— er 1878. Dienstag den 26. Februar. 25. berhessischer Anzeiger. Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und S amstag. Für den Monat März kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der Verlags-Expedition mit 34 Pf., bei den Poststellen mit 50 Pf. abonnitt werden. — Wir bringen dlerdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß der als Rechner der Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Kreuder dahict verpflichtet und in seinen Dienst eingewiesen worden ist. Friedberg den 18. Februar 1878. In Gemäßheit der Instruction vom 2. September Nacht wird biermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, Bekanntmachung. daß die Krtiekasse des Kreises Friedberg bestellte Kreisamtsgehülse Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. 1875 zur Ausführung des Reichsgesetzes über die Naturalleistungen für die bewaffnete Durchschnittepreise der nachbemerkten Artikel für den Monat Januar 1878 sich folgendermaßen und zwar für je 100 Kilogramm berechnen: Hafer M. 16.—, Heu M. 7—, Strob M. 6.—. Friedberg am 23. Februar 1878. Mit Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 11. daß die nächsten Prüfungen in folgender Weise vorgenommen werden: jenigen, welche in den Jahren 1860 und 1861 geboren sind. Bekanntmachung. December vorigen Jahres bringen welche in den Jahren 1858 und 1859 geboren sind. Die Prüfung beginnt an jedem Tag Morgens Zugleich machen wir auf die neue Prüfungs Ordnung zum einjährig freiwilligen Dienst, 1875(Regierungs- Blatt Nr. 55 von 1875), Darmstadt den 18. Februar 1878. Großherzogliches Kreisamt Friedberg, Dr. Braden. wir hiermit weiter zur Kenntniß der Betheiligten, Montag den 4. März dieses Jahres und folgende Tage für die⸗ Montag den 11. März dieses Jabres und folgende Tage für diejenigen, 8 Uhr dahier in der alten Kanzlei, Louisenplatz 2. Anlage 2 zu§. 91 der Ersatz⸗Ordnung vom 28. September wieberholt ausmerksam und insbesondere auf§. 2, worin die hinsichtlich der einzelnen Prüfungs- Wegenstände gestellten Anforderungen enthalten sind. Großherzogliche Prüfungs Commission für einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende: Spamer. Deutsches Reich. Darmstadt. Militärdienstnachrichten. Pfaff, Port.-Fähnr. vom 4. Inf. Regt. Nr. 118, von Brolmann, v. Herget, Port.⸗Fähnrs. vom 2. Drag.“ Regt. Nr. 24, zu Sec.⸗Lis. befördert; Graf von Schwerin, Hauptmann vom 1. Inf.-Regt. Nr. 115 zum Compagniechef ernannt; Gail, Vicew. vom I. Bat. 2. Landw. Regts. Nr. 116 zum Sec. Lt. der Res. des Hus.⸗Regts. Nr. 7; Raeder, Vice. eldw. vom 1. Bat. Landw.-Regts. Nr. 131 zum Ste. ⸗Et. der Res. des 3. Inf. Regts. Nr. 117; Daag, Vicew. vom Res.⸗ Landw. Bat. Nr. 80 um Sec.-Et. der Res. der Großh. Train-Comp. »ifördert; Winter, Hauptmann vom 1. Inf.-Regt. Nr. 115, als Major der Abschied bewilligt. — 18. Febr. In der heutigen Sitzung des Fassations hofes wurde in Anklagesachen gegen den ultlutherischen Pfarrer Anthes von Reichelsheim zas Urtheil des Hofgerichts kassirt und in revisorio nuf eine Geldstrafe von 50 M. erkannt. Berlin, 22. Febr. Auf der heutigen Tages— dnung des Reichstages stand die Berathung der Besetz- Entwürfe, betreffend die Besteuerung des Abgaben. Minister Camphausen entwickelte, wie enschlag der Zölle und Verbrauchssteuern. rann erörterte derselbe die Gründe, weßhalb die Rfegitrung vom Tabals-⸗Monopol abgesehen habe, erwies auf die Motive des Gesetzentwurfes und Fabrikation in Deutschland eine Richtung eingeschlagen hätten, welche einzuengen ind in die natürliche Lage zurückzuführen die Lufgabe einer jeden Reform sein müsse. v. Hell- lor crachtete die Vorlagen für unzureichend, berderte eine Steuer-Resorm und beantragte Ver— vessung der Gesetzentwürse an eine Commisston. . Stauffenberg wendete sich gegen die Vorlagen, indem er ebenfalls für Steuerreform eintrat, und, sells diese erfolge, constitutionelle Garantien ver— Tabaks und die Erhebung von Reichs Stempel besseren Einsicht seiner Collegen sich sügend, die zu dem, was noch erreicht werden müsse, gebilligt, führte aus, daß der Tabakebau und die Tabaks gestehe aber offen, daß er dem Tabaks Monopol unnatürliche zustrebe(Beifall) und die jetzigen Vorlagen nur als Durchgangs-Punkte ansehe. Der Reichskanzler sumenten durch dasselbe nicht geschadigt würden, langte, die jetzt in Ermangelung eines dem Kaiser verantwortlichen Reichs-Finanzministers nicht vor— handen seien. Reichensperger(Olpe) widersprach gleschfalls den Vorlagen, weil von Steueraufheb— ungen, wie hinsichtlich der Salzsteuer 1c., keine Rede sei. Wenn man dem Zunehmen des Militär⸗ Etats ein Halt gebiete, so werde kein Defitit vor— handen sein. Die progressive Tabak-Steuer sei ungerecht, sei eine Prämie für schlechte Waare fund obne Resultat Mehr⸗Einnahme. v. Kardorff sprach als Gegner ung auf hohe indirecte Steuern und Zölle, und trat für eventuelle Einführung des Tabaksmonopols ein; dazu sei aber ein verantwortlicher Reichs- Finanzminister unerläßlich. Kiefer befürchtet von der Tabak- Steuer, die an sich ungerecht sei, den Ruin des Baden'schen Tabakbaues. Fürst Bismarck betonte, daß er als verantwortlicher Reichskanzler keine Vorlage ohne die vorherige