rnbeck. olaͤndische Sudellen, zule Fum⸗ labmkost bei dertsch. — Iden / Mudtu, Haud⸗ 2 Mosten riedtich. len. Kümmich. eilt br. Bender. Czusatzes Fettsch. fall. 1877. Donnerstag den 26. April. M 48. Oberhessischer Anzeiger. Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. —— Für die Monate Mai und Juni kann auf den „Oberhessischen Anzeiger“ bei der Verlags-Expedition mit 67 Pf., bei den Poststellen mit 1 Mark abonnirt werden. — * — Betreffend: Die Bildung der Einschätzungscommissionen Amtlicher Theil. für die Steuerregulirung 1878. 0 Friedberg am 23. April 1877. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. 1 9 Unter Bezugnahme auf Art. 33 des Gesetzes vom 21. Juni 1869 auf, unter Zuziehung des Gemeinderaths die Wahl per in den stimmten Mitgliederzahl nebst Ersatzmännern vorzunehmen und da Von den zu wählenden Mitgliedern dürfen nicht mehr als/ dem Gemeindevorstanb angehören. Der Bürgermeister ist wählbar und angehörigen durchaus bekannt ist. In dem Protokoll Betreffend: Den Remonte-⸗Ankauf pro 1877. Zum Ankauf von Remonten im Alter von vorzugsweise drei und ausnahmsweise vier und fünf Jahren sind im Bereich des Großherzogthums Hessen für dieses Jahr nachstehende Morgens um 8 anberaumt worden und zwar am 20. Juni in Alsfeld, „ sowie den§ 6 der Verordnung vom 3. Juli 1869 tragen wir Ihnen genannten Gesetzesstellen vorgeschriebenen Commissionen und zwar in der früher be⸗ s Protokoll binnen 14 Tagen an uns einzusenden. selbst, ein Mitglied muß aber wenigstens demselben empfiehlt sich dissen Wahl um deßwillen, weil solcher mit den Verhältnissen der einzelnen Orts⸗ J. B. d. K.: Klietsch, Kreis-Assessor. Bekanntmachung. abgenommen uud gegen Uhr beginnende Märkte ist anzugeben, wer von den Gewählten dem Gemeinderath angehört. Die von der Militär-Commission erkauften Pferde werden zur Stelle Quittung sofort baar bezahlt. Pferde mit solchen Fehlern, welche nach den Landesgesetzen den Kauf rückgängig machen, sind vom Verkäufer gegen Erstattung des Kauspreises und der sämmtlichen Unkosten zurückzunehmen, auch siad Krippensetzer vom Kaufe ausgeschlossen und ist erwünscht, daß die Schweise der Pferde nicht Die Verkäufer sind ferner verpflichtet, jedem verkauften Pferde eine Trense mit starkem Gebiß und Ringen versehen, eine starke Kopfhalster von Leder oder Hanf mit zwei mindestens zwei „ didda, 5. Juli„ Nieder- Wöllstadt, übermäßig verkürzt werden. 6.„„ Groß- Umstadt, „„ d ena, neue starke rindlederne 9.„„ Groß- Cerau, 10.„„ Goddelau, 11,„„ Gernsheim, ferner ein Nachmittags 2 Uhr beginnender Markt 6. Juli in Groß-Bieberau Meter langen starken Hansstricken ohne besondere Vergütung mitzugeben. Berlin den 9. März 1877. Kriegeministerium, Abtheilung für das Remonte-Wesen. (gez.) von Rauch. von Uslar. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Georg Bingel von Schwalbeim ist als Todtenbeschauer für die Gemeinden Schwalheim und Rödgen ernannt und verpflichtet worden. Georg Schneider von Klein-Karben wurde als Feldschütze für diese Gemarkung ernannt und verpflichtet. Deutsches Reich. Darmstadt. Wie verlautet, wird der Groß herzog dieses Jahr sich zu einem längeren Aufent⸗ halt nach Friedberg begeben. Darmstadt. Mit Bezug auf die gegen Ende diesee Jahres stattfindende Erneuerung eines Drittels der Gemeinde- Vertretungen begegnet man viel sach der Ansicht, als seien in das der Erneuerung unterliegende Drittel vor Allem die Mitglieder einzurechnen, welche in Folge Todes, Verzichts ꝛc. aus derselben ausgeschieden sind, und als könne sich die Aus loosung nur auf die dann noch bis zum vollen Drittel reichende Zahl der Gemeinde— Vertretung beziehen. Diese Auffassung ist nach dem Gesetze in keiner Weise begründet, indem unter allen Umständen ein volles Drittel auszu- loosen, und außerdem diejenigen Mitglieder zu ergänzen sind, welche durch Tod oder sonstwie in— zwischen weggefallen waren. Auf diese Weise werden eine größere Anzahl von Gemeinden nahe- zu die Hälfte oder sogar mehr Mitglieder neu zu wählen haben. — Militärnachrichten. Am 12. April wurde v. Herget, Major und Abtheilungs-Commandeur im Großh. Feld Art.- Regt. Nr. 25 in gleicher Eigenschast in das Feld-⸗Art.⸗Regt. Nr. 10 versetzt; Stenzler, Set. Lt. im Großh. Landw. Regt. Nr. 118 der Abschied bewilligt. Berlin, 23. April. Der Reichstag trat heute in die weitere Berathung des Gesetzentwurfs, betr. die Erhebung einer Ausgleichung Abgabe von verschiedenen Eisen- und Stahlsorten, sowie dergleichen Fabrikate ein. Es drehte sich auch wieder in ausführlicher und lebhafter Discussion um die Vertheidigung des Freihandele gegenüber der Einführung des Schutzzolls, ohne daß bis jetzt eine Beschlußfassung vorliegt.