Dienstag den 20. August. M 98 e Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal per Woche und zwar Dienstags, Donnerstags und Samstags. B r t Jahres⸗Conto bei uns haben), welchen der Amtlicher Theil. J. B. d. K.: Küchler, Kreis- Assessor. tg. Freitag Abend ausgegeben. — drstg auf die Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, en* Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nich * teen daben. 8 8 L DDD Se Verfand n det i t behier usi Betreffend: Die Herbstübungen in 1878, insbesondere die Lieferungen von Fourage. 1 N f a. * 2 Wir machen Sie darauf aufmerksam rin den * tit fert 1 —— um Requisitionswege 1 Berabreichungssselle zu Lasten der Gemeinden entstehen würden, dafür zu sorgen, 1 Gemeinde auf Requisition der Truppentheile verabfolgt werden kann. 2 Nest „ Nsechnens ud d entallcierm a Betreffend: Die Aufstellung und Einsendung der Voranschläge der Gemeinden des Kreises Friedberg 8— denn für 1879 insbesondere die Beiträge zur Kreiskasse Wet 8 taint Priftied. Wohnung den Hause, 34,800 Marf festgesetzt worden. u-- vi H. Praftied. diüdttpagn. tt Nunder wegn * Seti u 10 B Detreffend: Die Regulirung der Einkommensteuer. 1 rauben, Otteerßen mittel 2 Georg Philipp Heinrich Balser von Vilbel wurde als Feldschütz Eudwig Ickler von Vilbel sind als Nachtwächter der Gemeinde Vilbel erna J. B. d. K.: Küchler, Kreis- Assessor. J. B. d. K.: Küchler, Kreis- Assessor. bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. etrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Friedberg am 16. August 1878 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. „daß mit Rücksicht auf die Bestimmung in§. 5 des Gesetzes über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden vom 13. Februar 1875 der Bedarf an Fourage bis zu 25 Rationen täglich von den betreffenden Truppentheilen im gefordert werden wird und empfeblen Ihnen zur Verminderung der Kosten, welche durch Abholung bei der nächsten militärischen daß in dem angegebenen Falle die Fourage von der betreffenden Friedberg am 16. August 1878. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Der Beitrag zur Kreiskasse für 1879 ist, einschließlich desjenigen zur Bestreitung der Bezirks⸗Bauaufseher⸗ Gehalte von 7500 Mark Für 1878 beträgt derselbe 29,000 Mark, daber für 1879 5800 Mark mehr. dem entsprechend als Beitrag zur Kreiskasse circa/ mehr in den Gemeinde-Voranschlägen für 187 „auf Sie werden dafür besorgt sein, daß 9 vorgesehen wird, als für 1878 ausgeschlagen sind. Friedberg den 16. August 1878. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Unser Auseschreiben rubricirten Betreffs vom 2. Juli 1877, Oberbessischer Anzeiger Nr. 64, sind wir veranlaßt eindringlichst in Erinnerung zu bringen. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. e für die Gemarkung Vilbel ernannt und verpflichtet. unt und verpflichtet worden. Peter Pfeiffer und Geometer Heinrich Fischer und Philipp Franz 2.—* eibel von Vilbel wurden als Feldgeschworene der Gemeinde Vilbel ernannt und verpflichtet. Wilhelm Ferdinand Hinkel und Valentin Wilhelm ——— litzel von Massenheim wurden als Feldgeschworene der Gemeinde Massenheim ernannt und verpflichtet.. Ludwig Winter III., Ludwig Post und —— Johann Balthasar Klees von Büdesheim sind als Feldbeischützen für diese Gemarkung verpflichtet worden. Christoph Jacob Melchior und Johann füt le 1 Philipp Groß von Butzbach sind als Wiesenvorstandsmitglieder verpflichtet worden. 1 7 1 Deutsches Reich. standen, und bemerkten darunter die Mitglieder des Sie!“ sprach der Scharfrichter zu Hödel. Dieser u nn der eiii, Darmstadt. Das Regierungsblatt Nr. 16 Staatsgerichtshofs, die das Urtheil über Hödel sprang förmlich die drei Stufen zum Schaffot 1 sathält das Gesetz über die Hhpothekenämter in gesprochen hatten, an der Spitze den Vicepräsidenten hinauf und entkleidete sich oben seines Rockes und cheinhessen. Berlin, 16. Aug. Ueber die letzten Augenblicke les Verbrechers Hödel meldet die Nationalzeitung: bei der gestern in der Zelle des Verbrechers in der een e tadtvogtei erfolgten Veröffentlichung der aller f e eee öchsten Cabinetsordre, durch welche der Gerechtig— 9 f it freier Lauf gelassen wird, erbleichte Hödel einen e, phaugenblick, fiel aber sogleich wieder in seine be— rich Carl ben bnnte Frechheit und Störrigkeit zurück und ver— rerentres⸗ 22 7 bongte sofort ein Gnadengesuch schreiben zu dürfen, .