1 90 0 11 dersserung L 50. den anealse 1 452 Georg Groß eßten dach anz dn der Gg unh 1. N. — ermehl, 5 ittel, ett, 0, rei, Weberei, tei Nest wertkation und Dienstag den 26. November. 2 140. berhessischer Anzeiger. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal per Woche und zwar Dienstags, Donnerstags und Samstags. Te einspaltige Petitzeile wird bei Annoneen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Für den Monat Dezember kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der Verlags-Expedition mit 34 Pf., bei den Poststellen mit 50 Pf. abonnitt werden. Netreffend: Die Ausführung des Reichsgesetzes vom 6. Februar 1875 über die Beurkundung des Personenstandes und die Eheschließung, hier Standesregisterformularien. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. 5 Amtlicher Theil. Friedberg, den 22. November 1878. Großherzogliches Ministerium der Justiz hat auf wiederholten Antrag der Aufsichtsbehörden die Anordnung getroffen, daß für die zukunft die Standesregisterformulare den Standesbeamten in geheftetem Zustande zugestellt und daß die hierdurch entstehenden, im Naximum fuͤr größere Standesamts-Bezirke etwa 17 Mark, im Minimum für kleine Standesamts-Bezirke etwa 3 Mark betragenden Fosten, welche als sachliche Ausgaben den Gemeinden zur Last fallen, von den Standesbeamten bei Empfangnahme der Standesregister an hes Actuariat des betreffenden Stadt-, Land- oder Friedensgerichts behufs Ablieferung an die Kanzlei des genannten Ministeriums bezahlt he rden. Zufolge Auftrags Großherzoglichen Ministerums des Innern beauftragen wir Sie daher, die auf Ihre Gemeinden entfallenden deträge zur Auszahlung an die Standesbeamten, welchen durch die ihnen vorgesetzte Aufsichtsbehörde die Beträge für jeden einzelnen Etandesamts-Bezirk mitgetheilt werden, auf die Gemeindekasse anzuweisen. Dr. rad e. Deutsches Reich. Darmstadt, 22. Nev. Nach einer guten Nachtruhe ist das Befinden Seiner Königlichen Foheit des Großherzogs auch heute der sort— süreitenden Heilung entsprechend, befriedigend. Bei dan Erbgroßberzog ist die Heiserkeit im weiteren Reckgang begriffen. Das Allgemeinbefinden ist t gutes. Die Prinzessin Irene befindet sich in spelschreitender Besserung.— 23 Nov. Das Be— siden sämmtlicher hohen Patienten ist heute durch- ais zuftietenstellend.— 24 Nov. Die Besserung e hohen Patienten hat wesentliche Fortschritte ginacht. Dr. Eigenbrodt. Prof. Dr. Oertel. D.. Jäger. — 22. Nov. Der Landtag wurde heute loffnet. Die Thronrede gedenkt der betrübenden Heimsuchung des großherzoglichen Hauses. Heute dinfe man hoffen, daß das Leben des Großherzogs und des Erbgroßherzogs unversehrt aus der Ge— cer hervorgehen werde. Unter den Aufgaben dis Landtags werden die Gesetzentwürse wegen d Ausführung der Reiche justizgesetze, die Ent— werfe zu einer Bau⸗Ordnung, eines Straßen- gletzes, der Verlegung des Beginns der Re- girungsperiode auf den 1. April und wegen der Sellung der Rechnungskammer aufgezählt. Wie— de holt vorgelegt werden; die Entwürfe zur Er— üchtung einer Landescultur-Rentenkasse und der Vreinigung der Schulden-Tilgungskasse mit der Hiupt- Staatskasse; das Bestreben, durch engere Aerbindung von Behörden für Geschäftszweige, zilche eine gleichartige Vorbildung voraus setzen, uchere Action mit Ersparnißz von Arbeitskraft, It und Kosten herbeizuführen, hat zu der Ab— san geführt, die Organisationen zu verändern. Des Ergebniß der Arbeiten der dieserhalb einge— inen Commission wird Ihnen mitgetheilt werden. Fhrnach mußte als unthunlich erkannt werden, % obere Leitung der Staatsverwaltung in der Hemd eines Ministers zu vereinigen. Das Finanz— hi isterium soll einem besonderen Vorstande unter— seln bleiben, der jedoch an die politischen Grund- site der vom Staats minister vertretenen Regierung glunden ist. Beabsichtigt ist, das Justizministerium ui dem Ministerium des Innern unter einem Lerstand zu verbinden. Sollten wider Erwarten inurch die Interessen der Gerechtigkeitepflege doch leiden, so muß es vorbehalten bleiben, das zuniz- Ministerium einem besonderen Vorstande unterstellen. Die Obersorst- und Domänen indie Obersteuer Direction sollen aufgehoben in deren Geschäfte von Ministerial-Abtheilungen besorgt werden. Die Thronrede schließt: Die laufenden Einnahmen decken die ordentlichen Aus- gaben und lassen noch einen Ueberschuß für Deck— ung der außer ordentlichen, deren Rest durch parate Staatsmittel ohne in Anspruchnahme von Crediten gedeckt werden kann.