— 24. April. Der Reichstag genehmigte in unerheblicher Debatte die zur Berathung gestellten Capitel, betreffend die einmaligen Einnahmen und Ausgaben des Reichs⸗Etats, in zweiter Lesung. Der Etat des Invaliden⸗Fonds wird nach den Commisstons— Anträgen genehmigt. Den Commissions-Anträgen wegen Einstellung der Zinsen vom Reichstags— Gebäude- Fonds in den Etat wurde zugestimmt; desgleichen wurde der Etat des allgemeinen Pen— sions Fonds genehmigt. Es folgt die Berathung der an die Budget-Commission verwiesenen Theile des Militär-Etats. Eine längere Debatte ruft die beantragte Mehrforderung für 105 neue Hauptmannsstellen hervor. Feldmarschall Graf Moltke weist die Nothwendigkeit dieser Mehr— forderung nach. Auch er wünschte einen langen Frieden, aber die Zeiten ließen einen solchen nicht hoffen, vielmehr sei die Zeit nicht fern, wo jede Regierung alle Kräfte zur Sicherung ihrer Existenz werde anspornen müssen. Es wurzle dies in dem leidigen Mißtrauen der Regierungen gegen ein— ander. Auch Frankreich habe bezüglich seiner Landesvertheidigung in den letzten Jahren Großes zu Stande gebracht. Ungewöhnlich große Truppen— massen lägen zur Zeit zwischen Parss und der deutschen Grenze. Frankreich thue Alles für seine Armee und finde dabei ungetheilte Zustimmung im Volke. Frankreich sei Deutschland entschieden darin voran, daß es Cadres für den Krieg schon im Frieden fertig habe. Deutschland könne sich einer ausgleichenden Maßregel nicht entziehen. Die Anträge der Commission, wonach 105 neue Hauptmannsstellen bewilligt werden möchten, wer⸗ den bierauf gegen die Stimmen des Fortschritts, des Centrums und der Sotcialisten angenommen. Zahlreiche andere Etats-Positionen werden ohne erhebliche Debatte genehmigt. Die Position für die Unteroffizier Schule in Weilburg wird von Richter(Hagen) bekämpft, von dem Bundes- Commissär Voigts-Rheetz vertheidigt und vom Hause mit 123 gegen 116 Stimmen genehmigt. — 23. April. Die russische Regierung hat hier den Wunsch ausgesprochen, daß sich die deutsche Vertretung in der Türkei der Wahrnehm— ung der russischen Interessen unterziehen möge. Diesem Ersuchen ist mit größter Bereilwilligkeit entsprochen worden. — In Folge des Nothstandes soll auch dei den diesjährigen Truppen Uebungen gespart wer— den. In diesem Jahre werden nur drei Corps, das 7., 8. und 14. Corps, mit Divisionen gegen— einander operiren. Bei sämmtlichen anderen Corps werden nur Detachements-Uebungen und Brigade— Manöver unter Leitung des Divisions-Commandeurs stattfinden. Wiesbaden, 22. April. Zur Begrüßung des Kaisers hatten sich am Bahnhose eingefunden? die Großherzogin von Baden, der Landgraf von Hessen, die Gräfin Fürstenderg und die Spitzen der Behörden. Der Kaiser fuhr durch die festlich beflaggte Stadt nach dem Schlosse. Trotz des flarken Schneefalls batte sich eine große Menschen⸗ menge zur Bewillkommnung eingefunden. Der Kaiser stattete alsbald den hier wohnenden Fürst⸗ lichkeiten Besuche ab, und wohnte Abends der Theater⸗Vorstellung bei. Am 23. April nahm der Kaiser die Vorträge des Civil Cabinets und der Vertreter des auswärtigen Amtes v. Bülow ent- gegen, Abends besuchte er das Concert im Theater, worauf Serenade und Beleuchtung des Schloß platzes stattfand. — Wie man bört, wird kein Offizier der deutschen Armee die Erlaubniß erhalten, im russischen oder türkischen Hauptquartier den Feldzug mitzu⸗ machen. 0 — Nach einer halbofficiösen Angabe schicken die Großmächte nochmals Deputirte nach Con- stantinopel, deutscherseits gehe Prinz Reuß dahin. Ausland. Großbritannien. London, 23. April. Nach dem bekannt gewordenen Resultate der Be— sprechungen Layard's mit den türkischen Ministern und fremden Geschäftsträgern, namentlich Nelidoff, hält man eine friedliche Lösung der obwaltenden Wirren für unmöglich.