1878. Jamstag den 16. Februar. N21. Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet. Areisblatt für den Areis Friedberg. 2 Oberhessischer Anzeiger. scheint jeden 1 Er Dienstag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. e Aus dem Großberzoglichen Regierungsblatt ist zu publiciren: 8 n N Nr. 1. Bekanntmachung, die Abänderung und Ergänzung der Schifffahrts-, Polizei- und Floß Ordnung für den Rhein betreffend. N Zetreffend: Die Abhaltung eines Obstbaumwärter-Cursus an der Ackerbauschule zu Friedberg. Friedberg den 31. Januar 1878. . Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. 1 Unter Bezugnahme auf nachstehende Bekanntmachung des Curatoriums der Ackerbauschule dahier empfehlen wir Ihnen, Leute Ihrer Gemeinden, delche sich zur Ausbildung als Obstbaumwärter eignen, zum Eintritt in den am 11. März l. J. beginnenden Unterrichts- Cursus zu deranlossen und ans über den Erfolg Ihrer Bemühungen bis zum 1. März l. J. zu berichten. Würde sich einer oder der andere mittellose junge Mann entschließen, in dem Cursus sich zu betheiligen, um nach der Hand sich in seiner Gemeinde als Obstbaumwärter zu beschäftigen, so wird gewiß der Gemeinderath wohlverstandenem Interesse der Gemeinde sich zur Bewilligung einer entsprechenden Unterstützung aus der Gemeindekasse berkit finden lassen. Auch achen wir darauf aufmerksam, daß, wenn Gemeinden Obstbaumanlagen besitzen, es sehr passend erscheint, den Feldschützen deren Pflege zu übertragen nussen Sie in den Publikationskasten einhesten. 3 2 diese zu dem Behuse als Obstbaumwärter ausbilden zu lassen. Den Ihnen unter Kreuzband zugehenden Abdruck der genannten Bekanntmachung Dr. Braden. achtung. Bekanntmachung, g„ en Obstbaumwärter⸗Eursus an der Ackerbauschule des landwirthschaftlichen Provinzial-⸗Vereins Oberhessen zu * Fd a Friedberg pro 1878 betreffend. Jahre wieder ein Obstbaumwärten- Cursus dahier abgehalten werden. Es deem un. Zur Ausbildung tüchtiger Obstbaumwärter wird im laufenden fodet eine Excursion nach benachbarten größeren Baumanlagen statt. Gal Sarnen Inmeldurgen sind möglichst bald und längstens bis zum 6. März l. 3 „ uifaßt der Cursus die Zeit vom 11. März bis 13. April l. J. einschließlich, sowie in diesem Herbste vom 12. bie 31. August. Der Unterricht *»ird von tüchtigen Lehrkräften ertheilt und umfaßt: 1) Geschafterechnen und kleinere Geschäftsaussätze, wöchentlich 4 Stunden; 2) Bodenkunde und Züngerlebre, wöchentlich 2 Stunden; 3) Bau und Ernährung der Pflanzen, wöchentlich 2 Stunden; 4) Obsbaulehre, wöchentlich 4 Stunden; ] Obsikunde, wöchentlich 3 Stunden; 6) praktische Uebungen, wöchentlich 19 Stunden. Der Unterricht wird durch eine reiche Sammlung der lesten Lehrmittel und Instrumente unterstützt. Die praktischen Uebungen werden nach einem bestimmten Plane in dem zu diem Zwecke angelegten zomologischen Garten der Ackerbausckule vorgenommen, wie auch außerdem mehrere größere Obstbaumschulen dahier zur Benutzung kommen. Wöchentlich Der Unterricht wird unentgeltlich ertheilt. Für Kost und Logis haben die Schüler selbst zu sorgen. Wollen Schüler in freien Stunden in dem pomologtischen Garten bätig sein, so erhalten sie bierfür entsprechende Zahlung. an das unterzeichnete Curatortum oder an den Vorstand des Obstbaumwärter⸗ beides fursus, Herrn Reallchrer Würth dahier, einzurtichen. Etwaige Anmeldungen bei den landwirthschastlichen Bezirksvertinen oder den Großberzoglichen kürgermeistereien bitten wir uns gefälligst übermitteln zu wollen. Friedberg den 31. Januar 1878. „endes. Das Curatorium der Ackerbauschule zu Friedberg: N Dr. Braden. Küchler. Schmidt. Bekanntmachung. Nachstebende Bestimmungen über die Zurückstellung der Reserve, Ersatz- Riserve und Landwehr Mannschaften rücksichtlich ibrer häuslichen und zwerblichen Verbältnisse werden hiermit zur Kenntniß der Betbeiligten gebracht. Bis zum 15. Marz l. J baben die Großb. Bürgermeistertien die di ihnen etwa vorgebracht werdenden Gesuche anber einzusenden. Frühere Gesuche, welche erneuert werden sollen, sind von den Großb. Bürger⸗ Wistercien von mit einzufordern. Bemerft wird, daß das Classisikations-Geschäft im Anschluß an das diesjährige Ersaͤtz Geschäft stattfindet und die bs sallsigen Gesuche an den Tagen zur Vorlage kommen, an welchen die Militärpflichtigen der betr. Gemeinden zur Vorstellung gelangen. Friedberg, den 31. Januar 1878. e 5 I. Bei nothwendigen Verstärkungen oder Mobilmachungen werden die Mann— daften des Beurlaubtenstandes, soweit die militärischen Interessen es gestatten, nach en Jahresklassen, mit den jüngsten beginnend, einberufen. * 5 Hierbei können dringende häusliche und gewerbliche Verhältnisse derartige Be zen zicksichtigung finden, daß Reservisten hinter die letzte Jahresklasse der Reserve ihrer affe oder Dienstkategorie, Landwehrmannschaften aber, sowie in besonders dringen — ter Fällen auch einzelne Reservisten, hinter die letzte Jahresklasse der Landwehr ber Waffe oder Dienstkategorie zeitweise zurückgestellt werden. Jedoch darf in ung. bhiem Aushebungsbezirke die Zahl der hinter der letzten Jahresklasse der Reserve aun ückgestellten Mannschaften zwei Prozent der Reserve, die Zahl der hinter der „ gten Jahresklasse der Landwehr zurückgestellten Mannschaften drei Procent der erve und Landwehr übersteigen. Auf die Dauer der Gesammttdienstzeit(Dienstpflicht) hat die Zurückstellung uren Einfluß. II. Zurückstellungen im Sinne der vorbezeichneten Festsetzungen dürfen aus selzenden Gründen(Classifikationsgründen) eintreten: ee wenn ein Mann als der einzige Ernährer seines arbeitsunfähigen Vaters oder 0 seiner Mutter, beziehungsweise seines Großvaters oder seiner Großmutter, mit denen er dieselbe Feuerstelle bewohnt, zu betrachten ist, und ein Knecht oder Geselle nicht gehalten werden kann, auch durch die der Familie bei der Ein berufung geseßlich zustehende Unterstützung der dauernde Ruin des elterlichen Hausstandes nicht abgewendet werden könnte; wenn die Einberufung elnes Mannes, der das dreißigste Lebens jahr vollendet hat und Grundbesitzer, Pächter oder Gewerbtreibender oder Ernährer einer zahlreichen Familie ist, den gänzlichen Verfall des Hausstandes zur Folge haben und die Angehörigen selbst bei dem Genusse der gesetzlichen Unterstützung dem Elende preisgeben würde; wenn in einzelnen dringenden Fällen die Zurückstellung eines Mannes, dessen geeignete Vertretung auf keine Weise zu ermöglichen ist, im Interesse der all gemeinen Landeskultur und der Volkswirthschaft für unabwelslich nothwendig erachtet wird. N Mannschaften, welche in Gemäßheit des§. 