— 22. Nov. In der heutigen Sitzung der 2. Kammer in welcher die Wahlen der Ausschüsse vorzunehmen waren, erschienen 39 Abge- ordnete. Zunächst ergriff das Wort der Präsident, indem er der schweren Schicksalschläge gedachte, von denen die Großherzogliche Familie in der, jüngsten Zeit betroffen worden, und die Kammer glieder überwiesen.— 23. Nov. bittet, sich zum äußeren Zeichen ihrer Theilnahme von ihren Sitzen zu erheben. In den 1. Ausschuß werden gewählt: Kugler, Osann, Schröder, Wolfskehl, Seriba, Möllinger, Theobald; in den 2. Ausschuß: Conradi, Mubhl, Maurer, Jöckel, Küchler, Metz, Königer; in den 3. Aus- schuß: Wadsack, Stephan(Osthofen), Heidenreich, Heinzerling, List, Ellenberger, Reinhard; in den 4. Ausschuß: von Wedekind, Matty, Böhm, Heinzerling, Baur, Dittmar, Grünewald. 23. Nov. In der heutigen Sitzung wurde zu— nächst die Regierungsvorlage wegen Verlängerung des Finanzgesetzes bis zum 1. April en. J. nach stattgehabter Berichterstattung durch den Abg. Theobald für dringlich erklärt und einstimmig ge— nehmigt. Sodann erfolgte die Wahl des land— ständischen Directors für die Staatsschuldentilg— ungskasse und dessen Vertreters in den Personen der Abgeordneten Möllinger und Königer. Als achtes Mitglied wird für die Justizgesetze in den Gesetzgebungs Ausschuß gewählt: Heinzerling. Für die Bau- Ordnung und das Wege Gesetz wird eine besondere Commission bestellt: Küchler Kugler, Heidenreich, Osann, Stephan(Heßloch). Als landständischer Archiv⸗Director wird Präsident Görz durch Acclamation gewählt. Hierauf ver— tagte sich das Haus auf unbestimmte Zeit, bis die Ausschüsse die betr. Arbeiten vorbereitet haben. — Freiherr Schenck zu Schweinsberg, bis- heriger zweiter Präsident der ersten Kammer und Vorsitzender des Finanzausschusses, hat aus Ge— sundheitsrücksichten seine Functionen als Mitglied dieses Hauses niedergelegt. — Nach den Ausgabe-Budgets sämmtlicher Kreiskassen beträgt der muthmaßliche Aufwand für die Kreisverwaltung pro 1879 M. 404.642,45. Hierunter sind vorgesehen für Unterstützungen der Landarmenverbände M. 120,003,92, für Schul— zwecke und Kreis Bibliotheken M. 6719.4, Er- Die neuen Ein gaben werden sodann zur Kenntniß gebracht, und zuch den Minister⸗Präsidenten Frhen. v. Starck zur Wahl der Ausschüsse geschritten. bauung und Erhaltung von Bezirks-Straßen M. 2217.16, Besoldungen und Remunerationen der Angestellten des Kreises M. 68,770.51. Offenbach. Die hiesige Handelskammer hat die Frage der Abhaltung eiuer hessischen Industrie— Ausstellung in der Stadt Offenbach in Erwägung gezogen, welche seitens der Regierung wiederholt in günstigem Sinne aufgenommen wurde. Berlin, 22. Nov. Abgeordnetenhaus. Auf der Tagesordnung stehen die Gesetzentwürse, be⸗ treffend die Ausführung der Reichsjustiz- Gesetze. Dieselben werden einer Commission von 21 Mit- Der Gesetzent- wurf betreffend die Erwerbung von Grundstücken zum Neubau der geburtshülflichen Klinik der Berliner Universität wird der Budget-Commission überwiesen, der Gesetzentwurf betreffend die Ver— wendung der für den Bau der Eisenbahn Dort- mund Oberhausen bewilligten Geldmittel unter Zu— stimmung des Regierungs-Commissärs zur zweiten Berathung im Plenum gestellt, der Gesetzentwurf betreffend die Erweiterung der Zinsgarantie für das Anlage Capital der Eisenbahn Finnentrop Olpe der Budget⸗Commission überwiesen, der Ent⸗ wurf des Feld- und Forstpolizei-Gesetzes auf Antrag Plath's an eine Commission von 21 Mitgliedern. — Der Parteitag der Fortschrittspartei wird stark besucht werden. Angemeldet sind bis jetzt 300 Vertreter aus 92 Reichswahlkreisen: 15 aus der Provinz Ostpreußen, 6 aus Westpreußen, 18 aus Brandenburg, 5 aus Schlesien, 7 aus Sachsen, 2 aus Schleswig-Holstein, 6 aus Westfalen, 8 aus Hessen⸗ Nassau, 4 aus den Reichslanden, 1 aus Posen und Laus Pommern; zusammen 72 preußische, 3 bayerische, 10 sächsische, 2 hessische, je einer aus Weimar, Oldenburg, Anhalt, Reuß-Gera und Hamburg. — 23. Nov. Die„Nordd. Allgem. Zig.