Silbe n zert. ber din 2 -Kalender, Toe des Jahr? e e Jahres N 2 5 Fe 4g J den Donnerstag den 12. Dezember. M 147. erhessise zer Anzeiger. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Aris Friedberg. Erscheint dreimal per Woche und zwar Dienstags, Donnerstags und Samstags. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Vetrag nicht beigefügt ist, werden stets Amtlicher Theil. en et mn a ch un. per Post nachgenommen. W e e n In Gemäßheit der Instruction vom 2. September 1875 zur Ausführung des Reichsgesetzes über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht wird biermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Durchschnittspreise der nachbemerkten Artikel für den Monat November 1878 sich olgendermaßen und zwar für je 100 Kilogramm berechnen: Hafer M. 13.—, Heu M. 5.— Stroh M. 5.—. Friedberg am 9. December 1878. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Deutsches Reich. Darmstadt, 8. Dec. J. K. H. die Groß⸗ erzogin ist seit heute Nacht an Dipbtherltis er— krankt. Die Krankheit trat mit heftigem Fieber uuf, welches bis jetzt in gleicher Höhe fortdauert. Der örtliche Krankheits Prozeß beschränkt sich gegenwärtig auf die rechte Mandel, ist aber noch im Fortschreiten begriffen. Die Drüsen am Halse ind nur wenig angeschwollen.— 9. Dec. Das Fieber hat sich noch nicht verringert. Die An- ichwellung im Halse, sowie die Drüsenanschwellung sst stärker.— 10. Dec. Nach einer sehr unruhigen Nacht hat sich bei der Großherzogin das Fieber suf gleicher Höhe erhalten. Die diphteritische Erkrankung ist auf der linken Mandel und der Rachenschleimhaut noch im Fortschreiten begriffen, nuch die Lymphdrüsen der linken Halsseite sind kärker angeschwollen.— 10. Dec., Abends: Das Fieber hat keine Steigerung erlitten, Abends einzutreten pflegt. wie solche Die Ausbreffußg der Memhranen erstreckte sich, wie zu erwarten war, auch auf das Zäpfchen. Der Kräftezustand ist eis jetzt nicht besorgnißerregend. Dr. Eigenbrodt. Prof. Dr. Oertel. Dr. Jäger. Wegen Erkrankung der Großherzogin unterbleibt der Aufenthalt der großherzoglichen Familie in Heidelberg. Der Erbgroßherzog und vie Prinzessinnen siedelten für die nächste Zeit nach dem Residenzschloß über. Die Untersuchung der gygtenischen Einrichtungen im neuen Palais ergab, Haß solche besser sind als in jedem anderen Ge— bäude Darmstadte, denselben also ein Antheil an den Krankheitsfällen nicht zugeschrieben werden kann. — Der zweite Substitut des Staatsprokurators „ei dem Bezirksgericht Mainz Dr. Gaßner wurde zum ersten Substituten und der Substitut des Staateprokurators in Alzey Keller zum zweiten Substituten in Mainz, der Landgerichts ⸗Assessor Roos zu Lorsch zum Landgerichtsassessor in Darm— nadt, der Landgerichtsassessor Dr. Schneider zu Ortenberg zum Landgerichtsassissor in Gernsbeim, ver Landgerichtsassessor Süffert zu Schotten zum Landgerichtsassessor in Friedberg, der Gerichts- ücctssist von Grolmann aus Gießen zum Land- ierichtsassessor in Schotten, der Gerichtsaccessist Hellwig aus Gießen zum Landgerichteassessor in Ortenberg, der Gerschtsactessist Cellarius aus Darmstadt zum Landgerichtsossessor daselbst, der Derichtsaccessist Wahl aus Bischofsheim zum Landgerichte assessor in Alsfeld und der Gerichts- * b ccessist Dr. Rüster aus Pfungstadt zum Land- gerichts assessor in Lorsch ernannt. — Im Entwurf des Budgets ist nach den „N. H. V.