1 . 5 0 dem Anfügen, daß Denjenigen, welche bis zum und Nippes bei Cöln, am 6. am 7. d. Mis, auch in Emden, Provinz Hannover, wohl erwarten, daß die Behörden und Viebbesitzer Handhabung der bestehenden Gesetze veranlassen. 1877. Dienstag den 20. Februar. 21. Oberhessischer Anzeiger. Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Donnerstag und Samstag. Dienstag, Amtlicher Theil. Nach verzeichnete Nr. 2. Bekanntmachung, betreffend die Umrechnung der Uebergangsabgaben fahrts⸗Vertrag mit dem Freistaate Costa⸗Rica. Seite 13. betreffend die Ausgabe verzinslicher Schatzanweisungen. Seite 40.— Nr. 4 — Nr. 5. Verordnung, betreffend die Einberufung des Reichstage. Seite 81. Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Deutschen Reiches publicirt worden: und Ausfuhrvergütungen ꝛc. Seite 9.— Nr. 3. Freundschafts⸗, Handels- und Sch ff⸗ Bekanntmachung, beireffend die Ernennung von Bevollmächtigten zum Bundceralb. Seite 39.— Bekanntmachung, Gerichtsversassungsgesetz. Seite 41. Einführungsgesetz zum Gerichte verfassungsgesctz. Seite 77. Betreffend: Das Gesetz über den Unterstützungewohnsitz vom 6. Juni 1870. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Groß Friedberg am 16. Februar 1877. herzoglichen Bürgermeistereien. Diejenigen von Ihnen, welche noch mit der Berichtserstattung in obigem Betreffe im Rückstande sind, werden hieran wiederholt erinnert unter dh. Betreffend: Die Abhaltung eines Obstbaumwärter⸗Cursus an der Ackerbauschule zu 25. dieses Monats nicht berichtet haben, Wartboten zugesendet werden. Klietsch, Kreis- nere Friedberg am 18. Februar 1877. Friedberg. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Unter Bezugnahme auf nachstehende Bekanntmachung des Cura-⸗ toriums der Ackerbauschule dahier, empfehlen wir Ihnen, Leute Ihrer Gemeinden, welche sich zur Ausbildung als Obstbaumwärter' eignen, zum Eintritt in den am 12. k. Mts. beginnenden Unterrichtscursus zu veranlassen und uns über den Erfolg Ihrer Bemühungen bis zum 5. k. Mts. zu berichten. Da in den Gemarkungen unseres Kreises der Obstbau sich so sehr rentable zeigt, seine Förderung daher volks— wirthschaftlich durchaus nothwendig erscheint, sowie aber nicht viel geschehen kann, wenn sachkundige Hülfe bei dem Pflanzen und dei der Pflege der Bäume mangelt, wie dies in vielen Gemeinden der Fall, so glauben wir mit Bestimmtheit annehmen zu dürfen, daß Sie in dieser Angelegenheit nichts versäumen um zahlreiche Anmeldungen zu bewirken. Würde sich einer oder der andere mittellose junge Mann entschließen, an dem Cursus sich zu betheiligen, um nach der Hand g sich in seiner Gemeinde als Obstbaumwärter zu beschaftigen, so wird gewiß der Gemeinderath in wohlverstandenem Interesse der Gemeinde sich zur Bewilligung einer entsprechenden Unterstützung aus der Ge— meindekasse bereit finden lassen. Auch machen wir darauf aufmerksam, daß wenn Gemeinden Obstbaumanlagen besitzen, es sehr passend er— scheint, den Feldschützen deren Pflege zu übertragen und diese zu dem Behufe als Obstbaumwärter ausbilden zu lassen. Den weiter beifolgenden Abdruck der genannten Bekanntmachung lassen Sie in den Publications kasten einheften. Dr. Braden. J Bekanntmachung, den Obstbaumwärtercursus an der Ackerbauschule des landwirthschaftlichen Provinzialvereins Obe rhessen zu Friedberg für 1877 Zur Ausbildung tüchtiger Obstbaumwärter wird im laufenden Jahr wieder ein Obstbaumwärter⸗Cursus dahier abgehalten werden. Es umfaßt der Cursus die Zeit vom 12. März bis 21. April laufenden Jahres unter achttägiger Aussetzung des Unterrichts während der Osterfeiertage, sowie in diesem Herbste vom 13. August bis 1. September. Der Unterricht wird von tüchtigen Lehrkrästen ertheilt und umfaßt: 1) Geschäfts⸗Rechnen und kleinere W wöchentlich 4 Stunden. 2) Bodenkunde und Düngerlebre.. 17 11 3) Bau und 3 der ee E 1 2*„ 4) Obstbaulehre ei 1 4 5) Obsikunde e 1 3„ 6) Praktische Uebungen 919 15 Der Unterricht wird durch eine reicht Sammlung der besten Lehr- mittel und Instrumente unterstützt. Die praktischen Uebungen werden nach einem bestimmten Plane in dem zu diesem Zwecke angelegten pomologischen Garten der Ackerbauschule vorgenommen, wie auch außerdem mehrere größere Obsibaumschulen dahier zur Benutzung kommen. Dienstnachrichten aus Bürgermeister Wörner, Jakob Dörner II. Hoch⸗Weisel ernannt und verpflichtet worden. und Wilhelm Becker von Hoch betreffend. Wöchentlich findet eine Excursion nach benachbarten größeren Baum— anlagen statt. Der Unterricht wird unentgeltlich ertheilt. Für Kost und Logis haben die Schüler selbst zu sorgen. Wollen Schüler in freien Stunden in dem pomologischen Garten thätig sein, so erhalten sie hierfür entsprechende