1 id. S 11 * der der nagel. — * 10878 Donnerstag den 10. Januar. M5. Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet. g Kreisblatt für den Artie Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. — — 2— Darmstadt. der zweiten Kammer beantragt, dem von Dumont und Genossen gestellten Antrag wegen Aufhebung des Gesetzes vom 3. Mal 1858, die Bildung der Orts- Vorstände betr., welches dem Höchst⸗ besteuerten der Gemeinde Sitz und Stimme in der Gemeinde- Bertretung einräumt, beizutreten. statt, über deren Erfolg unmöglich Bestimmtes angenommen ift. Berlin, 8. Jan. Das Abgeordnetenhaus erledigte deute in erster und zweiter Berathung mehrere kleinere Gesetzentwürse und verwies den Ge— setzentwurf, betr. die Betheiligung des Staates an dem Bau einer Eisenbahn von Kiel über Eckernförde nach Flensburg in erster Beratbung an die Budget- Commission. Im Laufe der Debatte dringt der Abg. Rickert auf eine durchgreifendere Förderung des Baues von Secundär-Bahnen und verlangt die gesetzliche Regelung der Frage wegen Betheilig⸗ ung des Ssgates an dem Baue solcher Bahnen. Der Handels Minister weist dem gegenüber auf das in der bezeichneten Richtung bereite Geschebeue bin, das keineswegs geringfügig sei. cipielle Regelung der Frage sei von der Regierung ins Auge gefaßt, begegne jedoch erheblichen Schwierigkeiten.— Die Setundär-Bahnen sollten jede thunliche Förderung finden. wurf, betreffend Maßregeln gegen die Reblaus, Deutsches Reich. g Der Gesctzgebungs- Ausschuß ung ließ an Bord eines britischen Dampfers in Der Gesetzent- den, Großbritannien. London. Die Regler⸗ Cardiff 2000 Kisten Patronen, welche für die Türkei bestimmt waren, mit Beschlag belegen. — 8. Jan. Der„Morning Post“ zufolge finden telegraphisch vermittelte Peurparlers zwi- schen den Cabinetten von London und Petersburg vorauszusagen sei.— Die in Cardiff mit Be⸗ schlag belegte Munition ist wieder freigegeben worden, da es nicht Patronen, sondern nur Patronen-Hülsen waren.— Ein von 3000 Per- sonen besuchtes Meeting in Averdeen erklärte, der Friede und strikte Neutralität sei die Politik, welche England während des Krieges und der Unterbandlungen beobachten müsse, und beschloß, Petitionen zu Gunsten der Neutralität an Derby und das Parlament zu richten. — Der Botschafter Layard dementirt aufs Entschiedenste, daß er jemals in seinen Privat- Unterredungen mit den höchsten Beamten der Pforte Die prin- die Hoffnung habe durchblicken lassen, daß Eng- land der Türkel Beistand leisten werde. Italien. Rom, 5. Jan. Der König ist gestern von einem heftigen Fieber befallen wor- flügels eintrat. Der Verlauf des Fiebers läßt worauf eine Entzündung des rechten Lungen⸗ Donauschifffahrt auch auf die Strecke zwischen det Timok- Mündung und Orsowa ausgedehnt. Auf dit Vorstellungen Oesterreich-Ungarne wurde jedoch nachträglick den österreichisch- ungarischen Schiffen das Recht der freien Schifffahrt wiedergegeben. — 6 Jan. Der Großvezir Edhem pascha bat seine Entlassung gegeben, die aber noch nicht Mahmud Dauat Pascha gab ebenfalls seine Demission; derselbe verlangte, per- sonlich in der Kammer auf die gegen ihn ge⸗ richteten Angriffe antworten zu dürfen. Die Demission Mahmud Damai's ist jedoch nicht an⸗ genommen; derselbe wohnte dem heutigen Minister- rathe bei. — 7. Jan. Die Minister-Krisis hat damit geendigt, daß die bisherigen Minister im Amte verbleiben.— Der Bev von Tunis, welcher der Forisetzung des Krieges geneigt ist, dat ungtachtet des Protestes des französischen Consuls erklärt, er werde die Zahlung eines Theiles der Coupons der nichthypothekarischen Schuld suspenditen.— Regierungs⸗Telegramme melden aus Schipka: Das Weiter ist milder geworden. Es fand ein zwei Stunden dauernder Geschützkampf statt.— Aus Silistra, 5. Januar: Bei einer unbedeutenden Kanonade zwischen Kalarasch und Tatrakan ge- riethen die Casematten auf feindlicher Seite in wird der durch sieben sachverstaͤndige Mitglieder eine Complication mit Sumpf- Fieber befürchten. Brand und explodirte ein Pulvermagazin.— zu verstärkenden Agrar- Commission überwitsen. Nachts schlief det König einige Stunden unter Aue Rustschuk, 5. Jan.: Die feindliche Capalerie Der Gesetz-Entwurf über den Rechts-Zustand des großer Transpiration, worauf sich Symptome von dei Pyrgos ist verstärkt worden. Die Pontons Fürstenhauses Sayn wird an die Commisston für leichter den ähnlichen Entwurf bezüglich des Fürstenbauses Bentheim überwiesen.— Der Gesetzentwurf, be— treffend die Unterbringung verwahrloster Kinder, geht, nachdem die Abgg. Techow, Schlüter und Zelle dagegen, v. Rauchdaupt und gesprochen, selben nochmals empfohlen und die Uebereinstimmung der Ansichten auf allen Seiten tonstatirt hate, an eine Commisston von 14 Mit- gliedern. Kiel. Für das Jahr 1878 find nach der „Riel. Zig.