*. A N 1878. Dienstag den 13. August. N 95. 0 3 1 75 Oberhessis er Anzeiger. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Krtis Friedberg. Erscheint dreimal per Woche und zwar Dienstags, Donnerstags und Samstags. um zeitweise Beurlaubung von Soldaten. Nach einer Mittheilung des Commando's der Großherzoglichen Division an Großherzogliches Ministerium des Innern werden Gesuche um Beurlaubung von Soldaten zur Disposition des Truppentheils am allgemeinen Entlassungstermin der Reserven im Herbst jeden Jahres in großer Zahl von den Bitt— stellern unmittelbar bei der Großherzoglichen Division oder dem betreffen⸗ den Truppentbeil eingerkicht, während dergleichen Gesuche nach dem Aus— schreiben Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 26. Oct. 1869 zu Nr. M. d. J. 10,516,(s. Kreisblatt Nr. Bürgermeisterei des Wohnorts des Bittstellers vorzubringen und von dieser mit dem vorgeschriebenen Bericht an das Kreisamt einzusenden sind. Ebenso sind Gesuche um Entlassung von Soldaten vor beendeter Dienstzeit auf Grund des§. 30, a— e der Ersatz⸗Ordnung zur Disposition der Ersatz⸗ Behörden ef.§. 82 der Ersatz⸗Ordnung) bei der Bürgermeisterei einzureichen, welche dieselben mit den in unserem Ausschreiben vom 25. April 1872, Amtlicher Theil. Betreffend: Gesuche um Beurlaubung oder Entlassung von Soldaten vor beendeter Dienstzeit, sowie Gesuche 131 von 1869) bei der Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf Annoneen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der B etrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Friedberg den 10. August 1878. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. III. Instanz zur Entschließung vorgelegt werden. In nicht seltenen Fällen werden aber auch Gesuche dieser Art nicht bei der Bürgermeisterei des Wohnorts des Bittstellere vorgebracht, sondern unmittelbar bei der Groß⸗ herzoglichen Division oder dem betreffenden Truppentheil eingereicht und hierdurch wie in dem ersterwähnten Falle, unnöthige Belästigungen und Schreibereien veranlaßt. Nur die Gesuche um zeitweise Beurlaubung eines im activen Dienst u stehenden Soldaten sind unmittelbar bei der Militär-Behörde und zwar bei dem betreffenden Regiments- oder Truppen ⸗ Commando und nicht bei der Großherzoglichen Diviston einzureichen. Gesuche, welche nicht auf den oben bezeichneten Wegen zur Vorlage gelangen, haben eine Berücksichtigung und Bescheidung Seitens der Groß— herzoglichen Division, bezw. der Truppentheile für die Zukunft nicht zu erwarten. Wir weisen Sie hierdurch an, sich nach den Vorschriften der oben- genannten Ausschreiben genau zu bemessen und in vorkommenden Fällen N 1 ö ö ü I ö ö ö g ö 0 1 Amtsblatt Nr. 6 von 1872, bezeichneten Verhan einzusenden hat, von welchem sie der Großherzoglichen Ersatz-Behörde Die Amtstage des unterzeichneten Gerichts werden wie seit von 2 bis 5 Uhr abgehalten und zwar Die nst 4 and Mittwoch für die Orte: Obbornhofen, Bellersheim, Bettenhausen, Lan dlungen an das Kreisamt geeignet zu belehren. re. ag für die Orte: die Betheiligten über den bezüglich ihres Gesuchs vorgeschriebenen Weg Dr. i her an jedem Dienstag und Mittwoch, Vormittags von 8 bis 12 und Nachmittags 1 Langd, Rodbeim, Steinheim, Inheiden, Trais⸗Horloff, Utphe, Villingen, Nonnenroth und Röthges gsdorf, Wohnbach, Berstadt, Wölfersheim und Hungen. Der Donnerstag ist zu den besagten Stunden für die freiwillige Gerichtsbarkeit bestimmt und zwar für sämmtliche Orte des Bezirks. Außer dieser Zeit ist freiwilliges persönliches Ers ö Angelegenheiten gestattet. Hungen am 6. August 1878. cheinen bei Gericht, bei den Richtern und bei dem Actuariate nur in besonders dringenden Großherzogliches Landgericht Hungen. Cee lla ni u. Deutsches Reich. Darmstadt. Das Regierungsblatt Nr. 15 athält: I. Gesetz über die Abänderung des Art. 10 der Ver— sissungsurkunde. II. Gesetz über das Civildienerwittwen-Institut. — Das Regierungsblatt, Beilage Nr. 20, enthält: I. Bekanntmachung über den Verkehr zwischen dem roßherzogthum Hessen und den angrenzenden Vereins aten mit steuerpflichtigen Getränken. II. Verzeichniß der Vorlesungen, welche auf der Uni— Arsilät zu Gießen im Winterhalbjahre 1878/79 gehalten werden und die am 4. November ihren Anfang nehmen. III. Diensinachrichten. Dem evang. Pfarrer Berck zu Feidelbach wurde die Pfarrstelle zu Romrod übertragen; i Heizer bei der Main⸗Neckar⸗Bahn Kötter, Bangert und Ahl wurden zu Locomolivführern, die Hülfsheizer Nau⸗ unn aus Darmstadt, Vollhardt aus Langen, Erle von odheim, Schmank aus Darmstadt, Lorenz von Darmstadt e Alt ron Darmstadt zu Heizern, die Hülfswagenwärler 0 tri von Weiterstadt und Sproß von Darmstadt zu Wagen— ertern bei obiger Eisenbahn, der Ptofessor Dr. Schäffer um Director der technischen Hochschule sür die Zeit vom . Seplember 1878 bis dahin 1879 ernannt. Der Schul⸗ Mleaspiranuin Jäger aus Mainz wurde die erste Mädchen. gulstelle zu Kostheim, der Schulamtsaspirantin Marck— mrbt aus Mainz die zweite Mädchenschule zu Kostheim, 10 Lehrer an der zweilen Schulstelle zu Dauernheim, , die erste Schulftelle daselbst, dem Schulamisasp. Strack e Haar hausen die Schulstelle zu Rainrod, dem Schul⸗ 71 Pf. Schulstalle zu Ockenheim, Gehalt 900 M. VII. Sterbesälle. Adam zu Darmstadt, der Forstrath Wimmenauer