. 1878. Dienstag den 19. März. M 34. „Oberhessischer Anzeiger. Erscheint dreimal per Woche und zwar Dienstags, Kreisblatt für den Kreis Friedberg. 7 Donnerstags und Samstags. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. 17. 1— 5* 1 N 1 IE 8— 1* 9 1 4 f Be 7 1 ert 5 Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. 1 feln Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. Wohn 2 Betreffend: Vormusterung des Pferdebestandes im Frübjahre 1878. Friedberg am 14. März 1878. mung, Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises und den Gr. Polizeicommissär zu Wickstadt. * Nachdem auf Grund des F. 1 des Reglements vom 6. April 1876, die Beschaffung der Mobilmachungspferde betreffend, die Abhaltung einer Vormusterung fämmtlicher Pferde im Lande im Frühjahre laufenden Jahres angeordnet und Termin hierzu für den Kreis Friedberg vom 4. bis * 9 einschließlich 13. April laufenden Jahres durch das Großberzogliche Ministerium des Innern bestimmt worden ist, so weisen wir Sie andurch an, 1* das in§. 5 des Reglements bezeichnete Verzeichniß der in Ihrer Gemarkung vorhandenen Pferdebesitzer und der Anzahl der im Besitze derselben ale, befindlichen Pferde sofort aufzustellen und die eine Aus fertigung hiervon baldthunlichst und spätestens bis zum 30. laufenden Monats an uns einzu— 3 senden, die zweite Aussertigung dagegen— unter Anschluß einer etwaigen Nachtragsliste über inzwischen erfolgte Ab- und Zugänge— im Vor— 3 musterungstermin, wozu nach§. 5 des Reglements die Bürgermeister oder im Verhinderungefalle deren Stellvertreter sich einzufinden haben, der - lüsbaaren, Commission zu übergeben. Zugleich wollen Sie die Pferdebesstzer durch ortsübliche Bekanntmachung darauf aufmerksam machen, daß Uebertretungen der hinsichtlich der Anmeldung und Stellung der Pferde zur Vormusterung getroffenen Anordnungen nach§. 27 des Gesetzes über die Kriegsleistungen Idee 1 vom 13. Juni 1873 mit einer Geldstrafe bis zu 150 Mark geahndet werden. Die Vormusterung wird zufolge diesbezüglicher Bestimmung Groß- * herzoglichen Ministeriums des Innern an den Musterungsorten: 1) Groß Karben am 4., 5. und 6. April, 2) Friedberg am 8., 9. und 10. April, 1 3) Butzbach am 11., 12. und 13. April laufenden Jahres stattfinden und regelmäßig Vormittags prätis 9 Uhr ihren Anfang nehmen, weßhalb die 22 Pferde eine halbe Stunde vor diesem Termine an den durch die Bürgermeister der Musterungsorte zu bezeichnenden Plätzen und zwar nach alphabetischer a N 0 Ordnung der betreffenden Gemeinden aufgestellt sein müssen. In dem Musterungsorte Groß Karben sind die Pferde aus nachbenannten Gemeinden mand Ci vorzuführen, und zwar: a. Donnerstag den 4. April 1878 dirjenigen aus den Gemeinden Büdesheim, Burg ⸗Gräsenrode, Dortelweil, Groß- Karben, Harheim, Heldenbergen, Holzhausen und Kaichen; b. Freitag den 5. April 1878 diejenigen aus den Gemeinden Klein-Karben, Kloppenheim, Massen- * beim, Nieder Erlenbach, Nieder Eschbach, Ober- Erlenbach, Ober Eschbach und Okarben; e. Samstag den 6. April 1878 diejenigen aus den Gemeinden Petterweil, Rendel, Rodheim, Stammheim und Vilbel. In dem Musterungsorte Friedberg sind die Pferde aus nachbenannten Gemeinden vorzuführen, und zwar: a. Montag den 8. April 1878 diejenigen aus den Gemeinden Assenheim, Bad Nauheim, Bauernbeim, Beienheim, Bönstadt, Bruchenbrücken, * Dorbeim und Dorn Assenheim; b. Dienstag den 9. April 1878 diejenigen aus den Gemeinden Fauerbach b. Fr., Friedberg, Ilbenstadt, Nieder-Florstadt, Frirbrich. Nieder- Rosbach, Nieder- Wöllstadt und Ober- Florstadtz e. Mitiwoch den 10. April 1878 diejenigen aus den Gemeinden Ober- Rosbach, Ober- — Wöllstadt, Ockstadt, Ossenbeim, Reichele heim, Schwalheim, Staden, Weckesbeim und Wickstadt. In dem Musterungsorte Butzbach sind die Pferde aus Malen nachbenannten Gemeinden vorzuführen, und zwar: a. Donnerstag den 11. April 1878 diejenigen aus den Gemeinden Bodenrod, Butzbach, Fauerbach v. d. H., N* Gambach, Griedel, Hausen, Hoch⸗Weisel, Kirch-Göns, Langenhain mit Ziegenberg und Maibach; b. Freitag den 12. April 1878 diejenigen aus den Gemeinden Melbach, Münster, Münzenberg, Nieder⸗Mörlen, Nieder Weisel, Ober-Mörlen, Oes, Oppershofen, Ostheim und Pohl-Göns; c. Samstag S Srtubtint den 13. April 1878 diejenigen aus den Gemeinden Rockenberg, Rödgen, Södel, Steinfurth, Trais- Münzenberg, Wisselsheim, Wölfersheim und Wohnbach. 1 7 70 Dr. Braden. en, N 2 „ Bekanntmachung. Betreffend: Reglement die Beschaffung der Mobilmachungspferde vom 6. April 1876. ö U N U Bezugnehmend auf diesbezügliche kreisamtliche Bekanntmachung vom 10. Juli 1875— Oberbessischer Anzeiger Nr. 80 von 1875— wird N* 14 * suunmen A; hierdurch zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß mit Genebmigung des Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 6. laufenden Monats die Bemeinden Melbach, Rödgen, Södel, Wisselsheim und Wölfersbeim aus dem J. Musterungsbezirk Friedberg ausgeschieden und dem II. Musterungs- vezirk Butzbach zugetheilt worden sind. Die für die einzelnen Musterungebezirke gewählten Musterungs-Commissionen bleiben unverändert. ur unmen Friedberg den 14. März 1878. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. 1 Dr. Braden. Mädchen Bekanntmachungen, 3 4 betreffend den Remonte- Ankauf pro 1878. 4 Zum Ankauf von Remonten im Alter von vorzugsweise drei und Die von der Militär-Commission erkauften Pferde werden zur Stelle 1 usnahmeweise vier und fünf Jahren sind im Bereich des Großberzog— abgenommen und gegen Quittung sofort baar bezahlt. Pferde mit solchen Awolt 10 ums Hessen-Darmfladt für dieses Jahr nachstehende Morgens um 8 Uhr Fehlern, welche nach den Landesgesetzen den Kauf rückgängig machen, sind * eginnende Märkte anberaumt worden und zwar vom Verkäufer gegen Erstattung des Kauspreises und der sämmtlichen orn. am 21. Juni in Alsfeld, Unkosten zurückzunehmen, auch sind Krippensetzer vom Kaufe ausgeschlossen. gchloß 29. Juni in Nidda, Die Verkäufer sind ferner verpflichtet jedem verkauften Pferde eine * 4. Juli in Nieder ⸗Wöllstadt, neue starke rindlederne Trense mit starkem Gebiß und Ringen versehen, 1 rten, 5. Juli in Bieberau, eine starke Kopfhalster von Leder oder Hanf mit zwei mindestens zwei 0 d* 6. Juli in Bickenbach, Meter langen starken Hansstricken ohne besondere Vergütung mitzugeben. n 8. Juli in Groß-Gerau, Berlin den 1. März 1878. 1 9. Juli in Goddelau, Kriegs-Ministerium, Abtheilung für das Remonte-Wesen. 