“ nachfolgende Ind ienststellungen von Besserung zeigten. Heute gegen 2 Uhr Nachmittags trat eine Zunahme des Fiebers ein. — 7. Jan. Der König bat die Nacht rer⸗ hältnißmäßig ruhig zugebracht und etwas geschlafen. Das Fieber halt an, und wird zunehmende Auf⸗ Wach ler dafür regung wie Entwickelung der Lungen- Entzündung und nachdem Minister Friedenthal den- beobachtet. wesentliche — 8. Jan. Der König verbrachte die Nacht ziemlich ruhig. Der Krarkbeits- Prozeß ist stationär, der allgemeine Zustand gebessert. Die Gerüchte, daß der Zustand des Kranken bedenklich sei, sind unbegründet. Die aus allen Theilen Italiens eintreffenden Telegramme bekunden den schmerz- Schiffen der Kriegs-Marine in Aussicht genommen 1 lichen Eindruck, den die Krankbeit des Königs Zur Ausbildung von Maschinen Personal die Corvetten„Vineta“ und„Arcona“; die Fregatte „Niobe“ zur Ausbildung der Cadetten; die Corvette „Nymphe“, die Briggs„Rover“ und„Undine“ zur Ausbildung von Schiffs jungen; die Kanonen- boote„Delphin“ und„Drache“ zu Vermessungs- Zwecken; der Transport- Dampfer„Rhein“ fär Werstzweckt; die Panzersregatten„König Wilhelm“, „Preußen“,„Großer Kursürst“,„Friedrich der Große“ und Aviso„Falke“ zur Bildung eines Uebunge-Geschwaders; ferner das Tor pedo⸗Schiff „Zieten“, die Nacht„Hohenzollern“, die Corvetten „Sedan“,„Bismarck“ und„Louise“, das Kanonen boot„Blitz“ und die Corvette„Blücher“. Ausland. Frankreich. Paris, 7. Jan. Das Ge⸗ sammt-Resultat der gestern in ganz Frankreich ab- gehaltenen Municipalwahlen ist der republikanischen Partei sehr günsig. In den meisten Städten ist die Liste der republikanischen Candidaten voll ständig e In Paris wurden 73 Republikaner und 4 Conservative gewählt; außer- dem sind drei Stichwahlen nothwendig. Die Republikaner haben hiet bisher vier Sitze gewonnen. I 7. Jan. Dem„Moniteur“ zufolge verlangt die Regierung von den Kammern dle Votlrung überall auf die Bevölkerung hervorgebracht hat. — 9. Jan. Der König verbrachte die letzte Nacht weniger ruhig als die vergangenen Nächte. Das Fieber hat ein wenig zugenommen. Türkei. Constantinopel. Die Dispo⸗ sition der Pforte ist fortdauernd dem Waffenstill. stande und Frieden günstig. Bevor jedoch eine Entscheidung getroffen wird, wartet man das definitive Resultat der englischerseits bei Rußland eingeleiteten Schritte ab. — Suleiman Pascha übernimmt das Com— mando über das bisher von Chakir Pascha ge · führte Corps, welches sich nach Slatitza zurückge- zogen hat; dem Kriegsminister Reuf Pascha wird das Ober Commando der türkischen Streitkräfte in Europa übertragen. — Es heißt, die Kammer werde aufgelöst werden, im Fall sie auf den angekündigten Inter- pellationen bestehen sollte.— Von den Truppen aus dem Festungs- Viereck haben 38 Bataillone den Balkan überschritten und marschiren auf Adrianopel, wo Suleiman Pascha die Concentrirung fortsetzt. Die türkische Regierung ist entschlossen, ihre Politik durch die Politik Englands bestimmen zu lassen. — Die Pforte hatte anläßlich des serbischen des ganzen Budgets als Vertrauens- Votum. Krieges die Anordnung betreffs Einstellung der der Donau- Brücke find fortgenommen.— Aus Adrianopel, 5. Jan.: Durch eine Rekognoscirung wurde constatirt, daß die Bulgaren von Vakarilt Samakoda evacuftt batten. Der russische Posten bei Tscherkeskoi wurde zurückgedrängt. Die bei Izlator stehenden Russen, welche anfänglich eb en⸗ falls weichen mußten, erhielten Verstärkungen und desetzten Tschatalkoi.— Aus Prischuna, 4. Jan.: Tausende von Bulgaren sind vom Balkan nach Leskowatz binabgestiegen. — 8. Jan. Die Russen griffen am Freitag Solenik an, wurden jedoch zurückgewiesen.— Am Schipka-Passe dauert der Artillerie-Kampf fort. Rußland. Petersburg. Ein Offizier der Lom-Armte berichtet, daß General Radetzky den Balkan durch den Schipka- Paß überschritten dabe, nachdem die Türken in Folge der strengen Kälte abgezogen seien. — In Folge der von England der Pforte ertheilten Rathschlaͤge, direct mit Rußland zu ver⸗ dandeln, werden demnächst türkische und russische Delegirte zusammenttessen. Die Aenderung der englischen Politik soll bervorgerufen sein durch eine Unterredung des Fürsten Gortschakoff mit dem englischen Botschafter Lord Loftus. — 7. Jan. Waffenstillstands⸗ Verhandlungen sind zwischen den Kriegführenden direct eingeleitet worden. Die betreffende Instruction über die Bedingungen wurde von Petersburg dem russischen Ober-Commando bereits übermittelt. — Wie von unterrichteter Seite gemeldet wird, ist man hier in maßgebenden Kreisen der Ansicht, daß den eigentlichen Friedens-Verbandlungen die Vereinbarung eines Waffenstillstandes seitens der miltärischen Befehlshaber Rußlands und der Pforte vorberzugeben dabe; die russischen Befedls⸗ baber würden die dabet nothwendig scheinenden Garantien und Demarcationen festsetzen. An der Pforte sei es, die Einleitung dieser Verhandlungen berbeizufübren. 6 — Großfürst Nicolaus meldet an den Kaiser: Am 3. Jan, nach einem unbedeutenden Schar⸗ „— 2 Oberhessischer Anzeiger. mützel bei dem Dorf Wratschdewna, nahmen die Nussen Sofia ein; der dabei erlittene Verlust be⸗ lief sich auf nur 24 Mann. — Amilich werden aus Bogot folgende Einzel- heiten über die am 2. Januar erfolgte Besetzung der Jsker-Brücke bei Wraschdebna, 8 Werst vor Sosia gelegen, berichtet: An dem Gesecht nahmen Theil die Avantgarde unter dem General Rauch, aus dem Beobraschenski'schen und Ismailow'schen Regiment bestebend, und der Gardenschützen⸗ Brigade. Der Kampf dauerte 1½ Stunden und wurde durch eine Umgehungs⸗Bewegung des erst⸗ genannten Regiments, welches den zugefrorenen Jekerfluß überschritten batte, entschieden. Die Türken verließen ihre Positionen und flohen auf die Sosia-Brücke, welche von ihnen angezündet wurde. Die Russen löschten das Feuer, worauf ihre Artillerie die Brücke passirte.