1 1878. Dienstag den 15. Januar. — M7. * ö U UN ö* 55* ltr, 0 Die Petitzeile 5 5 Erscheint jeben 00 wird mit 11 Pfennig berechnet. Areisblatt für den Areis Friedberg. Dienstag,—2— Samstag. n N Na e —* d, N 2 Amtlicher Theil. 8 5 Betreffend Die Führung der Register über die Zuzüge und Wegzüge. Friedberg am 11. Januar 1878 e lee Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. . D che, e J* a. 1. mim den Mit Verweisung auf die deßbezügliche Instruction vom 6. Januar 1876 sehen wir der Einsendung der Register über Zuzüge und Wegzüge Nunetel in 1877, insoweit dies noch nicht geschehen, längssens bis zum 30. laufenden Monats entgegen. Zugleich machen wir auf die Bestimmung in F. 6 * in der Instruttion aufmerksam, wonach die wahrscheinlichen Ursachen auffallender Erschtinungen, welche sich namentlich auch durch Vergleichung mit den nn Ergebnissen des Vorjahres berausstellen, auf der Rückseite des Titelbogens beizufügen sind. Weiter weisen wir darauf hin, daß nach§. 5 der Nn Instruttion die Formularen zu den betreffenden Registern auf Anfordern nach Art und Stückzahl jährlich im Monate November von der Großher⸗ . zoglichen Centralstelle für die Landesstatistik geliefert werden, an welche auch etwaige bezügliche Nachsendungen zu richten sind. dr dim, Dr. Braden. 2 e. Betreffend: Die Ausführung der Gesinde-Ordnung vom 28. April 1877. Friedberg am 12. Januar 1878. el 1 1* 1* . Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg 1 an die Großhl. Bürgermeistereien, die Großh. Polizeiverwaltung zu Bad-Nauheim und den Großh. Polizei-Commissär zu Wickstadt. Man Nach Vorschrift der Bekanntmachung des Großherzoglichen Ministeriums des Innern in obigem Betresse vom 11. Juni 1877— Regierungs- blatt Nr. 31 von 1877— ist für das Gesinderegister, welches die Ortspolizeibehörden nach Art. 37 der Gesinde- Ordnung zu führen haben, das m vorgeschriebene Formular— Anlage I. der Bekanntmachung— zu benutzen und dürfen weiterhin nur Dienstbücher an Dienstboten abgegeben werden, — welche den in dieser Bekanntmachung ertheilten Vorschriften entsprechen. Der Fortgebrauch von Diensibüchern, welche auf Grund der Verordnung 1 vom 7. April 1857 ausgestellt sind, ist zwar bezüglich der Dienstboten, welche bereits im Besitze ade Dienstbücher nicht weiter an Dienstboten von den Ortspolizcibebörden abgegeben werden. c. worden sind, so machen wir hierauf nochmals aufmerksam und erwarten strengste Darnachachtung. unserem Bureau bezogen werden. Bekanntmachung. Die Amtstage des unterzeichneten Landgerichts werden Dienstag und Mittwoch in den derselben sind, zulässig; es dürfen indessen solche Da diese Bestimmungen bislang nicht allgemein befolgt Die vorschristsmäßigen Dienstbücher können auf Dr. Braden. Stunden von 8— 12 Uhr Vormittags und von 2—5 Uhr Nachmittags abgehalten. n Altenstadt am 9. Januar 1878. Großhberzogliches Landgericht Altenstadt 5 Ma p. 9 Deutsches Reich. wegen der Kassendefckte in der Staatsschulden- beschästigt war, verhaftet. So weilt wir unter- ein. Darmstadt. Post- Personal- Nachrichten. Tilgungskasse. Nachdem Ministertal- Prästdent richtet sind, scheint sich gegen Beide die Anklage 1) Versetzt sind: die Postassistenten Maper von Schleiermacher die Haltung des Finanzministeriums Gießen nach Mainz und Lipke von Gelsenkirchen in dieser Sache gerechtfertigt und den Hergang n nach Friedberg. 2) Ernannt ist: der Postassistent sowohl der Entstebung des Desicits als auch den Mayer in Mainz zum Pestsekretär.. 3) In den bei der Endeckung und der Untersuchung dargelegt Ruhestand versetzt ist: der Postverwalser Engert hatte, entstand eine längere Debatte. Es folgt in Biblis. 4) Gestorben ist: der Ober-Postcom- schließlich die Berathung über die Anforderung für n missarius Sils in Darmstadt. Besoldungen und Kanzleikosten der Staateschulden⸗ — Militärdienst nachricht. Frhr. v. Maltzahn, Tilgungskasse im Hauptvoranschlag pro 1876— 78 Sec.⸗Et. vom 1. Großh. Drag. Regt. Nr. 23, im Betrag von 33,782 M. für's Jahr 1878. wurde als Adjutant zur 15. Cavalerie- Brigade Der Ausschuß beantragt: Das Ersuchen an die commandirt. Regierung zu richten, die Staatsschuldentilgungs⸗ an del— 11. Jan. Heute beschäftigte sich die zweite kasse mit der Hauptstaatskasse zu vereinigen und Kammer zunächst mit dem Möllinger'schen Antrag, die Verwilligung nur bis zum 1. Juli 1878 ein⸗ wonach der Staat und nicht das betreffende Con- treten zu lassen, welcher Antrag einstimmig ange- sortlum der Gemeinden die Quote zu übernehmen nommen wurde. bat, welche auf die Gemeinden entfällt, die der“— 12. Jan. Der Großberzog begab sich gestern höchste Gerichtshof bezüglich der Eisenbahngelände⸗ in Begleitung des Hosmarschalls v. Westerweller zum Erwerbung auf Grund des Gesetzes vom 14. Aug. Besuch der Großherzoglich badischen Familie nach 1867 für beitragsfrei erklärt hat und stimmte Karlsruhe und kehrte heute hierher zurück. demselben bei.