l Keanig G1 1878. Donnerstag den 17. October. 123. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal per Woche und zwar Dienstags, Donnerstags und Samstags. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Betrag Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Der Pferdezucht Verein im Großherzogtbum Hessen hat beschlossen, die Pferdezüchter zu veranlassen, in ihrem Besitz befindliche edle Zucht⸗ guten zu längerer Zucht zu bebalten und nicht allzubald zu verkaufen; n diesem Falle gewährt der Verein fortlaufende Prämien an die Besitzer olcher Zuchtstuten, welche— als zur edlen Nachzucht vorzugsweise ge— zignet— von der betreffenden Vereins Commission als„Vereinsstuten“ anerkannt worden sind und zwar: 1) Vierzig Mark für das erste, nach Anerkennung der Stute als „Vereinsstute“ von derselben gefallene und mit ihr vorgeführte Saugfoblen. 2) Fünf und vierzig Mark für das zweite Fohlen aus dieser Stute. Hiernach werden den 21. dieses Monats Der prov. Bekanntmachung. Die Amtstage des unterzeichneten Gerichts werden Dienstags und Mittwochs 5 Uhr Nachmittage abgehalten. Außer diesen beiden Tagen ist freiwilliges persönliches Altenstadt am 12. October 1878. Betreffend: Das Mutationsgesetz. Das Großherzogliche Landgericht Die Ortsgerichte haben sich vor Aufnahme meuesten Steuerzettel des seitherigen Eigenthümers un getteln angegeben sind, in die Noteln einzutragen und auf derselben die Gemarkungen begütert, so ist die Nummer des Steuerzettels aus derjen kpechselt, gelegen ist. Hat der neue Erwerber noch keinen Steuerzettel und sind auch keine anderen führen, so ist Beides unter der Notel zu bescheinigen; exi endung der Notel wegen der Nummer, welche dem dem Steuer ⸗Commissariat zu benehmen und die Nummer in der Notel aufzuführen, auch in d Steuern bezahlt, derselbe aber nach Benehmen mit dem Steuer Commissariat mit der in der Notel d des neuen Erwerbers vorlegen zu lassen, die Wir bringen diese Bestimmungen hiermit unter dem Anfügen in Erinnerung, daß für die strase geahndet werden. Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., 3) Fünf und fünfzig 4) Sechzig Mark für d Der Verein behält sich vor, aus der Stute entsprechende Prämien zu gewähren. in den Stunden von Erscheinen bei Gericht nur in Nummern der Steuerzettel zu bemerken. igen Gemarkung anzugeben, in welcher das Grund bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Mark für das dritte Fohlen. as vierte Fohlen. bei Züchtung noch weiterer Fohlen eingeladen, dieselben die Besitzer edler Zuchtstuten iedberg, Kaiserstraße, „Vormittags 10 Uhr, zu Fr vor das Hötel Trapp gelegentlich des Pferde⸗ und Fohlen⸗Marktes zur Prüfung durch die dazu Oppelshäuser bestimmte Commission vorführen zu la ssen. hof den 4. October 1878. Vorsitzende der Prüfungs⸗Commission. Burg, sen. 8 bis 12 Uhr Vormittags und 2 bis dringenden Fällen gestattet. Großherzogliches Landgericht Altenstadt. May. Vilbel am 14. October 1878. Vilbel an die Großherzoglichen Ortsgerichte des Landgerichtsbezirks. der Protokolle über Contracte, wodurch Eigenthum an J mmobilien übertragen wird, jedesmal die selben genau so, wie sie in den Steuer- Ist ein Betheiligter in mehreren stück, dessen Eigenthum welche denselben Namen Namen der Ortseinwohner vorhanden, stiren aber andere gleichnamige Ortseinwohner, so haben sich die Ortsgerichte vor Ein⸗ Namen des neuen Erwerbers beizufügen i erselben zu bemerken, st und dieser für die Folge zu führen hat, mit daß der neue Erwerber noch keine angeführten Nummer bezeichnet worden sei. Folge Verfehlungen dagegen mit der Ordnungs- Jager der Obersörster v. Lehmann zu Darmstadt; am 30. Aug. der Schullehrer Schreiber zu Jügesheim; am 31. August der Forsiwart Schlag zu Hausen; am 1. Sept. der Schul⸗ lehrer Schüler zu Mombach; am 2. Sepl. der Forstwart Knöß zu Egelsbach und der Regierungsrath Folenius zu Büdingen; am 12. Sept. der Rechnungsrath Kehr zu Darmstadt. Berlin, 14. Oct. Reichstag. Zweite Lesung des Socialisten-Gesetzes. Zu F. 6 sprach sich Richter(Hagen) gegen das Amendement Acker. mann aus, weil mit diesem das Gesetz rückwirkende Kraft haben und von dem Verdacht nicht frei bleiben würde, auf Verfolgung von Personen an- gelegt zu sein. Der Commissions- Vorschlag sei scharf genug. v. Kleist- Retzo w vertheidigte den Antrag Ackermann, namentlich denjenigen Theil disselben, wonach die Worte:„sobald auf Grund dieses Gesetzes das Verbot einer einzelnen Nummer erfolgt“, gestrichen werden sollen, so V. Militärdiensinachrichten. daß also das fernere Erscheinen von periodischen VI. Char kierertheitungen.. Druckschristen sofort untersagt werden könne. VII. Dienstentlassung. Der Schullehrer Müller zu Minister Graf Enlenburg bezeichnete es als N. 1 10 e aeg. eine Unmöglichkeit, anzunehmen, daß die Be- IX. ee e Der Landrichter Schäfer stimmungen des§. 