Dienstag den 16. Juli. r——— berhessischer A nzeiger. Wird hier und in Nanheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Artis Friedberg. Erscheint dreimal per Woche und zwar Dienstags, Donnerstags und Samstags. Detuntb. u Dalheim * int Ent Widerstand erhoben. werden zunächst die Local-Commissionen arbeiten; die kuropässche Commission wird hingegen erst später unter dem Fürsten Hohenlohe zusammen⸗. treten.— 13. Juli. In der heutigen letzten Sitzung auch nut ein Menschenalter unverändert fortdauern des Congresses, welcher sämmtliche Congreß- Mit- wird. Das beiwohnten, begann um 2½ Uhr und dauerte bis den Documente als erste unterschrieb. verlas Andrassy im Namen des Congresses ein Dankvotum an den Präsidenten, und Fürst Bis- march dankte seinerseits. Der Friedensvertrag wird Anschluß an das eist nach der Ratificirung durch die Souveräne Kaisers 5 11 1. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres⸗Conto bei uns haben), welchen der Vetrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Sammlung von Geldbeitragen für die Stiftung„Wilhelmsspende“ in Berlin innerhalb des Großherzogthums. Friedberg am 9. Juli 1878. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeiste reien. Wie setzen Sie davon in Kenntniß, daß Großherzogliches Ministerium des Innern dem Comité der„Wilhelmespende zu Berlin die Erlaubniß im Großherzogthum für die genannte Stiftung Geldbeiträge zu sammeln ertheilt hat. Bekanntmachung. Dr. Ber ade n. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß nach§. 12 des Regulativs vom 26. Februar 1875 der Provinzialausschuß während der Zeit vem 21. Juli bis 1. September Ferien hält. lung gelangen, dagegen wird der Lauf der gesetzlichen Fristen dadurch nicht unterbrochen. Gießen am 9. Juli 1878. Während dieser Ferien können in öffentlicher Sitzung nur schleunige Sachen zur Verhand- Der Provinzialausschuß der Provinz Oberhessen. Dr. Boeckmann, Provinzialdirector. Bekanntmachung. Die Amtstage des unterzeichneten Landgerichts werden Dienstag und Mittwoch, in den Stunden von 8 bis 12 Uhr Vormittags und 2 bis 5 Uhr Nachmittags abgehalten. Außer diesen beiden Tagen ist freiwilliges persönliches Erscheinen bei Gericht nur in dringenden Fällen gestattet. Altenstadt am 10. Juli 1878. Großherzogliches Landgericht Altenstadt. May. Deutsches Reich. Darmstadt. Das Regiecungsblatt Nr. 12, enthält die Bekanntmachung wegen der Normen für die Construction und Ausrüstung der Eisen⸗ bahnen Deutschlands. — Das Regierungsblatt Nr. 13 enthält den Landtagsabschied. Darmstadt. Post-Personalnachrichten. Ver— setzt sind: der Ober-Postsekretär Tubbe von Mainz nach Zeitz, der Postmeister Ihm von Pfalzburg nach Mainz, der Ober⸗Telegraphenassistent Nürn⸗ berg von Gießen nach Mainz und der Postver— walter Kleinschmidt von Lampertheim nach Eber— stadt. Angenommen sind als Postagenten der Webermeister Pfeiffer in Seeheim und der Bau— aufseherasp. Zopf in Mörlenbach. Freiwillig aus- geschieden ist der Postagent Helfrich in Mörlenbach. Berlin, 12. Juli. Auch heute hat noch, theilweise wider Erwarten, eine Congreß Sitzung stattgesunden zur weiteren Vorbereitung der auf morgen anberaumten Schlußsitzung. Die Behaupt⸗ ung, einiger Blätter, daß die Türken die Protokolle beanstandet hätten, ist falsch. Nach der Zurückweisung ihrer Opposition gegen die Beschlüsse über Rumellen und Bosnien haben sie vielmehr keinen weiteren Nach dem Congreß Schluß glieder, wie bei der Eröffnungssitzung, in Uniform 4 Uhr. Der Vertrag wurde unterzeichnet. Bereits um 1 Uhr hatten sich die ersten Secretäre der Delegirten mit deren Siegeln in das Congreß- Gebäude begeben, um die Siegel an die betreffen— den Vertrags⸗Exemplare zu besestigen. Fürst Bis- marck hielt eine kleine Ansprache, worauf die sogenannte Alternativ- Unterzeichnung begann, der gestalt, daß jede Macht unter dem ihr verbleiben Darauf amtlich publicirt. Der Vertrag besteht aus 58 Interessen Oesterreich Artikeln. Gestern ereignete sich noch eine heftige Congreß Scene mit den Türken, welche ohne In— structionen geblieben waren, betreffend die von Rußland verlangte Neutralistrung der Todtenstätten des Schipka-Passes. Der Congreß beschloß trotz der türkischen Einsprache die Neutrallsirung. Ferner wurde den Serben und den Rumänen die Zahlung der noch rückständigen Tribute an die Türkei erlassen. Die Berliner israelitische Ge- meinde sandte eine Dank- Adresse an Bismarck wegen seines Eintretens für die Cultusfreiheit im Orient. — In politischen Kreisen wird allgemein die hohe Bedeutung des Congreßwerkes um den Frie⸗ den vollauf gewürdigt. Allgemein wird die Zu— versicht geäußert, daß man einer Aera dauerhaften Friedens entgegengehe und daß der füngst statt⸗ gehabte persönliche Verkehr und die persönliche Annäherung der leitenden Minister den europäischen Staaten eine erfreuliche Bürgschaft für die Er- haltung des Friedens gewähre. Die„Nordd. Allg. Zig.