— Die englische Mittel- meer Flotte wird durch das Canal ⸗Geschwader verstärkt werden. Türkei. Constantinopel, 23. April. Der russische Geschäftsträger v. Nelidoff ist nebst dem gesammten Personal der Botschaft und des Consulats abgereist. Rumänien. Bukarest. Die Pforte hat mit Berufung auf den Vertrag vom Jahre 1858 und anläßlich der rumänischen Truppenconcentrirung Rumänien aufgefordert, sich mit ihr in's Einver— nehmen zu setzen zur Vertheidigung des durch eine Invasion der Russen bedrohten rumänischen Gebietes. — Die rumänische Presse spricht sich lebhaft gegen die von Bourke im englischen Parlament gegebene Erklärung aus, daß Rumänien einen Theil des türkischen Reichs bilde. — 24. April. Eine kleine Abtheilung russischer Truppen ist gestern dahier angelangt. Weitere kleine Abtheilungen russischer Sapeurs überschritten heute die Grenze, andere Truppen ⸗Abtheilungen folgen. Die Regierung erklärt, der Gewalt nachzugeben. — 24. April. Die rumänische Eisenbahn traf mit der russischen Militär- Verwaltung Ver- abredungen wegen täglichen Truppen⸗Transportes von 5000 Mann. — Die rumänische Regierung protestirte formell auf das Schreiben des Großvezirs, betreffend die gemeinsamen Maßregeln zur Vertheidigung des Landes. Montenegro. Cettinje. Die Monte⸗- negriner haben ihre Bewegungen begonnen. Die dritte Abtheilung unter Pero Jokasco ist in Ban ⸗ jani eingetroffen.— Die Türken machen Vor⸗ bereitungen zum Eindringen in den Duga- Paß. Suleiman Pascha wertet dem Anscheine nach noch auf Zuzug von Truppen aus Bosnien, um die Feindseligkeiten zu beginnen. Rußland. Petersburg, 22. April. Das russische Rundschreiben wird an die betreffenden Orte am 23. April übergeben, einen Tag vor dem Erscheinen des kaiserlichen Manifestes und der Kriegserklärung. — 24. April. Das erlassene Manifest des Kaisers gipfelt in der Erklärung, daß nach der Verwerfung des Protokolls und in Folge der hartnäckigen Weigerung der Pforte, auf die be— rechtigten Forderungen Europa's einzugehen, der Augenblick des selbstständigen Handelns für Ruß⸗ land eingetreten sei— In der Circular⸗Depesche des Reichskanzlers Fürsten Gortschakoff heißt es: Nunmehr werde durch Waffengewalt Das an- gestrebt, was Europa vergebens auf friedlichem Wege zu erreichen gesucht habe; Rußland glaube dabei dem Interesse Europas zu entsprechen. — 24. April. Der Kaiser hat bei der Be— sichtigung der Truppen des neunten Armee⸗Corps an die Offiziere folgende Worte gerichtet:„Falls ö Ihr mit dem Feinde zusammenstoßet, so zeigt Euch brav und haltet den Ruf Eurer Regimenter auf— recht. Ich hoffe, die jungen noch nicht im Feuer gewesenen Truppen werden den alten nicht nach⸗ stehen und bemüht sein, sich diesen gleichzustellen.“ Der Kaiser wurde enthusiastisch begrüßt. Kischeneff, 24. April. Heute Morgen 9 Ubr besichtigte der Kaiser einzelne Truppen⸗ theile des achten Armee-Corps und hielt eine Ansprache an die Truppen, worin er sagte: Es thut mir leid, Euch in den Kampf schicken zu müssen; ich habe so lange als möglich gewartet. Ist aber einmal die Ehre Rußlands angegriffen, dann, dessen bin ich gewiß, werden Alle bis auf den letzten Mann verstehen, dieselbe zu wahren und zu vertheidigen. Aus Stadt und Land. Darmsta dt, 24 April. Das mit der höheren Mädchen⸗ schule verbundene Lebrerinnen Seminar wurde gestern mit 35 Schülerinnen eröffnet; da noch weitere Anmeldungen vorliegen, so wird wohl die Zahl von 40 erreicht werden, über welche vorerst nicht binausgegangen werden kann. Darmstadt. Der Griesheimer Artillerie-Schießplatz soll um 2500 Morgen, für deren Ankauf über 1,700,000 Mark vo gesehen sind, vergrößert werden. Allerlei. Frankfurt. Vor einigen Tagen stürzte von drei 5 * des Verkehrs keine weitere Abschwächung der Coutse slatt⸗ vielmehr vermochten sich bieselben gegen Schluß vermulh⸗ lich auf hiesige und Berliner Deckungskäuse, wieder etwas zu bessern. Diese Erscheinung einer gewissen Festigkeit bei ermäßigten Coursen ist schon gestern hervorgetreten und dürfte theilweise auf den geringen Umfang ber gegenwärtig schwebenden Engagements theilweise aber auch auf den Umstand zurückzuführen sein, daß man auf die vor dem ständlich zu erwartenden Ausbruch des Kriegs stalifinden⸗ den Exeignisse schon hinlänglich gefaßt war. Das Geschäft war im Allgemeinen ohne erbebliche Regsamkeit. Credit⸗ actien bewegten sich zwischen 104½/ ½ und 104¼, Staatsbahnactien zwischen 166¼½/—/ und 165%, Lombarden nahe 55½. Von ausländischen Fonds gaben österr. Goldrente 180%, Silbeirente und Papierrente je 91%, Ungar. Schatzvons I. Em. 1¾%, II. Em. 2¾0% nach. Von Anlehensloosen sind 1860 1%, 1864er M. 2 matter. Oesterr. Prioritäten sind größ ensheils niedriger. Auch österr. Babnen verkehrten zu matteren Coursen. Galizier verloren 1½ fl. Bankfctien zeigten sich eben⸗ falls in der Mehrzahl abdgeschwächt. Oesterr. National⸗ bank schlossen 4 fl., Meininger und Darmßädter je 1% niedriger. Wechsel beurer, nur Wien(90 Pf.) billiger. Gesundheitspflege in Speise& Trank. Die Zeitungen berichteten vor einiger Zeit über die außerordentlich günstigen Kurresultate, welche der in Hamburg lebende Sanitätsrath und praktische Arzt Dr. v. Düring