e De — 2 1 2 E —— — A 1 — —— 0 222 — 22 225 1 2 A — * — 2 * 7 5 4 0 —— : 2 2 7 8 1 — 4 nam 111 4 1 ie ade Donnerstag den 23. August. N 98. berhessischer Anzeiger. Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet. Kreisblatt für den Areis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. Betreffend: Die durch Beitreibung der Communalintraden im II. Quartal 1877 entstandenen Kosten. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Wiederholt werden die Säumigen an die Einsendung der rubrizirten Kosten⸗Verzeichnisse erinnert. Monats die Einsendung nicht bewirkt, müßte mit Zwang vorgegangen werden. Betreffend: Die Vertilgung der Kleeseide. Das Großh. Kreisamt Friedberg an die Großh. Es steben noch viele von Ihnen mit der Berichtserstattung in das Papier⸗-Format zu Eingaben an die Behörden dte Bekanntmachung Großberzoglichen Gesammt-Ministeriums vom 12. Februar 1877 nicht beachtet. 25 des Kreisblatts von diesem Jahre bringen wir gegebenen Vorschriften umsomehr wünschen m Noch immer wird die nachstehend abgedru Unter Hinweisung auf unser Ausschreibung in Nr. Kenntniß unter dem Anfügen, und wir bei fernerer Nichtbeachtung die daß wir Einhaltung der bei uns einlangenden Eingaben zur Umschrift au Dr., B a die n. Bekanntmachung, durch für die betreffenden Exbibenten Zeitverlust und unndtbiges Porto erwächst. Friedberg den 20. August 1877. üssen, da es der das vorgeschriebene Größenpapier zurückgeben müßten, wo⸗ Friedberg am 21. August 1877. Bürgermeistereien. Gegen Diejenigen, welche bis Ende dieses Dr. Braden. Friedberg den 20. August 1877. Bürgermeistereien und den Großh. Polizeicommissär zu Wickstadt. obigem Betreffe zurück, weshalb wir hieran erinnern. betreffend. die allegirte Bekanntmachung wiederholt zur Aktenordnung wegen geboten ist Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Bekanntmachung, das Papier- Format zu Eingaben an die Behörden betreffend. Es wird hierdurch zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß die sämmtli Verkehr sämmtlicher Reichs⸗ und Staatsbehörden, unbeschadet der für Formate, ein einheitliches Papierformat von 33 Centimeter Höhe und Dieses Format ist demnach auch bei Eingaben von Privaten an die Behörden, soweit 0 sind, in Anwendung zu bringen. Darmstadt den 12. Februar 1877. Briespapier, 21 Centimeter Breite zur chen Bundesregierungen dahin übereingekommen sind, daß im schriftlichen Tabellen und in etwaigen sonstigen Ausnahmsfällen üblichen andern Annahme kommen soll. olche nicht auf Dimensions-Stempelpapier geschrieben Großberzogliches Gesammt⸗Ministerium. d Sie e Rothe. Deutsches Reich. Darmstadt, 17. August. Das Groß: herzogliche Regierungsblatt Nr. 39 enthält: 1. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That. II. Bekanntmachung über die Organisation der Ober⸗ förstereien Jägersburg und Lampertheim, Griesheim, Mör⸗ selben, Woogsdamm, Trebur, Mönchbruch und Mönchhof. III. Namens veränderungen. IV. Diensinachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: den auf die ev. Pfarrstelle zu Altenschlirf präsentirten ev. Pfarramts⸗ kandidaten Hellwig aus Lich zu bestätigen; den provis. Reallehrer Laserre aus Meiningen und die Schulamts⸗ aspiranten Ramge aus Spachbrücken, und Sturmfels aus Klein⸗Umsladt zu Rreallehrern zu Groß⸗Umstabt, den Reallehrer Rechel aus Bessungen zum Reallehrer zu Alsfeld, den Reallehrer Dr. Bremme aue Wickede, und den Lehrer Aschenbrenner aus Schwarzenfels, zu Reallehrern zu Oppen⸗ heim zu ernennen; den auf die Schulstelle zu Schönberg präsentirten Schulamtsaspiran ten Schäfer aus Sichen⸗ hausen, den auf die er. Pfarrstelle zu Münster präsentirten Pfarrer Weber zu Freienseen, den auf die 1. ev. Schulstelle zu Weiten⸗Gesäß präsentirten Schulamtsaspiranten Hoffart aus König zu bestätigen; dem Schulamtsaspiranten Möser aus Stockheim die Schulstelle zu Rommelshausen, dem Schullehrer Gremm zu Nieder⸗Roden die 2. Schulstelle zu Klein⸗Steinbeim, dem Schulamlisaspiranten Becker aus Ebersbeim die 3. Schulsielle zu Undenheim zu übertragen. V. Ruhestandsversetzungen. VI. Dienstenthebungen. a VII. Concurxrenzeröffungen. Erledigt sind: die 1. Schul⸗ spielle zu Walldorf, Gehalt 685 M. 71 Pf.; die Schulselle zu Schlierbach, Gehalt 685 M. 71 Pf.; die ev. Pfarrstelle zu Gimbsheim, Gehalt 3233 Mark; die 4. Lehrerstelle an der Schule zu Höchst, Gehalt 805 M. 71 Pf. 4 Darmstadt. Militärnachrichten. Schröder, Weber I., Frank, Schmitt, Sec.-Ets. von der Landw.-Inf. des 1. Bat. Landw.-Regt. Nr. 115 zu Prem.