4 Ae. 4 * dulsc Selm ß its nen 31 0 N 2 Jule, Barilt bei tistian Werner 1 Helene Heh Samstag den 7. Dezember. M145. serhessischer Anzeiger. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Erscheint dreimal per Woche und zwar Dienstags, Freitag Abend ausgegeben. Donnerstags und Samstags. Kreisblatt für den Areis Friedberg. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoneen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Ein sendern(soweit Letztere nicht Jahres⸗C n Den* ns 2 2 onto bel uns haben), welchen der Vetrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. i A e eee Amtlicher Theil. Betreffend: Den Landkalender für das Großherzogthum Hessen im Jahre 1880 Friedberg den 4. Dezember 1878. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Bad-Mauheim, Butzbach, Friedberg, Griedel, Heldenbergen, Hoch-Weisel, Klein-Karben, Münzenberg, Ober-Rosbach, Okarben, Rodheim, Reichelsheim und Vilbel. 5 Wir seben Ihren umgehenden Berichten entgegen, an welchen Tagen im Jabre 1880 die Märkte in Ihren Gemeinden abgehalten werden. Dy Bro den. Betreffend: Rinderpest. Friedberg den 4. Dezember 1878. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt. Wir benachrichtigen Sie, daß, nachdem laut Mittbeilung des Reichskanzleramtes das Auftreten der Rinderpest in der Stadt Staollupönen, Provinz Ostpreußen, constatirt worden ist und die Märkte östlich der Weichsel gesperrt worden sind, Großherzogliches Ministerium des Innern eine werschärste Controle der Schlachtviebmörkte zu Bischofsheim und Mainz angeordnet hat. Wir empfehlen Ihnen, dem etwaigen Vorkommen der Seuche üm Großherzogthum eine erhöhte Aufmerksamkeit zuzuwenden und eintretendenfalls nach Maßgabe der bestehenden Vorschriften zu verfahren. dellsische E 0 brich runderun U 4. — Y nicht enges, 14 — 1 2* —— 141 4 N madchen 1 1 1 h, 1 * Meitenbach Dr. Braden. Betreffend: Das Matbildenstift, hier die Vertheilung der für die Industrieschulen verwilligten Summen. Friedberg am 3. Dezember 1878. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Schulvorstände der Orte des früheren Kreises Friedberg. Es stehen noch Viele von Ihuen mit Exledigung unserer Versügung vom 5. Juni 1877(im Obechessischen Anzeiger Nr. 66 vom 9. Junf 1877) nämlich mit Erstattung der Rechenschaftsberichte über Verwendung der bei fraglicher Vertheilung Ihrer Gemeinde zugekommenen Belräge für die Jabre 1876/77 und 1877/78 im Rückstande. Diejenigen von Ibnen, welche mit ihren Berichten noch für beide Jahse rückständig sind, wollen in denselben den Nachweis für das Schuljahr 1876/77 und für dasjenige von 1877/78 getrennt liefern und hierbei insbesondere beachten, owir auch die Ortsvorstände hiervon bedeuten, daß diese Summen nicht für den Gehalt der Lehrerinnen, sondern zur Anschaffurg von Arbeitsstoffen, 1 . möglich war. Arkunde mußte das Finanzgesetz zuerst der zweiten 1 1 inzelnen Theilen der Einnahmen und Staßen-Gesetzes erfolgen.— Dr. Braden. Berichte, welche dies darthun, erwarten wir nunmehr bestimmt bis zum 12. d. Mts. N 112 u. s. w. für arme Kinder vertheilt werden. Ihre? Deutsches Reich. Darmstadt. Nach dem„Fr. J.“ bezweckt der dem Landtage zugegaugene Gesetzentwurf über die Abänderung des Art. 67 der Verfassungs-Urkunde, sowie der Art. 26 und 33 der lundständischen Geschäfts⸗ Ordnung, die raschere Feststellung des Staats- Budgets herbeizuführen, als dies bisher Nach Art. 67 der Verfassungs- Rammer vorgelegt werden, welche darüber nach iner vertraulichen Besprechung mit der ersten Kammer durch die Ausschüsse, ihre Beschlüsse zu assen halle. Zukünflig soll die Kammer auch Hei dem Staatsbudget beschließen können, daß ohne vorberige Verweisung an den Finanz⸗Aus⸗ chuß in die Berathung und Abstimmung bei den Ausgaben einzutreten sei; eine Verweisung bleibt nur noth- wendig bezüglich der Theile des Hauptvoranschlages, für welche sie von der Regierung ausdrücklich in Anspruch genommen wird, wobei eine vertrauliche Gorbesprechung der Kammer-Ausschüsse stattfinden muß Die neue Einrichtung wird die in Hessen zur Regel gewordene Prolongation des Finanz besetzes beseitigen und nutzlose Verzögerungen ab— cchneiden.— Der jetzt im Druck erschienene Ge. atzentwurf über das Verfahren in Sachen der nicht streitigen Gerichtsbarkeit betrifft in seinem ursten Abschnitt die drei Provinzen, und behandelt: Allgemeine Vorschriften. Verfahren bei Anweisung tines Standesbeamten zur Vornahme einer ab— helehnten Amtshandlung und bei Berichtigung der Standes Register. Verfahren bei Erkennung von Ordnungsstrafen auf Grund des Handels-Gesetz, uchs und des Genossenschafts Gesetzes. Zustell⸗ ungen der Gerichtsvollzieher. Der zweite Abschnitt ezleht sich nur auf Rheinbessen. Der dritte Ab; wnitt enthält Schlußbestimmungen.