IN ex Fähnchen. Poffmann. schen lene Aepfel idchen rsicherungs. platz Fried- er Bezeich⸗ Frankfurt Donnerstag den 30. August. M 101. berhessischer Anzeiger. Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. 2 1 Fur den Monat September kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der Verlags⸗Expedition mit 34 Pf., bei den Poststellen mit 50 Pf. abonnirt werden. Zur Verhandlung kommen: 1) Rechnungsablage.; Zu recht zahlreichem Besuche ladet ein Friedberg am 26. August 1877. 1 2) Erstattung des Verwaltungsberichts der Mathildenstiftung für verwahrloste Kinder im Kreise Friedberg; Amtlicher Theil. Einladung zu der Montag den 10. September dieses Jahres, Nachmittags 3 Uhr, zu Friedberg auf dem Rathhause daselbst stattfindenden General— versammlung des Mathildenstifts des Kreises Friedberg. 3) Festsetzung des Voranschlags für 1878; 4) Aufnahme neuer Mitglieder; 5) Ergänzung des Vorstandes. Der Präsident des Mathildenstifts des Kreises Friedberg. Dr. Braden. Deutsches Reich. Darmstadt, 27. August. S. K. H. der Großherzog ist beute von hier abgereist, um sich zu seiner Gemahlin in das Seebad zu begeben. Berlin. Die vor längerer Zeit gebrachte Mittheilung, daß der Reichskanzler den Director des Gesundheitsamts Struck beauftragt hat, einen Gesetzentwurf zur Abhilfe gegen die Verfälschung und gesundheitswidrige Anfertigung von Nahrungs- und anderweitigen Gebrauchsmitteln auszuarbeiten, wird jetzt officibs bestätigt. — Würzburg, 27. Aug. Der Kronprinz des deutschen Reichs ist heute hier angekommen und don den Militär- und Civilbehörden empfangen worden. Die Stadt ist festlich geschmückt. Ausland. Oesterreich⸗Ulngarn. Pest. Der Aus- weis des ungarischen Staats-Haushalts für das zweite Quartal constatirt eine Mehreinnahme von 2½ Millionen fl. gegenüber dem Vorjahr. Im ersten Semester ergab sich im Ganzen im Vergleich zum vorigen Jahre eine Mehreinnahme von 10 Mil- ionen fl. und eine Mehrausgabe von 260,000 fl. Großbritannien. London. Der britische Botschafter in Constantinopel, Layard, wurde vom Großvezir benachrichtigt, es sei, um etwaige Wieder- bolungen der Verletzung von Bestimmungen der Genfer Convention durch türkische Truppen, vorzu- heugen, befohlen worden, daß die bezüglichen Bestimmungen der Convention ins Türkische über- setzt und unter die ottomanischen Truppen vertheilt pürden. Ebenso seien alle erforderlichen Anord- zungen getroffen, um fernere Ausschreitungen der Tscherkessen und anderer irregulärer Truppen zu ter hüten. Türkei. Constantinopel, 25. August. Amtliche Telegramme geben Kunde von neuen, fir die Türken günstigen Gefechten in der Um- zebung von Eski⸗Djuma und Osman Bazar.— Gestern erneuerte sich das Bombardement zwischen Falafat und Widdin.— Die Montenegriner, velche sich anschickten, Podgorizza und Spuz an- zugreifen, wurden zurückgeworfen. — Die Neuwahlen zur Deputirten Kammer bellen im September stattfinden.— Dem Ver nebmen nach hat das griechische Cabinet der Pforte befriedigende Versicherungen ertheilt, indem es gegen die Verdächtigung protestirte, daß Griechen bend bei dem Erscheinen bewaffneter Banden in Thessalien seine Hand im Spiele haben könne. — Abdul Kerim und Redif Pascha sollen im Serasklerat internirt werden. L 26. August. Nach dem Treffen bei Eski- luma erneuerten die Russen am Mittwoch ihren Angriff auf die von den Türken besetzten domini— renden Kiricen-Höhen; jedoch wurden sämmtliche, bis Mitternacht wiederholten russischen Stürme abgeschlagen. Folgenden Tags entbrannte neuer— dings der Kampf am Lom Ufer. Die türkische Artillerie erschütterte die Stellung der Feinde, demontirte zwei Kanonen und traf mit ihren Ge— schossen drei russische Munitions-Wagen, welche in die Luft flogen. Schließlich wurde von Assim Pascha das Dorf Bikardama bei Sultankiöi er— stürmt, worauf die Russen über den Lom Fluß zurückgingen. Auf russischer Seite kämpfte eine ganze Division; in Reserve stand die dritte Brigade. Der Verlust der Russen belief sich auf 400 Todte und 1000 Verwundete; der türkische Verlust war in Folge der gedeckten Stellungen geringer. — 26. August. Ein Telegramm Suleiman Pascha's vom Donnerstag berichtet: Der Angriff gegen den Schipka-Paß wurde am Mittwoch und Donnerstag fortgesetzt und dauerte Donnerstag den ganzen Tag fort. Die Russen widerstehen, sind aber cernirt; wahrscheinlich wird sich der Schipka-Paß bald in türkischen Händen befinden. — 27. August. Gestern Nacht traf Prinz Hassan von Aegypten in Schumla ein, am Bahn— hof von Reuf Pascha und Tefik Bey empfangen; derselbe übernimmt das Commando bei Eski— Djuma. Die Türken sind bis Popkoi vorgedrungen. — Der General⸗ Gouverneur von Tripolis, Mustapha Pascha, Mitglied des hiesigen Kriegs- raths, ist an die Stelle Mahmud Damat Pascha's, welcher Großmeister der Artillerie bleibt, zum Kriegsminister ad interim ernannt worden. Der Kammer Präsident Ahmed Vefik Pascha ist zum Gouverneur von Adrianopel ernannt worden.