Samstag den 11. Mai. N 56. berhessischer Anzeiger. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. E 4 Erscheint dreimal per Wochk und zwar Dienstags, Kreisblatt für den Artis Friedberg. Donnerstags und Samstags. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. Annoneen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nnn 5 2 berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Deutsches Reich. Darmstadt. Militärdienstnachrichen. Fried- richs, Prem. Lt. vom 3. Groh. Inf. Regt. Nr. 117 wurde vom Commando bei dem großen Generalstabe entbunden; Budde, Prem.-Lt. vom 2. Großh. Inf. Regt. Nr. 116, und Scheele, Prem. Lt. vom 3. Großh. Inf. Regt. Nr. 117 wurden zur Dienstleistung bei dem gr. General— stab commandirt. — Es wurden ernannt: der Bezirksgerichts⸗ rath Pauli zu Mainz zum Obergerichts rath da— selbst, der Bezirksgerichtsrath Becker zu Alzey zum Bezirksgerichtsrath in Mainz, der Friedensrichter Volk zu Wörrstadt zum Bezirksgerichtsrath in Alzep und der Gerichts- Accessist Dr. Müller zum Friedensrichter in Wörrstadt. — Zur Ausarbeitung und bezw. Vorberathung 35 5 . es über den Zeitpunkt seiner Rückkehr sind daher— 9. Mai. Im Abgeordnetenhause kam heute noch nicht getroffen. Der Kaiser empfing gestern der durch Zuschrist des Finanzministers übermittelte Nachmittag den neuernannten Gesandten der ameri— Gesetzentwurf, betr. die Bedeckung des 60⸗ Millionen- kanischen Union Bayard Taylor in Privat-Audienz Credits, zur Vorlage.— Grocholski nebst den und nahm dessen Accreditive entgegen. Prinz anderen polnischen Abgeordneten brachten folgende Heinrich der Niederlande wird morgen zum Besuch Interpellation an die Regierung ein: ob der Ein— hier eintreffen. marsch in Bosnien beabsichtigt sei, und aus welcher — 8. Mai. Der Reichstag genehmigte in Veranlassung, zu welchem Zwecke, ob auf Grund erster und zweiter Lesung den Nachtrags„Etat, eines Einvernehmens mit den Tractat-Mächten welcher die Vertheilung der Matrikular Beiträge oder Rußland? auf die Einzelstaaten feststellt. Darauf wurde in— 9. Mai. Die„Bohemia“ erfährt, Oester⸗ der Berathung der Novelle zur Gewerbeordnung reich werde ein Kriegsschiff in die albanesischen fortgefahren. Die noch übrigen vier Paragraphen Gewässer entsenden. In Netkovich wird die des Abschnittes über das Lehrlings Verhältniß Grenzwache erheblich verstärkt. wurden in der Commissions- Fassung genehmigt. Pest, 9. Mai. Im Unterhause wurde vom Hierauf folgte die Berathung des Abschnitts über Finanzminister der Gesetzentwurf über die Bedeck⸗ die Verhältnisse der Fabrikarbeiter, zunächst über ung des auf Ungarn entfallenden Antheiles am beit. 8 noch erforderlichen Particular Gesetze hat das Ministersum der Justiz nunmehr eine Commission „ bergsen, als deren Mitglieder, außer dem Vor— M n l sigenden und den zwei Räthen des Ministeriums, eee noch Ober⸗Gerichts-Rath Görz von Mainz(Prä⸗ ern 12.— sident der zweiten Kammer), Ober- Appellations- N— und Cassations⸗Gerichts-Rath Röder und Hof— — W gerichts Rath Knorr von hier bestimmt wurden. 