Hause, I. Slertrid, 10 W * n Cat 1,% 1 ½ Hen, 17tt, Sttrtetten, itim, dünne rden, Ginsag um Port.⸗Fähnr. befördert; Wehrmann, Vice ⸗ tt u velltutn un „iert ligt run nüczesten Keil 7 1878. Dienstag den 27. August. M 101. Oberhessischer Anzeiger * Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal per Woche und zwar Dienstags, Donnerstags und Samstags. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere Betreffend: Die Herbstübungen in 1878. In Folge einer Mittheilung der Großh. Commission, abgeordnet werden wird. Friedberg am 24. August 1878. werdenden Truppen an den Nichtmarschtagen, welche, wie in unserem Auss äufig auf 62½ Pf. pro Kopf und Tag berechnet war und gültig auf 60 ½½ Pf. festgesetzt worden ist. Anmeldungen zum Bezug von Simmenthaler Wir bringen dies unter dem Anfügen zur Kenntniß, daß aus dem diess nicht Jahres-Co 22 Amtlicher Theil. J. B. d. K.: Küchler, Kreis ⸗Assessor. Hess.(25.) Division ben J. B. d. K.: Küchler, Kreis ⸗Assessor. Bekannt w ch u n. g Betreffend: Anzeige gegen Faist Grünebaum aus Groß-Karben, wegen Bettelns und Ausschweifens im Trinken. Das Großherzogl. Kreisamt Friedberg an die Großherzogl. Bürgermeistereien und die Gendarmen des Kreises. Faist Grünebaum von Groß Karben ist zu verhaften und Großberzoglichem Landgericht Bad- Nauheim zuzuführen. Oie einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bet Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. nto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Friedberg am 22. August 1878. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Friedberg am 23. August 1878. achrichtigen wir Sie, daß die Vergütung für Verpflegung der einquartirt chreiben vom 30. Juli d. J., Oberh. Anz. Nr. 91, angegeben ist, vor- Zuchtvieh werden bei uns noch bis zum Abgang der Commission nach der Schweiz entgegenommen. eitigen Kreis ein Mitglied der zum Ankauf des Viehes bestimmten Großherzogliches Kreisamt Friedberg. J. B. d. K.: Küchler, Kreis- Assessor. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Jacob Görber von Ober⸗Rosbach wurde als Feldschütze für diese Gemarkung ernannt und verpflichtet. Deutsches Reich. Darmstadt. Militärdienstnachrichten. von erolmann, Unteroff. vom 4. Inf.⸗Regt. Nr. 118, sldw. vom 3. Inf. Regt. Nr. 117 zum Port. Fähnr. ernannt; Weinmann, Prem. Lt. von dems. Kegt. in das 3. Ostpreuß. Grenadier- Regt. Nr. 4 bersetzt; Braun; Sec. Lt. vom 2. Hess. Inf.⸗Regt. Nr. 82 unter Beförderung zum Prem, Lt. in das 3. Inf. Regt. Nr. 117 versetzt; des Barres, Sec. Lt. rom 3. Inf.⸗Regt. Nr. 117 vom Com- nando in Potsdam entbunden; v. Lochow, Sec.“ N 1 Referenzen 1 Ne 1 . Jeschäfts ige, 4 ungen gunstig. 0 10 be 2 legt. Nr. 23 der Abschied bewilligt; Beck, *.— eee l Dauptm. und Batteriechef vom Feld-Ait.-⸗Regt. * ee Lr. 25 der Abschied bewilligt. — 14 Berlin. Der Kronprinz und die Kronprin- n dens je ssin sind mit ihren Kindern am 21. d. wohlbe⸗ N— bolten von Hemburg wieder im Neuen Palais zu begrüßt wurde. 932 crun!, Potstam eingetroffen. Ebenso ist der Prinz Teplitz ei Nersteig 1% Friedrich Karl mit seinem Gefolge am Dierstag dankte ders — gueen ene. Abend von Dresden nach Potsdam zurückgekehrt. schast und vers 84. eee,— 23. August. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ — re ö läßt, daß das lürkische Rundsch reiben, betreffend 77 u. ie griechisa e Grenzberichtigung gestern bier über- schen „% e geben sei. Die Reraction des Schriststückes scheine 1 r or erfolgter Fesistelung in Constantinopel ver- 8 f chledene Phasen durchlaufen zu haben. Den I.. Res. des 2. Inf. Regt. Nr. 116 befördert; t. vom 1. Juf. Regt. Nr. 115 als Compagnie⸗ fizier zur Unteroffizier ⸗Vorschule in Weilburg ommandirt; Sartorius, Vicefeld w. vom 2. Bat. 5. Rhein. Land w. Regt. Nr. 29, zum Sec. Lt. Wetzell, Vicefelt w. vom 1. Bat. 2. Landw. Regt. Nr. 116 zum Sec.⸗Lt. der Res. des 3. Inf.-Regt. Nr. 83; Sander, Vicefeldw. von dems. Bataillon lung vorbehalten haben, weitere Stellung zu nehmen. — 23. Aug. Heute Mittag hat ein Minister- rath stattgefunden. Das Gerücht von der Aus— arbeitung eines Gesetzentwurfs im Reichskanzleramt, betreffend die Einführung einer Petroleum⸗Steuer im Reiche, beruht auf Erfindung. — Die nunmehr vollständig vollzogenen Reichs- tagewahlen ergeben folgende Partei- Eintheilung: Conservative 61, Deutsche Reichspartei 51, Nationalliberale 102, Gruppe Löwe 6, Fort- schritt 27, Demokratie 2, Socialdemokraten 9, Centrum 102, aus Elsaß-Lothringen 15,(klerikal, Protestpartei, Autonomisten), Polen 14, Dänen 1, Unbestimmte 5. — 23. Aug. Die„Post“ fügt einem Berichte über eine heute in Pots dam stattgehabte Parade die Notiz bei, daß der Commandant des Garde- Corps, Prinz August v. Württemberg, bei der Parade bewußtlos vom Pferde gefallen und hinweg getragen worden sei. Nach darüber eingezogenen Er- zum Sec.⸗Lt. der Res. des 2. Inf.⸗Regt. Nr. 116 lefördert; Baltz, Vicefeldw. vom 2. Bataillo 4, Landw.-Regt. Nr. 118 zum Sec. Lt. d. Res. des Feldartillerie-Regts, Nr. 25 befördert; Sieben, Rr. 118 zum Sec. Lt. der Res. der Traincom— vagnie befördert; Ker Fex, Sec.⸗Lt. vom 1. Drag.“ 3 Signglar-Mechten des Berliner Vertrages werde un obliegen, zu dieser Frage, zu welcher die Vicewachtm. vom 2. Bataillon 4. Landw.