Donnerstag den 28. Juni. 187. M 74. Oberhessischer Anzeiger. Die Petitzetile i 13 5 5 Erscheint jeden wird mit 11 Pfennig berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Dienstag, Donnerstag und Samstag. —— Mit dem 1. Juli beginnt ein neues Abonnement auf den Oberhessischen Anzeiger, welcher auch ferner wöchentlich dreimal, Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinen wird. Derselbe bringt die kreisamtlichen Erlasse, sodann eine kurze Uebersicht der interessantesten und bemerkenswerthesten Tagesbegebenheiten, besonders wichtige Neuigkeiten durch Extrablätter, allgemein belehrende und unterhaltende Aufsätze, landwirthschaftliche und gewerbliche Mittheilungen, geschäftliche Nachrichten, Markt- und Cours-Berichte, Verloosungen von Staatspapieren und lokale Notizen, außerdem wöchentlich einmal in dem beigegebenen Unterhaltungs⸗Blatt interessante Novellen und Erzählungen, Gedichte Anekdoten, Räthsel; sodann monatlich in dem praktischen Rathgeber interessante und belebrende Notizen für Haus- und Landwirthschaft. Das Abonnement beträgt bei der Verlags-Expedition ohne Bringerlohn halbjährlich 2 Mark, durch die Post bezogen jedoch vierteljährlich 1 Mark 50 Pfennig. len. Inseratgebühren werden die einspaltige Petitzeile oder deren Raum mit 11 Pf. berechnet, bei Tabellen und Ziffersatz mit 14 Pf. 5— Der Oberhessische Anzeiger kann nach auswärts auch durch Privatboten direct von uns bezogen werden. 2 Bestellungen beliebe man baldigst zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Unterbrechung eintritt. Den verehrlichen Abonnenten in biesiger Stadt werden wir das Blatt auch für das zweite Halbjahr zusenden, wenn nicht aus— drücklich Abbestellung erfolgt. Die Expedition. * Amtlicher Theil. ä Nach verzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Deutschen Reiches publicirt worden: Nr. 27. Bekanntmachung, betreffend die Ausgabe von Schatzanweisungen. Seite 529.— Nr. 28. Erlaß, betreffend die Aufnahme einer Anleibe. Seite 531. Betreffend: Die Landwehr⸗Bataillons- und Compagnie-Bezirks-Eintheilung,— hier den Stationsort für den 3 Compagnie⸗Bezirk Vilbel und die Vereinigung des Aushebungsbezirks Nieder-Wöllstadt mit dem 1 Aushebungsbezirk Friedberg. Das Großh. Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien und den Großh. Polizeicommissär zu Wickstadt. Fritdberg. Die nachstehende Bekanntmachung wollen Sie in Ihren Gemeinden zur öffentlichen Kenntniß bringen mit dem Aufügen, daß die Vereinigung 5 der Aushebungsbezirke Nieder⸗Wöllstadt und Friedberg für das Musterungs- und Aushebungsgeschäft 1878 in Wirklichkeit tritt. ak Dr. Braden. Bekanntmachung, die Eintheilung der Landwehr-Bataillons-Bezirke, respective der Kreise in Aushebungs- und Musterungs-Bezirke betreffend. Unter Bezugnahme auf die Bekanntmachungen vom 12. Februar 1875— Regierungsblatt Seite 101— und vom 12. Mai 1875— Regierungsblatt Seite 307— wird hiermit zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß der Stationsort der 3. Compagnie 2. Bataillons(Friedberg) ö 1. Großherzoglich Hessischen Landwehr Regiments Nr. 115 am 30. laufenden Monats von Vilbel nach Friedberg verlegt wird und daß der Aus- hebungsbezirk Nieder⸗Wöllstadt mit dem Aushebungsbezirk Friedberg vereinigt worden ift, wonach die Musterung und Aushebung der Militärpflichtigen Friedberg den 26. Juni 1877. aus dem Bezirk der genannten Compagnie nicht mehr in Nieder⸗Wöllstadt sondern in Friedberg stattzufinden hat. 2 Darmstadt den 4. Juni 1877. Großherzogliches Ministerium des Innern. Aan: Suit arsch. allen W Rautenbusch. — veireffend: Das Ober- Ersatzgeschäft in 1877. Friedberg den 11. Juni 1877. 9 11 Der Cioilvorsitzende der Großherzoglichen Ersatz-Commission des Kreises Friedberg Aue, an die Großherzoglichen Bürgermeistereien und den Großherzoglichen Polizei-Commissär zu Wickstadt. Das diesjährige Ober ⸗Ersatzgeschäft für den Kreis Friedberg findet am 10., 11. und 12. Juli dieses Jahres statt und zwar für den Aus- hebungsbezirk Nieder-Wöllstadt Dienstag den 10. Juli dieses Jahres, Morgens präcis 8½ Uhr in dem Saale des Wirth Becker, und für den Aushebungsbezirk Friedberg Mittwoch den 11. Juli dieses Jahres, Morgens präcis 9½ Uhr, und Donnerstag den 12. Juli laufenden Jahres, Morgens präcis 8 Uhr, in dem Rathhaussaale zu Friedberg. Es haben vor Großherzoglicher Ober-Ersatz⸗Commission zu erscheinen: 1) Dienstag den 10. Juli laufenden Jahres, Vormittags präcis 8½ uhr: Die von Großherzoglicher Ersatz-Commission zur Ersatz-Reserve J. Classe in Vorschlag gebrachten Militärpflichtigen. Die Familien- glieder, deren Arbeitsunfähigkeit bei Ueberweisung eines Militär- pflichtigen zur Ersatz- Reserve I. Classe zur Sprache kommt, baben sich im Termin anzumelden und bleibt deren Vorladung