2 — — mer Klein. — 1 41 — triitserklärung solgenden Kalenderjahres ein. welche nicht auf der persönlichen Kirchen⸗ ober Kirchengemeinde— bcrührn. Der Art. 6 der Regierung vorlage wurde 1878. Donnerstag den 24. Januar. Oberhessischer Anzeiger. Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet. rscheint jeden onnerstag und Samstag. ( N Kreisblatt für den Artis Friedberg. Dienstag, Aus dem Großhe Nr. 50. sub 1. der direeten Steuern und der Beiträge zu den Kosten der Staatsstraßen für das Friedberg am 22. Januar 1878. Bekanntmachung, die Arzneimitteltaxe für das Großherzogthum Hessen betr.— rzoglichen Regierungsblatt ist zu publiciren: 2 und 3 Nichts.— sub 4. Bekanntmachung den Ausschlag sub Jahr 1878 betr. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Deen. Deutsches Reich. Darmstabt. Das Großberzogliche Regier— ungsblatt, Beilage Nr. 1 enthält: Iv. Uebersichten der für 1878 genebmigten Um⸗ lagen in den teraclstischen Religionsgemeinden der Kreise Erbach und Oppenbeim, sowie in den poliiischen Ge— meinden der Kreise Bingen und Alsfeld. V. Or densverleibungen. VI. Concurrenzeröffnungen. Erledigt ist: die mit einem ev. Lebrer zu besetzende Schulstelle zu Ober Sorg Gehalt 685 M. 71 Pf.; die Schulstelle zu Schwickoris hausen, Geralt 685 M. 71 Pf.; die Schulstalle zu Michelau Gehalt 689 M. 14 Pf. Dem Fücsten zu Menburg uns Bildingen in Wächterebach steht das Präsentauonsrecht zu; die Schulstelle zu Burg⸗ Bracht, Gehalt 685 M. 71 P.. Dem Fürsten zu Menburg und Büdingen in Birstein sieb!! das Präsentationsrecht zu. Darmstadt, 21. Jan. In der heutigen Sitzung der zweiten Kammer kam der Gesetzente wurf über die allgemeine Einkommensteuer zur Verhandlung. Die Artikel 1—13 wurden im Wesentlichen in Gemäßheit der Regierungsvorlag— und der Ausschußanträge, denen die Regierung meistens zustimmte, angenommen. Bei der Be— rathung über die Arfiktl 14 und 36, welche Bestimmungen über die Veranlagung der Ein— kommensteuer, insbesondere die Steuerskalen ent— halten, beantragte die Mehrheit des Ausschussee die Vorlage der Regierung mit einigen Modisi— catlonen anzunehmen. Die Minderheit des Aus— schusses hatte die Feststellung einer neuen Skala beantragt, in der namentlich auf die Entlastung der unteren Classen der Steuer pflichtigen mehr Rücksicht genommen werden sollte. Nach lebhafter Debatte wurde die Regierungsvorlage nach dem Antrage der Ausschuß⸗Majorität gegen 6 bezw 7 Stimmen angenommen. Ebenso wurde der Artikel 36 angenommen. Desgleichen und obne Debalte der Artikel 15, sowie mit unwesentlichen Modisicationen der Regierungsvorlage die Artikel 16 bis 22.— 22. Januar. In der heutigen Sitzung fuhr die Kammer in der Berathung über die Einkommensteuer sort und wurden die Artikel 23-30 angenommen. Es folgte sodann die Be rathung über den Austritt aus tiner Kirche oder Religionsgemeinschasft. Der Ausschuß hatte elnen neuen Wesetz-Entwurf zusammengestellt, der dem Inhalte der beiden Regierungsvorlagen allerdings im Wesentlichen entspricht, jedoch einige nicht un— wesentliche Modificationen enthält. Der Art. 1 des Ausschußantrags wurde angenommen. Der— selbe lautet: Der Anettut aus einer Küche oder Reli— gionsgemeinschaft ist gestarlet, auch ohne Uebertritt zu einer anderen Küche oder Religionsgemeinschaft nach Maßgabe! nachsiehender Bestimmungen. Ebenso der Artikel 2 und 3 welcher bestimmt:„Der Austritt aus einer Kirche ersolgt durch Erklärung des Austrelenden in Per— son vor dem Gericht seines Wohnortes zu Protete.“ An Stelle des Artikel 4 der Regierunge vorlage hatte der Ausschuß folgenden Artikel 5 beantragt, welcher angenommen wurde: Die in Gemäßbeit des vorsiebenden Arukels erfolgte Austrittserklärung ha insdesondere die Wükung, daß der Ausgetretene zu Leist ungen, welche auf der persönlichen Kirchen- oder Kirchen— gemeinde Angehörig keit beruhen, nicht mehr verpflichtet wird. Diese Wirkung iritt, im Falle der Austritt in der trssen Hälste des Kalenderjahres erfolgt, mit dem Schluss bieses Jrhr ee, sonst aber mit dem Schlusse des aufe die Aus Leistungen Angehörigen beruhen, werden durch jenen Austritt nicht 1. Landw. Regis Nr. unverändert angenommen. Die Berathung über Ausland. Art. 7 des Ausschußantrags wurde ausgesetzt OHesterreich⸗Ungarn. Wien. In hiesigen Als Artikel 8 hatte der Ausschuß beantragt. diplomatischen Kreisen heißt ee, Rußland sei ent- Für Beschwerden wegen Zuziebung der in eeu Ar. 5 schlossen, den Frieden nur in Conslantinopel ab- und 7 etwäbhnten Leistungen finden die Diimmungen iuschließen, der Zar bube den unverzüglichen Anwendung, welche für Veschwerden wegen Zuzlebung zu den Umlagen oder Ausschlägen der politischen Gemeinden Vermarsch angeordnet. Nowikoff habe in einer gelten. Insoweit Hebregister für die kirchlichen Umlagen gestrigen Unterret ung mit Andrassy diesem wahr- offen gelegt worden sind, läuft die Beschwerdestist vom scheinlich eine deßfallsige Miltbeilung gemacht. Tage der Zustellung des Anforderungezettels. Die Re- Oesterreich habe gegen eine zeitweilige Besetzung von Constantinopel nichts einzuwenden. Türkei. Constantinopel, 20. Jan. Der britische Votschafter Lapard erklärt die Nachricht, daß er die Erlaubniß nachgesucht babe, die britische Zlotte in die Dardanellen einlaufen zu lassen, auf das Bestimmteste für unbegründet.