— gas ihm aber, unter Hinweis auf die Erfolglosig— g* ee fit dem allerhöchst sanktionirten rechtskräftigen Er- 1 h nntnisse gegenüber, und weil er nicht im Stande di neue Geständnisse zu machen, nicht gestattet den fturde. Kurz darauf verlangte er jedoch, daß seine em 0 Finrichtung auf dem Kreuzberge stattfinde. Es uud Man furde ihm hierauf die Frage vorgelegt, ob er „ rien och besondere Wünsche habe, worauf er Cigarren . N d gute Kost sorderte, welche er nebst einer Flasche für frirdbetk Wein vor dem gestern Abend halb 7 Uhr erfolgten emtintt a Transporte nach dem Zellengefängnisse mit Behag— Niisttenr lichkeit genoß. Den geistlichen Zuspruch lehnte er 1 reits euschieden mit dem Bemerken ab, daß er behufs 71 57 npfangnahme desselben eine jahrelange Vorbe— Wen dee istung gebrauchen würde. Ueber die Vorgänge * 5 umitielbar vor und bei der Hinrichtung schreibt e eee an uns: Am heutigen Morgen um 5 Uhr ver— — Ab der Verbrecher in Begleilung des Predigers — e 5% Hausgeistlichen an der Stad tvogtei, die a Je, in weicher er die letzte Nacht seines Lebens gebracht hatte. Als er festen Schrittes am Schaffot . gelangt war, musserte er mit frecher Miene das 2— Au Hinrichtung erschienene Publikum. Wir zählten 8 7 1 ö a 50 Personen, welche um das Schaffot gruppirt 4 17 1 — 60 des Königl. Kammergerichts v. Mühler, und den seiner Weste. Oberstaatsanwalt v. Luck. Vom königl. Stadt- Armsünderglöcklein in der Anstalt. In diesem Augenblick ertönte das Mit unbe- gericht war der Untersuchungsrichter, Stadtgerichts- schreiblicher Frechheit blickte Hödel nach diesem rath Hollmann, und der Staatsanwalt Gartz an- Glöcklein hinauf und lächelte höhnisch den An- wesend; von Militärpersonen war erschienen der wesenden zu, dann warf er die Hosenträger ab, General v. Voigts-Rhetz; von der Berliner Bürger- konnte aber einen Knopf des Oberhemdes nicht schaft mehrere Stadträthe, Stadtverordnete und Bezirksvorsteher in ihrer Amtstracht mit Kette an— gethan; von der Polizeibehörde der Polizei-Oberst Oberkörper bis über die Brust entblöst war. lösen, worauf einer der Scharfrichtergehülfen ihm dasselbe von hinten her herunterzog, so daß der Die Gericke und mehrere Polizei-Lieutenants; außerdem Scharftichtergehülfen schnallten darauf den Ver— waren etliche Nuncien des königl. Stadtgerichts brecher an Armen und Füßen fest und legten den zugegen. Der Untersuchungsrichter Stadtgerichts⸗ Kopf in den Einschnitt des Blockes mit dem Gesicht ratb Hollmann nahm hinter einem vor dem Schaffot nach unten, indem sie den Hinterkopf mit einem aufgestellten Tische Stellung, während der Delin- handbreiten Gurt sestschnallten, so daß der Hals quent durch den Geistlichen, den Inspektor des frei lag und der Deliquent den Kopf nicht be— Zellengefängnisses und zwei Wärter geleitet wurde. zum Tode wegen konnte. Mit erhobener Stimme verlas sauberes Futteral, mit der Jahreszahl 1878 in Jetzt öffnete der Scharfrichter ein der Untersuchungsrichter darauf das Todesurtheil Golddruck darauf, nahm das Richtbeil in seine und die aus Homburg den 8. August datirte und Hand und trennte mit einem Schlage den Kopf vom Kronprinzen unterzeichnete Bestätigungsurkunde. Bei der Verlesung des Datums dieses seines Todes- urtheils spie der Verbrecher aus und rief nach be— endeter Verlesung ein vernehmliches„Bravo!“ Der Untersuchungsrichter wandte sich hierauf an den Scharfrichter Krauts. Derselbe, ein großer und kräftig gebauter Mann mit kleinem Schnurrbart, 34 Jahre alt, war in feinster Wäsche und ele— ganter Toilette, schwarzem Frack, weißer Halsbinde, schwarzer Weste und schwarzen Beinkleidern er— schienen. Indem er ihm die Bestätigungsurkunde vor Augen hielt, sprach der Untersuchungsrichter: „Ueberführen Sie sich von der Urkunde und nun übergebe ich Ihnen den Klempnergesellen Emil Heinrich Max Hödel zur Enthauptung.“„Kommen! vom Rumpf. Der letztere zuckte nach der Exekution dann noch, während der Kopf einige leise Be— wegungen machte. Ein bereitstehender Sarg nahm sofort den Leichnam nebst dem Kopfe auf und wurde alsbald dem bereits geöffneten Grabe am Zellengefängniß übergeben. Die Exekution währte kaum 3 Minuten. Es waren nur wenige Menschen vor dem Gefängniß angesammelt, da die Hin— richtung selbst sehr geheim gehalten worden war. — In Folge der türkischen Ablehnung der griechischen Forderung haben die Großmächte sich vereinbart, nochmals eine gemeinsame, höchst ener- gische Antwort an die Pforte zu erlassen. Das „Tageblatt“ ist in der Lage, den festgestellten Wort- laut der vereinbarten Antwort wie folgt mitzutheilen; Entsprechend dem Artikel 27 des Berliner Ver ⸗ trages, sagt dieselbe wörtlich, haben die Groß mächte keine Bemühungen gescheut, ein Endresultat in gedachter Angelegenheit herbeizuführen und auch die Hohe Pforte hat zu wiederholten Malen sich dahin ausgelassen, sie wolle die Wünsche der Mächte acceptiren. Nunmehr ist es unbillig, zu verlangen, daß die Großmächte das Athener Cabinet den Veränderungen in der Politik der Hohen Pforte noch länger aussetzen. In Folge dessen sprechen die Großmächte ihren Wunsch zum letzten Male dahin aus, daß die Berichtigung der zwischen dem osmanischen Reiche und dem Königreich Griechenland zu vereinbaren sei, so zwar, daß die südlichen Striche von Epirus und Thessalien an das Königreich Griechenland kommen sollen; was Volo betrifft, so sollen dabei die geographischen und ethnographischen Motive danach geurtheilt werden. So weit die Note. Bis zur Stunde steht noch Englands Zustimmung zu dieser europäischen Note aus. — Der„Reichs- Anzeiger“ bemerkt, daß die Fortführung der Staats-Eisenbahn Bauten, wofür durch besondere Gesetze Credite bewilligt sind, im Monat Juli 16,400,000 Mark erfordert hat. — Die„Nordd. Allg. Ztg.