Ihnen überlassen; 2) Die zur Dicposttion der Ersatz⸗ Behörden entlassenen Mannschaften; 3) Die von den Truppentheilen abgewiesenen Einjährig Freiwilligen; 4) Die untauglichen Reservisten, Invaliden und 5) Die von fremden Ersatz Commissionen zur Ausmusterung oder Ersatz- Reserve II. Classe in Vorschlag gebrachten Militärpflichtigen, sowie 6) Die von Großherzoglicher Ersatz-Commission zur Aushebung in Vor- schlag gebrachten Militärpflichtigen. Mittwoch den 11. Juli laufenden Jahres, Morgens präcis 9½ Uhr: 1) Die von Großherzoglicher ErsatzCommission als dauernd untauglich erkannten Militärpflichtigen; 5 2) Die zur Ersatz-Reserve I. Classe in Vorschlag gebrachten Militär- pflichtigen; * 3) Die zur Disposition der Ersatz- Behörden entlassenen Mannschaftenz 4) Die von den Truppentheilen abgewiesenen Einjährig⸗Freiwilligen; 5) Die untauglichen Reservisten, Invaliden und 6) Die von fremden Ersatz⸗Commisstonen zur Ausmusterung oder Ersatz- Reserve II. Classe in Vorschlag gebrachten Militärpflichtigen. Donnerstag den 12. Juli laufenden Jahres, Morgens präcis 8 Uhr: Die von Großherzoglicher Ersatz-Commission für tauglich und ein- stellungsfähig erachteten Militärpflichtigen. Nicht zu erscheinen haben: Die aus irgend einem Grunde auf ein Jahr zurückgestellten Militärpflichtigen. Sollten Militärpflichtige, welche der Großherzoglichen Ober-Ersatz— Commisston vorzustellen sind, bis dahin in einen anderen Aushebungsbezirk überziehen, so ist hiervon nach§ 45 pos. 13 der Ersatz-Ordnung alsbald Anzeige zu machen. Damit das Geschäft zur bestimmten Stunde ohne Verzug beginnen kann, müssen die Vorzustellenden pünktlich zur festgesetzten Zeit am Platze sein. Unter Hinweisung auf die nachstehend abgedruckten Bestimmungen der Wehr Ordnung wollen Sie die betreffenden Militärpflichtigen be— deuten, daß sie es sich selbst zuzuschreiben haben, wenn sie wegen unter- lassenen oder nicht rechtzeitigen Erscheinens in eine der in diesen Bestim— mungen bemerkten Strafen genommen werden. Sie selbst haben sich an den genannten Tagen, sosern an denselben Militärpflichtige aus Ihren Gemeinden zu erscheinen haben, pünktlich einzufinden. Die erfolgte Ladung wollen Sie bescheinigen und angeben, wenn eine Ladung wegen Abwesenheit nicht hat besorgt werden können. D Br a d e deßhalb von den Ober⸗Ersatz⸗Commissionen die Vortheile der Loosung entzogen worden Deutsche Wehrordnung. 1 0 § 24. 7) Militärpflichtige, welche in den Terminen vor den Ersatz- Behörden nicht pünktlich erscheineu, sind, sofern sie nicht dadurch zugleich eine härtere Strafe verwirkt haben, mit Geldstrafe bis zu dreißig Mark oder Haft bis zu drei Tagen zu bestrafen. Außerdem können ihnen von den Ersatz⸗Behörden die Vortheile der Loosung (§ 65) entzogen werden. Ist diese Versäumniß in böslicher Absicht oder wiederholt erfolgt, so können sie als unsichere Diensppflichtige(8 65, 3) behandelt werden. Ist die Versäumniß durch Umstände herbeigeführt, deren Beseitigung nicht in dem Willen der Gestellungspflichtigen lag, so treten die vorerwähnten Folgen nicht ein. R. M. G. 933. § 65. 3) Vorweg Einzustellende sind solche Militärpflichtige, welche in einem von den Ersatz⸗Behörden abzuhaltenden Termine nicht pünlilich erschienen und denen sind. R. M. G.§ 33. Stehen solchen Militärpflichtigen gesetzliche Ansprüche auf Zurückstellung oder Befreiung von der Aushebung zur Seite, so können sie von den derstärkten Ober⸗Ersatz⸗Commissionen dieser Vergünstigungen nur dann als verlustig erklärt werden, wenn ihre Versäumnisse in böslicher Absicht oder wiederholt erfolgt ist. Unter gleicher Voraussetzung können solche Militärpflichtige von den Ersatz⸗Behörden als unsichere Dienstpflichtige sofort zur Einstellung gebracht und durch die Landwehr⸗ Bezirks⸗Commandeure dem nächsten Infanterie⸗Truppentheil oder Marinetheil über⸗ wiesen werden(§ 67 3). R. M. G.§ 30, 4b und 7. Ist die Versäumniß durch Umftände herbeigeführt, deren Beseitigung nicht in dem Willen des betreffenden Militär⸗ pflichtigen lag, so treten die vorerwähnten Folgen nicht ein. R. M. G.§ 33. Betreffend: Den Einjährig⸗Freiwilligen Militär dienst. Beka nn t Diejenigen Wehrpflichtigen, welche als Einjährig⸗Freiwillige dienen wollen und im Großherzogthum Hessen nach§. 23 und 24 der Ersatz⸗ Ordnung vom 28. Septbr. 1875(Reg.-Bl. Nr. 55 von 1875) gestellungspflichtig sind, werden auf die in den 5. 89 und 91 der Ersatz⸗ Ordnung enthaltenen, nachstehend im Auszuge mitgetheilten, Bestimmungen aufmerksam gemacht, mit dem Anfügen, daß die Bestimmungen über die Pflichten der zum Einjährig⸗Freiwilligen⸗Dienst Berech; tigten und die Meldung zum Dienstantritt in den§. 