— Drei Abtbeilungen Hülfs- Truppen haben die Serben geschlagen, 12 Geschütze erbeutet und Lozona gierung stimmte diesem Antrag zu und fand hier- auf die Annahme des Arlikels obne Debatte statt. Den Artikel 7 der Regierungevorlage batte der Ausschuß als Art. 9 in seinen Entwurf unver⸗ ändtrt aufgenommen. Derselbe wurde ohne Debatte angenommen. An Stelle des Art. S der Regierungs- vorlage hatte der Ausschuß folgenden Artikel 10 beantragt: Für Kunde zeige des Austritts aus einer Kirch 9 — tet 16 Jabren kat An⸗ 2 1 oder Religionsgemein⸗ n Cie schaft in den Formen des gegenwärtigen Gesetzes von den— Balkowa eingenommen. jenigen Personen mit bürgerlicher Wirkung vollzogen— 20. Jan. Die Russen sollen heute in werden, weichen die Vesimmung über die rcligse c.] Adrianopel eingerückt sein. Die Eisenbahn⸗Züge ziebung der Kinder zustehn. Bio zu vollendeter Schulpflich! müssen letztere aber jedenfalls an dem R ligtonsunterricht verkehren nur bis Tschorlu. Ueber die Verband ⸗ einet im Großberzogthum bestebenden Kirchen- oder Re- lungen im russischen Hauptquartict fehlen nähere ligionsgemeinschaft theilnehmen oder nach Moßgabe de Nachrichten. Ein Telegramm des Gouverneurs Vorschtisaͤn des Art. 19 Absotz 2 des Volk chulgesetzes pon Drama(Bilajet Salonicht) meldet, daß da⸗ 85 16. Juni 1874 Nelinie aii erbalten. Dieser feen 8000 Oerwuadete und Kranfe don der Artikel wurde nach lebbaster Debatte angenommen. Armee Suleiman Pascha's angekommen seien; Als Artikel 11 hatte der Ausschuß folgenden Zu- Legterer bewerkslelligte demzufolge seinen Rückzug fac e ee Ae 5 6 e nach dieser Richtung bin. Achmet Eiub Pascha ir de t 2 5 2 7 E dem wird die bei Torbuchu concentrirten Truppen be⸗ 23. Februar 1850 sind aufgehoben. fehligen, während Mukhtar und Chefket Pascha — Militärdienstnachrichten. Brandt, Prem. den Besehl über die zur Vertheidigung der Haupt- stadt bei Tschataldja zusammengezogenen Streit- kräfte übernehmen. — Nach Berichten aus Adrianopel wären die M. Abends mit 12 Bataillonen Regimentern Cavalerie daselbst Lt. vom 4 Inf. Regt. Nr. 118 von dem Com- mando bei der Kriegsschule Hannover den; Philippi, Viceseldw. vom Res.-Landw. Bat. Ruft i 9 9— 125 Russen erst am 21. d. Nr. 80 zum Sec.⸗Lt. der Res. des 2. Inf.⸗Regts. Nr. 116, von Tengg, Vicewachtm. er chibun⸗ zu Infanterie und zwei von demselben J 5 eingerückt. Bat. zum Sec.-Lt. der Res des 1. Drag.⸗Regts. 5 el 5 35 7 3 45 n— 22 an. r Aufruf des S 5 Nr. 23, Kisseberth, Vicefeldwebel vom 2. Bat.. Jan g de* 1 Sultans in 3„Aegte. Nr, 118 2„„ dee den Waffen batte nur geringen Erfolg. Die 4. Landw. Regte. Nr. 8 zum Sec. Lt. der] Pforte ist bestrebt, um jeden Preis Waffen- Still 3 736. 0 0 n- Still- Landw.-Inf., Wißmann, Vicefeldw. vom 1. Bat. af! 1 2 stand zu erlangen, deshalb gingen an die türkis 115 zum Sec.» Et. der. 7 1 1 dusst ch 3 1 r Jug—— — 92—— 1 en i che* k 7 one Landw.-Feld- Art. befördert; Studt, Sec.-Lt. von 6 9—— 10 lich 5 10 520 7 10 5 Rn edingunge der Landw.⸗Fuß⸗ Art des 1. Ne.— a 571 4%„ Woffenstillstand zu schließen. Man befürchtet da Regts. Nr. 118 als Prem. Lt. der Abschied die. ppen unsahin 5 die S. bewilligt. e: 5* 1 Al Vaupiste 5 vertheidigen; die Besfürzung ist ungeheuer. Die 9** 0 5 f— 4 2 Berlin, 22. Jan. Abgeordnetenhaus. Der türkiscen Bevollmächtigten sind beauftragt, für Gesetzentwurf betreffend die Staats- Betbelligungs den Fall an dem Bau der Eisenbahn Kiel-Eckernsörde- dingungen telegraphisch an die Pforte zu referiren. Flensburg und der Ausdehnung der w stbolsteinischen] Es verbreitet sich nunmehr die Ansicht in Con- Bahnen wurde in zweiter Lesung nach den Com- stantinopel, daß die Pforte durch die bedrohliche missions Anträgen genehmigt. Das Chaussee- Gestaltung der internen Verbältnisse, namentlich Polizei Gesetz nebst zahlreichen dazu gestellten in der Haupstadt selbst, gezwungen würde, um Amendements wurde nach längerer Debatte an die jeden Preis die Einstellung der Feindseligkeiten Commiffion zurückverwiesen. zu erkaufen. Das Elend der bier eingetroffenen — Die Königin Victoria hat eigenhändig an über 300,000 Flüchtlinge ist unbeschreiblich. Die den Zar geschrieben, für die Türkei interventrend.] Panik und die Erbitterung wachsen. Die Türkei bietet Batum als Freihafen, die— 22. Jan. Suleiman Pascha telegraphirt, Grenzänderung Armeniens, die Schleifung von daß er gestern bei dem Hafen von Kawala ein- Kars und Erzerum, die Oeffnung der Dardanellen getroffen sei, wo er seine Truppen auf den er⸗ für alle Krlegsschiffe und die Erledigung der Warteten Traneportschiffen einschiffen werde. Ein serbischen, bosnischen und bulgarischen Angelegen-[Telegramm aus Gallipoli meldet, daß ein russisches heit durch eine Conferenz als Friedens Bedingungen! Corps auf Gallipoli vorrückt. an. Rußland verzögerte die Verhandlungen. Prinz Serbien. Belgrad, 21. Jan.