1877. Dienstag den 27. März. M36. berhessischer Anzeiger. Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet. Beitessend: Die Abnahme des BVerfassungseides vom(. Pflichtigen zur Ausschwörung des Verfassungseides Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. Quartal dieses Jahres. zu laden baben. Betreffend: Die Einsendung der für die Landeswaisen⸗Anstalt zu erhebenden Collekten und Büchsengelder. Das Großh. Kreisamt Friedberg an die Großh. Friedberg am 24. März 1877. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 17. dieses Monats, Kreisblatt Nr. 33, benachrichtigen wir Sie, daß irrthümlich Dienstag der 2. April statt den 3. und Donnerssag der 4. April statt den 5. April angegeben ist; Sie daher auf den 3. beziebungsweise den 5. April die Dr... Friedberg am 24. März 1877. Bürgermeistereien und den Großh. Polizeicommissär zu Wickstadt. 0 ö 5 Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 17. vorigen Monats, Amtsblatt Nr. 5, benachrichtigen wir Sie, daß die Waisenhausbück sen⸗ gelder von September vorigen Jahres an erst am 31. Januar kommenden Jahres einzusenden sind, wonach Sie sich bemessen wollen. Dr. en. An die Großherzogl. Bürgermeistereien in den Großh. Distriktseinnehmereien Friedberg und Nieder-Wöllstadt. Wir ersuchen Sie, in Ihren Gemeinden durch die Schelle bekannt machen zu lassen, daß die Berichtigung der Forst- und Feldstrafen für die I Periode 1877 bis zum 15. April dieses Jahres an den Zahltage Friedberg den 26. März 1877. Großherzogliche Districtseinn Weig n Dienstags und Donnerstags ohne Mahnung anher gescheben kann. ehmerei Friedberg und Nieder-Wöllstadt. e l. Nile 5. Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großberzogliche Regier⸗ ungsblatt Nr. 14 enthält: I.—IV. Uebersichten det für 1877 genehmigten Um lagen in den Gemeinden des Ketises Laulerbach, und in den istaeclitischen Religionsgemeinden der Kreise Mainz, Dieburg und Oppenheim. V. Bekanntmachung, die Vorlesungen des Sommer Semesters 1877 an der polytechnischen Schule beiteffend. VI. Ordensverleihung. VII. Ernennung in Beziebung auf den Landtag VIII. Erthelung von Erfindungspatenten. IX. Charakierertheilungen. X. Concurtenzeröffnungen: Erledigt sind: die Schul stelle zu Einartshausen, Gehalt 685 M. 71 Pf.; dem Grafen zu Solms Rödelheim siebt das Präsentationsrecht zu; die Schulstelle zu Winterkasten, Gehalt 771 M. 43 Pf.; das Präsentauionsrecht steht dem Grasen zu Erbach— Erbach zu; die Schulstelle zu Klein- Steinheim, Gehalt 685 M. 42 Pf.; die 3. Schulstelle zu Schaafheim, Gehalt 685 M. 71 Pf. Darmstadt, 24. März. Die Beerdigung des Prinzen Karl fand heute Morgen in der von dem Programm festgesetzen Weise statt. Dem in 6 Pferden gezogenen Leichenwagen folgten außer den Prinzen des Großh. Hauses von fürstlichen Personen: Prinz Friedrich Carl von Preußen, Generalseldmarschall als Vertreter des deutschen Kaisers, Prinz Carl von Baden, der Landgraf von Hessen, der Fürst von Schwarzburg- Rudol- stadt, Friedrich Wilhelm von Hessen, ferner Ge. neral der Cavalerie v. d. Tann, als Vertreter des Königs und Graf v. Pappenbein als Vertreter der Köngin-Mutter von Bayern, ferner die hiesigen Gesandten der fremden Höfe, sowie viele Standes herren und Vertreter kleinerer Höfe. Der endlose Leichenzug documentirte eine großartige, imposante Trauerfcierlichkeit. — Militärdienstnachrichten. El. vom 1. Ins.-Regt. Nr. 115 in das 8. Juf.- dasselbe Regt. Nr. 45 versetzt. Hanesse, Sec. Lt. vom zweiten Lesung ieutenant Die Wahl Tett 4. Inf. Regt. Nr. 118 zum Premier- befördert, Friederiche, Sec.-Lt. der Landwehr im Landw. Regt. Nr. 115, Krämer, Sec. Lt. der Landw. im 4. Landw.- Regt. Nr. 118, Engel, Metzger, Schiffer, Sec. Lts. der Landw. im 4. Fandw.⸗Regt. Nr. 118 zu Premierlieutenants besörder'. Brentano, zuletzt Bats.-Command. im Ins.-Regt Nr. 52 zur Disposition gestellt. Locher, Set.- Et. vom Feldartillerteregiment Nr. 25 der Abschied bewilligt. Prin, Sec.-Lt. der Landwehr im 4. Land w.-Regt. Nr. 118 der Abschied bewilligt. Berlin, 23. März. Sitzung des Reichs tages. Präsident Forckenbeck theilt mit, daß der Gesetzentwurf, betr. die Verlängerung des maligen norddeutschen Bundes Ekhard, See.- Gesetzes über den Sitz des tages empfangen und dessen Glückwünsche huldvoll dankend entgegengenommen habe.— Der Abg. v. Frankenstein beantragt, das jetzige Präsidium für die Dauer der Session wiederzuwählen. Das Haus erhebt diesen Antrag zum Beschluß. Der Etats bis Ende April wird in erster und zweiter Lesung ohne Debatte genehmigt. Es folgt die dritte Lesung des Gesetzentwurses über die Landesgesetz⸗ gebung in Elsaß Lothringen, welcher mit einem unerheblichen Amendement des zweiten Präsidenten von Stauffenberg angenommen wird.