abler Muren. ade N ur un r. errungztt. 5 Peldentbeln. tt 9 J 1 se per St „ Auzibn obligation b Eugel. 2 87 b. V. Senichlag (en Gad ind inen ud fattit Cache mires, 1 dtn dem 5 1 det streng les 1878. Donnerstag den 12. September. M108. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal per Woche und zwar Dienstags, Donnerstags und Samstags. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. nn In Gemäßheit der Instruction vom 2. September 1875 zur Ausführung des Reichsgesetzes über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Durchschnittspreise der nachbemerkten Artikel für den Monat August 1878 sich folgendermaßen und zwar für je 100 Kilogramm berechnen: Hafer M. 17.—, Heu M. 5.—, Stroh M. 5.—. Friedberg am 9. September 1878. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Ber a de n. Deutsches Reich. wurf wird Ihnen unverzüglich vorgelegt werden. Darmstadt, 10. Sept. Der Großherzog— Die erste Sitzung des Reichstags wurde durch traf heute morgen von England hier ein. Diel den Alters⸗Präsidenten v. Bonin eröffnet; derselbe Großherzogin stattete der deutschen Kaiserin in berief die Abgeordneten Graf Kleist, Weigel, Coblenz beute einen Besuch ab und wird gegen Eysoldt und v. Soden zu Schriftführern, gedachte Abend zurücker wartet. darauf der Errettung des Kaisers aus Mörderhand — Zu den Vorlagen, welche dem nächsten und brachte ein dreifaches Hoch auf den Kaiser Landtag bei oder kurz nach seinem Zusammentritt aus, in welches die Versammlung begeistert ein⸗ zugehen werden, gehören die Gesetzentwürfe wegen stimmte. Der Namensaufruf ergab 271 Anwesende, der Disciplinar-Verbältnisse der Richter und Reor- demnach die Beschlußfähigkeit des Hauses. Der ganisation des Verwaltungs- Gerichtshofs, sowie Gesetz Entwurf bezüglich der Bestrebungen der diejenige wegen Ausführung der Civil- und Straf— Social⸗ Demokratie ist eingegangen. Mit der Ver- proceß- Ordnung. Eine Gerichtsvollziehers- und loosung der Mitglieder in die Abtheilungen wurde eine Gerichtsschreiberordnung sind in Vorbereitung das Bureau beauftragt. begriffen.— Das„Montagsblatt“ meldet aus Gastein: Berlin, 9. Sept. Der Reichstag wurde Der Besuch, welchen der Führer der ungarischen von Stolberg eröffnet. In der Thronrede wird Conservativen, Baron Sennpep, bei Bismarck in gesagt: Als die letzte Session geschlossen wurde, Gastein abstattete, sowie die Conferenz der beiden befand sich das deutsche Volk noch unter dem Staatsmänner wird in biesigen eingeweihten Eindrucke der tiesen Erregung, welche ein gegen Kreisen als bedeutsam für den Fall angesehen, den Kaiser gerichteter Mordversuch hervorgerufen daß Sennyey österreichischer Minister des Aeußern hatte. Schon wenige Tage darauf hat sich aber werden sollte. Es handelt sich dem Vernehmen mals und mit unheilvollerem Erfolge die Hand nach darum, Bismarck klar zu stellen, daß mit eines Verbrechers gegen das Oberhaupt des Reiches Sennpey ein ebenso intimes Zusammengehen wie erhoben. Gottes Gnade bewahrte zwar auch dies- mit Andrassy möglich sei. Bismarck soll aus der mal das Leben des Kaisers, aber die erlittenen Unterredung eine volle Beruhigung über das zu- schweren Verwundungen haben den Kaiser ge- künftige Verhältniß, zwischen Oesterreich und nöthigt, bis zur völligen Genesung sich der Re— gierungsgeschäfte zu enthalten und die Wahrnehm ung derselben dem Kronprinzen zu übertragen. Schon nach dem ersten Mordanfall waren die ver— bündeten Regierungen überzeugt, daß die Frevel that unter dem Einflusse der Gesinnungen entstanden sei, welche durch eine auf Untergrabung der be⸗ stehenden Staats- und Geschäfts⸗Ordnung gerichtete Agitation in weiten Kreisen erzeugt und genährt werden. Sie haben deßhalb dem Reichstage den Entwurf eines Gesetzes vorgelegt, welches diesen gemeingefährlichen Bestrebungen ein Ziel zu setzen bestimmt war. Die Vorlage wurde abgelehnt. Deutschland geschöpft haben. — 10. Sept. Der Attentäter Nobiling ist heute Nachmittag in Folge einer Lungenlähmung gestorben. Ausland. Oesterreich⸗-Ungarn. Wien, 9. Sept. Officiell. Die 36. Division meldet: Gestern wurde Prjodor unter sympathischer Begrüßung Seitens der Bevölkerung besetzt, nachdem in Novi und Umgebung die Entwaffnung anstandslos vollzogen worden war.