6 auch auf andere als social⸗ in 1 3 ee. demoekratische Schristen angewendet werden würden. seiner Dienßse, ferner der Reallehrer Dr. Glaser d„.; N 8 Ann der Conduckeur bei der Main ⸗N dr, Einkehr 8 i e e ee de, Der Minister bat, die Anträge Ackermann anzu⸗ Deutsches Reich. Darmstadt. Das Regierungsblatt, Beilage Nr. 25 enthält: I. Bekanntmachung wegen der Erhebung und Con⸗ ltrolirung der Uebergangsabgabe von Branntwein. II. Bekannimachung wegen der Verwaltung Disiriktseinnehmerei Bingen. III. Ordensverleihungen. IV. Dienfinachrichten. Dem ev. Pfarrer Köhler zu Eschenrod wurde die Pfarrstelle zu Heidenbach übertragen; der Brückengelderhebungs⸗Gehülfe Waldschmitt zu Castel, sowie die Bauaufseber Fey und Waller wurden zu Steuer⸗ aussehern ernannt; dem Schullehrer Sellin zu Utphe wurde die Schulstelle zu Climbach, dem Schulamisasp. Scharmann aus Ober⸗Meckfadt die 2. Schulstelle zu Kaichen, dem Schulamtsasp. Heilmann aus Bermersheim die Schulstelle zu Watzenborn, dem Schullehrer Gerhard zu Wöllstein die zweile Schulstelle zu Rockenberg, dem Schullehrer Länder zu Schaden bach die Schulstelle zu Rödgen übertragen; ferner wurde der auf die erste Schulstelle zu Nidda prä. Schullehrer Lorz zu Nidda und der auf die Schulstelle zu Kim bach präs. Schulamtsasp. Ebert aus Höller bach bestätigt. der Schmidt dahier, sewie der Brückengelderheber Harimann zu Caslal, fernet der Rendant Becker in Gießen guf Nach K suchen unter Anckennung seiner Dien ste, und der Zoll- nehmen, also Hinzufügung der Worte; insbesondere insrykor Mann in Gießen, sewie der Pedell Roßmann zu die Eintracht der Bevölkerungs- Klassen n Darmstadt Ae 1 1 seiner Dienst⸗ Streichung der Worte: sobald auf Grund dieses U in den Ruhestand versetzt.: 8 b nene nin öffn. Erletigt ist: die 2. Schul- Gesetzes das Verbot einer einzelnen Nummer er fille zu Often ibal, Gehalt 900 M.; die kathelische Schul. folgt. Nachdem Eulenburg nochmals für ec e 5 Pf.; die§. 6 eingetreten war und Stetter(Reichs partei) Schulsele zu Kesselkach, Geball 695 M. 71. die Anträge Ackermann empfohlen halte, wurde XI. Sterbesälle. Gestorben sind: om 24. Aua b g f ter Feifwarl Feußner zu Ruhlkuchen; am 28. Angust[bei der Abstimmung das ersle Amendement Acker- mann angenommen, die durch das zweite Amende⸗ ment beantragte Streichung aber abgelehnt. Hier⸗ auf wurde§. 6 nach der Regierungs-Vorlage abgelehnt, ebenso derselbe Paragraph nach der Commissionsfassung. Damit ist auch die Dis- cussion der auf§. 6 fußenden§8 7—10 zunächst abgeschnitten. Die Debatte wendete sich demnach zu§. 11, welcher angenommen wurde. 8. 12 (Strafbestimmungen gegen Betheiligung an ver- botenen Vereinen) wurde nach kurzer Debatte gleichfalls nach den Commissions- Anträgen ange nommen, ebenso§. 13(Hergabe von Räum- lichkeiten).§. 14, welcher sich auf§ 6 bezieht, wurde zunächst bei Seite gelassen.§. 15(Straf- bestimmungen gegen verbotene Sammlungen) wurde ohne Debatte angenommen. F. 15a(Strafbe⸗ stimmungen, betreffend fahrlässige Zuwiderhand- lungen gegen das Verbot der Theilnahme an Vereinen und Hergabe von Räumlichkeiten) wurde mit einem unwesentlichen Amendement angenommen. — 15. Oct. Die heutige Debatte beginnt bei F. 16, betreffend Aufenthaltsbeschränkungen gegen gewerbemäßige Agitatoren. Ackermann bean⸗ tragt Wiederherstellung der Regierungsvorlage. Schmid(Württemberg) beantragt die Worte „außerhalb ihres Wohnortes“ zu streichen. Rei⸗ chensperger(Crefeld) spricht gegen den Para- graphen, warnt vor zu schroffer Anspannung des Bogens und meint, daß den Polizeibehörden durch diesen Paragraphen ein zu weiter Spielraum ein⸗ geräumt werde. v. Puttkammer(Löwenberg) tritt diesen Ausführungen entgegen und befür⸗ wortet den Antrag Ackermann's im Interesse einer durchgreifenden Wirksamkeit des Gesetzes. v. Ben- nigsen erklärt, die Commission habe sich ohne— hin nur schwer entschließen können, Aufenthalts- deschränkungen zuzugestehen. Die Anträge von conservativer Seite, die über die Beschlüsse der Commission binausgingen, seien für seine Partei unannebmbar; er müsse die Verantwortlichkeit für eine etwaige Ablehnung dieses Paragraphen den Conservativen zuschieben. Fürst Radziwill er⸗ klärt sich gegen den Paragraphen. Eulenburg hofft, daß v. Bennigsen's Erklärung nicht allzu scharf aufzufassen sein werde und daß die National- liberalen bier wie bei den früheren Paragraphen nicht gegen die Amendements stimmen würden. Der Paragraph sei unabweisbar nothwendig, wenn man wirksam die Ziele des Gesetzes erreichen wolle. v. Helldorf und v. Kardorff treten für den Antrag Ackermann's ein, Hänel spricht gegen den§. 16 überhaupt. Damit schließt die Debatte. Bei der Abstimmung werden die An · träge Schmid und Ackermann abgelehnt; sodann wird der§. 16 in der Commissionsfassung abge: lehnt, ebenso die Regierungsvorlage. Damit sind §§. 16 a und b eigentlich indiscutabel. Graf Eulenburg ist entgegenstehender Ansicht, weil jene Paragraphen selbständige Dinge betreffen. Man debattirt nunmehr über§§. 16 a und 16 b. Die§§. 