* 1 t Arche 14 1878. Oberhessischer Anzeiger. Dienstag den 22. Januar. M 10. Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet. Nr. 49. Instruetlon zur Dienstführung der Gemeinde Einnehmer.— Friedberg am 16. Januar 1878. Kreisblatt für den Kreis Friedberg Erschelnt jeden Donnerstag und Samstag. Dienstag, Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatt ist zu publiciren: Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Brade n. Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Deutschen Reiches publicirt worden: Nr. 42. Bekanntmachung, betreffend den Aufruf und die Einziehung der Einhundertmarknoten der Rostocker Bank, betreffend die Ausgabe von Schaßanweisungen, S. 577. S. 575.— Nr. 43. Bekanntmachung, Bekanntmachung. In Gemäßbeit der Instruction vom 2. September 1875 zur Ausführung des Reichsgesetzes über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Durchschnittspreise der nachbemerkten Artikel für den Monat Dezember 1877 sich folgendermaßen und zwar für je 100 Kilogramm berechnen: Haser M. 18.—, Heu M. 9—, Stroh M. 6.—. Friedberg am 17. Januar 1878. Betreffend: Ankauf von Setzkartoffeln. Bekanntmachung. Großberzogliches Kreisamt Friedberg Dr. Braden. Nach Beschluß der Generalversammlung des land wirtbschastlichen Vereins von Oberhissen vom 6. November voriges Jahres, soll durch Vermittlung des landwirthschaftlichen Vereins von Oberhessen tin größerer Ankauf von Setzkartoffeln, und zwar von Zwiebelkartoffeln, Riofrio und der s. g. Gleason-Kartoffeln, bewerkstelligt werden Zweck meldet. heilung und Berechnung der Kosten vorzunehmen. * wenn sich eine genügende Anzahl Landwirthe der Provinz mit zumachenden Bestellungen zu diesem Der Ankauf bätte durch eine Vereins Commission zu erfolgen und wäre gleicherweise auch durch dieselbe die demnächstige Ver- Diejenigen Herren Land wirthe, welche sich bei diesem Ankauf zu betbeiligen wünschen, wollen die betreffenden Bestellungen bis spätestes zum 15. Februar laufenden Jahres direct bei dem Unterzeichneten oder bei der Bürgermeisterei Ihres Wohnortes machen, welch Letztere die dieserhalb ertheilten Aufträge sofort anber mittheilen wollen. Friedberg am 18. Januar 1878. * Der Director des landwirthschaftlichen Bezirks-Vereins Friedberg. Dr Bekanntmachung. rede 1 Betreffend: Die Abhaltung eines Pferdemarktes zu Friedberg am 18. Februar 1878, bier Gesuch um Erlaubniß einer mit diesem Markte zu verbindenden Verloosung. Großherzogliches Ministerium des Innern hat durch Verfügung vom 16. laufenden Mon ats zu Nr. M. d. J. 360 dem Stadtvorstand zu Friedberg gestattet, bei Anlaß des im Februar laufenden Jahres daselbst staltfindenden Foblen- und Pferdemarktes eine Verloosung von Pferden und anderen landwirthschaftlichen Gegenstanden mittelst 5000 Loosen à 1 Mark 50 Pfennig zu veranstalten und die Loose im Großberzogthum abzusetzen, was bierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Friedberg am 19. Januar 1878. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Deutsches Reich. Darmstadt, 18. Jan. Die zweite Kammer wird, so kann doch nach der günstigen Aufnahme, welche derselbe im Schooße des mit der Bericht— — Treitschke macht in den„Preußischen Jahr- büchern“ folgende Enthüllung: Mehrere Beamte fuhr heute in der Beratbung über die Steuer- erstattung betrauten Ausschusses gesunden hat, an- von gemäßigter kirchlicher Richtung haben die Auf⸗ gesetze und zwar bei Artikel 14 fort, welcher im genommen werden, daß diese Angelegenheit noch forderung, das Amt des Oberkirchenraths-Präsi⸗ Wesentlichen gemäß der Regicrungs vorlage ange- auf dem gegenwärtigen Landtag ihren befriedigen- denten zu übernehmen, sofort zurückgewiesen. Von nommen wird. Der Artikel behandelt die Selbst— declaratienspflicht der Steuerzahler. Ebenso wur— den dit Artikeln 15 bis 18 angenommen. Den Actilel 19 beantragt der Ausschuß zu streichen, tr wurde jedoch nach kurzer Debatte ange— nommen. Ebenso die Artikel 20 bis 23. Zu den Artikeln 24 bis 27 hatte der Ausschuß bean lragt: dieselben zu streichen und dafür die Artikel 59, 60, 62, 63 und 65 erster Satz des sächsischen Gesetzes als Artikel 24, 25, 26, 27 und 27a aufzunehmen. Die Artikel 24 bis 26 der Re— gierungsvorlage wurden abgelehnt, der Artikel 27 angenommen. Der Artikel 24 wurde nach dem Uẽnsschuß Antrag im Wesentlichen angenommen, tbenso der Artikel 25, jedoch mit Strich des weiten Absatzes, desgleichen wurde der Art. 26 angenommen. Zu Artikel 27 entspann sich eine lebhafte Debatte, nach welcher der Artikel nach dem Antrag des Ausschusses angenommen wurde. Desgleichen Art. 27a, der ebenfalls eine lebhafte Debatte hervorrief. Schließlich fanden noch die Schlußartikel 28, 29, 30 und 32 Annahme. den Abschluß finden wird.