“ der für die garantirten Bahnstrecken ver Hess. Ludwigsbahn zu leistende Staatszuschuß segenüber den höchst ungünstigen Verkehrsverhält⸗ nissen fast sämmtlicher deutschen Eisenbahnen auf 500,000 M. jährlich veranschlagt worden, obgleich er für das Jahr 1876 nur 476,645 M. betrug.— Die Kosten der ersten Einrichtung und Ausrüstung unserer Aichungsanstalten belaufen sich nach den nunmehr vorliegenden Rechnungsabschlüssen zwar auf die Summe von 54,506 M., der jedoch ganz namhafte Einnahme-Ueberschüsse aus der Erhebung der Aichgebühren gegenüberstehen, die sich im Laufe der Jahre 1871— 77 incl. auf den Betrag von 103,293 M. beliefen. Berlin, 8. Dee. Aus Anlaß des heutigen Dank— Gottesdienstes waren die Kirchen der Hauptstadt von Andächtigen überfüllt. In der katholischen Hedwigskirche wurde ein Tedeum gesungen. Im Dome wohnten die Majestäten und alle Mit— glieder der königlichen Familie, in der Nicolai— kirche der gesammte Magistrat und die Stadtver— ordneten dem Gottesdienste bei. Bei der Rückkehr des Kaisers vom Dome bildete das nach vielen Tausenden zählende Publikum sofort Spalier und begleitete den Kaiser auf dem ganzen Wege mit stürmischen Hurrahrufen. — 9. Dec. Abgeordnetenhaus. Der Gesetz- Entwurf, betreffend die Zwangsvollstreckung in unbewegliches Vermögen geht an die für Justiz— ausführungsGesetze eingesetzte Commission. Es folgt die Fortsetzung der zweiten Berathung des Staatshaushalts⸗Etats. Bei dem Etat des Ministeriums des Innern will Virchow die Lage zur Sprache bringen, in welche gegenwärtig Berlin durch Verhängung des kleinen Belagerungs-Zu— standes versetzt ist, und fragt an, ob der Minister die Beweggründe der Maßregel mittheilen wolle. Minister Graf Eulenburg erklärte: Im F. 28 des Socialistengesetzes ist zwar nur Berichterstattung an den Reichstag vorgesehen; er sei jedoch bereit, Voraus- solche schon dem Landtage zu ertheilen. setzung zur Anwendung des§. 28 ist das Vor— handensein einer Bedrohung der öffentlichen Ord— nung und Sicherheit. Die Gefahr braucht keine unmittelbare zu sein, braucht auch nicht ausschließlich zu bestehen in der Befürchtung, daß ein Aufruhr bevorsteht. Es gibt auch andere Gefahren, und solche bestehen allerdings für Berlin und Um— gegend. Die Gefahr ist zunächst eine allemeine; das Vorhandensein einer überaus großen Zahl von Anhängern der Socialdemokratie, die Gegen— wart zahlreicher Agitatoren, tumultuarische Ver— sammlungen und Aufzüge. Bereits nach den Attentaten hatte man an ähnliche Maßnahmen, ja Verhängung des Kriegszustandes über Berlin gedacht; man wollte indessen zunächst die Wirkung des Socialisten⸗Gesetzes abwarten. Sofort nach Erlaß desselben wurde es zur Anwendung ge— bracht. Leider aber bestätigte sich die Hoffnung auf friedliche Unterwerfung der Socialdemokratie unter das Gesetz nicht. Es maten Anzeichen einer Organisation hervor, welche darauf gerichtet war, das Gesetz zu umgehen und geheime Propaganda zu machen. Zu dieser allgemeinen trat noch eine besondere Veranlassung für die Regierung hinzu, energischer vorzugehen. Wir leben in einer Zeit, in der das Leben aller europäischen Fürsten be— droht scheint; wir haben das in Berlin, Madrid und Neapel erlebt. Hierzu kam, daß wir in Berlin Nihilisten trafen, die vom Auslande ge— kommen waren und in Verbindung mit hiesigen Social-Demokraten standen. Dies war der An- laß für die Regierung, vorzugehen wie sie vorge— gangen ist. An die Erklärung des Ministers schließt sich eine längere Besprechung, in welcher Virchow, v. Ludwig, Richter und Hänel gegen die Maßregel der Regierung, Graf Bethusy-Hue und v. Rauchhaupt für dieselbe