— Hicrauf trat man in die Debatte Berlin, 10. Jan. In der beutigen Abend über die Vorlage der Regierung ein wonach die Sitzung verwies das Abgeordnetenhaus den Gesetz— Wanderlager in den größeren Städten wöchent⸗ Entwurf, betreffend die evangelische Rirchen-Ver— lich mit 40 M. besteuert werden sollen, wogegen fassung für Schleswig-Holstein und Nassau an sich der Ausschuß erklärt, der nur engen Anschluß eine Commisston von 14 Mitgliedern. Der Ge— tauft. an die preußische Gesetzgebung wünscht, die solche setzentwurf betreffend den Holz-Diebstahl und der Geschäfte mit einer jährlichen Gewerbesteuer ron Entwurf des Feld- und Forst- Polizel Gesetzes 72 resp. 144 M. belegt.— 12. Jan. In der wurden einer Commission von 21 Mitgliedern beutigen Sitzung der zweiten Kammer berieth man überwiesen. über die Vorlage wegen der Errichtung von— 12. Jan. Der Kronprinz ist beute über 10 Güterstationen bei den Haltestellen Ranstadt und München und Verona nach Rom abgereist, um 661 Mittelgründau der Oberhessischen Eisenbahnen, so, den Kaiser bei den Feierlichkeiten des Leichenbe⸗ Ii wie die Herstellung einer Wasserleitung im Bahn gaängnisses des Königs von Italien zu vertreten. 5 hofe zu Gießen, Der Ausschuß Antrag, bierzu Im Gefolge des Kronprinzen befinden sich General „ e, AH 1 tch e! 2 1 90 Bt 47,250 M. zu bewilligen, wurde angenommen. v. Blumenthal, Hofmarschall Graf zu Eulenburg — Der Antrag auf Vorlage eines n die Adjutanten Oberst Mischke, Major Panne— d über Abänderung des Art, 6 des Gesetzes über witz und Hauptmann v. Pfuhlstein. e. das Besteutrungsrecht der Kirchen- und Religions-— Zur Affaire Bishop berichtet die„Post“: 1.. tmeinschasten wurde abgelehnt. Es solgte sodann„Außer Bishop ist nur ein Unteroffizier, der bei 1·˙¹ 0 2* 5 7 p g„1 a 1 die Besprechung der Interpellation Schröder's[der General-Inspection der Artillerie als Schreiber 5— K At. 2 wegen Landes-Verraths schwer seststellen zu lassen, dagegen scheint der Versuch hiezu, wie der der Beamten-Bestechung eine unumstößliche Thatsache zu sein.“ Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 11. Jan. Erzherzog Rainer, welcher sich als Vertreter des Kaisers bei der Leichenfeier des Königs Victor Emanuel heute nach Rom begibt, ist gleichzeitig beauftragt, den König Humbert bei seiner Thron⸗ besteigung zu begrüßen. — 12. Jan. Im Abgeordnetenhause inter- pellirte der Abgeordnete Hallwick wegen der Ver⸗ fügung der deutschen Regierung, welche den Grenz- Verkehr von Rohleinen beschränkt. Der Handels-Minister erwiederte, er habe gegen diese Verfügung bereits Vorstellungen erhoben und werde dem Hause seiner Zeit das Resultat derselben miltheilen. — 12. Jan. Im Abgeordnetenhause wurden die Artikel 1 bis 5 des Zoll-Handels-Bündnisses mit Ungarn angenommen. Frankreich. Paris, 12. Jan. In der heutigen Sitzung der Kammer sprach Präsident Grévy selnen Dank aus für die neuen Beweise ihres Ver- trauens und lobte das Verhalten der Kammer, die es verstanden habe, den Willen Frankreichs zur Geltung zu bringen und schwere Couft durch die Errichtung einer parlamentarischen Regierung quf friedlichem Wege zu lösen. Grépp gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Kammer auch in Zukunft diesen Geist der Klugheit bewahren und stets gemäßigt und versöhnlich sich zeigen möge, 0 Big indem sie alle Intertssen achte und als wachsame Hüterin der Republik sich angelegen sein lasse, die nötbige Eintracht unter den öffenlichen Gewalten aufrecht zu erhalten, die Eintracht, die allein im Stande sei, die Ruhe und Sicherheit der Arbeit zu gewährleisten, und daß sie so der Erwartung * J 24 * — * 2 1 .— des Landes, entsprechen und sein Vertrauen recht- fertigen möge.(Beifall.) Sodann legte der Minister der öffentlichen Arbeiten einen Gesetzent⸗ wurf, betreffend den Ankauf von 2615 Kilometer Eisenbahn von den Compagnien der Seeundär— Bahnen vor. Der Kauf-Preis ist 500 Mill. Fr. Die Dringlichkeit wird ausgesprochen. Der Ent⸗ wurf wird auf Antrag von Paul Bethmont, der von Gambetta unterstützt wird, an die Budget⸗ Commission verwiesen. Großbritannien. London, 12. Jan. Auf telegraphische Ordre von hier fährt Admiral Hornby mit dem Generalstabe an Bord des „Sultan“ nach der Levante. Die„Alexandra“ und andere Kriegsschiffe gehen ebenfalls in mög- lichst kurzer Zeit dabin ab. Italien. Rom, 10. Jan. Prinz Amadeus und Prinz Carignan sind hier eingetroffen und haben sich mit dem Könige Humbert in das Sterbe— zimmer begeben, woselbst sie 20 Minuten verweilten. Sodann trat die Königin Margaretha ein, um dem Todten die letzte Ehre zu erweisen. Die Proclamation des neuen Königs ist überall günstig aufgenommen worden. Der König ersuchte tele— graphisch den General Cialdini und den Grafen Sclopis, nach Rom zu kommen. Alle Souveräne Europa's, sowie der Präsident Marschall Mat Mahon richteten sehr herzliche Telegramme an König Humbert. In ganz Italien finden Kund— gebungen der Trauer statt. König Humbert soll Mittwoch den Eid leisten. Senats-Präsident Tecchio