Genehmigung des Bundesraths einbringen könne, daß die Finanz— Vorlagen unter der Hand des preußischen Finanz- Ministers entständen. Persönlich sei er der Ansicht, daß eine Reichs- Steuer- Reform pälschen Staaten zurückgeblieben. Die Steuer- Er habe, der gegenwärtigen Vorlagen als Durchgangs-Punkte erörterte nunmehr, daß bei dem Monopol der Fiscus profitirte, und anderseits die Tabak Con- und äußerte schließlich den Wunsch, die Vorlage nicht in einer Commission begraben, sondern ernstlich erwogen zu sehen. Der Reichstag möge in welcher bezüglich der erforderlichen 1 g 0 der Vorlage für eine Steuer-Resorm in der Richt- nothwendig. Deutschland sei darin hinter allen großen euro— as gegenwärtige Deficit von 28 Millionen ent⸗ anden sei, und rechtfertigte den niedrigen Vor-[Resorm sei nur in der Richtung der Erhöhung So- der indireeten Steuern möglich. Form immer klare Stellung zu der Frage nebmen.— 23. Febr. Richter(Hagen) spricht gegen die Erhöh— ung der Tabakssteuer, gegen das Tabaks-Monopol und gegen die Ausdehnung des indirecten Steuer⸗ Spstems. Lasker spricht gleichfalls gegen die Vorlagen, besonders gegen die Tabaks Steuer- Vorlage. Camphausen verliest sein Votum vom 17. Febr. 1877, worin es heißt: Ich glaube mich behufs angemessener, dauernder Vermehrung der eigenen Einnahmen des Reiches vorzugsweise für cine höhere Besteutrung des Tabaks aus— sprechen zu müssen, mit dem Endziele des Mono- pols, von welchem solche Erträge zu erwarten sind, daß die Steuer auf nothwendige Verzehr⸗ ungs- Artikel, namentlich die Salzsteuer, aufge- hoben werden kann.(Beifall.) Campbausen fügt binzu, er habe auch heute die nämliche An- sicht und übernehme die volle Verantwortlichkeit für die Vorlage und deren Conseguenzen. Redner versichert, er habe wiederholt dem Reichskanzler seine Entlassung angeboten, im Falle er nicht im Einverständniß mit demselben sei. Er denke nicht daran, an der Spitze der Finanz⸗Verwaltung zu bleiben, wenn er nicht der freudigen Zustimmung der Parteien versichert sei. Bismarck bestätigte, daß Camphausen wiederholt, zuletzt in diesen Tagen, den Wunsch auf Entlassung kundgab, und fügte hinzu, nur aus sachlichen Gründen und mit Widerstreben würde er solchen Wünschen nach— kommen. Eine Differenz liegt zwischen uns nicht vor. Daß deßhalb für mich nicht ein Moment der Trennung, sondern der der Hoffnung vorliegt, daß unsere Wege auch weiter zusammenführen, war mir Bedürfniß hier auszusprechen. v. Varn⸗ büler befürwortet das Tabaks Monopol. Windt— horst(Meppen) erklärt sich sehr entschieden gegen die Vorlagen, die er sofort abzulehnen bittet. Das Haus beschließt die Verweisung der Vor— lagen an die Budget-Commission. — Der Bundesrath erhielt den Entwurf, be— treffend die Ausrüstung der deutschen Kauffahrtei— Schiffe mit Booten. Rheder und Schiffsführer, welche den vom Kaiser erlassenen Verordnungen über die Ausruüstung der deutschen Kauffahrteischiffe mit Booten zuwiderhandeln, werden laut Entwurf mit Geldstrafe bis zu 1000 M. bestraft. Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien. Für auf⸗ fallend betrachtet man in biesigen diplomatischen Kreisen das Fehlen der Erwähnung Constantinopels bei den russisch⸗englischen Abmachungen, betreffs der Grenzen, welche beiderseits der Dardanellen einzuhalten sind. Daraus wird gefolgert, Eng- land werde gegen das Beiseitelassen Gallipoli's stillschweigend den Durchmarsch der Russen durch Constantinopel dulden. Pest, 23. Febr. Das Unterhaus nahm den Artikel 22 des Zoll- und Handels-Bündnisses in der von der Regierung vorgeschlagenen Fassung an. Frankreich. Versailles, 21. Februar. In der Kammer machte der Deputirte Mun bei Gelegenbeit der Discussion über den Artikel des Cultus Budgets, welcher die Ausgaben für die Seminarien beschneidet, der Budget-Commission den Vorwurf, daß sie dem Katholizismus feindlich sei; er fragt das Ministerium, ob es dies billige. Der Unterrichts⸗Minister erwiedert: die Regierung wird keinen Staat im Staate dulden; sie wird vielmehr die Rechte der bürgerlichen Gesellschaft entschlossen vertheidigen. Der betreffende Artikel wurde darauf mit 313 gegen 107 Stimmen an- genommen und das ganze Cultus- und Ausgabe- Budget genehmigt. Der Handels- Minister wird beantragen, die Grenz⸗Zölle im Allgemeinen um 24 pCt. zu erböben; gegenüber denjenigen Nationen aber, welche die gleichartigen französischen Producte mit einer 20 pCt. vom Werth über— steigenden Eingangs- Abgabe belegen, sollen die entsprechenden französischen Zollsätze um 50 pCt. erhöht werden. Großbritannien. London, 21. Febr. Im Oberhause passirte die Creditbill die zweite Lesung, nachdem Lord Beaconsfield hervorgehoben hatte, daß es in jedem Falle politisch klug sei, wenn England sich in die Lage setze, sein Wort geachtet zu sehen, und daß es, möge die Con- ferenz erfolgreich sein oder nicht, hoch wichtig sei, daß England sich auf den Einfluß eines in sich einigen Reiches stütze. Das Gerücht vom Rücktritte Derby's wird als vollständig unbegründet bezeichnet. In den Vorzimmern des Parlaments cursiren Gerüchte, daß die Türkei die Unterzeich- nung des Friedens verweigere und Rußland die Auslieferung der türkische Flotte verlange. — 22. Februar. Im Oberhause ging die Credit Vorlage durch die dritte Lesung. Die Vorlage betreffend die Zuständigkeit der euglischen Gerichtsbarkeit innerhalb der Zone von drei Meilen um die Küste wurde der zweiten Lesung unterzogen, worauf sich das Haus vertagte.