-Lts. befördert. — Die Regierung beabsichtigt dem Landtag einen Gesetzentwurf wegen Revision der Brand- Versicherungs-Ordnung vorzulegen. In demselben sollen auch Bestimmungen in Vorschlag gebracht werden, welche es ermöglichen, aus der Landes- brandkasse Beihülfen an im Dienst beschädigte und an die Hinterbliebenen im Dienst verunglückten Feuerwehrleute zu gewähren. Darmstadt. In aller Kürze wird der hessische Städte-Tag, dessen auf Mitte Juni anberaumter Zusammentritt wegen des Ablebens des Großher- zogs vertagt werden mußte, hier abgehalten wer- den. Bürgermeister Ohly ist mit der Ausarbeitung eines eingehenden Exposé's über die in Aussicht genommene Revision des Gesetzes über den Unter- stützungs⸗Wohnsitz beschäftigt. — Wenn auch in Folge der Zunahme der Bevölkerung die Einkommen Steuer Capitalien unseres Landes für das laufende Jahr um etwa 235,000 Gulden höher erscheinen, so ist dieser Zuwachs doch hinter den budgetmäßzigen Ansätzen zurückgeblieben, da man auf Grund vieljähriger Erfahrungen eine jährliche Steigerung von mindestens 728,000 Mark annehmen zu sollen glaubte. Man hatte hiebei aber das allgemeine Darniederliegen von Handel und Gewerbe offenbar nicht in Betracht gezogen. Berlin, 20. Aug. Fürst Bismarck ist heute Abend halb 7 Uhr aus Varzin hier eingetroffen. — Das deutsche Uebungs-Geschwader ging gestern vom Piräus nach Plävo. — Die in einem Telegramm der„Kölnischen Ztg.“ aus Konstantinopel enthaltene Mittheilung, daß die Seitens des hiesigen türkischen Botschafters Sadullah Bey gemachten Vorstellungen wegen der von den Russen verübten Greuelthaten bei dem Berliner Cabinet eine sehr ungünstige Auf- nahme gefunden hätten, wird von der„Nordd. Allg. Ztg.“ nach ihrer Kenntniß der Sachlage als richtig bezeichnet. Elberfeld. Dem nächsten Landtage wird eine Vorlage zugehen, betreffend die Erwerbung der seither im Eigenthum der Köln Mindener Eisenbahn⸗Gesellschaft stehenden Eisenbahn-Linien Oberhausen Arnheim und Deutz- Gießen nebst Rheinbrücke durch den Staat. Dortmund, 15. August. Die gestern hier stattgehabte Kreis-Synode beschloß an den Kaiser eine Zustimmungs- Adresse zu dessen Erklärung anläßlich des Berliner Kirchen Streites das Apo- stolikum betreffend zu richten. Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wie n. Der hie ⸗ sige Botschafter der Pforte, Aleko Pascha, ist zu persönlichem Vortrage nach Constantinopel berufen worden; auch ist dessen Entlassungsgesuch noch immer nicht erledigt. Derselbe wird wahrscheinlich auf seinen hiesigen Posten nicht zurückkehren. Mit dem Scheiden Aleko Pascha's aus dem Staats- dienste schwinden vorläufig alle Hoffnungen auf Midhat Pascha's Rückberufung.— Midhat Pascha wird den Herbst in Schottland zubringen, wohin er von angesehenen Lords Einladungen erhalten hat. — Das„Fr. Bl.“ meldet: Bei der Kaiser-⸗ Begegnung zu Ischl sei beschlossen worden, falls Rußland die nächste Schlacht verliere, würden Deutschland und Oesterreich der Türkei Halt ge- bieten und in Konstantinopel eine mehrmonatliche Waffenruhe fordern. Italien und Frankreich seien dem Beschluß angeblich beigetreten. Frankreich. Paris, 19. August. Die „Agence Havas“ meldet, die Reise des Marschalls Mac Mahon verlaufe ohne Zwischenfall; der Empfang in Cherbourg sei sehr glänzend gewesen. Türkei. Constantinopel. Edhem Pascha versprach dem englischen Botschafter, Layard, die von den Kriegs- Gerichten über Bulgaren und Rumänier verhängten Strafen nicht ausführen zu lassen, bevor nicht nach Constantinopel Bericht er- —...— stattet worden sei.— In Salonichi wurde der Belagerungs-Zustand proclamirt.— Aus Erzerum wird gemeldet, daß Ismael Pascha, welcher Ver⸗ stärkungen erhalten hat, den Vormarsch auf russischem Gebiete fortsetzen wird.— Poti ist von türkischen Truppen vollkommen verlassen. Hobart Pascha ist nach Sinope abgegangen. — 18. August. Die von Suleiman nach Kasanlik gesendeten Truppen haben, nachdem sie die Bulgaren vertrieben und 200 von diesen ge- tödtet hatten, die mohamedanischen Bewohner von Kasanlik und Umgegend befreit; Letztere haben sich in das Lager Suleiman's begeben.— Su- leiman ist jetzt Herr des Hainboghaz-Passes, ohne jedoch über denselben binaus vorgerückt zu sein. — Rassim Pascha marschirt gegen Schipka.— Gerüchtweise verlautet, daß Suleiman sich mit Mehemet Ali auf der Straße nach Tirnowa ver⸗ einigte. Aus der Umgebung Tirnowa's wird von einem Vorpostengefecht berichtet.— Prinz Hassan rüdt in der Dobrudscha vor und bedroht die russischen Verbindungen in Bessarabien.— Fazli Pascha ist an der Küste der Dobrudscha gelandet, und soll, einem Gerüchte zufolge, einige Tausend Abchasier, welche ein besonderes Corps bilden, mitgebracht haben. — 20. August. 10,000 Mann Türken lan⸗ deten am Freitag bei Küstendsche, um gegen die befestigte Stellung der Russen bei Tschernawoda zu marschiren, gegen welche gleichzeitig über Kacze⸗ mak 8000 Türken vorrücken. Das„Tagblatt“ bringt die nämliche Nachricht und fügt hinzu, das 8000 Mann starke Corps seien die ägyptischen Truppen, welche ein Reserve-Corps unter Raschid bei Basardschick hinter sich stehen hätten. — Graf Zichy erklärte Server Pascha, die österreichische Politik gegenüber Serbien habe durch- aus keine Veränderung erfahren.