n 9 E en 2 1878. Dienstag den 5. November. M131. berhessi r Anzeiger. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal per Woche und zwar Dienstags, Donnerstags und Samstags. enz ant dan * deere er 1 W 1 un tin 1. 9 Selen a ö 1 Karl Türk. . Atunttintt. 5 Jus, Lend, dend aun n Bunter Blr * da b det ef d a die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahre bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 8⸗Conto bei uns haben), N IN Amtlicher Theil. etreffend: Statistische Ermittelung der landwirthschaftlichen Bodenbenutzung und des Ernte— ertrags im deutschen Reich. Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Friedberg am 4. November 1878. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche noch mit der Einsendung der ausgefüllten Formulare in obigem Betreff rückständig sind, erinnern wir nochmals Erledigung unserer Verfügung vom 22. Mai d. J. innerhalb 3 Tagen bei 3 Mark Strase. J, B d Küchler, Kreis-Assessor. Landes⸗Baugewerkschule Darmstadt. ö Die Landes⸗Baugewerkschule zu Darmstadt beginnt Auhres⸗Cursus am 15. November lauf. Jahres, welcher 5. März 1879 andanert. Du selde soll, zwischen Handwerkerschule und techn ultend insbesondere Baubandwerkern, sowie Maschinen- und Mühlenbauern, Gelegen— hit bieten, sich die für einen selbstpändigen Gewerbebetrieb erforderlichen theoretischen enntmisse und die nothwendigen Fertigkeiten im Zeichnen 2. Hirschen. Ildung von Werkmeistern, Par lieren, Bauaussebern ꝛc. die 0 etzger! tegklotzer. 2 J able, t Eee, Ser bansen. dgen 935 . f 8 1 H. diet N seidtnt üchet A 9 — ecard. Schluß bestimmungen enthalten. anes revidirten Zolltariss vorzulegen, und ob die i die praklische Ausführung zu erwerben. Auch soll die Der Unterricht wird an den Werktagen während genden Herren ertbeilt: Architekt Professor Hermann Müller, Prosessor Dr. Nell, Urchitekt Kuhlmann, Ingenieur Reuter, Techniker L. W. Möser, Handelslehrer Peters imd Bildbauer Föllx. Die Schule umfaßt vorerst 2 Klassen mit folgenden Unterrichts⸗Gegenständen: wkeihand⸗ und geometrisches Zeichnen, Darftellende Geome Hbonstructionen und Perspeelive), Bau ⸗Constructionslehre(einschl. Stabilitäts- und zestigkeus⸗Verechnungen) Elemente der Maschinen Constructionen, Fachzeichnen, Ent⸗ verfen von Bauanlagen, kunsigewerbliches Zeichnen, lechnisches Rechnen, Algebra, Heometrie, Feldmeßkunst(einschl. Trigonometrie und Planzeichnen), gewerbliche Buch Ahrung, Theile der Bauführung, insbes. Materialienkunde 1 totanschlägen, Grundlebren der Pyysik uno Mechanik, Mooelliren in Thon, Holz ꝛc. Die Unterrichtslokale befinden sich Neckarstraße Nr. bcalitäten, der Bibliothek und der technischen Mustersammlung des Gr. Gewerbevereins, daß die letzteren von den Schülern besucht und geeignet benutzt werden können. ibren dritten 4 Monate, also bis zum ischer Hochschule die Mitte und Entwerfen von Plänen Baugewerkschule zur Aus- nen. der ganzen Tageszeit von 2) der darstellenden trie(einschließ ich Schaiten⸗ bis zum 30. und Anfertigen von Kosten-[ Zulassung der Schüler nur erfolgen kann. 3, unfern von den Bureau⸗ Bedingungen zur Aufnahme find: 1) Für die untere Abtheilung, die J. Klasse: In der Regel werden nur solche Schüler aufgenommen, welche eine mindestens einjährige Beschäftigung in einem technischen Gewerbe nachweisen können; Ausnahmen hiervon werden nur in besonderen Fällen gestattet. nehmenden nur der Nachweis der Kenntnisse verlangt, welche den von der Ober⸗ klasse einer Volksschule Entlassenen zukommen sollen, damit jedem strebsamen Handwerker die Anstalt zugänglich werde. Für die obere Abtheilung, die II. Klasse, muß außerdem der Nachweis aus⸗ reichender Kenntniß der niederen Arxiihmetik, einer angemessenen Fertigkeit im Freihand⸗ und geometrischen Zeichnen, sowie in der Lösung einfacher Aufgaben Geometrie schrifllich verständlich machen zu können, geitesert werden. Das Schulgeld beirägt für die ganze Unterrichtszeit— 30 Mark und ic beim Beginn des Curses voraus zu bezahlen. Anmeldungen zur Aufnahme wolle man möglichst frühzeitig und längstens October l. J. schriftlich bei der unterzeichneten Stelle oder auch münd⸗ lich auf dem Bureau derselben— Neckarstraße 3 im III. Stock— bewirken, da die Dagegen wird von den Aufzu⸗ sich im Deutschen gehörig und der Befähigung nach Maßgabe der vorhandenen Unterrichte⸗Localitä ten * Darmstadt am 20. August 1878. Großherzogliche Centralstelle für die Gewerbe und den Landesgewerbverein. Fink. Deutsches Reich. Darmstadt. Militärdienstnachricht. Beutler, gzeug-Prem.-Lt. vom Art.⸗Depot in Mainz wurde am Zeughauptmann befördert. — Ueber den Inhalt des dem kommenden bandtag vorzulegenden Gesetzentwurfs, die Aus erselbe in vier Abschnitte zerfällt, das geschehen sei, einen mit Conventional⸗Tarifen In dem Antwortschreiben heißt es: Die gestellten Reichsregierung, bevor neuen Handels Vertrag nicht abschließen werde. des Fürsten Bismarck können, wenn die verbündeten Regierungen über In Ermangelung solcher könne er nur hat der Unternehmer keinerlei Entschädigungs⸗ Anspruch. Die Hebungs Arbeiten geschehen ohne alle Assistenz der deutschen Marine. Während der Contractsdauer bleibt das Schiff Eigenthum Anfragen würden amtlich nur beantwortet werden der Admiralität. Alle über Contractsbestimmungen etwa entstehenden Streitigkeiten werden von den ührung der deutschen Civilprozeß Ordnung und die zukünftige Zollpolitik bereits Beschlüsse gefaßt deutschen Gerichten entschieden. Foncurs- Ordnung betreffend, erfahren wir, daß hätten. In oiche! 