“ sagt:„Das Berliner Memorandum war der Ausgangspunkl jener russischen Action, welche in den Präliminarien von San Stefano vor den Thoren von Konstantinopel ihren Abschluß fand. Der Berliner Vertrag besiegelt die Resul⸗ tate derselben. Von den Staatsmännern, welche hier versammelt gewesen, ist wohl Keiner der Meinung, ein Werk geschaffen zu haben, welches Verdienst des Congresses besteht darin, die Erfolge der russischen Waffen mit den vitalen s und Englands und mit den Erfordernissen der thatsächlichen Verhältnisse in das Gleichgewicht gebracht zu haben. Für die fernere Entwickelung der Dinge im Orient sind soviel als möglich feste Bahnen vorgezeichnet; einem künftigen Interessen Conflict ist, soweit es die ge. gebenen Verhältnisse zuließen, vorgebeugt. Bei einem später etwa erneuerten Hervorbrechen der Gegensätze wird der Berliner Vertrag die Prin- tipien und die Ausgangspunkte der Verständigung darbieten.“ — Die„Nordd. Allg. Ztg.“ bemerkt im Exposé der Aerzte über des Befinden, die Uebersiedelung nach Char- lottenburg sei wahrscheinlich. Nach der„Post“ hat der Kaiser, zum ersten Male seit dem Attentat, Herren seines persönlichen Dienstes, sowie Damen der Kaiserin und Großherzogin von Baden empfangen. Da voraussichtlich im Befinden des Kaisers wesent— liche Veränderungen in nächster Zeit nicht zu er— warten sind, so werden tägliche Bulletins nicht mehr ausgegeben. — Die„Nordd. Allg. Ztg.“ meldet: Der Staatseisenbahnbau wurde im letzten Jahr erheb— lich gefördert, vom 1. April 1877 bis zum 1. April 1878 wurden 114,600,000 M. und im letzten Quartal 29 Millionen M. dafür verwendet. — Im Reichsjustizamt herrscht augenblicklich eine sehr große Thätigkeit, da angeblich auch das Genossenschaftsgesetz vorbereitet wird. Die bevor— stehende Reichstagssession soll dem Vernehmen nach nur wenige Wochen dauern. — Sobald die Marine Commission, welche behufs Untersuchung über den Unglücksfall, der den „Großen Kurfürst“ betroffen, eingesetzt ist, den Bericht fertig gestellt hat, beginnt die gerichtliche Untersuchung. — Der Geheime Oberfinanzrath Burghard ist zum Vorsitzenden für die Commission, betreffend die Tabaks Enquete, ernannt worden. Geheime Rath Michaelis arbeitet ein Gutachten aus, welches sich angeblich gegen das Tabaksmonopol aussprechen, und die Anlehnung an das englische System der Tabaksbesteuerung befürworten soll. — Der zum Tode verurtheilte Meuchelmörder Hödel hat auch nach seiner Verurtheilung seinen unerhörten Cynismus bewahrt. Als er aus dem Saale des Kammergerichts herausgeführt wurde und seine Wächter ihm wieder die Fesseln an— legten, äußerte er:„'s ist gut,'s ist alle. Ihr braucht mich nicht zu schließen, ich komme schon mit, Ihr könnt mich gleich dadran(der Kette) morgen früh aufhängen“ und mit den Worten; „Es lebe die Commune!“ verließ er von fünf Wächtern begleitet den Saal. Aus dem Saale wurde Hödel direct nach dem grünen Arrestanten- Wagen, der seiner auf dem Hofe des Kammer- gerichts⸗Gebäudes harrte, gebracht. Er war nicht im mindestens aufgeregt, seinen runden weichen Filzhut hatte er auf das rechte Ohr gedrückt und leichtfüßig genug stieg er in den grünen Wagen. Hinter der Thür des Wagens hielt stehend ein Schutzmann Wacht und zwel Schutzleute saßen neben Hödel. Im Gefängniß angekommen, meinte Hödel zu den Schutzleuten und Gefängniß⸗Auf- sehern, die ihn heraufgeleiteten, ganz gemüthlich: „Von so ne Verhandlung kriegt man aber eenen Dorscht!“ Einer der Aufseber fragte ihn darauf: „Ja, sind sie denn gar nicht erschüttert von dem Urtheil?“, worauf Hödel erwiederte:„Ja, hab' ichs denn wohl anders erwartet?“ In dem Augen blick, in dem Hödel in die Zelle geführt wurde, meinte er zum Gefängnißschließer mit lächelnder Miene:„Na, nu bin ich neugierig, wie lange das wohl noch gehen wird.“ — Eine Anzahl von Trägern des Namens Nobiling, worunter Verwandte des Verbrecher, haben in Folge des Attentats vom 2. Juni an betreffender Stelle das Gesuch um Genehmigung zur Namens- Veränderung eingereicht. — Die„Nordd. Allg. Ztg.“ erklärt die Nach richt des in Konstantinopel erscheinenden Stambul⸗ Journals vom 12. Juni von einer angeblichen Schlägerei zwischen deutschen und französischen Matrosen in Smyrna auf Grund eingegangener Erkundigungen für erfunden. — Die Vorbereilung für das Socialisten⸗ Gesetz geschieht diesmal umsichtiger als das erste Mal. Der Staats ⸗Secretär Friedberg wohnt als juristischer Beirath allen Berathungen bei, Infanterie vortreffliche Ergebnisse; in vielen Re- gimentern haben mehr als zwanzig Unteroffiziere det Classe von 1873 die Capitulation nachgesucht. Großbritannien. London. Im Arsenal zu Woolwich sind Besehle eingegangen, eine noch restirende Bestellung von 40 Millonen Patronen zu annulliren. Es sind auch verschiedene andere Beweise dafür vorhanden, daß die außerordent⸗ liche Thätigkeit, die in den Regierungs⸗Etablisse⸗ ments während der letzten drei Monate herrschte, im Abnehmen begriffen ist. Die Arbeit über die gewöhnliche Zeit higaus ist eingestellt worden und die Ausmerksamkeit richtet sich wieder auf Experi- mente für die Verbesserung von Kriegs ⸗Material, eine Beschäftigung, die während der letzten Zeit fast gänzlich unterbrochen worden. ö— 11. Juli. Im Unterhause antwortete Stanley auf Anfrage Nolan's: 10,000 Mann und zwar die auf Malta befindlichen indischen Truppen und drei britische Bataillone besetzen Cypern. Bourke antwortet Wolff, die Nachrichten über die bulgarischen Grausamkeiten im Rhodope⸗ Gebirge seien durch die Consulate bestätigt worden. Die Pforte sei bereit zum Abschlusse einer Con- vention wegen Unterdrückung des Sklavenhandels; der Entwurf einer bezüglichen Convention sei am 5 Juni nach Constantinopel gegangen.