16 a unb 16 b, sowie 18 werden nach unerheblicher Debatte in der Fassung der Com- mission angenommen. F. 17 fällt nach den An- trägen der Commission aus.§. 19 betrifft die Recurs-Instanz. Zur Discussion stehen zunächst die ersten drei Absätze der Commissions Anträge betreffend die Zusammensetzung der Commission, die Zeitdauer der Mandate und die Ernennung Ackermann befürwortet das des Vorsitzenden. Amendement, wonach der Kaiser den Präsidenten in freier Wahl ernennt, vier Mitglieder dem Bundesrath angehören und vier andere außer aus den böchsten Gerichten des Reichs und der Einzel. staaten, auch aus den obersten Verwaltungsgerichten gewählt werden können. Windthorst bekämpft den Paragraphen, der eine wesentliche Beeinträch⸗ tigung der Competenz der Einzelstaaten enthalte, welche ohne Aenderung der Bundesverfassung nicht möglich sei. Der sächsische Justizminister Abeken glaubt, die verbündeten Regierungen könnten eher den Anträgen Ackermann's als der Commissions- fassung zustimmen. Dem Gesetz fehle die eigent⸗ liche Rechtsnorm. Dasselbe überlasse seiner Natur nach in jedem einzelnen Falle alles dem Ermessen der zur Entscheidung berufenen Bebörde. Des balb könne ig der Recurs-Instanz auch die richterliche Instanz nicht überwiegen. Es liege eine größere Garantie für eine milde Handhabung des Gesetzes in der Annahme des Antrags Acker⸗ mann's. Die Anträge Ackermann's werden bei der Abstimmung abgelehnt und die drei ersten Absätze nach den Commissions- Anträgen ange nommen. Zu den beiden letzten Absätzen(Ge⸗ schäftsverfahren der Commission) stellt v. Malt ⸗ zahn Gültz ein Amendement unwesentlichen Inhalts. Nach unerheblicher Debatte werden die beiden Absätze in der Fassung der Commission angenommen. — Der Kaiser kehrt nicht vor dem 4. De⸗ cember nach Berlin zurück. — Im preußischen Cultusministerium wird, wie die„Tribüne“ mittheilt, der Entwurf zu einer Reform des Medicinalwesens berathen, wel⸗ cher Virchow zum Verfasser haben soll. Der Plan will eine dreigliederige Instanz schaffen: als unterste örtliche Stufe„Kreis Aerzte“ an Stelle der bisherigen Kreis⸗Physiker mit größerer Unabhängigkeit von den Verwaltungsbeamten; über diesen stehen Provinzial Gesundheits⸗Aemter mit collegialischer Zusammensetzung und unab- hängig gestellten, von jeder praktischen ärztlichen Thätigkeit abgelösten Mitgliedern; endlich als oberste Behörde ein Landes ⸗Gesundheits⸗Amt, in welches die jetzige wissenschaftliche Deputation für Medicinalwesen und die Medieinal⸗Abtheilnng des Cultus Ministerium aufgehen werden. Auch eine selbstgewählte Vertretung des ärztlichen Standes soll sowohl in den Provinzial-Aemtern, wie in dem Landes⸗Gesundheits⸗Amt vorgesehen werden. Es sollen jährlich aus dem Kreise der approbirten Aerzte Delegirte für die Provinzial Gesundheits⸗ Aemter wie für das Landes ⸗Gesundheits Amt gewählt werden. — Das Wiener„Tel.⸗Corr.⸗Bur.“ meldet aus Rom: Die Nachricht des„Berl. Tagebl.“ Fürst Bismarck habe den Cardinal-⸗Staatssecretär Nina schriftlich ersucht, dem Papst für die an den deut schen Kaiser gerichteten wohlwollenden Worte zu danken, und dabei die Ueberzeugung ausgesprochen, daß die Verhandlungen bald von Erfolg gekrönt sein würden, entbehrt jeder Begründung. — Dem„Fr. Journ.“ schreibt man: Nach- dem die freundschaftlichen Besprechungen zwischen hier und Rom in das Stadium formeller Ver- handlungen getreten sein werden, was in nicht allzu ferner Zeit erwartet wird, dürfte es sich in erster Linie nicht um die theoretische Entscheidung oder Feststellung weittragender Grundsätze, sondern vielmehr nur um die praktische Lösung der dringendsten Fragen, z. B. die Berathung der erledigten Bi⸗ schofssitze u. s. w. handeln. Hat sich auf dieser Grundlage ein Modus vivendi herausgebildet, dann erst und nicht früher wird man auf Ver⸗ handlungen behufs Herstellung eines wirklichen Friedens hoffen können. Dresden, 13. October. Der zweite anti socialistische Arbeiter ⸗Congreß ist zahlreich besucht und wählte Dr. Max Hirsch(Berlin) zum Prä- sidenten. In der heutigen ersten Hauptversamm⸗ lung suchten Socialdemokraten die Verhandlungen durch Lärmen und Zischen zu stören, wurden aber durch den Vice Präsidenten Roth energisch zur Ruhe verwiesen. Ausland. HOäesterreich⸗UUngarn. Wien. Die„N. Fr. Pr.“ vernimmt, daß eine theilweise Demobili- sirung der Occupatlons- Armee in Bosnien, nämlich Verminderung um vier Divisionen und einer Bri' gade, angeordnet worden sei; die entsprechenden telegraphischen und schriftlichen Weisungen würden sofort ergehen. ö— Die Blätter melden: Der bisherige Bot- schafter in Berlin Graf Karelyi ist zum Bot; schafter in London und Graf Beust zum Bot- schafter in Paris ernannt. — 15. Oct.„Reuter's Bureau“ meldet aus Constantinopel: Der österreichische Botschaster Graf Zichy erbat fich in freundlicher Weise von Sapfet Pascha Auskunft über die bei Kossowo concentrirten türkischen Truppen. „ Oct. Eine Meldung aus Constanti⸗ nopel, Osman Pascha sei gestern plötzlich nach Salonichi abgereist, wird hier in Wien für be⸗ achtenswerth gehalten. Osman war nämlich zum Commandanten der bei Kossowo concentrirten Armee designirt und konnte mittelst der Bahn von Salonichi nach Mitrowitza reisen.