Donnerstag den 7. März. 2 29. 0 b. * 1878. dt Nu i* Sentaz berhessischer Anzeiger. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal per Woche und zwar Dienstags, Donnerstags und Samstags. K. Tollet. vort, Geschaft 4 bach g. M. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. Annoneen von auswärtigen Einsendern(soweit dieselben nicht berechnet, Amtlicher Theil. Betreffend: Den Schluß des Unterrichts der Fortbildungsschule. 8 Die Großherzogliche Kreis-Sch Sie wollen auch in diesem Jahre wieder zum Schlusse des betre abhalten lassen, und uns mit dem Berichte hierüber den von den L Dr. Braden. bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Friedberg am 4. März 1878, ulcommission Friedberg an sämmtliche Schulvorstände des Kreises. ffenden Unterrichts, unter geeigneter Einladung bierzu, eine öffentliche Prüfung ehrern vorher zu fertigenden Rechenschaftsbericht vorlegen. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Jacob Reuter VII. von Nieder- Weisel ist als Feldschütze für diese Gemarkung ernannt und verpflichtet worden. Deutsches Reich. Darmstadt. Es wurden ernannt: die Dymnasitallehr- Amts- Accessisten Dr. Hensell zu Darmstadt zum Lehrer an dem Gymnassum und er Rralschule in Worms, Dr. Hölzl zum Reallehrer * Friedrich Gelenial, der nen, Gypmnastallebrer in Gießen. 0 Berit, 4. März. Der Reichstag verwies ute die Uebersicht über die Einnahmen und klusgaben der Rechnungs Periode vom 1. 876 bis 31. März 1877 in erster Lesung an 8 lie Rechnungs Commission. Hierauf wurde die ne este Berathung der Gesetz- Entwürfe über die Ibänderung der Gewerbe- Ordnung und die Ge— perbe- Gerichte fortgesetzt und beschloß das Haus re Sclbcbetgen de Ueberweisung derselben nach längerer Debatte 8 eine 1 März. Fürst Bismarck ist anwesend. Auf er Tagesordnung steht die erste Lesung der Vor— lige, betreffend die Stellvertretung des Reichs „ bezlers. Abg. Hänel plaidirt für verantwortliche ie keicheministerien. Der jetzige verfassunge widrige „gustand bestehe barin, daß sich die verfassungs⸗ bäßige Berantwortlichkeit des Reichskanzlers mit ur jetzigen complicirten Verwaltung des Reichs icht mehr decke, daß man vor einer breiten Lücke e. Die Vorlage wäre noch glücklicher ge— zesen, wenn diejenigen Reichs- Aemter sofort be ichnet worden wären, welche mit voller Verant— ortlichkeit eingesetzt werden sollten. Er wünsche e Milwirkung des Reichstags dazu, daß die 2 der Stellvertreter durch Gesetz, oder de Dotirung der Stellvertreter durch das Budget Holge.§ 3 sei unannehmbar. Der bayexische Ninister-Präsident v. Pfretzschner erklärt, er halte ich für verpflichtet, die Stellung der bayerischen gierung zu der Frage der Reichs- Ministerien präcisiren:„Dieselbe ist entschieden gegen Reichs- inisterien. Sie kennt als einziges verantwort— ches Reichs- Organ mit der Reichs verfassung nur ben Reichskanzler. Sie anerkennt die Nolhwendig— unte kn einer Stellvertretung des Reichskanzlers, wie Tteumschen. die Vorlage will. Sie würde aber in Reichs t v. 1 N nisterien eine Schwächung des Bundesrathes, 1 Ztaden eine Beeinträchtigung der Autonomie der Einzel- 1 aten erblicken. Wir finden eine nothwendige ßülse für die Geschäste in der Vorlage. Gegen laats- Ministerien dagegen müssen und werden Ar uns energisch erklären.“ v. Helldorf erklärt, — Je Vorlage sei für ihn und seine politischen 1 0„unde ibrem ganzen Inhalte nach acceptabel. 1 ter das Institut der Reichs- Ministerien würden stie 11 Mämpfen. v. Bennigsen sagt gegenüber der Er— tung des bayersschen Minister-Präsidenten, man ehe aus dessen Worten, mit welchen Schwierig— hen die Weiter- Entwicklung Deutschlande zu lupfen habe. Allerdings werde bei Reichs— en Mainz, Dr. Geist in Büdingen zum Gymna⸗ schweren, sallehrer daselbst und Dr. Röse in Gießen zum seien. ficirt werden müssen. g Die Schwierigkeiten dabei würden so groß sein, daß man von einer syste⸗ matischen Regelung ganz absehen müsse. Man dürse nicht vergessen, daß die gegenwärtigen Ver— bältnisse erst zebn Jahre alt und nach einem gewallsamen Durchbruche entstanden Zu§. 1 der Vorlage bemerkt Redner, bei Uebernahme der Contrasignatur durch den Stell— vertreter müsse die Verantwortlichkeit des Reichs- kanzlers auf den Stellvertreter übergeben. Zu Jan.§. 3 wünscht Redner, daß er ganz wegblceibe oder g ö bei welchen eine Vertretung zulässig sein soll und eine prätisere Fassung erhalte. Zu§. 2 bebt Redner die Theilung der Arbeiten hervor, bei welchen nicht; eine Theilung, welche vom Bundesrath vorgenommen, sei in der ursprüng— lichen preußischen Vorlage nicht enthalten gewesen. Commission von 21 Mitgliedern.