“ bezeichnet die Meldung mehrerer Blätter, der Reichskanzler habe das Reichs ⸗Eisenbahnamt angewiesen, ihm keine Verfügung ohne die Gegenzeichnung des preußischen Handelsministers vorzulegen, als vollständig aus der Luft gegriffen. Kissingen, 17. August. Nuntius Masella hat sich gestern Vormittag zur alten Saline be— geben und hatte wiederum eine längere Unterredung mit dem Fürsten Bismarck. Das Aussehen des Fürsten ist frischer als vor der Kur, er sah da— mals gebräunter aus, jetzt heller; seine Haltung ist noch recht stramm, wenn auch beim Gehen der Kopf ein wenig nach vorne geneigt ist. Fürst Bismarck wird heute Abend von hier abreisen und sich über München nach Gastein begeben. — 17. Aug. Heute Nachmittag hat Masella sich von der Geistlichkeit verabschiedet und ist nach München zurückgereist. Ausland. Oesterreich⸗UUngarn. Wien, 16. Aug. Der Obercommandant der Occupationsarmee, Feld— zeugmeister Philippovich, meldet aus dem Lager bei Zenica von gestern: Hasiz Pascha mit einer Deputation von Notabeln aus Serajewo habe ihn gebeten, mit dem Vormarsche der kaiserlichen Truppen einzuhalten. Er(Philippovich) habe er— wiedert, daß er erhaltenem Befehle gemäß den Weitermarsch auf Serajewo fortsetzen werde, und Hafiz Pascha und die Notabeln aufgefordert, ihren ganzen Einfluß geltend zu machen, um die irrge— leitete Bevölkerung zum Aufgeben des weiteren nutzlosen Widerstandes zu veranlassen. Feldmar⸗ schall⸗Lieutenant Szapary meldet aus Doboj, daß die 20. Division am 13. d. bei Gracanica hestig angegriffen wurde. Dieser Angriff sei zurückge⸗ wiesen worden, doch habe die Division am 14. wegen Munitionsmangels den Marsch nach Doboj sortgesetzt, welchen die ermüdeten Truppen trotz fortwährender Belästigung durch Insurgentenschaaren in bester Ordnung ausgeführt hätten. Alle Ver⸗ wundete und der ganze Train seien in Sicherheit gebracht, wobei wegen der schlechten Straßen die Wagen größtentheils von den Truppen gezogen und geschoben werden mußten. Nach weiteren Berichten ist zweifellos erwiesen, daß bei 30 Ba- taillonen regulärer türkischer Truppen sich den auf⸗ ständischen Mohamedanern angeschlossen haben und daß große Quantitäten Waffen und Munition nach Bosnien geschafft und dortselbst vertheilt worden sind. Die Insurgenten sollen bei dem Han Belaldrac südöstlich von Bazovaca Stellung genommen haben, daher es in dieser Gegend wahrscheinlich zu Kämpfen kommen wird. In Banjaluka wurde die öster⸗ reichische Besatzung vorgestern von Insurgenten an- gegriffen, die jedoch nach kurzem Kampfe zurück⸗ gedrängt wurden. Mutessarif und Pascha suchten Schutz bei den kaiserlichen Truppen im Castell, Grenze berücksichtigt und in Banjaluka die Ruhe wieder hergestellt. Der Mutessarif und der Pascha bedankten sich bei dem Stations Commandanten für den ihnen gewährten Schutz und versprachen, ihn in seinen Bemühungen zur Aufrechthaltung der Ordnung kräftig zu unter. stützen. Die Verbindung mit Gradisca und mit der 7. Division war wieder hergestellt. — 17. Aug. Nach einer bier eingetroffenen Meldung soll die Diviston Szapary ihre voll⸗ ständige Vereinigung mit dem Centrum der Oceu⸗ pationsarmee bewerkstelligt haben. Die Saveschiff⸗ fahrt zwischen Schamaz und der Donau Mündung ist unterbrochen, weil die türkischen Grenzbewohner die Schiffe beschießen. Zepee wurde eine Kriegs- Contribution von 50,000 fl. aufgelegt. Musie, katholischer Pfarrer und Insurgentenführer, stellte seine 2000 Mann zählende Schaar Jovanovich zur Verfügung. Jovanovich soll dieselbe angeblich als Contreguerillas gegen die aufständischen Mo- hamedaner verwenden wollen. Die ungarischen Blätter verlangen insgesammt eine energische Action gegen Serbien. Laut einer von der zwanzigsten Truppendivision eingelangten telegraphischen Nach⸗ richt, wurde dieselbe gestern Vormittag von einer bedeutenden Macht in der Siellung bei Doboj, am rechten Ufer der Bosna, angegriffen und hat, obgleich unter empfindlichen Verlusten, alle An⸗ griffe abgewiesen. Frankreich. Paris, 16. August. Heute hat die erste Sitzung der internationalen Münz⸗ Conferenz stattgefunden. Alle Delegirten der bei⸗ getretenen Staaten waren anwesend. Der ameri- kanische Delegirte unterbreitete ein Programm für die Berathungen. Die Confernz beschloß Deutsch⸗ land einzuladen, an ihren Arbeiten theilzunehmen. Frankreich wird diese Einladung an Deuischland gelangen lassen. 