Zahlung. Anmeldungen sind möglichst bald und laͤngstens bis zum 7. März laufenden Jahres an das unterzeschnete Curatorjium oder an den Vorstand des Obstbaumwärter-Cursue, Reallehrer Würth dahier, ein— zureichen. Etwaige Anmeldungen bei den landwirthschaftlichen Bezirks— vereinen oder den Großherzoglichen Bürgermeistereien bitten wir uns ge— fälligst übermitteln zu wollen. Friedberg den 18. Februar 1877. Das Curatorium der Ackerbauschule zu Friedberg. Dr. Braden, Klietsch, Schmidt, Kreisrath. Kreis-Assessor. Kreis ⸗Schulinspector. dem Kreise Friedberg. -Weisel sind als Feldgeschworene für die Gemarkung Deutsches Reich. Friedberg. Nach einer Mittheilung des Oberprasidenten der Provinz Hessen-Nassau ist der Ausbruch der Rinderpest am 5. d. Mts. in Cöln in Dresden und Darmstadt. Modellen. und in Gelsenkirchen, Kreis Bochum, Regierungs- II. bezirk Arnsberg, amtlich constatirt worden. Es wird daher darauf aufmerksam gemacht, daß die Besorgniß elner Einschleppung der Seuche in unsere Provinz vermehrt erscheint, und darf man deßhalb kirchen pro 1876. IV. und V. Nachträge die größtmöglichste Vorsicht anwenden bezw. strengste] Pingen. VI. Das Großherzogliche Regier- ungsblatt Nr. 8 enthält: I. Bekanntmachung, die Bildung von Sachverständigen— Vereinen in Gemäßheit der Reichsgesetze über das Urheber recht an Werken der bildenden Künste, Photographien und das Urheberrecht an Mustern und Bekanntmachung über die neue Organisation der Obersörstereien Lampertheim, Bekanntmachung wegen der Nichterhebung von Umlagen in der soraelitischen Religtonsgemeinde zu Weis— genehmigten Umlagen der loraelitischen Religlonsgemeinden und der Communalbedürfussse der Gemeinden des Kreises Ordensverleihungen. VII. Ermächtigungen zue Annahme und zum Tragen eines fremden Orden. 5 VIII. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: am 20. Jan. dem Kreisschulinspector Fleiensehner zu Lauterbach die evang. Pfarrstelle zu Jugenheim, am 23. Jan, dem evang. Candidaten Sehrt aus Gründerg die Pfarrstelle zu Wir- berg, am 24. Jan. dem Schullehrer Bönsel zu Nieder⸗ Moos die erste Schulstelle zu Kaichen zu übertragen; am 31. Jan. den Forst⸗Accesisten Dr. v. Eschwege zum Hof⸗ jagdjunker zu ernennen. IX. Coarokterertheilung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog baben Allergnädigst gerubt: am 17. Jau. dem Möbelsabrikanten Bemte in Mainz den Gbarakler als„Commerzienrath'“ zu verleihen. X. Oienstentlassung. Seine Königliche Großherzog haben Allergnädigst geruht: den Schutz der Wendelsbeim und Bingen. zur Uebersicht der für 1877 der den Hoheit am 17. Jan. evang. Pfarrer Zinßer zu Münster auf Nachsuchen aus dem Dienste zu entlassen. N ö g XI. Rubesandsversezungen. Seine Königliche Hobeit der Großherzog baben Allergnädigst geruht: am 27. Jan. den Distriktseinnebmer Heß zu Nierstein unter Anerkenn⸗ ung seiner Dienste auf Nachsuchen. am 29. Jan. den Schullehrer Jost zu Harxheim auf Nachsuchen; an dems. Tage den Schullehrer Zebnbauer zu Nieder⸗Hilbersheim auf Nachsuchen unter Anerkennung seiner Dienste in den estand zu versetzen. 5 0 . Lene en. Erledigt sind: die 2. evang. Schulstelle zu Wallertheim, Gebalt 771 M. 43 Pf.; die Schulstelle zu Laudenau, Gehalt 685 M. 72 Pf. Dem Grafen zu Erbach⸗Erbach stehl das Präsen⸗ tationsrecht zu; die Stelle eines akademisch gebildeten Lehrers für Geschichte, Geographie und deutsche Sprache an der böheren Mädchenschule zu Darmstadt, Gehalt 2000-3800 M. XIII. Sierbesälle. Gestorben sind: am 4. Jan. der Medicinalrath Dr. Stammler zu Gießen; am 9. Jan. der Schullehrer Metz zu Ober-Abisteinach; am 15. Jan. der Major Dittmar zu Darmstadt;z am 17. Jan. der Schul⸗ lehrer Muckh zu Wimpfen; am 27. Jan. der Gymnasial⸗ lebrer Dr. Saur zu Darmstadt; am 6. Febr. der Hos⸗ gerichtsadvokat Rosenberg I. zu Gießen. Darmstadt. Am 8. Februar wurde der Hauptsteueramtsassistent Bradner in Mainz, zum Kalkulator 2. Klasse bei der Obersteuerdirektion, und am 10. Febr. der Finanzaccessist Dr. Lauer aus Darmstadt zum Kalkulator 1. Klasse bei dem Katasteramté ernannt. — Militär⸗Nachricht. Der Sec.-Lieut. Völsing vom Inf. Regiment Nr. 117 wird zum Premier- Lieut., der Portepee-Fähnrich v. Wachter vom Inf.⸗Regiment Nr. 118 zum Sec.-Lieut. befördert, dem Premier-Lieut. Frhrn. Röder v. Diersburg vom Inf.⸗ Regiment Nr. 118 wird der Abschied bewilligt, der Prem.