— Das türkische Ministerium trifft die erforderlichen Vorbereitungen für einen Winter- Feldzug. Montenegro. Cettinje, 20. August. Die Montenegriner haben gestern Abend das letzte Vorwerk von Niksic, welches am Berge Tschud— jelitza gelegen ist, erstürmt und dringen nunmehr durch die Stad gegen die Festung vor. Fürst Nicola hat die Besatzung Niksic's zur Uebergabe der Festung, welche wahrscheinlich erfolgen wird, aufgefordert. Gestern brachen 5000 Montenegriner behufs einer Recognoscirung nach Kestac und Drobujaci auf, da 10,000 Türken, größtentheils aus Baschi⸗Bozuks und Mustehafiz bestehend, in der Nähe des Berges Siniawina, hart an der montenegrinischen Grenze, bei Crbniak einge- troffen sind. Serbien. Belgrad. General Fadejeff, das Haupt der Panslavisten, ist in Belgrad ein- getroffen; seine Mission ist unbekannt. — 21. Aug. Mit Fadejeff ist auch General Hidrof aus Rumänien angekommen. Gestern traf aus Montenegro Wesselitzty hier ein und wurde Abends von Ristic empfangen, worauf ein bis 4 Uhr in der Frübe dauernder Ministerrath statt- fand, dessen Beschlüsse noch unbekannt sind. — 21. August. Der diplomatische Agent Serbiens Christics erklärte heute in Constantinopel, daß der serbischen Regierung von der angeblichen Absicht Rußlands, einen Theil der russischen Armee durch Serbien marschiren zu lassen, nichts bekannt wäre. Ebenso unbegründet sei das Gerücht, daß Serbien beschlossen habe, am Kriege Theil zu nehmen. Griechenland. Athen. In Folge der Rüstungen Griechenlands sind zahlreiche Griechen aus Odessa als Freiwillige nach Athen abgegangen. Rußland. Petersburg, 18. August. Auf speciellen Antrag des Großfürsten ist dem Generalstab jetzt noch der Befehl zur Mobilisirung zweier Grenadier⸗Divistonen und einer Cavalerie- Division, die früher zum Grenadier-Corps gezählt wurde, zugegangen. — 18. August. Schipka⸗Passe ist stark besetzt. Die Türken be finden sich in bedeutender Entfernung von derselben, ohne etwas Ernstliches zu unternehmen. Die Russen sollen beabsichtigen, Plewna nicht mehr Die russische Linie bis zum bei der Armee Osman Pascha's Mangel an Lebensmitteln einzutreten beginnt. N — 19. Aug. Das siebente und das zehnte russische Armee-Corps befinden sich bereits voll ständig auf dem rechten Ufer der Donau. Bei Plewna haben gestern Vorpostenkämpfe stattgefun⸗ den. Die Verbindung Osman Pascha's mit Sofia ist durch russische Cavalerie unterbrochen. — Aus Küstendsche wird von gestern gemeldet: Die Russen haben die Stadt wieder besetzt. Die türkische Armee und Flotte sind von der Stadt aus nicht sichtbar. Einige Tscherkessen haben sich bei Rodett gezeigt. — 21. August. Der Adjunct des General- Feldzeugmeisters, General-Adjutant Baranzeff, hat die Besichtigung der Ostsee-Festungen Wiborg und Sweaborg beendigt. Dieselbe ergab, daß Alles sich in gutem Zustande befindet. Das practische Zielschießen hatte die besten Resultate. Baranzeff drückte den Commandanten sowie den Offizieren und Mannschaften seine Zufriedenheit aus. — Fürst Mirski ist zum Commandeur sämmt⸗ licher von Tirnowa bis zum Schipka-Paß aufge- stellter russischer Truppen ernannt. Der Herzog v. Leuchtenberg steht mit beträchtlichen Streitkräften unweit Elena. Krakau. Von hier wird gemeldet, daß Rußland die Einberufung des Landsturmes vor- bereite. Zahlreiche Männer, welche sich zum Zweck der Befreiung von der Militärpflicht verstümmelt hätten, seien nach Sibirien gesendet worden. Tiflis, 21. August. Die Banden des Ali Beg wurden bei Tschereloi gänzlich geschlagen. Ali Beg floh, wurde aber von einem Mohamedaner gefangen und an die Russen ausgeliefert. Aegypten Alexandrien, 19. August. Das Gerücht, das nach der Türkei gesandte ägyptische Corps solle verstärkt werden, gewinnt an Wahrscheinlichkeit.— Der Nil, der seither im Steigen war, ist seit vier Tagen nicht mehr ge— stiegen. Sein Niveau. ist jetzt 14 Fuß unter dem Durchschnitts Standpunkt der letzten drei Jahre. „Aus Stadt und Land. I. Friedberg. Am 19. August beging der hiesige Kriegerverein sein Jahressest zur Erinnerung an die Schlacht von Gravelotte. Morgens vor der Kirche zog der Verein auf den Friedhof, um das Denkmal für die Gefallenen und die Gräber früherer Müglieder sowie die der hier! verstocbenen Franzosen zu schmücken. Seminarlehrer Wahl hielt die Gedächmißrede. Hierauf besuchten die Milglieder den Goltesdienst, bei welchem der Geistliche in der Predigt Bezug auf den Gedenktag und die Feier des Kriegervexeins nahm. Nach dem Gottesdienst schmücktle man auch das Grab eines auf dem israelitischen Friedhof ruhenden Kameraden. Auch hier sprach Seminarlehrer Wahl einige Worte ehrenden Gedächtnisses. Nachmittags bewegte sich daun der Festzug durch die Straßen der Stadt nach dem Steinhäußer'schen Felsenkeller, woselbst die Feier ihren weiteren Verlauf und Abschluß durch Musikvorträge und geselliges Zusammensein fand. Seminarlehrer Wahl hielt auch hier die Festrede, welche, nachdem sie die Erinnerung an die große Zeit wachgerufen und das Wesen eines ächten auf unsern Großherzog Ludwig IV. schloß. Dr. Nies von Bingen, der früher dem Verein angehöcte, toastirte dann auf den Kaiser. Das dem Großherzog ausgebrachte Hoch wurde demselben telegraphisch mitgelheilt, worauf die telegraphische Antwort erfolgte:„Ich danke den braven Kameraden für ihre Erinnerung an ihren Führer. Ludwig.