⸗Regts. kundigungen wurde der Prinz allerdings während der Parade von einem Magenübel, woran er seit längerer Zeit leidet, befallen und war genöthigt, nach Berlin zurückzukehren. Er befindet sich aber bereits wieder vollkommen wohl. Salzburg angekommen. hose vom Statthalter Grafen Thun, dem Grafen Grünne und dem General- Director Czedik empfangen Der Kaiser empfing gestern in ne Deputation der Bürger- Ehrenwache, elben für die Opferwilligk prach ein großes Po Wit mung zu senden für die ihm be nahme der Bevölkerung. kte der Kaiser 1000 M. subr der Kais lich geschmückten Straßen nach dem deten Spalier. scheldenden Kais dem er in effenem Wagen durch die fest— Bahnhofe. Die Save Schi Mächte sich im Vertrage eine gemeinsame Behand- grüße zu. — 24. Aug. Kaiser Wilhelm ist heute früh in vier Armee-Corps gebildet. Derselbe wurde am Bahn- und stieg im„Hotel de l'Europe“ ab, woselbst er von der Kaiserin Augusta, welche ihn erwartete, Heute passi Kurz nach 8 Uhr erfolgte die Abfahrt, nachdem der Kaiser auf dem Bahnhofe noch den Bürgermeister und andere Vertreter der Stadt, sowie viele deutsche Kurgäste durch Ansprachen ausgezeichnet hatte. Kaiser Wilhelm ist dann beute Nachmittag von Salzburg nach Gastein weiter gereist, woselbst er Abends 8 Uhr im offenen vier- spännigen Wagen glücklich ankam. Am Eingange des Kurortes wurde er vom Fürsten Bismarck be— grüßt, vor dem Badeschlosse von der Gemeinde vertretung, der Kurcommission und mehreren her— vorragenden Kurgästen bewillkommnet. Die Häuser der Stadt sind reich mit Flaggen geschmückt. — 24. Aug. Vom Justizausschuß wurde gestern die Competenz des Reichsamtes in Bezug auf Presse und Vereinswesen verworfen. Die Functionen des geplanten Reichsamtes sollen vom Bundesrath über- nommen werden. Der Justizausschuß des Bun- desrathes beendete gestern die Vorberathung des Socialisten-Gesetzes. Die Berathung desselben im Plenum des Bundesrathes beginnt am Dienstag. Ausland. Oesterreich⸗-Ungarn. Wien, 22. Aug. Laut dem„Armee Verordnungsblatt“ wird für die bosnische Occupation eine zweite Armee von Zum Commandanten derselben wurde General von Philippovic, der Eroberer Serajewo's, ernannt; dessen bisheriges Commando übernimmt der Herzog von Württem⸗ berg, welcher zum Feldzeugmeister befördert wurde. rten durch Wien die ersten türkischen Gefangenen. Die„Wiener Ztg.“ versichert, daß Den Armen der Stadt verlust bis 16. Abends um 8 Uhr Insurgenten, welche der Diviston Szaparp bei Tie hren wache und freiwillige Feuerwehr bil— Unabsehbore Menschenmassen riefen er Lebehechs und Scheide nach den bis zum 16. August eingegangen Ein- eit der Bürger- gaben aller Theile des Octupationscorps die Ver- rtraitbild mit luste desselben in 161 Todten, 676 Verwundeten wiesene Theil: und 139 Vermißten besteben, sonach der Gesammt⸗ August 976 Mann betrage. Die Dobej gegenüberstanden, haben sich zurückgezogen. fffahrt ist wieder frei.— Nach Meldungen ungarischer Blätter sind im Bodzaer Posse in Siebenbürgen zwei russische Ingenieure sestgenommen worden, weil sie die Plaͤne der neuerrichteten Grenzbefestigungen aufzunehmen ge⸗ sucht haben. — 23. Aug. Von der montenegrinischen Grenze wird unterm 16. d. gemeldet, daß in Cettinje Schaaren für die Herzegowina ausgerüstet werden. Bei Niksics, Bilek, Goransko und im Duga-Paßz wurden vier Tschetas formirt. — 24. Aug. FM. Jovanovich meldet vom 23. d. aus dem Lager von Cornici, daß er durch ein am 21. d. stattgehabtes Gesecht einen ent; scheidenden Schlag gegen die Hauptkraft der Her- zegowiner Insurgenten geführt, welche in starken Stellungen in fortsähnlichen Gebäuden tapfer kämpften, daher die meisten Chefs unter den Trümmern der in Flammen gerathenen Kulas ihren Tod fanden. Eine stärkere Abtheilung floh in das Gebirge gegen Bilek. Der Stadt Stolars ist wegen ihrer verrätherischen Haltung eine Con- tribution, zumeist in Victualjen, auferlegt. FM. Jovanovich hebt die vortreffliche Haltung der Truppen besonders hervor. Agram, 23. Aug. Eine bedeutende Anzahl in Varcarevo, Jajce und Banjaluka gefangener Begs und Agas werden hier erwartet, um von hier in eine Festung übergeführt zu werden. Ihr Bestimmungsort wahrscheinlich kommen sie nach Theresienstadt. Schweiz. Bern, 22. August. Nachdem die letzte Differenz zwischen dem Ständerath und dem Nationalrath in der Gotthardtfrage erledigt ist, genehmigte der Nationalrath in heutiger Schluß abstimmung das Ganze der Beschlüsse. Belgien. Brüssel, 23. August. Bei dem Banket der Generalräthe erwiederte der ist noch nicht genau festgesetzt, Serbien. Belgrad, 22. August. Die Beschlüsse des Congresses bezüglich Serbiens wur⸗ den heute officiell publicirt. Eine Proclamation des Fürsten kündigt officiell die Wiederherstellung des Friedens an. Das Land feiert heute das Fest seiner Unabhängigkeit, — 23. Aug. Fürst Milan sprach gelegentlich der serbischen Unabhängigkeits Erklärung tele. graphisch seinen und seiner Nation warmen Dank aus für das Wohlwollen und die Unterstützung, welche die serbische Nation bei den Veschlüssen des Congresses Seitens der österreichischen Regierung gefunden habe. In der darauf erfolgten Antwort soll dem Fürsten vom Kaiser die wohlwollendste Aufnahme dieser Dankesäußerung und gleichzeitig die Zusicherung ausgesprochen worden sein, daß Fürst und Land, wie früher so auch künftighin, in Allem, was ihr Wohl betreffe, der wohlwollendsten Unterstüzung sicher sein könnten. In analoger Weise drückte schon früher der Fürst Milan schrift lich seinen Dank an den Gtasen Andrassy aus. Der aus