5 welche im seine persönlichen Ansichten mittheilen. Soweit es e dem Kriegs Ministerium werden gegen- wärtig, wie die„Tribüne“ erfährt, aus allen Hanzen 181 Artikel begreifen. Der erste Abschnitt ihm gelingen werde, letztere zur Geltung zu bringen, Zweigen der Militärverwaltung Uebersichten dar— weinischen Provinzen, der dritte die für Rhein⸗ lassen besonderen Bestimmungen, Die beiden mitt⸗ ren Abschnitte schließen gleichzeitig die Vorschriften für die Behandlung der beim Inkrafttreten der Civilprozeß- und Concurs Ordnung anhängigen Rechtssachen in sich. — Cyharakteristisch für die Ausschreitungen, welche die Beseitigung der Wuchergesetze möglich nachte, ist die Thatsache, daß im hessischen Oden⸗ Halde eine Adresse an den Reichstag aufliegt, welche Wiedereinführung der Wuchergesetze und Aufhebung der allgemeinen Wechselfähigkeit ver- lungt. Die Zerstörungen, welche die moderne Gesetzgebung in jener Richtung verursacht hat, uind bekannt und ist jedenfalls die Thatsache von wedeutung, daß selbst in volkswirthschaftlichen Lreisen, welche einst für Beseitigung der Wucher frusetze eintraten, ein entschiedener Umschwung der Ansichten eingetreten ist. Berlin. Die„Post“ enthält ein Schreiben dees Reichstags Abgeordneteten v. Varnbüler an zen Fürsten Bie marck, worin an diesen die An- age gerichtet wird, ob die Absicht bestehe, dem Keschstage in der nächsten Session den Entwurf im letzten sind dazu erforderlichen Anträge zunächst der Prüfung der verbündeten Regierungen zu unterbreiten. Die Vorarbeiten hierzu seien bereits in Angriff genommen. Den Abschluß neuer Handels Ver— träge mit Conventional Tarifen vermöge er so lange nicht zu befürworten, als die Frage der Revision des Tarifs nicht erledigt sei. — Die„Nordd. Allg. Ztg.“ theilt die wesent— lichen Bestimmungen des mit einem englischen Unternehmer über die Hebung des„Großen Kur— fürst“ abgeschlossenen Contraetes mit. Danach muß der Schiffskörper in noch gebrauchsfähigem gegenwärtigen Zustande an die Oberfläche gelangen; die Hebung muß bis zum 1. Aug. 1879 vollendet sein. Die Ablieferung muß in einen sicheren eng- lischen Hafen geschehen und der Zustand des Fahr- zeuges ein derartiger sein, daß die ungefährdete Ueberführung nach, einem deutschen Kriegshafen ausführbar ist. Entscheidet sich die Admiralität für eine solche Ueberführung, so erhält der Unter- nehmer 40,000 Kstrl., und wenn sich unter dem gehobenen Zubehör Schiffs⸗Thürme mit Geschützen befinden, weitere 5000 Lstrl. Beschließt aber die Admiralität, das gehobene Schiff in England zu verkaufen, so erhält der Unternehmer die Hälfte des Netto Erlöses. Gelingt die Hebung nicht, so erhandelt die für die drei Provinzen gemeinschast⸗ liege es allerdings in seiner Absicht, eine umfassende über unterbreitet, welche Ausgaben im laufenden ichen Bestimmungen, der zweite die für die rechts- Revision des Zolltarifes herbeizuführen und die Rechnungsjahre bis jetzt, also in den verflossenen sieben Monaten, erwachsen sind, und welche Geld— mittel noch bis zum Ablauf des Rechnungsjahres, Ende März 1879, voraussichtlich erforderlich sein werden. Derartige Erhebungen haben auch in früheren Jahren um die jetzige Zeit stattgefunden und haben jedenfalls den Zweck, etwaige Etats- Ueberschreitungen zu vermeiden. — Die in mehreren Zeitungen verbreitete Nachricht, daß Minister Hoffmann aus seiner Stellung im Reichskanzler Amt oder gar aus dem Reichsdienst überhaupt auszuscheiden beab⸗— sichtige, entbehrt der„Post“ zufolge der Begründ— ung. In unterrichteten Kreisen kenne man nicht einmal einen Anhalts-Punkt für diese Nachricht. — 31. Oct. Der Kaiser und die Kaiserin sind heute mittelst Extrazugs von Baden-Baden nach Coblenz abgereist. l — Der„Nordd. Allg. Ztg.“ zufolge ist die Nachricht, es werde dem Reichstage in Betreff der Revision der Gewerbe-Ordnung nichts Anderes zugehen, als eine Vorlage bezüglich des Schank- gewerbes, voreilig; es seien gegenwärtig eingehende Erwägungen darüber schwebend, inwieweit und auf welchen Gebieten, im Zusammenhange mit der Aufgabe der positiven Bekämpfung der Social— 1* ——— Demokratie, Modisicationen der Gewerbeordnung vorzunehmen seien. — Die„Tribüne“ schreibt: Der allseitige Wunsch nach einer möglichst knapp und gedrängt gebaltenen Session des Landtags in diesem Jahre scheint auch im Einklang mit den Absichten der Regierung zu stehen. Nachträglich wird nämlich bekannt, daß es nach dem Auefall der Reichstags“ Großbritannien. London. Gladstone bielt in Rhyl eine Rede, in welcher er die Ereignisse, die sich im Orient von der Zeit der türkischen Grausamkeiten gegen die Bulgaren an zutrugen, besprach. Er(Gladstone) wies