— Wiadhorst(Meppen) will einen einzigen Stell- vertreter für den Reichskanzler zugesteben und erklärt in Betreff der Frage der Reichsministerien auf dem Standpunkte der Vertreter Bayerns und Württembergs zu stehen. Der Ernennung selbst— ständiger Vorsteher der einzelnen Reichs- Aemter könne er heute noch nicht zustimmen, noch weniger der Schaffung eines Reichs Finanz- Amtes, von dem er sich keineswegs die großen Vortheile verspreche, wie Bennigsen. Fürst Bismarck: Ich war überrascht, welches Maß von Befürchtungen einerseits und welche Wünsche und Forderungen andererseits an diese ein fache durch die Sachlage geforderte Vorlage geknüpft werden würden. Das Aueland muß von den heutigen Debatten den Eindruck empfangen, als ob zwischen dem Reichstag und dem Bundesrath und im Bundeerath selbst Uneinigkeit herrsche. Reden über Das, was ist, nicht ist oder sein könnte, ist an sich ein ziemlich unschuldiges Ver— gnügen. Was heißt es denn, wenn dauernd in Mpistersen die Stellung des Bundesraths modi— der Presse gesagt wird, unser Zustand sei uner- träglich und könne nicht so bleiben? Theorktisch sind unsere Einrichtungen vielleicht angreifbar, indessen sind wir damit doch weiter gekommen als mit Allem was vorhergegangen Als die nord— deutsche Bundes- Versassung entstand, hatte man von der Institution des Bundeskanzlers eine ganz andere Vorstellung. Wir gewannen bald die Ueber— zeugung, daß der Bundeskanzler und der preußische Minister⸗Präsident ein und dieselbe Person sein müsse. Ich war niemals im Zweifel, daß ich befugt war, nur mit Genehmigung des Kaisers einen Stellvertreter zu substituiren, auf den dann auch die Contrasignatur und die Verantwortlichkeit überging. Zweifel entstanden bei meiner Beur— laubung im vorigen Jahre neben der Stellver- tretung. Ich hielt für gerathener, diese Zweifel durch ein Gesetz zu lösen, aber ich ahnte nicht, daß dadurch so umfangreiche Discusstonen eutstehen könnten. Reiche- Finanzen müssen vor Allem ge— schaffen werden. Die Matrikular-Beiträge reichen bemerkt, daß der Bundesrath sie für besser halte, als die Reichs ministerien. Das Veto auch des beurlaubten Kanzlers, wie es der F. 3 enthalte, sei unentbehrlich. Man möge sich doch den Kanzler wie einen Premierminister denken, der habe überall ein solches Veto, auch in England. Darauf wird der Schluß der Discussion angenommen. Das Haus beschließt, die Vorlage nicht an die Com- mission zu verweisen. Für die Verweisung stimmen das Centrum und der Fortschritt,. — 2. März. Kronprinz Rudolf von Oester⸗ reich traf heute früh hier ein, um bis zum 6. hier zu bleiben, wurde auf dem Bahnhofe vom preuß- ischen Kronprinzen empfangen und sodann im königlichen Schlosse von dem Kaiser begrüßt, Der österreichische Kronprinz kommt, wie dem Vernehmen nach ein Schreiben seines Vaters an den deutschen Kaiser besagt, nach Berlin, um an dem hiesigen, dem Wiener befreundetsten Hofe als volljähriger Prinz sich vorzustellen und für die im vorigen Jahre ihm zu Theil gewordene Ver— leihung des 11. preußischen Ulanen-Regiments seinen Dank auszusprechen. Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 4. März. General Nowikoff hat heute Andrassy den Frie— densschluß ossiciell notificirt. Baldiger Zusammentritt des Congresses wird erwartet. Als Congreß⸗ Ort wird Berlin bezeichnet. Andrassy wird jeden⸗ falls persönlich auf Ersterem erscheinen. — 5. März. Wie verlautet, wird es täglich wahrscheinlicher, daß der Congreß in Berlin zu ⸗ sammentritt. Nach der„Presse“ hat der Prinz von Battenberg große Aussichten, zum Fürsten von Bulgarien berufen zu werden. Die Auf⸗ ständischen Bosniens erklärten, daß sie sortkämpfen würden. Dadurch läßt sich der Einmarsch der Oesterreicher leichter meisviren. Es geht das Gerücht, Andrassp werde übermorgen der Dele⸗ gation die Nothwendigkeit der Occupation Bos⸗ niens und der Herzegowina nachweisen, sodann die Besetzung beider Gebiete rasch durchführen. nicht aus. Bismarck vertheidigt die Vorlage und Frankreich. Paris, 4. Marz. Bei den gestern stattgehabten 17 Nachwahlen zur Depu— tirten-Kammer an Stelle der cassirten Mandate wurden 10 Republikaner und 4 Conservative, unter den Letzteren Larochefoucault- Bisaccla, ge- wählt. Drei engeren Wahlen haben noch statt⸗ zufinden. Holland. Haag, 4. März. In der zweiten Kammer wurde vom Ministerium ein Ge— setzentwurf, betreffend den Elementar-Unterricht eingebracht; nach demselben sollen die Principien des bisherigen Unterrichts-Gesetzes aufrechter- halten, jedoch verschiedene Verbesserungen, sowie auch eine Erböbung der Lehrer-Besoldungen ein— geführt werden; der Staat soll 30 pt. der Unterrichtskosten, die Gemeinden 70pCt, tragen. — Großbritannien. dung der„Times“ aus San Stefano vom N bestaͤtigt, daß die Friedens- Bedingungen nlcht die Abtretung der Flotte und des ägyplischen Tributs in sich schließen. In Betteff der Eatschädigung sei noch keine definitive Bestimmung getroffen und werde dieselbe hauptsächlich durch astatisches Ge— biet, mit Ausnahme von Erzerum, beglichen werden. Die Grenze von Neu- Bulgarien umfasse nicht Salonichi und Adrianopel.„Times“ meint, Ruß: land müsse jetzt mit Europa abrechnen. Hoffent⸗ lich werde es nicht Bedingungen durchsetzen wollen, welche England nicht sanctioniren könne. — 4. März. Im Oberhause erklärte Derby auf eine Anfrage Granville's: Die Friedens-Be dingungen schließen nicht die Abtretung der türki⸗ schen Flotte in sich(Beifall), die Kriegs- Ent. schädigung ist von ursprünglich 40 Millionen auf 12 Millionen Pfund redueirt; die ägyptischen Revenüen bleiben unberührt.„Sobald die Be— dingungen vollständig bekannt sind, werde ich die⸗ selben mittheilen.