— In dem Gefecht am 31. Dec. bei Taschiksena wurde ver- wundet und von den Russen gefangen der englische Oberst Baker, welcher sich am Kampf betheiligt hatte. Auf russischer Seite wurde der General Mirkowitsch schwer verwundet. Am 2. Januar fand Geplänkel mit der türkischen Nachhut bei Mirkowo statt; bier fiel der Commandeur der 3. Garde-Infanterie- Division General Katalei; verwundet ward der Commandeur der 1. Brigade General Philosopoff. Amerika. Washington, 7. Jan. Das Cabinet beschästigte sich am Freitag mit der Silber- Frage. Präsident Hayes beharrt darauf, gegen die Bland'sche Silberbill oder gegen jede Vorlage, welche darauf abziele, das Silber zu einem unlimitirten gesetzlichen Zahlungsmittel zu machen, sein Veto einzulegen.— Der Congreß tritt am Donnerstag zur Wiederaufnahme seiner Arbeiten zusammen. New- Nork. schreckliche Zust äinde. über das ganze Land verbreitet. Bruder des Präsidenten und Gouverneur In San Domingo herrschen Die Revolution hat sich Provinz Agua, wurde in seinem eigenen Hause Die Gefängnisse Im viele Gefangene, Es Man hält Baez' mehrere Ozonträger zur Wodurch gibt sich nun die Anwesenheit des Ozons Ein neues von den Aufständischen getödtet. der Stadt San Domingo sind überfüllt. Innern des Landes wurden darunter General Melenciano, hingerichtet. herrscht die größte Aufregung. Sturz für unvermeidlich. Rio de Janeiro, 7. Januar. Allerlei. Frankenthal. Ein Gaunerstückchen seltener Art wurde in der verflossenen Woche in einem Gasthause dabier ausgeführt. Es erschien nämlich daselbst ein gut geklei⸗ deter Mann, der sich in das Fremdenbuch als„Johann Maier, Oekonom in Offstein“, einzeichnete und erklärte, denen es in Berührung kommt, die höchflen Sauer⸗ stoffverbindungen(Oxvdationen) einzugeben. Ozon 1 17 deßhalb das intensivste Oxydatsonsmittel,— das stärkstde Verbrennungsmittel. Während der gewöhnliche— neukrale oder ungetive Sauerstoff übernachten zu wollen. Weil er Morgens früh fort müsse, sich meist erst allmählig nach längerer Zeit oder zahlte er sogleich seine Zeche für Abendessen, Logis und bel Frübstück. Als er früh Morgens zum ersten Bahnzuge weaging, erklärte er, am Abend wieder zu kommen. Nach seinem Weggange bemerkte man, daß das Licht in seinem Zimmer noch brannte und öffnete deßhalb die verschlossene Zimmerthüre mittelst Haupischtüssels, und machie hierbei der Wirth die nicht weniger als erfreuliche Entdeckung, daß ihm sein ganzes Beit mit Bettzeug gestohlen war. Es ist wohl anzunebmen, daß hier Helsershelfer mit im Spiele sind. Da der Mann noch weiter„reisen“ könnte, machen wir auf ihn aufmerksam. Nürnberg. Das Bezirksgericht hat kürzlich in einem conkreten Falle bei Versälschung von Lebensmitteln auch den Thalbestand des Betrugs angenommen und demgemäß die Oeconomenfrau Anna Klumann von Schweinau welche schon öfters wegen Milchfälschung bestraft worden war und neuerdings Milch mit einem Wasserzusatz von 30 und 65 Procent verkaufte, zu 2 Monasen 6 Tagen Ge— fängniß, sowie 100 Mark Geldürafe verurtheilt. Das Ozon. Ein wichtiger Lebens factor. (Von Dr. D. Aug. Schilling.) (Fortsetzung.) Es gibt aber auch außer dem Phosphor noch andere Stoffe, die wie dieser unter dem Einflusse von Licht die Eigenschaft erhalten, bei längerer Berührung mit gewöhnlicher Luft, sich mit Sauer ⸗ stoff zu beladen und ohne sich mit ihm chemisch zu verbinden, diesen zu ozonisiren. Solche Stoffe sind z. B. Terpentin, Bittermandelbl, schwefelsge Säure, Aether u. s. s. Auch der Flußspath von Pottenstein(in Baiern in der sogenannten fränki— schen Schweiz) und der Flußspath von Welsen— dorf(Oberpfalz) erzeugen Ozon, indem sich diese Mincralien leicht in den böchstgradigsten Electti-⸗ citätszustand versetzen lassen können und in diesem Carlos Baez, den Sauerstoff zu Ozon polarisiren. Solche Körper, der welche die Fähigkeit haben, mittelst Luft Ozon zu ö erzeugen, werden Ozonträger genannt. Aber auch reiner Aether— mit Luft längere Zeit in Be- rührung gebracht, in dem man z. B. eine weit⸗ bauchige Flasche in ihrem Innern damit ausspült, erzeugt Ozon. Jedenfalls wird die Zeit uns noch Beobachtung bringen. unseren Sinnen kund oder welches sind die chemi 5 7 3 57— Ministerium, welches aus Liberalen besteht, ist schen Verhaltungsarten dieses Stoffes. Den Haupt— an's Ruder gekommen. Aus Stadt und Land. Bad⸗Nauheim. Am 5. Januar c. stacb nach nur kurzem Krankenlager im 80. Lebensjahre der Gr. Hess. Forstmeifter Bingmann, Eyrenmitglied des Krieger vereins zu Bad⸗ Nauheim. Derselbe machte den Feldzug von 1813 bei den Lützower Jägern mit. Die Leiche wurde am 8. c. mit allen milnätischen Ehren zur letzten Ruhe be⸗ flattet. Sanft ruhe seine Asche. Grebenhain. Unser Forstwart Jäget scheint dieses Jahr ein besonderes Glück auf der Jagd zu haben; so schoß er kürzlich in der Gemarkung Sichenhausen eine Rehgeis mit 2 Stangen(jedoch ohne Kronen), was gewiß als eine Seltenheit bezeichnet werden darf. Darmstadt, 8. Jan. Die Polizei nahm gestern eine eingehende Revision der Fabriken vor, um festzuste llen, ob den Vorschriften der Gewerbeordnung über die Be⸗ schäftigung jugendlicher Arbeitet enisprochen wird, was vlelsach nicht der Fall sein soll. Darmstadt. Ein junger Mann aus einem unserer Nachbarorte begab sich am Freitag, weil er zu Hause einen kleinen Zwist