auf die Nachsicht der liberalen Partei hin, welche davon abgeseben habe, in kritischen Zeiten oder bei sonstigen Veranlassungen, wenn ihre Hoffnungen sich gegenwärtig auf die religiösen Verhältnssse von Elsaß Lothringen. Aus den letzten Wahlen in der Schweiz wird die Kurie Anlaß nehmen, wegen Wiederherstellung der gegenseitigen Bezieh⸗ ungen Verhandlungen einzuleiten. Die exilirteg schweizerischen Bischöfe erhielten Instructionen, sich zur Rückkehr in ihre Diöcesen vorzubereiten. Türkei. Constantinopel. Die Pfortt Wahlen in der Absicht Bismarck's gelegen habe, durch die Haltung der Regierung getäuscht seien, hat eine von Dondukoff⸗Korsakoff in Philippopel auch das Abgeordnetenhaus aufzulösen, dessen Zu- Angriffe gegen die Regierung zu richten. Jetzt gehaltene Ansprache als Insormation allen ihren sammensetzung wenig mit jener des Reichstags habe die liberale Partei zuerst darauf aufmerksam Vertretern im Auslande übersandt, mit dem Hin⸗ übereinstimmt, daß diese Absicht aber aufgegeben gemacht, daß die Regierung durch den Streit mit weis auf die dadurch herbeigeführte Beeinträchtig⸗ worden ist, nachdem man sich entschlossen hatte, Afghauistan neue Gefahr herbeiführe. Bezüglich ung des Berliner Vertrages. Bulgarische Be— der letzten Session der laufenden Legislaturperiode dieser Angelegenheit hob Gladstone hervor: die wohner Rumeliens überreichten in Philippopel eine einen rein geschäftsmäßigen Charakter zu geben. Ehre und die Interessen Englands müßten den Petition wegen Vereinigung mit Bulgarien. Der — Der Zollkrieg wegen der schwedischen Zünd- Principien der Gerechtigkeit gemäß aufrechterbalten Ferman, welcher die von Mukhtar Pascha mit den bölzchen ist beendet. Der Bundesrath beschloß werden. Er wolle sich jetzt nicht über die Pläne Kretensern abgeschlossene Convention genehmigte, nämlich nach der„Wes.-Ztg.“ die Wiederherstell-[der Regierung verbreiten, weil er über dieselben ist nach Kreta abgegangen. Kaisserli Pascha i ung der Zollsreibeit für schwedische Zündbölzer. nicht genügend unterrichtet sei; nach den bekannt gestorben. Es verlautet, der Sultan werde den — Während der bisberigen Thätigkeit des Reichs- gewordenen Thatsachen müsse er indessen die Halt: früheren Führer der Aufständischen in Kozhan, Patentamtes, vom Juli 1877 bie Ultimo October 1878, sind im Ganzen 3635 Patente ertheilt worden. Ausland. Oesterreich⸗UUngarn. Der Webrausschuß des Abgeordnetenhauses hat be- schlossen, die Regierungs- Vorlage, betreffend die Verlängerung der Wirksamkeit des Wehrgesetzes, gegenwärtig nicht in Berathung zu ziehen, nach dem der Landesvertheidigungs⸗Minister Horst er- klärt hatte, daß jedenfalls vor dem 8. December von der dermaligen oder der neuen Regierung ein diese Vorlage amendirener oder ein ganz neuer Gesetzentwurf unter Zurückziehung des jetzt vor⸗ liegenden eingebracht werden wird. Pest, 1. Nov. Molnar brachte beute im Unterbause einen Beschlußantrag, worin die Vor- legung des Berliner Vertrages gefordert wird. Die vereinigte Oppofition hält dies für nöthig, weil Tisza die darauf bezüglichen Fragen von ist ungemein beruhigend und zuvorkommend ab- Szilagy und Apponpi nicht beantwortete. gab nun folgende Erklärung ab: destimmte nicht den Zeitpunkt der Vorlegung des Tisza Berliner Verzrages; den Regierungen stehe überall Letzteres durch die Macht äußerer Ereignisse, welche ung der Regierung verurtheilen. Redner verglich das gegenwärtige Verhältniß zwischen England und Afghanistan mit dem Verhältniß zwischen Frankreich und Deutschland im Jahre 1870 seit Wien, 2. Nov. dem Zwischenfall Benedetti. Die conservative Politik sei eine mysteriöse und eine Politik der Prahlerei, die Verwirrung in den auswärtigen Angelegen⸗ heiten hervorrufe. Der bevorstehende Krieg würde ne Vermehrung der Steuern, Verletzung der Con- ei stitution und Läbmung des Handels herbeiführen. — Das Ultimatum der britischen Regierung an den Emir von Afghanistan verlangt, wie „Daily News“ aus Simla vom 31. October melden, volle Abbitte, Empfang einer britischen Mission und die Erfüllung einiger anderen Be. dingungen. Man ist dort nicht der Ansicht, daß der Emir das Ultimatum annehme, doch glaubt man, daß derselbe zunächst verhandeln werde. — Rußlands Antwort auf die englische Note gefaßt. Rußland hat danach niemals daran ge— das Gesetz dacht, den Berliner Vertrag zu verletzen und den Rückzug seiner Truppen zu verzögern. Wenn das Recht zu, den Zeitpunkt selbst festzusetzen. Europa nicht kenne, theilweise nothwendig gewesen Das Verlangen, daß die Legislativen über An- sei, beabsichtige Rußland dennoch die genaue Aus- nabme oder Nichtannahme eines internationalen fübrung des Vertrags. Das britische Cabinet politischen Vertrages entscheiden sollen, sei nicht hat beschlossen, sich vorläufig damit zufrieden zu geben. 