-Lieut. Keim vom Inf. Regt. Nr. 118 wird als Adjutant zur 44. Brigade commandirt. Berlin, 16. Februar. Abgeordnetenhaus. Erste Lesung des Gesetzentwurfs über die Theilung der Provinz Preußen. Abg. Kieschke gegen, Wehr für die Vorlage; v. Saucken(Tarputschen) gegen- über, der gegen die Vorlage für größere Pro— vinzial⸗Verbände plaidirt, bebt der Minister des Innern hervor: Die Frage, ob größere oder kleinere Provinzial Verbände größere Vorzüge hätten, war bei der Gesetzvorlage nicht entscheidend, der innere Grund dafür war, daß die eine Hälfte der Provinz mit der anderen nicht zusammengehen wolle, sondern sich zugleich stark genug fühle, für sich allein einen Verband zu bilden. Die Re— gierung glaubte den sehr lebhaft geäußerten Wunsch nicht unberücksichtigt lassen zu dürfen, sie wolle nicht absolut trennen, sondern lediglich die Frage entschieden sehen. Nachdem noch Miquel für und Windthorst(Bielefeld) gegen die Vorlage ge— sprochen, beschließt das Haus die zweite Lesung im Plenum. In der hierauf fortgesetzten Etats- Berathung werden die an die Budget-Commission verwiesenen Positionen der allgemeinen Finanz- Verwaltung nach den Beschlüssen der Commission Verhandlungen nicht festzustellen. genehmigt. Der dazu gestellte Antrag auf Vor— legung eines Gesetzentwurfes über die Organisation der allgemeinen Landes- Verwaltung und über künftiges Wegfallen von 15 Regierungs-Raths- Stellen wird angenommen. Es folgte die zweite Lesung des Cultus-Etats. Zum Einnahme ⸗ Etat wird der Antrag Schumann auf Vorlegung des Gesetz⸗Entwurfes, betr. die Aufhebung des Dom— fahrtszeichen auf der unteren Weser und der Strandbauten auf Wangeroge wurde beschlossen, die zweite Lesung im Plenum vorzunehmen. Dem- nächst genehmigte das Haus in zweiter Lesung die Vorlage betreffs der Reglements der öffent⸗ lichen Feuer- Societäten und wegen Erweiterung der Verwendungszwecke der Provinzial-⸗Dotations⸗ Fonds. Bei der nunmehr folgenden Fortsetzung der zweiten Lesung des Staatshaushaltes erledigte das Haus mehrere an die Budget-Commission ver- wiesene Positionen und bewilligte hiebei auch den Betrag von 20,000 M. für den Unter Staats- secretär im Ministerium des Innern mit der Maß- gabe, daß bis zur Besetzung der Stelle 3000 M. an zwei mit den Directorial-Geschäften betraute Räthe als Remuneration gezahlt werden. Für den Unter⸗Staatsseceretär im Handelsministerum hingegen wurden nur 15,000 M. bewilligt, die beantragte Erhöhung also abgelehnt. Analoge Beschlüsse erfolgten danach auch bezüglich der Unter⸗Staatssecretäre im Justiz⸗ und im Cultus- ministerium, sowie im Bureau des Staatsministe— riums. Im Fortgange der Sitzung wurde der Etat des Cultusministeriums bis einschließlich des Kapitels über den evangelischen Ober-Kirchenrath in zweiter Lesung genehmigt, — 15. Febr. Wie verlautet, ist den energischen Bemühungen Bismarcks und Falks die Beilegung der Differenz zwischen Camphausen und Eulenburg gelungen. — 16. Febr. Gegenüber anderweitigen Mel— dungen über die in der gestrigen Sitzung des Bundesrathes erfolgte Annahme des Antrags des Justiz⸗Ausschusses, betreffend den Sitz des Reichs- Gerichts in Berlin, ist aus dem Sitzungsprotokoll zu constatiren, daß nur die den Sitz des Reichs- gerichts betreffende Petition des Stadtraths und der Stadtverordneten Leipzigs dem Justizausschusse überwiesen wurde. Stuttgart, 16, Febr. Der„Staats- Anz.“ verkündigt die gestern vollzogene Trauung des Prinzen Wilhelm von Württemberg, des präsum⸗ tiven Thronfolgers, mit der Prinzessin Marie von Waldeck und Pyrmont. Der Kammer der Abge— ordneten wurde ein Gesetz- Entwurf vorgelegt, worin die Regierung für den Prinzen Wilhelm, von seinem Vermählungstage an eine jährliche Apanage von 100,000 M. verlangt. Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 16. Febr. Dr. Herbst theilte dem Club der Linken den Wunsch der Regierung auf Abhaltung einer Abgeordneten— Conferenz mit. Die Regierung wolle nicht ohne Einvernehmen mit dieser Partei sich betreffs des ungarischen Ausgleichs binden. Der Zeitpunkt der Conferenz sei vor Beendigung der schwebenden In der Mitte des Clubs wurde die Zuziehung von Mitgliedern des Herrenhauses und anderer Parteien angeregt. — 16. Febr. Die in Pest zurückgebliebenen ungarischen Minister sind nach Wien berufen worden. Die russischen Bahnen dürfen die öster— reichischen Grenzstationen nicht mehr berühren, um den Verkehr der russischen Bahnbeamten mit Gali— zien zu verhindern. Die Nordbahn holt die stiftes zu Brandenburg, nach längerer Debatte Passagiere an der Station Sczakowa ab. mit großer Majorität angenommen. Der Regier⸗ ungs⸗ Commissär hatte einen solchen hetreffs der Aufhebung der sächsischen Domstifter, nicht aber bezüglich des brandenburgischen in Aussicht gestellt. Bei dem Ausgabe- Etat greift Franz das ganze System des Cultus-Ministers an und verbreitet sich ausführlich über den Cultur- Kampf. Der Prag. Da die Rinderpest in Sachsen von Neuem ausgebrochen ist, so hat die Statthalterei die Ein- und Durchfuhr von Rindvieh, Thier— abfällen und Futterstoffen über die sächsisch-böhmische Grenze verboten. Frankreich. Versailles, 15. Febr. Im Senat zeigte der Ministerpräsident Simon an, die Minister weist den Vorwurf zurück, daß er den Regierung gedenke dem heute verstorbenen General Cultur Kampf in die Schule trage und die Kirchen- Gesetze mit Härte ausführe. Er führe sie aller— dings mit Ernst aus und werde darin fortfahren, so lange er auf seinem Posten stehe.