ist hier eingetroffen, um den Sterbe-Act aufzunehmen. Das Parlament ist zum 16. Jan. einberufen. Die Amtszeitung veröffentlicht viele aus Italien und dem Auslande eingelaufene Bei- leids Telegramme. Die Leiche wurde heute ein— balsamirt. Die Leichen Feierlichkeit soll in der Basilika Santa- Maria Maggiore stattfinden. Mehrere Gemeinde ⸗Räthe beschlossen, dem ver— storbenen König Denkmale zu errichten. Die Städte sind in Trauer gehüllt. — 12. Jan. Heute fand die Eidesleistung der Truppen im Beisein des Königs Humbert und des Prinzen Amadeus, sowie eines glänzenden Stabes statt. Die Truppen begrüßten den König mit Enthustasmus. Acclamirende Volksmassen geleiteten den König Humbert in's Quirinal. Turiner Blätter verlangen, daß die Leiche in der Familien- Gruft zu Superga beigesetzt werde. Große Menschen⸗Mengen besichtigen die Leiche. Türkei. Constantinopel, 10. Jan. In der Deputirtenkammer drangen mehrere Redner auf Reformen in Justiz und Verwaltung. Seitens der Regierungs- Commissäre wurde mitgetheilt, es seien mehrere Gesetzentwürfe, betreffend die Gen— darmerie und die Justiz, fertiggestellt, die demnächst vorgelegt werden sollten. — 10. Jan. Der Commandant von Rust- schuk meldet telegraphisch: Die Besatzung erwiederte gestern das seindliche Feuer von der Seeseite nicht, weil die Nachricht verbreitet war, es sei ein Wafsenstillstand eingetreten. Der russische Com- mandeur beschied jedoch den um Ausklärung er⸗ suchenden türkischen Parlamentär, er habe keine Instructionen erhalten. — 11. Jan. Die hiesigen Blätter bestätigen jetzt, daß die Rassen den Balkan bei Ketschidert und Ichtimann überschritten, Kasanlik besetzt und die Garnison des Schipka- Passes abgeschnitten haben. Die Russen sind in Jeni-Sagra und Tatar-Bazardschik eingerückt. Die Eisenbahnlinie nach Jambeli ist bedroht. Adrianopel wird von der Bevölkerung verlassen. Von der flüchtenden Bevölkerung sind 3000 Personen nach Demotica und 5000 nach Teherton dirigirt; das Civil⸗ Gouvernement ist nach Rodosto verlegt. — 11. Jan. Der seitherige Minister des Innern, Hamdi Pascha, ist an Stelle Edhem Pascha's zum Großvezir ernannt worden. Der Secretär des Sultans, Said Pascha, ist zum Minister des Innern, Namyk Pascha zum Minister der Civilliste, Kiany Pascha zum Flnanzminister an Stelle von Jussuff Pascha, welcher Gouverneur ferner 4 1 Oeinrich wegen Hehlerei in eine Zuchthausstrase von 2 Jahren, von Trapezunt wurde, ernannt worden; wurden ernannt Sadyk Pascha zum Director der indiretten Steuern und Achmed Vesik Pascha zum Semester im Ganzen 348 Personen. Unterrichtsminister an Stelle von Kemal Pascha, der Senator wurde. — 12. Jan. In der seither geführten Corre- spondenz mit dem Großfürsten Nicolaus hinsichtlich der Waffenstillstands Verhandlungen, in welcher das Verlangen ausgedrückt ist, über die Friedens- Präliminarien übereinzukommen, hat die Pforte das Ersuchen ausgesprochen, Rußland möge die Bedingungen der Friedenspräliminarien übermitteln. — Es verlautet, daß gleichzeltig mit der principiellen Annahme des Waffenstillstand eine russische Ordre über die vorläufige Sistirung des Vorrückens der russichen Truppen erginge. Die Bestätigung dieser Nachricht fehlt. Es sind Ge— rüchte von harten Bedingungen Seitens Ruß- lands verbreitet. Montenegro. Cettinje, 11. Jan.(Amt⸗ liche Meldung.) Gestern Nachmittag 2 Uhr hat sich die Festung Antivari bedingungslos dem Fürsten von Montenegro ergeben. Hier herrscht großer Enthustasmus. Das montenegrinische Corps von Antivari unter Bozidar Petrowitsch marschirt gegen Skutari. Serbien. Belgrad, 10. Jan. Gestern wurden von den Serben unter großen Verlusten die Redouten bei Venika erstürmt. Beli Markovie ist am 6. in Sofia eingerückt. — 11. Jan. Nach 5 Tage dauernden hef— tigen Kämpfen haben die Serben vorgestern und gestern unter sehr beträchtlichen Verlusten Goritza, und alle übrigen die Festung Nisch dominirenden Höhen erstürmt. In Folge dessen hat Nisch heute Morgen capitulirt und sind die serbischen Truppen am Mittag in die Festung eingerückt. — In der Convention über die Capitulation von Nisch wurde die Uebergabe der sämmtlichen vorgefundenen Kanonen, der Munition und des sonstigen Kriegsmaterials stipulirt. Die Truppen legen die Waffen ab, werden außerhalb des serbi— schen Operations-Rayons geführt und sodann frei— gelassen. Die Offiziere behalten ihre Säbel. Die Serben erbeuteten in Nisch 150 Geschütze und über 20,000 in dem dortigen Depot befindliche Hinterlader. Griechenland. Athen, 11. Jan. Der ehemalige Minister-Prästdent Bulgaris ist in Folge eines Schlaganfalles gestorben. Das Gerücht von der Demission des Kriegs-Ministers entbehrt der Begründung; im Ministerium herrscht voll— kommenes Einvernehmen. Man glaubt, die Re- gierung werde von der ersten Classe der Reserve 1000 Mann unter der Fahne halten. Rußland. Petersburg. Gegenüber anderweiten Nachrichten ist mitzutheilen, daß der Gesundheits-Zustand des Kaisers