in der bis jetzt allgemein für unheilbar gehaltenen Zuckerkrankheit(Diabetes mellitus) erzielt habe. Durch ein ganz einfaches, allerdings der bis dahin üblichen Behandlungs- Knaben im Alter von 5, 7 und 9 Jabren, die auf einem vor dem Boothause des Ruder-Clubs liegenden Floß spielten, der jüngste in's Wasser. Die beiden älteren ver— suchten den Versunkenen zu retten, stürzten aber dabei selbst in den Fluß und brachten sich nur mit Mühe außer Gefahr. Jener war inzwischen durch mehrmaliges Unter- sinken bewußtlos geworden und kam nicht mehr empor; doch war er unter der Wasser⸗Oberfläche in ziemlicher Nähe des Ufers noch sichtbar, was einen in der Nähe befindlichen 14jäbrigen Knaben veranlaßte, ebenfalls die Rettung zu versuchen. Sie gelang ihm auch, denn er brachte das anscheinend ertrunkene Kind aus dem Waff r hervor. Er und ein anderer Knabe von gleichem Alter brachten das Kind auch wieder zum Bewußtsein. Wien. Der Manulkorbzwang für Hunde ist durch die Regierung kürzlich wieder aufgehoben worden. Man hat die Erfahrung gemacht, daß durch den Maulkocbzwang die Krankheiten der Tbiere zunebmen. London, 18. April. Der 16. und 17. April werden in den Jahrbüchern der Wettererscheinungen schwarz an- gestrichen werden. Ta und Nacht hindurch raste ein Süd⸗Ostwind und von allen Seiten her laufen abermals Nachrichten ein von gestrandeten Schiffen, ertrunkenen! Menschen und Thieren, überschwemmten Wegen und Eisen⸗ bahnen, weggerissenen Brücken und umgeschleuderten Häusern. Als Beweis des aufgeregten Standes der Themse melden die Zeitungen, daß inmitten der Hauptstadt, zwischen der Waterloo- und Charing-croß-Brücke, zwei durch Sturm verschlagene Delphine im Wasser gesehen wurden. Die Postdampfer erlitten bei der Kanalreise erheblichen Ausschub. Mehrere kleinere Schiffe strandeten, Handel und Verkehr. Friedberg, 24. April. Walzen M. 27.75. Korn M. 22.50. Gerste M. 20.50. Hafer M. 16-20. Kar⸗ toffeln M. 6.50. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo 200 Zollpfund. Frankfurt, 23. April. Der beutige Viebmarkt war gut befahren. Angetrieben waren: 450 Ochsen, 230 Kühe und Rinder, 220 Kälber und 160 Hämmel⸗ Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. M. 66—68., 2. Qual. M. 6063. Kübe und Rinder 1. Qual. M. 60—., 2. Qual. M. 53 bis 55. Kälber 1. Qual. M. 63.—, 2. Qual. M. 50.—. Hämmel 1. Qual. M. 51 54., 2. Qual. M. 49 50. Schweine das Pfund 60 Pf. ö Frankfurt, 23. April. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 43., Nr. 2 M. 39., Nr. 3 M. 35., Nr. 4 M. 31, Nr. 5 M. 25. Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 27., do. II.(Werliner Marke) M. 22., Weizen ab Bahnhof hier M. 28 50., ab unserer Umgegend M. 28.—, fremder je nach Qual. M. 22— 28. Korn M. 19 21.50. Gerste M. 19— 22. Hafer M. 15— 18.50. Erbsen M. 21—24., Wicken M. 17.50 Linsen M. 21—30. Rüböl M. 74.—. Die Preise versiehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zoll⸗ gewicht= 100 Kilo. Moin,, 23. April. Mai 25.65. 17.35. Producten-Markt. Korn per Mai 18 30. Rüböl per Mai 35.30. Waizen per Hafer per Mai D. Frankfurt a. M., 24. April. Die Ermatlung der Tendenz machte im gestrigen Abendverkehr in Folge flauerer Pariser Notirungen weitere Fortschritte und heute zeigten die Course der Hauptspekulationspapiere und anderer Werthe spekulativen Charakter's gleich bei Eröffnung ein niedrigeres Niveau. Es war für diese rückgängige Bewegung hauptsächlich die matte Haltung der Berliner und Wiener Börse maßgebend, denn trotz der einlaufenden politischen Nachrichten, unter denen das Kriegsmanifest des russischen Kaisers, sowie ein Auszug aus der Circulardepesche Gort⸗ schakoff's(nach welcher Rußland glaubt, dem Inkeresse Europa's zu enltsprechen, wenn es mit Waffengewalt gegen die Türkei vorgehe), zu erwähnen ist, fand im Verlaufe weise zuwiderlaufendes Kurverfahren sei in 95 von ihm behandelten Krankheitsfällen der genann⸗ ten Art 47mal„vollkommene Heilung“ herbeige⸗ führt worden. Den obigen Mittheilungen war gleichzeitig die Bemerkung angefügt, v. Düring lehne es mit Entschiedenheit ab, als Specialist für Diabetes angesehen zu werden, und suche bei Ge⸗ sunden sowohl, als bei Kranken ohne Ausnahme durch vernünftige Regelung der Lebensweise refor⸗ mirend einzuwirken. Wer den Spruch des Hippo⸗ crates„Medicus naturae minister, non magister“ in seiner vollen Bedeutung als Maßstab an die ärztliche Kunstübung legt, wird an erster Stelle nicht fragen, wie und durch Anwendung welcher Mittel der Hamburger Arzt zu solchen Kurresul⸗ taten gelange, sondern wie er über Gesundsein und Kranksein überhaupt denke. Die unlängst in zweiter Auflage erschienene Schrift:„Wesen, Ursache und Heilung des Diabetes mellitus“ gibt über Letzteres genügenden Aufschluß. Wir beschränken uns hier in dieser Hinsicht auf einige Andeutungen. Von dem Grundsatze ausgehend, daß der Mensch nicht von Dem lebt, was er genießt, sondern von Dem, was er verdaut, gibt v. Düring Gesunden wie Kranken die Lehre:„Genieße nur so viel, als Du wirklich verdauen kannst.