— 17. Febr. In der heutigen Sitzung wurden die Vorlagen betreffs Abänderung der Vorschriften über die Steuerveranlagung und betreffs Awortisation von Actien der in Schleswig- Holstein domicilirenden Gesellschaften in dritter Lesung angenommen. Hin— Changarnier ein feierliches Leichenbegängniß zu bereiten, worauf General Cissey einen Antrag, daß die Leichenfeier auf Staatskosten im Invali— den-Dom begangen werden solle, zurückzog. Dänemark. Kopenhagen. Die der Linken angehörende Majorität des Finanz- Aus- schusses des Folkethings hat beschlossen, die Ver— theilung einer Million Kronen an die Communen zu beantragen, um mit diesen Mitteln dem aus sichtlich des Vertrages zwischen Preußen, Olden- burg und Bremen wegen Unterhaltung der Schiff— der Arbeitslosigkeit herrührenden Nothstande ab— zuhelfen. Großbritannien. Im Unterhause antwortete der Staate Setretär des Kriegs, Hardy, auf Gladstone's Anfrage: die Regierung erachtet sich nicht von den Ver- pflichtungen der Verträge von 1856 und 1871 frei. enn die Türket durch Verträge Europa gegenüber gebunden sein soll, so müsse er offen und laut peremtorisch erklären, daß das übrige Europa ebenfalls durch dieselben der Türkei gegen⸗ über gebunden sein muß. England beabsichtige vorläufig weder materielle Zwangsmaßregeln gegen die Türkei auszuüben, noch das Schwert für die Türkei zu ziehen. Bourke erklärte auf die An- frage Dilkes', die Regierung beabsichtige die russische Rundnote zu beantworten, doch hänge der Zeit- punkt noch von Umständen ab. Einmal fand ein Ministerwechsel in Constantinopel statt, zweitens seien die Friedens Verhandlungen zwischen der Pforte und Serbien und Montenegro im Gange; endlich sei es wünschenswerth bei dieser Angelegen— heit von europäischer Bedeutung, daß England die Ansichten anderer Mächte kennen lerne, bevor es seine eigenen ausdrücke. Türkei. Constantinopel. Der Pariser „National“ bringt eine Depesche von hier vom 15. Februar, wonach dort ernste Gerüchte über neuere Vorgänge im großherrlichen Palast circu— liten. Der Sultan sei von einem Nervenleiden ergriffen. Er sei von großem Mißtrauen und von Abneigungen beherrscht. Die letzten Veränder— ungen überraschen durch die Absetzung von Gegnern Midhats. — 17. Febr. Der Großvezir Edhem Pascha hat seine Entlassung erbeten. Montenegro hat eingewilligt, Delegirten behufs der Friedens-Ver⸗ handlungen nach Constantinopel abzusenden. — 17. Febr. Die„Italie“ meldet: Midhat Pascha erhielt in Neapel eine wichtige Mittheilung des Sultans; es scheine, daß Midhat in Folge englischer Rathschläge nach Constantinopel zurück berufen werden soll. Man wisse jedoch nicht, ob ihn der Sultan in seine frühere hervorragende Stellung einsetzen oder blos dessen Rathschläge hören wolle. Serbien. Belgrad, 16. Febr. Der „Pol. Corr.“ wird von hier telegraphirt: Die Frage wegen der Bestellung eines permanenten türkischen Agenten in Belgrad wird einstweilen als offene Frage einer endgiltigen Vereinbarung in Constantinopel vorbehalten. Abgesehen von dieser Frage seien die serbischen Bevollmächtigten beauf— tragt, die Frage wegen der Grenz-Regulirung in Constantinopel definitiv anzutragen; Serbien be— ansprucht Regulirung der Grenzen an der Drina, dem Timok und dem Ibar. Montenegro. Cettinje, 15. Februar. Auf die von Neuem an den Fürsten von Mon- tenegro gestellte Forderung des Großvezirs, daß die Friedens-Verhandlungen nicht in Wien, son— dern an irgend einem anderen Orte geführt wür— den, hat heute der Fürst geantwortet, er halte zwar Wien für den geeignetsten Ort zur Ver- handlung, wolle jedoch, um seine Versöhnlichkeit zu beweisen, Cattaro als solchen vorschlagen. Die Pforte hat jedoch diesen Vorschlag abgelehnt und zugleich den Fürsten ersucht, einen in der Herze— gowina belegenen Ort oder Skutari als Verhand— lungs-Ort zu bezeichnen. — Ueber die Verhandlungen Montenegro's mit der Pforte wird noch weiter gemeldet, daß der Fürst nunmehr in einer Depesche vom 16. e. dem Großvezir angezeigt hat, er werde mit dem nächsten Schiffe zwei Delegirte nach Constantinopel entsenden. Die serbischen Delegirten werden morgen hier erwartet. Rußland. Petersburg. Der„Regier⸗ ungs- Anzeiger“ veröffentlicht einen Bericht über die Aus hebung im Jahre 1876. Danach wurden 196,000 Mann ausgehoben. 