— Die Rechnung über den Reichshaushalt von 1873 wird an die Budget Commission verwiesen.— Es folgt der Antrag Rittinghausen's, der Stadt Cöln die von ihr erbauten Festungswerke, in so— sern solche cemmunalen Ursprungs sind, unentgelt⸗ lich zur Verfügung zu stellen. Der Abg. Ritting⸗ hausen begründet seinen Antrag und weist aus der Geschichte der Festungs werke nach, daß Recht und Billigkeit für die unentgeltliche Ueberlassung sprächen. Das Haus beschließt den Antrag an die Budget Commission zu verweisen.— 24. März. Der Regierungs-Commissär Michaelis theilt bei Berathung des Gesetzes über die Etatsverlängerung mit, daß sich aus dem Antheile des norddeutschen Bundes an der französischen Kriegs-Contribution 20 Mill. Rest- Bestände ergeben hätten, welche innerhalb 14 Tagen unter die Staaten des vor vertheilt werden würden. Außerdem stünden in Aussicht weitere 13 Mill., über welche noch kein Beschluß gefaßt sei. Das Bei der dritten Lesung des Reichsgerichts wird Beschlüssen der wird genehmigt. unverändert nach den au's(5. Wahlkreis Königeberg) wird für gültig erklärt und schließlich der Reichs- tag bis zum 10. April vertagt. Berlin, 22. März. Das Geburtstagsfest Kaisers ist hier so festlich begangen worden, wie kaum jemals in früheren Jahren. Nachmittags wurde dem Kaiser das ihm von den deutschen Fürsten geschenkte Bild überreicht. Die Kaiser von Oesterreich und Rußland haben den Katser Wilbelm telegraphisch beglückwünscht, die Könige von Bayern, Belgien und Spanien vermittelst eigenhändigen Schreibens. 22. MNätg. Der„Reichs- Anz.“ meldet: des mit großer Majorität angenommen. [Kaiser gestern den Gesammt⸗Vorstand des Reichs- Bei Ulbergabe des von den deutschen Fürsten und freien Städten dem Kaiser geschenkten Bildes von der Versailler Kaiser-Proclamation hielt der König Albert von Sachsen eine Ansprache, worin er sagte: das Bild stelle einen der wichtigsten Mo- mente der deutschen Geschichte, und wohl auch aus dem an großen Augenblicken reichen Leben des Kaisers dar, einen Moment, in welchem der Kaiser auf den Wunsch der Fürsten und freien Städte, die dem deutschen Volke in der Zeit der französischen Gewaltherrschaft verloren gegangene Kaiser-Krone wiederaufgenommen und so Dem, was die deutschen Stämme in gemeinschaftlichen Kämpfen und Siegen erreicht, die äußere Weihe gegeben habe.„Mögen Ew. Majestät das auf blutigen Schlachtfeldern gegründete deutsche Reich noch viele Jahre in ungestörtem Frieden und Wohlergeben regieren!“ — Die freie volkswirthschafiliche Vereinigung des Reichstages bereitet einen Antrag vor, wonach die Regierung ersucht werden soll, die Produetions- und Absatz-Verhältnisse der deutschen Industrie einer Untersuchung zu unterwerfen, und vor Be— endigung derselben keine Handels- Verträge abzu- schließen. a 1 Posen. 23, März. Dem Weibbischof Janis⸗ zewski zu Posen ist gestern die Anklage auf Ent- lassung aus dem Amte behändigt worden. Am 11. April findet in dieser Sache vor dem Gerichts- bofe für kirchliche Angelegenheiten Termin statt. Ausland. Oesterreich- Ungarn. Wien. Das Gesetz über die Etats-Verlängerung„Fremdenblatt“ widmet dem achzigsten Geburtsfeste des deutschen Kaisers einen berzlichen und spm⸗ patbischen Artikel, worin es darauf hinweist, daß Kaiser Wilbelm als Herrscher und Held, als Völker-Hirt und Schlachtenführer, als Erhalter und Neubegründer auf ein so langes Leben der Arbeit und Pflichterfüllung mit dem berubigten Bewußtsein, das Beste gewollt, und mit der lohnen— den Genugthuung, das Höchste erreicht zu haben, zurückzublicken vermag. f— Durch kaiserliches Patent vom 20. er. werden die Landtage der Kronländer einberufen, und zwar der Landtag der Bukowina zum 11. April, der böhmische zum 9. April, die übrigen, mit Ausnahme des galizischen und dalmstischen zum 5. April. e 23. März. Ignatieff wird am Sonntag hier eintreffen. Die„Wiener Abendpost“ bestätigt, daß die Abfassung des Protokolls und die Ab⸗ rüstungs⸗Frage Schwierigkeiten machen. Pest, 23. März. In der Club⸗Sitzung der liberalen Partei wurde der Gesetz Entwurf wegen Aufnahme des Goldrenten- Anlehens, nachdem derselde vom Finanzminister befürwortet worden war, ohne Debatte gut geheißen. i Schweiz. Bern, 23. März. Der National- rath bat heute mit großer Mebrbeit beschlossen, die weitere Behandlung des Gesetzentwurfs bezüg— lich der Telegraphentaxen hinauszuschieben. Frankreich. Paris. Kaiser Wilhelm's Schweigen bezüglich seiner Politik in den Aeußer- ungen an seinem Geburtsfest wird hier dem Frieden ungünstig gedeutet. — Wie der„Constitutionnnel“ erfährt, bat die Exkaiserin Eugenie, welche zu ihrer Mutter, der Gräfin Montijo, nach Spanien reisen will, bei der Versailler Regierung die Ermächtigung nachdesucht, bei diesem Anlaß das