1878 Samstag den 23. November. 2 139. berhessischer Anzeiger. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal per Woche und zwar Dienstags, Donnerstags und Samstags. die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Betratz nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. detreffend: Aufsichtspersonals. Amtlicher Theil. Die Verwendung des Dritttheils der eingehenden Polizeistrafen zur Besoldung des Friedberg am 21. November 1878. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Nachdem Großherzogliches Ministerium des Innern angeordnet dat, daß vom Jahre 1878 an das Dritttheil der eingehenden Poltzeistrafen, — de auf Anzeigen der Ortspolizeidiener, Gemeindefeldschützen, Nachtwächter, Octroiausseher oder anderer Gemeindebediensten erkannt worden sind, nicht 8 kehr an die betreffenden Gemeindekassen, sondern an die Kreiskasse des Kreises, dem die Gemeinden angehören, abgeliefert und dasselbe von den P roßberzoglichen Kreisämtern zur Belohnung des Polizei- Aussichtspersonals aus dem ganzen Kreise in ähnlicher Weise verwendet wird, wie dies 11 reits bezüglich der Verwendung des statt des Drittbeils von Feldstrafen bewilligten Aversionalbetrags zu Gunsten der Feldpolizeibediensteten aus tm ganzen Kreise eingeführt ist, so sind dieser Tage zum erstenmale die fraglichen Denunciauten-Antheile und zwar aus dem Jahre 1877 zur Kreis- sse eingezahlt worden. K Bebufs Verwendung derselben seben wir nunmehr Ihren eingehenden Berichten mit dem Gemeinderath über die Qualification, die Dienst— N 1 I brung und das Verhalten der in Betracht kommenden Polizeiaussichtsbeamten binnen 8 Tagen entgegen. Wir erwarten hierbei, daß in den Berichten ——— ßer den Namen der betreffenden Polizeiaussichtsbediensteten ihr Dienst- und Lebensalter, ihre Vermögens- Verhältnisse, sowie ihr Diensteinkommen Osec 1 K Friedrich imd weitere etwaige besondere Gründe angegeben werden, welche für eine Belohnung sprechen sollten. detreffend: Die Besteuerung der Händler im Umherziehen mit vorübergehenden Verkaufsniederlagen. Dr. Braden. Friedberg am 21. November 1878. — — 2 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Da in obigem Betreffe sich verschiedene Anstände ergeben, so sehen wir uns veranlaßt, das nachstehend abgedruckte Ausschreiben Großher— lerzoglicken Ministeriums des Innern vom 18. Juli l. J. zu Nr. M. d. J. 9735 zu Ihrer Kenntnißnahme und Nachachtung zu veröffentlichen. nate 8 Dr. Braden. llllg gs Vereint et g Pilze im Haushalt; Das Großherzogliche Ministerium des Innern an die Großherzoglichen Kreisämter. Mit Bezug auf unser Ausschreiben vom 28. v. M. zu Nr. M. d. J. 8797,(Amtsblatt Nr. 7), eröffnen wir Ihnen im Einvernehmen „i Großberzoglichem Ministerium der Finanzen zur Beseitigung entstandener Zweifel, daß der Kleinhandel der auf Grund des Gewerbsteuergesetzes — 4 Händler„am Stande“ in Klasse 6 G. und beziehungsweise 7 patentisitten Gewerbtreibenden unter das in obigem Betreff am 26. v. Mts. „ blassene Gesetz nicht fällt, daher die erwähnten Personen nach wie vor auf Grund der gelösten Patente zum Betrieb ihrer Gewerbe am Stande f uch außerhalb ihres Wohnsitzes befugt sind, wohin namentlich die in dieser Weise betriebenen Gewerbe als Baumwollenzeugkrämer, Druckschristen⸗, obnung! Nusikalien- und Bilder verkäufer, Fapence- und Steinguthändler, Kunstsachenhändler, Lebkuchenkrämer, Messer- und Scheerenbändler, Porzellanhändler, 0 9 Spielzeughändler, Strumpfhändler, Wachskerzenkrämer, Waffelkrämer, und Zuckerwaarenkrämer gehören. e In Verhinderung des Ministers: Reuling. Rautenbusch. Deutsches Reich. Justizrath Böttiger, wurde zum Oberappellations- Et. vom 1. Großb. Inf. Regt. Nr. 115, als Darmstadt, 20. Nov. Bei Seiner König- und Cassationsgerichtsrath ernannt. Halbinvalide ausgeschieden und zu den beurlaubten lachen Hoheit dem Großherzog hat die Besserung— 21. Nov. In der heutigen constituiren- Offizieren der Landw.-Inf. übergetreten; Frhr. ungsame Fortschritte gemacht. Das gleiche ist den Versammlung der zweiten Kammer wurden v. Malapert Neufville, Sec.-Lt. dess. Regts., aus- iwer das Befinden der Prinzessin Irene zu berichten. Görz zum Präsidenten, Königer zum Vicepräst⸗ geschieden und zu den Res.⸗Offizieren des Regts. 5 S Frtunklich. m Krankheitszustand des Erbgroßherzogs ist in- fern eine Besserung eingetreten, als derselbe mbauernd fieberfrei ist und die diphteritischen bäute sich zum großen Theile abgelöst haben. Die Heiserkeit ist zwar noch vorhanden, aber eder Husten noch Athmungsstörungen sind auf— getreten. Der Kräfte Zustand ist bestiedigend. „— 21. Nov. Das Befinden Seiner Königlichen % Hoheit des Großherzogs ist heute recht befriedigend. Die Heilung der schweren örtlichen Erkrankung syreitet so rasch wie möglich vorwärts. Die dan, Suleln ert ai istamien, beiserkeit, welche seit vorgestern bei dem Erbgroß An lerzog eingetreten ist, hat sich heute vermindert Laronen und der Kranke blieb wie bisher von Husten und Abeln gen Athmungsstörungen frei. Die Mund- und Rachen⸗ W lößhle reinigt sich fortwährend mehr und die öfd. 45 0 Fiebererscheinungen von gestern Abend haben sich 50 richt wiederholt. Das Allgemeinbefinden ist ein 1 fünstiges. Dae Befinden der Prinzessin Irene 7%. it auch heute ein befriedigendes. Dr. Eigenbrodt. Prof. Dr. Oertel. Dr. Jäger. M Darmstadt. Das Regierungsblatt Nr. 25 Weiß tuthält eine Bekanntmachung über den praktischen en Lursus der Aspiranten des Finanzfaches. — Der Commerzienrath Wecker zu Offenbach 4 bh.