2758 Mann waren aus besonderen Gründen von der Einstellung be— freit. Die für unbrauchbar Erklärten machten ein Drittel der Besichtigten aus, während sie 1875 nur ein Sechstel betrugen. — Ueber einen angeblichen Zusammenstoß zwischen russischen und türkischen Vorposten an der Kaukasus Grenze, welcher von der Wiener„Presse“ London, 16, Febr. lla began licht dahie 1 de ll Pnis det D 1 Besant nich! orden Kleiner Welden 1 9884 1 Pascha „1 bat 18s · Ber · 1 dalneg 1 Folgt 11 zutic⸗ nicht, 60 erragtadt 2 lagt 1 Dir Art: Dit erte 2 alt W ditstt et- 1 Fan 106 1 91 Drina, ötttudt. 121 Res- U 45 i Ne, bes“ an vit i beate f Eur 4 aun 45 Die 1¹¹ 1961 Unt r ba 1 van 0 26 16.. 1 tts naehe ttt! K 18. n 2 aten 41 an 1 b 1 5 1875 105 9˙¹ ** 71„ nichts bekannt. emeldet wird, liegt bier von amtlicher Seite keinerlei chricht vor; auch ist hier darübrr durchaus Aegypten. Cairo. Sämmtliche Gouver⸗ neure der Ludan-Provinzen sind der Controle des zum Stattbalter des Khedive ernannten Oberst Gordon unterstellt worden. Als Haupt- Aufgabe Gordons wird die wirksame Unterdrückung der Selaverti angesehen. Amerika. Washington, 17. Febr. Die Fünszehner⸗Commission beschloß mit 8 gegen 7 Stimmen, die Wablstimmen Loulsianas seien als für Hayes abgegeben anzuseben. New Orleans, 15. Febr. Auf den repu⸗ blikanischen Gouverneur Packard ist ein Attentat begangen worden, bei welchem derselbe jedoch nur leicht verwundet wurde. Der Tbäter, welcher ebenfalls verwundet ward, ist verhaftet; das Motiv der That ist nicht bekannt. Aus Stadt und Land. Friedberg. Sonntag den 25. Februar gibt der bie- sige Musikverein sein zweites Winter concert, auf welches wir die Musiksreunde Friedbergs und der Umgegend bier, dutch aufmerksam machen wollen. Zur Auffübrung kommt u. A. ein bier noch nicht gebör tes, größeres Werk:„Der Rose Pilgerfahrt“ von R. Schumann, einige Cböre von Mendelsohn und Clavier⸗ und Gesang⸗Soli. Als Solisten sind gewonnen: Frau Dr. Waßfenbach und Frl. Pfann müller aus Gießen, Frl. Dröscher aus Homburg sowie Seminarlehrer Link von dier. Auch baden mehrere Ver⸗ einsmiiglieder Solevarthieen üvernommen. Allerlei. Wien, 17. Febr. Heute ist der Dichter Mosenthal dahier gestorben. Paris, 15. Febr. Die Seine ist seit gestern über Negierungsrath Trapp. Ein Gedenkblatt. Am dritten Weihnachtsfetertag 1876 wurde Stadt und Kreis Friedberg durch den plötzlichen Tod eines Mannes überrascht, den wir noch Tags zuvor in gewohnter Weise im Gotteshause gesehen hatten. Ein Beamter von ächtem Schrot und Korn, bis zuletzt thätig und rübrig, war der Geheime Regierungsrath Adolf Trapp ganz unerwartet seinem Beruf wie seiner Familie ent— rissen worden. Schon zu Anfang der 30er Jahre in die Verwaltung eingetreten, wurde Trapp in dem verhängnißschweren Jahr 1848 Dirigent der Regierungs-Commisston, später des Kreises Bieden— Geleis zurückzuführen. zur Stunde unvergessene Thaͤtigkeit den Wohl- stand seints Kreises, zumal in landwirthschaftlicher Hinsicht, zu heben, wovon wir nur ein Beispiel wiedergeben. Noch hatte man kein Gesetz, kraft dessen die Zusammenlegung der Grundstücke er— zwungen werden konnte. Gleichwohl war kin vielen Gemeinden des„Hinterlandes“ die Zersplitterung des Grundeigentbhums so arg, daß bei dem ohne— bin geringbaltigen Boden der Ertrag von den Bebauungskosten verschlungen wurde. Allein Trapp bedurfte keines gesetzlichen Zwanges. Durch ebenso energisches als conciliantes Auftreten gelang es ihm in den elf Jahren seines dortigen Wirkens in den Gemeinden, wo es am dringendsten Noth die ÜUser getreten und bat einen Theil der Umgegend von Paris überschwemmt. In Folge eines Wolkenbruchs trat der Donbs mit seinen Neberflüssen aus. Montbdeliard, Besangon und andere Ortschasten im südwestlichen Frank⸗ reich und in den niedrigen Straßen sind üderschwemmt. Auch in Lyon wird das Austreten der Rhone gefürchtet. London. Die englische Regierung hat einem Neu— fundländer Hunde Namens Morgan eine Belohnung von 2500 Francs für die Entdeckung der Leiche eines im ver flossenen Jabre zu Blackburn zerstsickelten kleinen Mädchens bewilligt. Man verdankt nes in der That diesem außer ordentlichen Thiere, daß die zerstreuten Reste der armen Kleinen wieder vereinigt und Hand an den Mörder gelegt werden konnte, Morgan wird eine Medaille an seinem Daleband tragen und es ist ein eigner Wärter für ihn Jon amtswegen angestellt worden. Handel und Verkehr. Frankfurt, 16. Febr. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1, MN. 41., Nr. 2 M. 37., Nr. 3 M. 33., Nr. 4 M. 29., Nr. 5 M. 23. Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 277% „o. II.