“ — 5. März. Das Unterhaus bewilligte das Budget für die Armee in der Stärke von 135,452 Mann. Spanien. Madrid. Es ist ein Dekret erschienen, wonach Cuba Municipal-Deputirte und Generalräthe erhalten soll und der Gouverneur beantragen wird, daß die Ergänzungs⸗-Gesetze zur Constitution gleichwie in Spanien zur Ausübung gebracht werden. Italien. Rom, 3. März. Die In⸗ thronisation des Papstes hat heute Vormittag in der Sixtinischen Capelle unter dem herkömmlichen Ceremoniell im Beisein der Prälaten und des diplomatischen Corps stattgefunden. — 4. März. garnisonirenden Armee-Corps, Herzog von Aosta, erließ Instructionen, betreffs militärischer Ehren- bezeigung für den Fall, daß der Papst öffentlich sich zeigen sollte. Cardinal Simeoni ist aostatt Franchis zum Präfekten der Congregation pro- paganda fide ernannt worden. Türkei. Constantinopel, 3. März. Der Friede ist unterzeichnet. Man meldet von hier: Vor der Unterzeichnung habe Ignatieff ver- langt, daß Rußland und die Türkei dem Congreß gegenüber für alle Punkte des Friedens⸗Vertrages eintreten solltenz; Savfet Pascha habe dies abge— lehnt und Ignatieff darauf telegraphisch um In— struction gebeten. Wie schließlich die Frage ge— regelt worden, sei nicht bekannt. Eine fernere Meldung besagt: Rußland habe auf Salonichi als einen Theil Bulgariens verzichtet, aber Burgas, Varna und Küstendsche würden zu Bulgarien ge— hören. Die Kriegs⸗Entschädigung, welche früher auf 40 Mill. Rbl. angegeben war, sei auf 12 Millionen reducirt worden. Ignatieff wird sich in Begleitung eines türkischen Spetcialgesandten nach Petersburg begeben. Als Bedingungen des unterzeichneten Friedens Vertrages werden ferner genannt: eine Kriegs-Entschädigung, welche mit Ju ihres Betrages durch die Abtretung von Batum, Kars, Ardahan und des Destriktes Bajazid ab— getragen wird; die Frage der Schifffahrt durch die Meer ⸗Engen bleibt vorbehalten; hinsichtlich der Donau Schifffahrt bleibt der status quo be- stehen; zwischen Montenegro und Sexbien soll der Türkei eine Zone bleiben behufs der Communi— cation mit Bosnien und der Herzegowina; eine Abtretung von Kriegsschiffen an Rußland findet nicht statt. MRußland. Petersburg, 3. März. Ein officielles Telegramm des Großfürsten Nikolaus aus San Stefano lautet: Ich beehre mich Ew. Majestät zum Friedens schlusse zu beglückwünschen. Gott verlieh uns das Glück, die von Ew. Majestät begonnene große und heilige Sache zu beendigen. Am Jahrestage der Befteiung der Leibeigenen erlösten Ew. Majestät die Christen vom Joche der Muselmänner. — 4. März. Die Nachricht von dem Frie- densschlusse verbreitete sich gestern am späten Abend durch die Stadt. Dichte Volksmassen drängten sich auf allen Plätzen und auf den Straßen nach dem kaiserlichen Palais. Hier wurde der Kaiser Der Commandant des in Rom London. Eine Mel- durch begeistertes Hurrahrufen beglückwünscht. Der Kaiser erschien auf dem Balkon, worauf die Volks menge entblößten Hauptes die National- Hymne anstimmte. — 5. März. Officiell aus San Stefano. Die Unterzeichnung des Friedens Vertrages er- folgte am 3. d. M. Nachmittags um fünf Uhr. Es fand darauf eine große Parade der Truppen und ein feierlicher Dank-Gottesdienst Angesichts der Sophien-Kirche in Constantinopel statt. Ueber die Friedens⸗Bedingungen hört man weiter: Nach den Bestimmungen des Friedens-Vertrages würden Adrianopel, Salonichi und Erzerum bestimmt im Besitz der Türkei bleiben; es werde keine Ueber- lassung von Revenüen gefordert, die vorher schon anderweitig als Garantien vergeben worden seien; Serbien und Montenegro würden Gebietszuwachs erhalten, sollten aber dadurch nicht zu Grenz— Nachbarn werden; die Dardanellen Frage sei in den Friedens bedingungen nicht berührt; bezüglich der Donau Schifffahrt solle der frühere Zustand wieder hergestellt werden; die Dobrudscha sei ab getreten worden, um später anderweitig ausge tauscht zu werden. Der Friedensvertrag verfügt ferner, daß der Fürst von Bulgarien nicht Mit: glied einer regierenden Familie Europa's sein darf. Die Summe des bulgarischen Tributs wird erst in zwei Jahren fixirt. Bulgarien er- hält den Seehafen Kavala. Die Russen schiffen sich am Marmara-Meer ein und kehren durch den Bosporus heim, rücken aber nicht in Constantinopel ein. Alle bulgarischen Festungen werden geschleist. In Bulgarien bleiben keine türkischen Truppen, Diese Details rühren von General Ignatieff her. Die Russen haben heute bereits begonnen, die der Donau Schifffahrt entgegenstehenden Hinder— nisse zu beseitigen. Die Auffischung der Torpedos dürste Ende dieser Woche durchgeführt sein und die Donau Schifffahrt daher in nächster Zeit er— öffnet werden können. Der Organisator Bul- gariens, Fürst Tscherkaski, ist gestern zu San Stefano in Folge eines Schlagflusses gestorben. Aus Stadt und Land. Friedberg, 6. März. Heute Nacht brach auf dem Haagk Feuer aus, das einen bedeutenden Schaden glück⸗ licherwelse nicht anrichtete. Nur ein kleiner Stall fiel den Flammen zum Opfer, da rasche und energische Hülfe zur Hand war. Friedberg, 6. März. Die Schnepfen haben sich dieses Jahr sehr früh eingestellt. Gestern Abend hatte Chr. Bender von hier das seltene Jagdglück, bei seinem ersten Gange 2 Langschnäbler(eine Doublelte) auf dem Striche zu erlegen. Allerlei. Frankfurt, 3. März. Heute Morgen kam ein auständig gekleideter Mensch in ein Uhrengeschäft und bot einen Klumpen geschmolzenes Gold zum Kauf an. Derseibe wurde, da er sich verdächtig benahm, verhaftet. Er ist Graveur in einer großen Hanauer Goldwaaren-Fabrik. Verloosungen. Badische fl. 35 Loose 1845 Ziehung vom 28. Februar 1878. 