(Amtliche Reuß widerrätb die Besetzung Stambuls, weil] Meldung.) Die serbischen Truppen haben Kur- England alsdann in die Action eintreten würde.(schumlje wieder eingenommen; sie fanden daselbst unerwarteter Härte der russischen Be— 22 dem Kriege zuneigendes Ministerium zu 2 serbische Offiziere und 24 serbische Soldaten an Pfäblen aufgebängt. Die Serben besetzten ferner Novavarosch. Assim Pascha zog sich auf Novi⸗ bazar zurück. Numänien. Bukarest, 21. Jan. Durch die Besetzung des Ortes Florentin haben die Rumänen die völlständige Einschließung von Widdin bewerkstelligt. Durch rumanische Ptojectile ent. stand gestern Feuer auf dem Fort Belgradschik in Widdin. Griechenland. Athen, 20. Jan. Der Aufstand in Thessalien nimmt zu. Die in Grlechen⸗ land sich aufbaltenden Thessalier treten freiwillig in die Reihen der Aufständischen, die unter griechischer Fahne kämpfen. Auch in Makedonien haben Zu- sammenstöße zwischen Christen und Tärken statt⸗ gefunden. — 21. Jan. Die griechische Regierung ver hindert die Bildung von Freischaaren, beschleunigt jedoch ibre militärischen Maßnahmen. Die Pforte bat an England eine Note bezüglich der kriege: rischen Haltung Griechenlands übersendet. Die englische Regierung hat dieselbe ihrem hiesigen Geschäftsträger zugestellt. Volo ist der Mittel- punkt des Ausstandes in Thessalien. Die Bewegung verbreitet sich nach Macedonien. In der Nähe des olympischen Gebirges schlugen 500 griechische Insurgenten zwei türkische Bataillone in die Flucht. Die griechische Regierung sandte beträchtliche Truppen Verstärkungen an die Grenze. — 21. Jan. Die Nationalversammlung von Kreta hat den Mönch Parthenio Kelaidi entsendet, um dem russischen Kaiser ein Schriftstück zu über- reichen, welches ihn zu seinem Siege beglückwünscht und die Bitte an ihn richtet, beim Friedensschluß Kretas eingedenk zu sein. Eine Abschrift der Petition ist dem hiesigen russischen Gesandten mit— geibeilt. — 22. Jan. Das Ministerium hat nach einer längeren Conseils-Sitzung seine Demission gegeben. Der König berief hierauf den Kammer- Präsidenten Avgerinos. Man nimmt an, daß Kommundutos den Austrag erhalten werde, ein bilden. Rußland. Petersburg, 21. Januar. Seitens der russischen Heerführer wird man den türkischen Unterhändlern keinerlei Bedingungen mit— theilen, sondern die türkischen Anträge abwarten, der Großfürst wird hierauf nach Petersburg re— feriren und von dorther Entscheidung erwarten. Der Vormarsch der Russen wird inzwischen fort— dauern. Den türkischen Unterhändern soll verboten sein, mit Constantinopel in Verkehr zu treten. Deßhalb veclangte Rußland, daß Letztere unbe— schränte Vollmacht besitzen sollen. Aus Stadt und Land. Friedberg. Im Jihte 1877 wurden aus öffente lichen Armenmitteln in unserer Stadt 145 Personen unter stützt. Veralichen mit der hiesigen Einwobnerzihl ist dem“ nach der 30. Mensch ein Armer. Die Unterstützien sind 65 männlichen und 80 weiblichen Geschlechts; 24 sind Familienväter, 7 miitwer, 47 Wittwen, 46 unverheirath ete Personen, 15 ebeliche und 6 uneheliche Kinder. Im biesigen Versorgungshause hatten wir 11583 Pflege tage; im biesigen Spuale dagegen 4432, 1406 mehr als im Jahre 1876. Stadtarme wurden im Spitale an 1746, Gesellen Dienstboten und Lehrlinge an 1519, Ortsfremoe an 1080, Privaspersonen an 46 und taudstumme Kinder an 41 Tagen verpflegt. Außerdem haben die Schwestern in der hiesigen Gemeinde in 24 Fällen mit 30 Nacht⸗ wachen außerbalb des Spitals bei Kranken Hilfe geleistet. W. Bad Nauheim. Im Verlauf dieser Woche wird der 1877 Rechenschaftsbericht des Kur- und Verschönerungs⸗ Vereing im Druck erscheinen. Wir erlauben uns, alle Diejenigen, welche sich für den Verein oder überhaupt für die Nauheimer Badeverhällnisse interessiren, schon im Voraus auf diesen Bericht aufmerksam zu machen, da er als Anhang einen„Rückblick auf die zehnjährige Tbäligkein des Vereins“ enthält. In das abze— laufene Decennium(1867— 1877) fällt die Aufhebung der Spielbank mit ihren einschneidenden Folgen in die pecuniäten Verhältnisse Nauheims, der deulsch⸗französische Krieg und die noch immer fortbestehende Geld- und Ge schäftekeisis im deutschen Vaterland. Der Rückblick zeigt, wie die im Jahr 1867 vom Norddeutschen Bund votirte Schließung der Spielbanken die Nauhesmer dazu veran laßt hat, einen Verein zu gründen, welcher es sich zur Aufgabe gestellt, geflützt auf den reichen Heilapparat, die Frequenz des Bades mit allen zu Gebot stehenden er— laubtien Muteln zu steigern. Das hauplsächlichste und, wie die Erfahrung gelehrt hat, sehr wirksame Mittel zur Erreichung dieses Zweckes war die Reclame, ganz besonders Steckenpferd des Vereins“ nennt. Am Schlusse des Berichtes, welcher eine gedrängte Uebersicht über die directen und indirecten Leistungen während der letzten 10 Jihre gibt, wird der vlelsach verkannte und falsch ge⸗ deutete Standpunkt des Vereins präeisirt und die Hoffnung ausgesprochen, daß er in seinem nun beginnenden zweiten Decennium in Nichts 1 8 dem ersten zurückbleibe.