— Nach dem von dem Abg. Welcker erstatteten Bericht des vierten Aus- schusses der zweiten Kammer beantragt der letztere im Einverständniß mit der Regierung, dem An— trag des Abg. Büchner auf eine Vorlage, wonach bei Concessionen zur Errichtung von Schankstellen für Branntwein und Spiritus der Nachweis des Bedürfnisses zu erbringen wäre, keine Folge zu geben. Berlin. Der Reichstag ist auf den 6. Feb. einberufen. — Der Antrag Preußens bezüglich der Tabaks— steuer schlägt vor: An Eingangszoll seien zu er— heben von einem Centner unbeanbeiteter Tabaks den zahlreichen Candidaten, welche die orthodoxe Partei für die Präsidentenstelle zur Auswahl bereit bal, kann der gegenwärtige Cultusminister offen- bar keinen annehmen. Das Amt vorläufig unbe⸗ setzt zu lassen, gebt auch kaum an, da die evan— gelische Kirche inmitten der erregten Leidenschasten des Tages dringend einer sicheren Leitung bedarf. Darum scheint es noch immer möglich, daß die Krisis zuletzt mit einer Besestigung des gegenwär— tigen Kirchenregiments abschlietzt. Kassel. Wie man bört, wird im kommen- den Herbst ein Kaisermanöver stattfinden, und zwar ausgeführt vom gesammten 11. Armeecorps— Blätter und Stengel 42 M, von einem Centner 3 Divisionen, da bekanntlich die großherzoglich— sabricirten Tabaks(Cigarren) und Cigarectten darmstädtische Diviston zum 11. Armeecorps zählt, 90 Mark, von einem Centner anderen Tabaks im Ganzen ca. 30,000 Mann— in der Gegend 60 Mark. Der innerhalb des Zollgebietes vom zwischen Wabern und Friglar, wo bereits eine 1. April 1878 an erzeugte Tabak wird mit 24 M. Besichtigung des Terrains stattgefunden bat. Das vom Centner nach Maßgabe des Gewichtes des Tabaks in getrocknetem, nicht sermentirtem Zu— stande besteuert. — 19. Jan. Das Abgeordnetenhaus erle— Artikel 31 wurde gestrichen. — Wenn es auch zweifelhaft erscheint, ob der Gesetzenwurf wegen Errichtung einer Landescultur- Rentenbank und Anstellung von Cultur- Inge nituren noch bei dem dermaligen Zusammensein ber zweiten Kammer zur Verhandlung kommen digte in mehrstündiger Debatte eine große Anzahl von Petitionen vorwiegend lokaler Natur nach den Anträgen der Commission. Die Petition der Stadt Frankfurt a. M., betreffend die Main-Canalisirung, wurde unter Zustimmung des Handelsministers der Hauptquartier wird im Schloß Wabern aufge- schlagen, während der Kaiser mit Gefolge und den fremdländischen Ofsizieren in Kassel Wohnung nehmen wird. Nach Beendigung des Manövers beabsichtigt der Kaiser zu gleichem Zwecke sich nach Straßburg i. E. zu begeben. Ausland. Oesterreichzlüngarn. Wien. Ungeachtet Regierung zur Berücksichtigung überwiesen. der entschiedensten Dementis erhalten sich die Gerüchte, Oesterreich werde Bosnien und die Her- zegowina otcupiren. Man behauptet, daß gegen- wärtig bierüber Berathung unter Theilnahme der ungarischen Minister stattfinde. N — Das„Fremdenblatt“ schreibt: Um Miß verständnissen vorzubeugen, sei es nothwendig, darauf aufmerksam zu machen, daß Oesterreich, indem es den Boden des Pariser Vertrags be- treten, keineswegs gesonnen sei, alle Bestimmungen desselben aufrecht zu erhalten. Oesterreich verlange nur, daß bei allen Aenderungen des Tractates sein Votum gebührend berücksichtigt werde. — Die Berathungen zwischen den österreichi⸗ schen und ungarischen Ministern über die noch bestebenden Ausgleichs Schwierigkeiten haben am 16. Januar begonnen. Man versichert, Tisza und Szell würden diesmal Wien nicht früher verlassen, als bis eine endgültige Verständigung erfolgt sein wird.— Gleichzeitig sollen die beiderseitigen Minister auch über die Frage der Wiederaufnahme der Zoll- Verhandlungen mit dem deutschen Reiche schlüssig werden. — 18. Jan. Das Abgeordnetenhaus nahm den Gesetzentwurf, betr. das Zoll⸗ und Handels- Bündniß mit Ungarn, an, abgesehen von einigen Paragraphen, die an den Ausschuß zurückver wiesen wurde. Pest, 18. Jan. Mileties ist wegen Hochver⸗ rathes zu sünfjährigem Kerker verurtheilt. Frankreich. Paris. Das„Journal officsl“ veröffentlicht einen Bericht des Minister? Freycinet, welcher besagt, daß Commissionen mit der Aufgabe einzusetzen seien, die Vollendung der Häfen und des Netzes der Wasserwege vorzube⸗ reiten. Eine Milliarde werde für diese Arbeit erforderlich sein. Diese Arbeiten in Verbindung mit den Arbeiten zur Vollendung des Eisenbahn— Netzes würden eine Ausgabe von 4 Milliarden Frs. in höchstens zehn Jahren verursachen. Schweden. Stockholm, 17. Jan. Die heute zur Eröffnung des Reichstages gehaltene Thronrede erwähnt der ungünstigen wirthschast- lichen Zeitverhältnisse und bestätigt, daß diesmal keine Vorlage wegen der Armee-Organisation in Aussicht genommen sei. Angekündigt werden Vor⸗ lagen administrativer Natur und das Budget für 1879; in letzterem gleichen sich Einnahmen und Ausgaben mit 74,700,000 Kronen aus; unter den ersteren siguriren 6,400,000 Kronen Ueber- schutz vom Vorjahre, unter den letzteren 9,517,500 Kronen für den Dienst der Staatsschuld. Großbritannien. London, 17. Jan. Im Oberhause erklärte Beaconssield: Die Regier- ung habe vor Ausbruch des Krieges einstimmig die Aufrechthaltung der Neutralität heschlossen und sei nie davon abgewichen. England sei nicht isolirt. Falls die Regierung in ihren gegenwärtigen Hoffnungen und Aussichten enttäuscht, gezwungen sein werde, die Interessen Englands zu vertheidigen, so werde sie nicht zögern, wieder und wieder an das Parlament wegen Bewilligung der nothwendigen Mittel zu appelliren.