* urde zum lebenelänglichen Mitglied der ersten e Lammer ernannt. i— Der Graf v. Schlitz genannt von Görtz el, vurde zum Präsidenten der ersten Kammer für 8 die Dauer des XXIII. Landtags ernannt. 2— 0— Der Hofgerichtsrath in Darmstadt, Geheime * a denten, Heinzerling und Conradi zu Seeretären übergetreten. erwählt.— Zum Vice Präsidenten der ersten— Dem„Frankfurter Journ.“ schreibt man Kammer wurde Fürst zu Nsenburg und Büdingen, aus Hessen: Zuverlässiger Nachricht zufolge schließt zu Secretären Graf Erbach Schönberg und von das den Ständen zugehende Staatsbudget mit Willich gewählt. einem muthmaßlichen jährlichen Ueberschuß von — Militärdienstnachrichten. Amelung, Wehr- 416,225 Mk. ab. Die ordentliche Einnahme ist mann, Port.-⸗Fähnrichs vom 3. Großh. Inf.⸗Regt. veranschlagt zu 17,008,246 Mark 81 Pfennig. Nr. 117, Kolb, Port. Fähnr. vom 4 Großh.(627,654 Mk. 52 Pf. mehr als in der vorigen Inf.⸗Regt. Nr. 118, wurden zu Sec.-Lts.; Stahl, Periode), die ordentliche Ausgabe zu 16,592,021 Sec. Lt. vom Hess. Füsilier-Regt. Nr. 80, früher Mk. 45 Pf.(852,3 10 Mk. weniger als in voriger [Regts. Adj. im Großh. Inf. Regt. Nr. 117, Periode). Steuererhöbungen sind nicht vorgesehen. zum Prem. Lt. befördert; Mejer, Hauptm. vom In dem Budget ist erfreulicher Weise auch für 8. Pomm. Inf.⸗Regt. Nr. 61, unter Entbindung Ergänzung und Erneuerung der Mobiliar-Aus⸗ von dem Comm. als Adj. der 49. Inf.-Brigade stattung der Amtsgerichts Locale(ausschließlich zum Comp.-Chef ernannt; v. Pannwitz, Sec. Lt. der schon früher berücksichtigten Schöffen Säle) vom 1. Hann. Inf.-Regt. Nr. 74, als Adj. zur eine entsprechende Summe, nämlich durchschnittlich 49. Inf.⸗Brig. commandirt; v. Larisch, Sec.-Lt. 1000 Mk. für jedes der 45 Amtsgerichte, also vom Kaiser Alex. Garde Gren. Regt. Nr, 1, 45,000 Mk. im Ganzen, vorgesehen. Wie er— unter Beförderung zum Prem.-Lt. in das 1. Großh. innerlich, ist auf dem vorigen Landtag lebhaft Inf.⸗Regt. Nr. 115 versetzt; Cleinow, Hauptm. über die dermalige primitive Mobiliar-Ausstattung, vom Schles. Feld Art. Regt. Nr. 6, in das welche aus den sehr knapp bemessenen Bureau- Großh. Feld- Art.⸗Regt. Nr. 25, Gericke, Hauptm. kosten der Landrichter zu bestreiten war, geklagt vom Großh. Feld Art.. Regt. Nr. 25 in das worden, und soll deßhalb nicht nur jene Summe Schles. Feld⸗Art.⸗Regt. Nr. 6 versetzt; Wendland, aus Staatsmitteln zur Erneuerung verwendet, Vicefeldw. vom 2. Nass. Landw. Regt. Nr. 88 sondern auch die fernere Unterhaltung aus Staats- zum Sec.⸗Lt. der Res. des 2. Großh. Inf.-Regts. mittein bestritten werden. Nr. 116, v. Ritgen, Sec. Lt. der Reserve des“ Berlin. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ bestätigt, 1. Großh. Inf.⸗Regts. Nr. 115, Rasor, Sec. Lt. daß Oesterreich den Antrag Deutschlands auf ein- der Reserve dess. Regte., Cellarius I.., Sec.- Lt. jqährige Verlängerung des Handels-Vertrags ab— der Landw.⸗Inf, des 1. Großh. Landw. Regts. lehnte und gleichzeitig andere Propositionen machte, Nr. 115, zu Prem, ⸗Lts, befördert; Soldan, Prem.- die auf einen Meistbegünstigungs Vertrag auf 2—— 3 1— 0 1————*—————— — r — 3— — —— 1 Jahr oder längere Dauer unter verschiedenen eigens der Chef der Petersburger Criminalpolizei haben die britischen Truppen bereits ohne Wider⸗ Modalitäten für den einen oder anderen Fall bin- herüber gekommen. auslaufen. Eine principielle Verständigung scheine in Berlin anscheinend in strenger Isolirhaft ge- zurück. noch nicht erzielt, doch sei dem Vernehmen nach balten, auch werden ihnen keinerlei Unterredungen die Grenze zu überschreiten. Die Sudenten werden jetzt stand das Fort Rapion besetzt; der Feind zieht sich Sämmtliche Colonnen sind angewieseh, Die Behörden be⸗ die deutsche Regierung geneigt, auf den Vertrag mit ibren Bekannten, von denen einer darum ein- halten Depeschen über Truppenbewegungen zurüg für 1 Jahr einzugehen, namentlich falls der Ver- gekommen war, gestattet. edelungs Verkehr gegen Gewährung des Zoll. cartells gesichert werde. — Der„Reichs-Anzeiger schreibt: Französische Da Blätter bringen die Nachricht, daß die deutsche Regierung von den Samoa Inseln Besitz genommen habe und dieselben zu einer deutschen Colonie zu 1 machen beabsichtige. Daß Deutschland die Erwerb ung oder Gründung transatlantischer Colonien nicht beabsichtige, ist wiederholt in authentischer 5 S An ⸗ 5 f f Betreffs der Samoa. An. Herzog von Württemberg zum commandirenden schützt werden. Form erklärt worden. gelegenbeit hat die„Nord. Allg. Zeitung“ vom 10. Nov. eine eingehende(auch von uns mitge— theilte) Darlegung des Sachverhaltes gebracht. 