— Im Unterhause erklärte Unter- Staats-Secretär Bourke auf eine Anfrage: seitdem Holland gegen die Zucker Convention Einwendungen erhoben babe, fänden Verhandlungen zwischen Holland, Frankreich, Belgien und England statt. Der Beitritt Rußlands und Oesterreichs zur Convention gelte für unwahrscheinlich. Spanien. Madrid. Die Regierung hat die Aueweisung des Pater Mon aus Spanien angeordnet. Derselbe hat in einer Rede in der Cathedrale zu Huesca mehrere fremde, bereits verstorbene Souveräne, die liberale Regierung in Spanien, sowie die Monarchie des Königs Alphons des Zwölften lebhaft angegriffen. Italien. Rom, 21. Febr. Der Con- clave Sectetär Lasagni wurde interimistisch mit dem Staats Secretariat betraut. Gerüchtweise verlautet, der Papst werde den Cardinal Franchi zum definitiven Staats. Secretär ernennen.— Die Krönung des Papstes findet am nächsten Sonntag in der Sixtinischen Capelle statt.— Der Papst ernanate den Cardinal Fürsten Schwarzen⸗ berg zum Pro-Camerlengo. — 22. Febr. Der Papst nahm heute die Glück- wünsche eines weiteren Theiles des diplomatischen Corps entgegen. In allen Kirchen findet heute anläßlich der Papstwahl Tedeum statt. Der Papst wird durch eine Bulle von der Lateran-Kirche Besitz ergreifen. Rücksichtlich der Ernennung neuer kirch⸗ licher Würdenträger ist noch nichts entschieden. in Herbstein. 7) S. Bock, Fabrikant in Gießen. 8) L. Süß, Türkei. Die Ernennung Savpset's zum Minister des Aeußeren ist amtlich veröffentlicht worden. Nampk's nach Petersburg ist verschoben.— Heute fand großer Ministerrath in Betreff der Friedens Verhandlungen und der Mission Onou's statt. Letzterer draͤngt die Pforte, den Frieden vor dem 2. März zum Abschluß zu bringen.— Die aus- gewiesenen Deputirten verlassen heute Constantinopel. —„Standard“ meldet von hier: Der Kaiser von Rußland babe an den Sultan telegraphirt, er werde die Unterhandlungen abbrechen und Constantinopel besetzen, wenn der Friede nicht rasch abgeschlossen werde. Ferner meldet dasselbe Blatt, die Canalflotte sei nach Malta beordert, wo ihr weitere Befehle zugehen würden. — Eine auf der Reise nach Constantinopel die russischen Linien bei Tschataldja passirende tscherkessische Caravane weigerte sich, die Waffen abzugeben. Dieselbe wurde nach einem Kampfe mit den russichen Truppen entwaffnet. Serbien. Belgrad, 22. Febr. Ruß- land erklärte sich bereit, die Festung Nisch den Serben zu überlassen. Bezüglich der übrigen, von den Serben occupirten Gebiets»Theile, ins— besondere wegen Pirots, sind die Verhandlungen noch in der Schwebe. Der Fürst hofft auch in dieser Beziehung auf eine Verständigung mit Rußland. Rumänien. Bukarest, 23. Febr. Das von den Türken geräumte Rustschuk wurde heute Die Abreise Pürgermeister in Burg⸗Gräfenrode. Constantinopel, 20. Februar. Fruchthändler in Gießen. 9) G. Hauflädt, Kaufmann in Friedberg. 10) F. Geibel, Bürgermeister in Bönfladt. 11). Müller, Müller in Bruchenbrllcken. 12) A. Moscherosch, 13) S. Rothschild, 14) J. Mickel II., Landwir th in Ober⸗Mockstadt. 15) K. F. Langsdorf, Ritimeister in Dad⸗Nauheim. 16) M. Heichelheim, Ellenwaarenhändler in Gießen. 17) J. Naitmann, Fabrikant in Gießen. 18) Ph. Bögler, Landwirtb in Berstadt. 19) E. Beler, Fabrikant in Freienseen. 20) J. Pfeiffer, Elsenhändler in Laubach. 21) K. Steuernagel XIX., Bürgermeister in Windbausen. 22) J. Heil, Landwirth in Dorheim. 23) H. Kämmer III., Landwirth in Dauernbeim. 24) W. Zimmermann, Fruchthändler in Nidda. 25) J. Kraft, Landwirth in Düdelsheim. 26) Dr. E. Guffleisch, Advokat in Gießen. 27) R. Klingelhöffer, Kammerbireclor in Büdingen. 28) Dr. F. Eckstein, Advokat in Gießen. 29) A. Haas, Fruchthändler in Bönstadt. 30) E. Win⸗ decker, Bierbrauer in, Friedberg. Darmstadt, 22. Febr. Unter außerordentlich starkem Zudrang des Publitums begann heute vor dem Plenum des Großherzoglichen Hofgerichts die Verhandlung gegen Landrichler Ceßner und Ackuar Kronenberger von Wimpfen wegen schwerer Dienstwidrigkeiten. Allerlei. Berlin, 22. Febr. Vom Stadischwurgericht wurde der Raubmörder Thürolf wegen versuchten Raubmordes gegen den Briefträger Killmer zu 10 Jahren Zuchthaus und wegen vollendeten Raubmordes gegen Lude zum Tode verurtheilt, dagegen von der Anklage wegen des Sabatzky'schen Raubmordes freigesprochen. Rom. In dem bekannten Proceß Antonelli⸗Lambertini ist am 20. d. M. der erste Act enischieden und damit das Endurtheil, anscheinend zu Gunsten der Gräfin Lambertini, sestgestell.. Der Parlei Gräfin Lambertini ist die Beweis⸗ führung gefaltet, daß der päpstliche Staats-Secrelär Antonelli der Vater der jungen Gräfin war. Die von den Erben Antonelli's wegen Ablehnung dieser Beweis— Lumpenhändler in Butzbach. von den Russen besetzt. Zur Wiederaufnahme der Donau-Dampfschifffahrt sind Einleitungen ge- troffen worden. Griechenland. Athen, 21. Febr. Die National-Versammlung von Kreta hat die Ver— handlungen mit der Pforte abgebrochen und einen Appell an die Mächte beschlossen mit der Bitte, die Ereignisse auf Kreta während der Insurrectionen von 1821, 1841 und 1866 in Erwägung zu ziehen. Ferner wählte die Versammlung eine provisorische Regierung von sechs Mitgliedern, von denen zwei Türken sind.