— Aehnlich sprach sich der Schatzkanzler Northeote im Unterhause aus. — 18. Jan. Im Unterhause kündigte Hub— bork einen auf das See ⸗Kriegsrecht bezüglichen Antrag an, da solches eine eingehende Erwägung und Revifion erheische. Auf Anfrage Wolff's erklärte Schatzkanzler Northeote: ein Bericht über die politisch- historischen Verhältnisse hinsichtlich der Schifffahrt im Schwarzen Meere, dem Bos porus und den Dardanellen existire nicht; Aus— züge aus den bezüglichen Verträgen könnten aber vorgelegt werden. — 18. Jan.„Morning Post“ meldet: Das Budget für Heer und Flotte sei gemäß dem Friedensfuße entworfen und werde dem Parlament baldigst vorgelegt.—„Daily Telegraph“ berichtet aus Pera, daß die britische Flotte die Rückfahrt nach der Besika⸗Bey antreten werde. Spanien. Madrid, 17. Jan. Im Senate erklärte der Minister-Präsident Canovas del Castillo: Die Heirath des Königs ist dessen uneingeschränktes Vorrecht; er gibt dem Parlamente davon lediglich wegen der V'rantwortlichkeit der Minister Rechenschaft. Die Heirath wird von den anwesenden 216 Senatoren einstimmig gebilligt. Italien. Rom, 17. Jan. Heute fand die Ueberführung der Leiche Victor Emanuels nach der Pantheons-Kirche statt. Vormittags 10 Uhr verließ der Leichenzug den Quirinal. Den Zug eröffnete eine Abtheilung der Armee. Hierauf solgten eine große Anzahl von Deputationen, die Senatoren, die Deputirten, Geistliche, die Groß— würdenträger, die Vertreter fremder Nationen und Regierungen, die Prinzen regierender Häuser, der erste Flügel- Adjutant Victor Emanuel's zu Pferde mit dessen Degen. Nun kam der Leichenwagen. Die Enden des Bahrtuches hielten der Minister— Präsident, der Minister des Innern, die Präst— denten des Senats und der Kammer, sowie zwei Ritter des Annunziaten-Ordens. Dem Sarge folgte der Ceremonien-Meister, die eiserne Krone Victor Emanuel's tragend; dann das Schlacht: Roß des Verstorbenen und Ehren-Escorten mit den Fahnen der Armee. Den Schluß bildeten die Vertreter von Municipien, Gesellschaften und Corpocationen. In den Straßen, die der Zug berührte, stand eine ungeheure Volksmasse. Die Balkone der Häuser waren schwarz behangen. Der allemeine Eindruck war ein tief ergreifender. Um 1½ Uhr langte der Zug in der Pantheons- Kirche an, wo die kirchliche Feier stattfand. — 19. Jan. In Anwesenheit des ganzen königlichen Hofes, der Königin und des Keon— prinzen von Portugal, des deutschen Kronprinzen, Erzherzogs Rainer und Marschalls Conrobert leistete heute der König den Eid nach der üblichen Formel und unterzeichnete das Eides-Instrument. Hier- auf leisteten die Senatoren, unter ihnen die Prinzen Amadeus und Carignan, sowie die Deputirten den Eid; von letzteren waren etwa 460 erschienen. Der König hielt sodann eine kurze Ansprache, wiederholt von Beffall unterbrochen, worauf der Hof in den Quirinal-Palast zurückkehrte. König ward auf dem Hin- und Rückwege vom Publikum herzlich begrüßt. Durch königliches ö 1 sind in dem russischen Hauptquartier zu Kasanlyk eingetroffen. Die Verhandlungen begannen sosort. Izzet Bey, Enkel Fuad Pascha's, ist gestern mit neuen Instructionen für die türkischen Bevoll⸗ mächtigten nach Kasanlyk abgereist. — 19. Jan. Nachrichten aus Adrianopel vom Heutigen zufolge verlassen fortdauernd die mohamedanischen Einwohner die Stadt. Der Ministerrath hat die Räumung Adrianopels nicht aus militärischen, sondern aus politischen Gründen beschlossen. In Folge der Erwartung, daß der Waffenstillstand abgeschlossen werde, sind die Vor— bereitungen, welche für Uebersiedlung des Sultans nach Brussa getroffen wurden, sistirt worden. Die Patriarchen in Adrianopel halten vermittelst der christlichen Bürger Garde die Ordnung aufrecht. Ein Munitions⸗Depot ist in die Luft geflogen, Das alte Serail in Konstantinopel steht in Flammen. Montenegro. Cettinje, 16. Jan. Die Montenegriner zogen gestern kampflos in Duleigno ein. Die meisten Mohamedaner schiffen sich nach Durazzo und Constantinopel ein. — Der Fürst hat wegen Proviant- Mangels die meisten von den aus den albanesischen Nach- bar Orten stammenden türkischen Gefangenen in ihre Heimath entlassen. Griechenland. Athen, 19. Jan. In Thessalien ist ein Aufstand ausgebrochen; 500 Auf- ständische haben die Waffen ergriffen und sich in den Dörfern