das Wort nahmen. Darauf wird die Berathung des Titels 1 der Ausgaben des Ministeriums des Innern fortgesetzt. — 10. Dec. Vor dem Eintritt in die Tages- ordnung theilte der Präsident das heute früh er— folgte Ableben des Abgeordneten Bürgers mit. [Das Haus genehmigt den Antrag Windthorst's auf Einstellung des Strafverfahrens gegen Franz und verwies den Communalsteuer-Gesetzentwurf nach längerer Debatte an eine Commission von 21 Mitgliedern. — Die Verhandlungen über den Handelsver— trag mit Oesterreich-Ungarn darern fort. Das Gerücht, daß sie gescheitert seien, ist bis jetzt falsch. — Die russischen Befestigungen bei Burgas veranlaßten diplomatische Erörterungen.— Die österreichisch-deutsche Zollverhandlung erfuhr einen Stillstand, weil Fürst Bismarck die letzte Ent⸗ scheidung über den Rohleinenverkehr sich vorbe— hielt und seine Antwort noch nicht aus Fridrichs- ruhe eintraf. Die Eisen-Enquete schlägt einen Zollsatz von 6 Mark pro Tausend Kilo für Roheisen vor, 20 Mark pro Tausend Kilo für fabricirtes Eisen. Hamburg. Hasselmann beabsichtigte, nach seiner Ausweisung aus Berlin sein Domieil in Altona zu nehmen und hier eine Zeitung„Glück auf!“ in einer Auflage von 10,000 Exemplaren erscheinen zu lassen. Auf Requisition der Altonaer Polizeibehörde wurde er auf das hiesige Criminal Polizei-Bureau geführt und ihm daselbst eröffnet, daß die Ausgabe des Blattes ihm nicht gestattet werde. Auf die von ihm dagegen erhobene Be— schwerde wurde er mit derselben an die Altonaer Behörde verwiesen. Bamberg. Der„B. K.“ ist in der Lage, auf das Formellste und aus sicherster Quelle zu constatiren, daß der Erzbischof von Bamberg nie— mals vom apostolischen Stuhle in Rom„Instruc⸗ tionen“ erhielt, die er„an den preußischen Klerus zu vermitteln hatte.“ Ebensowenig haben von ihm die übrigen deutschen(d. b. preußischen) Bischöfe Verhaltungs Maßregeln erhalten u. dgl. Vielmehr bleibt es Thatsache, daß der Bamberger Erzbischof den Verhandlungen zwischen dem päpst⸗ lichen Stuhle und der preußischen Regierung stets ferne stand und noch steht. Stuttgart, 10. Dee. Die Kammer der Abgeordneten bewilligte heute das Gehalt des Ministers des Auswärtigen für den Ministerprä⸗ sidenten v. Mittnacht, welcher vom Justizministerium zurücktritt; desgleichen nach kurzer Debatte die Etats der Gesandtschaften in Berlin, München, Petersburg und Wien. —— ä ———— — —..——..—..— ———— —— Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 10. Dee. Das Abgeordnetenhaus nahm nach einiger Debatte den Antrag Groß auf Einsetzung eines Aus- schusses von 18 Mitgliedern zur Vorberathung des Berliner Vertrages an. Dafür stimmten auch die Minister. Abg. Granitsch interpellirte wegen der Absicht, ein gemeinschaftliches Anlehen für die Kosten der Verwaltung der occupirten Länder aufzunehmen, Finanzminister de Pretis erklärte, die Möglichkeit eines gemeinschaftlichen Anlehens sei ausgeschlossen. Pest, 9. Dee. Das Unterhaus verhandelte beute über den Antrag Iranyi's, den Berliner Vertrag behufs Berathung auf die Tagesordnung zu setzen. Mehrere Abgeordnete, darunter Graf Apporvi, befürworteten den Antrag. Minister⸗ präsident Tisza erklärte: Eine Abstimmung über Gültigkeit oder Nichtannahme internationaler Ver ⸗ träge sei unstatthaft. Darauf wurde Iranyi's Antrag mit 151 gegen 96 Stimmen verworfen. — 9. Dec. Die vereinigten Ausschüsse der ungarischen Delegation beriethen heute Abend die auf die Occupation bezügliche Credit- Vorlage pro 1879. Nach längerer Debatte wurde der