93 und 94 l. c. enthalten sind. Bei Nichtbeachtung der bestehenden Vorschriften oder verspäteter Einreichung der Gesuche, kann die Zulassung zu der nächsten Prüfung nicht stattfinden, bezw. der Berechtigungsschein nicht verliehen werden. machung. Für die im nächsten Herbst stattfindende Prüfung sind die Gesuche um Zulassung spätestens bis zum 1. August 1877 bei der unterzeichneten Prüfungs- Commisston einzureichen. Ueber die Anforderungen, welche an die zu Prüfenden gestellt werden 1. gibt die Prüfungs- Ordnung(Anl. 2 zur Ers.⸗Ord.) Aufschluß. Bezüglich des Prüfungs Termins, sowie des Locals, worin die Prüfung stattfindet, erfolgt weitere Bekanntmachung. Eine specielle Ladung erfolgt nicht. Darmstadt, den 30. Mai 1877. Die vorstehenden, sowie die Bestimmungen des unten abgededruckten §. 89 gelten sowohl für diejenigen Wehrpflichtigen, welche sich der Prüfung unterziehen wollen, welche auf Grund eines tigungsschein nachsuchen. Schulzeugnisses den als auch für die, Berech- Großherzogliche Prüfungs-Commission für Einjährig⸗ Freiwillige. Der Vorsitzende. In B. Dr. Momberger. §. 89. Nachsuchung der Berechtigung. 1. Die Berechtigung zum Einjährig⸗Freiwilligen⸗Dienst darf nicht vor vollen⸗ Der Nachweis derselben ist bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. April des ersten Militärpflichtjahres(§. 20,2) zu erbringen. 2. Die Berechtigung wird bei derjenigen Prüfungs⸗Commission nachgesucht, in deren Bezirk der Wehrpflichtige gestellungspflichtig ist(§. 23 und 24). 3. Wer die Berechtigung nachsuchen will, hat sich bei der unter Nr. 2 be⸗ zeichneten Prüfungs⸗Commission spätestens bis zum 1. Februar des ersten Militär⸗ 5. detem 17. Lebensjahre nachgesucht werden. pflichtjahres schristlich zu melden. Dieser Meldung sind beizufügen: a. ein Geburts⸗Zeugnißz b. ein Einwilligungs⸗Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über die Bereitwiligkeit und Fäbigkeit, den Frei⸗ willigen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszu— rüsten und zu verpflegen; c. ein Unbescholtenbeits-Zeugniß, welches für Zöglinge von höheren Schulen(Gymnasien, Realschulen, Progymnasien und höheren Bürgerschulen) mission geschehen. Termin ausgesetzt werden. §. 1). beizufügen ꝛc. „ Der Meldung bei der Prüfungs-Commission Zeugnisse, durch welche die wissenschafiliche Befähigung nachgewiesen werden kann(F. 90) beizufügen, oder es ist in der Meldung das Gesuch um Zulassung zur Prüfung auszusprechen. Die Einreichung der Zeugnisse darf bis zu dem unter Nr. 1 genannten äußersten durch den Director der Lehranstalt, für alle übrigen jungen Leute durch die Polizei⸗Obrigkeit oder ihre vorgesetzte Dienftbehörde auszustellen ist. Sämmtliche Papiere sind im Original einzureichen. 4. Außerdem bleibt die wissenschaftliche Befähigung für den Einjährig⸗Frei⸗ willigen-Dienst noch nachzuweisen. Schulzeugnissen oder durch Ablegung einer Prüfung vor der Prüfungs⸗Com⸗ Dies kann entweder durch Beibringung von find daher entweder die Schul ⸗ In dem Gesuche um Zulassung zur Prüfung ist anzugeben, in welchen zwei fremden Sprachen der sich Meldende geprüft sein will(Anl. 2, Auch hat der sich Meldende einen sebstgeschriebenen Lebenslauf §. 91. Nachweis der wissenschaftlichen Befähigung durch Prüfung. 1. Wer die wissenschaftliche Befähigung für den Einjährig⸗ Freiwilligen ⸗Dienst durch eine Prüfung nachweisen will, hat sich auf Vorladung der Prüfungs⸗Commission persönlich im Prüfungstermin einzufinden. Bie an d n e e een Betreffend: Den Ankauf von Bullen Simmenthaler Race. Da in Folge meiner Bekanntmachung vom 14. Mai d. J. noch nicht so viel Anmeldungen zur Betheiligung am Ankauf von Bullen, Simmenthaler Race, in der Schweiz erfolgt sind, daß der Ankauf zu Stande kommen könnte, so wird hiermit der Termin zur Anmeldung noch bis zum 15. Juli d. J. erstreckt. Friedelhausen am 24. Juni 1877. 2. Alljäbrlich finden 2 Prüsungen statt, die eine im Frühjahr, die andere im Herbst. Das Gesuch um Zulassung zur Prüfung muß für die Frühjahrsprüfung spätestens bis zum 1. Febr., für die Herbstprüfung spälestens bis zum 1. August angebracht werden ꝛc. Der Präsident des landwirthschaftlichen Vereins von Oberhessen. Adalbert Fr eiherr Nordeck zur Rabenau. Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großherzogliche Regier- ungsblatt Nr. 33 enthält: I. Bekanntmachung über den Staatsvertrag wegen Herstellung von Eisenbahn-Verbindungen zwischen Frank⸗ furt a. M. und der Riedbahn, sowie zwischen Babenhausen und Hanau. II. und III. Uebersicht der für 1877 genehmigten Umlagen in der Gemeinde Burkhardsfelden und in den israelitischen Religionsgemeinden des Kreises Heppenheim. IV. Or densverleihungen. V. Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen eines fremden Ordens. VI. Ertheilung von Erfindungspatenten. VII. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Den auf die Schulstelle zu Oppershofen präsentirten Schulamtsaspiran⸗ ten Scherer aus Ober⸗Mörlen zu bestätigen; dem Schul⸗ lehrer Würtenberger zu Ulfa die 3. Schulstelle zu Nieder⸗ Ramstadt, dem Schulamtsaspiranten Michel aus Himbach die Schulstelle zu Hainchen zu übertragen. VIII. Ruhestandsversetzungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädiast geruht: den Schulllehrer zu Bodenbeim, Haas, auf Nachsuchen, den Packer bei der Main⸗Neckar⸗Eisenbahn, Geyer, in den Ruhestand zu versetzen. IX. Concurtenzeröffnungen. Erledigt sind: die ev. Pfarrstelle zu Ilbeshausen, Gehalt 1034 M.; die ev. Pfarrstelle zu Breungeshain, Gehalt 1881 M.; die Schul⸗ st lle zu Trosel, Gehalt 771 M. 43 Pf.; die 1. Schul⸗ stelle zu Horchheim, Gehalt 800 M.; die 2. Schulstelle zu Muschenheim, Gehalt 686 M. X. Sterbefälle. Gestorben sind: der Landgerichtsactuar Borngeßer zu Gießen; der Haupisteueramisdiener Wolf IV. zu Mainz; der katholische Pfarrer König zu Mainz; der Förster Hebermehl zu Groß⸗Gerau; der Oberrechnungs— kanzlist Neit zu Darmstadt; der Steuerausseher Bock zu Mainz; der Schullehrer Kempf zu Klein-Krotzenburg. Darmstadt, 25. Juni. Heute stattete der Großherzog dem Kaiser in Ems einen Besuch ab. In seiner Begleitung befand sich Oberst von Westerweller. — Am 23. l. M. wurde der Oberst⸗Stall⸗ meister und Oberst⸗Hofmarschall van der Capellen auf Wunsch von seinem Amt als Oberst-Hof— marschall entbunden. — Das Ministerium des Innern hat der zweiten Kammer zwei Vorlagen zugehen lassen, deren Inhalt seit zwei Landtagen Gegenstand landständischer Destderien war. Die erste besteht in einem Gesetzentwurf wegen der Errichtung einer Landeskulturrentenkasse, die zweite in einer Anforderung von 14,000 M. jährlich zum Zweck der Bestellung eines Landeskulturinspektors und zweier Kulturingenieure zur Förderung der Landeskultur. Gera, 25. Juni. Gestern Abend ist Staats- minister v. Harbou gestorben. Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 26. Juni. Das rheumatische Leiden des Grafen Andrassy hat nachgelassen. Der Kaiser besuchte am Sonnabend Andrassy persönlich und verweilte längere Zeit bei ihm. — 26. Juni. Haus der Abgeordneten. Die süd⸗tyroler Abgeordneten legten ihr Mandat nieder, indem sie in ihrer bezüglichen Zuschrift betonten daß das Haus in seiner Abstimmung in Sachen der Gewährung größerer Autonomie für Süd- Tyrol bewiesen habe, daß die Abgeordneten von dem Hause nichts zu erwarten haben. Pest, 26. Juni. Unterhaus. Debatte über die orientalische Frage. Graf Albert Apponyi und Benjamin Kallay betonten die Nothwendig⸗ keit, daß die Integrität der Türkei erhalten bleibe. Minister-Präsident Tisza versicherte, der jüngste Minister⸗Rath habe beschlossen, weder benachbartes Gebiet zu occupiren, noch zu mobilisiren. Die Monarchie sei entschlossen, keine Besitznahme be— nachbarten Gebietes durch eine fremde Macht zu dulden.(Beifall.) N Frankreich. Paris, 25. Juni. Eine gestern hier in Umlauf gesetzte Nachricht, daß der am Dienstag nach Ems abreisende Botschafter Marquis de Gontaut-Biron dem Kaiser Wilhelm ein eigenhändiges Schreiben des Marschalls Moe Mahon überbringen werde, wird officiös als un- begründet bezeichnet. — Die Zeitungen veröffentlichen ein Manifest der 0 erden. Enge“ ni: 6 hierauf Be stühere indem e begleilet lich den zug nas gorhand Gr von M Cabinet langen dem Ri Burear Ti Mukhia Truppen Russen luste un Unordm ftätigt, Montas große die T Außer finde Deliba geschla das 9 Saib haben ahzusc tenegrt schuk. Die T des E Donne Molla⸗ risch Depesc F enbeng⸗ ten gung von Hung · Com · Schul ⸗ werdtn an Zulasfung aten dußerften des Senats, welches die Wähler auffordert, die 363 Deputirten der Linken wiederzuwählen. Versailles, 25. Juni. Sitzung der De— putirtenkammer. Der Präsident spricht der Kammer seinen Dank für das ihm bezeugte Wohlwollen aus. Das Land werde berufen werden, um sein Urtheil über die Kammer zu sprechen. Es werde anzuerkennen wissen, daß sich dieselbe in der nur zu kurzen Zeit ihrer Dauer um Frankreich wohl— verdient gemacht habe.(Beifall auf der Linken.) Grévy verliest hierauf das Auflösungs-Decret, welches besagt, daß die Wähler in einer Frist von drei Monaten zu Neuwahlen würden berufen werden. Die Linke rief: Es lebe die Republik! Einige Stimmen: Es lebe der Friede! Die Rechte rief: Es lebe Frankreich! Die Sitzung wurde hierauf aufgehoben. Belgien. Brüssel, 25. Juni. Der frühere Staats- Minister Rogier wurde gestern, indem er den König zum Wettrennen nach Spaa begleitete, vom Schlage gerührt. Der König ließ den verdienten Staatsmann mit einem Expreß⸗ zug nach Lüttich bringen. vorhanden. Großbritannien. London. Gerüchte von Meinungs- Verschiedenheiten innerhalb des Cabinets anläßlich des vom Parlamente zu ver— langenden außerordentlichen Credits, sowie von dem Rücktritte des Lord Salisbury sind„Reuter's Bureau“ zufolge unbegründet. Türkei. Constantinopel. Eine Depesche Mukhtar Pascha's vom 21. d. meldet: Die türkischen Truppen schlugen die Russen bei Elbaz. Die Russen erlitten nach längerem Kampfe große Ver- luste und traten, von den Türken verfolgt, in Unordnung den Rückzug an.