417 430 559 588 660 759 827 858 1084 1096 1123 1133 1249 1624 1631 1679 1711 1740 2172 2209 2283 2357 2375 2708 2763 3110 3140 3154 3325 3341 3395 3400 3594 3739 3771 3833 3933 3938 4446 4503 4509 4763 4764 5060 5117 5177 5298 5407 5745 5754 5790 5791 5836 5982 6136 6311 6335 6481 6911 6975 7040 7100 7146 7432 7480 7745 7788 7882. Stadt Augsburger 7 fl.⸗Loose. Gewinn⸗ Ziehung vom 1. März. Hauptgewinne: 7000 fl., S. 2029 Nr. 59, 2000 fl., S. 1143 Nr. 83 je 100 fl. S. 180 Nr. 65, S. 425 Nr. 61, S. 1117 Nr. 6. S. 1994 Nr. 65 à 60 fl.: S. 180 Nr. 50 62, S. 425 Nr. 97. S. 940 Nr. 91, S. 1117 Nr. 20 und 100, S. 1617 Nr. 100, S 1798 Nr. 51. à 30 fl.: S. 180 Nr. 4 40 47, S. 425 Nr. 41 49, S. 940 Nr. 39 43 59, S. 1117 Nr. 42 54, S. 1143 Nr. 75, S. 1176 Nr. 2 20 72, S. 1375 Nr. 30, S. 1798 Nr. 18 49, S. 1994 Nr. 95 100, S. 2029 Nr. 17. 3 25 fl.: S. 180 Nr. 100, S. 425 Nr. 64 69, S. 1143 Nr. 18 48, S. 1375 Nr. 61 84, S. 1617 Nr. 44 52 69, S. 1798 Nr. 25. 4 9 fl. alle übrigen Loose der am 1. Februar gezogenen Serien. Sachsen- Meininger 7 fl. Loo se. Serien⸗ Ziehung vom 1. März. Nr. 22 237 484 1102 1638 2101 2517 2937 2980 3019 3361 3689 4267 4578 von Serien⸗ 927 937 964 965 1265 1338 1439 1493 1771 1817 1974 2003 2471 2535 2546 2657 3206 3228 3254 3269 3595 3672 3692 3693 4003 4040 4120 4140 4773 4910 5002 5019 5460 5564 5672 5743 5845 5933 5949 5964 6513 6720 6746 6788 7160 7369 7388 7396 Serie 20 88 301 307 welcher keine Düngung erhalten halte. 4583 4611 5030 5109 5136 5271 5302 5353 5630 5750 5813 5870 6639 6652 6667 6775 7373 7907 8170 8468 8505 9086 9433 9548 9801 9875 Graf Pappenheimer 7 fl.⸗Loose. Gewinn⸗ Ziehung vom 1. Maͤrz. Hauptgewinne: 3000 fl. S. 1328 Rr. 1 At 10 f S 1430 Nr. 6, S 3611 Nr. 6, S. 5901 Nr. 10, je 50 fl., S. 2951 Nr. 10, S. 3611 Nr. 20, S. 3628 Ni. 19, S. 4978 Nr. 19, S. 5137 Nr. 11, S. 5989 Nr. 13. 4Aproc. bayerische 100-Thli Loose. Serien⸗ Ziehung vom 1. März.(Gzwinnziehung am 1. Mai.) Nr. 34 119 154 251 253 297 319 328 365 397 460 487 546 557 649 656 667 687 750 822 956 1055 1099 1101 1169 1228 1264 1332 1356 1391 1407 1431 1536 1751 1754 1836 1843 1913 2030 2033 2050 2208 2214 2251 2257 2352 2391 2500 2535 2638 2717 2742 2767 2783 2899 3017 3092 3166. Wien, 1. März. Bei der heutigen Ziehung der öster. Loose von 1864 kamen folgende Serien hekaus: 511 567 1337 1516 1785 1967 2161 2557 2971 3254 3819 3893 3914. Der Gewinn von 200,000 fl. fiel auf Serie 2971 Nr 38, 20 000 fl. auf Serie 2557 Nr. 6, 15,000 fl. auf Serie 511 Nr. 85, 10,000 fl. auf Serie 2557 Nr. 52. J 400 fl. S. 511 Nr. 13, S. 567 Nr. 63 65 81, S. 1337 Nr. 6 28 S. 1516 Nr. 79 96, S. 1785 Nr. 40 86, S. 1967 Nr. 68 72 S. 2161 Nr. 54, S. 3254 Nr. 2 54 68, S. 3819 Nr. 31 61. S. 3893 Nr. 88 97 3 200 fl. alle übrigen in den ver⸗ loosten Serien enthaltenen Gewinn-Yummern. Landwirthschaftliches und Gewerbliches. Nachstehenden Wink für den Einkauf von appretirten Baumwollegeweben gibt das„Ge. werbeblatt aus Württemberg“. Während vor wenigen Jahren ein Beschweren der gebleichten Baumwollgewebe mit einer Apptelurmasse von eiwa 4 Pfund genügend befunden wurde, verlangt man heute wenigstens 7 Pfund per Stück 2 60m, wovon die Hälfte Stärke it. Hierdurch wird der ohnehin geringe Verdienst im Appreturgeschäft auf ein Minimum reducirt, nicht weniger aber das con⸗ sumirende Publikum geschädigt, indem demselben unter dem Deckmantel eines gefälligen Aussehens und Festigkeit des Griffs eine geringe Waare geboten wird, die sich nach kurzem Gebrauche und Entfernung des Apprets so zeigt, wie sie in Wirklichk it ist. Hunderttausende von Ceninern Nährstoff könnten nützlich verwendet werden, wenn das Publikum sich nur mit reellen Waatren bedienen lassen wollte, denn das Verlangen des letzteren ist es doch schließ⸗ lich immer, was die Qualilät und Austüstung einer Waare bervorruft. Hier und in so manchen anderen Fällen be⸗ zuhli dasselbe noch dafür, daß es werthlose Waare erhält. Erfolge der Kalidüngung auf Wiesen. Im Anschlusse an unsere vielfachen günstigen Mittheilungen üder die Erfolge der Anwendung der Kalisalze zum Zwecke der Düngung, bringen wir hier einige Erfahrungen über denselben. Obersörster Sons, Sections Director für Wiesenbau und Drainage im rheinpreußischen landwirth⸗ schafllichen Verein, berichtete in der Generalversammlung des Vereins über die Erfolge der Kalidüngung auf sauren Wiesen. Sons hatte ein von der Firma Forster und Grüneberg zu Kalk und Staßfurt unter dem Namen Wiesendünger bezogenes Kalidüngergemenge(10 Kali, 4 Phosphorsäure, 2 Ssicckstoff) angewendet und zwar 2 Pfund pro Quadralruthe. Der Dünger wurde Anfangs März aufgebracht und äußerte sich bald in einem üppigen Gedeihen der damit gedüngten Fläche. Schon beim ersten Schnilt erschien das Wachsihum der süßen Gräser, be⸗ sonders des Honiggrases, erheblich erböht. Beim zweiten Schnitt hatten dieselben die sauren Gräser fast ganz ver⸗ drängt und schienen letztere vollständig überwuchern zu wollen, da die Wurzeiflöcke z. B. des Honiggrases einen außerordentlichen Blütbenreichthum zeigten. Die ganze Ernte betrug pro Morgen 11 Ceuiner Heu und 7 Centner [Grummet mehr als von einem daneben liegenden Morgen, Bei den augen- kblicklichen Heupreisen bat diese Mebr⸗Ernte einen Werth von circa 15 Thlr. 10 Sgr.