rheingegend bis nach Belgien und Holland der Schauplatz des Erdbebens gewesen. Man schreibt von Butzbach: heute Morgen kurz vor 9 Uhr wurde hier ein von Norden nach Süden gehendes wellenförmiges etwa 3 bis 4 Sekunden anhaltendes Erdbeben verspürt; von Mainz: heute Vor⸗ mittag 4 Minuten nach 9 Uhr fand hier ein Erdbeben slatt, das 4 bis 5 Secunden währte. Die wellenförmige Bewegung ging von Norden nach Süden; von Gießen: heute Morgen 9 Uhr 6 Minuten wurden hier zwei Erd⸗ erschütterungen wahrgenommen. Die Bewegung war eine so hestige, daß das Schulglöckchen guf dem Thurme anschlug und die Arbeiter an demselben sich von den Gerüsten herunter flüchteten; von Wiesbaden: das Erd⸗ beben von heute Vormittag 9 Uhr wurde auch hier in Wiesbaden und in Idstein bemerkt; von Marburg: heute Vormittag ungefähr 20 Minuten nach 9 Uhr wurden in unserer Stadt, namentlich am Sleinweg und am Markt⸗ platz Erdstöße verspürt, die so stark gewesen sein sollen, daß in Folge derselben die Glocke auf dem Rathyhause angeschlagen hat; von Bonn: heute früh 8 Uhr 58 Minu⸗ ten wurden hier zwei starke Erdstöße von 6 resp. 4 Secun⸗ den Dauer, wellensörmig, in der Richtung von Nord⸗ Nord⸗Ost nach Süb⸗Süd⸗West bemerkt; eine halbe Stunde später ein schwächerer Stoß; von Köln: heute Morgen 3 Minuten vor 9 Uhr wurde hierselbst und in weiterem Umkreis, z. B. in Neuß und Crefeld, ein heftiges Erd⸗ beben in mehreren Stößen wahrgenommen, das etwa ersuchte gleichzeitig die britische Regierung um deren Unterstützung behufs Aufnahme einer Anleihe. — 27. August. Dem„Daily Telegraph“ wird telegraphirt, daß die zur Beschwichtigung 6 Secunden andauerte. Der Boden schwankle, Kirchthürme zitierten, an einer Kirche vernahm man drei leise Glocken⸗ schläge, Schornsteine fielen ein, eine Frau wurde von fallenden Ziegelsteinen gelödtet, am Bahnhof blieb die elecirische Uhr stehen ꝛc.; von Aachen: heute Vormittag 8 Uhr 52 Minuten machte sich hier eine eireg 8 Secun⸗ den dauernde, in ansteigender Heftigkeit von Norden nach Süden sich fortpflanzende Erderschütterung fühlbar, die den Einsturz einiger Schornsteine zur Folge hatte. Eine ca. 8 Minuten später folgende Erderschütterung war weniger fühlbar; von Barmen: heute Morgen nach 9 Uhr fand hier⸗ jelbst ein ziemlich heftiger Erbstoß statt. Tische und Pulte in den oberen Etagen wackelien;z in den Schaufenstern auegestellte Gegenslände fielen um; die Giebel der Häuser wiegten sich hin und her und die Häuser boben und senkten sich; von Elberfeld: heute Vormittag 9 Uhr lebhaftes Erdbeben mit Wellenbewegung von Norden nach Süden. Dasselbe wurde auch in Köln wahrgenommen. Um 11 Uhr 10 Minuten wurde ein weiteres Erdbeben hier, in der Umgegend, in Düsseldorf und in Köln wahrgenommen; von Dortmund: heule Morgen 9 Uhr 7 Minuten wurde hierselbst ein heftiger zwei Secunden andauernder Erdstoß in der Richtung von Ost nach West wahrgenommen; von Osnabrück: heule Morgen 9 Uhr 5 Minuten wurden hier⸗ selbst drei starke Erdstöße mit bedeutenden Schwankungen verspürt; von Lüttich: beute früh wurde ein Erdbeben gespürt. In mehreren Häusern wurden die Thüren und Fenster ziemlich hejtig erschüttert und Slüvle von ihrem Platze gerückt. Nach Meldungen aus den Provinzen wur⸗ den heute in Neuschateau, Tongres, Namur, Huy und mehreren anderen Bezirken ebenfalls Erderschütterungen verspürt. Auch im hiesigen Observatorium wurden um 9 Uhr Anzeichen von Erderschütterungen beobachtet; von Amsierdam: hier eingelaufenen Nachrichten zufolge. ist die Erderschütterung in den Provinzen Brabant. Geldern, Limburg und Utrecht wahrgenommen worden.