— Officiell wird be- stätigt, daß das türkische Corps von Wan am Montag die Russen schlug. Die Russen erlitten große Verluste und flüchteten nach Bajazid, das die Türken noch an demselben Tage cernirten. Außerdem wird versichert, Mukhtar Pascha be- finde sich in Tackodja in der Umgebung von Delibaba. Vor Kars seien die Russen neuerlich geschlagen worden. Ferner wird officiell bestätigt, daß das vereinigte Corps Suleiman Pascha's und Ali Saib Pascha's siegreich gegen Cettinje vormarschirt. — Suleiman Pascha und Ali Saib Pascha haben den Befehl erhalten, keinen Waffenstillstand abzuschließen, sondern Cettinje und ganz Mon- tenegro zu besetzen. — 25. Juni. Die Russen bombardiren Rust⸗- schuk. Zahlreiche Geschosse fallen in die Stadt. Die Türken erwiedern das Feuer.— In Folge des Erfolges, welchen Mukhtar Pascha am Donnerstag errang, zogen sich die Russen gegen Molla⸗ Suleiman zurück. In Bajazid werden die türkischen Behörden wieder eingesetzt.— Eine Depesche des Commandanten von Batum meldet: Am 23. Juni griffen mehrere russische Colonnen die türkischen Positionen an, wurden jedoch zu— rückgeworfen. Die Russen erneuerten ihren An- griff am 24. d., wurden jedoch abermals zurück- geworfen und gezwungen, die erste Operationslinie Noch ist Hoffnung aufzugeben. Die Russen verloren an beiden Tagen 2100 Torte. Erzerum. Am 21. und 22. d. fanden ernste Gefechte bei den Engpässen von Delibaba statt. Die Russen mußten sich auf Seidekan zu⸗ fückzieben. Der Kampf dauerte 33 Stunden. Der Verlust auf beiden Seiten war beträchtlich. Montenegro. Cettinje. 23. Juni. Bon heute Morgen bis 7 Uhr Abends fand ein trbitterter Kampf bei den Dörfern Sanichi und Ninici statt. Der beiderseitige Verlust an Todten und Verwundeten ist sehr beträchtlich. Serbien. Belgrad. Der Kriegsminister bat 16 Bataillone von ausgedienten Soldaten ter Jahrgänge 1870 bis 1876 zu Lagerübungen einberufen, wobei auch acht aus Milizen und Regulären combinirte Bataillone mitwirken. Rumänien. Bukarest, 25. Juni. Gestern Nachmittag fand ein fünsstündiger Geschütz Kampf jwischen Giurgewo und Rustschuk statt. Der Donau- Uebergang bei Braila dauert fort. Die Garnison nebst Artillerie von Turn- Severin ging gestern nach Zetate ab, wo ein Angriff der Türken 1 erwartet wird. Russische Lieferanten haben hier von griechischen Schiffs Eignern für Widdin be— stimmt gewesene 12,000 Säcke Mehl gekauft. Plojesti, 23. Juni. Gestern Abend verließ der Kaiser Plojesti, kam heute Nachmittag in Braila an, von wo er nach kurzem Aufenthalte den Weg bis Galatz fortsetzte. Vom Bahnhof begab sich der Kaiser direct in das temporäre Kriegs- Hospital. Um 7 Uhr Morgens verließ der Kaiser Galatz, begab sich zurück nach Braila, besuchte das Bivouae der dort liegenden Truppen und darauf die Batterie Nr. 4, wo sich die Geschütze befinden, welche den ersten türkischen Monitor ge— sprengt hatten. Nachmittags kehrte der Kaiser, von dem Thronsolger und den Großfürsten Wladimir, Alexis und Sergius begleitet, nach Plojesti zurück. — 24. Juni. Zehn Compagnien der Riask'schen und Rjäsan'schen Regimenter, unter General Jon— koff, setzten, ohne Artillerie und Cavalerie mit sich zu führen, auf Kähnen über die Donau und nahmen die türkische Position Boudjak nach er— erbittertem, von Morgens 3 Uhr bis Mittags dauerndem Kampfe gegen 3000 bis 4000 Mann Infanterie, 200 Mann Cavalerie und 2 Geschütze. Die Russen nahmen mit dem Bajonnet sämmtliche Positionen und faßten, ohne die Türken zu ver— folgen, auf den Höhen festen Fuß, um Lebens- mittel, Pferde, Munition und Ambulanzen abzu— warten. Getödtet wurden: 3 Offiziere und 41 Soldaten, verwundet: 2 Offiziere und 92 Soldaten. Gestern besetzte General Zimmermann mit dem Boradino'schen Regiment das von den Türken verlassene Matschin. Obwohl die Brücke über die Donau vollendet war, wurde dieselbe wegen des Hochwassers zwischen Getschet und Matschin nicht benutzt. Die Türken haben Tultscha und Isaktscha geräumt und gehen auf Hirsowa zurück. — Einer Meldung der„Presse“ zufolge wäre die rumänische Armee dazu bestimmt, bei Gruja oberhalb Kalafat, gegenüber Radujewatz an der serbisch⸗türkischen Grenze über die Donau zu gehen und Widdin im Rücken anzugreifen und zu nehmen. Die Russen hätten hiefür drei Brückentrains, Be— lagerungsgeschübz und 68 Kanonen bereit gestellt. Rußland. Petersburg. Ein officielles Telegramm von der Kaukasus- Armee meldet vom 