französische Gebiet zu berühren. Großbritannien. London, 22. März. Im Unterhause beantwortete der Unter Staats- Secretär Bourke eine Anfrage Potter's dahin, daß der Khedive den Oberst Gordon ermächtigt habe, mit Abessinien Frieden zu schließen. Der⸗ selbe erklärte auf Anregung von Fawectt, die Nachrichten von Unruhen be! Adrianopel seien übertrieben, jedoch habe der dortige englische Consul die Anweisung erhalten, an Ort und Stelle persönlich Erkundigungen einzuziehen. Eine Anfrage Campbell's beantwortete der Schatzkanzler Noctheote dahin, daß die vom Sultan erlassene Amnestie sich nicht auf solche Personen erstrecke, die an den Greuelthaten in Bulgarien theilge— nommen hätten. — 22. März. General Ignatieff nebst Ge- mahlin ist heute Vormittag nach Paxis abgereist und wird von dort nach Petersburg zurückkehren, wohin er, soweit bisher bestimmt ist, seinen Weg über Wien nehmen wird. — 23. März. In der heutigen Sitzung des Unterhauses kam der von Faweett gestellte Antrag zur Verbandlung, wonach das Haus erklären solle, die Regierung sei berechtigt, von der Pforte Garantien für die bessere Behandlung ihrer christ— lichen Unterthanen zu verlangen. Der Antrag- steller richtete bei Begründung der von ihm vor— geschlagenen Resolution Angriffe gegen die Regierung und bezeichnete es als unzweckmäßig, die diplo— matischen Beziehungen zur Türkei wieder anzu— knüpfen. Marquis Hartington billigte zwar den Antrag, fügte jedoch hinzu, derselbe dünke ihm unzeitig, da das Haus die jetzige Politik der Regikrung nicht kenne. Gladstone forderte genaue Aufklärungen seitens der Regierung über die schwebenden Unterhandlungen, ob die Regierung keine Hoffnung mehr hege, Garantien von der Pforte zu erlangen, und welche Schritte sie im verneinenden Falle zu thun beabsichtige. Der Schatzkanzler Nertheote erklärte hierauf, der Augenblick sei noch nicht gekommen, um die Politik der Regierung vollständig zu beurtheilen. Die britische Politik bestehe unverändert darin, den Frieden zu erhalten, das Einvernehmen der Mächte aufrecht zu erhalten und die Interessen Englands zu vertheidigen.„Wenn die Pforte unseren Borstellungen Gehör versagt, so werden wir sie ihrer eigenen Verantwortlichkeit überlassen.“ Der Schatzkanzler erklärte schließlich, die Regierung müsse auf der Abstimmung über die Motive Faweett's bestehen. Sodann wurde die Debatte mit Zu— stimmung der Regierung vertagt. — Der Mißerfolg der Reise Ignatieff's hierher ist hauptsächlich der plötzlichen Wendung Rußlands bezüglich der Abrüstungs⸗Frage und dem dadurch von Neuem entstandenen Mißtrauen Englands zu⸗ zuschreiben. Trotzdem ist eine friedliche Ordnung nach weiteren Verhandlungen der Großmächte nicht aussichtlos. Italien Rom, 23. März. Die Nach- richten über das Befinden des Papstes lauten heute im Allgemeinen ziemlich befriedigend; jedoch nöthegt die in den Füßen eingetretene Schwäche Englands läßt neuerlich den Drei-Kaiser-Bund den Papst, sich im Sessel tragen zu lassen. — 23. März. Mid hat Pascha hat gestern angeblich Neapel verlassen. Es verlautet, die dementirt. Türkei. Konstantinopel, 23. März. Die Verhandlungen mit Montenegro sind abermals ins Stocken gerathen. Sapfet Pascha wird in dieser Angelegenheit nächstens einen Beschluß des Parlaments provociren. Dieser Beschluß böte als ⸗ dann die Richtschnur der ferneren Haltung der Pforte. — 25. März. Die montenegrinischen Friedens Unterhändler haben telegraphisch nach Cettinje gemeldet, die Pforte beharre auf der Ablehnung der Forderung Montenegro's betreffs der ane der Districte von Niksic, Kucci und Kolatschin und wolle nur die Grenzberichtigung gegen Albanien hin bewilligen; sie ersuchten demnach um nähere Weisungen. 0 Wie versichert wird, hat England gegaucht. der Rhede von Poti bis Noworossijsk einschließ ⸗ Wiedereinberufung des vaticanischen Coneils werde 85 0 vorbereitet. Die Nachricht, daß die Eidesformel für die Bischöfe abgeändert werden solle, wird Hayes hat die beiden rivalisirenden Bewerber um lich gelegt werden. Amerika. Washington. den Gouverneur⸗Possen von Südcarolina, Cham-⸗ berlein und Hampton, ersucht, entweder persönlich in Washington zu erscheinen oder einen Vertrauens- mann zu entsenden, um die Sachlage in Süd- Carolina zu erörtern. Aus Stadt und Land. * Friedberg. Die Mittheilungen, welche Herr L. F. bier vor Kurzem dem„Vorwärts“ gemacht bat und welche in Nr. 35 d. Bl. unverändert wiedergegeben sind, enisprachen in mehreren Punkien nicht der Wirklich⸗ keit, so daß— zumal für die auswärtigen Leser Ihres Blatts— eine Richtigstellung geboten scheint. Nach der Behauptung des Herrn L. F., der nicht zu hoch greifen will, sind in unserer Stadt urplötzlich mindestens 300 „offene“ Sozialisten und noch eine Masse„geheimer“ auf⸗ Herrn L. F. wird man wobl nicht zu den die Abtretung von Nikfie nach vorheriger Schleif-„geheimen zählen dürfen, er würde aber„offener? ge— ung der dortigen Festungswerke anempfohlen; die Pforte halte jedoch die Abtretung selbst in diesem Falle für unmöglich. Montenegro. Cettinje, 23. März. Fürst von Montenegro hat der Verlängerung des Waffenstillstandes bis 13. April zugestimmt. Rumänien. Bukarest, 23. März Seitens der mit Verfolgung der Anklage gegen mehrere ehemalige Minister betrauten Commission ist jetzt der Deputirtenkammer die Anklage-Acte vorgelegt worden. Danach ist die Anklage gegen Catargiu, Lahovari, Floresco, Majoresco und Mavrogheni aufrechterhalten, gegen Cretzulesco und Carp aber zurückgezogen. Die Aufrechterhaltung der Anklage gegen Boerescn, Cantakuzeno und Brosetti wird dem Ermessen der Kammer überlassen. ö Griechenland. Athen. Der Minister⸗ Präsident Deligeorgis hat angekündigt, daß zur Neuberathung der Rüstungs- und Wehr-Gesetze die Kammern zu ihrer nächsten Session schon für den Mai einberufen werden sollen. Durch die Unterstützung von Trikupis ist die Lage des neuen Ministeriums befestigt. Rußland. Petersburg, 23. März. Die Londoner Protokoll- Verhandlungen sind als gescheitert zu betrachten. Die russische Regierung wird niemals der Aufnahme eines Passus über die Abrüstung der russischen Armee in das Pro- tokoll zustimmen. bezügliche Insinuation Englands wurde entschieden zurückgewiesen. Be harrt England auf seinen diesbezüglichen Forder⸗ ungen, so sind alle weiteren Verhandlungen zwecklos. General Ignatieff trifft heute in Paris ein und reist alsbald weiter nach Wien. Die Haltung Der Die in den Vordergrund treten und dürfen diesbezügliche Verhandlungen als bevorstehend signalisirt werden. — Ignatieff ist von London mißvergnügt abgereist; er äußerte: England wünsche den Krieg im Orient. — Der Verlauf der Londoner Verhandlungen und die Sprache der englischen Regicrungsblätter veranlaßt die meisten hiesigen Blätter in entschieden tadelndem Sinne sich zu äußern. Es wird vor— nehmlich hervorgeboben, daß die britische Regierung von vornherein bezweckt habe, Rußland nur die Wahl zwischen Beschimpfung und Krieg zu lassen. — Eine Correspondenz der„Agence Russe“ führt aus, daß die Frage, ob Krieg oder Frieden, gegenwärtig ihre Entscheidung nicht in Petersburg, sondern in London finde. Das russische Cabinet sei mit seinen friedlichen Absichten bis an die äußerste Grenze gegangen und halte dieselben auch jetzt noch auftecht. Wenn trotzdem der Krieg nunmehr ausbreche, so werde die Verankwortlichkeit allein England zufallen. Odessa. Wie amtlich bekannt gemacht wird, sind sowohl auf der Rhede von Poti als auch an verschiedenen Stellen des Ufers von Poti bis zu der Mündung des Flusses Tscholock Torpedos gelegt worden. Die Schiffe, welche dort vorüber— fahren, dürfen nicht näher als zwei italienische Meilen von der Küste vor Anker geben; diejenigen, welche in die Rhede einlaufen oder sich dem Ufer mehr nähern wollen, haben einen Lootsen zu nehmen. In nächster Zeit sollen auch Torpedos nördlich bandelt baben, wenn er sich in dem, was er der Oeffent⸗ lichkeit übergab, streng an die Wahrbeit gehalten hätte. Mit den 300„offenen“ Sozialisten, die hier sein sollen, macht er sich selbst und Anderen etwas weiß. Die Zahl der in Friedberg sich aufhaltenden„offenen“ Sozialssten glauben wir, boch gegriffen, auf 60—80 schätzen zu dürsen, worunter wohl noch mancher Neuling unter die Gattung der„Halbmürben“ zu rechnen sein wird; das weilere Auftauchen einer Masse„geheimer Soziallsten“ halten wir für ein Traumbild des Herrn L. F., welches ihm seine Pbantasie vorgezaubert hat. Die Gründung des liberalen Wahlvereins für den 2. Oberhess. Reichstagswahlkreis ha: mii den Vorgängen, welche mit der Bildung einer Arbeiter— Hilsskosse zusammenfielen, nicht das Mindeste zu schaffen. Ebenso wenig verdankt der liberale Wahlverein seine Eutstebung dem„Schrecken der Gegner der Socia— listen.“ Wozu solche Flunkereien, zumal wenn man es so leicht bat, den Sachve halt bei der ganz öffentlich be— lriebenen Gründung des liberalen Wablvereins zu erfahren? Ueber die in den L. Fischen Bericht hinein gezogene Wirtbsbausscene, welche sich vor einigen Sonntagen in dem biesigeu Stammlocal der Socialisten zugetragen hat, gehen wir mit Stillschweigen hinweg, da wir uns nicht in Bierbank-Zänkereien mischen und deren öffentliche Be— sprechung nicht für unsere Aufgabe halten. In dem Bries⸗ kasten der Freitags-Nummer des„Vorwärts“ ist eine Be- merkung der Redaction an den„Correspondenten in Friedberg“ dabin lautend: Seien Sie unbesorgt, Ihr Name wird nicht genannt werden.