“ Allerlei. Bergen, 20. Aug. Gestern Abend ereignete sich hier ein bedauernswershes Unglück. Der etwa 15 Jahre alte Sohn eines Metzgers steckte eine Petroleum-Lampe an, während die Magd noch mit deren Auffüllen beschäftigt war. In diesem Augenblicke explodirte die Lampe und das Oel in der Kanne, beide in Flammen setzend. Die Brandwunden sind derartig, daß wenig Hoffnung für das Aufkommen der Verunglückten vorbanden ist. Mardorf(bel Homberg), 17. Aug. Gestern Abend gegen 6 Uhr überzog die hiesige Gemarkung ein mächliger Schwarm Kohlweißlinge in der Richtung von Norden nach Süden. Derselbe hatte eine Dauer von 15 Minuten, zeigte die gleiche Ausdehnung in der Breite und stieg von der Erde bis in die Höhe von 40—50 Fuß auf. Er be— saß eine solche Dichtigkeit, daß man ihn einem undurch⸗ dringlichen Schneewelter vergleichen konnte. Wetzlar, 20. Aug. Unsere Stadt hat nunmehr auch ihre Garnison verloren, indem das seit dem Jahre 1818 hierselbst stationirte cheinische Jägerbataillon nach Lothringen verlegt wurde. Hier wird der Verlust des, Batasllons, welches am 16. d. Mis. von dort abrückte, allgemein schmerzlich empfunden. Deutschen lebendig und frisch schilderte, mit einem Hoch 1 daß der Tod bald darauf erfolgte. fünf andere Personen mit einem Messer gestochen. Dieser Unmensch, welcher allgemein gefürchtet wurde, ist bereits in Lahnstein festgenommen. Der Bruder des Mörders wurde vor einigen Jahren in England gehängt. Dresden, 19. Aug. Der zwölfte deutsche Journalißen⸗ tag wurde gestern Abend durch eine gesellige Vereinigung Heute fand die ersle Berathung statt und wurden folgende Beschlüsse gefaßt: Bezüglich des unerlaubten Nachdrucks und der dagegen zu ergreifenden Maßregeln, wurde be⸗ schlossen, in Berlin und Wien Ermiitelungs-Bureau's zu ernennen, welche in dieser Beziehung eine Ueberwachung ausüben und auffällige Erscheinungen dem Untersuchungs⸗ Comite mittheilen sollen. Letzteres würde dann enischeiden, ob solche Fälle zur Anzeige zu bringen und einem Rechts- anwall zur Verfolgung zu übergeben feien. Auf Grund eines Berichts über die Entwicklung der Preß⸗Verhältnisse im abgelaufenen Jahre wurde beschlossen, eine Denkschrift zu verfassen über die Behandlung der Presse und über die Mängel der Preß⸗Gesetzgebung und solche dem nächsten Journalistentag vorzulegen. Schließlich wurde ein Antrag wegen Förderung der Preß-Statistik angenommen. Die Versammlung nahm sodann noch folgende Resolution an: Es ist die Pflicht der gesetzgebenden Factoren des Reiches, bei der bevorstehenden Regelung des Gefängnißwesens dahin zu wirken, daß die Behandlung der wegen politischer und Preß⸗Vergehen verurtbeilten Inhaftirten eine gleich⸗ mäßige und sowohl den Anschauungen unserer Zeit über politische und Preß⸗Vergeben entsprechende, wie auch des Berufes der Inhaflirten würdige sei. Der Journalistentag, der mokgen geschlossen wird, hat Frankfurt zum Voror: für die nächste Periode gewählt. 5 Berlin. Der geschäftsführende Ausschuß des Deutischen Lehrer-Vereins hat im Auftrage der letzlen Delegirten⸗Ver⸗ sammlungen eine große Anzahl von Fragen zum Unter⸗ richisgesetz aufgestellt, die auch schon theilweise in einzelnen Lehrervereinen berathen worden sind. Er ersucht nunmehr alle diejenigen Lehrervereine Deutschlands, die den Erlaß eines preußischen Unterrichtsgesetzes auch über die Grenzen Preußens binaus von solgenschwerer Bedeutung halten; die deßhalb einer Besprechung dieses bevorstebenden Unter⸗ richtsgesetzes auf einem außerordentlichen deutschen Lehrer⸗ lage zustimmen, sich aber bisher noch nicht an der Be⸗ rathung obiger Fragen betheiligt haben, in diese Berathung schleunigst einzutreten und ihm bis spätestens Milte Novem- ber d. J. die Ergebnisse derselben mitzutheilen, um die Sichtung und möglichste Ausnutzung des Materials zu ermöglichen. Nothlage, Geschäftsstockung, Theuerung. „Du lieber Gott, wer soll denn nun für uns arme Leute sorgen!“ jammerte ein Dienstmädch en in einer kleinen sächsischen Landstadt, als es die Botschaft nach Hause brachte, daß der socialdemo- kratische Wahlcandidat durchgefallen sei. Dieselbe Person erbat sich von ihrer Herrschaft zu Weih⸗ nachten ein seldenes Kleid.