67 und F. 69 des Reichs-Militär— Jes wegen Kontrol Entziehung nachdienen müssen, haben jedoch auch in den vor unten Fällen keinerlei Anspruch auf Zurückstellung. * I. In Bezug auf das Verfahren bei derartigen Zurückstellungen bestehen * N ende Vorschriften: 10 1) Die Mannschaften der Reserve, Landwehr, Seewehr und Ersaß-Reserve — S — Der Civil-Vorsitzende der Großh Ersatz-Commisston Friedberg. Dr. Braden. erster Klasse, welche auf Zurückstellung Anspruch machen, haben ihre Gesuche bei der Bürgermeisterei ihres Wohnortes anzubringen, welche dieselben prüft und darüber eine an den Civil Vorsitzenden der Ersatz- Commission einzureichende Nachweisung aufstellt, aus der nicht nur die militärischen, bürgerlichen und Vermogens-Verhältnisse der Bittsteller, sondern auch die obwaltenden besonderen Umstände ersichtlich find, durch welche eine zeitweise Zurückstellung bedingt werden kann. 2) Die eingereichten Gesuche unterliegen der Entscheidung der verstärkten Ersatz⸗Commission, welche im Anschluß an das Musterungs-Geschäft in öffentlich be⸗ kannt zu machenden Terminen jährlich einmal Sitzung haͤlt. 3) Das Verfahren der verstärkten Ersatz Commission beim Klassifications⸗ Geschaͤft regelt sich nach§8 30,7 des Reichs-Militärgesetzes. 1) Die Entscheldungen sind endgültig, insofern nicht der Militär Vorsitzende auf Grund des§ 30,7 des Reichs-Militärgesetzes Einspruch erhebt. 5) Die vorgedachten Entscheidungen behalten ihre Gültigkeit nur bis zum nächsten Klassifieations Termin.— Im Falle des Beduͤrfnisses sind Anträge auf weitere Zurückstellung alsdann zu erneuern. 6) Wenn Mannschaften aus einem Aushebungsbezirk in einen andern verziehen, so erlischt die gewährte zurückstellung. IV. Die vor erfüllter getiver Dinstpflicht auf Reelamation erlassenen Mann schaften bleiben bis zu dem ihrer Entlassung zunächst folgenden Classifications T 1 hinter die letzte Jahresklasse der Reserve zuruͤckgestellt und haben demnächst ige Anträge auf weitere Zurückstellung, wie alle übrigen Mannschaften zu stellen Wenn nach dem allgemeinen Entlassungs-Termin der Reserven dringende Verhältnisse die sofortige Zurückstellung einzelner der entlassenen Mannschaften gerecht fertigt erscheinen lassen, so kann die vorläufige Zurückstellung solcher Mannschaften bis zum nächsten Classifleations-Termin hinter die letzte Jahresklasse der Reserve durch schriftliches Uebereinkommen der staͤndigen Mitglieder der Ersatz Commission verfügt werden. In anderen als den unter II. vorbezeichneten Fällen sind außerterminliche Jurückstellungen unstatthaft.— Insbesondere sind Gesuche um Zurückstellung im Augenblick der Einberufung unzulüssig. N Eine Wiederentlassung einzelner einberufener Mannschaften kann nur ausnahms weise auf dem im§ 82,2 und§ 100,3 der Ersatz Ordnung vorgeschriebenen Wege herbeigeführt werden. Derartige Gesuche können nur dadurch begründet werden, daß mit dem letzten Klassifieatlons-Termin für den Eingestellten durch unabwendbare, nicht durch ihn selbst herbeigeführte Ereignisse, als Brandschaden, Ueberschwemmung, Tod eines nahen Anverwandten u. s. w. ein wirklicher Nothstand eingetreten ist. Deutsches Reich. Darmstadt. Der Kreisassessor Fehr, v. Hert⸗ ling in Büdingen wurde auf Nachsuchen von seiner Dienststelle entlassen, um in den Dienst des Füesten Löwenstein-Wertheim zu treten. Der Hofgerichts- rath Frhr. v. Lepel wur me zum richterlichen Mit glied des Reichs- Eisenbahnamts ernannt. Der Gerichtsaccessist Bergsttäßer wurde zum Garnisons⸗ Auditeur in Cüstrin ernannt. Berlin, 14. Febr. Der Reichstag berieth beute über den Antrag Bürger's betreffend die Beseitigung der Beschwerden, welche wegen Benach- theiligung des freien Gewerbebetriebes durch die gewerbliche Arbeit der Gefangenen erhoben worden sind. Nachdem der Antragsteller den Antrag begründet hatte, erklärte der Präsident des Reichs · kanzleramts: die Abschoffung der Gefängnißarbeit sei untbunlich; die Aufgabe könne nur Die sein, die dadurch entstehende Concurrenz möglichst zu beschränken. Eine darauf gerichtete Untersuchung sei durchaus angezeigt und auch für Preußen bereits angeordnetz er würde wünschen, daß die— selbe auf das Reich ausgedehnt werde. Fritzsche befürwortete die Abschaffung der Gefängnißarbeit, die auf die Sträflinge entsittlichend wirke, und stellte einen dahin gehenden entsprechenden Antrag im Sinne seiner Partei. Dieser Antrag wurde nach längerer Debatte abgelehat, dagegen der Antrag Bürger's angenommen. Darauf genehmigte das Haus den Antrag von Blos, betreffend die Einstellung des bei dem hiesigen Stadtgerich: an- hängigen Strafverfahrens gegen Mest während der Dauer der Sesston. Zwei Rechnungsvorlagen wurden an die Rechnungscommission gewiesen und sodann die beiden Gesetzentwürfe in erster und zweiter Lesung genehmigt, betreffend die Einlösung und Präclusion der vom norddeutschen Bunde aus— gegebenen Darlehens Cassenscheine und betreffend das dem Reiche gehörige in der Voß- Straße zu Berlin belegene Grundstück. — 14. Febr. Familie heute Abend hier eingetroffen. Berlin. mehr für einen verantwortlichen Vice-Kanzler und gegen verantwortliche Ressorts-Cbefs wären, ist in dieser Allgemeinheit incorrect, da die größeren Bundesstaaten vielmehr für die Fixirung derjenigen Ressorts sind, bei welchen eventuell eine verant- wortliche Stellvertretung eintreten könnte. Mün che 13. Febr. Ju der heutigen Sitzung der Abgeordnetenkammer wurde der Etat für Reichs⸗Zwecke im Betrage von 19 Mill. M. ohne Debatte genehmigt und in den Reserve-Etat für etwaige Erhöhung der Matrikular- Beiträge die Summe von 250,000 M. eingestellt. Auf eine Anfrage von Schels, ob im Falle der Ab— lehnung der Tabaks-Steuer das Tabaks Monopol eingeführt werden wurde, erfolgte keine Antwort von Setten des Ministeriums. Freitag äußerte, er befürworte keine anderen Einnahme-Quellen, als die Matrikular- Beiträge, weil letztere allein das Föderativ- Princip im Reiche zum Ausdruck brächten. u, Ausland. Oer sterreich⸗lUngarn. Wien, 13. Febr. Es verlautet, der Kaiser habe ein Handschreihen an den Zaren gerichtet. Die Situation wird allseitig als höchst ernst dargestell.. Andrassy hatte gestern eine lange Audienz beim Kaiser. Erzherzog Albrecht wurde telegraphisch nach Wien berufen. Beides wird mit den ernstesten Ent— schlüssen in Zusammenhang gebracht. Die un— garischen Blätter drängen stürmisch nach einer entscheidenden Action. Der„Pester Lloyd“ bringt einen Leit- Artikel mit officiösem Zeichen, worin erklärt wird, Constantinopel sei unantastbar. Oester— reich werde eine dauernde Besetzung Bulgariens und die räumliche Ausdehnung desselben niemals zugeben. Die„N. Fr. Pr.