— Die in Aussicht genommene Reorganisation unseres Local. bau Wesens soll erst nach Verabschiedung des Von unserer älteren, 0 Eisenbahnschuld dürften im Laufe der nächsten Finanz⸗Periode alljährlich etwa 50,000 Mk. zur Tilgung gelangen.— Von den Rothschild'schen Fünfzig Gulden ⸗Loosen ist noch immer eine be— trächtliche Anzahl nicht zur Einlösung präsentirt. — Um bei den Ministerialräthen fünf gleich- mäßige um 500 Mk. aussteigende Gehaltsstufen von 6500 bis 8500 M. bilden zu können, soll der Durch schnittsgehalt auf 7500 Mk. erhöht werden.— Sämmtliche Districts-Einnehmereien des Landes sollen endlich feuerfeste Cassenschränke erhalten.— Iq Ressort der Finanzverwaltung ist eine ein- gehende Revision der längst veralteten Diäten- bezüge verschiedener Beamten in Aussicht genom- men.— Auch den Oberförstern, deren Zahl auf 71 herabgemindert wird, soll eine Aufbesserung, die sich einschließlich erhöhter Vergütung für Bureaukosten und Pferde-Fourage auf durchschnitt— lich 400 Mk. belaufen wird, zu Theil werden. — Das von der Stadt in's Leben gerufene Seminar für Ausbildung höherer Lehrerinnen soll vom Staat zukünftig mit 4000 Mk. per Jahr subventionirt werden. Berlin, 4. Dec. Das Abgeordnetenhaus erledigte nach unerheblicher Debatte die zweite Lesung des Etats der landwirthschaftlichen und Gestüts Verwaltung. Nach Schluß der heutigen Sitzung gingen dem Bureau des Hauses zwei Ankräge des Centrums zu, einer von Windthorst (Meppen) auf Wiederherstellung der aufgehobenen Artikel 15, 16 und 18 der preußischen Verfassung, welche sich auf das Verhältniß des Staates zur Kirche beziehen, und ein anderer von Schorlemer— Alst, welcher der neulichen Interpellation des- selben auf Wiedereinführung der Zinsbeschränkung entspricht. — Die mehrfach verbreitete Nachricht, daß beabsichtigt werde, den Reichstag auf Mitte Febr. einzuberufen, und daß darauf eine Nachsession des Landtages bevorstehe, ist, der„Nordd. Allg. Ztg.“ zufolge, vollständig aus der Luft gegriffen; die Angelegenheit sei an maßgebenden Stellen gar nicht zur Erwägung gekommen. f— Der deutsche Gesandte in Bern, General v. Röder, soll angeblich um seinen Abschied ein⸗ gekommen sein und dies mit der Schweizer Asyl— frage zusammen hängen. Bestätigung bleibt abzu⸗ warten. Andrassp soll hier angefragt haben, od Graf Szechenyi als Karolyi's Nachfolger genehm sei. L. 5. Dec. Der Kaiser übernahm heute die Regierung unmittelbar nach der Rückkehr durch Vollziehung dreier Erlasse an den Kronprinz, den Reichskanzlet und das Staats- Ministerium. — 5. Dec. Ueber den Einzug des Kaisers entnehmen wir den verschiedenen Zeitungen: Das Wetter war zwar morgens noch trübe, aber der Regen batte um 10 Uhr aufgehört. Die ganze Stadt bis zu den entlegensten Straßen prangte in einem niegesehenen Flaggenschmuck. Haus für Haus hatte Flaggen oder einen anderen Schmuck angelegt. An die Ausschmückung der Straßen, durch welche der Kaiser seinen Einzug hielt, wurde noch kurz vor diesem die letzte Hand gelegt. Die Ausschmückung der Stadt ist fast noch großartiger als sie beim Siegeseinzug war; noch in der letzten Nacht wurde bei Fackellicht und strömendem Regen überall gearbeitet. Auf den öffentlichen Plätzen sind große Bauwerke aufgeführt: Bei der Belle Alliance⸗Brücke ein drei Stock hoher Aufbau nach Art eines Altars, auf dessen Spitze eine Opferschale sich befindet. Auf dem Potsdamer Platz steht ein Obelisk. Die Häuser unter den Linden sind so reich mit Blumen, Guirlanden und Teppichen geschmückt, daß kaum ein Quadratsuß Wand freigeblieben ist. Im Innern der Stadt sind ganze Straßen durch Laubguirlanden, die über die Fahrdämme gespannt sind, in Lauben umgewandelt. Kurz nach 12 Uhr fuhr der reich- bekränzte kaiserliche Zug in den Bahnhof einz auf dem Perron wurde der Kaiser zunächst von dem Salut der Ehrenwache begrüßt. Unmittelbar nach dem Verlassen des Waggons umarzite der 1 . 3 4 1 ..... ̃—..—.— — Kaiser seine Schwester, die Großberzogin- Mutter Kaiserin sogleich in dasselbe; der Kaiser, dem die 8286 356% 0 117 1 595 6511 4%% von Mecklenburg ⸗Schwerin, begrüßte die übrigen Generale und Flügeladjutanten folgten, nahm die 2605 420 6214 5949 5429 4708 4662 2781 4579 5767 upfebl. Mitglieder der königlichen Familie und betrat so- Parade der Ehrenwache ab, begab sich dann ins 6576 709 1465 943 3411 6338 3003. Die Prämsen⸗ walten, dann den Empfangssalon. Hier reichte er zu- Palais und erschien mit der Kaiserin auf dem Ziehung findet am 1. Juli 1879 statt. e, nächst dem Oberbürgermeister von Forckenbeck die Balkon, um das Publikum, das unaufhörlich Sachsen⸗ Meininger 7 fl.