“ Die weitere Verfolgung dieses Satzes in der ärztlichen Praxis führt ihn zu der Ansicht, daß bei der Entstehung der meisten landläufigen Krankheiten habituelle Genußsucht(Luxusconsumtion) im Spiele sei und jede Kur mit Einschränkung der Einfuhr, Förder— ung der Ausfuhr(nicht etwa Abführen, sondern Lungen und Hautventilation) anzuheben habe. Demgemäß reicht v. Düring seinen Kranken eine qualitativ ausgezeichnete, aber streng einfache Kost, die Repräsentanten jeder Nährstoffklasse in sich schließt. Die gleichzeitig hiermit verbundene An⸗ spornung der Hautthätigkeit und der permanente Verkehr mit reiner Luft bewirken meist schon nach kurzer Frist ein Zurückgehen des Zuckers im Harne (Zuckermengen von 7 Procent gingen binnen einer Woche auf 0 zurück), während Verdauungsstör⸗ ungen regelmäßig wieder den Zuckergehalt ver— mehren. Dr. v. Düring gehört überhaupt zu jenen Aerzten, die als Freunde der deduetiven Forschung auch in den von nichtossizieller, oft sogar von fanatischer und ungebildeter Hand eul⸗ tivirten Kurmethoden(Kaltwasserkur, Heilgym⸗ nastik ꝛc.) einen gesunden Kern erkennen und sich berufen fühlen, diese Systeme der„Wilden Mediein“ zu Methoden zu veredeln, nach dem Grundsatz, daß man das Gute nehmen soll, wo es sich eben findet. Wie wenig Verständniß indeß der größere Theil des Publikums für Heilmethoden hat, die auf die Anwendung von Mediein verzichten, erhellt daraus, daß man die Forderungen v. Düring's vielfach als„Excentricitäten“ bezeichnet, ihm selbst wohl gar den Titel„Hungerdoktor“ beigelegt hat. Eine klare Darlegung der Grundsätze v. Düring's —— & Trank. zer Zeit über latt, welche d praktische c ellgemein 1 Diabetes i ktinsaches, ehenklung- sei in 95 dir genann⸗ 3“ berbeige⸗ lungen war 5. Düring pecialist für iche bei Ge⸗ Autnahme tötist resor · Abts Hippo⸗ 1 Magister“ ab an die erer Stelle ung pelcher Kurresul · Ieiundstin unlängst in gien, Ursache gibt über beschränken tutungen. der Nensch sendtern von 3 Gesunden ur so viel, Die weilert eden Praxis „Estithung habitutlle findet sich düßer in der schon genannten Schrift Unsitte ist Sitte!— nicht Grundsätze herrschen, sondern die Mode!“ Zum Schlusse stellt der Verfasser nach der sogenannten„Ofen-Theorie“ folgendes Diätsystem dieser Gelegendeitsschrift enthaltene, ganz im Sinne auf, dessen Ausführung im Einzelfalle allerdings 1 eee ee 5 5 7. 9 gebers„ e ege in eise und Trank“ Unterweisung ist. irster Satz. Der Körper allerseits die vollste Beherzigung verdienen. Wir zehrt umsomehr Wärme, je stärker er in Thätig⸗ glauben einige Stellen aus derselben hier wörtlich keit ist(arbeitet) und je kälter die Außenluft— wiedergeben zu sollen.„... Am schwersten fällt er zehrt um so weniger Wärme, je weniger er dem Culturmenschen das Gebot der Mäßigung; arbeitet und je wärmer die Außenluft. Im ersten 5 575 1 N die 4 n 1985 also warn hene im Die l 55 runksucht un emmerei, sondern die ganz Ueberheizung gewarnt werden. ie Heizmittel, ysolide⸗ Pfahlbürger Gesellschaft im Auge, wenn deren wir uns im„täglichen Brode“ bedienen, ich sage, daß wir allesammt viel mehr essen und bestehen bekanntlich zu einem Theile aus Fleisch trinken, als nöthig und gesund ist.“„Der Natur-(stickstoffhaltiger), zum andern Theile aus Pflanzen 1 95 1 täglich n e e Sa ente 71 5 a 105 em Rohen schaffen, das Wild erjagen, den Fi sie nach ihrem Heizwerthe a o entspricht Fleisch⸗ erangeln, das Genußmittel(Kumys) frisch bereiten kost im Allgemeinen der Koblenfeuerung; Pflanzen- — uns wird das Alles und mehr fix und fertig kost erfordert je nach ihrer natürlichen Abstammung ins Haus gebracht, nur die Auswahl macht uns einerseits und ihrer Zubereftung andererseits eine Pein. Dem draußen Wandelnden winkt an jeder Spaltung, indem die leichten Vegetabilien der Holz- ! 