(46 Mark), wärend die Kosten der Düngung 8 Thlr. betrugen. Sons empfi hlt dringend die Herbstdüngung. Erkennen der Gefährlichkeit der Blei⸗ glasur. Die Qualität einer Bleiplasur kann man leicht dadurch erkennen, daß man auf derselben eine Zeit lang einen Tropfen flarken Essig stehen läßt und dann in dieses ein Stückchen reinen granulirten Zinks legt. Bei schlecht ein gebrannter Glasur wird sich dieses mit einem grauen krystallischen Ueberzug, welcher von reducirtem Blei her⸗ rübrt, bedecken. Leiber fordert das Blei in schlecht gebrannten Glasuren immer zahlreiche Opfer und eine Ausstellung, wie sie Dr. Widmann in Brüssel vorsührte, nämlich eine Sammlung von gesundheitsschädlichen Kaffee ⸗ kannen und Milchtöpfen mit Bleiglasur, sowie von Zink⸗ lrichtern, Bleilöffeln, die sämmtlich in Gebrauch gewesen, meist angefressen, wäre überall leicht zu veranstalten.. Solche Ausslellungen würden gewiß von größerer Wirk⸗ ung sein, als die zeitweiligen Warnungen durch die Presse. Leguminosen-Fleisch-⸗Präparale. Es ist in unseren Tagen ein unbestrittenes Bedürfniß. Nahrungs⸗ mitiel in eine Form zu bringen, welche nicht dem Ver⸗ derben ausgesetzt und leicht zum Genusse sertig zu flellen sind. Adolf Brand in Altona ist es nun gelungen, fett⸗ freies Fleisch als Pulver darzustellen und es im Gemische mit dem Mehle der Leguminosen(Ecbsen, Linsen, Bohnen) in Blechbüchsen zu je 1 Pfund verpackt in den Handel zu bringen. 25 Gramm des Präpacals in ½ Liter heißem Wasser eine halbe Stunde gekocht geben eine leichtverdau⸗ liche, schmackhafte, nährende Suppe, deren Schmack hastig⸗ 600 Dit dt 9 ö Frei m Gemein lgende 5 86, R 12 1 2 5 * n 1„ en ER Nu. N 6 N E. 557 1 8 „ l nertlitet 1119 1122 ven e. n e n An,* ** 1 1 1 * et 1 Atuigktu 5 78 nig ü nen e a aum 1 Ortenberg am 19. Februar 1878. 9 1 17, Gerste M 17 50—18., Hafer M 14—17 4 0 19 Fesime beer Pfund 80— 95, Pf. Eier 2 Stück 9 Pf durch den Zusatz von einer Messerspitze voll Butter e Rinderseit und ewas Salz noch erböbt wird. Wir achten zweierlei Versuche; in einem Topfe bereiteten wir Suppe ganz wie socden beschrieben, während wir in nem zweiten Topf einige robe Kartoffeln— in Würfel. n geschnitten— miikochten. Der erste Topf lieserie unser Erwarten eine woblschmeckende, und so weit mn dieß mit der Zunge beurteilen konnte, kräftige Suppe, obei wir nur das einzige Bedenken batten, ob eine solche uppe dei dem bartarbeitenden Manne das Gefühl der gagenfüllung zu bewirken im Stande sein werde. Dieses denken wurde aber durch die Suppe des zweiten Topfs elltöndig beseitigt, und kam uns dieselbe auch noch mackhafter vor als die erste. Schließlich bemerken wir „daß die Präparate bier durch Apotheker Dr. Ulo th bezieben sind. Handel und Verkehr. Friedberg, 6. März. Wochenmarkt. Butter kostete Friedberg, 6. März. Waizen M. 22 25., Korn Alle Pireise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund. Frankfurt, 4. März. Der heutige Viehmarkt war emlich befahren. Angetrieben waren ca. 330 Ochsen, Kühe und Rinder, 180 Kälber und 200 Hämmel Die Preise slellten sich: Ochsen 1. Qual. M. 66.—68., 2. Qual. M. 62— 64. Kühe und Rinder 1. Qaul. M. 58—60., 2 Qual. M. 52—54. Kälber 1. Qual. M. 6062, 2 Qual. M. 50.—52 Hämmel 1. Qual. 2 M. 63 65, 2 Qual. M. 52— 54. Frankfurt, 4 März. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 41., Nr. 2 M. 37, Nr. 3 M. 33., Nr. 4 M. 29, Nr. 5 M. 23. Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 24. do II.(Berliner Marke) M. 20. Waizen, effeetsv hiesiger M.——, ab Bahnhof hier M. 23., ab unserer Umgegend M. 22.50— 22.75, do. fremder je nach Qual. M 23.— 24 Roggen je nach Qualität M. 16— 17,50 Gerste M. 19.— 23. Hafer M. 13.— 16,50. Grbsen M. 19.— 23. Wicken M. 17 Linsen M. 19.— 23. Rüböl, detall, M. 80 Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht= 100 Kilo. Geld Cours. Frankfurt am 5 März. 1878 20 ⸗Frankenstücke 42. 16 20—24 Englische Sovereigns„ 20 82—37 Russische Impexiales 0„ 16 67—72 Holländische fl. 10 Stü e 1 M 5 9 50—55 Ducaten al marco 5 9 55-60 Dollars in Golt 5 417— 20 Es gibt wenig Krankheiten, welche so vielen Hell⸗ mitteln das Dasein schenkten, als das Asthma und sind die melsten dleser mehr oder weniger werthlosen Medica⸗ mente einer Vergessenheit anheimgefallen, die sie nur zu sehr verdient haben. Die äußerst wohlthätige Wirkung dagegen, welche der Theer auf alle Affectionen der Ath⸗ mungsorgane ausübt, haben zu zahlreichen Experimenten Anlaß gegeben, aus denen die Th utsache hervorgegangen 1 daß zu den wirksamsten Heilmitteln gegen Asthma unstreitig die Guyot'schen Theerkapseln zählen. Meistens führen schon 2 oder 3 Theerkapseln zu jeder Mahlzelt enommen eine fast augenblickliche Linderung herbei, was selbsverständlich nicht ausschließt, daß in veralteten Fällen dies Verfahren während einiger Zeit fortgesetzt werden muß. Da übrigens schon nach dem ersten Ge— brauch der Guyot'schen Theerkapseln eine wesentliche Erleichterung in dem Zustande des Kranken eintritt, so wird dieser schon von selbst dies Mittel so lange an⸗ wenden, bis er sich vollständig geheilt steht. Dabei kommt die ganze Kur nur auf den gewiß bescheldenen Preis von 10—20 Pfennigen täglich zu stehen. Um die echten Guyot'schen Theerkapseln zu erhalten, sollte man darauf sehen, daß jeder Flacon die Unter⸗ schrift des Herrn Guyot in dreifarbigem Drucke trägt. Depot in Friedberg in der Hofapothe„Zum Engel“ und bei Dr. Uloth. 