⸗Loose. Gewinn⸗ e Hand und äußerte seine Freude, denselben an der Jubelrufe ertönen ließ, nach allen Seiten zu S. 86 e 19 1 3 Spitze der Berliner Bürgerschaft begrüßen zu grüßen. Unmittelbar darauf begann dh Defiliren S. 696 Nr. 21, S. 1903 Nr. 26. S. 3005 Ne. 42,. 3 können. Hierauf wandte sich der Kaiser an die der aufgestellten Corporationen und Verbände, Kölns Mindener 100 Thaler Loo se, 100 im Halbkreise stehenden Minister, Generale und darunter zahlreiche starke Depukationen auswärtiger Ziehung vom 2. Dee. Serie 274 292 394 504 785 845 les! Hoschargen und sprach ctwa folgende Worte:„Mit Hochschulen, auch eine bedeutende Zahl hier 860 928 1026 1027 1083 1500 1641 1651 1774 2015 Ba! gemischten Gefühlen kebre er in die Hauptstadt weilender Nordamerikaner mit zwei Sternenban- 2391 2558 2616 2809 2996 3007 3046 3147 3684 3746. 3817 drück, in die Freude über seinen Eapfang, über nern. Mehrere bundert Banger und Fahnen. enten Hehl ven 2. See. Stam e die Zeichen der Hingebung an ihn und sein Haus zeigten sich im Zuge. Das Wetter blieb au- goth ncht gaze Selen, 884 in de e mische sich der Schmerz um Das, was er er- dauernd regenfrei. Um 5 Uhr begann die Illu also der ganze Rest der Loose zur Heimzahlung gekündigt a0 dulden mußte. Sein Herz habe mehr geblutet, mination der Stadt, von welcher selbst bis in die wäre). 5 f 1 als seine Wunden. Er wolle gern Alles ertragen entlegensten Straßen der Vorstädte kein einziges 5 e 921 853 576 4% Strün 5 eo. en: 2 3* 10 und freudig sein Blut vergossen haben, wenn er Haus ausgeschlossen war. 9 dem Branden- 1984 2076 2098 2738 3143 3436 3910. Gewing 7 überzeugt sein dürfte, daß das zum Wohle des burger Thor und an anderen Punkten strahlten 200,000 fl. S 287 Nr. 93. 20 000 fl. S. 1457 Nr. 9, Vaterlandes und zum Heile der irregeleiteten Theile elektrische Sonnen. In allen Straßen brannten 15 000 fl. S. 287 Nr. 76, 10,000 fl. S. 3910 Nr 53, 9 seines Volkes gereichen könne.“ Sodann ver. ben galische Flammen, während die Fenster 0 ft. 1 755 11 0 0 5 T 2 ließen der Kaiser und die Kaiserin den Bahnhof Häuserfronten von Kerzen und Gaslicht strahlten. je 190 fl. S. 267 Nr. 24 S 1457 Nr. 70, S 198 baufe und bestiegen den offenen sechsspännigen Gala- An vielen Häusern waren Transparente mit Nr. 96, S. 2738 Nr. 77, S. 3436 Nr. 9 und S. 3910 Nr 89. 1 17 0 Wagen. Hieran schlossen sich in 22 Wagen die sinnigen Sprüchen zu schauen, in den Schau- 5—̃ʒ—— f 1 Prinzen und Prinzessinnen nebst dem Gefolge. Der senstern war häufig die lorbeergeschmückte Büste des Sate Kaiser, im Helm und in großer Generals-Uniform Kaisers ausgestellt. Nirgends während des ganzen st Nicht“ von L. N. Fietsenn 7 mit dem Militär- Paletot darüber, den rechten Tages wurde die Ordnung gestört. 5 Hl 1 1 ö e Co. in Breslau, G Arm in der Binde, sah frisch und kräftig aus. 9 Honig Kräuter-Malz Extrakt u. Caramellen“) s Der Kaiser war ernst bewegt, der Jubel begeistert. Verloosungen. Jeder Husten kann 17 1 geführlich werden. Wir 110 Auf dem ganzen Wege ertönten fortwährend Jubel⸗ Kurhessische 40 Sete 10 27 35 g. darauf aufmerksam. rufe; die Fenster und Balkons waren reich mit Serienziebung vom 2 Dee Sanen. nr, 55 1284 5 f Put 85 n 4336 5 984 3640 1889 5620 4457 3045 3782 1696) Zu haben in Friedberg in der Wetterau Damen besetz. welche den Zug mit Tüchewweten 2669 6695 5903 59 8 2174 5069 5173 2263 4497 1329 bel Herm Wilh. Bernbeck. 3510 1 begrüßten. Als der Kaiser und die Kaiserin vor 1190 3044 3069 910 3362 5497 829 3106 5329 4430 dem Palais eingetroffen waren, begab sich die 3260 2894 5906 1996 4892 67 5241 647 1632 2126 empf. Mein 90 0 0 5 0 welche das Abschneiden der Cigarren ersparen, empfiehlt beser W E 1 ö N a 1 8 2 1 E r 3823 E. Oppenheimer, Cigarrenhandlung.* 5. 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DFC —̃ͤ—ꝛsͤ— ³ PB irie inschmeckenden Java-Kaffee 1 5 a.(per Pfund N. 1., M. 1.4, M. 1.8, M. 1.12)— 1 ür Weihnachten 75 85. i 8 5 i Chocoladen und. *. haben wir zum Ausverkauf zurückgesetzt: Gaes 0 60 und 70 Centimeter breite Kleiderstoffe pr. Elle von 20 Pf. an. 5. / breite rein wollene Buckskins pr. Elle zu M. 2.—. der Kaiserlichen und Königlichen Hof- z, waschächte Cattune in Resten pr. Elle zu 18 Pf. Chocoladen- Fabrikanten: 70 Centimeter breite schwere Sammte in allen Farben zu M. 1.20. Gebr. Stolluerek. Rein wollene Tischdecken pr. Stück von M. 1.70 an. in Cöln 0 „. 5 7 2 7. Weißseidene Foulardtücher pr. Stück von 40 Pf. an 18 Hof- Diplome, a Rund noch mehrere andere Artikel. 1 19 goldene, silberne und broncene Eine Parthe weiße Vorhang-Reste, wie Reste von unseren sämmtlichen Medaillen Artikeln verkaufen für den halben Werth. Fe 75 b b Reelle Zusammenstellung der Rohpro- 9 85 8 e cker& En el ducte. Vollendete mechanische Hin. 9 15 richtungen. 