— Die„Deutsche Ztg.“ meldet: Im Krainagebirge steben 8000 In- surgenten; Kladusavelika und Kladusamala wurden von den bei Reinländer's Brigaden befindlichen Gebirgs- Batterien drei Tage hindurch erfolglos beschossen. Agram, 14. Oct. Im Landtage sprach sich der Banus Mazuranic gegen das in der Adresse aufzunehmende Zukunfts-Programm betreffs des Anschlusses Bosniens an Croatien aus. Sections- Chef Zivkovic erklärte sich gegen die auf Dal⸗ matien, Fiume und Bosnien gerichteten Forder⸗ ungen. In der Generaldebatte wurde die Adresse angenommen. Pest. Dae Amtsblatt veröffentlicht ein kaiser⸗ liches Handschreiben, wodurch Tisza mit der provisorischen Leitung des Finanzministerlums, Wenkheim mit der provisorischen Leitung des Mini- steriums des Innern betraut und Szell von der provisorischen Leitung des Finanzministeriums de- finitiv enthoben wird. Frankreich. Paris. Um eine prompte Herstellung der Ruhe in Caledonien zu sichern, hit der Marineminister den Gouverneur von Cochinchina angewiesen, sofort zwei Compagnien Marine-In⸗ fanterie nach Numea zu schicken. Der Kreuzer „Hügon“ verläßt die chinesischen Gewässer mit der⸗ selben Bestimmung. Der Contreadmiral Petitbonars wird sich am 25. October in Toulon nach Numea einschiffen. ö mittelländischen Meere vorzubereiten. Die z treffende Escadre soll aus den Schiffen„Colbersl, „Richelieu“,„Friedland“,„Sufften“,„Magna „Héroine“ und„Infernal“ bestehen und werdeg diese 10 Panzerschiffe und andere kleine Schiff binnen Kurzem zum Auslaufen bereit seig, Diese Nachricht wird jedoch von der„Agenee Havas“ wiederholt mit dem Hinzufügen für un, begründet erklärt, daß die Flotte am 12. d. Bong in Algerien verlassen habe und dirett nach Toulon zurückkehren werde, ohne die italienischen Häfen versichert wird, wären die Unterhandlungen be züglich Aegyptens vollständig beendigt. Blignieres werde Minister der öffentlichen Arbeiten werden Bewässerungs⸗ Anlagen, die Eisenbahnen und dit Häfen, mit Ausnahme von Alexandrien, gehören, Eine gemischte Commission, bestehend aus einem Engländer, einem Franzosen und einem Aegypter, würde die Domäne Bamene verwalten und direel dem Ministerrathe unterstehen. Dänemark. Kopenhagen. Der Gou⸗ verneur von Sainte Croix telegraphirte der Re- gierung, daß etwa 150 Insurgenten, ferner der Pflanzer Fontaine und zwei Soldaten getödtet worden seien. Großbritannien. London. Der„Stan⸗ dard“ meldet: Ein aus Kabul von 6. d. datirtes Schreiben des Vicekönigs an Schir Ali ist in Peschawer eingetroffen. Das Schreiben besagt, daß der Abgesandte Etlaubniß erhalten habe, Kabul zu verlassen, und die Antwort des Emits auf das Schreiben Lord Lytton's überbringen werde. Ueber den Inhalt dieser Antwort ist nichts bekannt.—„Daily News“ zufolge kehrt Schuwaloff diese Woche nach London zuräck. Italien. Rom, 14. Oct. Der Erzbischof vom Bamberg besuchte heute Morgen den Cardinal Nina und wird Abends vom Papste empfangen werden. Der Erzbischof wird sich etwa zwölf Tage hier aufhalten und einer innerhalb dieser Zeit statt⸗ findenden Versammlung der Cardinäle beiwohnen. —„uvenire“ fordert mit Rücksicht auf die italienischen Interessen an den Donau-Mündungen rasche Anerkennung der Unabhängigkeit Rumäniens seitens Italiens. Florenz. Die„Nazione“ meldet: Det Minister des Innern erließ in Voraussicht einer internationalistischen Bewegung an den Grenzen und in einigen Städten Italiens die strengsten Ordres zur energischen Verhinderung, event. Unter⸗ drückung jeden Ruhestörungs versuches. Türkei. Constantinopel. Wie ver lautet, haben der englische und französtsche Bot⸗ schafter Sapfet Pascha gerathen, zur Vermeidung eines Conflictes nur den Abschluß einer Militär“ Convention mit Oesterreich in's Auge zu fassen und von einer politischen Convention einstweilen ganz abzusehen.— Der Commandant von Bajazid, Taik Pascha, ist degradirt, der Commandant von Aladjadgah, Mahmud Pascha, verhaftet wordt. Die gegen mebrere türkische Begs wegen be. gangener Grausamkeiten verhängte Todesstrafe wurde vom Sultan bestätigt. — In der Sitzung der ostrumelischen Com- mission vom 12. d. richtete der russische Com, missär an die Pforte das Ersuchen, dieselbe möge der Commission die Entwürfe der Reglements mittheilen, die sie gemäß dem Berliner Vertrage in den übrigen Provinzen der europäischen Türkel anzuwenden gedenke. Der türkische Commissär äußerte sich jedoch ablehnend, indem er sich auf Artikel 23 des Vertrages berief. — 13. Oct. Nachdem die Pforte benach⸗ richtigt worden ist, daß die Russen die Marsch⸗ richtung gegen Adrianopel wieder aufg nommen haben, sind die Militär- Attachés sämmtlicher schaften von hier abgereist, um sich davon zu —„Fanfulla“ erfährt, daß in Folge der der französischen Regierung beständig zugekommenen Versicherungen bezüglich eines englisch ⸗türkischen Vertrags in Betreff des Protectorats über Aegyplen es die französische Regierung für opportun ge⸗ halten habe, eine maritime Demonstration in — nime“,„Surveillante“,„Savole“,„Provence, anzulaufen. Die„Agence H.