“ glaubt, Deutschland würde nicht neutral bleiben, daher wäre Oester— reichs jetzige Action purer Wahnsinn. Die euro— pälsche Flotten⸗Sendung nach Constantinopel wird als gescheitert betrachtet. Da Deutschland sich nicht angeschlossen, seien die anderen Mächte zu- rückgetreten. Der Commandant des österreichischen Levante-Geschwaders, Contre-Admiral Barry, ist mit dem Flaggen Schiff, der Panzer- Fregatte „Habsburg“, heute Nachmittag von Pola nach dem Orient abgegangen. Von weiteren Schiffs- Ausrüstungen ist nichts bekannt. — Es verlautet hier bestimmt, daß Rußland die wichtigsten Friedens Punkte positiv für unab- änderlich und undiseutirbar erkläre. Oesterreich steht mit England im intimsten Ideen-Austausch. Frankreich. Paris. Der Minister des Innern hat das von der vorigen Regierung gegen einige auswärtige Blätter erlassene Verbot der Zulassung in Frankreich aufgehoben. Dänemark. Kopenhagen, 13. Febr— Die offictöse„Berlingske Tidende“ erklärt die Mittheilung des Kopenhagener Correspondenten der„Pall Mall Gazette“, wonach Dänemark die Absicht habe, die Nordschleswig-Frage anzuregen, für vollkommen erdichtet und unwahr. Großbritannien. London, 12. Febr. Im Oberhause antwortete Derby auf eine Anfrage Granville's: Er hoffe dem Hause am Donnerstag mittheilen zu können, daß die Flotte unweit oder vor Constantinopel sich befinde. Alle Mächte hätten in die Conferenz eingewilligt; die einzige Schwierigkeit, die indeß, wie er glaube, nicht er- heblich sei, bestände noch hinsichtlich des Ortes der Conferenz. Ueber die Bewegungen der russischen Truppen wisse er nur Das, was Gortschakoff's Circular constatice. Frankreich und Italien hätten die Entsendung ihrer Flotten suspendirt, vermuth— lich, weil sie den Ferman nicht erhalten hätten. 13. Febr. Im Arsenal von Sheerneß fangen heute alle Arbeiter über die gewöhnliche Arbeitszeit hinaus zu arbeiten an. Massenhaste Arbeitskräfte sind engagirt, um die Vollendung vier neuer Kanonenboote zu beschleunigen. Eine Fürst Bismarck ist mit seiner fist heute aus den Docks nach Sheerneß gebracht 1 Die von mehreren Blättern ver-[Garnison im Point-Fort in der Themse völlig breitete Nachricht, daß bezüglich des Reichskanzlers-auszurüsten. Vertretungs⸗Gesetzes die größeren Bundes⸗Staaten fals 3000 Arsenal-Arbeiter über die Arbeitszeit für die türkische Marine gebaute Panzer⸗Corvette worden. Vorbereitungen werden getroffen, die Auch in Portsmouth arbeiten mehr hinaus an dee Vollendung der Kriegs Schiffe. Eine Menge neuer Kräfte ist engagirt worden. — Die„Morning Post“ hört, die conser- vativen Mitglieder des Parlaments wollten Lord Derby ihr Vertrauen entziehen, im Falle er sich nicht unbedingt der Politik Lord Beaconsfield's anschließen sollte. 13. Febr. Die englische Flotte hat die Dardanellen passict und ist heute in das Marmara; Meer eingefahren. — 14. Febr. Im Unterhause erklärte Schatz— fanzler Northeote auf Befragen Hartington's: Die Pforte habe die Erlaubniß zur Einfahrt in die Dardanellen verweigert, darauf habe die Regierung die Flotte zum Einlaufen beordert. Der Gou- verneur der Dardanellen habe protestirt, allein er (Northrote) glaube, es sei kein materieller Wider stand geleistet worden. Vermuthlich befinde sich jetzt ü die Flotte in der Nähe von Constantinopel. Das britische Cabinet habe gegen die Ansicht Rußlands, wonach letzteres durch die Bewegung der britischen Flotte zur Besetzung Constantinopels berechtigt werde, protestirt mit der Erklärung, daß die Flotten- Bewegung zum Schutz der britischen Unterthanen unternommen sei und nicht zur Be— setzung Constantinopels russischerseits berechtige. — 14. Febr. unbegründet. ment für das Transportwesen unterhandle mit mehreren großen Lieferanten wegen nöthigenfalls unverzüglicher Lieferung bedeutender Quantitäten Mundvorrath für die Armee. Alle Kriegs-Schiffe in Malta seien beor bert, schleunigst zur Orient- Flotte zu stoßen. Die„Devastation“ segele heute ab,. Italien. Rom, 12. Febr. Die Leiche des Papstes wurde gestern Abend in einen pro— visorischen Sarkophag im Vatican gelegt, aus dem die Gebeine seines Vorgängers schon seit längerer Zeit weggeschafft worden waren; die Eingeweide wurden bereits in einer Urne der vatitanischen Gruft beigesetzt. In der Peterskirche werden die Leichen Feierlichkeiten bis Freitag fortgesetzt, die Hauptsache dagegen, die Extquien, die früber in der Peterskirche gefeiert wurden, sollen jetzt in der Sixtinischen Capelle abgehalten werden. Der Ministerrath hat angesichts der Entkleit ung der Funeralien von jedem officiellen Charakter bereits beschlossen, sich des Anerbietens zur Betheiligung der Behörden zu enthalten. Pius IX. hinterließ sein Vermögen zu gleichen Theilen seinen Neffen. — 13. Februar. Von der Congregation der Cardinäle wurden die zur Dienstleistung bestimmten Personen bezeichnet, welche mit den Cardinälen im Conclave eingeschlossen sein sollen. Die Dectoren Antonini und Ceccarelli sind zu Aerzten des Con- claves gewählt worden. Die öffentliche Ausstellung der Leiche des Papstes ist heute um 3 Uhr beendigt. Der Ministerrath hat sich in seiner Majorität für die Hinausschiebung der Parlaments Eröffnung bis nach dem Conclave aus gesprochen. Gegen- wärtig sind fünfzig Cardinäle anwesend. Im Schooße des heiligen Collegiums haben sich drei Parteien gebildet: Die Unversöhnlichen, die Ver— söhnlichen und die Partei des Status quo. Erstere, mit Manning an der Spitze, zählt etwa zwölf Stimmen, die zweite hat den Cardinal Moretti, die dritte und zahlreichste Partei den Cardinal Canossa als Candidaten aufgestellt. Türkei. Constantinopel, 11. Febr. (Indirect.) In der Kammer erklärte Vefik Pascha, er werde ihr innerhalb vier Tagen die Feiedens— Bediogungen mittheilen. Thessalien sei von den griechischen Truppen geräumt worden. Im Falle die britische Flotte in die Dardanellen einlaufe, werde die Regierung dagegen protestiren und die ganze Verantwortung des Schrittes England zuschieben. — Siebenhundert Aufständische haben sich im Dorf Macrinitza bei Volo verschanzt; 4500 Mann türkische Truppen einschließlich 2000 Aegypter bereiten sich zum Angriff auf dieselben vor — 14. Febr. Der Sultan hatte die Königin Victoria gebeten, auf die Sendung der Flotte nach Constantinopel zu verzichten, worauf die Königin erwiedert hat: die Einfahrt der Flotte in die Gewässer von Constantinopel habe einen friedlichen Zweck. Gestern eirculirte das Gerücht, der Sultan treffe Vorbereitungen, die Residenz zu verlassen. Ein Tbeil der britischen Flotte ist vor den Prinzen Inseln vor Anker gegangen; 2 Panzerschiffe blieben vor Gall' poli. Rumänien. Bukarest. Zwei russische Lager werden ig Rumänien gebildet: bei Plojesti in der Stärke von einstweilen 30,000, und bei Roman in der Moldau von 10,000 Mann. Griechenland. Athen, 12. Februar. Depeschen von der thessalischen Grenze melden, daß Tscherkͤssen und Baschibozuks Domoko plünderten und in den umliegenden Ortschaften unter der christlichen Bevölkerung ein Blutbad anrichteten. Die Regierung hat den Mächten officielle Mit- theilung hiervon gemacht und energische Beschwerde erhoben anläßlich des gefahrbringenden Zustandes der griechischen Provinzen der Türkei, welcher die nochmalige Intervention der griechischen Truppen nothwendig zu machen scheine. Nachrichten aus Kreta zufolge wurden von Baschibozuks viele Grausamkeiten gegen Einwohner von Rethymno begangen. Viele Albanesen sind zu den griech— Der„Standard“ erklärt die ischen Truppen übergegangen, bei denen sie Auf- Gerüchte von dem Rückttitte Derby's und von nahme finden. General Soutzy hat seine Demission der bevorstehenden Auflösung des Parlaments für zurückgezogen. Dasselbe Blatt meldet, das Departe- — Anläßlich der von türkischen Banden bei Karditza(Thessalien) und Rethymno(Kreta) verübten grausamen Acte, berentwegen Griechen- land bei den Mächten Beschwerde erhob, wurde von der Regierung beschlossen, die Armee auf die Stärke von 50,000 Mann und die Marine auf 10,000 Mann zu bringen. Rußland. Petersburg. 