Alexander ein befriedigender ist. Der Kaiser hat nicht einen Augenblick seine umfassende Thätigkeit und seine Audienzen beschränkt. — Die„Agence Russe“ hebt hervor, daß das langsame Vorschreiten der Waffenstillstands-Ver— handlungen sich durch die große Entfernung er— kläre, welche die von Petersburg nach den beiden russischen Hauptquartieren in Bulgarien und Asien gesandten Instructionen zurückzulegen hätten. Be— züglich des Waffenstillstandes selbst wiederholt die „Agence Russe“, Recht, Brauch und Billigkeit er— heischten, daß dem den Frieden bezweckenden Waffenstillstande eine Convention zwischen den Kriegführenden vorangehe, wodurch die Basis der Friedenspräliminarien festgestellt werde. Andern— falls wäre der Waffenstillstand ein dem Besiegten dargebotenes Mittel, sich zu erholen, um neuen Widerstand vorzubereiten und neues Blutvergießen hervorzurufen. Aus Stadt und Land. Gießen. Unsere Universisät besuchen im Winter— Es widmen sich der Theologie 20, Rechtswissenschaft 83, Medicin 67, Tier- arzneikunde 8, Cameralwissenschaft 6, Forstwissenschaft 13 Mathemank 22 Philologie 41, Philosophie ꝛc. 25, Phar- macie 20 und Chemie 16. Zu Vorstehenden gesellen sich dann noch 27 Personen reiferen Alters, welche die Vor⸗ lesungen besuchen. Gießen. Der Schwurgerichtshof verurtheilte am 7. d. Mis.: den Heinrich Dönges von Hain⸗Gründau den Isaac Mai von Langenbergheim wegen Verdrechens wider die Sittlichkeit in eine Zuchthausstrase von 1 Jahr; am 8. d. Mls. den Johannes Bönsel VIII. von Lanzen⸗ hain wegen Ecpressung in eine Gefängnißshrase von 1 Jihr 6 Monate 6 Tage und den Johannes Zaigenhaln von Dirlammen wegen Widerstands gegen dle Staatsgewalt in elne Gesängnißstrafe von 4 Wochen; am 9. d. Mio. den Johann Conrad Christian Schmiegel von Butz bach wegen Urkundensälschung, Diebstahls, Betrugs und ver⸗ suchten Betrugs in eine Gesammt⸗Zuchtbausstrase von 4 Jahren, sowie in eine Geldbuße von 500 M., welche im Falle der Uneinbringlichkeit in weitere zwei Monate Zuchthausstrafe umzuwandeln ist; am 10. d. Mis. den Jikob Lorchheim aus Weiterode im Königreich Preußen wegen schwerer Körperverletzung in eine Gesängnißstrafe von 1 Jahr und 6 Monaten; am 11. d. Mis. den Heinrich Döring, Schmied von Rudingshain, wegen Ur— kundenfälschung in eine Gesängnißstrase von zwei Wochen, sowie den Heinrich Walther von Langen⸗Bergheim wegen Diebstahls in eine solche von vier Wochen. Handel und Verkehr. Irledberg, 12 Jan. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund 80 90 Pf., Eier per Stück 8 Pf. Gießen, 12. Jan. Wochenmarkt. Butker per Pfd. M. 0 90—1., Eier per Stück 8 Pf., Käse per Stück 5—8 Pf., Tauben das Paar 80 Pf., Hühner per Stück M. 1., Hahnen per Stück M. 1,30, Enten per Stück M. 240 Gänse per Pfund 80— 84 Pf., Kartoffeln 100 Kilo Mü 7. Frankfurt, 12. Jan. Der heutige Heu- und Stroh⸗ Markt war gut befahren. Heu kostete je nach Qual. per Cent. M 2503 50., Stroh per Cent. M 2 20 bis 250. Butter im Großen 1. Qual. M. 0 85, 2. Qual. M. 0 70, im Detail 1. Qual. M. 1 10 2. Qual. M. 0.95 100. Eier per 100 M 6 50 8.60. Kartoffeln per 100 Kilogr. M. 7. Erbsen, geschälte(per 100 Kilogr.) M. 28.—30., ganze M. 22.—26. Bohnen M. 30—34. Linsen M. 32—36. Fleischpreise: Ochsenfleisch per Pfd. 70-75 Pf. Kuh- und Rindfleisch 55 60 Pf., Kalbfleisch 70 Pf., Hammelfleisch 55 63 Pf., Schweinefl. 70 80 Pf. Mainz, 12. Jan. Produeten-Markt. Waizen per März M. 21.90 Korn per März M. 15.40 Hafer per März M. 15.—. Rüböl per Mai M. 37.75 Marburg, 12. Jan. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. 85—95 Pf., Eier per Stück 8—9 Pf., Gänse per Stück M. 4.—6., Hahnen per Stück 1.20 1.80 Pf., Hühner per Stück M. 80.—1 20 Pf., Hasen per Stück M. 3.50—4 00. Dec preutzische Finanzminister hat die Centralkassen angewiesen, die ihnen zufließenden Einthalerstücke zurück- zubehalten und nicht ferner in den Verkehr zu bringen. Literarisches. Die„sociale Frage“, das seit Iinuar d. J. in Berlin erscheinende Organ des deutschen anti-socialdemokratischen Arbeiter-Congresses bespricht die Lammers' sche Broschüre (siche die Anzeige des liberalen Wahloereins in diesem Blaite) mit folgenden Worten: Der bekannte Name des auf öffentlichen Lebensgebieten thätigen Verfassers birgt für die Gediegenheit des Inhalts und die sach emäße Be— handlung des Gegenstandes, der beute ein so allgemeines Interesse beansprucht. Auf verhältnißmäßig knappem Raume wird der Socialismus an der Hand geschichtlicher Thatsachen und unter Berücksichtigung dessen, was aller⸗ seiis wiiklich nothihut, in sein richtiges Licht gestellt. Erwünscht wäre es jedoch gewesen, wenn neben der Be⸗ leuchtung der Thäugkeit des englischen Arbeiterstandes auch die gleichen Bestrebungen deulscher Arbeiter Er— wähnung gefunden hätten, theils zur Belehrung Fern⸗ stehender, tbeils als Aufmunterung der dabei Beiheiligten. Als ein besonderes Verdienst rechnen wir es gerade dem Versasser an, daß er warnt, die Socialisten als