halte, hierher und ist seidem verschollen. Vorher wurde er noch in Worms und in Oppenbeim ge— sehen. Der Bursche ist ewa 20 Jahre alt und der Sohn einer sehr achtbatren Familie. Mainz, 7. Jan. Heute Nachmittag um 3 Ubr wurde im Bahnbof der Hessischen Ludwigsbahn der Rangirer Menges von einem Rangirzug überfahren. Der Verun⸗ glückte war sofort eine Leiche; er hinterläßt eine Willwe und zwei Kinder. Worms, 7. Jan. Gestern Abend, als eine hicsige Hebamme in ihre Wobnung eintreten wollte, stand auf der Schwelle zu ihrem Wohnzimmer ein Körbchen, in welchem ein in ein altee Rouleaux eingewickeltes, noch lebendes neugeborenes Kind sich befand. Auf sofor lige polizeiliche Anzeige wurde von der Polizei kurz nachher auf gewoss Anzeichen hin als Mufter des ausgesetzten Wesens eine hiesige Witiwe ermittelt, welche auch sosort die That ein⸗ gestand und nun wieder in Besitz ihres Kindes gesetzt wurde. Brensbach. Hier kam der Fall vor, daß an dem Post⸗Omnitus von hier nach Reinheim ein sehr gutes Pferd des Posthallers Hoffmann ganz in der Nähe von Groß⸗Bieberau plötzlich iodt zusammenstürzte. —— beweis, daß irgendwo Ozon in der Luft vorhan- den sei, liefert ein Papier, das mit Jodkalium- stärkekleister bestrichen ist. Ein etwas mit Wasser angefeuchteter Streifen dieses Reagenspapierts wird, wo Ozon vorhanden ist, sosort blau, violett. Diese Farbendarstellung ist durchaus vollkommen ausgeprägt und man glaube ja nicht, daß etwa gute Augen dazu gehören, dies Blauwerden des zuvor weißen Papiers zu sehen. Wo nur einiger— maßen etwas Ozon in der Luft sich vorfindet, wird dies Colorit schon veilchenblau. Solches ozonoskopisches(Ozon anzeigendes) Papier wird derart bearbeitet, daß man aus 1 Theile Jodka- lium und 10 Theilen Stärke mit 200 Theilen Wasser einen Kleister kocht und mit diesem ein- fach's Filtrir- oder Druckpapier bestreicht. Eine Stufenlciter von 10 Farbennuancirungen(je nach der Anzahl der Sekunden, während deren solche Streifen der Luft ausgesetzt waren, copirt) gibt die sogenannten Ozonometer oder Ozonmesser. Das Ozon hat nech viele andere chemische Proben. Ein mit Bleiexyehydrat bestrichener Papierstreifen wird braun; ein mit schwarzem Schwefelblei überzogenes Papier wird weiß. Ebenso werden Indigolösung oder auch Tinte entfärbt und ge— bleicht. Darum verwendet man eine genau nach ihrem Indigogehalt bestimmte Lösung dieses Stoffes dazu, um das Quantum des Ojons in der Luft zu bestimmen. Ein mit Manganoxydallösung ge⸗ tränkter Streifen Papier wird durch Ozon braun gefärbt. Gujaktincturlösung auf Papier aufge ⸗ Atmosphäre. erhöhter Temperalur mit anderen Körpern chemisch verbindet, d. h. oxydirt,— thut dies das Ozon schon bei gewöhnlicher Temperatur und bei einfacher Berührung. Hierbei wird der mit Ozon in Berührung gekommene Körper sofort in die höchsten Oxydationsformen übergeführt, deren er überhaupt fähig ist. Kalkwasser mit Ozon zu⸗ sammengebracht bildet salpetersauren Kalk; Silber wird zu Silberüberoxyd, Phosphor zu Phosphorsäure P in PO,), Schwefel, Schwefel wasserstoff, Schwe sel⸗ blumen werden in Schwefelsäure(S in 803), Blei in Bleiüberoxyd u. s. f. übergeführt. Das Ozon macht ferner aus Jodkalium das Jod frei, weshalb sich auch der Jodkaliumstärkekleister bläuf. Das freie Jod aber verbindet sich mit Stärke zu Jodstärke, welche violett erscheint.(Hierauf beruhen, wie angegeben, die Ozonometer.) Will Jemand sich von den energischen Wirkungen dieser Oxydations- kraft des Ozons überzeugen, so bereite man Ozon aus einem Gemische von übermangansantem Kali und etwas Schweselsäure. Es rrichen hierzu 10 Gran trockenes hypermangansaures Kalt und 5 Tropfen Schwefelsäure bin. Sosort entwickelt sich Ozon. Bringt man nun einen geringsten Theil dieser Mischung mit Aether, Weingeist, Terpentinöl oder mit irgend einem anderen soge— nannten ätherischen Oele in Berüh rug, so findet sofort Entflammung und lebhafte Verbreunung dieser Stoffe statt. Der Versuch ist durchaus ge⸗ fahrlos und von Jedermann leicht durchzuführen. Das übermangansaure Kali(mineralisches Chamä⸗ leon) in Wasser gelöst, das mit sehr wenigen Tropfen Schwefselsäure angesäuert ist, ist überhaupt ein treffliches zum Hausgebrauche zu benützendes ozonbildendes Mittel. Sofort wird auch durch die noch so sehr verdünnte Mischung dieses Stoffes das Jodkaliumstärkepapier intensis gebläut. Wollen wic nun die bisher constatirten Wirkungen des Ozons auf die Gesundheit und das Leben der Menschen(und auf warmblütige Thiere) in Be⸗ tracht ziehen. Hieran reihen wir dann die natür⸗ lichen Vorkommensweisen des Ozons in unserer Dann wird sich auch der Nutzen von selbst ergeben, den das Ozon zu bieten im Stande ist. Nach allen Untersuchungen der besten Forscher, Physiker, Chemiker und Aerzte(welche Forschungen auch der Verfasser dieses Aufsatzes seit 10 Jahren betreibt) hat sich gezeigt, daß Ozon 1) die Luft von verdorbenen Beimischungen, sogenannten Contagien oder auch Mias men, über⸗ haupt von Ansteckungs⸗ und Gährungsstoffen zu reinigen im Stande ist. Wir wissen aber, daß die meisten unserer verderblichsten Seuchen, wie Blattern, Typhus, Cholera, Scharlach u. s. w. sogenannte zymothische, d. i. Gährungskrankheiten sind, beruhend auf einer Art Hefe, die dem Blute beigebracht,(Hefe— Eoun) dasfelbe vergiftet und selber gährend