— Es ver · lautete in letzter Zeit öfter von Gewaltthätig⸗ welche der Bundesrath alsdann im Monat August keiten der Bulgaren gegen die gefangenen In⸗ eingehend prüft. Die Einberufung des Reichstags ist erst für den 6. September geplant. Posen. Der achtzehnte volkswirthschaftliche Congreß wird in den Tagen vom 2. bis 3. Sept. hier in Posen tagen. Die Berathungsgegenstände sind: 1) Differential- Zölle und das Recht der surgenten im Rhodope Gebirge. Es werden der „Times“ in einem Privat Telegramm diese Nach- richten jetzt ebenfalls bestätigt. Nach ihrem Ge— währsmann sind über hundert Personen mit kaltem Blute abgeschlachtet und verschiedene unter ihnen gekreuzigt worden. meistbegünstigten Nation. Referenten: Brömel— 12. Juli. Sami Pascha als Vertreter (Stettin), Frhr. v. Kübeck(Wien), Dr. Czerzku der Pforte und Baring als Vertreter Englands (Wien). 2) Die zweckmäßigste Art der Vornahme proklamirten am 11. Juli unter dem Enthusiasmus von Enquesen in volkswirihschaftlichen Fragen. der dortigen Bevölkerung die Besitznahme Cyperns Referenten: Dr. Alexander Meyer(Breslau), Dr. Braun(Berlin). 3) Die Eisenbahn Tarif- Frage. Referenten: Dr. Eras(Berlin). Dr. Sax (Wien). 4) Tabakssteuer und Tabaks⸗Monopol. Referenten: Dr. Barth(Bremen), (Berlin), Zwicker(Magdeburg). Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien. Der „Standard“ hört, die Wiener diplomatischen Kreise discutirten das Projekt eines österreichischen Protektorats über die europäische Türkei analog dem englischen über Asien. Bekanntlich ist dies Gerücht bereits mehrfach aufgetaucht, bisher aber von Oesterreich-Ungarn als inopportun abgelehnt worden. — 12. Juli. Die Verhandlungen zwischen Oesterreich und der Pforte in Betreff der Occu⸗ pation nähern sich der Vollendung. Um Zu⸗ sammenstöße zu vermeiden, werden die österreichischen Truppen langsam vorrücken. Der Vali von Bos nien erhielt die Weisung, seinen Einfluß auf die mohamedanische Bevölkerung auszuüben, damit sie keinen Widerspruch leiste. — Der„K. 3.“ geht aus Pest folgendes Telegramm zu, in welches man aber wohl be⸗ rechtigten Zweifel setzen darf:„Aus Regierungs- Kreisen läßt man hier verlauten, mit Schluß des Congresses gelte das Drei⸗Kaiser Verhältniß für gelöst; Oesterreich sei seiner diesbezüglichen Ver⸗ pflichtungen enthoben und könne mit den West⸗ mächten zusammen dem Vordringen Rußlands einen Damm vorbauen.“ Frankreich. Paris, 12. Juli. Dem Marine⸗Ministerium ging die Nachricht von einem Ausstande der Eingeborenen in Neu⸗-Caledonien zu. 89 Personen fielen demselben zum Opfer, darunter ein Oberst. Der Gouverneur von Neu— Caledonien meldet, er sei Herr der Situation. Das Marine⸗Ministerium sandte eine Depesche, worin Energie empfohlen wird. Eine Verstärkung von zwei Compagnien Marine Infanterie wurde nach Caledonien, dessen Gouverneur bereits über 1700 Mann Truppen und 900 Mann Marine⸗ Soldaten verfügt, geschickt. — Laut dem„Avenir Militaire“ zeigt das Gesetz über die Unteroffiziere besonders in der Philippson durch England. Türkei. Constantinopel, 12. Juli. Gestern und vorgestern fanden langwierige Ver- handlungen des Ministerrathes wegen der Cession Cyperns statt. Seit Bekanntwerden der Abtretung Cyperns an England hat sich der Bodenwerth auf der Insel bereits bedeutend erhöht. — 12. Juli. Der gestrige außerordentliche Ministerrath berieth über die griechische Frage. Die griechischen Kaufleute, empört über die Haltung Englands, haben ein ihnen vom hiesigen englischen Handelsstande angebotenes Banket ab- gelehnt, Die Morgenblätter veröffenklichen die englisch⸗türkische Convention. Die officiösen türki schen Journale beurtheilen die Allianz mit Eng- land günstig und preisen die Idee einer analogen Allianz mit Oesterreich bezüglich der europäischen Türkei. — Aus Serajewo vom 10. Juli wird mit: getheilt, daß sich die Aufregung der dortigen Be⸗ völkerung über die Nachrichten vom Congresse nun wieder vollkommen beschwichtigt habe. Serbien. Kragujewatz, 12. Juli. Die Skupschtina hat nach einer vierstündigen Debatte den Adreß Entwurf angenommen, nachdem der Minister Gruic die Skupschtina ermahnt hatte, aus Opportunität und im Interesse des Landes die eventuellen Congreß⸗Beschlüsse nicht anzugreifen. Rumänien. Bukarest, 13. Juli. Bratiano erklärte in der Sitzung der vereinigten rumänischen Kammern, daß die Regierung vorbehaltlich