eine Masse zu betrachten, der wir feindlich gegenüberstehen müssen, wobei wir jedoch betonen wollen, daß man wohl mit dem Arheiter, niemals aber mit der Socialdemokratie pakliren muß. Wir wünschen dem Buche die weiteste Verbreitung. Briefkasten. L. F. in Sziget. Die„Gartenlaube“ werden Sie besser auf dortiger Post bestellen, welche Abonnements an⸗ nimmt; von hier aus gesandt kostet jede Nummer 10 Pf. Porlo, d. h.: so viel Porilo als das Abonnement beträgt. Auch den Anzeiger würden Sie billiger beziehen, wenn Sie dorten am Postamt abonniren. Wollen Sie die Gartenlaube dennoch von hier aus haben, so bitten wir um Mittheilung. Viele Personen, welche ihre Beschäftigung tagsüber vom Hause fern hält, sind, wenn sie von Erkältungen, Entzuͤndung der Schleimhäute, Katarrh oder sonstigen Affeetionen des Halses und der Lunge befallen werden, kusfen Stande, sich die nöthige Pflege angedeihen zu lassen. Dem wird durch die Anwendung der Guyot''schen Theerkapseln, welche die verschiedenen Tisanen, Brust⸗ pastillen ganz und gar überflüssig machen, vollständig abgeholfen. Es genügt schon, wenn man bei jeder Mahl zeit zwei oder drei Theerkapseln zu sich nimmt und da der Flacon 60 Kapseln enthält, so kommt diese durchaus wirksame Heilmethode, die außerdem den Gebrauch jeder anderen Medicamente ausschließt, auf nicht hoher als 10— 20 Pfennige täglich zu stehen. Zur Vermeidung der zahlreichen Nachahmungen ist genau darauf zu sehen, daß jeder Flacon die Unterschrift des Herrn Guyot in e ee Drucke aufweist. epot in Friedberg in der Hofapotheke„Zu Engel“ und bel Wr. flotz. beeke„g mit zu r beleidigt; 200 des a Bound Acne Ware eue 200. 547 64 aft ettein Olasete Geiß! Sperg nesten l 0 2 Del Dae 5707 10 6 Fabre Olle 100* N Becker Friedrich Erwögun, eignes Ju Rö ders& Hieimich e 138. Ole Nieder 2 Aeußeru wündernd Becher m übervor gegen! Ehefrau landten em Ges Aeußerun, im Uebri⸗ ungen n Artikel hiemit 1 abr ili. Des Jak g Jowse in Theil. N erkannt, heilten 1 eröffent ertel ve 1 162 füllung von Hohlwegen erforderlichen Erdbewe übervortheilt glaubte, zu berücksichtigen ist; Submission. 189 Die zur Erbauung einer Turnhalle des Schullehrer Seminars zu Friedberg erforderlichen nachstehend ver⸗ zeichneten Arbeiten und Materlallieferungen, nämlich? Maurerarbeit, veranschlagt zu rund 2629 M., Steinhauerarbeit 4070„ Zimmerarbeit 3726„ Dachdeckerarbeit 1430„ Schlosserarbeit 1432„ Schreinerarbeit 942„ Olaserarbelt 675„ Weißbinderarbeit 94 Spenglerarbelt 216„ Lieferung von 80 Kulbkm. Bruchsteinen (6 M. pro Kubikm.) 480„ Desgleichen von 16 Kubikm. Sockelsteinen 800 1 Desgleichen von 52,000 Stück Russen⸗ steinen(pro Tausend 24 M.) 1248„ Desgleichen 18,000 Stück Verblendsteine (pro Tausend 60 M.) 1080„ Fuhrlohn derselben pro Tausend 3 M. 4 Desgleichen 1000 Stück Formsteine(pro 100 Stück zu 10 M.) 100„ Desgleichen 15 Kubikm. gelöschter Kalk (pro Kubikm. 14 M.) 9 Desgleichen 60 Kubikm. Schlackensand (pro Kubikm. 5.50 M.) 336 Desgleichen 200 Centner bydraulischer Kalk(pro Cir. zu 1,10 M.) Desgleichen 10 Tonnen Cement(pro Tonne 14 M.) 110 sollen auf dem Wege der öffentlichen Submission ver⸗ geben werden. Pläne und Votanschlag, sowie Sub— missions bedingungen liegen auf dem Bürcau unterzeich— neter Stelle zur Einsichtnahme offen, woselbst auch die Offerten, in welchen die Angebote nach Prozenten der Voranschlagssumme zu erfolgen haben, mit der Auf⸗ schrift:„Submission zur Uebernahme der.... Arbelt resp. Lieferung der Materialien für die Turnhalle zu Friedberg“ verschlossen und frankirt bis längstens den 19. Januar 1878, Vormittags 11 Uhr, einzureichen sind. Es wird außerdem bemerkt, daß auch die Uebernahme im Ganzen an hierzu geeignete Uebernehmer vergeben werden kann. Friedberg den 9. Januar 1878. 1 Großberzogliches Kreisbauamt Friedberg. Re u 5. Vergebung von Erdarbeiten. Mittwoch den 16. Januar, Nachmittags 1 Ubr, sollen in der Gemeinde Nieder⸗Wollstadt die zur Aus gen im Gesammtbetrag von eirca 9000 Mark in einzelnen Ab⸗ theilungen an Ort und Stelle vergeben werden. Assenheim den 10 Januar 1878. Wenck, Bezirksbauaufseher. Urtheil. In Untersuchungssachen gegen Schuhmacher Johannes Becker von Nieder ⸗Wöͤllstadt und die Ehefrau des Friedrich Oertel von da wegen Beleidigung, wird in Erwägung: 1) daß der Beschuldigte(Becker) durch sein eignes Zugeständniß und die Aussagen der Zeugen Konrad Röders Ehefrau, des Heinrich Friedrich Kost und des Heinrich Schneider hinreichend überführt erscheint, am 18. Oktober laufenden Jahres auf der Straße zu Nieder ⸗Wöllstadt den Isak Frank von da durch die Aeußerung:„Du hast das Rohr aus dem Hause nicht mit zu nehmen, das rechne ich so gut wie gestohlen“, beleidigt zu haben, welches Vergehen nach§ 185. 186. 