— Der Sultan beglückwünschte Mukhtar Pascha zum Siege von Gedikler. — 28. Aug. Türkische Mustehafiz erfochten am Crnipotok einen vollständigen Sieg über bos— nische Aufständische, welche sich danach auf öster— reichisches Gebiet flüchten mußten. — 28. Aug. Suleiman Pascha bemächtigte sich der Verschanzungen am Eingange zum Schipka— Passe, ist aber noch nicht Herr des Passes. Die gestrige Schlacht war sehr blutig, besonders auf russischer Seite. Erzerum, 26. Aug. Die Türken griffen die gegenüberstehenden Russen bei Auhe und Kisiltepe an und bemächtigten sich nach hartnäckigem Kampfe der feindlichen Stellung. Demnächst rückte jedoch ein russisches Corps von Baldirman in die Ebene bei Sbubatan, wo sich eine große Schlacht bis 4 Uhr Nachmittags auf 12 Meilen Umkreis ent- feldes; auf beiden Seiten wurden starke Verluste erlitten. — 27. Aug. Der Commandant von Suchum⸗ Kaleh meldet: mehrere Angriffe der Russen, welche die Einschiffung von kaukasischen Emigranten zu verhindern bezweckten, wurden zurückgewiesen. Von vier russischen Torpedoschiffen, welche ein türkisches Panzerschiff angriffen, wurden drei in Grund gebohrt, das vierte entfloh. Serbien. Belgrad. Wie verlautet, be- absichtigt die Regierung die Einberufung der Skupschtina zu einer außerordentlichen Sitzung, welcher die Entscheidung über Krieg oder Neu- tralität anheimgegeben werden soll. Die Vor— bereitungen zu einer eventuellen Action dauern inzwischen fort; den Militärpflichtigen ist die Ent⸗ fernung von ihren Wohnorten verboten, auch sind die Corps-Commandeurs zu einem Kriegsrath einberufen. Die Verhandlungen mit dem russischen Hauptquartier werden fortgesetzt. — Durch eine im„Amtsblatt“ veröffentlichte Verordnung des Finanz-Ministers werden die Kreis-Chefs angewiesen, für die schleunige Ein- treibung der National- Anleihe mit allen gesetz⸗ lichen Mitteln zu sorgen. — 27. Aug. Ein gestern unter dem Vorsitz des Fürsten Milan abgehaltener Ministerrath be— schloß die Cooperation der serbischen mit der russischen Armee in Bulgarien. Gleichzeitig er- folgte die Vertheilung der Corps-Commandos an Horvatovie, Nicolie, Leschjanin, Alimpic, Protie und Vlajcovic. Die in Belgrad weilende Depu- tation serbischer Insurgenten verhandelt mit dem Kriegsminister wegen Bildung von serbischen Frei— schaaren unter serbischen Offizieren, die Sendung derselben in das bosnische Insurgenten-Lager und die Uebernahme des Ober-Commandos sämmtlicher bosnischer Freischaaren Seitens Serbien. Die serbische Regierung zeigt wenig Geneigtheit, auf diese Vorschläge einzugehen. Der Ministerraih beschloß ferner, die Initiative zur Aussöhnung aller Parteien zu ergreifen. Im Falle des Ge— lingens würde ein Coalitions-Ministerium gebildet werden. Fürst Zeschem aus dem russischen Haupt- quartier befindet sich hier. Derselbe conferirt mit dem Fürsten, Ristie und dem Kriegsminister. Griechenland. Athen, 27. Aug. Kron- prinz Rudolf von Oesterreich ist in Corsu einge— troffen. Das griechische Königspaar hat sich nach Tenos begeben. Der König wird demnächst zur Besichtigung der Truppen an die Grenze reisen. Rußland. Petersburg, 26. August. Amtlich wird aus Gorni-Studen von heute ge— wickelte. Die Russen zogen sich in guter Ordnung zurück; die Türken blieben Herren des Schlacht- meldet: Der Kampf um den Schipka Paß, der gestern früh 9 Uhr wieder aufgenommen wurde, dauert nun schon den fünften Tag mit gleicher Hartnäckigkeit fort. Die Russen haben mehrere lebhafte Angriffe zurückgeschlagen und behaupten ihre Stellungen. Heute fand General Doroschinsky den Heldentod, nachdem er während der drei ersten Tage die Vertheidigung des Passes geleitet hatte. General Radetzky behauptet die Position; der Paß ist als gerettet zu betrachten, falls nicht Suleiman Pascha eine seiner Colonnen durch einen anderen Paß schieben kann. Gestern betrug unser Verlust 30 Offiziere, 400 Soldaten todt und verwundet. Der Kampf dauerte von 9 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abends. In der Nacht erneuerten die Türken den Kampf mit frischen Truppen. — 26. Aug. Trotzdem eine Depesche Su⸗ leiman Pascha's anzeigt, er habe zwei Hauptforts des Schipka⸗Passes genommen und in einer weiteren Depesche aus Adrianopel behauptet, er habe auch ein drittes Fort genommen und bereits Gabrowa angegriffen, so haben den letzten Nachrichten aus dem Hauptquartier zufolge die Russen von ihren Positionen im Schipka⸗Paß auch nicht einen Zoll breit aufgegeben; somit sind, so weit aus den bis jetzt vorliegenden Informationen zu ersehen ist, die Depeschen aus Constantinopel über die Ein- nahme mehrerer Befestigungen am Schipka Paß durch die Türken absolut unbegründet. Im An— fang war der Paß nur von 3000 Russen ver- theidigt; jetzt beträgt die Zahl der Vertheidiger 13,000, die türkische Macht dagegen angeblich 50,000. Am Donnerstag wurde der Paß für die russische Armee so