macht. Weil aber bei jedem Gewitter Ozon frei wird, deßhalb werden diese mit vollstem Rechte als„Luftreiniger“ betrachtet. Seit uralten Zeichen spricht diese Thatsache schon der gemeine Mann aus, ohne je etwas von Ozon gehört zu haben. Gewitterlust riecht bekanntlich auch nach Ozon. Die Zerstörung von lebendigen oder andern Stoffen und Körpern, die der Luft beigemischt sind(Sporen, Thierchen, Pilze u. s. w.) mittelst des Ozon beruht auf der Oxpdationskraft desselben. Oxypdiren heißt aber verbrennen. Es wird der Sauerstoff, den diese Stoffe besstzen, gleichsam beschlagnahmt und in andere Formen übergeführt. Dieser Vorgang kann selbst bis zur wirklichen Verbrennung gehen(wie oben gezeigt). Thaisache ist es ferner, daß bei den Cholera⸗ Epidemien im Jahre 1854 in Baiern, besonders in München, Augsburg, Nürnberg erst dann das tragen wird blau, ein feuchtes blankes Silberble erste Sinken der Epidemie zur Wahrnehmung kam, aunäblig mit Oionlalt iu Verlhrung ii bien als einige starke Gewitter mit heftigen Blitzen sich schwarzen Ueberzug. Das Ozon hat, und das entladen batten. Das Ozon reinigt und läutert ist das Wichtigste, was wir von ihm wissen,— serner auch 2) das Wasser. 3) Das Ozon be⸗ die Eigenschaft, sofort mit allen Körpern, mit lebt die lebenden Körper(Organismen) in höherem 1 schwinde nicht! — Dit Un der Er wotde autre Arrsten Kranker Wie de * vet unter u in welt bebar/ erwin Ktan!“ dc An bahn de den, e nie ul baltek 10. S Hancren während sehend it Weluch! Du Spee engtzeig der Gla publieitt der ü „iin SI tete 251 b fsuttt 8 erung rent ge- Sendet. % Ces · * pttigte ant iber · an di — 2 . — Orade und steigert so in ihnen die Röthung des Blutes. Die Rötbe unsetres Blutes in den Schlag ⸗ adern(Arterien) hängt ja bekanntlich von der Sauersloffaufnahme(Oxpdation) desselben ab. Das Ozon ist aber, wir wiederholen es, das stärkste Oxydationsmittel. Arterielles oder Schlag- adernblut, das allein zum Leben tauglich ist, ist nichts weiter wie oxpdirtes Blut. Ja noch mehr. Das arterielle Blut ist stets auch ozonhaltig. Es färbt gleichfalls Jodkaliumstärke kleisterblau. Indem aber das Ozon diese Arteriellität(Rötgung) des Blutes erböbt, deshalb ruft es auch bei einiger intensiver Wirkung leicht Entzündungen, namentlich in unseren Athmungswerkzeugen, hervor. Diese, wie der Hals, Kehlkopf, Luftröhren und Lungen sind ja die Pauptluftzusubrkanale unseres Körpers. Bei stark ozonhaltiger Luft seben wir deßhalb die Grippe, Catarihr, Entzündungen entstehen. Da⸗ gegen nehmen die sogenannten Fäulnißkrankheiten, wo das dunkle(venöse oder sauerstoffarme) Blut vorherrscht, so Typdus, Faulfieber, Cholera u. ff. während der Herrschaft der Ozonluft ab und schwinden ganz. Dunkles Blut kann bei ozon— reicher Luft nie die Oberhand erlangen. (Schluß folgt.) Die Unterstützungskasse für bedürftige Pfleglinge der Großh. Landes ⸗Irrenanstalt zu Heppenheim wurde im Jahr 1874 aue müden Benrägen mi mder ausdrücklich ausgesprochenen Bestimmung gegründet, den Aerzten dieser Anstalt die Mittel zu gewätzten bedürftigen Kranken nach ibrer Entlassung und wo möglich in der Nide der Anstalt geeignete Unterkunft und Beschäftigung zu vetichafsen und somit dieselben grade in der Zeit noch unter unmittelbarer Leitung und Ueberwachung zu batten, in welcher iet Zustand äußerster Schonung und Sorgfalt bedarf und der Uebergang in frübere Ledensoecbältnisse vermittelt werden soll. Die Erfahrung, daß entlassene Kranke, welche aus ärztlichen Gründen nicht länger in der Ansialt zurück jevalien werden durften und die zu den besien Hoffnungen berechtigten, sofort wieder rückfällig wur⸗ den, wenn bei der Rückkehr in frühere mißliche Berbäl! nisse all ibre Sorge wieder wach gerufen und ibte Ar⸗ beitskraft wieder voll in Anspruch genommen wurde, gab zunächst dem Gedanken an Gründung obiger Kasse Nabr⸗ ung. Sie soll aber auch außerdem noch die Mittel zu kleineren Berabteichungen an die Kranken und zwar noch wübrend ihres Aufenthalts in der Anstalt gewähren, ve⸗ siehend in Taschengeld, Reiseunterstützungen zu zeitweiligem Besuche ibrer Angebörigen, zu kleineren Aueflügen. Zur Erreichung dieser Zwecke muß aber der leitende Artzt über die ersordetlichen Munl nicht nur sofort verfügen können sondern auch von jedet beschränkenden Einsprache dabel befreit sein, was aber der Fall sein würde, dezöge er die⸗ selden aus einem Armensond, wäre Überbaupt ein elcher verpflibtet zu dem gedachten Zwecke bälfreich cinzuteeten. [M. 220 OGänse per Pfund Es muß ihm daber ein Font zu Gebot sleben, über welchen er ganz nach Ermessen zu schalten im Stande in. In richlger Würdigung dieser Verbältnisse haben sich denn auch mildthälige Hetzen zur Gründung obiger Kasse ge⸗ funden, deren Zahl seitdem in solch erfteulschet Weise ge⸗ wachsen ist, daß das Vermögen Ende 1876 bereite auf 8588 M. 29 Pf. gestiegen war und eine Anzahl Bedüts⸗ liger schon Unterstützung finden konnte. 