— Am 6. Sept. griff General- major Sametz die Aufständischen in einer starken verschanzten Stellung bei Kliae an und warf die— Jitzt wo der Nation ein erneutes Verbrechen, die selben auf das linke Sana Ufer zurück; nach dem Reich und der ganzen bürgerlichen Gesell- hartnäckigem bis in die Nacht hinein dauerndem schaft drohende Gefahr mehr und mehr zum all- Kampfe waren zwei Schanzen am rechten Iznica— gemeinen Bewußtsein gebracht hat, werden Sie, Ufer in österreichischen Händen. Der Ort Kliac, geehrte Herren, durch Neuwahlen zur Mitwirkung sowie die Häusergruppen am Südabhange der an der Gesetzgebung berufen, aus's Neue zu prüfen steilen Felsen, worauf das Castell liegt, und eine haben, ob bas bestehende Recht genügende Hondhaben Schanze zunächst der Straße nach Petrovac blieben zur Unschädlichma chung jener Bestrebungen bietet. Die verbündeten Regierungen haben ihre Ueber— zeugung nicht geändert. Sie sind nach wie vor der Ausicht, daß ee außerordentlicher Maßregeln bedarf, um der weiteren Ausbreitung des einge— rissenen Uebels Einhalt zu thun und den Boden für eine allmähliche Heilung zu bereiten. Sie halten ebenso an der Auffassung fest, daß die zu wählenden Mittel die staatsbürgerliche Freiheit im Allgemeinen zu schonen und nur dem Miß— brauch derselber entgegenzuwirken haben, mit dem eine verderbliche Agitation die Grundlagen unseres staatlichen und Cultur-Lebens bedroht. Ein von vicsen Gesichte punkten aus aufgestellter Gesetzent- noch im Besitze der Insurgenten. Der linke Flügel, die Hauptposition des Generals Sametz, ist von der feindlichen Stellung durch das Iznica— thal getrennt. Da die Truppen durch den langen harinäckigen Kampf in schwierigem Terrain sehr erschöpst waren, so wurde am 7. Sept. Rasttag gehalten.— Laut Bericht des Militär-Commandos Jara wurde am 7. Sept. Mittags ein nach Han Prolog vorgeschobenes Bataillon der Brigade Csikos von aus Livno anrückenden türkischen Truppen angegriffen; der auf ein Defile gerichtete Angriff wurde von diesem Bataillon ohne Verlust glänzend abgewiesen.— Nach Meldungen aus Ragusa wurde Trebinje gestern Mittag ohne Widerstand besetzt. An der Trebinjcicas Brücke hatten die Truppen ein Geplänkel mit Aufständischen, ohne Verlust zu erleiden. Die türkischen Truppen ziehen von Trebinje ab.— Nach einer Meldung des Generalmajors Zach mußte derselbe gestern Nachmittag nach 3 Uhr den weiteren Angriff auf die stark befestigte Position des Gegners bei Bihac aufgeben und wieder nach Zavalje zurückkehren. — Generalmajor Poppenheim berichtet: Nach Be⸗ setzung Trebinje's wurde das an der Trebinjeica⸗ Brücke zurückgelassene Halbbataillon des 74. Re; giments Nachmittags von Insurgenten angegriffen, der Angriff jedoch nach einstündigem Kampfe ent⸗ schieden zurückgewiesen. Auch die bei Trebinje lagernden Truppen wurden durch Schüsse aus den umliegenden Kulas belästigt; gegen letztere sind zwei Compagnien entsendet worden. Die türkischen Regulären blieben trotz des Feuers der Insurgenten im Lager angetreten und erlitten selbst einige Verluste. ö — Officiell. Die 31. Division berichtet aus Banjaluka vom 9. Sept.: Die rechte Flanke des Feindes bei Kliae wurde am 8. Sept. umfaßt und letzterer, obgleich überall Widerstand leistend, auf allen Punkten zum Rückzuge gezwungen. Der steile Bergrücken auf dem das Castell liegt, wurde erstiegen und der Feind zum Aufgeben des Castells gezwungen, welches besetzt wurde. Der Feind zog sich fluchtartig nach allen Richtungen zurück. Die Gegend von Kliac ist gänzlich gesäubert. Die Zahl der Todten und Verwundeten beträgt 260.— Bei Leskovac fand am 8. Sept. ein Geplänkel zwischen einem Jägerposten und ca 600 Insurgenten statt, worauf Letztere sich zurückzogen. An demselben Tage Nachmittags kam es bei Pros- cienikamen zum Geplänkel zwischen IJnsurgenten und ungarischer Landwehr.— Laut Mittheilung aus Doboj betrug der Verlust der Insurgenten in dem Gefechte vom 5. d. über 600. Zwischen Han Karenovac und Gracanica stehen 6000 Auf- ständische. In der Umgebung von Banjaluka wird die Entwaffnung ungestört fortgesetzt. Auch Sanskimost ist ohne Widerstand besetzt worden. Die türkische Besatzung von Trebinje wurde in Gracossa eingeschifft; die desgl. von Gacko wird in Metkovich zu Schiff gebracht. — 9. Sept. In Serajewo wurden dreißig Verschwörer entdeckt und verhaftet, welche beab⸗ sichtigten, Serajewo an mehreren Punkten anzu- zünden. Die„Abendpost“ bezeichnet die fruchtlose Expedition gegen Bihac als einen Versuch, welcher nunmehr mit größeren Machtmitteln wiederholt werden wird. Die ungarischen Blätter verur- theilen bei Besprechung der Ermordung Mehemed Ali's leidenschaftlich die Politik der Pforte. Gestern wurde Hadschi Aftt, ein vermögender Kaufmann in Serajewo wegen Theilnahme an der Insurrection füsilirt. Er bot vergeblich für sein Leben sein Vermögen von 20,000 Dueaten. Der ebenfalls füstlirte Seeretär von Hasiz Pascha erklärte in der Untersuchung, Hasiz habe die Insurrection geschürt und bei Belalovac auf der Rückreise von Zenitza zum Widerstand ermuntert. Bei Kosna wurden zwei die Straßen inspizirende Sappeurs massakrirt. Frankreich. Paris, 9. Sept. Eine Versammlung der radicalen Deputirten, welche heute die Vorsälle auf dem socialistischen Congresse besprach, beauftragte Louis Blanc, dem