“ bezeichnet die bezüglich der Constituirung des Reichs- schatzamtes cursirenden sachlichen wie persönlichen Angaben für unzutreffend, namentlich die Angabe, daß das Reichsschatzamt mit Neujahr unter der Direction des Geheimraths Michaelis ins Leben treten werde. Dem Berliner Magistrat ist nunmehr officiell angezeigt worden, daß der Kaiser am 5, Dec. Morgens 9 Uhr hier eintreffen wird. Der Kaiser soll privatim seine Freude darüber ausge— drückt haben, daß man an dem Einholungstage auch in den Schulen eine Feier veranstalten will. Dagegen war der Kaiser anfänglich ungehalten darüber, daß man Sommlungen für die Aus- schmückung der Straßen und die Illumination veranstaltet habe; als man ihm aber mittheilte, daß Beiträge nur von den wohlhabenden Leuten beigesteuert würden, und daß man den armen Leuten die Lichter zur Illumination unentgeltlich liefern wolle, war der Kaiser mit der Sammlung einverstanden. Aus land. Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 21. Nov. In beiden Delegationen wurden die Vorlagen wegen des Occupations Credits eingebracht. Die österreichische Delegation erledigte das Marine: Budget im Ordinarium und Extra Ordinarium nach den Anträgen des Ausschusses, nachdem der von Teuschel nach der Regierungsvorlage wieder aufgenommene Antrag auf Bewilligung der ersten Rate von 300,000 fl. für ein neues Citadell⸗ Schiff abgelehnt worden war. Pest, 22. Nov. In der beutigen Sitzung der österreichischen Delegation wurde eine Inter- pellation Grocholski's von Andrassy dahin beant⸗ wortet: Auch die Regierung erhielt Kenntniß da⸗ von, daß Rußland von der Türkei den Abschluß des definitiven Friedens- Vertrages verlange und daß der russische Botschafter, Labanoff, geäußert habe, Rußland erachte sich zur Räumung des türkischen Gebietes erst drei Monate nach Abschuß des zu vereinbarenden definitiven Friedens ver⸗ pflichtet. Die Nachricht betreffs Einreihung rus⸗ sischer Soldaten und Offiziere in die bulgarische Miliz sei amtlich nicht bestätigt. Der Minister kann hinzufügen, daß er in jüngster Zeit seitens des russichen Cabinets bündige Versicherung erhielt, war kalt, der Himmel sternenklar. Zehn Husaren nahmen Besitz von den südlichen Abhängen des Flußtbals und schnitten dadurch der zurückkehrenden afghanischen Garnison von Capiyanga die Rückzugs⸗ linie ab. Die britischen Truppen nahmen das Fort Ahmedisham, welches fünf Meilen oberhalb im Thale des Korum ⸗Flusses liegt. Die Asgbanen haben vergangene Nacht Fort Ali-Musjid geräumt, nachdem die Brigade Tytler die Difileen binter Ali-Musjid besetzt hatte. Die britischen Truppen baben beute früh Ali⸗Musjid ohne Kampf besetzt. Die von Quettah vorrückenden Truppen sind in Kushlak, 10 Meilen von Quettah, eingetroffen. Es herrscht sehr strenge Kälte. Jedes Regiment bat ungefähr 100 Kranke. Die Garnison von Ali⸗ Musjid ließ Waffen, Proviant, 21 Geschütze und etwa 50 Blessirte zurück; die Engländer machten zahlreiche Gefangene, darunter den Commandanten der Garnison des Forts. Die Zahl der, Todten und Blessirten bei den Operationen im Khyberpaß wird auf 300 geschätzt. Englische Cavalerie und Infanterie besetzten ohne Kampf Sibi, einen Qrt östlich von Dadur auf afghanischem Gebiet. ö — Amtlicher Meldung zufolge tritt das Par- lament am 5. Dec. zusammen. — 24. Nov. die Truppen der Afridis 500 Mann des afghanischen Heeres abschnitten und ihnen Waffen und Aus⸗ rüstungs ⸗Gegenstände abnahmen. Italien. Rom, 21. Nov. Die Rückkehr des Königs und der Königin ist auf Sonntag festgesetzt. Deputirte begeben sich nach Albano, um den königlichen Zug einzuholen. Major Cavagnare meldet, daß U Morgen und wonach Rußland auf voller Ausführung des Berliner Vertrazs von türkischer Seite bestehen wird, aber auch seinerseits entschlossen ist, alle Punkte desselben genau zu vollziehen. — 22. Nov. Die österreichische Delegation hat das Ordinarium des Heeres Budgets nach den Ausschußanträgen angenommen unter Ablehn⸗ ung der gestellten Anträge auf Selbständigmach— ung eines Genie Bataillons und Berittenmachung eines zweiten Hauptmanns per Bataillon. Bei dem Extra- Ordinarium wurde der Antrag Wid⸗ mann's, demzufolge zur Adaptirung der Weendl⸗ Gewehre für verstärkte Patronen 1,712,000 fl. im Sinne der Regierungsvorlage bewilligt werden sollen, angenommen. — 23. Nov. In Beantwortung der Inter- pellation Falk in der ungarischen Delegation sagte Graf Andrassy bezüglich des Durchzugrechtes der Russen durch die Dobrudscha, daß die Dobrudscha im Sinne des Berliner Vertrages rumänisches Gebiet sei, daher die von Rumänien übernommenen Verpflichtungen sich auch auf die Dobrudscha er- strecken und somit die Räumung Rumäniens seitens der russischen Truppen sich auch auf die Dobrudscha beziehe. Die Regierung könne die Umgehung irgend eines Punktes des Berliner Vertrages nicht zugeben, habe auch Grund zu glauben, daß auf