8 20. Nov. Ausland. Oesterreich⸗lüngarn. Wien, 19. Nov. s„Armeeverordnungsblatt“ veröffentlicht ein kaiserliches Handschreiben an den Feldzeugmeister Philippovic, wodurch der Kaiser die Aufhebung des zweiten Armee- Commandos genehmigt und Philippovic auf den ihm vorbehaltenen Posten des commandirenden Generals in Prag zurückver⸗ setzt. Ferner ernannte der Kaiser den General General und Chef der Landesregierung in Bos Italieu. Rom, 21. Nov. Anläßlich dez gestrigen Geburtstagsfeier der Königin fanden fat im ganzen Lande patriotische Kundgebungen stalt, In Pisa wurde eine öffentliche Feier von Bürgern und Studirenden veranstaltet. Während derfselben explodirte eine Bombe, glücklicherweise ohne ernst⸗ lichen Schaden anzurichten. Ein für den Urheber dieser Schandthat gehaltenes Individuum, welches sofort verhaftet wurde, konnte nur mit Mühe vor der Erbitterung und der Wuth der Menge ge— Das Journal„Avvenire di Sardegna“ erinnert daran, daß Passamante, als nien und der Herzegowina, und den Feldmarschall“er vor zehn Jahren wegen Verbreitung revo ö Sitzung des Abgeordneten hauses. Eingegangen sind die Uebersicht über die Delegation des österreichischen Reichsrathes trug Einnabmen und Ausgaben pro 1877/1878 und Sturm den Bericht über das Ordinarium des . 8 Lieutenant Jovanovic zu dessen Stellvertreter. — 19. Nov. Im Budget Ausschuß der lutionärer Manifeste in Salerno verhaftet wurde, der Polizei gegenüber erklärte, er habe sich mit dem Erlernen der französischen Sprache beschäftigt, um nach Paris gehen zu können, wo er Na— der Rechenschaftsbericht über die weitere Ausführ⸗ Kriegs⸗Ministeriums vor, welcher die Positionen poleon III. tödten wolle. ung des Gesetzes, betreffend die Consolidation des Voranschlags zumeist nach den von der Re- preußischer Staats Anleihen. Acclamation wieder gewählt. Finanz- Minister Hobrecht legte den Staatshaus halts Etat pro 1879/80 vor, sowie einen Gesetzentwurf, betreffend die Ergänzung der Einahmen. Der Ueberschuß des Vorjahres beziffere sich auf 5,400,000 Mk. Die Gesammteinnahme habe 657,500,000 M. betragen. Der laufende Etat habe fast gar keine außerordentlichen Einnahmen, dagegen vielfache Mehrausgaben, welche durch Ersparnisse nicht zu decken wären. Die ordentlichen Einnahmen be— trügen 642,575,308, die Aus gaben im Ordinarium dagegen 652,641,614, so daß das Deficit im Ordinarium 10,076,308 betrage. Die Forderung der auf das vorjährige Extra-Ordinarium ange- wiesenen Bauten erfordere 48½ Millionen, die Gesammtsumme des Extra-Ordinariums betrage 64,683,692 M. Die Gesammt- Summe des Deficits beziffere sich auf 73,750,000 Mk. Der Minister hoffe, das Defieit werde ein vorüber— gehendes sein. Es sei auf Einnahme-Erhöhungen zu rechnen aus den Forsten, den indirecten und directen Steuern sowie der Eisenbahn⸗Verwaltung. Die dauernde Beseitigung des Deficits fordere den Stillstand und die Beschränkung in den Aus- gaben. Für den nächsten Etat sei besondere Aus- hülse zur Ausgleichung durch eine Anleihe mög- lich gewesen. — 21. Nov. Das Herrenhaus erledigte in der heutigen Sitzung zwei unerhebliche Gesetz— Entwürfe. — Die„Prov. Corr.“ schreibt bei Besprechung des gegen König Humbert gerichteten Attentates: Immer mehr gelangt im allgemeinen Bewußtsein die Thatsache zur Geltung, daß ein Netz geheimer revolutionärer Verbindungen über ganz Europa ausgebreitet ist, deren unseliges Wirken die höchsten Güter und Heiligthümer aller geordneten Staaten mit den driggendsten Gefahren umgibt. Immer mehr muß unter solchen Eindrücken die Ueber- zeugung erstarken, daß nur ein klar bewußtes und festes Zusammenwirken aller Kräfte, die auf dem Boden der jetzigen Gesellschafts Ordnung stehen, mit starken, entschlossenen Regierungen dem weiteren Umsichgreifen des Uebels vorbeugen kann. — Nach besonderen Tarif⸗Bestimmnagen ver- schiedener Bahnen werden bestimmte, leicht ver— derbliche Gegenstände wie Milch, Bier, Brod, frisches Obst, Weintrauben, kleine lebende Fische und sonstige für Aquarien bestimmte kleine Fluß⸗ und See Thiere als Eilgut ausnahmsweise zu einfachen Frachtgutsätzen befördert. Da es im Verkehrsinteresse erwünscht sein muß, daß hierin möglichst nach einheitlichen Grundsätzen verfahren werde, so hat der Handelsminister die königlichen Eisenbahndirectionen angewiesen, eine entsprechende Tarifbestimmung auch in die dortigen Localtarife aufzunehmen und auf die Aufnahme derselben in die Verbands ⸗Tarife hinzuwirken. Königsberg. Zu der hier kürzlich er⸗ folgten Verhaftung dreier russischen Studenten war Auf Antrag von gierung vor eschlagenen Ziffern zu genehmigen Windthorst wurde das bisherige