10. Juli in Gernsheim.(gez.) von Rauch, von Uslar. Polizei-Verordnung zum Schutze der Mineral-Quellen in Bad Nauheim negen gemeinschädliche Einwirkungen des Bergbaues. Auf Grund des Art. 189 des Berggesetzes vom 28. Januar 1876 wird auf Antrag der Bergbehörde und nach Vernehmung der Lokal- blizeibebörde sowie des Ortsvorstandes der Gemeinde Bad-Naubeim mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 4, laufenden Nonats zu Nr. M. d. J. 2940 für die Gemarkung Bad-Nauhelm das Nachstehende verordnet: ö§. 1. Innerhalb der Gemarkung Bad Nauheim ist die Vornahme von Schürfarbeiten zum Zwecke der Gewinnung der im Art. 1 des Verggesetzes vom 28. Januar 1876 erwähnten Mineralien, sowie die Gewinnung der letzteren mittelst Bergbaubetriebs unbedingt untersagt, insofern 431 licht vorher die spezielle Genehmigung der Bergbehörde dazu eingeholt worden ist. a 8 1. 2. Uebertretungen der gegenwärtigen Pollzel-Verordnung werden nach Art. 200 bezw. 199 des Berggesetzes mit Geldstrafe bis zu er 650 Mart bestraft. mmer Friedberg den 13. März 1878. Großberzogliches Kreisamt Friedberg. 9 Dr. Braden. L — D r Verloosung. ö N 4 Hessische fl. 25„Loose vom Jahre 1834. f i 7 Ziebung vom 15 Februar 1878.— Heimzahlung am f 15. Mai 1878. Nr. 39748 fl 40.000. Nr. 64687 g 2 f 2 4 Nr. 39511 fl. 2000. Nr. 61113 fl. 1000. Nr. 17892 52411 fl. 500 Nr. 7148 40124 w fl. 250. bleibt auf Verlangen bis Nr. 50182 81425 à fl. 125. fl Nr. 43 2849 4181 11340 4 N 32440 33830 38313 46056 M i tiw Oc d enn 20 09 M Ab end 8 48010 769 57281 63821 69693 78315 477„ fl. 60 5 4 1 9„ 19041 20940 12501 Nr. 693 1170 3021 5302 431 38 897 966 6265 344 0 8 5 f vit 0 9255 12216 905 17255 18130 787 19522 20272 21043 F W̃ F f ˖ 0 0 U fst 6) 24311 26403 809 28401 503 33693 34203 35360 lll riedberg bei ittwe illmar full dem aagk Ba ho stra 0). 8. Reiche Auswahl in Herren-, Damen und Kinder Stiefeln, 969 362 49288 969 9348 1 32 8 9902 20 1 5 0 8 993 61229 479 62625 68107 303 694 70189 73476 von den feinsten bis zu den gewöhnlichsten. 1021 74469 78479 79250 432 80182 81962 83621 84419 e 661 85111 87201 88474 89184 94729 802 à fl. 55. W 5 Die übrigen Nummern, für deren Aufzählung uns der Carl Bindernagel 3 Raum fehlt, konnen auf unserem Redactionsburcau ein— 1 2 gesehen werden.. N Holz-Versteigerun nnoncen pe U ion. N0l. U. 9 In den Gräflich Solms-Roͤdelheim'schen Waldungen Bekanntmachungen aller Art: 3 e 21. I. M., Vormittags von 9 Uhr Gesuche, Offerten, Benachrichtigungen, Waaren-Empfehlungen, Versteigerungen 0 D Ad 21. I. M., V ags d 8 5 201 N* 3 7 2* an, in dem Revier Wickstadt, Distriet Haardt: werden an alle F nee Berechnet W der Originalpreis der betreffenden Zeitung. 5 18 Raummeter Eichen⸗Scheitholz, ie Annoncen-Aufgeber sparen also Briesschreiben, Zeit und Porto. 90 23 a Buchen⸗ und Eichen-Prügelholz—— 5— i ä 5 3 80 Nadel⸗Prügelholz, s N 3 9 0 36 5 Buchen- und Eichen⸗Stockholz 1 2 r 37 9 8 0„ Viuochen. und Eichen Arrashelz Bei hartnäckigen Halsübeln das einzige Mittel. 5 100„ gemischt Durchforstungsreisholz, 5 Herrn Fenchel fabrik L. W. Egers in Bresl 2 875 Wellen Nadel⸗Reisholz, helhonigfabrikanten L.. Egers in Breslau. f f. g 670 Fichtenstangen von 4 bis 14 Centimeter Durch—. a Bevern bei Holzminden; 27. 3 1877. Reer und 5 bis 12 Meter Länge N Schon lange bin ich Verehrer Ihres Fenchelhonigs) und habe ihn als einziges Mittel erkannt, 5 3 n welches mir bei bartnäckigen Halsübeln sehr gute Dienste gethan hat. Ich moͤchte denselben nun auch als N 2 Samstag den 23. l. M., Vormittags von 9 Uhr 7 Handelsareskel einführen und ersuche Sie....(folgt Auftrag). A. Schumacher. an, in dem Walddistriet kleine Diebseiche: 1 3 3„ 7230 Wellen gemischt Durchforstungsreisholz,) Alleinverkauf in Friedberg bel Jos. Hoffmann. 999 2 Fichtenstangen von 14 Centimeter Durchmesser 1 8 rue eee gr dg. r a— 0 und 6 Meter Länge.—..———————— ee— Zusammenkunft am 1. Tag an der dicken Eiche am 14 7— Eingang in den Distriet Haardt und am 2. Tag an der 8* 6 5 5 5 Ruhebank auf der von Ilbenstadt nach Kaichen fuͤhrenden 0 0*. C 0* Staatsstraße.* Wickstadt, den 12. März 1878. 1 711 1 1 en be e Weges Asfeihen. Amtliches Organ für die Stadt Wiesbaden. 2 P Schallas. 5 Dasselbe bringt die Amtlichen Bekanntmachungen, Civilstandsregister, Marktberichte ꝛe. vollständig und 175 . 5 Es gibt außerdem ein gutes Feuilleton und bringt die Tagesnenigkeiten und interessante vermischte 4 Holz 5 Versteiger ung Nachrichten aus allen Gebieten des öffentlichen Lebens. 101 l 52—* 93* Das Blatt erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. e 1013 Montag den 25. l. M. werden in dem Gräf⸗ Das Wiesbadener Anzeigeblatt hat die größte Verbreitung in allen Kreisen der Bewohner Wiesbadens, lichen Revier Bainhards, Distrikt Unterwald, nach- wird aber auch im Regierungsbezirk, besonders diesseits der Lahn viel gelesen, weil es in den meisten lebhaften 28 verzeichnete Holzsortimente versteigert: Wirthschaften des ganzen Rheingaus, sowie der Amtsbezirke St. Goarshausen, Braubach, Nastätten, Schwalbach, 13 5 Raummeter Buchen- und Eichen ⸗Prügelholz, Wehen, Idstein, Hochheim, Höchst, Königstein, Limburg, Diez de. ze. aufliegt. 3 8 0 64 5 Nadel Prügelholz, Ueberdies wird das Blatt täglich an den hier auf den lebhaftesten Verkehrsplätzen aufgestellten An⸗ 7800 2 7 Eichen Stockholz, schlagsäulen angeschlagen. K 5 1230 1 Buchen- und Eichen Reishol Inserate müssen daher durch dasselbe die wirksamste Verbreitung finden. Wir berechnen dieselben mit nur versteig 3 N 935 10 Pfg. für die viers Petitzeil 8 If 142 Nadel-Reisholz, 0 Pfg. für die vierspaltige Petitzeile. f i 5 Fichtenstämme von 16— 20 Centim. Durchmesser Hier in Wiesbaden wird das Blatt Jedermann gegen eine Vergütung von nur 60 Pfg. Brinerlohn und 7—12 Meter Länge, pro Quartal ins Haus gebracht. Auswärts wird dasselbe durch die Post bezogen und kostet inel. Postaufschlag 66 Fichtenstangen von 10— 14 Centim. Durchmesser pro Quartal nur 75 Pfg. 5 5 171 0 i 8 und 4—9 Meter Länge ö 5 Um Irrthümern und Verwechselungen vorzubeugen bitten wir alle für unser Blatt bestimmten Zusendungen Zusammenkunft am Forsthaus Bainhards und Anfang zu richten: a.. der Versteigerung Vormittags 9¼ Uhr. 2 An die Expedition des Wiesbadener Anzeigeblattes, Wiesbaden. 5 102⁵ Wickstadt den 16. März 1878. Wiesbaden. Verlag von Chr. Limbarth. Hoehe Gräfliche Oberförsterel Assenheim. 