2— Die Regierung hat den Ständen proponirt, * daß die Brandversicherungs Commission ermächtigt g 1 Rn zur n des Betriebs- und 2(servefonds jährliche Zuschläge von höchstens ers 1 Pf. auf je 100 Mark Versicherungskapital zu 8 0 erheben, insolange der Gesammtausschlag den Be— trag von 12 Pf. auf 100 Mk. nicht übersteigt Arme und jener Fonds die Höhe von ½¼9o0 des Ver- sicherungs- Capitals(nach neuerem Stande etwa erden e 2,000,000 Mt.) noch nicht erreicht. Der Ge eich ee in e setzgebungsausschuß glaubt indessen, daß dermalen nn eine genügende Veranlassung hierfür nicht vorliege „ ee ee und beantragt unter Mitinbetrachtnahme der Noth— vpendigkeit der Gesammtreviston der deßfallsigen . ben een ate, SGesetzgebung Ablehnung, der das Plenum der 11 4 Ne. 1 wird. * 1— Nach dem Antrag des Ausschusses der nin Kilt zweiten Kammer soll die Zahl der l aN von 21 auf 18, die der Amtsrichter von 44 auf 1 II herabgemindert werden. In Wegfall kämen eee, b iernach die Gerichtesitze Lorsch, Gernsheim, Alten— tadt, Lich, Laubach und Herbstein, wogegen Bens eim, Lampertheim und Freien Steinau Amts— zerichte erhallen würden. Offenbach. Ueber den Antrag der Abge— ürdneten Weber und Kugler auf Errichtung eines 2•1 5 lierten Landgerichts mit Sitz in Offenbach, eventuell e ene, uf Errichtung einer Handclekammer und detachirten 93 ee Strafkammer daselbst, hat der Abgeordnete Jöckel famens des Gesetzgebungs. Ausschusses Bericht er tstattet. Der Antrag des Ausschusses geht dahin: den vorliegenden Antrag, soweit derselbe die Er uchtung eines vierten Landgerichts oder einer detachirten Strafkammer in Offenbach zum Gegen- zrickrich, zeigt. lande hat, abzulehnen, denselben im Uebrigen Inze e ber durch die Zusage der Regierung, eine Han- e letammer dortselbst errichten zu wollen, für 1 edigt zu betrachten. * 79 Berlin, 8. Mal. Die Reise des Kaisers een uch Wiesbaden ist für dieses Jahr aufgegeben. 1 Der Kaiser wird bis zur Reise nach Ems theils 9 er, theils in Babeleberg residiten. Fürst Bismarck's turalgisches Leiden ist in Folge seiner jüngsten krankung erneut hervorgetreten; Bestimmungen der zur Durchführung der Reichs- Justiz Gesetze die Kinderar zu Bonn stattfindenden Synode für die Aufhebung §. 133 der Novelle zur Ge werbe Ordnung(Arbeitszeit der Kinder und jugendlichen Arbeiter und Arbeiterinnen) wurde in der Commissionefassung genehmigt, ebenso wurde §. 134 unverändert nach den Vorschlägen der Commission angenommen. 9. Mai. Der russische Botschafter in London, Schuwaloff, wird morgen hier eintreffen, nachdem derselbe, wie verlautet, den Fürsten Bismarck in Friedrichsruh besucht haben wird. Morgen Abend wird Schuwaloff seine Reise nach Petersburg fortsetzen. — 9 Mai. Die Delegirten-Conferenz der deutschen Seehandelsplätze beschloß heute mit 14 gegen 7 Stimmen ihren Austritt aus dem deut— schen Handelstage. Köln. Bekanntlich sind die altkatholischen Gemeinden Süddeutschlands für sosortiges Vor- gehen behufs Aufhebung des Cölibats-Zwangts bei den Geistlichen. Anders ist dieses der Fall in den Gemeinden am Niederrhein. In einer am 5. d. abgehaltenen Besprechung dieser Frage blieb der Antrag des Kirchen Vorstandes, die hiesigen Deputirten möchten sich auf der in der Pfingstwoche des Cölibats-Zwanges erklären, in der Minorität. Ungefähr