Viztitza und Pinacotes unweit der türkischen Festung Volo concentrirt. Die Türken fliehen nach Volo; 200 flüchtige christliche Familien sind in Athen eingetroffen. Heute haben sich 800 türkische Soldaten von Larissa gegen die Aufständischen in Marsch gesetzt. Rußland. Petersburg. Das russische Reichs⸗Budget für 1878 beziffert die Einnahmen Der auf rund 573 Millionen, und die Ausgaben auf 600 Millionen Rubel Das Deficit von 27 Mil- lionen, welches durch die Verzinsung der drei Decret werden alle bis jetzt wegen politischer oder letzten Anleihen und Cours Verluste entsteht, wird Preß Vergehen verurtheilten Personen amnestirt; deßgleichen soll auch bei anderen Vergehen, wenn keine höhere als sechsmonatliche Strafe verwirkt ist, das Straf-Verfahren eingestellt werden. Türkei. Constantinopel. Server Pascha hat letzthin dem Parlament vertraulich mitgetheilt, die Pforte sei bereit, Bosnien und der Herzego— wina vollständige Autonomie zu gewähren, vorbe— haltlich vertragsmäßiger Sicherstellung der Moha— medaner und Erhaltung der Kirchengüter zu Gunsten derselben. — 18. Jan. Dem mehrstündigen Minister⸗ Rathe, der gestern im Seraskierate unter dem Vorsitze des Sultans stattfand, wohnten die Ulemas, die Generale und die ehemaligen Minister bei. Man verkehrte telegraphisch mit den Armee-Corps- und den Festungs-Commandanten und discutirte die Lage für den Friedens- wie für den Kriegs- fall. Nach dem Conseil wurden mehrere Deputirte dem Sultan vorgestellt, der ihnen für die getroffenen Vorkehrungen zur Unterstützung der Ausgewan— derten dankte. Fortwährend langen Flüchtlinge ein. Dieselben werden in den Minister Palais und in Privathäusern untergebracht. — 18. Jan. Telegrammen aus Adrianopel von heute zufolge haben die Türken die Ver- heidigung Adrianopels aufgegeben und alle Truppen und Kanonen zurückgezogen. Der General-Gou— verneur verließ heute Morgen Adrianopel und ließ nur 72 Gendarmen zur Aufrechthaltung der Ordnung bis zu dem bevorstehenden Einmarsch der Russen zurück. Nachdem die Russen gestern in Musta-⸗ pha⸗Pascha, einige Kilometer von Adrianopel, ein- trafen, wurden Maßregeln getroffen, daß die zurück- gebliebenen Gendarmen nach dem Einmarsch der Russen unbehelligt abziehen können. Heute Morgen ging ein Eisenbahnzug von Adrianopel ab, welcher alle Fremden und Einheimischen, welche die Stadt zu verlassen wünschten, mitnahm. Der französische Consul blieb zum Schutze seiner Nationalen in der Stadt zurück. Ein Irade des Sultans ruft alle Ottomanen unter die Waffen zur Verthteidigung des Vaterlandes, das in Gefahr ist. — Von Suleiman Pascha liegt noch keinerlei Nachricht vor. Die türkischen Bevollmächtigten aus dem Anleihefonds gedeckt. Im Uebrigen ent— spricht die Gesammtsumme der gewöhnlichen Ein- nahmen und Ausgaben derjenigen von 1877. — Der„Regierungs- Bote“ publieirt das Reichs-Budget pro 1878, welches in Einnahme und Ausgabe mit 600,398,425 Rubel Silber abschließt — Aus Kasanlyk wird amtlich gemeldet: die Zählung der bei Schipka gewonnenen Trophäen dauert fort. Die Zahl der Gefangenen beträgt nicht 25,000, sondern 32,000, die der erbeuteten Geschütze 93, der Fahnen 10. Die Türken haben Kotci, Stacorjeka und Sliwna geräumt und sich bei Jamboli concentrirt, alle Vorräthe unterwegs verbrennend. Twarditza wurde durch den Vor— trab des Detachements von Malachoff besetzt. — 16. Jan. Die Russen haben Hermanli, acht Meilen von Adrianopel gelegen, besetzt; ihre Cavalerie streift bereits bis Mustapha Kioprösu. Man erzählt, Suleiman Pascha's Corps sei von Adrianopel abgeschnitten und gegen Süden in das Gebirge gedrängt. — 17. Jan. Nach heute eingegangenen eng lischen Telegrammen sollen Oesterreich und England gegenüber Rußland kundgethan haben, sie würden einen ohne ihre Zustimmung geschlossenen Frieden nicht anerkennen. Solche Erklärungen liegen jedoch bis jetzt hier nicht vor. — 18. Jan. Hier eingelaufenen Nachrichten zufolge waren in Remenli zwei Schwadronen Kosaken eingetroffen, um die türkischen Unterhändler nach Kasanlyk zu geleiten. Der türkische Com- mandeur hielt den Angriff der Russen für bevor stehend und ließ deßhalb eine Eisenbahn- Brücke sprengen. — Das Jaurnal„Kawkas“ enthält ein amt⸗ liches Circular des Chefs des Terek- Gebietes, worin derselbe die vollständige Unterdrückung der aufständischen Bewegung und völlige Wiederher- stellung des normalen, friedlichen Zustandes meldet. Aus Stadt und Land. Mainz, 17. Jan. Der frühere Kreisrath von Mainz, Provinzialdirector und Territorialcommissär, Geheimeralh Schmitt, ist gestern nach langem Leiden in Wiesbaden verschieden. EE r 1 Fleisch weimden Alden 0 wardast N beck und Tiichin Genuff H. Tiichn halle obne f krank! Anschre Dieser ein U fleischte Palien Famil. 