12. Febr. Der „Agence Russe“ zufolge findet die Circular-Depesche Gortschaͤkoff's die volle Billigung der Presse und des Publikums. Dasselbe Organ erklärt die — erg, so Alein 34 „nen. r dt . den nn 578 05 den nenn dit 8 n it * 1*. m ne le m in, l Der 1 10 der 10 vereitz 125 uigung * rl 2 8. 507 45 4* — Wirkung nicht mehr, aß das von mir seit einer Reihe von Jahren geführte! 0 1 5 7 1 Nachricht für unbegründet, daß vom Petersburger Cabinet eine Stadt zweiten Ranges als Con- ferenzort vorgeschlagen worden sei; die Regierung babe sich vielmehr darauf beschräntt, die Aus- schließung der großen Hauptstädte bei der Wahl des Conferenzortes als wünschenswerth zu bezeichnen. — Ein hechossicsöses Schreiben aus Peterburg bespricht die Retrocesston Bessarabiens und betont nachdrücklichst, daß ein Rückzug Rußlands un- möglich sei. Das Schreiben gedenkt der Eventualität, daß Rußland und die Souveräne der befreundeten Mächte die Initiative zu einer friedlichen Lösung der Frage ergriffen. Das Schreiben bebt endlich die Bedeutung der Rumänien für die Retrocession zugedachten Entschädigung hervor, welche in der Erlangung der Unabhängigkeit der Freiheit der Donauschifffabrt, der Schleisung der türkischen Festungen und der Erwerbung eines Handels— bafens an dem Schwarzen Meere bestände. — Russische Blätter erinnern an die vorjäbrigen Worte des Fürsten Bismarck, daß Deutschland sich blos genäbert und bei der Otient-Krisis für die Aufrechterhaltung des allgemeinen Friedens wicken werde, und sügen hinzu, daß die Rolle eines Schiedsrichters Deutsch— land um so mehr zukomme, als es durch 4 militärisches Uebergewicht interessiitsein an der Orient Frage die einzige Macht set, welche diese Rolle wirksam durch führen töune, indem es sich gegen Denjenigen entschiede, welcher den ersten Kanonenschuß ab— geben würde. — 14. Febr. Es geht das Gerücht, die Russen seien heute in Constantinope“ eingezogen. Anderweitig wird behauptet, die Russen hätten wollten unmittelbar vor Constantinopel stehen bleiben, so lange die britische Flotte im Marmara Meer kreuze. Man versichert, Deutschland ermahne Rußland zur Mäßigung. Brodpreise vom 16. bis 28. Februar. Für Friedberg, Bad-⸗Nauheim und Butzbach unverändert. Fleisch⸗ ꝛc. Preise v. 16. bis 28. Februar. Für Friedberg unt Butzbach unverändert. Für Bad- Nauheim: Pr. ½ Kilo. „Ochsenfleisch 70 Pf. M. Pf. Kuhfleisch, gem. 50„ Schweinefleisch 3 ungem.—„ Doͤrrfleisch— 86 Hammelfleisch 50„ Solperfleisch— 70 Keil und Carre—„ Geräucherter Speck 1 3 Kalbfleisch 60„ Schinken 12 Keil und Carre—„ Leber- u. Blutwurst— 80 Nierensett 60„ Schwartenmagen 91 Hammelsfett— Cervelatwurst 1 70 Schaaffleisch—„ Fleischwurst 91 Dram— 91 Schmalz, ausgelassen, 96 Pf., unausgelassen 86 Pf. Schweinen Keil und a bei sämmtl. Metzgern 68 Pf. Ausnahmspreise. Bei Loeb Nierenfett 50 Pf. Bei H. Aletter Schweinefleisch 62 Pf., Keil u. Karre 66 Pf., Solperfleisch 66 Pr. geräuch. Speck 1 M., Schinken 1 M., Ceroelatwurst 1 M. 50 Pf., Schmalz 91 Pf.— Bet H. Fritz geräuch. Speck 1 M. Schinken 1 M., Cervelat⸗ wurst 1 M. 40 P'.— Bei Fr. Langsvorf geräuch. Speck 1 W., Schinken 1 M., Cervelatwurst 1 M. 50 Pf.— [Bei J. Schimpf Witwe Cervelatwurst 1 M. 40 Pf. D. ö Dc Der mittlere Stock 166 meines Hauses ist zu vermiethen 1. März bezogen werden. K. Ganz schwere Buxkinhosen, und kann bis Söllner, Metzger. 581 per Stück 10 Mark bei Pet. Retscher, Usagasse. J 9 Milch, 552 10—20 Liter können täglich geliefert werden. Von wem? sagt die Exped. des Anz. 3* Die Emser ö aduelle JVictoriaquelle. 580 Vogelkäfige, von den kleinsten bis den größten, Hecken mit Nesten, Trausportkäfige in großer Auswahl bei Friedberg. Jean Huber. Prima Cetpelatwarst und Fleischwurst ist stets zu haben bei 593 Metzger Appel. 484 Der seitber von Frau Störger bewobnte obere Stock meines Hauses ist wegzugshalber bis 1. Mal d. J. anderweitig 5 vermiethen. Andreas Müller, Bahnhofstr. 506. 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Popp's(He Holstein) Heilmethode bin ich so weit gesundet, d st alle, auch schwer verdauliche Teuchel bei 29. Mai Speisen, vertrag Wittenberg(Regieru 1876. ez. Merseburg) Lehrer Henze. N nach kurzem Leiden unser innigst Heinrich und widmen wir theilnehmenden Verwandten, der Bitte um stille N Heute starb geliebtes Soͤhnchen diese Trauernachricht Freunden und Bekannten mit Theilnahme. Friedberg den 15. Friedrich Friedrile 187 Februar Wahl. Wahl, geb. 8 169 Rausch. Friedberger Frühjahrs- Pferdemarkt sindet am 18. Februar 1878 statt. Bei rechtzeitiger Anmeldung wird für Unterbringung der Pferde, sowie für Futter und Streu zu mäßigen Preisen gesorgt. Verlobosung von 8 schönen Arbeitspferden(welche auf dem Markt gekauft werden), sowie von sonstigen Haus- und land⸗ wirthschaftlichen Gegenständen im Werthe von 34350 Mark. Loose à 1 Mark 50 Pfennig sind zu beziehen durch die Herren Ed. Hirsch, Ph. Billau und K. Schleuning in Friedberg. Für das Pferdemarkt Comité: A. Steinhäußer, Beigeordneter. Volksbildungs⸗Verein. 589 Der auf Freitag den 15. Februat a. e. angekündigte Vortrag des Herrn Director Dr. Möller kann wegen Verhinderung des genannten Herrn an diesem Tage nicht stattfinden. Der Vorstand. Friedberger Frühjahrs-Pferdemarkt. 584 Montag den 18. d., Abende 7 Uhr, findet die Verloosung im Saale des Hötel Trapp statt. Stein hä ußer. Israelitische Restauration. 582 Metzger Appel. Bad Nauheim.— Deutscher Hof. Sonntag den 17. Februar 1878. Abend-Unterhaltung des Vereins„Concordia“. Programm. S' letzti Fensterl'n. Die weibliche Schildwache. Drei Jahrl'n nach'm letz'n Fensterl'n. Lebendes Bild:„Am Brunnen“. Zum Schluß: Gesellige Unterhaltung. Anfang 7½ Uhr.— Karten an der Kasse.— Preise der Plätze: 1. Platz 1 M., 2. Platz 50 Pf. * Bad ⸗ Nanu heim. Nächsten Montag den 18. dieses, Abends 7½ Uhr präcis, findet im Saale des Gastwirths Bayer wieder ein Vortrag zum Besten der Kasse des Kur- und Verschöntrunge⸗Vereins statt. Eintrittskarten(à 8 Pf. für eine Person und à 1 M. für eine 5 sind bei den Herren: Kaufmann Ph. Weiß und J. Werner jun. in Bad- Nauheim, sowie Abends an der Kasse 10 haben. Thema: en in den drei Reichen der Natur.