zu Darm⸗ stabt, der evang. Pfarrer Weitzel zu Stockstadt, der Hof⸗ musiker Frank zu Darmstadt, der Professor Dr. Beck zu Mainz, der Rendant Danzinger zu Worms, der Geh. Obergerichtsrath Uhler zu Mainz, der Schullehrer Krauß zu Groß⸗Umstadt. Darmstadt. Der Forstaccessist Krauß aus Himbach wurde zum Oberförster in Grebenau und der Forstaccessist Kullmann aus Engelrod zum Oberförster in Feldkrücken ernannt. Berlin, 9. August. Der für Constantinopel designirte Vertreter Deutschlands, Graf Hatzfeld, wurde gestern Abend telegraphisch nach Kissingen berufen und ist sofort dahin abgereist. — 9. Aug. Der Kaiser kann bereits dauernde Schreibversuche mit der rechten Hand ausführen. Dieser günstige Kurersolg dürfte den Verzicht auf alle Absichten veranlassen, die eine vorzeitige Kur- unterbrechung fördern würden, wie z. B. die Be⸗ Aten p. Zimmer aus Eschenrod bie erste Schulstelle zu theiligung am Hochzeitsfest des Prinzen der Nieder- Ua übertragen. IV. Charakterertheilungen. VF. Ruhestandsversetzung. Der Schullehrer Drentlau n Neuisch wurde in ben Ruhestand versetzt. VI. Concurrergeröffnungen. Erledigt ist die zweite gulstelle zu» tob, Gehalt 685 M. 71 Pf.; die zweile ichulstelle z.„„ gestern, Gehalt 685 M. 71 Pf.; die Me Schulstelle zu Klein⸗Krotzenburg, Gehalt 716 M. uh; bie dritte Schulstelle zu Dreseschenbain, Gehalt M.; die Schulstelle zu Schönnen, Gehalt 685 M. 1 lande mit der Tochter des Prinzen Friedrich Carl. Die„Post“ will wissen, der Reichskanzler würde nach beendeter Kissinger Kur noch auf einige Wochen nach Gastein sich begeben, um dann beim Beginn der Reichs tagstagssession wieder in Berlin zu sein. Kissingen, 10. Aug. Die Nachricht, daß Masella noch nicht von hier abgereist sei, welche Das Präsenlationsrecht steht dem Grafen zu vielfach bezweifelt wurde stellt un d Erbach⸗Erbach zu; eine mit einem evang. Lehrer zu be⸗ ai een 2 sic nun doch als setzende Lehrerstelle zu Bessungen, Anfangsgehalt 1114 M. 29 Pf.; die mit einem kath. Lehrer zu besetzende dritte richtig heraus. Der„K. Z.“ telegraphirt man nämlich von hier, daß er gestern beim Reichskanzler gespeist habe; weiter heißt es in dem Telegramm: Gestorben sind: der Geh. Bergratb Allem Anscheine zufolge ist die Verständigung zwi⸗ Geyger zu Theodorshalle, der Schullehrer Weis zu Ellen zg;*. bach, der Schullehrer Müller zu Trebur, der Rendant chen dem päpstlichen Nuntius und dem Fürsten Bismarck bereits erzielt und dürfte binnen Kurzem veröffentlicht werden. Heidelberg, 9. Aug. Die Finanzminister⸗ Conserenz ist, nachdem volles Einvernehmen über ein Steuerreform Programm erzielt ist, gestern geschlossen worden. Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 10. Aug. Die serbische Regierung hat das Wiener Cabinet in loyalster Weise von der Aufstellung von Truppen an der bosnischen Grenze verständigt, um den Pflichen der Neutralität zu genügen und eine etwa beabsichtigte Verletzung derselben hintanzuhalten. Der Belgrader Correspondent der„N. fr. Pr.“ bemerkt, daß man diese Maßregel als einen Aet dankbarer Pflichterfüllung Serbiens darstelle, welches der Intervention Oesterreichs die Zutheilung des Vilajets Pirot verdanke. — Eugenie, die Ex-Kaiserin von Frankreich, sucht nach einer passenden Partie für ihren Lulu. In Dänemark, woselbst die Prinzessin Tyra noch zu haben ist, war nichts zu machen. Nun hält Eugenie Brautschau in Wien. Bei aller Höflich⸗ keit und Zuvorkommenheit, welche der Kaiser und der Hof ihr dort erweisen, dürfte die Gräfin Pierre— sonds— so nennt sich die Ex-Kaiserin jetzt— doch bald herausfinden, daß, was in Danemark nicht für opportun gehalten wurde, in Oesterreich unter dem Vorbehalt der Erledigung der Monte auch nicht für politisch klug gilt. Eine kaiserliche Cenere-⸗Frage ratisicirt. Ebenso wurde die Bun- Prinzessin dürfte demnach für Lulu gleichfalls noch des- Subvention von 6½ Mill. Fr. bewilligt. nicht geboren sein. i Frankreich. Paris, 10. August. Die — Die Italiener unterminiren alle Straßen, internationale Münz- Convention wurde heute hier welche aus Tyrol in ihr Land führen. Dieses eröffnet. Auf Vorschlag des Gouverneurs Fenton Treiben wird natürlich dier mit großer Aufmerk: von Newyork wurde der Finanzminister Leon Say samkeit verfolgt und war auch bereits Veranlassung, zum Präsidenten ernannt. Fenton dankte im daß man die südtprolischen Pässe mit kleinen Jäger- Namen der Vereinigten Staaten, welche der Ein— Abtheilungen belegte. Mit der italienisch öster⸗ ladung Amerikas Folge geleistet, und drückte die reichischen Freundschaft, scheint es allem Anscheine Hoffnung aus, daß die Mitglieder der Conferenz nach, nicht mehr so gar so weit her zu sein. die Lösung einer Aufgabe erleichtern werden, Teplitz. Von hier berichtet man vom 7. Aug., welche den friedlichen Interessen der Welt zu daß der Kaiser von Oesterreich den Besuch beim dienen bestimmt sei. Die Conferenz vertagte sich Kaiser Wilbelm in Uniform des Kaiser Franz- sodann, um das Eintreffen der noch fehlenden Garde- Grenadier-Regiments abstattete. Die beiden Mitglieder abzuwarten. Monarchen begrüßten sich auf das Herzliche undd Großbritannien. London, 8. August. unterhielten sich darauf gegen dreiviertel Stunden Im Unterhause betonte Faweett die Nothwendig⸗ miteinander. Zum Diner bei dem Kaiser Wilhelm