(Bei Schluß der Redaetion kommt uns noch eine Mittheilung von Fauerbach v. d. H., daß man daselbst ebenfalls um 9 Uhr eine starke Erderschütterung wahrgenommen hat.) Gießen. Am verflossenen Donnerslag lösie sich in dem Brilel'schen Kalksteinbruche bei Bieber eine ungeheure Fels masse los. Durch das Herunterstürzen der Masse trat eine Tropssteinhöhle zu Tage. Aeußersi schön und interessant bieten sich dem Auge bei dem Grubenlichte die Tropfstein⸗ gevilde in verschiedenen Farbentönen und Gestalten dar. Feenhaft glitzern die angeschossenen Krystalle und lohnt es sich ganz gewiß, diese Naturschönheit in Augenschein zu nehmen, zumal der Werkführer des gedachten Bruchs mit größter Bereitwilligkeit den Besuchern entgegenkommt. Handel und Verkehr. Friedberg, 28. Aug. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 1 1040, Eier 1 Stück 6 Pf., 2 Stück 11 Pf. Friedberg, 27. Aug. Waizen M. 20.50, Korn M. 14— 16., Gerste M. 16., Hafer M. 16 50 Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund. Gießen, 27. Aug. Wochenmarkt. Butter per Pfd. M. 1.5—15, Eier per Stück 5—6 Pf., Tauben das Paar 60 Pf., Hühner per Stück 90 Pf., Hahnen per Stück 60 Pf., Enten per Stück M. 1.60, Kartoffeln 100 Kilo M. 5.50, Ochsenfleisch 7072 Pf, per Pfd., Kuh⸗ und Rindfleisch 5060 Pf., Schweinefleisch 64—68 Pf., Kalb⸗ fleisch 50 60 Pf., Hammelfleisch 60— 70 Pf. Frankfurt, 26 Aug. Viehmarkt. Angetrieben waren ca. 350 Ochsen, 220 Kühe und Rinder, 200 Kälber und 300 Hämmel. Die Preise stellten sich Ochsen 1. Qual. M. 70.— 73. 2. Qual. M. 66.—68 Kühe und Rinder 1. Qual. M. 63. 65. 2. Qual. M 56.—58., Kälber 1. Qual. M. 6365. 2 Qual. M. 55.—60., Hämmel 1. Qual. M. 60. 62., 2. Qual. M. 54.— 56. Frankfurt, 26 Aug. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 39 50, Nr. 2 M. 35.50, Nr. 3 M. 31.50, Nr. 4 M. 27 50 Nr. 5 M. 2150. Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 21.50, do. II.(Berliner Marke) M. 18 50. Waizen, eff. hies, ab Bahnhof hier M. 21.50, ab unserer Umgegend M. 20.— 20 25, do. fremder je nach Qual. M. 19.— 22.50, Roggen je nach Qual. M. 13 50—16 50, Gerste M. 13.— 19. Hafer M. 14.— 16., Kohlsamen M. 28.50— 29.50, Erbsen M. 19.—23., Wicken M 15.—16., Linsen M. 17.