f Sal. Berubel. 0 Salithen fleisch N Zellacr. terticht chüler 9 Donnerstag den 3. Januar. M2. berhessischer Anzeiger. Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. Bettefsend: Die Abnahme des Versassungseides vem 4. Quartal 1877. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Zur Ausschwörung des Verfassungseides durch die im 4. Quartal dieses Jahres aufgtnemmenen, sowie die hiermit sich noch im Rückstande befindlichen Orts bürger und die, welche, ohne Ortsbürger zu werden, geheirathet haben, aber in der Gemeinde heimathe berechtigt sind, haben wir ar Dienstag den 8. Januar kommenden Jabrees, Vormittags 11 Uhr, auf dem Rathhause zu Friedberg, für die aus den früheren Orten des Kreises Friedberg und auf Mittwoch den 9. Januar kommenden Jahrte, Vorminags 9 Uhr, auf dem Selzerbrunnen bei Groß⸗Karben, für die zur Ausschwörung des Verfassungseides Verpflichteten aus den dem Kreise Friedberg einverleibten Gemtinden des früberen Kreises Vilbel anberaumt und werden wir zu- gleich auch in diesem Termin andern Angthörigen dieser letzteren Orte, welche Beschwerden oder Wünsche vorbringen wollen, Audienz ertheilen. Friedberg am 22. Dezember 1877. Sie wollen hiernach Einar ung ergeben lassen und die im Rückstand befindlichen unten Verzeichneten zugleich dei 3 Mark Strafe vorladen lassen und bis zum 6. Januar 1878 unfehlbar Verzeichnisse mit Bescheinigung, daß Vorladung ersolgt oder Bericht, daß keine zu laden sind, an uns einsenden. (In voriger Nummer des Anzeigers war der Termin der Einsend ung irrthümlich auf den 1. Februat angegeben.) Jakob Lippert von Butzbach. Heinrich Köhler von Münster. und Heinrich Anton Jakobi von Nieder- Rosbach. raden, Jakob Schmidt von Oppershofen. Alexander Ludwig von Nieder-Mörlen jetzt zu Rockenberg. Heinrich Brodrecht Deutsches Reich. Berlin, 30. Det. 1877. Der seitberige sranzösische Botschafter Marquis Gontaut- Biron bat beute dem Katser in feierlicher Audienz sein Abberufungsschreiben überteicht und sich hierauf auch von der Kaiserin verabschledet. — 30. Dec. 1877. Dr. Struck ist heute nach Varzin berufen worden und dahin abgereist. Es handelt sich nicht sowohl um den Gesundheits- zustand des Reichskanzlers, als um das Reichs- gesundheitsamt. Eingeweihte betrachten die Ver- bandlungen mit Bennigsen wegen Uebernahme eines Ministerporteseuilles als gescheitert. — 30. Dec. 1877. Der ungarische Minister v. Tisza hat heute eine Deputation der bier studirenden Ungarn empfangen und speiste Nach- mittags bei dem österreichischen Botschafter Grafen Karolpi. Seine Heimreise wird derselbe erst am Dienstag Nachmittag antreten und zwar über Dresden. Ausland. f Frankreich. Parie. Der Finanz-Minister ernanagte zwei Commissare zur Einsichtnahme in die Bücher und Effecten des Credit foncier und zur Berichterstattung.— Ducrot und Bourbaki werden abgesetzt; anstatt l'Admirault wird Berthaut Gouverntur von Paris. — Eine Note im„Journal officiel“ erklart die jüngst besohlenen Truppen⸗Bewegungen, welche zu dem Borsall in Limoges Anlaß gegeben, dahin, daß sie begründet waren durch die gewöhnlichen, zu jeder Zeit getroffenen Maßregeln, um die öffentliche Ordaung in den großen Städten, be— sonders in Parie, in gehöriger Achtung zu erhalten. Diese Maßregeln seien gegenwärtig durch nothwendige Verstärkung der Garnison von Paris, die durch die Entlassung der Altersklasse von 1872 geschwächt sei, veranlaßt gewesen. Ein General in Limoges habe die gegebenen Instruktionen falsch ausgelegt, indem er Maßregeln der Vorsicht in Maßregeln der Extcutton verwandelte. Nach Er— theilung der bezüglichen Anweisungen an seine Offiziere wurde ein Act schwerer Indisciplin be⸗ gangen. Nach dem Ergebniß der eingeleiteten Untersuchung wurden arauf vom Kriegs minister die bereits bekannten Strafen verhängt. Großbritannien. London. Die Ad⸗ miralität hat Besehl gegeben, daß die Canal-Flotte ihre in Reparatur befindlichen Schiffe bis zum 16. Januar seefertig mache.