keit, in Betreff der Convention von Constantinopel, um 4 Uhr erschien der Kaiser Franz Josef in der sowie in Betreff der Reformen und der diesbezüg⸗ Uniform seines preußischen Husarenregiments. Um lichen Bürgschaften das Parlament vorher zu be— ½26 Ubr machten die Majestäten zusammen eine fragen, weil der Fall eintreten könnte, wo vielleicht Spazierfahrt durch den Schloßgarten des Fürsten ein äußerer Zwang auf die Türkei ausgeübt wer⸗ Clary, von wo der deutsche Kaiser den Kaiser den müsse. Jenkins unterstützt Faweett. North⸗ Franz Josef um 6 Uhr nach dem Hotel zurück cothe bezweifelt die Nützlichkeit solcher Discussionen begleitete. Um 8 Uhr erfolgte die Abreise des im gegenwärtigen Augenblicke. Die Regierung Kaisers von Oesterreich. Beim Abschied äußerte möge vielleicht diese Aufgabe nicht erfüllbar finden, der Kaiser:„Es war ein freudenreicher Tag für jedenfalls würden wiederholte Discussionen die mich, leider nur ein Tag.“ Das Befinden des Aufgabe nicht erleichtern. Die Regierung hoffe, Kaisers Wilbelm ist durchaus zufriedenstellend. mit der Pforte einen Vertrag über die Ausführung Brod, 8. Aug. Gestern rückten zwei Brigaden von Reformen, die für eine bessere Verwaltung der sechsten Division auf überall gebirgigem Terrain nothwendig seien, abzuschließen. Ein fertiges von Maglaj gegen Zepce vor. Der Feind, an Programm könne nicht vorgelegt werden. Die 6000 Mann stark mit 4 Geschützen, wurde aus Regierung sei entschlossen, specifische Reformen 2 Positionen nach hartnäckigem Widerstande zurück- durchzuführen. Die Debatte ist damit erledigt. geworfen, das 27. Jägerbataillon zwang durch— 10. Aug. Das Unterhaus hat in zweiter einen Flankenangriff ein reguläres Nizam⸗Bataillon Lesung die Vorlage, welche die Competenz der mit sieben Offizieren zur Waffenstreckung und er- britischen Gerichte auf eine Zone von drei Meilen beutete einen Munitionswagen. General Philippo— vich mit Suite hat sich wiederholt dem feindlichen Geschützfeuer ausgesetzt. Unsere Verluste bestehen in 58 Todten und Verwundeten. Der berzego- winische Antheil des rechten Narenta-Ufers ist voll- ständig in unseren Händen, die rückwärtigen Ver— bindungs Linien sind gesäubert; dagegen berichten croatische Blätter, daß die Türken im Rücken unserer Armee eine drohende Haltung annehmen. Ferner sollen im Vranduk. Defilse 7000 Insurgenten stehen und die Türken in Serajewo Zuzüge aus Albanien erhalten. Der Feldtelegraph wurde theils durch die Elementar Ereignisse, theils böswillig bereits siebzehnmal unterbrochen. Aus Pancsova wird dem „Lloyd“ telegraphirt, daß vom serbischen Ufer, der Save tbatsächlich und seit der ersten Meldung abermals auf unsere Truppen geschossen wurde. Brod, 9. August. Hier angekommene öster⸗ reichische Flüchtlinge schildern die anarchischen Zu⸗ stände in Serajewo in den grellsten Farben; den Schutz für die nahezu 3000 Seelen starke öster⸗ reichische Colonie übernahm der deutsche Consul. In Pest ist der erste Verwundeten ⸗Transport, an⸗ geblich mehrere Hundert Mann stark, gestern mittelst Schiffen aus Bosnien angekommen. — 9. Aug. Nach heute eingetroffener tele⸗ graphischer Meldung hatte die 7. Truppendivision am 5. August bei Varcar⸗Vacuf und am 7. Aug. bei Jaice Kämpfe gegen bedeutende Abtheilungen Aufständischer. Die zähe Aus dauer und aufopfernde Tapferkeit der Truppen und die geschickte und entschlossene Führung des Divistons⸗Commandanten, Herzogs von Württemberg, gestalteten den Kampf über die an Zahl überlegenen Insurgenten bei Jaice zu entscheidendem Siege. Nach einem neun— stündischen, blutigen Gefechte wurden die Auf— ständischen überall zurückgeworfen und die befestigte Stadt Jaice von der siebenten Truppen ⸗Division besetzt. Jovanovich berichtet:„An Stelle des durch die revolutionäre Bewegung beseitigten Gouvernements habe ich vorgestern in Mostar einen neuen Provinzialrath für die Herzegowina eingesetzt, dessen Vorsitz ich selber übernommen habe. Verhandlungen mit der Pforte sind einge— leitet wegen Uebernahme der aus Mostar nach Metkovich geflüchteten türkischen Truppen.“ Schweiz. Basel, 8. Aug. Der schweizerische zur See ausdehnt, angenommen. e— Jn ersten politischen Kreisen Londons wird die neuerdings aufgetauchte Version über einen bei der Königin Victoria gemachten Schritt des Sultans, um durch ihren Einfluß den Ein- marsch der Oesterreicher in Bosnien zu verhindern, keineswegs als bloße Combination bezeichnet. Man fügt positiv hinzu, daß die fragliche türkische Insinuation von maßgebender englischer Seite eine den Congreß-Beschlüssen entsprechende Zurück- weisung erfahren habe. — den letzten Nachrichten aus Kapstadt vom 15. Juli über den Kaffernkrieg entnehmen wir die Thatsache, daß der Kampf gegen Sekokeni bis Corrington zum Befehlshaber der gegen jenen kämpfenden Freiwilligen ernannt wurde. Auch im Zululande scheinen die Verhältnisse einem offenen Ausbruche der Feindseligkeiten entgegen⸗ zureifen. Spanien. Madrid, 9. August. In Naval⸗ Moral, Provinz Caceres(Estremadura) hat sich eine Bande gezeigt, die die Republik aus- gerufen und einen Courierzug angehalten hat. Die Behörden haben die Verfolgung dieser Bande veranlaßt. Italien. Rom, 9. Aug. Kardinal Nina ist zum Staats ⸗Secretär ernannt, und hat ein Circularschreiben an die päpstlichen Nuntien