drei Viertel der Gemeindeglieder stimmten aus Opportunitäts⸗Rücksichten gegen die sofortige Aufhebung. Ausland. Oesterreich- Ungarn. Wien. Das „Fremdenblatt“ billigt, daß die Regierung alle Vorbereitungen trifft, um sich von den Ereignissen nicht überraschen zu lassen. Die Maßregeln sind rein defensiver Natur und können nach der Lage der Dinge keinen anderen Charakter tragen. Die Concentrirung einer respectablen Truppenmacht in Siebenbürgen sei um so nothwendiger, als es sehr wahrscheinlich sei, daß die Rumänen, wenn sie mit den Russen handgemein würden, schließlich auf siebenbürgischem Boden Schutz suchen werden. Nicht minder wichtig sind die militärischen Sicher— beitsmaßregeln in Cattaro, nachdem die Bevölkerung Albaniens der Annexion an Montenegro wider— strebt und überhaupt die Vergrößerung Montenegros im Sinne des Vertrags von San Stefano die Anarchie an unserer Grenze in Permanenz er— klären würde. — 8. Mai. Der Ausgleichs Ausschuß des Abgeordneten Hauses hat die Vorlage, betreffend die 80-Millionen-Schuld, in der General- und Speclal-Debatte conform der Regierungs-Vorlage unverändert angenommen. 60 Millionen Credit im Betrage von 18,840,000 fl. vorgelegt; derselbe soll bei eintretendem Bedarf durch Verwerthung von Goldrenten-Obligationen oder durch eine provisorische Operation beschafft werden; die Motivirung weist auf den sanctio— nirten betreffenden Beschluß der Delegationen hin. Großbritannien. London, 8. Mai. „Daily Telegraph“ sagt: Die Reise des Grafen Schuwaloff sei thatsächlich eine Friedens-Mission. Der Graf habe eine deutliche, definitive Zusammen⸗ stellung der Forderungen der eaͤglischen Regierung mitgenommen und werde versuchen, die britischen Ansichten mit den Zwecken und Entschlüssen des Kaisers von Rußland zu versöhnen.„Standard“ äußert sich in ähnlichem Sinne. Italien. Rom, 8. Mai. In der Depu⸗ tirten-Kammer erklärte der Justiz-Minister auf Anfragen, er werde den Straf-Gesetz- Entwurf demnächst vorlegen. Er persönlich sei für Ab- schaffung der Todes Strafk. Bezüglich der blos vor der Kirche geschlossenen Ehen und der Organisation der Kirchengüter müsse das Ergebniß der diesfalls begonnenen Studien abgewartet werden, bevor die einschlägigen Vorlagen einge— bracht werden könnten. Der Senat hat den Handelsvertrag mit Frankreich genehmigt. Türkei. Constantinopel, 7. Mai. Un⸗ geachtet des anhaltenden Drängens Seitens der Russen wurde in Betreff der sofortigen Räum- ung von Varna, und Batum noch nichts entschieden. Nach einer Meldung Samih Paschas und Vassa Effendi's aus Philippopel ist die musel⸗ manische Insurrection keineswegs in Abnahme begriffen. Zwei türkische Commissäre reisen am Freitag nach Batum ab. Die Russen halten Livana in der Umgebung von Batum besetzt. In Burgas sind neue russische Truppen gelandet. — Der„Levant⸗ Herald“ veröffentlicht ein Schreiben eines Arztes, worin dieser die Ansicht ausspricht, die englische Flotte werde ihren Anker platz in der Bap von Jsmid wegen der im Sommer dort herrschenden Sumpfsieber im nächsten Monat verlassen müssen. Wie man versichert, werde Schumla demnächst theilweise geräumt wer— den. Es soll daselbst nur die zur Bewachung der Kanonen und des Kriegs- Materials noth- wendige türkische Truppenmacht zurückbleiben. Die Pforte verlange, daß die Räumung jedes einzelnen Platzes Seitens der Türken durch eine entsprechende Gebiets- Räumung Seitens der Russen compen- sirt werde. 