gut als verloren betrachtet, aber Freitag kamen rechtzeitig Verstärkungen an und die Türken wurden aus der eroberten Position vertrieben. General Dragomiroff ist am Knie verwundet. — 27. Aug. Officiell. Seit gestern Mittag und heute unterhielten die Türken nur ein schwaches Feuer gegen den Schipka⸗Paß. Unsere Braven behaupten alle Positionen. Die Türken setzten sich auf den benachbarten Bergen fest und lösen einander fortwährend im Kampfe ab. Sie bringen Wasser, Proviant, Patronen und Gebirgs-Geschütze auf Lastthieren heran, und zwingen, wo letztere nicht passiren können, Bulgaren zum Schleppen. Nach einer im„Russischen Invaliden“ veröffentlichten kaiserlichen Verordnung sollen den beiden Festungs⸗Infanterie-Regimentern Dünaburg und Robruisk sechs Bataillone entnommen und in Reserve⸗Bataillone transformirt werden; aus zwölf Reserve-Infanterie⸗Bataillonen soll die erste Reserve— Infanterie⸗Division gebildet werden. — 27. Aug. Vom asiatischen Kriegsschauplatze meldet General Loris-Melikoff, er habe, von Mukthar Pascha angegriffen, denselben mit ungeheuren Ver- lusten zurückgeworfen.— Ein großes türkisches Panzerschiff wurde von dem russischen Kriegsdampfer „Constantin“ vor Suchum⸗Kaleh durch Torpedos in die Luft gesprengt.— Immer neue Verstärk⸗ ungen für die Russen kommen in Alexandropol an. Auch in Eriwan sind 12,000 Mann mit 48 Geschützen zur Verstärkung des Generals Tergukassoff eingetroffen.„Golos“ meldet in einer Depesche aus Kueruekdara vom 26.: Gestern machten die Türken einen Umgehungs⸗Versuch, der aber erfolglos blieb. Kisiltapa und Baschkaduklar blieben in türkischen Händen. Die russischen Truppen kehrten nach Kueruekdara zurück. Gestern früh traf der Ober-Commandirende hier ein. — 27. Aug. Der„Presse“ wird aus Tiflis gemeldet: Laut Bericht des General Alkasoff, welcher den Kodor⸗ Fluß überschritten hat, räumten die Türken die befestigte Position bei Draud und zogen sich nach Kellasuri zurück. Die Anführer des Restes der aufständischen Abchasen erklärten sich bereit, die Waffen zu strecken. Aus Stadt und Land. Friedberg, 29. August. Gestern Abend trafen Ministerialrath Knorr und Oberkonsistorialrath Linß hier ein, um Visitation in der prolestantischen Religionslehre und den damit verwandten Fächern im Schullehrerseminar zu halten. Kleestabt, 28. Aug. Gestern geriethen hier zwei Leule in heftigen Streit, der damit endigte, daß der Eine todtgestochen wurde, der Andere aber schwere Wunden da⸗ von trug, welchen er erliegen dürfte. Allerlei. Harzburg, 26. Aug. theiligung die feierliche Enthüllung der Canossa-Säule flat. Um halb 3 Uhr Nachmittags bewegte sich der Fest⸗ zug unter Choralmusik und Gesang auf das Plateau des Burgberges. Die vom Director Kostendyk gehaltene Er⸗ oͤffnungsrede endete mit Ausbringung eines Hochs auf den Kaiser und den Herzog von Braunschweig. Hierauf ging unter großem Jubel der Act der Enthüllung vor sich, dem eine Rede des Professoes Floto aus Jena mit einem ge⸗ schichtlichen Ueberblick über die Entwicklung von 1077 bis 1877 folgte; am Schluß ließ Redner den Fürsten Bis⸗ marck hoch leben. Um 5 Uhr Nachmittags versammelten sich die Theilnehmer zu einem Festmahle. Bauernfang. „Unsere Brüder auf dem Lande müssen schlechter⸗ dings gewonnen werden!“ So lautet einer der neuesten Tagesbefehle aus dem socialdemokratischen Hauptquartiere, nachdem schon vor Jahren eine der Excellenzen vom großen Generalstabe dieser Partei nicht eine Excellenz, die sich im Schweigen sonderlich hervorgethan hätte— ver— lautbart:„ohne die Bauern lassen sich Revolutionen wohl machen, nicht aber ihre Früchte sicher stellen.“ Der Hintergedanke dabei ist erkennbar genug der: „haben wir nur erst unter den Bauern einigen Anhang, so werden unsere Ideen sich allmählich auch schon weiter Bahn brechen bis in's Heer, Linie und Landwehr, und dann— nun, dann wollen swir doch sehen, wo die Reaction bleibt. — Zuweilen, wenn nämlich das Bedürfniß, dem Gegner„einen Klaps zu geben“, sebr brennend wird, drängt sich wohl auch jener Hintergedanke vorlaut in die Feder. So z. B. im„Vorwärts“ vom 13. Mai, als es galt, die„Soc. Corr.“ einer„Doppeldenunciation“ zu bezichtigen und ein zärtlicher Blick geworfen ward auf„unsere Brüder in der Armee“.