105 14 a. 95 ee 15 eee 177 erlendem Trunke für wenig Geld. Unsere Tag- sprechen. Zu ersteren rechnen wir u. A. Reis löhner speisen in den Garküchen an Wochentagen und Waizenbrod, zu letzteren Hülsenfrüchte, Kar— besser als der Chan von Kbiwa in seinem Palaste toffeln und Schwarzbrod. Zusatz von Fett(Saucen) 927 D e er l Wee 1 10„ jede 3 e e a anger-Geschenk, die Menage aus den Hän- also zu Kohlenfeuerung. Schweinefleis Speck, den des Kellners entgegen und häuft auf jeden fette Wurst gehört von Haus aus zur Steinkohlen⸗ Bissen 31 er 1 benamst feuerung. K 505 Sitzende Lebensweise — ein Indianer Schaubudenstück glaubt man zu verträgt nur leichte Kost: wenig und mageres sehen, wenn der frühstückende Werkmeister sein Fleisch, leichte, nur mit Salz gekochte Pflanzenkost, Beessteak à la Tartare(richtiger: Barbare) mit Waizenbrod. Arbeitende Lebensweise verträgt n Pfeffer, 8 de 8 1„ usgabe en miniature ist das„Appetitbrödchen“— in höheren Stufen auch Speck, Hülsenfrüchte, 15. 5 9 e benen.„Die Frage, 0 oft täglich geheizt Art))„ f— d 41 g 1 bd nicht, 0 uns 43 nichts debt, Jen e. 1 wenn wir, ohne zu hungern oder zu dürsten, die Dritter Satz. Sitzende Lebensweise erlaubt nur Wartepause vor Abgang des Bahnzuges in einem eine einmalige Hauptmahlzeit und begnügt sich im Bierlokal verbringen, um die Zeitung einzusehen, Uebrigen mit Milch, Weißbrod, Butter, einem bei dem Conditor etwas verzehren, um Jemand mächtigen lunch und kalter Küche zu Abend.— am dritten Orte zu sprechen, ein Glas Wein Zusatz: In kalter Jahreszeit kann durch warmes, trinken. Das alles sind aber kleine Sünden, die einfaches Getränk, welches fertige Wärme unmittel— auch in dem zur Feier seines 25jährigen Doktor- Jubiläums von Paul Niemeyer herausgegebenen „v. Düring Album“. Namentlich dürfte die in 879 953 995 1028 1223 1233 1274 1294 den Blutwasserstand, die Eigenwärme, den Blut- druck verändern... Auch die Gewohnheiten der geschlossenen Gesellschaftskreise sind nur ein Abonne— ment auf Erstickungs- und Ermüdungsblut. Was dort das rohe Beessteak, das ist hier das übliche Collectivessen, das Fricassce... Was in den Reunionen das Fricassée, das ist im Familienkreise der Kuchen, tantum quantum genossen, nament- lich den Kindern reichlichst beigesteckt... In der sogenannten guten Gesellschaft vollends ist die Losung:„Esset und trinket ohne Unterlaß“, bald ist ein Herrendiner, bald ein Damenkaffee, bald eine Hochzeit, ein Geburtstag, bald wird Einer weg— gegessen oder sein Nachfolger bewillkommnet— da dürfen wir nicht fehlen! Unschicklich ist's, der Frau vom Hause den Kaffee auszuschlagen, auch wenn man noch vom Dedssert aufstößt, oder die letztgenossene Weinsuppe nachschmeckt, kurz: die bar zuführt, die Heizung— in warmer Jahres— zeit durch Eiswasser die Abkühlung gefördert wer— den.„Die Beziehungen der Genußmittel: Spiri— tuosa, Thee ꝛc. zur Heizung lassen sich im Allge- meinen dahin erklären, daß sie den centralen Blutdruck steigern oder, wie es ganz richtig heißt, erhitzen, aufregen. Leichte Weinsorten entsprechen wieder der Holzfeuerung, Schnaps, Bier, nament— lich Lagerbier, schwere Weine der Kohlenheizung, wenn im Uebermaß genossen, der Steinkohlenheizung. Letzteres gilt auch von Kaffee, Thee, Chocolade in dem Maße, als sie stark zubereitet und gezuckert sind, während der berühmte„Blümchenkaffee“ als einfaches warmes Getränk passiren mag. Vom Biere, namentlich vom Culmbacher, ist zu bemerken, daß es vor allen Nahrungsmitteln Ermüdungs— blut macht.„Vierter Satz. Sitzende Lebensweise verträgt sich nicht mit gewohnheitsmäßiger Heizung durch Genußmittel. Kleine Gaben edler Spiri⸗ tuosen sind zeitweilig in der Absicht zulässig, nach Art der Kienbolz Feuerung flottere Verbrennung einzuleiten. Der Leser, der es nicht für Raub erachtet, diesen Entwurf in seinen Einzelnheiten auf seine Person auszulegen und anzuwenden, wird zugestehen, daß er— und gehöre er selbst zu jenen soliden Bürgern, die„zwar einfach, aber kräftig leben“— keine Ausnahme von dem Satze macht, daß wir Alle viel mehr essen und trinken, als nöthig ist, wenn wir nur von Dem leben wollen, was wir verdauen, daß namentlich in Genußmitteln, sei's nun Kaffee oder Thee, Wein oder Bier, Pikantes oder Fettes, täglich ein Uebriges geleistet wird, gar nicht zu reden von jenen Vitelliussen, deren ganzes Aeußere, Sprache und Blick, Athem und Dunst zu sprechen scheint: „So tauml' ich von Begierde zu Genuß, Und im Genuß verschmacht' ich nach Begierde.“ Verloosung. Homburger Eisenbahn. Homburg, 27. März. 4½proc. bypobek. Prioritäss-Anleben ad fl. 1050 000. Lil. A. Nr. 16 116 234 240 248 279 332 346 433. Lil. B. Nr. 82 87 101 162 241 386 409 437 570 676 693 760. vu. C. N.. 51 106 109 208 238 271 304 337 367 382 405 417 555 565 586 717 776 809 863 Zahlbar 2. Janar 1878. 