ihrer historischen Rechte auf Bessarabien zur Annahme der Rumänien vom Congresse zugesprochenen Do⸗ brudscha entschlossen und sosort nach der offiziellen Mittheilung des Congresses, von der Dobrudscha Besitz zu ergreifen, Willens sei. Bratiano er- klärte ferner, daß das Cabinet entschlossen sei, sich der Entscheidung des Congresses in der Juden⸗ frage zu fügen. Griechenland. Athen, 12. Juli. Der englische Consul in Canea erhielt von der englischen Regierung den Auftrag, der kretensischen National- Versammlung Reformen unter Englands Garantie anzubieten; man glaubt das Anerbieten werde zurückgewiesen werden. Rußland. Kiew. Das revolutionäre Comite hört nicht auf, an zahlreiche Personen, zu senden. Die damit Bedachten sind von einem panischen Schrecken ergriffen worden, der um so erklärlicher ist, als man bisher nicht einen einzigen der anonymen Briefschreiber zu entdecken vermochte, Der Gouverneur und alle anderen höheren Be⸗ amten getrauen sich nur unter starker Polizei- Be⸗ deckung auf die Straße, allein und ohne Escort wagt es keiner derselben, sich öffentlich zu zeigen, Amerika. New Jork. Die Truppen unter Howard und Barnard treiben die feind lichen Indianer nordwärts durch Oregon. Di Truppen durchziehen ein rauhes Land und habe große Strapazen auszustehen; sie müssen ihr Vorräthe selbst tragen. Sie stehen den Indianern gegenüber bei John Day Valley und Canon-Cith, etwa hundert Meilen südlich vom Columbia-Flusse, Die Indianer schwärmen über die ganze gebirgige Gegend und Plänkeleien kommen häufig vor, doch ist es ihnen nicht gelungen, die Truppen in Hinter⸗ halte zu locken, obschon häufig einzelne Soldaten getödtet worden. Howard's Vormarsch hat Camp Harney befreit, die Feinde sind von dort nord wärts getrieben worden, auch sind die Indianer verhindert worden, ostwärts zu entkommen und die Ansiedlungen in Idaho zu bedrohen. Di Truppen haben dem Feinde vollkemmen den Wig nach Westen, Süden oder Osten abgeschnitten! daß er sich nach Norden zurückzieht, in der Hoff nung, über den Columbia-Fluß in der Nähe von Fort Walla-Walla in das Territorium Washington zu enikommen. Die Truppen des Generals Wheaton stehen zu Walla Walla und alle verfügbare Ver⸗ stärkung wird ihm zugeschickt. Regierungsagenten haben nach verschiedenen Unterhandlungen die Indianer am Colorado Flusse bewogen, friedlich zu bleiben, und sie helfen den Truppen, den Ueber⸗ gang des Feindes zu hindern. Der Feind ist in beträchtlicher Stärke 40 km. füdlich von dem oberhalb Walla⸗ Walla überzusctzen. telegraphirt, er hoffe eine genügende Macht zu Pendleton versammeln zu können, um den Ueber⸗ gang zu verhindern. — 11. Juli. Mit Rücksicht auf eine in gang Kanada am 12. d. beabsichtigte orangistische De⸗ monstration sind umfassende militärische Vorsichts⸗ maßregeln getroffen, da die Spannung zwischen Katholiken und Orangisten einen äußerst beun⸗ ruhigenden Charakter angenommen hat. In Quebec sind bereits Waffenläden von der erregten Menge geplündert worden. Aus Stadt und Land. Friedberg. Nochmals wollen wir auf die Samm⸗ lung„Wilhelmsspende“ aufmerksam machen. Es empfiehlt sich nicht, die Listen auf den Rathsstuben oder an an; deren Orten aufzulegen, sondern es müssen sich einige Ortsvorstände der Sammlung von Haus zu Hauß unterziehen. Erfahrungsgemäß kommen die Leue bel allem guten Willen nicht, wird es ihnen aber bequem gemacht, so schließt sich Niemand aus. A. Bad⸗Nauheim. Zu der in Ihrer vorigen Nummer gebrachten Noliz über den Beschluß des hiesigen Krieger⸗ Vereins bitten wir noch ergänzend zu bemerken, daß stag⸗ licher Beschluß von den hier anwesenden Mitgliedern ein stimmig gefaßt und eigenhändig unterschrieben wurde. Allerlei. Herxheim. Am 9. Juli wurde hier in der Scheu des Ackerers Chrifloph Lechner eine männliche Leiche aus⸗ gefunden, welche gänzlich eingetrocknet, schon mehrere Jaht dort gelegen haben muß, vielleicht von einem Manne hi rührend, der dort sein Nachtlager hielt. Gelnhausen. In dem benachbarten Dorfe Ki bracht ist vor einigen Tagen der älteste Mann in Kurh und vielleicht auf dem ganzen Kontinente gestorben. ist dies der Bauer Florian Weißmuth, der das respekil Alter von 1 Jahren erreichte, iretzdem er während feln ganzen Levens mit Strapazen und Entbehrungen alla Art zu kämpfen hatte. Derselbe diente s. Z. unter d namentlich an höhere Würdenträger, Drohbriese Flusse erschienen und zeigt die Absicht, bei Pendleson Wheaton Herzoge Ferdinand von Braunschweig und hat u. a. al die Schlacht bei Wilhelmsthal mitgemacht. Von sesh Nachkommenschaft leben noch zwei Söhne(bochbelh Greise), 16 Enkel und 43 erwachsene Urenkel. 1 Fulda, 11. Juli. Heute Morgen entgleisten beit a Aussahrt aus dem Bahnhof Elm von dem Frankl Bebraer Zuge Nr. 10 die Locomotive und drei Personsh wagen, ohne daß davei Personen verletzt wurden. Weiterbesöcd rung der Passagiere und Postsachen, mi ein Extcazug abgelassen werden. Die belden i welche in Folge des Unfalls beschädigt wurden, hoffte bis zum Abend wieder fahrbar zu machen. 