keiner Seite solche Absicht bestehe. Der öster ⸗ reichische Gesandte in Bukarest habe heute ge⸗ meldet, es sei gegründete Hoffnung vorhanden, auf eine Vereinbarung zwischen Rumänien und Ruß- land; doch habe er andererseits eine hiermit nicht ganz übereinstimmende Nachricht erhalten, so daß er gegenwärtig eine bestimmte Erklärung nicht ab⸗ geben könne. Schweiz. Bern, 23. Nov. Die Nachricht der Madrider„Correspondencia“, daß mehrere Cabinete der Schweizer Bundesregierung ange- zeigt hätten, sie würden ihre Vertreter von bier abberufen, wenn die Schweiz fortfahren sollte, Anarchisten aller Länder aufzunehmen, ist nach an amtlicher Stelle eingezogener Erkundigung unbe · gründet. Dementgegen schreibt man jedoch von Madrid: Obgleich der schweizerische Bundesprä⸗ ifident noch keine Mittheilung davon erhalten hat, 10 existiren doch Pourparlers zwischen den Mächten, welche dahin zielen, von der Schweiz zu verlangen, Laß sie ihre bishecige Duldung der Anarchisten ufhbren lasse Großbritannien. das Korum Corps in Bewegung. London, 23. Nov. nder„Standard“ berichtet aus Thull: Heute, am Donnerstag, früh Morgens um 3 Uhr, setzte sich Das Wetter übermorgen finden in zwei hiesigen Kirchen Tedeums für den König statt. In Florenz sind mehrere Internationalisten in Folge des Wersens der Orsinibombe verhaftet worden. Die öffentliche Meinung gegen die anarchischen Parteien ist sehr erregt; in Genua und andern Städten fanden öffentliche Kundgebungen statt, wobei man rief: Tod den Sotialisten und Internationalisten! Neapel, 23. Nov. Der König besuchte gestern Abend Cairoli und überreichte ihm die goldene Tapferkeits Medaille. Die Florentiner „Gazetta d'Italia“ meldet neben der Verhaftung der Bombenwerfer auch die Entdeckung der Bomben⸗ abrik. Türkei. Constantinopel, 22. Nov. Zwischen der Pforte und Griechenland sind neue Schwierigkeiten entstanden. Der türkische Vor⸗ schlag betreffs der lediglich auf Thessalien zu beschränkenden Gebiets- Abtretung fand in Athen ungünstige Aufnahme; Griechenland beharrt dar- auf, daß die Verhandlungen auf Grundlage der einschlägigen Bestimmungen des Berliner Vertrages geführt werden. Da die Pforte hierzu nicht ge⸗ neigt ist, wurde die Ernennung der türkischen Delegirten verschoben. — Betreffs der Convention wegen Occupation Novibazars verlautet, daß man sich augenblicklich mit der Abfassung eines neuen Conventions Ent⸗ wurfes beschästige, welcher größere Chancen für eine befriedigende Erledigung dieser Frage bieten dürfte. Dieser neuesten Phase ging voraus die Ablehnung gewisser Zumuthungen der Pforte seitens Zichh's. — großer Majorität den türkischen Antrag auf Heim- besörderung der Emigrirten, Aufrechterhaltung ihrer früheren Rechte, Rückerstattung ihres unbeweglichen Vermögens und Entschädigung für ihr bewegliches Vermögen an. Die Pforte wird die Unterstütz ⸗ ung der Mächte nachsuchen. — Im Laufe der letzten acht Tage besetzte russische Cavalerie die Ortschaften Calabankibi, Kosikibi, Sultankibi und Hadjikibi im Districte Malgara und nahm daselbst wie in Kriegszeiten Requisitionen vor. Die russischen Generalstabs⸗ Offiziere machten allenthalben neue Aufnahmen. Die Pforte beschleunigt in Folge bessen ihre Defen⸗ sivmaßregeln und gab der Besorgniß Ausdruck, daß Rußland sich zu einem Kriege gegen die Türkei vorbereite. Scutari. Die Häupter der albanesischen Liga beschlossen auf ihrer letzten Versammlung zu — Die internationale Commision nahm mit] zu stellen: Anerkennung der Autonomie Albaniens unter türkischer Oberhoheit, Bestellung eingeborenen wicbet Beamten, Zulassung der albanesischen Sprache im en officiellen Verkehr. bit 5 Rumänien Bukarest, 23. Nov. Da 6 1 die meisten Mächte Rumäniens Anschauungen au 0 theilen, so vollzog Rußland den Rückzug seiner deute Truppen, erklärend, es habe lediglich den Durch⸗ be zug durch die Dobrudscha für den vertragsmäßigen ben ah Aufenthalt seiner Truppen auf der Balkan ⸗Halb⸗ 15 0 insel regeln wollen, damit nach der Occupirung Kind et der Dobrudscha durch die Rumänen etwaige Reib. 90 ungen vermieden würden. 10 1 0 Aus Stadt und Land. K t Bab. Nauheim, 23. Nov. Eine Frau ag(e Rockenberg, welche sich in Friedberg auf einen Bier wagen 90 tet setzte, um bequemer nach Hause zu kommen, siel an der 100 0 Saline von dem Wagen herab, obne daß der Kulscher es 10 0 merkle. Ein Bahnwärter fand die Verunglückte mit dem 0 il Tode ringend am Wege liegen und eilie hierher um à zu. liche Hülse zu holen. Trotzdem diese rasch zur Stelle war, konnte die Frau nicht mehr gerettet werden und gab als, vald ihren Geist auf. Fel n. Echzel l, 23. Nov. In einer Steinbruchhütte in der ber ft Nähe des Häuserbofes fand man dieler Tage die entblößle 1 Leiche eines unbekannten Mannes. Ov hier ein Verbrechen. 