— Die Insurgenten in Thessalien und Epirus wurden nach erbittertem Kampfe gegen überlegene Türken zur Räumung von Makrinizza gezwungen und zogen sich ins Gebirge zurück, Verstärkungen abwartend. — 22. Febr. Beträchtliche türkische Streit— kräfte machten einen Ausfall aus Volo und schlugen die Insurgenten bei Platanos. Rußland. Petersburg, 23. Februar. Die„Agence Russe“ sagt: Die Friedens- Ver- handlungen schreiten vor. Zur Beschleunigung derselben legt Großfürst Nikolaus mit Rücksicht auf die entfernte Lage von Adrianopel im Ein— verständniß mit der Pforte sein Hauptquartier nach San Stefano. — Officiell aus Tiflis: Je ein Bataillon des Eriwan'schen Regiments und des Grusi'schen Grenadier- Regiments besetzten am 21. Febr. die Haupt- Forts der Befestigungen von Erzerum, Medschidje und Achisie. Die Stadt ist ruhig. Ismail Pascha ist über Ilidscha nach Ersinabian abgereist. Aegypten. Kairo, 22. Februar. Eine Versammlung von Gläubigern Aegyptens hat Delegirte bezeichnet, welche der Conferenz der Mächte die Lage Aegyptens darlegen sollen. Die Dele— girten werden auf Rückkehr zum Regierungssystem der Capitulationen dringen, falls die Gerichtsreform ferner noch unausgeführt bleiben sollte. Die europässchen Consuln in Aegypten haben bezüglich dieser Agitation ein günstiges Gutachten abgegeben. Aus Stadt und Land. Gießen. Die am 19. d. slattgehabte Section der Leiche des in einem Koffer gefundenen Kindes hat ergeben, daß dasselbe gelebt hat und nicht todigeboren war. Gießen. Die Schwurgerichts⸗Sitzungen vom zweiten Quartal l. J. werden Montag den 1. April, Vormittags 9 Uhr, unter dem Vorfitz des Hofgerichisraths Becker ihren Anfang nehmen und sind demzufolge in der Sitzung des Hofgerichts vom 21. Febcuar die Haupt⸗Geschworenen in solgender Ordnung ausgeloost worden: 1) H. Pfannmüller, Geldwecholer in Lauterbach. 2) H. Steinberger, Advokat in Gießen. 3) B. Diehm, Branntweinhändler in Lauter⸗ bach. 4) A. Schneider, Händler in Ulrichstein. 5) O. Weidig, Advokat in Gießen. 6) Th. J. Kübel, Packluchhändler führung erhobenen Einwendungen sind zurückgewiesen und die Erben in die daraus entstandenen Unkosten verur⸗ theilt. Das Urtheil ist 27 Bogen stark. New Pork. Nachrichten aus Panama vom 13. Febr. melden über durch Wasserhosen angerichtete Verheerungen in Callao und besagen weiter, daß Erdbeben in Iquique und Arica am 23. Jan. unbedeutenden Schaden ange⸗ richtet haben. Handel und Verkehr. Friedberg, 23. Febr. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 0,80— 0,90, Eier per Stück 6 Pf. Gießen, 22. Febr. Wochenmarkt Butter per Pfd. M. 1., Eier per Stück 7—8 Pf., Tauben das Paar 90 Pf., Hühner per Stück M. 1,60, Hahnen per Stück M. 170 Enten per Stück M. 3,20, Kartoffeln 100 Kilo M. 7,60, Ochsenfleisch 70 Pf. per Pfd., Kuhfleisch 50— 60 Pf., Rindfleisch 50— 56 Pf., Schweinefleisch 7 Pf., Kalbfleisch 55— 60 Pf., Hammelfleisch 60 Pf. Frankfurt, 23. Febr. Der heutige Heu- und Stroh⸗ Markt war gut befahren. Heu kostete je nach Qual. per Cent. M. 2.— 3,20, Stroh per Cent. M 22,40. Butter im Großen 1. Qual. 90 Pf., 2. Qual. 80 Pf., im Detail 1. Qual. M. 1— 1.10, 2. Qual. 95-100. Eier per 100 M 6.50—8. Kartoffeln 6.50— 7. Erbsen geschälte(per 100 Kilogr.) M. 28.—33 0, ganze Erbsen M. 24.—28. Bohnen M. 25.— 28. Linsen M. 30.—38. Fleischpreise: Ochsenfleisch per Pfund 70—75 Pf. Kuh⸗ und Rindfleisch 55— 64 Pf., Kalbfleisch 60— 70 Pf., Hammelfleisch 50— 60 Pf., Schweinefleisch 7075 Pf. Marburg, 23. Febr. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. 90— 110 Pf., Eier per Stück 6—8 Pf., Aepfel 6— 10 Stück 10 Pf., Hühner per Stück 80110 Pf., Zwiebeln per Pfund 10—12 Pf. Vom 1. März 1878 ab gelten die Einsechstelthaler⸗ stücke deutschen Gepräges nicht mehr als gesetzliches Zahlungsmittel. Es ist daher vom 1. März 1878 ab, außer den mit der Einlösung beauftragten Kassen, Niemand verpflichtet, diese Münzen in Zahlung zu nehmen. Die im Umlauf befindlichen Einsechstelthalerstücke deutschen Gepräges werden in der Zeit vom 1. Marz 1878 bis 1. Juni 1878 von den durch die Landescentral behörden zu bezeichnenden Landeskassen für Rechnung des deutschen Reiches sowohl in Zahlung genommen, als auch gegen Reichs- oder Landesmünzen umgewechselt. Nach dem 1. Juni 1878 werden derartige Münzen auch von diesen Kassen weder in Zahlung, noch zur Umwechselung an— genommen. Papst Leo XIII. Der seitherige Cardinal Pecti ist geboren zu Caspinetto in Italien 1810. Der Cardinal- priester Pecci ist eine der wichtigsten Persönlich⸗ keiten des Heiligen Collegiums— gewichtig durch Character, Energie, Klugheit und geleistete Dieuste. Er vereinigt apostolische Sanftmuth mit ad— ministrativer Strenge. Er hat es verstanden, sich geliebt und gefürchtet zu machen. Er ist von hoher Gestalt; er hat die Hagerkeit eines Asketen. Sein Kopf fällt durch seine Feinheit auf. Die Linien seines Antlitzes sind fest, bestimmt, ein wenig