“ schreibt ferner: Wie und zu seinem Ressort würden die Canäle, die Bot- grunspel angeblich J uussscen age zu legt man ernteten Mo von Mo fürkischer der Me Berlin fordert Kriegs Kosten Widdi S misston Zusam in vor die sol Malie kovit novit bleibe 5 Hagan nahme mer u durch der würd Rum russis Done kleine Zwis Mine dage 17 K Kam falls 9 Bote Consu Annex meldet 4 — DD 1 Cuche t Cut Ni tapsun 1 wel 1 überzeugen. Labanoff begibt sich morgen nach Adrianopel. Der Ort Labaeske(2) war von den Russen geräumt und darauf von den Türken be⸗ etzt worden. General Totleben sorderte indeß zen türkischen Commandanten auf, den Ort wieder u räumen, widrigenfalls er Gewalt anwenden pürde. Der Großvezir ordnete nun die Räumung ses Ortes an, welchen die Russen wieder besetzen verden. Die Vertheidigungslinie von Constanti- sopel wird türkischerseits mit Geschützen versehen. — Es wird positiv versichert, die Pforte sabe keineswegs verzichtet, mit einem eigenen fleformproject füc Asien, dessen Grundlagen dem itischen Botschafter Layard bereits mitgetheilt worden seien und eine Verständigung erwarten lleßen, hervorzutreten. Ein Gleiches soll die Pforte vezüglich Ostrumeliens beabsichtigen. — 15. Oct. Fürst Labanoff ist gestern nach Adrianopel abgereist, um mit General Totleben ungeblich wegen der Maßregeln hinsichtlich der den ussischen Colonnen gefolgten christlichen Flücht— unge zu conferiren. In diplomatischen Kreisen segt man der Reise des Fürsten Labanoff einen urnsteren Zweck bei. Montenegro. Cettinje. Der Fürst von Montenegro soll erklärt haben, daß er die jürkischen Kriegsgefangenen erst nach Durchführung ver Montenegro betreffenden Stipulationen des Berliner Vertrages herausgeben wolle. Rumänien ordert von der Pforte vor Auslieferung der Rriegsgefangenen Ersatz für deren Verpflegungs— Rosten, event. Uebergabe des Kriegsmaterials von Widdin als Gegenleistung. Serbien. Belgrad, 14. Oct. Die De— mission des Ministeriums ist angenommen. Die Zusammensetzung des neuen Cabinets ist nicht die in voriger Nummer des Anz. gemeldete, sondern die folgende: Ristie Präsidium und Auswärtiges, Matic Justiz, Alimpie öffentliche Arbeiten, Misch⸗ zovie Krieg; der seitherige Finanzminister Jovan- novic und der Unterrichtsminister Wassiljevic ver- Hleiben auf ihren Posten. Rumänien. Bukarest, 12. Oct. Heute begannen die russischen Behörden mit der Ueber— nahme der Verwaltung Bessarabiens. — 12. Oct. Die heutige Sitzung der Kam- mer war sehr stürmisch. Die Minorität entwickelte durch Jonescu eine Motion auf Zurückweisung der Dobrudscha, welche ein Zankapfel werden würde. Cogalniceanu erklärte, Europa habe Rumänien die Dobrudscha zugedacht, um den nussischen Einfluß zu restringiren, Rußland beide Donau-Ufer wegzunehmen und Bulgarien zu ver— kleinern. Die Debatte wurde unter lärmenden Zwischenfällen geschlossen und die Motion der Minorität mit 78 gegen 20 Stimmen verworfen, dagegen die Motion der Majorität mit 83 gegen 17 Stimmen angenommen. Der Präsident der Nammer erklärte, daß er in Folge des Zwischen⸗ falls demissionire. Rußland. Petersburg. Der„Reg.“ Bote“ veröffentlicht ein Telegramm des russischen Tonsuls in Ismail vom 11. October über die Annexion von Bessarabien. Das Telegramm meldet: Die gesammte Bevölkerung IJsmails em- pfing die kaiserliche Commission mit großem Enthusiasmus. Der Bürgermeister überreichte dem Hauptbevollmächtigten Brod und Salz und hielt eine pattiotische Ansprache, welche lautes Hurrah- tufen hervorrief. Amerika. New Nork. Das Ackerbau— Departement schätzt die diesjährige Baumwoll⸗ Ernie auf 5¼ bis 5½ Millionen Ballen, den größten bisher erreichten Ertrag.— Das gelbe Fieber nimmt langsam ab. Aus Stadt und Land. Butzbach. Im nächsten Monat wird die General Versammlung des zur Zeit etwa 5200 Mitglieder zählen ⸗ den Thierschutzvereins sür das Großherzogthum Hessen in unseren Mauern tagen. Gießen, 13. Oct. Gestern Mittag brach im nahen Heuchelheim Feuer aus und zwar in einer gemeinschaft— lichen Scheune, dem J. Waldschmidt und L. Gilbert ge— hörend. Genährt durch die Fülle des Inhalts legte das mächtig enisesselte Element binnen Kurzem 9 Scheunen nebst mehreren kleineren Oeconomie-Gebäuden in Asche. Ein der Brandfliftung verdächtiger Einwohner von Heuchel— heim wurde in Haft genommen. Gießen, 14. Oct. Schwurgerichtshof. Anna, Joh. Fricks Ehefrau von Bieben war des Vergehens von vier Diebstählen angeklagt; wegen drei derselben wurde sie frei- gesprochen. Dagegen wurde ihe wegen des vierten eine Gefängnißstrafe von 9 Monat zuerkannt. M. Kahn aus Ranstadt wurde wegen Betrugs und Bestechung in eine Gefängnißstrase von 3 Monat, sowie in eine Geldstrafe