—„Morning Post“ erfährt: Es sei wenig Aussicht auf Annahme der englischen Mediation in Petersburg vorhanden. die auf das Rußland scheine nur direct mit der Pforte zu unterhandeln geneigt. Das 90. Insanterie- 1 Regiment in Aldershot erbielt in Folge drohender Bogot vom 29. Dec. 1877. Nußland. Petersburg. Amtlich aus Auf der Ost- Front Haltung der Kaffern Befehl, sich unverzüglich nach scheinen die Türken überall sich zurückgezogen zu dem Cap einzuschiffen. Türkei. Constantinopel. Die Pforte wurde officiös benachrichtigt, daß Rußland einem Waffenstillstande unter folgenden Bedingungen zu stimmen würde: Berichtigung der Grenze in Asien, Oeffnung der Dardanellen, Unabbängigkeit Ru⸗ mäniene und Annahme des Conserenzprogemmes bezüglich Bulgariens. Di ragen in Betreff Serbiens und Montenegros Würden weiteren Ber⸗ handlungen vorbehalten. Aus Kamarli vom 27. Det. wird ge⸗ meldet: Auf dem linken Flügel, wo die Russen ihre Stellung verstärkten, sowie bei Slatitza san— den Scharmützel statt. Das Wetter ist schön — 30. Dec. 1877. Die Concentrirung der Truppen hinter dem Balkan wird sortgesetzt. Der bieherige Commandeur der Division von Kadikibi Assof Pascha wurde zum Commandeur der Armee des Vilayets von Kossova ernannt. Mukhtar Pascha wird in 10 Tagen bier tintreffen. Nach einem Telegramm Suleiman Pascha's aus Ichtiman sind neuerdings keinerlei bedeutendere Operationen im Balkan und an der Donau ausgeführt. Das Wetter ist sehr schlecht. — 30. Dec. 1877. Sofia, dessen Bevölkerung aufgesordert ist, die Stadt zu räumen; die türkischen Truppen halten letztere besetzt. — 315 Dec. 1877. schafter, Graf Zichy, bat gestern dem Minister des türkische Mediatsons-Rundschreiben über geben; danach lehnt Oesterreich, wenngleich in für die Pforte wohlwollender Form, ebenso wie Deutschland und Italien, die Mediation ab. — Laut Meldung aus Erzerum ersolgte die Abreise Mukhtar Pascha's am 26. Dec. 1877 Nachts. Zum Generalstabschef des in Asien kom— mandirenden Ismail Hakki Pascha wurde Feizi Pascha ernannt. Einem Telegramm aus Erzerum vom 28. Dec. 1877 zusolge hatten die Russen wegen ungeheurer Schneemassen die Truppen Con- centrirung unterbrochen und arbeiteten an Wegen durch den Schnee, um Proviant heranzuschaffen. Serbien. Belgrad, 30. Dee. Die Türken haben gestern bei Zwornik einen er— folglosen Argriff gemacht. Das Bombardement von Nisch ist unterbrechen, wie gerüchtweise ver: lautet, aus Anlaß von Capitulations- Verhandlungen mit der Festung. 1877. Eclaireurs beinabe ganz im Schnee. daben. Dieselben ließen zur Vertheidigung kleinere, aus Truppen und Landes- Bewohnern zufammen⸗ gesetzte Abtheilungen zurück. Die Bewohner ziehen sich bewaffnet in die Wälder zurück, nach vor⸗ heriger Inbrandsetzung der Dörfer. Russischer⸗ jeits wurde bemerkt, wit türlische Jufanterie Ge⸗ bäude von Jovantschiflik vernichteten, und den Ort Ajaslar fanden die Russen bereits in Flammen stehend. Bel Mechtemer versanken die russischen Alle Berg ⸗ Flüsse, die zuvor über ihre Ufer geitrtten waren, sind mit Eis bedeckt, fast alle Brücken weggerissen. — Nach einem äußerst schweren Uebergang über die schneebedeckten Berge auf überfrorenen Fuß⸗ pfaden bei heftigem Wind hat die Vorhut des westlichen russischen Detachements die Defilcen des Balkans zwischen Arabkonak und Sosia besetzt. Die Cavalctie steht bereits auf der Chaussee nach goschtwielischnitza Schellawa drei Die Russen nähern sich Sofia. Wie schwierig in dieser Jahreszeit die Ucberscheitung des Balkans ist, beweist der Um- stand, daß der Marsch von Wratschesch bis Ne⸗ Tage in An⸗ spruch nahm. — 1. Jan. 1878. Nach einer der„Pol⸗ Corr.“ zugehenden hiesigen Mittbeilung dürfte die vom Londoner Cabinet dort notificirte Geneigtheit der Pforte, in Friedens- Unterhandlungen einzu⸗ Der österreichischt Bot⸗ treten, vom Petersburger Cabinet dahin beant- wortet werden, daß Rußland jederzeit bereit sei, mit der Pforte Verhandlungen einzulciten, wenn Auswärtigen die Antwort seiner Regierung letztere ihre Geneigtbeit hierzu durch directe Schritte bei Rußland bekunde. Friedderg. Der Decanats⸗Ausschuß des evangelischen Decanatees Friedberg bat an die Gemeinden nachfolgendes Schreiben etlassen: Vetanlaßt durch einen Beschluß der diesjäbrigen Synode unseres Decanates wenden ou uns an Euch, um Euch allen und denen insbesondere, die es zunächm angeht, eine sernste und heilige Christenpflicht dringend Herz zu legen. Sie deltisst die Heiligung des So Daß die Sonntagsrube für die leibliche und wirth⸗ schasiliche Wohlfahrt des Volkes eine unetläßliche Beding⸗ ung ist, daß Sonntagsarbeit keinen Gewinn bringt, daß der scheinbare Gewinn, welcher auf Kosten der Sonntags⸗ ruhe erzielt wied, sich zuletzt allemal als Schaden deraus⸗ slellt, weil jene Arbeit das kostbare Kapttal der Arbeits⸗ kraft angreist und die Leistungssägigkeit nachhaltig schädigt, — das sind Wahrbeiten, welche dermalen auch von solchen, die den Sonntag keineswegs als den Tag des Herrn an⸗ zuerkennen gesonnen sind, allseuig anerkannt werden, und welche immer gebieterischer Beobachtung