“ Sollten Herrn L. F. selbst über seinen Bericht und der darin enthaltenen „Traumbilder“ Bedenken gekommen sein? Mainz. Nachdem der Rhein ducch sein stetes Steigen bereits wieder ernste Besorgnisse erregt hatte, fällt er seit Donnerstag lanasam. 5 Mainz. Der„Mzr. Anz.“ berichtet: Eine großartige Soldatenschlägerei fand am 22. Abends im„Heilig Geist“ statt. Ein Soldat des 3. Artillerieregiments war zufällig unter die im„Heilig Geist“ seiernden 117er gerathen. Zwei Compagnien der letzteren waren zusammen, der „zer“ wurde schlecht bebandelt. In Folge dessen drangen ein Theil der gerade auf dzr Straße schnell zusammen⸗ gerafsten Soldalen des 13. Husarenregiments, der Zer, der 87er, 88er und 118er in den„Heilig Geist“ ein und gingen mit blanker Waffe gegen die 17er vor, wobei den letzteren übel mitgespiell wurde. Noch um 4 Uhr Morgens wurde ein 117er Lazareihgehülse zusammengehauen, daß er schwer verwundet zusammenstürzte.„Am Lappenhaus“ war selbstwerständlich ebenfalls Randal. Heute früh war die Hauptwache derart überfällt, daß die Wache keinen Platz im Lokal mehr fand. Eine ganze Reihe Soldaten wurden in die Citadelle geschafft, eine große Zahl anderer liegt im Lazareth. Am Markt, Brand ꝛc. sah man überall noch heute Morgen Blutspuren. Aehnliche Excesse meldet man von Miniernacht. Allerlei. Cassel. Der taubstumme Mensch, welcher auf der Station Allendorf a. W. verlassen aufgefunden war, ent⸗ puppt sich j tzw als ein Schneiderlehrling Kopp aus Rolls hausen. Die mystisch- romantische Geschiche von einem zweiten Caspar Hauser hat somit ein sehr prosaisches Ende gefunden. Wien. Die Galizische Karl-Ludwigs⸗Eisenbahn⸗ Gesellschaft zeigt an, daß in Folge Einsturzes einer Brücke auf der Kiew-Brester Bahn der Anschluß- Verkehr von Rußland her über Radziwilow eingestellt worden ist. Madrid. Bei einem Zusammenstoße zweier Eisen⸗ bahnzüge auf der Südbahn kamen mehrere Personen um's Leben, verschledene andere erlitten Verwundungen. Handel und Verkehr. Frankfurt, 24. März. Fruchibericht. Mehl Nr. 1 M. 41., Nr. 2 M. 37., Nr. 3 M. 33., Nr. 4 M. 29., Nr. 5 M. 23. Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 2., do. II.(Berliner Marke) M. 22., Weizen ab Bahnhof bier M. 26.50—75., ab unserer Umgegend M. 26.5026. fremder je nach Qual. M. 21—25.50., Korn M. 18.25 bis 19.75., Gerste M. 19—21., Hafer M. 14—18., Erbsen M. 21—24., Wicken M. 19., Linsen M. 21—30., Rüböl M. 76. Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht— 100 Kilo.„ Frankfurt, 24. März. Der heutige Heu- und Strohmarkt war gut befahren. Heu kosicte je nach 0 Der Prästdent Oui. 1 ——— . Qualtät per Cenimner M. 4.— 5.50, Strob per Centner! O. Nr. 11 62 128 34 40 245 68 304 20 96 424 95 M. 4.—4.50. Buuer 1. Qual. im Großhandel das 598 611 39 48 89 730 38 55 70 83 804 66 90 902 Pfund M. 1.30—35., 2. Qual. M. 1.20, im Kleinbandel] 19 67 à fl. 300.— D. Nr. 66 124 2ʃ3 22 43 49 302 1. Qual. M. 1.50, 2. Qual. M. 1.30. Eier das Hundert 62 86 87 439 64 66 588 615 39 46 94 704 8 34 90 gewöhnliche M. 5.50., ilalienische M. 7.—. Kartoffeln] 92 93 814 20 33 44 6181 945 1088 173 211 80 86 per 100 Kilogr. M. 6.—. Erbsen geschälte(per 100 Kilogr.) 318 402 16 41 523 72 609 21 37 725 73 92 839 901 M. 38—40., ganze Erbsen M. 24—28.; weiße Bohnen 22 64 à fl. 100. M. 22—26.; Linsen M. 38— 40. Ochsenfleisch per Pfund 70 n Pf., Kalbfleisch 50—60 Pf., Aus zu g ammelfleisch 50— Pf. 182 85 5— 5 d nt,. Me brodbutlen- Murtt, Wokken per aus dem Civilstands⸗Register der Stadt Friedberg. März 23.—, per Mai 23.25. Korn ver März 16.80, per Getraut: Mai 17.10. Hasen vet März 16.45, per Mai 16.65, 24. März. Theodor Sprengel, Meßger aus Reichelsheim Rüböl per Mai 35.80.. 7 und Katharina Planz aus Rauenthal. Falsche Hundertmarkscheine sind neuerdings als im 25. März. Johannes Römer, Taglöhner aus Stock⸗ Umlauf befindlich signalisirt worden. Bei der Anfertigung hausen, Kreis Gießen, und Karoline Metz derselben baben die Falschmünzer gerade die Strafandrohung f aus Bingenheim. a so unleserlich gemacht, daß man die Fälschung daran er⸗ 25. März. Friedr. Karl Henkel, Dienstknecht aus Wissels kennen kann. heim und Dorothea Möller aus Staden. Briefkasten. Sehr oft gehen uns von auewärts und bier Mit⸗ theilungen zu, daß man dies oder jenes Räthsel aus dem Unterhaltungsblatt gelöst habe. So sebr une Dies nun an und für sich freut, indem es con⸗ statirt, daß die von uns ausgewählten Räthjel auch wirk⸗ lich wertb waren, daß man seinen Scharssian daran ver⸗ suchte, so wissen wit aber offengestanden nicht recht, was wir mit der Mittbeilung, daß man das Rätbsel löste, machen sollen, zumal wenn die Mittheilung mit Chiffern unterzeichnet ist. Wir selbst kennen selbstverständlich die Auflösung und die Abonnenten ecfabren es ja jedesmal aus der nächsten Nummer des Unterbaltungsblattes, od sie recht oder falsch gerathen haben. Also, bitte, selbst Porto spaten, und uns die Arbeit. Die Redaction. Dr. Kirchhoffer, 8 ö Geboren: 46 1„nenn J Verloosung. 