6222... gerechtfertigt. Das Occupations-Mandat sei eine dußere, nicht eine innere Angelegenheit. Eine harmonische Leitung der auswärtigen Angelegen- heiten sei nothwendig, weil sonst der Dualismus ad absurdum geführt, dann aber der Centralismus folgen würde. Andrassy könne den Delegationen die besten Aufklärungen geben, deßhalb bitte er (Tisza), den Zusammentritt der Delegationen nicht zu verzögern. — 2. Nov. Der Reichstag hat den Antrag des Ministerpräsidenten, die Wahl der Delegation am Dienstag vorzunehmen, angenommen. Tisza legte dar, daß die internationalen Verträge, welche durch die berechtigten Factoren zu Stande ge⸗ kommen, nicht von der Legislative eines Staates an- gefochten werden können, ohne die Basis des ge— sammten internationalen Rechts zu erschüttern. Der Minister leugnete ferner auf das Bestimmteste die Existenz einer Reichsstädter Abmachung und legte hierauf den Berliner Vertrag vor. Dänemark. Kopenhagen. Der König und die Königin von Dänemark und die Prinzessin Thyra wären am vorigen Montag bei Rückkehr von Schloß Bernsdorf nach Kopenhagen fast sämmtlich das Opfer eines schweren Unfalls ge- worden. In dem Augenblick, als die königlichen Wagen, die sie zurückführten, die Eisenbahnlinie Helsingör⸗Kopenhagen passirten, kam mit vollem Dampf ein Zug an und fuhr zwischen die beiden Wagen, in deren einem sich die königliche Familie, in deren anderem das Gefolge befand. Die beiden Hinterräder des ersten Wagens wurden zerschmettert, dem Kutscher des zweiten Wagens gelang es, die Pferde zurückzudrängen und er wurde nicht verwundet. Der Barridrenwächter, der die Barriere zu schließen vergessen hatte, wird auf besonderen Wunsch des Königs nicht zur Strafe gezogen werden. — Im Amtsblatt wird der Schriftwechsel zwischen dem Botschafter in Paris, Lyons, und Minister Salisbury, betreffs Ernennung der eng— lisch- französischen Commission für die ägyptische Daira- Anleihe veröffentlicht. Salisbury stimmte dem betreffenden Vorschlage zu, hob aber hervor, daß die englische Regierung keinerlei Verpflichtung übernehme, die Zinsen oder einen Beitrag zum Tilgungsfonds unter irgend welchen Umständen zu zahlen. Die Ernennung der Commission be- zwecke nur, den Bonds Inhabern Sicherheit zu gewähren, daß der Commissär nicht ohne vor berige Zustimmung der englischen Regierung ab- gesetzt werde. — Die„Bombay Gazette“ ist autorisirt zu melden, daß Salar Dschung Truppen, Geld und die Hülfsquellen Hyderabads der indischen Regier- ung für den afghanischen Krieg zur Verfügung gestellt. In Peschawer grassiren noch Krankheiten. Der„Pioneer“ hört, daß der Vicekönig gegen die Absendung eines weiteren Schreibens an den Emir protestirt habe. Italien. Rom, 2. Nov. Die Vorverhand- lungen wegen des österreichisch-italienischen Handels- vertrages in Wien sind zu einem günstigen Abschluß gelangt, indem daselbst ein vorläufiges Protokoll unterzeichnet wurde, welches den defigitiven Ver⸗ handlungen zur Grundlage dienen wird. Diese Verhandlungen sollen beginnen, sobald die be— theiligten Regierungen das Protokoll ralificirt haben werden. Ellena und Axerio erhielten vom Finanzminister definitive Instructionen betreffs des Handesvertrages mit Oesterreich und reisen heute Abend nach Wien ab.— Die Nachricht, daß Pessina auf das Portefeuille des Ackerbaues verzichtet habe, bedarf der Bestätigung. — Die Verhandlungen zwischen der päpstlichen Kurie und Deutschland dauern fort und beziehen Achmed Pascha, begnadigen. — die Pforte hat Layard verständigt, daß sie den Zehnten abschaffen, einen Gouverneur er⸗ nennen und andere Reformen vorerst nur in einer Provinz einfübren werde. Die vollständige Durch⸗ führung der Reformen solle stattfinden, sobald es die Finanzen gestatteten. — Die Pforte, in der Besorgniß, daß die Russen den Ausstand in Nordmatedonien zum Vor⸗ wande einer Besetzung dieser Provinz nehmen, dirigirt alle von Constantinopel abgehenden Truppen⸗ verstärkungen hauptsächlich nach Seres und Stramitza. Auch von Pristina und Skopia gehen beträchtliche Truppenabtheilungen nach Mocedonien.— Der Sultan hat neuerdings Ghazi Osman mit der Ueberwachung der Befestigungsarbeiten der Ver⸗ theidigungslinie Tschataldja- Derkos beauftragt. General Totleben hat sämmtliche russische Linien bis Lüle-Burgas inspicirt. Das russische Haupt- quartier bereitet die Ueberwinterung eines großen Theiles der Armee in der Umgebung von Adria⸗ nopel vor.— Die Chefs der kretensischen Insur⸗ rection bereiten sich vor, Kreta zu verlassen. 2. Nov. Die Pforte hat abermals eine Note an Labanoff gerichtet bezüglich der Aus- schreitungen der Bulgaren. Die Regierung hat bestimmt, daß die Kaimes bei Steuer Zahlungen zum Course von 280 per Lire anzunehmen sind. Mumänien. Bukarest, 2. Nov. Der Unterrichtsminister Chizou bat seine Entlassung gegeben. Griechenland. Alben. Der griechssche Gesandte in Constantinopel, Konduriotis, ist infor⸗ mirt, daß die britische Regierung in einer Note, betreffend die Ausführung des Berliner Vertrages, eine Vermittelung in Angelegenheiten Griechen⸗ lands empfehlen werde. N— Die Cabinetskrise ist beendigt: Tricupfs übernimmt das Präsidium und die Portefeuilles des Aeußeren und der Finanzen; Maurocordatos den Unterricht, Karaiskakis den Krieg, Kanaris die Marine, Zaimis das Innere und die Justiz. Aegypten. Kairo. Vom Finanzamt wird die Zahlung des Coupons der unisicirten Schuld angezeigt. Amerika. Washington. Die Abnahme der Staatsschuld betrug im Monat October 1,708,000 Dollars. In der Staatskasse be⸗ finden sich 227,666,000 Dollars in Gold und 1,711,000 Dollars in Papiergeld. — Aus Stadt und Land. Friedberg. Vieelleicht ist es für manche Leser unseres Anzeigers nicht odne Interesse, zu vernebmen, daß der Direclor der hiesigen Taubst. Anstalt, Dr. Mattbias, nachdem er im Seplember zum Eyren⸗Mitglied und Honorar-Vicepräsidenten des vom 23.