— Solche, für zeit⸗ weilige Anschauungen und Lebensführung weiter Kreise illustrative kleine Vorgänge wird in Gegenden, wo die Propaganda gewirkt hat, Jeder fast täg⸗ lich bemerken können, der Augen und Ohren für derlei hat. Sie brachte es dahin, daß nicht etwa blos bei eigentlichen Parteigenossen, auch bei vielen der Bewegung Fernstehenden, bei Dienstboten, unteren Beamten, halberwachsener Jugend ꝛc. sich die Meinung festsetzte, daß die Socialdemokratie „die Sache der armen Leute gegenüber den Geld⸗ menschen“ vertrete. Angesichts dessen läßt sich gar nicht oft genug die Mahnung an die Presse wiederholen, rüstig mitzuwirken, daß die öffentliche Meinung in diesen Volksschichten aufgeklärt und auf gewisse Thatsachen hingewiesen werde, aus denen Jeder auf den ersten Blick die richtige Nutzanwendung zu ziehen vermag. Der gesunde Sinn eines Volkes läßt sich, wenn seine Begierden und Leidenschaften methodisch aufgestachelt werden, leicht zeitweilig betäuben, irreführen; häufiger und kräftiger Anregungen von der andern Seite bedarf es jedoch, um ihn wieder zu sich selbst zu bringen. Eine solche Thatsache von überwältigender Beredt⸗ samkeit ist heutzutage die anhaltende Geschäfts- stockung. Die Socialdemokratie wird nicht müde zu behaupten,„der Capitalismus“ sei daran schuld, sei bereits völlig bankerott und werde demnächst einem neuen, besseren Zustande Platz machen müssen. Den Nachweis eier ursachlichen Verbindung jener Erscheinung und dieser Behauptung bleiben die Wortführer aber schuldig. Stellen wir dem ein⸗ fach entgegen: Wir alle wissen, daß durch die socialdemokratische Aufwiegelung zahllose Arbeit- nehmer und Arbeitgeber gegeneinander tief erbittert worden sind. Mußte das nicht die Folge haben, Ems, 12. Aug. Heute Nachmittag hat in dem be⸗ nachbarten Fachbach ein bestialischer Mensch, Familien⸗ anzugreifen, sondern vollständig einzuschließen, da Valer, Namens Schneider, den Sohn des dortigen Bürger— daß viele der letzteren von großen, viele Hände be⸗ schäftigenden Unternehmungen abgeschreckt wurden? meisters in bessen Stube derart in den Unterleib gestochen, 9 Ebenso hat derselbe auf dem Belvedere der Brühl'schen Terrasse eingeleitet. U 1 el E N nel Einne! gibeilte fu R. cbenso b in vieler Nuß le 1 willel f aunsten Mbeiter J Cornsum muß al beidensch diese F Denkge Parteist — Of 2303 Oberhes Vermöge formelle derselben Fi ihre Fos zugsrech Verzichte In Arrangen der Maf Masse⸗C nicht in Beschlüs angesehe Vil Ver 2577 sollen heim Gema 2590 das 0 Atthel bletend polllischer nt gleid⸗ tt Zell über n auch des nalistenlag, U t ucrung. für urs Astmät chen ue ts die 4 1 setialdemo“ Dieselbt 5 u Wal welltl i Gegend, tat faf lg Oben fil b rich eine Dianftbolen agen ic. 1 galttnbltall 1 n ken Gilt“ n läßt e dit Peesst 1 enlliche eka und n 1 zum Botor! 1 70 bei vitln 1 ebenso die Emsigkeit und Tüchtigkeit der Leistungen Lassalle rief seiner Zeit den Arbeitern zu, ihre Bedürfnißlosigkeit, Anspruchslosigkeit und Spar- samkeit sei ein Unglück für sie. Ganz in diesem Sinne wirkt die Parteipresse. Wir alle, auch die Arbeitnehmer selbst, wissen nun aber, daß seit einer Reihe von Jahren jene drei Eigenschaften, in vielen Arbeiterkreisen stark abgenommen haben. Mußte dies nicht die Vertheuerung der Lebens- mittel wesentlich fördern, welche natürlich die ärmsten Klassen am meisten drückt?— Jeder Arbeiter ist doch Producent nur in seinem Zweige, Consument dagegen in allen übrigen Gebieten, — Handel und Verkehr. Friedberg, 22. Aug. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 1.50—60. Eier 1 Stück 6 Pf. Friedberg, 22. Aug. Waizen M. 22 50. Korn M. 17.50. Gerste M. 17.—. Hafer M. 18.—. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo— 200 Zollpfund. Frankfurt, 20. Aug. Der heutige Viehmarkt war bei hohen Preisen gut befahren. Angetrieben waren: 560 Ochsen, 160 Kühe und Rinder, 200 Kälber und 250 Hämmel. Die Preise stellten sich per Centner Fleisch— gewicht: Ochsen 1. Qual. M. 70— 75., 2. Qual. M. 63 bis M. 66. Kübe und Rinder 1. Qual. M. 58—61., 2. Qual. M. 48 56. Kälber 1. Qual. M. 78—80., 2. Qual. M. 62—65. Hämmel 1. Qual. M. 54—56., 2. Qual. M. 48—50. Schweine, ungarische, 54 Pf., ö Großherzogliche Bürgermeisteret Friedberg. andere 70 Pf. das Pfund. Frankfurt, 20. Aug. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 42., Nr. 2 M. 38., Nr. 3 M. 34., Nr. 4 M. 30., Nr. 5 M. 24. Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 26., muß also durch erhöbte Produttionskosten in Mit- leidenschaft gezogen werden. Wer wagt es nun, diese Folgerungen, welche in Erfahrungs- und Denkgesetzen wurzeln, für„eitle Phrasen, von Parteisucht eingegeben“ zu erklären? bis M. 18.50. Neue Gerste M. 18—21. Hafer M. 13 bis M. 17.75. Kohlsamen M. 36-37. Erbsen M. 21—24., egicken M. 17.50., Linsen M. 21—30. Rübözl M. 80—81. Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zoll⸗ gewicht= 100 Kilo. Geld: Cours. Frankfurt am 21. August 1877. 20⸗Frankenstücke Mk. 16 24 28 Englische Sovereigns g„ 20 3338 Holländische fl. 10-Stücke.„% 16 66 Ducaten. 5„ 9 59 64 Ducaten al mareo 5 9 59 64 Dollars in Gold 4 16—19 Für die N Bürgermeistereien: Formular zu Gesinderegister, 1.„Aufforderungen (Formular Nr. 1 und 2 der Gesindeordnung) ist vor⸗ räthig bei Carl Bindernagel. ö Haarmatratzen, 2 vollständige Salon-Einrichtungen mit feinen großen Fußteppichen, verschiedene Glas- schränke in Mahagoni und Nußbaum, desgleichen Seeretäre und Schlafzimmer⸗Einrichtungen, Gardinen aller Art, Teppiche, Oelgemälde, 1 Planino, diverse Uhren, 1 Buffet mit Marmorplatte, eine werthvolle Bibliothek, Silber, Kupfer. Eisen, Glas und Por— zellan, Küchen- und Hausgeräthschaften, sowie endlich vietes Weißgeräthe. Bad Nauheim am 22. August 1877. Großherzogliches Ortsgericht Bad-Nauheim. Schutt. Aufforderung. 2583 Alle Diejenigen, welche Forderungen und Ansprüche an den verstorbenen Thierarzt Hermann Lindenborn von Rockenberg zu machen haben, haben ihre Rechnungen längstens bis zum 1. September d. J. an das Groß⸗ herzogliche Ortsgericht Rockenberg abzugeben, ansonst dieselben keine Berücksichtigung finden Friedberg am 20. August 1877. Rockenberg den 20. August 1877. Greb, Wiesenbaumeister. Großherzogliches Ortsgericht Rockenberg. 5 8 + 5 ä Wild, Vorsteher. Gras-Versteigerung. 2590 Freitag den 24. August, Vormittags 10 Uhr, soll das Grummetgras von der Seewiese in verschiedenen Abtheilungen auf dem hiesigen Rathhause an die Meist⸗ bietenden versteigert werden. vo. II.(Berliner Marke) M. 21. Neuer Weizen ab Babn⸗ 0. 2 3 0 a 5 77 1— 5* Oeffentliche Aufforderung. Frühäpfel-Versteigerung. 2393 Nachdem Großherzogliches Hofgericht der Provinz 2589 Mittwoch den 29. d. Mts., Nachmittags 4 Uhr, Oberhessen über das mit 2263 Mark 82 Pf. überschuldete sollen 6 Bäume Frühäpfel öffentlich meistbietend ver- derselben aufgefordert, im Termine Friedberg den 21. August 1877. Freitag den 19. Oktober, Morgens 10 Uhr, Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. ihre Forderungen unter Geltendmachung etwaiger Vor⸗ Fo uc a r. In diesem Termin soll alsdann der Abschluß eines 5 2 Arrangements versucht, sowie eventuell über Versilberung., Montag den 27. d. M. und folgende Tage, jedesmal der Masse und Wahl eines Gläubiger-Ausschusses und von Morgens 9 Uhr ab, werden in der Behausung der Beschlüssen der Mehrheit der Erschienenen beistimmend angesehen. ö Vilbel am 2. August 1877. ö . Landrichter. Landgerichts-Assessor. Vergebung von Drainirungs⸗ ergebung von Drainirungs⸗ 8* 1. 80 85 ö Arbeiten und Fuhren. beim die bei Ausführung der Felddrainage in Flur IX. Gemarkung Weckesheim, vorkommenden Arbeiten und Fuhren, als: 5 M. Pf. hof hier M. 25.—., ab unserer Umgegend M. 2323.50. fremder je nach Qual. M. 23—25. Neues Korn M. 16 Vermögen der Friedrich Hummels Eheleute von Vilbel steigert werden. formellen Concurs erkannt hat, werden alle Gläubiger Die Zusammenkunft ist am Rathhaustreppchen. g 2 5„ 1 zugsrechte bei Meidung Annahme des. bi a 5 1 1 Verzichts auf solche anzumelden.* 0 iliar⸗Versteigerung. Masse⸗Curators Beschluß gefaßt werden und werden die nicht in Selbstperson erschienenen Gläubiger als den Großherzogliches Landgericht Vilbel. Jäger, Dr. Schäfer, 2577 Samstag den 25. d. Mts., Nachmittags 3 Uhr, sollen in der Wirthschaft des Herrn Lindt zu Weckes⸗ Anfuhr der erforderlichen Drainageröhren, ver— anschlagt zu 272 63 2599 Fertigung der projectirten Grabenarbeiten ein⸗ schließlich dem Röhrenlegen und Zufüllen der Gräben, veranschlagt zu 1437 20 öffentlich wenigstnehmend in Accord gegeben werden und sind Lusttragende hierzu eingeladen. Arbeits ⸗Versteigesrüng. 2586 Samstag den 25. August, Nachmittags 1 Uhr, sollen in der Gemeinde Dorn-Assenheim die zur Anlage eines Turnplatzes und Aborten bei der ersten Schule erforderlichen Arbeiten in Accord gegeben werden: Friedberg am 20. August 1877. N Steinhauerarbeit, veranschlagt zu 47 M. 50 Pf., Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. ö Maurerarbeit 118 A Fou car. Zimmerarbeit 181% 90 8* F cb Seren 5 15 5 Schlosserarbeit 0 Be anntma jung. Weißbinderarbeit 40%„ 2591 Freitag den 24. August, Vormittags 11 Uhr, soll Planir- und Pflasterarbeit 124 5 auf dem hiesigen Rathhause das Fahren von eirea Sandlieferung 49„— 9 Assenheim den 21. August 1877. Wenck, Bezirksbauaufseher. Arbeits-Versteigerung. 2597 Die zur Anlage eines Turn- und Spielplatzes zu Stammheim erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen Montag den 27. August, Nachmittags 2 Uhr, in Accord gegeben werden: M 50 100 Kubikmeter Steingeröll aus dem städtischen Stein⸗ bruch in der Töpfenkaute auf den Dachspfad an die Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden. Friedberg den 20. August 1877, Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. eee Bekanntmachung. 