der Topola-Affaire bekannte Kolaracs ist gänzlich amnestirt worden. Außerdem haben zahl reiche Begnadigungen und Strafnachlässe für andere Sträflinge stattgefunden. MRumänien. Bukarest. In gouvernemen⸗ talen Kreisen machen zwei Vorfälle den peinlichsten Eindruck: Oberst Falkojanu, der in Begleitung eines Generalstabs-Offiziers in officiöser Sendung nach der Dobrudscha fich begeben hatte, wurde von dem dortigen russischen Militär-Commando in einer nichts weniger als höflichen Art und Weise veranlaßt, sofort wieder nach Rumänien zurückzukehren. Es wurde ihm bedeutet, daß die aller Güter des Khedive an den Staat verlangen, angenommen. Der Khedive beauftragte Nubar Pascha, ein Ministerium zu bilden, um die zur Ausführung der Anträge erforderlichen Reformen einzuführen. Der englische Delegirte Wilson hat das Ministerium der Finanzen angenommen. Die Anträge des Berichts der Enquete Com mission sind folgende: Keine Steuerauflage ohne Gesetz. Die gesetzgeberischen Gewalten, welche zu Steuer- auflagen allein ermächtigen, sind Eingebornen und Fremden zugänglich. Die Steuer-Erheber stehen unter den Befehlen des Finanz- Ministers. Gründung von Reservefonds gegen Desficits, die in dem Ausbleiben der Nil-Ueberschwemm- ung ihren Grund haben. Errichtung von Gerichtsbehörden zur Entscheidung über Steuer— Reclamationen. Organisatlon zum Schutze der Eingeborenen gegen Mißbräuche von Behörden. Revision der Grundsteuern. Abschaffung der Frohndienste vorbehaltlich der Arbeiten an öffent⸗ lichen Bauten. Regelung des Militär dienstes. Der Khedive wirp alles Grund Eigenthum von allen Dairas für die Liquidirung der Desficite anweisen, so daß die Special-Administration volle Gewalt hat, diese Güter zu verwalten, zu ver— äußern oder für das Desieit zu belasten. Amerika. New Nork. Bisher sind 11,500,000 Silber-Dollars geschlagen aber nur 1½ Millionen in Umlauf gesetzt worden, weil die Nachfrage noch gering ist. hat diese übrigens zugenommen. Aus Stadt und Land. N. Bad⸗Nauheim. Unser Comité für das Sedan⸗ sest hat auf vielseitig geäußerten dringenden Wunsch König auf eine an ihn gerichtete Ansprache, es Rumänen in der Dobrudscha gar Nichts zu suchen piesiger Einwohner die Festseier auf Sonntag den werde ihm und der Königin schwer, ihre Gefühle gegenüber den rührenden Zeichen treuer Anhäng— lichkeit zurückzubalten. Er danke für alle Liebes- zeichen den Vertretern der Provinz wärmstens, danke besonders für die Aufmunterungen, welche sie seinen innerhalb der Grenze der Constitution sich bewegenden guten Absichten gewährten und wünsche auf's Heißeste, das Vaterland auf dem Wege des Fortschrittes vorschreiten zu sehen. Die hoch zu schätzende Garantie Europa's gebe dem Lande die Gewißheit, daß es durch Krisen von Außen nicht gestört werde, sobald es fortfahre, seine internationale Verpflichtung zu erfüllen und die Achtung vor seinem Gebiete zu sichern, damit sein Gebiet niemals für Jemand eine Schwierig— keit oder Verlegenheit werde. Großbritannien. London. Dem Ver- nehmen nach begibt sich der erste Lord der Ad— miralität, Smith, demnächst nach Cypern zur Inspection. Italien. Rom, 24. Aug. Die„Italie“ schreibt: Verschiedene Blätter haben gemeldet, daß Italien dem Bey von Tunis eine Allianz ange⸗ tragen habe, daß Tunis eine italienische Garnison erhalten werde und daß Italien die Reorganisirung der tunesischen Finanzen übernehmen solle. Alle diese Nachrichten sind vollständig unbegründet. Gegenwärtig sind keinerlei Verhandlungen zwischen Italien und Tunis in der Schwebe. Türkei. Constantinopel, 22. August. Da die Insurgenten im Rhodope-Gebirge ihre Stellungen trotz Aufforderung nicht aufgegeben haben, so haben die russischen Truppen Kara— Nußlar und Akbunar angegriffen. Die Insurgenten behaupten indessen ihre Positionen. — 24. Aug. Der Gouverneur von Rumelien, Fürst Dondukoff⸗Korsakoff, ist hier angekommen. Auf den Vorschlag des deutschen Mitgliedes der Rhodope⸗Commission wurde der Bericht der Letzteren mit Rücksicht auf die darin ausgesprochenen Beschuldigungen der russischen Autoritäten an vielen Stellen gemildert. Das russische Hauptquartier soll von San Stefano demnächst nach Rodosto verlegt werden. — Die Pforte hat die Uebergabe Batums bis zum 12. September vertagt, um die Einwohner zu beruhigen und einem Conflicte vorzubeugen. — 24. Aug. Mehemet Ali Pascha hat seine Beschwichtigungsreise nach Kossowo bereits ange⸗ treten. Er wird sich später zu gleichem Zwecke nach Prizrend und Scutari begeben. hätten.— Der zweite unliebsame Fall ist der solgende: Der Primar(Orts- Vorstand) eines Dorfes wurde vor zwei Wochen von einem von der Truppen Abtheilung auf dem Durchmarsche befindlichen russischen Capitän auf die fürchterlichste Weise mißhandelt; der Russe ließ dem gedachten Primar, der nicht in der Lage war, in seinem ärmlichen Dorfe die Wünsche des Militärs ganz zu erfüllen, auf den nackten Rücken 50 Knuten— biebe appliciren. Die von hier aus entsendete Rumänisch Russische Untersuchungs⸗Commission hat dieses Factum constatirt, um so leichter, als der russische Capitän selbst die That nicht leugnete. General Drentelen versprach, daß dieser Capitän bestraft werden solle, fügte jedoch hinzu, daß dies jetzt, wo die tussische Armee sich auf dem Marsche befinde, nicht geschehen könne, sondern erst daheim in Rußland.