8. Mal. Die Mehrzahl der russischen Munitions Depots und Proviant Vorräthe sind ——— — von San Stefano nach Tschataldla übergeführt manente von den Russen abgeschlossene Lieferungs Verträge bestimmen die Lieferungen nach Adrianopel anstatt nach San Stefano. Es herrscht hier ziemlich lebhafte militärische Beweg⸗ ung; die Organistrung der Vertheidigungs. Armee wird eifrigst betrieben und dürfte nunmehr als vollendet anzusehen sein. Gestern inspicirte der Sultan alle Truppenabtheilungen, welche Positionen in der Gegend von Constantinopel besetzt halten. — 9. Mai. Es verlautet hier gerüchtweise, ein russisch- englischer militärischer Compromiß sei dem Abschluß nahe. Rußland hat angeblich zu gestanden, seine Armee einige Tage früher den Rückmarsch antreten zu lassen, bevor die britische Flotte das Marmara-Meer verläßt. Montenegro. Cettinje. Das Attentat auf die österreichische Schildwache in Cattaro vor einigen Tagen ist vor dem montenegrinischen Bazar erfolgt; als Motiv vermuthet man Privatrache. Die montenegrinische Regierung setzte auf die Entdeckung des Thäters den Preis von 100 Napoleons. Griechenland. Athen. Die durch Ver- mittlung der britischen Consuln Merlin und Blunt mit den thessalischen und epirotischen Insurgenten betreffs der Pacificirung vereinbarten Vorschläge sind auf der Pforte eingetroffen; die Insurgenten fordern allgemeine Amnestie und gegenseitige Ent— waffnung. Man hofft auf Grund dieser maß— vollen Vorschläge ein Uebereinkommen zu erzielen. Rußland. Petersburg, 8. Mai. Dem „Journal de St. Petersbourg“ zufolge reist Fürst Labanoff⸗Rostowsky heute nach Constantinopel ab, um das Amt des Botschafters daselbst zu übernehmen. Amerika. Washington, 9. Mai. Im Senat brachte Morgan den Antrag ein, daß bei einem künftigen Vertrage mit Mexico die per— worden. Neue Unverletzlichkeit der jetzigen Grenzen garantirt und jeder Contrahent verpflichtet werde, den anderen gegen Eroberungs-Versuche Seitens einer europäischen Macht zu schützen. Aus Stadt und Land. Groß⸗Gerau, 7. Mai. Der bekannte Kraubtbauer Keller von Büttelborn, welcher seiner Zeit eine gewisse Berühmtheit durch die gegen ihn geführte Untersuchung wegen 19 Kirchendiebstählen erlangte wurde gestern Abend in der Nähe unserer Kirche unter höchst verdächtigen Um⸗ ständen, welche einen beabsichtigten Einbruch voraussetzen ließen, verhaftet. Allerlei. Hamburg, 7. Ma. Durch die Explosion der Pulvermüvle zu Schulau wurden fast sämmtliche Gebäude des Etablissemenis mit Ausnahme der Magazine zerstört. Bis zum Nachmittag wurden neun Todte, darunter der Director, und fünf Schwerverwundete aufgefunden. Sämmtliche Häuser in dem benachbarten Flecken Wedel wurden beschädigt 17 Leute sind verunglückt. Handel und Verkehr. Gießen. Die oberbessischen Bahnen haben im ersten Quartal 1878 nur 202,387 Mk., also 11 645 Mk. weniger als im Jahr 1877 vereinnahmt, Betriesresultate, wesche mit gerechter Besorgniß für die Zukunft erfüllen müssen. Frankfurt, 8. Mai Der heutige Heu- und Stroh- Markt war schlecht befahren. Heu kostete je nach Qual. per Cent. M. 2.