eckig. Die Stimme ist sonor und glänzend, wenn er eine Rede hält, leicht näselnd, wenn er familiär spricht. In seinem Privatleben date Jud na ungeha Judina unkerst bezw. Muta 659 9 9 distrikt N 1 ——— ist er einfach, einnehmend, Itebenswürdig, geistvoll. Im Amekleide, unter dem Purpur oder im bischöf⸗ lichen Schmuck wird er erast, erhaben, majestätisch: er scheint sich mit der Größe seines Amtes zu durchdringen. Man könnte sagen, er gibt sich in plastischer Haltung, aber nein, er sucht diese Haltung nicht, sie ist ihm natürlich, sie ist der Ausdruck seiner patritischen Natur. Als Delegat in Benevent fäuberte er diese Provinz vom Briganten— sihum. Als Delegat zu Spoleto und zu Perugia zeigte er dieselbe Energie. In der letzten dieser Städte geschah es unter seiner Verwaltung, daß die Gefängnisse leer wurden. Als Nuntius zu Brüssel erreichte er es, daß Leopold I. für ihn vom Papst Gregor XVI. den rothen Hut begehrte. Gregor XVI. bewilligte denselben, indem er ihn in petto reservirte, und vertraute ihm die Diöcese Perugia an; er verwaltete sie bis jetzt. Der FJardinal Antonelli hat ihn sorglich von Rom serngehalten— er fürchtete einen Rivalen. Der Jardinal Pecci bat schwierige Zeiten durchzu- machen gehabt. Er zeigte sich stets sich selbst gleich: als ein Mann von großer Bedeutung, als katbolischet Theolog und als Politiker von großer Umsicht. Er hat für seine Priester eine St. Thomas- Akademie gegründet und ihren theologischen Disputen präsidirt. Er hat selbst eine sebr mannigfaltige Bildung, er macht sogar Gedichte. Gegenüber den Syndici, den Präsecten, den Behörden Italiens bat er eine über den Parteien stehende Haltung beobachtet. Seit langer Zeit ist der Cardinal Pecci als Candidat für den päpstlichen Stuhl bezeichnet worden, aber Pius IX. hatte, indem er ibn nach 30 Jahren Ungnade zum Camerlengo ernannte, seine Aussicht, wie es schien, ein wenig vermindert. 1 g Jedermann weiß, wie viel Tisanen, Pastillen und sonstige Medikamente man in Erkältungsfällen, bei Katarrhen oder zur Heilung der Bronchitis anwendet. Die neue Heilmethode dieser Krankheiten durch die Gu yot' schen Theerkapseln kommt nicht hoher als 10—20 Pfennige täglich zu stehen. Man nimmt zu jeder Mahlzeit 2 oder J Kapseln und häufig macht sia eine große Linderung schon nach den ersten Dosen bemerklich, Zur Vermeidung der jahlreichen Nachahmungen ist darauf zu achten, daß die Etiquette die Unterschrift bes Herrn Guyot in drelfarbigem Drucke enthält. Depots in Friedberg in der Hofapotheke„Zum Engel“ und bei Dr. Uloth. 230 Geld Cours. Frankfurt am 23. Februar 1878 20 ⸗Frankenstücke 4 M. 16 2024 Englische Sovereigns„ 20 32287 Russische Imperiales„ 16 68—73 Holländische fl. 10 Stü e. 4 16 65 Ducaten. 3 9 50—55 Ducaten al marco f 9 55—60 Dollars in Golt„ 418.1 Brief kasten. M. B. in Gtiebel. Das Rälhsel war nut für die IFrleoberget Realschüler bestimmt. Ul brigens ist Ihre Lösung falsch, da das 9. Wort eine andere Lösung hat, als Sie angeben. Daß Sie den Einsender(R. in Dews⸗ bury) kennen, bezweifeln wir, denn unseres Wissens ist Herr R. schon seil über zwanzig Jahten in England 1 1—* Edictalladung. „21 Eigenthums⸗ und sonstige Ansprüche an die nach ehenden, in den betreffenden Grund- bezw. Flurbüchern en beimerkten Personen zugeschriebenen Immobilien sind innen 4 Wochen von heute an hierorts geltend zu machen, Sidrigenfalls die Anerkennung des unbeschränkten Eigen ums der als Eigenthümer aufgetretenen Personen und usbesondere die Zahlung der nicht quittirten Kausschillinge nterstellt und demgemäß der Eintrag der Erwerbtitel, ezw. die Löschung der Eigenthumsbeschränkungen im Nutationsverzeichniß verfügt werden wird. 1) Gemarkung Assenheim. Bernhard Frohbesen von Assenheim: 1. 417. III. 169. 208. 2) Gemarkung Bruchenbrücken. johannes Roth zu Bruchenbrücken: XIV. 70. 135. 3) Gemarkung Friedberg. mdwig Langsdorf zu Friedberg: VII. 70. 215. 229. 108. II. 120 155. 181. III. J. R ent s II. 724 2. XIII. 214. r. IX. 4. 97. 75. X. 248. X. 273. 293. 4) Gemarkung Leidhecken. Zohannes Stelz zu Leidhecken: I. 208. 5) Gemarkung Mel bach. Philipp Stier II. zu Melbach: VII. 331. 1 Friedrich Moͤrschels Wittwe daselbst: 1. 41. 42. 6) Gemarkung Nieder⸗Wöllstadt. zeinrich Weith III. zu Nieder Woͤllstadt: 1. 121,3. 7) Gemarkung Ockstadt. hannes Fegbeutel III. zu Ockstadt: 1. 1042. 8) Gemarkung Södel. beorg Schneider von Södel: 1. 325. 326. Friedberg den 7. Februar 1878. Großherzogliches Landgericht Friedberg. Pist o r. Holzversteigerung. 9 In dem Freiherrlich v. Franckenstein'schen Wald⸗ dstrikt Klappertannen werden versteigert: 1) Donnerstag den 28. Februar l. J. 12 Raummeter Kiefern Scheitholz, 4 24 7 Birken⸗Prügelholz, 1 17„ Kiefern?„ von 3 Meter Länge, 105 ö 2 2 50 5„ und Birken⸗Stockholz, 355 Stück Birkenwellen, 2700„ Nadel- Aspen⸗Wellen. 2) Freitag den 1. März l. J. 466 Kiefernstämme von 12-61 Centim. Durchmesser, 2,6—19 Meter Länge mit 147,33 Kubikm. Inhalt, 9 Eichen⸗ und Birken⸗Derbstangen, 18 Nadel⸗Derbstangen. Zusammenkunft an beiden Tagen Morgens 10 Uhr Af der Bornschneise im Distrikt Klappertannen zunächst ie Löwenhofs. Dcekstadt den 20. Februar 1878. Der Freiherrlich v. Franckensteinsch'e Oberförster 4— Rumpf. 