— Die Unsicherheit im Lande nimmt in erschreckender Weise wieder zu und hier in der Hauptstadt selbst vergeht fast kein Tag, wo nicht größere Raubanfälle und Diebstähle sich ereignen. — Die Räumung der Dobrubdscha erfolgt über Varna und Braila. In Philippopel erscheint für die autonome türkische Provinz Ost Rumelien in bulgarischer Sprache ein russisch-halbamtliches Journal,„Mariza“, redigirt von Danow. Griechenland. Athen. Gestern ist der Minister des Aeußern, Delijannis, von seiner europäischen Missions Tour zurückgekehrt. Große kriegerische Aufregung hat sich neueclich Athen's und ganz Griechenland's bemächtigt. Rußland. Petersburg, 23. August. Der„Reg. Bote“ veröffentlicht einen kaiserlichen Befehl, nach welchem das Verbot der Pferde— Ausfuhr aus den Häsen des Schwarzen und Asowischen Meeres und über die Westgrenze Ruß lands aufgehoben ist. Dem„Russ. Inv.“ zufolge werden die für die Militärbezirke Ost- und West⸗ Sibirens und Turkestano einberufenen Ersatz⸗ Mannschaften wieder in die Heimath entlassen. Zur Zurückbeförderung der zur Heimkehr be⸗ stimmten russischen Truppen ist Sebastopol, Odessa kund Nikolajeff ausersehen. Von dort geschieht ihre Weiterbesörderung in die Standquartiere in drei Routen. Gleichzeitig erfogt aus Sebastopol die Zurückbeförderung der türkischen Gefangenen. Die Beförderung auf den Bahnen begann am 16. August. Aegypten. Kairo, 23. August. Der geschehen. Khedive hat gestern die Anträge in dem Bericht der Enquete⸗Commission, welche die Rückerstattung 1. September verlegt, aber es ist dies mit dem aus— drücktichen Hinzufügen„für diesmal und ausnahmsweise“ Da eine allgemeine, mehrtheilige Feier des paitiotischen Festes hier zum erstenmale statlfindet, so mag die Aenderung wohl rathsam gewesen sein. Umsomehr sind wir aber nun auch berechtigt die größte Betheiligung bei dem Feste zu erwarten. Kirch⸗Göns, 22. Aug. Gestern verunglückte das etwa 3 Jahre alie Kind eines hiesissen Bürgers, indem es sich während des Spielens in einem unbewachten Augen⸗ blick über eine auf dem Hose stehende mit nur einigen Zoll Wasser gefüllze Waschbütte beugte, wodurch es das Gleichgewicht verlor, mit dem Kopfe in die Bülte stürzte und ertrank. Allerlei. Kaiserslautern, 21. Aug. Gestern wollte eine Frau von hier, die mit Kuchenschneiden beschäftigt war und deßhalb das Messec noch in der Hand bielt, ihrem Kinde, einem bildschönen Mädchen von 5 Jahren, eine Wespe von dem Gesicht verscheuchen. Sie halte aber das Unglück dem Kinde mil dem Messer in das eine Auge zu stoßen, so daß dieses sofort ausgelaufen ist. Gotha. Mit dem ziemlich kostspieligen, aber dabei geschmackvollen Bau der Leichenhalle auf dem neu ange- legten großen Friedbofe an der Langensalzaer Steaße nebst Verbrennungsosen und Columbarium, geht es jetzt rasch vorwärts, weil schon mit dem 1. October d. J. alles in Stand sein und namentlich die facultative Verbrennung der Leichen beginnen soll. Die Leiche des vor einiger Zeit hier verstorbenen Ingenieurs Stier, welcher einstwellen auf einem der Friedhöfe beigesetzt ist, wird die erste sein, die in der Anstalt verbrannt wird. Bekanntlich werden auch die sterblichen Ueberteste Fremder unter den festgesetzten Bedingungen hier auf dem Wege der Cremation bestaltet werden können. Eisenach, 23. Aug. Schulze⸗Delitzsch fühlt sich seit einiger Zeit leidend, sein Unwohlsein ist im Zunehmen begriffen. Derselbe konnte deswegen sich auch nicht an der heuligen Sitzung des Verbandstags beiheiligen, sondern reiste unter Schenk's Begleitung ab. R. Dewsbury.„Landesart, Landessitle,“ so dachte ich als ich in dem Frankfurter Marktberichte las, daß viel„unreises Obst“ confiscirt worden sei. Hätten wir hier in England dieses Gesetz, so hätien Polizei und Markte inspectoren der Albeit gar viel, denn das meiste Obst. das hier auf den Markl kommt, ist gewöhnlich sehr weit von der Reise entsernt. Ungeheuere Quantizäten aller Arten Obst kommen läglich von dem Continent in den Häfen Englands an und werden sofort nach dem Inland weiter (xpedirt; all dies Obst ist unreif, reises würde zu schnell in Fäulniß übergehen und sosort bei Ankunft im Hafen selbst oder im Inland confiscirt werden. A pfel und Birnen, sowie Zwelschen, Pflaumen, Mirabellen und sonstiges Steinobst kommen grasgrün hier an, in einem Zustande wie man sie in Deulschland kaum den Schweinen geben würde; zu wundern ist es deßhald nicht, daß im Sommer die Sterblichkeit in Folge von Diarrhöe namentlich bei Kindern sehr bedeutend ist. Englisches Obst kommt wohl reifer auf den Markt, dennoch nicht in dem vollteifen Zu⸗ stande, wie man es in Deutschland und noch mehr in Frankteich zu sehen gewohnt ist. Klosterbeeren werden hier gepflückt, wenn sie noch gr wie Gras und hart wie Steine sind. England hängt in vieler Beziehung selbst In letzterer Zeit tin viel aue! Depeche vos Verluß drag — Fried per Pfd. N Gießt M. 15—2 60 Pf., 50 Pf., E M. 5.50, Rindfleisch fleisch 50. Fran markt war Ctr. M. 1 im Großer Detall 1. per 100 M N. 28.