ge⸗ richtet, worin er erklärte, daß er die von Franchi verfolgte Richtung einhalten werde. Er empfiehlt Klugheit, um keine unnützen Verlegenhelten zu schaffen und den Mächten zu beweisen, daß der heilige Stuhl bestrebt sein werde, mit denselben dahin immer noch nicht beendet war, da Capitän die Bande aufrichtiger Freundschaft aufrecht zu erhalten. Türkei. Constantinopel. Die Pforte bedauert, daß die türkischen Organe in Bosnien etwas verspätet angewiesen wurden, die Bevölker⸗ ung von Renitenz abzuhalten. Doch von einem Wechsel in den prinzipiellen Anschauungen der Pforte hinsichlich der mit Oesterreich zu treffenden Arrangements ist noch keine Rede. — Eine Lloyd⸗ Meldung von hier besagt: Die Tage des Großvezierates Savpfet's sind ge⸗ zählt. Italienische Unterstützung der albanefischen Liga ist festgestellt. — 9. Aug. Das Kriegsgericht hat Sabvi Pascha wegen der Uebergabe Ardahans degradirt und zu dreijährigem Gefängniß verurtheilt. Rumänien. Bukarest. Ueber die schon gemeldete furchtbare Explosion, die am 7. d. in Fratesti stattfand, bringt die„Times“ nachfolgende Einzelheiten: Eine Anzahl russischer Soldaten war damit beschäftigt, in einen Eisenbahnwagen mit Dynamit gefüllte Büchsen aus einem benachbarten Schuppen zu laden, als eine dieser Büchsen zur Erde fiel, explodirte und die andern in dem Wagen schon befindlichen weit umher sprengte. Die Folgen der Explosion waren fürchterlich. Fünfzig Sol- daten wurden getödtet und 35 verwundet, unter diesen einige lebensgefährlich. Sechs Eisenbahn⸗ wagen wurden vollkommen zerstäubt und die ganze Station zerstört. Griechenland. Athen, 10. Aug. Nach einer der„Pol. Corr.“ von hier zugekommenen Nachricht sind in den letzten Tagen 400 Tscher⸗ kessen in Prevesa ausgeschifft worden, um nach Janina dirigirt zu werden. Kummunduros, von der Thatsache unterrichtet, machte dieselbe zum Gegenstande einer energischen Reelamation bei dem türkischen Gesandten, Photiades Bey. Die In- surgentencorps auf Kreta halten ihre festen Stell ungen fortwährend besetzt. Rußland. Petersburg, 9. Aug. Der Kaiser nnd die Kaiserin begeben sich in 14 Tagen nach Livadia. Geheimerath Hamburger wird den Kaiser begleiten. Der Reichskanzler Fürst Gort⸗ schakoff geht am Sonnabend nach Wildbad. Ge⸗ heimerath Jomini hat einen einmonatlichen Urlaub genömmen. 5 f — General Totleben willigte in eine theil⸗ weise Räumung der Stellungen vor Constantinopel ein, sobald Varna vollständig den Russen über- geben sei. Türkische Offiziere sind nach Sebastopol abgereist, um die Heimbesörderung der türkischen Grfangenen zu leiten. — ueber die Räumung von Batum und die Lazhen wird der„P. C. gemeldet: Ungeachtet des formellen Friedensschlusses geht es hier politisch und militärisch gerade so aufgeregt her, wie in den stürmischsten Momenten des Krieges mit Ruß⸗ land. Einerseits herrschten unter den Lazhen und Kurden die größte Unruhe und Agitation, und anderseits hört die türkische Regierung nicht auf, zu rüsten, und zwar in Dimenstonen, als ob morgen eine neue Campagne beginnen sollte. Alles ist darnach angethan und, wie es scheint, darauf angelegt, daß man sich über den Charakter und die Tendenz der Politik der Pforte gar nicht auskennen solle. Derwisch Pascha erhielt schon am 8. Juli die officielle Weisung, alle Vorbe⸗ reitungen zur Räumung des von ihm besetzten Batum zu treffen. Kaum daß diese Ordre, von welcher man doch offenbar die Russen in Kenniniß gesetzt hat, in den Händen Derwisch Pascha“s sich befand, erschien Ferik Ibrahim Pascha, der frühere Commandant von Ppilippopel, in Batum mit einet geheimen Mission an Derwisch Pascha. Um je: doch diese Mission entsprechend zu maskiren, wurde Ibrahim Pascha gleichzeitig zum Befehlshaber der in Erzingbian stationirten Truppen an Stelle des Nationalrath hat den Luzerner Gotthard Vertrag erfuhr von Umtrieben eines panbulgarischen Comites unlängst am Typhus verstorbenen Mustapha Pascha in Philippopel, das seine Action über ganz Ru- ernannt. Ibrahim Pascha hielt sich dier nüt inen melien erstreckt und die Vereinigung beider Bul- Tag lang auf und setzte alsbald auf einem Dampfer garien erstrebt. Die Pforte will dagegen umso⸗ seine Reise nach Batum fort. Wiewohl Ibrahim's mehr reklamiren, als sie Anhaltspunkte zu haben dortiger Aufenthalt auch nur ein sehr kurzer meint, daß Graf Dondukoff dem Wirken dieses war, so machte sich die Wirkung desselben dennoch Comites gegenüber eine allzu wohlwollende Neu- recht bald in elner ganz markanten Weise kenntlich. tralität beobachte. Bezüglich der österreichischen Ibrahim verkehrte nur einige Stunden mit einigen Occupation herrschte während einiger Tage in den Führern der Lazhen aus der nächsten Umgebung Kreisen der Pforte eine der Verständigung mit von Batum. Unmittelbar nach seiner Abreise Wien geneigtere Stimmung. Es wurde mehrsach zeigten sich aber die Früchte seines Verkehrs. Fried! bort. Vol ethielt die N 1. wotben ist, liehen große shwalben de auch Fteila . meht floge noch bis J den bier d die digen! Uges Ius diesem J gegen der Oflerson liegt die bestimm weilen, zu erzeu Fla bahn ei durchgeb Als me Derselbe Wechsel 8. 