— 2,70, Stroh per Cent. M 2.—, Butter im Großen 1. Qual. M. 1.15 20, 2. Qual. M. 1 10, im Detail 1 Qual. M. 1.40 50, 2. Qual. M. 1.25 30. Eier, per 100 M. 4.60 6. Kartoffeln M. 6—7. Erbsen geschälte(per 100 Kilogr.) M. 28 bis 33, ganze Erbsen M. 24— 28. Bohnen M. 25.— 28. Linsen M. 28—36. Fleischpreise: Ochsenfleisch per Pfd. 65—75 Pf. Kuh- und Rindfleisch 55 64 Pf., Schweine fleisch 70— 75 Pf., Hammelfleisch 55 68 Pf., Kalbfleisch 60—70 Pf., Speck 1 M. Spargeln per Pfund 40 Pfg. Frankfurt, 9. Mai. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 42., Nr. 2 M. 38., Nr. 3 M. 34., Nr. 4 M. 30., Nr. 5 M. 24 Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 25., (do. II. Berliner Marke) M. 21. Wafzen ab Bahnhof hier M. 24.50., ab unserer Umgegend M. 23.25— 23.75, do., fremder je nach Qual. M. 24— 25.25., Roggen je nach Qualität M. 17 25—18.—. M. 14.25— 16.25. Erbsen M. 19— 26. Wicken M. 16 Linsen M. 19.—26. Rüböl, detall, M. 77 Die Preise b verstehen sich saͤmmtl. = 100 Kilo Landwirthschaftliches und Gewerbliches. Als sehr zeitgemäß dürfte die Frage der Vertilgung der Maikäfer erscheinen. Um das Eierlegen der Käfer zu verhindern, sind Vertilgungsmaßtegeln alsbald vorzunehmen und empfehlt es sich, die Käfer früh⸗ morgens von den Bäumen abzuschütteln und zu lödten. Wer Geflügel hat, kann die Käfer verfüttern, andernfalls läßt sich aus denselben ein sehr triebkräftiger Dung erzielen, wenn man unter die Käfer lagenweise ungelöschten Kalk mischt. In Frankreich verwendet man zum Fangen der Maikäfer ein off nes innen mit Theer bestrichenes Faß, in welches eine Lampe gestellm wird, deren Schein die Käfer berbeizieht; auch empftehlt kes sich in Gebüschen den Käfern aus Pferdedung förmliche Brutstätten, in welche sie ihre Eier legen, einzurichten, und darauf den Dung zu ver— brennen. Auch des Einsammeln der Käfer durch Kinder, welchen dann seitens der Gemeinden eine Kleinigkeit für den Liter zu vergüten wäre, hat sich als sehr praklisch erwiesen. ver 200 Pfd. Zoll⸗Gewicht Geld⸗Cours. Frankfurt am 9. Mai 1878. eee, M. 16 21—25 Englische Sovereigns„ 20 32—37 Russische Imperiales„ 16 66-71 Holländische fl. 10-Stücke 0 65 Ducaten„ 9 52—57 Dudgten al Rates 9 55—60 Dollars in Gd. 4 18 21 1612 Wir wollen nicht verfehlen, auch an dieser Stelle auf das gegenwärtig am Mainzerthor aufgeschlagene Kullmann'sche Museum aufmerksam zu machen. Dasselbe enthält des Belehrenden und Anregenden so viel, daß ein Besuch gewiß lohnt und Niemand dasselbe un— befriedigt verlassen wird. Auch ist der Eintrittspreis so niedrig gestellt, daß Niemand die kleine Ausgabe zu scheuen braucht. V 22 erfügung. 