349 Holz-Versteigerung. Wir bringen zur öffentlichen Versteigerung: ö Freitag den 8. März, I. J., Morgens 9 Uhr, Distrikte Kronbach in der Nähe von Ortenberg, 14 Raummeter Buchen Scheiter; 39 Raummeter Buchen— müppel; 62 Raummeter Buchen-Stöcke; 447 Raum neter Buchen Astreisig.— Zusammenkunft am Ortenberg— senborner Vieinalweg an der Kronbach. Samstag den 9. März, l. J., Morgens 9 Uhr, s dem Distrikte Töppertsroth 3 Nadelholzstämme, it 192 Festmeter Inhalt; 231 Nadelholzstangen, mit 85 Fesimeter Inhalt Die Stangen eignen sich zu Esterbäumen, Lattenstangen und Baumpfählen. Aus dem Distrikte Höllberg, Mittelwald, zwischen Ußberg und Hirzenhain: 2 Eichen, mit 0,74 Festmeter mhalt; 1 Buche, mit 0.98 Festmeter Inhalt u. 4 Kirsch— Hume, mit 1,70 Festmeter Inhalt; 2 Raummeter Eichen— Scheiter; 7 Raummeter Buchen⸗Scheiter; 4 Raummeter Luchen⸗Knüppel; 1 Raummeter Buchen Stöcke; 14 Raum- neter Buchen- Astreisig; 327 Raummeter Buchen- aus— gestetes Reisiz; 130 Raummeter gemischt Stammreisig d 91 Raummeter gemischt Buschreisig.— Zusammen kunft am Forsthause zu Hirzenhain. Montag den 11. März l. J., Morgens 9 Uhr, as dem Distrikte Schönberg gegenüber Lißberg: Eichen, mit 3,44 Fesimeter Inhalt; 2 Erlen, mit ter Inhalt; 6 Raummeter Eichen Scheiter; 1 Kaummeter Eichen⸗ Knüppel; 3 Raummeter Eichen— Mreisig; 373 Raummeter Buchen-Scheiter; 119 Raum- neter Buchenknüppel; 69 Raummeter Buchenstöcke; 422 Jaummeter Buchen⸗Astreisig u. 1 Raummeter Erlenscheiter. Zusammenkunst bei Herrn Gastwirth Uhl in Lißberg. Die Hölzer in der Kronbach lagern in nächster Nähe ds Ortenderg⸗Usenborner Vieinalweges, diejenigen im ZSppertsroth, Höllvberg und Schönberg in der Nähe der Etaatsstraße. Oräflich Stolbergische Rentkammer. Distrikt Wasserdöll lgende Holzsortimente zur Versteigerung: 86,6 Raummeter Buchen⸗Scheitholz I. Klasse, 12 4 Birken; 8 8* Eichen⸗ 5 6„ Aspen⸗ 5 28 8 5 Buchen⸗Knüppelholz, 20 5 Birken Eichen Knüppelholz 5 5 Buchen Srockholz, 27 7 Eichen 5 2 9 Aspen⸗ N 1240 Buchen ⸗, 984 Eichen ⸗Birken⸗ und 75 Aspen⸗ Wellen, 1 Buchenstamm von 5 Meter Länge und 39 Centi⸗ meter Durchmesser, 84 Eichenstämme von 2— 10 Meter Länge und bis zu 50 Centimeter Durchmesser, mit 23,32 Fest⸗ meter Inhalt, 13 Eichen Derbstangen von 11—14 Centim. Durch— messer und bis 8 Meter Länge. Zusammenkunft am Steinbruch. Bemerkt wird, daß sich das Stamm- und Stangenholz sonders zu Wagnerholz eignet. Nleder⸗Ros bach am 1. März 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder-Rosbach. Groh. Ein Uebernehmer rd zum Anfertigen und Brennen von eirca 200 Tausend tüch Russenstelnen für den Sommer 1878 zum alsbaldigen lutritt gesucht. Näheres zu erfragen bei der Expeb. —— 1 .* 5„ Holzversteigerung. 811 Freitag den 8. März sollen in den Graäͤflich Leiningen— Westerburgischen Walddistirikten„Oberforst“ u., Eichereck“ nachgenannte Holzsortimente versteigert werden und zwar: 1)„Im Distrikt Oberforst“, an der Chaussee von Ilbenstadt nach Altenstadt, Vormittags um 9 Uhr, 45 Eichenstämme von 22—52 Centim. Durchmesser, mit zusammen 22,64 Kubikmeter Inhalt; 4 Raum⸗ meter Eichen- Scheitholz; 6 Raummeter Gichen⸗ Knüppel; 660 Eichenwellen und 21 Raummeter Eichenstöcke. 2)„Im Distrikt Eichereck“, an derselben Straße Vormittags 10% Uhr: 2 Raummeter Eichen⸗Scheitholz, 12„ Kumuüppel, 59— Fichten⸗ und Kiefern-Knüppel, 26 7 1 5„ Stöcke, 2700 Stück Eichen-Wellen, 4540„ Nadelholzwellen. Zuseimmenkunft in den genannten Distrikten. Schloß Ilbenstadt den 1. Marz 1878. Gräflich Leiningen-Westerburgische Rentkammer. BI era Holz-Versteigerung. 829 Dienstag den 12. März l. J., Morgens 10 Uhr anfangend, kommt in dem Hundstädter Gemeindewald nachstehendes Stammholz zur Versteigerung: Distrikt Grünsteinshaag. 15 Eichenstämme von 36,04 Festmeter Inhalt. Distrikt Apfelberg. Eichenstämme von 22,13 Festmeter Inhalt. Distrikt Gerauerberg. 39 Eichenstämme von 72.58 Festmeter Inhalt, 7 Buchenstämme A 8 4 5 Nadelholzstämme, 23,45 Fest⸗ 60 Nadelholzstangen, I. und II. Klasse, meter 3725 4 III. Klasse, Inhalt. Distrikt Abstrutb. 2 Eichenstämme von 1.00 Festmeter Inhalt, 44 Erlenstämme 12 65 1 Sodann Mittwoch den 13. März l. J., Morgens 9 Uhr, kommen in den Distrikten Grünsteinshaag, Schneiders— kopf II. Theil, Erleborn III. Theil, Gerauerberg a. Apfelberg, Abstruth, Güntherbusch II. Theil und Fuchs⸗ stein folgendes Brennholz zur Versteigerung: 105 Raummeter Eichen⸗Scheit- und Knüppelholz, 110 Buchen⸗„ 1 51 2 Weichholz ⸗Knüppel, 5775 Stück Buchen Wellen 4600„ Weichholz Wellen, 267 Raummeter gemischtes Stockholz. Unter dem S'ammholz befinden sich 16 Eichenstämme von 3 bis 6 Festmeter Inhalt, zu Bau- und Werkholz geeignet. Der Anfang wird im Distrikt Grünsteinshaag, oberhalb Hundstadt, gemacht und der Reihefolge nach fortgesetzt. Die Herren Bürgermeister werden um gefaͤllige Ve— kanntmachung in ihren Gemeinden ersucht. Hundstadt den 4. März 1878. Der Buürgermeister: Schmidt. 734 In Gießen ist wegen Wegzugs des Elgenthümers ein im besten Zustand befindliches schönes Haus an der Hauptstraße gelegen, mit Laden, Comptoir, Parterrezimmer, großem, gewölbtem, hellem, trockenem Keller und Magazin, sowle mit allen sonstigen Bequemlichkeiten versehen, auf mehrere Jahre zu verpachten, auch unter bequemen Zahl— ungsbedingungen zu verkaufen. * In demselben wurde seit vlelen Jahren eine Lederhandlung mit bestem Erfolg be— trieben, doch ist es auch zu jedem andern Geschaͤfte geeignet. Reflectanten wollen sich wenden an den Bevollmächtigten Chr. Vix in Gießen, Anzeigers. 