8 Kuczem namen tlie Damen 1 nämlich u Jiy lde g eine Kot und dan welche d und Gel an) vert geräumi großem, Lage, m Holzgrab dem ruf würbigke den zu g vorzüͤgli D bn f aun gründet h 800 2541 Nit sollen in h. rundstuͤck; Rühle off * — — der ee 4 10. Arg Nach derer „ 17g, 9 Aug. Du 5 n 1 Tan Pinbargtr pird den lerglet Fürf Gon⸗ 2 itebat, Ge- netatlichen Urlaub Ve u un wil u dt Cre d Nusa übe 5 3 diet Sebafoy⸗ et irstlenmtaen a 400 Ticher „ un nach Kanatktret, von * det fürlischu 27 Satan und die : Uagtachte +(6 bitt poll bit, Dit 111 * get ui Na 1 des Laber * Agttanen, * 1 Atgterng ic — 416 0 1 e sollle. * schein, 1 Charallet 1* 227 nicht J 8 20 50 tutztt 0 57 15 runnech 4 145 Valli. . kann 41 141 ea a1 bunt 5 3 A910 4. bo 1 2522 Mittwoch den 14. d. 5 1 Ein neuerlicher Protest der Lazhen gegen ihre Bereinigung mit Rußland erblickte das Licht der Welt und wurde an Derwisch Pascha, den hie ⸗ sigen englischen General- Consul und die Pforte übermittelt. Die Lazhen erklären in dem Proteste, daß sie sich niemals die russische Herrschaft werden gefallen lassen, daß die Wahrung ihrer religiösen und sonstigen Intercssen es ibnen zur heiligen Pflicht mache, die Ueberantwortung ihres Landes an Rußland mit allen Mitteln zu verhindern, und daß sie daher entschlossen seten, falls sie auf eine Unterstützung der Regierung des Sultans nicht zu rechnen hätten, mit„ihrem eigenen Blute und eigenen Knochen“ den Glauben und die Freiheit zu vertbeidigen. Aus Stadt und Land. Friedberg. Seit einigen Tagen sind die Schwalben fort. Von einem langjährigen Beobachter der Zugvögel erhielt die„Aachener Zeitung“! die Mittheilung, daß seit 21 Jahren kein so früber Abzug der Schwalben bemerkt worden ist, wie in diesem Jahre. Schon vor 14 Tagen ließen große Ansammlungen der Thurm- und Mauer— schwalben den bevorstehenden Abzug vermuthen, der denn auch Freitag den 26. Juli stattgefunden haben muß, da bereits am folgenden Sonnabend keine Thurmschwalben mehr flogen. Dieses schließt jedoch nicht aus, daß man noch bis Mitte August einzelne, die aus nördlichen Gegen— den hier durchziehen, bei uns veobachten kann, das Gros, die eigentliche Hauptmasse, ist jedoch sort und wird küns— tiges Jahr Ende April wieder zu uns zurückkehren. In diesem Jabre erschienen die ersten Hausschwalben bereits gegen den 9. April, Thurmschwalben in großer Anzahl am Ostersonnadend, den 20. April, demnach sehr früh, und fast liegt die Vermuthung nahe, daß diese Thierchen nur eine bestimmte Anzahl von Tagen in unseren Gegenden ver— weilen, die gerade binreicht, um ihre Nachkommenschaft zu erzeugen und groß zu ziehen. ö Allerlei. Frankfurt, 9. Aug. Gestern kam mii der Weser bahn ein anscheinend schlafender Fremder an, der eine durchgehende Karte von Lübeck nach Mannheim hatte. Als men ihn wecken wollie, fand man den Reisenden tod t.“ Derselbe führte 3500 M. in Baar und einige bedeutende Wechsel bei sich. ö S. Frankfurt a. M. Die Stadt Frankfurt ist seit Kurzem um ein Elablissement reicher geworden, welches namentlich für die hier zahlreich verkehrenden fremden Damen von großer Annchmlichkeit sein dürfte. Es hat! nämlich der hiesige Frauenbildungsverein, neben der seit 1½ Jahren bestehenden und überaus schnell zu hoher Blüttze gelangten Fortbildungs- und Gewerbeschule, noch eine Kochschule für bürgerliche und feinere Küche errichten und damit eine Restauralion für Damen verbunden, welche den ganzen Tag über geöffnet ist und worin Speisen und Getränke zu billigstem Presse(Mittagessen von 70 Pf. an) verabreicht werden.— Das Lokal, bestehend aus zwei geräumigen, schön eingerichteten Restaurationssälen mit! großem, schattigem Garten, bietet durch seine vorzügliche Lage, mitten in der Siadt,(Eingang Töngesgasse 40 und Holzgraben 11 mit der Zeil ducch die Passage, vis-à- vis dem russischen Hofe, verbunden) nich: allein den die Sebens⸗ nwürbigkeiten Frankfurts besichsigenden, sondern vornehmlich Den zu geschäftlichen Zwecken Frankfurt besuchenden Damen worzügliche Gelegenheit zum Ausruhen und zur Erfrischung. Da der Verein diese Anstalt nicht zum Erwerbe, sondern allein zur Förderung eines gemeinnützigen Zweckes ge- gründet hat, so sehen wir uns veranlaßt, die Aufmerksam- keit der Friedberger Damen auf dasselbe mit der Bitte zu lenken, die Bestrebungen des hlesigen Vereins durch den Besuch der Anstalt zu unterstützen. So viel wir ver⸗ nommen haben, sind die Direclricen, sowie die anwesenden Damen des Comits's auch gerne bereit, über lokale Ver— bältnisse Auskunft zu ertheilen. Frankfurt, 11. Aug. Heute Nacht zwischen 2 und 5 Uyr ist unser herrliches Palmengarten-Elablissement ein Raub der Flammen geworden. Bereits nach 1 Uhr soll in dem rechten Flügel des Restaurations-Gebäudes Feuer ausgebrochen sein, das in kurzer Zet“, obwohl von Bocken— heim aus rasch die erste Hülse zur Stelle war, die ganze gewaltige Fläche des Restauratious⸗Saales und den Dach— fuhl beberrschle. Der Saal ist völlig ausgebrannt, ebenso die Wohnung des Reslaurateurs; auch den im Gebäude wohnenden Kellnern soll alles Hab und Gut verbrannt sein; doch glückte es, die Flammen vom Palmenhaus fern zu halten, obschon einige Pflanzen durch die Hitze Noth gelitten haben. Der Schaden ist enorm. Die Rftauration kann in den ersten Tagen nicht fungiren; doch wird durch ein Provisorium Hülfe geschafft werden, da die Aus— siellungshalle noch steht, die seitlich eine Vergrößerung erfabren wird. Verunglückt ist Niemand. Cassel. Die 51. Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzle, welche stalutengemäß vom 18. bis 24. Sep⸗ tember d. J. lagen sollte, muß auf einstimmigen Beschluß der Geschästsfübrer und des Central-Comils's 8 Tage früher, vom 11. bis 18. September abgehalten werden, ohne daß sonst an dem bereits veröffentlichen Programme ewas anderes, als das Datum des betreffenden Wochen— lages geändert würde. Da in Folge des Atlentates auf den Kaiser die Anfangs auf den Zeitraum vom 8. bis 14. September festgesetzten Kaisermanöver vor Kurzem definitiv gerade auf die Tage, in welchen die Natursocscher— Versammlung abgehalten werden sollte, gelegt sind, so wurde besand sich die Geschäftsführung vor die Alternalive, ent— weder alle die Nachtheile und Schwierigkeiten, welche die nehmen, oder den Verlauf der Versammlung selbst zu ge— sährden, dadurch, daß sie sich vei dem zu der Größe der Stadt in keinem Verhältnisse stebenden Andrang von Fremden, der bei diesem doppelten Anlaß votaussichtlich entstehen muß, der Mitiel becaubie, die Naturforscher und Aerzie genügend unterzubringen und zu versorgen. Unter diesen Umständen glauben wir von zwei Uedeln das ge⸗ ringere zu wählen, geben uns dabei jedoch der Hoffnung hin, daß Diejenigen, welche die Versammlung zu besuchen beabsichtigten, sich nicht durch die Nothwendigkeit einer Aenderung von der vielleicht gemachten Reise-Diposilion abschrecken lassen. Verloosungen. Sachsen⸗Meiningen fl. 7 Loose vom Jahre 1870. Gewinn Ziehung vom 1. Aug. 1878.— Heim- zahlung am 1. November 1878. Serie 6583 Nr. 37 fl. 30,000. Serie 1598 Nr. 12 fl. 2500. Serie 4580 Nr. 39. S. 5267 Nr. 49. S. 6141 Nr. 46 à fl. 500. Serie 1598 Nr. 42 44, S. 2360 Nr. 3, S. 3438 Nr. 8, S. 3637 Nr. 48, S. 4484 Nr. 48, S. 5267 Nr. 32, S. 6141 Nr. 16 24, S. 6583 Nr. 14 S. 7383 Nr. 4, S. 7506 Nr. 42 S. 8317 Nr. 21, S. 9847 Nr. 8 S. 9983 Nr. 33 2 fl. 100. Serie 2360 Nr. 43, S. 2811 Nr. 13, S. 3438 Nr. 21 S. 3637 Nr. 8 15, S. 4186 Nr. 18, S. 4580 Nr. 30 S. 4755 Nr. 50, S. 5146 Nr. 25. S. 6086 Nr. 9 49, S. 6141 Nr. 2 7 49, S. 6507 Nr. 35, S. 6531 Nr. 26, S. 7418 Nr. 15 9473 10 32 38, S. 9983 Nr. 31 38 46 à fl. 20. ö Finnländische 10 Thlr. Loose. Serien⸗Ziehung vom 1. Aug.(Gewinnziehung am 1. Nov.) Serie 271 294 311 412 576 585 686 720 724 931 959 1041 1043 1140 1219 1445 1481 1551 1564 1595 1632 1713 1744 2188 2249 2261 2262 2500 2653 2674 2721 2745 2892 2928 3005 3019 3135 3149 3161 3220 3239 3396 3421 3496 3513 3579 3681 3712 3715 3763 3789 3898 3944 4012 4016 4017 4218 4295 4297 4304 4432 4647 4758 4964 5059 5217 5300 5651 5743 5848 5881 5890 5997 5998 6041 6078 61546169 6228 6242 6297 6333 6380 6465 6469 6532 6545 6663 6800 7047 7073 7124 7125 7212 7219 7230 7572 7613 7640 8053 8258 8320 8523 8661 8725 8866 8877 8914 9020 9046 9062 9121 9132 9158 9170 9211 9248 9271 9339 9347 9509 9703 9747 9804 9940 9947 10006 10124 10303 10422 10443 10444 10455 10555 10635 10668 10750 10753 11007 11064 11316 11334 11386 11502 11567 11576 11634 11760 11764 11830. Handel und Verkehr. Friedberg, 10. Aug. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 1 25—30, Eier 1 Stück 6 Pf., 2 Stück 11 Pf. Gießen, 10. Aug. Wochenmarkt. Butter per Pfd— M. 1.5, Eier per Stück 6 Pf., Tauben das Paar 55 Pf., Hühner per Stück 85 Pf., Hahnen per Stück 50 Pf., Enten per Stück M. 1.30, Kartoffeln 100 Kilo M. 6., Ochsenfleisch 70— 72 Pf. per Pfd., Kub⸗ und Rindfleisch 58—60 Pf., Schweinefleisch 64 Pf., Kalbsleisch 56 60 Pf., Hammelfleisch 65— 70 Pf. Frankfurt, 10. Aug. Der heutige Wochenmarkt war in Cerealien reichlich befahren. Für das Gemüse wurde, mit Ausnahme von Gurken und Bohnen, welche zum Einmachen bestimmt sind, billig bezablt; ein Haupt fest geschlossenes Weißktaut wurde mit 20 Pf. bezahlt; Gurken kostete das Hundert M. 1.—1.20; Bohnen das Pfund 8—9 Pf. Auch das Geflügel wurde zu sehr annehmbaren Preisen abgelassen. Tauben per Stück 50-60 Pf., junge Hahnen 70—80 Pf. Unreifes Obst massenhaft confiseirt und sehen die Betreffenden Strafe entgegen. Butter 1. Qual. im Großen ihrer Verlegung der Berlammlung mit sich bringt, auf sic zu 90 Pf., 2. Qual. 80 Pf., im Detail 1. Qual. M. 1.15, 2. Qual. 1.— 1.5 Eier das Hundert M. 4.50— 6. Kartoffeln per 100 Kilo M. 5., blaue Frühkartoffeln M. 6.50. Heu je nach Qual. per Cent. M. 1802.50. Stroh M. 2.— 2.30. Geschälte Erbsen M. 26.— 30., ganze Erbsen M. 22.—24., weiße Bohnen M. 25.—28, Linsen M. 28.—36. ö Marburg, 10. Aug. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.90—1 5. Eier 2 Stück 10 Pf. Zwiebeln per Pfd. 14— 15 Pf. Tauben das Paar 60— 70 Pf. Junge Hahnen per Stück 50—80 Pf. Frische Kartoffeln 1 Liter 15 Pf, desgl. per Korb M. 1.50— 1.70, Weiß⸗ und Rothkraut per Kopf 20—40 Pf. Hühner per Stück M. 0.70—1. Geld⸗Cours. Frankfurt am 10. August 1878. 20⸗-Frankenstücke.. 10 Englische Sovereigns„ 20 31-36 Russische Imperiales„ 16 668 Holländische fl. 10-Stücke.„ 16 883 De,, 4 9 52—57 Dueaten al marco* 9 55—60 Dollars in Gold.— 4 1720 Herr Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln hat uns den Debit des allein ächten Cölnischen Wassers übertragen und empfehlen wir dasselbe per Glas zu M. 1.50, „ ½ Dutzend 5 „ Dutzend„ Die Expedition des Anzeigers. Versteigerung von Halmfrüchten. 