von 100 Mark verurtheilt, welche im Falle der Unein⸗ bringlichkeit mit einer Gefängnißstrafe von 2 Wochen ab⸗ zubüßen ist. Wegen der angeklagten Urkundenfälschung wurde derselbe freigesprochen. Allerlei. Frankfurt. Am 29. Seplember hielt der Provinzial⸗ Verband mittelrheinischer Bildungs-Vereine seine Jahres- Versammlung dahier ab. Der Verband bestebt aus den Volksbildungs-Vereinen, Arbeiter- und Gewerbe-Vereinen folgender Orte: Bensheim, Biebrich, Bockenheim, Bretzen— heim, Butzbach, Diez, Dillenburg, Frankfurt, Gießen, Gries— heim, Groß Gerau, Kreuznach, Langen, Mainz, Ober— Hilbersheim, Ober- und Nieder-Ingelheim, Pfungstadt, Rüdesbeim, Rüsselsheim, Sauer-Schwabenheim, Schwan heim, Wiesbaden, Wöllstein. Der Vorsitzende des Ver— bandes, Franz Wirtb, erstattete Bericht über das erste nun abgelaufene Verbandsjahr. Es sind in demselben 5 neue Vereine entstanden und in den alten hat sich eine leb⸗ haftere Thätigkeit entwickelt. In Bezug auf Vorträge war der Erfolg noch gering, weil die Mittel der einzelnen Vereine noch zu schwach sind, doch steht in Aussicht, daß die Gesellschaft zur Verbreitung von Volksbildung den Verband in Zukunft mehr unterstützen werde. Frankfürt, 12. October. Vorgestern zankten sich in der alten Mainzergasse zwei Arbeiter, wobei der Eine einen Trumpf gegen den Andern dahin ausspielte, daß er sagte: „Sei ruhig! ich hab' Dich im Sack. Wenn ich auch da— bei war, wie wir dem Reutlinger den Stein an den Hals gehängt und ihn ersäuft haben, so kann mir doch nicht so viel passiren als wie Dir.“ Die Sache ist zur Anzeige gelangt und wird die Untersuchung vielleicht Licht über das rälhselbafte Verschwinden des Genannten bringen. Frankfurt. Ein Landmann aus Hofheim welcher am Montag Abend den letzten Zug von Frankfurt nach Hofheim versäumte, und nun gezwungen war, den Weg zu Fuß anzutreten, wurde, als er in die Nähe des Gries Leimer Waldes kam, von 2 Strolchen überfallen und seiner ganzen Habseligkeiten, und trotz seiner Gegenwehr auch noch seines Anzuges beraubt. Der so Beraubte mußte nun den Weg nach Frankfurt, nur mit einem Hemde be— kleidet, antreten, wo er dann Unterkunft fand. Die sosort gemachte Anzeige und angestellte Recherchen waren leide— bis jetzt erfolglos. Bremen, 14. Oct. Nach einem Telegramm hat der mit der schwedischen Expedinnon von hier ausgegangene Dampfer„Lena“ die Fahrt durch das Eismeer bis zur Lena-Mündung und diesen Strom 180 deutsche Meilen aufwärts bis zur Stadt Jakulsk glücklich zurückgelegt. Diese Stadt, der Hauppplatz in Ost⸗Sibiten, wurde am 22. Sepiember von dem Dampfer erreicht. Handel und Verkehr. Friedberg, 15. Oet. Waizen M. 18.—, Korn M. 14.— 16, Gerste M 15—17., Hafer M. 12.— 14 Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo— 200 Zollpfund. Friedberg, 16 Oct. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. 80—85 Pf., Eier per Stück 7 Pf., Gießen, 15 Oet. Wochenmarkt. Butter per Pfd. 85— 90 Pf., Eier per Stück 7 Pf., Tauben das Paar 65 Pf., Hühner per Stück 85 Pf., Hahnen per Stück 80 Pf., Enten per Stück M. 1.40, Kartoffeln 100 Kilo M. 5.20, Ochsenfleisch 70— 72 Pf. per Pfd., Kuh⸗ und Rindfleisch 52—62 Pf., Schweinefleisch 64 Pf., Kalbfleisch 56 60 Pf. Hammelfleisch 60— 70 Pf. Frankfurt, 14 Oet. Der heutige Viehmarkt war ziem ich gut befahren. Angetrieben waren eirea 380 Ochsen, 200 Kühe und Rinder, 220 Kälber und 400 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1 Qual. M. 70—73., 2. Qual. M. 66.— 68., Kühe und Rinder 1. Qual. M. 62. 64. 2. Qual. M. 56.—58, Kälber 1. Qua. M. 62.—64 2 Qual. M. 58.60. Hämmel 1. Qual. M. 62. 64. 2. Qual. M. 56—58. Frankfurt, 14. Oet. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 39., Nr. 2 M. 35., Nr. 3 M. 31., Nr. 4 M. 27., Nr. 5 M. 21. Roggenmehl/(Berliner Marke) M. 21., do. II.(Berliner Marke) M. 18. Waizen, effeetiv hie⸗ siger ab Bahnbof hier M. 19 50, ab unserer Umgegend M. 18.25 18.50, do. fremder je nach Qual. M. 19.— 20.50. Roggen je nach Qual. M. 13.— 16. Gerste M. 13.—18 50. Hafer M. 12.— 13.50. Koblsamen M. 28.—29 Erbsen M. 19.— 23. Wicken M. 15.—16. Linsen M. 17.— 23. Rüböl, detail, M. 70 Die Preise verstehen sich sämmt⸗ lich per 200 Pfd. Zollgewicht= 100 Kilo. Verloosungen. Badische fl. 35⸗Loose von 1845. Gewinn? Ziehung vom 30. September. 1878— Heimzahlung am 1. April 1879. Nr. 203011 M. 68 571. 43. Nr. 108795 M. 17,142. 86 Nr. 336244 394906 à M. 6857. 15. Nr. 37427 158694 160446 371098 a Mö 3428. 58. Nr. 8106 108761 162316 24 176325 31 207641 255042 281453 293880 331454 398170 à M. 1714. 29. Nr. 13081 28050 37412 38844 46914 26 58190 64305 79825 99580 158679 159210 171473 180185 183164 220246 266177 281473 308193 311204 325216 336225 382158 388286 398954 à M. 428. 58. Die anderen Nummern aufzu- führen gestattet leider der uns zugemessene Raum nicht, jedoch kann die Liste auf unserem Bureau eingesehen werden. 5pCt. Obligationen der k. k. priv. Staats⸗ Eisenbahn⸗Gesellschaft. Ziehung vom 1. Oetober 1878.