5 2525 * Schafweide-Verpachtung. Die der Gemeinde Vilbel zustehende Schafwelde⸗ Prechtigung wird 1 Donnerstag den 28. Febrnar l. J., 75 Nachmittags 4 Uhr, uf hlesigem Rathhause auf 3 Jahre, von fetzt 81. Dezember 1880, anderweit verpachtet. Vilbel den 19. Februar 1878. 4 Großherzogliche Hürgermeisterel Vilbel. Hinkel. Stallung . Neu hergerichtete Versteigerung eines Carroussels nebst Drehorgel und Wagen. 595 In Auftrag des Großherzoglichen Landgerichts Vilbel werden nachbenannte Gegenstände, als: ein noch gut erhaltenes Carroussel, eine Drehorgel, sowie ein bedeckter Transportwagen im Termin: Montag den 4. März l. J., Nachmittags 4 Uhr, auf hiesigem Rathhause öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung verstelgert. Vilbel den 14. Februar 1878. Großherzogliches Ortsgericht Vilbel. Hinkel. Arbeits-Verstei, Arbeits-Versteigerung. 641 Montag den 4. März, Vormittags 10 Uhr, sollen auf dem Gemeindehaus zu Büdesheim die zur Er— bauung einer Schule erforderlichen Bauarbeiten und Materiallieferung oͤffentlich in Accord gegeben werden: Mark Pf. Maurerarbeit, veranschlagt zu 2346 60 Matertallieferung, als: Bruchsteine, Russen⸗ steine, Sand, Luftkalk, Kamintuffstein Aufsätze, Cement dc. zꝛc., veranschlagt zu 4971 90 Steinhauerarbeit 1017 20 Zimmerarbeit 2767 24 Dachdeckerarbeit 637 25 Schreinerarbeit 2030 10 Schlosserarbeit 719 80 Glaserarbeit 579— Weißbinderarbeit 28995— Spenglerarbeit 295 20 Pflastererarbeit 75— Brunnenmacherarbeit 220— Pumpenmacherarbeit 278 98 Pläne und Voranschlag nebst Bedindungen liegen von Dienstag den 26. Februar an auf der Großh. Bürger⸗ meisterei Büdesheim zur Einsicht offen. Vilbel am 20. Februar 1878. Bur o d, Bezirksbauaufseher. Jagd- Verpachtung. 646 Donnerstag den 28. Februar l. J., Nachmittags 1 Uh, soll auf hiesigem Rathhause die Jagd in der Ge— markung Feldheim unter den daselbst bekannt gemacht werdenden Bedingungen auf weitere 6 Jahre verpachtet werden. Utphe am 19. Februar 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Utphe für die Gemarkung Feldheim. rr Das Schuldenwesen des Wilhelm Dienst VI. von Ockstadt. 4 Verfügung. 685 Einwendungen gegen die am 14. Dezember 1877 stattgehabte Uebereinkunft der Gläubiger, wovon Einsicht bei hiesigem Gerichte genommen werden kann, sind binnen drel Wochen vorzubringen, als sonst dieselbe hiermit für bestaätigt erk ärt wird. Friedberg den 19. Februar 1878. Großherzogliches Landgericht Friedberg. Pistor, Allwohn, Landrichter. Landgerichts-Assessor. * 10* + N 8 Universal-Reinigungs-Lalz, 108 Von allen Kerzten als das einfachste Hausmittel empfohlen gegen Säurebildung, Aufstossen, Krampt, Vordauungsschwäche und andere Magenbeschwerden in Paketen à 25 Pf., 50 Pf. und 1 Mark. J. A. Windeeker, Hoflieferant in Friedberg, Betreffend: Pferde⸗ Henn& Jamin. P h. J. Weiss iu Bad-Nauheim. Holz-Versteigerung. Freltag den 1. März l. J., Morgens halb 10 Uhr anfangend, werden im hiesigen Gemeindewald, Distrikt Seierstein: 645 137 Raummeter Buchen Scheitholz, 2300 Buchenwellen, 111 Raummeter Erdstocke; weiter im Distrikt Buchstein: 6 Eichenstämme, 0.75 Festm. haltend, 5 61 Eichenstangen I. Cl., 3.79„ 5 5 257 8„ f 2 2 1 Weichholzstamm, 922* 22 25 Weichholzstangen, 1.10„„ 0 5 5 Nadelholzstämme, 18 5 87 146 Raummeter Weichholz-Knüppel, 5100 Weichholzwellen versteigert. Sämmlliches Holz liegt nahe an dem Vicinalweg von Eschbach nach Michelbach und ist eine sehr gute Abfahrt. Die Herren Bürgermeister werden um gefällige Be⸗ kanntmachung in ihren Gemeinden ersucht. Eschbach bei Usingen, den 20. Februar 1878. Der Burgermeister Holz- versteigerung. Wir bringen zur öffentlichen Versteigerung: Freitag den 8. März, l. J., Morgens 9 Uhr, im Distrikte Kronbach in der Nähe von Ortenberg, 314 Raummeter Buchen-Schetter; 39 Raummeter Buchen⸗ Knüppel; 62 Raummeter Buchen ⸗ Stöcke; 447 Raum- meter Buchen Astreisig.— Zusammenkunft am Qrtenberg⸗ Usenborner Vicinalweg an der Kronbach. Samstag den 9. März, l. J., Morgens 9 Uhr, aus dem Distrikte Töppertsroth 3 Nadelholzstamme, mit 1.92 Festmeter Inhalt; 231 Nadelholzstangen, mit 9 85 Festmeter Inhalt. Die Stangen eignen fich zu Leiterbäumen, Lattenstangen und Baumpfäͤhlen. Aus dem Distrikte Höllberg, Mittelwald, zwischen Lißberg und Hirzenhain: 2 Eichen, mit 0.74 Festmeter Inhalt; 1 Buche, mit 0.98 Festmeter Inhalt u. 4 Kirsch⸗ daͤume, mit 1,70 Festmeter Inhalt; 2 Raummeter Eichen⸗ Scheiter; 7 Raummeter Buchen⸗Scheiter; 4 Raummeter Buchen⸗Knüppel; 1 Raummeter Buchen Stöcke; 14 Raum⸗ meter Buchen- Astreisig; 327 Raummeter Buchen- aus⸗ geaͤstetes Reisig; 130 Raummeter gemischt Stammreisig und 91 Raummeter gemischt Buschreisig.— Zusammen⸗ kunft am Forsthause zu Hirzenhain Montag den 11. März l. J 3 8 Morgens 9 Uhr, aus dem Disteikte Schoͤnberg gegenüber Lißberg: 3 Eichen, mit 3.44 Festmeter Inhalt; 2 Erlen, mit 1,19 Festmeter Inhalt; 6 Raummeter Eichen Scheiter; 1 Raummeter Eichen- Knüppel; 3 Raummeler Eichen⸗ Astreisig; 373 Raummeter Buchen-Scheiter; 119 Raum- meter Buchenknüppel; 69 Raummeter Buchenstöcke; 422 Raummeter Buchen⸗Astreisig u. 1 Naummeter Erlenscheiter. Zusammenkunft bei Herrn Gastwirth Uhl in berg. Die Hoͤlzer in der Kronbach lagern in nächster Nähe des Ortenberg-Usenborner Vieinalweges, diefenigen im Toͤppertsroth, Hoͤllberg und Schoͤnberg in der Nahe der Staatsstraße. Ortenberg am 19. Februar 1878. Gräflich Stolbergische Rentkammer. Renner N 1 1 1* Wohnungsvermiethung. 