(Berliner Marke) M. 22., Weizen M. 25.25. Korn M. 17.75— 19.25, Gerste M. 19—21., Hafer N. 15.50— 17.75, Koblsamen M.—. Erbsen M. 21—24., Widen M. 19. Linsen M. 21—30., Rüböl M. Die Preise verstehen sich süämmtlich per 200 Pfund Zoll⸗ jewicht= 100 Kilo. Frankfurt, 17. Febr. Der heutige Heu- und S troh⸗ markt war sehr gut befahren. Heu kostete je nach Qualität ger Ceniner M. 4.60—6. Strob per Ceniner M. 4.50—5. Butter 1. Qual. im Großhandel das Pfund M. 1.10. 2. Qual. M. 1., im Kleinbandel 1. Qual. M. 1.20—.25. 2. Qual. M. 1.1015. Eier das Hundert alle M. 4.50, dlaclienische M. 6.50. Kartoffeln per 200 Zollpfund M. 5—6. ö Mainz, 17. Febr. Producter-Markt. Wagen ver März 22.35. Kern per März 16.60. Hafer per März 16.75. Rübzl per Mal 37.—. 82. that(unsers Wissens 15), die Zusammenlegung durchzusetzen. Schreiber dieses bat viele Jahre später Gelegenheit gehabt, sich von der dankbaren Erinnerung an den„alten Kreisrath“ in einer solchen Gemeinde zu überzeugen. Im Jahr 1859 wurde er zum Dirigenten des stiesigen Kreises berufen. Was er als solcher ge— wirkt, mit welcher Festigkeit und Treue er die Fährlichkeiten des Jahres 1866 bestanden, wie er sich mit ungeschwächter Kraft in die neue Kreis- und Gemeinde- Verfassung von 1874 bineingear- beitet, einen vergrößerten Wirkungskreis über nommen hat, ist noch in zu frischem Andenken, als daß wir es näher zu schildern brauchten. Es mag die Bemerkung genügen, daß er den Wirkungs⸗ kreis des Verwaltungsbeamten nicht als eine Summe bureaukratischer Verfügungen vom grünen Tisch aus, nicht als eine Sammlung von Ukasen mit Strafandrobungen aufgefaßt bat, sondern daß er mitten unter seinen Gemeinden stehend und verkehrend durch persönliche Einwirkung das Gute — wiederum vorzugeweise auf landwirihschast— lichem Gebiet— förderte. Das beste Zeugniß für die hiedurch— unabsichtlich— gewonnene Popularität Trapps war die herzliche Theil nahme an seinem 25jährigen Kreisraths-Jubiläum (14. August 1873) und die allgemeine Trauer um sein plötzliches Hinscheiden. Auch sein Landesherr, dem er persönlich nahe stand, hat den Werth des treuen Staatsdieners kopf und fand dort alsbald Gelegenheit durch ebensoviel Festigkeit wie Milde die in seinem neuen 928 Kreise besonders aufgeregten Gemüther ins ruhige Nachdem ibm dies ge- 510 lungen, entfaltete er eine in jenen Gegenden bis durch Verleihung des Ludwigs und Phlsltpps⸗ Ordens und des Titels eines„Geheimen Regier⸗ ungs Raths“ anerkannt. Einfach in seinem Wesen, liebens würdig als Gesellschafter ist er aus dem Kreis einer glücklichen Familie, am Weihnachts tische umringt von Kindern und Enkeln, plötzlich geschieden. Friede seiner Asche! Verloosungen. Hessische Ludwigsbahn. Mainz, 29. Januar. procentige Prioritäten von 1856. Lit. A. Nr. 78 151 193 416 485 520 654 719 889 1021 209 482 710 864 987 995 2027 125 474 617 728 872 3018 61 68 156 195 281 414 536 679 775 4028 154 177 242 377 524 696 839 5052 133 230 268 399 420 541 344 6032 52 189 220 271 341 405 490 513 604 635 688 843 849 854 888 144 232 289 356 393 481 549 758 827 881 8046 103 189 388 537 543 589 785 808 832 970 977 9000 87 130 170 238 313 324 357 450 533 596 650 655 968 10007 329 392 548 576 653 7290 882 951 11038 427. Lit. B. Nr. 11437 529 537 845 874 883 895 12101 269 351 699 762 944 13023 226 267 489 490 507 620 656 835 852 890 910 14004 46 147 419 574 648 677 830 916 986 15019 58 76 88 212 612 834 895 976 991 16100 221 244 253 582 621 716 752 761 17020 137. Zitldar 1. März. Rbeinische Bierbrauerei. 5proc. Prioritäts⸗ obligationen. Mainz, 1. Februar. Aus der Verloosung om 1. Februar 1876. Nr. 176 286 288 308 403 683 718 799 815 896 971 989 1206 1217 1419 1431 1524 1603 1698 1699 1921 1994 2102 2176 2259 2263 2409 2532 2586 2616 2684 2702 2737 2820 3269 3397 3421 3459 3469 3838 4102 4163. Aus der Verloosung vom 1. Februar 1877. Nr. 135 148 205 304 389 472 505 516 680 702 717 781 991 1045 1465 1589 1795 1830 1840 1893 1936 1978 2139 2257 2384 2457 2514 2625 2899 2908 2949 3007 3029 3045 3120 3323 3584 3591 3730 3767 3832 3959 4041. Zablbar 1. März Kaiserin Ellsabelhbabn. Prioritäten von 1860, 61 und 62: 593 852 894 968 1076 1298 1432 1458 1617 1629 1654 1685 1689 1722 1766 1917 1989. Jede dieser Serien enthält: 8 Stück à fl. 900 österr. Währung. Nr. 1 2 3 19 20 21 22 23: 8 Stück à fl. 600 österr. Währ. Nr. 4 5 6 17 18 24 25 26: 15 Stück à fl 300 önerr. Währ. Nr. 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 277 28 29 30 31. Zablbar 1. August. 4½ 119 275 746 919 197 326 7065 95⁵ 589 500 732 640 77 ien, 1. Februar. Nr. 4 484 532 W S S 2 Auszug aus dem Civilstands-Register der Stadt Friedberg. Geboren: 14. Febr. Eine uneheliche Tochter. 