fordern. Wie viel mehr muß es uns eine ernste Gewissenepflicht sein den Sonusag zu ehren, die wir das Gebot kennen Gedenke * 3 ——— S D e S Sn * —— 5 48. des Sabbalttages, daß du ihn beiligest, denn es ißt der Tag des Herrn deines Gottes! d g Wenn ee demnach einem Jeden, der mit seinem Ebristen⸗ wum Ernst zu machen gesonnen. ist, als eine heilige Auf⸗ gabe erscheinen sollte, für die Heiligbaltung des Sonntags mit Wort und That einzutreten, so gilt dies ganz beson⸗ ders allen denjenigen, zu welchen andere Personen in irgend einer Eigenschaft— als Dienstboten, Taglöhner, Lehrlinge, Gesellen, Geschäftsgebilsen— in einem Ab⸗ bängigkeitsverbältnisse steben. An diese, die Dienstherr⸗ schaften, die Lehrherten, Meister, Geschäftsinhaber, über- haupt die Arbeitgeber aller Art, wenden wir uns darum mit der gegenwärtigen Ansprache vorzugsweise und ins⸗ desondere und bitten sie herzlich und dringend: Bedenket, daß Ihr als Coriften für die geistige und leibliche Wohl⸗ fahrt derjenigen, die Euch untergeben und dadurch Eurer Fürsorge auvertraul sind, verantwortlich seid. Bedenke, daß die Wohltbat der Sonntage ruhe in erster Linie zu demjenigen gebört, was Ihr ihnen zu gewähren und zu sichern verpflichtet seid, und daß Ibr durch die Vernach⸗ lässigung dieser Pflicht nicht allein das Wohl Euter Unter- gebenen, sondern mittelbar auch Euer eigenes und die gesammte Volkswoblfabrt schwer schädiget. In einer Zeit, wo so viele Einflüsse geschäftig sind, um grade das jüngere Geschlecht von den Wegen der Siitlichkeit, des Fleißes, der Pflichttreue, der Genuügsamkeit, der Gottesfurcht abzu⸗ lenken und es in unheilvolle Verirrungen hineinzuzieben, wo daber die Klagen über zunebmende Unbotmäßigkeit und Zügellosigkeit immer all gemeiner laut werden, sollte es gewiß von Allen, die über Untergebene jüngeren Alters zu wachen haben, doppelt willkommen geheißen werden, daß Anstalten vorhanden sind, durch welche das, was während der Schulzeit durch Schule und Kirche Gules in dieselben gepflanzt worden ist, erbaften und besestigt wer⸗ den kann. Hierzu gebört vor Allem der Sonntag und der sonntägige Goltesdienst. Beklagenswerth im böchsten Grade aber ist es, wenn nicht selten jungen Leuten schon bald, nachdem sie aus der Schule und dem Confirmanden⸗ unterricht entlassen und in ein Dienstverbältniß eingetreten sind, durch die Anforderungen, die im Hause, im Geschäste, in der Werkstätte an sie gestellt werden, die Heilighaltung des Sonntags erschwert, ja mehr oder weniger unmöglich gemacht wird und sie derselben so allmählich ganz ent⸗ wöhnt werden. Neben den schädlichen Folgen, welche hier⸗ aus in gesundheitlicher und wirtbschaftlicher Beziehung ent⸗ springen, muß auf diese Weise das jüngere Geschlecht den deilsamen Einwirkungen des Christenthums und der Kirche nothwendig immer mehr entzogen, und müssen Religiosität und Sittlichkeit, diese Grundpfeiler aller Wohlfahrt in Staat, Gemeinde und Familie, mehr und mehr unter- graben wer den. Die angelegentliche Bitte, welche wir an die Lebrberen Dienstherrschaften und Arbeugeber allet Art hiermit richten, geht darum dahin: dieselben wollen es sich gewissenhaft angelegen sein lassen, ihren Untergebenen die Woblihat der Sonniagsruhe nicht allein ungeschmälert zu gewäßren, sondern auch sie durch ibr Wort und Vorbild dazu anzu⸗ leiten, dieselbe werth zu schätzen und richtig anzuwenden. Die Unbequemlichkeiten, welche hieraus anfänglich für die häuslichen und geschäftlichen Einrichtungen vielleicht ent⸗ stehen könnten, wären bei ernstem Willen zu überwinden und würden durch den Gewinn an Arbeitskraft wie an Arbeitslust und Pflichureue, den ein richtig gefeierter Sonn⸗ tag einbringt, sich reichlich ausgleichen. Gott der Geber aller guten Gabe wolle verleihen, daß unsere Worte bei Allen, die es angeht, ernste Würdigung und Beherzigung finden, und daß sie dazu deitragen mögen, unseren Gemeinden das kostbare Gut der Sonn⸗ iagsheiligung zu sichern und zu erbalten. Friedberg im December 1877. Gegen Schlaflosigkeit. Die Schlaflosigkeit ist bekanntlich ein Zustand, der in fortwährender Erregung der Gehirn— nerven besteht und in Folge des damit ver— bundenen abnormen und verminderten Stoff— wechsels im Gehirn leicht zu einer unheilbaren Erschöpfung führen kann. Dieselbe kann so— wohl durch anhaltende geistige und sinnliche Anregung wie auch durch pathologische Prozesse und Umbildungen in der Hirnsubstanz oder in Veränderungen der Beschaffenheit und Menge des Blutes innerhalb der Hirngefätze ihren Ursprung haben. Diese pathologischen Ver⸗ änderungen selbst sind oft wieder eine Folge der besagten anhaltenden geistigen oder sinn— lichen Anregung.