15 vorliegt, ist bis jetzt noch nicht sesigestellt. 481 Darmstadl. Angesichts der sich iäglich in erschrecken⸗ 70 P der Weise mehrenden Arbeitolosigkeit und des hier um sich M. 2. greifenden Nolhstandes, welchen Oberbürgermeister Ohly per 10 bauplsächlich auf das Gesetz über den Unterstützungswohnsiß Pfd., und den„Unsug mit der Verehelichung? zurückführt, haben 58. die Stadtverordneten beschlossen, eine Commission niedere zusetzen, welche darüber zu berathen hat, ob und welche 0 Wegbauten zur Beschäftigung der Verdienstlosen zu unier⸗ Mark nehmen seien.(Veranlaßi dürfte dieser Beschluß auch jeden⸗ Weißt jalls durch den bekannten auch von uns mitgetheilten 60 N Aufruf der Kölnischen Zeitung worden sein, den beinahe mit 6 alle Zeiiungen reproducirt haben und den wir wiederholt Roth den Gemeindevorständen empfehlen.) 1. Or König, 22. Nov. Am Miliwoch Abend hat hier ein 1. O Bursche einen anderen beim Austritt aus der sogenannten Hund „Spinnstube“ durch einen Messerstich schwer verletzt. Eiser⸗ Roser sucht soll das Motiv der That gewesen sein. fahret Wald michelbach, 21. Nov. Die„N. H. V.“ Sto schreiben von hier: Am verflossenen Montag Abend waten Erbse zwei verheirathete Männer aus Ober- Abisteinach, welche per 1 an einer Jagd Tyeil genommen hallen, auf dem Heimweg) Rind begriffen, als in der Nähe von Siedelsbrunn deren Jagd— Schw bund laut wurde, wie wenn er ein Wild gestellt häte Geflü In der That bemerkten die Männer eiwas abseits vom, Wege mehrere Gestalten, welche sie für Rehe oder Hirsche 8 dene hielten und ohne Weiteres Feuer auf dieselben abgaben, 7 Haf worauf lautes Wehegeschrei eischallte. Bei näherer Unter⸗ 9. suchung ergab sich, daß die Schützen einen aus Unteischön⸗ mattenwag gebürtigen, bei einem Müller beschäftigien Jungen, welcher zwei Esel trieb, lödtlich getroffen halten. 5 290 Der übrigens geistesschwache, jedoch zu Arbeiten brauch⸗ Ot bare Junge starb denn auch kurze Zeit darauf, während J zu eines der von ihm getriebenen Grauthiere sofort im Feuer hat geblieben war. Die eingeleitete Untersuchung wird das Ve Maaß der Strafbarkeit der beiden unglücklichen Schützen 5 festzustellen haben. 5 au Worms, 20. Nov. Vorgestern Nachmittag fand hit Au im Rheine unterhalb der Schiffbrücke die Taufe von neun Angehörigen der hiesigen Baplisten- Gemeinde statl. Der J 0 Prediger führte die im Aller von 9 bis 18 Jahren stehel 0 Prizrend, in Constantinopel folgende Forderungen den, nur mii einem wollenen Hemde bekleideten Täufl ng J in den offenen Rhein und tauchte dieselben unter Wassen Ol wobei er einige Sprüche bersagte. Die Getauften verließen 61 den Fluß und kleideten sich wieder an, nachdem sie vorhel 1 im Kreise ihrer Angehöcigen lüchtig abgerieben worden waren, Allerlei. ö M. Stuttgart. Wiederholt bat man schon in, det ö— deuischen Presse, wie auch vor Kurzem im Deuischen Reichstage, darauf bingewiesen, daß es diingend nolb⸗ wendig sei, die Ausbebung der Wucher gesetze rückgüng 1 u machen, oder wenigstens doch durch eine andere den Zell, O. verhälinissen angepaßte Gesetzgebung zu ersetzen. Une d0 wirihschaftlichen Vervälinisse können ohne bieses keine nach⸗ a haltige Besserung ersahren und es wird mit dem Joltbe fo siehen des jetzigen Zustandes nur den, Socialdemoltalen und deren Ideen in die Hände gearbeitet. Ein dieset N Tage vor der hiesigen Strafkammer verhandelter Fall, in 10 welchem durch Zeugenaussagen gerichtlich nach gewiesen wurde. daß ein Stuliarier Bankier, zugleich auch Redacleur einet e hier erscheinenden Handelszeitung, ein sogenannter Hoch. b zinsler ist und für gute Wechsel 11, 15 und sogar wil 1 der Staatsanwalt auszurechnen versuchte 34½ Prozent N von Geschänsleuten nimmt, die augenblicklich in Verlegen sil heit sind und Geld bedürfen, dürste insofern auch außer⸗ wi halb von Intcresse sind, als uns wieder der bodenlose gel Abgrund gezeigt worden ist, vor welchem wit gegenwäruß M. stehen. Welcher Geschästsmann kinn solche enorme Zinsen bei diesen schlechten Zeiten und mangelhaftem Geschäft“ gange erschwingen? Man darf sich nicht wundern. daß 1 8 Bankeroltlise von Tag zu Tag größer wird. Was val, mögen