Antrag, ebenso wie die österreichische Delegation unter Vorbehalt nachträglicher Rechnungsablage 20 Millionen Gulden zu bewilligen, angenommen, nachdem Andrassy die Competenz der Delegation als zweifellos dargelegt hatte. Schweiz. Basel, 9. Dec. Die„Basler Nachrichten“ versichern gegenüber Mittheilungen auswärtiger Blätter, daß bis zur Stunde keine Mardrider Note beim Schweizer Bundesrath ein- gegangen sei. Bern, 10. Dec. Die Bundesversammlung — 9. Dec. Unterhaus. Auf Befragen Havelok's erklärte Schatzkanzler Northeote: die Regierung babe keine directen Nachrichten aus Kabul. Salisbury sei von Schuwaloff benachrichtigt, daß der russische Gesandte Afghanistan verlassen habe; auch ander weitig habe die Regierung erfahren, daß Letzterer erbitten. Der Minister für Indien, Cranbrook, beantragt: der Ueberschuß; des indischen Staatshaushaltes betrage 2,136,000 Lstrl., die Kriegs- Ausgaben im gegenwärtigen Finanzjahr seien auf 1¼ Million geschätzt, so⸗ mit sei Indien im Stande, die Last zu tragen. Was die politische Seite der Frage anlange, so seien die Verhältnisse in Centralasten seit 1868 Für Rußland sei genug Raum in Mittelasien, aber kein Raum für Ruß⸗ Des Emirs Antwort sei der Regierung am Tage der Parlamentseröffnung nach Europa zurückgekehrt sei. — 9. Dec. Oberhaus. wesentlich verändert. land und Afgbanistan. noch nicht bekannt gewesen. Der Krieg, welcher gestern die hiesigen Bäcker und Metzger. soll mit dem Erfolge seiner Verwaltung unzufrieden sein. Das Ministerium des Innern wird inters⸗ mistisch durch den bisherigen Gehülfen Timascheff's, Staatssekretär Makoff, verwaltet werden. Timascheff, seit über zehn Jahren im Amte, war gezwungen, wegen unausgesetzter Leiden seine Entlassung zu Timascheff wird zum Mitgliede des Reichsrathes ernannt, — Die„A. russe“ constatirt die Besserung der allgemeinen Lage und dementirt alle Nachrichten über eine angeblich gemeinsam beabsichtigte Be⸗ setzung Konstantinopels. Amerika. New⸗ Jork. Der„New g. Herald“ meldet den Tod des Präsidenten von Venezuela Alcantara. — Schatz Secretär Shermann berief weilere 5 Mill. Doll. Bonds zur Amortisatiou ein. Aus Stadt und Land. Gießen, 10. Dec. Die Reihe der Revisionen sraf Es wurden 6 England aufgezwungen worden, sei unternommen iheils ungesetzliche und theils nicht gestempelte Waagen, zur Wahrung der Ehre und Sicherheit des Reiches. Derby und Canarvon griffen die Politik des Cabinets an. — 10. Dec. Officiell. Das Gerücht, Emir Schir Ali sei nach Turkestan geflohen, hat noch keine Bestätigung gefunden.— Der Gesundheitszustand der britischen Truppen im Khyberpaß ist gut, der- jenige der eingeborenen Truppen etwas ungünstiger. Italien. Rom, 9. Dec. Der Kriegsminister beantwortete die Anfrage Mor- dinis dahin, daß ein belangloses, von den Zeit— ungen verbreitetes Gerücht von in der Kaserne des Militär-Distriets in Lucca confiscirten Procla— mationen der Barsanti-Clubs Untersuchungen ver- anlaßzte. Aber weder dort, noch in anderen Kasernen wählte heute zu Mitgliedern des Bundesraths habe eine solche Consiscation stattgefunden. Mordini wieder: Schenk(Bern), Welti(Aargau), Scherer serklärte sich von der neuerlichen Zusicherung, daß (Zürich), Hammer(Solothurn), (Thurgau) und Droz(Neuenburg). Neugewählt an Stelle des demissionirenden Mitgliedes Heer (Glarus) wurde Bavier(Graubünden) gewählt. Zum Presidenten des Bundesraths wurde Hammer gewählt, zum Vicepräsidenten Welti, zum Kanzler Schieß. Zum Präsidenten des Bundesgerichts wurde Morel