— Sehr viele Leute sind mit diesem Zustande behaftet, ohne besonders dar— unter zu leiden. Es sind dies entweder apathische Naturen, oder Naturen, die kräftig genug sind, sich an die Entbehrung des Schlafes zu gewöhnen und die Schlaflosigkeit solchermaßen zu ihrer zweiten Natur zu machen.— Für Diejenigen, die unter dem Zustande wirklich leiden, ist es sehr schlimm, daß es wenig bewährte Mittel gibt, um desselben Herr zu werden und ihn gründlich zu beseitigen. Bezüglich der Mittel gegen Schlaflosigkeit schreibt nun der b U e Einen greifen zu schlaferzeugenden Droguen und der Genuß dieser wird leicht zur Leiden⸗ schaft(die selbst wieder Leiden schafft, darf man hinzufügen). Andere finden geistige Ge— tränke fuͤr wirksam und gewöhnen sich neben dem Wachen demzufolge noch an das Trinken von Spirituosen, resp. an den Genuß von Alkohol. a Von den Anhängern des Mesmerismus lernte man, daß das beständige Hinblicken auf einen bestimmten Gegenstand nach einiger Zeit zum Schlafe führe. Da dieses Mittel aber in der Dunkelheit etwas schwierig anzuwenden ist, so gibt die Methode des sog. Braidismus die Auweisung, man solle einfach die Augen schließen und in Gedanken versuchen, den aus den Nasenlöchern heraus- und in dieselben ein⸗ gehenden Luftstrom aufmerksam zu beobachten. Es wird versichert, wer sich bemuͤhe, diesen Strom zu sehen zu bekommen, gewissermaßen durch die innere Anschauung, der werde unfehlbar bald in Schlaf fallen. Wir haben dieses Ver— fahren bewährt gefunden(sagt der„Medical— Examiner“) und es ist im Grunde dasselbe, wie das des Mesmerismus— das andauernde Hinblicken oder Achtgeben auf einen bestimmten Gegenstand. Ein anderes Verfahren wird jetzt von einem amerikanischen Arzte, Dr. Cooke, vorgeschlagen, welcher behauptet, daß es in zahlreichen Fällen von Schlaflosigkeit nur nöthig sei,— einige Minuten recht langsam und ruhig zu athmen, um in einen erfrischenden Schlaf zu fallen. Er geht davon aus, daß die meisten Fälle von Schlaflosigkeit in einer Blutüberfüllung (hyperaemia) des Gehirns ihren Entstehungs— grund oder ihre nächste Ursache haben, und daß solchenfalls langsames Athmen den Blut— andrang genügend hemme und vermindere, um einen entsprechenden Eindruck zu machen. Es ist richtig: bei großer geistiger Erreg— ung und daraus hervorgehender Schlaflosigkeit ist der Athem kurz und lebhaft, so daß der Versuch, langsam zu athmen, beruhigend wirkt und also zum Schafe geneigter macht. Um wirklich einzuschläfern, dürfte dieses Verfahren nicht immer ausreichen. Nach all Dem wird es wohl das Beste sein, schlafenden Persouen nachzuahmen, um in Kurzem wirklich zu schlafen. Hören wir noch, was Dr. Klencke in seinem sehr empfehlenswerthen Hauslexikon für Gesund— heitslehre über unser Kapitel sagt: Die Ursachen der Schlaflosigkeit, heißt es dort, können sehr verschieden sein, immer aber wirken sie auf das Gehirn hin, das durch einen direkten oder indirekten Reiz nicht aus der, dem Schlafe entgegenwirkenden größeren Erregung herauskommen kaun. Schon die Unterbrechung unserer Gewohnheit erregt Schlaflosigkeit; deß— halb, wenn wir in einem fremden Bette über— nachten müssen, wenn wir eine fremde Diät oder Tagesordnung geführt, wenn wir als arbeitsgewöhnte Menschen gefeiert, als Stuben— sitzer eine ungewohnte Anstrengung gethan haben; so auch, wenn unsere Sinne viele neue Aufregungen erlebten. Das Gehirn erfordert einen zweifachen Reiz für seine Thätigkeit, den Reiz der Sinne und den des Blutes; das Uebermaß des Sinnen— reizes erhält wach, das des Blutreizes schläfert ein. Das Gehirnleben ermüdet für jeden Reiz, der länger oder stärker darauf einwirkt, daher im Wechsel der Sinnen- und Blutreize bald der eine oder der andere einschläfert oder erweckt. Das natürlichste Beförderungs-Mittel des Schlafes für Gesunde ist, daß man am Tage eine solche Summe von Reizen auf den Körper einwirken läßt, daß die Erregbarkeit abgestumpft und gegen schwächere Reize am Abend un⸗ empfindlicher wird. Das geschieht durch mäßige körperliche und geistige Thätigkeit, bei gehöriger, mäßiger Sättigung.