Minister des Innern Marcère ihr Bedauern über die Halt⸗ ung der Behörde gegenüber dem Vereins- und Versammlungs Rechte auszudrücken. Gleichwohl liegt es durchaus nicht im Sinne dieser Deputirten, sich den Doctrinen des Congresses anzuschließen. — 10. Sept. Gestern fand in Boulogne anläßlich der Feier der Einsenkung des ersten Steines zu dem neuen Hafen ein Bankett statt, an dem sich gegen 400 Personen betheiligten. In Erwiederung auf einen Trinkspruch ließ sich Minister Freyeinet über die Thunlichkeit der Aus- führung großer öffentlicher Arbeiten aus, die zur Befestigung der Republik beitragen würden. Minister Say zollte der französischen Sparsamkeit Lobsprüche, vertrat die Ausgabe der dreiprocen⸗ tigen tilgbaren Rente, und schloß mit den Worten: die öffentlichen Arbeiten werden den Staatshaus⸗ halt nicht schwer belasten, da Nichts ohne Ueber- legung unternommen ist. Um den Erfolg zu sichern bedürfen wir zweier Dinge: des äußeren Friedens und der inneren Stabilität. Holland. Haag. Das Budget von Niederländisch⸗Indien pro 1879 notirt ein Deficit von 100 Millionen Gulden, welches durch die Kosten der Eisenbahnen und des Krieges in Atschin entstanden ist; dasselbe soll gedeckt werden durch Vorschuß aus dem Schatze, sodann durch eine Anleihe. Die Regierung hat den Kammern einen Gesetz Entwurf, betreffend die Freilassung der Sklaven auf Ternate, vorgelegt.— Der Stand der Kaffee- Ernte wird auf 820,000 Picols geschätzt. Italien. Rom, 9. Sept. Das Journal „Fanfulla“ widerspricht entschieden der von einigen Blättern gebrachten Nachricht, daß Italien der Pforte gerathen habe, die Convention mit Oester- reich nicht abzuschließen; Italien empfehle im Gegentheil der Pforte, sich den Stipulationen des Berliner Vertrages zu fügen.—„Fanfulla“ er wähnt ferner des Gerüchtes, daß der deutsche Gesandte, v. Radowitz, nach Rom kommen solle, um die Beziehungen zwischen Deutschland und dem Vatican wieder anzuknüpfen.— Nuntius Jacobini wird eine Specialmission zur Regelung der Diffe- renzen mit Rußland betreffs der Kirche in Polen erhalten; derselbe soll Anfangs October nach Rom kommen, um auch Instructionen wegen Einrichtung der katholischen Hierarchie in Bosnien und der Herzegowina entgegenzunehmen. — 10. Sept. Durch Decret wird für die Provenienzen aus den sämmilichen Häfen der Vereinigten Staaten Quarantäne angeordnet.— Dem„Diritto“ zufolge setzt das Ministerium des Aeußern seine Schritte in Wien und Serajewo fort, um die näheren Umstände des an dem Consul Perrod verübten Mordes zu erfahren. Eine dem Ministerium zugegangene Depesche constatirt, daß der Schauplatz der That nicht Gabela, sondern Zepte war.— Großen Unwillen erregt das Ent- kommen von acht Briganten aus dem Zellenwagen von Palermo während des Transportes zum Schwurgerichte. Die Unterstützung zur Flucht wird der Mafsia zugeschrieben. Dieselbe veran- laßte den Sturz der Pferde. Fünf Briganten wurden wieder ergriffen. Randazzo, Sanpietro, Passafiume, die schlimmsten Räuber Sieciliens, sind entkommen. Türkei. Constantinopel, 7. Sept. Nachdem es Mehemed Ali Pascha gelungen, eine Bande von Ausständischen, die ihn bei Jakowa umzingeln wollte, zu entgehen, ist derselbe nach Hangar geflohen, hier von Ausständischen umringt und mit 20 Personen seines Gefolges niederge⸗ metzelt worden. Nach amtlichen Berichten wurde Mehemed Ali Pascha in seiner Wohnung zu Ipek mit seiner Estorte, bestehend aus einem Offizier 20 Soldaten, ermordet uad das betreffende s sodann mit Petroleum in Brand gesteckt. weiteres Telegramm meldet: Auch der Mutessarif von Ipek, Abdullah Pascha, nebst 10 höheren Beamten wurden niedergemetzelt. — 9. Sept. Die Ermordung Mehemed Ali's wirkte hier niederschmetternd. Die Pforte beschloß energische militärische Vorkehrungen gegen die alt⸗ serbischen Meuterer. Auch nach Makedonien, wo bedenkliche Anzeichen von Ruhestörungen hervor- treten, sollen Verstärkungen abgehen.— Bisher sind 35,000 Russen abgezogen. — 10. Sept. Es sind zablreiche Verhaft⸗ ungen, angeblich in Folge einer neuen Verschwör⸗ ung der Anhänger Murad's vorgenommen worden. Die Volksstimmung ist sehr erregt, die Palast-⸗ wache hat Verstärkung erhalten. Griechenland. Athen, 7. Sept. Nach- dem die Pforte auf die letzte griechische Note blos erwiedert hatte, daß sie die Antwort der Mächte auf ihr Memorandum abwarten müsse, ließ Minister Delyannis heute eine Circulardepesche abgehen, worin die Vermittelung der Mächte nachgesucht wird. — 10. Sept. Der Gesandte in Constantinopel, Conduriotis, ist angewiesen, die Pforte von der vorgestern geschehenen Absendung des griechischen Rundschreibens an die Großmächte mit dem An- suchen um deren Vermittelung zu verständigen und dabei zu erklären, Griechenland werde nie- mals auf die ihm vom Berliner