1583 Nachdem die Intestaterben des Heinrich Her— mann von Ockstadt dessen überschuldeten Nachlaß, der für die privilegirten Gläubiger nicht einmal hinreicht, ausgeschlagen haben, werden dessen Gläubiger zur An— meldung und Geltendmachung ihrer Ansprüche auf Dienstag den 28. Mai 1878, Nachmittags 2½ Uhr, mit dem Anfügen vorgeladen, daß die in diesem Termin Nichterscheinenden den Beschlüssen der Majorität der Erschienenen beitretend angesehen werden und daß, im Falle Niemand erscheint, der Nachlaß den privilegirten Gläubigern überwiesen werden wird. Friedberg den 4. Mai 1878. Großherzoliches Landgericht Friedberg. Pistor, Follen tus, Landrichter. Landgerichts-Assessor. Urtheil. Untersuchung gegen Philipp Simmerock zu Fried— berg wegen Beleidigung, wird in Erwägung ꝛc. zc. hiermit zu Recht erkannt: Philipp Simmerock, 65 Jahre alt, Wirth und Bler— brauer von Friedberg, wird wegen öffentlicher, wörtlicher Beleidigung des Karl Seitz von Ockstadt in eine Geld— buße von 6 Mark, sowie in sämmtliche Kosten der Unter— suchung verurtheilt. Weiter wird dem Beleidigten die Befugniß zuerkannt, auf Kosten des Verurtheilten diese Verurtheilung binnen 14 Tagen durch einmaliges Ein— rücken in den Oberh. Anzeiger bekannt zu machen. V. R. W. Abschrift vorstehenden Urtheils wird Karl Seitz in Ockstadt zugefertiat. Friedberg den 26. April 1878. Großherzogliches Landgericht Friedberg. 1613 Langermann. 8 5 Mobiliar⸗Versteigerung. Mittwoch den 15. d. M., von Vormittags 81 ab, werden auf Antrag der Frau Elise e im Saale des Herrn Gastwirth H. Fritz, abzugs halber nachverzeichnete Mobilien ꝛc. ꝛc. nämlich: 5 1 Tisch(Rococo), 1 Spleltisch, 1 Commode, chen mit Marmorplatte, 3 Schränke, 1 ovaler Thee⸗ tisch, 1 Sopha, 1 Glasschrank, 1 Weißzeugschrank sodann Tische Stühle, darunter 6 Wiener, 1 Wasch⸗ tisch, 3 Betten, verschiedene schöne Spiegel, eine Parthie Vorhänge, Weißzeug, Bilder, darunter ein Jagdstück mit 12 Rehstangen, schöne Nippfachen 2 Blumentische Glas und Porzellan, darunter ein feines Kaffee⸗Servis, eine Parthie Wein, eirca 10⁰0 Weinflaschen, sodann alle Haus- und Küchen⸗ geräthschaften und eine fast noch neue Waschmange öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert. Bad⸗Nauhelm am 9. Mal 1878. Großherzogliches Ortsgericht Bad⸗N 5 5 glich r 125 ad⸗Nauheim dem Ankläger 1 Tisch⸗ 5 werks Eigenthümer geltend gemacht werden. Bekanntmachung. 1599 Unter Bezugnahme auf die Artikel 34 und 35 des Berggesstzes vom 28. Januar 1876 wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Herr J. A. Wald⸗ schmidt zu Wetzlar unterm heutigen Tage mit dem Braunkohlen-Bergwerke„Albert“ in der Germarkung Nieder⸗Wöllstadt, Kreises Friedberg, mit einem Felde von 1,957,400 Quadratmetern beliehen worden ist. Etwaige Einwendungen gegen diese Verleihung müssen bei Vermeidung des Verlustes des Vorzugsrechtes binnen drei Monaten durch gerichtliche Klage gegen den Berg— Während dieser Frist ist die Einsicht des Situatlonsrisses bei der Bergmeisterei Gießen Jedem gestattet. Darmstadt den 28. Marz 1878. Großherzogliche Ober-Forst- und Domänen-Direetion, Berg Abtheilung. oe dt. Tecklenburg. Holz ⸗Versteigerung. 1586 Dienstag den 14. Mai d. J. soll in dem Ge— meindewald zu Langsdorf nachstehendes Bau- und Werk— holz versteigert werden: 136 Eichenstämme von 14—48 Centim. Durchmesser, 28 Buchenstamme von 35—54 Centim. Durchmesser, 61 Hainbuchenstämme von 15—30 Centim. Durchm., 12 Lindenstämme von 18 30 Centim. Durchmesser, 150 Fichtenstämme von 18— 33 Centim. Durchmesser und 1218 Meter Länge, 231 Fichtenstangen von 5-14 Centim. Durchmesser. Der Anfang ist Morgens 9 Uhr im Distrikt Alten- lenden an der Hunger Grenze. Langsdorf den 8. Mai 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Langsdorf. Köhler. 