„Im Schweiße eures Angesichts esset ihr armen Thoren euer karges Brod. Folget uns, wir führen euch ins Paradies, 5 i 0 es zurück. Zuvor aber genießet Früchte vom Baume Heule fand bei lebbafter Be⸗ reich erwiesen. Die Blaltläuse starben vollständig ab, ohne daß die Pflanzen beschädigt wurden. Die Kosten des Apparates belaufen sich auf circa 25 Mark. Das land⸗ wirthschaftliche Institur zu Halle läßt solche Apparate gegen⸗ wärtig anfertigen und nimmt Bestellungen darauf an. Die Fütterung mit Körnerfrüchten, nament⸗ lich mit Hinter- oder sogenannten Abraumfrucht verdient eine andere Behandlung als sie gewöhnlich üblich ist. Dieselbe wird nämlich zum größten Theile roh verfüttert. Nun ist es aber bekannt, daß diese Hinterfrucht vermöge ihrer harten Hülle noch weniger leicht zu verdauen ist, als ausgesiebten Unkrautsämereien, die meist un verdaut durch den thierischen Körper gehen und so in den Dünger gelangen. Weil abet die Verfütterung dieser Hinterfrucht meist im Winter geschieht, also in einer Zeit, in welcher der Zersetzungsproceß des Düngers wegen mangelnder Wärme höͤchst unvollkommen ist, so gelangen diese Unkraut⸗ sämereien zum größten Theile in keimfähigem Zustande auf den Acker, woher es sich denn erklärt, daß die Kar- toffeln⸗ und Rübenfelder, die, wie früher erwähnt, zumeist im Frühjahre gedüngt werden, ganz außerordentlich zur Verunkrautung geneigt sind. Aus diesen Gründen ist es zu empfehlen, die zur Verfülterung kommende Frucht vor⸗ her schroten zu lassen oder in der eigenen Wirthschaft zu schroten. Das letztere Verfahren ist um so mehr zu empfehlen, da gegenwärtig kleinere Schrotmühlen gebaut werden, die bei einem Preise von 16 bis 20 Thaler eine anerkennenswerthe Leistungsfähigkeit haben. Arsenhaltige rothe Tapeten⸗Farbe. Kaum hat man es dahin gebracht, daß die grünen Arsenikfarben weniger gebraucht werden, so taucht auch schon wieder anderes arsenhaltiges Farbenmaterial auf. Es find dies sogenannte rothe Lackfarben— rothe Pflanzenfarbstoffe auf Kreide, Thonerde u. s. w. fixirt, wie sie namentlich zu Tape ien verwendet werden und früher allgemein mit der Bezeichnung„Wiener Lack“ in den Handel kamen. Diese Lackfarben erhalten durch Zusatz von Arsenik einen lebhafteren, seuerigeren Ton und dies der Grund der Ver⸗ wendung. Eine solche sogar als arsenfrei bezeichnete Waare gelangte zur Untersuchung und ergab bei 2 Prüfungen einen Gehalt von 1.96 Proc. und 2,49 Proc. arseniger Säure.— Es ist wohl genügend oft erwiesen worden, wie gesundheitsschädlich arsenhaltige Tapeten gewirkt haben, so daß auch über diese Fabrikate unbedingt das Verdam⸗ mungsurtheil gesprochen werden muß. Mehlfälscher. Gemäß Mittheilung des Präsidenten landwirihschaftlichen Vereins für Rheinpreußen werden von der Firma Heeremans& Comp. in Rotterdam den der Erkenntniß, unserer Erkenntniß!“ Man glaubt Mühlenbesitzern der Rheinprovinz unter der Bezeichnung in der That die Stimme des biedern Meister„z0genamd Kunstmeel of Kunstwit“(sog. Kunstmehl oder Reinecke zu hören, der von Bruderliebe überfließt. Keinem Zweifel unterliegt es, daß es der uner⸗ müdlich thätigen Partei, zwar nicht heute oder geliefert werden soll. Kunstweiß) zwei Proben einer weißen mehlförmigen Sub⸗ stanz zugesendet, welche bei Abnabme von mindestens 1000 K. zum Preise von 8,50 resp. 7,50 M. per 100 K. Nach Untersuchung der landwirth⸗ morgen, wohl aber allmählich mit einer guten schafllichen Versuchsstation in Bonn ist dieses Kunstmehl Anzahl Bauernburschen gelingen kann, mit einzelnen sogar schon gelungen ist, ihren Windhafer aus- nichts anderes als Gyps. Die Verwendung desselben seiiens der Müller und Bäcker würde letztere mit dem Strafgesetz in Conflikt bringen. denn nach einem Erkennt⸗ zustreuen und communistische Gelüste zu wecken. niß des Obertribunals vom 15. Dezember 1875 ist selbst Eine neue Mahnung an alle auf dem Lande das Feilhalten von Eßwaaren, die, wenn auch nicht gesund⸗ lebenden Lehrer, Geistliche ꝛc., sich selbst mit den heitsgefährlich oder schädlich, doch zum menschlichen Genusse Grundzügen der Volkswirthschaftslehre bekannt zu ungeeignet sind, als Betrug zu bestrafen, wenn es wissent⸗ lich geschieht und als Uebertretung nach§. 367 Nr. 7 machen, um auch in diesem Gebiete ihren Mann des Slrafgesetzbuchs, wenn es nicht wissentlich geschieht. stehen zu können, wenn es nöthig wird. Landwirthschaftliches und Gewerbliches. Ein Landschaftsgäriner, der in verschiedenen Staaten Amerika's ansässig war und alljährlich den Colorado⸗ käfer in größerer oder geringerer Anzahl auf seinen Karloffelfeldern zu bekämpfen hatte, empfiehlt zur Vertilgung desselben, nachdem sich alle anderen Mittel nicht bewährt hatten, folgende Methode, die er als eine radikale Hülfe bei sich erprobt habe. Man nehme 10 Pfund an der Luft gelöschten Kalk und mische denselben mit 1 Pfund Pariser Grün(arsenikessigsaures Kupferoxyd), welches in keiner Weise nachtheilig oder schädlich für die Kartoffeln ist, wohl durcheinander, 14 Pfund Mischungsmasse auf den Morgen Land. Dann mache man einen kleinen Kasten, 10 Zoll lang, 8 Zoll breit, 6 Zoll tief; stait des hölzernen Bodens nagele man Beuteltuch, wie es die Weizenmüller gebrauchen, stramm und wohlbefestigt darunter; eine schmale Latte, 3½ Fuß lang, wird als Handhabe zum Schütteln des Kästchens in der Mitte mit dem breiteren Ende darüber genagelt. Morgens von 5—9 Uhr oder auch länger, so lange der Thau auf den Kartoffelblättern haftet, hat das Bekalken der Kartoffelstauden zu geschehen. Kinder von 8—12 Jahren können es leicht vollbringen, indem sie den Kasten mit ½ Luer Mischung füllen und durch langsames Schütteln die Pflanze bestäuben. Der Erfolg sosl ein ganz unzweifelhafter sein und wäre es nur der Nachlässigkeit der einzelnen Karloffelpflanzer zuzu⸗ schreiben, wenn ihre Felder von dem Käfer verwüstet wür⸗ den.