0 Großbritannien. London, 15. Aug. Im Unterhause antwortet Schatzkanzler Northeote auf Anfrage Holt's, es habe mit dem Papste oder einem Vertreter desselben zum Zweck der Wieder ⸗ herstellung diplomatischer Beziehungen irgend eine Communication nicht statigefunden. Auf eine Frage Havelocks sagt Northcote, er wisse noch nicht, ob der Emir von Kabul gewillt sei, die britische Mission zu empfangen. Der Emir würde jedoch darum angegangen werden. Spanien. Madrid. volutionäre in Estremadura ist Madrider Nach ⸗ richten zufolge zersprengt. Von den 42 Mann, aus denen sie bestand, sind 34 zu Gefangenen gemacht worden, während 5 die Waffen gestreckt und um Gnade gebeten haben. Der Führer Vilarius ist nach Poctugal entkommen. Vier Gendarmen, welche die Bande mit Waffen und Pferden ge⸗ fangen genommen hatte, sind befreit worden. Italien. Rom, 17. Aug. Der Vatikan hat dem Fürsten Bismarck Vorschläge zur Ge⸗ nehmigung übersendet, welche darauf grichtet sind, den ausgwiesenen Bischöfen die Rückkehr in ihre Diöcesen zu ermöglichen. Es bestehen in dieser Beziehung noch einige Differenzen; der Vatikan glaubt indeß, daß eine einfache Zustimmung der Regierung zur Rückkehr der Bischöfe genüge, ohne daß es nöthig wäre, daß dieselben das betreffende Ansuchen an die Regierung stellen. Türkei. Constantinopel. Die Note der Pforte über die griechische Frage führt aus, daß die Pforte niemals das Princip einer Grenzbe⸗ richtigung acteptirt habe. Seit 1829 habe keine wirklich nationale Insurrection in Thessalien und im Epirus stattgefunden. Bewaffnete Schaaren hätten die Grenze überschritten, aber nicht ver⸗ mocht, die Bevölkerung mit fortzureihen. Griechen land hätte während des Krieges Mäßigung zeigen müssen. Aber es habe mit Rußland unterhandelt und mehrmals die Frage einer Theilung Rumeliens (aufgeworfen. Es babe vergebens um Unterstützung [gebeten und, da es diese nicht erhielt, auf den [Krieg verzichtet, aus Furcht vor der Türkei. — 16. Aug. Eine österreichisch⸗türkische Con⸗ vention ist abgeschloffen. Oesterreich wollte die Occupation durch einen Notenwechsel regeln. An⸗ Die Bande der Re- ist nicht bestimmt. In mehreren Artikeln der Con- vention wird die Souveränetät der Pforte aner- kannt. Ebenso werden auch fernerhin die öffent⸗ lichen Fürbitten für den Sultan stattfinden. — 17. Aug. Das russische Hauptquartier ordnete die Versteigerung von 2000 Pferden an. Mittlerweile sind seit vorgestern neue diplomatische Schwierigkeiten zwischen Rußland und der Pforte entstanden, welche den Abmarsch der Garde und den Rückzug der Russen aus der Umgebung von Constantinopel zu verzögern drohen. — 17. Aug. Berliner Meldungen besagen, daß die europäische Commission für die Ausarbeit⸗ ung der Organisation Ostrumeliens am 13. Sept. in Constantinopel zusammentrete. Am nämlichen Tage trete auch die Commission für Bulgarien an demjenigen Orte Bulgariens zusammen, wo der russische Commissär seinen Sitz nehme. — 17. August. Der Fürst von Montenegro hat sich auf telegraphischen Wege an den Groß- vezier gewendet und von der Pforte die Durch⸗ führung der Montenegro betreffenden Bestimmungen des Berliner Vertrages, sowie den Austausch der betreffenden Gebietstheile verlangt. Trotz der höflichen und coneilianten Form dieser Depesche soll die Pforte unter Berufung auf die Abneigung der mohamedanischen Bevölkerung gegen die mon⸗ tenegrinische Herrschaft wenig disponirt sein, die Räumung der Montenegro zugesprochenen Territorien zu verfügen und sieht man deshalb die Entstehung neuer Schwierigkeiten voraus. Ebenso verhält sich die Pforte bezüglich der von Rußland urgirten Räumung Batums, indem es die Nothwendigkeit des früher zu brechenden Widerstandes der Lahzen betont, dem die Russen Rechnung zu tragen hätten, um Batum nicht in die Hände der Lahzen fallen zu lassen. — Die internationale Commission zur Unter⸗ suchung der Lage der rumelischen Muselmanen kehrte hierher zurück, nachdem sie die Mehrzahl der Städte und Dörfer Rumeliens und des Rho— dope Bezirks sowie das Hauptquartier der Auf⸗ ständischen besucht und die früheren Angaben über die schreckliche Behandlung der Muselmanen ledig⸗ lich bestätigt gefunden hatte. Serbien. Belgrad, 15. Aug. Serbien hat längs der Drina ein Observationscorps auf⸗ gestellt und die von den Türken verlassenen Grenzen besetzt. Die Arnauten vereinigen sich mit den Insurgenten in Bosnien. — 16. Aug. Nach den Versicherungen der serbischen Regierung bezweckt die Aufstellung eines Observations-Corps von 10,000 Mann an der Drinagrenze nur die Abschließung dieser Grenze gegen die Serben. Die unzuverlässigen serbischen Elemente wurden von der Grenze entfernt. Die serbischen Truppen besetzten das von den Türken geräumte Bajukljade; ebenso ist die Demarkations⸗ linie in Altserbien von den Türken geräumt. Die Zahl der Insurgenten in Ostbosnien beläuft sich auf 16,000, größtentheils Arnauten, darunter 2000 von den Mohamedanern zum Anschlusse ge⸗ zwungene Christen. Der russische General Fadejeff hat am 13. d. Belgrad verlassen, nachdem seine Umtriebe an der Erklärung der serbischen Regier⸗ ung gescheitert waren, daß sie sich in Nichts ein⸗ lassen werde, was Serbien in Conflict mit seinen internationalen Pflichten bringen könne, — Der serbische Finanzminister nogociirt mit Pariser Bankhäusern ein Anlehen von 24 Mill. Frs. zur Tilgung der in dem letzten Kriege gemachten Schulden. Die serbische Regierung hat die strengsten Maßregeln erlassen, um jede Unterstützung des Widerstandes in Bosnien seitens der serbischen Grenzbewohner hintanzuhalten und zu ahnden. Numänien. Bukarest. In officiellen Kreisen wird die angebliche Ernennung des Fürsten Joan Ghika zum Gouverneur der Dobrudscha in Abrede gestellt. Es könne hierüber nichts entschie⸗ den werden, bevor sich nicht die Kammern über die Stipulationen des Berliner Vertrags