8 ö 5 Versteigerung. 1611 Montag den 13. d. M., Nachmittags 3 Uhr, sollen am hiefigen Rathhause folgende Gegenstände gegen Baar— zahlung versteigert werden: 1 zweispänniger Wagen, 1 Rangenmühle, 1 Tisch, 3 Strohstühle, 1 Wanduhr. Friedberg den 10. Mai 1878. Großherzogliches Ortsgericht Frledberg. ene Mein diesjähriges Capeten-& Rouleaurlager, welches bei enorm billigen Preisen eine reiche Auswahl bietet, bringe ich hiermit in empfehlende Erinnerung. 911 Tapeten, zweifarbig von 20 Pf. an, dreifarbig von 28 Pf. an. Louis Weis. Holz ⸗Versteigerung. 1597 Dienstag den 14. Mai, Vormittags 9 Uhr, sollen im Burg⸗Gräfenroder Gemeindewald, Distrikt Diebs— eiche, versteigert werden: 39 Eichen⸗Bau-⸗ und Werkholzstämmchen, 25 Fesimeter Inhalt 18 Raummeter Birken Prügelholz, 18 10 Eichen⸗Stockholz, 800 Sahlweiden-Wellen. Burg⸗Gräfenrode am 8. Mai 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Burg Gräfenrode, Moscherosch. Holz ⸗Versteigerung. 1598 Dienstag den 14. Mai d. J., Vormittags um halb 9 Uhr, sollen im Rodheimer Gemeindewald, Distrikt versteigert werden: 145 Raummeter Buchen Scheitholz, 2 9 Eichen⸗ 1 59 1 Buchen Knüppel, 4 5 Eichen⸗„ 231 7 Buchen Stockholz, 4 5 Eichen⸗ 8 4980 Stück Buchenwellen, 231„ Eichenwellen und 26 Eichenstämme von 15— 55 Centim. Durchmesser und 4-10 Meter Länge. Die Zusammenkunft ist auf der Waldbahn, an den sogenannten 3 Eichen. Gegen vorschriftsmäßige Bürg⸗ scheine wird Zahlungsfrist bis 1. September d. J. ge⸗ stattet. Rodheim v. d. H. am 9. 15 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Rodheim v. d. H. bherboz Je V. d. B. 5 Wehrheim Belgeordneter. 1475 Eine bedeutende deutsche Feuerversicher⸗ ungsactien⸗Gesellschaft sucht unter günstigen Bedingungen solide, tüchtige Vertreter. Gef. Offerten sind unter K. 135 an die Exped. d. Anz. zu richten. 1537 Meine Augenklinik für Unbemittelte(freie Con- sultation und Behandlung täglich 11— 12 Uhr) befindet sich von heute ab 0 a Holzgraben 16, im Hinterhaus der Hirschapotheke. Frankfurt a. M. am 1. Mai 1878. Dr. Steffan. 5 Uhr) blelbt wie früher Krügerstraße 8. Ein vollständiges Logis, welches vom 1. August dieses Jahres an beziehbar ist, hat zu vermiethen Bad⸗Nauheim. Conrad Löschhorn, Friedrichsstraße. 1547 Gerste M. 20— 23. Hafer Alterschlag, folgende Holzsortimente öffentlich meistbietend f Feuer- Dersicherung. * NB. 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Stöcke. Raummeter. 1140 346 100 556 Der Anfang der Verstrigerung ist jedesmal Vormittags 9 Uhr, am ersten Tag im Distrikt Großer Rocks⸗ berg, am zweiten Tag im Distrikt Langsdorfer Grenzwald. Hungen den 7. Mai 1878. 1579 Großherzogliche Bürgermeisterel Hungen. Bender. 125 Amerikanische Heu- und Dunggabeln, Wir suchen in allen Dorfern und Städten unter günstigen Beding⸗ ungen recht thätige Vertreter anzustellen. Adresse: Geueral-Ageutur der süchsischen Vieh⸗Versicherungs⸗ Bank J. E. Fließ in Eberstadt bei Darmstadt. Gras und Klee in unserm Garten zu verpachten. Mein großes Lager in Sommer pantoffeln, Morgenschuhen in Lasting, mit und ohne Zug, empfehle in großer Auswahl und zu äußerst billigen Preisen. 