4 ER nehmer Heimatg Ferming duet 51 per Y 1 73 sg. e Ber- ret temiab., Wicht; An L, bis. 1 n — 8 ** 5 Meinz, 17. Jan. Das Wasser des Rbeins steigt ehr rasch beute Vormitlag wuchs dasselde in der Stunde einen Zoll. Mittags zeigte der Brückenpegel bereits über sechs Fuß. In Mannheim stieg der Rhein von gestern Abend bis beute Morgen drei Fuß. Worms, 14 Jan. Ein Malergebülse aus Tübingen, welcher beschuldigt ist, der Urheber des vor einigen Wochen zu Heilbronn ausgebrochenen Brandes zu sein, durch den 6 Menschenleben zu Grunde gingen, wurde heute auf Requisitton des Gerichtes zu Heilbronn in der benachbarten Gemeinde Horchheim verhaftet. Alzey, 17. Jan. In Folge des starken Sturmes ist beute Nacht in Welgesbeim ein leerer Güterwagen auf die offene Bahnstrecke gelaufen. Der erste Personenzug, welcher beute Morgen um 5 Uhr 19 Min. bier abge⸗ gangen ist, stieß mit diesem Wagen, welchen der Führer der Dunkelbeit wegen nicht seben konnte, zusammen, wo durch der Wagen und die Zugsmaschine fark beschädigt wurden. Die Passagiere kamen mit dem bloßen Schrecken davon. Fübrer und Heizer erlitten unbedeutende Verletzungen. Allerlei. Frankfurt, 18. Jan. Der in den weitesten Kreisen bekannte Componist H. Neeb ist heute seinen langen Leiden erlegen. Ludwigsbasen, 16. Jan. Ein biesiger Geschäfts⸗— mann, welcher sich gestern in einen Nachbarort begab, um bei seinen Kunden Geld einzukassiten und Nachts mit dem letzten Zuge zurückkehrte, wurde auf dem Heimweg in der Nähe seiner Wohnung von einem Strolche überfallen. Derselbe brachte ihm fünf Stiche an dem Kopfe bei, worauf der Angegriffene besinnungslos zu Boden stürzte. Die Reisetasche, in welcher sich etwa 200 bis 300 Mark befanden, schnin der Thäter ab und machte sich mit der— selben davon. Bis jetzt ist man des Thäters noch nicht habbast geworden. Melsungen, 16. Jan. Der hiesige Apotbeker ent⸗ deckte gestern in dem Fleisch eines zu Malsfeld geschlachtelen und theilweise hier zum Verkauf gelangten Schweines Trichinen. Also Vorsicht beim Schlachten, sowie bei dem Genusse von- Schweinefleisch! Hersfeld. Auch in unserer Stadt ist die beimtückische Trichinenkrankheit wieder aufgettelen. Em biesiger Bürger halte kurz vor Weibnachten zwei Schweine geschlachtet, ohne sie untersuchen zu lassen. Vor einigen Tagen er— krankte nun die Tochter des Mannes und bekam Gesichts— Anschwellung und es wurde zu einem Arzt geschickt. Dieser erkannte die Krankheit als Trichinose und nahm eine Untersuchung des im Hause befindlichen Schweine fleisches vor, welches massenbast Trich nen zeigte. Die Patienlien batte robe Bratwurst gegessen;z die übrigen Familienglieder, welche nur gekochtes oder gebratenes Fleisch genossen baben sind bis jetzt gesund geblieben. New Nork. Ein Eisenbahn⸗Zu nehmer an einer Versammlung in Harford nach ihrer Heimath zurückführen sollte, zertrümmerte die Brücke bei Farmington und stürzte in den Fluß hinein. Anzahl von Personen wurde getödtet und verwundet. Handel und Verkehr. Friedberg, 19 Jan. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund 80 90 Pf., Eier per Stück 8 Pf. g, welcher die Theil⸗ Eine große Gießen, 19. Jan. Wochenmarkt. Butter per Pfd. 80— 95 Pf., Gier per Stück 8 Pf.. Tauben das Stück M. 2., Gänse per Pfund 70—75 Pf., Kartoffeln 100 Kilo M. 7. Frankfurt, 19. Jan. Der heutige Heu- und Stroh— Markt war überfahren. Heu kostete je nach Qualitat per Cent. M. 2—3., Stroh per Cent. M Butter im Großen 1. Qual. 80 Pf., 2. Qual. 70 Pf., im Detail 1. Qual. M. 1, 2. Qual. M. 0 90. per 100 M 6 50—8 80 Kartoffeln per 100 Kilogr. M. 7. Rindfleisch 55— fleisch 5563 Pf., Schweinefleisch 70-80 Pf. Mainz, 19. Jan. Produecten-Markt. Walzen per März M. 21.70. Korn per März M. 15. 40., ver Mal 15.30. Hafer per März M. 15.—. Rüböl per Mai M. 37.40 Marburg, 19. Jan. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. 75—95 Pf., Eier per Stück 8—9 Pf., Gänse per Stück M. 4— 6, Hühner per Stück 80— 90 Pf., Hasen per Stück M. 34 St. Kranken- Unterstützungskasse. Einsender erlaubt sich die hiesigen Arbeitgeber wie Arbeitnehmer auf 23. d. Mts. stattfindende Vorstandswahl aufmerk— sam zu machen, denn es liegt gewiß in beider— seitigem Interesse, daß die freiwillige Kasse zu Stande kommt, und daß sie dann sich einen tüch— tigen Vorstand selber wählt. Wir glauben kaum, daß eine andere in der Lage sein wird, günstigere Bedingungen zu stellen, da ja schon durch den Armenfonds ein erklecklicher Theil von Kostenaufwand für Unverheiratheten getragen wird. Die Unterstützungssummen können aber nur dann reichlicher fließen, wenn eine recht große Anzahl Mitglieder beitritt und diese sich dann einen recht praktischen Vorstand wählen, welcher mit dem Hospital, den Doktoren für die Behandlung im Hause 1c. einen möglichst günstigen Vertrag ab- schließt, durch weise Sparsamkeit, und Selbstver— waltung die Gelder zusammenhält. Wir möchten aber ganz besonders unsere