ausge- sprochen hätten. Keinesfalls könne es in der Ab⸗ wohin sich auch die bedrohten Christen flüchteten. gesichts des Widerstandes der Bosnier machte sicht der rumänischen Regierung liegen, in der Nach einem Telegramm des dortigen Stations- Oesterreich wichtige Concessionen, um die Conven⸗ Dobrudscha ein permanentes Special-Gouvernewent Commandanten, General Sametz, von gestern, war tion herbeizuführen. Die Dauer der Occupation einzuführen. die Sonne tr aufßereh Ameri Vernehmen! iu Meriko ein — Das ge bis Mississt die Coma — Fried! sind pe 1 ein Arbeile ein Andere die Ge där lich darnie Als f. braver ul Zell veruf grube dae eines Mil wagte un finbliche Witterung als Leiche 4 2500 Fr lichen Revi kopf und stelgett; 20 N 1⁰ 17 20 64 80 10⁰ 270 230 150 2 24 6 .,* 2583 Dos soll auf hi sustehende 9 Horgen, we 8 16 da ffentlich vez Die Bed aunt dag. ssint da daun 15 2 2 * Mann an 5 452 ennie 0 nannt ze, d forte i udt und „ 1 c Deß der diet Teiche N Kaßland Atzirnen e Letzrentigkeit andes der abzen i regen hätten, Labzen fallen * lgatien an 1 8 die Abneigung 9 n 9 N 2* 1 Nußland. Petersburg, 16. Aug. Als General Mesenzow, Chef der dritten Abiheilung der geheimen Kanzlei des Kaisers, heute Vormit— ag aus einem Hause am Michaels-Platze trat, stachen zwei Individuen mit Delchen auf den— elben. Der General stürzte zur Erde. Die Mör— der bestiegen einen am Platze baltenden Wagen und flohen in der Richtung des Newsky Prospects. Der General wurde in seine Wohnung gebracht. General Mesenzow war von General Makarow vom Gendarmerie- Corps begleitet. Als Letzterer die Attentäter verhaften wollte, schossen dieselben auf ihn. Mesenzow ist kurz nach fünf Uhr Nach mittags seiner Wunde erlegen. Japan. Nakobama, 16. Aug. Mehrere apanesische Studenten, welche sich über zwei 3 de der Buddha Priester lustig machten, weil diese lehrten — 8 die Sonne bewege sich um die Erde, wurden von gültigen Banknoten folgen. Es dürfen die Noten folgen- der aufgeregten Menge überfallen nud schwer verletzt. * Amerika. Wasbington, 16. Aug. Dem Vernehmen nach sind die Unionstruppen au Das gelbe Fieber hat sich von New Orleans bis Mississipi verbreitet. Die Communicationen sind theilweise suspendirt. Aus Stadt und Land. die Gedärme herausdrangen. ich darnieder. Alsfeld. tube dadurch, daß er sich trotz vorheriger Warnung ines Mitarbeiters zu weit ein den untergrabenen Boden 1 ö in Mexiko eingedrungen. Dieselben verloren 29 Todte. ö Friedberg, 19. Aug. Von der vergangenen Nacht sche Bank in Dresden 15. Bank für Süddeutschland in ind zwei Messeraffairen zu verzeichnen. Im Streite wurde-Darmstadt, 16. Württemberger Notenbank in Stuttgart. in Arbeiter von seinem Gegner in den Oberarm gestochen, Die Verwendung der Noten anderer deutscher Privat— in Anderer erhielt einen Such in den Unterleib, so daß Notenbanken oder Corporationen zur Leistung von Zahl Letzterer liegt lebensgefähr- ungen außerhalb desjenigen Landesgebietes, für welches Ein hier im Dienst stehender fleißiger, 150 Mark bestraft. aver und verheiratheter Arbeiter Namens Stein aus Großherzogthum Luxemburg sind neuerdings auf Reichs— Zell verunglückte vergangenen Dienstag in einer Lehm 0 Dagte und während seiner Handtirung die über ihm be- ien gat Ua 1 Auselmanes die Athtahl * lt ant des Nhe r enarnier ber Auf. r Hagabun Ibr rsclnanen letig⸗ „ Ag. Seidien em trttenzt auf ⸗ 6% dem Grenz sch nil din Aan an dir lctars ditset Great J eit Denarlalions- 25 grau Dit dun baut sic Wem, baruntes i nschlust ge, 3 45 grnttal Fate 7%, dachten fa, 2 indliche colossale Erdmasse, vielleicht in Folge der nassen Ditterung, zusammenstürzte und ihn begrub. Us Leiche hervorgeholt. Er wurde Allerlei. Kassel. Nachdem die Anwesenbeit des Kaisers bei ben im September dieses Jahres stattfindenden Manövern des 11. Armeecorps und der am 20. September in ber Nähe von Wabern statifindenden großen Kaiserparade als bestimmt angeseben werden darf, ist, wie wir hören, der Plan der von den Unternehmern Eschholz& Comp. hier— selbst projectirten„Kaisertribüne“, nachdem den Genannten die Genehmigung schon früher ertheilt worden war, bereits in Angriff genommen. Die Tribüne soll im Hinblick auf den voranssichtlich sehr starken Zudrang von Schaulustigen für circa 6000 Personen bergerichtet werden und sind, wie aus den bezüglichen Annoncen esichtlich, Zutrittskarten zu derselben schon jetzt zu sehr mäßigen Preisen zu erhalten. Handel und Verkehr. Da noch vielfach aus Unkenntniß nicht gültige Bank— noten seitens des Publikums genommen werden, wodurch die Betreffenden in großen Schaden und Strafe kommen können, so lassen wir hier nochmals das Verzeichniß der der Banken in ganz Deutschland, auch außerhalb des— jenigen Staates, welcher denselben die Befugniß zur Notenausgabe ertheilt hat, zur Zahlung gebraucht wer— s Neue den: 1. Badische Bank in Mannheim, 2. Bayerische Notenbank in München, 3. Bremer Bank in Bremen, 4. Breslauer Bank in Breslau, 5. Chemnitzer Bank in Chemnitz, 6. Cölnische Privatbank in Cöln, 7 Danziger Die Einwohner flieben. Privatbank in Danzig, 8. Frankfurter Bank in Frank. furt a. M., 9. Hannover'sche Bank in Hannover, 10. Leipziger Kassenverein in Leipzig, 11. Lübecker Com⸗ merzbank in Lübeck, 12 Magdeburger Privatbank in Magdeburg, 13. Posener Privatbank in Posen, 14. Sächsi⸗ dieselben zugelassen sind, wird mit Geldstrafe bis zu Seitens der Nationalbank für das währung lautende Banknoten in Abschnitten zu 5, 10 und 20 Mark ausgegeben worden. Die Verwendung dieser Banknoten zu Zahlungen innerhalb des Reichs- gebiets ist nach§. 