—23. Rüböl, detail, M. 74. Die Preise ver⸗ stehen sich sämmtlich per 200 Pfd. Zollgewicht S 100 Kilo. D. Frankfurt a. M., 27. August 1878. Die un⸗ heimliche Stille, welche wochenlang über dem Effectenmarkt lagerte, hat heute plötzlich einer nahezu fieberhaft geschäft⸗ lichen Bewegung Platz gemacht. Diese während der„ssi⸗ son morte“, welche gestern noch zu dominiren schien, seltene Erscheinung findet genügende Erklärung in der heute end⸗ lich erfolgten Publication der Semestralbilanz der zer. Creditanstalt. Man batte derselben, wie es scheint, wis zu hoch gespannten Erwartungen entgegengesehen, auch waren früher höhere Gewinnziffern in Umlauf ackommen. so daß die offizielle Z ffer des Reingewinns von 2,605 771 fl. keine rechte Befriedigung in Speculationskreisen zu erregen ver; mochte. Unbesangen hingegen erklärten sich mit diesem Geschäftserträgniß, besonders in Berücksichtigung des noch immer daniederliegenden Handels und Wandels, recht zu⸗ srieden. Es ist indeß schwer zu entscheiden, ob es die Creditanstaltsbilanz allein war, welche die heutige flaue Tendenz hervorrief, denn gleichzeitig wurde auch eine sen⸗ sationelle Wiener Nachricht, nach welcher die Mobilisirung einer neuen Armee von 120000 Mann angeordnet sei, colportirt, unter deren Einflaß sich der Druck der matten Wiener und Berliner Course noch verstärkte. Das Haupk⸗ geschäft entwickelte sich selbstverständlich in Crediiactien, die sorigesetzt stark angeboten waren, aber zu den gewichenen Coursen willig Nehmer fanden. Staatebahnactien, in denen die Umsätz: weit geringer waren, blieben in relativ fester Haltung und schlossen nur ca. 1 fl. unter ibeem gestrigen Abend⸗Niveau. Creditacfien, gestern Abend 2265/8, setzten mit 221 ein und variirten hierauf zwischen 22⁰05 0/8 bis 221½ und 219¾. Staatsbahnactien, gestern Abend delllunpel, Schweselbö ge father Duel clunzenen u gebacken Ame! Mensch den in das Wa ü enwite von den Düngung gleichzen der scharf Blatiläuf sich näh beobachle wandeln Schmitie nicht a meiben, mögliche für die soll auf hierzu Vormlt Die dahier verstege vor den At der rn 1 8 en dier. r e eee n eee eee e at un 9 Uk 2 A.) Wer sich in t un zeheun Nat tel a inieteffam r en Ttapfftun, Niaten dat. 1 lebnt et ane 1 * un Annen. 802 ee backe un f er kæmm!. ————ßriwꝗᷣä33—3—— Berkebt nachgebend. Vor dem Namen des Hrch. Kratz II.: 226 ½, bewegten sich zwischen 225¼ bis ½ und 2255/8. Lombarden notirten 62. Von ausländischen Fonds stellten sich österr. Renten und ungar. Goldrente durchweg niedriger. Ungarische Schatzbons sest. Oesterr. Prioritäten waren Oesterr. Bahnen fest. Deulsche Fonds sest. Banken schlossen meist zu behaupieten oder höheren Coursen. Oesterr. Nationalbank verloren 4 fl. Von Wechseln Wien und Amsterdam beurer. Privaldisconso 2/8%. Landwirthschaftliches und Gewerbliches. Ein neues Milchgerinnungs mittel. Dr. Witt⸗ mack in Berlin hat interessante Versuche angestellt über die Wirkung des Saftes vom Melonenbaum(Carica Papaya). In diesem Saft findet sich ein Stoff, welcher mit dem Pepsfin große Aehnlichkeit bal. Er vermag hartes Fleisch 4 7 mürbe zu machen und Milch ohne Sauerwerden zum Gerinnen zu bringen. Der frische Saft wirkt in letzterer Ounsichi weniger kräftig. Trocknet man ihn aber ein und bringt nun ein kleines Körnchen in Milch von 350, so gerinnt diese sosort, ohne sauer zu werden. Diese Versuche sind noch neu, möglicherwetse sühren sie aber zu einem für die praktische Molkerei brauchbaren Ergebniß. Mästung mit Brod und Bier. In einem, dem landwirthschaftlichen Verein Lichtfelde über die Provinzial⸗ Ausstellung in Danzig