23. Juni: Bei Kars dauern die Errichtung von Belagerungs-Batterien und die Bombardirung der nördlichen Forts fort. Am 22. d. machten zwei türkische Bataillone mit einer Batterie und zwei Escadronen einen Ausfall. Die russische Cavalerie griff die Türken an und zwang dieselben, sich in die Festung zurückzuziehen, wobei die Türken einen bedeutenden Verlust erlitten. Auf russischer Seite ward ein Kosak getödtet und drei Dragoner, zwei Kosaken verwundet,— Aus dem zweiten Wladi— kawskaser Regiment wird gemeldet: Mehrere von Wan hecgekommene Kurden haben Bajazid zer— nirt, dessen Garnison schon mehrere Angriffe zu- rückgewiesen hat. Verstärkungen sind unterwegs. Aus Stadt und Land. Langgöns, 26. Juni. Der Zugführer Illig, der jetzt 26 Jahre im Dienst ist, wurde gestern Abend hier überfahren. Der Verunglückte liegt hoffnungslos in Gießen. Gießen. Nach dem amtlichen Personalbestand nehmen im laufenden Sommer⸗Semester an den Vorlesungen der hiesigen Universttät überbaupt Theil 347 Zuhörer, davon eigentliche Studirende 323, Personen reiferen Alters 24. Von den eigentlichen Studirenden widmen sich der Theologie 22, der Rechiswissenschaft 82, der Mediein 70, der Thier⸗ arzneikunde 8, der Kameralwissenschast 4, der Forstwissen⸗ schaft 9, der Mathematik 16, der klassischen Phllologie 27, der neueren 17, der Phllosophie und den Naturwissen⸗ schaften 19, der Pharmacie 24, der Chemie 25. Darmstadt, 26. Juni. Bei der heute staltgehabten Condolenz-⸗Cour waren folgende Städte verireten: Friedberg (Bürgermeister Foucar), Offenbach, Bingen, Büdingen, Alzey, Erbach, Worms, Gießen, Butzbach(Bürgermeister Küchel, Beigeordneter Vogt und Gemeinderath Weidmann). Allerlei. Köln, 25. Juni. Gestern Morgen zwischen 8½ und 9 Uhr ist die Gegend zwischen Aachen und Köln von einer starken Erd⸗Erschütterung heimgesucht worden, von deren Verbreitung zablreiche Meldungen aus der Provinz in der„K. 3.“ Zeugniß geben. Handel und Verkehr. Friedberg, 26. Juni. Waizen M. 26.50. Korn 22.—. Gerste M. 18.50. Haser M. 14.50—19 M. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo 200 Zollpfun d. Halstüchern billigst bet Friebbera, 27. Juni. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 1.40. Eier per Stück 6 Pf. Gießen, 26. Juni. Wochenmarkt. Butter per Pfund M. 1.30— 1.35. Eier per Stück 6 Pf. Käse per Stück 5—9 Pf. Tauben das Paar 65 Pf. Hübner per Stück 85 Pf. Habnen per Stück 80 Pf. Kartoffeln, 100 Kilo, M. 8.40. Frankfurt, 25. Juni. Der beutige Viehmarkt war gut befahren. Angetrieben waren: 480 Ochsen, 200 Kühe und Rinder, 260 Kälber und 300 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. M. 63—65., 2. Qual. M. 58—60. Kühe und Rinder 1. Qual. M. 54—56., 2. Qual. M. 50-52. Kälber 1. Qual. M. 56—58., 2. Qual. M. 50.—. Hämmel 1. Qual. M. 54—56., 2. Qual. M. 48—51. Schweine 60 Pf. das Pfund. Frankfurt, 25. Juni. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 43., Nr. 2 M. 39., Nr. 3 M. 35., Nr. 4 M. 31., Nr. 5 M. 25. Roggenmehl 0%(Berliner Marke) M. 28, do. II.(Berliner Marke) M. 23., Weizen ab Babnbof hier M. 27.—., ab unserer Umgegend M. 26.25- 26.50. fremder je nach Qual. M. 22—26. Korn M. 17— 20.50. Gersie M. 19—21., Hafer M. 13-17. Erbosen M. 21—24. Wicken M. 17.50. Linsen M. 21—30. Nüböl M. 72.—. Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zoll⸗ Gewicht= 100 Kilo. Main, 25. Juni. Producten⸗Markt. Waiien per Juli 23.60., per Nov. 22.—. Korn per Juli 16 20., per Nov. 16.—. Hafer pet Juli 15.20., per Nov. 15.—. Nüböl per Juli—.—., per Oct. 35.30. D. Frankfurt a. M., 26. Juni. Obgleich die Course heute eine kleine Besserung zeigen, kann die Grundstimm— ung der Börse doch nicht als fest bezeichnet werden, da das Geschäft anhaltend lustlos und ohne nennenswerthe Bedeutung bleibt. Als Motive der Courssteigerung dürften die Meldungen bezeichnet werden, nach welcher größere kriegerische Verwicklungen vorläufig nicht zu fürchten sind, ferner aber haupisächlich die höheren Nolirungen, welche von allen auswärtigen Plätzen, ohne Ausnahme, einliefen. Die Baissespekulation wurde hierdurch, sowie anläßlich des nahen Ultimo, veranlaßt, ihre Engagements zu lösen, welcher Umstand, so geringfügig auch die betreffenden Trans⸗ actionen sein mögen, seinen Emfluß auf die Börse, in Anbetracht der sonstigen unbedeutenden Umsätze, auszuüben nicht verfehlte. Ganz gegen Schluß trat noch ein weiteres Steigen der Course auf die Auslassungen der„Agence russe“ ein, wonach Rußland seinen Verpflichtungen gegen die Großmächte loyal nachkommen werde und ferner versichett wird, daß der gegenwärtige Krieg die Consolidirung der europäischen Berhältnisse bezwecke. Cceditactien bewegten sich zwischen 112½—/ und 113½, Staate bahnactien zwischen 181¾— 182— 181¼ und 182‘, Lombarden nabe 60. Von ausländischen Fonds besserten sich österr. Goldrente ½%, Silberrente und Papierrente je 0%. Ungarische Schatzbons hielten sich sest. Russen sind un⸗ verändert. Oesterr. Bahnen zogen theilweise im Course an. Belebt waren indeß nur Galizier, welche sich ca. 1½ fl. hoben. Von deutschen Bahnen Hess. Ludwigsbahn 0% matter. Von Loosen 1860 8/0 höher. Oesterr. Prioritäten preishaltend. Banken lagen füll. Darmstädter etwas matter. Von Wechseln Amsterdam billiger, Wien 75 Pf. theurer. Geld Cours. Frankfurt am 26. Juni 1877. 