11 des Bankgesetzes vom 14. März 1875 verboten und wird mit Geldstrafe von 50 bis 500 Mark, im Falle gewerbsmäßiger Verwendung daneben mit Gefängniß bis zu einem Jahre bestraft. Friedberg, 17. Aug. Wochenmarkt. Butter kostete ver Pfd. M. 1 40, Eier 1 Stück 6 Pf. Gießen, 17. Aug. Wochenmarkt. Butter per Pfd. M. 1.5, Eier per Stück 5½ Pf., Tauben das Paar 50 Pf., Hühner per Stück 90 Pf., Hahnen per Stück 50 Pf., Enten per Stück M. 1.30, Kartoffeln 100 Kilo M. 5 50, Ochsenfleisch 70— 72 Pf. per Pfd., Kuh⸗ und Rindfleisch 50—60 Pf, Schweinefleisch 64—68 Pf., Kalb⸗ fleisch 50 60 Pf., Hammelfleisch 66—70 Pf. Frankfurt, 17. Aug. Der heutige Heu- und Stroh⸗ markt war gut befahren. Heu kostete je nach Qual. per Ctr. M. 2.—2 50, Stroh M 2.— 2.30. Butter per Pfd. im Großen 1. Qual. M. 1.15, 2. Qual. M. 1.10, im Detatl 1. Qual. M. 1.35, 2. Qual. M. 1.20. Eier per 100 M 480— 6. Erbsen geschälte(per 100 Kilogr.) M. 28.—32., ganze Erbsen M. 24.— 26., weiße Bohnen M. 28.—30., Linsen M. 30.— 32. Kartoffeln 100 Kilo M. 6. Gurken zum Einmachen per 100 M. 1.30 1.60, Bohnen per Pfd. 10— 12 Pfd. Ochsenfleisch per Pfd. 70-75 Pf. Rindfleisch 55 68 Pf., Schweinefleisch 70 Pf., Kalbfleisch 60-70 Pf., Hammelfleisch 58—68Pf. Speck M. 1. Marburg, 17. Aug. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.9515. Eier 2 Stück 10 Pf. Zwiebeln per Pfd. 14— 15 Pf. Tauben das Paar 60— 70 Pf. Junge Hahnen per Stück 60—80 Pf. Frische Kartoffeln 1 Liter 15 Pf., desgl. per Korb M. 1.70—1.80., Weiß⸗ und Rothkraut per Kopf 20—40 Pf. Hühner per Stück M. 0.70—1. Geld⸗Cours. Frankfurt am 17. August 1878. 20⸗ Frankenstücke Englische Sovereigns„„ 20 3830 Russische Imperigles ll Holländische fl. 10- Stücke„ 186 65 G. Meaten“ ee 9 54—59 Ducaten al marco 7 9 58—63 Dollars in Gold. 8 4 17—20 Herr Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln hat uns den Debit des allein üchten Cölnischen Wassers übertragen und empfehlen wir dasselbe per Glas zu M. 1.50, ½ Dutzend„ ö„ Dutzend 16,75. ** Die Expedition des Anzeigers. f 2 ro 51 Holzversteigerung. 530 Freitag den 23. l. M. werden in dem Gräf— Lichen Revier Wickstadt, Distrikte Abtswald, Ameisen— 7 und Hasenzahl, nachstehende Holzsortimente ver— beigert: . 26 Raummeter Buchen Scheitholz, 9 16 1 Eichen⸗Scheitholz 15 Classe, L* L.* 1 Buchen⸗Prügelholz, 5 Eichen⸗ 5 ö Buchen⸗Stockholz, 0 Eichen 4 5 Buchen⸗Reisholz, 230 5 Eichen⸗ 5 150 Wellen Nadel⸗Reisholz, 24 Stück diverse Nadelstangen. Zusammenkunft am Forstgarten und Anfang der Ver⸗ gerung Vormittags 8 Uhr. Wickstadt den 8. August 1878. l Gräfliche Oberförsterei Assenheim. Schal las. Jagd⸗ Verpachtung. 2583 Donnerstag den 22. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, sell auf hiesigem Rathhaus die der Gemeinde Assenheim zustehende Jagd in ihrer Gemarkung von ca. 2600 Normal⸗ Morgen, wovon ca. 100 Morgen Wald, vom 25. August 1878 bis dahin 1884, auf 6 auf einander folgende Jahre öffentlich verpachtet werden. 1 e* Die Bedingungen werden bei der Versteigerung be— in e Kknnt gegeben. ict ait W Assenheim den 15. August 1878. 8 f Großherzogliche 3 Assenheim. 1* 1 ft 6 110 n n ꝛcgetiilt i , Bekanntmack lane f ekanntmachung. e et f 2318 Unter Bezugnahme auf die Artikel 34 und 35 des ens 641 h Lerggesetzes vom 28. Januar 1876 wird hierdurch zur er lenken ztentlichen Kennknsß gebracht, daß die Herren S. Moses 6 dun u bischt und Cie. zu Frankfurt a. M. unterm heuligen Tage mit dem „ en! uren üsenbergwerke„Franziska“ in der Oemarkung Rodheim, „. 1 1.0 kreises Friedberg, mit einem Felde von 1,700,300 Quadrat- f 4 tile tetern beliehen worden sind. Etwaige Einwendungen gegen 1 t 700 ten aese Verleihung müssen bei Vermeidung des Verlustes i Vorzugskechtes binnen drei Monaten durch gerichtliche mae 5 den Bergwerks⸗Eigenthümer geltend gemacht berden. Währenp dieser Frist ist die Einsicht des Sltua⸗ tonsrssses bet der Bergmeisterei Gießen Jedem gestattet. „Darmstadt den 17. Jult 1878. Droßhetzogliche Ober⸗Forst- und Domänen-Directlon, 1 Berg Abtheilung. Bo st. »dt. Tecklenburg. * N*. Jagd- Verpachtung. 2609 Die leihfallig gewordene Jagd in der Gemarkung Pohl Göns, bestehend in 1835 Morgen Feld- und 1242 Morgen Wald, soll Samstag den 24. August d. J., Nachmittags 2 Uhr, auf dem hiesigen Bürgermeisterei— Büreau auf weitere 6 Jahre verpachtet werden. Pohl⸗Göns den 16. August 1878 Großherzogliche Bürgermeisterei Pohl-Göns. Sch ö pff. Glaͤubiger⸗Aufforderung. 