71 Einwohner Friedbergs baben sich im vorigen Jahr mit einem Ge⸗ sunmtbeltage von 99 M. 40 Pf. bier bei betheiligt. Bei dem schweren Berufe eines Irrenarztes verdient ses volle Anerkennung, wenn er seldst wach Entlassung seiner Pflegbesoblenen noch die schützende Hand über ihnen häl! und gibt ihm ein solches Opfer gewiß ein Anrecht auf Unterstützung. Hoffen wir daber, daß bei demnächst ein⸗ tretender Sammlung von Gaben für das Jabr 1877 sich außer den vorerwähnten 71 Gebern noch eine wenete Zabl an dem schönen Werke beiheiligen wird, es gilt ja den Unglücklichsten der menschlichen Gesellschaft. In recht dankenswerther Weise bat sich zuch die Re⸗ dactton dieses Blattes erboten, insbesondere Gaben von auswärts anzunehmen. Handel und Verkehr. Friedberg, 9. Jan. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund 80 90 Pf., Eler ver Stück 8 Uf Friedberg, 8. Jan. Waizen M. 22.—., Korn M. 17—, Geiste M 18.—, Hafer M. 14.—17 Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund. Gießen, 8 Jan. Wochenmarkt Butter per Pfd M. 1.—0.85. Eier per Stück 8 Pf. Käse per Stück 4—8 Pf. Tauben das Paar 60 Pf., Hühner per Stück M. 1 Habnen ver Stück M 1 25. Enten per Stück 60— 64 Pf., Kartoffeln 100 Ko M. 7 Frankfurt, 7 ziem ich befahren 100 Kübe und Jan. Der heutige Viebmarkt war Angetrieben waren ca. 350 Ochsen Ninder, 190 Kälder und 500 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1 Qual. M. 72—74, 2. Qual. M. 68— 70. Kühe 1 Qual. M. 60— 62 2 Qual. M. 55— 60 Kälber 1. Qual. M. 80—85 2 Qual M 64—68 Hämmel 1. Qual. M. 55 60, 2 Qual. M. 50— 52 Schweine 60—62 Pf., per Pfd. Frankfurt, 7 Jan. Fruchtdeticht. Mehl Nr. 1 M. 41, Nr. 2 M. 37, Nr. 3 M. 33., Nr. 4 M. 29., Nr. 5 N Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 24., 23 23 und erst nach Verlauf einer oder zwei Stunden und mit roͤßter Mühe gelingt es, sich der die Athmung be⸗ 8 Hindernisse zu entledigen. Die zur Hebung dieses außerordentlich beschwerlichen Uebels diener Mittel zu nennen, heißt somit allen davon Befalleus⸗ einen wirklichen Dienst erweisen und zwar handelt es sich hier um den Theer, welcher eine so äußerst günstige Heilwirkung auf alle Affektionen der Athmungsorgane ausübt. Es genügt, bei jeder Mahlzeit zwei oder drei Guyot'sche Theerkapseln zu nehmen, um damit mit größter Schnelligkeit eine Linderung herbeizuführen, die man umsonst in einer großen Anzahl mehr oder weniger theueren und umständlichen Medicamente gesucht hatte. Von zehn werden in acht oder neun Fällen diese regel⸗ mäßigen Beschwerden durch den fortgesetzten Gebrauch der Theerkapseln vollständig verschwinden. Es verdient hervorgehoben zu werden, daß, da jeder Flacon 60 Kapseln enthält, die ganze Cur auf den kaum nennenswerthen Preis von 10— 20 Pfennige täglich zu stehen kommt. Der rasche Absatz, den dies Produkt gefunden, hat zahreiche Nachahmungen davon hervorgerufen. Herr Guyot kann daher eine Garantie nur für diejenigen Flacons übernehmen, welche seine Unterschrift in dreifarbigem Drucke tragen. Depot in Fried berg in der Hofapotheke„Zum Engel“ und bei Dr. Uloth. 102 Friedberg, 7. Januar. Gestern Abend besuchten wir wieder das Thiemer'sche Welttheater aus Dres den und fanden uns erfreut, zu sehen, daß das Gute sich doch B 1 denn es war ein ziemlich hlreiches Publikum vorhanden, welches während des Spieles und jeder Abtheilung seiner Zufriedenheit durch am Schluß rauschenden Scenen, sowie k ganz dazu angethan, zu rechtfertigen. Wir können bisher noch versä. dies baldigst zu stattfinden werden. Applaus Aus druck gab. Die vorgeführten nischen Verwandlungen waren aber auch solchen Beifall heraus zufordern 1 8 Allen hen, die es 1 besuchen, Aufführungen nd nur do II.(Berliner Marke) M. 20. Walzen, fremder je nach Qualität M. 23— 24 Roggen je nach Qualität M. 16 50— 17 75. Gerste M. 18— 2150 Hafer M. 12 75- 16 Cibsen M. 20— 23. Wicken M. 17 20— 27. Nübsl, sich sämmtlich per detall M 80 Die Preise 200 Pfund Zollgewicht Linsen M verstehen 100 Kile. Walnz, 7 März M. 22 3 pet März M. 15 Jan. Producten 5 Korn per März M. Nüböl per Mal M 15 60. 37.70 Viele Personen beklagen sich beim Erwa über Beschwerden und Beklemmungen im Halse, Ursachen in einer mehr oder weniger starken Versch ung des Schlundes haben. Man macht, um die strengungen, welche ha beftigsten und zuweilen einen lebhaften Brechreiz Morgens sogar herbeiführen Markt. Walzen per Hafer allein ächten Cölnischen Wassers den Husten 98 Geld⸗ Cours. Fcankfurt am 9. Januar 1878. 20 Frankenstücke 5. ik. 16 18—22 englische Sovereigns 1„ 20 33—38 Russische Imperiales„16 65—70 Holländische fl. 10 Stücke 16 65 G. Dahn 9 50—55 [Ducaten al mareo 5 9 55 60 Do lers in Gold 4 16—19 7— 2 Herr Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln bat uns den Debit des übertragen und empfehlen wir dasselbe per Glas zu M. 1.50, 1 Dußend„„ 850, Dutzend„ 16,75. Die Exped. d. Anz. Proclam. 79 Der Kaufmann Jacob Specht dahier, mit Firma J. Specht, C. L. Almroth Nachfolger, hat seine Insolvenz angezeigt. Zur summerischen Anmeldung der Forderungen der Gläubiger, sowie zum Güteversuch behufs Abwendung des förmlichen Concurses wird daher Termin auf den 31. Januar 1. J., Vormittags 9—10 Übr, anberaumt, was mit dem Anfügen andurch veröffentlicht wird, daß die nicht erscheinenden Gläubiger als dem Beschluß der Mehrheit der Erschtenenen beitretend werden angesehen werden. Zum vorläufigen Curator ist Tazator Mil. Seiffert dahier bestellt. Ein etwaiger Ver⸗ gleichsbescheid wird nur durch Anschlag am Gerichtsbrett publieirt. Hanau den 24. Dezember 1877. Königliches Amtsgericht II. v. Milchling. y„dt. Jaub. Arbeits⸗Verste Arbeits⸗Versteigerung. 