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Hirsch. eee e ee 00 Diese bereits über die ganze Provinz verbreitete Zeitung erscheint von Neujahr 1879 ab täglich in vergrößertem Format mit einer wöchentlichen Gratisbeilage: dem trefflichen ethessische „Illustrirten Sonntagsblatt“ von Otto Nachrichten. Ruppius. Abonnementspreis künftig 2 Mark vierteljährlich, incl. Postaufschlag. Ueber Musik-Spielwerke. 3824 Die Kunstindustrie hat während jeder Zeitperiode einen Artikel aufzuweisen, der als besonderer Liebling sich rasch die allgemeine Gunst erwirbt. Seit mehr als einem Jahrzehnt zahlen zu solchen die Musik-Spielwerke, deren Beliebtheit im steten Wachsen ist. Fast in jeder eomfor— tablen, ja nur halbwegs anständigen Haushaltung findet man ein Erzeugniß dieser Kunstindustrie vor. Ein solch' Spielwerk oder Spieldose ist ein prächtiges und stets unterhaltendes Ding, immer dazu da, uns und unsern Gästen Vergnügen und Zerstreuung zu gewähren, in ein— samen und sorgenvollen Stunden die üble Laune zu ver⸗ bannen, unsere Grillen zu vertreiben. Niemand, dessen Mittel es immer nur gestatten, sollte anstehen ein Spiel— werk oder eine Spieldose sich anzuschaffen und bei einem beabsichtigten Geschenke in erster Reihe seine Wahl dafür zu treffen. Und erst zu einem Weihnachtsgeschenke! Da gibt es gewiß nichts Passenderes, nichts das dem Em— pfänger eine größere Freude zu verursachen vermöchte. Tonangebend, und diese Branche der Kunstindustrie geradezu beherrschend, ist das weltberühmte Haus J. H. Heller in Bern, welches viele Hunderte der geschicktesten Arbeiter beschäftigt, das Vollendetste in diesem Genre produzirt, und durch die Verdienstmedaille wiederholt ausgezeichnet wurde. Die Heller'schen Werke unterscheiden sich vortheilhaft von allen anderen: durch ihre Tonfülle, Reichhaltigkeit und geschickte Wahl der Melodien, sowie durch ihre harmonische Vollendung. Als Kennzeichen trägt jedes seiner Werke die Marke der Firma(alle andern als Heller'sche angepriesenen sind fremde), an welch' letztere man sich bei Bestellungen, auch wenn es sich nur um eine kleine Spieldose handelt, am besten stets direkt wenden wolle. Ganz besonders sind die Heller'schen Spielwerke— die im Inseratentheil unseres Blattes von diesem Hause direkt dem verehrlichen Pub⸗ likum empfohlen werden— für Hötels, Caffés und Restaurants geeignet und zu empfehlen. In denjenigen Etablissements, in welchen sie bis nun eingeführt sind, hat sich für die Herren Wirthe ihre Rentabilität eklatant erwiesen. Wir ertheilen daher jedem Wirthe, dem es um eine erprobte Anziehungskraft seiner Gäste zu thun ist, den wohlgemeinten Ralh: die Ausgabe für die An— schaffung sich nicht reuen zu lassen, ebenso wie wir zu überaus geeigneten Weihnachtsgeschenken die Heller'schen Spielwerke und Spieldosen nochmals nachdrücklich em— pfehlen. Illustrirte Preiseourante werden auf Verlangen Jedem franco zugesendet. —* 1 5 0 0 70„A Versteigerungs-Anzeige. Dienstag den 10. d. M., Vormittags 9 Uhr anfangend, wird die Versteigerung des Nachlasses der verstorbenen S. Butzbach Wittwe in der Behausung des Herrn Goldar— beiter Maaß fortgesetzt. Zur Versteigerung kommen folgende Gegenstände: J altes Sopha, 1 Commode, 1 ovaler Tisch 1 Küchenschrank, Stühle Bettwerk, 12 Stück Betttücher, 24 Hemden, 36 Stück Handtücher, 12 Tischtücher, 24 Ser⸗ vietten, 6 Bettdecküberzüge, 12 Kopfüberzüge, Vorhänge, 1 Splegel, seidene und wollene Kleider, Unterröcke, sowie sonst noch verschiedene Gegenstände. Friedberg im Dezember 1878. 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Evangelische Gemeinde. 2. Advent. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Baur. Gottesdie nst in der Stadtkirche: Nachmittags 1⅛⁰ Uhr: Herr Candidat Römheld. Gottesdienst in der Burgkirche! Vormittags 9½ Uhr: Herr Pfarrer Baur. Abends 5 Uhr: Herr Misstonar Schrenk. Katholische Gemeinde. Samstag um 4 Uhr: Gelegenheit zur Beicht. Sonntag 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2 Uhr: Christenlehre und Andacht. Werantw. Rev.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. — (Hierzu Unterhalkungsblatt Nr. 49 und eine Beilage.) Artikel, welche sich als Weihnachtsgeschenke in allen feineren und gewöhnlichen Sorten Möbeln, 4. 300 Stebel gericht Ehtenz Olenste VII stemder 1 X. Wend amis Krotz die g. mülle Schu Sleir Schu * * Wolfe * Benn. erkenn der E * flelle zu J zu b. 3 Tab Nied der! Scher g end Ste Ga Casul. erein. nzen, nachtsgeschenke billigen zun Epiecgel, 1 ager Iren . uswahl 1 „ Nobtsefel 1 Beilage. berhessischer Anzeiger. M 145. — Deutsches Reich. Darmstadt. Das Regierungsblatt, Beilage Nr. 30, enthält: I. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That. II. Uebersicht der Rechnung Gr. Landes-Weisen-Anstalt m Darmstadt für 1877. III. Bekannmachung über die nachträgliche Erhebung iner Umlage für die isr. Religionsgemeinde Hergerts— zauseu für 1878/80. IV. Uebersicht der für 1879 genehmigten Umlagen m den isr. Religionsgem. des Kreises Heppenheim. V. Bekanntmachung wegen Niederschlagung des 3. und 6. Ziels der Communal-⸗Umlagen der israel. Gemeinde Seebeim pro 1878. VI. Ernennung in Beziehung auf den Landtag. VII. Ordensverleihungen. U. a. wurde dem Land gerichtsdiener Benner in Bad-Nauheim das allgemeine Shrenzeichen mit der Inschrift:„Für langjährige treue Dienste“ verliehen. VIII. Ermächtigungen zur Annahme und zum Tragen nemder Orden. IX. Namens veränderung. X. Dienstnachrichten. Dem evang. Pfarrer Wolf zu Wendelsheim wurde die Pfarrstelle zu Osiheim, dem Schul— umtsasp. Loy aus Offstein die 3. Schulstelle zu Klein- Rrotzenburg, dem Schulamtsasp. Mickler aus Urberach zie 3. Schulstelle zu Heusenstamm, dem Schullehrer Krauß müller zu Ettingshausen die Schulstelle zu Oppenrod, dem Schullehrer Reitz zu Salz die 1. Schulstelle zu Freien⸗ Steinau, dem Schullehrer Meister zu Erbach die evang. Schulstelle zu Greß⸗Steinheim übertragen. XI. Cbaraktlertheilung. XII. Dienstentsetzung. Wolfsheim wurde seiner Stelle entsetzt. XIII. Ruhestandsversetzungen. Der Landgerichtediener Benner zu Bad-⸗Nauheim wurde auf Nachsuchen unter An⸗ erkennung seiner Dienste in den Ruhestand versetzt, ebenso ver Schullehrer Trautwein zu Knoden-Schannenbach. XIV. Concurtenzeröffnungen. Erledigsist: eine Lehrer⸗ gelle zu Trebur, Gehalt 1000— 1400 M; die Lehrerstelle zu Merlau, Gehalt 900 M.; eine mii einem katb. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle zu Bürstadt, Gehalt 1000 M. XV. Sterbefälle. Gestorben sind: der evang. Pfarrer Tröster in Gambach; der Gerichtsvollzieher Engmann zu Mieder⸗Olm; der Gerichtsvollzieher Müller zu Oppenheim; ver Kirchenrath Schneider zu Ueberau; der Pfandmeister Scheer zu Lauterbach. Darmstadt. Das Regierungsblatt Nr. 26 enthält die Bekanntmachung über den Spielkarten Stempel. — Der Kammerjunker, Regierungsrath von Gagern, wurde zum Kammerherrn ernannt. Darmstadt. Wie dem„Mzr. Il.“ von wohl- unterrichteter Seite aus Homburg mitgetheilt wird, hat der Kaiser der Großherzoglichen Familie das Homburger Schloß zum Aufenthalt während der Reconvalescenz der hohen Kranken angeboten und find die Befehle zur Instandsetzung der Räume im dortigen Schlosse bereits ergangen. Bezüglich der Uebersiedelung der Großherzoglichen Familie verlautet eine bestimmte Nachricht bis jetzt noch nicht. Prinz Alexander war in den jüngsten Tagen an einem Halsübel erkrankt, befindet sich aber wieder auf dem Wege völliger Genesung. München, 4. Dec. In der heutigen Ge— meinde Wahl der Stadt München haben die Rlerikalen gesiegt. Von 20 Gewählten sind neunzehn klerikal, einer liberal. Karlsruhe, 3. Dec. Dem Kaisercommers ver Polytechniker in der Festhalle wohnten Tausende ei, hierunter der Großherzog, der Erbgroßherzog, pie Minister, die Präsidenten der Kammern, die Generalität, die kaiserlichen Adjutanten und die Gemeinde-Vertreter. Das Hoch auf den Kaiser, den Großherzog und die Großherzogin wurde hegeistert aufgenommen. Gedichte, Reden und Gesänge wechselten miteinander ab. Der Groß- gerzog hielt eine ergreifende Ansprache an die fudirende Jugend und schloß mit einem Hoch nuf das Vaterland. Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 4. Dec. Morgen beginnt das Plenum der österreichischen Delegation die entscheidende Debatte, deren Dauer uf zwei Tage berechnet ist. Die Minorität des Ausschusses beabsichtigt, ein Vertrauensvotum für Andrassy zu beantragen und dürfte damit im Plenum durchdringen. Ueber dasselbe verhandeln heute die Delegirten des Herrenhauses mit den Polen, sowie mit der Großgrund-Besitzer-Gruppe. Einige verfassungstreue Abgeordnete sind bereits von Herbst abgefallen, so daß die Majorität für Andrassy zweifellos sein dürfte. Pest, 4. Dec. In der Conferenz der libe⸗ ralen Partei gab Tisza eine Darstellung über den Verlauf der Ministerkrise und erklärte, daß er und seine Collegen bereit seien, ein neues Mini- sterium zu bilden, wenn sie auf die Unterstützung der Partei rechnen können. Der Minister betonte die Wichtigkeit der inneren Fragen, besonders der Finanz-Frage, und berief sich, vom Abg. Wahr- mann bezüglich der Orient-Frage interpellirt, auf seine früheren Darstellungen und in Betreff der Annexion auf die jüngsten Erklärungen Andrassy's. Die Partei stimmte den Erklärungen