“ Zu zahlreichem Besuch ladet höflichst ein. Der Vorstand des Kur⸗ und Verschönerungs⸗ Vereins. Au-& Verkaufen Staats-& Gemeindeobligationen wird bestens besorgt von dem Großherzoglichen Hof— Agenten 70 Jacob Engel. Schuere Buckskin- Hosen in sehr guter Qualität und elegant gearbeitet offeriren wir zu 11 Mark. Friedberg. A. Spier&„ 362 gegenüber dem Hötel Trapp. Capeten- X Decorationslager. Regenschi irme Naturell⸗Tapeten per Stück von 18 Pfennig an, Holz⸗Tapeten,, 40 77 15 in Zanella und Seide äußerst billig. Gold⸗Tapeten 7„„ 50 7 4420 L in großer Auswahl bis zu den feinsten empfehlen 0 Horn& Baumann, Herrn Johann Kreß hier lautend, Bad⸗-Nauheim. verloren worden. 7 Nach§ 9 der Bedingungen machen i. Wetterhahn. ö Das Sparkassenbuch Nr. 2969, auf den Namen des ist nach Anzeige wir die Mittheil— Stelle⸗ Gesuch. ung, daß etwaige Ansprüche an dosselbe binnen drei Monaten an unserer Kasse zu erheben sind, andernfalls Ein tüchtiger, zuverlässiger, militärfreier Maschinen- dem Eigenthümer ein Duplicat ausgefertigt wird. führer, im ganzen Maschinenfach bewandert, welcher auch Friedberg den 15. Januar 1878. selbst kleinere Reparaturen besorgt und mit den besten Vorschuß⸗& Ereditverein zu Friedberg Zeugnissen versehen ist, sucht Stelle. Nähere Auskunft er. 218(eingetragene Genossenschaft). theilt die Annoncen⸗Expedition von Earl Bindernagel in Friedberg(Hessen) auf Anfragen, denen Räckkrance Die Hälfte meiner Scheune beigefügt ist. 555 574 ist sogleich zu vermiethen. Karl Fritz. Möbellager von J. Pfeffer, Friedberg. 578 Durch vortheilhafte Einkäufe bin ich in den Stand gesetzt, gut und stark gebaute Strohstühle per Stück zu 3.50 M. zu verkaufen. Fünf bis sechs Wagen Mist 579 können abgegeben werden bei Friedberg. Heinrich Hanstein v. Pension in Darmstadt. 560 Knaben oder Mädchen, welche Lehranstalten in Darmstadt besuchen wollen, finden freundliche Aufnahme in einer gebildeten Familie. Pensionspreis pro Jahr Mark 525.— Näheres bei der Exped. d. Anz. 338 Den von 1 nach eigener Art gebrannten Kaffee, welcher sich wegen seiner Vorzüglichkeit unter dem Namen Aalser-Kaffer, v. 1.80 per Pfund, bereits viele Freunde erworben hat, erlaube mir auch weiteren Kreisen zu empfehlen. Gleichzeitig empfehle besten gebrannten Zava-Kaffee, per Pfund M. 1.50. Friedr. Hilbrecht Witlwe. Stühle alle Sorten, von den feinsten bis zu den ordinärsten, stets vorräthig zu den billigsten Preisen. 62 Aug. Frank in Friedberg. Großes Lager aller Sorten Tabakspfeifen, Cigarrenspitzen und Spazier⸗ 7 in guter Waare. Louis Weis. Mobiltar⸗Versteigerung. Mittwoch den 20. d. Mts., von Vormittags 9 Uhr an, läßt die Unterzeichnete folgende Oeconomiegeräthe öffentlich meistbietend gegen gleich baare Zahlung ver— steigern: 1 noch guten Wagen, 1 Egge, 2 Hinterpflüge, 1 Vorderpflug, 1 Mistjauchefaß, Ketten u. s. w.; eirea 40 Centner Dickwurz, 30 Centner Waizenstroh und ebenso⸗ viel Hafer- und Gerstenstroh und ein großes Quantum Spreu. Bad⸗Nauhelm den 15. Februar 1878. 569 Auguste Will, Wittwe. Selbstgefertigte Möbel: Commoden, Kleiderschränke Küchenschränke, Pfeilerschränke, Bettstellen, Tische und Nachttische zu billigen Preisen vorräthig bei F. Ickler, Möbelschreiner in Friedberg, Usagasse Nr. 366. 576 Der untere Stock (Parterrewohnung) im Hause der Geschwister Berg, Kaiserstraße, ist anderweitig zu vermiethen und bis zum 1. Mai l. J., auf Verlangen auch früher, zu beziehen. Friedberg. Näheres bei Lorenz Berg, 492 Graveur. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde. Septuagesimä. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Köhler. Gottesdienst in der Stadtkirche Nachmittags 1½ Uhr: Herr Candidat Muhl. Gottesdienst in der Burgkirchet Vormittags 9½ Uhr: Herr Pfarrer Köhler. Abends 5½¼ Uhr: Herr Pfarrer Meyer. Katholische Gemeinde. Sonntag Vormittag 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags 2 Uhr: Christenlehre mit Andacht. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. (Hierzu Unterhaltungsblatt Nr. 7 und eine Beilage.) 3 et deer ee E mien 1 ssich befind ö Bet! hier zugelt falnen Vel tand am uwohlq wu! inder im wie pielen Aögselbst,* werft. A. hr Run her un e Schlofsen un ie Polizze Vanstrin v. dustadt. g. Jahr 5 3 5 An *— Al 1 2 tg, ö en eren Berg/ fruddtrz ust n 4% 4 gerte — 9 0 Beilage. Aus Stadt und Land. Datmstad t, 14. Febr. Der hiesigen Criminalpolizei ung es gestern, ein Indiriduum zu verhaften, welches von ülderg aus wegen Siraßenraub verfolgt wird, und fand in dessen Besitz noch eine bedeutende Sümme Geldes, Vernehmen nach über 2500 Mek. vor. Nainz, 14 Febr. Auf Requisition der Wiesbadener rde wurde gestern ein bier in Arbeit stehender Küser, des Mordes dringend verdächtig ist, in Haft genommen. Allerlei. Am 10. d. M. Abends wurde bier eine „ von Eisenach kommend, todt aus einem Eisenbahn— pe getragen, allem Anscheine nach erslickt, da ein sest um die Kehle gezogen war. Eine Beraubung nicht stattgefunden, da in der Reisetasche sich 2000 Tulr. anden. Die Reisende wollte nach Amecika auswandern. Dürkheim, 11. Febr. Gestern wurde der gling Schulze inmitten ogweiher vom Schlitischubelub Dürkbeim zum Ebren⸗ liede aufgenommen. Von diesem Acte müssen wir z nehmen, da derselbe mit so mancher Erscheinung tt Zeit im völligen Widerspruche sieht; denn wohl wird man einen Greis von 82 Jahren mii Schlitt en dewaffnet unter der Jugend sich auf der Eisbahn aner herumtummeln seben, und noch seltener ist die iwige E scheinung, daß ein Mann, der nur Diener erer Vereine, also in keiner günstigen Lebensstellung ich befinder, Jo allgemein beliebt ist wie unser Schulze. Zerlin. Ein grauenvollet Famitienmord hat sich ie zugetragen. Der ehemalige Restaurateur K., ein in zum Vermögeusverhältissen zurückgekommener Mann, bo am Montag in srüvester Morgenstunde beiter und de ge muth aus feinem Bette auf, nahm seine beiden kin er im Alter von 4 Monaten und etwa 1½ Jahren, in pielend, mit sich in die gute Stube und awst, wäbrend die Frau wieder in liesen Schlumme eral. Als diese erwachte und ihren Mann suchend auf r Rufen keine Anwort erhielt, eilte sie an die Tüü er uten Siure, dieselbe zu öffnen, fand sie aber ver Hen und drinnen Alles still. Die Nachbarn t Polizei. Der erschanene Schutzmann erbrach sofort n Shüre; dort bot sich ein gräßlicher Anblick dar. Das onate alte KRindchen war am Ofen aufgeknüpft, das 1 Jahr alte Kind hing am Schranke und cer etwa Orige Vater an der Thüre des Zimmers. All, Igerbelebungsveirsuche waren erfolglos, da der Tod ies eingetteten war. Die unglückliche Frau fiel vor Mezen üdet een grauenvollen Anblick aus einer Ohn— Met in die andere. vdambdurg, 12. Febr. tern, eine Jalschmünzerbande in voller Thätigkeit zu ic aschen. Dieselbe beirteb die Anfertigung von Zebn— nnoten Oesterreichs und batte dort eine Reihe' von elusbelsern zue Verbreitung der Noten. Die Seele i Werkstatt ist ein Oesterteicher, Pederer, det bereits in uc Heimalh mit vier Jahren schweren Kerkers wegen ur z. Verbrechen belraft worden. Die Platten zu den Jun verserugie ein lalentvollexr Hamburger Lithograph 1 geren Tappe. Verloosungen. Passauische 25 fl.