erstatteten Bericht hebt ein Mitglied hervor, daß es dort unter dem Mastvieh noch niegesehene Fellklumpen, bei welchen ihm die Füße wie eingesteckie Schweselhölzchen vorgekommen, gesehen und aus zuver— lässiger Quelle erfahren habe, daß diese in so hohem Maße gelungenen Resullate durch Fütterung von angesäuertem, ut gebackenem, grobem Brod und Bier erzielt worden sind. Ameisen. Auch den kleinen Ameisen erklärt der Mensch den Krieg, da er es nicht unterlassen kann, überall in das Walten der Natur einzugreifen, hierbei seine Macht zu entwikeln. Man verhandelt darüber, wie man sie von den Bäumen abhalten kann, schlägt Petroleum, Düngung mit Guano zu diesem Zwecke vor, fragt aber gleichzeitig, ob sie denn wirklich schaden und kommt zu der scharsen Unterscheidung, ob sie wirklich blos die sog. Blattläuse vertilgen oder auch von dem Safte des Laubes ich nähren. Wer die Thätigkeit dieser kleinen Thiere Heobachten will, der finder, daß sie nur an den Blättern wandeln, wo die Eier der Insekten namentlich aber der Schmetterlinge abgelegt sind, daß sie die gesunden Blätter, nicht aufsuchen, den Baum verlassen oder solchen meiden, wo Ungeziefer sich nicht findet. Aber weil möglicherweise einige Blätter beschädigt werden können, will man die Ameisen vertreiben, um dem Ungeziefer den Pet Baum preiszugeben. Mit Recht hat man in Preußen das Schonen der Ameisen in Wäldern ange— ordnet, um die in ihrer Masse gefährlichen Insekten zu vertreiben; vielleicht würden die Schäden durch die Raupen vermieden werden können, wenn man die Ameisen nicht direkt oder durch Wegnahme ihrer Eier vernichtete. Was sie aber schaden sollen, das weiß man nicht. Robe und gekochte Kartoffeln. Wir haben Anfangs Januar d. J. vergleichende Versuche über die Fütlerung mit rohen und gekochten Kartoffeln bei Melk— vieh anstellen lassen und uns überzeugt, daß 100 Pfd. Kartoffeln, im rohen Zustande(gestoßen) gefüttert, im Durchschniit 2 Maaß Milch mehr erzeugen, als 100 Pfd. derselben Kartoffelsorte, in gekochtem Zustande gesütlert, zu produciren vermögen. Diese 2 Maaß mehr haben auch entsprechend mehr Käsestoff gehabt; allein 10 Maaß Milch von der Fütterung mit gekochten Kartoffeln lieferten gerade so viel Butter, als 12 Maaß, die von der Fütterung mit rohen Kartoffeln gewonnen worden waren. Permanentweiß. Das Bleiweiß ist in neuerer Zeit durch das der Firma Meißner und Bourjau in Schönungen(Braunschweig) patentirte schweselsaure Bariumoxyd vielfach versetzt worden, das außerordentlich weiß ist und durch Meißner so verbessert wurde, daß es nicht blos als Wassersarbe stark deckt, sondern diese Eigen— schaft auch im Oel behält. Getrocknete Eier. In St. Louis in Amerika hat sich, wie die„Fundgrube“ miitheilt, eine große Fabrik aufgethan, welche sich mit dem Trocknen von Eiern be⸗ schästigt und diese in den Handel bringt. Das Ei wird, nachdem es mit Hilse des Lichtes auf seine Güte unter sucht worden, in ein ungeheueres Becken geworsen, wo durch eine Eentrifugalmaschine die Schalen gebrochen und von dem Eiweiß und Dotter getrenut werden. Die Flüssigkeii wird dann durch ein neues Verfahren getrocknet und