— Heimzahlung am 1 November 1878. 1. Emisston. Nr. 50201— 52. 2. Emission. Nr. 84401— 55 4p Ct. Nassauisches Saats Anlehen von 1859. Ziehung vom 11 September 1878. Heimzahlung am 1 Januar 1879. Lit. A Nr. 276 79 89 328 423 529 648 786 810 925 3 fl. 100. Lit. B. Nr. 150 73 316 93 462 733 822 934 77 à fl. 200. Lit. O. Nr 22 134 49 90 à fl. 300. Lit. D. Nr. 86 122 83 266 338 400 98 519 39 867 956 1125 325 445 58 546 637 39 à fl. 500. Lit. E. Nr. 211 340 69 456 88 à fl. 1000 Heimzablung am 1. Juli 1879. Lit. A. Nr. 106 116 59 71 72 90 437 811 988 à fl. 100. Lit. B. Nr. 161 416 25 505 32 72 756 93 994 3 fl. 200. Lit. C. Nr 54 70 72 146 3 fl. 300. Lit D. Nr 280 449 521 71 691 806 56 1005 268 94 296 569 628 700 60 62 99 845 208 a fl. 500. Lit. E. Nr. 135 389 96 411 30 2 fl. 1000. Geld⸗Cours. g Frankfurt am 15. Oetober 1878. 20 ⸗Frankenstücke. l 5 M. 16 19 b. G. Englische Sovereigng gs.„ 20 35-40 Russische Imperiales a 1468— Holländische fl. 10-Stücke.„ 16 65 G. Ducaten S 7 9 57—62 Ducaten al marco 5 9 62—67 Dollars in Gold. 0 4 17— 20 3294 Dr. Hotop f, über dessen Leistungen als Recitator klassischer dramatischer Werke uns einzelne sehr günstige Urtheile vorliegen, wird in nächster Woche im Saale des„Hötel Trapp“ den 3. und 4. Aet aus Schiller's „Wilh. Tell“ und die„Faust⸗Greichen- Tragödie“ aus SGöthe's Faust 1. Theil(Act 5 und 6) frei aus dem Gedächtniß reeitiren. Die„Hall. Ztg.“ vom 12. Mai macht über seine Vorlesungen folgende Bemerkungen: „Man wurde für den Vortragenden sehr bald durch die Wahrnebmung gewonnen, daß man es mit einem Manne zu thun habe, der sich bewußt war, nicht mit glänzenden äußern Mitteln prunken zu können und der deßbalb wesentlich durch die geistige Durchdringung seiner Auf— gabe zu wirken suchte. Er ersetzte mit einem sehr bieg— samen, modulationsfähigen Organe, was ihm an Voll⸗ tönigkeit fehlte, durch den geistigen Gehalt den er durch geschickte Benutzung seiner Mittel zum lebendigen Aus⸗ druck zu bringen wußte. Sein Vortrag hatte etwas durchgeistigtes und es gewannen in ihm darum die zarten [Stellen eine besonders tiefgreifende Wirkung. Der Vor⸗ trag der beiden Herzensergüsse Gretchens in Faust„Meine Ruh ist hin“ und„Ach neige du schmerzensreiche“ war meisterhaft. Das Programm war der Individualität des Vortragenden gemäß ganz glücklich gewählt. Den Eingang bildete„Camoéns“ oder„Des Dichters letzte Stunde“, dram. Dichtung in 1 Act von Friedr. Halm. Darauf folgte der 3. Act von Shakespeares„Jul. Cäsar“, worin die sich einschmeichelnde Beredtsamkeit des Antonius den Mittelpunkt bildet. Die Rede des Brutus und vorzugsweise die berühmte politische Leichen⸗ rede des Mare. Antonius wurde vom Vortragenden ohne zu übertreiben mit Kraft und großer dramatischer Lebendig⸗ keit dem Publikum zu Gehör gebracht. Mauer Pilriol Wilhelm Fertsch. 3140 bei Obligations⸗Verloosung. Bei der heute stattgehabten Verloosung der Partial-⸗ DOypligationen der Gemeinde Büdesheim, Kreis Friedberg, wurden die Nummern 19 und 20 3 171 Mark 43 Pf. zur Rückzahlung gezogen. Die Inhaber derselben werden hiermit aufgefordert, den Betrag hierfür nebst Zinsen bis zum 31. Dezember d. I, bei hiesigem Gemeinde— Einnehmer in Empfang zu nehmen, da weitere Zinsen micht bezahlt werden. Büdesheim den 12. October 1878. Großherzogliche Bürgermeisteret Büdes heim. 3300 Wiesenbach. 5 Roggen-Versteigerung. 3279 Nächssen Dienstag den 15. October l. J., Nachmittags 2 Uhr, werden 100 Sack Roggen in der Hofraithe des Ferdinand ten Brink dahier meist— bietend gegen Baarzahlung versteigert. Vilbel den 10. October 1878 Großherzogliches Ortsgericht Vilbel. anke Drei alte Fenster zu verkaufen. Zu erfragen bei der Exped. d. Anz. 3298 N 2„ 5 Faselochs-Verkauf. Freitag den 18. October l. J., Nachmittags um 1 Uhr, soll' auf dem Büreau des Unterzeichneten ein der Ge⸗ meinde gehöriger, gut gehaltener Faselochs öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden. Ober-Mörlen am 12. Oetober 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Moͤrlen. Jie. 3284 Ein Baumstück am Krämer hat zu verpachten Apotheker Werner Witwe. 3295 werden im Aichlokale aufgestellt und können bei dem Wal t h er vis- A- vis der Post. Diener des Gewerbevereins, Reichhold, in Empfang genommen werden. Das Co mite J. Suchsland, Uhrmacher, Gewrrbr-Ausselung. N wohnhaft bei Herrn Aug u st A in mein Fach einschlagende Artikel werden unter Zusicherung reeller Meparaturen, sowie alle e 2 0 1 3230 und billiger Bedienung rasch besorgt. Dr Oto 3 Recitatiog. S b n n t a 9 d E n 70 0. O C t b b E 1 2308„Holoyf Vorträge halten aus„Jul, d hier Cäsar“ und„Faust“ und am 2. Abend aus„Camobns“ 00 und„Wilh. Tell“. 10 B q 1 Beer 1. Abend findet nicht in dieser Woche, sonderm. e epalkie erst nach Beendigung der Seminar- Ferien statt. 90 — Aunonten Ziegenberg.— 0 im Hessischen Hof zu Butzbach. 3304 e 1 160% Loca 42 Veraän Derüung. 