200 des Strafgeseßbuchs zu bestrafen ist; 2) daß straf⸗ mindernd der seitherige guse Ruf des beschuldigten Becker und der Umstand, daß er sich von Isak Frank 3) daß da⸗ gegen kein genügender Beweis dafür vorliegt, daß die Ehefrau des Friedrich Oertel, die Tochter des be⸗ schuldigten Becker, bei derselben Gelegenheit eine nach dem Gesetz als strafbare Beleidigung zu ahndende Aeußerung über den Ankläger Frank gethan hat; 4 daß im Uebrigen auch die in der Anklage erwähnten Beleidig⸗ ungen nicht erwiesen worden sind, auf Grund des Artikel 2 des Competenzgesetzes vom 5. April l. J. blermit zu Recht erkannt: 1) Johannes Becker, 54 Jahre alt, Ortsbürger und Schuhmacher von Nleder— Wöllstadt, wird wegen öffentlicher wörtlicher Beleidigung des Isak Frank von da in eine Geldbuße von 3 Mark, sowie in ein Dritttheil der Untersuchungskosten verur- heilt. Dem Beleidigten wird zugleich das Recht zu⸗ kannt, diese Verurtheilung auf Kosten des Verur— thellten binnen 14 Tagen einmal im Oberb. Anzeiger beröffentlichen zu lassen. 2) Helene, Ehefrau des Friedrich Oertel von Nieder⸗Wöllstabt wird von Strafe und Kosten kreigesprochen. 3) Zwei Drltttheil der Untersuchungs⸗ losten werden nledergeschlagen. B. R. W. Friedberg den 20. Dezember 1877 Großherzogliches Landgericht Frlebberg. 191 Langermann. Oeffentliche Aufforderung. 190 Forderungen an den Nachlaß des Adam Weller J. zu Wölsersbeim sind binnen 14 Tagen dahler geltend zu machen bei Meidung der Nicht berücksichtigung. Hungen den 4. Januar 1878. Großherzogliches Landgericht Hungen. Cellartus, NRrauß, Landrichter. Landgericht Assessor. Holz- Versteigetung. 1941 In den Frhr. von Frankenstein'schen Walbdistrikten Engelsborn und Eichelgarten werden versteigert: 1) Montag den 21. Januau l. J. 62 Raummeter Buchen⸗Scheitholz, 42 1„ Prüuͤgelholz, 9 1 Eichen* 13 7 Aspen 2 100. Buchen- und Eichen⸗Stockholz, 3200 Stück Buchen⸗Wellen, 1150„ Eichen 2100„ Aspen⸗Nadel-Wellen. 2) Dienstag den 22. Januar. 36 Eichen⸗Stämme von 25—44 Centimeter Durch— messer, 4—13 Meter Länge, mit 26,16 Kublk⸗ meter Inhalt, 216 Eichen⸗Stämme bis zu 25 Centimeter Durchmesser, mit 39 Kubikmeter Inhalt, 133 Buchen⸗Staͤmme von 25 messer, 5— 10 Meter Länge, mit 46 Kubikmeter Inhalt, 88 Eichen-Derbstangen, mit 6 Kubikmeter Inhalt. 3) Mittwoch den 23. Januar. 42 Raummeter Buchen-Prügelholz, 80 5 Eichen⸗* 6 2 Aspen— 18 5 Buchen- und Eichen⸗Stockholz, 1300 Stück Buchen⸗Wellen, 5500 Eichen 4) Donnerstag den 24. Januar. 533 Eichen-Stämme von 14—32 messer, 4—13 Meter Länge meter In 36 Buche 1 Kubikmeter 163 Eichen 1, mit 13 Ku 34 Buchen 5 mit 1,50 Kubikn 5) Freitag den 25. Ja nu Umeter bikmeter Ink 2 igenholz ist ins besondere zner ift ü r 2 kt( n 1 J 8 Der Frl. v sche Oberforf Jagd- Verpachtung. er Ger e dahier in hiesiger Gem 1000 se verp sere Ge t wird, wo lick 1 lichkeit nach von d die Gelegen! jagd stets Nieder⸗Wöllstadt den 12. Januar 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder ⸗W̃᷑ uff. Holz- Versteigerung. 193 Freitag den 18. Januar 1878, Vormittags 10 Uhr, soll in dem Gambacher Gemeindewald nachstehendes Holz versteigert werden: 5300 Weichholz-Wellen(vermischt mit Besenreisern). Die Zusammenkunft ist am Kirch-Gönser Weg. Gambach am 12. Januar 1878. ö Großherzogliche Bürgermeisterei Gambach. Sau. —& Holz-Versteigerung. 189 Dienstag den 22. d. M., Vormittags 10 Uhr, sollen im hiesigen Wald, Distrikt Spleß und Bornberg, folgende Holzsortimente öffentlich meistbietend versteigert werden: 44 Naummeter Eichen⸗ und Birken⸗Scheitholz, 14.6 i„ Pluügelholz, 0 0 4 Erlen⸗ 4 Stück Eichen und Birken⸗Wellen, 1271„ Nadel und Erlen Wellen, Raummeter Eichen und Nadel⸗Stockholz, Stück Eschen⸗ Stämme von 24— 43 Centlmeter Durchmesser und 4—6 Meter Länge, 34,86 Kubik. meter haltend 5 Stück Nadel Derbstangen von 3—8 Centimeter Durchmesser und 3—5 Meter Lange, 4,86 Kubik meter haltend, Stück Nadel Relsstangen von 3— 7 Centimeter Durchmesser und 3—6 Meter Länge, 0,74 Kubik meter haltend, Erlen-Reisstangen(Baumstüßen) von 3—6 Centi⸗ meter Durchmesser und 3— 6 Meter Länge. Die Zusammenkunft ist an der Erlenbach vor dem Spleßwald. Holzhausen am 11. Januar 1878. Großherzogliche Bürgermeisterel Holzhausen. Kuß. 62⁰ 1 keiten mit in dasiger 1600 Normalmorgen umfa auf f Ja Jagd Verpachtung. Die Jagdgerechtigkelt in der Gemarkung Vilbel 195 wird anderweit auf 6 Jahre und zwar in zwel Jagb⸗ bezirken, enthaltend 2374 resp. 1800 hess. Normalmorgen, bestehend in Acker-, Wiesenland und Wald unter den im Verstelgerungstermin bekannt gemacht werdenden Be⸗ dingungen Mittwoch den 6. Februar 1878, Vormittags uhr, auf dem Rathhause dahier meistbietend verpachtet werden, wozu Jagdliebhaber eingeladen werden. Vilbel den 11. Januar 1878. Großherzogliche Börgermeisterel Vilbel. Hinkel. * 1*** 2 Er Immobiliar-Versteigerung. 