— Uebertriebene körperliche und geistige Anstrengung und Völlerei hindern den Schlaf, weil ihre Reize noch zu lange nachwirken; deßhalb schlafen Personen nach stark ermüdenden Fuß wanderungen oder nach Ueber— sättigung mit Speisen und Getränken nie gut. Schlaflosigkeit kaun auch bewirkt werden durch Hunger, Durst, Mangel an n 4 Hier muß man erst etwas genießen, oder die Müdigkeit durch stilles, reizloses Verhalten, Langweile, Passivität abwarten. Ist Mangel an Bewegung und körperlicher Thätigkeit die Ursache, so muß man sie künftig nicht fehlen lassen, auch sich Abends vor dem Niederlegen reiben lassen. Auch list es ein gutes Mittel, sich ein in kaltes Wasser getauchtes und aus⸗ gedrucktes Bettlaken üder den nackten Körper schlagen, sich damit reiben und dann mit einem anderen Laken ganz trocken reiben zu lassen, darauf aber in's Bett zu steigen. Ist man im Blute aufgeregt und leicht zu Wallungen geneigt, so trinke man vor dem Niederlegen ein Glas starkes Zuckerwasser, auch wohl mit etwas Phosphorsäure oder Citronensaft; hat man eine erregbare Verdauung, so esse man Abends früh und wenig. Heiße, schwere Betten, heiße Lokale, Mondlicht und Geraͤusch, die nicht einschlafen lassen, muß man zu vermeiden suchen. Kalte Füße erfordern Bürsten derselben, oder schnelles Eintauchen in kaltes Wasser und starkes Trockenreiben; ältere Leute müssen sich eines Bettwärmers für die Füße bedienen.— Ist der Körper aufgeregt, so vermeide man die erste Lage im Bette zu verändern und sich hin und her zu wälzen; bleibt man ruhig auf einem Flecke liegen, und ist das Bett nicht zu heiß und schwer, so tritt der Schlaf allmählich ein. Auch kann man in diesem Falle einige Schlucke recht kaltes Wasser trinken Will der Schlaf nicht erfolgen, weil der Geist zu lebhaft ist, angenehme oder unangenehme Gedanken und Gemüthsstimmungen fortdauern, dann muß man diese zu beschwichtigen suchen, theils durch Willenskraft, theils durch künstliche Mittel, wie Zählen,(Jean Paul) mechanisches Reticiren von Gedichten, namentlich in rhythmischer Weise, das stumme Nachtönenlassen bekannter Melodien, Firiren des Ohrs auf ein gleichmäßiges, nicht starkes Geräusch, z. B. das Ticken einer Taschen⸗ uhr, Festhalten eines gleichgültigen Gedankens. Kant sagt in seiner Abhandlung von der Macht des Gemüthes des Menschen über seine kranken Gefühle ꝛic.:„Aus Ungeduld, am Schlafen mich gehindert zu fühlen, griff ich zu meinem stoischen Mittel, meine Gedanken mit Anstreng⸗ ung auf irgend ein von mit gewähltes, gleich— gültiges Object, was es auch sei, z. B. auf den, viele Neben-Vorstellungen enthaltenden Namen Cicero zu heften, mithin die Aufmerk⸗ samkeit von der schlafstörenden Empfindung abzulenken, wodurch diese bald stumpf wurde und so die Schläfrigkeit sich überwog.“ Ein durch Schlaflosigkeit geschwächter Mensch muß nothwendig seine Lebensweise ändern, der Landbewohner muß in die Stadt, der Städter auf das Land und hier neue Beschäftigungen treiben! Nur maͤßig warme, niemals kalte Bäder werden vertragen. Es ist schon erwähnt worden, daß man nie sich an Schlafmittel gewöhnen dürfe; die meisten Menschen greifen aber weit lieber zu einem solchen Gewaltmittel, als daß sie die natürlichen Wege zur Beseitigung ihrer Schlaflosigkeit einschlagen. Namentlich lieben sie die narkotische Wirkung des Alkohols und des Opiums als Schlaf— mittel, deren Quantität sie immer hoher, bis zu Zerrüttung des Nervenlebeus steigern müssen, wenn sie in zunehmender Abstumpfung die Wirkung erzwingen wollen; man vergesse aber nicht, daß der Schlaf, den narkotische Mittel hervorbringen, eine immer großere Unfähigkeit zum Schlafe hinterläßt.— In neuerer Zeit ist das Chloralhydrat als Schlafmittel beliebt geworden und hat allerdings nicht die üblen Neben⸗ und Nachwirkungen, wie die Opiate; der dadurch hervorgerufene Schlaf(Chloral⸗ schlaf) ist ein dem physiologischen natürlichen Schlafe gleichartiger. Verwerflich ist es aber, sich auch hieran zu gewöhnen, wo nicht quälende Schmerzen eine zeitweise Linderung erfordern, und es scheint, als lasse ein oͤfterer Gebrauch des Chloralhydrats Neigung zu Kopf- und er 9 U ahr freut Lem f Judit G kothalttr Das Ritt dei, Uodumt 85 Cut Jugeseß! wobl 9. biese in schebe g die Berge wascht ft Bet! Unze dem de soll, 1 Uebel e. zur ener Ausiabe et Nittel, t Articiten ect Weise, t Acledira, na ges, nicht Nett Taschen⸗ n edles. ret ker Nacht tent kranken 2 Schlafen u tun 1 Zestreag e Aafmett⸗ „ aeftunsg tantf garde ASumobiliar-Versteigerung. Blutströmung nach dem Gehtrn veranlaßt, ver⸗ hindert den Schlaf, denn dieser erfordert eine nur mäßige Fülle der Gehirnarterien. Deßhalb daden Gemüthsbewegungen und Leidenschaften, Nachdenken, Alles, was einen„heißen Kopf“ macht, Schlaflosigkeit zur Folge. Landwirthschaftliches und