—30 wee Bohn Pfd. 8—9 per Stuck Marb per Pfd. per Pfd. 1 Hühner p 15 Pf., HRothkraut — Die angenehm sachste 2 entspreche wenigen roh genie 1 doch bei che, ohen nag Ic gehört al. Genuß eemal, w ür seine wichtigsten Bedürfnisse von dem Continent ab. ei er Hätten wir nicht die Buller aus Schleswig und Holstein, du zur owie aus Holland, so würden nur wohlhabende Leute sich den Aehnn lieses wichtige Nahrungsmittel erlauben dürfen. Irland 0 Dino 5 efert zwar viel davon an England, allein die„Nieler“ 15 Nee 0 nd„Friesländer“ Butter wird bei weitem vorgezogen. dun. Die Ein Hauptexportartikel nach England vildet die Trocken⸗ N aistez ese von Schiedam in Holland. Zwei bis dreimal wöchent— 98 odge See lich je nach der Jabreszeit. kommt ein, Hesendampser“ in weich* S 9. dull an, und um welche Stunde des Tages oder der Nacht 1 dir En 9 auch sei, sosort nach Ankunft und nachdem die eigens . SWn rde safür destellten Heseninspectoren sich von der Güte und 0— e Arbeber Frische der Waare überzeugt, beginnt die Ausladung der 20„ Muserg Tausende von Köcbchen, jedes mit einem oder zwei läng- Laaer De ich runden Lalben in Leinwand ein genäht, im Gewichle * Uidersg watt on circa 15 Kilo; da berrscht reges Leben; jedes Köcb⸗ ing l denn. gen ist markirt, jeder Großhändler ist mit seinen Arbeitecn tanz don sisrig beschäftigt sein Eigenthum in Empfang zu nehmen und so schnell wie moglich weiser zu befördern. un eh cel n. Ganz 1 Schrgze 5 nahe vei dem Ausladeplatz wartet schon der„Hesenzug“ e den Betz nit seinen eigens dazu eingerichteten Waggons und ehe 100 chord länf Stunden dergangen sind, ist die ganze Schiffsladung . ang dn on in alle Richtungen durch das Land befördert, um ecuen 4 öffent. ald in tausenden von Krämerladen an die begierig darauf 1 eng bart enden Hausfrauen, die sich hier zu Land sast alle ibt 11 etenffeg. Stod selbst backen, abgegeben zu werden. Fünf Pfennige den zer Loth, das ist der Preis im Kleinen, eine Mark per Sund en gros;„no yeast to day“(heute gibis keine pese) bringt die Hausfrau gar oft in die größte Verlegen— geit; sie har keine Ahnung, daß das Ausbleiben der Hefe er Thaisache zuzuschreiben ist, daß eine ganze Schiffslad— lege aber nut Di derte 4 weil * laßturtt Zei n viel sauereres Gesicht machen, wenn sie die telegraphische Lerlust tragen. Handel und Verkehr. Friedberg, 24 Aug. Wochenmarkt. Butter kostete Gießen, 24. Aug. F. 1.5—20, Eier per Stück 6 Pf., Tauben das Paar 0 Pf., Hühner per Stück 85 Pf., Hahnen per Stück Wochenmarkt. Butter per Pfd. W. 5.50, Ochsenfleisch 70— 72 Pf. per Pfd., Kuh- und Hindfleisch 50—60 Pf., Schweinefleisch 64—68 Pf., Kalb— seisch 50 60 Pf., Hammelfleisch 60—70 Pf. 1 n Frankfurt, 24. Aug. Der heutige Heu- und Stroh— a rarkt war gut befahren. Heu kostete je nach Qual. per 1 1(Ar. M. 1.50—2 50, Stroh M 150—2. Butter per Pfd. dene ni Großen 1. Qual. M. 1.20, 2. Qual. M 1.5- 10 im enn Fetail 1. Qual, M. 1 50 2 Qual. M. 1.25—30. Eier 1 r 100 M 450—6. Erbsen geschälte(per 100 Kilogr.) enen L. 28.—30., ganze Erbsen M. 22.— 24., Linsen M. 30.—32., 3 1 reiße Bohnen M. 28.—30., Bohnen zum Einschneiden per e ue fd. 8—9 Pf., Gurken per 100 M. 1.20 1.50, Weißkraut un Stück 20 Pf. Kartoffeln per 100 Kilo M. 5 50-6. Marburg, 24. Aug. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 1.— 1 10. Eier 2 Stück 10 Pf. Zwiebeln b Pfd. 14—15 Pf. Junge Hahnen per Stück 60-80 Pf. Ahner per Stück M. 0.90—1. Frische Kartoffeln 2 Liter Pf., desgl. per Korb M. 1.70—1.80., Weiß⸗ und Gurkensalat. Die Gurke ist eine den meisten Menschen sehr angenehme Frucht. Sie läßt sich auf die mannig— sichste Weise zubereiten und mundet stets als eusprechendes Beigericht. Sie ist eine von den nigen Früchten, die wir unreif und zugleich uch genießen und im Allgemeinen ohne Nachtheil, jwoch bei Manchem nicht ohne einige Unbequem⸗ igkeit. Diese besteht in dem sogenannten Auf— ßen nach dem Genuß von Gurkensalat. Auch ig gehörte früher zu diesen Duldern, aber, wie ile Genußsüchtigen, zu den rückfälligen, d. h. gesmal, wenn bei mir der oben erwähnte Umstand trat, nahm ich mir vor, keinen Gurkensalat bieder zu essen, hielt aber nie Wort und so wieder— illte sich das Ungemach stets von Neuem. End- i dachte ich eenstlich daran, der Ursache nach; üpären und fand sie in der, wenigstens für echwachverdauende, fehlerhaften Bereitungsart des Hurkensalats. Als Hauptzuthaten wurden in allen chbüchern, die ich sah, angegeben: Salz, Essig d Oel und dieser Angabe nach beginnt die hausfrau gewöhnlich damit, die rtcht feinschälig echnittenen Gurken zu salzen; dann erst gießt t Essig zu und endlich Oel. Da jedoch die ken nach dem Salzen sehr zusammengehen und Saft von sich geben, so schreiben manche — 8— * 2 — 2 ea Wilhelmine Scheibler. S. 329): ö 1 Aupressen und nun erst mit Oel, Essig, Pfeffer . w. zu untermischen.“ Ein so durch Peessung Meiteter Gurkensalat ist ein durchaus versehltes ng in Hull von den Insp ctocen„condemned“(„ver- ammt“) und den Meereswogen übergeben worden ist.“ die Schiedamer„Gendvre-“ Fabrikanten werden aber noch depesche von Hull bekommen, denn sie allein müssen den 1 r Pfd. M. 1 30—40, Eier 1 Stück 6 Pf., 2 Stück 11 Pf. ) Pf., Enten per Stück M. 1.80, Kartoffeln 100 Kilo ledernes Gericht und wird, wenn es so bei Gastmählern 3 bis 4 Stunden lang als Schau— gericht auf dem Tische prangen muß, völlig un- genießbar und daher von den meisten Gästen als Zugabe zum Braten versckhmäht. Wohet mag diese verkehrte Bereitungsweise enkstanden sein? Wer trägt die Schuld?