das Product, das wie Farinzucker aussieht, zur Ver⸗ sendung in Fässer verpackt. Die Fabrik soll während der Eiersaison täglich 5—10 lausend Dutzend Eier verarbeiten. Versuche, welche mit diesem Fabrikate, das zweimal die Linie passict hatte, angestellt worden sind, sollen ein sehr befriedigendes Resultat ergeben haben. Kerne von Steinobst bald zum Aufgehen zu bringen. Da die Kerne von Steinobst in der Regel sehr lange im Boden liegen, ohne zu keimen, was natürlich oft nachtheilig wirkt, indem die beste Zeit zum Wachs⸗ (ihum der Pflanzen vorübergeht, empfiehlt der französische Gärtner Clavel, diese Kerne mit Kleie in einem steinernen Topfe schichtenweise einzulegen, sie mit Regenwasser zu befeuchten und 10— 12 Tage stehen zu lassen. Diese Kleie erhitzt sich, kommt in Gährung und befördert das Aufspringen. Sollte die Kleie zu sehr austrocknen, so muß man sie wieder etwas anseuchten. Auf diese Weise behandelt, sollen die Kerne in 8—10 Tagen aufgehen. Verfahren, eine Beimischung von Baum⸗ wolleinleinenen Geweben zu erkennen. Dasselbe gründet sich auf die Eigenschaft der Leinenfaser, daß diese sich beim Eintauchen in eine alkoholige Lösung von Kobol⸗ säure(im Handel unter dem Namen Autin oder gelbes Corallin bekannt) hierauf in eine concentrirte, wässerige Lösung von kohlensaurem Natron und schließlichem mehr- maligem Aaswaschen damit, schön rosaroth färbt, während die Baumwollfaser ungefärbt bleibt. Es genügt hierzu ein einige Eentimeter breiter, zuvor durch Waschen von seiner Appretur befreiter hierauf wieder getrockneter und an drei Seiten bis auf einige Millimeter ausgezupfler Leinwandstreifen. Geld ⸗Cours. Frankfurt am 27. August 1878. 20⸗Frankenstücke M. 16 25—29 Englische Sovereigns„ 20 4045 Russische Imperiales.„ 16 72—77 Holländische fl. 10-Stücke. 18 Ducaten 4 f 7 9 55—60 Ducaten al mare 5 9 58—63 Dollars in Gold.— 41 17— 20 Briefkasten. Anonyme Zusendungen finden, wie schon Die Redaction. Herr Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln hat uns den Debit des allein ächten Cölnischen Wassers übertragen und empfehlen wir dasselbe U sa gasse. oft bemerkt, niemals Aufnahme. per Glas zu M. 1.50, „ ½ Dutzend 3 „ Dutzend„ 1 Die Expedition des Anzeigers. Material⸗Lieferung. 2704 Die Lieferung nachstehender Materialien: 855 Böden 10er Stämme, ger 50 Stuck breite Schleinerdiele, Hlattige, 400„ G schmale Dachdiele, 25„ breite Doppeldiele, 20000„ eichene Pfähle, 1200 Liter Rüböl, ffür die Braunkohlengrube„Ludwigshoffnung“ bei Mel bach soll auf dem Submissionswege vergeben werden und ist hierzu Termin auf Mittwoch den 4. September d. J., Vormittags 10 Uhr, anberaumt. Die Lieferungsbedingungen liegen auf unserem Büreau dahier zur Einsicht offen. Offerten sind portofrei und wersiegelt mit der Aufschrift„Materiallieferung' versehen wor dem Termin ebendaselbst einzureichen. Bad⸗Nauheim am 24. August 1878 Droßherzogliches Salinen- und Bergamt Bad-Nauheim. Jäger. Edictalladung. 