4½proc. Anleben ad fl. 130 000. Nr. 33 114 133 143 201 à 500 fl. Zahlbar 1. Juli 1878. 4½ proc. Anlenen ad u. 300,000. Nr. 5 31 197 234 287 304 421 484 562 à 500 M. Zabblar 2. Januar 1878. Geld ⸗ Cours. Frankfurt am 24. April 1877. 20 ⸗Frankenstücte.[et. 16 26 30 Englische Sovereigns 0„ 20 35-40 Russische Imperiale„ 16 72—77 Holländische fl. 10⸗ Stücke„ 16 65 G. Ducaten.„„ 9 53—58 Ducaten al marco 2 9 5560 Dollars in Gold ö 4 17—20 Auszug aus dem Civilstands⸗Register der Stadt Friedberg. Getraut: 22. April. Philipp Adam Hermann Zöll, Schuhmacher aus Friedberg und Johanna Amalie Karoline Beyer aus Allerstadt. Geboren: 18. April. Dem Schuhmacher Heinrich Müller V. ein . Sohn. Gestorben: 17. April. Sophie Christine Werner, geb. Koch, Ehefrau des pens. Postschaffners Sebastian Werner, 49 Jahre alt. 19. April. Helene Erker, 70½ Jahre alt. 23. April. Ein todtgeborenes Töchterchen des Wilh. Fink, 2 2— 2 Herr Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln bat uns den Debit des allein üchten Cölnischen Wassers übertragen und empfehlen wir dasselbe per Glas zu M. 1.50, „ ½ Dutzend 3850 „ Dutzend 1855 Die Exped. d. Anz. Güter⸗Versteigerung. 1328 Mittwoch den 2. Mai l. J., Vormittags 10 Uhr sollen in hiesigem Rathhause die Grunbstücke des ver⸗ storbenen Großh. Bürgermeisters Adam Bender, unter abgeänderten Bedingungen, nochmals öffentlich meistbietend versteigert werden. ö Bei entsprechenden Geboten erfolgt die alsbaldige Genehmigung. Friedberg den 25. April 1877. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. FJ ou e a r. Holz ⸗Versteigerung. 1926 Freitag den 27. d. Mts., Vormittags 10½ Uhr anfangend, sollen im Petterweiler Gemeindewald folgende Holzsortimende, als: 7,68 Festmeter Stamm- und Stangenholz, 23 Raummeter Nadel-Knüppelholz, 45 1„ Stockholz öffentlich meistbletend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist am Eingange des Waldes oberhalb Dillingen. Petterweill den 24. April 1877. Mroßherzogliche Bürgermelsterei Petterwell. Berges. Wee. 1320 Die am 16. d. Mts. im Hauser Gemeindewald abgehaltene Holzversteigerung hat die Genehmigung er— halten und ist der erste Abfuhrtag auf Dienstag den 1. Mai festgesetzt worden. Die Abfuhrscheine konnen bei dem hiesigen Gemeinde-Einnehmer in Empfang genommen werden. Hausen den 23. April 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Hausen. Hizu ee Unlversal Reinigungs- Salz. Von allen Aerzten als das einfachste und billigste Hausmittel empfohlen gegen Säurebildung, Aufstossen, Krampf, Verdauungsschwäche und andere Magenbe- schwerden in ½, ½, ½ Original- Packeten mit Ge- brauchs-Auweisung à ½, ½ und ½ Mark zu haben bel Frau Hoffief. Windecker in Friedberg. Ph. J. Weiss in Bad-Nauheim. Weiße Stickereien werden äußerst billig verkauft. 1324 196 L. Wetterhahn. Confirmandenhemden, 1381 Kragen, Manschetten billigst bei K. Friedrich. 2 age Beellitat Sompte Becse 5 * 8 Kinderwagen 958 mit großen Verbesserungen aus der besten Fabrik kann ich nunmehr zu außergewöhnlich billigen Preisen verkaufen. Jos. Hoffmann. Im Verlag von W. Kitzinger in Stuttgart ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen iu Friedberg durch Carl Bindernagel: f Alles mit Gott! Gebetbuch für alle Morgen und Abende der Woche in vierfacher Abwechslung, für die Fest⸗ und munion, sowie für besondere Zeiten und Lagen, von: Luther, Musculus, Habermann, Neumann, Arnold, Frankt, Schmolz, Stark, Cerstregen, Storr, Roos und vielen andern Gottesmännern. ste Auflage. 416 Seiten. Oktav. Mit einem Stahlstiche. Eleg. geb. ohne Goldschritt Preis M. 2. 60. Eleg. geb. mit Goldschnitt und Goldverzierung Preis M. 2. 80. Pracht⸗ Ausgabe auf Velin in feinstem Kalbslederband M. 5. 50. Wenige Jahre sind seit dem ersten Erscheinen dieses vortrefflichen Buches verflossen. In dieser Zeit hat es sich in mehr als S hunderttausend Exemplaren über alle Länder deutscher Zunge verbreitet und ist Vielen ein reicher, unerschöpflicher Quell wahren Trostes geworden. — Es enthält eine mannichfache Auswahl ächt evangelischer Kerngebete für jede Zeit und jedes Verhältniß, wie olche in keinem andern Gebetbuche vereinigt sind, so daß in demselben jeder Gläubige Erbauung und Beruhigung in allen Wechselfällen des Lebens finden wird.— Die Verlagshandlung war bemüht, auch das Aeußere dieses Buches— dem gediegenen Inhalte desselben entsprechend— herzustellen, und ist es ihr gelungen, der neuen Auflage eine solch elegante Ausstattung zu geben, daß sie sich hauptsächlich auch zu„Fest- und Communiong eschenken“ für jedes Alter und für alle Stände eignet.