—30. Sep⸗ tember d. J. in Pap is lagenden„internauonalen Con⸗ gresses für die Verbesserung der Lage der Blinden“ ernannt war, jetzt auch das Eyren⸗Diplom des„internationalen Colleas für Wissenschaft, Lilerasur und Künste in Mailand erhalten hat.. Friedberg, 3. Nov. Heute wurde uns ein Zweig eines gelben Himbeerstrauchs gebracht, der dicht besäl war mit zum zwenenmale geseisten und halbreisen Früchten sowie mit Blüthen. In vielen Gärten blühen die Erd⸗ beeren zum zweitenmale. eee Art erden 8 verkandigt,„% 1 Bougrratur W. Prermz ichn enter Shanißzt a getter beträchtlich enim.— Da 4% Ota nit n gtar beuten der Bu Dates benune uche russscht un Des tssiche has g 206 gun 104 on Ans rurrfscben Jusur⸗ lasen. * Nr e a ane dt ih det Aus Dit Nzinung de r Suat Zahlung tb att find. , 2 Nes. 1 Der grichssh. wunetit, i iu 108 il tintt Nult, been Bertragth 261d ttt Oriechm er Leistungsfähigkeit und des Eyrgeizes der Ein- f benen, der Producenten, findet immer Nahrung ut bent Cellasen 1 in dem stets sich erneuernden Verlangen der Con- du Allerlei. Frankfurt, 3. Nov. Seit einigen Tagen ist ein gesiger Postbeamter flüchtig, der sich bedeutende Unter shlagungen zu Schulden kommen ließ. Hanau, 31. Oct. Der Hülfs⸗Steuer⸗Executor Hassel⸗ dum ist seit gestern verschwunden. Mit ihm ein Werth⸗ acket von 20,000 M., welches er sür die Rentkasse auf r Post abgeholt batte. Hersfeld, 30. Oct. Dahier ist die Trichinose aus⸗ N 9 Personen sind bis jetzt erkrankt. Wer die chuld daran trägt, ist noch nicht sesigestellt. Eisenach, 31. Oct. Aus der schwer beimgesuchten adt Lengsfeld lauten die Nachrichten sehr betrübend: sind nach amtlicher F sistellung 156 Gebäude zerstört, imlich 65 Wobnbäuser und 79 Nebengebäude sinod total gebrannt und 12 Häuser wesentlich beschädigt. Coblenz, 30. Oct. Wie der„Cobl. Zig.“ von ver⸗ hiedenen Seiten miigetbeilt wird, ist gestern Abend kurz or 7 Uhr sowohl in der Stadt als vor den Thoren, ein röstoß verspürt worden. N London, 1. Nov. Der amerikanische Dampfer„Hel—⸗ lia“ bat gestern früh um 4 Uhr den Kreuzer„Fanny“ on der britischen Küstenwache in den Grund gebohrt. biebzehn Personen sind dabei ertrunken. —p. Geschäfts⸗Unverstand. „Der Bäcker, der sich etablirt, will Haus- esizer, Rentier, Bankier, schließlich Millionär „schrankenlosen“ Ehrgeiz der Deutschen kennzeichnen, indem er diesem gegenüber auf ie verhältnißmäßig größere Zufriedenheit der franzosen hinwies. Geben wir einmal zu, daß m deutschen Gewerbe- und Handelstande der nach Keichthum lechzende Ehrgeiz der Schilderung un— rs Reichskanzlers entspricht(uns erscheint diese behauptung im Allgemeinen gar nicht zutreffend), „ bleibt es eine schwer zu begreifende Thatsache, aß einzelne Vertreter unsers Gewerbe- und Han— selstandes(auch unsere gute Stadt Friedberg hat eren aufzuweisen) ein Vergnügen darin finden, beute einfach deßhalb nicht zu bedienen, weil sie nicht zu der regelmäßigen Kundschaft gehören, weil sie nicht Alles, was in ihr Geschäft ein- schlägt, bei ihnen kaufen.(In Bäcker-, Metzger- und anderen Kreisen soll diese Geschäfts⸗Weisheit, ie wir lieber Geschäfts-Unverstand nennen möchten, lis zur Stunde in hohem Ansehen stehen.) Die Befriedigung der Bedürfnisse, welche zu des Leibes Nahrung und Notbdurft gehören, spielte a allen Zeiten und spielt auch heute in unserem Dasein eine wichtige Rolle. Dieses Kampfgebiet umenten. Wit Menschen sind einmal so geartet, für sich zu gewinnen und einzunehmen suchen. Thut er es nicht, so läßt er sich einen Gewinn— nicht einmal, sondern wieder- nungen der ersien Meisler ibres Faches das Werk. Wir zweifeln nicht, b 4 Jahren verbürgt ist, eines der imposanzesten, populärsien Geschichiswerke werden wird— in daß das Werk, dessen Vollendung holt— entgehen und er wird weiter zu be— fürchten haben, daß seiner Geschäfts- Gewandtheit, seinem Geschäfts-Verstande ein schlechtes Zeugniß ausgestellt wird. Jeder setze und suche seinen Ehrgeiz darin, den Käufer— sei er wer er sei— durch gute Bedienung zufrieden zu stellen und unterlasse es, mit dem— Teufel zu concur- riren, der bekanntlich erst dann zufrieden ist, wenn sich ihm ein Mensch als Kunde für Zeitlichkeit und Ewigkeit ganz veeschrieben hat. Literarisches. Die„Mainzer Zeitung' schreibt über eine neue Brochure:„Im Verlage von Robert Dancker in Zürich ist eine Brochure erschienen, die Aussehen erregen dürfte. Es ist schon viel gegen die Bestrebungen der rothen Inter— nationale geschrieben worden, aber mit größerem Freimuth und schneidenderer Schärfe, wie in dem Werkchen:„Die sogenannte sociale Frage, oder die neueste Volksverdumm— ung“ wurde noch nicht gegen dieselbe vorgegangen. Der Versasser, Advocat Ed. Fries in Zütich, zersetzt mit dem unerbiulichen Sccirmesser der Logik und Vernunft die auf die Zerflörung eines Staatslebens gerichteten Tendenzen der Socialdemokratie. Wir wünschen, daß das Schristchen in den weltesten Kreisen Verbreitung finde; es wird Manchen, der vielleicht versteckt mit den Socialdemokraten liebäugelt bekehren.