16. Febr. Dem Fruchthändler Meyer David Loͤb eine Tochter. Gestorben 13. Febr. Johann Jakob Karl Ploch. Sohn des Leine⸗ webers Johannes Ploch, 7 Wochen alt. Geld- Cours. Frankfurt am 17. Februar 1877. 1 1 2⸗Frankenstücke. Mk. 16 26—30 Englische Sovereigns„ 29 35.—40 Nussische Imperiales. 5„ 16 75—80 Holländische fl. 10-Stücke ö 16 65 G. Duroten t 1%, 9 60—65 Ducaten rien, 5 9 64-69 Dollars in Gold 41619 85 tanf Zu verkaufen ist ein vollständiger, schwerer, gut gehaltener Oeconomie⸗ Wagen und eine fast noch neue Schaar⸗-Egge dei 476 Frau Väth in Kaschen. Heu⸗ Lieferung. 332 Donnerstag den 22. Februar d. J., Vormittags 1 uhr, soll auf hiesigem Rathhaus die Lieferung von 30—40 Centner Heu für den städtischen Faselstall oͤffent— ich an den Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden. Frledberg den 15. Februar 1877. Großherzogliche Bürgermeisterel Friedberg. Foucar. Oeffentliche Aufforderung, 544 Forderungen und Ansprüche an den Nachlaß des berstorbenen Konrad Lack von Fauerbach b. Fr. sind innerhalb 14 Tagen unter Vorlage einer detallirten Be— dechnung dahier einzureichen, widrigenfallt ste, well die Frben des Konrad Lack nur unter der Rechtswohlthat des Inventars die Erbschaft angetteten haben, bel Regellr⸗ ung des Nachlasses nicht berücksichtigt werden. Frledberg am 13. Februar 1877. Großherzogliches Landgericht Frledberg. stor, Follen tus, Landrichter. Landgerichts-Assessor. Zwei Realschüler bannen Kost und Logis erhalten. Näheretz bel der Exp. dee Anzeigers. 537 U Bekanntmachung. 539 Die am 30. Januar d. J. in hiesigem Gemeinde wald abgehaltene Holzversteigexung hat die Genehmigung erhalten. Wegen der ungünstigen Witterung kann vor erst die Abfuhr nicht stattfinden und erfolgt dieserhalb spätere Bekanntmachung. Rodheim v. d. H. am 17. Februar 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Rodheim v. d. H. Tac d Y 1 I Kapital-Ausleihung. 548 In der Gemeindekasse zu Assenheim liegen gegen gute Obligationen eirea 3000 Mark zum Ausleihen bereit, im Ganzen oder getrennt. Assenheim am 17. Februar 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Assenheim. We st. Einen Schreinergesellen 538 sucht K. ein ee Focken, sowie Strümpfe für Grwachsene und Kinder billigst bel K. Friedrich. Holz-Versteigerung. 540 In dem bei Ober⸗Rosbach(5 Kilom. von Fried⸗ berg) gelegenen Domintalwalddistrikt Kellerberg XVII. werden a. Montag den 26. Februar, von Morgens 9 Uhr an: 27 Raummeter Eichen Scheiter, 5„ Knüppel, Buchenwellen, Eichen-Birkenwellen, Weichholzwellen, 40 Raummeter Eichen Stoͤcke Hauspäne). b. Dienstag den 27. Februar, von Morgens 9 Uhr an: 216 Eichenstämme von 22— 70 Centimeter Durchmesser und 2— 14 Meter Länge mit 162,27 Kubikmeter Inhalt, sowie 35 birkene Schippenstiele oͤffentlich versteigert. Ober⸗ Rosbach im Februar 1877. Großherzogliche Oberfoͤrsteret Ober Rosbach. Strack Seidene Umknöpftücher& Foulards 360 in den schoͤnsten Farben billigst bei K. Friedrich. (inel. 7 Haufen —— 8 500 Stück% breites schweres Leinen für Hemden und Betttücher, der Meter 62 Pf. weischläfrige Leinen⸗᷑Betttücher obne Naht abgepaßt, das Stück M. 3. Jveisdlöfrige schwere Victoria⸗Bettdecken mit Fransen, das Slück M. 3.. Schwere graue Kolter und Pferdedecken, das Stück M. 2., M. 2. 40 bis 5 M. Rothe und weiße Kolter, das Stück M. 7., M. 8., M. 9. bis 15 M. 10% breite gute Fußteppichstoffe, der Meter M. 1. 70,/ breit 80 Pf. 10% breit reich ramagirter Vorhangsmull mit Bogen, der Meter 75 Pf. Schwerer guter Barchent für Betten, der Meter 60 Pf., 70 Pf. und höher. Schwere ächtfarbige Bettzeuge,„ breit, der Meter 45 Pf., 50. Pf. und hoher. Tischtücher, das Stück M. 1. 20, Handtücher, der Meter 29 Pf. 2000 Stück Kleiderstoffe für Frühsahr, Sommer, Herbst und Winter, der Meter von 50 Pf. an. 1000 Stiick Brillantines für Kleider und Ueberzüge, der Meter 55 Pf. 2000 Stück ¾ breite Cattune, ächtfarbig, für Kleiber und Ueberzüge, der Meter 40 Pf. Weiße und graue Shirtings, der Meter von 25 Pf. an Guter Buxkin für Rock, Hosen, Weste, der Meter 4 und 5 M. M. Fuhrlander Nachfolger, Fahrgasse 85, Frankfurt a. M. Sonntags ist mein Laden offen. Mühlen⸗Verkauf. 477 Montag den 12. März l. J., Vormittags 10 Uhr, soll die Riedmühle bei Griedel und 9 Morgen Ackerland, eine halbe Stunde von der Eisenbahystation Butzbach entfernt, einer freiwilligen Versteigerung ausgesetzt werden. Die Mühle besteht aus dem Wohnhaus und Mühlbau mit 3 Mahlgängen und sehr starkem Gefälle, aus einer Scheuer und sonst noch großen Oeconomiegeräumlichkeiten. Griedel den 9. Februar 1877. Friedrich Wetz I. Kinder. Allgemeine Versorgungs-Anstalt im Großh. Baden zu Karlsruhe. Eröffnet 1835. Erweitert 1864. Abtheilung für Lebensvetsicherung. Im Jahre 1876 wurden eingereicht. 