⸗Loosc. Zichung vom 5. Febr. 18916 und 29811 je 400 fl., Nr. 10238 20434 . 4 55705 66646 84377 je 60 fl., Nr. 7802 19342 30 26552 35385 58693 66957 68700 70151 78860 7 98862 je 50 fl.— 6. Reb. Nr. 80357 3000 fl., 7899 21156 53366 10148 66040 jc 60 fl. Nr. 28222 95 68131 1711 47455 60728 18040 80660 75607 3 18480 91724 100694 48659 34792 26 je 50 fl. 25 20 2jährige 1 seinet Tbäti keit auf dem verweilte holten Der Polizei⸗Bebörde gelang 1864. Serien-Ziehung vom 1. Februar 1878. S. 16 85 102 106 236 306 359 495 508 559 586 631 711 868 876 890 904 1018 1241 1265 1328 1375 1397 1430 1440 1759 2008 2123 2225 2272 2293 2417 2509 2675 2895 2950 2951 3139 3140 3156 3168 3318 3407 3611 3628 3634 3724 25 4086 4224 4240 4299 4555 4677 4924 4978 5104 5137 5230 5265 5301 5368 5401 5421! 5589 5785 5827 5882 5886 5901 5940 53 5954 5989 6056 6058 6219 6271 6329 6487 6713 6723 6868. Ziebung findet am 1. März 1878 statt. 3½ pCt. Cöln Mindener Thlr. v. 1870. Gewinn-Ziehung vom 1. Februar Heimzahlung am 1. April 1878. N Nr. 30727 Thlr. 10,000. Nr. 131344 Thlr. 2000. Nr. Nr. 25986 109786 124624 Nr. 30720 52302 56168 109797 146832 165402 10 192424 Nummern in am 1. Decber. 1878 25979 109789 192236 à Thlr. Thlr. Thlr 1000 500 Nr. Thlr. 200 Alle den 2716 2954 3013 3127 1576 5912 6517 6522 6524 6530 6644 7301 7799 8430 8757 9180 9434 9795 9961 10081 10158 10176 10193 10277 10301 10471 10744 11116 11267 11280 11690 11743 Handel und Verkehr er heutige Heu- und 1376 2342 25 3934 4055 5720 5809 1132 3588 5501 74430 1332 11 7367 10666 11769 Frankfurt, 13. Febr. D Stoh⸗ Markt war gut befabren. Heu kostste je nach Qual. per Cent. M. 2.20— 3 50, Stroh per Cent. M 2— 2.40. Butter im Großen 1. Qual. 80 Pf., 2. Qual. 70 Pf., u im Detail 1. Qual. M. 1 2 Qual. 90 Pi. Eier per 100 M 8— 10 Kartoffeln per 100 Kilogr. M. 6 50— 7. Fleischpreise: Ochsenfleisch per Pfund 70—75 Pf. Kuh⸗ und Rind fleisch 55- 64 Pf., Kalbfleisch 60— 75 Pf., Hamme l fleisch 50—63 Pf 2 inefleisch 70- 75 Pf. Erbsen, geschälte(per 100 Kilo) M. 28— 33, ganze [M. 24—28. Bohnen M. 25— 28 Linsen M. 30— 36. Frankfurt, 14 Febr. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 41, Nr. 2 M. 37 Nr. 3 M. 33., Nr. 4 M. 29., Nr. 5 M. 23 Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 24., do. II.(Berliner Marke) M. 20. Waizen, ab Bahnhof hier M. 23 gend M. 22.— 22 fremder J 1 3 24 Roggen Qualität M. 16— 17 50 Gerste M. 19.— 23 M. 13.— 16.50 Erbsen M. 19.— 23. Wicken M. 17 Linsen M. 19.— 23. Rübo tall, M. 80 Die Preise 100 Kilo Mainz, 13. Febr Producten-Markt. Walzen per März M. 21.65, per Mal 21.45 Korn per März M. 15 30, ver Mat 15.15. Hafer per März M. 14.80 Rüböl per Mai M. 36.55 D. Frankfurt a. M., 14 Februar. Die in der gesitigen Nachbörse nach der anfänglichen Besserung ein getretene Verflauung war im Abendverkehr wieder völlig geschwunden. Unsere Syckulatson betbällgte ihren unver wüsilichen Optimismus und zeigte unter dem Eindruck des die Worte des Kaisers beim Empfange des Reichs tagepräsidenten bestäugenden Artikels der„Prov. Corr. eine bessere Stimmung, die sich auch auf den beutigen Graf Pappenheim fl. 7,Loose vom Jahre Hberhessischer Anzeiger. Die Gewinn⸗ 100 Loose 131342 Thlr. 60,000. 4000. 122946 124629 131334 übrigen 1877 gezogenen Serien 3440 3460 1746 4988 5007 5094 5265 10709 11819. M21. Verkebr übertrug. Die schon gestern Asend bekannt ge⸗ wesene Meldung von der Einsahrt der englischen Flotte in die Dardaneslen, sowie die malteten Pariser und Lon⸗ doner Course schienen keinen Eu fluß auszuüben und folgte man der von Berlin aus gebenden Anregung, in Folge dessen die Tendenz einen techt festen Charakter dokumenurte. Unset den beute vorliegenden Nachrich en war besonders diejenige, nach welcher tufsische Blätter dem Fürsten Bie marck die Rolle einee Schicestichters in bet Ocientangelegenheit vindiclten, von günstiger Wakung. Das Geschäft bewegte sich indeß in engeren Grenzen, als in den Vortagen, und concentrirte sich zum Theil das Interesse auf die heute slattgefundene Mebioregulitung. In Creditaktien machte sich schließlich noch ein erhebl cher Slückmangel bemerklich und bedangen dieselben einen De— port bie zu 40 Pf. Geld für Prolongationen fiellte sich auf ca. 3½ pCt. Cieditaktien gingen zwischen 187/ bie / 188½— 187¾ und 188, Staatsbahnaktien zwischen 217% und 218½ um. Lombanden notitten 63½. Von ausländischen onde gaben östert. Renten, 1873½1 Ungarn und Russen im Course nach. Ungar. Schatzrons biellen erhalten den geringsten Gewinn von Tl. 110. sich sest. Amerikaner schwächer. Von Anlebeneloosen 4p C.. Hochfürstl. Solms-Braunfels'sches 1860 r etwas niedriger. Oesterr. Priornäten preiebaltend. Anlehen von fl. 850 000. Ziebung vom 1. Februar] Oesterr. Bahnen stellten sich tbeilweise böger, Elisabeth 1878.— Heimzahlung am 1. Mai 1878. Lit. A. Nr. 39 1½ fl., Galizier 1 fl. Banken sind nicht wesentlich ver⸗ 134 89 394„fl. 1000. Lit. B. Nr. 215 99 359 544 ändert. Oesierr. Nationalbank 4 fl böver, Meininger 64 618 6 fl. 500 und Hanaoclegesellschaft matter. Von Wechseln London Fiunländische 10 Thaler Loose Serien- und Amsterdam iteurer. Privaldiskonto 2½ pC.. [Ziebung vom 1. Nebruax S 716 1027 1055 1131 Geld- Cours. Frankfurt am 15. Februar 1878 20 Frankenstuge M. 16 19—23 Englische Sovereiens 5 20 30—35 Russische Impertales.„ 16 65—70 Holländische fl. 10 Stü te 8 16 65 Ducaten.. 5 9 50—55 Ducaten al marco. 5 9 55—60 Doors in Gold 5 4 16 19 Viele Personen beklagen sich Morgens beim Erwachen ek ü Beschwerden und Veklemmungen im K in einer meh 1 1 He drei r Mahlzei der ot'sche eerkapseln zu nehn amit mit Schnelligkeit eine Linder herl hren, die Ar meh umsonst in einer großen weniger hatt theueren und umständlichen Medicame gesucht hatte. Von zehn werden in acht oder neun Fällen diese regel mäßigen Beschwerden durch den fortgesetzten Gebrauch der Theerkapseln vollständig verschwinden. Es verdient hervorgehoben zu werden, daß, da jeder Flacon 60 Kapseln enthält, die ganze Cur auf den kaum nennenswerthen Preis von 10— 20 Pfennige täglich zu kommt. er rasche zahreiche Nachahmungen kann daher eine Garantie ubernehmen, welche Drucke tragen. ** Depot in F stehen 1 Absatz, den 0 nur für diejenigen Flacons Unterschrift in dreifarbigem seine berg in der Hofapotheke„Zum bei br. Uloth. 