— die Noth oder der frühere Mangel an einem guten starken Essig. Man fand, daß ein Gurkensalat, in seinem vollen Saft mit dem gewöhalichen Essig bereitet, nicht sauer genug wird. Für die Schwäche des Essigs mußte nun die Gurke büßen, und ihr schöner ge— würzhafter Saft wurde das Opfer. Jetzt, wo man einen guten starken Essig haben kann, ist nun auch die Möglichkeit gegeben, diese ganze Bereitungsart zum Vortheil des Gerichtes umzuändern oder vielmehr geradezu umzukehren, so daß die Reihen folge der Zuthaten nicht mehr Salz, Essig und Oel, sondern Oel, Essig und Salz wird. Auch ist ein Unterschied in der Zeit des Zusetzens dieser Zuthaten zu beachten. Gesetzt, der Gurkensalat soll zu einer Festlichkeit vorher bereitet werden und dann mehrere Stunden lang auf dem Tische als Zierde neben anderem Eingemachten dienen, ohne dabei an seiner Güte zu verlieren. Diese Auf— bereits oben gesagt. Die Scheiben werden zuerst mit Oel, dann mit gesalzenem Essig u. s. w. ge⸗— mengt.— Genug, das neue Gericht mündete und ich erhielt ein erneutes Lob, als ein zweites erschien, in dem geschmorte Gurken erkannt wurden. Denn dieses war gleichsam eine folge⸗ richtige Ergänzung des Salats, da es aus den dicken Schalen bereitet worden, welche behufs der Darstellung des Gurkensalats beseitigt werden mußten, aber sich zu Schmorgurken ganz vor— züglich eigneten. So war demnach einem der ersten Grundsätze der kochenden Haushaltung ge— nügt, möglichste Vollkommenheit der Speise bei sorgfälliger, sparsamer Nutzbarmachung sogenaunter Abfälle. Ihrem innersten Stoffgehalt nach ist die Gurke eines der merkwütdigsten Nahrungsmittel; so arm an Stoff und so reich an Wasser ist keines. Nach dem Verhältniß von 100 Theilen berechnet, besteht: 1) die halbreife Gurke aus: 3 Loth festem Stoff und 97 Loth Wasser; 2) die sogenannte Salzgurke aus: 5 Loth festem Stoff und 95 Loth Wasser; 3) die sogenannte Essiggurke aus: 4½ Loth sestem Stoff und 95½ Loth Wasser, indeß die gekochte Kartoffel 25 Loth Nährstoff und 75 Loth Wasser enthält. Das Zellgewebe muß ganz gabe ist nur durch Halbheit zu lösen. Man macht nämlich den Salat nur halb fertig, indem man vorläufig das wegläßt, wodurch die Gurken⸗ scheiben enisaftet und holzig werden: das Salz und den Essig. Zu dem Ende kommen die Gurkenscheiben, reichlich mit Oel versehen, auf den für sie bestimmten Platz, indem man sie zuvor noch mit Petersilie, Schnittlauch, Esrdagon, Kressen— blumen und dergleichen ausgeschnückt hat. Da- neben stellt man Essig, und zwar gesalzenen(auf 1 Weinflasche voll Essig 1 Loth Salz), um ihn, wenn die Speisezeit für den Gurkensalat gekommen, sogleich bei det Hand zu haben. Er wird löffel wrise nach vorher erprobtem Verhältniß hinzuge⸗ setzt, schnell umgerührt, um nun sogleich die Runde bei den Gästen zu machen. Ein solcher Gurken salat bietet wirklich einen Genuß, da die Scheiben so frisch und saftig sind, wie eben geschnittene, indem die Oelschicht, in welcher sie selbst stunden⸗ lang verweilen mußten, ihnen auch nicht die ge- ringste Unbill angethan. Auch ist dierbei der vorher gesalzene Essig eine wesentliche Verbesserung, was mir die Leserinnen gewiß zugeben, denen versalzene Speisen vielleicht schon manche unange nehme Augenblicke bereitet haben.— Zudem läßt sich nun auf diese Weise das Salz gleichmäßig vertheilen und man kommt nicht in den Fall, alle Augenblicke das Gesicht zu verziehen, nämlich dann, wenn man ein etwas derbes Salzkornchen, das der Auflösung entging, zwischen die Zähne bekommt. Hlermit ist, wie ich hoffe, dem Bedürfniß nach einem guten Gurkensalat genügt, aber nut im Allgemeinen, denn es gibt noch einen ganz beson— deren Fall, wo auch diese Bereitungsart nicht zweckentsprechend ist. Dieser Fall tritt dann ein, wenn Mitglieder der weit verzweigten zahnlosen(Y) Gesellschaft damit bewirthet werden sollen. Für diese ist auch ein solcher Gurkensalat zu hart und zu schwer verdaulich. Ich sprach hierüber mit Freundinnen, die bei mir zu Gaste waren und deren tägliche Tischgenossen 1 zu jener Gesellschaft gehörten.—„Schaffen Sie uns einen noch zarteten Gurkensalat,“ sagten sie.—„Sie sollen einen haben, den man gar nicht zu kauen braucht, der vielmehr auf der Zunge zergeht,“ antwortete ich, der ich auf diese Forderung vorbereitet war und winkte der Dienerin. Bald darauf brachte sie den neuen Salat. Seine Wirkung auf die Zungen der Schmeckerinnen war überraschend. Sie mußten gestehen, nie etwas Vollkommneres der Art gekostet zu haben. Die Sache war sehr einfach zugegangen. Ich hatte be vor(unter diesen die 14. Auflage] Hälfte der natürlichen Größe erlangt hatten. N„die irkenscheiben, eine halbe Stunde vor dem Ge- das innere Kerngehäuse übrig blieb. uch hinlänglich zu salzen, beim Gebrauch starkf dann nicht der Quere, sondern der Länge nach von den Gurken die mittelgroßen gewählt, d. h. solche, in welchen die Samenkerne erst etwa die Die Gurken wurden so dick geschält, daß nur Dieses wurde so in längliche Scheiben zerschnitten, daß der Schnitt jedesmal in der Quere durch die jugend— lichen Samenkerne ging. Was nun solgt, ist eigener Art sein, daß es im Stande ist, eine so große Menge Wasser in wohlgestalteter Begrenzung festuhalten. Es offenbart sich hier so recht die Lebendigkeit der Pflanzenzelle. Der Bade- schwamm, der in seinen vielen Zellen und Röhren eine beträchtliche Menge Wasser zu halten vermag, erreicht hietin die Gurke nicht. Läßt man einen Schwamm, der 10 Loth wiegt, sich recht voll— saugen, so nimmt er doch nur 90 Loth Wasser auf; der Gurkenstoff also über Zmal mehr!— dabei gibt der Schwamm bei der leisesten Berühr— ung sein Wasser ab, die Gurke aber läßt sich meilenweit trausportiren, ohne auch nur ein Tröpfchen von sich zu lassen.