2612 Heinrich Einhäuser von Vilbel hat mit seinen dem Gerichte bekannten Gläubigern ein Arrangement ab— geschlossen und wird den gerichtsunbekannten Gläubigern desselben aufgegeben, binnen 14 Tagen ihre Forder— ungen hier nachträglich anzumelden und etwaige Ein— wendungen gegen die Bestätigung des Arrangements vorzubringen, beides bei Meidung Ausschlusses. Akteneinsicht ist gestattet. Vilbel den 16. August 1878. Großherzogliches Landgericht Vilbel. Jäger, Dr. Schäfer, Landrichter. Landgerichts-Assessor. Grummetgras-Versteigerung. Donnerstag den 22. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, soll das Grummetgras der hiesigen Gemeinde auf dem Rathhause dahler meistbietend versteigert werden. Ossenheim den 17. August 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Ossenheim. 2611 M 2621 Donnerstag den 22. August l. J., des Mittags 12 Uhr, soll auf dem Rathhaus zu Nieder Weisel ein zu schwer gewordener fetter Faselochs oͤffentlich versteigert werden. Nieder-Weisel den 17. August 1878. i Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder-Weisel. 2621„ 2469 In der Kirchenkasse zu Kaichen konnen bis zum 1. Oktober d. J. 1628 Mark 357 Pf. Pfarrbesoldungskapital gegen hypothekarische Sicherheit 50 sgeliehen werden. n Der evang. Kirchenvorstand. Eirca 30 Ohm 3 1 1 neue Fässer, 5 in der Größe von 3, 4 und 8 Ohm, sind zu verkaufen . bel Tobias Pauly, Küfer in Heldenbergen. 2561 Pianinos, 10 bis 12 Stück(gebraucht), im Preise von 250 bis 400 Mark, habe zu verkaufen. 1189 C. L. Glück. Eine große Parthie Cigarren verkaufe, um möglichst rasch damit zu räumen, das Stück zu 2 Pfennig, das Hundert zu M. 1.70, 1.80, 1.90, 2. Bessere Sorten ebenfalls zu herabgeseßten Preisen. 2554 Ph. Dan. Kümmich. 2593 Ein einfaches solides Ladenmädchen wird gegen hohen Lohn in eine Schweinemeßzgerei gesucht. Solche, welche schon in demselben oder einem ähnlichen Geschäfte thätig waren, erhalten den Vorzug. Näheres bei C. G. Hartmann, große Eschenheimerstraße 25, ö in Frankfurt a. M. Eine Familienwohnung wird bis zum 1. September oder 1. October zu miethen gesucht Zu erfragen bei der Exped. d. Anz. 2572 88 32 8 S 8 8* 2 — 2 8 25 heim. 2 8* 88— 83 33 Die soeben erschienene Nr. 46 enthält: Erkämpft. Novelle von M. Frank.(Schluß.)— Die Wissenschaft und die lebenden Thiere. Von Dr— Julius Stinde.— Kennst du ihn? Gemalt von F. Thöne. — Thaten der deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiff brüchiger. Mit Karten der deutschen Rettungsstationen. — Die Meerschaumpfeifen von Ruhla.— Vor dem Sturm. Historischer Roman von Theodor Fontane. (Fortsetzung.)— Unter dem Gießbach. Mit Original⸗ zeichnung von Kotschenreiter.— Am Familientische: Ein unentbehrliches Haushaltstück.— Bücherschau LXII. Mit einer illustrirten Beilage: Die beiden Brautpaare am preußische Hofe: Prinzessin Marie von Preußen und Prinz Heinrich der Niederlande, Prinzessin Lulse Margarethe von Preußen u. Herzog von Connaught. — Der Fackelzug am koͤnigl. preuß. Hofe. Nach den Akten des königl. Heroldamtes von G. Hiltl. Zu Bestellungen empfiehlt sich Carl Bindernagel in Friedberg, Kaiser- Tribüne. 2616 Vom hohen General-Commando ist dem Unterzeichneten die alleinige Erlaubniß einer einzigen Zuschauer⸗ Tribüne(verbunden mit Restauration) zu der am 20. September, Vormfttags 11 Uhr, zu Wabern vor Sr. Majestät dem Kaiser und Könige statlfindenden großen Parade des 11. Armeeeorps ertheilt worden. Die Preise der Logen, Sperrsitze und einzelnen Plätze sind trotz der enormen Kosten nachweislich um die Hälfte billiger gestellt als diejenigen im vorigen Jahre bei der Kaiser-Parade in Düsseldorf und betragen: für Mittel⸗Balkon, eine Loge(6 Sitze) 30 Mk. für Loge ersten Ranges(6 Sitze) 36 Mk. für Loge zweiten Ranges. 9 30 Mk. für Sperrsit z ark für zweiten Platz 5 2 Mk. Da unter solchen Umständen die Nachfrage nach guten ee 5 reservirten Plätzen groß sein wird, so bittet der Unterzeichnete, die Abnahme der Karten in den allernächsten Tagen vornehmen zu wollen und zwar im Bureau, Bahnhofsstraße 23, Parterre, oder bei Herrn Th. Dietrienh& Co. in Cassel. Auswärtigen Reflektanten werden die gewünschten Billets gegen Franko-Einsendung des Betrags oder unter Postvorschuß zugesandt. Cassel. Fr. Eschholz. Anzeige. Den geehrten Bewohnern Friedberg's und der Umgegend die ergebene Anzeige, daß ich mich an hiesigem Platze als Schneidermeister niedergelassen habe und empfehle ich mich im Anfertigen von Herren⸗Kleidern, auch eröffne ich einen Cursus im Maaßnehmen und Zuschneiden. Durch meinen Aufenthalt als Zuschneider in Berlin 3 Jahre, in Fulda 2 Jahre und bei den Herren A. Spier& Söhne hier 6 Monate, habe ich mir die nöthige Praxis erworben, so daß ich allen Anforderungen bestens entsprechen kann und werde ich Alles aufbieten, meine werthen Kunden zur vollen Zufriedenheit zu bedienen. Friedberg im August 1878. Hochachtungsvoll Gustav Lippmann. Der Cursus zur Erlernung des Maaßnehmens und Zuschneidens beginnt den 26. dieses und bitte ich, Anmeldungen gefl. innerhalb 8 Tagen in meine Wohnung, gegenüber dem ———— 5. zu lassen. 