16. März. Uneheliche Zwillinge. Arzt in Straßburg Elsaß, befaßt sich speciell mit der 0— N[Behandlung von Pollut., nächtlichen Bettnässen und ApCt. vorm. nassauisches Staals⸗Anlehen Gestorben Impot. 194 von 1851. Ziebung vom 5. März.— Heimzablung 22. März. Dorothea Kuntze, geb. Kautz, Wittwe des T 5 am 30. Juni 1877. A. Nr. 73 86 à fl. 1000.— Jacob Kuntze, 64 Jahre alt. 941 Auf das Comptoir einer hiesigen Handlung wird B. Nr. 78 85 102 21 33 64 210 54 399 406 16 8024. März. Ein todtgeborenes Töchterchen des Frucht- ein Lehrling gesucht. Pension im Hause. Näheres 512 29 46 602 35 36 59 703 33 61 à fl. 500.— handlers Jacob Stern. bei der Exped. d. Anz. Schrotmühlen von 20 Mark an, 790 1 r b 0 7 0 Oeffentliche Aafforderung.„ Aufforderung. f 977 Forderungen aller Art mit etwalgem Vorzugsrechte Etwaige unbekannte Gläubiger der Pachter Georg an den verstorbenen Maurermeister Martin Schäfer Wilhelm Heil und Friedrich Chelius in Wickstadt von Bad Nauheim sind binnen vierzehn Tagen durch werden hiermit aufgefordert, ihre Einwendungen gegen specifleirte Rechnungen dahier anzumelden, wenn solche das vorliegende, mit der Mehrzahl der bekannten Gläu⸗ bei der Nachlaßregulirung Berücksichtigung finden sollen. biger abgeschlossene Arrangement, dessen Einsicht auf* Bab⸗Nau beim den 28. Mär 1877. Landgerichts⸗Actuariat gestattet ist, binnen 3 Wochen von Großherzogliches Landgericht Bad-Nauheim. heute an hierorts anzumelden und zu begründen, widrigen⸗. Hempel. falls ihr Beitritt zu demselben unterstellt wird. Blech er. Edictalladung. 962 Die dem Herrn Grafen Friedrich Wiprecht Franz zu Alt⸗Leiningen Westerburg Erlaucht in der Gemarkung Kaichen zustehenden, durch Allodification der Erbleihgüter des Jakob Filz und Consorten zu Kaichen entstandenen Grundrenten im Geld anschlage von zusammen jährlich 1009,92 M.(Eintausend Neun Mark 92 Pf.) sollen mit einem Abkaufs Kapital von 48178,56 M.(Achtzehn⸗ tausend Einhundert Siebenzig Acht Mark 56 Pf.) abge⸗ löst werden. Alle bekannten oder unbekannten hierbei Betheiligten werden daher aufgefordert, ihre etwaigen Rechtsansprüche binnen 2 Monaten um so gewisser bei uns anzuzeigen, als widrigenfalls die Auszahlung des Ablösungskapitals an den genannten Herrn Berechtigten gestattet werden wird. Vilbel am 20. März 1877. Großherzogliches Landgericht Vilbel. Jäger. Bekanntmachung. 978 Die Obligationen zu dem Anlehen von 600,000 Mark à 4½: Procent sind nunmehr fertig gestellt und können die betreffenden Stücke gegen Rückgabe der Interims— Qulttungen bei der Stadtkasse in Empfang genommen werden. Gbendaselbst werden weitere Einzahlungen auf dieses Anlehen entgegengenommen. Gießen den 23. März 877. 1 te 5 5 Friedberg den 8. März 1877. 5 ols⸗V f ig ru Großherzogliches Landgericht Friedberg. 7 er E ge ne 0 3 3. 11 1974 In dem Gräflichen Revier Vainhards, Distrikt H 0 l z V er st ei gerung. Unterwald, werden. versteigert: a 5. 5 2 5 ö Dienstag den 10. April l. J. 934 Im Ober⸗Rosbacher Gemeindewald, Distrikt 1 8 Fünm ter ichn bol, Heegwald und Unterberg, wird Mittwoch den 28. Mad I 7 Buchen-Prügelholz, dieses Jahres folgendes Holz öffentlich meistbietend ver- 74 5 Eichen⸗ 110 steigert:. 40 7 Nadel⸗ 7 118 Raummeter Buchen-Scheitholz, 34* Eichen Stockholz, 87 5„ Knüppelholz, 20 5 Buchen Reisholz, 435 0„ Stockholz, 1306 5 Eichen ⸗ 2166 Wellen Buchen Reiserholz 5 96 5 Nadel⸗ K 9 Buchenstämme von 5—9 Meter Länge und 100 Wellen Eichen Reisholz, 32— 54 Centimeter Durchmesser, 18450 Nadel⸗ ehe 5 Eichenstämme von 5— 10 Meter Länge u. 18—25 5 8 9 1 8 4 1 Eentimeter Durchmesser. 2 11 Eichenstämme von 26—35 Centimeter mittlerem Zusammenkunft Morgens 9 Uhr an der 1 Durchmesser, 5—8 Meter Länge, Brücke hinter dem Halzberg: 8 875 39 Fichtenstämme von 15—28 Centimeter mittlerem Ober⸗Rosbach am 20. März 14 1 ö Durchmesser, 6— 10 Meter Länge, Großherzogliche Bürgermeisterei Ober Rosbach. 30 Fichtenstangen von 9— 14 Centimeter mittlerem ö Durchmesser, 6— 12 Meter 100 Fichten-Bohnenstangen. Zusammenkunft am Forsthaus Beinhards und An— fang der Versteigerung, Vormittags präeis 9 Uhr. Wickstadt den 24. März 1877. Gräfliche Oberförsterei Assenheim. Schal las. Arbeits-Versteigerung. 968 Mittwoch den 4. April, Nachmittags 3 Uhr, sollen! auf dem Gemeindehaus zu Okarben nachbenannte, Arbeiten öffentlich in Aecord gegeben werden: Schreinerarbeit, veranschlagt zu 126 Mark— Pf., Maurerarbeit, 8 n Vilbel am 20. März 1877. Länge, 0 d,. Bezirksbauaufseher. N ˖ 0 b Loh-Versteigerung. 