“ Preis M 1. 20 Pf. Der im vergangenen Jabre mit so großem Beifall auf⸗ genommene„Mittelrheinische Verbandskalender“ für Landwirthe und landwirthschaftliche Ge⸗ nossenschaften(Venlag von Arnold Bergsträßer in Darmstadt, Preis M. 1.) liegt uns in seinem Jahrgang 1879 vor. Eine Fülle, dem Lancwirthe wissenswertbetr Notizen eröffne den Kalender; wieder enthält er die viel— gerühmten, als zweckenisprechend überall anerkannten Blätter für landwirthschaftliche Buchhallung, an welche sich werth⸗ volle ßatistische Mitbeilungen und Hülfstabellen anschließen. Es folgt dann ein Rückblick auf die Thäligkeit und Erfolge der landwirthschaftlichen Genossenschaften. Daran schließt sich eine Reibe vortrefflicher Aufsätze der bewährtesten Ver— fasser. Ein Thierschutzkulender, durch dessen Redaction sich der Verein zum Schutze der Thiere in Franksurt a. M. eine ehrende Stätte in dem Kalender gesichert hat, verleiht dem Kalender auch nach dieser Richtung Werth. Die Nachrichten aus den Verbänden„Mittelrhein? bieten viel des Juteressanien füs die Verbandsgenossen und dürften auch für Landwirthe, die den Verbänden nicht angehören manchen beherzigenswertben Wink abgeben. Schließlich gedenken wir noch des Aufsatzes„eine d cuerlöschrentenbank“, in welchem der Versasser den weniger bemittelien Orts— gemeinden den Weg angibt, wie sie in den Besitz eines wohlgeordneten Löschwesens und einer geschulten Feuerwehr kommen können, ohne den Gemeindesäckel und den Geld— beutel der einzelnen Ortsbürger empfindlich in Anspruch zu nehmen. Von der Illustrirten Weltgeschichte, unter be— aß Bedürfnißmaaß, Geschmack, Liebhaberei u. s. f. nach den verschiedensten Richtungen auseinander gehen. bucent zu rechnen und er handelt unverständig Im kommen, abfahren läßt und an die Quelle kucent(sei er nun Bäcker, Metzger u. s. f. oder Mit dieser Verschiedenheit hat jeder Pro- g 8 N 8 Otto Spamer, ist soeben die zweite Lieferung erschienen. und zu seinem eigenen Nachtheile, wenn er Käufer, die nur dann und wann einmal um zu kaufen zu a 5.. bei dem Leser vorraussetzt gerweist, von welcher diese gewöhnlich bezieben. befriedigt. Und dabei sind nicht nur die bistorischen Er⸗ Berade diese„seltenen“ Käufer sollte unser Pro- eignisse und Persönlichkeiten berücksichtigt, sondern das ils Vermittler, Ellenwaaren-, Spezereiwaaren- ze. Händler) durch besondere Zuvorkommen⸗ eit und gleichmäßig gute Bedienung hisorische Scenen, Porträts u.[. w. schmücken nach Zeich⸗ sonderer Berücksichtigung der Culturgeschichte neu bearbeitet und bis zur Gegenwart sorigeführt von Olto von Corvin, mitberausgegeben von L. F. Dieffenbach, Pracht Ausgabe in 8 Bänden zu je 16— 18 Lieferungen à 50 Pf., mit 2000 Abbildungen, 40—50 Tontafeln Karten ꝛc. Leipzig, Belehrung und Anregung werden in diesem Geschichtswerke nicht nur in großem Stile gegeben, sondern zugleich mit Gründlichkeit und Tiefe, die, wenn sie auch böhere Bildung doch wiederum jeden Gebildeten Ringen und Schaffen der Bölker, Handel und Wandel, Wissen und Kunst, Sitten und Eigenarten— kurz das gesammie Culturleben aller Zeiten und Entwickelungsepochen. per Pfd. 80—95 Pf., Eier 1 Stück 7 Pf. 2 Stück 13 Pf. 80 Pf., Eier per Stück 7 Pf., Käse per Stück 5—8 Pf., Tauben das Paa 65 Pf., Hühner per Stück 80 Pf., Hahnen per Stück 70 Pf., Enten per Stück M. 1.70, Handel und Verkehr. Frledberg, 2. Nov. Wochenmarkt. Butter kostete Gießen, 2. Nov. Wochenmarkt. Butter per Pfd⸗ Kartoffeln 100 Kilo M. 6. Weißkraut per Hundert M. 4— 8. Ochsenfleisch 70— 72 Pf per Pfd., Kuh⸗ und Rindfleisch 54—62 Pf, Schweinefleisch 6062 Pf., Kalbfleisch 56 60 Pf., Hammelfleisch 58— 70 Pf. Marburg, 2. Nov.. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. 85—100 Pf., Eier 1 Stuck 7—8 Pf., Käse per Stück 10—12 Pf., Zwiebeln per Pfd. 8—10 Pf., junge Tauben das Paar 65 70 Pf. junge Hahnen per Stück 80—90 Pf., Hübner per Stück 90 Pf.— 1.10 M., Gänse per Stück M. 3.50—5., Weißkraut per Kopf 4—5 Pf., desgl. 100 Stück M. 2.50—4. Kohlraben 2—3 Stück 10 Pf., Hasen 1 Stück M. 3.50. Feldhühner 1 Stück M. 1. Verloosungen. Sachsen⸗Meininger 7fl. Loose. Ser t enziehung vom 1. November. Serien: 83 696 833 956 19 3 2071 2560 2736 3005 3518 3728 4429 4985 5161 5303 6649 7029 7495 7847 7958 8026 8299 8549 8873 9224 9502 9565 9615 9705 9751 Braunschweigische 20 Thaler⸗Loose von 1868. Serienziebung vom 1. November Serien: 490 502 572 752 788 1043 1083 1298 1413 1617 1636 1654 1883 2320 2580 2723 2973 2981 3158 3379 3488 3593 3929 4127 4433 4448 4579 4685 4804 4962 5002 5353 5418 5482 5589 5688 5971 6079 6126 6134 6167 6353 6397 6472 6579 6609 6841 6951 7108 7133 7146 7937 8045 8223 8313 8407 8437 8438 8836 8859 9307 9361 9504 9515 9582 9666 9910 9927. Wien, 2 Nov. Ziehung der 1860er Loose. Serie 852 Nr. 8 gewinnt 300,000 fl., S. 19,523 Nr. 2 50,000 fl., S. 16,920 Nr. 16 25.000 fl., S. 9634 Nr. 11 und S. 865 Nr. 2 je 10.000 fl. Geld Cours. Frankfurt am 2. November 1878. 