2541 Mittwoch den 14. d. Mts., Vormittags 10 uhr, sollen in hiesigem Rathhause die auf den nachsenannten Orundstücken des Jacob Glockengießer befindlichen Früchte öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden. Gemarkung Friedberg. Flur 10.% Waizen im Lachenfeld, „ 10. 1 Morgen desgleichen daselbst, „ II. 1 Morgen 3 Viertel Watzen daselbst, „ 18. 1 5 Gerste, Groß⸗Galgenfeld, 531. Hafer daselbst. Friedberg den 9. August 1878. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Fouc ar. Wein⸗Versteigerung. Mts., Vormittags 11 Uhr, sollen in der Behausung des L. H. Strauß dahier elrca 5* Wein nochmals öffentlich meistbietend versteigert erden. Bel entsprechenden Geboten erfolgt die enehmigung. als baldige „ Esnmachfässern sehr geeignet, verkaufe billigst. 5 Friedberg den 8. August 1878. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. er 2506 Eine große Parthte leere Weinfässer, W. Weith, Bahnhofstraße. Socken, Strümpfe& Strumpflängen 2356 für Erwachsene und Kinder billigst bei K. Friedrich. Versteigerung von Halmfrüchten. 2557 Freitag den 16. d. Wis., Vormittags 10 Uhr, sollen im hiesigen Rathhause die Halmfrüchte, sowie Kartoffeln des Wilhelm Ulrich dahier öffentlich meist⸗ bletend versteigert werden. Gemarkung Friedberg. Flur VII. 701 Klafter Kartoffeln im Kleinwartfeld, „ VIII. 4 Morgen desgl. im Großwartfeld, le i 1 ½ 6 „ ö daselbst, Walzen im Lachenfeld, Klafter Watzen daselbst, 0 „ 158 . 2 Morgen 5 5 „ XI. 325 Klafter 1 xl 283 0 0 „ N 241 0 17** 181 „ XIV. 185„ Gerste, Großgalgenfeld, ö 31¹ XIV. 3 Viertel Hafer daselbst, „ XIV. 2 Morgen Waizen daselbst, „ NI Hafer 5 „ XIV. 900 Klafter desgl. Großwartfeld, 1. 1½ Morgen Waizen im Lachenfeld. Die Feldschützen ertheilen auf Verlangen Auskunft. Friedberg den 12. August 1878. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. eg. 2555 9 st vigor Versteigerung. 2546 Mittwoch den 21. d. Mts., Vormittags um 10½ Uhr, werden dahier 37 Fuder Roggenstroh unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen zur Lieferung öffentlich versteigert. Marienschloß den 9. August 1878. Großherzogliche Landeszuchthaus-Direktion. Ser ib a. Faselochs⸗Versteigerung. 2534 Mittwoch den 14. d. Mts., Nachmittags 3 Uhr, soll ein der hiesigen Gemeinde gehöriger, sehr fetter Fasel⸗ ochse auf hiesigem Rathhaus meistbietend versteigert werden. Petterweil den 7. August 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Petterweil. er ge 8. Bekanntmachung. 2549 Der hiesige Jahrmarkt wird eingetretener Hinder— nisse wegen nicht den 27. und 28. August, Sonntag den 25.(Kirchweihtag) sondern und Montag den 26. August Markttag abgehalten werden. Düdelsheim den 8. August 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Düdelsheim. Neue Grünekern bei Bekanntmachung. 2548 Unter Bezugnahme auf die Artikel 34 und 35 des Berggesetzes vom 28. Januar 1876 wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der Actien- Verein Gutehoffnungshütte bei Oberhausen unterm heutigen Tage mit dem Eisenerzbergwerke„Flaudern“ in der Gemarkung Ockstadt, Kreises Friedberg, mit einem Felde von 1,726,330 Quadratmetern beliehen worden ist. Etwaige Einwendungen gegen diese Verleihung müssen bei Vermeidung des Verlustes des Vorzugsrechtes binnen drei Monaten durch gerichtliche Klage gegen den Bergwerks Eigenthümer geltend gemacht werden. Während dieser Frist ist die Einsicht des Situationsrisses bei der Berg meisterei Gießen Jedem gestattet. Darmstadt den 28. Juni 1878. Großherzogliche Ober-Forst⸗ und Domänen-Direetion, Berg⸗Abthetlung. BO s e. „dt. Tecklenburg. Bekanntmachung. 2547 Unter Bezugnahme auf die Artikel 34 und 35 des Berggesetzes vom 28. Januar 1876 wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der Aetien-Verein Gutehoffnungshütte bei Oberhausen unterm heutigen Tage mit dem Eisen- und Manganerzbergwerke„Helgo— land“ in der Gemarkung Pohl⸗Göns, Kreises Friedberg, mit einem Felde von 1,245,350 Quadratmetern beliehen worden ist. Etwaige Einwendungen gegen diese Ver— leihung müssen bei Vermeidung des Verlustes des Vor— zugsrechtes binnen drei Monaten durch gerichtliche Klage gegen den Berwerkseigenthümer geltend gemacht werden. Während dieser Frist ist die Einsicht des Situtations— risses bei der Bergmeisterei Gießen Jedem gestattet. Darmstadt den 29. Juni 1878. Großherzogliche Ober-Forst⸗ und Domänen-Direktion, Berg⸗Abtheilung. B o s e. vdt. Tecklenburg. Anlieferung von Mauerdeckplatten. Montag den 19. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, soll die Anlieferung von 42 lfd. Meter Mauer-Deckplatten aus rothem Sandstein auf hiesigem Gemeindehause unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen an den Wenigstfordernden in Accord gegeben werden. Kaichen am 9. August 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Kaichen. Weitz el. 2551 Arbeits⸗Versteigerung. 2552 Mittwoch den 14. d. Mts., Nachmittags 4 Uhr, soll im Gemeindehaus zu Ober-Ros bach: Planirarbeit, veranschlagt zu 252 Mark, Maurerarbeit 422 Steinbrecherarbeit 43„ Steinfahren 1 öffentlich in Aecord gegeben werden. Bad⸗Nauheim den 10. August 1878 Brückel, Bezirksbauaufseher. 