1 fich per Schwein Falbflei Ma per Pid 34 K Hahner 18—2 geschtit werben Und ges lehmigt. 2 Ver Die gerichte Submist herbei! Erdar Trans dane 75 men in m, unte Sole dern 100* 1 nden den im die Indian. f Ie tatkennt xn u desrehen. Aallcnaen den 2 2 1 Aödech rh e n un daß u dn Nähe g rerum Washin det Bertralt When 8. N 1 versügbart Acgurungtagen U krrbantlangen „ wegen, stint 1 Tcrper, din ll Der Feind ii serlich vor u t Atict, bei penn chef gen. Dun eetügtatt Nu N 1 i ben lat 1 . 2¹ Au tlat in gar umd D 1 witicht Vet ig zit A. Nut 1 1 Dampsfschiff„Vega“ zu der von dem schwedischen Prosessor 1 zu umsegeln und durch den Suez Canal zurückzukehren. Rordküßle Sibiriens entlang durch das nördliche Eismeer an Bord nehmen. Unter den Theilnebhmern der Expedition befindet sich der dänische Marineoffizier Premietlieutenant 5 Hopgaard. Breslau, 11. Juls. Heute Abend ist in Folge einer e eine auf der Ostseite des Ringes stehende de in Brand gerathen und tbeilte sich das Feuer ordenekjöld geleiteten Eismeer⸗Expedilion von Gothen⸗ g ab. Nordenekjöld vat sich die Aufgabe gestellt, die is an die Behringsstraße vorzudringen, von dort Asien ie„Bega“ wird den Profsessor Nordenskjöld in Tromss per Pfd. M 1.10, Sier 2 Stück 11 Pf. 4 1 N werden können. — 2 Kilogr.] M. 28.— 32. ganze Erbsen M. 24.— 26 fleisch per Pfd. 70— 75 Pf., Kuh⸗ und Rindfleisch 54 60 Pf., 3—4 Köpfe 10 Pf. Tauben das Paar 60—80 Pf. Junge Handel und Verkehr. Friedberg, 13. Juli. Wochenmarkt. Butter kostete Frankfurt, 13. Juli. Der heutige Heu- und Stroh⸗ markt war sehr gut befahren. Heu per Cent. M 2.— 2.60, altes Heu M. 3., Stroh per Cent. M. 1.80— 2 20. Butter im Großen 1. Qual. M. 1 10. 2. Qual. M. 1, im Detail 1. Qual. M. 1.30 40, 2. Qual. M. 120 Eier das 100 M 4.50— 6. Erbsen geschälte(per 100 Bohnen M. 28.— 30. Linsen M. 30.—32. Fleischpreise: Ochsen⸗ Schweine fleisch 70—75 Pf., Hammelfleisch 60-68 Pf., Kalbfleisch 60—70 Pf. Marburg, 13. Juli. Wochenmarkt. per Pfd. 85 Pf. bis M. 1. Eier 2 Stück 10 Pf. Butter kostete Salat Hahnen das Stück 60—80 Pf. Frische Kartoffeln 2 Liter 18—25 Pf. Grüne Erbsen 2 Liter 20 Pf. Landwirthschaftliches und Gewerbliches. Aufbewahrung ven Wasser in Behältern von Zink. Da das Zink oft zu Sammelbassins für Wasserleitungen angewendet wird, so stellte Zurck Versuche üver das Verhalten des Wassers gegen Zink an, und fand dabei, daß Wasser. in Zinkzefäßen aufbewabrt, Zenk auflöst, und zwar um so mehr, je reicher das Wasser an Chlorverbindungen(Kochsalz ꝛc.) ist, und je länger es in dem Zinkgefäße steht sowie daß beim Kochen soschen zink⸗ haltigen Wassers das Zink nicht ausgesällt, vielmehr durch Kochen des Wassers in Zinkgefäßen die Aufnahme von Zink befördert wird. Ziurck fand in einem Wasser von ver hälznißmäßig geringem Chlorgehalt, welches längere Zeit in einem Zinkreservosr gestanden halte, einen Gebalt von 1,0104 Grn. Zink im Liter. Um solche gesundbeils— schädliche Aufnahme von Zink zu vermeiden, empfiehlt Ziurck, die Zinkbafins mit guter Oelsarbe— nicht Menning⸗, Bleiweiß oder Zeinkfarbe, sondern Ockerfarbe oder Aephaltlack — anzuftreichen. Preiselbeer⸗Cultur. Aus dem Kreise Freistadt theilt Jemand seine in dieser Beziebung gemachten Er— sabrungen der„Nr. Pr. 3.“ solgendermaßen mit: Auf einet hügeligen Fläche von ungefähr 8½ Morgen Größe, habe ich eiwa den sechsten Theil versucheweise mit etwa 30,000 Stück Preiselbeer⸗ und 4000 Stück Himbeer⸗ sträuchern bepflanzt. Auf den andern fünf Sechs teln der Fläche war die Melioration noch nicht so weit vor⸗ geschritten, daß weitere Anpflanzungen hälten ausgeführt Bis auf einen kleinen Biuchtheil wachsen und gedeiben die Sräucher ganz aut, da sie auf frischem lehmigem Mergelboden stehen. * Es geht daraus bervor, aus den Cloaken. Fäulniß und somit auch die Ansteckungsstoffe oft durch die almosphätische Luft verbreitet. E. Frankland hat nun Versuche angestellt, auf welche Weise Theilchen von Cloakenflüssigk et in keit. daß mit denselben bei der sogenannten Hochkultur ein gutes Resultat erzielt werden kann. Versuch gemacht mit elwa 3 Schock amerikanischer Preisel⸗ Ebenso habe ich einen N anliegenden Buden mit. Ob Menschen dabei ver⸗ beer Pflanzen, welche ich durch die Güte des kgl. unglückt find, ist noch nicht ermittelt. Garteninspektors C. Bouche in Berlin unentgeltlich Stockholm. Am 10. d. M. ging das schwedische empfing. Der Versuch hat sich trefflich bewährt. Diese kleine Aulage, wozu ich natürlich die schattigste Lage und besten Boden ausgesucht habe, stehr jetzt schon in schöner Blüthe. messenen Entfernungen Obstbäume, Johannisbeer und Stachelbeersträucher gepflanzt. Mai gepflunzten Himbeer- und Peeiselbeerstzäucher haben sheilweise geblüht und schon recht flarke Früchte getragen. Zur Erzielung von Schatten habe ich in ange⸗ Die im Monat April und Das Entweichen von Ansteckungsstofsen Bekanntlich werden die Erreger der die almosphärische Luft entweichen. Die mäßige Bewegung einer Flüssigkeit erzeugt hiernach