696 Eine freundliche geräumige Wohnung von 4 bis 5 Zimmern nebst allem Zubehoͤr, Mitte Mai beziehbar, ist zu vermiethen. Naͤheres zu erfragen bei der Exped. des Anzeigers. 701 Jede Woche frisch gebrannten Kaffee K M. 1.50 und M. Pfund bei 1.80 per C. Th. Kranz. — Proclam. 689 Nachdem der Kaufmann Christlan Göbel dahier seine Insolvenz angezeigt hat, so wird zur Anmeldung der Forderungen der Glaͤubiger, sowie zum Güteversuch Termin auf den 21. März d. J., Vormittags 9— 10 Uhr, vor unterzeichnete Gerichtsstelle bestimmt, was mit dem Anfügen andurch veroffentlicht wird, daß die nicht er⸗ scheinenden Gläubiger als dem Beschluß der Mehrheit der Erschienenen beitretend werden angesehen werden. Zum vorläufigen Curator ist Buchhalter Andreas Dönch destellt. Ein etwaiger Vergleichsbescheid wird nur durch Anschlag am Gerichtsbrett publieirt. Hanau den 16. Februar 1878. Königliches Amtsgericht II. v. Milchling. ydt. Jacob. Güter⸗Versteigerung. 696 Donnerstag den 28. März lfd. J., Vormittags 10 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause die nachbeschriebenen Immobilien des Wilhelm Waas und der Christian Waas Wittwe einer nochmaligen Versteigerung ausge— setzt werden: Gemarkung Friedberg. Flur. Nr.[Meter. 9. 126½¼⁰10. 2064. Acker im Großwartfeld, 9. 137½¼⁰10. 2060.„„ daselbst, 10. 196½0ỹ. 2511.„I Lachenfeld, 11. 183/10. 2104. n Asselbst, 11. 189½1jẽꝰ.. 2092. oÄeelbst, 13. 144 ½¼10. 1907.„„ Großgalgenfeld, 13. 178½1ỹ0. 2039. F bdaselbst, 8. 120/10. 2061.„„ Großwartfeld, 8. 111½⁰10. 2064.„„ daselbst, 11. 116¼⁰1j-4.. 2584.„„ Lachenfeld, 11. 197½10. 2091.„„ daselost, Napio. 01.„„v U Großgalgenfeld, 13. 149½00. 1823. ndl, 13. 234/10. 2038.„„ daselbst. Gemarkung Fauerbach b. Fr. Flur. Nr.(Meter. 1. 91,5. 1768. Acker obig dem Städterweg am Haingraben, 2 50 3144 105 1 55 werden nicht versteigert. Bei entsprechenden Geboten wird die Genehmigung sofort ertheilt. Friedberg den 24. Februar 1878. Großherzogliche Buͤrgermeisterei Friedberg. Fo u a* Verstei ersteigerung. 698 Freitag den 1. März l. J., Vormittags 11 Uhr, sollen die durch Abbruch des Brennhauses in der Mittel- burg dahier sich ergebenden Baumaterialien, bestehend in mehreren sandsteinernen Thür- und Fenstergestellen, Thüren, Fenstern, Treppen, Dielen, Sandsteinplattenbeleg, Platten— beleg vom Speicher, Backsteinen, Ziegeln, Latten und sonstigen Gegenständen, an Ort und Stelle meistbietend versteigert Werden. ellersheim am 24. Februar 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Bellers heim. Bo p p. Holz- Versteigerung. Im Walde der Gemeinde Södel kommt folgendes Holz zur Versteigerung: Dounerstag den 28. Februar, Vormittags 8 ½ Uhr: 135 Raummeter Buchen⸗Scheitholz, 116„ Stöcke, 900 Wellen Buchen Reiser, 48 Raummeter Eichen-Knüppel, 23„ Stöcke, 2866 Wellen Eichen⸗Reiser, 7 Raummeter Nadel⸗Knüppel, 250 Wellen Nadel-Reiser, 3500„ Weichholz. Freitag den 1. Mürz, Vormittags 8½ Uhr: 200 Stück Eichen Werk⸗ und Nutzholzstämme, 7 Fest⸗ meter baltend, 18 Stück Nadelholzstämme, 3 Södel am 21. Februar 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Söͤdel. 683 Reg. Mobiliar- Versteigerung. 681 Donnerstag den 28. d. Mts., von Vormittags 9 Uhr an, lassen die Erben des Heinrich Gröninger 1. von Ockstadt erbvertheilungs halber nachstehende Gegen stände durch Großherzogliches Ortsgericht versteigern: 2 Pferde, 3 Kühe, 2 Rinder, 3 Schafe mit Lämmern, 1 zweispännigen Occonomiewagen, 1 Schaufel⸗ Kartoffelpflug, 1 Egge, 1 Fruchtsegemühle und sonstige Oeconomiegegenstände; ferner eirea 50 Cenltner Heu, 40 Centner Grummet, eirea 40 Centner Korn-, 60 Centner Waizen⸗, 50 Centner Gersten- und 50 Centner Haferstroh, eine Parthie Spreu 100 Malter Kartoffeln und eirca 100 Centner Dickwurz Ockstadt am 22. Februar 1878. Festmeter haltend. und Holz-Versteigerung. 682 Montag den 4. März l. J. werden in dem Gräflichen Revier Bainhards, Distrikt Unterwald, nachverzeichnete Holzsortimente versteigert: 14 Raummeter Eichen-Scheitholz, 43 5„ Prügelholz, 38 U„ Stockholz, 194 1„ Reisholz, 32 Nadel⸗ 3650 Wellen Eichen⸗Durchforftungs⸗ Reisholz, 1000 Nadel-Reisholz, 500 Gebund Ginstern, 13 Eichenstämme, 3—8 Meter lang, 28— meter Durchmesser, 400 Fichtenstangen, 56 Meter lang, 5—10 Centi— meter Durchmesser, 200 Fichten-Bohnenstangen. Zusammenkunft am Forsthaus Bainhards und Anfang der Versteigerung Vormittags 9½ Uhr. Wickstadt den 22. Februar 1878. 8 Overfoͤrsterei Assenheim. Schal las. Eichenlohrinden⸗Versteigerung. Donnerstag den 7. März l. J., Vormittags um 11 Uhr, werden auf dem Büreau unterfertigter Stelle die dies; jährigen Eichenlohrinden aus hiesigem Gemeindewald von 18 jährigem Bestand, elrea 150 Centner, öffentlich und meistbietend versteigert. Wegen Einsichtsnahme des Rindenschlags beliebe man sich an den Forstwart Konig dahter zu wenden. Selters am 21. Februar 1878. Großherzogliche Bürgermeisteret Selters. K a f Bekanntmachung. 