Präsidium durch beantragt 1 i 81 18 8 Der Ausschuß nahm den Bericht an, ferner eine Resolution, wonach die Berathung des Heeres-Ersordernisses unter Verwahrung des Rechtes der Reichs⸗Vertretung auf Feststellung der Kriegs stärke und des Recruten Contingentes für das Jahr 1879 und unbeschadet dieses Rechtes erfolgt. Der Ausschuß genehmigte sodann den Rechnungs- Abschluß pro 1876. — Zwischen dem Großvezir und Zichy finden seit einigen Tagen sehr lebhafte Verhandlungen statt. In Kreisen der Pforte wird mit Bestimmt⸗ heit versichert, es handle sich hierbei um den an⸗ geblich sehr wahrscheinlich gewordenen Abschluß einer österreichisch türkischen Convention wegen tiner eventuellen gemeinsamen Occupation des Districtes Novibazar. Die in Aussicht genom⸗ mene Convention würde ein besonderes Abkommen zur Grundlage erhalten, durch welches Oesterreich Ungarn die Verbindlichkeit übernebmen würde, für gewisse näher zu präcisirende Eventualitäten der Türkei schützend zur Seite zu stehen. Da neben laufen neuerliche Pourparlers betreffs der Occupation Bosniens, welche aber, da die Pforte ihren bekannten früheren Standpunkt fast gar nicht modificiete, geringe Aussicht auf ein positives Ergebniß eröffnen. — 21. Nov. Der Kaiser hat die Adresse des Abgeordnetenhauses heute entgegengenommen. — 21. Nov. Wie die Blätter melden, wer⸗ den die Delegationen heute zwei Vorlagen, betr. Nachtrags Credite für die Occupation, erhalten. Für das Jahr 1878 werden noch 41,720,200 fl. verlangt, für 1879 wird ein außerordentliches Heeres ⸗Erforderniß für die Occupation im Be- trage von 35,560,000 fl. veranschlagt. — Mehrere Blätter befürchten eine ungünstige Rückwirkung des englisch⸗afghanischen Krieges auf die europäische Orientfrage. — In der Sitzung der Delegation des österreichischen Reichsrathes meldeten Grocholski und Genossen Interpellationen an den Minister des Auswärtigen an, betreffs der Nachricht, daß Rußland von der Türkei den Abschluß eines Special Vertrages verlange und den Zeit⸗ punkt der Räumung des türkischen Gebietes von dieser Abmachung abhängig mache, ferner bezüg- lich der Einreihung zahlreicher russischer Soldaten und Offiziere in die bulgarische Miliz, welche Vorgänge den Bestimmungen des Berliner Ver · trages widersprächen. Dänemark. Kopenhagen, 21. Nov. Im Volksthing wurde vom Präsidenten mitgelheilt, daß der König ihn beauftragt habe, dem Hause die Verlobung der Prinzessin Thyra mit dem Herzog von Cumberland anzuzeigen. Großbritannien. London, 21. Nov. Emir Schir Ali hat das englische Ultimatum un- beantwortet gelassen. Das Cabinet hat in Folge dessen gestern beschlossen, nach Indien den Befehl zum Vorrücken zu telegraphiren. Laut einer hier publicirten Depesche aus Thull von heute früh gangen. glaubt, er werde dasselbe in zwei bis drei Tagen verlassen können. Neapel, 19. November. Unter den an— läßlich der Untersuchung gegen Passamante hier verhafteten Personen befindet sich der Redacteur des Journals„Der Censor“, Matteo Melitio, welcher schon 1870 mit Passamante in Salerno wegen revolutionärer Plakate verhaftet war. Der Kaufmann, bei welchem Passamante das Mord⸗ messer kaufte, wurde ermittelt. Derselbe besaß noch ein zweites ähnliches Messer. Der Chef der Internationalisten, Schettino, wurde verhaftet, Die Florentiner Katastrophe wird mit dem Atten⸗ tat in Zusammenhang gebracht. Die Königin hatte angeblich aus Imola die Anzeige erhalten, daß ein Attentat auf den König beabsichtigt sei, Die„Unita Cattolica“ sagt, das Attentat habe ursprünglich in Bologna stattfinden sollen. 4000 Beileids⸗Depeschen sind eingetroffen. — 20. Nov. Gestern Abend fand eine großt Ovation vor dem königlichen Palais statt, an welcher über 80,000 Personen theilnahmen; der König, die Königin und der Herzog von Aosta erschienen auf dem Balkon und dankten. Heute wird der Geburtstag der Königin feierlich be— Cairoli hütet noch das Bett; man Passamante, der nunmehr in das Gerichts- Gefängniß abgeführt ist, beharrt dabei, daß er keinen Mitschuldigen habe, und trägt gegen das Gericht ein epnisches Wesen zur Schau. Unter den hier Verhafteten befindet sich ein gewisser Circarese, welcher am Morgen des Tages, an welchem der König eintraf, äußerte: wir werden heute Abend oder morgen eine Regent⸗ schaft haben. Türkei. Constantinopel. Die inter nationale Commission für die Grenzregulirung zwischen der Dobrudscha und Bulgarien hat ihre Arbeiten in für Rumänien günstigem Sinne be⸗ endigt. Die Besitzergreifung der Dobrudscha soll am 24. Nov. erfolgen. Der Fürst wird dem Donau- Uebergang bei Braila beiwohnen. — Die Pforte ließ durch militärische Agenten Erhebungen über den Stand der russischen Armee in Rumelien und Bulgarien pflegen; hiernach wäre diese Armee 230,000 Mann mit 800 Ge⸗ schützen stark. — 20. Nov. Die Pforte stellte dem Sultan vor, die von dem Zaren ausgedrückte Absicht, den Berliner Vertrag getreulich zu