— Professor Dr. Kühn in Halle bestätigt, daß in Amerika das arsenuikessigsaure Kupferoxyd als das sicherste Mittel gegen die Weilerverbreitung des gefürchteten Feindes sich erwiesen habe, häll jedoch die Anwendung selbst in einer Mischung mit Mehl oder Gyps für die mit dem Ausstreuen Beschäftigten nicht ohne Gefahr und empfiehlt deßhalb eine Mischung mit Wasser. Zur Besprengung der Pflanzen mit dieser Mischung hat man in Amerika einen eigenen Apparat construirt, der den Namen„Liquid Atomizer“ fübri. Dr. Kühn hat den Apparat auf die Vertheilungsfähigkeit probirt und spricht sich über dessen Leistungen befriedigt aus. Bei Anwendung von Tavaks- absud hat der Apparat auch gegen Blatiläuse sich ersolg— 1 1 Verhütung von Kesselsteinbildung. Nach dem Vorschlage von Betis soll man den Gehalt des Speisewassers an Carbonaten ermitteln und dann so viel Salzsäure hinzusetzen, als erforderlich ist, dieselbe in Chloride zu verwandeln. Derselbe behauptet, daß bei Gegenwart von Sulfaten sich die Chloriden der aus diesen entstehenden Ablagerung beimengen und dieselbe brüchig machen. Störung der Grasnarbe durch unzeitiges Beweiden. Wer das Landleben in Wiesenbau treibenden Gegenden kennt, der weiß es, daß der Landwirth im Herbste so lange als äußerst thunlich zögert, bevor er seine Heu⸗ vorräthe in Angriff nimmt. Da werden die Abfälle von den Kraut- und Rübenernten mit dem Raubfutter gemischt sorgsam zur Versütterung gebracht; allein sie reichen nicht aus, und weil den Wiesengrund noch frisches Grün be— kleidet, so muß das Vieh zur Weide getrieben werden. Wer dagegen kämpft, der kann es mit der Mehrzahl arg verderben, denn die Zahl derer, die es erkennt, daß durch das Spätweiden die Wiesen zwar nicht in einem Jahre, aber doch allmählich verdorben werden, ist kleiner als man glauben sollte. Wer scharf beobachtet, der kann sich über⸗ zeugen, daß überall da, wo das Vieh in die bereits durch Herbstregen erweichse Wiesenkrumme eingetreten hat, die besseren Gräser in wenigen Jahren verschwinden und stalt ihrer Riedgräser zum Vorschein kommen und zum Vor⸗ schein kommen müssen, weil die in den sogenannten Vieh⸗ ihauen sich ansammelnde Feuchtigkeit sich schwer verzieht und daher versäuernd auf den Boden einwirken muß⸗ Wir kennen eine Menge von Wiesen, deren vormals schöner und guter Grasbestand durch unzeiigemäßes Be— weiden erheblich Noih gelitten hat. Handel und Verkehr. Friedberg, 29. Aug. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 1.50—60. Eier 1 Stick 6 Pi. Frredberg, 29. Aug. Waizen M. 22.—. Korn M. 17.50. Gerste M. 16.50. Hajer M. 18.—. Alle Preise berstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund. Frankfurt, 27. Aug. Der heutige Viehmarkt war zimlich gut befahren. Angetrieben waren: 460 Ochsen, 140 Kühe und Rinder, 220 Kälber und 300 Hämmel, die Frucht besserer Qualität; überdies enthält sie auch die ——ñͤ——— Dutten gebaul! J ATValet eint Kaun Arsenikiatben en wieder 5 ditt Find . —— Die Preise stellten sich per Centner Fleischgewicht: Ochsen 1. Qual. M. 72—75., 2. Qual. M. 66—68. Kübe und Rinder 1. Qual. M. 60—62., 2. Qual. M. 51—54. Kälber 1. Qual. M. 76—80., 2. Qual. M. 62-64. Hämmel 1. Qual. M. 54—56., 2. Qual. M. 4851. Frankfurt, 27. Aug. Fruchibericht. Mehl Nr. 1 d. 42., Nr. 2 M. 38., Nr. 3 M. 34., Nr. 4 M. 30., Nr. 5 M. 24. Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 26., do. II.(Berliner Marke) M. 21. Neuer Weizen ab Babn⸗ bof hier M. 23.—., ab unserer Umgegend M. 22— 22.50, fremder je nach Qual. M. 2324.75. Neues Korn M. 17 50—75. Neue Gerste M. 1920.50. Hafer M. 13 17.75. Koblsamen M. 37-38. Erbsen M. 21 bis M. 24., Wicken W. 17.50., Linsen M. 21-30. Rüböl M. 81. Die Preise verueben sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht— 100 Kilo. a 25 Auszug aus dem Civilstands⸗Register der Stadt Friedberg. Geboren: 7. Aug. Dem Gerber Adolph Stier ein Sohn. 7. Aug. Dem Schuhmacher Johann Heinrich Wilhelm Kunze eine Tochter. Dem Handschuhmacher Joh. Hertel eine Tochter. Dem Dütenfabrikant Johann Heinrich Stöppler eine Tochter. Dem Handarbeiter Seibert Sohl eine Tochter. 10. Aug. 20. Aug. 21. Aug. 1 Gestorben: Maria Elisabetha Heß, Tochter des verst. Meßzgers Friedrich Wilhelm Heß, 2 Jahre alt. Gustav Hengst, Sohn des Bäckers Anton Hengst, 10 Monate alt. Emma Böths, Toͤchterchen der ledigen Dienst— magd Helene Elisabetha Böths, 4 Monate alt. Ein todtgeborenes Söhnchen des Postschaffners Friedrich Corvinus. 14. Aug. 15. Aug. 21. Aug. 24. Aug. Verloosungen. Stadt Gießen. Obligationen. Gießen, 13. Juli. à 3½ pCt.: Lit. A. Nr. 83 102 136 146.— Lit. B. Nr. 15 17 40 122 123 125.— Lit. C. Nr. 11 25 59 338 348 376.