Tieza's zu und erklärte sich bereit, das neue Ministerium auf Grundlage des entwickelten Programms zu unter stützen. Am Samstag wird sich das neue Cabinet dem Reichstage vorstellen. Schweiz. Bern, 5. Dec. Ein heute veröffentlichtes Rundschreiben des Bundesrathes an die katholischen Kantons-Regierungen weist die Beschwerden derselben über die Lage der katholischen Der Schullehrer Knobloch zu Zusammenstoß gemeldet. — 5. Dec. Officiell. Die Brigade Macpher- son ist recognoscirend bis Bosawal jenseits Khurd— jid ist wieder hergestellt. General Roberts errang Kirche in mehreren Cantonen ab, ebenso das Verlangen der Wiederherstellung der päpstlichen Nuntiatur, erstere unter Hinweis auf die constitu- tionelle Befugniß der Cantone, das äußere Ver ⸗ hältniß des Staates und der Kirchen nach ihrem Ermessen zu ordnen, letzteres mit der Erklärung, der Bundesrath sei nicht gesonnen, in der Lage der diplomatischen Vertretung dee Papstes, welche ausschließlich zur Zuständigkeit der Bundesbehör— den gehöre, eine Aenderung eintreten zu lassen, wolle aber im einzelnen Falle den Verkehr der Cantone mit dem Papst vermitteln. Frankreich. Versailles, 3. Dec. Die Kammer hat das Einnahme- Budget im Ganzen 1 genehmigt. Großbritannien. London, 3. Dee. (Amilich). Authentischen Nachrichten zufolge ist Jellalabad geräumt und stehen die nächsten afghanischen Truppen bei Kabul. General Ro- berts ruhte am 1. Dec. zwei Meilen von Peiwar⸗ Kota und wartete die Zufuhren ab. Der Feind hatte eine starke Position auf einer Anhöhe des Peiwar-Passes. Gesundheitszustand und Stimm- ung der Truppen sind vorzüglich. Das Wetter ist schön⸗kalt. Es heißt, daß die von Kuschi entsandten Verstärkungen nach Kabul zurückbe— ordert seien. Aus dem Khyber-Passe wurde kein Khyber vorgerückt. Die Verbindung mit Ali-Mus- einen großen Sieg und eroberte Peiwar Kodul mit allen Kanonen. Der Verlust der Afghanen ist stark. Der Verlust der Britten beträgt 80 Verwundete und Todte, unter letzteren befinden sich zwei Hauptleute. — Die„Times“ erfährt, daß der außerordent. liche Credit für die Operationen in Afghanistan ungefähr 1 Million L. Sterl. betragen werde und fügt hinzu, wenn General Roberts die Afghanen aus dem Kurum⸗Thale vertrieben hätte, wäre der Hauptzweck des Ministeriums gesichert. Spanien. Madrid. Die„Epoca“ be spricht die in Spanien und Deutschland durch die Agitationen der Internationale hervorgerusene Un. ruhe und hebt hervor, es sei natürlich, daß die durch wahnsinnige Verbrecher bedrohten Nationen sich darüber beklagen, daß in den Bergen der Schweiz kosmopolitischen Verschwörern, die sich auf den Meuchelmord vorbereiten, ein Zufluchts⸗ ort gewährt werde. Türkei. Constantinopel. Die Pforte und Graf Zichy haben sich im Principe bezüglich der Besetzung von Novibazar über folgende Punkte geeinigt: Die Oesterreicher rücken nicht während des bevorstehenden Winters in Novibazar ein, können die Occupation jedoch vornehmen, wenn die Umstände es erfordern. Die in Novibazar augenblicklich befindlichen türkischen Truppen ver bleiben daselbst. Die Souveränetät des Sultans in Betreff Novibazars und die türkische Verwalt⸗ ung daselbst werden anerkannt. Die vollständige Einigung über das Abkommen hängt von diesem letzterwäbhnten Punkte ab. — 4. Dec. Der Großvezir Savset Pascha wurde abgesetzt und Kheireddin Pascha an seiner Stelle ernannt. Der Kriegsminister und der Scheikh-ül Islam wurden gleichfalls ersetzt. Osman Pascha ist zum Kriegeminister, Nourian Zade zum Scheikh-ül Islam und Riza Bey zum ersten Secretär des Sultans ernannt. Folgende Ernennungen werden weiter bekannt gegeben: Said Pascha, Justizmiuister; Kadri Pascha, Inneres; Karatheodorh Pascha, Aeußeres; Savas Pascha, Arbeiten; Djevdet Pascha, Handel. Die Ernennung des Großmeisters der Artillerie wird später erfolgen. Für die abwesenden Paschas Kadri(in Bagdad) und Karatheodory(in Kreta) werden Said Pascha das Innere und Savas Pascha das Aeußere interiministisch leiten. Said Pascha ist außer zum Justizminister auch zum Minister der Civilliste, der seitherige Gesandte in Athen, Photiades Bey, zum General-Gouverneur von Kreta mit Vezirsrang ernannt. — Die Verhandlungen zwischen der Pforte und Rußland behufs Herbeiführung des definitiven Friedens haben begonnen. Amerika. Washington. Im Repräsen⸗ tantenhause wurde eine Vorlage eingebracht, betr. vie Kündigung des von dem ehemaligen Unions- gesandten Bancroft mit Deutschland vereinbarten Naturalisationsvertrags, weil derselbe die Bestimm⸗ ung enthalte, daß ein zweijähriger Aufenthalt in der Heimath die Naturalisirung annullirt. Zu— gleich wurde beantragt, daß der Schristwechsel mit Deutschland hinsichtlich der Ausweisung des naturalisirten amerikanischen Bürgers Baumer aus Deutschland vorgelegt werden. Aus Stadt und Land. Gießen, 4. Dec. Gestern Morgen wurde Schlosser Wagner an der Oberhessischen Eisenbahn, welcher an einem Puffer zu arbeiten hatte, durch eine Rangirmaschine ge⸗ drückt und an der Brust verletzt. Gießen. Montag den 6. Januar k. J., Vormittags 9 Uhr, werden die Sitzungen des Schwurgerichts vom 1. Quartal unter dem Vorsitz des Hofgerichteraihs Muth ihren Anfang nehmen und sind folgende Haupt-Ge— schworene ausgeloost worden: 1) J. Köhler, Landw. in Langsdorf, 2. J. Koch X., Müller in Alsfeld. 