20⸗Frankenstücke. 5 M. 16 18—22 Englische Sovereigns g„ 20 42—47 Russische Imperiales 5 5„ 16 69—74 Holländische fl. 10⸗Stücke. 5 4 16 65 G. Dutatenn. 5 5 9 55—60 Ducaten al marco 9 2 9 61—66 Dollars in Gold.— 4 17— 20 Bekanntmachung. Vom 1. November d. J. ab wird auf dem Personen⸗ posteurse zwischen Altenstadt und Nieder-Wöllstadt unter Aufhebung der Haltestelle am Oppelshäuser Hof eine solche zur Aufnahme von Postreisenden an dem Straßen⸗ Einschnitte nach Engelthal eingerichtet. Die für die Beförderung nach und von dieser Stelle zu erhebenden Personengeldsätze sind aus den bei den Kurs-Postanstalten befindlichen Tarifen zu ersehen. Darmstadt den 31. October 1878. Der Kaiserliche Ober-Postdireetor Deininger. Herr Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln hat uns den Debit des allein ächten Cölnischen Wassers übertragen und empfehlen wir dasselbe per Glas zu M. 1,50, „ ½ ͤDutzend„ 88 „Dutzend„„ 16,75. Sulvolle ornamentale Vollbilder, Kopfleisten und Initialen, Die Expedition des Anzeigers. ** ö* Mobiliar- Versteigerung. 3461 Nächsten Donnnerstag den 7. d. M., von Morgens Uhr ab, werden auf Anstehen der Frau Pfarrer Münch Wittwe im Pfarrhause dahler öffent lich an den Meistbietenden versteigert: 3 Sophas, 2 Kleiderschränke(dabei ein antiker), 2 Commoden, 2 Nacht- und 2 Waschtische, 1 Nacht- stuhl, 1 runder und andere Tische, 3 Spiegel, 1 Dutzend Stühle, 3 Bettstellen, sodann diverse Haus- und Küchengeräthschaften. Bad Nauheim am 1. November 1878. Großherzogliches Ortsgericht Bad⸗Nauheim. Schutt. Bekanntmachung. 580 bis 100 Heectoliter getrocknete Eicheln werden im Danzen, sowie in einzelnen Heetolitern abgegeben, a 3 M. 0 Pf., von der Gemeinde Nieder-Florstadt. Nleder⸗Florstadt den 2. November 1878. Oroßherzogliche Bürgermeisterei Nieder⸗Florstadt. AI e. kauft bei 3413 Vaschlik, Kaputzen, Halstücher, Kopstücher und Winterhandschuhe werden unter dem Fabrikpreise ver⸗ M. Volk. Versteigerung von Drainirungs⸗ ö Arbeiten. 3485 Donnerstag den 7. November d. J., Nachmittags 1 Uhr, sollen in der Stein'schen Wirthschaft zu Beien— heim die zur Entwässerung resp. Drainirung des früheren Bergwerkgeländes in der Gemarkung Beienheim nöthigen Grabenarbeiten, ca. 600 laufende Meter inel. Röhrenlegen und Zufuüͤllen, veranschlagt zu 456 M. 75 Pf., unter den bei der Versteigerung bekannt zu machenden Be⸗ dingungen öffentlich an den Wenigstfordernden versteigert werden. Betenheim den 1. November 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Beienheim. Hu b r. Für Glaser u. Capezietet. 3345 Reichhaltiges Lager in allen Arten Rahmen- u. Galerieleisten zu sehr billigen Preisen empfiehlt Julius Gießen, 41 große Bockenheimergasse 41, 05. 6410 Fraulffurt a. M. 1474 Spezial Arzt Ir. Kirchhoffer in Straßburg (Elsaß) behandelt speciell Schwächezustände: Pollut., nächtl. Bettnässen, Impot., Siphilis.(11175) ...—— ————ů——ů—— 2—.—— ä Allgemeine Arbeiter-Kranken-Unterstützungs-Kasse. (Eingeschriebene Hüllfskasse.) 3491 Generalversammlung Dienstag den 12. hiesigen Rathhaussaale. Tagesordnung: Statuten-Abänderung. November d. J., Abends präcis 8 Uhr, im Der Vorstand. Carl Bindernagel's Annoncen-Erpedition. Bekanntmachungen aller Art: Gesuche, Offerten, Benachrichtigungen, Waaren⸗Empfehlungen, Versteigerungen Berechnet wird nur der Originalpreis der betreffenden Zeitung. ö werden an alle Zeitungen vermittelt. Die Annoncen-Aufgeber sparen also Briefschreiben, Zeit und Porto. * Häcksel- Schne Specialität, 11 verschiedene Sorten. Nene Verbesserungen und neue Constructionen, schwerem S Illustrirte Preislisten mit ermässigten P Heinrich Lanz, Maschinenfabrik und Fisengiesserei, Mannheim. id- Maschinen. mit sehr breitem Mundstück und großem extra chwungrad. reisen auf Anfragen gratis unr franco. 3414 Sämmtliche Terneaurwolle wird unter dem Einkaufspreise verkauft bei M. Volk. 1 2* Lieferung. 3446 Mittwoch den 13. November d. J., Vormittags 11 Uhr, werden dahier für 1879 zur Lieferung im Sub— missionswege vergeben: 1) Blaues und graues Leinengarn Nr. 20, 2) Dielen und Latten, 3) Stahl, Eisen und Eisenwaaren, 4) Eichenholzdaubeu zu Küferwaaren, 5) Spiritus, 6) Fenster⸗ und Spiegelglas, 7) Cölner Leim(sind Muster einzusenden), 8) Reiserbesen, 9) Papier und sonstige Schreibmaterialien(sind Muster einzusenden), 10) Leder, ausgeschnittenes, sowie Lederwaaren, 11) Seilerwaaren und 12) Holzsorten in Bohlen. Die Lieferungs bedingungen können täglich auf dem Seeretariat der unterzeichneten Direction eingesehen, gegen Erstattung der Copialien daselbst auch schriftlich bezogen werden. Lieferungslustige wollen die Submissionen bis zum obigen Termin in den vor dem Büreau der unterzeichneten Direction aufgehängten Submissionskasten verschlossen einlegen. Marienschloß den 29. October 1878. Großherzogliche Direction des Landeszuchthauses. S Versteigerung. 