die Gerichte dei der jtzigen Gesetzgebung an thun Nichts! und wie äußersi selten kommen solche Fälle an l Tageslicht. U Genf, 21. Nov. Ungeheuere Schneemassen bedecheg die Eisenbayn unterhalb des Mont⸗Cenis auf der italien“ 9 nachen wo Furcht vor der Sica zangenen Diebstabl. verübt worden von 1 wen Seite; seit zwei Tagen sind die Verbindungen unter⸗ rochen; man glaubt, dieselben würden bis heute Abend vieder bergestellt sein können. Bern. In Freiburg wurde jüngst nabe beim Bahnhof ie Leiche eines zwölfjährigen Mädchens gefunden, von velchem ei n auf dem Roden liegender Zettel glauben llie, daß es sich selbst aufgehängt habe aus se für einen an seiner Mutter be⸗ Wie sich jetzt ergibt, ist der Mord der eigenen Mutier des Kindes, einer von Leipzig gebürtigen Deutschen, welche. im Begriffe sich zu verbeirathen, den Beweis eines früheren Fehltrutes auf diese Weise aus der Well sch Nind erst kürzlich zu diesen Rom. Der Vertreter das abweisende Urtheil des Appe gose Berufung erboben. R. Dewsbury. In Folge eines chwemmungen im Norden Englands ein⸗ Gegend von Pork steht meilenweit Alles Nord⸗On Bahn hat auf einer Linie Seit Menschengedenken Find große Uebers getteten. In der Unter Wasser und die. ihre Fahrten einstellen müssen. gal solche Ueberschwemmung nicht stattgesunden; der Scha— affen wollte. Sie batte das cke nach der Schweiz geholt. der Gräfin Lamberüni bat gegen lhofes bei dem Cassations⸗ starken Schneefalls Mainz, 22. Nov. Die bessere Melnung der letzten Wochen für Getreide hat wieder großer Lustlosigkeit Platz gemacht, wobel sich Umsätze auf das Allernothwendigste beschränken. Weizen, Gerste und Hafer flau, nur Roggen ist preisbaltend. Unsere beutigen Notirungen sind für bierländischen Weizen 19.20 19.50, für fremde Sorten 19. 19.50, hierländischen Roggen 15, fremde Sorten 13 5016, hlerländische Gerste 17.— 17.75, fränkische 17.2518, Hafer 12 25 13.50 Marburg, 23. Nov. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 1.— 1.10, Eier per Stück 7-8 Pf., Käse per Stück 10—12 Pf., Zwiebeln per Pfd. 8—10 Pf., junge Tauben das Paar M. 0 90—1., junge Hahnen per Stück M. 0.80—1., Hübner per Stück M. 0.80—1., Gänse per Stück M. 3.50 5.50. Weißkraut per Kopf 4—5 Pf., desgl. 100 Stück M. 3.—4., Wirsing und Kohlraben 1 Stück 5 Pf., Kohlraben 2—3 Stück 10 Pf. Hasen 1 Stück M. 3.—4 Literarisches. Wir haben die Freude, die Bewohner Friedbergs hier durch auf eine Weihnachtsgabe von höchstem Interesse aufmerksam zu machen. Rector Georg Lang in Frank⸗ „ den ist nach Millionen zu berechnen. Handel und Verkehr. 30 rtedberg, 23. Nov. Wocbenmarkt. Butter kostete Schon der Umstand, daß der Versasser ein geborener Fried- per Pfd. 90 Pf., Eier 1 Stück 8—9 Pf. Gießen, 23. Nov. Wochenmarkt M. 1.51.10, Eier per Stück 7 Pf. 4—8 Pf., Tauben das Paa 65 Pf., 70 Pf., Hahnen per Stück 70 Pf, E artoffeln 100 Kilo M. 5.50— 7. Weißkraut 3.50— 4.50. Ochsenfleisch 70— 72 Pf, per Schweinefleisch M. 2.20, K per 100 M. Pfd., 58— 60 Pf., Kuh und Rindfleisch 56—62 Pf, Kalbfleisch 56— 60 Pf., Hammelfleisch Butter per Pfd. 8 Oer „Käse per Stück Anerkennung. Die gebotenen Dichtungen sind zunächst in den hohen Norden, nun ans Meer und ins Hoch⸗ furt a. M. hal soeben im Verlage von E. G. May Söhne ebendort eine Sammlung von Gedichten für Kinder er— scheinen lassen. Sein Weikchen führt den ansprechenden Titel:„Sonneublicke aus dem Lenz des Lebens.“ berger ist, sicher! ihm unsere Tyeilnahme im Voraus. Allein seine Schrift verdient auch an sich die wär miste ü Stück a l 5 3 Hübner per Stuck sämmilich Originale; ihre Form ist fast überall kindlich⸗ natd, fließend und gemüthlich-ansprechend. Einige dere Alpen und des Bibersängers an die amerikanischen Seen, 5060 Pf., Gänse per Pfd. 44— 54 Pf. Frankfurt, Markt war sehr reich befahren. d die verschiedensten Kohlarten waren mit Weißkraut un 60 Wagen zur Stadt g mit 6—8 M. bezahlt. Rothkraut das Stück 10— 15 Pf. 1. Qual. M. 1.10, 2. Qual M. 0.95— 1. 1. Qral. M. 1.30, 2. Qual. M 1.15— 20. 1 6—8. Kartoffeln per 100 Kilo M.—8, 0 9975 8 95 5 in M. 9. Heu und Strob war aut. möchte, Jet greise . 1. Durchsicht genügen wird, die An schaffung des Buches zu Bohnen 26.—30., Linsen 20.— 26. Ochsenfleisch per Pfd. 70-75 Pf., Kuh-, Kalbflzisch 51 65 Pf., fleisch 4068 Pf. währten sch wurve von Exemplaren im Durchschnitt wur- auch das zweite Heft, Stück M. 0.80—1 20. nach der liierarischen, Hundert M. Rosenkartoffe fahren. Heu Stroh M. 2 Erbsen 24.