81⁰ Neuwegerthor. Arbeits⸗Verstei Arbeits⸗Versteigerung. 821 Freitag den 15. März, Vormittags 10 Uhr, sollen in dem untersten Schulsaale zu Nieder-Erlenbach die zur Erbauung eines Rath- und Gemeindehauses er— forderlichen Bauarbeiten und Materiallieferungen öffent⸗ lich an den Wenigstnehmenden unter den bei der Ver⸗ steigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen in Accord gegeben werden: Mark Pf. Maurerarbeit, veranschlagt zu 3458 60 f Matcriallieferung, als: Sandsteine aus den Brüchen bei Vilbel, bartgebrannte Russen⸗ steine, desgleichen Klötze, scharfkantigen Grubensand, Luftkalk, Cement ꝛc. e., veranschlagt zu 5070 50 Steinhauerarbeit 1113 80 Zimmerarbeit 3982 54 Dachdeckerarbeit 1281 13 Schreinerarbeit 3640 65 Schlosserarbeit 941— Weißbinderarbeit 3829 99 Spenglerarbeit 240 50 Pläne und Voranschlag nebst Bedingungen liegen vom 11. bis 14. März in der Wohnung des Unter⸗ zeichneten von Morgens 9 bis Nachmittags 4 Uhr zur Einsicht offen. Nachträglich wird bemerkt, daß auch Angebote zur Ausführung sämmtlicher Arbeiten zusammen geschehen können. Vilbel am 2. März 1878. Ber o d, Bezirksbauaufseher. .— 1 E 2 Holzverkauf. 200 Festmeter, 42 Raummeter 12 Fuß langes schoͤnes Fichten⸗ Bauholz, 8 Eichen zu Schwellen, sowie eine Parthie 1 bis Zzoͤllige Eichen- und Tannen⸗Bohlen liegen in Lich an der Straße nach Bußbach, ganz oder theil⸗ wiise, aus freier Hand zu verkaufen. Gegen genügende N Zahlungsfrist bis Martini 1878. Lich. Heinrich Schäfer, Braugasse. * Holzversteigerung. In den Waldungen des Großherzoglichen Hauses in der Oberfoͤrsterei Ober Rosbach Distrikt Kellerberg 18, werden a. Montag den 11. Mürz, Vormittags 9 Uhr, 50 Raummeter Eichen Scheiter, 44—„ Knüppel, 5550 Wellen Buchen Reisig 8750„ Eichen Birken⸗Reisig, 62 Raummeter Eichen⸗Sꝛoͤcke; b. Dienstag den 12. März, Vormittags 9 Uhr, 221 Eichenstämme von 16— 70 Centimeter mittlerem Durchmesser, 2,4 bis 13 Meter Länge, mit 176,65 Festmeter Inhalt, 5 Nadelstämme, mit 0 94 Festmeter Inhalt und 1 Kirschstämmchen, mit 0,06 Festmeter Inhalt versteigert. Ober Rosbach den 1. März 1878. Großherzogliche Oberfoͤrsteret Ober Rosbach. 768 Strack. iversal-Reinigungs-Jal Universal-Reinigungs-Lalz. 018 Von allen Aerzten als das einfachste Hausmittel empfohlen gegen Süurebildung, Aufstossen, Krampf, Verdauungsschwche und andere Magenbeschwerden in Paketen à& 25 Pf., 50 Pf. und 1 Mark. J. A Windecker, Hoflieferant in Friedberg, Ph. J. Weiss in Bad-Nauheim. Feinsten Rahm-Kaͤse, 783 in Staniol verpackt, empfiehlt 8 Wilh. Bernbeck. 709 .——ů—— Holz-Versteigerung. 826 Samsiag den 9. d. M., Nachmittags 2 Uhr, sollen zu Friedberg am Burgfriedbof und Burgberg mehrere Daufen Ausputzholz meistbietend verkauft und der An— fang am Friedhof gemacht werden. Ober⸗Rosbach den 5. Maͤrz 1878. Großherzogliche Oberfoͤrsterei Ober-Rosbach. Ster a ck —— 1 2 y 5 0 Holzversteigerung. 830 Die am 4. März l. J. im Freiherrlich v. Ritter⸗ schen Walde Hasselheck abgehaltene Holzversteigerung ist genehmigt und der erste Abfuhrtag auf Montag den 11. Marz bestimmt worden. Die Abfuhrscheine können an den Zahltagen Dienstags und Donnerstags bei dem Unterzeichneten in Empfang genommen werden. Friedberg den 5. März 1878. A J. A. der Freiherrlich v. Ritter'schen Gutsverwa tung zu Rüdesheim: Heidt: Faselochs- Versteigerung. 828 1. Einladung des Volksbildungs⸗Vereins Friedberg zu dem Freitag den 8. März, Abends 8 Uhr, im Rathhaussaale stattfindenden zweiten Vortrage des Herrn Hofapotheker Dr. Uloth: Ueber den Phosphor, resp. Nach⸗ weis desselben bei Vergiftungen,— erläutert durch Versuche. Der Zutritt ist mit Ausnahme von Kindern Jedermann gestattet. Friedberg den 6. März 1878. Marinirte Häringe, Russische Sardinen, Holl. Vollhäringe, Sardellen, Sardines à Ihuile 784 bel Wilh. Bernbeck. Schwarze seidene Halstücher, 639 farbige Umknoͤpftücher und Shawls, sowie Foulards und Halsbinden äußerst billig bei K. Friedrich. Der Vorstand. Landwirthschaftlicher Consumverein Friedberg. (Eingetragene Genossenschaft.) General- Versammlung am 24. März l. J., Nachmittags 3 Uhr, im Burck chen Locale. Tagesordnung: 1) Rechenschaftsbericht und Rechnungsablage. 2) Interpretation Es soll der Generalversammlung das Recht gewahrt werden, über jede Verwendung oder Veränderung des RNeservefonds Entscheidung 838 Dienstag den 12. Marz, Vormittags 11 Uhr, soll auf hiesigem Rathhause ein schwerer, zum Schlachten geeigneter gemeinheitlicher Faselochs oͤffentlich versteigert werden. Nieder⸗Wöͤllstadt den 6. März 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder Woͤllstadt. Buf f. Holzversteigerung. Im Graͤflich Solms-Laubach'schen Revier„Arnsburg“ sollen Montag den 11. März versteigert werden: 80 Raummeter Buchen⸗Scheitholz, 89 5„ Prügelholz, 34 1 Eichen⸗ g 62— Eichen⸗ und Buchen⸗Stockholz, 409 5—.Reiserholz; ö ferner Nutzhölzer: 19 Eichenstämme von 6— 9 Meter Länge, 19— 34 Centimeter Durchmesser= 6,49 Kubikm. Inhalt, 386 Fichtenstangen von 4— 8 Meter Länge, 49 Centi⸗ meter Durchmesser— 5.16 Kubikmeter Inhalt. Die Zusammenkunft ist um 9 Uhr am Dorfgiller Fuß pfad. Utphe den 5. März 1878. 