5— missions 5 0 a * Gee Versteigerung. 2 Bekanntmachung f 950 Donnerstag den 21. März, Vormittags 10 18 N 5 5 5 5 J ohr C„obe. 65 indet in der Wohnung des Herrn Heinr. Sto e g aus dem Ha ndels-Register. von ken aut Stollwerck, Cöln. 15 Aa gerung 9 5 8 8 7 ; 26 Lieferanten der Höfe von Preussen D 1002 Scit heute betreibt Hermann Seligmann aus* 1. 75 7 f 11 Di f Dab Frankfurt a. M. zu Harheim eine Handlung mit Mühlen. 5 5 E N d,! 5 n, 2 8 Düten und Dütenpapier, Scre erzeugnissen unter der Firma„Hermann Seligmann“. 1 n dne: ee enen eee enen 1 Deeimalwaage mit Gewichten, Die Vilbel am 14. März 1878. Zucker auf Lager in Friedberg, bei Wilh. 2 Werktische mit Böcken, Donners⸗ Großberzogliches Landgericht Vilbel. Bern beck 1 un. Hertsen; 155 1 Packpresse, Gaßberze Jäger, Pückel, Butzbach bei Conditor Küchel; in Naubeim Fensterpapier ꝛc. ꝛc. Landrichtet. Landgerichts⸗Assessor bei Apotheker H. Kranz; in Reichelsheim statt. In Auftrag: 777. ͤ 2 bei Chr. Langheinz; iu Rockenberg bei Schwarz, Hoftapator. 85 Apotheker F. Sa mes. r x Brenn⸗ Bau⸗ und Nutzholz⸗— Holz-Versteigerung. st e 1003 Freitag den 22. und Samstag den 23. März d. J., 5 Ver eigerung 8 55 N W 10 Uhr, soll im Langenbergheimer Ge⸗ in den Waldungen des Großherzoglichen Hauses Mobiliar⸗V er tei slerun meindewald, Distrikt Unterwald, nachstehendes Holz ver⸗ der Oberförsterei Nidda. 7D ö 9 g. nee 99 Centim. D Denner tag, den 28. und Freitag 29. März 906 Miktwach den 20. b. W., Vormittags O lihr an. 27 und B10 Mete e 220 We sollen im Distrikt Lohwald versteigert werden: fangend, werden auf Antrag des Herrn Adolf Fink welche sich zu Eisenbahnschwellen Wagnerholz 551 Eichenstämme von 20-50 Centimeter Durchmesser dahier in der Behausung des Herrn Schreinermeister Schnitt, Bauholz und Wellbäumen eignen und und bis zu 20 Meter Länge, 349,31 Kubikmeter Deweil, gegenüber dem Kreisamte, nachverzeichnete sehr ut abfahrbar sind und nur ½ Viertelstunde enthaltend, Gegenstände gegen Baarzahlung versteigert: 5 15 Staalsstraße, welche von Ortenberg na 2 Raummeter Buchen Scheiter, 1 Sopha, runde und lange Tische, 4 Fan Hanau zieht, entfernt sind. 26 6 Eichen 6 ö 4 Kleiderschränke, 1 Küchenschrank mit Glasaufsatz, Die Zusammenkunft findet um die genannte Stunde 10³„„ Knüppel, Spiegel, Uhren, Stühle, 1 Waschtisch, 2 Nacht- am Eingang des Waldes am Pflanzgarten stakt. 380 2„ Reisig, 9 tische, 2 Pfeilerschränkchen, Bilder, 1 Blumentisch Langenbergheim am 15. März 1878. 402 5 Aspen⸗Vorwuchsreisig, mit Blumenstöcken, 4 vollständige Betten mit Bett- G 5 1 5 f 0 1 * Eichenstöcke. llladen, Regenfaß, Waschbütten, Zimmerteppiche, roßherzogliche Bürgermeisterel Langenbergheim. Am ersten Tage kommen nur Eichenstämme zur Ver Flaschen und Krüge, Herren-Kleider, sowie eine— F N u—— steigerung, am zweiten Tage der Rest derselben und das große Parthie Weißzeug als: Tischtücher, Hand— Brennholz. 5 b tücher, Servietten, Betttücher, Deckbettüberzüge, Zusammenkunft Morgens 9 Uhr im Holzschlag. Kopfüberzüge, Piquédecken, sowie sämmtliches Haus⸗ ee amen Nidda den 13. März 1878. und Küchengeräth. 7 Großherzogliche Oberförsterei Nidda. Friedberg, 14. März 1878. 1017 Prima-Qualität, empfiehlt. 100⁴ Rohr. b Jos. Butzbach, Auetionator. i Wilh. Bernbeck. 9 eh Abe * t ö ion. Nutze 2 Vorschuß- und Credit-Verein zu Fricöberg. (Eingetragene Genossenschaft.) Auf der am 16. März laufenden Jahres stattgebabten Generalversammlung wurde durch Stimmenmehrheit beschlossen, den Netto-Gewinn wie folgt zu vertheilen: Dividende 10% pro rata der Ant heile. M. 10310. 90 Jahresbeitrag zum Genossenschasts verband.. 90.— Abschreibung auf Immobilien(Vereinsgebäude).. 2800.— bung anf Ponies 500.— % s KK 4000.— Verein für Volksbildung CCC 200.— Vortrag auf neue Rechnung(Gewinn-Reserve).. 13706. 44 M. 31607. 34 Daraus ergibt sich folgende Netto Bilanz Aetiva. per 31. Dezember 1877. Pafsiva. M. Pf. M. Pf. Effecten- Conto 118632 65 Stamm Antheil-Conto 121238 95 Kassa⸗ Conto 42416 66 Reservefonds-Conto 13774 38 Wechsel ⸗Conto 330208 69 Spar- Einlage-Conto 1336658 96 Belehnungs ⸗Conto 168326— Conto-Corrent-Conto B. 163134 62 Inkasso⸗Wechsel⸗ Conto 32 40 Anwaltschafts Conto 90 3 Auswärtige Correspondenten 52 91 Gewinn- und Verlust-Conto 13706 44 Giro-Conto 1871 17 Conto Corrent- Conto 4. 947816 80 Mobilien und Utensilien-Conto 3602 79 Immobilien- Conto 25200— Hypotheken ⸗Conto 3200 3 Zinsen⸗Bilanz⸗Conto 6763 28 1648603 35 1648603 35 In den Ausschuß wurden die Herren Jean Huber, Hofgerichts-Advokat Jöckel, Adam Steinhäußer, Carl Trapp wieder gewählt. Friedberg den 17. März 1878. Der Vorstand: 511 Ermus. Hecht. Weis. Holz ⸗Versteigerung. f 1 27 bee, ade, de desu Tuch& Manufacturwaaren-Geschäft Distrikt Eichenhecken IV. Theil: 2 Stück Nadelholzstämme, 13 1. Kl(5 Festmeter 170 a II. 5 0 haltend, 7800„ Nadelholz⸗Bohnenstangen III. Klasse, 1230„ Wellen vrsteigert. Pfaffenwies bach den 15. März 1878. Der Bürgermeiste r . Bekanntmachung. 1525 Die bei Unterhaltung des Versorgungshauses und espitals dahier nötbigen Arbeiten sollen auf dem Sub— usssionswege vergeben werden, als: — Bei Unterhaltung des Versorgungshauses: Schreinerarbeit, veranschlagt zu Weißbinderarbeit 66„ 68 Bei Unterhaltung des Hospitals: Dachdeckerarbeit, veranschlagt zu 154 M. 90 Pf., Schreinerarbeit 3 Die Submittenten haben ihre Offe ten bis längstens Lennerstag den 21. d. M., Vormittags 11 Uhr, auf Moßherzoglicher Bürgermeisterei dahier abzugeben. Die Voranschläge und Bedingungen können bei Ver⸗ däter Gaßert im Versorgunghaus eingesehen werden. Friedberg den 18. März 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Foucar. . sehr billi isen bel Corsetten n. I. biüöbr& 00 Central-Annoncen-Expedition der deutschen und ausländischen Zeitungen, s% ie in allen übrigen grösseren Städten des Iu- und Auslandes, halten sich bestens empfohlen zur Vermittelung von Inseraten in alle Zeltungen, Localblätter, Belsebücher, Kalender ete, des lu- und Ausland 68, unter Zusicherung Ppromptester, billigster u. gevissenhaftester hedienung; Aueh stehen dieselben den P. T. Inserenten gerne iult ihren auf langjährigen Erfahrungen sich bastren- on Rathschlägen in Insertfons angelegenheiten zur Verflueung. ei grösseren Aufträgen wird der Mente Rabatt bewilligt. Ausführ- Itungsestaloge und Kosten voran- s ehlAge gratis 105 M. 60 Pf., von 7— 9* Georg Hölzer in Butzbach. Das von meinem verstorbenen Manne betriebene Tuch- und Manufacturwaaren-Geschäft wird ganz wie seither, auch mit Beibehaltung der Auswanderungs-Agentur, unter Leitung bezw. Mitwirkung des Geschäftsführers Herrn Carl Spieß fortgeführt und bitte ich das meinem verstorbenen Manne geschenkte Vertrauen auch auf mich uͤbertragen zu wollen. 