2607 Freitag den 24. d. M., Vormittags 11 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause die vorkommenden Fuhren bei Pfandtransporten an den Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden. Friedberg den 21. August 1877. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Fou ca x. Versteigerung von Oefen. 2608 Freitag den 24. v. M., Nachmittags 2 Uhr, sollen Planir- und Pflasterarbeit, veranschlagt zu 201 Lieferung von Pflastersteinen 110 Lieferung von Pflastersand 70 Lieferung von Kies 75 Assenheim den 21. August 1877. Wenck, Bezirksbauaufseher. Das Grummetgras von 5 Morgen Pfarrwiesen, in Fauerbacher Gemarkung, Stelle versteigert. Fauerbach bei Fr. den 22. August 1877. an hiesigem Rathhaus mehrere der Stadt entbehrlich In Auftrag: gewordene Oefen öffentlich meistbletend versteigert werden. Der Ortsgerichtsvorsteher Friedberg den 22. August 1877. 2585 ei ear. Ein Feuerwerker ee ee Gas- Aufl Bad⸗Nauheim. bei K. Friedrich. N Herrenkragen und Manschetten ze. Frau E. Neumann Wittwe, Parkstraße N. 392 dahier, nachfolgende fast neue Mobilien öffentlich meistbietend versteigert: ö 18 vollständige Betten mit feinen Bettstellen und wird den 28. August, Vormittags 11 Uhr, an Ort und Arbeits-Versteigerung. 2588 Samstag den 25. d. M., Nachmittags 5 Uhr, soll auf dem Gemeindehaus zu Nieder-Erlenbach nach⸗ benannte Arbeit öffentlich in Accord gegeben werden: Pflastererarbeit, veranschlagt zu 102 Mark. Vilbel den 21. August 1877. Bir o d, Bezirksbauaufseher. Grummetgras-Versteigerung, 2586 Freitag den 24. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, soll das der hiesigen Gemeinde gehörige Grummetgras, eirca 120 Morgen, im Saale des Hrch. Phil. Dauernheim meistbietend versteigert werden. Nieder Florstadt den 20. August 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder Florstadt. A es. Grummetgras-Versteigerung. Freitag den 24. d. Mts., Nachmittags um 1 Uhr, soll das diesjährige Grummetgras von 61 Morgen = 29 Klafter Freiherrlich v. Löw'schen Wiesen in hiesiger Gemarkung in entsprechenden Abtheilungen meistbietend versteigert werden. Nieder⸗Florstadt den 20. August 1877. Freiherrlich v. Löw'sche Rentei Florstadt. Mü fel er, 1 2587 SGrummetgras-Versteigerung. 2584 Freitag den 24. l. Mts., Nachmittags 1 Uhr, aun das der hiesigen Gemeinde und Pfarxei zustehende diesjährige Grummetgras auf hiesiger Rathsstube öffent- lich meistbietend versteigert. Nieder-Rosbach am 20. August 1877. ö Großherzogliche e Nieder-Rosbach. ö ro h. 2 5 2 Ipotheken- Bitter, Schutzmarke Nr. 99. 1 Flasche à Mark 0.70, 171 5 e Bittere Magenkräuter, per Packet mit Ge- brauchsanweisung 50 Pfennig. Maiwein-Syrup aus frischem Gebirgswald- meister. Eine Flasche mit 10 Flaschen Wein geben 11 Flaschen Maiwein von feinstem Geschmack. Pro Flasche Mark 2.50. Maiwein-Essenz, per Flacon 50 Pfennig zu haben bei Frau Hoflief. Windecker in Friedberg. Ph. J. Weiss in Nauheim. Hosenträger 21 und Strumpfbänder billigst bei K. Friedrich. . 1909 8 8 8 f 1 532 5 ——*— Ss 2 1 E* 2 18* 2 2 28 2 S8 8 * 33 Die soeben erschienene Nr. 47 enthalt: Die beiden Marien. Roman von Alexander Römer— (Fortsetzung.)— Das Geheimniß. Gedicht von August Sturm. Originalzeichnung von H. Kaulbach.— Zur Ehrenrettung Verläumdeter. Von Robert Kübel II. Die Stiefmütter.— Der neue Generalismus der türkischen Armee. Mit dem Porträt von Mehemed Ali Pascha (Karl Detroit).— Die Nothwendigkeit einer obligator. Fleischbeschau. Von Professor Zürn.— Kaspar Zum— busch. Lebensbild eines Künstlers. Mit Porträt.— Am amilientische: Das belgische Gefängnißwesen. Von . Engelcke.— Kauffahrer und Panzerschiff im Kampfe. 8 Zu Bestellungen empfiehlt sich Carl Bindernagel in Friedberg. September 1877. dessen Feier nunmehr zum allgemeinen Nationalsest sterung der Bürgerschaft für unser welche unsere Schul- auch ohne daß wir Feier des 2. 2606 Wiederum nabet der große Gedenktag, geworden ist. Das Comits rechnet auch diesmal auf die Begeiste 0 schönes Jugendfest, die sich wieder in reichlicher Spende bewähren möge, jugend einsammeln wird. Die Stadt wird sicherlich im Festgewande prangen, darum zu bitten brauchen. Friedberg. Das Comité der Sedansseier. In Auftrag: Seriba. Möller. Schwalheimer Vrunnen. 2593 Sonntag den 26. und Montag den 27. August findet dahier Kirchweih bei gutbesetzter Tanzmusik statt. Wozu freundlichst einladet G. Bailly. Papierkragen(Linkoln) in allen Weiten pr. Dutzend 50 Pf. sind wieder eingetroffen bei Conrad Heßß, N 2595 vis-à- vis Herrn Philipp Windecker. ö Eine große „ Bandagen, Gummiwaaren 2598 empfiehlt Winkler, Kaiserstraße. Paterländ. Fruerversicherungs-Actien-Gesellschaft, in Elberfeld. Gegründet im Jahre 1823. Der Geschäftsstand am 1. Januar 1877 war folgender: f g Die laufende Versicherungssumme M. 2, 349,847,395.