2703 Die nachstehend, nach Flur und Nummer bezeich⸗ neten Liegenschaften find veräußert worden, ohne daß das Eigenthum daran urkundlich resp. genügend nachge⸗ iesen werden kann. Es sind deßhalb Ansprüche jeder Art an denselben so gewiß binnen 4 Wochen von heute un dahier vorzubringen und zu begründen, widrigenfalls die darüber stattgehabten Veräußerungen bestätigt, be⸗ llehungsweise die Einträge„beschränkt“ gelöscht und die Einträge in das Mutations⸗Verzeichniß werden verfügt werden. Gemarkung Hungen. Vor dem Namen des Heinrich Steller: 1II/ 278. Gemarkung Wohnbach. Vor dem Namen des Johs. Koch: X/280. XVI /534. Gemarkung Villingen. Vor dem Namen des Hrch. Zimmer, Schuster: XXII /586. Gemarkung Berstadt. Vor dem Namen der Johs. Schmidt I. Wittwe Anna Katharine, geb. Schneider: 1/162. 1/1091. 11/262. f 1/15. 1/16. 1X/ 295. X 1/210. X1/211. XIV/111. Bor dem Namen der Anna Dorothea Schmidt: XI/208. Gemarkung Obbornhofen. Vor dem Namen des Hrch. Lingner III.: 1/25. Bor dem Namen des Phllipp Kammer: 1/28,3. 1/28,7. Vor dem Namen des Hrch. Dietz III. und Ehefrau Marga⸗ rethe, geb. Roth: V/24. Hungen am 24. August 1878. Großherzogliches Landgericht Hungen. rin. 26 in den schönsten Farben billigst bei Stidene Umknöpftücher& Jonlaude riedri Versteigerung von Pflastererarbeit. Die zur Herstellung des Gossen- und Banketpflasters in der Ortsdurchfahrt zu Södel zu 202 Mark veran⸗ schlagte Pflastererarbeit wird Donnerstag den 3. Sep⸗ tember l. J., Mittags 12 Uhr, auf dem Gemeindehaus * Södel an den Wenigstnehmenden öffentlich versteigert. Friedberg am 26. August 1878. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. e u 5 2702 Grummetgras⸗Versteigerung. Freitag den 30. August, Vormittags 10 Uhr, soll das der hiesigen Gemeinde zustehende Grummetgras auf hiesigem Rathhaus meistbietend versteigert werden. Fauerbach b. Fr. den 28. August 1878. Großherzogliche 5 Fauerbach b. Fr. Helfer Grummetgras- Be N soll das der hiesigen Gemeinde 557 55 Grummetgras, circa 200 Morgen, in der Wirthschaft des Heinr. Phil. Dauernheim meistbietend versteigert werden. Nieder⸗Florstadt den 26. August 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder⸗Florstadt. A in der thierischen Welt. Geschichte des Bartes. Von Dr. Bunz. Mit 15 Illu⸗ stratlonen.— Vor dem Sturm. Historischer Roman von Theodor Fontane.(Fortsetzung.)— Abdera überall. Von Richard Andree. Mit einer illustr. Beilage: Kaiser Wilhelm in Teplitz mit seiner Tochter, der Großherzogin von Baden. Nach dem Leben.— An unserm Büchertisch. Zu Bestellungen empflehlt sich Carl Bindernagel in Kriedberg Kelterschrauben in 0 Größe. liefert die 1 e von 2471 A. Henrich 8 Söhne in Hanau. 2687 Montag den 2. September, Vormittags 10 Uhr, 1. —— 38 8 75 S2 3 8 2 E 8 8 8— 2 2 60 5 25 Die soeben erschienene Nr. 47 enthält: Im Schatten erblüht. Von Germanis.— Am Strande. Gedicht von August Sturm. Zeichnung von Karl Mücke.— Die Rheinische Provinzial-Blinden-Anstalt, zu Düren. Von Alice Kurs.— Der Generationswechsel Von Dr. Paul Friedrich.— Zur Neue holländisehe marinirte Vollhaͤringe 2631 bei Wilhelm Fertsch. 