keine Bildung von Theilchen, die durch die Luft fortgeführt werden, wohl aber geschieht dies durch Entwickelung von Gasen innerhalb der Flüssig⸗ Schlecht eingerichtete Canäle, in denen die Abfall- stoffe in Fäulniß übergehen und somit Gasentwickelung veranlassen, können demnach durch die Verbreitung von Ansteckungsstoffen für die Anwohner sehr gefärlich werden. Es ist daher für die Gesundheit von größter Wichtigkeit, daß alle Abfallstoffe aus der Nähe menschlicher Wohnungen entfernt werden, bevor sie in Fäulniß übergehen, was, für größere Orte wenigstens, nur durch das Schwemm⸗ system mit reichlicher Wasserspülung und guten Canälen möglich ist. Ein einfacher Butterkühler für den kleinen Mann, der vielleicht ebensoviel leistet, als manch theuerer, complicirter und anspruchsvoller Apparat, ist folgender: Man nimmt einen ordinäcen, unglasirten Blumentopf, der die nöthige Weite hat, um den Bulterteller zu be— decken, und einen entisprechenden Untersetzer, worin der umgestürzie Blumentopf Raum hat. In diesen ebenfalls unglasirten Uniersetzer stellt man einen Dreifuß und auf diesen den Teller mit der Butter; daun gießt man den Untersaß voll Wasser und stülpt den Topf darüber, so daß der Rand desselben im Wasser steht und so die Buiter von der äußeren Luft abgeschlossen ist. Das Loch im Boden des Topfes ve klebt man mit Thon oder Wachs. Dann überschüttet man den Topf außen mit Wasser, so daß er vollständ ig eingewässert ist. Der Topf saugi dann aus dem Unersatze fortwährend Wasser an und bleibt stels feucht und kalt. Am besten setzt man diesen Apparat in Zugluft, damit die Verdunstung des Wassets und also die Abkühlung befördert wird. Ranzige Buftet. Der Butter den ranzigen Geruch oder Geschmack zu nehmen, bestebt nach dem„Prach. Wchbl.“ das sicherste Mittel darin, daß man 10—15 Tropfen einer Chlorkalklösung auf das Pfund Buster nimmt und dieselbe mit der verdünnten Chlorkalklösung ordentlich vermischt. Man läßt hierauf die Butter ruhig stehen und wäscht sie von Neuem mit srischem Wasser. Die ranzige Buller erhält durch diese Bearbeilung ibre Süßigkeit wieder, die sie besitzen mußte, als sie frisch war.— Chlor⸗ kalk in dieser geringen Menge und in Lösung enthält Nichts, was der Gesundheit schaden könnte; es würde sogar Nichts schaden, wenn man mehr näbme; aber Ver— suche ergeben, daß 12—18 Tropfen auf das Pfund genügen. Dasselbe Mittel nimmt auch der Butter ihren unange— nehmen Geruch oder Geschmack, welchen man darin bis weilen findet, wenn sie frisch ist, wie z. B. nach Kohl⸗ rübensütterung. Brodpreise vom 16. bis 31. Juli. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg: 2 Walzen, ½ Korn. 2 Korn, ½¼ Walzen. Erste Sorte 2 Kilo 58 Pf. Zweite Sorte 2 Kilo 52 Pf. 1 26 60. d Wecke bei sämmtlichen Bäckern 3 Pf. per Stück. Für Bad⸗Nauheim: Kasseler Brod 2 Kilo 60 Pf. 7 7 17* ** 1 1 30* 9* 57e* 15* Erste Sorte 2 Kilo 56 Pf. Zweite Sorte 2 Kilo 50 Pf. 4. 7 1* U* E 1 15 10 „„„.„% ½„ 13„ Dritte Sorte Brod 2 Kilo 44 Pf. Für Butz bach: Erste Sorte 2 Kilo 56 Pf.] Zweite Sorte 2 Kilo 46 Pf⸗ 1 28 1 0 1* N 7. 7„„ õ— 1 57e Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 16. bis 31. Juli. Für Friedberg und Bad Nauheim un verändert. Für Butz bach: Pr. 7 Kilo. *** 7*„ Ochsenfleisch 7 5 5 M. Pf. Kuhfleisch, gen. 64 Schweineslesch— 60 Rindfleisch, gem. 64, Leber- u. Blutwurst— 72 Hammelfleisch 64 Bratwurst 860 Kell und Carre—„ Fleischwurst— 88 Kalbfleisch 56„ Schwartenmagen— 92 Schaaffleisch— Di 1— Nierenfett 64„ Dorrfleisch— 90 Hammelsfett—„ Schinken— 90 Schmalz, ausgel. 1— Schmalz, unausgel.— 90 Kammstück und Solperfleisch 64 Pf. Geld ⸗Cours. Frankfurt am 13. Juli 1878. 20-Frankenstücke. M. 16 19—23 Englische Sovereigns„ 20 28 3 Russische Imperiales„ 16 65-70 Holländische fl. 10⸗Stücke.. 865 Ducaten 5 2 9 52—57 Ducaten al marco 16 9 55—60 Dollars in Gold.* 4 1720 Herr Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln hat uns den Debit des allein ächten Cölnischen Wassers übertragen und empfehlen wir dasselbe per Glas zu M. 1,50, „ ½ Dutzend„ 850 „ Dutzend„ 1 67 Die Exped. d. Anz. Veraccordirung von Bauarbeiten. Die Arbeiten für die Erbauung der künftigen Amts- gerichts Localitäten dahier sind im Wege schriftlicher 4 1 Submisston zu vergeben. Nach dem eee M. 5 hierbei angenommen:„55 Erdarbeiten zu 11 36 Transportarbeiten 60 74 Maurerarbeit 474 46 Maurer⸗Materiallieferung 1050— Steinhauerarbeit 84 90 ee ohne Material 1537 13 achdeckerarbeit 64 17 Schreinerarbeit 961 53 Sch osserarbeit 199 50 Weißbinderarbeit 524 81 Glascrarbeit 438 96 Gußwaaren Lieferung 530— Pläne, Voranschläge und Bedingungen sind auf der Gräflichen Rentkammer hier bis zum 22. Juli aufgelegt 2²5⁵3 Ein Pferdeknecht f Er sofortigen Eintritt gesucht. * und können daselbst täglich eingesehen werden. N Die Accordsliebhaber werden aufgefordert, ihre An- ebole, welche den Abstrich an den Voranschlagspreisen n Prozenten ausgedrückt enthalten müssen, schriftlich, verstegelt und mit der Aufschrift „Angebot für die Erbauung der künftigen Amts— gerichts Localitäten zu Ortenberg“ spätestens bis Montag den 22. Juli d. J., Vormittags 10 Ubr, bei der Gräflichen Rentkammer hler einzureichen. Ortenberg den 10. Juli 1878 f Nun ck e r, Gräflich Stolbergischer Baub —&Z— ͤ ðsiQ. eamte. Holz-Versteigerung. 