Gewerbliches. Bursitts patentirte Compositlon gegen Kesselstein. Die Direction des volytechnischen Centtal⸗ vereins in Würzburg bat dieses Mittel in dem Betriebs dampfkessel der mechenischen Werkstätte der Könglichen Kreis⸗Gewerbeschule in Würzburg versuchsweise anwenden lassen. Nach dem vorliegenden Berichte hat sich ebenso wie früher sowobl festet Kesselsteln als Schlamm gefunden. Nach einem Gutachten von Prosessor Hülger in Erlangen sieht sest, daß in der Composition Burfiit's weder eine neue Substanz, noch ein neues Princip vocliegt. Die Anwendung fette, leim, gerbstoff und schleimhaltiger vegelabilischer und tbierischet Substanzen zur Verbülung des Auhaftens der Kesselsteinmassen an den Kesselwand⸗ ungen ist schon längst bekannt, und zwar bekannt als nicht geignet, auf die Dauer einen Kesselneineinsatz zu verhin⸗ dern. Ja, wir wissen sogar, daß sellbaltige Substanzen Nachtheile insosern beingen können, als dieselden die Kessel— wände bedenklich angre fen. Hilgert hat ferner in der Nähe von Erlangen beobachtet, daß nach Anwendung dieses Mittels das Innere des Kessels überall in bedenklichem Maße verschmiert war und daß der gebildete Kesselstein mi der größten Hartnäckigkeit an den Kesselwandungen sestsaß, so daß er nur mu Mübe entfernt werden konnte. Sehr richtig bemerkt Professor Nies, daß das Butfitt'sche Mittel nicht neu ist, keine Wirkung bat und aus Sub- slanzen besteht, welche die Wirkungslosigkent vollkommen erklären. Bergolden don Glas. Zum Vergolden von Glas ließ sich Professot Schwarzenbach in Bern folgendes Vet— fahren in England patentiren: Von allen Beimengungen freies Gold- Cblorid wird in kochendem Wasser gelöst, die Lösung filtritt, das Filtrat so weit verdünnt, daß 200 Cubik⸗Centimetet Flüssigkeit 1 Gran metalliches Gold enthalten, und sodann mit Nattonlauge alkalisch gemacht. Das Reductionemitlel ist mit Grubengas gesättigtet Wein⸗ geist, den man nach der Sättigung mit dem eigenen Volumen Wasser verdünnt. Von dieser Flüffigkeit werden 25 Cubik⸗Centimetet der alkalischen Gold Cbloridlösung zugesetzt, und diese Mischung wird zwischen die(vorber wobl gereinigte) zu vergoldende Platte und eine unter diese in einer Entfernung von 3 Millimetern gelegte Glas— scheibe gegossen. Nach zwei bis dtei Stunden Rube ift die Vergoldung bewerkstelligt, man entfernt die Platte und waͤscht sie. Bertilgung dee Hederiche. In sebr bedenkeichem Umfange schmarotzt da und dort noch der Oederich auf dem Boden, der der Ernährung der Culturpflanzen dienen soll, und beeinträchtigt die Ernien oft meht als sonstige Uebel es zu ihun vermochten. Es ist immer wieder nöthig zur energischen Bekämpfung des Feindes anzuregen. Dieser Aufgabe sucht zu dienen eine von Amtmann Clement zu Erfurt berausgegebene kleine Schtift:„Bewährte Me⸗ ibode zur Berllgung des Hederichs, den landwittbschaftlichen Vereinen Tbüringens gewidmet.“ Der Zebn ten für Pfarten, Gutsberrn u. dergl. ist in weitem Umfange abgelöst, in noch weiterem Unsange aber wird ein andeter Zebnten, in mebr als dieser, durch Unkräuter, Ackerungczieset, Pflanzen ⸗ krankbeiten u. dergl. erhoben. Diese Ablösung, soweit sie Uberbaupt möglich it, kinn nur von vermebrler Einsicht und Toätigkeit bewirkt werden und zwar ist dabei keine Herzcongestion zurück. Alles, was eine stärkere Gntschloigung zu zablen, sondern durch Ablssung ent⸗ schädigt man sich lediglich selbt. Unterscheidung von Leinen und Baumwolle ohne jedes Hilfemittel. Dr. Wieberbold sagt darüber: wenn man einen Faden aus Leinen oder Baum- wolle, indem man die beiden je in eine Hand nimmt, langsam und vorsichtig aufdteht, ibn alsdann durch einen gelinden Zug auseinander reißt und nun die beiden durch den Riß entstandenen Enden beobachtet, so findet man, daß sich der leinene Faden vom baumwollenen in solgen⸗ der Weise charakterislisch unterscheldet. Der baumwollene Faden geht zunächst sehr leicht d. h. ungleich leichtet ale der leinene auseinander und zeigt an seinen langgestreckten Enden ein gekräuseltes, zweigartig gewundenes Aussehen; der leinene Faden dagegen reißt in der Regel kurz ab und die Enden bilden ein aus graden, nicht sich windenden FJädchen bestehendes Büschel. Wer einmal die Probe an reiner Leinen und Baumwolle gesehen, wird sich, glaube ich, nicht mehr täuschen können und es wird ihm ein leichtes sein, die Gewebe nach dieser sehr einfachen Methode auf Beimischung des einen oder anderen Bestandtbeiles zu untersuchen. Wir empfehlen diese Probe angelegentlichft der Aufmerksamkeit