20 ⸗Frankenstücke Mk. 16 24 28 Englische Sovereigns„ 20 37-42 Russische Imperiales 4„ 16 67—72 Holländische fl. 10- Stücke. d Ducaten..„ 9 59 64 Ducaten al mareo 6 55 9 59— 64 Dollars in Gold. 1 4 17—20 8 8 8 f 5 8— 82 58. 1 8 82 1 E 1 Il 8 2 0 1 2 —* — 23 885 S 5 888 85 Die soeben erschienene Nr. 39 enthält: Das Glück. Roman von Victor von Strauß.(Fort⸗ setzung.)— Die Torpedos und ihre Anwendung. Von W. Bernhard.— Altathenische Tbeaterzustände. Von Dr. G. Kaibel. Mit 2 Originalzeichnungen von P. Grot Johann: Das dionysische Theater und Vorstellung von Sophoeles„Antigone“ im Dionysustheater des alten Athen.— Am Familientische: Bücherschau. LI.— Das Leuchten der Augen.— Erzerum.— Das Ende Wegele's. Mit einer Beilage: Zur Chronik des Krieges. III. Zu Bestellungen empfiehlt sich Carl Bindernagel in Friedberg. Das Neueste in HBalsbinden, 504 Shlips und Shawls für Herren und Damen in schoͤner Auswahl, Foulards, buntfarbigen setdenen Umknöpftüchern, sowie weißen und schwarzen seidenen K. Friedrich. Ai a nun kk m ach unge 1942 Die Armen⸗Commission der Stadt Friedberg hat beantragt, den dem Hospital zu Friedberg zugeschriebenen, in Gemarkung Rödgen belegenen Acker, Flur I. Nr. 31, alt L. B. 246,31, am steinernen Haus, dem gedachten Hospital ab- und auf den Namen des vereinigten Armen— fonds zu Friedberg zu überschreiben. Demgemäß sind Eigenthums⸗-Ansprüche an den gedachten Acker binnen 4 Wochen, vom ersten Einrücken in die Darmstädter Zeitung an, dahier anzumelden, ansonst dem Antrage stattgegeben und die zum Eintrag in das Mutations— verzeichniß mit dem Erwerbtitel„Ersitzung“ erforderliche Urkunde ausgestellt werden wird. Bad⸗Nauheim den 16. Juni 1877. Großherzogliches Landgericht Bad-Nauheim. Hempel. Hofraithe-Versteigerung. 1975 Freitag den 29. d. M., Vormittags 11 Uhr, soll in hiesigem Rathhause die Hofraithe der Friedrich Christian Ritzel's Wittwe auf deren freiwilligen Antrag einer zweiten Versteigerung ausgesetzt werden. Friedberg den 22. Juni 1877. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Fou e a r. Bekanntmachung. 2019 Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß ge— bracht, daß wegen Umbaues der durch Berstadt nach Friedberg ziehenden Staatsstraße und zwar im Orte Berstadt innerhalb der an der Hofrafthe des Groß— herzoglichen Bürgermeisters Weil beginnenden und bis zum unteren Ende der Scheuer von J. Staus Wittwe ziehenden Strecke derselben der Fuhrwerksverkehr in der Zeit vom 2. bis 14. Juli l. J. abgesperrt werden wird, weßhalb alles dort passirende Fuhrwerk den kurzen Umweg längs der oberhalb und unterhalb der gedachten Strecke abzweigenden Gemeindestraßen einzuhalten hat. Nidda am 25. Juni 1877. Großherzogliches Kreisbauamt Nidda. W Holzversteigerung. 2017 Im Licher Stadtwald, Distrikt Fichtenkopf, kommt am 4. Juli d. J. folgendes Bau- und Werkholz zur Versteigerung: 3 Eichenstämme von 24— 28 Centimeter Durchmesser und 7 Meter Länge, zu Wagnerholz geeignet; 500 Fichtenstämme bis 36 Centimeter Durchmesser und 20 Meter Länge; 300 Fichtenstangen bis 12 Centimeter Durchmesser und 15 Meter Länge. Die Zusammenkunft ist am Pflanzgarten auf dem Vieinalweg von Lich nach Hattenrod 9 Uhr Morgens. Zahlungsfrist wird gegen Bürgschaft bis Martini 1878 gestattet. Lich den 22. Juni 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. eng. Streulaub⸗Versteigerung. 2015 Freitag den 29. d. M. werden im Ober⸗Rosbacher Gemeindewald, Distrikt Alter Heegwald, 103 Haufen Laub, à 4 Kubikmeter, öffentlich meistbietend versteigert werden. Zusammenkunft und Anfang Morgens 9 Uhr am Pflanzgarten. Ober⸗Rosbach am 25. Juni 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober⸗Rosbach. Ble che r. Kirschen-Versteigerung. 2010 Die Erndte von 140 Kirschbäumen, eira 150 Centner, der hiesigen Gemeinde gehörig, soll Dienstag den 3. Juli d. J., Vormittags 11 Uhr, auf Ort und Stelle versteigert werden. Fauerbach b. Fr. den 26. Junt 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Fauerbach b. Fr. Helfer ch. Arbeits ⸗Versteigerung. 