1014 Georg Hölzer Wittwe. 100⁵ Ph. Dampf-Dresch-Maschinen liefere unter Garantie und Stägigem Probedreschen zu billigsten Preisen und ausgedehnten Zahlungsterminen. Mayfarth& Co. in Frankfurt a. M., Baumweg Nr. 7. exikon 11 d Abvildn un * arten un + N * — 2 D 2 — — — — — 8 2 2 — E 8 * — S 2 — 2 2 2 — 2 2 2. 8 * — — —— — . — — , * ablreichen 1 lk * Zu Aufträgen empfiehlt sich Carl Bindernagel. le 277 i Socken, Strümpfe und Strumpflängen 207 für Erwachsene und Kinder billigst bei K. Friedrich. 1 brauchbaren Kuhwagen, 1 Vorder und Hintexpflug mit Egge hat zu verkaufen Heinrich Schulmeier Wittwe 1009 in Ilbenstadt. — 2 35 S 2 — S ** 2 8 8 82 E 1 1 2 2 —.—— 22 —— 1 2 2 88 2 8 33 75* Die soeben erschienene Nr. 24 enthält Vor dem Sturm. Historischer Roman von Theodor Fontane.(Fortsetzung.)— Eine Audienz bei Pius IX. Von Professor Karl Witte in Halle. Die Schüß⸗ linge. Eine Cpisode aus Rietschel's Jugendleben von Moritz von Reichenbach J.— Der Dichter des Homo sum. Von Th. H. Pantenius. Mit Porträt von Georg Ebers.— Am Familientische: Paulus und Strona. Mit Originalzeichnung von H. Knackfus: Paulus und Strona. Scene aus Ebers' Roman: Homo sum. Der moderne Aberglaube. Die Schreibmaschine. Mit Abbildung. Wit einer farbigen Beilage: frau des 16. Jahrhunderts. Zu Bestellungen empfiehlt sich Deutsche Haus⸗ Carl Bindernagel in Friedberg. 0 1 F ———— ee 924 Die Bewohner Friedberg's und der Umgegend werden von dem unterzeichneten Comité eingeladen den 81. Geburkstag Seiner Majestät des Kaisers am 22. März festlich zu begehen. Zu diesem Zweck wird Nachmittags 1½ Ubr ein Festmahl im Saale des Hötel Trapp statt— finden.— Anmeldungen zu demselben seitens auswärtiger Herren, sind spätestens bis zum 20. d. M. an Frau Gastbalter Theobald zu richten.— Hiesige Theilnehmer, welche die Liste, die deßhalb in der Stadt in Umlauf gesetzt wird, nicht erhalten sollten, ersuchen wir, sich bis zum 19. März an der erwähnten Stelle einzuzeichnen. Für den äußeren Schmuck der Stadt durch Fahnen ꝛc. werden unsere Mitbürger an diesem Tage gewiß gerne Sorge tragen. Friedberg den 12. März 1878 Dr. Bradeu. Dr. Köhler. Foucar. Jaeger. Pistor. C. Scriba. Brentano. Möller. 1015 Zur Feier des 81. Geburtstages Fr. Majestät des Kaisers findet am 22. März, Abends 8 Uhr, eine festliche Zusammenkunft im Stein häußer'schen Gartensaale statt, zu der die Unterzeichneten ihre Mitbürger freundlichst einladen. Seriba. Weis. Trapp. —— 7 7 7 „ N 0 51 110 5 Vorschuß⸗& Creditverein zu Friedberg. (Eingetragene Genossenschaft). 1010 Durch Beschluß der General-Versammlung vem 16. l. Mts. ist die Dividende pro 1877 auf 10% gesetzt. Dieselbe kann unter Bezugnahme auf§ 74 und 75 der Statuten vom 25. März l. J. an, an unserer Kasse gegen Vorzeigung der Contobücher in Empfang genommen werden. Friedberg den 17. März 1878. Der Vorstand. Annonee. 1016 Allen geehrten Bewohnern Friedbergs und Oberbessens mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß ich heute vorerst im Namen des Herrn Carl Reuter in Frankfurt a. M., Allerheiligen— straße Nr. 63, ein ** 0 Cigarren„Geschäft, en gros& en detail, eröffnet babe und bitte ich um ger eigten Zuspruch. Ergebenst Frankfurt a. M. den 18. März 1878. Carl Schnauber. 9 2 7* 14 0 Deutsche Lebens-, Peusious- und Renten- Versicherungs- * 5 0 U 1 4 242„ 9 2 D 1 Gesellschaft auf Gegenseitigkeit in Potsdam. oe, Versicherungssumme ult. November 1877: 32,585 Policen mit 57,172,765 Mk. Im Monat Norember waren zu erledigen: 553 Anträge mit 1,375,050 Mk. und vom 1. Januar bis ult. November: 6556 Anträge mit 16,671,125 Mk. Die Direction. Zur Entgegennahme von Anträgen und Auskunftsertheilung empfehlen sich die Herren Agenten: in Gießen Herr J. B. Singer, in Butzbach Herr Steinhäußer, in Hungen Herr C. Vetzberger, in Friedberg Herr H. Hofmann, in Nidda Herr Ferd. Teute, in Alsfeld Herr J. Kaiser, in Laubach Herr J. Keil, in Kaichen Herr Scharmann. Cassel. Die Subdirection: H. Strack. Landwirthschastlichet Consum-Verein Friedberg. (Eingetragene Genossenschaft.) Nachstehendes günstiges Untersuchungs⸗Resultat veröffentlichen wir im Interesse der Herren Landwirthe, indem wir bemerken, daß wir für eine ausreichende Menge guten Samens gesorgt haben. Friedberg im März 1878, Für den Vorstand: Attest Wahl, director. der landwirthschaftlichen Versuchsstation für das Großherzogthum Hessen in Darmstadt. Die Untersuchung der am 8. d. Mts. von Ihnen erhaltenen Proben Kleesamen hat ergeben: Rothkleesamen 92% Keimfähigkeit, Luzernsamen 870% 5 Kleeseide ist in beiden Samen nicht enthalten. Darmstadt den 14. Februar 1878. Der Vorstand der landwirthschaftlichen Versuchsstatlon: gez. Dr. Wagner. Strohhüte werden gewaschen, gefärbt und fagonnirt bei K. Friedrich. 800 Tüchtige Schneidergesellen 974 finden dauernde Beschäftigung bei Siebers. A. Spier& Söhne. Friedberger Casiuo. 1023 Sonntag den 24. Marz, Abends 7 Uhr: I N 1 . Damengesellschaft mit Musik. Oel-& Spirituslacke 1019 zu den billigsten Preisen bei Wilh. Bernbeck. » Möbellager von J. Pfeffer, Hof- Möbelschreiner, in Friedberg nächst dem Bahnhofe, große Auswahl aller feineren und gewöhnl. Möbel, Billigste Preise, reellste Bedienung. Für Confirmanden 984 empfehle weiße Taschentücher, gestickt und glatt Kragen, Manschetten, Tüllkrausen, weiße Unterröcke, Strümpfe und Socken, Herrenhemden, feine Einsätze⸗ Vorhemden, Herrenkragen, Corsetten, Halsbinden, Hand schuhe aller Art, sowie Myrtenkränze zu den billigsten Preisen. K. Friedrich. 2 Kleesamen in hochfeiner, seidenfreier Waare, von 90 bis 95 Procent Keimkraft bei Wilhelm Fertsch. 859 Das deutsche Haus hält seine Logirwirthschaft allen fremden Durch⸗ reisenden, sowie Geschäftsleuten bei sauberen Betten und mäßigen Preisen bestens empfohlen. E. Schramm. 932 Ein junger Neufundländer⸗Hund, männlich, groß, kohlschwarz, 1 Jahr alt, reine Raee, il N 9 geil — spuhen 1 htl. Bet! 1 Neid Dit Rei sanderen 0 Hamar datauf Slolhtr längere Nah die E habe, fehlt gul 1 Der! beriel zu verkaufen. Karl Stölting, Frankfurt a. M. 1024 Unter⸗Main Quai Nr. 58, Frühe⸗Rosenkartoffeln „ Müller Falck. Alle Sorten Oelfarben, 1018 zum Anstrich fertig, bei 8 a Wilh. Bernbeck. Visitenkarten in Buchdruck: 28 versch. Sorten, per 100— M. 1. 