— 26. per 100 Kilo. Rind⸗ und Farrenfleisch 54— 60 Pf., Schweinefleisch 70—75 Pf., Hamme Geflügel war ziemlich hoch, das Pfu fast so hoch wie gutes Ochsenfleisch, den 70— 75 Pf. bezahlt. Hahnen per Hasen frische M. 3. nd Gänsefle! Kohlkraut das Stuck 6—10 Pf nten per Stück 1 ö Der neue Jabrgang von„Ueber Land und Meer“ ist wirklich eine Verjüngung dieser prächligen, lange be— und über die ganze Welt in Hundertlausenden verbreiteten Zeitschrift.— das beweist das uns eben zukommt, sowohl als nach der artistischen Seite, und ganz vorzüglich in der äußeren Ausstattung. Die Novellen geschälte veranlassen. ee von Fanny Lewald und W. Jensen zeugen davon baß die Auloren mit ihrem Besten in diesem angesebenen Blatte vertreten sein wollen; in Aussicht stehen serner Novellen von Goltschall, Schücking, Ring, Franzos, Lindau, Heigel, Samarow Kaden Vicano und vielen Anderen. Auch bleibt das Blatt seinem Grundsatze treu, jüngere Talente von wuklicher Bedeutung in die Literatur einzuführen: hier Prinz Emil zu Schönaich ⸗Carolath und E. Ocoff Von der Pracht der Bilder, bie sich jetzt auf dem schönen Tonpapier doppelt schön ausnehmen und zu voller Wirkung kommen, brauchen wir kaum zu sprechen: Geschichte, Gente, Landschast, Kunst sind gleich reich vertreten, das polilische Eteigniß der Gegenwart— der Krieg in Bos · nien— ist auch bildlich in den Vordergrund gestellt. Kein Wunder, wenn sich die große Abonnenienzahl auf's Neue in glänzender Weise erhöhen würde. Volks- und Jugendschriften von W. O. von Horn. 115 Bäncchen, elegant cartonnirt mit illuftrirtem Umschlaa. Preis eines jeden Bändchens mit 4 Stahl⸗ slichen 75 Pfennig. Ein wahrer, ächter, durch und durch deulscher Volks und Jugenoschriftsteller im edelsten Sinne des Worles, daß ist unser W. O. von Horn. In den„Volks⸗ und Jugendschriften“ des titefflichen Spenn⸗ stubenschreibets finden sich alle Vorzüge desselben vereinigt, und die Wahl seiner Stoffe ist nicht minder glücklich zu nennen, als die Art und Weise, wie er sie vor trägt. Bald sind es gewaltige Naturerscheinungen, die er uns schildert, bald großartige geschichtliche Begebenheiten. Hier in Holz ge— ührt ker uns in die glühende Pracht der Tropenwelt, dort gebirge. Er solat den Spuren des Gemsjägers in die selben, so z. B.„Das ltaurige Blümchen“ scheinen uns sowie des Wallfischfahrers in die Einöden des Oceans. ihres stark ymbolisirenden Inhaltes wegen allerdings eiwas Doch wohl wissend, wie anregend und aufmunternd das schwer verständlich für Kinder von niedrigem Lebensalter, andere aber, z. B.„Wolli ihr mu? sind wahre Perlen 5 5 und werden auch Ecwachsenen Freude machen. Die Aus; 23 Nov.. Der heutige staulung des Buches ist in jeder Beziehung munergüllig; Wetterauer, Gerauer die Illustrationen von Eugen Klimsch, schnitien von Hermann Güntber, bestechen durch Das Hundert wurde sinnige Auffassung, sorgsame Gruppirung und ungemein b saubdere Ausführung. Auch Format, Einband, Papier Butter im Großen und Druck sind vortrefflich, kurz, wir haben ein muster⸗ 3 5 güluges Prachtwerk vor uns. Wer seinen Kleinen ein Eier das Geschenk von dauerndem Wertbe unter den Weibnachsls⸗ nach Lang's„Sonnen- Wir sind überzeugt, daß schon eine flüchtige gule Beispiel wukt, läßt er es in dieser kleinen, aber reichhaltigen Volksbibliothek an anziehenden Lebensschilder⸗ ungen bedeutender Männer nicht seylen. Kein Wunder also, daß die„Volks- und Jugendschriften“ von W. O. von Horn, sortgesetzt von Schupp und Oertel— auf so mannigfache Weise belehrend, unterhaltend und söcdernd — überall so rühmlich anerkannt und so weit verbreitet sind, denn wer das Eine liest, wünscht auch das Andere zu lesen, und der Familienvater, der ibn emmal hat kennen lernen, weiß, daß er keinen zuverlässigeren Rath⸗ geber und treueten Freund in den Kreis der Seinigen einführen kann. Geld⸗Cours. Frankfurt am 23. November 1878. 20⸗Frankenstücke M. 16 16-20 Englische Sovereiggns s„ 20 33—38 Russische Imperiales J)%FFTTT Holländische fl. 10⸗Stücke.„ 16 65 G. Duecdten— 9 55—60 Ducaten al marco 5 9 56—61 Dollars in Gold.— 4 17—20 Aufforderung. — ul baba dun vue Lab u! 4³ Ideen x —— —— Oeffentliche Aufforderung. 