2 ae Bekanntmachung. 833 Die unterm Heutigen in dem Gräflichen Revier Bainhards abgehaltene Holzversteigerung Oist genehmigt worden und der erste Abfuhrtag auf Montag den 11. l. Mts. festgesetzt. Wickstadt den 4. März 1878. Gräfliche Oberförsterei Assenheim. Schalla s 1 Jagd-Verpachtung. 827 Montag den 11. März l. J., Vormittags 10 ubr, soll auf hiesigem Rathhause die Jagd in der Gemeinde Bauernheim unte den daselbst bekannt gemacht werdenden Bedingungen auf weitere 6 Jahre verpachtet werden. Bauernheim den 4. März 1878. Großherzogliche Bürgermeisteret Bauernheim. Väth. 2 389 . 2 85 0 25 25 U 9 5 — 0 3 — 2 .— 1 jeim. 28 2 f 25 . 5 2 8 29 Die soeben erschienene Nr. 22 enthält: Vor dem Sturm. Histortscher Roman von Theodor Fontane.(Fortsetzung.)— Persönliche Erinnerungen aus den Jahren 1848— 1850. II. Abtheilung.(Schluß.) 1 Eine unheilvolle Fastnacht. Von Franz W. Freiherr v. Ditfurth.— Ein muthiger Mann. Mit dem Bilde: Hofprediger Stöcker vor den Socialdemokraten.— Am Familientische: Karl Gussow. Mit dem Bilde: Will kommen Von Professor Karl Gussowb.— Die Flucht nach Konstantinopel— Ein japanischer Chemiker. N Mit zwei Beilagen: Zur Chronik des russisch⸗ türkischen Krieges.(Schluß.) Mit dem Bilde: Der Erste vor Konstantinopel.— Umschau in fernen Landen.— Aus dem Publikum— für das Publikum: Ich will mich verändern. Zu Bestellungen empfiehlt sich Carl Bindernagel in Friedberg Auf der Freiherrl. v. Stein'schen Oeconomie zu Staden 810 sind noch eirea 500 Körbe Spreu preiswürdig zu verkaufen. zu treffen. Nach Vorschrift des Universitäts- Professors 3) Wahl des Vorstandes und Ergänzungswahl des Ausschusses. Dr. Harless, Geheim. Hofrath in Bonn, gefertigte Stollwerck'sche Brusthonbons. seit 40 Jahren bewährt, vorräthig in versiegelten Paketen à 50 Pf. in Friedberg bei Hof- Apo- theker C. Görtz, Wilb. Bernbeek und Wilhelm Fertseh; in Gambach bei Carl 4) Beschaffung von Saatfrüchten. Anmerkung: Offenlegung der Rechnung nach Beschluß der letzten Generalversammlung. 834 Feinster Pienenhonig 785 bei Wiln. Bernbeck. Berichtigung. Versteigerung auf dem Gräflichen Löffler; in Reichelsheim bei Apotheker Chr. Langhe inz; F. Sa mes in bei Apothaker 60 Rockenberg Die Zur gef;[Hofe zu Wohnbach findet am II. März, nicht am Jur gef. Deachtung e 5 5 ˖ wurde Sonntag 836 Um das öftere Annoneiren zu sparen, zeige ich Ein goldenes Kreuzchen— 1 dem Wege von Friedberg bis zur Wilhelmshöhe verloren und wird um Rückgabe gegen eine gute Belohnung an die Expedition des Anzeigers gebeten. 816 823 Ein gut C 3(Tafelform) ist billig gehaltenes lavier zu verkaufen. Näheres zu erfragen bei der Exped. d. Anz. 822 Das von Herrn Walther bewohnte Logis ist anderweit zu vermtethen. E. Hanstein. Visitenkarten in Buchdruck: 28 versch. Sorten, per 100— M. 1. 40 in Lithographie: 21„ 550„ 100= N. 1. 50 Solche auf mattem oder Chamois-Carton, sowie solche mit Extraschrift oder Verzierungen sind eine Kleinigkeit theurer. Carl Bindernagel. Gestrickte Kinderkleider, deten er 33 schuhe und Gamaschen billigst bei K. Friedrich. Todes-Anzeige. 831 Freunden und Bekannten hiermit die traurige Mittheilung, daß es dem Allmächtigen gefallen hat, unser innigstgeliebtes Söhnchen Georg nach kurzem aber schwerem Leiden heute Nachmikkag in ein besseres Jenseits abzurufen. Um stille Theilnahme bitten Friedberg den 4. März 1878. Joseph Müller, Minna Müller, geb. Gröninger. hiermit an, daß ich bis auf Widerruf das Kalbfleisch stets zu denselben Preisen verkaufen werde, wie die übrigen Kälbermetzger anzeigen. Ich werde indessen nur gute Waare liefern. Georg Hanstein, Ochsen-, Hammel- und Kälbermetzgerei, neben Herrn Ph. Windecker. Baumwachs empfiehlt Wilh. Bernbeck. Ein reinliches Mädchen von gesetztem Alter, welches einer. Haushaltung vorstehen kann, wird gegen guten Lohn auf das Land gesucht. Näheres bei der Exped. d. Anz. 716 Schneider. 824 Tüchtige Arbeiter finden Beschäftigung außer dem Hause in der Herrenkleider- Fabrik Bender& Gathmann, Schafergasse 19, Frankfurt a. M. Ein guter Esel mit Geschirr und Wagen steht zu verkaufen bei 8²⁵ Friedrich Weitz in Bönstadt. Vorzügliche Alizarintinte, (Schreib-& Copirtinte), aus einer der renommixptesten Fabriken in Fläschchen zu 60, 30 und 20 Pfennig, Kaisertinte, (Schreib-& Copirtinte), seit langer Zeit eingebürgert und beliebt in Fläschchen zu 52 und 26 Pfennig Unverlöschliche Tinte zum Zeichnen der Wäsche, Salon-Cinte, violett schreibend und gleichfarbig bleibend, per Glas 20 Pfennig. Feinste blaue und rothe Tinte. Carl Bindernagel. 837 (52/III.) Todes⸗ Anzeige. 835 Dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere innigst geliebte 5 Sophie Rodemer nach längerem schwerem Leiden in ihrem 39, Lebens- jahre am 5. März Abends 3/46 Uhr in ein besseres Jenseits abzurufen. Freunden und Bekannten hiermit diese Trauer⸗ nachricht mit der Bitte um stille Theilnahme. Friedberg den 6. März 1878. Für die Hinterbliebenen: Die trauernde Mutter. Die Beerdigung findet Freitag Nachmittag um 3 Uhr statt. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. bei Druck und Verlag von Carl Bindernagel. — 2— — — landw. Die messten berffeit der B. Ort un aussprt Ankauf Bette) 864 auf de betheil am g zur E