— Holz⸗Versteigerung in der Oberförsterei Ortenberg. 1321 Es wird versteigert: Donnerstag d 14 Eichenstämme Evangelisches Feiertage, für Beichte und Com Arnd, Scriver, Lassenius, Spener, Z3weiunddreißig en 3. Mai aus den Distrikten Stein und Rödernkopf: von 30—57 Centimeter Durchmesser und 5-15 Meter Länge, 32 7„ 16— 25 1 5„ 16 5 6 Nadelstämme„ 15-26 2 5„ 12— 18„ 8 7 Buchenstämme„ 32—63——„ 3—9 6 Eichen Derbstangen„ 12-14 7 5„ 71 I„ 5 74 Fichten⸗ 9„ 8—13 5 5„ 5 825 Fichten⸗Reisstangen„ 3—7 8 3„ 4—8 15. Scheiter. Knüppel. Reisig. Stöcke. Raumm ester. Buchen 323 12 283 22 Eichen— 18 40— Aspen— 2 — 2 2 Raummeter Buchen⸗ und 2 Raummeter Aspen Knüppel, sowie 270 Raummeter Buchen⸗Stammreiser im Distrikte Rödernkopf werden bei der Versteigerung nicht vorgezeigt. Freitag den 4. Mai aus den Distrikten Scheuerwald, Gebrannter Kopf, Estruth, Hoͤchst, Kohlhaag und Mark: 42 Lärchenstämme von 15—24 Centimeter Durchmesser und 12— 19 Meter Länge, 6 Lärchen⸗Derbstangen von 1114 Centimeter Durchmesser und 12— 13 Meter Länge. Scheiter. Knüppel. Reisig. Stöcke. Ra u m m e tee r. Buchen 470 74 1194 16 Eichen— 3 2— Aspen 22 32 * 3 Raummeter Eichen- Naüppel, 2 Raummeter Eichen-Reisig im Distrikte Mark, 2 Raummeter Buchen-, 22 Aspen⸗Knüppel, 1184 Buchen⸗Stemmreiser in den Distrikten Hoͤchst und Estruth werden bei der Versteigerung nicht vorgezeigt. Forstwart Weitzel zu Lißberg gezeigt wird, nähere Auskunft. Die Zusammenkunft ist am ersten Tage im Distrikte Stein an der Bingottswiese, am zweiten Tage im Distrikte Scheuerwald bei Holznummer 1, jedesmal um 9 Uhr Vormittags. Ortenberg am 17. April 1877. Großherzogliche Oberförsterei Ortenberg. Thaler. Stollwerek'sche Brustbonbons, auf den Weltausstellungen zu Philadelphia 1876, Wien 1873, Paris 1867, Paris 1855, prämiirt allgemein ärztlich empfohlen, käuflich in allen grôsseren geeigneten Geschäften und den meisten Apotheken Bauholz I. Qualität, vortheilhaft eingekauft, erlassen wir zu sehr billigen Preisen. An-& Verkauf Staats-& wird bestens besorgt von dem 6¹¹ ertheilt bezüglich des Holzes, das an beiden Versteigerungstagen nicht vor⸗ Betz& Freundlieb. Gemeindeobligationen Großherzoglichen Hof-Agenten Jacob Eugel. Carl Bindernagel's Annoncen-Erpedition. 8 fache, Oferzen, Beba aller Art: esuche, Offerten, Benachrichtigungen, Waaren⸗ Empfehlungen, Versteigerungen werden an alle Zeitungen vermittelt. Berechnet wird nur der Originalpreis der beefere Zeitung. Die Annoncen⸗Aufgeber sparen also Briesschreiben, Zeit und Porto. n Möbellager Für Kapitalisten. 8 5 5 132⁵ Der Vorschuß- und Credit⸗Verein zu Ober⸗Mörlen von J. Pf e f f e E, Hof-Möbelschreiner,(eingetragene Genossenschaft) beabsichtigt mike Tausend in Friedberg nächst dem Bahnhofe, ö Mark zu 4½c% verzinslich zu leihen. Nähere Auskunft große Auswahl aller eineren und gewöhnl. Möbel. Ober⸗Möͤrlen den 23. April 1877. andw. Wander- Casino 1 902 für den Kreis Friedberg. 1329 Versammlung Sonntag den 29. April I. J. Nachmittags präcis 3½ Uhr auf dem Schwalheimer Sauerbrunnen. Tages⸗Ordnung: 1) Vortrag des Herrn Dr. Uloth von Friedberg über die Kleeseide und die neuesten Erfahrungen hinsicht⸗ lich ihrer Vertilgung. 2) Vortrag des landwirthschaftlichen Fachlehrers Herrn A. Schmidt von da über landwirthschaftliche Buch⸗ führung. 3) Verloosung von Gemösesämereien unter die er⸗ scheinenden Vereinsmitglieder. Die Vereinsmitglieder und Freunde der Landwirth⸗ schaft werden hierzu ergebenst eingeladen. Friedberg den 25. April 1877. Für den Vereins⸗Vorstand: Kliet sch. Speise Zwiebel, à Pfund 22 Pfennig, in der Samenhandlung von 1318 J. Herrmann. Moilér- Schürzen, das Neueste, Baumwolle in allen Farben, sowie Strumpf⸗ waaren empfiehlt zu billigen Preisen 1319 W. Eigner, vormals Schwarz. Erbsenureiser Näheres zu erfragen 1323 werden gebundweise abgegeben. bei der Exped. d. Anz. 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Bad⸗Nauheim den 25. April 1877. Ch. Langsdorf II. H. Stenernagel V. W. Hartmann. Circa 15 Fuder Stroh hat zu verkaufen Elisabetha Philippi 1322 in Fauerbach b. Fr. Schulschreibhefte von gutem Papier, starken Decken, jedweder Liniatur, A 8 Blatt per Dutzend 50 Pfennig, die mit 12 Blatt 69 Pfennig. Louis Weis, 743 neben Herrn Ph. Windecker. Israclitischer Gottesdienst in Friedberg. Beginn: Freitag Abends 6½ Uhr. Samstag Morgens 8 Uhr. ertheilt der Vorstand. Billigste Preise, reellste Bedienung. König, Geometer. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. Versteigerungs-Anzeige. und eine große Parthie kürzeres Bau- und Brennholz 2 1 A