Congresse zuge⸗ sprochenen Rechte verzichten. Amerika. New Orleans, 9. Sept. Gestern sind hier 81 Personen gestorben und 223 als neu erkrankt gemeldet. In Memphis wurden gestern 100 Leichen beerdigt; die Zahl der Er- krankten ist auf 3000 gestiegen; unter den ver⸗ storbenen befinden sich acht Aerzte. Die Zustände in Memphis sind über alle Beschreibung traurig; es hat sich daselbst ein Comite gebildet, um den bisher vom Fieber Verschonten das Verlassen der Stadt möglich zu machen. Von Plaquemines (Louistana) wird ebenfalls der Ausbruch des gelben Fiebers gemeldet. In Hickmann ließ das selbe ein wenig nach. Der Verkehr auf den Eisenbahnen und Dampfbooten ist theilweise sus⸗ pendirt. In den von der Epidemie heimgesuchten Bezirken hat der Geschäftsbetrieb vollständig auf- gehört; 90,000 Menschen sind arbeitslos. Es dürfte 1 Millien Dollars erforderlich sein, um nur für die nächsten 50 Tage Lebensmittel für dieselben zu beschaffen. Aus Stadt und Land. Friebberg, 6 Sept. Gestern Abend wurde hier, in Franksurt, Worms, Darmstadt, Büdingen und vielen anderen Orten ein hellleuchtendes Meteor bemerkt, das in der Gegend von Alsfeld geplatzt sein soll. Von dorther hört man, daß von Osten nach Westen eine in sehr inten⸗ siven Regenbogenfarben schimmernde Kugel eine weite Himmelsstrecke durchzog, welche einen goldenen Streifen, der mindestens 30 Secunden sichtbar war, hinterließ. Die Kugel senkte sich scheinbar unweit der Stadt und zerplatzte jarbensprühend; das prachtvollste Blau war vorheerschend. Der Streifen verging allmählig schmäler und schwächen werdend und war zuletzt nur noch als dünner Faden sichtbar. -o- Friedberg, 11. Sept. Die nächsten Sonntag dahier zu eröffnende Gewerbeausstellung schreitet sichtlich ihrer Vollendung entgegen. Die Localitäten sind bis auf das Decoriren hergerichtet, Zuführung und Aufstellung der Ausstellungsobjecte nehmen ungestörten Fortgang und die Räume füllen sich zusehends. Schon nach dem, was wir bis gestern Abend sahen, können wir zuversichtlich sagen, daß kein Vesucher, der offenen Blick und frischen Sinn besitzt, die Ausstellung verlassen wird, ohne wahren Genuß und wesentliche Belehrung aus derselben geschöpft zu haben. Die bereits aufgestellten Gegenstände sind fämmtlich muster⸗ haft gearbeitet und zeichnen sich zum Theil durch neue, glückliche Einfälle, Geschmack, sowie sorgfältige und ge⸗ lungene Ausführung derart aus, daß sie in der größten Ausstellung auffallen würden. Auch die Besitzer von Loosen können sich freudigen Erwartungen hingeben, einmal mit Rücksicht auf die äußerst günstigen Chancen, ferner, weil das Comiis beschlossen hal, nur solche Gegenstände als Gewinne anzukaufen, welche sich durch gute Arbeit aus⸗ zeichnen und von denen anzunehmen ist, daß sie den Meisten nützlich oder genußbringend sind. Wir hoffen nun, daß auch Diejenigen, welche unser Unternehmen bisher nicht billigten, wenigstens anerkennen werden, daß dasselbe von dem Streben nach Förderung der heimischen Gewerbe ⸗ thäligkeit durchdrungen war. Wir erwarten daher, daß unsere seitherigen Wibersacher, da nun die Ausstellung Thatsache geworden, dieselbe auch ihrerseiis nach Kräften fördern werden, woran man erkennen würde, daß di. frühere Gegnerschaft nicht auf persönlicher Gereiztheit, son⸗ dern auf sachlichen Gründen basirte und unsere Widersacher im Gtunde gleiche Ziele mit uns verfolgen. Wir sind überzeugt, daß die Idee, dieses Jahr eine Gewerbeausstell⸗ ung dahier abzuhalten, keine verfehlte war, letztere viel⸗ mehr ein vollberechtigtes, nützliches und zeitgemäßes Unter⸗ nehmen ist. An alle Theilnehmer unserer Gewerbeaus⸗ stellung richten wir schließlich noch die Bitte, dahin zu wirken, daß dieselbe, neben der fachlichen Förderung nicht elwa den Samen der Mißgunst und Zwietracht ausstreuen, vielmehr die Personen, welche in derselben einen Vereinig⸗ mitglieder, Stadt- und Landbewohner, Vornehme und Geringe, mit gegenseitigem, freundschaftlichem Interesse er⸗ fülle und die Ausstellung sich demnach sittlich wie lechnisch als Culturmittel erweise. Friedberg, 11. Sept. Der gestrige Wahltag ver⸗ lief sehr ruhig, da ein Gegencandidat nicht aufgestellt war; es stimmten nur circa 150 Personen ab. Die zwanzig in Vorschlag gebrachten Candidaten wurden fast einstimmig gewählt. -i- Nidda. Samstag den 14. September findet in Nidda eine landwirthschaftliche Generalversammlung staßt und hat die Oberhessische Eisenbahndirection mit Rücksicht hierauf beschlossen um 10 Uhr Abends je einen Extrazug von Nidda nach Gießen und Büdingen, unter Festsetzung der gewöhnlichen Fahrpreise, gehen zu lassen. Wir wollen nicht versäumen, unsere Leser hierauf besonders aufmerksam zu machen. Mainz, 9. Sept. Ein Unwetter, welches sich gestern Abend über unserer ganzen