40 in Lithographie: 21, 7„„ 100- M Solche auf mattem oder Chamois-Carton, sowie solche mit Extraschrift oder Verzierungen sind eine Kleinigkeit theurer. Carl Bindernagel. Todes-Anzeige. Verwandten und Freunden machen wir die be— trübende Mittheilung von dem heute Nachmittag 3 Uhr erfolgten Hinscheiden unseres lieben Gatten, Vaters und Bruders, des Photographen C. L. Reitz. Um stille Theilnahme bittet Friedberg den 16. März 1878. Die trauernde Familie. Die Beerdigung findet Dienstag Nachmittag um 4 Uhr statt. 1 1026 Allen Denjenigen, welche unseren unvergeßlichen Gatten, Vater, Bruder und Schwager 7 Heinrich Jordis Danksagung. 1 zu seiner letzten Ruhestätte geleitet haben, sowie allen 8 Denen, welche an seiner Krankheit so herzlichen Antheil nahmen, unsern tiefgefühltesten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. (Hierzu eine Beilage.) SS„ 3 1 Reichs b% Ge bart. denz ung y lung klärte es si schlet als wen Sum habe diesee richt wahre die uischt des kinn, 0. 0 1 — 0 Cain. Veilage. HO berhessischer Anzeiger. M 34. U Ait Nu 1 =* il. Deutsches Neich. Darmstadt, 15. Marz. Der Großherzog und die Großherzogin, in deren Gefolge sich * lche ich Flügeladjutant von Herff und Fräulein von Franch befanden, waren heute in Karlsruhe zum Nas . Zesuche des dortigen Hofes. lla— die Aufhebung der Staatsschuldentilgungs- ger zasse als besonderes Institut wird den in sehr »ringender Form geäußerten Wünschen der Stände utsprechend am 1. Juli d. J. vollendete That⸗ e ache sein, und von da ab wird die Verwaltung Fenahnl. Node ves Staats⸗Schulden-Wesens durch eine besondere Abtheilung der Haupt-Staats-Casse unter ent ö * Une . prechender Thätigkeit des landständischen Directors Armanden deen * Berlin. Die Vorbereitungen zur Auflösung es Reichskanzler Amts sind in vollem Gange. b. Die Reichs Regierung arbeitet hierzu einen be— n onderen Etat aus, der durch die Schaffung des A. d — Reichs-Finanz Amts nothwendig wird. U Ttiedrich— 16. März. Der Kaiser befahl den Fürsten aa—— Zismarck auf beute Nachmittag zum Vortrag und ame,„arauf den Botschafter am Wiener Hofe, Grafen J Stolberg. Letzterer verweilte gestern Nachmittag aängere Zeit bei dem Fürsten Bismarck. 1— Auch die„Nat. Ztg.“ meldet, daß der eln Feng Papst dem Kaiser in einem Antritts Schreiben die Besteigung des päpstlichen Stuhles mitgetheilt gabe. Eine authentische Bestätigung der Nachricht sehlt noch. Die„Nat. Ztg.“ gibt ihre übrigens zut beglaubigte Mittheilung unter aller Reserve. Ausland. Oesterreich⸗Ungarn Wien, 14. März. Der Bud getausschuß der österreichischen Delegation zerieth über den Sechzig-Millienen-Credit. Der Reichs- Finanz- Minister Hoffmann erklärte, über le Bedeckung des Credits sei noch nicht verein— art. Der Regierung liege jede Zweideutigkeit ern; dem Ausschusse stehe jede formelle Aender⸗ ung zur Sicherung der verfassungmäßigen Behand- lung frei. Der österreichische Finanzminister er— llärte, die Stimmung des Geld markles, so lange is sich nur um 60 Millionen handle, dürfte keine ichlechte sein. Graf Andrassy bezeichnet 60 Mill. ils Maximum, innerhalb dessen vielleicht viel weniger, vielleicht gar Nichts, vielleicht die ganze Summe beansprucht werden könne. Die Regierung gabe überhaupt nur die Ermächtigung zur Eröffnung I dieses Credits im Auge, um das Selbstbestimmungs— Kar en eccht der Monarchie nach auen Richtungen hin wahren zu können. Der Ausschuß nahm sodann die Vorlage, betreffend die Kosten für die bos, aischen Flüchtlinge, an, lehnte aber die Forderung des Kriegsministers von 657,000 fl. zu Vorbe- eitungen und Beschaffung von Verpflegs-Artikeln ib. Die vereinigten Subcommisstonen der un- garischen Delegation genehmigten den Fall'schen Motivenbericht über bie Vorlage, betreffend den 50. Mill. Credit, mit unwesentlichen Abänderungen. — Es verlautet hier, der Congreß werde vesten Falls Mitte April zusammentreten. Man „tfürchtet, vorherige Zwischenfälle könnten die Be— zathungen der Diplomaten überflüssig machen. Das Aneinanderrücken Englands und Rußlands Im Marmara- Meer erweckt überall Mißbehagen. Es geht ferner das Gerücht, Rußland suche An- krassy's Sturz herbeizuführen. Rußland habe tuerbings hler Anerbietungen Betreffs des Ortents emacht, welche Andrassy abgelehnt habe, deßhalb ble er beseitigt werden. L 16. März. Der Kaiser erstattete gesteen sem Prinzen Peter von Oldenburg einen längeren Besuch ab. Für morgen sind der Prinz von Olden- urg und Prinz Alexander von Hessen zur Hof— che Haus . Achern Malalbrr-Sund, Keri Stolting, Atartoffeln ald Oacsacben 1 1 An l Ninbcrnagg „ 5 Aeta. 140 a Fasel geladen. 11— Die Verständigung über die Congreß- *„Baden ist nahezu erreicht, England und Rußland * btiptiren die Formel: Der Congreß entscheide, Rußland hat die Zulassung — das vorzulegen ist. 5 Griechenlands nicht abgelehnt und für Delegirte mit berathender Stimme eingewilligt. Schweiz. Bern, 15. März. Die Re- gierung bot ein Bataillon Bebufs des Sicher— heits- Dienstes auf, da angeblich am Sountag, dem Jahrestag des Commune Aufstandes, eine Demonstration beabsichtigt sei. — 16. März. Einer Bekanntmachung der Berner Regierung zufolge würden alle Demon— strationen und Umzüge am 18. März polizeilich, resp. durch das Militär verhindert werden. Zürich, 15. März. Der Canlonsrath hat nach dreitägiger Debatte mit großer Majorität die Bewilligung der Rachtrags Subvention von 800,000 Fres. für die Gotthardbahn angenom— men, unter Voraussetzung der Ausführung des Luzerner Programms und Gewährung der Bun- des⸗ Subvention. Frankreich Versallles, 15. März. Die Deputirtenkammer hat den Gesetzentwurf betr. den Rückkauf der Neben⸗Eisenbahnen durch den Staat angenommen.