erfüllen, mache es um so nothwendiger, daß die Türkei Europa Be⸗ weise ihrer Bereitwilligkeit gebe, in gleichem Geiste zu handeln. Montenegro. Cettinje. Die Recon⸗ stituirung der Albanesischen Liga in Prizrend er⸗ folgt im Einvernehmen mit der Pforte. Die Häupter der Bewegung batten geheime Be⸗ sprechungen mit Nazif Pascha in Pristina. Einen Theil der militärisch organisirten Liga completirt die auf dem Felde von Kossovo concentrirte türkische Armee; der weitaus größere Theil erhält eine selbst⸗ ständige Organisation. Die Albanesen befestigen die Anhöhen von Podgoritza; von der friedlichen Auslieferung dieses Platzes ist keine Rede mehr. — urg un osten, 1 Fric uf ber — 4 9598 fl als: gef Pergleich 1 0 3590 f 0 dangefa Aullen e Lie empfieh Gest aus de Iin M. Di Ausfuf sich de dilliger * * N edorde 1 een 14 N 5* a Uater d „ Daß. ante ber * der 4 de Adden Nees Naftte- Meli anntt in Salem dete war. D. 1 Aszeige erhalt 7 aint groß Naelais faut, 41 1 Wesen zt 4 befiadel e 2 Morgen dal tre, außen gctgtt tint Rigi zel Die ile 2 ertajttzulltut, Numänien. Bukarest. Nach einer Meldung von inspirirter Seite aus Wien ver— chert man dort in maßgebenden Kreisen, daß ingeachtet aller officiösen rumänischen Dementi's as Bestreben Rußlands, eine russischrumänische Allianz zu Stande zu bringen, an Boden ge— pinne. Eine gewisse Schattirurg in den rumäni— shen Hof- und Regierungskreisen, darunter General Florescu und Hofmarschall Baresco, sei enschieden fur eine derartige Allianz Rußland. Petersburg. Die„Wiener bendp.“ meldet von hier: Orloff werde sich in's Nrivatleben zurückziehen; Botsch after in Paris perde Timascheff, derzeit Minister dee Innern; Portschakoff gehe Ende November nach Peters lurg und Schuwaloff verbleibe auf dem Londoner posten. Aus Stadt und Land. Friedberg. Dieser Tage wurde von Pachter Koch uf der Hasselhecke in dem hasselbauer Wald ein stattlicher 14 Ender geschessen, dessen Geweih jetzt im Sackreuter'schen Laden in Frankfurt ausgestellt ist. T Friedberg. Die jetzt im Handel vorkommenden Gummisohlen, die nicht im Schuh, sondern als äußere Sohle getragen werden, sind, wie Einsender aus Ersahr⸗ ung bestätigen kann, sehr zu empfehlen; dieselben sind außerordentlich dauerbaft und schützen vor dem Eindringen des Wassers. Bei den diesjährigen Herbstübungen wurden zweckmäßig erkannt worden. Grünberg, 21. November. Ein seit dem 18. d. M. vermißter hiesiger Einwohner wurde gestern in einem Wassertümpel des Grünberger Stadzwaldes todt aufge-; funden. Gießen. Samstag Nachmittag starb nach längerem Leiden Prosessor Dr. Keim, dessen Pensionirung erst vor Kurzem erfolgte. Der Verstorvene wir in Stuttgart geboren. Allerlei. Bern, 17. Nov. Amtlicher Mittbeilung der Postbe— börden zufolge sind außer dem Goltbard-Paß auch der Splügen und der Bernbardin durch Schneefall unwegsam geworden. Die Baseler Briefpoft macht aus diesem Grunde nach der„K. 3.“ den Umweg über Genf und den Mont— diese Sohlen von den Truppen getragen und sind für Cenis. Vorgestern mußte die am Morgen von Nirolo aufgebrochene Post trotz siebeuffündiger Ansirengung, obne das Hospiz auf dem Gotthard erteicht zu haben, korthin zurückkebren. Während bier in Bern gestern und beute wieder mildes, schönes Wetter ist, bat der Schnecfall auf den genannsen Bergpässen noch micht aufgebö't. Huste⸗Nicht“) e cg.. sten Honig-Kräuter-Malz- Extrakt u. Car amellen“) Jeder Husten kann höchst geführlich wercen. Kein Hustender darf deßhalb ganz sorglos seig. Wir machen darauf aufmerksam. *) Zu haben in Friedberg in der Wetterau bei Herrn Wilh. Bernbeck. 3642 9 Tinterschuhe& Sliesel in sehr großer Auswahl wieder vorräthig bei 3462 Heinrich Diehl, Usagasse. Französische Holzschuhe 98 sind wieder vorräthig in den neuesten Sorten, 98: gefütterte Schnürschuhe, Pantoffel, Zugstiefel und Irgleichen zu den billigsten Preisen bei Kaiserstraße 106. Adam Söllner II. Feinst Schweineschmalz, 390 per Pfund 48 Pfennig, bei 4 Wilhelm Fertsch. 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Die! lldungs reitag Aber d Von Redner führte, einander ebst de einem E Fpessen U. purde/ ochlant em Ur Indererst uthend: ermane ind Schi Aud ihrs Die vers Werden öten zu enn Ehe einging, Auf I insyl Phinesis das M gorische einpve! Amerike Die hö zu wele Sprach Hebräise das Aet Bau di Beispiel Awandtsc veiß di In geber Wergge a pp, raunk. Mankung a eine denden detbung Auger LSnretrel 1 Teute, Terzlebrt S/ Nitelschrtinn, id naht Möbel „ lu, 7 Dernertagb und 3615 5 gammmade 9 50 N 56„ Scotg Haufe — ach —— 7 ir Fritdberh Beilage. Oberhessischer Anzeiger. 