Umgegend entladen, hatte in mehreren Orten Unglücksfälle zur Folge. In Dotzheim und Ickstadt bei Wiesbaden schlug der Blitz ein und ver- ursachte Brände und bei Aßmannshausen hatte unmittelbar nachdem der rechtscheinische Frankfurt-Kölner Schnellzug den Ort passirt, ein Bergrutsch statt. Am Aergsten aber wurde wieder Nieder-Heimbach, in kurzem Zeitraume zum dritten Male, betroffen, indem zwischen genanntem Dorfe und Bacharach ein Wolkenbruch niederfiel und große Ver⸗ heerungen anrichtete; leider sollen auch Menschenleben zu beklagen sein. Der Bahnkötper wurde ganz überschwemmt, so daß der Kölner Zug liegen bleiben mußte. Die von Bingerbrück aus zur Untersuchung des Bahngeleises ent⸗ sendete Maschine konnte nur eine kurze Strecke zurücklegen, indem wegen der Höhe des Wassers ihr die Feuerung ausging. Allerlei. Frankfurt, 9. Sept. Gestern Abend um 6 Uhr begann in der Mainebene ein Gewitter, welches sich von Stunde zu Stunde mit ungewöhnlicher Heftigkeit fleigerte und seinen Höbepunkt Monsag Morgen halb drei Uhr erreichte. Der Regen floß in gewaltigen Strömen herab und war häufig mit Hagel untermischt. Von zwei bis halb vier Uhr hing das Unwetter direkt über der Siadt, die Blitzschläge erfolgten in kaum merklichen Intervallen aufeinander. Viele bereits canalisitte Straßen der Neu⸗ stadt waren, wie auch das Inundalions⸗Viertel der Alt⸗ stadt überschwemmt, da die Einflüsse die zuströmenden Wassermassen nicht bewältigen konnten und diese deshalb iheilweise in die Keller sich ergossen. Eingeschlagen hat es in einen Apfelbaum in der Nähe der Feldstraße und an der Hanauer Landstraße, jedoch ohne nennbaren Schaden anzurichten. Berlin. Soweit sich bis jetzt feststellen ließ, baben sich an der„Wilhelmsspende“ nach einer dieser Tage be⸗ wirkilen vorläufigen Zusammenstellung im gesammien Deui⸗ schen Reiche über 11.300 000 Personen, also mehr als der vierte Theil der ganzen Bevölkerung, betheiligt. Von diesen sind rund 1800,000 Mark gezeichnet und bei⸗ geiragen worden. Landwirthschaftliches und Gewerbliches. Das Hufeisen. In London wird gegenwärtig, wie die„Times? in ihrer letzten Nummer berichtet, die Frage sehr lebhaft in Angriff genommen, ob die Pferde in Zu⸗ kunft noch beschlagen werden sollen oder nicht. Nach der Meinung englischer Physiologen erschiene nichts schwerer zu rechtfertigen als der Gebrauch von Hufeisen. Nich nur sei die Sitte, das Eisen mittelst Nägel an dem Hufe zu befestigen, dem letzteren schädlich, sondern auch wahr⸗ scheinlicher Weise, wenn auch nicht evident nachweisbar, die Ursache gar vieler Krankheiten, die an den Hufen und Beinen der Pferde auftreten. Man glaubt bestimmt an⸗ nehmen zu können, daß der nackte Huf sich abhärten und daran gewöhnen würde, selbst auf dem gegenwärtig üblichen harten Pflaster ohne das bisherige„barbarische“ Schutz⸗ mittel zu laufen. Die ersten Versuche in dieser Hinficht werden mit Füllen vorgenommen werden, die noch nie⸗ mals beschlagen gewesen sind. Auf alle Fälle will man den Gebrauch der Hufeisen bei den Reitpferden abschaffen, die eigentlich doch nur leichte Lasten zu tragen haben, bei den Pferden dagegen, welche schwere Fuhrwerke zu ziehen baben, will man, falls die Experimente zeigen, daß der Huf durchaus eines Schutzes bedarf, das Hufeisen durch ein minder schädliches Schutzmittel ersetzen. Handel und Verkehr. Friedberg, 10. Sept. Waizen M. 19.—, Korn M. 14.—16., Gerste M 15.—16., Hafer M. 12.50. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo— 200 Zollpfund. Friedberg, 11. Sept. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 1 20— 30, Eier 1 Stück 6 Pf., 2 Stück 11 Pf. Gießen, 10. Sept. Wochenmarkt. Butter per Pfd. M. 1.20— 25, Eier per Stück 5-6 Pf., Tauben das Paar 55 Pf., Hühner per Stück 85 Pf., Hahnen per Stück 60 Pf., Enten per Stück M. 1.40, Kartoffeln 100 Kilo M. 5.50, Ochsenfleisch 70— 72 Pf. per Pfd., Kuh⸗ und Rindfleisch 5060 Pf., Schweinefleisch 64—68 Pf., Kalb⸗ fleisch 50 60 Pf., Hammelfleisch 6070 Pf. Frankfurt, 9. Sept. Der heutige Viehmarkt war gut befahren. Angetrieben waren ca. 380 Ochsen, 200 Kühe ungspunkt gefunden haben: Aussteller, Besucher und Comité⸗ d. Ita! von det N nien Uf gef auch heult macht. N ches die B „Tams“ ü Spöter de füt Slant in Paß e schluß der schitden w günflige einer Sei Auch Cut einer All im Allg nachgeben heblichen bewegten bahnachie und 222 waren m je 11 fl. und Reich Priotidlen Von aus! Rene ee Deulsche sest. 40 Wechseln Unt stalten, die Au Sicherff Geschick bersicher, ist vorzt leistunge baser be Vn sorgu den Erna — 2412 Beka die Nontad da über der worden d 2 dahler anz weigend Kubiger oder nicht ind, wird el etwa e in die ssceinenden * r ant um 6 Un *um Suche sich d n dclugkat feige deilt t dure bes halb cash da! n tit und N und Rinder, 240 Kälber und 300 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. M. 70.