— Lit. D. Nr. 31 34 38 52. à 4 pCt.: Lit. A. Nr. 7.— Lit. O. Nr. 55 91. Zahlbar 31. December. Meininger fl. 7⸗Loose vom Jahre 1870. Gewinn⸗Ziehung vom 1. August 1877.— Heimzahlung am 1. Oetober 1878. S. 2829 S. 5771 Nr. 47 fl. 2500. S. 2046 Nr. 49, S. 3647 Nr. 5 4 à fl. 500. S. 191 Nr. 40 41. S. 2829 Nr. 6 49, S. 2987 N. 10, S. 3079 Nr. 19, S. 3647 Nr. 4, S. 3785 Nr. 46, S. 4114 Nr. 48, S. 4723 Nr. 1, S. 5083 Nr. 35, S. 5771 Nr. 7 8, S. 8441 Nr. 9 28 3 fl. 100. S. 191 Nr. 33, S. 1418 Nr. 15, S. 1575 Nr. 2 29, S. 1742 Nr. 11, S. 2046 Nr. 28, S. 2215 Nr. 2 9 14 15 34 36, 30 79 Nr. 48, S. Nr. 3 fl. 30,000. S. 3293 Nr. 10 48, S. 3647 Nr. 17 26 39, S. 5083 Nr. 22 29, S. 5771 Nr. 24, S. 6863 Nr. 9 29 46, S. 7207 Nr. 36 50, S. 7692 Nr. 8, S. 8677 Nr. 3, S. 9368 Nr. 9 49 fl. 20. Alle übrigen Nummern in den am 2. Juli 1877 gezogenen Serien 191 838 1418 1448 1575 1742 2046 2109 2116 2207 2215 2829 2987 3079 3160 3293 3647 3785 4114 4723 5083 5771 6863 7207 7692 8441 8590 8677 9368 9550 erhalten den geringsten Gewinn von fl. 8. Badisches 4procentiges Eisenbahn-An⸗ lehen 1875. Karlsruhe, 17. Juli. Lit. A., B, C., D. E. Nr. 1 120 148 267 294 392 431 922 968 971 1192 445 518 575 817 2268 307 516 580 593 863 3038 152 260 329 342 370 395 406 867 939 4044 237 403 480 483 721 5245 291 341 488 501 557 694 6064 139 602 620 790 966 998 7318 333. Zahlbar 1. Februar 1878. Geld ⸗Cours. Frankfurt am 28. August 1877. 20 ⸗Frankenstücke Mk. 16 30 34 Englische Sovereigns. 3„ 20 35 40 Russische Imperiales.„ 16 70—75 Holländische fl. 10-Stücke„Ii Dien, 30 9 5964 Ducaten al marco 5 9 59 64 Dollars in Gold. 4 16—19 Bekanntmachung. 2653 Der Seitens der Garnison-Verwaltung zu Butz bach in der letzten Nummer d. Bl., betreffs Verdingung verschiedener Bau-Arbeiten, auf den 29. d. Mts. an⸗ beraumte Termin kann am genannten Tage nicht statt— finden und wird derselbe nunmehr erst am folgenden Mittwoch den 5. September er. abgehalten. Butzbach den 26. August 1877. Großherzog eiche Garnison-Verwaltung. *. Ayo 5 Grummetgras-Versteigerung. Donnerstag den 30. d. Mts. Nachmittags 5 Uhr, soll das diesjährige Grummelgras von den herrschaftlichen Wiesen bei Hungen— der Grassee ꝛc.— 60 Morgen Flächengehalt, in einzelnen Morgen an Ort und Stelle versteigert werden. Hungen am 27. August 1877. 2655 Freitag den 31. August l. J., Nachmittags 2 Uhr, soll das der Gemeinde gehörige Grummetgras, eirea 50 Morgen Wiesen, in einzelnen Abtheilungen versteigert werden. Dortelweil am 25. August 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Dortelweil. Mo hr. * Versteigerung der zur Erbauung einer neuen Kirche zu Eckartshausen erforderlichen Material Lieferungen. 2649 Mittwoch den 5. September 1877, Morgens 10 Uhr, sollen auf dem Gemeindehause zu Eckartshausen fol⸗ gende zur Erbauung einer neuen Kirche daselbst erforder⸗ lichen Arbeiten und Materiallieferungen öffentlich unter den vor der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen an die Wenigstfordernden in einzelnen Loosen versteigert werden: 1) Brechen von eirca 2400 Cubikmeter Mauersteinen in dem neu zu eröffnenden Bruche der Gemarkung Eckartshausen, Distrikt Radacker, und im Steinbruch am Goldberg, Gemarkung Himbach. Beifuhr der gebrochenen Steine aus den Brüchen bis zur Baustelle. Lieferung von eirea 500 Cubikmeter scharfem Mauer— sand zur Baustelle. Beifuhr von eirecg 2000 Centner Schlackensand von der Station Stockheim bis zur Baustelle. Lieferung von 40 Cubikmeter scharfem reinen Mauer— sand von Langendiebach inclusive Grubengeld und Messerlohn. Lieferung von 640 Centner schwarzem Kalk von Aulendiebach. Lieferung von 220 Cubikmeter weißem Kalk nach nassem Maß. 8) Lieferung von 240 Centner gutem Cement zur Baustelle. 9) Lieferung von 10.000 Stück hartgebrannten Russen— steinen zur Baustelle. 10) Lieferung von 3000 Stück Tuffsteinen zur Baustelle. Voranschlag und Versteigerungs Bedingungen können bis zum 3. September bei Unterzeichnetem eingesehen werden. Friedberg den 23. August 1877. 2) 3) 4 50 6) 7 Reuß, Großherzoglicher Kreisbaumeister. Stimmzettel zur Wahl der Kirchen⸗Vorstände find zu haben bei Carl Bindernagel. 1 N 1 5 weischläfrige schwere Victoria⸗Bettdecken mit chwere graue Kolter und Pferdedecken, das Stück M. 2., M. 2. 40 bis 5 M. Rothe und weiße Kolter, das Stück M. 7., M. 8., M. 9. bis 15 M. 10% breite gute Fußteppichstoffe, der Meter M. 1. 70, ¼ breit 80 Pf. 10% breit reich ramagirter Vorhangsmull mit Tifchtücher, das Stück M. 1. 20, Handtücher, 7* N 25!! 5 g g* Vergebung von Bauarbeiten. 