2 139. = Volksbildungsverein. Die Reihe der für diesen Winter im hiesigen Volks— lüldungsverein vorgesehenen Vorträge eröffnete am vorigen freitag Herr Direktor Pr. Möller mit einem Vortrag iber die Sprachen der Erde. Von naheliegenden Redensarten ausgehend, die der dedner in den verschiedensten europäischen Sprachen vor— Ahrte, wies er auf die Verwandtschaft derselben unter— (nander hin und zeigte, wie fast alle Sprachen Europa's zebst dem Persischen und dem Sanskrit in Ostindien nem Sprachstamm, dem indogermanischen, angehören, sessen Ursprache einst von dem Volke der Arier gesprochen purde, das seinen Wohnsitz hoͤchst wahrscheinlich in den sochlanden Centralasiens hatte. Abzweigungen von die— im Urvolke wanderten einerseits nach Süden(Indien), Udererseits drangen sie nach Westen vor, Europa über— 1 so die Griechen, die Lateiner, die Kelten, die ermanen, die Slaven. Die Sprachen aller dieser Völker ind Schwestersprachen, einer Muttersprache entsprossen, ind ihr Organismus beruht auf denselben Grundgesetzen. Die verschiedenen Beziehungen der Begriffe auf einander terden durch die Biegung der Wörter bezeichnet: sie ge⸗ ören zu den auf der höͤchsten Stufe der Entwickelung ehenden, den biegenden Sprachen. Ehe der Vortrag auf das Gesetz der Biegung näher inging, beleuchtete derselbe die übrigen Sprachsysteme. Auf der untersten Stufe der Entwickelung stehen die Unsylbigen Sprachen. Ihr Hauptrepräsentant ist das thinesische. Hierauf folgen die anreihenden Sprachen: s Mongolische, das Türkische, das Finnische, das Un— Frische ze. Wieder eine andere Entwickelung gingen die kEnverleibenden Sprachen: die der Urbewohner Fnerika's, sowie die Sprache der Basken in den Pyrenäen. Die höchst entwickelten Sprachen sind die biegenden, welchen außer dem bereits erwähnten indogermanischen Eprachstamm noch der semitische gehört, welcher das sebräische, das Syrisch-Chaldäische, das Arabische und is Aethiopische umfaßt. Die Ausführungen über den dau dieser Sprachstämme illustrirt der Redner durch keispiele aus den einzelnen Sprachen. Ueber die Ver— kandtschaft dieser vier großen Sprachstämme unter sich keiß die Wissenschaft bis jetzt keine bestimmte Auskunft geben. Der Vortrag bot einen interessanten Einblick in das Wesen der vergleichenden Sprachforschung, deren Resultate in Bezug auf Völkerkunde, wie auf die wunderbar be— stimmten Gesetze, nach welchen der Menschengeist im Laufe der Zeiten an der Entwickelung der Sprachen gearbeitet hat, geradezu überraschend sind. Diese noch junge Wissen— schaft— vor kaum mehr als 60 Jahren ließen sich die Gelehrten noch nichts von ihr träumen— ist vorzugs— weise eine That des deutschen Geistes. Wie es ein Deutscher gewesen, der sie begründet(Bopp), so glänzen unter den Förderern derselben deutsche Namen, wie die eines Wilhelm v. Humboldt, der Gebrüder Grimm u. A. in erster Linie. Die zahlreich anwesende Zuhörerschaft folgte dem Vortrag mit gespanntester Aufmerksamkeit. Möge es ein günstiges Zeichen sein auch für den Besuch der folgenden Vorlesungen. Handel und Verkehr. Gießen. Auf dem am 19. und 20. d. M. dahier abgehaltenen Viehmarkt waren aufgetrieben 730 Stück Rindvieh und 479 Schweine. Nächster Markt am 10. und 11. December; am letzteren Tage letzter Krämer— markt für 1878. Frankfurt, 20 Nov. Marklbericht. Der heutige Markt war an Gemüsen reichlich befahren, namentlich gilt dies von Weißkraut aus dem Ried, Franken und der Wetterau und wurde das Hundert je nach Qual. mit 8— 10 M. bezahlt. Kohlkraut das Stück 810 Pf. Rothkraut das Stück 10 Pf. Butter im Großen 1. Qual. 1 M., 2. Qual 90 Pf., im Detail 1. Qual. M 1.15— 20, 2. Qual. M 1.05- 10. Eier das Hundert M. 5.50—8. Kartoffeln je nach Qual. per 100 Kilo M. 5.50—9., letzterer Preis für vorzügliche aus Thüringen ange— kommene Rosen⸗ Kartoffel. Heu und Stroh war sehr viel zu Markt, je nach Qual. wurde der Centner mit M. 1.80— 2.70, Stroh M. 2.— 2.10 bezahlt. Ganze Erbsen 20.— 22., geschälte Erbsen 24.— 26. Bohnen 24.— 27., Linsen 26.— 28. M. per 100 Kilo. Ochsen— fleisch per Pfund 70— 75 Pf., Kuh-, Nind- und Farren⸗ fleisch 54 60 Pf., Kalbfleisch 51— 60 Pf., Schweine fleisch 70— 75 Pf., Hammelfleisch 40— 68 Pf. Hasen per Stück M. 2 80— 3. Gans das Pfund im Durch⸗ schnitt 70 Pf. Hahnen 80 Pf. bis M. 1.20. Frankfurt, 21. Nov. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 39., Nr. 2 M. 35. Nr. 3 M. 31., Nr. 4 M. 27., Nr. 5 M. 21. Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 22., do. II.(Berliner Marke) M. 19. Walzen, effeetiv hies. ab Bahnhof hier M. 19,50— 20., ab unserer Umgegend M. 18.50—19., do fremder je nach Qual. M. 19.— 20.50. Roggen je nach Qual. M. 13.50 16.50. Gerste M. 13.— 19. Hafer M. 12.50— 14. Kohlsamen M. 27.— 28. Erbsen M. 19.— 23. Wicken M. 15.— 16. Linsen M. 17.— 23. Rüböl, detail M. 68 Die Preise verstehen sich sämmt⸗ lich per 200 Pfd. Zollgewicht— 100 Kilo. Verloosungen. Ansbach⸗-Gunzenhauser Eisenbahn 7 fl.⸗ Loose. Serien Ziebung vom 15. Nov. Serie 68 167 218 311 336 404 418 777 930 945 1091 1238 1364 1768 1899 1921 2030 2080 2125 2346 2389 2426 2448 2460 2664 2747 2865 2904 3042 3049 3484 3656 3706 3768 3781 3796 3940 3980 3987 4102 4252 4280 4289 4345 4381 4389 4562 4662 4876 4926. Die Gewinn⸗ Ziehung findet am 16. Dee. statt. Freiburger 15⸗Fr.