— 72. 2. Qual. U 11 . Seti ber') D Sn N r tn See l M. 66.—68., Kühe und Rinder 1. Qual. M. 63. 65., 2. Qual. M. 56.—58., Kälber 1. Qual. M. 60.—63., 2. Qual. M. 58.—60., Hämmel 1. Qual. M. 62.—64., 2. Qual. M. 54.—56. Frankfurt, 9 Sept. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 39.50, Nr. 2 M. 35.50, Nr. 3 M. 31.50, Nr. 4 M. 27.50. Nr. 5 M. 21.50. Roggenmehl/(Berliner Marke) M. 21.50, do. II.(Berliner Marke) M. 18.50. Waizen, eff. hies. ab Bahnhof hier M. 20 50—21., ab unserer Umgegend M. 19.50— 20., do. fremder je nach Qual. M. 19.—22. Roggen je nach Qual. M. 13 2516. Gerste M. 13 50-19 50 Hafer M. 14.— 16. Kohlsamen M. 28.— 29. Erbsen M. 19.—23. Wicken M. 15.—16., Unsen M. 17.— 23. Rüböl, detail, M. 72. Die Preise ver⸗ stehen sich sämmtlich per 200 Pfd. Zollgewicht— 100 Kilo. Frankfurt, 8. Sept. Die Zufuhren zu unserer Ledermesse waren entschteden kleiner als an der Oster⸗ messe, insbesondere waren effkeetiv feine und starke Ochsen⸗ und Kuhleder nur mäßig zugefahren, so daß diese Sorten mit 6—8 pCt. höher als im Frühjahr gehandelt wurden. Mittel und leichte Wildsohlleder waren zwar auch nicht so viele am Markt, als dies an der letzten Messe der Fall war, holten aber nur 4—5 pCt. höhere Preise gegen die Frühjahrsmesse. In guter Nachfrage waren auch starke Zahmsohlleder, welche gleichfalls zu 5—6 pCt. höher rasch verkauft wurden. Es ist anzunehmen, daß bis heute Alles in erster Hand geräumt ist. D. Frankfurt a. M., 10. Sept. Die Meldung von einer Niederlage der zsterreichischen Truppen in Bos⸗ nien rief gestern Abend eine weitere Reaction hervor, die auch heute bei Beginn des Verkehrs noch Fortischritte machle. Wiederum war es ein politisches Moment, wel— ches die Börse verstimmte, nämlich die Auslassungen der „Times“ über den zussischen Vormarsch gegen Afganistan. Später trat indeß eine entschiedene Besserung ein, zunächst für Staaisbahnactien in Folge der Nachricht, daß heute in Pest ein Ministerrath statifinde, worin über den An- sschluß der Staalsvahn an die rumänischen Bahnen ent— sschieden werden solle. Die Böcse, die eine dem Anschluß cgünstige Entscheidung erwartet, escomplirte dieselbe mit einer Steigerung des Courses der Staalsbahn um ca. 1½ fl. Auch Creditactien participirten an der sesteren Tendenz mit einer Erhöhung von ca. 1 fl. Der Verkehr bewegte sich im Allgemeinen in engen Grenzen. Gegen Schluß gaben machgebende Pariser Course wieder den Anlaß zu einer er⸗ heblichen Ermattung. Creditactien, gestern Abend 2083/4, bewegten sich zwischen 207/—208/ und 207½, Staats- bahnactien, gestern Abend 2223/, zwischen 222/— 2225/8 und 222½¼½. Lombarden notirten 62¾. Oesterr. Bahnen waren mein niedrieger. Nordwest und Franz⸗Joseph gaben e 1½ fl., Rudolf und Galizier 1 fl. nach. Elisabeth und Reichenberg⸗Pardubitz blieben bebauplet. Oesterr. Priotitäten sest. Von Loosen Ungarische 1½ M. schwächer. Bon ausländischen Fonds Oesterr. Rauen und Ungarische Rente eiwas niedriger. Banken still. Darmstädter matter. Deuische Fonds preishaltend. Gottbardtbahnprioriläten fest. 4% Schwedesche Pfanebriese à 84 gefragt. Von Wechseln Wien und Paris billiger. Privatdiskonto 3%. Ueber Lebensversicherung. Unter den verschiedenen gemeinnützigen An- stalten, welche die Mehrung des Wohlstandes, die Ausgleichung sozialer Migverhältnisse und Sicherstellung vor den Folgen eines wiorigen Geschickes zum Zwecke haben, nimmt die Lebens versicherung einen immer höheren Rang ein. Sie st vorzugsweise berufen, durch geringe Gegen— eistungen das zu gewähren, was dem Familien- vater besonders am Herzen liegen muß,— die Bersorgung der Hinterbliebenen, wenn der Tod den Ernährer von den Seinen abruft, wie auch die Sicherung eines sorgenftelen Alters, wenn die abnebmende Arbeitskraft es versagt, das Nöthige für den Lebensunterhalt zu beschaffen. Die Gegner der Lebensversicherung— und deren sind gar viele— bringen häufig die Be— hauptung vor, daß man durch die Sparkasse dasselbe erreichen könne, was die Lebensversicherung zu bieten vermag, daß aber der Vortheil bei der Sparkasse deshalb schon ein größerer sei, weil man zu jeder Zeit über seine Einlagen verfügen könne. Andere Gegner machen wieder geltend, daß das für die Lebeusversicherung aufgewendete Geld sich besser rentiren würde, wenn es die Grundlage zu Geschäftsunternehmungen bilde und namentlich in den Reihen der Kaufleute und Ge— werbetreibenden findet diese Darlegung die meisten Anhänger. Die Absicht, welche die Gegner der Lebens- versicherung in vielen Fällen(ausnahmlos wohl kaum, da auch oft genug der Indifferentismus damit verhüllt wird) durch die eben angeführten Gründe an den Tag legen, ist gewiß eine recht an— erkennenswerthe, aber