686 Montag den 11. März d. J., von Vormittags 10 Uhr an, sollen zu Nieder-Ohmen(Haltestelle an der Gießener⸗Fuldaerbahn) zur Versteigerung kommen: 1) Hofraithe mit Müblenberechtigung und ungefähr 3 Morgen an den Gebäuden liegenden Wiesen; 2) Basaltsteinbruch von eirea 9 Morgen mit mehreren hundert Meter Steinen, besonders zu Decksteinen verwendbar; 3) zwei Arbeitshallen, welche in Abtheilungen auch auf den Abbruch versteigert werden können; 4) vollständige Mühleneinrichtung; 5) 127 Cubikmeter Pflastersteine von vorzüglicher Güte; 6) Locomobile und 2 Brechmaschinen, wovon die eine täglich bis zu 60 Meter Decksteine fertigen kann; 7) eine Brückenwaage, Rohrsteine, Steinkies, Steinsand und sonstige Gegenstände; 8) eine 6½ Morgen haltende Wiese von Nieder-Ohmen nach Elpenrod, Acker⸗ und Wiesengelände. Grünberg den 20. Fetruar 1878. Ehr. Schäfer, Dietz schen Masse zu Nieder Ohmen. 48 Centi⸗ 688 am Vieinalweg wie auch sonstiges Curator der Holz-Versteigerung. Freitag den 1. Mürz l. J. sollen im Gambacher Gemeindewald nachstehende Holz⸗ sortimente versteigert werden: 4 Raummeter Buchen⸗Scheitholz, 24— Eichen⸗Nadel- und Aspen-⸗Scheitholz, 198 0 Buchen-, Eichen- und Nadel-Knüppel⸗ holz, 125 5 Buchen-, Eichen- u. Nadel⸗Stockholz, 6800 Stück Buchen-, Eichen- und Nadelwellen. Samstag den 2. März l. J. 54 Eichenstämme von 16— 82 Centm. Durchmesser, von 4—18 Meter Länge, 5 Buchenstämme von 30—41 Centim. Durchmesser, von 6 10 Meter Länge, 56 Buchen-Derbstangen von 8— messer, von 4 Meter Länge, 160 Nadel⸗Derbstangen von 5- 13 Centim. Durch messer, von 3-10 Meter Länge. Der Anfang und die Zusammenkunft ist jedesmal Morgens 9 Uhr am Eisenbahnübergang am Pohl-Gönser Weg. Gambach am 22. Februar 1878. Großherzogliche Bürgermeisteret Gambach. Lau x. 9 Centim. Durch⸗ 687 2 7 Puder- Cacao für Kinder, Reconvaleseenten, schwache Verdauung besonders empfehlenswerth, garantirt rein, hydraulisch entölt, liefert als Specia- lität die Kaiserliche Hof- Chocola- den- Fabrik in Cölu zu M. 2.40 und M. 3.— pr. 1½ Kilo. Aufträge von Privaten werden nur nach Orten eflectuirt, wo sich keine Niederlagen befinden. Wachskerzen Die Erben. 702 in jeder Größe bei C. Th. Kranz. Friedberger Casino. 692 Donnerstag den 28. Februar von Nachmittage Uhr an Abstimmung nach 88. der Statuten. Beinlängen jeder Größe, in allen Farben; große Auswahl in Wei waaren, rein leinenen Herrenkragen zu 40 Pf. das Stück, empfiehlt C. Hartmann, 695 Bad-Nauheim, Alieenplatz. Tapeten⸗Lager. Das Neueste in Tapeten und Bordüren bei 699 694 Dionnerslag den 28. Februar, Nachmittags 2 Uhr, läßt Unterzeichneter in seiner Wohnung folgende Gegen— stände, als: 2 Commoden, 2 Bettstellen, 1 Weißzeug⸗ schrank, 1 Kuchenschrank mit Aufsatz und sonst noch ver⸗ schiedene Haus- und Küchengeräthe, sowie eine Ziege gegen baare Zahlung versteigern. Friedberg im Februar 1878. Chr. Bollonier, Bahnhofstraße. deute, die sich durch die Aufstellung e guter und correels Adressen aus hiesigem Platze einen Neben verdienst verschaffen möchten, wollen durch Correspondenz— karte unter K. 285 an Rudolf Mosse, Hamburg nähere Aufgabe machen. 691 Gefunden. 690 Auf dem Wege von Bauernheim nach Friedberg wurde ein Päckchen Geld gefunden. Der Eigenthümet kann dasselbe gegen Erstattung der Inseratgebühren in Empfang nehmen bei Wilhelm Keller in Bauernhein Verpachtung. 693 Den Grabgarten des Philipp Ritzel, im Rosen⸗ thal gelegen, 312 OKlafter groß, habe ich in Auftrag desselben auf 5 Jahre zu verpachten. Auch kann derselbe in zwei Theilen abgegeben werden. Johannes Engel, Ochsenmetzger, Die Hälfte meiner Scheuer ist sogleich zu vermiethen. Karl Fritz. Wohnungsvermiethung. 658 Der mittlere Stock meines Hauses ist zu vermiethen. Kaiserstraße Nr. 72. Wilhelm Rumpf. 660 Schweineschmalz 700 billigst bei C. Th. Kranz. Ein Garten, 705 ½, Morgen groß, mit tragbaren Obstbäumen be⸗, pflanzt, in der Nähe der Vorstadt gelegen, ist zu verkaufen. Näheres zu erfragen bei Ph. Diener am Bahnhof. Herrenkragen u K. ar A bei K. Friedrich. Ein braves Mädchen, 704 etwa 15 bis 16 Jahre alt, wird von einer kleinen Familie in Dienst gesucht. Von wem? sagt die Expe⸗ dition des Anzeigers. Daunksagun anksagung. Denjenigen, welche unsere liebe Frau und Mutter Margarethe Stein zu ihrer letzten Ruhestätte geleiteten, unseren besten Dank Friedberg den 25. Februar 1878. Die trauernden Hinterbliebenen. Allen 703 Xodesanzeige. 706 Gott dem Allmächtigen hat es gefallen unseren lieben Gatten, Sohn und Bruder N Johannes Orth, Pfarrviear in Reichelsheim, am 25. Februar, Morgens ½ 10 Uhr in selnem 30. Lebensjahre nach längerem Leiden in ein besseres Jenseits abzurufen. 5 Indem wir Freunden und Bekannten diese traurige Mittheilung machen, bitten wir um stille Theilnahme. Die Beerdigung findet Mittwoch den 27. Febr. Nachmittags 4 Uhr vom Hause Chr. Frick, Kaiser⸗ straße in Friedberg, statt. Hamm und Friedberg. Die trauernden eee Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. 1 C. Th. Kranz. Unnrag gefte bier Valet lonme Wilhe Wohl! traf 9 eine Z unis. uche Spiri häng Kamm Wan Aussde zusolg Besch 2 in der Sistirt verfah began, Etats, n, Flure Debate don dem Cenni 1 Cat de di d din F. . Sg. bon und 0 üg lic se 0 10 die 1 nod