⸗Loose von 1861. Zieh⸗ ung vom 15. November. Hauptgewinne: Serie 7104 Nr. 43 45 000 Fr. S. 7103 Nr. 48 400 Fr. S. 7448 Nr. 37 1000 Fr. S. 701 Nr. 2 S. 4032 Nr. 7, S. 6698 Nr. 23, S. 6823 Nr. 9, S. 7188 Nr. 38, S. 7229 Nr. 39 je 250 Fr. S. 440 Nr. 50, S. 712 Nr. 39, S. 1050 Nr. 47, S. 2576 Nr. 29, S. 2659 Nr. 16, 19, S. 3600 Nr. 2, S. 4478 Nr. 12, 27, S. 5889 Nr. 6, S. 6032 Nr. 17 22 25 32, S. 6325 Nr. 22, S. 6828 Nr. 42 je 150 Fr. Geld⸗Cours. Frankfurt am 19. November 1878. 20⸗ Frankenstü cke. M. 16 16— 20 Englische Sovereign.„ 20 33—38 Russische Imperiales/ 1 68 Holländische fl. 10⸗ Stücke„ 186 65 G Duesten; 9 55—60 Ducaten al mareo 3 9 59—64 Dollurs in s 4 17-20 Bergebung von Drainage⸗Arbeiten, Fertigung u. Aufuhr der Röhren. 333 Montag den 25. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, en in der Behausung des Gastwirth Winter zu Fängenheim die bei Ausführung der Felddrainage in zm Fluren II, VI VII und VIII, Gemarkung Bingen⸗ am, vorkommenden Arbeiten und Röhrenlieferungen, wanschlagt wie folgt: 10 Fertigung der projtetirten Grabenarbeiten, einschließ— lich des Röhrenlegens und Zufüllens der Gräben, 20,208 lfd. m= 4041 M. 60 Pf., ) Fertigung der erforderlichen Drainröhren von 31 bis 137 mm Lichtweite, circa 70 000 Stück= 2800 M., b Anfuhr der Röhren, eirea 2140 Ctr. 535 M. n die Wenigsinehmenden in Accord gegeben werden und id Lusttragende hierzu eingeladen. Friedberg am 19. November 1878. Greb, Wiesenbaumeister. Bekanntmachung. 309 Unter Bezugnahme auf die Art. 34 und 35 des Vicggesetzes vom 28. Januar 1876 wird hierdurch zur iftntlichen Kenntniß gebracht, daß Herr Heinrich von Appen zu Wiesbaden unterm heutigen Tage mit dem Maunkohlenbergwerk„Schwarzer Peter“ in der Ge— warkung Ober⸗ und Nieder⸗Rosbach, Kreises Friedberg, einem Felde von 1,929,665 Quadratmetern beliehen birden ist. Etwaige Einwendungen gegen diese Ver— bung müssen bei Vermeidung des Verlustes des Vor— uu srechtes binnen 3 Monaten durch gerichtliche Klage lehen den Bergwerkseigenthümer geltend gemacht werden. Behrend dieser Frist ist die Einsicht des Situatlonsrisses der Bergmeisterei Gießen Jedem gestattet. Darmstadt den 21. October 1878. Hoßherzogliche Ober⸗Forst⸗ und Domänen-Direction, Berg⸗ Abtheilung. Bo se. „dt. Tecklenburg. Obligations⸗Verloosung. 902 Von den Paxtial⸗ Obligationen der Gemeinde dachen ist durch erfolgte Ausloosung die Nr. 11 zur durzahlung auf den 31. Dezember l. J. bestimmt. Der Inhaber dieser Obligation wolle zur Verfallzeit em Betrag von 100 fl. bei der hiesigen Gemeindekasse bhlben, indem weitere Zinsen nicht vergütet werden. staschen am 20. November 1878. J Großherzogliche Bürgermeisterei Kaichen. Welß el. und Manschetten ꝛe. bei K. Friedrich. herrenkragen „ breites ächtfarbiges Bettzeug, 27 Pf., Baumwolltuch, 20 Pf., do. gebleicht 25 Pf., Baumwollbieber, 25 Pf., Shirting, weiß und grau, 20 Pf., Handtücher, 18 Pf, haus macher Leinwand 35 Pf., feine weiße Herrenhemden per Stück 3 M., Bettdecken, per Stück 3 M., Tischdecken in Leinen, 2 M. 50 Pf., alle in dieses Fach einschlagende Artikel. sehr billigen Preisen angefertigt. 3019 Billigstes Waarengeschaͤft in Friedberg. Durch vortheilhafte Einkäufe bin ich in den Stand gesetzt zu bedeutend billigen Preisen zu verkaufen. Eine Parthie Stoffe zu Herbst⸗ und Winterkleidern, per Darmstädter Elle schon zu 30 Pf., Arbeitshosen, 2 M., Winterköperhemden, 2 M., Wollhemden, 2 M. 50 Pf., Unterhosen, 80 Pf., Tischtücher, 1 M. 50 Pf., Servietten, das Halbdutzend 2 M. 50 Pf., Rips zu Kleidern in allen Farben, 50 Pf. per Elle, weißer Piqué, 30 Pf, per Elle, zweischläfrige Betttücher obne Naht, per St. 3 M., ferner alle Sorten Tuch, Buckskin, schwarzen Cachemir und sonstige Kleiderstoffe, Lamas und andere Wollenstoffe zu Hemden und Kleidern, Zwilch und Barchente, Strobsackleinen, Zwilchsäcke, wollene Hemden, Unterhosen und Unterjacken, Herren- und Rnabenanzüge, alle Sorten Futterzeuge, sowie Auch werden Anzüge und wollene Hemden nach Maß zu Achtungs voll Peter Netscher, Metzgergasse, Friedberg. Versichert 52246 Personen mit Böni; Ausgezahlte Sterbefälle seit 1829. Dividende im Jahre 1878 Friedberg im October 1878. Durchschnitt der Dividende der letzten 10 Jahre Lebensversicherungsbank für Deutschland in Gotha. Gegründet 1827. Eröffnet am 1. Januar 1829. Stand am 1. October 1878. 343,263,500 Mark. 82,350,000„ 110,800,000„ 37,3 Prozent. 41 1 3371 Cd. Versicherungsanträge werden durch unterzeichnesen Agenten entgegengenommen und vermittelt. J. E. Wiechard. wird bestens besorgt von dem 3343 Au-& Verkauf on Staats-& Gemeindeobligalionen Großherzoglichen Hof-Agenten Jacob Engel. Wohnung zu vermiethen in dem früher Vogt'schen Haus, bestehend aus drei Zimmern, Küche und Zubehör. Näheres bei 3522 Karl Frick. 