gewählt. Frankreich. Paris, 9. Dec. Die Ge- rüchte über demnächstige Cabinets veränderungen sind besten Informationen zufolge unbegründet. Belgien. Brüssel, 10. Dec. Durch Ministerialerlaß wird die Ein- und Durchfuhr von aus Deutschland kommendem Vieh verboten. Dänemark. Kopenhagen, 10. Dec. Im Folkething wurde heute ein Dekret des Königs verlesen, nach welchem der Folkething aufgelöst wird. Die Auflösung wird damit motivirt, daß die Art und Weise wie der Folkething die Vor lage der Regierung in Betreff der Sainte Croix- Anleihe behandelt habe, den Beweis gegeben, daß die Verhandlungen zwischen dem Folkething und der Regierung nicht mit Erfolg fortgesetzt werden können. Großbritannien. London, 9. Dec,. Heute Mittag wurde plötzlich ein Cabinetsrath zusammenberufen. — 9. Dec. Die Morgenblätter betrachten die Antwort des Emirs von Afghanistan als unbefriedigend und empfehlen die Fortsetzung der Operationen.„Times, erklärt, die Uaterwerfung des Emits müßte vollkommen von Bürgschaften begleitet sein, welche die englische Regierung definiren werde und die mit der Hartnäckigkeit des Widerstandes des Emirs wachsen würden. General Biddulph telegraphirt, er habe die Straße nach Kandahar offen gefunden. General Roberts ließ für einen Theil der Truppen bei Peiwar Baracken bauen. Dem Vernehmen nach wurde Befehl zum Vormarsche gegen Jellalabad gegeben. Es geht das Gerücht, der Emir Schir Ali sei durch den Engpaß von Bamian nach Turkestan geflohen. General Stewart ist in Quettah einge- iroffen und hat den Oberbefehl über die Division von Qucttah übernommen. Eine Recognoscirung des Khorteck Defiles ergab, daß dasselbe unbesetzt ist. Bipdulph wurde angewiesen, mit einer Truppen- abtheilung vorzurücken und das Defile zu besetzen. Anderwert in der Armee kein Element der Indisciplin sich vorgefunden habe, befriedigt. Türkei. Constantinopel, 9. Dee. Der Großvezir Khereddin Pascha betonte beim Empfange christlicher Würdenträger, daß der Sultan die Gleichberechtigung der Ottomanen ohne Unterschied der Confession zur vollen Wahrheit machen wolle. Der österreichische Botschaster Zichy und der rumä— nische Gesandte Bratiano wurden gestern vom Sultan empfangen; Letzterer begibt sich vorläufig nach Bukarest. Kiani Pascha ist zum Minister der Civilliste ernannt. — 9. Dec. Ein außerordentlicher Minister- rath, dem auch die früheren Minister und andere politische Persönlichkeiten beiwohnten, berieth heute einen Hat über die einzuführenden Reformen. Osman Pascha arbeitete einen Entwurf zu einer durchgreifenden Reorganisation der Armee aus. — 9. Dec. Ein amerikanischer Unterthan wurde wegen Betheiligung an einer Verschwörung gegen das Leben des Sultans verhaftet. Einem in Adrianopel wegen Pulvereinschmuggelung von den Russen verhafteten Engländer gelang es, zu entkommen und sich in das britische Consulat zu flüchten; als seitens des letzteren die Auslieferung des Engländere verweigert wurde, drangen die Russen in das britische Consulat ein und nahmen den Flüchtling fest. — Die Führer der Aufständischen in Meso⸗ potamien boten ihre Unterwerfung an; die Pforte verlangt schriftliche Unterwerfungs Erklärung. Rumänien. Bukarest, 9. Dee. Das in den beiden Kammern entwickelte Programm der Regierung betont die besten Beziehungen zu allen Mächten, die Ausführung des Berliner Ver- trags, die Revision des Artikels 7 der Verfassung, die Sicherung der Unabhängigkeitsrechte und das Bestreben, die Nation zum Wohlstande zu führen. Griechenland. Athen, 9. Dec. Die Kammer