3433 Mittwoch den 6. November d. J., Nachmittags 2 Uhr, lassen die Liquldatoren der in Liquidation be- findlichen Firma Rompel& Comp. in Homburg gegen gleich baare Zahlung die nachfolgenden Gegenstände meist⸗ bietend in deren Fabrikslocalität versteigern: 2 braune Wallachen, fehlerfrei, zu jedem Gebrauch tauglich, 2 Last— wagen(leicht und schwer), 1 Kalesche(Halbverdeck), diverse Geschirre und Ketten, 1 Kutscherbett, 1 Pöstchen Heu und Stroh 1 Haferkasten, 1 großen Hofhund und Hütte, 1 Getreidemähmaschine(Burdick), 1 Häckselbank, 1 neue Rangenmühle. Kaufliebhaber sind zur Besichtigung der benannten Objeete vor dem Versteigerungstermine ein— geladen.(311/ X.) Wollene und seidene Halstücher 2933 in verschiedenen Größen, für Herren und Damen, Zu vermiethen. 3483 Mein Wohnhaus, große Augustiner Schulstraße, bestehend in zwei geräumigen Wohnungen, sowie die an⸗ grenzenden Lager⸗Räumlichkeiten, beabsichtige getrennt oder im Ganzen zu vermiethen . Eduard Grödel Pianinos, 10 bis 12 Stück(gebraucht), im Preise von 250 bis zußerst billig bei K Friedrich neben der Post. des Anzeigers. 0 0 0 0 Kalender pro 1879. Familienkalender M.— 50 Pf. Deutscher Reichsbote„40„ Lahrer Hinkende Bote„ 40, Daheimkalender 5 Spinnstube„„ Einsiedlerkalender„— 40„ Leske's Schreib- und Ge⸗ schäftskalender e Landkalender 20„ 5 1 durchschossen„— 25„ Vorräthig 3455 Billiger A 1 tauf von Obst⸗Stämmchen 12 Thu rn. wegen Aufgeben meiner Baumschule. Düngerkalk wird unentgeltlich abgegeben bei 3454 Carl Heubel, Seifensieder. 3486 erschienen: Des alten Schäfer Thomas Volks⸗Kalender — für das Jahr 1879, mit Illustrationen und dem Portrait des alten Schäfer Thomas. 50 Pf. Des alten Schäfer Thomas Prophezeihung für die Jahre 1879 und 1880. 12 Pf. Des alten Schäfer Thomas Geheim- und Sympathiemittel. 14 Bändchen à 75 Pf. Vorräthig bei Carl Bindernagel in Friedberg. 5 0 N. Blaue Kartoffeln werden zu kaufen gesucht. Von wem? sagt die 92 0 439 3379 Feine gebrochene Aepfel, Birnen und ge⸗ dörrte Zwetschen kauft Obsthändler Wörner. Ein Kochofen, sehr gut erhalten, ist wegzugshalber zu verkaufen. Nähere zu erfragen bei der Exped. d. Anz. Wollene Hemden, wollene und baumwollene Unterjacken e Unterhosen bei demselben offen. bei Carl Bindernagel. Soeben ist im Verlagsbürean in Altona 5 Freiwillige Bürger⸗Feuerwehr. 3488 Mittwoch den 6. November, Abends 8 Uhr, Ausrücken. Sammlung am Spritzen haus. Der Commandeur. Local-Gewerboerein. 3487 Generalversammlung Mittwoch den 6. d. Mt., Abends 8 Uhr, im Locale der Herren Henn& Jamin, Tagesordnung: 1) Besprechung verschiedener Vereinsangelegenbeiten. 2) Vortrag von Oskar Foͤrster über das Themg „Zeit ist Geld“. Der Vorstand. **** Tanzunterricht in Friedberg. Beehre mich hierdurch ergebenst anzuzeigen, daß mein, diesjähriger Winter⸗Cursus in aller Kürze seinen Anfang nehmen wird. Die Subseriptionsliste circulirt durch Herrn Möbs und liegt zur gefälligen Unterzeichnung Mit aller Hochachtung Ferd. Teute, Tanzlehrer. Frische * Schellfische 3490 bei 3436 und Stauchen billigst bei K. Friedrich. 3443 Ein möblirtes Zimmer fragen bei der Exped. d. Anz. ür Männer-Gesangvereine! zu vermiethen. Näheres zu er⸗ 3442 8 Die reichhaltigste Sammlung ülterer und neuerer vierstimmiger Männerchöre erschien soeben unter dem Titel: „Deutscher Liederkranz“. Herausgegeben von G. Zanger. . Circa 500 Seiten in prachtvoller Ausstattung. Preis 2 M. 75.— Parthien von 10 Exemplaren für 25 M. g. Heuser, Neuwied und Leipzig. Voorräthig in Friedberg bei Carl Binder⸗ nagel. 3485 . Verlag von 3. Zur Beachtung! 3070 Es diene meinen geehrten Kunden und Gönnern zur Nachricht, daß ich meine seitherige Wohnung ver⸗ lassen habe und nun auf der Kalserstraße Nr. 77 nächst der Post wohne. Gleichzeitig bringe ich mein lang be⸗— triebenes Schneidergeschäft in empfehlende Erinnerung mit dem Bemerken, daß ich Reparaturen jeder Art, sowie Fleckenreinigen auf's Beste besorgen werde. Friedberg. Achtungsvoll Konrad Wörner, Schneidermeister, 1 Nummer lich 2 M Bierteljahy: Wöchentlich 2 e * ent ziuppog, aun Aunmzaurgchn g 8 ug Die soeben erschienene Nr. 4 enthält: Geächtet. Roman von M. Gerhard.(Fortsetzung.) — Heinrich VIII. und Anna Bullen. Mit dem Bilde von Prof. Rustige: Heinrich VIII. und Anna Bullen betrachten Holbeins Todtentanz.— England und Afghani? stan. Von R. Karlsen.— Wie man sich vor 500 Jahren die Erdbeben erklärte.— August Petermann. Von Richard Andree. Mit Portrait.— Aus den hinterlassenen Pa⸗ pieren Mehemed Alis. Mit einer illustr. Beilage: Besuch des Kron⸗ prinzen und der Kronprinzessin an Bord des„Prinz Adalbert“ im Hafen zu Kiel bei Gelegenheit der Ein⸗ schiffung des Prinzen Heinrich. Nach dem Leben. Zu Bestellungen empfiehlt sich Carl Bindernagel in Friedberg. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. 400 Mark, habe zu verkaufen. 3075 C. L. Glück. 366 zu sehr billigen Preisen bei K. Friedrich. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. Wilhelm Fertsch. Winterhandschuhe e d.