die Gründe sind schon des- halb nicht stichhaltig, weil der Weg der Ersparniß, die Ansammlung kleinerer Beträge in einer Spar— kasse nur unter der Voraussetzung zum Ziele führen kann, daß ein höheres Alter erreicht wird. Um dies zu veranschaulichen, wollen wir durch Pflicht ist, sondern zugleich das beste und wirk⸗ bildung verlorener Kapitalien. ist das Kapital von 20,000 Mark beim Tode des Versicherten in klingender Münze zahlbar,— ein Vortheil, der dem Besitzer von Staatspapieren oder Eisenbahn Obligationen vollständig abgeht. Der Policeninhaber kann mit Ruhe das Steigen und Fallen der Börsenpapiere betrachten, welches seinen Freund im Schlafe beunruhigt; er hat die Gewißheit, daß selbst Krieg oder Revolution das Kapital nicht anzutasten vermögen, welches er seiner Familie zu hinterlassen wünscht. Um aber die Verschiedenheit in der Lage der beiden Freunde auch durch Zahlen zu belegen, wollen wir durch nachfolgende Tabelle konstatiren, in welcher Zeit der zweite Freund den ersten einholen wird(und fügen wir zur Erläuterung der Tabelle hinzu, daß die Prämiensätze der Tabelle I. der Lebens⸗ versicherungs⸗ und Ersparnißbank zu Stuttgart entnommen sind), daß ferner angenommen ist, der Versicherte wolle seine Dividende verzinslich stehen lassen und dieselbe zum Kapitale schlagen, weil seine Mittel ihm, wie oben erwähnt, eine jährliche Ausgabe von 500 Mark gestatten und daß endlich zu der Spareinlage von jährlich 492 Mark ein Zins von 10 Mark geschlagen ist, der einem halbjährlichen Zinse von 4 pCt. gleichkommt; die zum Kapitale geschlagene Dividende ist für die ersten fünf Jahre(weil die Dividenden erst vom sechsten Jahre ab bezogen werden, wenn auch nachfolgendes Beispiel zu beweisen suchen, daß die das Recht auf sämmtliche rückständigen Dividenden Lebensversicherung auf den Todesfall nicht allein besteht) im diskontirten Betrage angegeben(Vgl. ein Akt wahrer Fürsorge und damit eine dringende untenstehende Tabelle). Die Tabelle nachstehende zeigt, daß der samste Mittel zur Sicherung gefährdeter oder Neu- Kapitalist erst nach 24 Jahren und zwar unter der Bedingung, daß der Tod ihn so lange ver- Nehmen wir an, daß zwei Freunde, beide im schont, die Summe von 20,000 Mark realisirt Alter von 30 Jahren und beide im Genusse einer haben wird, welche der Versicherungsnehmer be⸗ ausreichenden Einnahme, die ihnen erlaubt, jährlich reits am Tage des Versi nerungsabschlusses er⸗ verschaffen. ihres Entschlusses verschiedene Wege ein. schließt eine Lebensversicherung ab, durch welche er seine Familie vermittelst einer jährlichen Prämie von 492 Mark ein bei seinem Tode zahlbares Kapital von 20,000 Mark sichert; der andere, der mit einem größeren Vertrauen auf Leben und Gesundheit die Mißachtung legen und die vierprocentigen Zinsen seiner An— lage selbst zu kapitalisiren. Man erkennt auf den ersten Blick den enormen Unterschied in der Lage der beiden Freunde schon jetzt im ersten Anfange ihrer Thätigkeit. Der eine hat sofort wie durch ein Zauberwort ein Kapital von 20,000 Mark geschaffen, welches am Tage seines Todes zahlbar ist, möge dieser auch un— mittelbar nach Zahlung der ersten Prämie ein- treten, während der andere unter denselben Um- ständen den Seinen nur die äußerst mäßige Summe von 492 M. hinterlassen würde. Ferner des Versicherungs⸗ wesens verbindet, zieht es vor, dieselbe Summe Russische Impexiales 5 von 492 Mark in Papieren ersten Ranges anzu- Holländische fl. 10⸗Stücke. etwa 500 Mark zurückzulegen, die Absicht haben, worben batte. Tritt der Tod des Versicherten sich ein Kapital von mindestens 20,000 Mark zu nach Ablauf von 30 Jahren ein, so würden seine Erben außer den versicherten 20,000 Mark ö Die beiden Freunde schlagen zur Ausführung noch 8460 Mark Dividende erhalten und ein Jahr Der eine später erst wären die angesammelten Gelder des ö Kapitalisten diesem Betrage gleich. (Schluß folgt.) Geld⸗Cours. Frankfurt am 10. September 1878. 1 20 ⸗Frankenstücke.. M. 16 24—28 Englische Sovereigns„ 20 40-45 „ 16 68—73 „ 16 65 G F 15 9 60—65 Ducaten al mareo 5 9 60—65 Dollars in Gold. 3 8 4 17—20 Herr Johann Maria Farina ö gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln hat uns den Debit des allein üchten Cölnischen Wassers übertragen und empfehlen wir dasselbe per Glas zu M. 1,50, „ ½ Dutzend„ 359, „Dutzend i 10, Die Expedition des Anzeigers. Edictalladung. 