hat das Einnahmebudget und die Convention in Betreff der Staatsschuld genehmigt. Rußland. Petersburg. Es heißt, der Rücktritt des Ministers des Innern, Generals Timascheff, habe die kaiserliche Genehmigung er- halten. Als Gerücht circulirt, daß der Unter- richtsminister Graf Tolstoi zurückzutreten gedenke und durch den Fürsten Lieven, bisherigen Gehülfen des Domänenministers, ersetzt werden solle. Tolstoi Kammersitzung. sowie 49 alte Gewichlssteine und Einsatzgewichte mit Be⸗ schlag belegt. Viernheim. Hier hat dieser Tage ein vierjähriges Kind einem im gleichen Alter stehenden beim Spiele mit einem Beile eine Hand abgehauen. Allerlei. Saarbrücken, 7. Dec. Gestern Abend fand bei Brebach ein äußerst heftiger Zusammenstoß eines von Saarbrücken kommenden beladenen Kohlen- Zuges von 50 Waggons mit einem von Saargemünd zurückkehrenden Güterzuge stait, wobei circa 20 Wagen zertrümmert wurden. Glücklicher weise kam das sämmtliche Per sonal mit dem Schrecken davon, da es demselben gelang, vor der Collision von den Wagen herabzusspringen. Berlin. Anläßlich des Auftreiens der Rinderpest in der Nähe von Berlin ist neben anderen Vorsichtsmaßregeln auch das Verbol der Rindvieh- Ausfuhr aus Berlin er⸗ lassen worden. Serajewo. Die Gewässer der Save, Drina, Narenta, Bosna ꝛc. sind übergetreten und theilweise noch im Steigen begriffen. In Folge dieser Ueberschwemmungen fleht der Damm der kaum beendigten Eisenbahnstrecken Dalya-Brood und Vipolje-Samac unter Wasser und wurde durch einen General⸗Commando Besehl der Frachten- und Wagen⸗Ver⸗ kehr auf der ganzen Sitecke Serajewo-Brood, mit Aus⸗ nahme der Post, bis auf Weiteres gänzlich sistirt. Handel und Verkehr. Friedberg, 10. Dee. Waizen M. 18.—, Korn M. 14.—15 50, Gerste M. 14., Hafer M. 12— 12.25. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund. Friedberg, 11. Dee. Wochenmarkt. Butter kosteie per Pfd. M. 0.90—1., Eier per Stück 8—9 Pf. Grünberg, 7. Dee. Auf dem heutigen Wochen⸗ markte kostete der Centner: Weizen M. 9.40, Korn M. 7.32, Gerste M. 7.32, Hafer M. 5.32, Erbsen M. 9.32, Samen M. 11.50, Kartoffeln M. 2.54. Frankfurt, 9. Dee. Der heutige Viehmarkt war ziem ich befahren. Angetrieben waren eirea 380 Ochsen, 190 Kühe, Rinder und Farren, 220 Kälber, 600 Hämmel, Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. M. 70.— 73. 2. Qual. M. 68.— 70., Kühe und Rinder 1. Qual. M. 62. 64. 2. Qual. M. 54.—56., Kälber 1. Qual. M. 62.—64, 2. Qual. M. 58.—60., Hämmel 1. Qual, M. 60.— 62., 2. Qual. M. 50.—52. Frankfurt, 9. Dec. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 39., Nr. 2 M. 35. Nr. 3 M. 31., Nr. 4 M. 27 Nr. 5 M. 21. Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 22. do. II.(Berliner Marke) M. 19. Waizen, effeetiv hies, ab Bahnhof hier M. 19.25, av unserer Umgegend M. 18.25 bis 18.50, do, fremder je nach Qual. M. 18 50 1.9 50, Roggen je nach Qual. M. 13.50— 15.75. Gerste M. 14.—18. Hafer M. 1213.50. Kohlsamen M. 27.— 28. Erbsen M. 19.—23. Wicken M. 15.— 16. Linsen M. 17.