hiesigen Arbeitgeber, welche verheirathete Taglöhner oder [Knechte im Geschäfte baben, die also nicht ver— pflichtet sind, einer Hilfekasse anzugehören, bitten, daß sie diesen die Vortheile der Kranken-Unter— stügungskasse auseinandersetzen und sie zum Ein- tritt zu bewegen suchen. Ebenso möchten wir unsere Klein-Meister und solche, welche bereits in kleinen Vereinen sind, die die Kranken-Unterstügung als Nebenzweck be— Paar M. 1., Hühner per Stück M. 1 30, Habnen per 180— 2. Fleischpreise: Ochsenfleisch per Pfd. 70— 75 Pf., Kuh⸗ und 60 Pf., Kalbfleisch 65—70 Pf., Hammel⸗ die nächsten Mittwoch den Stadt 8 die treiben, bitten, sich die Sache sehr wohl zu über⸗ legen, ob es nicht besser für sie ist, anstatt ihre Mittel und Kräfte zu zersplittern, einen großen Verein zu bilden, der Alle umsassen kann, wei er nur den einen Zweck hat, seine Mitglieder in Krankheitsfällen zu unterstützen und durch diese Scelbsthilfe das Selbstbewußtsein des nicht be⸗ Eler mittelten Mannes dem Bemittelten gegenüber zu heben. Der hiesige Armenfonds verfügt über große Mittel und überläßt dieselben auch bereitwillig an Hülfsbedürstige, es dürfte aber seinem Vor- stande doch für die Folge zu empfehlen sein, vor— zugsweise Solche zu berücksichtigen, welche auch in den Stunden ihres Wohlergehens an die Zeit der Noth gedachten und durch Eintritt in die freiwillige Hilfskasse durch diese Selbstbesteuerung ein Recht auf Unterstützung sich erwarben. Zum Schluß berichtigen wir nochmals den vielfack verbreiteten Irrthum, das Gesetz verpflichtet nur den Gesellen und Fabrikarbeiter; zum frei— willigen Eintritt ist Jedermann berechtigt. Geld Cours. Frankfurt am 19. Januar 1878 20 Frankenstücke 0 Mk. 16 1721b. G. Englische Sovereiens 1 20 33 38 Russische Impexiales 16 65-70 Holländische fl. 10 Stü e 16 65 G. Ducaten 1 5 9 50—55 Ducaten al marco 5 55-60 Dollars in Gol 1 16 19 in der Hofapotk der Ho br. Uloth. 237 Engel“ und bei Verloosung. Prämie M. 30 Nr. 661,766 2 Asphalt⸗Dachpappen⸗Fabrik. W. Meyer. Niederlage bei Jean Huber in Friedberg. Bad Nauheim. Holz- Versteigerung. 174 In den Frhr. von Franckenstein'schen N Engelsborn und Eichelgarten werden versteigert: Mittwoch den 23. Vormittags 10 Uhr: 42 Raummeter Buchen⸗Prügelholz, lddistrikten Januar, 80 5 Eichen⸗ 5 6 5 Aspen 1 48 5 Buchen⸗ und Eichen⸗Stockholz, 1300 Stück Buchen⸗Wellen, 5500„ Cichen⸗„ Donnerstag den 24. Januar, Vormittags 10 Uhr: 533 Eichen⸗Stämme von 14—32 Centimeter messer, 4—13 Meter Länge, mit 113 meter Inhalt, 36 Buchen⸗Stämme, mit 4 Kubikmeter Inhalt, 163 Eichen⸗Derbstangen, mit 13 Kubikmeter Inhalt, 34 Buchen 6 mit 1,50 Kubikmeter Inhalt. Freitag den 25. Januar, Vormittags 10 Uhr: 490 Eichen⸗Stämme von 13— messer, 5—12 Meter Länge, mit meter Inhalt, 19 Buchen⸗Stämme, mit 2,20 Kubikmeter Inhalt, 147 Eichen⸗Derbstangen, mit 12 Kubikmeter Inhalt, 22 Buchen⸗ 4 mit 1 Kubikmeter Inhalt. Sämmtliches Durch Kubik⸗ Durch Kubik 28 Centimeter 108 Stamm⸗ und Stangenholz ist ins besondere zu Wagnerholz geeignet. Ockstadt den 12. Januar 1878. N Zusammenkunft jedesmal Vormittags 10 Uhr im Distrikt Engelsborn, zunächst den ehemal. Schieß mauern. Der Frhr. von Franckenstein'sche Oberförster Rumpf. llaarhalsam. sehr beliebt als bestes Mittel Für das Wachisthum der Haare. 1. 20 Pf. Haarfärbemittel die Flasche 2 M. J. A. Windecker, Hoflieferant in Friedberg, F h. J. Weiss in Bad- Nauheim. für die Erhaltung une Flasche k 60 Pf. und 46 Jagd Verpachtung. Die Jagdgerechtigkeit in der Gemarkung Vilbel wird anderweit auf 6 Jahre und zwar in zwei Jagd⸗ bezirken, enthaltend 2374 resp. 1800 hess. Normalmorgen, bestehend in Acker-, Wiesenland und Wald unter den im Versteigerungstermin bekannt gemacht werdenden Be— dingungen Mittwoch den 6. Februar 1878, Vormittags 11 Uhr, auf dem Rathhause dahier meistbietend verpachtet werden, wozu Jagdliebhaber eingeladen werden. Vilbel den 11. Januar 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Vilbel. Sin 12: l. Jagd- Verpachtung. 182 Die der Gemeinde Kloppenheim zustehende Jagd in dasiger 1600 Normalmorgen umfassender Feldgemark— ung wird mit dem 7. k. Mts. leibfällig und soll Dienstag den 5. Februar 1878, Nachmittags 2 Uhr, auf unserem Büreau unter den bei der Verpachtung bekannt gemacht werdenden Bedingungen auf weitere 6 Jahre öffentlich an den Meistbietenden verpachtet werden. Kloppenheim den 9. Januar 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Kloppenheim. Kliem. Jagd- Verpachtung. 