2008 Montag den 2. Juli, Vormittags 9 Uhr, sollen in der Gemeinde Reichelsheim nachstehende Arbeiten der Versteigerung Einladung zum Abonnement Wetterauer Voten. Den geehrten Lesern zur gefl. Nachricht, daß der„Wetterauer Bote“ auch im nächsten Quartal in der seit⸗ herigen Art und Weise wöchentlich dreimal erscheinen wird. Die neuesten politischen Nachrichten aus Nah und Fern, sowie alle wichtigen Begebenheiten des Handels, der Induftrie und Landwirthschaft bringen wir mit der größten Raschheit und möglichsten Ausführlichkeit. Die allwöchentlich in unserem Blatte erscheinenden Leitartikel werden alle wichtige Tagesfragen noch besonders in leicht faßlichem Sinne besprechen. Als Organ der Turnvereine des Bezirks Hessen siud alle dahin einschlagenden Nachrichten in dem Blaite enthalten. Das seit dem 1. Januar c. erscheinende, der Samstagsnumuer gratis beigegebene Sonntagsblatt wird gute Erzählungen, abwechselnd mit Aussätzen aus allen Gebieten der Wissenschaft enthalten, so daß gewiß den geehrten Lesern eine angenehme und unterhaltende Lectüre dadurch verschafft wird. Der vierteljährliche Pränumerationspreis für Butzbach und dessen Umgegend, sowie durch die Post bezogen beträgt 1 M. 25 Pf. excl. Bringerlohn. Inserate finden anerkannt die weiteste Verbreitung, wir berechnen die kleine Zeile oder deren Raum mit 10 Pf. und bewilligen bei mehrmaliger Insertion hohen Rabatt. Die Ausgabe erfolgt: Dienstag, Donnerstag und Samstag. Butzbach im Juni 1877. Die Expedition des Wetterauer Boten. Bad Salzhausen. 2018 Zu dem Sonntag den 1. Juli stattfindenden Ball laden ergebenst ein. 8 5 Gebrüder Eich, Kurhauspächter. Generalversammlung Maͤthildenstifts in Vilbel in 1877. Zu der Freitag den 6. k. Mts., Vormittags 10 Uhr, auf dem Rathhaus zu Vilbel stattfindenden rubr. Ver- sammlung werden die verehrlichen Mitglieder des Stifts ergebenst hiermit eingeladen. Kaichen am 25. Juni 1877. Für den Verwaltungsrath: 2011 Fertsch, Direktor. FCC Ein junger Mann, Bei Carl Bindernagel in Friedberg und Nauheim ist vorräthig:. Gesetz, Die Gesinde⸗Ordnung betreffend. Vom 28. April 1877. Amtliche Handausgabe. Geschästs-Empfehlung. 1761 Unterzeichnete empfiehlt fich im Anfertigen von Damenkleidern in und außer dem Hause unter Zu⸗ sicherung geschmackvoller Arbeit und prompter Bedienung. Friedberg im Juni 1877. Elisabeth Klinkerfuß, wohnhaft im Hause des Herrn Georg Magnus in der Vorstadt. 7 Anzeige *. 2006 In Gießen, in unmittelbarer Nähe der Stadt, ist eine in der schönsten und gesundesten Lage befindliche Besitzung, aus drei Morgen des besten Gartenlandes, aus Wohnhaus und Stallungen bestehend, unter recht günstigen Bedingungen zu verkaufen. Der günstigen Lage und der sonstigen Verhältnisse wegen eignet sich diese Besitzung zum Betriebe einer Milch-, einer Wein⸗ und Bierwirthschaft, zur Errichtung eines Branntwein— und Liqueur- oder eines andern Fabrikgeschäfts. Verkauf von Vieh. 1962 Die Erben des verstorbenen Joh. Waltz III. wollen aus freier Hand verkaufen: 2 Pferde, 3 trächtige Kühe, 1 fette Kuh. 4 Rinder, darunter 2 trächtig. Neue Matjes⸗Häringe, „ kuss. Sardinen, „ Sardellen, Nürnberger Ochsenmaulsalat 1928 bei Wilh. Fertsch. Dampf-Dreschmaschine. 1987 Eine Spferdige Dampfdreschmaschine mit Locomo— bile, im besten Zustande, frisch aus der Reparatur, mit diversen Reservetheilen, billig zu verkaufen. A. Jung Wittwe in Wölfersheim bei Friedberg. 10 bis 50 Fuder Strohseile 1924 unter annehmbaren Preisen zu verkaufen bei Assenheim. Eberhard Walther. Ein kräftiger Junge 1923 kann das Dachdeckergeschäft erlernen bei Assenheim. Eberhard Walther. in Accord gegeben werden: Mark Pf Maurerarbeiten, veranschlagt zu 246 60 Zimmerarbeiten 139— Schreinerarbeiten 12— Weißbin derarbeiten 224— Lieferung von Backsteinen 27— Lieferung von Kominsteinen(Tuffstein⸗ Röhren) 103 40 Assenheim den 25. Juni 1877. Wenck, Bezirks bauaufseher. 2005 Einige gebrauchte, noch in gutem Zustand befindliche Wagen, als: Caleschen, Landauer, habe an Handen zu ver kaufen; auch liefere ich neue Wagen. Frankfurt am Main, Schneid wallgasse 9. 1 A. Armbruster, Wagnermeister. gilt als das beste Mittel gegen Husten, Hals- und Brustschmerzen. zu haben bei Trauben-Brust-Syrup mit Fenchelhonig Heiserkeit, ½% Flasche à Mark 1. 1—˙¹ 5 0 Frau Hofl. Windecker in Friedberg, P h. J. Weiss in Bad-Nauheim. 2070 welcher seiner Lehrzeit Genüge geleistet hat, bereits 3 Jahre in einem Colonialwaaren⸗Geschäft, sowie Produkten⸗ handlung thätig war, der französischen Sprache mächtig und mit der einfachen und doppelten Buchführung betraut Placement. 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Druck und Verlag von Carl Bindernagel. ist, sucht unter bescheidenen Ansprüchen anderweitiges 18 Rechn Donn Comp D Groß Kreis dite lenner nit d belran Traut Groß gebun um Aussc der Orase Nouf 2 Nittt in merku band scheidt lragel Versa des 3 lach Justr zur 0 dels. sch schaͤft 2 Gesch abges 10 in B. nehry unge