5 1 i 3840 Anträge mit 15,499,893 M. e„ 5 8 5 8 5 3481 1„ 12,475,486 M. sonach pro 1876 mehr 8 5 5 4 5 359 Anträge mit 3,024,407 M. Dieser Zugang hat jeuen aller bisherigen Jahrgänge übertroffen. Aller Geschäftsgewinn wird an die Mitglieder der Anstalt abgegeben. Vertheilungsmaßstab dafür: Der jährlich wachsende Werth der Versicherungen. Folge davon: Stetig wachsende Dividende und daher Verminderung der Versicherungskosten von Jahr zu Jahr. Als Dividende erhielten im vergangenen Jahr an Prämien zurückbezahlt die Lebensversicherten der Jahrgänge 1871 durchschn. 23%— 1870 durchschn. 27%— 1869 durchschn. 31%— 1868 durchschn. 36% 1867 5 41%— 1866„ 45%— 1865 1 50%— 1864 5 55% Zu weiterem Beitritt ladet ein der Vertreter der Anstalt: CE. Th. Kranz in Friedberg. Grab⸗Denkmäler in Marmor, Syenit und Sandstein . in großer Auswahl vorräthig bei 955 Ferd. Hofmeister, Marmor- und Steinmetzen-Geschäft, Frankfurt a. M., Eckenheimer Landstraße 165, dem Friedhofe gegenüber. 19 Neue Kräme 19. 394 Mein wohlassortirtes Lager Corsetten Kordel-Leibchen in verschiedenen Sorten. für Damen, von den gewöhnlichsten in guter Fagon bis zu den feinsten. Mädchen⸗Corsetten Tournuren für jedes Alter mit und ohne Mechanik. nach neuester Mode. Corsetten⸗Anfertigung nach Maaß. Emil Beck, 19 Neue Kräme 19, Frankfurt a. M. Gefunden wurde am Freitag den 16. d. Mts. oberhalb Nauheim eine Damenuhr. Der Eigenthümer kann dieselbe gegen Erstattung der Inseratgebühren in Empfang nehmen bei 478 Lieͤibbinden und Rückenhalter nach aber Vorschrift. Butterpulver verkürzt die Zeit des Butter ns, macht die Butter fester und schmackhafter und ver- hindert das Ranzig werden derselben. Ein des landw. Consumvereins Friedber 25. d. M., Nachmittags präcis ½ des Hofbierbrauers Burck. Tagesordnung: 3 Rechenschaftsbericht und 2) Rechnungsabhoͤr für 1876. 3) Berathung über Anträge auf Bürgschaftsleistung ꝛc. 4) Besprechung über Beschaffung einer Abortsentleer⸗ ungsmaschine, Ankäufe von Saatfrüchten, Feuer⸗ versicherung ꝛc. 5) Ergänzungswahl des Ausschusses und Vorstandes. Cnurtman, Präsident. Die Wormser Brauer⸗Akademie, 550 bereits von eirea 700 Brauern aus allen Ländern der Erde besucht, beginnt das Sommersemester am 1. Mai. — Programm und Auskunft ertheilt Die Direetion Dr. Schneider. Innigste Danksagung. 546 Für die anonyme Wohlthat vom 15. d. Mts. sagt man den herzlichsten Dank. fFrischer Cabliau 1 Wilh. Fertsch. Junge italienische Hühner, 541 reinste Race, mit gelben Füßen und gelben Schnäbeln, versende nach allen Gegenden zu den billig⸗ sten Preisen. Körbe extra oder franco retour. C. Schneider in Wiesbaden, Ecke der Bahnhof- und Louisenstraße. Uhr in das Local . 2 Versteigerung. 547 Montag den 26. Februar l. J., Vormittags 9 Uhr, läßt der Unterzeichnete in der früher Preußer'schen Bierbrauerei neben dem Rathhause 1 Luftdruck-Bier-Apparat, 4 Dutzend noch neue Stühle, 200 Stück Biergläser, 1 Pfeilerschrank, 1 polirte Bettstelle, große Rahmuhr, 8 Tage gehend, mehrere große Rouleaux, 1 neuen Kochofen, 2 Dutzend Messer und Gabeln, mehrere Fäßchen und sonstige Gegenstände gegen Baarzahlung öffentlich versteigern. Friedberg im Februar 1877. Carl Walther. Für Restauraut und Familie! „Der nach den neuesten medicinischen Lehren 9 über diätetische Gesundheitspflege bereitete, 15 vielfach preisgekrönte und durch seinen enormen Absatz berühmte Nürztliche Magenbitter gen. Lestomac von Dr. med. Schrömbgens, prakt. Arzt in Kaldenkirchen, wird von den bedentendsten Professoren der Medicin und Chemie der größten deutschen Universitäten als ange⸗ nehmer und gesunder Liqueur empfohlen. Zu haben in Friedberg bei Herrn W. Bernbeck, in Nauheim bei Philipp J. Weiß. 119 88. 32 8 f* 28 5 22 85 7 38 82 U 0 E U m. 8 —* —. 22 — S2 7 5 Die soeben erschlenene Nr. 20 enthält: Die Stufenjahre eines Glücklichen. Roman von Louise von Frangols.(Fortsetzung.)— Ueberfall im Schnee. Originalzeichnung von C. Kronberger.— Cyprische Reisefrüchte. Von Franz von Löher. II. Larnaka.— Zur Erinnerung an Luise Hensel. Von D. H.— Auf dem künftigen Kriegsschauplatze. Mit drei Illustrationen. — Die Rinderpest. Von Prof. Dr. Zürn.— Mit einer Extrabeilage: Karte der Wahlen zum Deutschen Reichs⸗ tage am 10. Januar 1877. Zu Bestellungen empfiehlt sich Carl Bindernagel in Friedberg. Paquet ichend für 5 i f 4 1 i 5 7 54 5 N 5 ür 500 Liter Milch, 545 Martin Dietz J. in Nieder⸗Mörlen. Erau Hoflief. Windeeler in Friedberg. 536 Auf dem Gronauerhof bei Vilbel sind Dick— Ph. J. Weiss in Nauheim. 260 wurz zu verkaufen. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. 549 Einladung zur Generalversammlung der Mitglieder auf Sonntag den wied lau der U