und Nachprüfung der Techniker. Zinkspäne gegen Kesselstein- Bildung. Zinkabfälle, in einen Dampfkessel gebracht, sollen, indem sie allmälig verschwinden, die Bildung von Kesselstein ver⸗ bülen. Nach einem Berichte des Maschinen⸗Jugenicurs Capelle in Havre batte ein- Maschinenwäcrter des Packel⸗ booles„St. Laurent“ bei dessen Ausfahrt von Havre in einem Kessel einen Zinkolock vergessen. Nach der Rückkehr des Schiffes nahm er eine Untersuchung des Kessele vor und fand zu seiner großen Ueberraschung, daß sich im Innern des Kessels weder irgendwelche Niederschläge ge⸗— duldet batten, noch irgend eine Spur des zurück gelassenen Zinkblocks aufzufinden war. Er setzte dann in einen Kessel abermals einen Zinkblock von 80 Kilo ein und der⸗ selde verschwand ebenso, ohne eiwas zurückzulassen, als einen schwärzlichen Schlamm im unteren Theile des Kessels, welcher durch Wasser leicht fortgespült werden konnte. Auf Grund dieset Wahrnehmungen wurde mit einem Dampfkessel zu Angers derselde Versuch gemacht und die Erscheinung bestätigt gefunden. Alte Korkpfropsen zu reinigen. Um alie Korkpfropfen zu reinigen, werden dieselben in einem Topfe mit Wasser übergossen; nachdem sie alle gehöcig benetzt sind, gießt man englische Schweselsäutre zu, auf 10 Pfund ½ Pfund Säuce, und rührt mit einem Holze um. Die Flüssigkeit wird nach 24 Stunden abgegossen und die Pfropfen mebrmale mit Wasser gut nachgespült, die ein auf irgend einen großlöcherigen Pfropfen angedrücktes Lackmuspapier nicht mehr röibet: dann trocknet man die Pfropfen schnell und scharf. Die Säure mit Alkilt atzu⸗ stumpfen ist nicht thunlich, weil dadurch die frische Farbe des Korks leidet. Ueber die Bildung des Guanos. Allgemein berrscht die Ansicht, det Guano auf den Juseln det Chincha sei eine Anbäufung von Exctementen det auf den Inseln zu Tausenden sich ausbaltenden Vogelarten. In Win klich⸗ keit ist dies nur tbeilweise der Fall; der Guano desieht aus zwei Massen, die in zwei vetschiedenen Zeittäumen und auf zweierlei Weise gebildet wurden. Die oberste dei Weitem geringere Masse desselben besteht aus den Excte⸗ menten von Vögeln und deten Leichen, sowie aus Exctementen und Leichen von Scehunden(Otarla), welche sich auf den Inseln aufbielten. Die untete, bei Weitem größte Masse bildete sich in vorbistorischen Zeiten durch das Hinadsinken zum Meercsgrunde det Excremente zabl⸗ reichert, auf einem kleinen Raume des Meectes sich auf⸗ haltendet Wassetvögel. Auf diese Weise entstanden Schichten, wesche später sammt dem Mectesgrunde geboben wurden und die Juseln bildeten; diese Ablagerung von Guano findet noch beutzutage statt. den Handel und Verkehr. Irledberg, 2 Jan. 1877. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund W. 0 901.00, Gier per Stuck 8 Frankfurt, 31. Dec. 1877. Der heutige Viehmarkt war zlem ich befahren. Angetrieben waren ca. 300 Och sen, 120 Kübe und Rinder, 160 Kaͤlber und 300 Hammel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1 Qual. M. 73 75 2. Qual. M. 68.—70 Kühe 1 Qual. M. 60, 2. Qual. M. 56— 58 Kälber 1. Qual. M. 64. ½ Qual. M. 58.— 60. Haͤmmel 1. Qual. M. 56.— 58, 2. Qual. M. 48— 50 Frankfurt. 31. Dee. 1877. Fruchtbeticht. Mehl Nr. 1 M. 41., Nr. 2 M. 37, Nr. 3 M. 33., Nr. 4 M. 29, Nr. 5 M. 23 Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 24, do. II.(Berliner Marke) M. 20. Walzen, ab Bahnbof hier M. 23 25, ab unserer Umgegend M. 23— 25.50, do. fremrer se nach Qual. M. 23.— 24 Korn je nach Qual. M. 16 50—17 75 Gerste M. 18.—21 50. Hafer M. 12 75— 16. Erbsen M. 19.— 23. Wicken M. 17. Linsen M. 19.— 27. Rüböl, detail, M. 80 Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht 100 Kilo. Verloosung. Kurbessische Anlehen vom Jahre 1863. Die nachstehenden Obligationen des vormals kurhessischen Anlehens vom Jahre 1863 die zur Rückzahlung auf den 1. November d. J. gekündigt worden, sind noch nicht zur Einlösung gekommen: Lit. X. über 1000 Tblr. Nr. 51 54 197 1155. Lit. B. über 500 Thlr.: Nr. 1797 2936 2943 2945 5461 6413 6414 7284 8186 8188 8336 8337. Lit. C. üver 200 Thlr.: Nr. 1406 1413 1418 1422 1424 3056 3057 3059 3062 3063 3084 3071 3072 3074. Lit. D. über 100 Thlr.: Nr. 1001 1002 1009 1010 1013 1016 1018 1020 1023 1024 1026 1029 1031 1032 1037 1038 1042 1044 1045 1047 1048 1049 1050 4604 4605 4600 46114612 4613 4614 4619 4620 46274628 4629 4630 4631 462 463 4630 4638 4641 4643 4644 8108 8109 8113 8115 8116 8119 8121 8123 8124 8128 8129 8130 8133 8135 8138 8139 8143 8144 8145 8149 8150 8153 8154 8357 8360 8361 