964 Montag den 9. April J. J., Vormittags 10 Uhr, soll die hiesige Lohrinde, eirea 300 Centner, sowie, nach dem anschließend, 50 Centner Loh für Weiperfelden auf hiesigem Rathhaus versteigert werden. Cleeberg den 23. Marz 1877. Keil, Bürgermeister. Unlversal Reinigungs- Salz. Von allen Aerzten als das einfachste und billigste 196 Großherzogliche Bürgermelsterei Gießen. Hausmittel empfohlen gegen Säurebildung, Aufstossen, Bram m. Krampf, Verdauungsschwäche und andere Magenbe- schwerden in ½, /, ½ Original- Packeten mit Ge- brauchs-Anwelsung à ½, ½ und ½ Mark zu haben bei Frau Hoflief, Windecker in Friedberg. Ph J. Weiss in Bad-Nauhesm Gebrauchte Eisenbahnschienen in verschiedenen Langen, für Bauzwecke geeignet, sind stets vorräthig und empfiehlt Chr. Jost jun. 788 in Nidda. Ein elegantes Jagdwägelchen 983 hat zu verkaufen K. Becker, Wagner, Hoch Welsel. Versteigerungs Anzeige. 963 Nächsten Mittwoch den 28. d. Mts., Vormittags 11½%½ Uhr, wird auf hiesigem Rathhause ein schweres gemeinheitliches Faselschwein meistbletend versteigert. Bad⸗ Nauheim am 23. März 1877. Großherzogliche Bürgermeisterel Bad-Nauheim. Schutt. Kragen, 993 voppelt Leinen, für Herren, gebe von heute an für 48 Pfennig per Stück ab. „Eigner, vormals S. Schwarz. Häcksel⸗Maschinen in großer Auswahl zu herab⸗ gesetzten Preisen, Rübenschneider in verschiedenen Construktionen, Buttermaschinen von Lehfeldt von Mark 50. Eiserne Sackkarren, bis 5 Centner Tragfähigkeit, zu 16 Mark stets vorräthig bei A. Buch. Hungen. U 6 Chaisenräder, niedrig und stark, nebst 2 dazu gehörigen Achsen stehen preiswürdig zu verkaufen. Rodheim v. d. H. an, Chrisopp Stezer. Bordeaux eaux, die Flasche mit Glas 1 Mark, halbe Flasche mit Glas 60 Pfennig. 875 Ph. Dan. Kümmich. Daumwollen-Webgarne 860 ist eine große Sendung frisch eingetroffen: Nr. 6 und 8 per engl. Pfund zu 90. 95. 100. 105. 110. 115. 125 Pfennig, Nr. 10 per engl. Pfund zu 90. 95. 110. 125 Pfennig, Nr. 12 und 14 per engl. Pfund zu 125. 130 Pfennig, desgleichen eine große Sendung Leinen-Maschinen⸗ garne aller Nummern in verschiedenen Qualitäten; ferner Strickbaumwolle verschiedener Farbe, Pferde⸗ und Kuhdecken aller Art, Deutsche und Luzerner Kleesaat, sowie Thüringer Leinsamen bei Chr. Eichelmann Sohn, Färberei, Berstadt. Für Private und Dienstboten. 918 Eine schoͤne Auswabl Kisten in verschiedenen Farben und Größen zu M. 4. 70 Pf. und M. 7. 50 Pf. ist frisch eingetroffen bei 2 C. Eichelmann Sohn. Berstadt. Für Oeconomen. 938 200 Etr. Dungkalk sind billig abzugeben. C. Schultheis— Comp., Kalkbrennerei, Butz bach am Bahnhof. Mobiliar-Versteiger Mobiliar-Versteigerung. 919 Nächsten Dienstag den 27. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr anfangend, sollen in dem Gartensaale des Georg Steinhäußer dahier die zum Nachlusse des H. Simm rock gehörigen Mobiltargegenstände, darunter besonders Bettwerk, Kleiderschrank, Commode, Tische, Stühle und Schuhmacherwerkzeug gegen gleich baare Zahlung ver— steigert werden. Der Vormund: Friedberg. Phil. Simmrock. Tapeten 930 Ein kräftiger Zapfjunge 947 wiid gesucht bei Henn 8 Jamin — — Bad Nauheim. Zu vermiethen steht vom 1. April 1877 ab, in bester Geschäftslage, Parkstraße Nr. 358, ein großer Kauf⸗ 520 mit vollständiger Ladeneinrichtung, sich zu allen Geschaften eignend. B. Schwab. Jur Aus saat. Waldecker Hafer, Pferdebohnen, Erbsen und Wicken bei * Dappolt. Porschß⸗ und Credit -Perein zu Reichel (Eingetragene Genossenschaft.) 972 Sonntag den 8. April, Mittags 3 Ubr, Generalversammlung im Gasthaus zur Lilie daselbst. Tages⸗Ordnung: 1) Geschäftsbericht des Vorstandes. Entlastung des Vorstandes. 8) Neuwahl des Vorstandes. Bericht des Ausschusses über die Prüfung der Bilanz. Beschlußfassung über die Verwendung des Reingewinns. Erböhung der Stammantheile. Erhöbung des Eintrittsgeldes. 7) Ergänzungs wahl des Ausschusses. heim. Aus dem Ausschusse treten die Herren Anton Schäfer, Karl Malev, Gustav Wilh. Schmid und sind wieder wäblbar. Karl Schmid, Für den Ausschuß: Waas, Vorsitzender. Steten. Der Voerstand: Schmid. Der Vorstand besteht aus den Herten Wilhelm Steten, Christian Altmannsperger und sind ebenfalls wieder wählbar. Altmannsperger. Mühlen und Guts⸗Versteigerung. 