— Die zahlreich besuchte Genkral-Versammlung, welche den Bericht in seiner jetzigen Form genehmigte, erkannte die Nothwendigkeit an, der Vereinskasse außer dem Ertrag der Jahresbeiträge, Mittel zuzuführen, da sie sonst nicht im Stande ist, den sich immer steigernden Ansprüchen, die an sie gestellt werden, gerecht zu werden. Diese, in Anbetracht der traurigen allgemeinen Geld-Verhältnisse doppelt schwierige Aufgabe ist vom Vereins-Vorstand gründlich discutert worden und wir hoffen, daß der von ihm eingeschlagene Weg allgemeine Billigung finden und allgemeine Betheiligung hervorrufen wird.— Es sollen nämlich im Laufe dieses Winters einige allgemein ver ständliche populäre Vorträge gegen ein geringes Entrée gehalten werden. Die uns bereits in dieser Richtung gemachten gütigen Zusagen berechligen uns zu der An— nahme, daß die Besucher dieser Vorlesungen einen ebenso belehrenden als genußreichen Abend erwarten dürfen. Der erste Vortrag„Lichnowoky und Auerswald nach den Verhandlungen der Hanauer Assisen im Jahre 1850“, wird in circa 14 Tagen gehalten werden— ein Thema von so allgemeinem Interesse, daß jede Anpreisung über— flüssig erscheint. Indem wir auf die J. Z. in diesem Blatte zu erlassenden näheren Ankündigungen verweisen, bitten wir alle Freunde des Vereins in und außerhalb Nauheim's um recht zahlreiche Beteiligung. Sprendlingen. Hier wurde am Sonntag Abend in in Frankfurt in Arbeit stehender Pflasterer todtge! stochen. Die Thäler, acht junge Leuie, ließen ibr Opfer aus dem Wirthshaus herausrufen fielen mit Schlägen über dasselbe her und einer der Bursche versetzte ihm einen Slich in die Brust, worauf der Tod sofort eintrat. Die Verhaftungen sind erfolgt. Oppenheim. Ein von den Franzosen im Jahre 1689 auf Ludwig's XIV. Befehl zerstörtes aliehrwündiges Denk— mal deuischer Baukunst, die architektonisch merkwürdige St. Katharinenkirche dahier, wird nunmehr bestimm inner— halb der nächsten Jahre in voller Pracht wieder hergestellt werden. Kaiser Wilhelm hat lebhaftes Interesse an diesem Acte der Pietät bekundet und schon in den diesjährigen die Publieiicht, welche der Bericht das 1 J Reichs⸗Elat als erste Beittags-Rase für den Wiederher⸗ stellungsbau die Summe von M. 165 000. einstellen lassen; deßgleichen hat unser Landiag einen Beitrag von jährlich 50,000 M. bewilligt. Behufs Deckung des Restes durch Sammlung freiwilliger Gaben hat sich ein Comité in Darmfadt gebildet, weiches u. A. auch eine behördlich genchmigte Verloosung werthvoller Gemälde und Kunst— blälter veranstaltet, zu welcher Loose à 3 M. ausgegeben werden.(S. Inseratenth. vor. Nr.) Wer sein Scherflein beitragen will, kann durch Entnahme eines Looses gleich— zeinig Gelegenheit zu einem werthvollen Gewinn finden. Nieten cxistiten nicht. Budenheim, 21. Jan. In der Nähe unserer Station entgleiste heute Vormutag ein Personenzug. Ein Unfall ist nicht zu beklagen. Allerlei. Frankfurt, 21. Januar. Der Main erteichte im Laufe des Tages eine Höhe von 12 Fuß. Nach einge— lausenen Depeschen dürfte ein weletes Steigen nicht mehr statlfinden. Gera. Die Lindlehrer aus den Reußischen Landen hatten eine Petition eingereicht um Erhöhung der Minimal besoldung auf 1000 Mark und auf Verkürzung der Perioden, in welchem die Alterszulagen gewährt werden. Sämmt— liche Miglieder des Landtages sprachen sich für Gewährung det Bitte aus. Als behauptet wurde, dem Lehrerstande schwinde immer mehr das Ideal, antwortete der Ober— Bücgermeister Fischer:„Gebt dem Lehrer nur erst ein auskömmliches Gehalt, bietet ihm elwas Reelles, so kommen die Idease von selbst; ein Lehrer, der mit Mühen und Sorgen kämpfen müsse, könne keine Ideale in seiner Brust pflegen. Die städtischen Behörden der Stadt Gera hätten wiederum anerkannt, daß es an der Zeit sei, mit dem neuen Jahre die Gehälter der städtischen Lehrer aufzubessern!“? Basel. In der Nacht vom 17. Januar sind im Badischen bis in die Schweiz hinein(Basel, Rheinfelden und den umliegenden Ortischaften) an mehreren Orten Ecd⸗Erschülterungen, von Getose begleitet, beobachtet wor den. Es liegen Berichte vor aus Waldshut, Alb, Karsau, Beuggen, Schopfheim, Lörrach, ꝛc. London, 21. Jan. Das Schiff welches den Obelisk „die Nadel der Cleopatta“ lrägt, war gestern an der Themse-Mündung angekommen und fraf heuse bier ein. Handel und Verkehr. rledberg, 23 Jan. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund 80„90 Pf., Eier per Stück 8 Pf. Friedberg, 23. Jan. Waizen M. 22.—., Korn M. 17.—, Geiste M 18.—, Hafer M. 14 17. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo— 200 Zollpfund. Gießen, 22. Jan. Wochenmarkt. Butter per Pfd. 80— 95 Pf., Eier per Stück 8 Pf., Tauben das Paar M. 1., Hühner per Stück M. 1 40, Hahnen per Stück M. 2. Enten per Stück M. 2.60, Gänse per Pfund 60—70 Pf., Kartoffeln 100 Kilo M. 7. Frankfurt, 21 Jan. Der heutige Viehmarkt war ziemlich befahren. Angetrieben waren eg. 300 Ochsen, 200 Kühe und Rinder, 180 Kälber und 300 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. M. 72.—75., 2. Qual. M. 68.— 70. Kühe 1. Qual. M. 60.— 63., 2 Qual. M. 54.— 56. Kälber 1. Qual. M. 75—80., 9. Qual. M. 60.—62. Hämmel 1 Qual. M. 58.—60, 2. Qual. M. 50—52 Schweine 60 Pf. per Pfd. Frankfurt, 21. Jan. Fruchtberlcht. Mehl Nr. 1 M. 41, Nr. 2 M. 37, Nr. 3 M. 33., Nr. 4 M. 29., Nr. 5 M. 23 Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 24. do. II.(Berliner Marke) M. 20. Walzen ab Bahnhof hier M. 23., ab unseter Umgegend M. 22.— 22.50, do. fremder je nach Qualität M. 23— 24 Roggen je nach Qual. M. 16— 1775. Gerste M. 18— 21. Hafer M. 13— 16. Erbsen M. 20.— 23. Wicken M. 17. Linsen M. 20.— 27. Rüböl, detall. M. 80 Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht 100 Kilo. Mainz, 22. Jan. Producten-Markt. Waizen per März M. 21.60. Korn per März M. 15 40., ver Mal 15.20. Hafer per Maͤrz M. 14.75. Rüböl per Mai M. 37.40. D. Franksur ta. M., 22 Jan. Die Friedenszuversicht der Bösse ist zwar im Allgemeinen nicht erschültert, allein da keine Meldungen vorliegen, welche irgend eine Auf- klärung über die von Rußland zu stellenden deftniliven Friedensbedingungen geben, sicht sich die Speculation veranlaßt, größere Vorsicht zu üben. Im Allgemeinen machte sich heule Rralisawonelust bemerklich. Man fürchtet bei einer längeren Dauer der Waffenstillstandsverhandlungen Zwischenfälle, die zu neuen Verwicklungen führen können. Die Tendenz war dabee im Verhältniß zu dem gestrigen Verkehr eher als matt zu bezeichnen. Die mit Engage ments überladene Haussepartei sucht nunmehr theilweise ihren Nutzen einzuheimsen und andererseits bedingt auch die Nähe des Ultimo mehr oder weniger eine Abwicklung der eingegangenen Verbindlichkeiten. Die internationalen Specu alionswerthe ecliusen gegen gestern Mitiag eine immethin nicht unerhebliche Abschwächung. Creduactien und Staalsbahnactien verloren je 2 fl., Lombarden eitca 1 fl. Für neueste Russen und ungarische Goldrente herrschte wieder ziemliche Kauflut. Creduactien bewegten sich zwischen 193½— 192¼— 193 und 192½, Staatsbahn⸗ acsien zwischen 217—218 und 217¾, Lombarden notirten 67/4. Oesterr. Bahnen hielien sich ziemlich sest. Galizien sind 1 fl. matter, Elisabeib elwas höher. Von deutschen Bahnen besserten sich Hess. Ludwigsbahn 8/0/, Oesterr. Prioritäten preishaltend. 5% Lombardische /% niedriger. 30% Lom bardische um Bruchtheile höher. Von auslän- dischen Fonds österr. Renten und ungar. Fonds eiwas nachgebend. Ungar. Schatzbons II. Em. fest. Ungar. Goldrente wurde 3 78/879 gebandelt. Russen gefragt. Neueste Russen waren 4 81/8—5/ł und 81 im Umsatz. Loose sind wenig verändert. 1864 1 1 Mk. vöyer. Banken still. Darmstädier, österr. Nationalbank, Brüsseler und Württ. Vereinsbank matter. Von Wechseln Amsterdam und Paris billiger, London begebrt und iheurer. Privat- disconio circa 2/%. Geld⸗ Cours. Frankfurt am 21. Januar 1878. 20 Frankenstücke Mk. 16 20 Englische Sovereigns„ 20 33 38 Russische Imperiales„ Ig Holländische fl. 10⸗Stüle..„ 16 65 en 5 9 50—55 Ducaten al mare— 9 55—60 Dollars in Gold. 5 4 16 19 Der Figaro schreibt: Man legt sich oft die Frage vor, wie die armen Kutscher bei Regen, Schnee, Frost und Wind, bei Tag und bei Nacht ungestraft allen Unbilden der Witterung trotzen können. Man ist versucht zu glauben, daß die⸗ selben eine ganz eigene Constitution besitzen, welche sie gegen alle und jede Zufälle dieser Art schützt. Und doch ist dies nicht der Fall; ganz im Gegentheil, kommen bei keinem Gewerbe Krankheitszustände wie Bronchitis, Katarrhe, Erkältungen oder andere Affeetionen des Halses und der Lunge häufiger vor, als gerade bei diesem. Um sich davon zu überzeugen, genügt es einige Stunden in der Guyot'schen Apotheke zuzubringen, welche sich aus der Fabrikation der Theerkapseln eine Spezialität gemacht hat. Es ist interessant die Menge der leeren Wagen zu beobachten, welche vor dieser Apotheke anhalten und deren Führer sich mit dem ihnen so nützlichen Mediea— mente versehen. In der That ersetzen die Guyot'schen Theerkapseln mit Vortheil alle Arten Tisanen, Pastillen und Mixturen, welche von Niemand, der nicht frei über seine Zeit ver⸗ fügt, genommen werden können. Ein anderer und nicht ist seine Billigkeit. Wenn man bedenkt, daß jeder Flacon 60 Kapseln enthält und daß die gewöhnliche Dosis in 2 bis 3 Kapseln bei jeder Mahlzeit besteht, so wird man begreiflich finden, daß die ganze Cur auf nicht höher als 12— 25 Centimes(10—20 Pfennige) täglich zu stehen kommt. Es ist evident, daß die Billigkeit des Prelses nicht weniger als die Vorzüͤglichkeit des Mittels zu seiner Popularistrung beigetragen hat. 307 Die Lehrer des Kreises Friedberg, welche bei der von Loos, Repp und Cleer betriebenen Angelegenheit(Art. 50 des Schulge— setzes) betheiligt sind, werden auf nächsten Samstag den 26. Januar l. J., Nachmittags 2 Uhr, zu Gärtner in der Burg Friedberg eingeladen, um den Erfolg zu hörten. Cle er. minder wichtiger Vortheil, den dies Medieament besitzt, . 