— Pf. Die Prämien- und Zinsen-Einnahme 5 4,251,942. 28„ Die Kapital- und Prämien-Reserve für eigene Rechnung„ 3,983,037. 83„ Das Grund Kapital der Gesellschaft 5 6,000,000.—„ Die Gesellschaft übernimmt Versicherungen gegen Feuersgefahr auf Mobilien, Früchte, Vieh 1. zu billigen und festen Prämien. Die unterzeichneten Agenten ertheilen gerne nähere Arskunst und nehmen Versicherungs⸗Anträge entgegen, welche stets die schnellste Erledigung finden werden. 5 Aug. Scheffer in Friedberg. Josef Müller in Bönstadt. J. W. Dietrich in Nieder ⸗Wöllstadt. David Mayer in Wohnbach. Nathan Strauß in Butzbach. C. Leschhorn in Griedel. Phil. Theis in Münster. J Weitzel in Stammheim. Bei Carl Bindernagel in Friedberg und Bad⸗Nauheim ist zu haben: Die Währschaft bei Viehhändeln im Groß herzogthum Hessen. Preis 50 Pf. Inhalt: §. 1. Die Währschaft im Allgemeinen. Erster Abschnitt. Die Währschaft bei Pferden, Rindvieh, Schafen und Schweinen. sowie mmtliche 2602 S. 2 Die Hauptmängel bei Pferden, Rindvieh, Schafen und Schweinen.§. 3. Allgemeine Zeichen der gesetzlichen Mängel.§. 4. Haftung des Veräußerers im Falle ausdrücklichen Versprechens.§. 5. Die Klagen des Erwerbers eines fehlerhaften Thieres, insbesondere die Wandlungsklage.§. 6. Die Minderungsklage. Uebernahme des Thiers durch den Erwerber.§. 8. Beweis.§. 9. Verfahren.§. 10. Verjährung. Zweiter Abschnitt. §. 11. Die Betrugsklage bezw. die auf den Betrug des Veräußerers gestützte Contraetsklage aus Viehhändeln. 2 9 Dritter Abschnitt. Verschiedene hier einschlagende Rechtsverhältnisse. 12. Der Eigenthumsvorbehalt bei Viehhändeln.§. 13. Das Nichtabholen eines verkauften Stück Viehs Seitens des Erwerbers. 5 . 5 Anhang. Die Währschaftsgesetze der benachbarten Staaten. 5 1 Baden. 2) Bayern. 3) Königreich Preußen: a. Währschaftsrecht im Bezirk des Apellationsgerichtes zu Köln, b. ehemalige freie Stadt Frankfurt a. M., e. ehemaliges Kurfürstenthum Hessen, d. ehemalige Landgrafschaft Hessen Homburg, e. chemaliges Herzogthum Nassau. Verschiedene Formularien zu gerichtlichem Gebrauch bei Anzeigen, Klagen ꝛc. 1) Klage auf Zahlung des Kaufpreises aus einem Viehhandel. 2) Anzeige eines fehlerhaften Thieres. 3) Wandlungsklage. 4) Minderungsklage. 5) Betrugsklage beziehungsweise auf den Betrug des Veräußerers gestützte Contractsklage. 6) Formulare zu orksgerichtlichen Protokollen bei Pferden, Kühen und Schafen. Regenschirme, K. Friedrich, neben der Post. 141 Au-& Derkauf aon Staats-& Gemeindeobligationen wird bestens besorgt von dem Großherzoglichen Hof-Agenten in Seide, Zanella und Alpaka, äußerst billig bei Sedanfeier. 2604 Freitag den 24. d., Abends 8 Uhr, Sitzung des Festausschusses in Windecker's Gartensaal. Sedanfeier. 2592 Wer am 2. September o. Bretzeln liefern oder Wirthschaft auf der Seewiese(mit Bier, Aepfelwein, Kaffee, Wasser) betreiben oder Eßwaaren u. s. w. feil⸗ halten will, wolle sich bis Freitag den 24. d., Abends 6 Uhr, melden bei Seminarlehrer Wahl. Freiwillige Bürger⸗ Feuerwehr. 2609 Freitag den 24. August, Abends 8 Uhr, Versammlung im Steinbäußer⸗ schen Gartenlokal. Tagesordnung: Sedanfest, Unterzeich⸗ nung der Statuten der Unterstützungskasse, Feuerwehrtag eee Der Commandenr.. 2605 Der wegen schlechter Witterung verschobene Aus⸗ flug des Friedberger Turnvereins auf das Ossen heimer Wäldchen findet Sonntag den 26. August statt. Der Vorstan d. 0 Bad Salzhausen. 2601 Zu dem Sonntag den 26. d. Mts. stattfindenden Ludwigsball laden ergebenst ein Gebrüder Eich, Kurhauspächter. in Seide, Alpaca, Zanella, sowie Schmuckgegenstände, Wollwaaren aller Art empfiehlt zu den billigsten Preisen 2582 W. Eigner, vorm. Schwarz. Herrenhemden, 614 feine Einsätze, Vorhemden, Taschentücher, weiße Unterröcke, Kragen, Mauschetten sowie Socken und Strümpfe äußerst billig bei K. Friedrich. 2600 Meinen geehrten Kunden diene zur Nachricht, daß die große Sendung pa tentirter Kinder wagen 1 jetzt angekommen ist. Adam Söllner II. Warnung. 2603 Ich warne hiermit Jedermann meiner Frau auf meinen Namen Etwas zu borgen, da ich für Nichts hafte. Ober⸗Mockstadt. Jacob Ditschler II. 2581 15 Fuder Korn⸗ und 25 Fuder Waizenstroh nebst Spreu können abgegeben werden durch Ilbenstadt. Thomas Klein IV. 2576 Ein kräftiger Zapfjunge gesucht. Henn& Jamin. 2610 In eine kleine Lehrerfamilie wird eine ältere Dame, welche mit allen Arbeiten einer Hausfrau vertraut ist, als Haushälterin gesucht. Gute Belohnung, sowie liebevolle Behandlung wird zugesichert. Offerten unter Chiffre M. G. 504 befördert die Exped. d Anz. 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