111 Freitag den 11. Januar, Vormittags 10 Uhr, sollen auf dem hiesigen Rathhaus nachstehende Arbeiten und Fuhren an die Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden: 1) Fertigung eines Abfahrwegs im Garten der Ph. W. Siecks Wittwe, veranschlagt zu 75 Mark. 2) Das Transportiren der Steine von der Stadtmauer auf biesem Weg bis zur Scheuer daselbst mit Schlebkarren. 3) Das Fahren dieser Steine von da bis in den stärtischen Schulgarten und auf die Vieinalwege in verschledenen Abthetlungen. Friedberg den 5. Januar 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Fou car. Ein Lehrling, welcher die nöthigen Vorkenntnisse besitzt, wird gesucht 1* 4 Holz⸗Versteigerung. 100 Im Gemeindewald Ober Rosbach, Distrikt Busch, kommt Dienstag den 15. Januar d. J. folgendes Holz zur offentlichen Versteigerung: 94 Cichen⸗Stämme von 20—69 Centimetet Durch- messer und 3— 12 Meter Länge mit einem Ge sammt⸗Inbalt von 68 Kubikmeter, 47 Eichen Stangen von 10—14 Centimetetr Durch⸗ messet und 4—9 Meter Länge, — 61 Raummeter Eichen⸗ Scheitholz, 8 1 Nadel⸗ 5 24 4 Buchen ⸗Knüppelholz, 38 2 Eichen* 14. Nadel⸗* 700 Wellen Buchen Reiserholz, 3238„ Eichen⸗* 1063„ Navel⸗ N 9 Raummeter Buchen⸗Stockholz, 79— Eichen Die Zusammenkunft ist Morgens 9½ Uhr hölzernen Brücke hinter dem Salzberg. Mit dem Brennholz wird der Anfang gemacht. Ober Rosbach am 4. Januar 1878. Großherzogliche Bürgermeisteret Ober Rosbach. Birger. Zur Beachtung. Es wird hiermit zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß ich für Dienstangelegenheiten künftig nur Donners tags, von Morgens 9 bis 12 Uhr und Nachmittags von 2 bis 5 Ubr, in meiner Wohnung Sprechstunde habe. Vilbel den 6. Jannar 1878. an der Brod, 8 Bezirks Bauaufseher. Weiße leinene Caschentüchet, 124 gestickt und glatt, farbige Taschentücher, Kragen, Manschetten, Negligshauben, Tüllkrausen, weiße Unter⸗ röcke, feine Einsätze für Herrenhemden, Vorhemden, Herren- von der Handlung 120 A. Buch in Hungen. kragen zu den billigsten Preisen bet K. Friedrich. Verst„ 37A 701 Versteigerungs-Anzeige. Montag den 14. d. Mis. lassen die Erben des Kontad Schneider IV. zu Osiheim in ihrer Hofreithe nach⸗ verzeichnete Mobilien einer öffentlichen Versteigerung gegen gleich baare Zahlung aussetzen: 1 gut erhaltenes Sopha mit 6 gepolsterten Stühlen, 6 Stüble mit Rohrsitzen, 2 CFommode mit Aufsätzen, 2 einfache Commode, mehre te Tische, einige Bettladen, 1 Wanduhr mit einem Kasten, 1 Jagdflinte; ferner eine Parthie Kleidungsstücke, eine größere Quantität Weißzeug und noch sonstige verschiedene Haus gerätbschaften. Die Versteigerung beginnt des Morgens um 9 Uhr. Namens der Erden: Matthäus Schneider IX. Lulversal-Reinigungs-9al Uuiversal-Reinigungs-salz. 108 Von allen Aerzten als das einfachste Hausmittel empfohlen gegen Säurebildung, Aufstossen; Krampf, Verdauungsschwäche und andere Magenbeschwerden in Paketen à 25 Pf., 50 Pf. und 1 Mark. J. A. Windecker, Hoflieferant in Friedberg, Ph. J. Weiss in Bad-Nauheim. Eine complete Dreschmaschine mit fahrbarer Locomobile ist wegen Auflösung einer Gesellschaft billig zu verkaufen. Die Maschine war bis zur letzten Zeit im Betriebe und waren die Leistungen derselben zufriedenstellend. Offerten beliede man an Herrn Wilhelm Anthöfer, Neu Isenburg, einsenden zu Einen Eber, / Jahre alt, hat zu verkaufen f Chr. Schäfer, Vachter 110 3 in Ossenbeim. 3 Einen Regenschirm 105 gefunden. C. Altmannsperger. Im Saale zu den 3 Schwertern. Thiemer's welktberühmtes Mech. Welt-Theater, verbunden mit Concert eines großen Orchestrions. Freitag den 11. Januar: Vorletzte Aufstellung: Heidelberg am Neckar.— Die Völkerschlacht bei Leipzig 1813. Montag den 14. Januar: Schluß der Vorstellungen. Arbeiter⸗Ball. Zu dem am 20. Januar 1878, Abends 7½ Uhr, im Saale des Hötel Trapp statt⸗ findenden Balle ladet höflichst ein Das Comité. Eintrittskarten sind an der Kasse bis Abends 10 Uhr à 1 M. 50 Pf. zu haben. 99 Bekanntmachung. Alle Gesellen, Gewerbegebülfen und Fabrikarbeiter, welche auf Grund des im Oberbessischen Anzeiger vom 5. Januar 1878 veröffentlichten Ortestatuts verpflichtet sind, der allgemeinen Arbeiter- Kranken- Unterstützungskasse zu Friedberg beizutreten, werden hierdurch, soweit sie noch nicht Mit glied einer anderen Hülfskasse geworden sind, aufgefordert Mittwoch den 23. Januar d. J., Abends 8 Uhr, g in dem hiesigen Rathhaussaale zur Wabl des Vorstandes zusammenzutreten. Zugleich wird bekannt gemacht, daß Alle, welche freiwillig dieser Kasse als Mitglieder angehören wollen, ihren Beitritt auf hiesiger Bürgermeisterei oder am Wahlabend auf dem Rathhaussaale durch Namens Unterschrist unter das nurmehr genebmigte Statut der Kasse vollziehen und dadurch das Recht erwerben können, an der anberaumten Vorstandswahl Theil zu nebmen. Friedberg den 8. Januar 1878. Großberzogliche Buͤrgermeisterei Friedberg. Fouc ar. Vorschuß& Creditverein zu Friedberg. (Eingetragene Genossenschaft.) Vom 10. bis 31. Janrar k. J. des Vormittags von 9 bis 12 Uhr werden die Spareinlagen-Zinsen an unserer Kasse bezahlt. 