1. Il l eee 5 2 . 2 8 8** 1 b 5 20 * e. . * 1 0 1 D 2 e 8 1 eln Se nn& ·= 1 1 1 1 * 4 * 1 9 Holzversteigerung. 240 Montag den 28. Januar l. J., von Vormittags 9 Uhr an, werden in den Freiherrlich von Ritter'schen Waldungen zu Hof Hasselheck: f 5,1 Raummeter Birken und Eichen ⸗Prügelholz, 2 7 Nadel Prügelholz, 200 Wellen Buchen Reiserholz, 6450„ Biken und Eichen Reiserholz, 9„ Nadel-Reiserholz, 50 N Dorn, 2125 Gebund Ginstern, 38 Stämme Eichen Stammholz, 3—7 Meter lang und 22— 38 Centimeter Durchmesser an den Meistbietenden versteigert. Die Zusammenkunft ist am Tannenwald, Schlag 1. Friedberg den 16. Januar 1878. In Auftrag der Freiherrlich v. Ritter'schen Gutsverwaltung zu Rüdesheim: Heidt. Holzversteigerung. 250 In den Waldungen des Großherzoglichen Hauses, Kellerberg XIII. bei Ober⸗ Rosbach, kommen Montag den 28. Januar, Vormittags 9½½ Uhr, zur Versteigerung: 4750 Eichen⸗, Birken⸗ zc. ꝛc. Wellen(hiervon eignet sich ein großer Theil vorzüglich zu Besenreiser), 275 Gebund Pfriemen. Ober Rosbach den 17. Januar 1878. Großherzogliche Oberförsterei Ober-Rosbach. Strack. . 5 0 Versteigerung. 288 Donnerstag den 24. d. Mst., Nachmitkags 2 Uhr, soll in hiesigem Rathhause eine noch in gutem Zustande befindliche Singer'sche Nähmaschine gegen Baarzahlung versteigert werden. Friedberg den 19. Januar 1878 Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Foucar. N. 3 Versteigerung. 314 Mittwoch den 30, d. Mts. Vormittags 10 Uhr, werden dahier 90 doppelte Raummeter Buchen-Scheitholz 1. Classe zur alsbaldigen Lieferung öffentlich versteigert. Maxienschloß den 21. Januar 1878. Großh rzogliche Landeszuchthaus- Direction. Seriba. Holzversteigerung in der Fürstlichen Oberförsterei Lich. Montag den 28. Jaunar in den Districten Kellersberg, Höͤler, Mühlberg de.: Scheith. Prügelb. Stockh. Reish. Buchen, Hainbuchen 45 2 159 8520 Eichen— 14 11 940 Kiefern 2 35 192 820 Erlen, Elsbeeren 5 6— 30 Zusammenkunft Morgens 10 Uhr auf dem Garbentescher Weg am Kellersberg. Dienstag den 29. Januar in den Distrieten Fuchsstrauch, Kellersberg, Höͤler, Schwarzwald, Mühlberg ꝛc.: 30 Eichenstämme von 15 bis 60 Centimeter Durchmesser und 4 bis 13 Meter Länge mit 15,98 Rubikm. Inhalt. 112 Kiefern- und Fichtenstämme von 15 bis 43 Centi⸗ meter Durchmesser und 8 bis 22 Meter Länge mit 61,16 Kubikmeter Inhalt. a 1 Buchenstamm von 1,87 Kubikmeter Inhalt. 1 Erlenstamm von 0,90 Kubikmeter Inhalt. 2 Els beerstämme mit 0 70 Kubikmeter Inbalt. 5 Eichen⸗ und 22 Fichtenstangen. Zusammenkunft Morgens 10 uhr im Fuchsstrauch bel der Bank. Lich den 19. Januar 1878 2 Wimmenauer, Forstrath. Jagd-Verpachtung. 8¹⁰ Die Jagd in der Gemarkung Bingenheim von ea. 2200 Hessischen Morgen Feld und Wiesen und 369 Hessi⸗ schen Morgen Wald soll Montag den 11. Februar d. J., Vormittags 10 Uhr, auf hlesigem Nathhaus auf weitere sechs Jahre verpachtet werden Bingenheim den 11. Januar 1878. Großherzogliche Bürgermeisterel Bingenheim. Lahm. Jagd-Verpachtung. Montag den 11. Februar l. J., Vormittags 10 Uhr, sollen die der Stadt und Hospllal Butzbach zustehenden Feld⸗ und Waldjagden mit dem 15. Februar le hfällig, 1065 Hectar haltend, auf vie nächsten 6 Jahre auf hie— m Rathhause verpachtet werden. Buß bach den 21. Januar 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Butzbach. 303 Küch el. 180 Nachdem Herr Hofgerichtsadvokat Justizrath schaftlichen Consumvereins, zum alleinigen Agenten Gotha den 8. Januar 1878. Lebensversicherungsbankf. D. in Gotha. G. Trapp II. in Friedberg i. d. W. die Ver⸗ waltung unscrer ersten Agentur daselbst freiwillig niedergelegt hat, haben wir uns entschlossen, den Verwalter unserer zweiten Agentur daselbst, Herrn Wiechard, Vorstandemitglied des landwirt- für Friedberg und Umgegend zu ernennen. Das Bureau der Lebensversicherungsbank f. D. in Gotha. Unter Bezugnahme auf vorstehende Bekanntmachung empfehle ich mich den zur hiesigen Agentur Theilnahme an derselben ein. der Versicherungsbestand der Bankfond auf gestiegen. Im Jahre 1877 beträgt die Dividende der Friedberg den 12. Januar 1878 auf gehörigen Versicherten zur Vermittelung ihrer Angelegenheiten mit der Bank und lade zu weiterer In Folge ununterbrochen fortdauernden Zugangs ist 328,190,000 M., 78,830,000 M. Vecsicherten 41 Prozent. Wiechard. Jagd-Verpachtung. Dienstag den 5. Februar l. J., Nachmittags 2 Uhr, soll die der hiesigen Gemeinde zustehende Feld und Wa dfagd auf 2300 Normalmorgen in zwei Jan ddistricten auf hiesiger Gemeindestube auf weitere 6 Jahre öffentlich meistbietend verpachtet werden. Bemerkt wird, daß Jagddistricte 20 Minuten von der Homburger Eisenbahn— Station entfernt liegen. Ober⸗Eschbach den 20. Januar 1878. Großheizogliche Bürgermeisterei Ober Eschbach. Himmelreich. * 1 61** 10 Holzversteigerung im Fürstl. Herrngarten bei Villingen. Dienstag den 29. d. Mts., Morgens 10 Uhr, sollen im obigen Schuß bezirk 40 Stück Eichenstämme- 4450 Fest⸗ meter Inhalt; 1 Buchenstamm 0 28 Fesimeter Inhalt und 1 Kiefernstamm von 0,46 Festmeter Inhalt; sodann Morgens 11 Ubr ebentaselbst die 3041 10 Raummeter Eichen, Buchen- und gemischtes Scheitholz, 52½ Raummeter Eichen⸗, Buchen- und gemischtes Prügelholz, 230 Raummeter Eichen, Buchen- und gemischtes Stockholz 27 Raummeter Eichen⸗, Buchen⸗ und gemischte Reiser oͤffentlich verkauft werden. Hungen den 22. Januar 1878 Fürstliches Rentamt. De mme. Gefunden. 