3. W. Semm, Buchb. in Lauterbach 4. Fr. Möller II., Müller in Angers⸗ bach, 5. C. Köhler, Kausm. in Lich, 6. J. Rößner, Bau⸗ untern. in Alsfeld, 7. H. Kaul, Bürgerm. in Effolderbach, 8. C. Klingelhöffer IV., Bäcker in Alsseld, 9. S. Mar⸗ vurg II., Fruchth. in Düdelsheim, 10. S. Reiß, Ellen⸗ waarenh. in Herbstein, 11. J. Hoch, Bauuntern. in Gießen, 12. Dr. Glaser, Reallehter in Gießen, 13. H. Bücking VII., Ellenwaarenh. in Alsfeld, 14. Chr. Haubach, Maurer in Gießen, 15. H. Holzapfel, Baurath daseldst, 16. J. Appel II., Landw. in Eichelsachsen, 17. W. Fay, Kausm. in Alsseld, 18. J. Stein III., Landw. in Ober ⸗Breidendach, 19. J. Geisel, Landw. in Reuters, 20. Dr. Bratuscheck, Prof. in Gießen, 21. Dr. H. Hoffmann, Prof. daselbst, 22. L. Bingel, Müller in Mainzlar, 23. J. Diehm, Fabr. in Lauterbach, 24. J. Jacob, Fruchth. in Burg⸗Gräfenrode, 25. A. Oehl⸗ schlägel, Bauuntern. in Butzbach, 26. G. H. Weiß, Müller in Altenburg, 27. A. Geiß, Branntweinh. in Altenstadt, 28. Ph. H. C. Windecker, Metzger in Friedberg, 29. K. Volkmann II., Müller in Heuchelheim, 30. R. Krause, Liqueuth. in Groß Linden. Trais-Horloff, 3. Dec. Die„O. N.“ schreiben von hier: Gestern Morgen brannte unmittelbar vor un⸗ serem Dorf ein eirca 10 Fuder enthaltender Strohbaufen ab. Dem raschen Eingreifen des Gerichts ist es zu ver⸗ danken, daß der Thäter rasch ermittelt wurde. Es ist ein junger Mensch von 21 Jabren, der von einem Taglöhner von Freienseen, welcher in Trais⸗Horloff drischt, angeblich zu der That verleitet wurde. Ersterer ist der That Uge⸗ ständig. Der Brandbeschädigie war nicht versichert. Mainz. Nach einer aus Stuttgart hier eingelaufenen Nachricht ist dorten auch der vierie jener Ausbrecher, welche seiner Zeit aus dem biesigen Arxesthaus flüchteten, ver⸗ haflel worden. Der Arrestant heißt Becker. Allerlei. Brüssel. Im Prozesse gegen T'Kint und Fortamps wurde Ersterer zu einer Zuchshausstrase von 15 Jahren, Letzterer zu Gefängniß von 1 Jahr und zu 6000 Frs. Geldbuße verurtheilt. Handel und Verkehr. Frankfurt, 4. Dec. Marktbericht. Gestern Abend kam schon eine Wagenkarawane mit Kraut aus dem Ried, der Wetterau und Franken hieher und stellte sich in den den Wollgraben umgrenzenden Staßen auf. Das 100 Weißkraut wurde auf dem heutigen Markte mit M. 4.— 7. bezahlt, im Einzelnen 5—6 Pf. Kohlkraut pro Stück 6 Pf. Rothkraut 8 Pf das Pfund M. 1., 2. Qual. 90 Pf., im Detail 1. Qual. M. 1.15— 20, 2. Qual. M. 1— 1.10. Eier das 100 M. 6.80— 9. Hahnen das Stück M. 0.70— 1. Gans per Pfd. 50— 60 Pf. Hasen per Stück M. 2.80— 3. Kartoffeln per 100 Kilo M. 6.— 8. Geschälte Erbsen M. 23.— 25., ganze Erbsen M. 19.— 23. Bohnen M. 22.— 24. Linsen M. 22.— 25. Ochsenfleisch per Pfd. 70-75 Pf., Kuh-, Rind und Farrenfleisch 55—60 Pf., Butter im Großen 1. Qual. Frankfurt, 5 Dee. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 39., Nr. 2 M. 35., Nr. 3 M. 31., Nr. 4 M. 27., Nr. 5 M. 21. Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 22., do. II.(Berliner Marke) M. 19. Waizen, effeetiv hies. ab Bahnhof hier M. 19.50—20., ab unserer Umgegend M. 18.50—19., do, fremder je nach Qual. M. 19.— 20.50. Roggen je nach Qual. M. 13.50 16.25. Gerste M. 13.— 19. Hafer M. 12.50.— 14. Kohlsamen M. 27.— 28. Erbsen M. 19.— 23. Wicken M. 15.— 16. Linsen M. 17.— 23. Rüboͤl, detall, M. 68 Die Preise verstehen sich sämmt⸗ lich per 200 Pfd. Zollgewicht 100 Kilo. Geld⸗Cours. Frankfurt am 5. Dezember 1878. 20 Frankenstüc ke M. 16 16 220 Englische Sovereigns„ 20 36—41 Russische Impertales..„ 16 68 P. 676. Holländische fl. 10⸗Stücke.„ 16 65 G. Ducaten e 0 9 55—60 Ducaten al mareo 5 9 58—63 Dollars in Gold. 5 4 17— 20 Verloosung. Karlsruhe, 30. Nov. In der heutigen Serien— Rindssolper 65- 80 Pf., Kalbfleisch 60—63 Pf., Hammel- ziehung der bavischen 35 fl.-Loose wurden die folgenden und Schaffleisch 45—68 Pf., Schweinefleisch 70—75 Pf., Serien gezogen: 408 686 822 977 1217 1343 1449 1526 Speck M. 1. Heu und Stroh war gut zugeführt. Heu kostete je nach Qual. der Centner M. 1.80—3., Stroh M. 1.60 2. 