— Der Senat genehmigte die beiden ersten Artikel des Gesetzes über den Belagerungs- zustand in der Fassung, wie sie von der Deputirten- Kammer beschlossen waren, unter Verwerfung aller von der Rechten gestellten Amendements. Großbritannien. London, 15. März. Behufs weiter Verstärkung der Flotle im Orient hat die Admiralität die Zurückhaltung aller auf der Fahrt nach dem Ausland begriffenen Kriegs— schiffe angeordnet. Das Journal„Globe“ will erfahren haben, daß die für den event. Dienst im Auslande zunächst vorgemerkten Genie Offiziere benachrichtigt worden seien, sich zur Einberufung bereit zu halten; auch sollten im Falle des Be— dürfnisses Freiwilligen Bataillone für den activen Dienst organisirt werden. — 15. März. Unterbaus, Northeote ant: wortete auf eine Aeußerung Campbell's: Was er gestern zu sagen beabsichtigte, war Folgendes: England verlange, daß jeder Artikel des Friedens- Vertrages solcher Weise dem Congresse vorgelegt werde, daß der Congreß erwägen könne, welche Artikel der Annahme oder der Zustimmung der Mächte bedürfen. — Die officielle Petersburger Welt befürchtet ernste Complicationen, weil Oesterreich und Eng— land die Erfolge der Russen einschränken wollten. Die„Abendpost“ meint dazu, daß England und Oesterreich immer mehr zu vollem Einverständniß gelangen. Italien. Rom, 16. März. Graf Paar, der österreichische Botschafter beim päpstlichen Stuhle, überreichte dem Papste seine neuen Be— glaubigungs Schreiben. — Wie es heißt, hat König Humbert Cairoli gegenüber folgende drei Wünsche ausgesprochen: ersteus solle keine Aenderung der Verfassung vor genommen, zweitens die Richtung der aus wärtigen Politik nicht verändert, drittens das Garantie— Gesetz nicht abgeändert werden. Auf diese drei Wünsche soll Cairolli bereitwilligst eingegangen sein; auch soll er dem König versprochen haben, an die Spitze des Kriegsministertums einen sach— verständigen und nichtpolitischen Militär und an die des auswärtigen Amtes eine bekannte politische Persönlichkeit, keinesfalls aber bloße Parlamentarier, zu berufen. Türkei. Constantinopel, 15. März. Savfet Pascha und Sadullah Bey werden die Türkei auf dem Berliner Congreß vertreten. Der Aufstand in den Districten zwischen Salonichti und Thessalien breitet sich immer mehr aus. In den Vilayets Smyrna, Koniah und Aleppo herrscht eine gewisse Agitation, indem das Verlangen nach abministrativer Autonomie sich geltend zu machen scheint. Bei Scharkibt concentriren angeblich die Russen große Streitkräfte. Es heißt, daß russischer seits, ehe die Freigabe der türkischen Gefangenen erfolge, die Anzahlung von 3 Millionen Pfund gefordert werde. Die russischen Truppen in der Richtung gegen Gallipoli haben Zuzug erhalten. Einige Truppentheile sollen am Mittwoch in Bajakdere zur Rückkehr nach Odessa eingeschifft werden. Zwei weitere englische Panzerschiffe wer, den bei Ismid erwartet. Serajewo. Zahlreiche türkische Truppen treffen in der Herzegowina ein. Unlängst rückten fünf Tabors regulärer Truppen in Krupa ein Sämmtliche Garnisonen sind verstärkt und haben sich verproviantirt. Zwischen Krupa und Mostar sperren Erdwerke die Communication. Bei Gabella und Mostar sind Verschanzungen aufgeworfen. Selbst des Nachts wird gearbeitet. Rumänien Bukarest. Das rumänische Memorandum über die bessarabische Frage ist am 11. d. an die Tractat Mächte abgesandt worden. Das Memorandum spricht den Entschluß unbeugsamen Widerstandes gegen die ruffische Ab- tretungs-Forderung und das Compensations-An- erbieten am rechten Donau-Ufer aus und erklärt, die Regierung werde nur der Gewalt weichen. Rußland gegenüber ist diese Weigerung bereits folgendermaßen motivirt: Der fragliche Theil Bessarabiens gehöre zu dem alten Moldau-Texri— torium; die Rückgabe an Rumänien durch den Pariser Tractat sei zur Sicherung einer freien internationalen Donau-Schifffahrt und zur Er- füllung der national-ökonomischen und territorialen Mission Rumäniens erfolgt. Rumäniens Auf— schwung in Bezug auf Schifffahrt datire erst seit 1856. Durch Verringerung des rumänischen Donau- Besitzes würde ganz Europa geschädigt. Die Dobrudscha sei wegen der schwierigen Com- munication kein Ersatz für Rumäuien, welches nach seinen Opfern im Kriege zu einer würdigeren Com- pensation berechtigt sei. Die russische Forderung rufe in dem rumänischen Volke eine gefährliche Aufregung hervor. Die Unabhängigkeit Rumäniens erfordere den ungeschmälerten Bestand seines terri— torialen Besiges, — Die Russen haben Rustschuk und Silistria in Vertheidigungs Zustand gesetzt. Die rumänische Regierung beschloß, in dem Falle der gewaltsamen Occupation Rumänisch-Bassarabiens durch die Russen nicht nur auf die Dobrudscha zu verzichten, sondern auch die Donau-Mündungen und die ab— wärts der Mündung des Prutb in der Donau liegenden Inseln den Russen zu überlassen; die Mächte möchten dann entscheiden, ob ein solcher Besitz Rußlands den Interessen Europa's entspreche. Rumänien bereitet die Auslieferung der türkischen Gefangenen vor und verhandelt ferner mit den russischen Bebörden wegen der für die Benützung der Post, Telegraphen und Eisenbahnen schuldigen Summen, sowie wegen Entschadigung der rumänischen Grundbesitzer. — 16. März. Den Kammern ist ein Gesetz— entwurf vorgelegt über Errichtung eines neuen Ministeriums, welches die Verwaltung der Do— mänen und der Landwirthschaͤft zu übernehmen hätte; das Ministerium der öffentlichen Arbeiten soll in ein Ministerium für Straßen und Communi⸗ cationen umgewandelt werden, welchen die Leitung der Eisenbahnen, Posten und Telegraphen obliegt.— Die Senatoren und Deputirten hielten gestern eine außerparlamentarische Sitzung, in welcher Seitens der Regierung die Schwlerigkeiten der Lage Ru— mäniens im Fall eines europäischen Krieges dar- gelegt wurden. Griechenland. Atben, 15. März. Vom Olpmp breitet sich ein Aufstand immer mehr nach Macedonien aus, der bereits bis Verria reicht. Bei Phassala fanden zwei 6bedeutende Gefechte statt, wobei 400 Türken fielen. Der Gouverneur Janinas ließ über 200 muselmannische Sträflinge frei, die vereint mit den aus den Gefsängnissen von Arta und Prevesa entlassenen Straͤflingen nach Epirus zur Bekämpfung der Jusurrection gesendet werden sollen. Die Insurgenten Kreta's sind im Begriffe, die Feindseligkeiten wiedet auf E —— —— N — zunehmen, da die Türkei die Zeit der Waffenruhe denützt, um Verstärkungen an sich zu ziehen. Rußland. Petersburg, 14. März. Ignatteff und Reuf Pascha sind hier angekommen. Letzterer hat sein Absteige-Quartier im„Hotel de l'Europe“ genommen. — 16. Maͤrz. Der Kaiser empfing heute Reuf Pascha. Fürst Gortschakoff erwiederte bereits gestern noch den Besuch Reufs — Die russische Garde ist beordert, sich zur Rückkehr in die Heimath sofort einzuschiffen, sowie der Friedens-Vertrag ratificirt sein wird. Amerika. New Nork, 15. März. Die Commission des Repräsentanten-Hausts zur Vor- berathung der Bankfrage genemigte den Bericht zu Gunsten der Bill, durch welche die Er- mächtigung ertheit wird zur Ausgabe von Cer⸗ tificaten auf Silberbarren, die legales Zahlungs- mittel für alle Staatsschulden sein werden. Aus Stadt und Land. —h. Friedberg. Man ist auf den ganz richtigen Gedanken gekommen, eine Versammlung der Industtiellen des Kreises zu berufen, um die Betheiligung an einer Aussullung(August d. J.) kennen zu lernen. In dieser Versammlung möge man auch einmal davon reden, ob es mit einer zweiten Ausstellung nicht zu spät und gleichzeitig zu frübe sei? Kür die Ausestellung im August 1874 war im October 1873 das Comiié breite gebildet, dessen arbeitende Miglicder, deten es nicht wenige wazen, von damals an fleißig zu thun halten bis zum Schlusse des Unternehmens. Gestützt auf diese Thalsache befürchten wit:„es ist zu spär!