(Unt, z. Schw. B.) Literarisches. Geschichte der 25 Feldbergfeste, bearbeitet von Ludwig Stabl, Turnlehrer zu Offenbach, ist im Ver— lage der C. Forger'schen Druckerei zu Offenbach erschienen. Diese Broschüre dürste mit Recht sowohl in turnetischen als auch außerturnerischen Kreisen willkommen sein, denn sie bespricht die Geschichte dieser mit dem Volksleben der Taunus:, Main- und Rheingegend so innig verwachsenen, allgemein beliebten Feldbergseste, die bis heute einzig in ihrer Art in Deulschland dastehen, in böchst erschöpfender, sochkundiger Weise, so daß Allen Rechnung getragen wird. Das Titelblatt zeigt eine wohlgelungene Ansicht des Feld⸗ berghauses, dessen Grundsteinsegung und Eimweibung eben- falls in den Hauptzügen mitgetheilt ist; das zweite Blat trägt das Biloniß des Turnvaters Jahn. Die Broschüre ist, was wir ganz in Ocdnung finden, dem Begründer der Feldbergseste, August Ravenstein in Franksurt, gewidmet. Das Werkchen eignet sich namentlich auch für Turner⸗ Bibliotheken. Da bei der schönen Ausstauung der Preis von 50 Pf. äußerst mäßig Zist, so ballen wir hiermit die vöchst interessante„Geschichie der 25 Felobergseste“, welche durch alle Buchhandlungen zu beziehen ist, allen Turn⸗ vereinen und Turnern, allen Tuen- und Taunusfreunden, wie dem übrigen Publikum bestens empfohlen. Geld Cours. Frankfurt am 24. August 1878. 20 Frankenstac k Englische Sovereigns„ 20 40-45 Russische Imperiales 5 W 10 Holländische fl. 10-Stücke.„ Dudate nee 5 9 55—60 Ducaten al mareo 8 9 58—63 Dollars in Gold. 4 1720 „ Bekanntmach Bekanntmachung. 2684 Unter Bezugnahme auf die Artikel 34 und 35 des Berggesetzes vom 28. Januar 1876 wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der Aetien-Verein Gutehoffnungshütte zu Oberhausen unterm heutigen Tage mit dem Eisen⸗ und Manganerzbergwerke„David“ in der Gemarkung Pohl⸗Göns, Kreises Friedberg, mit einem Felde von 792,200 Quadratmetern belsehen worden ist. Etwaige Einwendungen gegen diese Verleihung müssen bei Ver— meidung des Verlustes des Vorzugsrechtes binnen drei Monaten durch gerichtliche Klage gegen den Bergwerks— Eigenthümer geltend gemacht werden. Während dieser Frist ist die Einsicht des Situationsrisses bei der Berg— meisterei Gießen Jedem gestattet. Darmstadt den 1. August 1878. Großherzogliche Ober-Forst- und Domaͤnen-Direetion, Berg Abtheilung. Bo se. »dt. Tecklenburg. r 2 zu den billigsten Preisen, Hosenträger, bei K. Friedrich. Oeffentliche Aufforderung. 2464 Peter Hofmann V. von Bodenrod hat sein und seiner verlebten Ehefrau, Elisabetha, geb. Hofmann, Grundvermögen mit ihren beiderseitigen Nachkommen unter diese vertheilt und diese find folgende Items Bodenröder Gemarkung: Flur 1. Nr. 573, 1¼ͤ171, V/132 und IX /147 vor dem Namen Wagner, Johannes II.; 1 128 vor dem Namen Wagner, Johannes II. Wittwe; 11/581 mit ¾ vor dem Namen Enders, Peter, Erben; 1/714,5 vor dem Namen Enders, Philipp I.; 11/216 mit 5/11 vor dem Namen desselben 1/49 mit ½ 8vor dem Namen Wagner, Johannes II. und mit ½ vor dem Namen Hofmann, Johannes, und Gemarkung fiscalische Wald VBodenrod III/19 und 1/8 vor dem Namen Hofmann, Johannes Schultheis, mitvertheilt worden. Die Veräußerer haben zwar das Eigenthum bescheinigt, vermögen es aber nicht urkundlich nachzuweisen; es ergeht darum an die als Besitzer eingetragenen Personen resp. deren Rechtsnachfolger, welche sich nicht ermitteln ließen, bierdurch die Aufforderung, so gewiß innerhalb 3 Monaten, von heute an, ihre etwaigen Ansprüche an die bezeich⸗ neten Parzellen bei dem unterzeichneten Gerichte geltend zu machen, als sonst Verzicht darauf unterstellt und die Theilung gerichtlich bestätigt wird. Buß bach den 29. Juli 1878. Großherzogliches Landgericht Butzbach. Ir V. d. L.: Röm held, Landgerichls⸗Assessor. 2580 Nachdem bei mißlungenem Güteversuch der förm⸗ liche Concurs über das Vermögen des Gastwirths Wilh. Heinrich Lochmann von Eichen erkannt ist, wird Termin zur Schuldenliquidation auf den 11. September d. J., früh 9 Uhr(C. St.), anher anberaumt, in welchem sämmtliche Gläubiger ihre Forderungen unter Vorlage der darüber sprechenden Urkunden beim Rechtsnachtheil des Ausschlusses anzu— melden und zu begründen haben. Windecken den 5. August 1878. Königliches Amtsgericht. Hahn, Stellvertr. Friedberg⸗Hanauer⸗Eisenbahn. 2689 Die Anlieferung von 290 ebm festen lagerhaften Bruchsteinen zum Fundamentmauerwerk, sowie von 380 ebm festen Basaltsteinen oder anderen festen Bruchsteinen zu Kleinschlag zum Bau der Wetterbrücke bei der Görbel⸗ heimer Mühle soll im Wege der öffentlichen Submisston im Ganzen oder getrennt vergebrn werden. Bedingungen und Submissionsofferten liegen auf dem Abtheilungsbüreau und dem Seetionsbüreau in Friedberg zur Einsicht aus und können ebendaselbst gegen Erstattung von 50 Pf. bezogen werden. Offerten sind bis zum 3. September d. I., Morgens 11 Uhr, versiegelt und portofrei mit der Aufschrift „Offerte auf Lieferung von Bruchsteinen“ an den Unterzeichneten einzureichen und findet zu dieser Zeit die Eröffnung derselben in Gegenwart der etwa erschlenenen Submittenten statt. Friedberg den 25. August 1878. Der Eisenbahnbaumeister Grummetgras-Versteigerung. Donnerstag den 29. August, Nachmittags 1 Uhr, soll das der Gemeinde und Pfarrei gehörige Grummetgras auf hiefiger Rathstube öffentlich meistbtetend versteigert werden. Nieder⸗Ros bach am 24. August 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder⸗Rosbach. Gero b. 2690 Grummetgras⸗Versteigerung. Donnerstag den 29. d. Mts., von Morgens 9 Uhr an, wird das der Gemeinde Harheim gehörige Grummet— Gras an Ort und Stelle öffentlich meistbietend versteigert. Harheim den 23. August 1878. Großherzogliche 5 Harheim. 