102 Engel“ und Proclam. 1 Nachdem der Goldarbeiter Heinrich Krafft dahier Insolvenz angezeigt hat, so wird zur summanischen Mdenliqutdation, sowie zum Güteversuch Termin af den 7. Mürz d. J., Vormittags 9— 10 Uhr, r h sige Gerichtsstelle anberaumt, was mit dem An⸗ n andurch veröffentlicht wird, daß die nicht erscheinen— Gläubiger als dem Beschluß der Mehrheit der Er⸗ nen beitretend werden angesehen werden. Zum äusigen Coneurs⸗ Curator ist Buchhalter Andreas Ich bestellt. Ein etwaiger Vergleichsbescheid wird zurch Anschlag am Gerichts brett publlelrt. anau den 3. Februar 1878 Königliches Amtsgericht II. v. Milchling. »dt. Jaub. Jagd⸗Verpachtung. butwoch den 20. d. Mis., Nachmittags 3 Uhr soll der hiesigen Gemeinde zustehende Jagd auf 2229 ten auf weitere 6 Jahre in hiesigem Rathhause ver— i werden. uerbach b. Fr. den 12. Februar 1878. Holzversteigerung. 548 Montag den 18. Februar d. J., Morgens 10 Uhr, kommen in den Waldungen des Großh. Hauses, Distrikt (Frauenwald, Schläge VII, XVI und XX: ö 8 Stück Eichenstämme von 27-39 Centim. Durch— messer und 4— 5 Meter Länge, 14 Raummeter Eichen-Scheiter, 7868 Stück Eichen; c. ꝛc. Wellen zur Versteigerung. Zusammenkunft bei Nr. 1 im Schlag VII. Ober⸗Ros bach den 11. Februar 1878. Großherzogliche Oberfoͤrsterei Ober-Rosbach. rd Faselochs-Versteigerung. 536 Mittwoch den 20. d. Mis., Nachmittags 1 Uhr, soll ein der hiesigen Gemeinde gehöͤrender, zum Schlachten geeigneter Faselochse auf hiesigem Rathhause verstetgert werden. Ossenheim den 11. Februar 1878 Großherzogliche Bürgermeilsterei Ossenhelm. Maul. Großherzogliche Vürgermelsterel Fauerbach b. Fr. 1 l f Hosenträger 21 billigst bei Friedrich. Arbeits-Versteigerung. 553 Montag den 18. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, soll auf dem Gemeindehaus zu Dortelweil nachbenannte Arbeit in Accord gegeben werden: M Anfuhr von 20 Kubikm. Basaltsteine veranschlagt zu 110 Aufsetzen derselben 8 Kleinschlagen derselben 80 Vilbel den 12. Februar 1878. Brod Bezirksbauaufseber. Faselochs-Versteigerung 556 Dienstag den 19. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, soll ein der hiesigen Gemeinden gehoͤrender zum Schlachten geeigneter Faselochs auf hiesigem Rathhause versteigert werden. 5 Dorn Assenheim den 14. Februar 1878. Oroßberzogliche Bürgermeisteret Dorn Assenheim. N a ck. Jagd- Verpachtung. 586 Da die Jogdverpachtung die Genehmigung nicht erbalten hat, so soll dieselbe nochmals Mittwoch den 20. d. Mis., Nachmittags 2 Uhr, dahter stattfinden. Rockenberg den 13. Februar 1878. Großherzogliche Bürgermeisteret Rockenberg. Krämer. ———j—ä—ͤ0 — —. ñ—— ¶C 2 Submission. 515 Die nachstehenden bei Erbauung eines neuen Schul— hauses für die Stadt Friedberg erforderlichen Arbeiten und Material- Lieferungen sollen auf dem Submisstons wege vergeben werden und zwar: Mark. Pf. 1018 35 5186 18 2250— 4665— A. Grundarbeiten mit Fuhrlohn veranschl. zu B. Maurerarbeit O. 1. 2. Lieferung von guten Mauersteinen 4. 5. Lieferung von scharfem Mauersand 3. 6. Aufsetzen der Steine und Messen des Sandes „Lieferung von 2800 Ctr. Schlackensand 8. Lieferung von 78 ebm schwarzem Kalk 9. Lieferung von 55,2 ebm gelöschtem Kalk(sog. Vönstädter) 276 50 490— 1716— 772 80 575 „ 10. 14. Lieserung von eisernen Balken ze. 1— „ 11. Lieferung von 160,000 Stück hart gebrannten Russensteinen 3840— „ 12. Lieferung von Portland-Cement 100— D. Steinhauerarbeit 3243 16 E. Zimmerarbeit 7951 F. Dachdeckerarbeit 1814 35 G. Schreinerarbeit 3962 26 H. Schlosserarbeit 1099 I. Glaserarbeit 2430— K. Tüncher- und Weißbinderarbeit 3866 78 L. Spenglerarbeit 287 30 M Pflastererarbeit 95— Lusttragende Uebernehmer haben ihre Abgebote in Prozenten schriftlich und versiegelt mit der Aufschrift „Submission auf die.... Arbeit resp. Lieferung zum neuen Schulhaus zu Friedberg“ längstens bis zum 18. Februar d. J., Vormittags 11 Uhr, auf der hiesigen Bürgermeisterei abzugeben. Ueber die auszuführenden Arbeiten, Bedingungen und Kostenüberschläge wird unser Stadtbaumeister vom 14. d. M. an, auf Verlangen der Interessenten, Auskunft ertheilen, die Pläne und Ueberschläge werden von da an zu Jeder manns Einsicht auf unserem Bureau offengelegt werden. Friedberg, den 7. Februar 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Foucar. Vergebung von Bauarbeiteu. 540 Die zur Erbauung eines neuen Oymnasiums zu Büdingen erforderlichen Bauarbeiten und Materlal— lieferungen, veranschlagt wie folgt: Mark Pf. I. Planirarbeiten zu 1650— II. Bauarbeiten: A. Maurerarbeit zu B. Maurermaterialien: 1) Lieferung von 2550 Kubikm. Bruch- 17674 69 steinen aus den Büdinger Brüchen zu 5100— 2) Anfahren von 2550 Kubikm. Bruch— steinen zur Baustelle 5100— 3) Lieferung von 230[Meter gefügter und bossirter Sandsteinplatten zu 690— 4) Lieferung von 105,000 Stück Russen— und Backsteinen zu 3150— 5) Lieferung von 100 Kubikm. schwarzem hydraulischem Kalk zu 2100— 6) Desgl. von 110 Kubikm. Luftkalk 1540— 7) Desgl. von 600 Kubikm. reinem scharfen Mauersand zu 2100— 8) Desgl. von 25 Tonnen Portland— Cement zu 362 50 C. Steinhauerarbeit, veranschlagt zu 13053 39 D. Zimmerarbeit 15611 16 E. Dachdeckerarbeit 3330— F. Schreinerarbeit 8488 80 G. Lieferung von schmiedeisernen Trägern 3500— H. Schlosserarbeit 4693 50 I. Gußwaaren- und Ofenlieferung 4750 40 K. Glaserarbeit 4170 8 L. Weißbinderarbeit 8834 50 M. Spenglerarbeit 510— sollen auf dem Submisstonswege an die Wenigstfordern— den vergeben werden. Die Gebote müssen in Procenten der Voranschlagssumme versiegelt mit der Aufschrift ver— sehen„Submission zur Uebernahme der. Arbelt resp. Lieferung für das Gymnasium zu Büdingen“ längstens bis zum Eröffnungstermin, Samstag den 23. Februar 1878, Vormittags 10 Uhr, franco bet unterzeichnete Stelle eingerescht sein, woselbst auch Pläne, Voranschlag nebst den Bedingungen zur Einsicht der Uebernahms— lustigen offen liegen. Nachträglich wird noch bemerkt, daß die Gebote auf die einzelnen Arbeiten und Lieferungen getrennt, sowie auch für die Maurerarbeit mit Materiallieferungen, oder auch auf sämmtliche Arbeiten zusammen geschehen können. Friedberg den 13. Februar 1878. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. 4 Re u ß. Arbeits- Versteiger 571 Montag den 18. Februar, Vormittags 10 Uhr soll auf hiesigem Rathhause die zur Herstellung des Slg. weges erforderliche Planir- und Chausstrarbeit nebst der Materialltieftrung, im Gesammtbetrag von eirea 2800 M. einer nochmaligen Veraccordirung ausgesetzt werden. Assenheim den 14. Februar 1878, Wen ck, Bezirksbauaufseher. ung. und Manschetten ze. * 5* Güter-Versteigerung. 564 Dienstag, den 19. d. M., Vormittags 9 Uhr an— fangend, werden auf freiwilligen Antrag der Heinrich Waas II. Erben dahier, nämlich Christian Waas Wittwe und Wilhelm Waas, die nachgenannten Grund— 1775 in hiesigem Rathhause öffentlich meistbletend ver— eigert: Gemarkung Friedberg. Flur. Nr.