1801 2264 2854 2864 3093 3217 3342 3802 3810 3876 4805 5343 5396 5775 6242 6283 6316 6766 6783 6954 6989 7990. Bitte. diesjährigen Cöortstbescheerung für die fortwährend sehr stark besuchte Friedbergez Kleinkinderschule bitten wir um gütige Bel, Zu der steuer von Geld und sonstigen Gaben. Zum Empfang erklärt sich jede der Unterzeichneten gern bereit. Die jetzige schwere Zeit macht Mildthaͤtig⸗ keit doppelt nöthig und willkommen. Käthchen Baur. Johannette Klippstein. Hilda Dieffenbach. Christiane Schmidt. Mina Diegel. Julie Sebastiani. Christiane Werner. Herr Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln hat uns den Debit des allein ächten Cölnischen Wassers übertragen und empfehlen wir dasselbe per Glas zu M. 1,50, „ J½ Dutzend„„ 850, „ Dutzend„ 16,75. Die Expedition des Anzeigers. .„ Versteigerung. 3785 Donnerstag den 12. Dezember d. J., Morgens 9 Uhr, wollen die Christian Fritzel IV. Erben erbver⸗ theilungshalber sämmtliches Inventar, bestehend in Pferden, Kühen und 1 Rind, Ziege, fetten Schweinen vollständigen Oeconomiewagen, verschiedenen Ackerpflügen, Eggen, Dickwurzmühle, Fegmüßhle, Strohbank, 1 Pfuhlfaß und sonstigen Oeconomiegeräthschaften, circa 100 Ctr. Roggenstroh, 50 Ctr. Haferstroh, sämmtliches Stroh ist mit dem Flegel gedroschen, 50 Ctr. Heu, 30 Ctr. Kleeheu, 20 Ctr. Grummet, 100 Ctr. Kartoffeln, 250 Ctr. Dickwurz und am Schlusse noch verschiedene Mobiliargegenstände öffentlich freiwillig gegen gleich baare Zahlung meist⸗ bietend versteigern lassen. Ober⸗Eschbach den 2. Dezember 1878. In Auftrag: Großherzogliches Ortsgericht Ober-Eschbach Himmelreich. — 5 280 Holzversteigerung. 3792 Montag den 9. Dezember l. J. werden in den Freiherrlich v. Franckenstein'schen Walddistrikten Löwen⸗ wald und Klentzeschlag versteigert: 1450 Stück Birkenwellen, zu Besenreisig geeignet, 1650 Fichten⸗ und Weidenwellen(Backholz), 470 Gebund Ginstern. Zusammenkunft Morgens 10 Uhr am Löowenhof. Ockstadt den 2. Dezember 1878. Der Fretherrlich v. Franckenstein'sche Oberförster Ru m p f. -= Bekanntmachung. 3811 Unter Bezugnahme auf die Art. 34 und 35 des Berggesetzes vom 28. Januar 1876 wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Herr Karl Plock zu Frankfurt a. M. unterm heutigen Tage mit dem Braun⸗ kohlenbergwerk„Erle“ in der Gemarkung Ober⸗Erlenbach, Kreises Friedberg, mit einem Felde von 1 916,000 Quadrat metern beliehen worden ist. Etwaige Einwendungen gegen diese Verleihung müssen bei Vermeidung des Verlustes des Vorzugs rechtes binnen drei Monaten durch gerichtliche Klage gegen den Bergwerkseigenthümer geltend gemacht werden. Während dieser Frlst ist die Einsicht des Situationsrisses bei der Bergmeisterel Gießen Jedem gestattet. Darmstadt den 4. November 1878. Großherzogliche Ober-Forst⸗ und Domänen⸗-Direktion, Berg⸗Abtheilung. Bo se. 8 dt. Tecklenburg. Aufforderung. 3830 Forderungen an den Nachlaß der Aug ustin Schweitzer 1. Eheleute von Ober-Mörlen sind binnen 3 Wochen hier anzumelden, wenn sie bei der Regelung des Nachlasses berücksichtigt werden sollen. Bad⸗Nauheim den 3. Dezember 1878. Großherzogliches Landgericht Bad⸗Nauheim. S ch u ch ar d. Corsetten;n. e ede breites ächtsarbiges Bettzeug, 27 Pf., Baumwolltuch, 20 Pf., do. gebleicht 25 Pf., Baumwollbieber, 25 Pf., Shirting, weiß und grau, 20 Pf., Handtücher, 18 Pf., haus macher Leinwand 35 Pf., seine weiße Herrenhemden per Stück 3 M., Bettdecken, per Stück 3 M., Tischdecken in Leinen, 2 M. 50 Pf., alle in dieses Fach einschlagende Artikel. sehr billigen Preisen angefertigt. 3019 Billigstes Waarengeschäft in Friedberg. 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N ledberg ticher, her großartige Ihen. 228„ 22 1 2 Oeffentliche Aufforderung. 3831 Einwendungen gegen das mit der Wittwe des Ernst Friedrich Aletter von Bad⸗Nauheim bezüglich des überschuldeten Nachlasses ihres Mannes abgeschlossene Arrangement, dessen Einsicht dahier frei steht, sind von walgen unbekannten Gläubigern so gewisser binnen 4 Tagen vorzubringen als sonst das Arrangement auch ür sie bindend erachtet und bestätigt werden soll. Bad⸗Nauheim den 2 Dezember 1878. Großherzogliches Landgericht Bad-Nauheim. Schuchard, Schnittspahn, Landrichter. Landgerichts ⸗Assessor. Immobiliar⸗Versteigerung. 3848 Dienstag den 17. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, ollen in hiesigem Rathhause die nachbeschriebenen Immo⸗ lien auf freiwilligen Antrag des Weißbindermeisters Friedrich Carl Hieronimus öffentlich meistbietend ver— deigert werden: Gemarkung Friedberg. Fl. Nr. Kiftr. 2. 454. 11,6. Hofraithe in der Stadt, 2 81. 1 40. Grabgarten(Liebfrauengärten). Friedberg den 3. Dezember 1878. 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