2692 Ein Landwirth, welcher im Besitz eines disponiblen Kapitals von 90,000 Mark ist, sucht ein größeres Landgut in guter Gegend der Provinz Hessen-Nassau, möglichst in der Nähe einer Bahnstation gelegen, pachtweise zu übernehmen. Offerten werden unter 155 S. 2430 gan die Annoncen-Expedition Th. Dietrich 8 Cie. in Cassel erbeten. „ Kelterschrauben in allen Größen. Reparaturen an vorhandenen Schrauben werden sofort ausgeführt bei Conr. Nanke Söhne, Maschinenfabrik, Frankfurt a. M. Allerbeiligenstr. 40. 2651 1940 Prof. Dr. Boettger's(288%) oEpHATORI Un (Enthaarungsmittel) zur sofortigen spurlosen Entfernung von Haaren. Aerztlich empfohlen und durchaus unschädlich für alle Körperstellen. Preis M. 5. nebst Ge- brauchsanweisung. Zu beziehen durch J. H. 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M. am 7., 8. und 9. September 1878, Nachmittags 2½ Uhr, am Forsthaus. 17 Rennen mit Preisen zusammen im Werthe von ca. Mark 49,000. Eintritts Preise: Mk. 10.— Zweiter Platz jeder Tag...... Mk. 2.— 5 1 I eee ane, JVVVVVVVVVVVVCVCVCTCTCCVV T Ein Herrenbillet für 3 Tage„ 20.— Stehplatz 17 Equipagen pr. Tag Mk. 20., Reiter Mk. 5. Sämmtliche Karten sind sichtbar zu tragen. (H. 63,500). Das Direetorlum des 2461 Rheinischen Renn-Vereins. 8 1 45 N Strassburger Cafèe- Essenz von Kessler& Co., das Vorzüglichste und Reinste als Zusatz zum Café, ist in frischer Füllung angekommen ic. Glas à 30 Pf. zu haben bei Herrn C. Th. Kranz. Carl Bindernagel's Annoncen-Erpedition. Bekanntmachungen aller Art: Gesuche, Offerten, Benachrichtigungen, Waaren-Empfehlungen, Versteigerungen werden an alle Zeitungen vermittelt. Berechnet wird nur der Originalpreis der betreffenden Zeitung. Die Annoncen-Aufgeber sparen also Briefschreiben, Zeit und Porto. Janus, Lebens- und Pensionsversicherungs-Gesellschaft, Hamburg. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenutniß, daß wir dem Herrn Peter Tönges in Friedberg eine Agentur unserer Gesellschaft übertragen haben. Hamburg den 27. August 1878. Erster Platz für Herren jeder Tag 2510 Die Direetion. Mit Bezugnahme auf obige Bekanntmachung empfiehlt sich der Unterzeichnete zur Ent⸗ gegennahme von Anträgen fur Lebens-, Pensions- und Aussteuer-Versicherungen, sowie Alters— versorgungen und ist zur Ertheilung weiterer Auskunft stets mit Vergnügen bereit.— Prospecte gratis. Friedberg den 27. August 1878. Peter Tönges, Rentamtsdiener. 2710(H. 63955.) Regenschirme, K. Friedrich, neben der Post. Ein ganz schwarzes Schweinchen 2722 ist mir auf dem Friedberger Markt entlaufen. Derfenige, welcher das Schweinchen aufgefangen hat, wird gebeten, dasselbe alsbald gegen eine gute Belohnung an mich abzuliefern. Pohl-Göns. 48 in Seide, Zanella und Alpaka, äußerst billig bei Feinst Schweineschmalz, 2630 per Pfund 52 Pf., bei ee eee Wilhelm Fertsch. 5 — Neue Linsen Hühneraugen 1 flaster, 2713 bei Wilh. Bernbeck. fertig gestrichen, beseitigt sicher Schmerz und.— 5 85 5 0 5 Hühnerange, per Etui 50 Pfennig, in Friedberg 5 Ein Schuhmacher geselle bei Apotheker Dr. Uloth. 2711[2719 findet dauernde Arbeit bei D f AA Dorn-Assenheim. August Martin. Eine angenehme Wohnun in einer 1 bestehend in 3. Allen Densenigen, die den Dabingeschtedenen zu seiner Keller und Speicher ist zu vermiethen. Auch kann etwas letzten Ruhestätte begleiteten, unsern tiefgefühlten Dank. Hofraum zugegeben werden. Offerten nimmt die Expe-] Bruchenbrücken. 