2248 Mittwoch den 24. Juli d. J., des Morgens 10 Uhr anfangend, werden in dem hiesigen Gemeinde— wald, Distrikt Gaulskopf: 1130 Stück Schälstangen, zu Baumstützen geeignet, 5500 Schälholzwellen, 9000„ gemischte Wellen versteigert. Die Herren Bürgermeister werden um gefällige Be— kanntmachung in ihren Gemeinden ersucht. Cleeberg den 6. Juli 1878. Keil, Bürgermeister. 9 Oeffentliche Aufforderung. 2281 Nachdem Großherzogliches Hofgericht der Provinz Oberhessen unterm 27, Junt J. J. gegen den Johannes Kempf III. zu Bellersheim den förmlichen Coneurs⸗ prozeß erkannt hat, werden sämmtliche Gläubiger des J. Kempf III. auf Donuerstag den 10. Oktober 1878, Vormittags 8 Uhr, hierher zur Liquidation ihrer Forderungen und Vorzugs⸗ rechte und Vorlage ihrer Beweismittel bei Meidung des Ausschlusses von der Masse vorgeladen. Zugleich soll in besagter Tagfahrt der Abschluß eines Arrangements versucht und eventuell über Versilberung der Masse und Wahl eines Massecurators Beschluß ge— werden. 354 faßt wer bleibenden und nicht gehörig Vertretenen Die Aus 85 werden als den Beschlüssen der Mehrheit der Gläubiger beigetreten erachtet. Hungen den 3. Juli 1878. Großherzogliches Landgericht Hungen. Cellarius, Krauß, Näheres im Hotel rap p. 2267 Landrichter. Landgerichts-⸗Assessor. Vergebung von Dachdeckerarbeit. 2283 Die zur Reparatur des Kirchendaches zu Ober- Wöllstadt erforderliche Dachdeckerarbeit, veranschlagt zu 169 Mark 20 Pf., soll durch Submission vergeben werden. Voranschlag und Bedingungen liegen bei Großh. Kreisbauaufseher Nessel zu Friedberg 8 Tage lang zur Einsicht offen. Die Offerten sind verstegelt und portofrei mit der Aufschrift„Submission“ bis zum 29. dieses Monats an unterzeichnete Stelle einzureichen. Ober⸗Woͤllstadt den 15. Juli 1878. Für den Kirchenvorstand: Bauer, Pfarrer. Bekanntmachung. 2284 Die auf heute anberaumte Versteigerung eines Pferdes, Wagen ze. wird nicht abgehalten. Friedberg den 16. Juli 1878. Großherzogliches Ortsgerscht Frledberg. Fonte r. Pergamentpapier, per Meter 50 Pfennig, 2 Meter 90 Pfennig, per Rolle 4 Mark, bei Carl Bindernagel in Friedberg und Nauheim. n Moiré⸗-, leinene und Alpaka-Schürzen, 77 Portemonnaies, Fächer, Kragen⸗ und Manschetten⸗ knöpfe billigst bei K. Friedrich. in Hanau, sowie auf dem Abthellungs⸗Büreau in Fried- Friedberg⸗Hanauer⸗Eisenbahn. 2290 Für die Verlegung der Windecken Ostheimer Straße in Station 8 + 50 der Friedberg: Hanauer Eisenbahn wird bestens besorgt von dem soll die Anlieferung von 240 ebm fester Basaltsteine zur Packlage, sowie von 130 ebm Basalikleinschlag im Wege 70 der offentlichen Submission vergeben werden. ö Die Bedingungen liegen auf dem Seetions-Büreau berg zur Einsicht aus. 0 Offerten sind versiegelt und portofrei bis zum Donners⸗ tag den 25. d. Mis., Morgens 11 Uhr, an den Unter⸗ zeichneten einzureichen und erfolgt Eröffnung derselben in Gegenwart der etwa erschienenen Submittenten. 0 Friedberg den 14. Juli 1878. ö Der Eisenbahn Baumeister Francke. werden und sind die hierauf Bezug nehmenden Offerten, welche die Angebote in Prozenten der Ueberschlagssumme 2287 das von Herrn Seminarlehrer Weinel bewohnte enthalten müssen, versiegelt auf Großherzoglicher Bürger- Logis nächst der Post. Submission. 2297 Die zur Erbauung eines neuen Anbaues am hiesigen Versorgungshaus erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen auf dem Submissionswege vergeben Steinhauerarbeit 457 40 Zimmerarbeit 3450 71 Dachdeckerarbeit 634 60 Schreinerarbeit 1422 90 Schlosserarbeit 517 25 Glaserarbeit 700—. Weißbinderarbeit 1803 82 Spenglerarbeit 144 80 Die Anlieferung von 180 Kubikmeter Mauersteinen, 2272 Mittwoch den 17 Juli, Vormittags 10 Uhr, 80,000 Russensteinen, 140 Bütten Kalk, 100 Kubikmeter werden in der Behausung des Fuhrunternehmers Magnus Sand, 272 Stuck Sandsteinplatten und einer gußeisernen i Säule. Kostenanschlag und Bedingungen können bei Verwalter Gatzert im Versorgungshaus eingesehen werden. Friedberg den 14. Juli 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. oute dr Ernte⸗Versteigerung. 2298 Freitag den 19. Juli d. J., Vormittags 10 Uhr anfangend, lassen die Geschwister Vogt in hiesigem Rathhause nachverzeichnete Früchte auf dem Halm an den Meistbietenden versteigern: Ohngefähr 1¼ Morgen Korn am Judenbegräbniß. l 971 2„ am Hohmeier. 9 1 habe zu verkaufen. C. L. Glück 5 1 50 15 am Schützenweg. 2 85—— l 1704 eizen in der Langgasse. . 2 5 5 am Haingraben. Na ender ro 1 8 4 0„ in der Lach am 1 9 Rosb Weg.* 7 5 f ere an U dig meld Familienkalender M.— 50 Pf. 5 102 0„ am Irrgang nach der Hohl. Vorräthig bei Carl Bindernagel. e eee eee 5 3„ Hafer im Groß⸗Galgenfeld. ö 1„ in der Töpfenkaute. 