2998 Nachdem Großherzogliches Hofgericht der Provin Oberhessen über das Vermögen zu Wölfersheim den förmlichen Concursprozeß erkan hat, wird Tagfahrt zur Anmeldung der Forderungen un Vorzugsrechte, sowie zur Vorlage der Beweismittel au Freitag den 20. Dezember 1878, Vormittags 8 Uhr, anberaumt, wozu sämmtliche Gläubiger bei Meidung des Ausschlusses von der Masse geladen werden. Zugleich soll an besagtem Tage ein Arrangement ver- sucht, eventuell Beschluß über Versilberung der Masse und Bestellung eines Masse Curators gefaßt werden. Die ausbleibenden oder nicht gehörig vertretenen Gläubiger sollen als den Beschlüssen der Mehrheit der 3687 Die zur Herstellung der Amtsgerichtsloeale in das sogenannte Solmser Schloß zu Butzbach erforder⸗ lichen, nachstehend verzeichneten Arbeiten sollen durch öffentliche Submission vergeben werden: ö Gläubiger beigetreten erachtet werden. Hungen den 16 September 1878. Großherzogliches Landgericht Hungen. Cellarius, Krauß Landrichter. Landgerichts-⸗Assessor. Edictalladung. 3384 Nachdem Großherzogliches Hofgericht der Provinz Oberhessen über das Vermögen des Karl Sorger und dessen Ehefrau von Stammheim den formellen Concurs⸗ prozeß erkannt hat, so werden deren Gläubiger aufge⸗ fordert, im Termin Freitag den 3. Januar 18229 Vormittags 10 Uhr, f ihre Forderungen bei Vermeidung des stillschweigend ein⸗ tretenden Ausschlusses von der Masse bei dem unter⸗ 241 f nach Prozensen der Voranschlagssumme verschlossen und zeichneten Landgericht anzumelden und ihre Vorzugsrechte bei Vermeidung der Nichtberücksichtigung geltend zu machen. In diesem Termin soll gleichzeitig ein Arrange⸗ ment versucht, ein Masse⸗ Curator bestellt und über Ver⸗ silberung des Massevermögens verhandelt werden und wirb die Zustimmung der nicht erschienenen oder nicht gehörig vertretenen Gläubiger zu den Beschlüssen der Mehrheit der erschienenen Gläubiger unterstellt. Altenstadt den 17. October 1878. Großherzogliches Landgericht Altenstadt. Vf. Feinster Leberthran last geruch- und g diess à 60 Pf., M. 1. und M. 1.70. Eisenhaltig per Flasche à M. 1 9 370 Frau Hoflief. Windecker. z 3623 Einwendungen gegen das von Adolph Crispens des Wilhelm Müller Eheleute in Lindheim mit der Mehrheit ihrer Gläubiger nt getroffene, auf unserem Aetuaxiat zur Einsicht offen d liegende Uebereinkommen sind binnen 14 Tagen vorzu⸗ f 8 und rechtlich zu begründen, als sonst Bestätigung erfolgt. Großherzogliches Landgericht Altenstadt. May, Kösterus, Landrichter. Landgerichts Assessor. eschmacklos in Flaschen mit Metall- Submission. Dieselben sind veranschlagt zu: M. Pf. Maurerarbeit 8724— Steinhauerarbeit 1276 61 Zimmerarbeit 3561 42 Schreinerarbeit 3945 47 Schlosserarbeit 2288 70 Glaserarbeit 1785 62 Weißbinderarbeit 4879 20 Spenglerarbeit 344— Pflastererarbeit 305— Pläne. Voranschlag und Submissionsbedingungen legen auf dem Büreau unterzeichneter Stelle zur Ein⸗ sicht offen, woselbst auch die Offerten mit dem Angebot frankirt mit der Aufschrift:„Submisston zur Herstellung der Amtsgerichtslocale zu Butzbach“ bis längstens Montag den 2. Dezember d. J., Vormittags 10 Uhr, einzu— reichen sind. Friedberg den 20. November 1878 Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. Re u ß. 8 Roggen⸗Versteigerung. 3684 Donnerstag den 28. November Fe Vormittags 10 Uhr, werden in der Hofraithe des Gastwirths ten Brink dahier 100 Sack Roggen meist⸗ bietend gegen Baarzahlung versteigert. Vilbel den 22. November 1878 Großherzogliches Ortsgericht Vilbel. Dine Altenstadt den 11. November 1878. ö ö Vergebung von Bauarbeiten. 3696 Die zur Errichtung der Amtsgerichtslocale dahier erforderlichen, nachstehend verzeichneten Arbeiten und Material-Lieferungen, nämlich: M. Pf. Maurerarbeit, veranschlagt zu 1037 25 Steinhauerarbeit 654 15 Zimmerarbeit 548 40 Dachdeckerarbeit 285— Schreinerarbeit 1222 50 Schlosserarbelt 635— Weißbinderarbeit 1303 95 Spenglerarbeit 164 40 Glaserarbeit 638— Pflasterarbeit 102— Materiallieferung, als: schwarzen u. weißen Kalk, Russensteine und Ziegel de., zu— sammen veranschlagt zu 786 95 sollen auf dem Wege des öffentlichen Ausgebots Samstag den 30. d. Mts., Vormittags präeis 9 Uhr anfangend, in hiesigem Rathhaussaale verdungen werden. Pläne, Voranschlag und Bedingnißheft werden bei diesem Termin offen gelegt bezw. bekannt gegeben. Altenstadt den 23. November 1878. Der Großherzogliche Bürgermeister: Der Bautechniker: Weihl. Büttner. Pisitenkarten in Buchdruck: 28 versch. Sorten, per 100= M. 1. 40 in Lithographie: 21„ 17„ 100- Solche auf mattem oder Chamois-Carton, sowie solche mit Extraschrift oder Verzierungen sind eine Kleinigkeit teurer. Carl Bindernagel. Für Glastr u. 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