0 2687 Montag den 2. September, Vormittags 10 Uhr, soll das der hiesigen Gemeinde zustehende Grummetgras, circa 200 Morgen, in der Wirthschaft des Heinr. Phil. 2700 Freitag den 30. August, Vormittags 9 Uhr, soll das der Gemeinde Staden zustehende Grummetgras, circa 60 Morgen, auf hiesigem Gemeindehaus meistbietend versteigert werden. Staden den 26. August 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Staden. Daa uch. Pianinos, 10 bis 12 Stück(gebraucht), im Preise von 250 bis gesprochen, über die weite Versammlung zu veranlassen und werden alle holt eingeladen, an dieser Versammlung nächsten Mittwoch den 28. d. im Saale unseres Rathhauses theilzunehmen. Friedberg, 23. August 1878. lung wurde von unserm seitherigen Landtags Abgeordneten, Wirksamkeit des nun abgeschlossenen Landtags vor einer einen Rechenschaftsbericht zu erstatten und wurde in Felge dessen beschlossen, Landtags⸗Wahl⸗Versammlung. 2680 In der aus Anlaß der demnächstigen Landtagswahl gestern stattgebabten Bürger ⸗Versamm⸗ Herrn C. Scriba, der Wunsch aus⸗ größeren Versammlung dieserhalb eine ander⸗ wahlberechtigten Einwohner unserer Stadt wieder⸗ Mts., Abends 8 Uhr präcis, Die gestrige Bürger⸗Versammlung. Kirchen⸗ wirkung von Frl. Dröscher aus Homburg v. d. Musikverein zu Kriedberg. 2693 Concert Sonntag den 1. September 1878, Nachmittags 3 uhr, in der Stadtkirche, unter gefälliger Mit⸗ H., sowie des Herrn Seminarlehrer Link dahier. ich mein Geschäft aus meinem elterlichen Hause verlegt habe und nunmehr Kaiserstraße Nr. wohne und meinen bisherigen Putz ⸗ Friedberg den 26. August 1878. 2701 Einem geehrten Publikum von Friedberg un d Umgegend hierdurch die ergebene Anzeige, daß in die Wohnung des Herrn F. Stadelmann 70, gegenüber dem Hötel Trapp und Mode ⸗Waaren alle Herrenartikel hinzu gefügt habe, die ich zu billigen Preisen abgeben kann. Indem ich für das mir bisher geschenkte Vertrauen danke, bitte mir dasselbe auch sernerhin bewahren zu wollen und wird es mein aufrichtigstes schmackvolle Bedienung die Zufriedenbeit meiner werthen Kunden Bestreben sein, durch aufmerksame, reelle, ge⸗ zu erwerben. Achtungsvoll Dorothea Falck. Grummetgras-Versteigerung. 2698 Donnerstag den 29. d. Mis., Vormittags 10 Uhr, soll das der Gemeinde Okarben zustehende Grummetgras, cirea 50 Morgen, in einzelnen Abthellungen auf hiestgem Rathhause meistbietend versteigert werden. Okarben den 25. August 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Okarben. Fauer bach. Grummetgras-Versteigerung. 2699 Donnerstag den 29. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, will Georg Vorbach Wittwe von Okarben ihr Grummet⸗ gras in der Gemarkung Okarben, eirea 20 Morgen, par⸗ zellenweise auf dem Rathhause zu Okarben meistbietend versteigern lassen. Okarben den 25. August 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Okarben. Fauer bach. Neue holländische marinirte Vollhäringe Griechische Weine. 2695 Ph. Dan. Kümmich. Verloren wurde von einem Soldat ein Portemonnaie mit Inhalt auf dem Marsch von Nieder- Wöllstadt nach Friedberg. Der redliche Finder wird ersucht, dasselbe gegen eine gute Belohnung an die Expedition des Anzeigers abzu⸗ 2691 Nächsten Mittwoch den 28. d. werde mit einem Transport Prima⸗Haus⸗ tuch⸗Säcke wieder nach Friedberg kommen und in der Wirihschaft von Herren Henn 8 Jamin dorten anwesend sein. Steinfurth. Georg Eichel mann. Ein tüchtiges Mädchen wird gegen hohen Lohn auf dies Jahr gesucht. Näheres bei der Exped. d. Anz. 2686 2655 2631 bi Wilhelm Fertsch. Eine große Parthie Cigarren verkaufe, um möglichst rasch damit zu räumen, das Slück zu 2 Pfennig, das Hundert zu M. 1.70, 1.80, 1.90, 2. Bessere Sorten ebenfalls zu berabgesetzten Preisen. 25 Ph. Dau. Kümmich. 300 Nm. Buchenscheitholz a M. 9. 300„ Buchenprügelholz à„ 7.50 2688 bahnfrei Friedberg in Wagenladungen. Aufträge übermittelt zub K. 6419 Rudd. Mosse, Fran- furt a. WMW. E236/ VIII.) 2692 Ein Landwirth, welcher im Besitz eines disponiblen Kapitals von 90,000 Mark ist, sucht ein größeres Landgut in guter Gegend der Provinz Hessen-Nassau, möglichst in der Nähe einer Bahnstation gelegen, pachtweise zu übernehmen. Offerten werden unter S. 8. 2430 an die Annoncen⸗Expedition Th. Dietrich 8 Cie. in Cassel erbeten. Feinst Schweineschmalz, 2630 per Pfund 52 Pf., bei 5 Wilhelm Fertsch. Kelterschrauben in allen Größen. an vorhandenen Schrauben werden Reparaturen Conr. Nanke Söhne, sofort ausgeführt bei 400 Mark, habe zu verkaufen. 1189 C. L. Glück. Maschinenfabrik, 2651 Frankfurt a. M., Allerhefligenstr. 40. Amerik. Schmirgelpapie und Leinwand. Ph. Dan. Kümmich. Eine kleine Wohnung zunächst der Burg wird zu miethen gesucht, Gef. Offerten unter H. R. an die Exped. d. 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Daf aktuar E Rentamt Ber tine Re Tagen Denselbe Abschieds efenmale wurde ur war, be die Mat Kurhauf vorstellet jeden 6 Ich wü Mir ist noch nit sseif. schweres es noch von ein zu werde wird No führt we anfänglich des Gehi scheinlichte lagen fei finn ung Seint eh lun Juitht