1296 Heinrich Diehl, Usagasse 354. 574 Ein braver ehrlicher Junge kann sofort bei mir ls Kellner eintreten. (H. 62231.) Balth. Lenz, Bahnhof Gießen. 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Der Cursus besteht aus mindestens 50 Lehrstunden und werden in demselben folgende Tänze gründlich ein⸗ geübt: Polonaise, Walzer, Galopp, Schottisch, Polka, Polka⸗Mazurka, Polka⸗Nationale, Redova Polka, Husaren⸗ Polka, Hochzeits-Polka, Frangçalse, Langier und Cotillon. Der Preis für den ganzen Cursus beträgt 12 Mat Nebenkosten werden außer 1½ M. Ballkosten nicht erhoben, Anmeldungen nimmt Herr Döll entgegen. Mit aller Hochachtung 1582 Ferd. Teute, Tanzlehrer. 1603 Gestern Abend 11 Uhr wurde meine Frau von einem gesunden kräftigen Knaben glücklich entbunden. Friedberg, 9 Mai 1878. Dietr. Fegbeutel. Stühle, alle Sorten, von den feinsten bis zu den ordinärsten, stets vorräthig zu den billigsten Preisen. 62 Aug. Frank in Friedberg. Frau K. es ist mir schon erlaubt Dich jetzt zu eritisiren, Den Frieden hast Du Dir geraubt Durch Dein falsches Schwören. Du reisest oft in wilder Hast Den Unmuth zu zerstören, Im Busen bleibt die Centnerlast Durch Dein falsches Schwören. Vor der Welt im Recht zu sein Ließ Ehrgeiz Dich verführen, Diabolus kehrte ein Durch Dein falsches Schwören. Ein Weib, das Theil an Gott nicht hat, Sucht Menschenblut verzehren, Die Tiegerwuth wird nimmer satt, Dies kommt vom falschen Schwören. Euch Nachbarn rath' ich insgemein, Thut meine Worte ehren, Die Strafe ist Gewissenspein, Sie kommt vom falschen Schwören. Drum laßt dies Scheusal jederzeit Auf seinem Weg verkehren, Ihr bessert nicht, liebt Schweigsamkeit, Es kommt vom falschen Schwören. 1604 Herren⸗& Confirmanden⸗Hemden 1317 habe stets vorräthig. L. Wetterhahn. Kartoffeln a ne n e. 84 8 Alle Sorten Frühpflanzen, piquirten Sellerie, viele Arten Blumenstöcke und Häupter⸗ salat halte jeden Samstag und Mittwoch auf dem Markte feil. Friedberg. C. Schortmann, Gärtner. Gabeln& Messer, Schafscheeren, Tascheumesser, Scheeren, sowie alle in mein Fach einschlagende Artikel empfehle Carl Schäfer, Messerschmied, 1601 Kaiserstraße Nr. 26. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde. Jubilate. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Köhler. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags 10½, Uhr: Herr Pfarrer Baur. Nachmittags 1⅛0 Uhr: Herr Pfarrer Meyer. Gottesdienst in der Burgkirche! Vormittags 9 Uhr: Herr Pfarrer Köhler. Sonntag Cantate Abendmahl in der Burgkirche. Katholische Gemeinde. 1½9 Uhr: Maiandacht mit Segen und Predigt. Nachmittags 2 Uhr: Christenlehre mit Andacht. Verantw. Red.: Carl Bindernatzel. der Exped. d.. dped. d. Anz 1444 1 Niederlage bei Herrn J. Huber in Friedberg. 1229 Druck und Verlag von Carl Bindernagel. (Hierzu Unterhaltungsblatt Nr. 19.) werbe und lade zu recht zahlreicher Betheiligung er- Friedb weisen slrch⸗! Oöns 11 f heim Nende Pette Ja Fah 0 21 umd ulsch Mütze,