8363 8364 8368 8373 8381 8384 8385 8387 8389 8394 8395 8396 8399 8400 8403 8404 17614 17620 17622 17623 17625 17626. Geld Cours. Frankfurt am 31. December 1877 20 Frankenstücke Mk. 16 18 22 Englische So vereins» 20 32—37 Russische Imperiales„ 16 65—70 Douändische fl. 10 Stücke 16 65 G. [Ducaten 8 0 9 50 55 Ducaten al marco 9 55—60 Dollars in Gold 3 4 16—19 Herr Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln dat uns den Debit des allein ächten Cöluischen Wassers übertragen und empfehlen wir dasselbe ver Glas zu M. 1.50, „ ½ Dußend 1 „Dutzend 5 16,75 Die Exped. d. Anz. Unterhosen zum Cinkaufapreise, Unterjacken aller Art dußerst dilig det K. Friedrich. * U f ufforderung. 12 Diesenigen Steigerer, welche am 29. October l. J. in dem Gräflichen Revier„Wickstadt“ Holz erstelgert und noch im Walde sitzen haben, werden hiermit exsucht, das— selbe binnen 10 Tagen abzufahren, als man sich gegen⸗ falls genöthigt sehen würde, nach den Versteigerungs— bedingungen 10 und 11 zu verfahren. Wickstadt den 26. Dezember 1877. Gräfliche Oberforsterel Assenheim. Schal las. Montag den 7. Januar d. J. kommen in den Waldungen des Großherzoglichen Hauses, Distrikt Burg wald, Schlag V., XIX XXI, XXIII und XXIV 6441 Eichen⸗Birken⸗Wellen, 137 Gebund Pfriemen, 5 Kubikmeter Haldestreu zur Verstesgerung. Zusammenkunft Morgens halb 10 Uhr im Distrikt Burgwald, Schlag v. Ober⸗Rosbach den 1. Januar 1878. Großherzogliche Oberförsterei Ober-Ros bach. Strack. Ein zweispänniger Schlitten 21 und zwel Schellenbänder mit Schellen sind zu ver⸗ kaufen, Näheres bel Heinrich Walz vie A- ie dem ahnheste. 0 2 5 Carl Bindernagel's Annoncen Bekanntmachun Gesuche, Offerten, Benachrichtigungen, Erpedition. Waaren⸗ Empfehlungen, Versteigerungen werden an alle Zeitungen vermittelt. Berechnet wird nur der Originalpreis der betreffenden Zeitung. Die Annoncen-Aufgeber sparen alf o Briesschreiben, Zeit und Porto. Obligations-Verloosung. 34 In heutiger Vorstandssitzung der israel. Religions- Gemeinde dabser wurde die Obligatton Nr. 25 von 100 fl. d. d. 1. April 1846 zur Rückzahlung ausgeloost. Der Inhaber kann erwähnten Betrag von jetzt bis 1. April 1878, an welchem Tage die Verzinsung aufhört, bel dem Rechner in Empfang nehmen. Friedberg den 30. Dezember 1877. Der Vorstand der israel. Religionsgemeinde: S. Hirschhorn. 4——** Kiefernsamen- Versteigerung. 42 Dlenstag den 8. Januar 1878, Nachmittags 1 Uhr, soll in der Wirthschaft des Johannes Möckel 111. in Ziegenberg die Klefernsamen-Erndte in dem Langenhalner Gemeindewald öffentlich versteigert werden. Zlegenberg am 31. Dezember 1877. Großherzogliche Bürgermeisteret Langenhaln. Rumpf. Holz Versteigerung. 43 Mittwoch den 9. Januar 1878, Vormittags 10 Ubr ansangend, soll in dem Langenhainer Gemeindewald⸗ Distrikt Hühnerpfad und Eichkopf, folgende Holzsorti⸗ mente, als: 125 Gebund Birken⸗Rutzreisig(Besenretser), 7390 Wellen Durchforstungsreiser, 2440 Gebund Ginstern oͤffentlich versteigert werden. Der Anfang ist im Distrikt Hübnerpfad, woselbst auch die Birken-Nutzreisig steben. Zlegenderg am 31. Großherzogliche Dezember 1877. Buͤrgermeisteret Langenhain. Rumpf. Gummsschube rotb gefüttert, Prima⸗ Qualität, dei 47 Jos. Hoffmann. Im Verlag von W. Kitzinger in Stuttgart in Friedberg durch Carl Bindernagel: Alles m Evangelisches Gebetbuch für alle Morgen und Abende ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen it Gott! der Woche in vierfacher Abwechslung, für die Fest⸗ und i i ie fü i 1 lus, Habermann eiertage, für Beichte und Communion, sowie für besondere Zeiten und Lagen, von; futher, Musculus, 1 rnd 9 Lassenius, Spener, Neumann, Arnold, Franke, Schmolk, Stark, Cersiergen, Storr, Moos und a vielen andern Gottesmännern. S JZ3Zweiunddreißigste Auflage. Eleg. geb. ohne Goldschnitt Preis M. 2. 60. Preis M. 2. Wenige Jahre sind seit dem ersten Erscheinen dieses vortrefflichen Buches verflossen. S hunderttausend Exemplaren 8 hat es sich in mehr als 80. Pracht- Ausgabe auf Velin in feinstem Kalbslederband M. 416 Seiten. Oktav. Mit einem Slahlsliche. 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Dezember 1877. 39 Die trauernden Hinterbliebenen. e D Iraclitiscer Gottesdienst in Friedberg. Beginn: Freitag Abends 4½ Uhr. Samstag Morgens 8½ Uhr. n Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. 1X— Belt Ihen Die heil de jablun Distrit tsolgt termin- Dishic ihn lichen darau an de in Ar 50 9 ben Titels Gene Ori ö rn u eingesd nau; erlaße hiessge die B. Krank. Dfuch sind U kingese Muglt