2665 Die zur Erbauung einer neuen Kirche zu Eckarts— hausen, Kreis Büdingen, erforderlichen nachstehend ver— M zeichneten Arbeiten, nämlich:. Pf. Maurexrarbeit, veranschlagt zu 13947 46 Steinhauerarbeit 8900 40 Zimmerarbeit 9647 95 Dachdeckerarbeit 3554 49 Schreinerarbeit 5010— Schlosserarbeit 1048 M. 80 Pf. Schmiedeiserne Fensterrahmen 1465 M. 10 Pf. 2513 90 Lieferung von gußeisernen Säulen 1680 Kg. 672— Glaserarbeit 1872 40 Weißbinderarbeit 7068 55 Spenglerarbeit 311 40 sollen auf dem Wege der öffentlichen Submisston vergeben werden. Pläne und Voranschlag, sowie die Submisstons⸗ bedingungen liegen auf dem Bürkeau des Unterzeichneten zur Einsichtnahme offen, woselbst auch die Offerten, in welchen die Angebote nach Prozenten der Voranschlags— summe zu erfolgen haben, mit der Aufschrift: „Submission zur Uebernahme der „für die Kirche zu Eckartshausen“ verschlossen und franeirt bis längstens Montag den 10. September d. J., Morgens 10 Uhr, einzureichen sind. Friedberg den 26. August 1877. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. Re u . Grummetgras⸗Versteigerung. 2666 Samstag den 1. September l. J., Vormittags 10 Uhr, soll das der Gemeinde gehörende Grummetgras in Abtheilungen in der Wirthschaft des Simon Schütz öffentlich meistbietend versteigert werden. Ober⸗Wöllstadt den 28. August 1877. Großherzogliche Bürgermeisterel Ober-Woͤllstadt. Feuerbach. Haarbalsam. 1989 Dieser Balsam reinigt die Kopfhaut, gilt als das beste Mittel, das Wachsthum der Haare zu be- fördern und das Ausfallen derselben zu verhindern. Er enthält so viele Fettstoffe, dass der Gebrauch ven Haaröl, Pomade ete, dadurch überflüssig wird. / Flacon à Mark 0.60, 1—„ zu haben bei Frau Hoflieferant Windeeker in Friedberg, P h. J. Weiss in Bad- Nauheim. 500 Stück breites schweres Leinen für Hemden und Betttücher, der Meter 62 Pf. Zweischläfrige Leinen⸗Betttücher ohne Naht abgepaßt, das Stück M. 3. Schwerer guter Barchent für Betten, der Meter 60 Pf., 70 Pf. und höher. Schwere üchtfarbige Bettzeuge,/ breit, der Meter 45 Pf., 50 Pf. und höher. 2000 Stück Kleiderstoffe für Frühsahr, Sommer, Herbst und Winter, der Meter von 50 Pf. an. 1000 Stück Brillantines für Kleider und Ueberzüge, der Meter 55 Pf. 2000 Stück/ breite Cattune, üchtfarbig, für Kleiber und Ueberzüge, der Meter 40 Pf. Weiße und graue Shirtings, der Meter von 25 Pf. an Guter Buxkin für Rock, Hosen, Weste, der Meter 4 und 5 M. MW. Fuhirlander Nachfolger, Fahrgasse 85, Frankfurt a. M. Sonntags ist mein Laden offen. Fransen, das Stück M. 3. Bogen, der Meter 75 Pf. der Meter 29 Pf. 1 *— 5 5 leinene und Alpaka-Schürzen, Ledertaschen S Moiré⸗, 2624 à Büchse 1 Mark 20 Pfennig bei Apotheker Süffert, Assenheim. Nähmaschinen 2644 in allen Systemen, wie Grover Backer Nr. 19, Singer(Familienmaschine), Elastic⸗Cylinder(Schuhmachermaschine), Diverse Handnähmaschinen ꝛc. unter Garantie offeriren zu bedeutend herabgesetzten Preisen bei günstigen Zahlungsbedingungen. C. F. Schwarz Söhne in Echzell. . 5 8 88 8 f 5 8 —. S 5 72 2 ö 8— 2 8 5 83 — 2 2 2 22 2 2 22 2 S. 8 83 Die soeben erschienene Vr. 48 enthält: Die beiden Marien. Roman von Alexander Roͤmer— (Fortsetzung.)— Verkannte Nachtgaͤste. Von W. Thiene— mann. Mit Originalzeichnung von F. Specht Zwerg⸗ fledermäuse in natürlicher Größe.— Cyprische Reisefrüchte. Von Franz von Loher. VII. Limasol und Amathus.— Die Dardanellen. Eine historische Skizze.— Deutsche Städte und Bauten. XIV. Kloster Chorin. Von Th. Fontane. Mit Originalzeichnung von B. Mannfeld.— Am Familientische: Drei merkwürdige Grabschriften.— Keine Sprengkugeln! Eine neue Aufgabe für die Genfer Convention. Von Dr. Friese. Zu Bestellungen empfiehlt sich Carl Bindernagel in Friedberg, Der Krieger⸗Verein Bad⸗Nauheim feiert Sonntag den 2. September er. das Sedanfest Uhr: Feierliche Verkündigung des Festtages durch Glockengeläute. Schmückung des Krieger Denkmals mit Choralmusik auf dem Friedhof. in folgender Weise: Morgens von 5—6 45 15 1 Ansprache daselbst. 5 8„ Gemeinschaftlicher Gottesdienst. Nachmittags 2 75 Aufstellung des Festzuges am alten Kursaal. N 5 2½„ Abmarsch nach dem Nauheimer Hochwald, woselbst Concert, Tanz, Volks ⸗ belustigungen ꝛc. stattfinden. 95 6¼„ Rückmarsch mit Mustk nach der Stadt. Abends 8„ Ball im Deutschen Hof. Die Musik wird ausgeführt von Mikgliedern der Kurkapelle. Entrée frei. Tanzende 50 Pfennig, zum Besten der 8 Unterstützungskasse des Krieger Vereins. Der unterzeichnete Vorstand bittet alle Einwohner unserer Stadt, durch Schmückung der Häuser sowie durch zahlreiche Betheiligung zur Verherrlichung des Festes beitragen zu wollen. Der Vorstand des Krieger⸗Vereins Bad⸗Nauheim. NB. Die Restauration im Hochwald haben die Herren Sprengel und König, sowie die im Deutschen Hof Herr Bayer übernommen und werden dieselben besorgt sein, nur gute Speisen und Getränke zu verabfolgen. 