318 Ein Sack Salz wurde dahier gefunden. Der Eigenthümer kann denselben gegen Erstattung der Inserat gebühren dahter in Empfang nehmen. Ossenheim den 21. Januar 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Ossenheim. Mau l. 317 Häcksel.Maschinen in verschiedenen Bauarten zu herabgesetzten Preisen in großer Auswahl stets vorräthig von 30 Mark an bei Franco⸗Zusendung nächster Eisenbahnstation, 14tägiger Probezeit und einjähriger Garantie für jeden Material⸗ fehler, empfiehlt 121 A. Buch in Hungen. 23 Die Kaiserliche Hof-Chocoladen— 44 Fabrik in Cöln übergab den Verkauf ihrer anerkannt guten Tafel- und Dessert- Chocoladen, sowie Fuder- Cacao's in Friedberg den Herren: Wilh. Bernubeek und Wilh. Fertsceh; in Butz bach: Condit. Küchel; in Nauheim: Apotheker K. Kranz; in Chr. Lang- heinz; in Rockenberg: Apotheker F. Sames. Ein zuverlässiger junger Mann sucht Stelle zur Führung einer kleinen Offerten unter B. K Bei dem Unterzeichneten steht ein schoͤner gelbscheckiger Berner-Bastard Bulle zu verkaufen. Nleder-⸗Woͤllstadt den 16. Januar 1878. Heinrich Fauerbach. Bekanntmachung. Donnerstag den 24. Januar 1878, von Vormittags 10 Uhr an, sollen auf dem Savigny'schen Hofgute zu Bruchkoͤbel abzugshalber: 1 vierfähriges Stutenpferd 2 Wagen, 6 Pflüge, 1 Haͤckselmaschine, 1 Dickwurzel— MReibmaschine, 1 Schrot und Quetschmaschine, 1 kupferner Kessel, 1 vollständiger Kochherd, 1 Wasser- und Pfuhl— pumpe, 1 Walze, 1 Wiesenhobel, eine große Parthle Werkholz, Stroh, Spreu und sonstige verschiedene land— wirthschaftliche Gegenstände verkauft werden, wozu Kauf— lebhaber einladet Bruchköbel den 18. Januar 1878. J Konrad Rostmann Wittwe. Reichelsheim: Oeconomie. 285 2 70 d 272 1—— N Paul Stein, Frankfurt a. M., Central Depot in- und auslän discher Lager- und Export⸗Biere, verzollt ab hier: Preis excl. Glas und Fastage in weißen. Flaschen 3 Mart. 12 Frankfurter Bier 20 Hectoliter 20 Mark. 13 P. Stein's Lagerbier 24 1 Hectolitet 22 Mark. 5 17 P. Stein's Wiener Export 3 n Hectoliter 24 Mark. 3¹ 17 Waldschlößchen Export 31 Hectoliter 24 Mark.. 17 Nüruberger Export 31 Heetoliter 24 Mark. e 17 Erlanger Export 31 Heectoliter 24 Mark. 18 Münchener Export 34 Hectoliter 27 Mark. 5 18 Culmbacher Export 34 Hectoliter 27 Mark. e 19 Pilsner Tafel oder Export 36 5 Hectoliter 30 Mark. 19 Wiener Lager 56 f Hectoliter 30 Mark. 15 23 Wiener Märzen 12 25 Hectoliter 35 Mark. 2 Böhmisch(Pilsner) Lagerbier 23 Hectoliter 35 Mark 12 und Faß nur franco Frankfurt retour. 8 Bock⸗ und Salvator-Bier 50 52 Hectoliter 40 Mark. 80 45 Engl. Porter 8⁰ 1 von Barkley, Perkins& Co., London. g * Engl. Pale Ale 45⁵ von Baß& Co., London. 80 Faßbierpreise sind für Wiederverkäufer und ge währe auf Flaschenbiere nennenswerthen Rabatt. Dit Haltbarkeit bei vollster Klarheit garantire allen geehrten Abnehmern für 4 Monate. 113 1 5* J* Trauben-Brust-Syrup mit Fenchelhonig. bestes Mittel gegen Husten, Heiserkeit, Hals- und Brustschmerzen,. In Flaschen& Mark 1. und Mark 1.50. J. A. Windecker, Hoflieferant in Friedberg, P h. J. Weiss in Bad-Nauheim. 5 Frische Repskuchen 319 Ph. Dan. Kümmich. Ein kleines Logis am Nauheimer Weg ist bei Frau Pfeifer zu vermiethen. Naͤheres bei Bürstenmacher Winkler. 300 Gewerbyerein. Nächsten Freitag den 25. d. Mis. wird Herr Dr. Buchner im Rathhaussaale einen Vor- trag über„Blitzableiter“ halten. Anfang Abends 8 Ubr. Der Zutritt ist für Jedermann frei. Friedberg den 22. Januar 1877. Der Vorstand: Reuß. 22 Gewerbverein. 292 Nach Beschluß der Generalversammlung des Landesgewerbvereins soll in diesem Her bste in biesiger Stadt eine Ausstellung von Zeichnungen und sonstiger Schülerarbeiten der sämmtlichen Handwerkerschulen des Landes veranstaltet werden. Der Lokalgewerbverein beabsichtigt damit eine Ausssellung von Industrie-Erzeugnissen zu verbinden und hat darum auf Samstag den 26. d. M., Abends 8 Uhr, im Lekale der Herren Henn& Jamin eine Versammlung anberaumt, in e ein Comité erwählt werden soll, das die weiteren Schritte in die Hand nimmt. Zu dieser Ver⸗ sammlung werden hierdurch alle Interessenten hier und in der Umgegend eingeladen. Bemerkt wird noch, daß nur Mitglieder des Gewerbvereins wählbar sind. a Der Vorstand der Lokalsection. 