“„Es ist zu frühe“ meinen wir nach folgenden Betrachtungen. Die lokalen Ausstellungen sind deshalb sehr nützlich, weil sie auf dem Lande, also da Anregung und Aufmunterung gewähren, wo die großen Ausstellungen nur in selienen Fällen, sehr ausnahmsweise, für einzelne Werkstäften und nicht für das Ganze, iyre defruchiende Kraft äußern. Es können bier die kleinen Ausstellungen aber nur dann sich ergänzend einreihen, wenn sie an einem Orte eiwa in 12— 15 Jahren, nicht früher wiederkehren, damit immer wieder neue, der jungen Generation angehöcende Aussteller und Besucher erscheinen. Alsdann spricht das Unternehmen an und ziebt, eine hin⸗ reichende Einnahme gewährend, in Vorbeugung eines metallischen Nachgeschmacks, der dekanntlich sehr bitter ist. Hiernach würde eine Ausstellung zu Friedberg erst spät in den achtziger Jahren eine frögliche Aussicht haben, äbnlich den glorreichen Resuliaten der„1. Wetlerauer Industrie⸗ Ausgnellung“. Also erscheint es ralhsam, zu warten, bis die Generalvertsammlung der Hess. Gewerbevereine wieder einmal in Friedberg lagt. Für die bevorstehende Bet⸗ sammlung(in 1878) möge die an sich ja schon sehr interessante Ausstelung der Zeichnungen aus den Hand— werkerschulen genügen.(Obgleich wir persönlich nicht der Ansicht des Einsenders sind, glaubten wir doch dem Arlikel Aufnahme gewähren zu sollen, da durch allseiuige Be leuchtung einer Sache sich die Ansichten nur klären knnen. Die Redaclion). —b— Bad⸗Nauheim. Auch bei der deulschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger sollen, wie bei allen nützlichen Vereinen, die Leistungen der Mitglieder nicht einzig und allein in Bezahlung eines Jahresbeiltags, sondern auch darin bestehen, daß die Mitglieder das In⸗ teresse an der Sache heben bei sich und bei Andern; dann erst wird der guten Sache eines Vereins recht gedient. Von diesem Grundsatze ausgebend, hatte der hiesige Ver⸗ lreter der vorbezeichneten Gesellschaft die hiesigen Mitglieder derselben zu einer Besprechung eingeladen. Der Vertreter (Nebhulh) leitete hiese Besprechung ein, indem er eiwa Fols endes sagte: Deutschland steht in den Rettungs⸗ bestrebungen noch wein zurück im Vergleich zu anderen Ländern, namentlich haben England, Amerika, Holland, Frankreich, Schweden und Dänemark viel mehr geleistet; erst seit 12 Jahren besteht der deutsche Verein und es macht dieser auch erfreuliche Forischritte seit der Zeit, in welcher das deuische Volk seine Solidarität gelernt und geübt hat; nun liegt es an den Miigliedern des Vereins, das Interesse für denselben in welteren Kreisen zu erwecken und zu heben. Letzlerer Aufgabe willen, hat der hiestge Vertreier bei dem Vexreinsvorstand in Bremen die Ge⸗ nehmigung erwirkt, von den Nauheimer Mitgliedern zwei Beistände wählen zu lassen, weil auch die beste Sache lebiglich als persönliche Zuneigung eines einzelnen Ber⸗ lretets angesehen werden kann, während die gemeinsame Blite mehrerer Personen größere Willsährigkeit findet. Die erschienenen Mitglieder stimmten dieser Meinung bei und man wählte unsesen Bürgermeister Schuit und Land⸗ gerichis⸗Assessor Schnitispahn. Wir hoffen nunmehr unsere Migliederzahl zu verdoppeln. Auch eine Dame hier ist Miiglied, den Lachen Beiltag zahlend, welches rühmliche Beispiel wir der Damenwelt zur Nachfolge bestens empfohlen haben wollen. Anderwäris sucht man die Einnahmen für Rellung Schifforüchiger durch Concerte, Theater Vor⸗ stellungen ꝛc. zu vermehren. Wir wollen dieses auch ihun und zwar im Laufe dieses Jahres schon. Dadurch wird ebenfalls das Interesse an der guten Sache verbreitet. In dieser Weise vorgegangen, kann das jüngst von dem Friedberger Vertreter, C. Trapp, an dieser Stelle aus⸗ gesprochene schöne Project seine Verwirklichung finden, nämlich ein Renungsvoot„Wetterau“! Butz bach, 15. März. Gestern feierte Cantor Eckhard das gewiß seltene Fest seines vor 50 Jahren statigehabten Amtsanttitis an hiesiger Schule. Dem bochgeseierten Jubilar wurde unter anderen Auszeichnungen auch das Ehren— bürgertecht verliehen. Mainz, 15. März. Vor einigen Tagen hat ein Insasse des hiesigen Gesängnisses die Fenster zertrümmert und konnte erst durch Hinzuziehung von verstärktem Auf⸗ sichtspersonal überwältigt werden. Gestern Abend wieder bolte sich dieser Exceß, jedoch betheiligten sich diesmal 7 Insassen des Gesänguisses an demselden und erst mi Zuziehung von Polizei Mannschaflen aus verschiedenen Revieren gelang es, die Burschen zu beschwichtigen und jestzunehmen. Die ganze Gesellschaft wurde noch gestern Abend geschlossen in das biesige Arresthaus übergeführt. Allerlei. Osnabrück. Das hiesige Schwurgericht hat am 9. d. Mis. ein Todesurtheil gegen eine Bauersfrau aus Gehrde fällen müssen, weil sie dem Kinde ihrer Tochier, einem Knaben von etwa 4 Wochen, ein keilförmig zuge⸗ spitztes Stück eince Flaschenkorkes in die Speiseröbre hinein⸗ gepreßt, das den Tod des Kindes an Erstickung herbei führte. Die Mörderin steht außerdem im Verdacht, zehn ihrer eigenen Kinder und vier Kinder ihrer einzigen Tochter auf dieselbe Weise aus dem Leben geschafft zu haben. Paris, 14. März. In der Akademie der Wissenschasten wurden am Moniag Versuche mit dem Phonograpben gemacht, welche die gelehrte Versammlung in das höchsie Erstaunen versetzten. Der Pbonograph trägt bekanntlich nicht nur den Ton sort, sonbern schrelbt ihn nieber, k iyn auf und gibt ihn wieder. Graf Dumoncel zeigte Apparat. Mit lauter Stimme rief seln Assisient bite „Le phonographe präsente ses compliments à I' Acadön des solenses.“ Der Volsitzende gebot Ruhe, eine kleh fcurbel am Apparat wurde gedreht und deutlich ld. dieselben Worte wieder. Ein Ausbruch des Gelächig solgte.