275 Die Jagd in der Gemarkung Gettenau, von eirea 550 Hectaren Feld- und 135 Hectaren Wald, soll Freitag den 8. Februar l. J., Morgens 10 Uhr, auf dem Rath— haus dahier auf weitere 6 Jahre verpachtet werden. Gettenau den 16. Januar 1878. Großherzogliche Bürgermeisterel Gettenau. Mut h. Ein zuverlässiger junger Mau n sucht Stelle zur Führung einer kleinen Oeconomie. [Offerten unter B. K. 285 31 Mittwoch den 6. Februar d. Nachmittags Uhr, soll die der Gemeinde Massenheim zustehende Wald⸗ jagd Dalbigsberg im Taunusgebirg, eirca 193 Morgen und Feldjagd eirca 1400 Morgen, in der Gemeindestube dahier auf weitere 6 Jahre meistbietend verpachtet werden. Massenheim am 15. Januar 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Massenheim. Aller. Versteigerung von Brauhaus⸗ geräth. 276 Dienstag den 29. d. Mts. soll das Gemeinde⸗ Braugeräth als: 1 kupferner Braukessel, eirea 70 Ohm große Bütten u. s. w. versteigert werden. Jagd Verpachtung. haltend, 2 Gettenau den 16. Januar 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Gettenau. Muth. Holz- Versteigerung. 281 Donnerstag den 24. Januar 1878 Morgens 10 Uhr anfangend, sollen im Nieder-Weiseler Gemeindewald, Distrikt Plahles, nachverzeichnete Holzsortimente öffentlich versteigert werden: 120 Raummeter Buchen- und Eichen⸗Scheltholz, 40 5 5 Knüppel —„ 1000 Stück Eichen⸗Reisig, 12 Raummeter Buchen- und Eichen⸗Stockholz, 24 Stück Eichen⸗Bauholz, 14,82 Festmeter Inhalt. Die Zusammenkunft ist in der Eichlache oberhalb Hausen. Nieder⸗Weisel den 19. Januar Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder⸗Weisel. Reuter. Zucht Bulle. Bei dem Unterzeichneten steht ein schoner gelbscheckiger Berner Bastard Bulle zu verkaufen. Nieder-Woͤllstadt den 16. Januar 1878. Heinrich Fauerbach. 1878. 270 — r 1 1 f 1 140 0 Holzversteigerung in der Oberfoöͤrsterei Wahlen. 282 Dienstag den 29. und Mittwoch den 30. Januar kommen in den Abibeilungen Koͤrle 1, 2 und Herzerhege 2 folgende Holzsortimente zur öffentlichen Versteigerung: 679 Eschen Stamme mit 570 Festmeter Kubik Inhalt, zu Bau- und Schnittholz geeignet, 59 Naummeter Buchen- und Eichen Scheiter, 238 1 5 5„ Knüppel, 4714 1 8 Eichen⸗ und Nadel-⸗Reisig, 313 1 Eichen⸗Stoͤcke. Am ersten Tage gelangen nur Stämme zum Ausgebot, am zweiten Tage ein etwalger Rest derselben und die Brennholzsortimente. Die Zusammenkunft ist jedesmal präeis Morgens um 9 Uhr und zwar Dienstags im Körlen nabe am Lehrbacher Felde bei dem Stamme Nr. 114, Mittwochs auf der Staatsstraße von Lehrbach nach Kirtorf neben Retschenhausen, um das etwa vom vorhergehenden Tage noch übrig gebliebene Stammholz zu verwerthen, wonach sodann von 10 Uhr an bei Wirth Decher in Lehrbach das Brennholz versteigert wird. Die Forstwarte Moͤnnig und Walter in Lehrbach sind beauftragt, vor dem Versteigerungstermine Steig⸗ liebhabern über die Brennbolzsortimente Auskunft zu ertheilen und dieselben vorzuzeigen. N Wahlen am 17. Januar 1878. Großherzogliche Oberförsterei Wahlen. Stumpf. Bekanntmachung. 283 Die seither von Max Stern hier und Gustav Herzog aus Frankfurt dahier unter der Firma: „Oberhessische Bergbau- und Farbenfabrik Hungen“ betriebene Handlung wird von heute ab unter der Firma: „Max Stern senior“ von Max Stern dahier fortgeführt. Als Procurist ist Adolph Stern aus Frankfurt berechtigt für die Firma zu zeichnen. Hungen am 12. Januar 1878. Großherzogliches Landgericht Hungen. ö Cellarius, Krauß, Landrichter. Landgerichts-Assessor. N Versteigerung. 288 Donnerstag den 24. d. Mst., Nachmittags 2 Uhr, soll in hiesigem Rathhause eine noch in gutem Zustande befindliche Singer sche Nähmaschine gegen Baarzahlung versteigert werden. Friedberg den 19. Januar 1878. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Foucar. Holz ⸗Versteigerung. 291 Die am 8. d. Mts. im biesigen Gemeindewalde abgehaltene Holzversteigerung ist genehmigt und der erste Abfahrtag auf Mittwoch den 23. d. M. festgesetzt worden. Abfahrtage sind: Montag, Mittwoch und Freitag, von 8—12 Uhr Vormittags dis zum 1. Maͤrz l. J. Ober⸗Mörlen am 19. Januar 1878. Großherzogliche Bü germeiste rei Ober-Mörlen. e Holz-Versteigerung. g 296 Freitag den 25. Januar l. J., von Vormittags 9 Uhr an, wird in dem Pohl Gönser Gemeindewald, Distrikt Unterbauwald, nachsolgendes Holz versteigert: 4 Raummeter Buchen⸗Scheitholz, 18 5 Eichen⸗ 5 * 7 Buchen⸗Prügelholz, 10 5 Eichen⸗ 8 6 5 Buchen⸗Stockholz, 34* Eichen⸗ 7 800 Stück Buchen⸗Reisholz, 1200„ Eichen⸗ * 44 Eichen⸗ Stämme(Schnittholz) von 3—8 Meter lang und 18— 86 Centimeter Durchmesser mit 31,50 Kubikmeter Inhalt. Die Zusammenkunft ist am Bußbacher Feld. Pohl⸗Göns den 19. Januar 1878 Großherzogliche Bürgermeisterei Pohl-Oöns. Schöpf f. Faselochs⸗Versteigerung. 297 Künftigen Freitag den 25. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, soll ein der Gemeinde Klein-Karben gehöriger, zum Schlachten geeigneter Faselochs auf dem Bürger⸗ meisterei⸗Büreau dahter an die Meistbietenden versteigert werden. Klein⸗Karben den 20. Januar 1878. Großherzogliche Burgermeisterei Klein-Karben. Schneider. Ein Dienstmädchen, gesetzten Alters, von braver Familie, wird gegen hohen Lohn auf Petritag gesucht von Kreis- Assessor Küchler 271 zu Friedberg. 