2675 Sedanfeier zu Nieder-Erlenbach. . Festprogramm: 1) Samstag den 1. September, Abends 7 Uhr, Einläuten des Festes mit allen Glocken; 2) um 8 Übr Aufzug des Gesangvereins mit Musikbegleitung. Zug nach dem Friedens denkmal. Großes Feuerwerk; 3) Vereinigung der Bürgerschaft und Vereine in den Wirthschaftslokalen; 4) Sonntag den 2. September, 6 Uhr Morgens, Festgeläute mit allen Glocken, Schießen des Schützenvereins und der Krieger von den Höhen in der Nähe des Ortes. Choral von dem Kirchthurm; 5) Um 9 Uhr Festgottesvienst in der festlich geschmückten Kirche; 6) um 1 Uhr Festzug von dem v. Lersner'schen Hofe durch die Hauptstraße nach dem Friedens- denkmal. Festrede, gehalten von Herrn Pfarrer Peters, Gesang des Vereins, der Gemeinde und Schuljugend. Rückzug nach dem Aufstellungeplatz. Auflösung des Zuges. Am Nachmittag und Abend freie Vereinigung in den Wirthschaftslokalen des Ortes. Das Festeomité. 2671 Bezugnehmend auf die Anzeige des Comité's für die Feier des Sedantages zu Nieder-Erlen- bach beehre ich mich einem geehrten Publikum der näheren und ferneren Umgegend die ergebene Mittheilung zu machen, daß ich gelegentlich dieser Feier am 2. September mein neues Wirthschafts- lokal eröffne. Es findet an diesem Tage gut besetzte Tanzmustk statt. Indem ich für das mir so lange in meinen alten zum Theil beschränkten Lokalitäten geschenkte Wohlwollen bestens danke, empfehle ich nun mein mit allen Erfordernissen der Neuzeit ausgestattetes neues Haus meinen Freunden und Gönnern und einem geehrten Publikum auf's Beste und werde bemüht sein, durch gute Speisen und Getränke, aufmerksame und reelle Bedienung das mir geschenkte Vertrauen zu rechtfertigen. Nieder⸗Erlenbach im August 1877. 2670 Jean Werner. Handelsschule wit Pensonat in Kiiltenberg a. Kan. 2664 Beginn des Win tersemesters am 2. October d. J. a. Vorbereitungsclassen. Vorbereitung für die Fachschule oder für die oberen Classen von Realschulen. b. Fachschule. Vorbereitung reiferer Schüler für den kaufmännischen Beruf und zum Exomen für den Einjährig⸗Freiwilligen-Dsenst. Prospecte und nähere Auskunft durch (H. 62718.) 1 H. Trotter, Director. genschirme, K. Friedrich, neben der Post. 141 in Seide, Zanella und Alpaka, äußerst billig bei Freiwillige „ Curnerfeuerwehr. 2669 Freitag den 31. August, Abends 8 Uhr, Uebung in der Turnhalle. Nach verselben Versammlung im Saale des Herrn Binzel. Der Vorstand. Veterauen⸗ und Militür⸗Verein Friedberg. 2673 Naͤchsten Samstag den 1. September d. J., Abends präcis 8½ Uhr, findet im Vereinslocal außerordent⸗ liche Generalversammlung statt. Tagesordnung: 1) Betheiligung des Vereins an der Kaiserparade zu Darmstadt. 2) Theilnahme am Jugendfest. Pünktliches Erscheinen wird unter Hiweis auf§. 31 der Statuten erwartet. Der Vorstand. Kirchweihfest zu Wisselsheim. 2674 Sonntag den 2. und Montag den 3. September findet bei mir gut besetzte Tanzmusik statt. Für aus⸗ gezeichnete Weine und gute Speisen ist bestens gesorgt. Höflichst ladet ein Balthasar Amend, „Zum Löwen“. 2675 Sonntag den 2. September Groß-Karber Kitchweihe. Zur Feier derselben findet auf dem Selzerbrunnen Harmonie⸗ und Tanzmusik statt, wozu freundlichst einladet P. Weitzel. Sedaufeier zu Dortelweil am 2. September 1877. 2672 Zur Vorfeier: Abends vorher Läuten mit den Glocken! Die Festmusik spielt auf dem alten Friedhofe. Abfeuern von Böllerschüssen. Am Festtage: Morgens Glockengeläute; Abfeuern von Böllerschüssen. Mittags 1 Uhr: Aufstellung des Festzugs em Pfarrhaus. Be⸗ wegung des Festzuges durch die Straßen des Orts nach der Wilhelmslinde. Daselbst Festrede, Gesang der Schul⸗ jugend und des Gesangvereins„Liederzweig“. Um 2½ Uhr: Festgottesdienst. Um 4 Uhr: Anfang des Festeoncerts im„Deutschen Hof“. Abends 8 Uhr: Tanzmusik im„Deutschen Hof“. Zur Theilnahme ladet freundlichst ein Das Festeomité. 2643 Ein vollständig assortirtes Lager in Küchen⸗, Steh⸗ und Hängelampen, feine Hängelampen* Nag Agen Preisen empfehlen C. F. Sch Söhne, ze ll. NB. Straßenlaternen mit Arm liefern zu sehr billigen Preisen. Zwei Schüler höherer Lehranstalten können Pension, sowie Nachhülfe bei einer gebildeten Familie in Darmstadt erhalten. Näheres bei der Exped. d. Anz. 2668 Kalender pro 1878. Spinnstube M. 1. 30 Pf. Familienkalender„— 50„ Deutscher Reichsbote„— 40„ Zu haben bei Carl Bindernagel. un Möbellager von J. Pfeffer, of⸗Möbelschreiner, in Friedberg nächst dem Bahnhofe, große Auswahl aller feineren und gewöhnl. Möbel. Billigste Preise, reellste Bedienung 2576 Ein kräftiger 2663 Ein blauer Lehnkarren 27 Zapfjunge ist in hiesiger Parkstraße am 23. d. Mts. entwendet worden, vor dessen Ankauf gewarnt wird. 5 Derjenige, welcher Auskunft über denselben geben Henn 8 Jamin. kann, erhält eine gute Belohnung. a Bad⸗Nauheim. Langsdorf, Gepäckträger. Hosenträger 21 und Strumpfbänder billigst bei K. Friedrich. gesucht. Ein zuverlässiger Mann 2650 findet als Feuermann dauernde Beschäftigung auf der Nauheimer Gasanstalt. W. Meyer. Visitenkarten in Buchdruck: 28 versch. Sorten, per 100= M. 1. 40 in Lithographie: 21„ 1„ 100 0 Solche auf mattem oder Chamois-Carton, sowie solche mit Extraschrift oder Verzierungen sind eine Kleinigkeit theurer. Carl Bindernagel. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Durck und Verlag von Carl Bindernagel. 1 N Be Pri den gebt Prö pont