197 Donnerstag den 17. d. M., Nachmittags um 2 Uhr, wird in Auftrag des Johann Karl Hilbrecht von Fried⸗ berg die Hofraithe des Gastwirths Wilhelm Diensi VI. 37 Centimeter Durch- von Ockstadt mit deren Umgebung durch den Unterzeich⸗ neten an den Meistbletenden auf hiesigem Ortsgerichts⸗ bureau versteigert. Bemerkt wird, daß in dieser Hofraithe seither eine Wirthschaft mit Gartenwirthschaft betrieben worden ist; auch kann auf Verlangen zum ferneren Wirthschafts⸗ betrieb ein entsprechendes Inventar mit versteigert werden. Welter wird noch bemerkt, daß sich die Gebäulich⸗ deren Umgebung verschiedenen anderen Geschäftsanlagen eignen. Ockstadt den 12. Januar 1878. OGroßherzogliches Ortsgericht Ockstadt. Gröninger. Jagd- Verpachtung. Gemeinde zustehende Jagd nder Feldgemark⸗ ung wird mit dem 7. k. Mts. leibfällig und soll Dienstag den 5. Februar 1878, Na mittags 2 Uhr, zu 182 der Kloppenheim Die unserem Büreau unter den bei der Verpachtung bekannt gemacht werdenden Bedingungen auf weitere 6 Jahre öffentlich an den Meistbietenden verpachtet werden. Kloppenheim den 9. Januar 1878. Großherzogliche Bürgermeisteret Kloppenheim. Kliem. „Verpachtung. 8d 184 Die Jagd der Gemarkung Leidhecken, von estea 400 Oectaxen Feld⸗ und 80 9 n d, soll Samstag den 9. Februar, Morgens 10 Uhr, dem Gemeinde⸗ dahier auf weitere 6 Jahre verpachtet werden. eid hecken den 10. Januar 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Leidbecken. Selz am. haus 9 L — —ů— 183 Montag den 21. Januar 1878 will Jobannes [Kleberger zu Melbach folgende Gegenstände einer offentlichen Versteigerung aussezen. Der Anfang ist Morgens halb 10 Uhr. 5 Kühe, wovon 4 trächtig, 2 davon in den ersten Tagen kalben und 1 fette zum Schlachten, 1 träch⸗ tiges Rind, 1 Mutterschwein mit 5 Ferkeln, 2 Chaisen, 1 zweispännigen Wagen, 1 einspännigen Wagen, welcher aber eingerichtet ist, daß man ihn auch zwei⸗ pännig fahren kann, 1 Pflug, 1 Egge, 1 Scharr⸗ Egge, 1 Ackerwalze, 1 Häckselmaschine, 1 Fahrsattel zum Einspännigfahren mit Hintergeschirr, 1 Sitt⸗ dütte, 1 Waschbütte, 1 Fruchtfegemühle, eine Quan⸗ tität Rorn⸗, Waizen⸗, Gerste⸗ und Haferstroh, Heu und Grummet, 100 Körbe Spreu, 50 Malter Rosen⸗ kartoffel, 1 Dickwurzmühle. Melbach den 10. Januar 1878. Johannes Kleberger. Beginn des neuen Quartals! Beste Zeit zum Abonnement. 2 38 5 E ** 38 Daheim. 0 4 8 5 2 25 D 22 Die soeben erschlenene Nr. 13 enthölt Vor dem Sturm. Historischer Roman von Theodor Fontane.[(Fortsetzung.)— Pexsönliche Erinnerungen aus den Jahren 1848— 1850. II. Abtbeilung. Vom Ministerium Brandenburg Manteuffel bis Olmütz. I. Nüchterne Beobachtungen am Bienenkorb. Von Th. Schumann.— Der Raubmoͤrder Hanebuth. Ein Lebens⸗ bild aus dem dreißigjährigen Kriege. Nach den Criminal⸗ akten mitgetheilt von August Jugler.— Am Familien- tische: Der Ehrenschein. Mit dem gleichnamigen Bilde von Stammel.— Unter Katzen. Mit dem Bilde von Fr. Specht: Mienz und Maunz.— Was die Juden alles schon lange gewußt haben. Mit einer illustrirten Beilage. Zu Bestellungen empfiehlt sich Carl Bindernagel in Friedberg 5—ů—ů ů —— ä— 5 1 5 —ä— 9— C. F. Walz meine Biere gar nicht mehr liefern werde Liberaler Wahlverein. 181 Die Broschüre„Der Socialismus“ von A. Lammers, Ladenpreis 50 Pf., kann der Vorstand infolge Bezugs einer größeren Parthie zu dem ermäßigten Preise von 30 Pf. das Exemplar obgeben. Bestellungen von auswärts(unter Adresse Carl Trapp) sind 40 Pf. in Briesmarken beizulegen, wogegen die Zusendung kostenfrei ersolgt. Die Herren Volksschullebrer im II. Oberhessischen Reichstags wahlkreise erhalten die Broschüre auf schriftlichen Wunsch gratis und franco. Friedberg im Januar 1878. Im Auftrage des Vorstandes: C. Trapp, Schristführer. NB. In Friedberg wird die erwahnte Broschüre colportirt werden. Lebensversicherungsbankf. D. in Gotha. 180 Nachdem, Herr Hofgerichtsadvokat Justizrath G. Trapp II. in Friedberg i. d. W. die Ver ⸗ waltung unserer ersten Agentur daselbst freiwillig niedergelegt hat, haben wir uns entschlossen, den Verwalter unserer zweiten Agentur daselbst, Herrn Wiechard, Vorstandsmitglied des landwirth⸗ schaftlichen Consumvereins, zum alleinigen Agenten für Friedberg und Umgegend zu ernennen. Gotba den 8. Januar 1878. Das Bureau der Lebensversicherungsbank f. D. in Gotha. Unter Bezugnahme auf vorstebende Bekanntmachung empfehle ich mich den zur hiesigen Agentur gehörigen Versicherten zur Vermittelung ihrer Angelegenheiten mit der Bank und lade zu weiterer Theilnahme an derselben ein. In Folge ununterbrochen fortdauernden Zugangs ist der Versicherungsbestand auf der Wehrfeond auß gestiegen. 328,190,000 M., 78,830,000 M. Carnevalistische Aufrage! 