277 Bei Bäckermeister Nolte in von heute ab fortwährend Bau⸗ und Streusand Stammheim ist ——U—ä——. Gewerbverein. 292 Nach Beschluß der Generalversammlung des Landesgewerbvereins soll Zeichnungen und sonstiger Schülcrarbeiten der sämmtlichen hiesiger Stadt eine Ausstellung von Handwerkerschulen des Landes veranstaltet Ausstellung von Industrie- Erzeugnissen zu Abends 8 Uhr, im Lokale der Herren Henn& werden ein Comité erwählt werden soll, das die weiteren Schritte in die Hand nimmt. in diesem Herbste in Der Lokalgewerbverein beabsichtigt damit eine verbinden und hat darum auf Samstag den 26. d. M., Jamin eine Versammlung anberaumt, in welcher Zu dieser Ver⸗ sammlung werden hierdurch alle Interessenten hier und in der Umgegend eingeladen. Bemerkt wird noch, daß nur Mitglieder des Gewerbvereins wählbar sind, Friedberg den 21. Januar 1878. Der Vorstand der Lokalsection. An-& Verkauf Staats- wird bestens besorgt von dem 70 & Gemeindeobligalionen Großherzoglichen Hof-Agenten Jacob Engel. 294 Von heute an Corned Beef (amerikanisches Poͤckelfleisch) im Ausschnitt, sowie Wim Kiedberger Casino. Gothaer Cervelatwurst und echte Süßbratbückinge empfiehlt 289 Mittwoch den 23. Januar, Abends 8 uhr, Vor⸗ 8 3.„ 7 Walz „.. 8 stellung des Herrn Duschnée aus Prag. g—.—. Bekanntmachung. Veteranen⸗ und Militärverein Donnerstag den 24. Januar 1878, von Vormittags 10 Uhr an, sollen auf dem Savigny'schen Hofgute zu Bruchköbel abzugshalber: 1 vierjähriges Stutenpferd, 2 Wagen, 6 Pflüge, 1 Häckselmaschine, 1 Dickwurzel⸗ Reibmaschine, 1 Schrot⸗ und Quetschmaschine 1 kupferner Kessel, 1 vollständiger Kochherd, 1 Wasser⸗ und Pfuhl⸗ pumpe, Werkholz, Stroh, Spreu und sonstige verschiedene land wirthschaftliche Gegenstände verkauft werden, wozu Kauf liebhaber einladet Bruchköbel den 18. Januar 1878. 2 6 Konrad Roßmann Wittwe. Wichtig für Metzger. 245 Hiermit zur Kenntniß, daß ich seit einiger Zeit den Allein verkauf der patentirten Griebenschneidmaschine des Herrn Mechaniker Wolf, Zwickau, für das ganze Großherzogthum Hessen und die Stadt Frankfurt a. M. übernommen habe. leicht und schnell zu reinigen und erfordert nur einen kleinen Raum. Preis per Stück mit 2 Gatter für kleinere und größere Grieben Mark 150. Bis jetzt verkaufte ich diese Maschine an die Herren Metzgermeister: Hr. Walz und W. Wind, Friedberg, A. Melchior, J. Steinhäußer und W. Schneider, Butzbach, und geben diese Herten gerne Auskunft. Seit Kurzem ist die Maschine bedeutend verbessert, was jedoch den Preis nicht erhöht. Jean Huber, Friedberg. Nach Vorschrift des Universitäts- Professors Dr. Harless, Gehe im. Hofrath in Bonn, gefertigte Stollwerck'sche Brustbonhbons. seit 40 Jahren bewährt, vorräthig in versiegelten Paketen à 50 Pf. in Friedberg bei Hof- Apo- theker C. Görtz, Wilh. Bernbeck und Wilhelm Fertsch; in Gambach bei Car! Löffler; in Reichelsheim bei Apotheker Chr. Langhe inz; in Rockenberg bei Apotheker F. Sames 60 Annmonee. Ein zuverlässiger kräftiger Küferbursch wird in eine Liqueurfabrik der Nähe Frankfurts gesucht, und solche Personen bevorzugt, die in einem derartigen Geschäft bereits thätig waren und etwa mit den Kellerarbeiten im Weingeschäft bewandert sind. Näheres bei H. Martini in Vilbel. Loose. 293 Sankt Katharinen-Loose à 3 Mark(zur Wieder— 242 stüdter Frühjahrspferde-Markt-Loose à 2 M. zu haben bei Carl Gaule in Darmstadt gegen Einsendung des Betrages in Briefmarken. Rabatt. Repskuchen, ds beg e le e e Warnung. 284 Allen Denjenigen, welche meinem Vater au meinen Namen etwas borgen, zur ch für Nichts hafte. 135 zu billigem Preis abzugeben. Ilbenstadt. Ferdinand Haus. 1 Walze, 1 Wiesenhobel, eine große Parthte Die Maschine schneidet den guten— Speck sowohl wie den mageren in schöne Würfel, ist sehr herstellung der Katharinenkinche zu Oppenheim), Darm- Wiederverkäufer erhallen (H. 6300.) Kenntniß, daß Friedberg. 287 Samstag den 26. l. Mis., Abends präeis 8 Uhr, findet im Vereinslocale die erste ordentliche General⸗ versammlung statt, zu welcher pünktliches Erscheinen unter Hinweis auf§ 31 der Statuten erwartet wird. Tagesordnung: 1) Jahresbericht mit Rechnungsablage. 2) Wahl des Vorstandes und der Commissionen. 3) Bericht über den letzten Delegirtentag. Die noch rückständigen Beiträge sind spätestens an diesem Abende zu entrichten. Der Vorstand. Spielkarten. 74 Durch neue Einrichtung in meinem Geschäft von jetzt ab feine und dauerhafte Spielkarten und zwar in 20 diversen Sorten. Louis Weis. R 5 7 2500 Mark werden ohne Vermittelung auf sehr gute Obligation zu leihen gesucht. Näheres bei der Exped. d. Anz. 269 1 J3dbei möblirte Zimmer 290 Reallehrer Klein. zu vermiethen. Zwei Faselochsen, darunter ein reiner Berner, hat zu verkaufen 286 Müller, Löwenhof. 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