„Das ist Bauchrebnerei, Taschenspielerkuns“, war die Ausrufe. Etwas empfindlich veribeidigte Graf Dune die Wahrheit der Erfindung und sprach selbst einen E in den Phonograph und der Phonograph gab ihn deu zurück. Damit war die Ungläubigkeit gebrochen. Handel und Verkehr. Friedberg, 16. März. Wochenmarkt. Butter kost per Pfund M. 1. Eier per Stück 5 Pf., 2 Stück 9 f Gießen, 16. März. Wochenmarkt. Butter per f M. 1.05, Eier per St. 4—5 Pf., Tauben das Paa; M. 1.2 Hühner per Stück M. 1.60, Hähnen per Stück M. Enten per Stück M. 3.60, Kartoffeln 100 Kilo M. 758 Ochsenfleisch 70 Pf. per Pfd., Kuhfleisch 50— 60 U Rindfleisch 50— 56 Pf., Schweinefleisch 62— 64 Kalbfleisch 55— 60 Pf., Hammelfleisch 64 Pf. Frankfurt, 16. März Der heutige Heu- und Stieh, da; Markt war gut befahren. Heu kostete je nach Qual. 3h gen d Cent. M. 2.— 3.50, Stroh per Cent. M 2.— A(. 1 Butter im Großen 1. Qual. M. 90.— 95, 2. Qual 1 fannt im Detall 1. Qual. M. 1.1015, 2. Qual. M. I„ e Eier per 100 M. 5.10—6 50. Kartoffeln 7. Erbse sonmet geschälte(per 100 Kilogr.) M. 27.— 32, ganze Er* Ann; M. 24.— 28. Bohnen M. 24— 25. Linsen M. 0 bis 36. Fleischpreise: Ochsenflelsch per Pfund 70—75 fl dai Kuh⸗ und Rindfleisch 5564 Pf., Kalbfleisch 60—75 6„ Die Hammelfleisch 54— 68 Pf., Schweinefleisch 70—75 P wid ien Marburg, 16. März. Wochenmarkt. Butter kosse Je per Pfd. M. 1.10— 1 20, Eier zwei Stück 9—10 P. f Zwiebeln per Pfd. 8— 10 Pf. Sellerie per Knolle 3— 5 5f. agnal Nüsse 100 Stück 40 Pf. verwen res La Geld, Cours. 75 Frankfurt am 16. Marz. 1878. 20 Frankenstu cke M. 16 2024* ‚ Englische Sovgreigns„ 20 32 duft Russische Imperlales„ 16 67—72 ulli Holländische fl. 10⸗Stücke„16 65 ns Dann!! 1 5 9 52—57 ld Ducaten al mare„ 9 55—60 6 7 Dollars in Gold„ 1 u 0 kes del 1007 Der im heutigen Inseratentheil aufgeführte 9e 9) 520 schäftsausweis der Deutschen Lebens-, Pensiorz⸗ 7. und Renten⸗Versicherungs⸗Gesellschaft aaf 1 pf Gegenseitigkeit in Potsdam giebt Zeugniß in Sichen den erfreulichen Fortschritten dieses Instituts. pꝛppier Die verhältnißmäßig noch junge Anstalt besitzt bers lacwig einen Vesicherungsbestand von 57,172,765 M. und flat 30 seit ihrem Bestehen, vom Jahre 1869 bis jetzt, an wer; den sicherten Capitalien allein die Summe von 1,590,098 M Cupa an die Hinterbliebenen ihrer Versicherten ausgezahll. A Gude dieser Summe stellt sie sich würdig in die Reihe de pon! jenigen Lebensversicherungs Anstalten, die auf solilg gabe 1 U Grundlage errichtet, lediglich den Zweck verfolgen, fein ö sorgsamen Familienvater und auch den Unbemittelten Palas Wege der Sebsthülfe die Zukunft der Seinen erleichtm posten Bekanntmachung. 1000 Donnerstag den 21. und Freitag den 22. d. M., jedesmal Vormittags 9 Uhr anfangend, werden in dem Oasthaus„Zum Prinzen Karl“ dahter folgende Gegen⸗ stände, als: cirea 18 Stück rein gehaltene Apfelwein, 12 Stück⸗ faß, 5 Zulast und eine Parthie kleiner Fässer und Bütten; eine neue Kelter, Schläuche und Kellergeräthschaften; 1 Wagen, 1 Stoßkarren, 4 Pflüge, 1 Egge und sonstige Oeconomiegeräthschaften, sowie Heu, Stroh, Grummet c. ꝛc.; ferner Mobilien, als: Kleiderschränke, Commoden, Betten, Weißzeug, Kleidungsstucke, Haus⸗ und Küchengeräthschaften meistbietend gegen gleich baare Zahlung versteigert. Donnerstag den 21. l. Mts. kommen die Oeeconomie⸗ Geräthschaften ꝛc. ꝛc. und Freitag den 22. l. M. kommt der Apfelwein, Fässer, Bütten, Kelter und Kellergeräth— schaften zur Versteigerung. Vilbel den 14. März 1878. Großherzogliches Ortsgericht Vilbel. Hinkel. Hlaarbalsam. sehr beliebt als bestes Mittel für die Erhaltung und für das Wachsthum der Haare. Flasche à 60 Pf. und 20 b Haarfärbemittel die Flasche 2 M. J. A. Windecker, Hoflieferant in Friedberg, Ph. J. Weiss in Bad- Nauheim. 46 Eine gesetzte Person wird zu Kindern gesucht. des Anzeigers. 895 Näheres bei der Expedition Holz ⸗Versteigerung. von Vormittags 9 Uhr ab, werden im hiesigen Stadt walde, Distrikt Sumpf, folgende Holzsortimente und zwar: Mittwoch den 20. Mürz: 38 Raummeter Eichen⸗Scheitholz, 12 10 Knüppelholz, 27 4„ Stockholz 12675 Wellen Gichen⸗ und Nadelholz ꝛc. ꝛc. und Donnerstag den 21. März: 116 Stück Eichen- ꝛc. ze. Stämme von 312 Meter Länge und 13—50 Centimeter Durchmesser, mit ö 79,87 Festmeter Inhalt öffentlich an den Meistbletenden versteigert. Bad Nauheim am 13. März 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Bad⸗Nauheim. f Schutt. Proclam. 1008 Nachdem der Schreiner Heinrich Köhler v. zu, Distrikt Brandholz, solgende Holzsortimente zur f Bruchköbel seine Insolvenz angezelgt hat, so wird zur Anmeldung der Forderungen der Gläubiger, sowie zum Güteversuch Termin auf den 10. k. Mts., Vormittags 9 bis 10 Uhr, vor unterzeichnete Gerichtsstelle anberaumt, was mit dem Anfügen andurch bekannt gemacht wird, daß die nicht erscheinenden Gläubiger als dem Beschluß der Mehrheit der Erschienenen beitretend werden angesehen werden. Zum vorläufigen Curator ist Landwirth Heinrich Fliedner in Bruchköbel bestellt. Ein etwaiger Vergleichs hescheid wird nur durch Anschlag am Gerichtsbrett publlellt. Hanau den 7. März 1878. Königliches Amtsgericht II. v. Milchling. vdt. Jacob. ö 956 Mittwoch den 20. und Donnerstag den 21. d. M., 3 N 1 und sichern zu helfen. 13 6 Ueber die Vertheilung des Ueberschusses aus daß 705 Jahre 1875 als Dividende wird dle orden folge Generalversammlung im Juni 1878 beschließen. hierna durch — t 1 großh Holzversteigerung. Donnerstag den 21. d. Mts. werden in den 81 uf herrlich v. Franckenstein'schen Walddistrikten Magazin uwe“ vollzos Sommerhang versteigert: das 14 Raummeter Buchen⸗Prügelholz. lehen 32 1 Nadel⸗ 4 12075 Stück Buchenwellen, 11 3. 9750, Birken⸗Eichenwellen, große 1700„ Nadelwellen. uche Zusammenkunft Morgens halb 10 Uhr im Die folgt a Magazin an der Einmündung der Grimmelschneise 10 1 den„Neuen Weg“.) de Ockstadt den 13. März 1878. Aach Der Freiherrlich 3 Franckensteinsch'e Oberförsiig 0 Duma u m p f. 4 1 Holz⸗Versteigerung. unler and der' g 1001 Freitag den 22. März d. J., Vormittags 9 Ute anfangend, kommen in dem Büdesheimer Gemeinden 0 aa 130 Raummeter Buchen⸗Scheitholz, Jomain 4„ dice, in u 32 2 Buchen Knüppel,„i 22 10 Eichen⸗„ wan der 70 5 Buchen⸗Stockholz, andes. 30 Eichen⸗ 1 den * 1500 Stück Buchenwellen,. 40 Eichenstämme von 19— 37 Centim. Durchmeff N und 7-16 Meter Länge, 0 2 Buchenstämme von 43-46 Centim. und 10-13 Meier Länge. Büdesheim am 14. März 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Büdesh Wiesenbach.