[J⸗Meter. 9 126¼⁰ 2064 Acker im Großwartfeld. 9 137 ¼⁰ͥL 2060 Acker daselbst. 10 196½% 2511 Acker im Lachenfeld. 11 183¼1⁴' 2103 Acker daselbst. 11 189¼6 2092 Acker daselbst. 13 144½0 1907 Acker im Großgalgenfeld. 13 178⁰ĩỹ 2039 Acker daselbst. 8 111% 2064 Acker im Großwartfeld. 8 1200 2061 Acker daselbst. 11 116¼ůt 2584 Acker im Lachenfeld. 11 197½½ò9 2091 Acker daselbst. 13 70¼½%0 2301 Acker im Großgalgenfeld. 13 149½¼)ꝭ 1823 Acker daselbst. 13 234½j0 2038 Acker daselbst. Gemarkung Fauerbach b. Fr. Flur. Nr.[O Meter. 9% 1768 Acker obig dem Städteweg am Haingraben. 83 59 3144 Acker rechter Hand dem Mainzer— thorweg. 18 21 2850 Acker linker Hand der Dorheimer Hohl. Friedberg, den 7. Februar 1878. f 3 2 8. Versteigerung.— Mittwoch den 20. d. Mts., Nachmilta 2 Uhr, werden in dem Hause des Beigeord neten Steinhäußer eine große Paris Thüren, Fenster, Fußböden, Brennholz, Sand steinplatten, steinerne Tröge, Speichenplalt chen ꝛc. öffentlich meistbietend versteigert. Friedberg am 14. Februar 1878 Großherzogliches Ortsgericht Friedberg, Foucar. 585 Stammholz-Versteigerung. 557 Mittwoch den 20. Februar d. J., V mittags 9 Uhr, kommen im hiesigen Stadtwalde Distrikt Schelmeneck, zur Versteigerung: 1 115 Eschenstämme von 3 bis 13 Meter Länge und bis 82 Centimeter Durchmesser 86,60 Fe meter haltend, 12 Buchen ⸗, Elsbeeren-, Maßerlen« und Rüste Stämme, 5 Eichenstangen, 52 Birkenstangen, 16 Rüsternstangen. 55 — 2. Bei Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Foucar. Holzversteigerung. 1) Mit woch den 20. Februar d. J., Morgens halb 10 Uhr, wird in dem Cleeberger Gemeindewald folgendes Nutzholz versteigert Distriktt Mohrswald 2. und 3. Theil. 140 Eichenstämme, 153,08 Festmeter Inhalt, 4 Buchenstämme, 2,49 6 5 254 Nadelholzstämme, 52,08 5 1 125 Nadelholzstangen 1. Cl., 8,41 Festm. Inhalt, 7 Eichen Derbholzstangen, 0,35„ 4 Distrikt Sprengersheck 1. und 2. Theil. 15 Nadelholzstämme 42 Nadelholzstangen 1. Cl., 4,40 Festm. Inhalt. Distrikt Kühunnern. 12 Eichenstämme. 27 Eichen Derbholzstangen, 4,52 Festm. Inholt, 9 Nadelholzstämme, 4 40 Festmeter Inhalt 3 Nadelholzstangen 1. Cl., 0,18 Fesim. Inhalt, 1 1 0 1 Distrikt vor dem Ganlskopf. 45 Nadelholzstämme, 5,63 Festmeter Inhalt, 69 Nadelholzstangen 1. Cl., 4,28 Festim. Inhalt, 11„ 2.„ 0,33„„ 2) Donnerstag den 21. Februar d. J., Morgens halb 10 Uhr, kommt im Cleeberger Gemeindewald in den obengenannten Distrikten folgendes Brennholz zur Ver— steigerung: 67 Raummeter Eichen⸗Scheitholz, 21** Knüppelholz, 121 5 Sitockholz, 3 5 Nadel— 7 4000 Eichen Wellen, 475 Buchen-Wallen, 8530 Nadelholz Wellen, 1480 Aus busch Reiser Der Anfang ist den ersten, sowie auch den zweiten Tag im Mohrswald. Die Herren Bürgermeister und Vorsteher werden um gefällige Bekanntmachung in ihren Gemeinden ersucht. Cleeberg am 5. Februar 1878. l, Bürgermeister. 526 Zusammenkanft auf dem Erzweg. unge Vilbel den 12. Februar 1878. J. Bell Großherzogliche Bürgermeisterei Vilbel. g iin en. 1— 8 7 d. Aa Holz-VVersteigerung. 575 Mittwoch den 20. Februar l. J., Vormittags u 10 Uhr, kommen im Gemeindewald Ockstadt, sog. Jung wald, nachverzeichente Holzsortimente zur Versteigerung, 18 8: 1 Uu 34 Raummeter Buchen-Scheitholz, 2. Ne 44 65 Prüßpelholz, III 3. w. 12 5 Eichen Scheitholz, N g 9 8 5„ Prügelholz, 63* Buchen Stockholz, 1600 Buchenwellen, N 207 Eichenwellen. 14 Ockstadt den 14. Februar 1878. Oulan Großherzogliche Bürgermeisterei Ockstadt. fals! Grönunger. 1 Holz- Versteigerung. 587 Freitag den 22. Februar d. J. sollen in dem— Langsdorfer Gemeindewald versteigert werden: 1 600 Fichtenstämme von 16—22 Meter Länge, 12—52 Centimeter Durchmesser,— de 160 Fichtenstangen von 15— 20 Meter Länge, 8— 12 1( N Centimeter Durchmesser, 1 Machs 40 Eichenstämme von 12 35 Cenlimeter Duchmesser. uon! Das Holz liegt eirea 30 Minuten von Langsdorf und 30 Minuten von Lich entfernt. 7 Holz- Versteigerung im Fürstlichen Schutzbezirk Thiergarten bei Hungen. 558 Donnerstag den 21. d. Mts., Morgens 9 Uhr, sollen im obigen Schutzbezirk 123 Stück Eichen De 69,57 Fest⸗ meter Inhalt, darunter 24 Stück von 1— 2 Festmeter Inhalt; 1 Fichte= 0 90 Festmeter Inhalt; 2 Linden 0 44 Festmeter Inbalt und 2 Aspen— 064 Fest meter Inhalt; sodann Morgens 11 Uhr ebendaselbst 46 Raummeter Eichen-, Buchen- und gemischtes Scheitholz, 81 Raummeter Eichen-, Buchen- und gemischtes Prügelholz, 187 Raummeter Eichen-, Buchen- und gemischtes Stockholz, 33½ Raummeter Eschen-, Buchen- u. öffentlich verkauft werden. Unter dem Scheitholz befinden sich Eschen⸗ resp. Hainbuchen Werkholz. Hungen den 13. Februar 1878. Fürstliches Rentamt: gemischte Reiser 12 Raummeter Herrenkragen bei K. Friedrich. Demme. Der Anfang ist Morgens 10 Ubr, liche! Langsdorf den 14. Februar 1878. 47 Großherzogliche Bürgermeisterei Langsdorf. 00 Köhler. 1 Arbeits-Versteigerung. algz 570 Montag den 18 Februar, Nachmittags 1 Uhr, n sollen in der Gemeinde Nieder-Wöllstadt weiterk 9 Erdarbeiten zur Herstellung und Verbesserung von 1 Feldwegen, sowie verschiedene Maurerarbeiten zur Her— g stellung von Sickerdoblen und Abfahrten nebst dem An— 130 4 fahren der hierzu erforderlichen Mauersteine und dex ben Liefbrung von Deckplatten und sandsteinernen Skirnstücken, 1 im Gesammtbetrag von eirea 2500 Mark, in Accord ge⸗ 9 geben werden. 155 9 Die Zusammenkunft findet um genannte Stunde an g dem Bahnübergang, Bahnwärterhaus Nr. 220, statt.. Assenheim den 14. Februar 1878. Iren Wenck, Bezirksbauaufseher. 1 I N 9 7.— due: 0 Knaden Versteigerung. La 590 Wegen Verkleinerung seiner Oeconomie läßt Unter⸗ 0 VII.) zeichneter Dienstag den 19. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, ain en, einen Theil seiner Oeconomtie-Geräthschaften öffentlich chen gegen Baarzahlung in seiner Wohnung versteigern: Vu 1 Pferd, 7 Jahre alt, 1 Kuh, schlachtbar, 2 Wagen, 16 2 Schall 1 Vorderpflug, 2 Hinterpflüge, 1 Schlitten, verschiedene Sd Bütten, 1 Kartoffelmühle, verschiedenes Pferdegeschirr, Stan, 1 Reitsattel mit Stangenzaum, 1 Egge, eirea 150 bis 1 Sant 200 Centner verschledene Sorten Stroh(Handdrusch h km Eid cirea 100 Centner Dickwurz und noch mehrere zur uz die Oeconomie gehörige Gegenstände; sodann 1 Nußbaum⸗ 8821 M stamm von 20 Länge und 23“ mittlerem Durchmesser, don und 1 Birnbaumstamm von 11 Länge und 18“ mittleres Schndach Durchmesser. Weckes heim den 12. Februar 1877. Karl Schönwolf. Universal-Reinigungs-Falz. 108 Von allen Aerzten als das einfachste Hausmittel empfohlen gegen Süäurebildung, Aufstossen, Krampf, Verdauungsschwüäche und andere Magenbeschwerden in Paketen à 25 Pf., 50 Pf. und 1 Mark. J. A. Windecker, Hoflieferant in Friedberg, P h. J. Weiss in Bad-Nauheim..