2614 2586 In Frankfurt am Main, in bester Lage vor der Stadt, ist Familienverhältnisse halber unter sehr vortheilhaften Bedingungen ein Haus mit großem Garten zu verkaufen, welches sich zum Wirth— schaftsbetrieb, mit oder ohne Kegelbahn, großen Gärtnereien ꝛc., empfehlen dürfte. Nur Selbstkäufer belieben sich zu melden. Philipp Hauff, kleiner Hirschgraben 2, Frankfurt a. M. Ilerren- Kleider 5 Maass 2620 werden unter Leitung eines tüchtigen Zuschneiders in kurzer Zeit gut passend angefertigt. Unser reich— haltiges Lager in Tuchen und Bucctskins halten wir 8 5 empfohlen. 15 Friedberg. A. Spier& Söhne. Eigischen Piacuts Pergamentpapier, von F. Krietsch in Wurzen bei 2 Meter 90 Pfennig, Wilhelm Fertsch. per Rolle 4 Mark, 1 bei Carl Bindernagel in Friedberg und Nauheim. Bu verkaufen in Bockenheim 2615 Ein leistungsfähiges feines Manufacturwaaren⸗ ein Privathaus mit großem Hintergebäude, Remise, Geschäft in Damenkleiderstoffen ꝛc.(verbunden mit Con⸗ schönem Garten, Alles in sehr gutem Zustande, an der feetlon) in Frankfurt a. M. sucht für die umliegenden Hauptstraße und Trambahn, zunächst der Frankfurter Städte je Warte gelegen. Das Ganze eignet sich vorzüglich für eine lüchtige Dame Geschäftsleute und Fabrikanten aller Art, da im Fall viel gebaut werden kann. Nur ganz solide 1 werden be⸗ postlagernd als A gentin zu engagiren. Modistinnen, Kleider⸗ Crankfurt a. M. ist Näheres zu erfahren. 2 2617 macherinnen, oder überhaupt solche Damen, die durch rücksichtigt. Unter schriftlicher Anfrage H. Vertreter⸗ Gesuch. ihren gewöhnlichen Beruf schon viel in Damenkreisen verkehren, konnten bei einigem Eifer sich einen hübschen Nebenerwerb verschaffen. Möglichst detaillirte Offerten Für eine unter sehr günstigen Bedingungen arbeitende sind durch die Annoncen- Expedition von Rudolf solide Lebens⸗Versicherungs⸗Gesellschaft werden Mosse in Frankfurt a. M. unter Chiffre in Oberhessen tüchtige Vertreter gesucht. Franco⸗Offerten. 3272 erbeten.(176/VIII.) unter M. W. 236 postlagernd Gießen erbeten 2605 Ein Abtritt 2625 Seidene Umtuopftücher& Fonlards von Holz, mit Schiefer gedeckt, leicht zu. 126 in den schönsten Farben billigst bei K. Friedrich. steht zu derkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Anz. ö sucht einen Monatsdtenst. Ich muß ein kleines Gedichtchen anführen. Wer dieses hier geschrieben hat, Das ist gewiß ein Pachter Und wer nicht viel Vermögen hat, Der ist nicht zu verachten. Den Tag über lauft er hin und her Und macht mir in Kaiser-Rede des schlecht Geschmär. Ich muß mit meinem Sprüchlein schließen, Sonst möcht' es einen armen 19 8. 2610 Couvertanfeuchter, per Stück 50 Pfennig, bei Carl Bindernagel in Friedberg und Nauheim. Verloren ein Medaillon in Nauheim oder von da nach Fried⸗ berg. Der redliche Finder wird gebeten, dasselbe in der Buchhandlung von Carl Bindernagel in Nauheim oder der Exped. d. Anz. abzugeben. 2622 Einquartirung von Soldaten, 2619 per Tag Mark 2. 50 Pf., bei Friedberg. Ph. Zimmermann, Metzger. * 2 77* N 77 Ein zweispänniger Kreuzzügel wurde auf der Chaussee von Ossenheim nach Friedberg gefunden und kann derselbe bei Postillon Reitz in Fried⸗ berg gegen Erstattung der Inseratgebühren 7 5 werden. 261 Ein braves Mädchen, das nähen, waschen und bügeln kann, zu zwei größeren Kindern gesucht. Anmeldungen werden in der Apotheke in Bad-Nauheim entgegen genommen. 2608 Illuminations-Papierlaternen empfiehlt die Eisenhandlung von 2624 Conrad Knieriem, Bad⸗Nauheim. Eine Frau Näheres zu erfragen 5 629 des Herrn Schuhmacher Füller. Apfelmühlen 2626 in Apfe Größen stehen zu verkaufen bei Friedberg. K. Häuser. Ein Faselochs, 1¼ Jahr alt, Rothscheck, Berner Bastard,— für die erfolgreiche Verwendung zur Zucht wird garantirt,— steht zu verkaufen bei Rechner Köhler in Langsdorf. 2607 Ein 9 Jahre alter brauner Jagdhund ist zu verkaufen. Staden. Christian Griesemer. Höchst wichtig für Leidende! Personen, welche mit Unterleibsbrüchen, Mutter- Vorfall, Rückgrads⸗ Verkrümmung und Lähmung, Krampf⸗ ader und Bettnässen behaftet sind, finden sichere Hülfe durch die von mir neu construirten elastischen Bandagen, zu welchem Zweck ich hiesige Gegend besuche und ersuche Leidende dieser Art sich erung an mich zu wenden. Ich bin zu sprechen am Dienstag den 20. August im Gasthaus„Zum goldenen Engel“ in Nauheim und Mittwoch den 21. August im„Steinernen Haus“ in Friedberg. Hochachtungsvoll Theodor Klein, 2604 approbirter Bandagist aus Gießen. Kalender pro 187 9. Familienkalender Deutscher Reichsbote 1 e Vorräthig bei Carl Bindernagei⸗ Weiße leinene Taschenlüchet, 124 mit und ohne Stickerei, farbige Taschentücher, Kragen, Manschetten, Negligshauben, Kopftücher, Tüllkrausen, Spitzen, Schleier, Bünder, Blumen, Federn, Myrten⸗ kränze, Moirs-, leinene und Alpaka⸗Schürzen, Corsetten, Socken, Strümpfe, a Strumpfbänder, Herrenhemden, feine Brusteinsütze für Herrenhemden, 1 ee sowie Hosenträger zu den billigsten Preisen bei K. Friedrich. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. male ben 187 — — Pird bie 5— Die enspa Annonte —— betuffenb. Bundesrat Beitef Ol der hit Gesand der eit hiesigen besschlig Be Dinaapn Mony Tabake Hödel' märkis⸗ 1866 augen einem Richlb. worden Schwi. den. hördlit Musel lichtunt schnitd bekannte stao ch wegen a lich ant don dit dergder! U. a