3311 Sonntag den 20. und Montag den 21. d. Wit a 5 findet zur Feier der Kirchweihe Tanzmusik stath, 0 AN J. C. Schlund, wohn freundlichst einladet Gastwirth J. Möckel III. ö I 9 Juwelier in Frankfurt am Main, st„ treffen 10 beehrt sich ergebenst anzuzeigen, daß das Geschäftslocal von Katharinenpforte Nr. 5 Halten ets 100 hier 915 65 60 0 wieder nach f a 1 Prima Exportbier per Flasche 25 Pfennig,(gung det 1 0 N B l E 1 d E n st* a 5 E N r. 2 8 i bei e e frei dus 520 li 5 1 65 1 N zurück verlegt ist. e el dean. 1 2 N 00 9 0 ö* 4 G** 3309 Während des Pferdemarktes N gegen die Kein Pub-& Alodewaacen-Geschäst, w an Fig re, Nl N 1 n f 8 f bei M. R i 1 14 e ce e re e ae bc, Ire, Lee, ee 1900. Friedri lit 5 li — 64. Friedrich. Isfraklilische Restauration— 5 4 Nachdem meine jetzt aus 6000 Bänden bestehende 3306 bei Benjamin 1 Leihbibliothen aht Schelie in f. 1 5 3302 in Eis packung bei f e sich nunmehr wieder bier in Friedberg befindet, lade ich zum Abonnement für das Wintersemester 3209 A ee Wilhelm Fertsch. 10% ein. Die Bibliothek ist bis auf die neuesten Werke in deutscher, französischer und englischer Sprache Zwei ineinandergehende 8 Ufer: E 10 irgänzt und werde ich bei weiteren Anschaffuungen den Wünschen der geehrten Leser gerne Rechnung tragen. Zimmer ohne Möbel 8. 10„N: find an Herren oder Frauenzimmer zu vermiethen. Stad 1 9 Carl Bindernagel. sagt die Exped. d. Anz. 8„u vermierhe venue gk die e 9 9 8 Norstoi 19 0 51 5 Ofsfenbe Faselochs⸗Versteigerung. Mähma chinen- aner Ein braves Mädchen 3 3305 Freitag den 18. d. Mis., Nachmittogs 3 Uhr, sol— bet Gee e Näheres zu erfragen e be ein der hiesigen Gemeinde gehöriger, sehr fetter und N 1— 5 5 8 1. 5 a 1 junger Faselochs auf hiesigem Rathhause meistbletend S von H. Bindewald, Friedberg, 2 5 f 5 * versteigert werden. 2 Kaiserstr. gegenüber dem Rathhause. N Preppeh 1 Petterweil den 14. Oetober 1878. 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(schweres Arbeitspferd), ein- und zweispännig gefahren, 7 ri 94 5 8 5 f— steht zu verkaufen. a e von H. Bindewald, Friedberg, den we le ee 1 8. 1(Bessin Bad⸗ Nauheim. P Reuß. Kasserstr. gegenüber dem Nathhause. er feinen und gewöhnlichen Möbel zu* Zustant 1 3200 Johann Georg Diel von Ober- Wöllstadt ist Große Auswahl all PP 10 1 0 ein schwarzes. billigsten Preisen. 3303 K 1 2 17 Amend. Ae Beginn des neuen Jahrgangs. u raut 0 ern ung, d 11 f 10 Zie g E nl* mn in Beste Zeit zum Abonnement. empfehle eine große Parthie selbstentleerte Mobnölfässt, Ruhe 9 1 15 ug elaufen und kann dasselbe gegen Erstattung der In erat⸗ Zo Ni 8 0— 0 bun und des Futtergelbes bei demselben 3 7 5 3 5—— Wilhelm Fertsch, Aena 1 1 werden. 8 8 28 F ferner d 9 9.; 5 b 1 Bekanntmachung. heim. Todes⸗Anzeige. dan 1 0 ö Donnerstag den 17. October, Vormittags 10 Uhr, soll[ 2 N 8 2 8 Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unser 1755 1 gegen Baarzahlung eine große Parthie altes Bauholz Ss 7 2 2 gute Mutter 15 1 versteigert werden. 88. Frau Regine Hofmann ung di 1 Friedberg. Carl Hieronymus, 35 geb. Ströhlein, sentr . 8 5 Neubau, Kirchgasse. Die soeben erschienene Nr. 2 enthält: beute Nacht nach dreijährigem qualvollem Leiden, Arad 1 9 N N 7 Geächtet. Roman von M. Gerhard.(Fortsetzung.) öfter gestärkt durch die heil. Sterbesaeramente, zu gegebe 6 eue Tad anten— Die Zunahme der Verbrechen in Deutschland.—] sich in die Ewigkeit abzurufen. Amen 1 Winke für Besucher klimatischer Winterkurorte. Mit Ab Indem wir theilnehmenden Freunden und Be⸗ W 1 3278 bei Wilhelr Fe ssch bildung: Wasserfall des Inn bei St. Moritz.— Wal. kannten dies anzeigen, bitten wir um stilles Beileid. Urdr F. helm Fertsch. fang im hohen Norden. Von Dr. Pechuel⸗Loesche. Mit Friedberg den 16. Oetober 1878. Adern 15 6 bis 8 eiserne e Nee ee Die trauernden Kinder.(dageg N 11242— Afrikaforschung mi ephanten.— Am Familien ö ö 5 i M. 1 ö M̃ il itär 7 B E ˖ tst E l l E n, tische: Hugo Kauffmanns Spießbürger und Vagabunden. Wage 10 10 Freitag* 0 ena 10 gebrauchte, zum Aufeinandersetzen, zu kaufen gesucht Zu dem Bilde von Hugo Kauffmann: Wohl zu speisen. 0 5 alion Näheres bei der Exped. d. Anz. 3301 De Ein Zopf ohne Saft und Kraft. Von Franz W. 8 fe wlan „ r e— din: Freiherrn von Ditfurth. Aus der Zeit für Israelitischer Gottesdienst in Friedberg. Ju g, 10 5 51 Mit einer illustr. Beilage: ö 1 1 amme El 7 die Zeit: Die Abgeordneten Bebel und Fritzsche während N 0 . a f der Rede des Reichskanzlers in der Socialistendebatte. Freita Abend 51½ U we 13 das Pfund ebenfalls 54 Pfennig, dabei bemerke meinen Nach dem Leben.— Aus dem Publikum für das Publie S 9 Wo 0 Uhr. er g 11 1* verebrl. Kunden, daß ich stets nur wirkliches Hammel kum: Ich will einen kleinen Handel anlegen. amstag Morgen—— din f 5 fle isch und kein Schafleisch liefern werde. Zu Bestellungen empfiehlt sich ö Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Con ö 1 f 3307 Georg Hanstein, Kaiserstr. 97. Carl Bindernagel in Friedberg. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. a