976 Mittwoch den A. April l. J, des Mittags um 2 Uhr, beabsichtigt der Unterzeichnete seine in der Gemarkung Nieder-Obmen liegende Mühle nebst circa 40 Morgen Ackerland und circa 20 Morgen Wiesen im 2. Schulhause zu Nieder-Ohmen einer freiwilligen Versteigerung auszusetzen. Die Mühle bestebt aus zwei oberschlächtigen Mahl- und einem Schlaggang, liegt nahe an der Oberhessischen Eisenbahn ½ Stunde von der Haltestelle Nieder- Obhmen und ½ Stunde von der Station Burg- und Nieder Gemünden entfernt, besitzt ausgezeichnete Wasserkraft und hat weder Fluth noch niedriger Wasserstand störenden Einfluß auf den Betrieb derselben. der Nähe der Mühle und befindet sich in gutem Zustande. Nieder⸗Ohmen am 19. März 1877. Das Gut liegt in Georg Philipp. J. Bloch in Darmstadt, Hofschönfärberei, Oruckerei und chemische Wasch-Anstalt, 969 empfiehlt sich im Färben von Garderobe-Gegenständen, 5 Art 10., im chemischen Reinigen der seidenen und wollenen Damen-, Herren- und Kinderkleider ꝛc., Möbel⸗ in schönster Ausfüh ung bei billigst gestellten Preisen und frankirter Rücksendung. und Vorhängestoffen jeder 2 937 Das Neueste in Hüten, Bändern, Blumen, Federn, sowie Kragen. Manschetten, Krausen, Cravatten, Schürzen, Braut⸗ und Confirmandenkränzen, alle Sorten Handschuhe, Kerzenkränze, seidene Halstücher, Kopftücher, Taschentücher, Negligéhauben, alle Sorten Spitzen und Weißstickereten empfehle zu den billigsten Preisen. Dorothea Falck. Pußarbeiten werden rasch und geschmackvoll ange fertigt. Kleesamen, deutschen und ewigen, von Prima-⸗Quolität, bei 789— Groß. 5 eee. Von Herrn F. Remmert in Celle ist mir der Alleinverkauf seiner sämmtlichen Fabri— kate übertragen worden, wodurch ich in den Stand 95 gesetzt bin zu Fabrikpreisen zu verkaufen. Ph. Dan. Kümmich. Cigarren-Handlung en gros. Flische Btatbüchinge Wilhelm Fertsch. 925 Mark, welche auf Wunsch bis zu 1775 Mark erhöht werden können, liegen in der Kirchenkasse zu Nieder-Rosach bis zum 10. April l. J. zum Ausleihen bereit. 961 Jacobi, Kirchenrechner. Marinirte Häringe Wilh. Bernbeck. 990 Strohhüte werden gewaschen, gefärbt und fagonnirt bei L. Backes in Friedberg. Feinste Eiergemüse⸗ empfiehlt Wi Nudeln, Aecht ital. Maccaroni 1985 lh. Bernbeck. 1700 Mark 975 sind gegen hypothekarische Sich Naheres bei der Exped. d. Anz. erheit auszuleihen. wird Ein Hausmüdchen bei der Expedition d. Anz. Spülmädchen fangs Mam nach Bad Nauheim in Dienst gesucht. für sogleich, ein An⸗ für 966 Ein Pommerhund ist am 12. d. entlaufen. Reichelsheim abzuliefern. Es wird gebeten, denselben gegen eine gute Belohnung an Heinrich Hinkel in 967 getrocknete, pfundweise, sowie Rauch ist zu haben bei Zwetschen und Mirabellen, fleisch in Stücken Karl Walter, 982 Kaiserstraße Nr. 97. Glacé- Handschuhe Näheres ö K. Friedrich neben der Post. Volksbildungs- Verein. 965 Die nächste Ausgabe von Büchern aus der Biblio⸗ thek findet Mittwoch den 11. April d. J. zur gewöhn⸗ lichen Stunde statt. 989 Zu Ehren des in wenigen Tagen von hier scheiden⸗ den Herrn Dr. med. Wagner beabsichtigen einige seiner März, Abends halb 8 Uhr, Freunde Dienstag den 27. ein einfaches Abschiedsessen im Hötel Trapp zu ver⸗ anstalten. Diejenigen Herren, welche sich daran zu beheiligen wünschen, werden gebeten, falls ihnen dle in Ctreulation gesetzte Liste nicht zukommen sollte, sich im genannten Wündecheks Jrunttti 81 Vorzügliche Bierhefe empfiehlt Windecker Ernst Windecker. Einen Schreinergesellen sucht Friedberg. August Frank. 5— Kleesamen, deutschen, ewigen und weißen, in Prima-Qualität, billlast bei 987 Ph. Dan. Kümmich. 988 Herren- und Auaben-Hemden, 146 feine Einsätze, Vorhemden, Taschentücher, weiße Unterröcke, Kragen, Mauschetten 1 Socken und Strümpfe äußerft billig ben K. Friedrich. Stets frische Piechese 992 bei Henn 8 Jamin. Danksagung. Allen Denen, welche unsere liebe Mutter, Schwieger— mutter, Großmutter und Schwester Dorothea Kunze Wittwe, geb. Kautz, zu ihrer letzten Ruhestätte geleiteten, sowie überhaupt Allen, welche uns so herzliche Theilnahme bezeugten, sagen wir hiermit unsern tiefgefühlten Dank. Friedberg den 26. März 1877. Die trauernden Hinterbliebenen. 984 991 Todes⸗ Anzeige. Dem Allmächtigen hat es gefallen, unser innigst— b geliebtes. Mariechen, im frühen Kindesalter, heute nach nur dreitägigem Krankenlager zu sich zu nehmen. Denen, die uns bülfreich zur Seite standen, unsern tiefgefühlten Dank. Um stille Theilnahme bitten: Joh. Landau, Taubstummen-Lehrer, Marie Landan, geb. Sauerbier. ee den 25. 8 5 Todes⸗ 5 Auzeige Verwandten, Freunden und Bekannten machen wir hiermit die traurige Mittheilung, daß unsere gute Mutter, Großmutter, Urgroßmutter und Schwiegermutter Elisabetha Keil, Wittwe des verstorbenen Bürgermeisters Keil, in ihrem 71. Lebensjahre heute sanft verschieden ist. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden e Melbach am 26. März 1877 994 Todes-Anzeige. 5 970 Freunden, Bekannten und Verwandten hiermit die schmerzliche Nachricht, daß es dem Allmächtigen gefallen, unsere so liebe und theuere Gattin und Mutter, Lisette Staubach, geb. Stetzer, heute Nacht 72 Uhr nach einem 14 tägigen Krankenlager in ein besseres Jenseits abzurufen. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Ossenheimer Bergwerk den 24. März 1877. Verantw. Red.: Druck und Verlag von Carl Vindernagel. Carl Bindernagel. — — — ¼Z•1ů—ͤ