2721 Müller⸗Guth. dition des Anzeigers entgegen. 2560 r— 2 b in Lithographie: 21„ 5 17 1 Kinderfahnen zum Sedanfest, sowle zu Decoratlonen, per Stück 50 Pfennig, bel Jos. Hoffmann. Stammheim. Sonntag den 1. September findet bei mir Concert und Tanz statt, wozu freundlichst einladet Carl Musch, Wee 2714 Musik aus Friedberg. Wisselsheim. 2720 Zur Feier der Kirchweihe findet Sonntag den 1. und Montag den 2. September Tanzmusik in meinem Saale statt, wozu freundlichst einladet Balthaser Amend. Sedanfeiet Zu Portelweil am 2. September 1878. 2715 Zur Vorfeier: Abends vorher Läuten mit den Glocken. Um 7 Uhr Zusammenkunft auf dem alten Friedhof nächst der Kirche, daselbst Vortrag des Gesangvereins Liederzweig: Choral: Eine feste Burg ꝛc. Abfeuern von Völlerschüssen. Am Festtage: Morgens Glockengeläute, Abfeuern von Böllerschüssen. Nachmittags 1 Uhr: Aufstellung des Fest⸗ zugs am Pfarrhaus, Bewegung des Festzugs durch die Straßen des Orts nach der Wilhelmslinde, daselbst Fest⸗ rede, Gesang der Schuljugend und des Gesangvereins „Liederzweig“. Um 2½½ Uhr: Festgottesdienst. Um 4 Uhr: Anfang des Festeoncerts im Saale des Gastwirths Schneider. Choral: Eine feste Burg ꝛc. Zur Zheilnahme ladet freundlichst ein Das Festeomité. Den bereits angemeldeten Schülerinnen hiermit zur 3 daß der Cursus im Erlernen Nachricht, des Zuschneidens und voll⸗ ständigen Anfertigens aller Arten Damenkleider Montag den 2. September beginnt. Weitere Anmeldungen nimmt entgegen Frau Lebrer Heß, 2663 Kaiserstr. 554, 2 Treppen hoch. Eine zweitstillende Amme gesucht. Näheres bei Hebamme Briel. 2706 Herrenhemden, 1325 feine Einsätze, Taschentücher, Kragen, Mauschetten sowie Kragen und Manschettenknöpfe billigst bei K. Friedrich Visitenkarten in Buchdruck: 28 versch. Sorten, per 100- M. 1. 40 = M. 1. 50 Solche auf mattem oder Chamois-Carton, sowie solche mit Extraschrift oder Verzierungen sind eine Kleinigkett theurer. Carl Bindernagel. Corsetten Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten theilen wir die traurige Nachricht mit, daß heute Abend halb 7 Uhr unser innigst geliebter Gatte und Vater Georg Bayer im 53. Lebensjahre nach kurzem aber schwerem Leiden sanft dem Herrn entschlafen ist. Um stille Theilnahme bittet Bad⸗Nauheim am 27. August 1878. Die trauernde Familie. Die Beerdigung findet Donnerstag den 29. Aug., Nachmittags 3 Uhr, statt. 2707 2709 Fur die vielen Beweise der Theilnahme sowohl bei der Krankheit, als auch bei der Beerdigung unsers geliebten Gatten, Vaters, Großvaters, Schwiegervaters Heinrich Nees, sagen wir hiermit herzlichen Dank. Friedberg. Die trauernden Hinterbliebenen. Isrgelitischer Gottesdienst in Friedberg. Beginn: Freitag Abends 6 Uhr. Samstag Morgens 8 Uhr, Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. Petreffen! De 9 Holzwerid und geleg Dan Nr. 225 I. 187879 II. J aus Eina tagen; wurde dat Offbuc III. IV. Wanlsalle ele zu M sleht den die ev. P die ev. J Präsental zu; die e Lehrerstel Ansangsg an den ft 11¹⁵ M. 43 Pf. Präsenlal 685 M. zu Siolbe V. 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