2412 Bekannte und unbekannte Ansprüche jeder Art an ½%nie Konrad Schmidts Eheleute von Stammheim sind, da über deren Vermögen der formelle Concurs erkannt worden ist, nebst etwaigen Vorzugs rechten im Termin Donnerstag den 26. September l. J., früh 9 Uhr, sahier anzumelden und zu begründen, bei Meidung still⸗ schweigenden Ausschlusses von der Masse. Von den Gläubigern, welche im Termin nicht persönlich erscheinen ider nicht durch einen gehörig Bevollmächtigten vertreten imd, wird hinsichtlich der gefaßt werdenden Beschluͤsse und lei etwaigem Arrangement angenommen, als willigten se in die Beschlüsse der rechtlichen Mehrheit der Er— scheinenden ein. Konrad Schmidt, der zur Zeit mit unbekanntem Lufenthaltsorte abwesend ist, wird unter Hinweis auf sebige Verfügung zugleich hiermit aufgefordert, im Termin seine Rechtszuständigkeiten zu wahren, als sonst ein Curator für ihn bestellt und nach Befund nach dessen Anträgen vorgegangen werde. Altenstadt am 19. Juli 1878. Großherzogliches Landgericht Altenstadt. May, Kösterus, ö Landrichter. Landgerichts-Assessor. 4* rr 3 8 1 b E Corsetten% ble eich. ö Aepfel-Versteigerung. 2874 Freitag den 13. September, Morgens 8 Uhr, solleu die der Gemeinde Leidhecken gehörigen Aepfel, circa 80— 100 Malter, und 50 Bäume mit Zwetschen versteigext werden. Leidhecken den 6. September 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Leidhecken. Selz am. 0 Auf for dh ng. 2885 Die Gläubiger des ledig verstorbenen Heinrich Holler aus Fauerbach b. Fr., dessen gesetzliche Erben die Erbschaft nur unter der Rechtswohlthat des Inven— tars angetreten haben, werden zur Anmeldung ihrer Forderungen binnen 14 Tagen bei Meidung der Nicht⸗ berücksichtigung aufgefordert. Frledberg den 5. September 1878. Großherzogliches Landgericht Friedberg. Pistor, Allwohn, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Eine Grube Dung 2901 hat zu verkaufen Metzger Fr. Waas. 2859 gesucht. Naͤheres bel der Exped. des Anz. Ein gewandtes Dienstmädchen Grummetgras-Versteigerung. 2887 Freitag den 13. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, soll das der Gemeinde gehörige Grummetgras in der Wirthschaft des Ludwig Feuerbach II. dahier ab⸗ theilungsweise öffentlich meistbietend versteigert werden. Ober⸗Woͤllstadt den 9. September 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober Woͤllstadt. Feuerbach. Steinkohlen! Ia. Maschinenkohlen, „ Stückkohlen, „ Ofenbrand, 2 „ gewaschene Nußkohlen für Füllöfen, 85 5 Nuß ⸗Schmiedekohlen empfiehlt zu billigsten Preisen, in Waggonladungen ab Zeche, sowie in Fuhren ab Lager. 80 ub bo g. F. W. Poock, D Moiré⸗, D leinene und Alpaka-Schürzen, 77 Portemonnaies, Fücher, Kragen⸗ und Manschetten⸗ knoͤpfe biligst bel K. Friedrich. Bad ⸗Nauheim. Der Geburtstag Sr. Königlichen Hoheit des Großherzogs am 12. d. Mts., soll nach amtlicher Anzeige der Kurliste mit einem Festessen um 7 Ubr Abends im Neuen Kurhause gefeiert werden. Um 9 Uhr Beleuchtung der Sprudel und bengalische Be⸗ leuchtung des Parkes. Auch soll, wie wir hören, nach derselben ein kleines ungezwungenes Tanz⸗ vergnügen stattfinden. 2895 Gewerbe-Ausstellung in Steinhäußer's Gartenlocal. Eröffnung am 15. d. M., Vormittags 11 Uhr. von Uachmittags halb 3 Uhr an Coneert. Eintritts⸗Preise: ö 0 außer der Concertzeit 30 Pf., für Erwachsene d Person. 5 wührend„ 3 50 5 a 0 5 f außer der Concertzeit 15„ für Kinder unter 10 Jahren in Begleitung der Eltern. während„ J 48 für Schüler höherer Anstalten.. 5 48555 5 außer der Concertzeit 15„ für Volksschüler in Begleitung ihrer Lehre 1. 75 5 77 7 Abonnementskarten, persönlich gültig, für die Dauer der Ausstellung einschließlich der Concertzeiten 1 M. 20 Pf. und sind solche bei Herrn Jos. Hoffmann zu haben. Das Comiié. 8 Ossenheimer Wäldchen. 2890 Nächsten Sonntag, als am 15. September, findet dahier bei Harmonie- und Tanzmusik das Kirchweihfest statt, wozu freundlichst eingeladen wird. Handelsschule mit Pensionat in Miltenberg à. Main. Beginn des Wintersemesters am 1. October d. J. 2888 a) Vorbereitungs klassen. Vorbereitung für die Fachschule oder für die oberen Klassen von Realschulen. h) Faehsehule. 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September 1878. on des ev. Prediger Seminars, Sch wa be. An die Herren Aerzte von Friedberg Großherzogliche Direeti Dr. ird hier und Umgebung! 1 2899 Die Herren Aerzte von Friedberg und Umgebung aauspaltig werden ergebenst darauf aufmerksam gemacht, daß Sonn; bone 5 tag den 15. d. Mts., Vormittags nach 11 Uhr von Cassel eine große Zahl ihrer Herren Collegen in Bad⸗Nauheim eintreffen werden. Alle Diejenigen, welche nun gesonnen sind, ihre Herren Collegen zu begrüßen und an dem, gegen ½M½3 Uhr im neuen Kurhause stattfindenden gemeinschaft⸗ — 1 3 lichen Mittagsmahl Theil zu nehmen(à 3 M. das Coupert) eh werden ergebenst hierzu eingeladen und ersucht, desfallsige Anmeldung bis zum 14. Abends an Restaurateur Kröll Oas hier gefälligst gelangen zu lassen. Bad⸗Nauheim am 10. September 1878. N Das Comité. Furbeschadl Ein Acht saltzu 9* 2. 8 1 vorzüglicher Hühnerhund ae — ist zu verkaufen. 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