3 Baschliks, Kaputzen, Damen Westen, gestrickte wollent Damenkragen und Halstücher, gestrickte Kinder- Schube, sowie Socken und Strümpfe K. Friedrich, neben der Post. Jeden Freitag frisch gewässerten 2 Kopf ⸗Shawls, kleider, Jäckchen, Röckchen, Kinder-Gamaschen und zu reellen Preisen bei 125 Häcksel⸗Maschinen in verschiedenen Bauarten zu herabgesetzten Preisen in großer Auswahl stets vorräthig von 50 Mark an bei Labberdan Franco⸗Zusendung nächster Eisenbahnstation, 14tögiger bei Wilhelm Fertsch. Probezeit und einjähriger Garantie für jeden Material⸗ f . A Buch in Hur gen. Glschüsts-Empfehlung. 1761 Unterzeichnete empfiehlt fich im Anfertigen von Damenkleidern in und außer dem Hause unter Zu— sicherung geschmackvoller Arbeit und prompter Bedienung. Elisabeth Klinkerfuß, wohnhaft im Hause des Herrn Georg Magnus in der Vorstadt in Friedberg. Canarienvögel, ditoreien und grösseren Geschäften vorräthig. 118 vorzügliche Schläger, in schönen Exemplaren empfiehlt Friedberg. F. Fourier. 8 Ein gesetztes Frauenzimmer, 2 1 U Beginn des neuen Quartals! 115 welches einer Haushaltung vollständig vorstehen Beste Zeit zum Abonnement. 45⁵ 109 Die Erzeugnisse der Kaiserliehen Hof- Chocoladen- Fabrik Gehr. Stollwverek in Cöln empfingen mit dem Jury-Urtheil„für höchste Vollkommenheit der Fabrika ion, vorzügliche dualität und Wohl- geschmack“ in Philadelphia die auf Deutsch- land entfallene einzige Medaille. Die Chocoladen sind in den meisten Con- kann, wird zu sofortigem Eintritt gesucht von Friedberg. Theodor Sprengel. 8 E 1 7 2 Beachtenswerth! 25 7 5 7 25 U E II 2 2 112 Wie soeben erfahre, füllt Herr C. F. Walz dorten, — 0 2 2 ohne mir eine Mitthetlung gemacht zu haben, ein anderes 8 8 23 Bier in meine Flaschen, welche ihm leihweise für meine 82 25 Biere überließ und verschließt dieselben mit Korken, 8. 32 welche meine Firma tragen. Um die Freunde meines 7* Bieres vor Täuschung zu bewahren, bemerke, daß Herr C. F. Walz meine Biere gar nicht mehr liefern werde und bitte meine verehrten Goͤnner mir für die Folge ihre werthen Aufträge direct zu ertheilen, deren bester Aus führung sie stets sicher sein können. Hochachtend Die soeben erschienene Nr. 14 enthält: Zum neuen Jahre. Gedicht von Karl Hackenschmidt. — Vor dem Sturm. Historischer Roman von Theodor Fontane.— Persönliche Erinnerungen aus den Jahren 18481850. XIII. XIV.— Das preußische Eisenbahn⸗ regiment.— Auf den Bonin und Maxianen-Inseln. Von Dr. Koeniger, Arzt an Bord S. Maj. Corvette Hertha.— Webrlos. Nach dem Bilde von Tetzner.— Am Familtentische: Der Felsentempel von Abu Simbel. Mit dem Bilde von W. Gentz: Vor dem Tempel von Abu Simbel.— Gescheldte Thiere. Mit einer illustrirten Beilage. Zu Bestellungen empfiehlt sich von heute an, an meinen Bevollmächtigten, Herrn Lud⸗ wig Ferber in Friedberg, zu lessten, andernfalls würde gerichtliche Beitreibung erfolgen. AFisne fes a. M. den 5. Januar 1878. Carl Bindernagel in Friedberg 10 Ludwig Backes. Kitdberger Casino. Donnerstag den 31. Januar 1878 Abstimmuug nach § 8 der Statuten. 106 Einladung. Herr Lehrer Funk in Marienschloß hat sich berelt erklärt kommenden Samstag Abend 7 Uhr bei Gastwirth Dillenburger einen wissenschaftlichen Vortrag zu balten über das Thema:„Die Entwickelung des deutschen Bauernstandes, sein Wachsthum und seine Kümpfe von der Reformation bis zur Gegenwart“. Alle Freunde der Landwirthschaft und des besonnenen Fortschritts werden freundlich mit dem Bemerken ein⸗ laden, daß der Eintritt Jedermann gratis gestattet ist. Södel am 8. Januar 1878. Loos. Frische Schellfische 116 habe soeben eine Sendung erhalten und empfehle solche bestens. C. F. Walz. Heute frische Helgolander Schellsische 104 bei Wilh. Fertsch. Paul Stein, Frankfurt a. M., Central⸗Depot in- und auslän⸗ discher Lager- und Export⸗Biere, verzollt ab hier: 2 5 2 2 Es Preis exel. Glas und Fastage in weißen s Mark. 1 Z.. 4 Frankfurter Bier 12 f 5 Hectoliter 20 g Mark.. 25 P. Stein's Lagerbier 13 Hetcitoliter 22 Mark. 24 17 P. Stein's Wiener Exvort 31 5 Hectoliter 24 Mark. n 17 Waldschlößchen Export 31 2 1 Heectoltter 24 Mark. r 2 Nüruberger Export 12 9 Heetoliter 24 Mark. Erlanger Export 0 22 Hectoliter 24 Mark. 250 N Münchener Export 18 Heetoliter 27 Mark. 2 8 Culmbacher Export 18 Heetoliter 27 Mark. 3 10 Pilsner Tafel oder Exvort 38 2 pHectoliter 30 Mark. 2 8 Wiener Lager E. 19 Hectoliter 30 Mark. 3 8 15 23 Wiener Märzen deer 35 Matt. Böhmisch(Pilsner) Lagerbier 23 Hectoliter 35 Mark 42 P 32 Bock⸗ und Salvator⸗ Bier 26 1 Heccoliter 40 Mark. 5 1 Engl. Porter eon Bentleh, Weins& Co. Lenden. — Engl. Pale Ale 45 von Baß& Co., London. 8⁰ Faßbierpreise sind für Wiederverkäufer und ge⸗ währe auf Flaschenbiere nennenswerthen Rabatt. Die Haltbarkeit bei vollster Klarheit garantire allen geehrten Abnehmern für 4 Monate. 11 hat zu ver⸗ Zughund Georg Duckheim in Fauer bach v. d. H. Visitenkarten in Buchdruck: 28 versch. Sorten, per 100= M. 1. 40 in Lithographie: 21„ 10 5 100-. 50 Solche auf mattem oder Chamois-Caxton, sowie solche mit Extraschrift oder Verzierungen sind eine Kleinigkeit theurer. Carl Bindernagel. Seidene Umlnöpftücher K Jonlards 126 in den schönsten Farben billigst bei K. Friedrich. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. Einen jungen 9/jährigen 101 nahm unter! autwer Staal dit al nach tiwa Beschl als 1 Schr daß dis b Vatan byron bert Abgeor die W Bisüg Antes Ben sltuer ibenso gestellt Einlem Huch worse das auf d antrag bel alle stin seol Wahlu. stügang Bau 10 Static diese daß d Jinsung J be Warig eingege Tage schußt der 6 einen Feld reihle Lande igen Gin bann stehen