2469 In der Kirchenkasse zu Kaichen können bis zum 1. Oktober d. J. 4628 Mark 357 Pf. Pfarrbesoldungskapital gegen hypothekarische Sicherheit zu 50% ausgeliehen werden. Der evang. Kirchenvorstand. Eine Wohnung in einem Hinterhause, bestehend in 3 Zimmern, Küche, Keller und Speicher ist zu vermiethen. Zu erfragen durch PFF 5 5 855 25 2 2 8 5 55 f heim. 5 1 25 5 82 8 8 Die soeben erschienene Nr. 44 enthält: Erkämpft. Novelle von M. Frank.(Fortsetzung.)— Bilder aus den Sevennen. Von A. Ebrard. V. VI.— Ein Blick auf die Geschichte Cyperns. Von Franz von Löher.— Vor dem Sturm. Historischer Roman von Tbeodor Fontane.(Fortsetzung.)— Nach Westen. Mit Originalzeichnung von B. Woltze: Da, da geht die Bahn! — Eine schotusche Reise⸗Erinnerung. Mit Original⸗ zeichnung von G. Conräder: Rizzio bei Maria Stuart. — Eine merkwürdige Kanzel.— Moderner Sklaven— handel.— Diebeslicht. Mit einer illustrirten Beilage: Hochsommer daheim und auf Reisen. Zu Bestellungen empfiehlt sich Carl Bindernagel in Friebberg Seidene Umknöpftücher E oulards 126 in den schönsten Farben billigst bei K. Friedrich. Der Veteranen-& Militär-Verein Friedberg begeht Sonntag den 18. August 1878 zur Erinnerung an die glorreiche Schlacht von Gravelotte sein Jahresfest in folgender Weise: Vormittags 9½ Uhr: 47 937. 7 10½ 7 Nachmittags 2½ Uhr: Friedhofe. auf dem Friedhofe. Aufstellung des Vereins vor der Restauration Scheibel. Zug nach dem Bekränzung der Denkmäler und Gräber der verstorbenen Vereinsmitglieder Gedächtnißrede. Bekränzung der Gedenktafel in der Stadtkirche. Gemeinschastlicher Gottes dienst. Aufstellung des Festzugs am Mairzerthor. Zug durch die Kaiserstraße, Burg, Usa⸗, Acker-, große Kloster-, Kapitel-, Bahnhof-, Spitalstraße nach Gg. Steinhäußer's Felsenkeller. 77 3„ 2 77 Daselbst Concert, Ansprache und gesellige Unterhaltung. Der unterzeichnete Vorstand bittet alle Einwohner hiesiger Stadt, wie in vorigen Jahren, so auch dieses Jahr durch Schmückung der Häuser wie durch recht zahlreiche Betheilung zur Verherr⸗ lichung des Festes beitragen zu wollen. Die geehrten Herren Ehrenmitglieder, sowie Freunde und Freundinnen des Vereins, erlaubt sich der Vorstand ganz ergebenst einzuladen. Eintrittskarten à 40 Pf. sind bei Herrn Georg Groß und an der Kasse zu haben. 2536 Der Vorstand. Eugl. Original-Dampf-Dreschmäschinen& Locomobilen von Clayton& Schuttleworth, der größten Fabrik dieser Branche in England. Gesammt-Absatz derselben bis Ende 1877 ca. 16,000 Locomobilen und ca. 14,000 Dreschmaschinen. Ueber 600 compl. Sütze wurden von mir nach Süd⸗ und Mittel⸗Deutschland verkauft. Lieferung franco auf jede Eisenbahn- Station, Probezeit, Garantie, Bahlungserleichterungen. Ausführliche illustr. Cataloge auf Anfrage gratis und franco. Heinrich Lanz in Mannheim und Regensburg. 2365 Kokos ⸗Faserstricke, äußerst zähe, jahrelang zu gebrauchen, zum Binden von Getreide, Klee, Sträuchern ꝛc., erwarten wir einen großen Posten und überlassen die Stricke unseren Mitgliedern zum Selbstkostenpreis von circa 1— 1½ Pfennig pro Stück. 2550 Wir bitten daher Aufträge schleunigst bei uns einzureichen. Landwirthschaftlicher Consum⸗ Verein Friedberg. Eine große Parthie Cigarren verkaufe, um möglichst rasch damit zu räumen, das Stück zu 2 Pfennig, das Hundert zu M. 1.70, 1.80, 1.90, 2. Bessere Sorten ebenfalls zu herabgesetzten Preisen. 2554 Ph. Dan. Kümmich. Das Neueste in feinen Hemdeinsätzen 2255 zu billigsten Preisen bei K. Friedrich. 2553 Auf den bevorstehenden Vilelber Jahrmarkt bringe ich mein reichhaltiges Lager in Schuh- und Stiefel⸗ waaren zur besten Erinnerung. Ich verkaufe schlechter Zeitverhältnisse halber zu be— deutend herabgesetzten billigen Preisen. Simon Weirich, Schuh- und Stiefel⸗Lager, Vollhäringe beiti: Wilhelm Fertsch. Lehrlingsgesuch. 2515 Für ein Eisenwaaren-Geschäft in Offenbach wird ein junger Mensch in die Lehre gesucht. — Jtanco- Offerten besorgt die Expeditton d. Anz. Pianinos, 10 bis 12 Stück(gebraucht), im Preise von 250 bis 400 Mark, habe zu verkaufen. 1189 C. L. Glück. Darm stadt. 4 neue Faß à 5 Hectoliter, 77 2493 Casino. 2539 Mittwoch den 14. August Parthie nach Ockstadt. Abmarsch um 5 Uhr von der Turnhalle. Der Vorstand. 8jährig, hochelegant, vor Buggy und Coups gefahren, steht wegen Abreise des Besitzers zum Verkauf in Bad⸗ Nauheim, Parkstraße 382. 2548 2 Versteigerung. 2559 Montag den 19. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, sollen zu Nieder-Ohmen 127 Meter Pflastersteine ver⸗ steigert werden. Der Zuschlag erfolgt bei annehmbarem Gebot alsbald, Grünberg den 12. August 1878. Chr. Schäfer, Curator, zu 20 Pf., 30 Pf., 40 Pf., 60 Pf. vorräthig bei Carl Bindernagel. 2558 Heute Morgen um 8 Uhr starb nach kurzem Leiden mein innigstgeliebtes Töchterchen Johanna in noch nicht vollendetem 1. Lebensjahre. Indem ich hiermit allen Verwandten, Freunden und Be⸗ kannten von dem mich so schwer betroffenen Ver⸗ luste Mittheilung mache, bitte ich zugleich um stille Theilnahme. Friedberg den 12. August 1878. Theodor Sprengel. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. jr Nieder II. B. in der jöse III. jremdet IV.) V. Di zu Roh bestäugez Weißbeim lehter Sch hausen, oe 4. Schulsle aws uhu Sa Minderung Schulfach stalle zu Steinbach VI.. VII. VIII Kesseltag IX. wurde ve güler⸗Dir Hauptsiac Conkroleu X. R warte W. zu Weisen XI. 6 ang. To Gekall 14 liabe beme Eullau, 0 Hebt dem falle zu Od XII. E. Tine Fiche Ait, Wite zu Damsad an dosthagh . Gaßner Iugendem.