315 Veteranen- und Militärverein Friedberg. 287 Samstag den 26. l. Mt., Abends präels 8 Uhr, findet im Vereinslocale die erste ordentliche General— versammlung statt, zu welcher pünktliches Erscheinen unter Hinweis auf§ 31 der Statuten erwartet wird. Tagesordnung: 1) Jahresbericht mit Rechnungsablage. 2) Wahl des Vorstandes und der Commissionen. 3) Bericht über den letzten Delegirtentag. Die noch rückständigen Beiträge sind spätestens an diesem Abende zu entrichten. Der Vorstand. 45 Jeden Freitag frisch gewässerten Labberdan bei Wilhelm Fertsch. Landkalender 1878 sind soeben wieder eingetroffen. a Carl Vindernagel. Friedberg den 21. Januar 1878. Turnverein Friedberg. Sonntag den 27. Januar, Abends 8 Uhr, in Stelnhäußer's Gartensaal Vortrag des Herrn Candidaten theol. Franz Schwabe über:„Freiherr von Stein und die deutschen Einheits bestrebungen“. Der Vorstand. NB. Der Zutritt ist nur gegen Vorzeigen der Einladungekarten gestattet. 305 Samenhandlung von H. Itzenblitz in Coͤln, controlirt vom landwirthschaftl. Verein für Rheinpreußen. g Lager von seidefteiem Klee und Luzerne für größten und kleineren Bedarf, Reinheit und Keim ⸗ kraft geprüft und garantirt. Alle gangbaren Feld-, Wiesen- und Gartensämereien, billige Preise, reelle Qualität. Preis-Courant A für Samenhändletr und Genossenschaften, B für Landwirthe und Garten- besitzer zu Diensten. 318 Prima-Qualität Auhfleisch, per Pfund 50 Pfennig, stets zu haben bei g 22 Samuel Löb, f Metzger in Bad- Nauheim. ee eee ee eee L. 2 A A N 8 Gegen Husten am Besten! Herrn Fenchelhonigfabrikanten L. W. Egers in Breslau. Hadamar, Rgbz. Wiesbaden, den 15. Oktober 1877. Da nach dem Gebrauch von zwei halben Flaschen Ihres Fenchelhonigs“) sich mein Husten bedeutend gebessert hat, so ersuche ich um zwei ganze Flaschen desselben Präparats(per Postvorschuß). Mit besonderer Hochachtung E. John. 299 *) Nur echt, wenn die Flasche Siegel, Faeisimile, sowie die im Glase eingebrannte Firma von L. W. Egers in Breslan trägt, und allein zu haben in Friedberg bei Jos. Hoffmann. 306 1 3 — Wir baben den Herrn Georg Odenwälder in Ilbenstadt zum Agenten unserer Ges ll. schast ernannt.— Darmstadt, Januar 1877 Die General- Agentur des Londoner Pbönix: B. von Schuler. „Londoner Phönix.“ seuerbersicherungs-Hesellschafl. Errichtet 1282; in Deutschland vertreten seit 1286. n R 5 n e e e —. r 3 2 Voll einge zahlter Diepesitionssend:. M. 16,000,000. und haften außerdem die sämmtlichen Aktionäre(nicht versicherten) mit ibrem Gesammtvermögen“ solidarisch für alle Verbindlichkeiten derselben. Bezahlte Schäden über: M 200,600,000. In Hamburg im Jahre 1842 bezahlte Schäden: — 2 5 M. 5,250,000. Die Policen des„Londoner Phönix“ werden von der Deutschen Reichsbank bei Lombard— Geschäften als Unterlage angenommen. Im Groß herzogthum Hessen vertreten durch: Bernhard von Schuler in Darmstadt. 8 Auf obige Annonce höfl. Bezug nehmend, halte mich zum Abschluß von häuslichen Mobilien, Vieh, Ernteerzeugusssen, Waaren, Fabriken, Mühlen ꝛc. gegen Feuer- und Explosionsgefahr, sowie Blitzschlag gegen bellige und feste Prämien bestens empfohlen. Ilbenstadt im Januar 1878. G. Odenwälder, Agent des Londoner Phönix. 239 271 316 gleich oder auf Petritag zu miethen gesucht. Ein Wormser Ofen zu verkaufen. Näheres bel der Exped. d. Anz. Wulst-Stopsmaschiuen 320 empfiehlt h. Dan. Kümmich. Ein Dienstmädchen, gesetzten Alters, von braver Familie, wird gegen hohen Lohn auf Petritag gesucht von Kreis-Assessor Küchler zu Friedberg. . sehr billi Preisen bei Corsetten„ Falerich 309 277 Bei Bäckermeister Nolte in Stammheim ist von heute ab fortwährend Bau⸗ und Streusand zu billigem Preis abzugeben. Mehrere Fuder Stroh, verschiedene Sorten, Handdrusch, und ein zweispänniger schwerer Wagen werden aus der Hand verkauft. Bei wem? sagt d. Exp. d. Anz. Eine kräftige Dienstmag wird sofort gesucht bei 298 Ernst Windecker, Br aue rei. Ein austäudiges Mädchen, am liebsten vom Land, wird für eine kleine Familie für Näheres bei 5 der Exped. d. Anz. r 5 8 3 1 8 — 2* Todes-Anzeige. Von dem heute nach langem Leiden erfolgten friedlichen Heimgang meiner guten Gattin N Margaretha Kalbhenn, geb. Maul, im 78. Lebensjahre, gebe ich zugleich Namens meiner Söhne mit der Bitte um stille Theilnahme Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch Kenntniß. Klein⸗Karben den 21. J nuar 1878. Kalbhenn, pensionirter Lehrer. 1 Die Beerdigung findet Donnerstag den 24. Januar. Nachmittags 2 Uhr, auf dem Friedhose zu Ossenheim statt. 311 Todesanzeige& Danksagung. 8 Verwandten und Freunden die traurige Mit- theilung von dem am 19. d. Mts. erfolgten Hin⸗ scheiden unserer Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Marie Ruppel, geb. Stamm. 5 Zugleich sagen wir Allen, welche der Hin— geschiedenen das letzte Geleite gaben, unsern tief gefühlten Dank. Friedberg den 21. Januar 1878. Die trauernden Hinterbliebenen. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. * sitlen Ste Bel