202 Warum hört man gar nichts vom alten Comité der Fastnachtsgesellschaft? Ist es etwa zu alt, so möge es das angelegte erübrigte — Geld einem jüngeren Comité überliefern, da— mit, wie überall, endlich ein Maskenball arrangirt wer⸗ den kann! Mehrere Ludlamer. Frische Schellfische, ar. FF. el 198 bei Wilhelm Fertsch. Englische Speckhückinge 203 bel Wilh. Bernbeck. Verloren 205 wurde vor Weihnachten ein Sparkassebuch. Der redliche Finder wird gebeten dasselbe bei der Exped. des Anzeigers abzugeben. Verloren 199 wurde am 11. Januar auf der Chaussee zwischen Staden und Ober-Florstadt eine Geldtasche, 42 Mark, ein Faßbuch und zwei Rechnungen enthaltend. Der red— liche Finder wolle dieselbe gegen eine gute Belohnung bei Heinr. Philippi, Bierbrauerei in Friedberg, abgeben. Winterhandschuhe Im Jahre 1877 beträgt die Dividende der Versicherten 41 Prozent. Friedberg den 12. Januar 1878. Wiechard. Darmstadt. Die Hof-Möbelhandlung von 8. L. Trier, 10 Ludwigstraße 10, hat die Preise sämmtlicher vorräthigen Möbel bedeutend herabgesetzt. Es bietet sich bei der außerordentlichen Reichhaltigkeit des Lagers Gelegenheit, den Bedarf in Möbeln, Spiegeln und Betten vom einfachsten bis zum reichsten Geschmack auf vor— theilhasteste Weise zu decken. Prompteste Bedienung. Beachtenswerth! Hacksel. Maschinen in verschiedenen Bauarten zu herabgesetzten Preisen in 112 Wie soeben erfahre, füllt Herr C. F. Walz dorten, großer Auswahl stets vorräthig von 50 Mark an bei ohne mir eine Mittheilung gemacht zu haben, ein anderes Franco Zusendung nächster Eisenbahnstation, 14tägiger Bier in meine Flaschen, welche ihm leihweise für meine Probezeit und einjähriger Garantie für jeden Material— Biere überließ und verschließt dieselben mit Korken, fehler, empfiehlt welche meine Firma tragen. Um die Freunde meines A. Buch in Hungen. Bieres vor Täuschung zu bewahren, bemerke, daß Herr — 2— Einen Eber, deren beser 5/4 Jahre alt, hat zu verkaufen Chr. Schäfer, Pachter in Ossenbeim. 188(7230) Solide Waaren. 121 und bitte meine verehrten Goͤnner mir für die Folge ihre werthen Aufträge direet zu ertheilen, Aus führung sie stets sicher sein können. Hochachtend Paul Stein, Frankfurt a. M Für troduc und warme Füße. Schuhmacher-Gesellen, ein tüchtiger Mannarbeiter und ein in gewöhnlichen neuen Arbeiten aller Arten, können sofort Beschäftigung erhalten 114 Lederschuhe mit Holzsohlen: ungefütterte Manns schuh Mark 3. 80 Pf., gefütterte 5„ 179 bei Louis Leopold, Schuhmachermeister. 5 5 eke Zur Beachtung (Gesundheitspantoffel mit Holzstiften) 4 Ain S für Kinder Mark 1. Pf., Die Quelle der meisten Krankheiten ist un- für Frauen„ 30. bestritten die Vernachlässigung der Erkältungen; Heiserkeit und Husten im Beg inn unbeachtet, haben leieht die bedenkliehsten Folgen, als Lungen- entzündung, Schwindsucht ete. Das einfachste und probateste Mittel sind anerkannt die Stoll welche in für Männer„ 1. 60 Den Verkauf hiervon hat Sattlermeister Jost Nord in Assenheim und Bönstadt und sind an beiden Orten die Schuhe zu Fabrikpreisen zu haben. Die Holzschuhfabrik, werek'schen Brustearamellen, 40 mittag 8 Uhr vom Sterbehause nächst der Stadtkirche. 176 und Stauchen billigst bei K. Friedrich. 177 Ein solides Mädchen, das kochen und alle haͤuslichen Arbesten verrichten kann, sucht auf Petritag keine Stelle. Näheres bei der Exp. d. Anz. 186 Ein tüchtiges Dienstmädchen wird nach Bad Nauheim gegen hohen Lohn in Dienst gesucht. Näheres bei der Exped. d. Anz. 3 Schäferhunde sind zu verkaufen bei Rockenberg. 185 Schäfer Pauli. Socken und Strümpfe, sowie Strumpflängen für Erwachsene und Kindes billigst bei 207 K. Friedrich. 475„A 201 Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten machen wir hiermit die traurige Mittheilung, daß es Gott gefallen hat unsere unvergeßliche Mutter, Groß— mutter und Schwiegermutter Margaretha Glockengießer, geb. Schönwolf, nach kurzem Leiden im Alter von 63 Jahren in ein besseres Jenseits abzurufen. Friedberg den 14. Januar 1878. 201 Die trauernden Hinterbliebenen. T Anzei Todes-Anzeige. 7 204 Heute Morgen um 7 Uhr starb nach kurzem sanften Leiden unser geliebter Gatte, Vater und [Schwager Förster Schnauber im 77. Lebensjahr. 7 Verwandten, Freunden und Bekannten diese Trauernachricht widmend, bitten zugleich um stille Theilnahme Die trauernden Hinterbliebenen. Friedberg den 13. Januar 1878. Die Beerdigung findet statt Dienstag Nach nnr Geld Crurs. Frankfurt am 14. Januar 1878. 128 Gelnhäusergasse 5, Frankfurt a. M. allen hervorragenden Geschäften und den meisten 7 5 ö Kpotheken käuflich sind 187 9 0 1 U 9 I 8* Träuben- Brust- yrub ie eee, init FWenchelhonig.— 2 4 * bestes Mittel gegen Husten, Heiserkeit, Hals- und 21 iedbert er Wasser Brustschmerzen, In Flaschen k Mark 1. und Mark 1.50.* U J. A. Windecker, Hoflieferant in Friedberg,(bekannt durch die Wetterauer Industrie-Ausstellung), 20 Ph. J. Weiss in Bad-Naubeim. 59 206 aus der Fabrik von Fr. Roßbach, pr. Glas 1 Mark Englische Sovereigns Russische Imperiales Frankenstücke P Mk. 722 l und pr. ½ Glas 60 Pf. be K. Friedrich. Ke l„ Klavier- Unterricht Wa ne K. Friedrich. Holländische fl. 10 Stu ke . N 5 7 Dag. 9 50—55 wird gründlich und billig ertheil E adch 2 9 50-55 f N 54 91 g theilt, 77 1 Dienstm en Ducaten al mare 1 8 9 55 60 l* N 1 g 1 1 1 1 0 0 ˖ lars Holy 0 ben An lealschüler 192 wird zum baldigen Eintritt gesucht. Räheres bei eee in Nen n 116819 a 3 1 g 7— 8 9— 5 Bad-Nauheim. K öni g. Verantw. Red. Carl Bindernagel. last e i d un 8 Relnhardstraße 372. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. 2 2 2 ——————* 2 tische Schellsische!