7 a 3 1 J an der steinernen Brücke. F 0 h n e 1 fa b 1 1 k 3„ im Burgfeld. ö 17* Gegen Bürgschaft Credit bis Martini d. J. N Die Flurschützen werden den Steigliebhabern auf Verlangen die Grundstücke zeigen. Friedberg den 15. Jult 1878. 1 Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. F 1 O uc a r. E 2 8 S2 5 5 5 22 2 2 2 8 5 l eim 35 3 1 5 2 2 2 8 28 82 8 7 3 8 Die soeben erschienene Nr. 41 enthält: Erkämpft. Novelle von M. Franck.— Szene vor den Bulletins an der Rückseite des kaiserlichen Palais in der Behrenstraße. Nach dem Leben.— Bilder aus den Sevennen. Von A. Ebrard. I. II.— Ein oft verkannter Freund der Gartenbesizer. Von Dr. Paul Friedrich.— Pädagogische Briefe. Von Dr. W. Herbst. III. Socialdemokratie und höhere Schule.— Vor dem Sturm. Histor. Roman von Theodor Fontane.(Fort⸗ setzung.)— Am Familientische: Ein norwegisches Kind der Berge. Zu dem gleichnamigen Bilde von Hans Dahl.— Ein wunderlsches Gotteshaus.— Vor mir den Tag und hinter mir die Nacht. Gedicht von Julius Sturm. Mit einer illustr. Beilage: Fürst Gortschakow am offenen Paterrefenster der russischen Botschaft in Berlin. Nach dem Leben. Zu Bestellungen empfiehlt sich Carl Bindernagel in Friedberg gegen Baarzahlung versteigert. hat zu vermiethen u. kann dasselbe sogleich bezogen werden. 10 bis 12 Stuͤck(gebraucht), im Preise von 250 bis Zu vermiethen Lang. Weingeist, Frucht⸗ und Franzbranntwein, Wein⸗Essig in bester Qualität, Nussico- Ansatz, Pergamentpapier, der Meter 50 Pfennig. Fprungfedern-Versteigerung. 2246 n der Vorstadt eirca 13 Centner neue Sprungfedern Friedberg den 11 Juli 1878. In Auftrag: e eee ee Ein Logis 2270 Philipp Zimmermann, Metzger. Pianinos, J. H. Metz, 1 Cassel. ö 2220 alte Feuster, einige davon noch sehr gut, sind zu verkaufen. Von wem? sagt die Exped. d. Anz. 2285 Eine wenig gebrauchte, fahrbare Locomobile, von 6 bis 8 Pferdekraft, so gut wie neu, billig zu ver— kaufen in der Maschinenfabrik und Eisengießerei von (154/ VII.!) A. Pelissier in Hanau. 1694 Bekanntmachung. Der seit mehreren Jahren bei mir in Arbeit stehende Gehülfe D. Dönges aus Lieblos, Kreis Gelnhausen, ist bereits seit 14 Tagen aus meinen Diensten entlassen, welches ich hierdurch zur öffentlichen Kenntniß bringe. Vilbel am 10. Juli 1878. L. Makowsky, Schornsteinfegermeister. Erklärung. 2293 Die von mir gegen die Frau M. Berger hier ausgesprochene Beleidigung nehme ich hiermit öffentlich zurück. Friedberg den 15, Hull 1878. N. Strauch. Homöopathischer Gesundheits-Kaffee 2293 Corsetten ge g kerrich. von Dr. Lutze in Cöthen. Alleinige Niederlage bei 2295 Wilh. Bernbeck. Al-& Verkauf, Staats-& Gemeindrobligationen Großherzoglichen Hof-Agenten Jacob Engel. Eprima-Saat-Erbsen sind billigst zu haben bei May& Oppenheimer. Eeinige Hundert Centner Hen W̃ meisterei dahier bis längstens den 20. v. 1 J 0 5 9 ken kauft ittags 11 Uhr, ei ichen.. Pf. 22 um Packen kau en te, Achat zu 2113 60 Hosapotheke zum Engel. 5 1 155 b erg Friedr Roßbach. Fritz'scher Fel senkeller. 2296 Das Stechen des Preis-Kegel⸗Schiebens fin Sonntag den 21. d. M., Nachmittags um halb 4 Uh statt. Freundlichst ladet ein Carl Fritz 2282 Derjenige, welcher am 12. d. Mts den ihm nicht zustehenden Regenschirm aus der Binzel'schen Garten⸗ wirthschaft mit nahm und den man ganz genau kennt, wird hierdurch aufgefordert, denselben bis zum 18. d. M. bei der Exped. des Anzeigers abzuliefern, andernfalls man gerichtlich vorgehen wird. 1 auch Seminaristen, konnen 1—2 Realschüler, gute Kost und Logis en halten. Bel wem! sagt die Erded. b. Au. 220 Ein goldenes Medaillon mit Photographie eines Offiziers verloren. Abzugeben gegen gute Belohnung bei der Exped. d. Anz. 2289 Das Neueste in 2255 zu billigsten Preisen bei Stühle alle Sorten, von den feinsten bis zu den ordinärsten stets vorräthig zu den billlgsten Preisen. 62 Aug. Frank in Friedberg. Im Kleidermachen empfiehlt sich 7 7 für eine kleine stille Familie ist zu Ein Logis vermiethen. Zu erfragen bei der 2286 Expedition des Anzeigers. Visttenkarten in Buchdruck: 28 versch. Sorten, per 100= M. 1. 40 in Lithographie: 21„ 10„ 100= M. 1. 50 Solche auf maltem oder Chamois⸗Carton, sowle solche mit Extraschrift oder Verzierungen sind eine Kleinigkeit iheurer. Sarl Bindernagel Gel ke⸗ und Einmachgläser, sowie alleinige Niederlage der Patent⸗Einmachgläser mit luftdichtem Verschluß bei 2140 Todes-Anzeige. Tiesbetrübt zeigen wir den Tod unserer innis geliebten Schwester, der Fräulein Amalie Pilger an und bitten um stille Theilnahme. Friedberg den 14. Juli 1878. Louise Keim, geb. Pilger. Charlotte Pilger. Die Beerdigung findet Dienstag um 4 Uhr statt. 2291 Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel, Wilhelm Fertsch. ö 1 aus D Langer B des 8 Verhe Ansp. Cong letzte gresse mäch nahm Ich! samm dem Cong. ben und O hohen Im A Behau wohl war, 0 in bern allen 5 Werke hie Bepo in den Woblhe war, be Ergebniß Welche Kt Hingehen daß das ilse da lichen un 10 währ Ar gun fiken ut g malt Ut schlüch Ihen J Sch des 90 abr ich 99