— 29. Rüböl, detail, M. 68. Die Preise verstehen sich sämmt⸗ lich per 200 Pfd. Zollgewicht= 100 Kilo. D. Frankfurt a. M., 10. Dez. Auch heute war die Meldung von einem englischen Fallissement eingelaufen. Die Börse schenkte derselben jedoch wenig Beachtung, da London sein Coursniveatt mit großer Zähigkeit behaupfele. Dieser Umstand wirkte vortheilhaft auf die Entwickelung der Tendenz ein, welche sich sehr sest gestaltete. Au Wien, Berlin und Paris beachteten eine günstige Hallung. Trotz der besseren Stimmung wollte jedoch das Geschöst keinen Ausschwung nehmen und nur auf dem Geblete der auslänbischen Staatsfonds zeigte sich einige regere Nach⸗ frage. Cebitaclien, gestern Abend 1983¾, beweglen sich zwischen 198½½ und 199 Staalababnacllen, gestern Abend 2205¾, zwischen 221¼ und 222½¼. Von ausländischen Fonds stellten sich Russen von 1877 auf speculalive Käuse 3/½1% höher. Oesterreich. Renten anziehend. Ungarische Goldrente sehr fest. Andere Werthe sind wenig verändert. Von schweizerischen Prioritäten Gotthardt Babn etwas niedriger. Wechsel sest. Privaldisconto 3/—3½0½. Literarisches. Vog„Ueber Land und Meer“, allgemeine illußt⸗ rirte Zetiung(Verlag von Eduaro Hallberger in Stutlgar! und Nipzig) liegt uns das neueste, 4. Hest mit nachstehen⸗ 3834 5 8(6346.) * — 10 1 N em reichen Inbalte vor: Leseftüchte. Aus dem Tagebuch— Räthsel.— Bilber⸗Rälhsel.— Quadrat-Näthsel.—] 2. Dez. Dem Metzger Karl Friedrich ein Sohn. 1 dau ines Musikers. Von Gottschall.— Die Säkularseier des] Briefmappe. 3. Dez. Dem Schlosser Ignaß August Johnnes Doͤrr * N Münchener Hof“ und Natsonallhegters und Karl Theodor Preis in Wochen⸗Nummern vierteljährlich 3 Mark, in ein Sohn. N da 0 *. 3 Ain Frhr. von Peifall.— Im Elsaß. Ein Reiseblatt von 14tägigen Heften das Heft 50 Pfennig. Gestorben: * Fu ann J. Nos.— Notizblätter.— Theodor Foniane. Von 5. Dez. Eine uneheliche Tochter. 11 Munde 1 J. Lübke.— Das Pfarrhaus von Ellernbrook. Ein Auszug Geld 7 Ugug, Roman von W. Jensen.— Gerbard Kremer, genannt 301 Ne I Geld⸗Cours. el Nerkator. Von Aderdunk.— Ein außerirdischer Stand⸗ aus dem Civilstands⸗Register der Stadt Friedberg. Frankfurt am 10. Dezember 1878. dart., AAunkt. Von A. Woldl.— Enzstebungsgrund von deut⸗ Geboren:—— g dann hen Redensarten. Von Fr. Uwinger. Zweite Serie. 13. Nov. Dem Barbter Ludwig Neisel ein Sohn. 20 Frankenstück kt M. 1 16—20 8 N— Die chinesische Gesandischaft in Deutschland. Von 14. Nov. Dem Dienstknecht Jacob Günther ein Sohn. Enalische Sovereign sss„ 20 38—43 2 een F. Dominik.— Streitfragen und Historien. Feuillssons 25. Nov. Dem Mehlbändler Simon Strauß eine Tochter. Russische Impertales 1 16 65—70 * d on K. E. Franzos. I. Kufturbestrebungen im Osten 25. Nov. Eine uneheliche Tochter Holländische fl. 10⸗Stücke.„ 16 65 G. L d. Furopas.— Portäckizzen und Erinnerungen. Lose Blätter 27. Nov. Dem Handarbeiter Heinrich Wilhelm Moos Ducaten 5 5 9 55—69 3„ang on E. Polko. 1. Veisunken.— Für das Album. Von eine Tochter. Ducaten al mareo R 9 58-63 Fenderten* WD. Emmer; von A. Roderich.— Schach.— Rössel prung. 30. Nov. Dem Handschuhmacher Joh. Hertel eine Tochter. Dollars in Gold.. 4 1720 Air 7„— 9 7* ene Faselochs-Versteigerung. Carl Bindernagel's — tin. i Dienstag den 17. Dezember d. J., Mitiags 12½ Uhr, g 2 2 —— oll ein zur Zucht untauglicher, 1½ Jahre alter, gut 9 ud. eehaltener Faselochs im hiesigen Versorgungshaus öffent⸗ 1 1 n . vistonn ich meistbietend versteigert werden. 4. 5 * ee wude Friedberg den 9. Dezember 1878. n 8. 5 Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Bekanntmachungen aller Art: e e e eee Gesuche, Offerten, Benachrichtigungen, Waaren-Empfehlungen, Versteigerungen dunn du dig Aufforderung. werden an alle Zeitungen vermittelt. Berechnet wird nur der Originalpreis der betreffenden Zeitung. an Die N rief N f NP Ga so Sorderungen an den Nachlaß der Aug ustin Die Annoncen-Aufgeber sparen also Briesschreiben, Zeit und Porto. — Schweitzer J. 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