1 1 Hosenträger, 3631 stämmchen guter Sorten aus der Seminarbaumschule in empfehlende Erinnerung. zu den billigsten Preisen bet K. Friedrich. Ich bringe den Verkauf versetzbarer Obst⸗ Wahl. ö ö 9 — —— ̃̃̃——b—ůĩ—— 1 Bekanntmachung. 3675 Unter Bezugnahme auf die Art. 34 und 35 des Berggesezes vom 28. Januar 1876 wird hierdurch 50 offentlichen Kenntniß gebracht, daß Herr Johann Anton Waldschmidt zu Wetzlar unterm heutigen Tage mit dem Bergwerk„Justus“ in der Gemarkung Meloach, Kreises Friedberg, mit einem Felde von 1,492,425 Qua- dratmetern beliehen worden ist. Etwaige Einwendungen gegen diese Verleihung müssen bei Vermeidung des Ver. lustes des Vorzugsrechtes binnen 3 Monaten durch ge- richtliche Klage gegen den Bergwerkseigenthümer geltend gemacht werden Während dieser Frist ist die Einsicht des Situationsrisses bei der Bergmeisterei Gießen Jedem gestattet. Darmstadt den 23. October 1878. Großherzogliche Ober-Forst- und Domänen-⸗Direktion, Berg⸗Abtheilung. Bo s e. vdt. Tecklenburg. Edietalladung. 3676 Der seit vielen Jahren unbekannt wo abwesende, angeblich nach Amerika ausgewanderte Carl Wenzel aus Steinbach geboren am 24. August 1808, dessen elter⸗ liches Vermögen seit dem Jahre 1846 dahier ene verwaltet wird und von welchem ein am 1. Juni 1836 errichtetes Testament bei den gerichtlichen Depositen sich befindet, oder dessen etwaige Leibeserben werden hiermit aufgefordert, sich binnen neunzig Tagen so gewiß dahier zu melden, als sonst Carl Wenzel für todt erachtet, das Testament geöffnet und darnach den zu Erben Be- rufenen das Vermögen überwiesen werden wird. ö Vilbel am 18. November 1878 Großherzogliches Landgericht Vilbel. Jeg er CEdictalladung. 3663 Nachdem Großherzogliches Hofgericht der Provinz Overhessen über das Vermögen der Jacob Meyer Ebeleute von Altenstadt den formellen Coneursproceß erkannt hat, werden deren Gläubiger aufgefordert, im Termin Montag den 3. Februar 1879, Vormittags 10 Uhr, ihre Forderungen bei Vermeidung des stillschweigend ein? tretenden Ausschlusses von der Masse bei dem unter zeichneten Landgerichte anzumelden und ihre Vorzugs⸗ rechte bei Vermeldung der Nichtberücksichtigung geltend zu machen. In diesem Termin soll gleichzeitig ein Arrangement versucht, ein Masse⸗Curator bestellt und über Versilberung des Massevermögens verhandelt werden und wird die Zustimmung der nicht erschienenen oder nicht gehörig durch Bevollmächtigte vertretenen Gläubiger zu den Beschlüssen der Mehrheit der erschienenen Gläubiger unterstellt. Altenstadt den 16. November 1878. Großherzogliches Landgericht Altenstadt. Ma y. Friedberg⸗Hanauer⸗Eisenbahn. 3667 Das Brechen und Anfahren von rot 5000 ebm plattenförmigen Quarzitbruchsteinen aus dem der Main⸗ Weserbahn gehörigen, bei Ockstadt gelegenen Steinbruche soll im Ganzen, sowie die Anlieferung von rot 5000 ebm plattenförmigen Quarzitbruchsteinen uas anderen Brüchen soll in einzelnen Loosen in öffentlicher Submission ver— geben werden. Die Bedingungen und Submisstonsformulare liegen auf dem Abtheilungsbüreau und dem Seetionsbüreau in Friedberg zur Einsicht aus und können daselbst gegen Erstattung von 50 Pfennig bezogen werden. Offerten sind versiegelt und portofrei mit der Auf schrift: „Offerte auf Lieferung von Bruchsteinen“ an den Unterzeichneten bis Montag den 2. Dezember Ifd. Jahres, Morgens 11 Uhr, einzureichen und werden in Gegenwart der etwa erschienenen Submittenten geöffnet. Friedberg den 21. November 1878. Der Eisenbahn-Baumeister: 5* Francke. Bekannt Bekanntmachung. 3643 Zur Erweiterung und Einfriedigung des israeli⸗ tischen Friedhofs dahier sind folgende Arbeiten erforder— lich und sollen auf dem Submisstonsweg vergeben werden: Planirarbeiten, lt. Kostenüberschlag 135 Mark— Pf., 1 Zimmerarbeit 110 Kleslieferung 39 2 Kiesmessen 0 1 Theeren der Pfosten„ Uebernehmer zu den betr. Arbeiten haben ihre Abgebote schriftlich und verstegelt bis zum 26. November, Vor⸗ mittags 10 Uhr, bei dem Vorstand der israelitischen Gemeinde dahter einzureichen. Kostenüberschlag und Accords bedingungen können bei dem Unterzeichneten eingesehen werden. Friedberg den 20. November 1878. Schneider, Stadtbaumeister. 3614 Zwei ineinandergehende fein möblirte 5 2 Zi mmer Im Verlag von W. Kitzinger in Stuttgart ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen un Friedberg durch Carl Bindernagel: Alles mit Gott! A3 weiunddreißigste Auflage. Eleg. geb. ohne Goldschnitt Preis M. 2. 60. Preis M. 2 80. Pracht⸗ Ausgabe auf Velin in feinstem Kalbslederband M. 5. 50. Evangelisches Gebetbuch für alle Morgen und Abende der Woche in vierfacher Abwechslung, für die Fest- und Feiertage, für Beichte und Communion, sowie für besondere Zeiten und Lagen, von futher, Musculus, Habermann, Arnd, Scriver, Lassenius, Spener, Neumann, Arnold, Lrankt, Schmolk, Stark, Terstergen, Storr, Noos un vielen andern Gottesmännern. 416 Seiten. Oktav. Mit einem Slahlstiche. 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